[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Steuerung einer Vorrichtung zum
Speichern und Ausgeben von Banknoten mit einer Vielzahl von jeweils eine Banknote
aufnehmenden Kammern und einer Steuerungselektronik, wobei Banknoten bestimmter Wertigkeit,
die zu einer Ausgabe vorgesehen sind, in den Kammern gespeichert sowie aus diesen
ausgegeben und Banknoten anderer Wertigkeit in einer Kasse abgelegt werden.
[0002] Die
WO 01/69545 A2 zeigt eine Speichervorrichtung bzw. ein Verfahren zur Steuerung des Auffüllens eines
Geldspeichers, der in verschiedenen Anteilen von Geldgegenständen - im Folgenden als
Banknoten bezeichnet - unterschiedlicher Nennwerte (Wertigkeiten) bis zum Aufnahmevermögen
gefüllt werden kann und der Banknoten ausgewählter Nennwerte abgeben kann, die er
während einer Transaktion entgegengenommen hat. Dabei wird eine Bestimmung, ob eine
Banknote an einen verfügbaren Ort im Speicher gesandt werden soll, in Abhängigkeit
vom Nennwert dieser Banknote und dem Füllstand mindestens eines gegenwärtig im Speicher
gespeicherten Nennwerts vorgenommen. Die Entscheidung, ob eine zu speichernde Banknote
in den Speicher gesandt wird, ist davon abhängig, wie viele Banknoten des gleichen
Nennwertes gegenwärtig im Speicher gespeichert sind. Ferner ist die Entscheidung davon
abhängig, ob die Anzahl gespeicherter Banknoten dieses Nennwertes geringer als eine
vorbestimmte Schwelle ist, wobei es für unterschiedliche Nennwerte jeweils entsprechende
Schwellen gibt. In Abhängigkeit von dem Schwellenwert für Banknoten bestimmter Nennwerte
wird die jeweilige Banknote entweder in den Kammern des Speichers gespeichert oder
in die Kasse geleitet.
[0003] Die
DE 100 33 374 A1 offenbart eine Vorrichtung zum Speichern und Ausgeben von Banknoten, insbesondere
für geldbetätigte Unterhaltungsgeräte, die eine Banknotenein- und - ausgabe, einen
Förderweg mit einer Transporteinrichtung und ein quer zum Förderweg verfahrbaren Banknotenspeicher
umfasst. Der Banknotenspeicher besteht aus einer Vielzahl von jeweils eine Banknote
aufnehmenden Kammern, die durch zugfederbelastete, benachbarte Platten gebildet sind,
denen mindestens eine Plattenspreizeinrichtung zugeordnet ist. Zur Aufnahme oder Ausgabe
einer Banknote mittels der Plattenspreizeinrichtung sind zwei Platten voneinander
weg bewegbar. Die Banknote wird in die Kammer hinein oder aus dieser herausbewegt
und die benachbarten Platten verfahren wieder in ihre Ausgangsstellung im Banknotenspeicher.
[0004] Des Weiteren zeigt die
DE 100 51 224 A1 eine Vorrichtung zum Speichern und Ausgeben von Banknoten, die eine Banknotenprüfeinrichtung
für eingegebene und auszugebende Banknoten, eine Banknotenein- und -ausgabe, einen
Förderweg mit einer Transporteinrichtung und einen quer zu einer Förderwegöffnung
verfahrbaren Banknotenspeicher umfasst. Der Banknotenspeicher besteht aus einer Vielzahl
von jeweils eine Banknote aufnehmenden, einseitig verschlossenen Kammern. Diese werden
durch linear zur Förderwegöffnung mechanisch verstellbare Trennwände gebildet. Zur
Aufnahme oder Ausgabe einer Banknote ist eine dieser zugeordnete Trennwand aus dem
Banknotenspeicher heraus bewegbar, die Banknote von der bzw. zur Transporteinrichtung
überführbar und die Trennwand wieder in ihre Ausgangsstellung im Banknotenspeicher
verfahrbar.
[0005] Die zuvor beschriebenen Banknotenspeicher finden häufig Verwendung in Verkaufsautomaten
bzw. geldbetätigten Unterhaltungsgeräten und sind mit Banknotenprüfern gekoppelt.
Ferner sind Münzprüfer sowie Münzspeichereinrichtungen in diesen Geräten installiert,
um Benutzern ggfls. überschüssige Geldbeträge zurückzuzahlen oder Gewinne auszuzahlen.
