(19)
(11) EP 1 492 059 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
28.04.2010  Patentblatt  2010/17

(21) Anmeldenummer: 04013793.7

(22) Anmeldetag:  11.06.2004
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
G07D 11/00(2006.01)

(54)

Verfahren zur Steuerung einer Vorrichtung zum Speichern und Ausgeben von Banknoten

Method for controlling a device for storing and dispensing banknotes

Procédé de commande pour un dispositif de stockage et de distribution de billets de banque


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PL PT RO SE SI SK TR

(30) Priorität: 28.06.2003 DE 10329220

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
29.12.2004  Patentblatt  2004/53

(73) Patentinhaber: NSM-Löwen Entertainment GmbH
55411 Bingen (DE)

(72) Erfinder:
  • Bell, Heinz-Josef
    55413 Weiler (DE)
  • Mulder, Arjen
    55413 Manubach (DE)

(74) Vertreter: Becker, Bernd 
Patentanwälte Becker & Aue Gaustrasse 20
55411 Bingen
55411 Bingen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
WO-A-01/69545
GB-A- 1 415 162
DE-A1- 4 101 949
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Steuerung einer Vorrichtung zum Speichern und Ausgeben von Banknoten mit einer Vielzahl von jeweils eine Banknote aufnehmenden Kammern und einer Steuerungselektronik, wobei Banknoten bestimmter Wertigkeit, die zu einer Ausgabe vorgesehen sind, in den Kammern gespeichert sowie aus diesen ausgegeben und Banknoten anderer Wertigkeit in einer Kasse abgelegt werden.

    [0002] Die WO 01/69545 A2 zeigt eine Speichervorrichtung bzw. ein Verfahren zur Steuerung des Auffüllens eines Geldspeichers, der in verschiedenen Anteilen von Geldgegenständen - im Folgenden als Banknoten bezeichnet - unterschiedlicher Nennwerte (Wertigkeiten) bis zum Aufnahmevermögen gefüllt werden kann und der Banknoten ausgewählter Nennwerte abgeben kann, die er während einer Transaktion entgegengenommen hat. Dabei wird eine Bestimmung, ob eine Banknote an einen verfügbaren Ort im Speicher gesandt werden soll, in Abhängigkeit vom Nennwert dieser Banknote und dem Füllstand mindestens eines gegenwärtig im Speicher gespeicherten Nennwerts vorgenommen. Die Entscheidung, ob eine zu speichernde Banknote in den Speicher gesandt wird, ist davon abhängig, wie viele Banknoten des gleichen Nennwertes gegenwärtig im Speicher gespeichert sind. Ferner ist die Entscheidung davon abhängig, ob die Anzahl gespeicherter Banknoten dieses Nennwertes geringer als eine vorbestimmte Schwelle ist, wobei es für unterschiedliche Nennwerte jeweils entsprechende Schwellen gibt. In Abhängigkeit von dem Schwellenwert für Banknoten bestimmter Nennwerte wird die jeweilige Banknote entweder in den Kammern des Speichers gespeichert oder in die Kasse geleitet.

    [0003] Die DE 100 33 374 A1 offenbart eine Vorrichtung zum Speichern und Ausgeben von Banknoten, insbesondere für geldbetätigte Unterhaltungsgeräte, die eine Banknotenein- und - ausgabe, einen Förderweg mit einer Transporteinrichtung und ein quer zum Förderweg verfahrbaren Banknotenspeicher umfasst. Der Banknotenspeicher besteht aus einer Vielzahl von jeweils eine Banknote aufnehmenden Kammern, die durch zugfederbelastete, benachbarte Platten gebildet sind, denen mindestens eine Plattenspreizeinrichtung zugeordnet ist. Zur Aufnahme oder Ausgabe einer Banknote mittels der Plattenspreizeinrichtung sind zwei Platten voneinander weg bewegbar. Die Banknote wird in die Kammer hinein oder aus dieser herausbewegt und die benachbarten Platten verfahren wieder in ihre Ausgangsstellung im Banknotenspeicher.

