Technisches Gebiet
[0001] Es wird auf die parallel eingereichte Anmeldung 2003P08138 verwiesen, die eine Lampe
mit Getterband näher beschreibt.
[0002] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer elektrischen Lampe mit
Außenkolben gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Es handelt sich dabei insbesondere
um Entladungslampen wie Metallhalogenidlampen, aber auch um Halogenglühlampen.
Stand der Technik
[0003] Aus der DE-A 101 57 868 ist ein Herstellungsverfahren für eine elektrische Lampe
mit einem Außenkolben bekannt, bei dem der Außenkolben das Innengefäß nicht vollständig
umschließt. Ähnliche Verfahren sind in DE-A 101 59 379 und EP-A 481 702 beschrieben.
Eine Variante mit einem vollständig das Innengefäß umschließenden Außenkolben ist
beispielsweise in EP-A 465 083 angegeben.
Aus der DE-A 195 21 972 ist ein Verfahren zur Herstellung eines Kappenbandes für Entladungslampen
bekannt, wobei das Kappenband ein Trägerband ist mit einem in die Lampe einzubringenden
Material, insbesondere Quecksilber und/oder Gettermaterial als Beschichtung. Diese
Einheit wird häufig als Getterband bezeichnet. Als Anwendungsgebiet für derartige
Getter- und Kappenbänder wird dort ausschließlich das Entladungsgefäß einer Niederdruck-Quecksilberlampe
gesehen. Häufig wird das Getter- bzw. Kappenband dabei in der Nähe einer Elektrode
befestigt, siehe dazu auch US 6 043 603.
[0004] Ein Beispiel einer Halogenglühlampe mit einem Getter im Außenkolben findet sich bei
CA-A 1 310 058.
Darstellung der Erfindung
[0005] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur Herstellung einer elektrischen
Lampe mit Außenkolben gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bereitzustellen, das einfach
und kostengünstig ist. Eine weitere Aufgabe ist die Reduzierung von Bauteilen und
eine schnellere Fertigung durch Vermeidung langwieriger Prozesse.
[0006] Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Besonders
vorteilhafte Ausgestaltungen finden sich in den abhängigen Ansprüchen.
[0007] Das erfindungsgemäße Herstellverfahren für eine elektrische Lampe mit einem Außenkolben
und einem Innengefäß bezieht sich vorwiegend auf Metallhalogenidlampen. Es kann sich
aber auch um eine Halogenglühlampe mit Außenkolben handeln. Ein wesentlicher Punkt
ist, dass dabei der Außenkolben direkt am Innengefäß befestigt wird, so dass keine
Elektrodensysteme für den Außenkolben und keine Halterungen für Stromzuführungen durch
den Außenkolben benötigt werden. Auf ein Gestell kann verzichtet werden. Des weiteren
wird eine kittlose Sockelung angestrebt, wobei auf keramische Sockelteile verzichtet
wird. Die Kontaktstücke des Sockels eignen sich gleichzeitig als Halterungen der Stromzuführungen.
Auf bekannte Pumpstengeltechniken wird radikal verzichtet und zwar sowohl bei Innengefäß
als auch beim Außenkolben. Auf Schutzhüllen für die Stromzuführungen im Außenkolben
kann verzichtet werden. Ähnliches gilt für die zur Ausdehnungskompensation erforderlich
V-förmig gebogene Schleife an der Stromzuführung im Außenkolben.
