[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Auswahl einer Schicht auf einer Walze und
eine Druckeinheit gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 oder 3.
[0002] In Druckmaschinen, insbesondere in Rotationsdruckmaschinen, wird Farbe zwischen einer
oder mehreren Walzen eines Farbwerks, zwischen Farbwerk und Druckwerkszylindern, ggf.
zwischen Druckwerkszylindern und von einem Druckwerkszylinder gegen einen Gegendruckzylinder
(im Folgenden alle als Walzen bezeichnet) auf eine Bahn, z. B. Papierbahn, aufgebracht.
Hierzu erfolgt die Übertragung der Farbe zweier benachbarter, ggf. über die Bahn zusammen
wirkender Walzen bevorzugt jeweils zwischen einer Walze mit "harter", und einer Walze
mit "weicher" Oberfläche.
[0003] Da für die Farbübertragung eine gewisse Flächenpressung erforderlich ist, erfährt
zumindest die Walze mit weicher Oberfläche im Bereich derselben eine Deformation.
Diese Deformation der z. B. als elastomerer Bezug (Aufzug, Gummituch, Metalldrucktuch,
Sleeve, Beschichtung) ausgeführten weichen Oberfläche bewirkt je nach Werkstoffverhalten
und Größe einer Eindrückung (z. B. bedingt durch den Abstand zwischen den Walzen,
unterschiedliche Stärken der Bahn, etc.) eine Änderung des wirksamen Durchmessers
dieser Walze beim Abrollen auf der zusammenwirkenden Walze, d. h. es führt zu Veränderungen
in der Flächenpressung und in der Abwicklung. Bei mechanisch oder elektronisch synchronisiert
angetriebenen Walzen kann dies in Abhängigkeit vom verwendeten Material und der Eindrückung
zu unterschiedlichen Oberflächengeschwindigkeiten und somit zu Schlupf in der Nippstelle
führen.
[0004] Der auf diese Weise entstehende Schlupf zieht eine Tangentialkraftkomponente infolge
Reibung und damit verringerte Druckqualität (Schieben, Doublieren), eine störende
Leistungsübertragung sowie verringerte Standzeit von Druckformen bzw. Aufzügen nach
sich.
[0005] Durch die
DE 43 15 456 A1 ist ein Drucktuch bekannt, welches eine inkompressible und eine kompressible elastomere
Schicht aufweist, wobei letztere die Toleranzen in der Druckabwicklung erhöht. Bei
optimiertem Schichtaufbau wird erreicht, dass in gewissen Beistellungsbereichen der
zusammen wirkenden Zylinder nahezu keine Oberflächen-Längenveränderung auftritt, d.
h. eine Drehwinkeldifferenz zweier aufeinander abrollender Zylinder ist in diesen
Bereichen unabhängig von der Eindrückung. Die Drehwinkeldifferenz kann anhand eines
Labormodells für verschiedene Aufzüge und verschiedene Beistellungen ermittelt werden,
wobei ein angetriebener erster Zylinder und ein frei mitlaufender, und den Aufzug
aufweisender zweiter Zylinder aneinander angestellt sind.
[0006] In einem durch den Anmelder veröffentlichten Artikel im Rahmen der TAGA Proceedings
2001 auf Seite 211 mit Titel "The effect of printing blankets on the rolling condition
of printing cylinders" ist eine Kennzahl zur Charakterisierung des Abrollverhaltens
eines elastischen Aufzuges bekannt. Dies ermöglicht es dem Konstrukteur, das Übersetzungsverhältnis
zwischen Übertragungs- und Formzylinder zu berechnet. Eine Vorrichtung zur Ermittlung
des Abrollverhaltens weist eine von außen getriebene und eine durch Friktion getriebene
Walze auf, deren Winkelgeschwindigkeiten durch opto-elektronische Winkeldecoder meßbar
ist.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Auswahl einer Schicht
auf einer Walze und eine Druckeinheit zu schaffen.
[0008] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 oder 3 gelöst.
[0009] Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, dass eine
quantitative Beschreibung der Aufzüge im Hinblick auf ihr Förder- bzw. Abrollverhalten
ermöglicht wird, und dass die so erzeugte Kennzeichnung unabhängig von einer Geometrie
einer Meßvorrichtung sowie unabhängig von einer Geometrie einer Druckeinheit ist.
Die zur Charakterisierung des Aufzuges dienende Kennzahl ist um die spezifischen Geometrien
bereinigt und wechselweise auf eine Meßvorrichtung bzw. die Druckeinheit anwendbar.
Die Beschreibung ist nicht mehr rein qualitativ (z. B. positiv fördernd, negativ fördernd),
sondern quantitativ verwertbar.
[0010] Mit dem Verfahren zur Charakterisierung eines Aufzuges anhand der Kennzahl ist eine
eindeutig definierte Sprache zwischen dem Hersteller von Aufzügen und dem Konstrukteur
der Druckmaschine geschaffen, welche zum einen eine maßgeschneiderte Konstruktion
der Druckmaschine bei gewünschtem, vorgegebenen Aufzug, und andererseits eine gezielte
Auswahl eines Aufzuges für eine vorgegebene Konfigurierung der Druckmaschine erlaubt.
Beides kann bereits im Vorfeld abgeklärt werden, ein aufwendiges, ansonsten an der
Druckmaschine für die spezielle Konfiguration und jeden Typ von Aufzug durchzuführendes
Versuchsprogramm kann entfallen.
[0011] Eine vorteilhafte Lösung ist es somit, für ein gegebenes Zylinderpaar einen Aufzug
derart auszuwählen, dass dieser sich bei Eindrückung aufgrund seines inkompressiblen
Anteils in dem Maße streckt, dass der verringerte Abstand zum Drehpunkt gerade ausgeglichen
wird. Eine derartige Forderung ist mittels des Verfahrens ermittelbar und ein entsprechender
Aufzug auswählbar.
[0012] Umgekehrt ist es somit vorteilhaft, für einen speziellen, gegebenen Aufzug die Geometrie
des Druckwerks derart auszuwählen, dass zumindest in einem Bereich variabler Eindrückung
das Abrollverhalten nicht oder lediglich in geringen Maße von der Eindrückung abhängt.
[0013] Die zur Bildung der Kennzahl erforderlichen Meßwerte werden z. B. mittels einer zwei
Walzen aufweisenden Meßvorrichtung ermittelt. Die Meßvorrichtung weist zur Erfassung
des Abstandes bzw. der Abstandsänderung (Einrückung) in vorteilhafter Ausführung einen
die Verstellbewegung übersetzenden Hebel auf. Eine höhere Übersetzung kann noch über
einen den Zylinder bewegenden Exzenter erreicht werden, wobei der Hebel starr mit
dem zu verschwenkenden Lagerring verbunden ist.
[0014] Die für einen Aufzug gewonnene Kennzahl ist auf die verschiedensten Druckwerkskonfigurationen
anwendbar und unabhängig von der Geometrie der verwendeten Meßvorrichtung. Lediglich
die algebraische Vorschrift zwischen Geometrie und Kennzahl muß definiert und bekannt
sein.
[0015] Von Vorteil ist auch die Möglichkeit, ein bzgl. des Abrollverhaltens optimiertes
Druckwerk zu konfigurieren. So wird beispielsweise ein Übertragungszylinder doppelten
Umfangs mit einem Aufzug einer Kennzahl α von 0,989 bis 0,999, ein Übertragungszylinder
einfachen Umfangs mit einem Aufzug einer Kennzahl α von 0,980 bis 0,995 ausgeführt,
wenn er mit einem Gegendruckzylinder jeweils im wesentlichen gleichen Umfangs zusammen
wirkt. Die angegebenen Kennzahlen α sind zumindest in einem für die Praxis relevanten
Bereich für eine relative Eindrückung einzuhalten.
[0016] Insbesondere vorteilhaft ist die genannte Ausführung des Druckwerks für den Fall,
voneinander unabhängig angetriebener Übertragungs- und Gegendruckzylinder. Motorbelastung,
Motorenauslegung und Regelaufwand werden hiermit minimiert.
[0017] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden
im folgenden näher beschrieben.
[0018] Es zeigen:
- Fig. 1
- Durchgang eines kompressiblen Gummituches durch den Walzenspalt;
- Fig. 2
- Durchgang eines inkompressiblen Gummituches durch den Walzenspalt;
- Fig. 3
- Gemessene Übersetzungsverhältnisse bei Variation der Einpressung;
- Fig. 4
- Qualitative Darstellung der Übersetzungsverhältnisse;
- Fig. 5
- Ausführungsbeispiel für eine Druckeinheit;
- Fig. 6
- Ausführungsbeispiel für eine Druckeinheit;
- Fig. 7
- Ausführungsbeispiel für eine Druckeinheit;
- Fig. 8
- Ausführungsbeispiel für eine Druckeinheit;
- Fig. 9
- Ausführungsbeispiel für eine Meßvorrichtung;
- Fig. 10
- Detaillierte Seitenansicht gemäß Fig. 9.
[0019] Eine Arbeitsmaschine, z. B. ein eine Druckmaschine, weist aufeinander abrollende
Walzen 01; 02 auf, welche im Bereich ihrer Berührung einen Walzenspalt 03 bilden.
Dies können im Falle der Druckmaschine Walzen 01; 02 eines Farbwerks, eines Lackierwerks,
oder Zylinder 01; 02 eines Druckwerks sein. Im in Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispiel
stellen die Zylinder 01; 02 einen Formzylinder 01 mit einem wirksamen Durchmesser
D
wPZ und einen Übertragungszylinder 02 eines Offset-Druckwerks dar. Einer der Zylinder
01; 02, z. B. der Übertragungszylinder 02, weist auf der Mantelfläche eines weitgehend
inkompressiblen, nichtelastischen Kerns 04 mit einem Durchmesser D
wGZK eine weiche, elastomere Schicht 06 einer Stärke t auf. Kern 04 und Schicht 06 bilden
zusammen einen wirksamen Durchmesser D
wGZ des Übertragungszylinders 02. Der wirksame Durchmesser D
wPZ bestimmt sich an der für das Abrollen wirksamen Mantelfläche des Formzylinders 01
und beinhaltet ggf. eine auf der Mantelfläche eines Grundkörpers aufgebrachte, nicht
dargestellte Druckform. Der Zylinder 01 harter Oberfläche kann auch als mit dem Übertragungszylinder
02 zusammen wirkender Gegendruckzylinder 01 ausgeführt sein.
[0020] In Abhängigkeit von der Beistellung der beiden Zylinder 01; 02, d. h. deren Achsabstand,
"taucht" die weitgehend inkompressible, nichtelastische Mantelfläche des Formzylinders
01 in die weiche Schicht 06 und verursacht gegenüber dem ungestörten Verlauf der Schicht
06 eine Eindrückung S. Diese Eindrückung S verursacht die o. g. Probleme in der Abwicklung
der beiden Zylinder 01; 02, je nach Materialeigenschaften (kompressibles und/oder
elastisches Verhalten) der Schicht 06.
[0021] Der vorliegende Ereindung liegt nun der Ansatz zugrunde, eine von den spezifischen
Anwendungen bzw. Meßvorrichtungen unabhängige Beschreibung für das Abrollverhalten
einer derartigen Schicht 06 bereitzustellen, anhand derer eine geeignete Schicht 06
ausgewählt, oder eine Dimensionierung der Walzen 01; 02 vorgenommen werden kann. Unter
Annahme einer ideal kompressiblen Schicht 06 (z. B. Kork o.ä.) und einer ideal inkompressiblen
Schicht 06 (z. B. Vollgummi) können die Grenzen für das Abwicklungsverhalten abgesteckt
werden. Die reale Schicht 06 als inhomogener Werkstoffverbund bestehend z. B. aus
Gewebe, Luftpolsterschicht, Klebstoff und Gummideckplatte, also sowohl kompressiblen
als auch inkompressiblen Komponenten, liegt innerhalb der oben genannten Grenzfälle.
[0022] Die Lösung liegt nun darin, die relative Lage des gemessenen bzw. des gewünschten
Verhaltens zu den beiden theoretisch ermittelbaren Extemverhalten - rein kompressibel,
rein inkompressibel - zu bestimmen bzw. festzulegen.
[0023] Im Folgenden wird ein Beispiel für die analytische Berechnung der idealisierten Grenzfälle
gegeben. Dabei wird für die beiden idealen Grenzfälle die Fördergeschwindigkeit der
Schicht 06 im Walzenspalt 03 betrachtet.
[0024] Im ideal kompressiblen Fall bewirkt die Eindrückung S der Schicht 06 im Walzenspalt
03 eine Verdichtung der Schicht 06. Die Geschwindigkeit v
0 an der ungestörten Oberfläche der Schicht 06 reduziert sich in der Verengungszone
aufgrund eines verringerten wirksamen Durchmessers D
wGZ auf die Geschwindigkeit v
1 (Fig. 1). Der wirksame Durchmesser D
wGZ verringert sich im Bereich der Verbindungslinie beider Zylindermittelpunkte um den
doppelten Betrag der Eindrückung S:

[0025] Für ein eine Vor- und/oder Nacheilung ausdrückendes Drehzahl- bzw. Übersetzungsverhältnis
I aus den Drehzahlen n
GZ ; n
PZ bzw. Frequenzen w
GZ ; w
PZ der Zylinder 01; 02

ergibt sich im kompressiblen Fall mit der Oberflächengeschwindigkeit v
p des Formzylinders 01

[0026] Im Fall von "True Rolling", d.h. die Zylinder rollen frei aufeinander ab, sind die
Oberflächengeschwindigkeiten v
p; v
1 der beiden Zylinder 01; 02 gleich. Der geringe Schlupf aufgrund der Lagerreibung
des über Friktion getriebenen Zylinders ist vernachlässigt. Das Übersetzungsverhältnis
kann somit im ideal kompressiblen Fall als

dargestellt werden.
[0027] Beim Transport inkompressibler Medien durch Querschnittsverengungen gilt die Kontinuitätsgleichung,
die besagt, das der Massendurchsatz stets konstant bleibt. Angewandt auf die Eindrückung
S der Schicht 06 im Druckspalt 03 bedeutet das eine Erhöhung der Fördergeschwindigkeit
in der Verengungs- bzw. der Kontaktzone der abrollenden Zylinder 01; 02 (Fig. 2).
[0028] Der Massendurchsatz vor dem Walzenspalt 03 (durch eine Querschnittsfläche A0) und
in der Verengung des Druckspaltes (durch eine Querschnittsfläche A1) ist konstant.

[0029] Die Querschnittsfläche A
0; A
1 kann aus einer Länge L und der Stärke t bzw. der durch die Eindrückung S verkleinerten
Stärke t - S bestimmt werden

[0030] Unter der Annahme eines in der Verengungszone linearen Geschwindigkeitsprofils zwischen
einer Geschwindigkeit innen v
Gi und außen v
Ga der Schicht 06, und dass die Randgeschwindigkeiten durch die Oberflächengeschwindigkeiten
der Zylinder 01; 02 bestimmt sind, ergibt die Integration für die Fördergeschwindigkeit
die mittlere Geschwindigkeit. Somit kann die Kontinuitätsgleichung [6] wie folgt geschrieben
werden

[0031] Mit der Beziehung [3] für die Kreisfrequenz ω und mehreren Umformungen ergibt sich
als Drehzahl- bzw. Übersetzungsverhältnis für den inkompressiblen Grenzfall folgende
Beziehung:

[0032] In der Fig. 3 sind die Übersetzungsverhältnisse I für einige Messungen dargestellt.
Für jede Schicht 06, d. h. für verschiedene Gummitücher 06, wurden jeweils die Drehzahlverhältnisse
n
GZ / n
PZ für vier verschiedene Eindrückungen S aufgenommen und daraus das Übersetzungsverhältnis
I errechnet.
[0033] Die Verbindung der Meßpunkte ergeben in guter Näherung Geraden, die alle im Schnittpunkt
der ebenfalls eingetragenen Grenzfälle beginnen. Der z. T. erkennbare Offset zum Schnittpunkt
ist in den unterschiedlichen Stärken t der verwendeten Gummitücher 06 begründet.
[0034] Fig. 4 zeigt die Drehzahl- bzw. Übersetzungsverhältnisse I im ideal kompressiblen,
ideal inkompressiblen und realen Fall in schematischer Darstellung.
[0035] Zur Charakterisierung einer Schicht 06, z. B. eines Gummituches 06, wird nun zunächst
eine Messung zur Ermittlung des realen Übersetzungsverhältnisses I
real an einer geeigneten Meßvorrichtung (siehe unten) für zumindest einen Meßpunkt (eine
Eindrückung S) durchgeführt. Die Geometrien der Meßvorrichtung sind bekannt, so dass
mit Kenntnis der Stärke t die theoretischen Übersetzungsverhältnisse I für den ideal
kompressiblen und den ideal inkompressiblen Fall bereits vorliegen bzw. gebildet werden
können. Nun wird eine Kennzahl α auf der Grundlage eines Verhältnisses zwischen den
z. B. bei der Messung mit einer entsprechenden Meßvorrichtung real auftretenden Übersetzungsverhältnissen
I zu den idealisierten Grenzfällen, jeweils zur selben Eindrückung S, gebildet. Aufgrund
der zumindest abschnittsweise idealisierten und linearisierten Beziehungen ist die
so definierte Kennzahl α für alle Eindrückungen S, bzw. für zumindest den betrachteten
Bereich eine Konstante, welche das Abrollverhalten (Streckung bzw. Komprimierung)
der Schicht 06 objektiv beschreibt.
[0036] Die Kennzahl α kann beispielsweise wie folgt definiert sein,