    [0004] Des Weiteren zeigt die DE 100 51 224 A1 eine Vorrichtung zum Speichern und Ausgeben von Banknoten, die eine Banknotenprüfeinrichtung für eingegebene und auszugebende Banknoten, eine Banknotenein- und -ausgabe, einen Förderweg mit einer Transporteinrichtung und einen quer zu einer Förderwegöffnung verfahrbaren Banknotenspeicher umfasst. Der Banknotenspeicher besteht aus einer Vielzahl von jeweils eine Banknote aufnehmenden, einseitig verschlossenen Kammern. Diese werden durch linear zur Förderwegöffnung mechanisch verstellbare Trennwände gebildet. Zur Aufnahme oder Ausgabe einer Banknote ist eine dieser zugeordnete Trennwand aus dem Banknotenspeicher heraus bewegbar, die Banknote von der bzw. zur Transporteinrichtung überführbar und die Trennwand wieder in ihre Ausgangsstellung im Banknotenspeicher verfahrbar.

    [0005] Die zuvor beschriebenen Banknotenspeicher finden häufig Verwendung in Verkaufsautomaten bzw. geldbetätigten Unterhaltungsgeräten und sind mit Banknotenprüfern gekoppelt. Ferner sind Münzprüfer sowie Münzspeichereinrichtungen in diesen Geräten installiert, um Benutzern ggfls. überschüssige Geldbeträge zurückzuzahlen oder Gewinne auszuzahlen. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse in diesen Geräten weisen die Banknotenspeicher eine relativ geringe Anzahl Kammern zur Aufnahme von Banknoten auf. Ein Automatenhersteller oder Aufsteller definiert die Wertigkeiten der in dem Banknotenspeicher zu speichernden Banknoten, die zur Auszahlung bestimmt sind und bestückt den leeren Banknotenspeicher mit entsprechenden Banknoten, um eine Auszahlung derselben zu gewährleisten. Im Betrieb des Gerätes werden leere Kammern des Banknotenspeichers mit von Benutzern eingegebenen Banknoten aufgefüllt, deren Wertigkeit der in einer Steuerungselektronik gespeicherten Wertigkeit entspricht. Da in der Regel lediglich zwei Wertigkeiten von Banknoten zur Speicherung in dem Banknotenspeicher vorgesehen sind, besteht ein Problem hinsichtlich der Kapazität des Banknotenspeichers und damit bezüglich der Auszahlfähigkeit des Gerätes. Vorzugsweise werden Banknoten geringer Wertigkeit zur direkten Auszahlung und damit zur Lagerung in dem Banknotenspeicher vorgesehen und Banknoten mit großer Wertigkeit werden direkt in die Kasse transportiert. Ist der Banknotenspeicher derart eingestellt, dass beispielsweise Banknoten mit den Wertigkeiten 5,-- EUR und 10,-- EUR in den Kammern gelagert werden, dann ist das Gerät nur bedingt auszahlfähig, falls häufig Banknoten mit großer Wertigkeit, nämlich beispielsweise 20,-- oder 50,--EUR-Banknoten, zur Bezahlung an dem Gerät verwendet werden. Ist der Banknotenspeicher so eingestellt, dass er Banknoten hoher Wertigkeit, nämlich beispielsweise 20,-- und 50,--EUR-Banknoten lagert, ergibt sich das Problem, dass eine Auszahlung von Banknoten erst bei relativ hohen Rückzahlbeträgen erfolgt und geringere Beträge in Münzen zurückgezahlt werden. Dieses Rückzahl- bzw. Auszahlverhalten findet aber keine Akzeptanz bei den Benutzern der Geräte, die bei einer Rückzahlung eine möglichst geringe Menge Münzgeld erhalten möchten.

    [0006] Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren der eingangs genannten Art zu schaffen, das eine flexible Belegung der Kammern des Banknotenspeichers mit Banknoten unterschiedlicher Wertigkeiten sicherstellt.

