[0001] Die Erfindung betrifft eine Fixierungseinrichtung zum Festlegen und Abstützen von
Leiterenden in einem hohlen Verbinderkörper eines Schraubverbinders.
[0002] Die Erfindung betrifft ferner einen Schraubverbinder für Kabelleiter, mit einem hohlen,
langgestreckten Verbinderkörper zur Aufnahme von anzuschließenden Leiterenden, mit
Gewindebohrungen für Klemmschrauben, die in den Verbinderkörper quer zu dessen Längserstreckung
einschraubbar sind, und mit einer Fixierungseinrichtung für die Leiterenden in dem
Verbinderkörper.
[0003] Derartige Schraubverbinder und entsprechende Fixierungseinrichtungen sind an sich
bekannt und im Handel erhältlich. Die Schraubverbinder haben dabei üblicherweise eine
zylindrische Bauform, wobei die Gewindebohrungen im oberen Bereich des Verbinderkörpers
angeordnet sind und entsprechende Klemmschrauben aufnehmen. Diesen Klemmschrauben
liegen im unteren Bereich des Verbinderkörpers Fixierungselemente gegenüber, die als
einzelne topfförmige Ringschneiden ausgebildet sind.
[0004] Diese Fixierungselemente sind koaxial mit der Achse der Gewindebohrungen und den
einzusetzenden Klemmschrauben ausgefluchtet und haben an ihrer abgewandten Seite einen
Stift, um die topfförmigen Fixierungselemente an den entsprechenden Stellen in radial
verlaufenden Aufnahmebohrungen im Verbinderkörper zu fixieren, beispielsweise durch
Nieten oder Kleben.
[0005] Diese Fixierungselemente werden bei einem solchen Schraubverbinder verwendet, um
ein anzuschließendes Leiterende in der richtigen Position im Innenraum des Verbinderkörpers
festzulegen und abzustützen, wenn die Klemmschraube radial in den Verbinderkörper
eingeschraubt wird. Die Praxis hat jedoch gezeigt, daß solche Fixierungselemente zwar
eine gute Abstützung für den Kabelleiter bilden, jedoch sind die Kabelleiter nicht
immer hinreichend fixiert und können beim Anziehen der Klemmschraube seitlich ausweichen.
Damit kann es zu nicht ordnungsgemäßen Klemmverbindungen kommen, mit der Folge, daß
die elektrische Funktion der Schraubverbinder unzureichend ist und möglicherweise
Fehlfunktionen auftreten.
[0006] Es kommt hinzu, daß das Anbringen von derartigen Fixierungselementen einen erheblichen
Aufwand erfordert, da diese Fixierungselemente jeweils exakt montiert werden müssen,
um eine einwandfreie Funktion der Schraubverbinder zu ermöglichen.
[0007] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Fixierungseinrichtung der eingangs
genannten Art anzugeben, die in besonders einfacher Weise herstellbar und montierbar
ist, so daß damit ausgerüstete Schraubverbinder eine einwandfreie Funktion im Betrieb
gewährleisten.
[0008] Die erfindungsgemäße Lösung besteht darin, eine Fixierungseinrichtung der eingangs
genannten Art so auszubilden, daß die Fixierungseinrichtung als langgestreckte einstückige
Wanne ausgebildet ist, die im Querschnitt einen bogenförmigen Außenumfang besitzt,
in den hohlen Verbinderkörper einschiebbar ist und an ihrer Innenseite eine Profilierung
zum Eingriff mit den jeweiligen Leiterenden aufweist.
[0009] Mit der erfindungsgemäßen Fixierungseinrichtung wird die Aufgabe in zufriedenstellender
Weise gelöst. Da eine einstückige Fixierungseinrichtung zur Verfügung steht, kann
der Aufwand sowohl bei der Herstellung als auch bei der Montage der Fixierungseinrichtung
beträchtlich reduziert werden.
[0010] Insbesondere kann die erfindungsgemäße Einrichtung eine beliebige Länge haben, die
der Länge der entsprechenden Leiteraufnahme in dem Schraubverbinder entspricht. Bei
der Montage der Fixierungseinrichtung ist kein spezielles Werkzeug erforderlich, vielmehr
kann diese in einfacher Weise von Hand eingeschoben werden. Der Aufwand für die Fertigung
und die Montage ist dabei auch unabhängig davon, mit wievielen Klemmschrauben der
entsprechende Schraubverbinder ausgerüstet ist.