Aufgrund der beengten Platzverhältnisse in diesen Geräten weisen die Banknotenspeicher
eine relativ geringe Anzahl Kammern zur Aufnahme von Banknoten auf. Ein Automatenhersteller
oder Aufsteller definiert die Wertigkeiten der in dem Banknotenspeicher zu speichernden
Banknoten, die zur Auszahlung bestimmt sind und bestückt den leeren Banknotenspeicher
mit entsprechenden Banknoten, um eine Auszahlung derselben zu gewährleisten. Im Betrieb
des Gerätes werden leere Kammern des Banknotenspeichers mit von Benutzern eingegebenen
Banknoten aufgefüllt, deren Wertigkeit der in einer Steuerungselektronik gespeicherten
Wertigkeit entspricht. Da in der Regel lediglich zwei Wertigkeiten von Banknoten zur
Speicherung in dem Banknotenspeicher vorgesehen sind, besteht ein Problem hinsichtlich
der Kapazität des Banknotenspeichers und damit bezüglich der Auszahlfähigkeit des
Gerätes. Vorzugsweise werden Banknoten geringer Wertigkeit zur direkten Auszahlung
und damit zur Lagerung in dem Banknotenspeicher vorgesehen und Banknoten mit großer
Wertigkeit werden direkt in die Kasse transportiert. Ist der Banknotenspeicher derart
eingestellt, dass beispielsweise Banknoten mit den Wertigkeiten 5,-- EUR und 10,--
EUR in den Kammern gelagert werden, dann ist das Gerät nur bedingt auszahlfähig, falls
häufig Banknoten mit großer Wertigkeit, nämlich beispielsweise 20,-- oder 50,--EUR-Banknoten,
zur Bezahlung an dem Gerät verwendet werden. Ist der Banknotenspeicher so eingestellt,
dass er Banknoten hoher Wertigkeit, nämlich beispielsweise 20,-- und 50,--EUR-Banknoten
lagert, ergibt sich das Problem, dass eine Auszahlung von Banknoten erst bei relativ
hohen Rückzahlbeträgen erfolgt und geringere Beträge in Münzen zurückgezahlt werden.
Dieses Rückzahl- bzw. Auszahlverhalten findet aber keine Akzeptanz bei den Benutzern
der Geräte, die bei einer Rückzahlung eine möglichst geringe Menge Münzgeld erhalten
möchten.
[0006] Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren der eingangs genannten Art zu schaffen,
das eine flexible Belegung der Kammern des Banknotenspeichers mit Banknoten unterschiedlicher
Wertigkeiten sicherstellt.
[0007] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass in Abhängigkeit von einem in
der Steuerungselektronik gespeicherten Minimalwert sowie Maximalwert für die Anzahl
von Banknoten bestimmter Wertigkeit die Banknoten entweder in den Kammern zur Ausgabe
gespeichert oder in die Kasse geleitet werden, wobei der Minimalwert und/oder der
Maximalwert von der Steuerungselektronik in Abhängigkeit von der Anzahl eingegebener
und/oder ausgegebener Banknoten bestimmter Wertigkeit verändert wird, die Summe aller
Maximalwerte größer als die Anzahl der Kammern und die Summe aller Minimalwerte kleiner
oder gleich der Anzahl der Kammern sind, wobei in der Steuerungselektronik ein Zielwert
für die Anzahl von Banknoten bestimmter Wertigkeit gespeichert ist und die Banknoten
mit der geringsten Wertigkeit, deren Anzahl größer als der Zielwert ist, vorrangig
aus den Kammern ausgegeben werden, und dass Banknoten bestimmter Wertigkeit bei einem
Ausgabevorgang bis zum Erreichen ihres Minimalwertes ausgegeben und nach dem Erreichen
des Minimalwertes von Banknoten bestimmter Wertigkeit während eines Ausgabevorganges
Banknoten mit nächst höherer Wertigkeit ausgegeben werden, wobei eine Unterschreitung
des Minimalwertes nur in den Fällen erfolgt, in denen es zur Ausgabe eines bestimmten
Betrages zwingend erforderlich ist.