    [0007] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass in Abhängigkeit von einem in der Steuerungselektronik gespeicherten Minimalwert sowie Maximalwert für die Anzahl von Banknoten bestimmter Wertigkeit die Banknoten entweder in den Kammern zur Ausgabe gespeichert oder in die Kasse geleitet werden, wobei der Minimalwert und/oder der Maximalwert von der Steuerungselektronik in Abhängigkeit von der Anzahl eingegebener und/oder ausgegebener Banknoten bestimmter Wertigkeit verändert wird, die Summe aller Maximalwerte größer als die Anzahl der Kammern und die Summe aller Minimalwerte kleiner oder gleich der Anzahl der Kammern sind, wobei in der Steuerungselektronik ein Zielwert für die Anzahl von Banknoten bestimmter Wertigkeit gespeichert ist und die Banknoten mit der geringsten Wertigkeit, deren Anzahl größer als der Zielwert ist, vorrangig aus den Kammern ausgegeben werden, und dass Banknoten bestimmter Wertigkeit bei einem Ausgabevorgang bis zum Erreichen ihres Minimalwertes ausgegeben und nach dem Erreichen des Minimalwertes von Banknoten bestimmter Wertigkeit während eines Ausgabevorganges Banknoten mit nächst höherer Wertigkeit ausgegeben werden, wobei eine Unterschreitung des Minimalwertes nur in den Fällen erfolgt, in denen es zur Ausgabe eines bestimmten Betrages zwingend erforderlich ist.

    [0008] Aufgrund dieser Maßnahmen ist es möglich, Banknoten gewichtet nach ihrer Wertigkeit in dem Banknotenspeicher zur Auszahlung zu speichern, wobei eine Vielzahl von Wertigkeiten vorgesehen werden kann, die nach üblichen Einzahlungen bzw. Auszahlungen bestimmt werden, um sowohl das Nachfüllen des Banknotenspeichers durch Eingabe von Banknoten als auch dessen Auszahlfähigkeit zu gewährleisten. Da häufig Banknoten geringer Wertigkeit zur Auszahlung kommen, wird beispielsweise der Banknote mit der Wertigkeit 5,-- EUR ein relativ hoher Minimalwert und ein ebenfalls hoher Maximalwert zugeordnet, während einer Banknote mit einer hohen Wertigkeit von beispielsweise 50,-- EUR, die weder häufig eingezahlt noch ausgezahlt wird, sowohl ein geringer Minimalwert als auch kleiner Maximalwert zugeordnet wird, so dass eine Banknote dieser Wertigkeit in der Regel zur Kasse geleitet wird. Damit ergibt sich ein weiterer Vorteil der Erfindung, nämlich die Beeinflussung des Inhalts der Kasse über die Definition der Minimal- und Maximalwerte der Banknoten der Wertigkeiten, die zur Auszahlung gelangen. Ein Betreiber des Banknotenspeichers steuert mit dem erfindungsgemäßen Verfahren den Inhalt der dem Banknotenprüfer nachgeschalteten Kasse, wobei es ihm möglich ist, bevorzugt Banknoten mit einer hohen Wertigkeit in die Kasse zu befördern und Banknoten mit einer geringen Wertigkeit zur Auszahlung vorzusehen. Um eine Befüllung des Banknotenspeichers mittels eingegebener Banknoten sicherzustellen, ist die Summe aller Maximalwerte größer als die Anzahl der Kammern und die Summe aller Minimalwerte kleiner oder gleich der Anzahl der Kammern. Durch die Ausgabe von Banknoten bestimmter Wertigkeit bei einem Ausgabevorgang bis zum Erreichen ihres Minimalwertes ist sichergestellt, dass bei einem darauf folgenden Ausgabevorgang Banknoten dieser Wertigkeit im Umfang bis zu ihrem Minimalwert zur Auszahlung zur Verfügung stehen. Mittels des Zielwertes erfolgt eine Regelung der Belegung der Kammern des Banknotenspeichers und eine Steuerung der Banknotenausgabe.