[0011] Wenn es sich um einen Schraubverbinder mit Trennwand zwischen den beiden Leiteraufnahmen
handelt, wird man in jede Leiteraufnahme eine derartige Fixierungseinrichtung einbringen.
Bei einem durchgehenden Schraubverbinder ohne Trennwand läßt sich eine einzige Fixierungseinrichtung
verwenden.
[0012] In Weiterbildung der erfindungsgemäßen Einrichtung ist vorgesehen, daß die Wanne
einen halbzylindrischen Querschnitt aufweist und an ihrer Innenseite ein Zahnbett
als Profilierung besitzt. Bei einer derartigen Einrichtung kommt es nicht auf die
Orientierung der Wanne an, da diese dann in der Regel eine symmetrische Konfiguration
aufweist.
[0013] In Weiterbildung der erfindungsgemäßen Einrichtung ist vorgesehen, daß die Innenseite
der Wanne eine Reihe von im wesentlichen gleichmäßig beabstandeten Zähnen aufweist,
die quer zur Längsachse der Wanne radial nach innen vorstehen. Damit bietet die erfindungsgemäße
Fixierungseinrichtung eine Vielzahl von Fixierungselementen, die zur Fixierung eines
entsprechenden Leiterendes in Funktion treten können.
[0014] Besonders vorteilhaft ist es, wenn bei der erfindungsgemäßen Einrichtung die profilierte
Innenseite der Wanne im Querschnitt ein keilförmiges Profil besitzt, das sich vom
Boden der Wanne weg aufweitet. Dieses keilförmige Profil sorgt in vorteilhafter Weise
für eine Justierung und Positionierung eines entsprechenden Leiterendes. Damit liegt
ein entsprechendes Leiterende automatisch in der richtigen Position zum Eingriff mit
entsprechenden Klemmschrauben.
[0015] In Weiterbildung der erfindungsgemäßen Einrichtung ist vorgesehen, daß die Profilierung
in Form von axialsymmetrischen radialen Zähnen ausgebildet ist, die in der Längsrichtung
der Wanne eine axial verlaufende Mulde bilden. Diese Maßnahmen tragen ebenfalls zu
einer günstigen Positionierung eines Leiterendes bei.
[0016] In Weiterbildung der erfindungsgemäßen Einrichtung ist vorgesehen, daß die Zähne
paarweise angeordnete Bereiche aufweisen, die vom Außenumfang der Wanne her bogenförmig
radial nach innen vorstehen. Auf diese Weise wird mit einem minimalen Materialaufwand
ein optimaler Fixierungseffekt für unterschiedlichste Leiterformen und Leitergrößen
erreicht. Außerdem wird die Aufnahmeöffnung in einem Verbinder dann nicht in unnötiger
Weise durch Zähne versperrt.
[0017] In Weiterbildung der erfindungsgemäßen Einrichtung ist vorgesehen, daß die Profilierung
rippenförmige vorstehende Zähne aufweist, die sich vom Außenumfang in radialer Richtung
keilförmig nach innen verjüngen. Die Profilierung bildet auf diese Weise ein Zahnbett
mit keilförmigen Schneiden, um in die äußere Isolierung eines Kabelleiters einzudringen
und dadurch das Leiterende in der gewünschten Position zu fixieren, so daß das Leiterende
weder in axialer Richtung noch in Umfangsrichtung ausweichen kann.
[0018] Bei einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Einrichtung kann die Wanne aus einem
Metallteil, beispielsweise aus Aluminium oder einer Kupferlegierung bestehen. Besonders
vorteilhaft ist es, wenn die Wanne aus einem hochtemperaturbeständigen, elektrisch
leitenden oder elektrisch isolierenden Kunststoffmaterial besteht. Insbesondere ist
bevorzugt, wenn die Wanne aus einem Polyamid mit Glasfaserverstärkung besteht.