wobei A die Differenz zwischen realem und theoretischem inkompressiblem, und B die
Differenz zwischen theoretischem kompressiblem und theoretischem inkompressiblem Übersetzungsverhältnis
I jeweils für eine selbe Eindrückung S darstellt. In der Definition der Kennzahl α
nach [9] wird α = 0 für den Fall einer sich ideal inkompressibel verhaltenden realen
Schicht 06, und wird α = 1 für eine sich ideal kompressibel verhaltende reale Schicht
06.
[0037] Die Kennzahl α kann auch durch eine anders geartete algebraische Vorschrift gebildet
sein, welche die relative Lage der gemessenen realen Übersetzungsverhältnisse I zur
Lage der extremen theoretisch ermittelbaren Übersetzungsverhältnisse I beschreibt.
So kann eine andere Normierung, beispielsweise durch Multiplikatoren eine Spreizung
des Wertebereichs oder eine Verschiebung durch Addition/Subtraktion, gewählt werden.
Auch die Differenzen im Quotienten können umgekehrt, sowie Zähler und Nenner vertauscht
sein. Wesentlich ist jedoch die Kenntnis der der Kennzahl α zugrunde liegenden algebraischen
Vorschrift [9], um von einem entsprechend gekennzeichneten Gummituch 06 zur geeigneten
Konfigurierung der Zylinder 01; 02, oder von der Konfigurierung der Zylinder 01; 02
zum geeigneten Gummituch 06 zu gelangen.
[0038] Anstelle von Drehzahlverhältnissen I können auch Vor- bzw. Nacheilungen, Verhältnisse
von Winkelgeschwindigkeiten oder andere vergleichbare, ein Vor- bzw. Nachlaufen beschreibende
Größen unter entsprechender Anpassung der Vorschriften herangezogen werden.
[0039] Im Verfahren zur Ermittlung einer die Schicht 06 charakterisierenden, um die Geometrie
der Meßvorrichtung bereinigten, und zumindest abschnittsweise konstante Kennzahl α
wird zunächst das Förderverhalten (z. B. anhand des resultierenden Übersetzungsverhältnisses
I
real) in Abhängigkeit von der Eindrückung S gemessen, und die Lage dieses Meßpunktes (bzw.
mehrerer Meßpunkte) relativ zu den entsprechenden, für die Meßvorrichtung theoretisch
ermittelbaren extremen Punkten bestimmt. Die gemessenen und theoretisch ermittelten
Übersetzungsverhältnisse I
real; I
komp ; I
inkomp werden hierzu zumindest abschnittsweise zueinander in Bezug, insbesondere zueinander
entsprechend einer algebraischen Vorschrift [9] ins Verhältnis gesetzt. Im einfachsten
Fall kann die Kennzahl α anhand eines einzigen Meßwertes für eine Eindrückung S ermittelt
werden.
[0040] In umgekehrter Weise kann nun für ein Gummituch 06 mit der bekannten, da beispielsweise
durch den Hersteller gemessenen, Kennzahl α, der zugehörigen algebraischen Vorschrift
sowie den bekannten Zylindergeometrien (Durchmessern D
GZK; D
wPZ) das zu erwartende Übersetzungsverhältnis I der Zylinder 01; 02 oder ein zu erwartender
Schlupf für die jeweilige Eindrückung S im Vorfeld berechnet werden. Entsprechend
der Vorschrift nach Beziehung [9] gilt:

[0041] Die Kennzahl α ermöglicht somit eine Quantifizierung der Änderung des wirksamen Durchmessers
D
wGZ des Übertragungszylinders 02 bei einer bestimmten Eindrückung S und somit im Falle
eines winkelsynchronen Laufs der Zylinder 01; 02 auch eine Berechnung des auftretenden
Schlupfes.
[0042] In einem Verfahren zur Auslegung von Zylindern 01; 02 wird, beispielsweise um Schlupf
oder unnötige Kräfte im Antrieb zu vermeiden, anhand der bekannten, zumindest abschnittsweise
konstanten Kennzahl α für die vorgesehene Schicht 06 einer Stärke t, und mit dem vorgegebenem
Format (Durchmesser D
GZK; D
wPZ) eines der Zylinder 01; 02 der Durchmesser D
wPZ; D
GZK des anderen Zylinders 02; 01ermittelt. So kann beispielsweise für ein Gummituch 06
mit bekannter Kennzahl α, einem gewünschten Verlauf (vertikale Höhe und Steigung im
Diagramm) in der Abhängigkeit zwischen Übersetzungsverhältnis I und Eindrückung S,
sowie mit bekanntem Durchmesser D
wPZ z. B. des Formzylinders 01, der erforderliche Durchmesser D
GZK des Kerns 03, bzw. der gesamte Durchmesser D
wGZK + 2 t des Übertragungszylinders 02 ermittelt werden.
[0043] Auf diese Weise kann das durch die Kennzahl α beschriebene Abwicklungs- bzw. Verformungsverhalten
(Streckung bzw. Komprimierung) der Schicht 06 (Gummituch 06, Sleeve, Metalldrucktuch,
Beschichtung/Aufzug/Mantel einer Farbwalze) mit in die Wahl der Durchmesser D
GZK; D
wGZ; D
wPZ für ideale Abwicklung einfließen. Mittels der Kennzahl α für ein gegebenes Gummituch
06 können Durchmesser D
GZK; D
wGZ; D
wPZ so ausgelegt werden, dass optimale Abwicklung erreicht wird. In Weiterbildung können
die Durchmesser D
GZK; D
wGZ; D
wPZ auch in der Weise optimiert werden, dass die Abweichung von der optimalen Abwicklung
für ein Spektrum von verschiedenen Gummitüchern 06 minimal wird. Für die Verwendung
verschiedener Gummitücher 06 bzw. für die Verwendung eines speziellen Gummituches
06 in einem bereits bestehenden Druckwerk kann die Anzahl bzw. Stärke von Unterlagen
zwischen Mantelfläche und Gummituch 06 zur Anpassung des Durchmessers D
GZK bereits im Vorfeld des Druckens ermittelt und beim Rüsten berücksichtigt werden.
[0044] In umgekehrter Weise kann in einem Verfahren eine geeignete Schicht 06, z. B. ein
Gummituch 06, anhand vorgegebener Druckwerksgeometrien (Durchmesser D
GZK; D
wPZ) gewählt werden, indem zunächst algebraisch Extremfälle für das Förderverhalten in
Abhängigkeit von der Eindrückung S ermittelt werden, dann ein gewünschter Verlauf
(Steigung, vertikale Höhe im Diagramm) für das Förderverhalten einer realen Schicht
06 zumindest abschnittsweise festgelegt wird, und anschließend die um die spezifische
Geometrie bereinigte Kennzahl α für die erforderliche Schicht 06, z. B. ein Gummituch
06, gebildet wird, indem eine relative Lage des gewünschten Verlaufs bzw. eines Wertes
zu den algebraisch ermittelten Verläufen bzw. Werten zumindest für einen Wert der
Eindrückung S bestimmt wird.
[0045] Ein Gummituch 06 entsprechender Kennzahl α kann nun ausgewählt werden, falls diese
anhand der selben algebraischen Vorschrift für die Beschreibung der relativen Lage
gebildet wurde. Wurden für die Messung und Bestimmung der Kennzahl α am Gummituch
06 und für die Ermittlung der gewünschten Kennzahl α anhand der Geometrie der Zylinder
01; 02 verschiedene algebraische Vorschriften verwendet, so sind diese bei Kenntnis
der Vorschriften ineinander überführbar.
[0046] Mit Änderung der Zylindergeometrie werden die Geraden der theoretisch ermittelten
Übersetzungsverhältnisse I
komp ; I
inkomp in der Weise "verkippt" und der Schnittpunkt mit der I - Achse verschoben, so dass
bei einer festen Kennzahl α (beibehaltenes Gummituch 06) die absolute Lage der Geraden
für das reale Übersetzungsverhältnis I
real verändert wird während die relative Lage erhalten bleibt.
[0047] Mit Änderung der Kennzahl α (Wahl eines Gummituches 06 mit anderer Charakteristik),
jedoch gleichbleibender Zylindergeometrien im Druckwerk, bleiben die Geraden der theoretisch
ermittelten Übersetzungsverhältnisse I
komp ; I
inkomp erhalten, die relative für das reale Übersetzungsverhältnis I
real wird jedoch verkippt und erhält eine andere Steigung.
[0048] Ein Aufzug 06 mit einer passenden Kennzahl α für eine bestimmte Druckwerksgeometrie
paßt somit im allgemeinen nicht für eine davon verschiedene Geometrie, insbesondere
ein anderes Verhältnis der Durchmesser D
GZK; D
wPZ.
[0049] In einer vorteilhaften Ausführung mit weitgehend beistellungsunabhängiger Abwicklung
sind Aufzug 06 und Druckwerksgeometrie derart aufeinander abgestimmt, dass zumindest
in einem für die Praxis relevanten Bereich für die Eindrückung S bzw. eine relative
Eindrückung S* die Steigung in Fig. 4 zwischen Übersetzungsverhältnis I
real und Eindrückung S im wesentlichen Null ist, also dI
real/ dS ≈ 0. Die relative Eindrückung S* ist hier definiert über das Verhältnis S/t,
d. h. der Eindrückung S bezogen auf die ursprüngliche, nicht eingedrückte Stärke t
der Schicht 06. Ein entsprechender Bereich für die relative Eindrückung S* kann in
allgemeiner Betrachtung z. B. zwischen 6 % und 10 %, insbesondere jedoch zwischen
6,5 % und 9 % liegen. Vorteilhaft kann es jedoch sein, für die Bereiche zwischen der
"Art" der Nippstelle zu unterscheiden. Für die Nippstelle zwischen einem Übertragungszylinder
02; 11 und einem Formzylinder 01; 12 liegt der für die Praxis relevanten Bereich z.
B. von 6% bis 7%, während er für die Nippstelle zwischen einem Übertragungszylinder
02; 11 und einem Satellitenzylinder 16 von 9 % bis 10 % liegt. Die Steigung dl
real/ dS sollte dem Betrag nach in diesen Bereichen zumindest kleiner oder gleich 0,01
1/mm, insbesondere kleiner oder gleich 0,005 1/mm, sein. Betrachtete Stärken t liegen
für eine vorteilhafte Sorte von Aufzügen 06 bei z. B. 1,6 bis 2,5 mm, während für
eine zweite vorteilhafte Sorte mit einer geringeren Federkraft bzw. Flächenpressung
und/oder einer geringeren Steigung einer Federkennlinie (Flächenpressung/Eindrückung)
die Stärken bei z. B. 3,5 bis 5 mm liegen.
[0050] Die in Fig. 5 bis 8 dargestellten Druckwerke bzw. Druckeinheiten sind der Einfachheit
halber alle linear dargestellt, d. h. die Rotationsachsen der beteiligten Zylinder
befinden sich in den Darstellungen alle in einer Ebene. Die Zylinder der Druckwerke
können jedoch ebenso winkelig zueinander angeordnet sein, so dass die nachfolgenden
Ausführungen gleichermaßen für lineare als auch winkelige Anordnungen der Zylinder
bzw. Zylindergruppen anzuwenden sind.
[0051] In Fig. 5 und 6 ist ein in vorteilhafter Weise konfigurierte, als sog. Doppeldruckwerk
07 ausgeführte Druckeinheit 07 dargestellt. Der dem Formzylinder 01 zugeordnete Übertragungszylinder
02 eines ersten Zylinderpaares 01; 02 wirkt über einen Bedruckstoff 08, z. B. eine
Bahn 08 mit einem ebenfalls als Übertragungszylinder 11 ausgeführten Gegendruckzylinder
11 zusammen, welchem ebenfalls ein Formzylinder 12 zugeordnet ist. Alle vier Zylinder
01; 02; 11; 12 sind mittels verschiedener Antriebsmotoren 13 mechanisch voneinander
unabhängig angetrieben (Fig. 5). In einer Abwandlung sind Form- und Übertragungszylinder
01; 02; 11; 12 jeweils paarweise gekoppelt durch einen paarweisen Antriebsmotor 13
(am Formzylinder 01; 12, am Übertragungszylinder 02; 11 oder parallel) angetrieben
(Fig. 6).
[0052] Die Formzylinder 01; 12 und die Übertragungszylinder 02; 11 sind in einer ersten
Ausführungsform als Zylinder 01; 02; 11; 12 doppelten Umfangs, d. h. mit einem Umfang
von im wesentlichen zwei stehenden Druckseiten, insbesondere von zwei Zeitungsseiten,
ausgeführt. Sie sind mit wirksamen Durchmessern D
wGZ; D
wPZ zwischen 260 bis 400 mm, insbesondere 280 bis 350 mm ausgeführt. Auf der Mantelfläche
des Kerns 04 weist der Übertragungszylinder 02; 11 jeweils mindestens einen Aufzug
06 mit einer Kennzahl α von 0,989 bis 0,999, insbesondere von 0,993 bis 0,997 auf.
Durch diese Konfigurierung ist ein weitgehend schlupffreies Abrollen bzw. ein Antrieb
der Zylinder 01; 02; 11; 12 weitgehend ohne Momententransfer gewährleistet. Das Drehzahlverhältnis
I
real wird vorzugsweise so gewählt, dass es bei Variation der Eindrückung S bzw. der relativen
Eindrückung S*, zumindest innerhalb der vorgenannten Bereiche für die relative Eindrückung
S* der entsprechenden Zylinderpaarung, um maximal 0,002, insbesondere 0,001, von 1,000/n
abweicht. Die Variable n stellt in diesem Zusammenhang das Verhältnis zwischen der
Anzahl von Druckseiten in Umfangsrichtung auf dem Übertragungszylinder 02; 11 zur
Anzahl gleich großer Druckseiten in Umfangsrichtung des Formzylinders 01; 12 dar.
Da in dieser Ausführungsform die Zylinder 01; 02; 11; 12 beide doppelten Umfangs sind,
gilt n=1 und die Abweichung beträgt maximal 0,002, insbesondere 0,001 von 1,000.
[0053] In einer zweiten Ausführungsform sind die Formzylinder 01; 12 und die Übertragungszylinder
02; 11 als Zylinder 01; 02; 11; 12 einfachen Umfangs, d. h. mit einem Umfang von im
wesentlichen einer stehenden Druckseite, insbesondere von einer Zeitungsseite, ausgeführt.
Sie sind mit wirksamen Durchmessern D
wGZ; D
wPZ zwischen 150 bis 190 mm ausgeführt. Auf der Mantelfläche des Kerns 04 weist der Übertragungszylinder
02; 11 jeweils mindestens einen Aufzug 06 mit einer Kennzahl α von 0,980 bis 0,995,
insbesondere von 0,983 bis 0,993 auf. Das Drehzahlverhältnis I
real wird wieder vorzugsweise so gewählt, dass es bei Variation der Eindrückung S bzw.
der relativen Eindrückung S*, zumindest innerhalb des oben genannten Bereiches für
die relative Eindrückung S* der entsprechenden Zylinderpaarung, um maximal 0,002,
insbesondere 0,001, von 1,000/n, also 0,002, insbesondere 0,001 von 1,000 abweicht.
[0054] In einer nicht dargestellten dritten Ausführungsform sind die Formzylinder 01; 12
als Zylinder 01; 12 einfachen Umfangs mit wirksamen Durchmessern D
wPZ zwischen 150 bis 190 mm, und die Übertragungszylinder 02; 11 als Zylinder 02; 11
doppelten Umfangs mit wirksamen Durchmessern D
wGZ zwischen 260 bis 400 mm, insbesondere 280 bis 350 mm ausgeführt. Auf der Mantelfläche
des Kerns 04 weist der Übertragungszylinder 02; 11 jeweils mindestens einen Aufzug
06 mit einer Kennzahl α von 0,987 bis 1,000, insbesondere von 0,997 bis 1,000 auf.
Das Drehzahlverhältnis I
real wird wieder vorzugsweise so gewählt, dass es bei Variation der Eindrückung S bzw.
der relativen Eindrückung S*, zumindest innerhalb des oben genannten Bereiches für
die relative Eindrückung S* der entsprechenden Zylinderpaarung maximal 0,002, insbesondere
0,001, von 1,000/n, hier mit n=2 also 0,002, insbesondere 0,001 von 0,500 abweicht.
[0055] In Fig. 7 und 8 ist eine Druckeinheit 14 dargestellt, welche entweder Teil einer
größeren Druckeinheit, wie z. B. einer Fünfzylinder-, Neunzylinder- oder Zehnzylinder-Druckeinheit,
ist, oder als Dreizylinder-Druckeinheit 14 betreibbar ist. Der Übertragungszylinder
02 wirkt hier mit einem keine Druckfarbe führenden Zylinder 16, z. B. einem Gegendruckzylinder
16 wie insbesondere einem Satellitenzylinder 16, zusammen. Der die "welche" Mantelfläche
des Übertragungszylinders 02 wirkt nun mit der "harten" Mantelfläche des Formzylinders
01 auf der einen Seite, und mit der "harten" Mantelfläche des Satellitenzylinders
16 auf der anderen Seite zusammen. Der in den vorhergehenden Betrachtungen für den
Formzylinder 01 verwendete wirksame Durchmesser D
wPZ ist in den Gleichungen für das Zusammenwirken zwischen Übertragungs- und Satellitenzylinder
16 entsprechend als Durchmesser D
wSZ des Satellitenzylinders 16 zu ersetzten. In einer Ausführungsform (Fig. 7) mit zumindest
unabhängig voneinander angetriebenem Übertragungs- 02 und Satellitenzylinder 16 weist
der oder mehrere Satellitenzylinder 16 einen eigenen Antriebsmotor 13 auf, während
das Paar aus Form- und Übertragungszylinder 01; 02 mechanisch gekoppelt von einem
gemeinsamen Antriebsmotor 13 (Fig. 7), oder aber jeweils durch einen eigenen Antriebsmotor
13 mechanisch voneinander unabhängig angetrieben sind (Fig. 8).
[0056] Formzylinder 01, Übertragungszylinder 02 und Satellitenzylinder 16 sind in einer
ersten Ausführungsform für Fig. 6 als Zylinder 01; 02; 16 doppelten Umfangs mit wirksamen
Durchmessern D
wGZ; D
wPZ ; D
wSZ zwischen 260 bis 400 mm, insbesondere 280 bis 350 mm ausgeführt. Auf der Mantelfläche
des Kerns 04 weist der Übertragungszylinder 02; 11 mindestens einen Aufzug 06 mit
einer Kennzahl α von 0,990 bis 0,999, insbesondere von 0,993 bis 0,997 auf. Durch
diese Konfigurierung ist ein weitgehend schlupffreies Abrollen bzw. ein Antrieb der
Zylinder 01; 02; 16 weitgehend ohne Momententransfer gewährleistet.
[0057] In einer zweiten Ausführungsform für Fig. 7 oder 8 sind Formzylinder 01, Übertragungszylinder
02 und Satellitenzylinder 16 als Zylinder 01; 02; 16 einfachen Umfangs, d. h. mit
einem Umfang von im wesentlichen einer stehenden Druckseite, insbesondere von einer
Zeitungsseite, ausgeführt. Sie sind mit wirksamen Durchmessern D
wGZ; D
wPZ ; D
wSZ zwischen 120 bis 180 mm, insbesondere 130 bis 170 mm ausgeführt. Auf der Mantelfläche
des Kerns 04 weist der Übertragungszylinder 02 mindestens einen Aufzug 06 mit einer
Kennzahl α von 0,980 bis 0,995, insbesondere von 0,983 bis 0,993 auf.
[0058] In einer nicht dargestellten dritten Ausführungsform für Fig. 7 oder 8 ist der Formzylinder
01 als Zylinder 01 einfachen Umfangs mit wirksamen Durchmessern D
wPZ zwischen 120 bis 180 mm, insbesondere 130 bis 170 mm, und Übertragungszylinder 02
sowie Satellitenzylinder 16 als Zylinder 02; 16 doppelten Umfangs mit wirksamen Durchmessern
D
wGZ ; D
wSZ zwischen 260 bis 350 mm, insbesondere 280 bis 320 mm ausgeführt. Auf der Mantelfläche
des Kerns 04 weist der Übertragungszylinder 02; 11 jeweils mindestens einen Aufzug
06 mit einer Kennzahl α von 0,985 bis 0,995, insbesondere von 0,990 bis 0,995 auf.
[0059] In einer nicht dargestellten vierten Ausführungsform für Fig. 7 oder 8 sind Formzylinder
01 und Übertragungszylinder 02 als Zylinder 01; 02 einfachen Umfangs mit wirksamen
Durchmessern D
wPz; D
wGZ zwischen 120 bis 180 mm, insbesondere 130 bis 170 mm, und der Satellitenzylinder
16 als Zylinder 02; 16 doppelten Umfangs mit wirksamen Durchmessern D
wSZ zwischen 260 bis 350 mm, insbesondere 280 bis 320 mm ausgeführt. Auf der Mantelfläche
des Kerns 04 weist der Übertragungszylinder 02; 11 jeweils mindestens einen Aufzug
06 mit einer Kennzahl α von 0,985 bis 0,995, insbesondere von 0,990 bis 0,995 auf.
Sind Form- und Satellitenzylinder 01; 16 verschieden dimensioniert, so kann lediglich
je nach Anforderung in den beiden Nippstellen ein für den Fall idealer Kompromiß gefunden
werden.
[0060] Wie bereits oben dargelegt, wird die Kennzahl α eines Aufzuges 06 durch Messung des
Aufzuges 06 an einer geeigneten Vorrichtung und anschließender Verarbeitung anhand
eines Algorithmus ermittelt. In Fig. 9 ist ein Ausführungsbeispiel für eine Meßvorrichtung
in Draufsicht und in Fig. 10 in einer größeren Seitenansicht dargestellt, wie sie
besonders geeignet zur Ermittlung der Kennzahl α ist.
[0061] Die Meßvorrichtung weist zumindest zwei Zylinder 17; 18 oder Walzen 17; 18 auf, welche
in einem Gestell 19, insbesondere beidseitig, drehbar gelagert sind. Zumindest einer
der beiden Zylinder 17; 18, hier der Zylinder 17, weist eine weitgehend inkompressible
und nichtelastische, harte Mantelfläche auf. Mindestens einer der beiden Zylinder
17; 18 ist derart gelagert, dass ein Achsabstand a zwischen den Rotationsachsen der
beiden Zylinder 17; 18 veränderbar ist. Im Ausführungsbeispiel ist der mit "harter"
Mantelfläche ausgeführte, dem Form- bzw. Satellitenzylinder 01; 12; 16 entsprechende,
Zylinder 17 jeweils stirnseitig mit einem Zapfen in einer Exzenterbuchse 21 im Gestell
19 gelagert. Der andere Zylinder 18 ist im Beispiel in herkömmlicher Weise ortsfest
im Gestell 19 gelagert. Die Lagerung der Zylinder 17; 18 ist steif und spielfrei ausgeführt.
Für ersteres sind die Lager entsprechend massiv ausgeführt. Die Spielfreiheit ist
entweder durch einen kegeligen Sitz des Lagers oder aber durch thermisches Aufschrumpfen
gegeben. Es kann jedoch auch der weiche Zylinder 18 bewegbar und der harte Zylinder
17 fest, oder es können beide Zylinder 17; 18 bewegbar gelagert sein. Die Bewegbarkeit
kann u. U. auch durch Verschwenken eines in Hebeln oder auch in einer Linearführung
gelagerten Zylinders 17; 18 realisiert sein.
[0062] Die Exzenterbuchse 21 weist in vorteilhafter Ausführung eine Exzentrizität e vom
doppelten bzw. vierfachen der Stärke t der mit der Vorrichtung üblicherweise zu vermessenden
Schicht 06 auf (n 2*t bis 4*t) und liegt z. B. zwischen 3 und 8 mm insbesondere zwischen
4 und 6 mm eine Sorte Schichten 06, und zwischen 8 bis 16 mm, insbesondere zwischen
10 und 14 mm für eine stärkere Sorte. Die Lage der Exzentrizität e schließt mit einer
Ebene E in einer Grundstellung einen Winkel γ von 75 bis 120°, insbesondere 85 bis
110° bilden. Als Grundstellung wird hier diejenige Lage der Zylinder 17; 18 zueinander
angesehen, in welcher gerade eine Linienberührung der beiden Mantelflächen, im wesentlichen
ohne Eindrückung S erfolgt.
[0063] Ein Verdrehen der Exzenterbuchse 21 erfolgt in vorteilhafter Ausführung jeweils über
einen starr mit der Exzenterbuchse 21 verbundenen Hebel 22, welcher mittels eines
Aktuators 23 um die Schwenkachse der Exzenterbuchse 21 verschwenkbar ist. Der Aktuator
23 kann grundsätzlich verschieden, z. B. als motorgetriebene Gewindespindel, ausgeführt
sein. In der vorliegenden Ausführung ist der Aktuator 23 als mit Druckmittel beaufschlagbarer
Zylinder 23 ausgeführt, welcher gelenkig am Gestell 19 angeordnet und dessen Kolbenstange
24 gelenkig mit dem Hebel 22 verbunden ist (oder umgekehrt).
[0064] Der Aktuator 23 verschwenkt den Hebel 22 gegen einen die Schwenkbewegung der Exzenterbuchse
21 zu kleineren Achsabständen a der Zylinder 17; 18 hin begrenzenden Anschlag 26.
Dieser Anschlag 26 ist in Richtung seiner Wegbegrenzung für den Hebel 22 verstellbar
ausgeführt, jedoch in der gewünschten Lage gegenüber dem Gestell 19 fixierbar. Im
Beispiel weist ein in einem gestellfesten Gewinde verdrehbarer Gewindebolzen 27, z.
B. eine Gewindespindel oder eine Schraube mit Feingewinde, an seiner Stirnseite den
Anschlag 26 auf. Durch drehen des Gewindebolzens 27, manuell oder motorisch, läßt
sich der Anschlag 26 weiter in Richtung Hebel 22 oder weg von diesem bewegen.
[0065] Die Bewegung bzw. die Position der Exzenterbuchse 21 bzw. des Hebels 22 wird in vorteilhafter
Ausgestaltung mittels einer Wegmessung 28 ermittelt. Im vorliegenden Beispiel erfolgt
diese Messung mittels einer gestellfest angeordneten Meßuhr 28, deren freier, und
bewegbarer Stößel mit dem Hebel 22 zusammen wirkt. Von Vorteil ist die Anordnung einer
Meßuhr 28, wobei eine Umdrehung des Zeigers einer Linearbewegung des Stößels von weniger
als 0,05 mm, insbesondere von weniger oder gleich 0,02 mm entspricht. Die Wegmessung
28 kann jedoch anstelle einer mechanischen Ausführung auch in anderer Weise, z. B.
elektrisch und/oder magnetisch ausgeführt sein. Der Meßwert kann dann, entweder von
einem mechanischen in ein elektrisches Signal umgesetzt oder als direkt gewonnenes
elektrisches Signal, einer nicht dargestellten Datenverarbeitung zugeführt werden.
[0066] Für eine hohe Meßgenauigkeit ist eine Anordnung von Vorteil, wonach ein am Hebel
22 abgegriffener Abstand b zwischen Schwenkachse A und Meßstelle der Wegmessung groß
ist gegenüber der Exzentrizität e. Das Verhältnis Abstand b zu Exzentrizität e ist
in vorteilhafter Ausführung größer oder gleich 20, insbesondere größer oder gleich
50. Aus der Exzentrizität e, dem Abstand b, der Auflösung der Wegmessung und der bekannten
Linie für das Verschwenken der Rotationsachse ist die Bewegung des Zylinders 17 an
seiner Mantelfläche definiert. Die Meßgenauigkeit einer derart ausgeführten Messvorrichtung
weist eine Reproduzierbarkeit in der Eindrückung S von kleiner oder gleich 0,005 mm
auf.
[0067] In einer Weiterbildung ist der Anschlag motorisch bewegbar ausgeführt, wobei die
Position des Anschlages 26 als elektrisches Signal vorliegt bzw. vorgegeben ist. Gleichzeitig
liegt der Meßwert der Wegmessung 28 in Form eines elektronischen Signals vor. In dieser
Ausführung können über eine Datenverarbeitung bzw. Steuerung automatisch ein oder
mehrere Positionen für den Zylinder 17, bzw. ein oder mehrere Achsabstände a angefahren
werden.
[0068] In einer weiteren, nicht dargestellten Ausführungsform erfolgt die Einstellung des
Anschlages 26 und die Wegmessung 28 durch lediglich ein Mittel, wie z. B. durch eine
von einem winkelregelbarem Elektromotor angetriebenen Gewindespindel mit Feingewinde.
Über die Winkellage erhält eine Datenverarbeitung die Information über die Position
bzw. umgekehrt.
[0069] Zur Feststellung des Eindrückungsnullpunktes, d. h. der Position, in welcher lediglich
eine Linienberührung zwischen den beiden Zylindern 17; 18 ohne Eindrückung S vorliegt,
weist die Meßvorrichtung z. B. eine oder mehrere nicht dargestellte Lichtquellen auf
einer Seite des Spaltes zwischen den Zylindern 17; 18 auf. Bei Annäherung der beiden
Zylinder 17; 18 läßt sich somit der Eindrückungsnullpunkt durch den Lichtspalt feststellen,
wenn gerade kein Licht mehr durch den Spalt fällt. Das Licht kann im manuellen Betrieb
auf der anderen Seite des Spaltes durch das menschliche Auge oder im automatischen
Betrieb beispielsweise durch einen oder mehrere Detektoren erfaßt werden. Im automatischen
Verfahren wird das Signal an die nicht dargestellte Datenverarbeitung weitergeleitete
Durch die beschriebene Verwendung von Licht kann eine Genauigkeit zur Einstellung
des Eindrückungsnullpunktes von kleiner oder gleich 0,005 mm, insbesondere kleiner
oder gleich 0,002 mm erreicht werden.
[0070] Zur Erfassung des Abrollverhaltes der beiden Zylinder 17; 18 ist einer der beiden
Zylinder 17; 18 durch einen äußeren Antrieb 29, z. B. einen Elektromotor 29, rotatorisch
antreibbar. In Fig. 9 treibt der Elektromotor 29 beispielsweise über ein Antriebsrad
36, z. B. eine Riemenscheibe 36, über ein Getriebe 37, z. B. einen Riemen 37, insbesondere
einen Zahnriemen 37, auf ein Antriebsrad 38, z. B. eine Riemenscheibe 38, am harten
Zylinder 17, während der weiche Zylinder 18 lediglich über Friktion getrieben ist.
Der Elektromotor 29 kann aber auch z. B. über den Riemen 37 den weichen Zylinder 18
treiben während der harte Zylinder 17 über Friktion getrieben ist. In einer vorteilhaften
Ausgestaltung ist der Elektromotor wechselbar mit dem harten oder dem weichen Zylinder
18; 17 verbindbar. In einer Weiterbildung weist einer der Zylinder 17; 18 oder gar
beide einen axial auf diesen treibenden, lagegeregelten oder zumindest drehzahlgeregelten
Elektromotor 29 auf. Der negative Einfluß auf das Abrollverhalten durch den Antrieb
des einen Zylinders 17; 18 über Friktion wird durch die Verwendung von Lagern extrem
niedriger Reibung vermindert. Eine maximale Abweichung im gemessenen Übersetzungsverhältnis
I zum "wahren" Übersetzungsverhältnis I von maximal 0,01 % ist so erreichbar.
[0071] Die Winkelgeschwindigkeit bzw. die jeweilige Drehwinkellage der beiden Zylinder 17;
18 ist mittels jeweils am Zylinder 17; 18 bzw. einem jeweiligen Zapfen angeordneten
Drehgeber 31; 32, z. B. einem opto-elektronischen Winkeldecoder, meßbar.
[0072] Um eine Unterbrechung im Kontakt der beiden aufeinander abrollenden Zylinder 17;
18 zu vermeiden, weist der harte Zylinder 17 in vorteilhafter Weise im mit dem weichen
Zylinder 18 abrollenden Bereich eine durchgehende, ununterbrochene Mantelfläche auf.
Dies kann jedoch auch dadurch erreicht werden, dass ggf. auf der Mantelfläche befindliche
"Ersatzdruckformen" zueinander in Umfangsrichtung versetzt (z. B. 180°) angeordnet
sind, oder, falls der harte Zylinder 17 lediglich eine endliche Ersatzdruckform aufweist,
der entstehende Stoß bzw. Kanal bündig mit der Mantelfläche durch einen Abdeckung
33 verschlossen ist (siehe beispielhaft Fig. 9). Ebenso verhält es sich mit dem weichen
Zylinder 18, wobei in Fig. 9 beispielhaft zwei zueinander um 180° in Umfangsrichtung
versetzte Aufzüge 06 mit einer maximal über die Hälfte der Zylinderlänge reichenden
Abdeckung 34 dargestellt sind. Diese Anordnung der Aufzüge 06 gewährleistet einen
ständigen Kontakt eines der Aufzüge 06 mit dem harten Zylinder 17.
[0073] Für verschiedene Eindrückungen S wird durch die Drehgeber 31; 32 und eine nachgeschaltete
Elektronik die Winkelgeschwindigkeit beider Zylinder 17; 18 und die eventuelle Vor-
bzw. Nacheilungen hochgenau erfasst. Der Antrieb erfolgt wechselbar über den harten
oder den weichen Zylinder 17; 18. Für die Verstellung des Achsabstands a wird nun
der bewegbare Zylinder 17; 18 in seiner exzentrischen Buchse durch deren Verdrehen
bewegt. Die oben ausgeführte Verstellung ist insbesondere komfortabler gestaltet als
bei einer Druckmaschine. Nun wird der Eindrückungsnullpunkt anhand des Lichtspaltes
zwischen den Mantelflächen (z. B. eine Leuchtstoffröhre unter dem Walzenspalt) ermittelt.
Durch die feinfühlige Verstellung (Anschlag 26) wird nun die Eindrückung S genau eingestellt
und gemessen (Wegmessung 28).
[0074] Mit den bekannten Geometrien der Zylinder 17; 18 sowie dem Meßpunkt bzw. den Meßpunkten
für eine Eindrückung S (für S>0), wird anhand algebraischer Vorschriften, wie z. B.
Gleichungen [5], [8] und [9] die Kennzahl α wie oben beschrieben ermittelt.
Bezugszeichenliste
[0075]
- 01
- Walze, Zylinder, Formzylinder, Gegendruckzylinder
- 02
- Walze, Zylinder, Übertragungszylinder
- 03
- Walzenspalt
- 04
- Kern
- 05
- -
- 06
- Schicht, Gummituch, Aufzug
- 07
- Druckeinheit, Doppeldruckwerk
- 08
- Bedruckstoff, Bahn
- 09
- -
- 10
- -
- 11
- Walze, Zylinder, Übertragungszylinder, Gegendruckzylinder
- 12
- Walze, Zylinder, Formzylinder
- 13
- Antriebsmotor
- 14
- Druckeinheit, Dreizylinder-Druckeinheit
- 15
- -
- 16
- Walze, Zylinder, Gegendruckzylinder, Satellitenzylinder
- 17
- Walze, Zylinder
- 18
- Walze, Zylinder
- 19
- Gestell
- 20
- -
- 21
- Exzenterbuchse
- 22
- Hebel
- 23
- Aktuator, Zylinder
- 24
- Kolbenstange
- 25
- -
- 26
- Anschlag
- 27
- Gewindebolzen
- 28
- Wegmessung, Meßuhr
- 29
- Antrieb, Elektromotor
- 30
- -
- 31
- Drehgeber
- 32
- Drehgeber
- 33
- Abdeckung
- 34
- Abdeckung
- 35
- -
- 36
- Antriebsrad, Riemenscheibe
- 37
- Getriebe, Riemen, Zahnriemen
- 38
- Antriebsrad, Riemenscheibe
- DwGZ
- Durchmesser
- DwPZ
- Durchmesser
- DwGZK
- Durchmesser
- DwSZ
- Durchmesser
- w
- Kreisfrequenz
- WGZ
- Frequenz
- WPZ
- Frequenz
- a
- Abstand
- A
- Differenz
- A0
- Querschnittsfläche
- A1
- Querschnittsfläche
- b
- Abstand
- B
- Differenz
- e
- Exzentrizität
- E
- Ebene
- α
- Kennzahl
- γ
- Winkel (e, E)
- I
- Drehzahlverhältnis, Übersetzungsverhältnis
- Ireal
- Drehzahlverhältnis, Übersetzungsverhältnis, gemessen, real
- Ikomp
- Drehzahlverhältnis, Übersetzungsverhältnis, kompressibel
- Iinkomp
- Drehzahlverhältnis, Übersetzungsverhältnis, inkompressibel
- L
- Länge
- n
- Variable
- nGZ
- Drehzahl
- nPZ
- Drehzahl
- S
- Eindrückung
- S*
- Eindrückung, relative
- t
- Stärke
- V0
- Geschwindigkeit
- V1
- Geschwindigkeit
- Vp
- Oberflächengeschwindigkeit
- VGi
- Geschwindigkeit
- VGa
- Geschwindigkeit
1. Verfahren zur Auswahl einer Schicht (06) auf einer Walze (01; 02; 11; 12; 16), wobei
- zunächst aus der vorgegebenen Druckwerksgeometrie die sich theoretisch für den rein
kompressiblen und den rein inkompressiblen Fall ergebenden Extremwerte für das Drehzahlverhältnis
(Ikomp; Iinkomp) zumindest abschnittsweise in Abhängigkeit von einer Eindrückung (S) ermittelt werden,
- eine gewünschte relative Lage für das Drehzahlverhältnis (Ireal) einer realen Schicht (06) zu den Extremwerten für das Drehzahlverhältnis (Ikomp; Iinkomp) zumindest abschnittsweise festgelegt wird,
- mittels zumindest abschnittsweisen in Bezugsetzens des gewünschten Verlaufs zu den
theoretisch ermittelten Verläufen für die Extremwerte (Ikomp; Iinkomp) anhand einer algebraischen Vorschrift eine um die spezifische Geometrie bereinigte
Kennzahl (α) für die gewünschte Schicht (06) gebildet wird, wobei die algebraische
Vorschrift die relative Lage des gemessenen Drehzahlverhältnisses (Ireal) relativ zu den beiden Extremwerten für das Drehzahlverhältnis (Ikomp; Iinkomp) für die betreffende Eindrückung (S) ausdrückt,
- und die gewünschte Schicht (06) derart ausgewählt wird, dass sie eine Kennzahl (α)
von 0,980 bis 0,999 aufweist, wenn die Kennzahl (α) durch die algebraische Vorschrift

gebildet ist, wobei I
komp; bzw. I
inkomp ein Drehzahlverhältnis für die Extremfälle einer rein kompressiblen bzw. rein inkompressiblen
Schicht (06), und I
real ein gewünschtes Drehzahlverhältnis darstellt..
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die charakterisierende Kennzahl (α) der Schicht (06) zunächst durch Messung an einer
Meßvorrichtung und anschließender Bereinigung um die Geometrie der Meßvorrichtung
durch die selbe algebraische Vorschrift gebildet wird.
3. Druckeinheit mit mindestens zwei zusammenwirkenden Walzen (01; 02; 11; 12; 16), wobei
zumindest eine der Walzen (02; 11) auf ihrer Mantelfläche eine elastische Schicht
(06) und die andere Walze (01; 12; 16) eine weitgehend undeformierbare Mantelfläche
aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass die elastische Schicht (06) zumindest für einen Bereich einer relativen Eindrückung
(S*) eine ihre elastischen Eigenschaften beschreibende Kennzahl (α) von 0,980 bis
0,999 aufweist, wobei die Kennzahl durch die algebraische Vorschrift

gebildet ist, wobei I
komp; I
inkomp ein Drehzahlverhältnis für die Extremfälle einer rein kompressiblen bzw. rein inkompressiblen
Schicht (06), und I
real ein gewünschtes Drehzahlverhältnis darstellt.
4. Druckeinheit nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehzahlverhältnis Ireal bei Variation zumindest in einem Bereich einer relativen Eindrückung (S*) der Schicht
(06) höchstens um 0,002, insbesondere um 0,001, von 1,000/n abweicht, wobei n das
Verhältnis zwischen der Anzahl von Druckseiten in Umfangsrichtung auf der Walze (02;
11) mit der Schicht (06) zur Anzahl von Druckseiten auf der anderen Walze (01; 12;
16) darstellt.
5. Druckeinheit nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest für den Bereich einer relativen Eindrückung (S*) der Differenzialquotient
(dIreal/ dS) zwischen Drehzahlverhältnis (Ireal) und Eindrückung (S) maximal um 0,01 1/mm von Null abweicht.
6. Druckeinheit nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Differenzialquotient (dIreal/ dS) im wesentlichen Null ist.
7. Druckeinheit nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Bereich der relativen Eindrückung (S*) für die Nippstelle zwischen einer als
Übertragungszylinder (02; 11) und einer als Formzylinder (01; 12) ausgeführten Walze
(01; 02; 11; 12) von 6% bis 7% liegt.
8. Druckeinheit nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Bereich der relativen Eindrückung (S*) für die Nippstelle zwischen einer als
Übertragungszylinder (02; 11) und einer als Satellitenzylinder (16) ausgeführten Walze
(02; 11) von 9% bis 10% liegt.
9. Druckeinheit nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Walzen (01; 02; 11; 12; 16) jeweils einen wirksamen Durchmesser (DwGZ; DwPZ ) von 260 bis 350 mm, und die Schicht (06) eine Kennzahl (α) von 0,989 bis 0,999
aufweist.
10. Druckeinheit nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Walzen (01; 02; 11; 12; 16) jeweils einen wirksamen Durchmesser (DwGZ; DwPZ ) von 120 bis 180 mm, und die Schicht (06) eine Kennzahl (α) von 0,980 bis 0,990
aufweist.
11. Druckeinheit nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die die elastische Schicht (06) aufweisende Walze (02; 11) als Übertragungszylinder
(02; 11) und die die weitgehend undeformierbare Mantelfläche aufweisende Walze (01;
12) als Formzylinder (01; 12) ausgeführt ist.
12. Druckeinheit nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die die elastische Schicht (06) aufweisende Walze (02; 11) als Übertragungszylinder(02;
11) und die die weitgehend undeformierbare Mantelfläche aufweisende Walze (16) als
Satellitenzylinder (16) ausgeführt ist.
13. Druckeinheit nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Walzen (01; 02; 11; 12; 16) als zusammen wirkende Walzen (01; 02; 11;
12; 16) eines Farbwerks ausgeführt sind.
14. Druckeinheit nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Walzen (01; 02; 11; 12; 16) motorisch und die andere der Walzen (01; 02;
11; 12; 16) lediglich durch Friktion angetrieben ist.
15. Druckeinheit nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Übertragungszylinder (02; 11) mit einer dritten, als Satellitenzylinder (16)
ausgeführten Walze (16) zusammen wirkt, welche durch einen Antriebsmotor (13) mechanisch
unabhängig von den beiden ersten Walzen (01; 02; 11; 12) angetrieben ist.
16. Druckeinheit nach Anspruch 3, 11, 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Walzen (01; 02; 11; 12) durch einen gemeinsamen Antriebsmotor (13) paarweise
angetrieben sind.
17. Druckeinheit nach Anspruch 3, 11, 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Walzen (01; 02; 11; 12; 16) mittels zweier Antriebsmotoren (13) mechanisch
voneinander unabhängig angetrieben sind.
1. Method for selecting a layer (06) on a roller (01; 02; 11; 12; 16),
- first the extreme values for the speed ratio (Icomp; Iincomp) which result theoretically for the purely compressible and the purely incompressible
case being determined at least in sections from the specified printing units' geometry
as a function of an indentation (S),
- a desired relative position for the speed ratio (Ireal) of a real layer (06) to the extreme values for the speed ratio (Icomp; Iincomp) being established at least in sections,
- an index (α) for the desired layer (06), cleared of the specific geometry, being
formed on the basis of an algebraic instruction by means of at least section-by-section
relation of the desired curve to the theoretically determined curves for the extreme
values (Icomp; Iincomp), the algebraic instruction expressing the relative position of the measured speed
ratio (Ireal) relative to the two extreme values for the speed ratio (Icomp; Iincomp) for the relevant indentation (S),
- and the desired layer (06) being selected in such a way that it has an index (α)
of 0.980 to 0.999 if the index (α) is formed by the algebraic instruction

in which I
comp and I
incomp are a speed ratio for the extreme cases of a purely compressible and purely incompressible
layer (06), respectively, and I
real represents a desired speed ratio.
2. Method according to Claim 1, characterized in that the characterizing index (α) of the layer (06) is first formed by measurement on
a measuring apparatus and subsequent adjustment by the geometry of the measuring apparatus
by means of the same algebraic instruction.
3. Printing unit having at least two cooperating rollers (01; 02; 11; 12; 16), at least
one of the rollers (02; 11) having, on its lateral surface, a resilient layer (06)
and the other roller (01; 12; 16) having a substantially undeformable lateral surface,
characterized in that the resilient layer (06) has, at least for a region of a relative indentation (S*),
an index (α) of 0.980 to 0.999 describing its resilient properties, the index being
formed by the algebraic instruction

in which I
comp; I
incomp represents a speed ratio for the extreme cases of purely compressible and purely
incompressible layer (06), respectively, and I
real represents a desired speed ratio.
4. Printing unit according to Claim 3, characterized in that the speed ratio Ireal deviates at most by 0.002, in particular by 0.001, from 1.00/n on variation at least
in a region of relative indentation (S*) of the layer (06), n representing the ratio
of the number of printed pages in the circumferential direction on the roller (02;
11) having the layer (06) to the number of printed pages on the other roller (01;
12; 16).
5. Printing unit according to Claim 3, characterized in that, at least for the region of a relative indentation (S*), the differential quotient
(dIreal/dS) between speed ratio (Ireal) and indentation (S) deviates by not more than 0.01 1/mm from zero.
6. Printing unit according to Claim 5, characterized in that the differential quotient (dIreal/dS) is substantially zero.
7. Printing unit according to one or more of Claims 3 to 6, characterized in that the region of the relative indentation (S*) for the nip between a roller (01; 02;
11; 12) in the form of a transfer cylinder (02; 11) and a roller (01; 02; 11; 12)
in the form of a forme cylinder (01; 12) is from 6% to 7%.
8. Printing unit according to one or more of Claims 3 to 6, characterized in that the region of the relative indentation (S*) for the nip between a roller (02; 11)
in the form of a transfer cylinder (02; 11) and a roller (02; 11) in the form of a
satellite cylinder (16) is from 9% to 10%.
9. Printing unit according to Claim 3, characterized in that the two rollers (01; 02; 11; 12; 16) have in each case an effective diameter (DwGZ; DwPZ) of 260 to 350 mm, and the layer (06) has an index (α) of 0.989 to 0.999.
10. Printing unit according to Claim 3, characterized in that the two rollers (01; 02; 11; 12; 16) have in each case an effective diameter (DwGZ; DwPZ) of 120 to 180 mm, and the layer (06) has an index (α) of 0.980 to 0.990.
11. Printing unit according to Claim 3, characterized in that the roller (02; 11) having the resilient layer (06) is in the form of a transfer
cylinder (02; 11) and the roller (01; 12) having the substantially undeformable lateral
surface is in the form of a forme cylinder (01; 12).
12. Printing unit according to Claim 3, characterized in that the roller (02; 11) having the resilient layer (06) is in the form of a transfer
cylinder (02; 11) and the roller (16) having the substantially undeformable lateral
surface is in the form of a satellite cylinder (16).
13. Printing unit according to Claim 3, characterized in that the two rollers (01; 02; 11; 12; 16) are in the form of cooperating rollers (01;
02; 11; 12; 16) of an inking unit.
14. Printing unit according to Claim 13, characterized in that one of the rollers (01; 02; 11; 12; 16) is driven by motor power and the other roller
of the rollers (01; 02; 11; 12; 16) is driven only by friction.
15. Printing unit according to Claim 11, characterized in that the transfer cylinder (02; 11) cooperates with a third roller (16) which is in the
form of a satellite cylinder (16) and is driven by a drive motor (13) mechanically
independently of the first two rollers (01; 02; 11; 12).
16. Printing unit according to Claim 3, 11, 12 or 13, characterized in that the two rollers (01; 02; 11; 12) are driven in pairs by a common drive motor (13).
17. Printing unit according to Claim 3, 11, 12 or 13, characterized in that the two rollers (01; 02; 11; 12; 16) are driven by means of two drive motors (13)
mechanically independently of one another.
1. Procédé de sélection d'une couche (06) sur un rouleau (01 ; 02 ; 11 ; 12 ; 16), où
:
- d'abord, à partir de la géométrie prédéterminée des groupes d'impression, on détermine,
au moins par tronçons, en fonction d'un enfoncement (S), les valeurs extrêmes, résultant
théoriquement pour le cas purement compressible et le cas purement incompressible,
du rapport des vitesses de rotation (Ikomp ; Iinkomp),
- on fixe, au moins par tronçons, une position relative souhaitée pour le rapport
des vitesses de rotation (Ireal) d'une couche (06) réelle, par rapport aux valeurs extrêmes pour le rapport des vitesses
de rotation (Ikomp ; Iinkomp),
- à l'aide d'un placement en référence, au moins par tronçons, de l'allure souhaitée,
par rapport aux allures, déterminées théoriquement, pour les valeurs extrêmes (Ikomp ; Iinkomp), à l'aide d'une expression algébrique on forme un indice (α), débarrassé de la géométrie
spécifique, pour la couche (6) souhaitée, l'expression algébrique exprimant la position
relative du rapport entre les vitesses de rotation (Ireal) mesuré par rapport aux deux valeurs extrêmes du rapport des vitesses de rotation
(Ikomp ; Iinkomp) pour l'enfoncement (S) concerné ;
- et la couche (6) souhaitée étant sélectionnée de manière qu'elle présente un indice
(α) dans la fourchette de 0,980 à 0,999, lorsque l'indice (α) est formé par l'expression
algébrique :

où I
komp ; I
inkomp constitue un rapport de vitesses de rotation pour les cas extrêmes d'une couche (06)
purement compressible et le cas purement incompressible, et I
real un rapport de vitesses de rotation souhaité.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'indice (α) caractérisant de la couche (6) est formé, d'abord par mesure sur un
dispositif de mesure et apurement subséquent de la géométrie du dispositif de mesure,
par la même expression algébrique.
3. Unité d'impression comprenant au moins deux rouleaux (01 ; 02 ; 11 ; 12 ; 16) coopérant,
au moins l'un des rouleaux (02 ; 11) présentant, sur sa surface d'enveloppe, une couche
(06) élastique et l'autre rouleau (01 ; 12 ; 16) présentant une surface d'enveloppe
notablement indéformable,
caractérisée en ce que la couche (06) élastique présente, au moins pour une zone d'un enfoncement (S*) relatif,
un indice (α) décrivant ses propriétés élastiques, dans la fourchette de 0,980 à 0,999,
l'indice (α) étant formé par l'expression algébrique :

où I
komp ; I
inkomp constitue un rapport de vitesses de rotation pour les cas extrêmes d'une couche (06)
purement compressible et le cas purement incompressible, et I
real un rapport de vitesses de rotation souhaité.
4. Unité d'impression selon la revendication 3, caractérisée en ce que, en cas de variation, au moins dans une zone, d'un enfoncement (S*) relatif de la
couche (06), le rapport de vitesses de rotation Ireal s'écarte de 1.000/n, d'une valeur maximale de 0,002, en particulier de 0,001, n étant
le rapport entre le nombre de pages d'impression en direction périphérique sur le
rouleau (02 ; 11) et le nombre de pages d'impression sur l'autre rouleau (01 ; 12
; 16).
5. Unité d'impression selon la revendication 3, caractérisée en ce que, au moins pour la zone d'un enfoncement (S*) relatif, le quotient différentiel (dIreal/dS), entre le rapport de vitesses de rotation (Ireal) et l'enfoncement (S) s'écarte de zéro d'une valeur maximale de 0,01 1/mm.
6. Unité d'impression selon la revendication 5, caractérisée en ce que le quotient différentiel (dIreal/dS) est sensiblement de valeur zéro.
7. Unité d'impression selon l'une ou plusieurs des revendications 3 à 6, caractérisée en ce que la zone de l'enfoncement (S*) relatif pour le point d'emprise entre un rouleau (01
; 02 ; 11 ; 12) réalisé sous forme de cylindre de transfert (02 ; 11) et un autre
réalisé sous forme de cylindre de forme (01 ; 12) est dans la fourchette de 6 % à
7 %.
8. Unité d'impression selon l'une ou plusieurs des revendications 3 à 6, caractérisée en ce que la zone de l'enfoncement (S*) relatif pour le point d'emprise entre un rouleau (02
; 11) réalisé sous forme de cylindre de transfert (02 ; 11) et un autre réalisé sous
forme de cylindre satellite (16) est dans la fourchette de 9 % à 10 %.
9. Unité d'impression selon la revendication 3, caractérisée en ce que les deux rouleaux (01 ; 02 ; 11 ; 12 ; 16) présentent chacun un diamètre efficace
(DwGZi ; DwPZ) de 260 à 350 mm, et la couche (06) présente un indice (α) dans la fourchette de
0,989 à 0,999.
10. Unité d'impression selon la revendication 3, caractérisée en ce que les deux rouleaux (01 ; 02 ; 11 ; 12 ; 16) présentent chacun un diamètre efficace
(DwGZi ; DwPZ) de 120 à 180 mm, et la couche (06) présente un indice (α) dans la fourchette de
0,989 à 0,999.
11. Unité d'impression selon la revendication 3, caractérisée en ce que le rouleau (02 ; 11) présentant la couche (06) élastique est réalisé sous forme de
cylindre de transfert (02 ; 11) et le rouleau (01 ; 12) présentant la surface d'enveloppe
notablement indéformable est réalisé sous la forme de cylindre de forme (01 ; 12).
12. Unité d'impression selon la revendication 3, caractérisée en ce que le rouleau (02 ; 11) présentant la couche (06) élastique est réalisé sous forme de
cylindre de transfert (02 ; 11) et le rouleau (16) présentant la surface d'enveloppe
notablement indéformable est réalisé sous la forme de cylindre satellite (16).
13. Unité d'impression selon la revendication 3, caractérisée en ce que les deux rouleaux (01 ; 02 ; 11 ; 12 ; 16) sont réalisés sous forme de rouleaux (01
; 02 ; 11 ; 12 ; 16) coopérant d'un groupe d'encrage.
14. Unité d'impression selon la revendication 13, caractérisée en ce que l'un des rouleaux (01 ; 02 ; 11 ; 12 ; 16) est entraîné par moteur et l'autre des
rouleaux (01 ; 02 ; 11 ; 12 ; 16) est entraîné par friction.
15. Unité d'impression selon la revendication 11, caractérisée en ce que le cylindre de transfert (02 ; 11) coopère avec un troisième rouleau (16), réalisé
sous forme de rouleau satellite (16), entraîné par un moteur d'entraînement (13),
de manière mécaniquement indépendante des deux premiers rouleaux (01 ; 02 ; 11 ; 12).
16. Unité d'impression selon la revendication 3, 11, 12 ou 13, caractérisée en ce que les deux rouleaux (01 ; 02 ; 11 ; 12 ; 16) sont entraînés par paires, par un moteur
d'entraînement (13) commun.
17. Unité d'impression selon la revendication 3, 11, 12 ou 13, caractérisée en ce que les deux rouleaux (01 ; 02 ; 11 ; 12 ; 13) sont entraînés mécaniquement indépendamment
l'un de l'autre au moyen de deux moteurs d'entraînement (13).