    [0009] Zur Erzielung einer relativ schnellen sowie einfachen Ablage bzw. Ausgabe von Banknoten bestimmter Wertigkeit werden vorzugsweise die Banknoten in eine beliebige Kammer der Vorrichtung geleitet, wobei die Steuerungselektronik sowohl freie Kammern erfasst als auch die Wertigkeit der die Banknoten belegenden Kammern gemeinsam mit zugeordneten Kenndaten der Kammer speichert. Damit ist es nicht erforderlich, die Vorrichtung, also den Banknotenspeicher, bei einer eingehenden Banknote derart zu belegen, dass die Banknote zur Speicherung in eine bestimmte Kammer gelangt. Vielmehr wird die Banknote in die nächst freie Kammer gefördert. Ebenso wird bei einer Auszahlung einer Banknote bestimmter Wertigkeit der Banknotenspeicher in die Position gebracht, in der sich die nächstgelegene Kammer mit der Banknote entsprechender Wertigkeit befindet.

    [0010] Zur fortlaufend flexiblen Anpassung des Speicherverhaltens des Banknotenspeichers werden in Ausgestaltung der Erfindung der Maximalwert und/oder der Minimalwert in Abhängigkeit von den Wertigkeiten der Banknoten, die einen der Vorrichtung vorgeschalteten Banknotenprüfer durchlaufen, von der Steuerungselektronik angepasst. Ist der Banknotenspeicher beispielsweise in einem Gerät untergebracht, an dem häufig Banknoten mit hoher Wertigkeit eingezahlt werden und relativ hohe Beträge zur Auszahlung kommen, werden höhere Minimal- bzw. Maximalwerte für Banknoten mittlerer Wertigkeit gespeichert, während bei einer oftmaligen Bezahlung mit Banknoten geringer Wertigkeit die Minimal- und Maximalwerte für Banknoten mittlerer bzw. höherer Wertigkeit reduziert und die für Banknoten geringer Wertigkeit erhöht werden.

    [0011] Vorteilhafterweise wird durch Beaufschlagung eines mit der Steuerungselektronik gekoppelten Schalters der Minimalwert und der Maximalwert einer Banknote bestimmter Wertigkeit auf Null gesetzt. Die Banknote dieser Wertigkeit gelangt demnach nicht in den Banknotenspeicher sondern wird direkt in der Kasse abgelegt. Damit hat der Betreiber des Banknotenspeichers die einfache Möglichkeit zu bestimmen, welche Wertigkeiten von Banknoten über den Banknotenspeicher zur Auszahlung kommen und welche Wertigkeiten direkt in die Kasse gefördert werden.

    [0012] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen verwendbar sind. Der Rahmen der vorliegenden Erfindung ist nur durch die Ansprüche definiert.

    [0013] Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines Ausführungsbeispieles unter Bezugnahme auf die zugehörigen Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
    Fig. 1
    ein Flussdiagramm zur Darstellung des erfindungsgemäßen Verfahrens bei der Eingabe von Banknoten.
    Fig. 2
    ein Flussdiagramm zur Darstellung des Verfahrens bei der Ausgabe von Banknoten,
    Fig. 3
    eine tabellarische Darstellung von Banknoteninhalten eines nach dem Verfahren betriebenen Banknotenspeicher und
    Fig. 4
    eine tabellarische Darstellung von Soll-Belegungen des Banknotenspeichers mit Banknoten bestimmter Wertigkeiten.