[0019] Derartige Einrichtungen lassen sich sehr exakt und in einfacher Weise durch Spritzgießen
herstellen.
[0020] Gemäß der Erfindung ist die Profilierung der Wanne bei der erfindungsgemäßen Einrichtung
zum Eindringen in die Isolierung von isolierten Kabelleitern ausgebildet, um auf diese
Weise die erforderliche exakte Positionierung und Abstützung des jeweiligen Leiterendes
zu gewährleisten, ohne daß der eigentliche Leiter in dem Kabel beschädigt wird.
[0021] In Weiterbildung der erfindungsgemäßen Einrichtung ist vorgesehen, daß die Wanne
im Querschnitt einen bogenförmigen Außenumfang besitzt, dessen Krümmung an die Innenkontur
eines Verbinderkörpers anlegbar ist. Damit wird die Positionierung der Fixierungseinrichtung
in einem entsprechenden Verbinderkörper erleichtert.
[0022] In Weiterbildung der erfindungsgemäßen Einrichtung ist vorgesehen, daß die Wanne
mindestens einen radial nach außen vorstehenden Anschlag zur Fixierung in einem Schraubverbinder
aufweist. Damit läßt sich eine exakte Positionierung der Fixierungseinrichtung im
Schraubverbinder erzielen.
[0023] Besonders vorteilhaft ist es, wenn bei der erfindungsgemäßen Einrichtung die Wanne
aus einem Material mit einer gewissen Elastizität besteht, derart, daß die Wände bei
einer Druckbelastung von außen radial nach innen elastisch nachgeben. Auf diese Weise
wird das Einsetzen der Fixierungseinrichtung in einem Schraubverbinder erleichtert,
zugleich aber dafür gesorgt, daß die Fixierungseinrichtung in ihre Fixierungsstellung
gedrängt wird.
[0024] Der erfindungsgemäße Schraubverbinder wird mit einer Fixierungseinrichtung der vorstehend
geschilderten Art versehen. Dabei ist die Profilierung in der Fixierungseinrichtung
zweckmäßigerweise zumindest in den Bereichen ausgebildet, die den Gewindebohrungen
für die Klemmschrauben gegenüberliegen. Damit wird eine optimale Positionierung, Fixierung
und Abstützung eines entsprechenden Leiterendes erreicht.
[0025] In Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verbinders ist vorgesehen, daß der Außenumfang
der Wanne im Querschnitt der Krümmung der Aufnahmeöffnung im Verbinderkörper folgt
und sich in Umfangsrichtung über die Mittelebene der Aufnahmeöffnung hinaus erstreckt.
Diese Maßnahme trägt dazu bei, eine exakte Positionierung der Fixierungseinrichtung
zu erzielen, bei der sich die Wanne aufgrund der Geometrie an die Innenwand des Verbinderkörpers
anlegt.
[0026] In Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verbinders ist vorgesehen, daß der Verbinderkörper
eine radiale Aussparung aufweist, in der ein Anschlag der Wanne der Fixierungseinrichtung
aufnehmbar ist. Damit wird die Fixierungseinrichtung mit einem einzigen Anschlag sowohl
in axialer Richtung als auch in Umfangsrichtung fixiert.
[0027] Besonders vorteilhaft ist es, wenn bei dem erfindungsgemäßen Verbinder der Verbinderkörper
eine radiale Durchgangsbohrung aufweist, die seine gegenüberliegenden Wände durchsetzt
und die radiale Aussparung für den Anschlag der Wanne bildet. Eine solche Durchgangsbohrung
läßt sich leicht anbringen und bildet zugleich eine Sichtöffnung von außen in den
Innenraum des Verbinderkörpers, um die richtige Positionierung eines Leiterendes in
dem Verbinderkörper zu kontrollieren, sowie die Aussparung für den bereits erwähnten
Anschlag.
[0028] Zweckmäßigerweise ist die Durchgangsbohrung bei dem erfindungsgemäßen Verbinder im
mittleren Bereich des Verbinderkörpers ausgebildet. Damit läßt sich die Position von
zwei Leiterenden überprüfen, die von gegenüberliegenden Seiten in den Verbinderkörper
eingeführt werden.