[0008] Aufgrund dieser Maßnahmen ist es möglich, Banknoten gewichtet nach ihrer Wertigkeit
in dem Banknotenspeicher zur Auszahlung zu speichern, wobei eine Vielzahl von Wertigkeiten
vorgesehen werden kann, die nach üblichen Einzahlungen bzw. Auszahlungen bestimmt
werden, um sowohl das Nachfüllen des Banknotenspeichers durch Eingabe von Banknoten
als auch dessen Auszahlfähigkeit zu gewährleisten. Da häufig Banknoten geringer Wertigkeit
zur Auszahlung kommen, wird beispielsweise der Banknote mit der Wertigkeit 5,-- EUR
ein relativ hoher Minimalwert und ein ebenfalls hoher Maximalwert zugeordnet, während
einer Banknote mit einer hohen Wertigkeit von beispielsweise 50,-- EUR, die weder
häufig eingezahlt noch ausgezahlt wird, sowohl ein geringer Minimalwert als auch kleiner
Maximalwert zugeordnet wird, so dass eine Banknote dieser Wertigkeit in der Regel
zur Kasse geleitet wird. Damit ergibt sich ein weiterer Vorteil der Erfindung, nämlich
die Beeinflussung des Inhalts der Kasse über die Definition der Minimal- und Maximalwerte
der Banknoten der Wertigkeiten, die zur Auszahlung gelangen. Ein Betreiber des Banknotenspeichers
steuert mit dem erfindungsgemäßen Verfahren den Inhalt der dem Banknotenprüfer nachgeschalteten
Kasse, wobei es ihm möglich ist, bevorzugt Banknoten mit einer hohen Wertigkeit in
die Kasse zu befördern und Banknoten mit einer geringen Wertigkeit zur Auszahlung
vorzusehen. Um eine Befüllung des Banknotenspeichers mittels eingegebener Banknoten
sicherzustellen, ist die Summe aller Maximalwerte größer als die Anzahl der Kammern
und die Summe aller Minimalwerte kleiner oder gleich der Anzahl der Kammern. Durch
die Ausgabe von Banknoten bestimmter Wertigkeit bei einem Ausgabevorgang bis zum Erreichen
ihres Minimalwertes ist sichergestellt, dass bei einem darauf folgenden Ausgabevorgang
Banknoten dieser Wertigkeit im Umfang bis zu ihrem Minimalwert zur Auszahlung zur
Verfügung stehen. Mittels des Zielwertes erfolgt eine Regelung der Belegung der Kammern
des Banknotenspeichers und eine Steuerung der Banknotenausgabe.
[0009] Zur Erzielung einer relativ schnellen sowie einfachen Ablage bzw. Ausgabe von Banknoten
bestimmter Wertigkeit werden vorzugsweise die Banknoten in eine beliebige Kammer der
Vorrichtung geleitet, wobei die Steuerungselektronik sowohl freie Kammern erfasst
als auch die Wertigkeit der die Banknoten belegenden Kammern gemeinsam mit zugeordneten
Kenndaten der Kammer speichert. Damit ist es nicht erforderlich, die Vorrichtung,
also den Banknotenspeicher, bei einer eingehenden Banknote derart zu belegen, dass
die Banknote zur Speicherung in eine bestimmte Kammer gelangt. Vielmehr wird die Banknote
in die nächst freie Kammer gefördert. Ebenso wird bei einer Auszahlung einer Banknote
bestimmter Wertigkeit der Banknotenspeicher in die Position gebracht, in der sich
die nächstgelegene Kammer mit der Banknote entsprechender Wertigkeit befindet.
[0010] Zur fortlaufend flexiblen Anpassung des Speicherverhaltens des Banknotenspeichers
werden in Ausgestaltung der Erfindung der Maximalwert und/oder der Minimalwert in
Abhängigkeit von den Wertigkeiten der Banknoten, die einen der Vorrichtung vorgeschalteten
Banknotenprüfer durchlaufen, von der Steuerungselektronik angepasst. Ist der Banknotenspeicher
beispielsweise in einem Gerät untergebracht, an dem häufig Banknoten mit hoher Wertigkeit
eingezahlt werden und relativ hohe Beträge zur Auszahlung kommen, werden höhere Minimal-
bzw. Maximalwerte für Banknoten mittlerer Wertigkeit gespeichert, während bei einer
oftmaligen Bezahlung mit Banknoten geringer Wertigkeit die Minimal- und Maximalwerte
für Banknoten mittlerer bzw. höherer Wertigkeit reduziert und die für Banknoten geringer
Wertigkeit erhöht werden.
[0011] Vorteilhafterweise wird durch Beaufschlagung eines mit der Steuerungselektronik gekoppelten
Schalters der Minimalwert und der Maximalwert einer Banknote bestimmter Wertigkeit
auf Null gesetzt. Die Banknote dieser Wertigkeit gelangt demnach nicht in den Banknotenspeicher
sondern wird direkt in der Kasse abgelegt. Damit hat der Betreiber des Banknotenspeichers
die einfache Möglichkeit zu bestimmen, welche Wertigkeiten von Banknoten über den
Banknotenspeicher zur Auszahlung kommen und welche Wertigkeiten direkt in die Kasse
gefördert werden.
[0012] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen verwendbar sind. Der Rahmen der vorliegenden Erfindung ist nur durch
die Ansprüche definiert.
[0013] Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines Ausführungsbeispieles unter Bezugnahme
auf die zugehörigen Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Flussdiagramm zur Darstellung des erfindungsgemäßen Verfahrens bei der Eingabe
von Banknoten.
- Fig. 2
- ein Flussdiagramm zur Darstellung des Verfahrens bei der Ausgabe von Banknoten,
- Fig. 3
- eine tabellarische Darstellung von Banknoteninhalten eines nach dem Verfahren betriebenen
Banknotenspeicher und
- Fig. 4
- eine tabellarische Darstellung von Soll-Belegungen des Banknotenspeichers mit Banknoten
bestimmter Wertigkeiten.
[0014] In einer Steuerungselektronik eines Banknotenspeichers sind für Banknoten bestimmter
Wertigkeiten, nämlich 5,-- EUR, 10,-- EUR, 20,-- EUR und 50,-- EUR, jeweils ein Minimalwert,
ein Maximalwert sowie ein Zielwert definiert, wobei die Summe der Maximalwerte größer
ist als die Anzahl von Banknoten aufnehmenden Kammern des Banknotenspeichers. Bei
der Eingabe einer Banknote bestimmter Wertigkeit überprüft die Steuerungselektronik
die Belegung der Kammern des Banknotenspeichers hinsichtlich der Wertigkeit der darin
aufgenommenen Banknoten und ob eine dem Minimalwert entsprechende Anzahl von Banknoten
dieser Wertigkeit im Banknotenspeicher vorhanden ist. Ist dies nicht der Fall, erfolgt
die Ablage der eingegebenen Banknote in einer freien Kammer des Banknotenspeichers
und ist damit zur Auszahlung bestimmt. Ist der Minimalwert der Banknoten dieser Wertigkeit
erreicht, wird festgestellt, ob eine Kammer des Banknotenspeichers zur Aufnahme der
eingegebenen Banknote frei ist. Ist keine freie Kammer vorhanden, wird die Banknote
zu einer Kasse gefördert. Sollten noch freie Kammern vorhanden sein, die aber zur
Aufnahme von Banknoten anderer Wertigkeit zur Erreichung von deren Minimalwerten benötigt
werden, wird die eingegebene Banknote ebenfalls in die Kasse gefördert. Der Transport
zur Kasse erfolgt auch nachdem eine einem Maximalwert entsprechende Anzahl von Banknoten
dieser Wertigkeit im Banknotenspeicher vorhanden ist. Sollte der Maximalwert noch
nicht erreicht sein, erfolgt die Ablage der eingegebenen Banknote in einer freien
Kammer des Banknotenspeichers.
[0015] Im vorliegenden Fall wird bei Eingabe einer Banknote mit der Wertigkeit von 5,--
EUR und einer vorhandenen freien Kammer des Banknotenspeichers überprüft, ob sich
bereits zwölf Banknoten dieser Wertigkeit innerhalb des Banknotenspeichers befinden.
Ist dies der Fall, erfolgt der Transport der eingegebenen 5,-- EUR-Banknote zur Kasse,
anderenfalls wird die 5,--EUR-Banknote in der freien Kammer abgelegt.
[0016] Bei der Ausgabe von Banknoten aus dem Banknotenspeicher werden stets zunächst im
Banknotenspeicher vorhandene Banknoten mit der geringsten Wertigkeit ausgegeben und
anschließend die Banknoten mit der jeweils nächst höheren Wertigkeit berücksichtigt.
[0017] Bei der nachfolgenden Erläuterung der Ausgabe von Banknoten aus dem Banknotenspeicher
wird ein Ausgabebetrag von EUR 40,-- angenommen. Die Steuerungselektronik überprüft
nun zunächst die Belegung der Kammer mit Banknoten der geringsten Wertigkeit, also
der Wertigkeit von 5,-- EUR, für die ein Zielwert von fünf Stück gespeichert ist.
Befinden sich sechs Banknoten zu 5,-- EUR innerhalb der Kammern, erfolgt deren Auszahlung
bis zum Erreichen des Minimalwertes, nämlich vier Stück, so dass zwei Banknoten a
5,-- EUR ausgezahlt werden. Sonach befinden sich vier Banknoten mit einer Wertigkeit
von 5,-- EUR in dem Banknotenspeicher und der hinterlegte Minimalwert ist erreicht.
Zur Auszahlung der Restsumme von EUR 30,-- überprüft die Steuerungselektronik die
Belegung der Kammern mit Banknoten der nächst höheren Wertigkeit, also 10,-- EUR-Banknoten.
Befinden sich sechs Banknoten a 10,-- EUR in dem Banknotenspeicher und der entsprechende
Zielwert ist mit fünf Stück definiert, dann erfolgt die Auszahlung einer Banknote
dieser Wertigkeit. Der Restbetrag von 20,-- EUR wird entweder mit einer Banknote mit
der Wertigkeit von 20,-- EUR entrichtet oder es erfolgt die Ausgabe einer Banknote
mit der Wertigkeit 10,-- EUR, für die dann der Minimalwert von vier Stück erreicht
ist und die Ausgabe von zwei Banknoten mit der Wertigkeit 5,--EUR, deren Minimalwert
unterschritten ist. Die Unterschreitung des Minimalwertes erfolgt nur in den Fällen,
in denen es zur Ausgabe eines bestimmten Betrages zwingend erforderlich ist, da der
Minimalwert sonst einen gewissen Vorrat von Banknoten bestimmter Wertigkeit für weitere
Auszahlvorgänge sicherstellen soll.
[0018] Minimal-, Maximal- und Zielwerte sind keine festen Werte, sondern können von der
Steuerungselektronik in Abhängigkeit von der Anzahl eingegebener und/oder ausgegebener
Banknoten bestimmter Wertigkeit verändert werden, um sowohl die Auszahlfähigkeit des
Banknotenspeichers sicherzustellen als auch die bevorzugte Beförderung von Banknoten
hoher Wertigkeit in die Kasse zu gewährleisten.
1. Verfahren zur Steuerung einer Vorrichtung zum Speichern und Ausgeben von Banknoten
mit einer Vielzahl von jeweils eine Banknote aufnehmenden Kammern und einer Steuerungselektronik,
wobei Banknoten bestimmter Wertigkeit, die zu einer Ausgabe vorgesehen sind, in den
Kammern gespeichert sowie aus diesen ausgegeben und Banknoten anderer Wertigkeit in
einer Kasse abgelegt werden, dadurch gekennzeichnet, dass in Abhängigkeit von einem in der Steuerungselektronik gespeicherten Minimalwert sowie
Maximalwert für die Anzahl von Banknoten bestimmter Wertigkeit die Banknoten entweder
in den Kammern zur Ausgabe gespeichert oder in die Kasse geleitet werden, wobei der
Minimalwert und/oder der Maximalwert von der Steuerungselektronik in Abhängigkeit
von der Anzahl eingegebener und/oder ausgegebener Banknoten bestimmter Wertigkeit
verändert wird, die Summe aller Maximalwerte größer als die Anzahl der Kammern und
die Summe aller Minimalwerte kleiner oder gleich der Anzahl der Kammern sind, wobei
in der Steuerungselektronik ein Zielwert für die Anzahl von Banknoten bestimmter Wertigkeit
gespeichert ist und die Banknoten mit der geringsten Wertigkeit, deren Anzahl größer
als der Zielwert ist, vorrangig aus den Kammern ausgegeben werden, und dass Banknoten
bestimmter Wertigkeit bei einem Ausgabevorgang bis zum Erreichen ihres Minimalwertes
ausgegeben und nach dem Erreichen des Minimalwertes von Banknoten bestimmter Wertigkeit
während eines Ausgabevorganges Banknoten mit nächst höherer Wertigkeit ausgegeben
werden, wobei eine Unterschreitung des Minimalwertes nur in den Fällen erfolgt, in
denen es zur Ausgabe eines bestimmten Betrages zwingend erforderlich ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Banknoten bestimmter Wertigkeit in eine beliebige Kammer der Vorrichtung geleitet
werden, wobei die Steuerungselektronik sowohl freie Kammern erfasst als auch die Wertigkeit
der die Banknoten belegenden Kammern gemeinsam mit zugeordneten Kenndaten der Kammern
speichert.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Maximalwert und/oder der Minimalwert in Abhängigkeit von den Wertigkeiten der
Banknoten, die einen der Vorrichtung vorgeschalteten Banknotenprüfer durchlaufen,
von der Steuerungselektronik angepasst werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass durch Beaufschlagung eines mit der Steuerungselektronik gekoppelten Schalters der
Minimalwert und der Maximalwert einer Banknote bestimmter Wertigkeit auf Null gesetzt
werden.
1. Process for controlling a device for the storage and paying out of banknotes, which
has a multiplicity of compartments, each of which accommodates one banknote, and control
electronics, wherein banknotes of a designated denomination that are to be paid out
are stored in the compartments and paid out of said compartments and banknotes of
other denominations are stored in a cash box, characterised in that the banknotes are stored either in the compartments for payout or routed into the
cash box as a function of a minimum or maximum value stored in the control electronics
for the number of banknotes of designated denominations, wherein the minimum value
and/or the maximum value is changed by the control electronics as a function of the
number of banknotes of designated denominations input or generated, and the total
of all maximum values is greater than the number of compartments and the total of
all minimum values is less than or equal to the number of the compartments; wherein
a target value for the number of banknotes of designated denominations is stored in
the control electronics and the banknotes with the lowest denomination whose number
is greater than that of the target value are paid out of the compartments with precedence,
and that, during a payout process, banknotes of a designated denomination are paid
out until their minimum value is reached and after the minimum value of banknotes
of a designated denomination during a payout process is reached, banknotes of the
next-highest denomination are paid out, wherein the minimum value is always maintained,
except in those cases in which the minimum value absolutely cannot be met in order
to pay out a certain amount.
2. Process according to Claim 1, characterised in that the banknotes of a designated denomination are routed into any compartment of the
device, wherein the control electronics detect free compartments and also store the
denomination of the banknotes occupying the compartments along with allocated characteristic
data of the compartments.
3. Process according to either Claim 1 or 2, characterised in that the maximum value and/or the minimum value are adapted by the control electronics
as a function of the denominations of the banknotes, which run through a banknote
tester engaged upstream from the device.
4. Process according to any of Claims 1 to 3, characterised in that the minimum value and the maximum value of a banknote of a designated denomination
are set at zero by means of actuation of a switch coupled with the control electronics.
1. Procédé de commande d'un dispositif destiné au stockage et à la distribution de billets
de banque avec une pluralité de chambres accueillant respectivement un billet de banque
et un système électronique de commande, des billets de banque d'une valeur donnée
destinés à être distribués étant stockés dans les chambres ainsi que distribués à
partir de ces dernières et des billets de banque d'autre valeur étant déposés dans
une caisse, caractérisé en ce que, en fonction d'une valeur minimale ainsi que d'une valeur maximale enregistrées dans
le système électronique de commande pour le nombre de billets de banque d'une valeur
donnée, les billets sont soit stockés dans les chambres afin d'être distribués, soit
acheminés vers la caisse, la valeur minimale et/ou la valeur maximale étant modifiée(s)
par le système électronique de commande en fonction du nombre de billets de banque
d'une valeur donnée introduits et/ou distribués, la somme de l'ensemble des valeurs
maximales étant supérieure au nombre de chambres et la somme de l'ensemble des valeurs
minimales inférieure ou égale au nombre de chambres ; une valeur cible pour le nombre
de billets de banque d'une valeur donnée étant enregistrée dans le système électronique
de commande et les billets de banque de moindre valeur, dont le nombre est supérieur
à la valeur cible, étant distribués en priorité à partir des chambres, et des billets
de banque d'une valeur donnée étant distribués lors d'une distribution jusqu'à ce
que soit atteinte leur valeur minimale et, une fois que la valeur minimale de billets
de banque d'une valeur donnée a été atteinte lors d'une distribution, des billets
de banque de valeur immédiatement supérieure étant distribués, un passage sous la
valeur minimale ne se produisant que pour les cas où à la distribution d'un montant
donné est indispensable.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les billets de banque d'une valeur donnée sont arbitrairement acheminés vers une
chambre du dispositif, le système électronique de commande détectant non seulement
les chambres disponibles, mais enregistrant également la valeur des chambres contenant
des billets de banque conjointement avec les caractéristiques associées aux chambres.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la valeur maximale et/ou la valeur minimale est (sont) ajustée(s) par le système
électronique de commande en fonction des valeurs des billets de banque qui passent
par un vérificateur de billets de banque monté en amont du dispositif.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la valeur minimale et la valeur maximale d'un billet de banque d'une valeur donnée
sont mises à zéro via l'enclenchement d'un commutateur couplé au système électronique
de commande.