    [0014] In einer Steuerungselektronik eines Banknotenspeichers sind für Banknoten bestimmter Wertigkeiten, nämlich 5,-- EUR, 10,-- EUR, 20,-- EUR und 50,-- EUR, jeweils ein Minimalwert, ein Maximalwert sowie ein Zielwert definiert, wobei die Summe der Maximalwerte größer ist als die Anzahl von Banknoten aufnehmenden Kammern des Banknotenspeichers. Bei der Eingabe einer Banknote bestimmter Wertigkeit überprüft die Steuerungselektronik die Belegung der Kammern des Banknotenspeichers hinsichtlich der Wertigkeit der darin aufgenommenen Banknoten und ob eine dem Minimalwert entsprechende Anzahl von Banknoten dieser Wertigkeit im Banknotenspeicher vorhanden ist. Ist dies nicht der Fall, erfolgt die Ablage der eingegebenen Banknote in einer freien Kammer des Banknotenspeichers und ist damit zur Auszahlung bestimmt. Ist der Minimalwert der Banknoten dieser Wertigkeit erreicht, wird festgestellt, ob eine Kammer des Banknotenspeichers zur Aufnahme der eingegebenen Banknote frei ist. Ist keine freie Kammer vorhanden, wird die Banknote zu einer Kasse gefördert. Sollten noch freie Kammern vorhanden sein, die aber zur Aufnahme von Banknoten anderer Wertigkeit zur Erreichung von deren Minimalwerten benötigt werden, wird die eingegebene Banknote ebenfalls in die Kasse gefördert. Der Transport zur Kasse erfolgt auch nachdem eine einem Maximalwert entsprechende Anzahl von Banknoten dieser Wertigkeit im Banknotenspeicher vorhanden ist. Sollte der Maximalwert noch nicht erreicht sein, erfolgt die Ablage der eingegebenen Banknote in einer freien Kammer des Banknotenspeichers.

    [0015] Im vorliegenden Fall wird bei Eingabe einer Banknote mit der Wertigkeit von 5,-- EUR und einer vorhandenen freien Kammer des Banknotenspeichers überprüft, ob sich bereits zwölf Banknoten dieser Wertigkeit innerhalb des Banknotenspeichers befinden. Ist dies der Fall, erfolgt der Transport der eingegebenen 5,-- EUR-Banknote zur Kasse, anderenfalls wird die 5,--EUR-Banknote in der freien Kammer abgelegt.

    [0016] Bei der Ausgabe von Banknoten aus dem Banknotenspeicher werden stets zunächst im Banknotenspeicher vorhandene Banknoten mit der geringsten Wertigkeit ausgegeben und anschließend die Banknoten mit der jeweils nächst höheren Wertigkeit berücksichtigt.

    [0017] Bei der nachfolgenden Erläuterung der Ausgabe von Banknoten aus dem Banknotenspeicher wird ein Ausgabebetrag von EUR 40,-- angenommen. Die Steuerungselektronik überprüft nun zunächst die Belegung der Kammer mit Banknoten der geringsten Wertigkeit, also der Wertigkeit von 5,-- EUR, für die ein Zielwert von fünf Stück gespeichert ist. Befinden sich sechs Banknoten zu 5,-- EUR innerhalb der Kammern, erfolgt deren Auszahlung bis zum Erreichen des Minimalwertes, nämlich vier Stück, so dass zwei Banknoten a 5,-- EUR ausgezahlt werden. Sonach befinden sich vier Banknoten mit einer Wertigkeit von 5,-- EUR in dem Banknotenspeicher und der hinterlegte Minimalwert ist erreicht. Zur Auszahlung der Restsumme von EUR 30,-- überprüft die Steuerungselektronik die Belegung der Kammern mit Banknoten der nächst höheren Wertigkeit, also 10,-- EUR-Banknoten. Befinden sich sechs Banknoten a 10,-- EUR in dem Banknotenspeicher und der entsprechende Zielwert ist mit fünf Stück definiert, dann erfolgt die Auszahlung einer Banknote dieser Wertigkeit. Der Restbetrag von 20,-- EUR wird entweder mit einer Banknote mit der Wertigkeit von 20,-- EUR entrichtet oder es erfolgt die Ausgabe einer Banknote mit der Wertigkeit 10,-- EUR, für die dann der Minimalwert von vier Stück erreicht ist und die Ausgabe von zwei Banknoten mit der Wertigkeit 5,--EUR, deren Minimalwert unterschritten ist. Die Unterschreitung des Minimalwertes erfolgt nur in den Fällen, in denen es zur Ausgabe eines bestimmten Betrages zwingend erforderlich ist, da der Minimalwert sonst einen gewissen Vorrat von Banknoten bestimmter Wertigkeit für weitere Auszahlvorgänge sicherstellen soll.