[0029] In Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verbinders ist vorgesehen, daß die Wanne lösbar
in dem Verbinderkörper anbringbar ist. Damit kann die Fixierungseinrichtung ggf. ausgetauscht
werden.
[0030] In Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verbinders ist vorgesehen, daß der Boden der
Wanne der Fixierungseinrichtung den Gewindebohrungen gegenüberliegend angebracht ist.
Damit wird eine symmetrische Anordnung erzielt, bei der die auftretenden Belastungen
gleichmäßig aufgenommen werden können.
[0031] Aus den gleichen Gründen ist der erfindungsgemäße Verbinder zweckmäßigerweise so
ausgebildet, daß die Gewindebohrungen für die Klemmschrauben mit der axialen Symmetrieebene
der Wanne ausgefluchtet sind.
[0032] In Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verbinders ist vorgesehen, daß die Wanne in
der radialen Ebene der Achse jeder Gewindebohrung einen keilförmigen Steg aufweist,
der sich in radialer Richtung zur Gewindebohrung hin verjüngt. Damit wird eine optimale
Fixierung und Abstützung eines Leiterendes in einem derartigen Verbinder erreicht,
wenn entsprechenden Klemmschrauben angezogen werden.
[0033] Die Erfindung wird nachstehend, auch hinsichtlich weiterer Merkmale und Vorteile,
anhand der Beschreibung von Ausführungsbeispielen und unter Bezugnahme auf die beiliegenden
Zeichnungen näher erläutert. Die Zeichnungen zeigen in
- Fig. 1
- eine perspektivische Seitenansicht, schräg von oben eines gemäß der Erfindung ausgebildeten
Verbinders mit eingesetzter Fixierungseinrichtung;
- Fig. 2
- eine perspektivische Seitenansicht, schräg von unten, die einen Verbinder gemäß Figur
1 zeigt;
- Fig. 3
- einen Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen Verbinder mit eingesetzter Fixierungseinrichtung
und gegenüberliegender Klemmschraube;
- Fig. 4
- eine perspektivische Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Fixierungseinrichtung,
die die Anordnung an der Innenseite zeigt;
- Fig. 5
- eine perspektivische Seitenansicht der erfindungsgemäßen Fixierungseinrichtung von
außen;
- Fig. 6
- einen Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Fixierungseinrichtung;
- Fig. 7
- eine Draufsicht auf die erfindungsgemäße Fixierungseinrichtung von oben; und in
- Fig. 8
- einen Schnitt durch die erfindungsgemäße Fixierungseinrichtung längs der Linie A-A
in Fig. 7.
[0034] Die Figuren 1 und 2 der Zeichnungen zeigen schematisch einen erfindungsgemäßen Schraubverbinder
für langgestreckte Kabelleiter. Man erkennt einen Verbinderkörper 32 mit einer im
wesentlichen zylindrischen Bauform zur Aufnahme von anzuschließenden Leiterenden.
Die Aufnahme wird von einer Zylinderbohrung gebildet, die gegenüber der Längsachse
des Verbinderkörpers 32 in axialer Richtung exzentrisch angeordnet ist, damit an der
einen Seite, beispielsweise der Oberseite 38, eine größere Wandstärke zur Verfügung
steht, um entsprechende Klemmschrauben 36 aufzunehmen, die in entsprechende Gewindebohrungen
34 in dem Verbinderkörper 32 eingeschraubt werden, die gemäß Fig. 3 in der Oberseite
38 des Verbinderkörpers 32 ausgebildet sind. Unterhalb der jeweiligen Klemmschraube
36 befindet sich die Aufnahmeöffnung 40 für ein nicht dargestelltes Leiterende.
[0035] In den Schraubverbinder 30 ist eine Fixierungseinrichtung 10 eingesetzt, wie es schematisch
in Fig. 1 bis 3 angedeutet ist. Diese wird nachstehend noch näher erläutert. An der
Oberseite des Verbinderkörpers 32 erkennt man eine Bohrung 42, die als Sichtöffnung
dient, um die Positionierung von Leiterenden im Innenraum des Verbinderkörpers zu
überprüfen, bevor diese mit Klemmschrauben festgezogen werden.
[0036] An der Unterseite des Verbinderkörpers 32 ist eine weitere Bohrung 44 erkennbar,
die zweckmäßigerweise der ersten Bohrung 42 gegenüberliegt und in einem Arbeitsgang
mit dieser hergestellt werden kann. Diese zweite Bohrung 44 dient zur Aufnahme eines
Anschlags 26 einer Fixierungseinrichtung 10, wie es nachstehend erläutert ist.
[0037] Bei der Anordnung gemäß Fig. 1 bis 3 sind die Klemmschrauben als Frässchrauben ausgebildet,
die mit einem Innenkant zum Anziehen der Klemmschrauben 36 ausgerüstet sind. Derartige
Frässchrauben sind an sich bekannt und können die Isolierung von Leiterenden durchschneiden,
um anschließend mit ihrer Flachseite einen entsprechenden Kontakt-Anpreßdruck auf
den eigentlichen Leiter eines Leiterendes auszuüben und diesen gegen den Boden des
Verbinderkörpers 32 anzupressen. Auf diese Weise wird in der Praxis eine zuverlässige
mechanische und elektrische Kontaktierung gewährleistet.
[0038] Der Aufbau der Fixierungseinrichtung ist in den Figuren 4 bis 6 schematisch dargestellt.
Die Fixierungseinrichtung 10 ist dabei als langgestreckte einstückige Wanne 12 ausgebildet,
die im Querschnitt einen bogenförmigen Außenumfang 20 besitzt. Eine solche Fixierungseinrichtung
10 läßt sich, wie in Fig. 3 angedeutet, in axialer Richtung in den hohlen Verbinderkörper
32 hineinschieben. An ihrer Innenseite 14 weist die Wanne 12 eine Profilierung 16
zum Eingriff mit einem entsprechenden Leiterende auf.
[0039] Die Wanne 12 hat dabei einen im wesentlichen halbzylindrischen Querschnitt und ist
an ihrer Innenseite 14 mit einem Zahnbett als Profilierung 16 versehen, wobei eine
Reihe von Zähnen 18 vorhanden ist, die im wesentlichen gleichmäßig beabstandet in
Längsrichtung der Wanne 12 vorgesehen sind und von dieser radial nach innen vorstehen.
Dies ist am deutlichsten in den Figuren 6 und 8 zu sehen.
[0040] Wie in den Figuren 3, 4 und 6 angedeutet, hat die profilierte Innenseite 14 der Wanne
12 im Querschnitt ein keilförmiges Profil, das sich vom Boden 24 der Wanne 12 weg
aufweitet und damit die Aufnahmeöffnung 40 in dem Verbinderkörper 32 an der einen
Seite begrenzt. Dieses keilförmige Profil sorgt für eine ordnungsgemäße Positionierung
eines Leiterendes gegenüber den jeweiligen Klemmschrauben 36.
[0041] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Profilierung 16 in Form von axialsymmetrischen
radialen Zähnen 18 ausgebildet ist, die in der Längsrichtung der Wanne 12 eine axial
verlaufende Mulde 22 bilden. Damit kann die Fixierungseinrichtung 10 ohne Rücksicht
auf ihre Orientierung in den Verbinderkörper 32 eingesetzt werden und sorgt für eine
gute Positionierung eines Leiterendes.
[0042] Die Zähne 18 sind dabei, wie in Fig. 3, 4 und 7 dargestellt, mit paarweise angeordneten
Bereichen ausgebildet, die vom Außenumfang der Wanne 12 her bogenförmig radial nach
innen vorstehen.
[0043] Wie aus der Zeichnung ersichtlich, brauchen die Zähne 18 nicht punktförmig ausgebildet
zu sein, vielmehr kann die Profilierung 16 rippenförmige vorstehende Zähne 18 aufweisen,
die sich vom Außenumfang in radialer Richtung keilförmig verjüngen, wie es mit dem
Bezugszeichen 19 in Fig. 6 und Fig. 8 angedeutet ist.
[0044] Man kann die Wanne 12 aus einem metallischen Material, wie z.B. Aluminium oder einer
Kupferlegierung herstellen. Die Wanne 12 kann auch aus Kunststoff bestehen, der elektrisch
isolierend oder elektrisch leitend sein kann. Wichtig ist in diesem Zusammenhang,
daß die Wanne 12 die erforderliche Festigkeit bietet, um einen Leiter zuverlässig
zu fixieren und abzustützen, wenn dieser mit einer Klemmschraube kontaktiert wird.
[0045] Besonders zweckmäßig ist es, wenn die Wanne 12 aus einem hochtemperaturbeständigen,
elektrisch isolierenden Kunststoff-material besteht, insbesondere aus Polyamid mit
Glasfaserverstärkung. Derartige Materialien sind gut formbar, beispielsweise durch
Spritzgießen, lassen sich mit exakten Abmessungen herstellen und haben ein geringes
Gewicht bei guter Festigkeit im Betrieb.
[0046] Die Profilierung 16 der Wanne 12 ist mit ihren Zähnen zum Eindringen in die Isolierung
von isolierten Kabelleitern ausgebildet und sorgt für eine ordnungsgemäße Fixierung,
wenn die Klemmschrauben in dem Verbinderkörper 32 angezogen werden.
[0047] Die Wanne 12 hat in der dargestellten Weise im Querschnitt einen bogenförmigen Außenumfang
20, dessen Krümmung an die Innenkontur des Verbinderkörpers 32 anlegbar ist. Wie aus
Fig. 3 ersichtlich, liegt die Fixierungseinrichtung 10 mit ihrem Außenumfang satt
am Innenumfang des Verbinderkörpers 32 an und bildet ein geeignetes Widerlager für
das Leiterende beim Anziehen der Klemmschrauben 36.
[0048] Wie in Fig. 5 und 8 angedeutet, weist die Wanne 12 an ihrer Außenseite einen radial
nach außen vorstehenden Anschlag 26 auf. Dieser dient zur Fixierung der Fixierungseinrichtung
10 in einem Schraubverbinder 30. Zu diesem Zweck kommt der Anschlag 26 mit der Bohrung
44 an der Unterseite des Verbinderkörpers 32 in Eingriff. In der Regel genügt ein
einziger solcher Anschlag 26, um die Wanne 12 sowohl in Umfangsrichtung als auch in
axialer Richtung zuverlässig in dem Verbinderkörper 32 zu fixieren.
[0049] Wenn der Schraubverbinder 30 mit einer durchgehenden Leiteraufnahme ausgerüstet ist,
genügt selbstverständlich eine derartige Bohrung 44 an der Unterseite des Verbinderkörpers
32. Wenn der Verbinderkörper 32 mit einer Trennwand versehen ist, wird man für jede
dann entstehende Leiteraufnahme eine eigene Fixierungseinrichtung 10 mit einer Wanne
12 verwenden, wobei dann jeweils eine entsprechende Bohrung für jede Wanne 12 genügt.
[0050] Bei einer anderen, nicht dargestellten Ausführungsform kann die Wanne an einem oder
beiden Enden in Längsrichtung einen kleinen, radial nach außen stehenden Steg aufweisen,
der sich dann an der jeweiligen Vorderkante der Aufnahmeöffnung des Verbinderkörpers
abstützt.
[0051] Die Wanne 12 besteht zweckmäßigerweise aus einem Material mit einer gewissen Elastizität,
derart, daß die Wände bei einer Druckbelastung von außen radial nach innen elastisch
nachgeben. Auf diese Weise läßt sich die Fixierungseinrichtung 10 in besonders zuverlässiger
Weise in dem Verbinderkörper 32 anbringen und festlegen. Wenn nämlich die Wanne 12
in den zylindrischen Innenraum des Verbinderkörpers 32 hineingeschoben wird, sitzt
der radial nach außen vorstehende Anschlag 26 zunächst auf der Bodenfläche des Verbinderkörpers
auf.
[0052] Wenn die in Umfangsrichtung oberen Enden der Wanne 12 elastisch nachgeben können,
läßt sich die Wanne 12 ohne Schwierigkeiten hineinschieben, bis der Anschlag 26 die
Position der Bohrung 44 erreicht und in diese eindringt. Damit kommt der Außenumfang
20 der Fixierungseinrichtung 10 mit der Innenwand des Verbinderkörpers 32 in satten
Eingriff.
[0053] Das elastische Material der Wanne 12 unterstützt das Eindringen des Anschlags 26
in die Bohrung 44. Zugleich wird die Wanne 12 in elastischer Weise gegen die Wand
des Verbinderkörpers 32 vorgespannt. Ein unbeabsichtigtes Lösen der Fixierungseinrichtung
10 aus dem Verbinderkörper 32 wird damit zuverlässig verhindert.
[0054] Gleichwohl ist es möglich, die Fixierungseinrichtung 10 wieder aus der Aufnahmeöffnung
40 des Verbinderkörpers 32 zu lösen, indem man den Anschlag 26 mit einem Werkzeug
radial nach innen drückt und zugleich die Wanne 12 in axialer Richtung in dem Verbinderkörper
32 verschiebt. Damit wird die Arretierung gelöst, und die Fixierungseinrichtung 10
kann ggf. ausgetauscht werden.
[0055] Wie in der Zeichnung dargestellt, besitzt die Fixierungseinrichtung 10 eine Reihe
von Symmetrien. Damit kann die Wanne 12 ohne Berücksichtigung einer Orientierung in
den jeweiligen Verbinderkörper 32 eingesetzt werden.
[0056] Die Wanne 12 ist mit ihrer Profilierung sowohl in Umfangsrichtung als auch in axialer
Richtung symmetrisch ausgebildet. Dies ergibt sich aus den Darstellungen in Fig. 3
und 7. Außerdem haben die jeweiligen Zähne 18 der Profilierung 16 zweckmäßigerweise
gleichmäßige Abstände in Längsrichtung bzw. von einer Mittelebene der Wanne 12, die
in radialer Richtung durch die Wanne 12 hindurchgeht, wie es schematisch in Fig. 8
angedeutet ist.
[0057] Diese Symmetrien der Fixierungseinrichtung 10 bzw. der Wanne 12 entsprechen den Symmetrien
des zylindrischen Verbinderkörpers 32 mit seinen Klemmschrauben 36, die zweckmäßigerweise
in der axialen Mittelebene des Verbinderkörpers 32 ausgefluchtet angeordnet sind,
wie es schematisch in Fig. 3 angedeutet ist. Dabei wirken der Verbinderkörper 32 mit
der eingesetzten Fixierungseinrichtung 10 sowie den gegenüberliegenden Klemmschrauben
36 in optimaler Weise zusammen.
Bezugszeichenliste
[0058]
- 10
- Fixierungseinrichtung
- 12
- Wanne
- 14
- Innenseite
- 16
- Profilierung
- 18
- Zähne, Rippen
- 19
- Vorderkanten
- 20
- Außenumfang
- 22
- Mulde
- 24
- Boden
- 26
- Anschlag
- 30
- Schraubverbinder
- 32
- Verbinderkörper
- 34
- Gewindebohrung
- 36
- Klemmschraube
- 38
- Oberseite
- 40
- Aufnahmeöffnung
- 42
- Bohrung
- 44
- Bohrung
1. Fixierungseinrichtung zum Festlegen von Leiterenden in einem hohlen Verbinderkörper
(32) eines Schraubverbinders (30),
dadurch gekennzeichnet,
daß die Fixierungseinrichtung (10) als langgestreckte einstückige Wanne (12) ausgebildet
ist, die im Querschnitt einen bogenförmigen Außenumfang (20) besitzt, in den hohlen
Verbinderkörper (32) einschiebbar ist und an ihrer Innenseite (14) eine Profilierung
(16) zum Eingriff mit den jeweiligen Leiterenden aufweist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Wanne (12) einen halbzylindrischen Querschnitt aufweist und an ihrer Innenseite
(14) ein Zahnbett als Profilierung (16) aufweist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Innenseite (14) der Wanne (12) eine Reihe von im wesentlichen gleichmäßig beabstandeten
Zähnen (18) aufweist, die quer zur Längsachse der Wanne (12) radial nach innen vorstehen.
4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die profilierte Innenseite (14) der Wanne (12) im Querschnitt ein keilförmiges Profil
besitzt, das sich vom Boden (24) der Wanne (12) weg aufweitet.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Profilierung (16) in Form von axialsymmetrischen radialen Zähnen ausgebildet
ist, die in der Längsrichtung der Wanne (12) eine axial verlaufende Mulde (22) bilden.
6. Einrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Zähne (18) paarweise angeordnete Bereiche aufweisen, die vom Außenumfang der
Wanne (12) her bogenförmig radial nach innen vorstehen.
7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Profilierung (16) rippenförmige vorstehende Zähne (18) aufweist, die sich vom
Außenumfang in radialer Richtung keilförmig verjüngen (19).
8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Profilierung (16) der Wanne (12) zum Eindringen in die Isolierung von isolierten
Kabelleitern ausgebildet ist.
9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Wanne (12) aus Metall oder aus einem temperaturbeständigen, elektrisch isolierenden
oder elektrisch leitenden Kunststoffmaterial besteht.
10. Einrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Wanne (12) aus einem Polyamid mit Glasfaserverstärkung oder aus einer Kupferlegierung
oder Aluminiumlegierung besteht.
11. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Wanne (12) im Querschnitt einen bogenförmigen Außenumfang (20) besitzt, dessen
Krümmung an die Innenkontur eines Verbinderkörpers (32) anlegbar ist.
12. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Wanne (12) mindestens einen radial nach außen vorstehenden Anschlag (26) zur
Fixierung in einem Schraubverbinder aufweist.
13. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Wanne (12) aus einem Material mit einer gewissen Elastizität besteht, derart,
daß die Wände bei einer Druckbelastung von außen radial nach innen elastisch nachgeben.
14. Schraubverbinder für Kabelleiter, insbesondere isolierte Kabelleiter, mit einem hohlen,
langgestreckten Verbinderkörper (32) zur Aufnahme von anzuschließenden Leiterenden,
mit Gewindebohrungen (34) für Klemmschrauben (36), die in den Verbinderkörper (32)
quer zu dessen Längserstreckung einschraubbar sind, und mit einer Fixierungseinrichtung
(10) für die Leiterenden in dem Verbinderkörper (32),
gekennzeichnet durch
eine Fixierungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13.
15. Verbinder nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Profilierung (16) in der Fixierungseinrichtung (10) zumindest in den Bereichen
ausgebildet ist, die den Gewindebohrungen (34) für die Klemmschrauben (36) gegenüberliegen.
16. Verbinder nach Anspruch 14 oder 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Außenumfang der Wanne (12) dem Querschnitt der Krümmung der Aufnahmeöffnung (40)
im Verbinderkörper (32) folgt und sich in Umfangsrichtung über die Mittelebene der
Aufnahmeöffnung (40) hinaus erstreckt.
17. Verbinder nach einem der Ansprüche 14 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, daß der Verbinderkörper (32) eine radiale Aussparung (44) aufweist, in der ein Anschlag
(26) der Wanne (12) aufnehmbar ist.
18. Verbinder nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Verbinderkörper (32) eine radiale Durchgangsbohrung (42, 44) aufweist, die seine
gegenüberliegenden Wände durchsetzt und die radiale Aussparung (44) für den Anschlag
(26) der Wanne (12) bildet.
19. Verbinder nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Durchgangsbohrung (42, 44) im mittleren Bereich des Verbinderkörpers (32) ausgebildet
ist.
20. Verbinder nach einem der Ansprüche 14 bis 19,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Wanne (12) lösbar in dem Verbinderkörper (32) anbringbar ist.
21. Verbinder nach einem der Ansprüche 14 bis 20,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Boden (24) der Wanne (12) den Gewindebohrungen (34) gegenüberliegend angebracht
ist.
22. Verbinder nach einem der Ansprüche 14 bis 21,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Gewindebohrungen (34) für die Klemmschrauben (36) mit der axialen Symmetrieebene
der Wanne (12) ausgefluchtet sind.
23. Verbinder nach einem der Ansprüche 14 bis 21,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Wanne (12) in der radialen Ebene der Achse jeder Gewindebohrung (34) einen keilförmigen
Steg (18) aufweist, der sich in radialer Richtung zur Gewindebohrung (34) hin verjüngt
(19).