[0008] Das Herstellverfahren verwendet im Prinzip folgende Schritte:
a) Bereitstellen eines Hohlkörpers aus Glas, insbesondere eines Rohres aus Quarzglas,
der ein inneres Volumen definiert und der mindestens eine Öffnung besitzt; es eignet
sich auch Hartglas wie an sich bekannt;
b) Beschicken des Hohlkörpers bzw. Rohres mit mindestens einem Stromdurchführungssystem,
das von außen über die Öffnung in das Volumen ragt, wobei das System insbesondere
ein Elektrodensystem ist, das zumindest eine Elektrode, eine Folie und eine Stromzuführung
umfasst;
c) Abpumpen und Befüllen des inneren Volumens;
d) Erwärmen und Verformen des Hohlkörpers an dem offenen Ende, so dass ein Abdichtungsteil,
das einen zentralen Teil des Stromdurchführungssystems gasdicht umschließt, und ein
Verlängerungsteil, das einen außen liegenden Teil des Stromdurchführungssystems enthält,
gebildet wird; wobei im dadurch entstehenden Rohling eine seitliche Öffnung (18) als
Pumploch bestehen bleibt;
e) Überstülpen eines zweiten Hohlkörpers aus Glas, insbesondere eines Rohrs aus Quarzglas,
mit größerer Abmessung, zur Bildung eines Außenkolbens wobei die Abmessung des zweiten
Hohlkörpers so bemessen ist, dass der zweite Hohlkörper das innere Volumen, den Abdichtungsbereich
und einen gewissen Teil des Verlängerungsteils überdeckt, insbesondere einen Bereich
von 10 bis 60 % der Länge des Verlängerungsteils, wobei außerdem das Pumploch im Überdeckungsbereich
eingeschlossen ist;
f) Heranführen, insbesondere durch Aufrollen oder Aufschmelzen oder Anheften, des
offenen Endes des zweiten Hohlkörpers über die Länge einer Kontaktzone KO an das Verlängerungsteil,
so dass zumindest am Ende der Kontaktzone KO ein gasdichter Kontakt im Bereich des
Verlängerungsteils hergestellt wird, wobei das Pumploch innerhalb der Kontaktzone
liegt;
g) Abpumpen und ggf. Befüllen des zwischen Innengefäß und Außenkolben sich erstreckenden
Volumens über das Pumploch und das offene Ende des Verlängerungsteils;
h) Schließen des Außenkolbens im Bereich der Kontaktzone durch Erwärmen mindestens
eines Teils der Kontaktzone und anschließendem Heranführen dieses Teils der Kontaktzone
an den benachbarten Teil des Innengefäßes.
[0009] Geeignete Methoden für das Heranführen eines Teils der Kontaktzone sind insbesondere
Quetschen, Rollen oder Zufallenlassen aufgrund des Anlegens einer Druckdifferenz,
ggf. unter zusätzlichem Rollen oder Quetschen.
[0010] Eine bevorzugte Ausführungsform ist so gestaltet, dass der zu verschließende Teil
der Kontaktzone in Höhe des Pumplochs liegt, so dass das Pumploch selbst dabei verschlossen
wird.
[0011] Eine andere bevorzugte Ausführungsform besteht darin, dass der zu verschließende
Teil der Kontaktzone innerhalb der Höhe des Pumplochs liegt, so dass das Pumploch
selbst dabei nicht verschlossen wird.
[0012] Das Verfahren lässt sich insbesondere anwenden auf Lampen, bei denen das Innengefäß
und der Außenkolben jeweils eine einzige Öffnung besitzen.
[0013] Das Verfahren lässt sich insbesondere anwenden auf Lampen, bei denen das Innengefäß
und der Außenkolben jeweils eine zusätzliche zweite Öffnung besitzen.
[0014] In diesem Fall läuft das Verfahren insgesamt bevorzugt so ab:
a) Bereitstellen eine Rohres aus Quarzglas;
b) Beschicken des Rohres mit je einem Elektrodensystem an jedem Ende, wobei das Elektrodensystem
eine Elektrode, eine Folie, eine Stromzuführung und einen Sockel umfasst;
c) Erwärmen und Verformen des Rohres an einem ersten Ende, so dass ein zentrales Entladungsvolumen,
ein Abdichtungsteil, das die Folie enthält, und ein Verlängerungsteil, das zumindest
die äußere Stromzuführung enthält, gebildet wird;
d) Abpumpen und Befüllen des Entladungsvolumens
e) Erwärmen und Verformen des Rohres an dem zweiten Ende, so dass auch hier ein Abdichtungsteil,
das die Folie enthält, und ein Verlängerungsteil, das zumindest die äußere Stromzuführung
enthält, gebildet wird; wobei im dadurch entstehenden Rohling am zweiten Verlängerungsteil
eine seitliche Öffnung als Pumploch bestehen bleibt;
f) Überstülpen eines zweiten Rohrs aus Quarzglas mit größerem Durchmesser, insbesondere
um mindestens 30 % größerem Durchmesser, wobei die Länge des zweiten Rohres so bemessen
ist, dass das zweite Rohr das Entladungsvolumen, den Abdichtungsbereich und einen
gewissen Teil des Verlängerungsteils überdeckt, insbesondere einen Bereich von 10
bis 60 % der Länge des Verlängerungsteils; wobei außerdem das Pumploch im Überdeckungsbereich
eingeschlossen ist;
g) Aufrollen oder Aufschmelzen, oder auch Anheften der beiden Enden des zweiten Rohrs
zur Bildung eines Außenkolbens, so dass zumindest ein gasdichter Kontakt im Bereich
des Verlängerungsteils hergestellt wird, wobei das Pumploch innerhalb der Kontaktzone
liegt;
h) Abpumpen und ggf. Befüllen des zwischen Innengefäß und Außenkolben sich erstreckenden
Volumens über das Pumploch und das noch offene Ende des zweiten Verlängerungsteils;
i) Schließen des Außenkolbens, insbesondere des Pumplochs.
[0015] Zum Schließen des Außenkolbens kann entweder ein erneutes Zurollen angewendet werden,
wobei vorteilhaft der zuzurollende Bereich im ersten Zurollvorgang bereits auf einen
deutlich geringeren Durchmesser gebracht worden ist. Das Pumploch kann auch durch
einfaches Zufallen nach geeignetem Erwärmen mittels Anwendung von Unterdruck geschlossen
werden. Eine weitere Alternative ist das Anlegen von Vakuum bzw. Unterdruck mit anschließendem
Zuquetschen oder Zurollen. Eine bewährte Technik des Erwärmens geschieht durch einen
Laserstrahl, oder auch durch Plasmaerhitzen, oder irgendein anderes etabliertes Verfahren.
[0016] Eine typische Anwendung des Verfahrens ist bei Metallhalogenidlampen und Halogenglühlampen.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0017] Im folgenden soll die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert
werden. Es zeigen:
- Figur 1
- eine Metallhalogenidlampe in Seitenansicht, im Schnitt;
- Figur 2
- ein Herstellverfahren, stark schematisiert, für die in Figur 1 gezeigte Lampe;
- Figur 3 bis 7
- weitere Ausführungsbeispiele für die Herstellung von Lampen.
Bevorzugte Ausführung der Erfindung
[0018] Figur 1 zeigt schematisch die seitliche Ansicht einer zweiseitig verschlossenen Metallhalogenidlampe
1. Das als Tonnenkörper ausgebildete Entladungsgefäß 2 aus Quarzglas schließt zwei
Elektroden 3 nebst einer Metallhalogenidfüllung ein. Die Kolbenenden sind durch Einschmelzungen
4 abgedichtet, in die Folien 5 eingebettet sind. Diese sind mit äußeren Stromzuführungen
6 verbunden. Die äußere Stromzuführung 6 ist in einer rohrförmigen Hülse 7, die ein
Verlängerungsteil bildet, geführt und endet in einer Buchse 8 eines Sockelteils 9.
Das Sockelteil 9 ist beispielsweise einteilig aus Stahl gefertigt und umfasst außerdem
eine Kreisscheibe 10 als Kontaktelement und Widerhaken 11 als Zentrierung und Halterung.
Der bauchige Teil des Entladungsgefäßes ist von einem Außenkolben 12 umgeben, der
im Bereich des Übergangs zwischen der Einschmelzung 4 und der Hülse 7 aufgerollt ist
und eine Kontaktzone KO (13) bildet. Der Außenkolben 12 weist eine umlaufende Delle
14 auf, so dass ein elastisches Trägerband 15 aus rostfreiem Stahl oder vernickeltem
Eisen an der inneren Oberfläche des Außenkolbens eingespreizt ist ohne seitlich verrutschen
zu können. Das Trägerband enthält Gettermaterialen wie Zr, Fe, V, Co. Sie dienen zum
absorbieren verschiedener Stoffe wie Sauerstoff, Wasserstoff, o.ä. Der Außenkolben
kann mit Stickstoff, einem anderen inerten Gas oder auch Vakuum befüllt sein. in dieser
Ausführungsform liegt die Kontaktzone KO vollständig am Innengefäß an.
Um die Stromzuführung 6 zu schützen kann wie in Figur 8 gezeigt, eine Folie 19 am
hinteren Ende des Verlängerungsteils angebracht sein, die mittels einer Quetschung
21' abgedichtet ist.
Eine Herstellungsmethode wird wie folgt anhand Fig. 2 beschrieben: dabei wird zunächst
das Entladungsgefäß 2 soweit aus einem zylindrischen Rohr mittels einer Formrolle
und evtl. Quetschbacken, die jeweils ein in das noch offene Rohr eingebrachtes Elektrodensystem
beispielsweise durch Quetschen fixieren, fertiggestellt, dass es an beiden Enden mit
einer Abdichtung (Quetschung oder Einschmelzung 4) versehen ist. Gleichzeitig bleiben
an den Abdichtungen 4 integral angesetzte hülsenförmige Verlängerungsteile 7 stehen.
In den Verlängerungsteilen befinden sich äußere Stromzuführungen und evtl. Sockelteile.
Dabei spielt es keine Rolle, ob und wie ein etwaiges Sockelteil im Verlängerungsteil
befestigt ist. Im Normalfall wird das Sockelteil allenfalls mechanisch verankert,
und zwar auf beiden Seiten in den Verlängerungsteilen 7a und 7b. wesentlich ist, dass
am zweiten Verlängerungsteil 7b ein Pumploch 18 in der Nähe des Abdichtungsteils erzeugt
wird, beispielsweise mittels Laser, das zunächst offen bleibt.
Der zylindrische Außenkolben 12 ist zunächst ein offenes Rohr. Es wird zunächst soweit
vorbehandelt, dass eine umlaufende Delle 14 ein vorher eingespanntes eingespanntes
Trägerband seitlich fixiert. Die Enden des Außenkolbens werden nun nach vorheriger
Erwärmung durch Flammen auf das Ende des Abdichtungsteils und den Beginn des Verlängerungsteils
16 herangeführt. Dabei wird das erste Ende vollständig aufgerollt (Pfeil P1). Beim
zweiten Ende wird zwar der Durchmesser reduziert, aber nicht die gesamte Kontaktzone
KO in Berührung mit dem Innengefäß gebracht. Statt dessen erfolgt die Fixierung F
durch die geeignet geformte Rolle R an dem zweiten Verlängerungsteil 16b außerhalb
des noch offenen Pumplochs 18. In Höhe des Pumplochs 18 ist somit der Außenkolben
12 zwar aufgerollt, aber nicht so, dass er am Verlängerungsteil 16b anliegt (Pfeil
P2). Diese Anordnung wird am offenen Ende des zweiten Verlängerungsteils über eine
Zuleitung 38 an ein Pumpund Befüllungssystem 39 angeschlossen, insbesondere indem
ein Pumpgummi 40 auf das Ende des Verlängerungsteils aufgesetzt wird. Nun kann die
Atmosphäre im Außenkolben abgepumpt werden. Der Pumpweg ist als Pfeil P3 angezeigt.
Anschließend kann der Außenkolben 12 mit einer etwaigen inerten Atmosphäre über diesen
Pumpweg beschickt werden oder Vakuum beibehalten werden. Im nächsten Schritt wird
das Pumploch 18 verschlossen, indem es beispielsweise entweder zugerollt wird, und
zwar lokal über eine kurze Strecke der Kontaktzone oder einfach nach lokalem Erwärmen
mittels Laser unter Anlegen von Unterdruck von selbst zufällt, siehe jeweils Pfeil
P4 (Figur 3)
In Figur 4 ist ein Ausführungsbeispiel gezeigt, bei dem das Pumploch dadurch verschlossen
wird, dass diese Zone lokal erhitzt wird und dann mechanisch von innen der Bereich
50b des Verlängerungsteils gegen den herangeführten Teil 50a des Außenkolbens gepresst
wird.
Das Ende 16b des zweiten Verlängerungsteils bleibt normalerweise immer offen. Das
Getterband 15 kann, falls bei dem verwendeten Getter notwendig, später durch den Außenkolben
12 hindurch mittels Laser aktiviert werden.
Eine Alternative ist, dass das Pumploch offen bleibt und statt dessen ein Verschließen
des Außenkolbens weiter innen erfolgt, siehe Figur 5. Dazu wird nach vorherigem Erwärmen
eine schmale Rolle R2 an das innere Ende der Kontaktzone herangeführt (Pfeil P5),
so dass etwa in Höhe des Endes der Folie 5 die Kontaktierung mit dem Innengefäß erfolgt.
Das Pumploch 18 bleibt dabei immer offen. Auf diese Weise wird eine optimale Wärmeabfuhr
erzielt, die die Folie schont.
Figur 6 zeigt eine Lampe ähnlich Figur 1, wobei am Ende des Verlängerungsteils eine
Folie 19 angebracht ist. Die Außenwand des rohrförmigen Verlängerungsteils 7 in Höhe
der Folie wird nach dem Verschließen des Außenkolbens erwärmt und gequetscht (21').
Das Volumen des Verlängerungsteils wird dazu vorteilhaft vorher evakuiert und evtl.
mit Inertgas gefüllt. Auf diese Weise kann die Korrosion der außen liegenden Teile
der Stromzuführung verzögert werden.
Figur 7 zeigt eine Ausführungsform einer einseitig verschlossenen Halogenglühlampe
41, bei der ein birnenförmiges Innengefäß 42 eine einzige Öffnung 43 besitzt, die
durch eine Quetschung als Abdichtungsteil verschlossen ist. Das Stromdurchführungssystem
weist zwei äußere Stromzuführungen 44 auf, die über Folien 45 mit einem Leuchtkörper
46 im Innern des Innengefäßes verbunden sind. Die äußeren Stromzuführungen 44 sind
in einem rohrförmigen Verlängerungsteil 47 geführt, das seitlich ein Pumploch 48 in
der Nähe des Abdichtungsbereichs besitzt. Ein Außenkolben 50 umgibt das Innengefäß,
den Abdichtungsbereich und ein kurzen Teil des Verlängerungsteils, typisch 10 bis
maximal 35 % davon. Das Ende des Außenkolbens wird erwärmt und an das Verlängerungsteil
47 herangeführt, ähnlich wie in Figur 2. Dabei wird das äußerste Ende 49 an das Verlängerungsteil
angerollt oder angeheftet, während der restliche Bereich der Kontaktzone nur eng an
das Verlängerungsteil herangeführt wird. Das Pumploch ist im Überdeckungsbereich der
Kontaktzone KO eingeschlossen. Das Volumen des Außenkolbens kann dann über das Pumploch
48 evakuiert und ggf. gefüllt werden. Anschließend wird der Bereich des Pumplochs
mit einem Laser erwärmt, so dass die Kontaktzone durch Anlegen eines Unterdrucks am
Ende des Verlängerungsteils von selbst auf das Pumploch zufällt, ähnlich wie vorher
bei zweiseitigen Lampen beschrieben. Natürlich eignen sich auch die anderen vorher
im Detail beschriebenen Verfahren dafür.
1. Verfahren zur Herstellung einer elektrischen Lampe mit Außenkolben (12) und mit einem
darin angeordneten Innengefäß, insbesondere Entladungsgefäß (2), wobei folgende Verfahrensschritte
verwendet werden:
a) Bereitstellen eines Hohlkörpers aus Glas, insbesondere eines Rohres aus Quarzglas,
der ein inneres Volumen definiert und der mindestens eine Öffnung besitzt;
b) Beschicken des Hohlkörpers bzw. Rohres mit mindestens einem Stromdurchführungssystem,
das von außen über die Öffnung in das Volumen ragt, wobei das System insbesondere
ein Elektrodensystem ist, das zumindest eine Elektrode, eine Folie und eine Stromzuführung
umfasst;
c) Abpumpen und Befüllen des inneren Volumens;
d) Erwärmen und Verformen des Hohlkörpers an dem offenen Ende, so dass ein Abdichtungsteil,
das einen zentralen Teil des Stromdurchführungssystems gasdicht umschließt, und ein
Verlängerungsteil, das einen außen liegenden Teil des Stromdurchführungssystems enthält,
gebildet wird; wobei im dadurch entstehenden Rohling eine seitliche Öffnung (18) als
Pumploch bestehen bleibt;
e) Überstülpen eines zweiten Hohlkörpers aus Glas, insbesondere eines Rohrs aus Quarzglas
mit größerer Abmessung, wobei die Abmessung des zweiten Hohlkörpers so bemessen ist,
dass der zweite Hohlkörper das innere Volumen, den Abdichtungsbereich und einen gewissen
Teil des Verlängerungsteils überdeckt, insbesondere einen Bereich von 10 bis 60 %
der Länge des Verlängerungsteils, wobei außerdem das Pumploch im Überdeckungsbereich
eingeschlossen ist;
f) Heranführen, insbesondere durch Aufrollen oder Aufschmelzen oder Anheften, des
offenen Endes des zweiten Hohlkörpers über eine Kontaktzone KO an das Verlängerungsteil
zur Bildung eines Außenkolbens, so dass zumindest am Ende der Kontaktzone KO ein gasdichter
Kontakt im Bereich des Verlängerungsteils hergestellt wird, wobei das Pumploch innerhalb
der Kontaktzone liegt;
g) Abpumpen und ggf. Befüllen des zwischen Innengefäß und Außenkolben sich erstreckenden
Volumens über das Pumploch und das offene Ende des Verlängerungsteils;
h) Schließen des Außenkolbens im Bereich der Kontaktzone durch Erwärmen mindestens
eines Teils der Kontaktzone und anschließendem Heranführen dieses Teils der Kontaktzone
an den benachbarten Teil des Innengefäßes.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Heranführen eines Teils der Kontaktzone durch Quetschen, Rollen oder Zufallenlassen
aufgrund des Anlegens einer Druckdifferenz, ggf. unter zusätzlichem Rollen oder Quetschen,
erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zu verschließende Teil der Kontaktzone in Höhe des Pumplochs liegt, so dass das
Pumploch selbst dabei verschlossen wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zu verschließende Teil der Kontaktzone innerhalb der Höhe des Pumplochs liegt,
so dass das Pumploch selbst dabei nicht verschlossen wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Innengefäß und der Außenkolben jeweils eine einzige Öffnung besitzen.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Innengefäß und der Außenkolben jeweils eine zusätzliche zweite Öffnung besitzen.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass als zusätzlicher Verfahrensschritt bc vor dem Schritt c das Beschicken der zusätzlichen
Öffnung zumindest mit einem Stromdurchführungssystem, das Erwärmen und Verformen des
Rohres an seiner zusätzlichen Öffnung durchgeführt wird, wobei ein zusätzliches Abdichtungsteil,
das einen außen liegenden Teil des Stromdurchführungssystems enthält, insbesondere
eine Folie als zentraler Teil des Stromdurchführungssystems enthält, und ein Verlängerungsteil,
das einen außen liegenden Teil des Stromdurchführungssystems enthält, gebildet wird.
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Innengefäß ein Entladungsgefäß ist, wobei das Stromdurchführungssystem Elektroden
umfasst, und dass die Füllung Metallhalogenide umfasst.
9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Stromdurchführungssystem einen Leuchtkörper umfasst.