    [0018] Minimal-, Maximal- und Zielwerte sind keine festen Werte, sondern können von der Steuerungselektronik in Abhängigkeit von der Anzahl eingegebener und/oder ausgegebener Banknoten bestimmter Wertigkeit verändert werden, um sowohl die Auszahlfähigkeit des Banknotenspeichers sicherzustellen als auch die bevorzugte Beförderung von Banknoten hoher Wertigkeit in die Kasse zu gewährleisten.


    Ansprüche

    1. Verfahren zur Steuerung einer Vorrichtung zum Speichern und Ausgeben von Banknoten mit einer Vielzahl von jeweils eine Banknote aufnehmenden Kammern und einer Steuerungselektronik, wobei Banknoten bestimmter Wertigkeit, die zu einer Ausgabe vorgesehen sind, in den Kammern gespeichert sowie aus diesen ausgegeben und Banknoten anderer Wertigkeit in einer Kasse abgelegt werden, dadurch gekennzeichnet, dass in Abhängigkeit von einem in der Steuerungselektronik gespeicherten Minimalwert sowie Maximalwert für die Anzahl von Banknoten bestimmter Wertigkeit die Banknoten entweder in den Kammern zur Ausgabe gespeichert oder in die Kasse geleitet werden, wobei der Minimalwert und/oder der Maximalwert von der Steuerungselektronik in Abhängigkeit von der Anzahl eingegebener und/oder ausgegebener Banknoten bestimmter Wertigkeit verändert wird, die Summe aller Maximalwerte größer als die Anzahl der Kammern und die Summe aller Minimalwerte kleiner oder gleich der Anzahl der Kammern sind, wobei in der Steuerungselektronik ein Zielwert für die Anzahl von Banknoten bestimmter Wertigkeit gespeichert ist und die Banknoten mit der geringsten Wertigkeit, deren Anzahl größer als der Zielwert ist, vorrangig aus den Kammern ausgegeben werden, und dass Banknoten bestimmter Wertigkeit bei einem Ausgabevorgang bis zum Erreichen ihres Minimalwertes ausgegeben und nach dem Erreichen des Minimalwertes von Banknoten bestimmter Wertigkeit während eines Ausgabevorganges Banknoten mit nächst höherer Wertigkeit ausgegeben werden, wobei eine Unterschreitung des Minimalwertes nur in den Fällen erfolgt, in denen es zur Ausgabe eines bestimmten Betrages zwingend erforderlich ist.
     
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Banknoten bestimmter Wertigkeit in eine beliebige Kammer der Vorrichtung geleitet werden, wobei die Steuerungselektronik sowohl freie Kammern erfasst als auch die Wertigkeit der die Banknoten belegenden Kammern gemeinsam mit zugeordneten Kenndaten der Kammern speichert.
     
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Maximalwert und/oder der Minimalwert in Abhängigkeit von den Wertigkeiten der Banknoten, die einen der Vorrichtung vorgeschalteten Banknotenprüfer durchlaufen, von der Steuerungselektronik angepasst werden.
     
    4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass durch Beaufschlagung eines mit der Steuerungselektronik gekoppelten Schalters der Minimalwert und der Maximalwert einer Banknote bestimmter Wertigkeit auf Null gesetzt werden.
     


    Claims

    1. Process for controlling a device for the storage and paying out of banknotes, which has a multiplicity of compartments, each of which accommodates one banknote, and control electronics, wherein banknotes of a designated denomination that are to be paid out are stored in the compartments and paid out of said compartments and banknotes of other denominations are stored in a cash box, characterised in that the banknotes are stored either in the compartments for payout or routed into the cash box as a function of a minimum or maximum value stored in the control electronics for the number of banknotes of designated denominations, wherein the minimum value and/or the maximum value is changed by the control electronics as a function of the number of banknotes of designated denominations input or generated, and the total of all maximum values is greater than the number of compartments and the total of all minimum values is less than or equal to the number of the compartments; wherein a target value for the number of banknotes of designated denominations is stored in the control electronics and the banknotes with the lowest denomination whose number is greater than that of the target value are paid out of the compartments with precedence, and that, during a payout process, banknotes of a designated denomination are paid out until their minimum value is reached and after the minimum value of banknotes of a designated denomination during a payout process is reached, banknotes of the next-highest denomination are paid out, wherein the minimum value is always maintained, except in those cases in which the minimum value absolutely cannot be met in order to pay out a certain amount.
     
    2. Process according to Claim 1, characterised in that the banknotes of a designated denomination are routed into any compartment of the device, wherein the control electronics detect free compartments and also store the denomination of the banknotes occupying the compartments along with allocated characteristic data of the compartments.
     
    3. Process according to either Claim 1 or 2, characterised in that the maximum value and/or the minimum value are adapted by the control electronics as a function of the denominations of the banknotes, which run through a banknote tester engaged upstream from the device.
     
    4. Process according to any of Claims 1 to 3, characterised in that the minimum value and the maximum value of a banknote of a designated denomination are set at zero by means of actuation of a switch coupled with the control electronics.
     


    Revendications

    1. Procédé de commande d'un dispositif destiné au stockage et à la distribution de billets de banque avec une pluralité de chambres accueillant respectivement un billet de banque et un système électronique de commande, des billets de banque d'une valeur donnée destinés à être distribués étant stockés dans les chambres ainsi que distribués à partir de ces dernières et des billets de banque d'autre valeur étant déposés dans une caisse, caractérisé en ce que, en fonction d'une valeur minimale ainsi que d'une valeur maximale enregistrées dans le système électronique de commande pour le nombre de billets de banque d'une valeur donnée, les billets sont soit stockés dans les chambres afin d'être distribués, soit acheminés vers la caisse, la valeur minimale et/ou la valeur maximale étant modifiée(s) par le système électronique de commande en fonction du nombre de billets de banque d'une valeur donnée introduits et/ou distribués, la somme de l'ensemble des valeurs maximales étant supérieure au nombre de chambres et la somme de l'ensemble des valeurs minimales inférieure ou égale au nombre de chambres ; une valeur cible pour le nombre de billets de banque d'une valeur donnée étant enregistrée dans le système électronique de commande et les billets de banque de moindre valeur, dont le nombre est supérieur à la valeur cible, étant distribués en priorité à partir des chambres, et des billets de banque d'une valeur donnée étant distribués lors d'une distribution jusqu'à ce que soit atteinte leur valeur minimale et, une fois que la valeur minimale de billets de banque d'une valeur donnée a été atteinte lors d'une distribution, des billets de banque de valeur immédiatement supérieure étant distribués, un passage sous la valeur minimale ne se produisant que pour les cas où à la distribution d'un montant donné est indispensable.
     
    2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les billets de banque d'une valeur donnée sont arbitrairement acheminés vers une chambre du dispositif, le système électronique de commande détectant non seulement les chambres disponibles, mais enregistrant également la valeur des chambres contenant des billets de banque conjointement avec les caractéristiques associées aux chambres.
     
    3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la valeur maximale et/ou la valeur minimale est (sont) ajustée(s) par le système électronique de commande en fonction des valeurs des billets de banque qui passent par un vérificateur de billets de banque monté en amont du dispositif.
     
    4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la valeur minimale et la valeur maximale d'un billet de banque d'une valeur donnée sont mises à zéro via l'enclenchement d'un commutateur couplé au système électronique de commande.
     




    Zeichnung














    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente