[0001] Die Erfindung betrifft ein flüssiges Textilreinigungsmittel, ein Feinwaschmittel,
ein Flüssigwaschmittel sowie ein nichtwäßriges Flüssigwaschmittel enthaltend mindestens
eine Flusenreduktionskomponente. Weiterhin betrifft die Erfindung die Verwendung von
Flusenreduktionskomponenten in flüssigen Textilreinigungsmitteln sowie die Verwendung
von Feinwaschmitteln, Flüssigwaschmitteln und nichtwäßrigen Flüssigwaschmitteln zur
Verringerung der Flusenbildung und der Pillbildung textiler Flächengebilde. Weiterhin
betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Reduzierung der Flusenbildung.
[0002] Die moderne Textilreinigung stellt hohe Anforderungen an die zu reinigenden Wäschestücke.
So ist das häufige Waschen von Kleidungsstücken in einem Waschautomaten und das sich
anschließende Trocknen in einem Wäschetrockner mit einer hohen mechanischen Belastung
für das Gewebe verbunden. Die Reibungskräfte führen vielfach zu einer Schädigung des
textilen Flächengebildes, erkennbar an einer Flusen- und Pillbildung. Mit jedem Wasch-
beziehungsweise Trockengang, aber auch durch das Tragen der Kleidungsstücke findet
ein weiterer Abrieb und/oder Bruch winziger Fasern auf der Oberfläche der textilen
Fiächengewebe statt. Die herkömmlichen Textilreinigungsmittel vermögen diese Schädigung
des Gewebes nicht zu vermindern oder versuchen lediglich entstandene Textilschäden
zu beseitigen.
[0003] Die
WO 99/16956 A1 beschreibt die Beseitigung von Flusen oder Pills durch Einsatz von Cellulasen. Die
Cellulasen verdauen dabei von den textilen Flächengebilden abstehende Mikrofasern
und sorgen so für eine glatte und daher Pill-freie Textiloberfläche.
[0004] Aus der
WO 99/14295 A1 sind Waschmittel bekannt, die modifizierte Cellulose-Polymere enthalten.
[0005] In der
WO 98/28339 A1 werden wasserunlösliche Polymerpartikel mit einem Kern aus (Meth)acrylsäuremonomereinheiten
und mit freien hydroxylgruppen an der Oberfläche der Partikel.
[0006] In der
WO 03/062361 A1 wird ein flüssiges Konditioniermittel, welches Flusenreduktionskomponenten, wie Cellulosen,
Hydrogele und Acrylsäurepolymere, enthält beschrieben.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher die Flusen- und Pillbildung textiler
Flächengebilde zu reduzieren, insbesondere die Reduktion dieser Bildung während der
Textilreinigung.
[0008] Überraschend wurde gefunden, daß durch den Einsatz bestimmter Flusenreduktionskomponenten
in Textilreinigungsmitteln die Flusen- und Pillbildung textiler Flächengebilde erheblich
reduziert werden kann.
[0009] Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist daher in einer ersten Ausführungsform ein
flüssiges Textilreinigungsmittel, enthaltend mindestens eine Flusenreduktionskonente,
die eine mikrokristalline Cellulose, vorzugsweise eine mikrokristalline Cellulose,
hervorgegangen aus einem mikrobiologischen Fermentationsprozeß, ist, wobei mindestens
90 % der Partikel der Flusenreduktionskomponente eine Teilchengröße kleiner als 100
µm aufweisen, aufweist und nichtionische Tenside.
[0010] Gegenstand der Erfindung in einer zweiten Ausführungsform ist ein Feinwaschmittel,
enthaltend mindestens eine Flusenreduktionskomponente die eine mikrokristalline Cellulose,
vorzugsweise eine mikrokristalline Cellulose, hervorgegangen aus einem mikrobiologischen
Fermentationsprozeß, ist, wobei mindestens 90 % der Partikel der Flusenreduktionskomponente
eine Teilchengröße kleiner als 100 µm aufweisen, aufweist und nichtionische Tenside,
wobei es zusätzlich mindestens eine Weichmacherkomponente enthält.
[0011] Gegenstand der Erfindung in einer dritten Ausführungsform ist ein Flüssigwaschmittel,
enthaltend mindestens eine Flusenreduktionskomponente, die eine mikrokristalline Cellulose,
vorzugsweise eine mikrokristalline Cellulose, hervorgegangen aus einem mikrobiologischen
Fermentationsprozeß, ist, wobei mindestens 90 % der Partikel der Flusenreduktionskomponente
eine Teilchengröße kleiner als 100 µm aufweisen, aufweist und nichtionische Tenside,
wobei es anionische Tenside in Mengen von bis zu 30 Gew.-%, jeweils bezogen auf das
gesamte Mittel, enthält.
[0012] Gegenstand der Erfindung in einer vierten Ausführungsform ist ein nichtwäßriges Flüssigwaschmittel,
enthaltend mindestens eine Flusenreduktionskomponente die eine mikrokristalline Cellulose,
vorzugsweise eine mikrokristalline Cellulose, hervorgegangen aus einem mikrobiologischen
Fermentationsprozeß, ist, wobei mindestens 90 % der Partikel der Flusenreduktionskomponente
eine Teilchengröße kleiner als 100 µm aufweisen, aufweist und nichtionische Tenside.,
wobei es nichtionische Tenside in einer Menge bis zu 35 Gew.%, jeweils bezogen auf
das gesamte Mittel, aufweist.
[0013] Im Rahmen dieser Erfindung werden unter Feinwaschmittel solche Textilreinigungsmittel
verstanden, die die zu reinigenden textilen Flächengebilde zusätzlich konditionieren.
Unter Konditionierung ist im Sinne dieser Erfindung die avivierende Behandlung von
textilen Flächengebilden, Stoffen, Garnen und Geweben zu verstehen. Durch die Konditionierung
werden den Textilien positive Eigenschaften verliehen, wie beispielsweise ein verbesserter
Weichgriff, eine erhöhte Glanz- und Farbbrillanz, eine Duftauffrischung, Verringerung
des Knitterverhaltens und der statischen Aufladung sowie ein erleichtertes Bügelverhalten.
Weiterhin führt die Konditionierung im Rahmen dieser Erfindung zu einer Textilschonung,
feststellbar an einer verminderten Flusen- und Pillbildung. Feinwaschmittel werden
bevorzugt zur Reinigung empfindlicher Textilien, wie beispielsweise Leinen, Wolle,
Seide oder Baumwolle eingesetzt.
[0014] Flüssigwaschmittel im Rahmen dieser Erfindung sind bei 20°C flüssige bis gelförmige
Textilreinigungsmittel, die universal eingesetzt werden können.
[0015] Nichtwäßrige Flüssigwaschmittel im Rahmen dieser Erfindung sind flüssige bis gelförmige
Textilreinigungsmittel, die einen geringen Wassergehalt aufweisen und in wasserlösliche
Umhüllungen portioniert einpackbar sind.
[0016] Unter dem Begriff "nichtwäßrig" sind im Rahmen der vorliegenden Erfindung Mittel
zu verstehen, die nur geringe Mengen an freiem, also nicht als Kristallwasser oder
in sonstiger Weise gebundenem, Wasser enthalten. Da selbst nichtwäßrige Lösungsmittel
und Rohstoffe (insbesondere solche technischer Qualitäten) gewisse Wassergehalte aufweisen,
sind vollkommen wasserfreie Mittel im industriellen Maßstab nur mit großem Aufwand
und hohen Kosten herstellbar. In den "nichtwäßrigen" Mitteln der vorliegenden Erfindung
sind also geringe Mengen an freiem Wasser tolerierbar, die unter 15 Gew.-%, vorzugsweise
unter 10 Gew.-%, besonders bevorzugt unter 5 Gew.-%, jeweils bezogen auf das fertige
Mittel, liegen.
[0017] Als wesentliche Komponente enthalten die erfindungsgemäßen flüssigen Textilreinigungsmittel
oder Feinwaschmittel oder Flüssigwaschmittel oder nichtwäßrigen Flüssigwaschmittel
mindestens eine Flusenreduktionskomponente, die eine mikrokristalline Cellulose, vorzugsweise
eine mikrokristalline Cellulose, hervorgegangen aus einem mikrobiologischen Fermentationsprozeß,
ist, wobei mindestens 90 % der Partikel der Flusenreduktionskomponente eine Teilchengröße
kleiner als 100 µm aufweisen, ist.
[0018] Die Flusenreduktionskomponenten liegen in den flüssigen Textilreinigungsmitteln oder
Feinwaschmitteln oder Flüssigwaschmitteln oder nichtwäßrigen Flüssigwaschmitteln als
feinteilige Polymerpartikel oder Polymeremulsionen oder Polymerdispersionen vor, die
eine Substantivität zu textilen Flächengebilden oder Textilfasern aufweisen. Die Flusenreduktionskompoente
der vorliegenden Erfindung ist eine mikrokristalline Cellulose. Mikrokristalline Cellulose
natürlichen Ursprungs, beispielsweise Arbocel
® BE 600-10, Arbocel
® BE 600-20 und Arbocel
® BE 600-30 ex Rettenmaier oder biotechnologischen Ursprungs, beispielsweise Cellulon
® ex Kelco sind äußerst bevorzugt Mikrobiologisch fermentierte Cellulosen, wie sie
beispielsweise in
der US 6,329,192 B1 beschrieben werden, sind ebenfalls geeignet für den Einsatz als Flusenreduktionskomponente.
[0019] Die erfindungsgemäßen Konditioniermittel enthalten die Flusenreduktionskomponenten
in Mengen von 0,005 bis 15 Gew.-%, vorzugsweise von 0,01 bis 10 Gew.-%, besonders
bevorzugt von 0,1 bis 7 Gew.-% und insbesondere von 0,5 bis 5 Gew.-%, jeweils bezogen
auf das gesamte Mittel.
[0020] Neben der Flusenreduktionskomponente enthalten die erfindungsgemäßen flüssigen Textilreinigungsmittel
oder Feinwaschmittel oder Flüssigwaschmittel oder nichtwäßrigen Flüssigwaschmittel
zusätzlich nichtionische Tenside. Durch den Einsatz von nichtionischen Tensiden wird
nicht nur die Waschleistung der erfindungsgemäßen Mittel erhöht, sondern zusätzlich
die Dispergierung und homogene Verteilung der Flusenreduktionskomponente(n) unterstützt.
[0021] Als nichtionische Tenside werden vorzugsweise alkoxylierte, vorteilhafterweise ethoxylierte
und/oder propoxylierte, insbesondere primäre Alkohole mit vorzugsweise 8 bis 18 C-Atomen
und durchschnittlich 1 bis 12 Mol Ethylenoxid (EO) und/oder 1 bis 10 Mol Propylenoxid
(PO) pro Mol Alkohol, eingesetzt. Besonders bevorzugt sind C
8-C
16-Alkoholalkoxylate, vorteilhafterweise ethoxylierte und/oder propoxylierte C
10-C
15-Alkoholalkoxylate, insbesondere C
12-C
14-Alkoholalkoxylate, mit einem Ethoxylierungsgrad zwischen 2 und 10, vorzugsweise zwischen
3 und 8, und/oder einem Propoxylierungsgrad zwischen 1 und 6, vorzugsweise zwischen
1,5 und 5. Der Alkoholrest kann vorzugsweise linear oder besonders bevorzugt in 2-Stellung
methylverzweigt sein bzw. lineare und methylverzweigte Reste im Gemisch enthalten,
so wie sie üblicherweise in Oxoalkoholresten vorliegen. Insbesondere sind jedoch Alkoholethoxylate
mit linearen Resten aus Alkoholen nativen Ursprungs mit 12 bis 18 C-Atomen, z.B. aus
Kokos-, Palm-, Talgfett- oder Oleylalkohol, und durchschnittlich 2 bis 8 EO pro Mol
Alkohol bevorzugt Zu den bevorzugten ethoxylierten Alkoholen gehören beispielsweise
C
12-14-Alkohole mit 3 EO oder 4 EO, C
9-11-Alkohol mit 7 EO, C
13-15-Alkohole mit 3 EO, 5 EO, 7 EO oder 8 EO, C
12-18-Alkohole mit 3 EO, 5 EO oder 7 EO und Mischungen aus diesen, wie Mischungen aus C
12-14-Alkohol mit 3 EO und C
12-18-Alkohol mit 5 EO. Die angegebenen Ethoxylierungs- und Propoxylierungsgrade stellen
statistische Mittelwerte dar, die für ein spezielles Produkt eine ganze oder eine
gebrochene Zahl sein können. Bevorzugte Alkoholethoxylate und -propoxylate weisen
eine eingeengte Homologenverteilung auf (narrow range ethoxylates/propoxylates, NRE/NRP).
Zusätzlich zu diesen nichtionischen Tensiden können auch Fettalkohole mit mehr als
12 EO eingesetzt werden. Beispiele hierfür sind Talgfettalkohol mit 14 EO, 25 EO,
30 EO oder 40 EO.
[0022] Weiterhin geeignet sind alkoxylierte Amine, vorteilhafterweise ethoxylierte und/oder
propoxylierte, insbesondere primäre und sekundäre Amine mit vorzugsweise 1 bis 18
C-Atomen pro Alkylkette und durchschnittlich 1 bis 12 Mol Ethylenoxid (EO) und/oder
1 bis 10 Mol Propylenoxid (PO) pro Mol Amin.
[0023] Als besonders vorteilhaft, insbesondere für den Einsatz in den erfindungsgemäßen
nichtwäßrigen Formulierungen, haben sich die endgruppenverschlossenen alkoxylierten
Fettamine und Fettalkohole erwiesen. Die endständigen Hydroxygruppen der Fettalkoholalkoxylate
und Fettaminalkoxylate sind bei den endgruppenverschlossenen Fettalkoholalkoxylaten
und Fettaminalkoxylaten durch C
1-C
20- Alkylgruppen, vorzugsweise Methyl- oder Ethylgruppen, verethert.
[0024] Außerdem können als weitere nichtionische Tenside auch Alkylglykoside der allgemeinen
Formel RO(G)
x. z. B. als Compounds, besonders mit anionischen Tensiden, eingesetzt werden, in der
R einen primären geradkettigen oder methylverzweigten, insbesondere in 2-Stellung
methylverzweigten aliphatischen Rest mit 8 bis 22, vorzugsweise 12 bis 18 C-Atomen
bedeutet und G das Symbol ist, das für eine Glykoseeinheit mit 5 oder 6 C-Atomen,
vorzugsweise für Glucose, steht. Der Oligomerisierungsgrad x, der die Verteilung von
Monoglykosiden und Oligoglykosiden angibt, ist eine beliebige Zahl zwischen 1 und
10; vorzugsweise liegt x bei 1,2 bis 1,4.
[0025] Eine weitere Klasse bevorzugt eingesetzter nichtionischer Tenside, die entweder als
alleiniges nichtionisches Tensid oder in Kombination mit anderen nichtionischen Tensiden
eingesetzt werden, sind alkoxylierte, vorzugsweise ethoxylierte oder ethoxylierte
und propoxylierte Fettsäurealkylester, vorzugsweise mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen
in der Alkylkette, insbesondere Fettsäuremethylester, wie sie beispielsweise in der
japanischen Patentanmeldung
JP 58/217598 beschrieben sind oder die vorzugsweise nach dem in der internationalen Patentanmeldung
WO-A-90/13533 beschriebenen Verfahren hergestellt werden.
[0026] Als weitere Tenside kommen sogenannte Gemini-Tenside in Betracht. Hierunter werden
im allgemeinen solche Verbindungen verstanden, die zwei hydrophile Gruppen und zwei
hydrophobe Gruppen pro Molekül besitzen. Diese Gruppen sind in der Regel durch einen
sogenannten "Spacer" voneinander getrennt. Dieser Spacer ist in der Regel eine Kohlenstoffkette,
die lang genug sein soilte, daß die hydrophilen Gruppen einen ausreichenden Abstand
haben, damit sie unabhängig voneinander agieren können. Derartige Tenside zeichnen
sich im allgemeinen durch eine ungewöhnlich geringe kritische Micellkonzentration
und die Fähigkeit, die Oberflächenspannung des Wassers stark zu reduzieren, aus. In
Ausnahmefällen werden jedoch unter dem Ausdruck Gemini-Tenside nicht nur dimere, sondern
auch trimere Tenside verstanden.
[0027] Geeignete Gemini-Tenside sind beispielsweise sulfatierte Hydroxymischether gemäß
der deutschen Patentanmeldung
DE-A-43 21 022 oder Dimeralkohol-bis- und Trimeralkohol-trissulfate und -ethersulfate gemäß der
internationalen Patentanmeldung
WO-A-96/23768. Endgruppenverschlossene dimere und trimere Mischether gemäß der deutschen Fatentanmeldung
DE-A-195 13 391 zeichnen sich insbesondere durch ihre Bi- und Multifunktionalität aus. So besitzen
die genannten endgruppenverschlossenen Tenside gute Netzeigenschaften und sind dabei
schaumarm, so daß sie sich insbesondere für den Einsatz in maschinellen Wasch- oder
Reinigungsverfahren eignen.
[0028] Eingesetzt werden können aber auch Gemini-Polyhydroxyfettsäureamide oder Poly-Polyhydroxyfettsäureamide,
wie sie in den internationalen Patentanmeldungen
WO-A-95/19953, WO-A-95/19954 und
WO-A-95/19955 beschrieben werden.
[0029] Weitere geeignete Tenside sind Polyhydroxyfettsäureamide der folgenden Formel,

in der RCO für einen aliphatischen Acylrest mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen, R
5 für Wasserstoff, einen Alkyl- oder Hydroxyalkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen
und [Z] für einen linearen oder verzweigten Polyhydroxyalkylrest mit 3 bis 10 Kohlenstoffatomen
und 3 bis 10 Hydroxylgruppen steht. Bei den Polyhydroxyfettsäureamiden handelt es
sich um bekannte Stoffe, die üblicherweise durch reduktive Aminierung eines reduzierenden
Zuckers mit Ammoniak, einem Alkylamin oder einem Alkanolamin und nachfolgende Acylierung
mit einer Fettsäure, einem Fettsäurealkylester oder einem Fettsäurechlorid erhalten
werden können.
[0030] Zur Gruppe der Polyhydroxyfettsäureamide gehören auch Verbindungen der folgenden
Formel,

in der R für einen linearen oder verzweigten Alkyl- oder Alkenylrest mit 7 bis 12
Kohlenstoffatomen, R
6 für einen linearen, verzweigten oder cyclischen Alkylrest oder einen Arylrest mit
2 bis 8 Kohlenstoffatomen und R
7 für einen linearen, verzweigten oder cyclischen Alkylrest oder einen Arylrest oder
einen Oxy-Alkylrest mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen steht, wobei C
1-4-Alkyl- oder Phenylreste bevorzugt sind und [Z] für einen linearen Polyhydroxyalkylrest
steht, dessen Alkylkette mit mindestens zwei Hydroxylgruppen substituiert ist, oder
alkoxylierte, vorzugsweise ethoxylierte oder propoxylierte Derivate dieses Restes.
[0031] [Z] wird vorzugsweise durch reduktive Aminierung eines reduzierten Zuckers erhalten,
beispielsweise Glucose, Fructose, Maltose, Lactose, Galactose, Mannose oder Xylose.
Die N-Alkoxy- oder N-Aryloxy-substituierten Verbindungen können dann beispielsweise
nach der Lehre der internationalen Anmeldung
WO-A-95/07331 durch Umsetzung mit Fettsäuremethylestern in Gegenwart eines Alkoxids als Katalysator
in die gewünschten Polyhydroxyfettsäureamide überführt werden.
[0032] Die flüssigen Textilreinigungsmittel enthalten in einer bevorzugten Ausführungsform
alkoxylierte Fettalkohole, besonders bevorzugt ethoxylierte und/oder propoxylierte
Fettalkohole.
[0033] Für Feinwaschmittel hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn nichtionische
Tenside ausgewählt aus der Gruppe der alkoxylierten Fettalkohole und/oder Alkylglycoside,
insbesondere Mischungen aus alkoxylierten Fettalkoholen und Alkylglycosiden, eingesetzt
werden.
[0034] In den erfindungsgemäßen Feinwaschmitteln befinden sich in einer bevorzugten Ausführungsform
nichtionische Tenside in Mengen von bis zu 30 Gew.-%, vorzugsweise von 5 bis 25 Gew.-%,
besonders bevorzugt von 10 bis 20 Gew.-%, jeweils bezogen auf das gesamte Mittel.
[0035] Die erfindungsgemäßen Flüssigwaschmittel weisen in einer bevorzugten Ausführungsform
nichtionische Tenside in Mengen bis zu 30 Gew.-%, vorzugsweise von 5 bis 20 Gew.-%,
insbesondere von 10 bis 15 Gew.-%, jeweils bezogen auf das gesamte Mittel, auf.
[0036] Die erfindungsgemäßen nichtwäßrigen Flüssigwaschmittel weisen in einer bevorzugten
Ausführungsform nichtionische Tenside in einer Menge bis zu 35 Gew.-%, vorzugsweise
von 15 bis 25 Gew.-%, jeweils bezogen auf das gesamte Mittel, auf.
[0037] Weiterhin können die erfindungsgemäßen flüssigen Textilreinigungsmittel oder Feinwaschmittel
oder Flüssigwaschmittel oder nichtwäßrigen Flüssigwaschmittel in einer bevorzugten
Ausführungsform zusätzlich anionische Tenside enthalten. Durch den Einsatz von anionischen
Tensiden wird das Schmutzablöseverhalten der erfindungsgemäßen Mittel während des
Waschvorgangs deutlich erhöht ohne dabei das Aufziehen der Flusenreduktionskomponenten
wesentlich zu beeinträchtigen.
[0038] Als anionische Tenside werden beispielsweise solche vom Typ der Sulfonate und Sulfate
eingesetzt. Als Tenside vom Sulfonat-Typ kommen dabei vorzugsweise C
9-13-Alkylbenzolsulfonate, Olefinsulfonate, d.h. Gemische aus Alken- und Hydroxyalkansulfonaten
sowie Disulfonaten, wie man sie beispielsweise aus C
12-18-Monoolefinen mit end- oder innenständiger Doppelbindung durch Sulfonieren mit gasförmigem
Schwefeltrioxid und anschließende alkalische oder saure Hydrolyse der Sulfonierungsprodukte
erhält, in Betracht. Geeignet sind auch Alkansulfonate, die aus C
12-18-Alkanen beispielsweise durch Sulfochlorierung oder Sulfoxidation mit anschließender
Hydrolyse bzw. Neutralisation gewonnen werden. Ebenso sind auch die Ester von α-Sulfofettsäuren
(Estersulfonate), z.B. die α-sulfonierten Methylester der hydrierten Kokos-, Palmkern-
oder Talgfettsäuren geeignet.
[0039] Weitere geeignete Aniontenside sind sulfierte Fettsäureglycerinester. Unter Fettsäureglycerinestem
sind die Mono-, Di- und Triester sowie deren Gemische zu verstehen, wie sie bei der
Herstellung durch Veresterung von einem Monoglycerin mit 1 bis 3 Mol Fettsäure oder
bei der Umesterung von Triglyceriden mit 0,3 bis 2 Mol Glycerin erhalten werden. Bevorzugte
sulfierte Fettsäureglycerinester sind dabei die Sulfierprodukte von gesättigten Fettsäuren
mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen, beispielsweise der Capronsäure, Caprylsäure, Caprinsäure,
Myristinsäure, Laurinsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure oder Behensäure.
[0040] Als Alk(en)ylsulfate werden die Alkali- und insbesondere die Natriumsalze der Schwefelsäurehalbester
der C
12-C
18-Fettalkohole, beispielsweise aus Kokosfettalkohol, Talgfettalkohol, Lauryl-, Myristyl-,
Cetyl- oder Stearylalkohol oder der C
10-C
20-Oxoalkohote und diejenigen Halbester sekundärer Alkohole dieser Kettenlängen bevorzugt.
Weiterhin bevorzugt sind Alk(en)ylsulfate der genannten Kettenlänge, welche einen
synthetischen, auf petrochemischer Basis hergestellten geradkettigen Alkylrest enthalten,
die ein analoges Abbauverhalten besitzen wie die adäquaten Verbindungen auf der Basis
von fettchemischen Rohstoffen. Aus waschtechnischem Interesse sind die C
12-C
16-Alkylsulfate und C
12-C
15-Alkytsulfate sowie C
14-C
15-Alkylsulfate bevorzugt. Auch 2,3-Alkylsulfate, welche beispielsweise gemäß den
US-Patentschriften 3,234,258 oder 5,076,041 hergestellt werden und als Handelsprodukte der Shell Oil Company unter dem Namen
DAN
® erhalten werden können, sind geeignete Aniontenside.
[0041] Auch die Schwefelsäuremonoester der mit 1 bis 6 Mol Ethylenoxid ethoxylierten geradkettigen
oder verzweigten C
7-21-Alkohole, wie 2-Methyl-verzweigte C
9-11-Alkohole mit im Durchschnitt 3,5 Mol Ethylenoxid (EO) oder C
12-18-Fettalkohole mit 1 bis 4 EO, die als Fettalkoholethersulfate bezeichnet werden, sind
geeignet und im Rahmen dieser Erfindung besonders bevorzugte Aniontenside.
[0042] Weitere geeignete Aniontenside sind auch die Salze der Alkylsulfobernsteinsäure,
die auch als Sulfosuccinate oder als Sulfobemsteinsäureester bezeichnet werden und
die Monoester und/oder Diester der Sulfobemsteinsäure mit Alkoholen, vorzugsweise
Fettalkoholen und insbesondere ethoxylierten Fettalkoholen darstellen. Bevorzugte
Sulfosuccinate enthalten C
8-18-Fettalkoholreste oder Mischungen aus diesen. Insbesondere bevorzugte Sulfosuccinate
enthalten einen Fettalkoholrest, der sich von ethoxylierten Fettalkoholen ableitet,
die für sich betrachtet nichtionische Tenside darstellen. Dabei sind wiederum Sulfosuccinate,
deren Fettalkoholreste sich von ethoxylierten Fettalkoholen mit eingeengter Homologenverteilung
ableiten, besonders bevorzugt. Ebenso ist es auch möglich, Alk(en)ylbemsteinsäure
mit vorzugsweise 8 bis 18 Kohlenstoffatomen in der Alk(en)ylkette oder deren Salze
einzusetzen.
[0043] Als weitere anionische Tenside kommen insbesondere Seifen in Betracht. Geeignet sind
gesättigte Fettsäureseifen, wie die Salze der Laurinsäure, Myristinsäure, Palmitinsäure,
Stearinsäure, hydrierte Erucasäure und Behensäure sowie insbesondere aus natürlichen
Fettsäuren, z.B. Kokos-, Palmkern- oder Talgfettsäuren, abgeleitete Seifengemische.
[0044] Die anionischen Tenside einschließlich der Seifen können in Form ihrer Natrium-,
Kalium- oder Ammoniumsalze sowie als lösliche Salze organischer Basen, wie Mono-,
Di- oder Triethanolamin, vorliegen. Vorzugsweise liegen die anionischen Tenside in
Form ihrer Natrium- oder Kaliumsalze, insbesondere in Form der Natriumsalze vor. Für
die erfindungsgemäßen nichtwäßrigen Flüssigwaschmittel sind jedoch die Ammoniumsalze,
insbesondere die Salze organischer Basen, wie beispielsweise Isopropylamin, bevorzugt.
[0045] Eine weitere Klasse von Aniontensiden ist die durch Umsetzung von Fettalkoholethoxylaten
mit Natriumchloracetat in Gegenwart basischer Katalysatoren zugängliche Klasse der
Ethercarbonsäuren. Sie haben die allgemeine Formel:
R10 O-(CH
2-CH
2-O)
p-CH
2-COOH mit R
10 = C
1-C
18 und
p = 0,1 bis 20. Ethercarbonsäuren sind wasserhärteunemp-findlich und weisen ausgezeichnete
Tensideigenschaften auf. Herstellung und Anwendung sind beispielsweise in
Seifen, Öle, Fette, Wachse 101, 37 (1975);
115, 235 (1989) und
Tenside Deterg. 25, 308 (1988) beschrieben.
[0046] Die erfindungsgemäßen Textilreinigungsmittel enthalten in einer bevorzugten Ausführungsform
anionische Tenside, vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe der Fettalkoholsulfate
und/oder Fettalkoholethersulfate und/oder Alkylbenzolsulfonate und/oder Seifen.
[0047] Die erfindungsgemäßen Feinwaschmittel enthalten in einer bevorzugten Ausführungsform
anionische Tenside in Mengen unterhalb von 10 Gew.-%, vorzugsweise unterhalb von 5
Gew.-% und insbesondere unterhalb von 1 Gew.-%, jeweils bezogen auf das gesamte Mittel.
[0048] Die erfindungsgemäßen Flüssigwaschmittel enthalten in einer bevorzugten Ausführungsform
anionische Tenside in Mengen von bis zu 30 Gew.-%, vorzugsweise bis zu 25 Gew.-%,
besonders bevorzugt von 5 bis 20 Gew.-%, insbesondere von 8 bis 15 Gew.-%, jeweils
bezogen auf das gesamte Mittel.
[0049] Die erfindungsgemäßen nichtwäßrigen Flüssigwaschmittel enthalten in einer bevorzugten
Ausführungsform anionische Tenside in Mengen bis zu 60 Gew.-%, vorzugsweise von 20
bis 50 Gew.-%, insbesondere von 30 bis 45 Gew.-%, jeweils bezogen auf das gesamte
Mittel.
[0050] Weiterhin können die erfindungsgemäßen flüssigen Textilreinigungsmittel oder Feinwaschmittel
oder Flüssigwaschmittel oder nichtwäßrigen Flüssigwaschmittel in einer bevorzugten
Ausführungsform zusätzlich Komplexierungsmittel enthalten. Komplexierungsmittel verbessern
die Stabilität der Mittel und schützen beispielsweise vor der durch Schwermetalle
katalysierten Zersetzung bestimmter Inhaltsstoffe waschaktiver Formulierungen.
[0051] In die Gruppe der Komplexbildner fallen beispielsweise die Alkalisalze der Nitrilotriessigsäure
(NTA) und deren Abkömmlinge sowie Alkalimetallsalze von anionischen Polyelektrolyten
wie Polyacrylate, Polymaleate und Polysulfonate. Weiterhin sind niedermolekulare Hydroxycarbonsäuren
wie Citronensäure, Weinsäure, Äpfelsäure oder Gluconsäure und ihre Salze geeignet.
Zu diesen bevorzugten Verbindungen zählen insbesondere Organophosphonate wie beispielsweise
1-Hydroxyethan-1,1-diphosphonsäure (HEDP), Aminotri(methylenphosphonsäure) (ATMP),
Diethylentriamin-penta(methylenphosphonsäure) (DTPMP bzw. DETPMP) sowie 2-Phosphonobutan-1,2,4-tricarbonsäure
(PBS-AM), die zumeist in Form ihrer Ammonium- oder Alkalimetallsalze eingesetzt werden.
[0052] In einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen flüssigen Textilreinigungsmittel
oder Feinwaschmittel oder Flüssigwaschmittel oder nichtwäßrigen Flüssigwaschmittel
liegen die Komplexierungsmittel in einer Menge bis 10 Gew.-%, vorzugsweise von 0,01
bis 5 Gew.-%, besonders bevorzugt von 0,1 bis 2 und insbesondere von 0,3 bis 1,0 Gew.-%,
jeweils bezogen auf das gesamte Mittel, vor.
[0053] Weiterhin können die erfindungsgemäßen flüssigen Textilreinigungsmittel oder Feinwaschmittel
oder Flüssigwaschmittel oder nichtwäßrigen Flüssigwaschmittel in einer bevorzugten
Ausführungsform zusätzlich Enzyme enthalten.
[0054] Enzyme unterstützen in vielfältiger Weise die Waschprozesse, insbesondere bei der
Beseitigung schlecht bleichbarer Verunreinigungen, wie beispielsweise Proteinanschmutzungen.
[0055] Als Enzyme kommen insbesondere solche aus der Klassen der Hydrolasen wie der Proteasen,
Esterasen, Lipasen bzw. lipolytisch wirkende Enzyme, Amylasen, Cellulasen bzw. andere
Glykosylhydrolasen und Gemische der genannten Enzyme in Frage. Alle diese Hydrolasen
tragen in der Wäsche zur Entfernung von Verfleckungen wie protein-, fett- oder stärkehaltigen
Verfleckungen und Vergrauungen bei. Cellulasen und andere Glykosylhydrolasen können
darüber hinaus durch das Entfernen von Pilling und Mikrofibrillen zur Farberhaltung
und zur Erhöhung der Weichheit des Textils beitragen. Zur Bleiche bzw. zur Hemmung
der Farbübertragung können auch Oxireduktasen eingesetzt werden. Besonders gut geeignet
sind aus Bakterienstämmen oder Pilzen wie Bacillus subtilis, Bacillus licheniformis,
Streptomyceus griseus und Humicola insolens gewonnene enzymatische Wirkstoffe. Vorzugsweise
werden Proteasen vom Subtilisin-Typ und insbesondere Proteasen, die aus Bacillus lentus
gewonnen werden, eingesetzt. Dabei sind Enzymmischungen, beispielsweise aus Protease
und Amylase oder Protease und Lipase bzw. lipolytisch wirkenden Enzymen oder Protease
und Cellulase oder aus Cellulase und Lipase bzw. lipolytisch wirkenden Enzymen oder
aus Protease, Amylase und Lipase bzw. lipolytisch wirkenden Enzymen oder Protease,
Lipase bzw. lipolytisch wirkenden Enzymen und Cellulase, insbesondere jedoch Protease
und/oder Lipase-haltige Mischungen bzw. Mischungen mit lipolytisch wirkenden Enzymen
von besonderem Interesse. Beispiele für derartige lipolytisrch wirkende Enzyme sind
die bekannten Cutinasen. Auch Peroxidasen oder Oxidasen haben sich in einigen Fällen
als geeignet erwiesen. Zu den geeigneten Amylasen zählen insbesondere α-Amylasen,
Iso-Amylasen, Pullulanasen und Pektinasen. Als Cellulasen werden vorzugsweise Cellobiohydrolasen,
Endoglucanasen und β-Glucosidasen, die auch Cellobiasen genannt werden, bzw. Mischungen
aus diesen eingesetzt. Da sich verschiedene Cellulase-Typen durch ihre CMCase- und
Avicelase-Aktivitäten unterscheiden, können durch gezielte Mischungen der Cellulasen
die gewünschten Aktivitäten eingestellt werden.
[0056] Die Enzyme können als Formkörper an Trägerstoffe adsorbiert oder gecoated eingebettet
sein, um sie gegen vorzeitige Zersetzung zu schützen.
[0057] Die erfindungsgemäßen flüssigen Textilreinigungsmittel enthalten in einer bevorzugten
Ausführungsform Enzyme, vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe der Proteasen und/oder
Amylasen und/oder Cellulasen.
[0058] Die erfindungsgemäßen Feinwaschmittel enthalten in einer bevorzugten Ausführungsform
Cellulase, vorzugsweise in einer Menge von 0,005 bis 2 Gew.-%, besonders bevorzugt
von 0,01 bis 1 Gew.-%, insbesondere von 0,02 bis 0,5 Gew.-%, jeweils bezogen auf das
gesamte Mittel.
[0059] Die erfindungsgemäßen Flüssigwaschmittel enthalten in einer bevorzugten Ausführungsform
Protease und/oder Amylase, besonders bevorzugt beliebige Mischungen aus Protease und
Amylase.
[0060] Die erfindungsgemäßen nichtwäßrigen Flüssigwaschmittel enthalten in einer bevorzugten
Ausführungsform Enzyme, vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe der Proteasen und/oder
Amylasen und/oder Cellulasen, besonders bevorzugt beliebige Mischungen aus Proteasen,
Amylasen und Cellulasen.
[0061] Die erfindungsgemäßen flüssigen Textilreinigungsmittel oder Feinwaschmittel oder
Flüssigwaschmittel oder nichtwäßrigen Flüssigwaschmittel weisen vorteilhafterweise
eine Viskosität von 50 bis 5000 mPas besonders bevorzugt von 50 bis 3000 mPas und
insbesondere von 500 bis 1500 mPas (gemessen bei 20°C mit einem Rotationsviskosimeter
(Brookfield RV, Spindel 2) bei 20 rpm (rpm: Umdrehungen pro Minute)) auf.
[0062] Die erfindungsgemäßen flüssigen Textilreinigungsmittel oder Feinwaschmittel oder
Flüssigwaschmittel oder nichtwäßrigen Flüssigwaschmittel enthalten in bevorzugten
Ausführungsformen ein oder mehrere Lösungsmittel.
[0063] Lösungsmittel, die in den erfindungsgemäßen Mitteln eingesetzt werden können, stammen
beispielsweise aus der Gruppe ein- oder mehrwertigen Alkohole, Alkanolamine oder Glycolether,
sofern sie im angegebenen Konzentrationsbereich mit Wasser mischbar sind. Vorzugsweise
werden die Lösungsmittel ausgewählt aus Ethanol, n- oder i-Propanol, Butanolen, Glykol,
Propan- oder Butandiol, Glycerin, Diglykol, Propyl- oder Butyldiglykol, Hexylenglycol,
Ethylenglykolmethylether, Ethylenglykolethylether, Ethylenglykolpropylether, Ethylenglykolmono-n-butylether,
Diethylenglykol-methylether, Diethylenglykolethylether, Propylenglykolmethyl-, -ethyl-
oder -propyl-ether, Butoxy-propoxy-propanol (BPP), Dipropylenglykolmonomethyl- oder
-ethylether, Di-isopropylenglykolmonomethyl-, oder -ethylether, Methoxy-, Ethoxy-
oder Butoxytriglykol, 1-Butoxyethoxy-2-propanol, 3-Methyl-3-methoxybutanol, Propylen-glykol-t-butylether
sowie Mischungen dieser Lösungsmittel.
[0064] Einige Glykolether sind unter den Handelsnamen Arcosolv
® (Arco Chemical Co.) oder Cellosolve
® Carbitol
® oder Propasol
® (Union Carbide Corp.) erhältlich; dazu gehören auch z.B. Butylcarbitol
®, HexylCarbitol
®, MethylCarbitol
®, und Carbitol
® selbst, (2-(2-Ethoxy)ethoxy)ethanol. Die Wahl des Glykolethers kann vom Fachmann
leicht auf der Basis seiner Flüchtigkeit, Wasserlöslichkeit, seines Gewichtsprozentanteils
an dem gesamten Mittel und dergleichen getroffen werden. Pyrrolidon-Lösungsmittel,
wie N-Alkylpyrrolidone, beispielsweise N-Methyl-2-pyrrolidon oder N-C
8-C
12-Alkylpyrrolidon, oder 2-Pyrrolidon, können ebenfalls eingesetzt werden. Weiterhin
bevorzugt als alleinige Lösungsmittel oder als Bestandteil eines Lösungsmittelgemisches
sind Glycerinderivate, insbesondere Glycerincarbonat.
[0065] Zu den Alkoholen, die in der vorliegenden Erfindung als Cosolvention eingesetzt werden
können, gehören flüssige Polyethylenglykole, mit niederem Molekulargewicht, beispielsweise
Polyethylenglykole mit einem Molekulargewicht von 200, 300, 400 oder 600. Weitere
geeignete Cosolventien sind andere Alkohole, zum Beispiel (a) niedere Alkohole wie
Ethanol, Propanol, Isopropanol und n-Butanol, (b) Ketone wie Aceton und Methylethylketon,
(c) C
2-C
4-Polyole wie ein Diol oder ein Triol, beispielsweise Ethylenglykol, Propylenglykol,
Glycerin oder Gemische davon. Insbesondere bevorzugt ist aus der Klasse der Diole
1,2-Octandiol.
[0066] Die erfindungsgemäßen Mittel können in einer bevorzugten Ausführungsform ein oder
mehrere wasserlösliche organische Lösungsmittel enthalten. Unter
wasserlöslich wird hierbei verstanden, daß das organische Lösungsmittel in der enthaltenen Menge
in einem gegebenenfalls wäßrigen Mittel löslich ist.
[0067] In einer bevorzugten Ausführungsform enthält das erfindungsgemäße Konditionierungsmittel
ein oder mehrere Lösungsmittel aus der Gruppe, umfassend C
1- bis C
4-Monoalkohole, C
2- bis C
6-Glykole, C
3- bis C
12-Glykolether und Glycerin, insbesondere Ethanol. Die erfindungsgemäßen C
3- bis C
12-Glykolether enthalten Alkyl- bzw. Alkenylgruppen mit weniger als 10 Kohlenstoffatomen,
vorzugsweise bis zu 8, insbesondere bis zu 6, besonders bevorzugt 1 bis 4 und äußerst
bevorzugt 2 bis 3 Kohlenstoffatomen.
[0068] Bevorzugte C
1- bis C
4-Monoalkohole sind Ethanol,
n-Propanol,
iso-Propanol und
tert-Butanol. Bevorzugte C
2- bis C
6-Glykole sind Ethylenglykol, 1,2-Propylenglykol, 1,3-Propylenglykol, 1,5-Pentandiol,
Neopentylglykol und 1,6-Hexandiol, insbesondere Ethylenglykol und 1,2-Propylenglykol.
Bevorzugte C
3- bis C
12-Glykolether sind Di-, Tri-, Tetra- und Pentaethylenglykol, Di-, Tri-und Tetrapropylenglykol,
Propylenglykolmonotertiärbutylether und Propylenglykolmonoethylether sowie die gemäß
INCI bezeichneten Lösungsmittel Butoxydiglycol, Butoxyethanol, Butoxyisopropanol,
Butoxypropanol, Butyloctanol, Ethoxydiglycol, Ethoxyethanol, Ethyl Hexanediol, Isobutoxypropanol,
Isopentyldiol, 3-Methoxybutanol, Methoxyethanol, Methoxyisopropanol und Methoxymethylbutanol.
[0069] Besonders bevorzugte Lösungsmittel sind Ethanol, 1,2-Propylenglykol und Dipropylenglykol
sowie deren Mischungen, insbesondere Ethanol und Isopropanol.
[0070] Die erfindungsgemäßen Feinwaschmittel enthalten in einer bevorzugten Ausführungsform
bis zu 95 Gew.-%, besonders bevorzugt 20 bis 90 Gew.-% und insbesondere 50 bis 80
Gew.-% eines oder mehrerer Lösungsmittel, vorzugsweise wasserlösliche Lösungsmittel
und insbesondere Wasser.
[0071] Die erfindungsgemäßen Flüssigwaschmittel enthalten in einer bevorzugten Ausführungsform
bis zu 90 Gew.-%, besonders bevorzugt 20 bis 85 Gew.-% und insbesondere 50 bis 80
Gew.-% eines oder mehrerer Lösungsmittel, vorzugsweise wasserlösliche Lösungsmittel
und insbesondere Wasser.
[0072] Die erfindungsgemäßen nichtwäßrigen Flüssigwaschmittel enthalten in einer bevorzugten
Ausführungsform organische Lösungsmittel in Mengen bis zu 50 Gew.-%, vorzugsweise
bis 45 Gew.-%, insbesondere von 20 bis 40 Gew.-%, jeweils bezogen auf das gesamte
Mittel.
[0073] Zusätzlich zu den vorgenannter. Komponenten können die erfindungsgemäßen flüssigen
Textilreinigungsmittel oder Feinwaschmittel oder Flüssigwaschmittel oder nichtwäßrigen
Flüssigwaschmittel Weichmacherkomponenten enthalten. Insbesondere für Feinwaschmittel
hat sich der Einsatz von zusätzlichen Weichmacherkomponenten als äußerst vorteilhaft
erwiesen. Die Weichmacherkomponenten konditionieren die textilen Flächengebilde bereits
im Waschvorgang, sodass ein zusätzlicher konditionierender Nachspülgang nicht mehr
erforderlich ist. Insbesondere beim Waschen empfindlicher Textilien, wie beispielsweise
Seide, Wolle oder Leinen, die bei niedrigen Temperaturen gewaschen und gebügelt werden,
hat sich der Einsatz von Weichmacherkomponenten bewährt. Die Weichmacherkomponenten
erleichtern das Bügeln der Textilien und verringern die statische Aufladung der Textilmaterialien.
[0074] Beispiele für gewebeweichmachende Komponenten sind quartäre Ammoniumverbindungen,
kationische Polymere und Emulgatoren, wie sie in Haarpflegemitteln und auch in Mitteln
zur Textilavivage eingesetzt werden.
[0075] Geeignete Beispiele sind quartäre Ammoniumverbindungen der Formeln (I) und (II,

wobei in (I) R und R
1 für einen acyclischen Alkylrest mit 12 bis 24 Kohlenstoffatomen, R
2 für einen gesättigten C
1-C
4 Alkyl- oder Hydroxyalkylrest steht, R
3 entweder gleich R, R
1 oder R
2 ist oder für einen aromatischen Rest steht. X
- steht entweder für ein Halogenid-, Methosulfat-,
[0076] Methophosphat- oder Phosphation sowie Mischungen aus diesen. Beispiele für kationische
Verbindungen der Formel (I) sind Didecyldimethylammoniumchlorid, Ditalgdimethylammoniumchlorid
oder Dihexadecylammoniumchlorid.
[0077] Verbindungen der Formel (II) sind sogenannte Esterquats. Esterquats zeichnen sich
durch eine hervorragende biologische Abbaubarkeit aus. Hierbei steht R
4 für einen aliphatischen Alkylrest mit 12 bis 22 Kohlenstoffatomen mit 0, 1, 2 oder
3 Doppelbindungen; R
5 steht für H, OH oder O(CO)R
7, R
6 steht unabhängig von R
5 für H, OH oder O(CO)R
8, wobei R
7 und R
8 unabhängig voneinander jeweils für einen aliphatischen Alkylrest mit 12 bis 22 Kohlenstoffatomen
mit 0, 1, 2 oder 3 Doppelbindungen steht. m, n und p können jeweils unabhängig voneinander
den Wert 1, 2 oder 3 haben. X
- kann entweder ein Halogenid-, Methosulfat-, Methophosphat- oder Phosphation sowie
Mischungen aus diesen sein. Bevorzugt sind Verbindungen, die für R
5 die Gruppe O(CO)R
7 und für R
4 und R
7 Alkylreste mit 16 bis 18 Kohlenstoffatomen enthalten. Besonders bevorzugt sind Verbindungen,
bei denen R
6 zudem für OH steht. Beispiele für Verbindungen der Formel (II) sind Methyl-N-(2-hydroxyethyl)-N,N-di(talgacyl-oxyethyl)ammonium-methosulfat,
Bis-(palmitoyl)-ethyl-hydroxyethyl-methyl-ammoniummethosulfat oder Methyl-N,N-bis(acyloxyethyl)-N-(2-hydroxyethyl)ammonium-methosulfat.
Werden quaternierte Verbindungen der Formel (II) eingesetzt, die ungesättigte Alkylketten
aufweisen, sind die Acylgruppen bevorzugt, deren korrespondierenden Fettsäuren eine
Jodzahl zwischen 5 und 80, vorzugsweise zwischen 10 und 60 und insbesondere zwischen
15 und 45 aufweisen und die ein cis/trans-Isomerenverhältnis (in Gew.-%) von größer
als 30 : 70, vorzugsweise größer als 50 : 50 und insbesondere größer als 70 : 30 haben.
Handelsübliche Beispiele sind die von Stepan unter dem Warenzeichen Stepantex
® vertriebenen Methylhydroxyalkyldialkoyloxyalkylammoniummethosulfate oder die unter
Dehyquart
® bekannten Produkte von Cognis bzw. die unter Rewoquat
® bekannten Produkte von Goldschmidt-Witco. Weitere bevorzugte Verbindungen sind die
Diesterquats der Formel (III), die unter dem Namen Rewoquat
® W 222 LM bzw. CR 3099 erhältlich sind und neben der Weichheit auch für Stabilität
und Farbschutz sorgen.

R
21 und R
22 stehen dabei unabhängig voneinander jeweils für einen aliphatischen Rest mit 12 bis
22 Kohlenstoffatomen mit 0, 1, 2 oder 3 Doppelbindungen.
[0078] Neben den oben beschriebenen quartären Verbindungen können auch andere bekannte Verbindungen
eingesetzt werden, wie beispielsweise quartäre Imidazoliniumverbindungen der Formel
(IV),

wobei R
9 für H oder einen gesättigten Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, R
10 und R
11 unabhängig voneinander jeweils für einen aliphatischen, gesättigten oder ungesättigten
Alkylrest mit 12 bis 18 Kohlenstoffatomen, R
10 alternativ auch für O(CO)R
20 stehen kann, wobei R
20 einen aliphatischen, gesättigten oder ungesättigten Alkylrest mit 12 bis 18 Kohlenstoffatomen
bedeutet, und Z eine NH-Gruppe oder Sauerstoff bedeutet und X
- ein Anion ist. q kann ganzzahlige Werte zwischen 1 und 4 annehmen.
[0079] Weitere geeignete quartäre Verbindungen sind durch Formel (V) beschrieben,

wobei R
12, R
13 und R
14 unabhängig voneinander für eine C
1-4-Alkyl-, Alkenyl- oder Hydroxyalkylgruppe steht, R
15 und R
16 jeweils unabhängig ausgewählt eine C
8-28-Alkylgruppe darstellt und r eine Zahl zwischen 0 und 5 ist.
[0080] Neben den Verbindungen der Formeln (I) und (II) können auch kurzkettige, wasserlösliche,
quartäre Ammoniumverbindungen eingesetzt werden, wie Trihydroxyethylmethylammoniummethosulfat
oder die Alkyltrimethylammoniumchloride, Dialkyldimethylammoniumchloride und Trialkylmethylammoniumchloride,
z.B. Cetyltrimethylammoniumchlorid, Stearyltrimethylammoniumchlorid, Distearyldirnethylammoniumchlorid,
Lauryldimethylammoniumchlorid, Lauryldimethylbenzylammoniumchlorid und Tricetylmethylammoniumchlorid.
[0081] Auch protonierte Alkylaminverbindungen, die weichmachende Wirkung aufweisen, sowie
die nicht quaternierten, protonierten Vorstufen der kationischen Emulgatoren sind
geeignet.
[0082] Weitere erfindungsgemäß verwendbare kationische Verbindungen stellen die quatemisierten
Proteinhydrolysate dar.
[0083] Zu den geeigneten kationischen Polymeren zählen die Polyquatemium-Polymere, wie sie
im CTFA Cosmetic Ingredient Dictionary (The Cosmetic, Toiletry und Fragrance, Inc.,
1997), insbesondere die auch als Merquats bezeichneten Polyquatemium-6-, Polyquaternium-7-,
Polyquatemium-10-Polymere (Ucare Polymer IR 400; Amerchol), Polyquatemium-4-Copolymere,
wie Pfropfcopolymere mit einem Cellulosegerüst und quartären Ammoniumgruppen, die
über Allyldimethylammoniumchlorid gebunden sind, kationische Cellulosederivate, wie
kationisches Guar, wie Guar-hydroxypropyltriammoniumchlorid, und ähnliche quaternierte
Guar-Derivate (z.B. Cosmedia Guar, Hersteller: Cognis GmbH), kationische quartäre
Zuckerderivate (kationische Alkylpolyglucoside), z.B. das Handelsprodukt Glucquat
®100, gemäß CTFA-Nomenklatur ein "Lauryl Methyl Gluceth-10 Hydroxypropyl Dimonium Chloride",
Copolymere von PVP und Dimethylaminomethacrylat, Copolymere von Vinylimidazol und
Vinylpyrrolidon, Aminosilicon-polymere und Copolymere.
[0084] Ebenfalls einsetzbar sind polyquatemierte Polymere (z.B. Luviquat Care von BASF)
und auch kationische Biopolymere auf Chitinbasis und deren Derivate, beispielsweise
das unter der Handelsbezeichnung Chitosan
® (Hersteller: Cognis) erhältliche Polymer.
[0085] Erfindungsgemäß ebenfalls geeignet sind kationische Silikonöle wie beispielsweise
die im Handel erhältlichen Produkte Q2-7224 (Hersteller: Dow Coming; ein stabilisiertes
Trimethylsilylamodimethicon), Dow Coming 929 Emulsion (enthaltend ein hydroxyl-amino-modfiziertes
Silicon, das auch als Amodimethicone bezeichnet wird), SM-2059 (Hersteller: General
Electric), SLM-55067 (Hersteller: Wacker) Abil
®-Quat 3270 und 3272 (Hersteller: Goldschmidt-Rewo; diquartäre Polydimethylsiloxane,
Quaternium-80), sowie Siliconquat Rewoquat
® SQ 1 (Tegopren
® 6922, Hersteller: Goldschmidt-Rewo).
[0086] Ebenfalls einsetzbar sind Verbindungen der Formel (VI),

die Alkylamidoamine in ihrer nicht quatemierten oder, wie dargestellt, ihrer quatemierten
Form, sein können. R
17 kann ein aliphatischer Alkylrest mit 12 bis 22 Kohlenstoffatomen mit 0, 1, 2 oder
3 Doppelbindungen sein. s kann Werte zwischen 0 und 5 annehmen. R
18 und R
19 stehen unabhängig voneinander jeweils für H, C
1-4-Alkyl oder Hydroxyalkyl. Bevorzugte Verbindungen sind Fettsäureamidoamine wie das
unter der Bezeichnung Tego Amid
®S 18 erhältliche Stearylamidopropyldimethylamin oder das unter der Bezeichnung Stepantex
® X 9124 erhältliche 3-Talgamidopropyl-trimethylammonium-methosulfat, die sich neben
einer guten konditionierenden Wirkung auch durch farbübertragungsinhibierende Wirkung
sowie speziell durch ihre gute biologische Abbaubarkeit auszeichnen. Besonders bevorzugt
sind alkylierte quaternäre Ammoniumverbindungen, von denen mindestens eine Alkylkette
durch eine Estergruppe und/oder Amidogruppe unterbrochen ist, insbesondere N-Methyl-N(2-hydroxyethyl)-N,N-(ditalgacyloxyethyl)ammonium-methosulfat
und/oder N-Methyl-N(2-hydroxyethyl)-N,N-(palmitoyloxyethyl)ammonium-methosulfat.
[0087] Als nichtionische Weichmacher kommen vor allem Polyoxyalkylenglycerolalkanoate, wie
sie in der britischen Patentschrift
GB 2,202,244, Polybutylene, wie sie in der britischen Patentschrift
GB 2,199,855, langkettige Fettsäuren, wie sie in der
EP 13 780, ethoxylierte Fettsäureethanolamide, wie sie in der
EP 43 647, Alkylpolyglycoside, insbesondere Sorbitan- mono, -di- und triester, wie sie in der
EP 698 140 und Fettsäureester von Polycarbonsäuren, wie sie in der deutschen Patentschrift
DE 2,822,891 beschrieben werden.
[0088] In einer bevorzugten Ausführungsform enthalten die erfindungsgemäßen Feinwaschmittel
kationische Tenside, bevorzugt alkylierte quaternäre Ammoniumverbindungen, von denen
mindestens eine Alkylkette durch eine Estergruppe und/oder Amidogruppe unterbrochen
ist.
[0089] Als besonders vorteilhaft und effektiv hat sich der Einsatz von Esterquats der oben
genannten Formel II erwiesen. Insbesondere Esterquats der Formel [(CH
3)
2N
+(CH
2 CH
2OC(O)-R)
2] X
- oder [(HO CH
2CH
2)(CH
3)N
+(CH
2CH
2OC(O)-R)
2] X
- mit R = linearer gesättigter oder ungesättigter Alkylrest mit 11 bis 19, vorzugsweise
13 bis 17 Kohlenstoffatomen. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform handelt
es sich bei den Fettsäureresten um Talgfettsäurereste. X
- steht entweder für ein Halogenid-, beispielsweise Chlorid oder Bromid, Methophosphat-
oder Phosphation, bevorzugt aus Methosulfation, sowie Mischungen aus diesen.
[0090] Weiterhin zu bevorzugen sind die quaternären Ammoniumverbindungen der vorgenannten
Formel V.
[0091] Insbesondere in Kombination mit den Esterquats und/oder den vorgenannten Ammoniumverbindungen
der Formel V haben sich die flusenreduzierende und knitterreduzierende als auch die
pillreduzierende Wirkung als besonders intensiv herausgestellt, insbesondere dann,
wenn als Flusenreduktionskomponente mikrokristalline Cellulose, wie vorstehend beschrieben
eingesetzt wird.
[0092] Im speziellen sind N-Methyl-N(2-hydroxyethyl)-N,N-(ditalgacyloxyethyl)ammonium-methosulfat
oder N-Methyl-N(2-hydroxyethyl)-N,N-(dipalmitoylethyl)ammonium-methosulfat bevorzugt.
[0093] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform enthalten die erfindungsgemäßen Feinwaschmittel
Weichmacherkomponente in einer Menge bis zu 15 Gew.-%, vorzugsweise von 0,1 bis 10
Gew.-%, besonders bevorzugt von 0,5 bis 7 Gew.-% und insbesondere von 1 bis 3 Gew.-%,
jeweils bezogen auf das gesamte Mittel.
[0094] Zusätzlich zu den vorgenannten Komponenten können die erfindungsgemäßen flüssigen
Textilreinigungsmittel oder Feinwaschmittel oder Flüssigwaschmittel oder nichtwäßrigen
Flüssigwaschmittel Perlglanzmittel enthalten. Perlglanzmittel verleihen den Textilien
einen zusätzlichen Glanz und werden daher vorzugsweise in den erfindungsgemäßen Feinwaschmitteln
eingesetzt.
[0095] Als Perlglanzmittel kommen beispielsweise in Frage: Alkylenglycolester, Fettsäurealkanolamide;
Partialglyceride; Ester von mehrwertigen, gegebenenfalls hydroxysubstituierte Carbonsäuren
mit Fettalkoholen mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen; Fettstoffe, wie beispielsweise Fettalkohole,
Fettketone, Fettaldehyde, Fettether und Fettcarbonate, die in Summe mindestens 24
Kohlenstoffatome aufweisen; Ringöffnungsprodukte von Olefinepoxiden mit 12 bis 22
Kohlenstoffatomen mit Fettalkoholen mit 12 bis 22 Kohlenstoffatomen, Fettsäuren und/oder
Polyolen mit 2 bis 15 Kohlenstoffatomen und 2 bis 10 Hydroxylgruppen sowie deren Mischungen.
[0096] Weiterhin können die erfindungsgemäßen flüssigen Textilreinigungsmittel oder Feinwaschmittel
oder Flüssigwaschmittel oder nichtwäßrigen Flüssigwaschmittel zusätzlich Verdicker
enthalten. Besonders vorteilhaft hat sich der Einsatz von Verdickern in den erfindungsgemäßen
Flüssigwaschmittel erwiesen. Zur Erhöhung der Verbraucherakzeptanz hat sich der Einsatz
von Verdickungsmittel insbesondere bei gelförmigen Flüssigwaschmitteln bewährt. Die
angedickte Konsistenz des Mittels vereinfacht die Applikation der Mittel direkt auf
die zu behandelnden Flecken. Ein verlaufen, wie bei dünnflüssigen Mitteln üblich,
wird dadurch unterbunden.
[0097] Aus der Natur stammende Polymere, die als Verdickungsmittel Verwendung finden, sind
beispielsweise Agar-Agar, Carrageen, Tragant, Gummi arabicum, Alginate, Pektine, Polyosen,
Guar-Mehl, Johannisbrotbaumkemmehl, Stärke, Dextrine, Gelatine und Casein.
[0098] Abgewandelte Naturstoffe stammen vor allem aus der Gruppe der modifizierten Stärken
und Cellulosen, beispielhaft seien Carboxymethylcellulose und Celluloseether, Hydroxyethyl-
und - propylcellulose sowie Kemmehlether genannt.
[0099] Eine große Gruppe von Verdickungsmitteln, die breite Verwendung in den unterschiedlichsten
Anwendungsgebieten finden, sind die vollsynthetischen Polymere wie Polyacryl- und
Polymethacryl-Verbindungen, Vinylpolymere, Polycarbonsäuren, Polyether, Polyimine,
Polyamide und Polyurethane.
[0100] Verdickungsmittel aus den genannten Substanzklassen sind kommerziell breit erhältlich
und werden beispielsweise unter den Handelsnamen Acusol
®-820 (Methacrylsäure(stearylalkohol-20-EO-)ester-Acrylsäure-Copolymer, 30%ig in Wasser,
Rohm & Haas), Dapral
®-GT-282-S (Alkylpolyglykolether, Akzo), Deuterol
®-Polymer-11 (Dicarbonsäure-Copolymer, Schöner GmbH), Deuteron
®-XG (anionisches Heteropolysaccharid auf Basis von β-D-Glucose, D-Manose, D-Glucuronsäure,
Schöner GmbH), Deuteron
®-XN (nichtionogenes Polysaccharid, Schöner GmbH), Dicrylan
®-Verdicker-O (Ethylenoxid-Addukt, 50%ig in Wasser/Isopropanol, Pfersse Chemie), EMA
®-81 und EMA
®-91 (Ethylen-Maleinsäureanhydrid-Copolymer, Monsanto), Verdicker-QR-1001 (Polyurethan
Emulsion, 19- bis 21%ig in Wasser/Diglykolether, Rohm & Haas), Mirox
®-AM (anionische Acrylsäure-Acrylsäureester-Copolymer-Dispersion, 25%ig in Wasser,
Stockhausen), SER-AD-FX-1100 (hydrophobes Urethanpolymer, Servo Delden), Shellflo
®-S (hochmolekulares Polysaccharid, mit Formaldehyd stabilisiert, Shell) sowie Shellflo
®-XA (Xanthan-Biopolymer, mit Formaldehyd stabilisiert, Shell) erhältlich.
[0101] Ein bevorzugt einzusetzendes polymeres Polysaccharid-Verdickungsmittel ist Xanthan,
ein mikrobielles anionisches Heteropolysaccharid, das von Xanthomonas campestris und
einigen anderen Species unter aeroben Bedingungen produziert wird und eine Molmasse
von 2 bis 15 Millionen g/Mol aufweist. Xanthan wird aus einer Kette mit β-1,4-gebundener
Glucose (Cellulose) mit Seitenketten gebildet. Die Struktur der Untergruppen besteht
aus Glucose, Mannose, Glucuronsäure, Acetat und Pyruvat, wobei die Anzahl der Pyruvat-Einheiten
die Viskosität des Xanthan bestimmt.
[0102] Mit besonderem Vorteil lassen sich aufgrund ihrer weitgehenden Säurestabilität und
Oxidationsstabilität Xanthane und modifizierte Xanthane verwenden.
[0103] Xanthan läßt sich durch folgende Formel beschreiben:

[0104] In einer bevorzugten Ausführungsform enthalten die erfindungsgemäßen Flüssigwaschmittel
zusätzlich Verdicker, vorzugsweise in Mengen von bis zu 10 Gew.-%, besonders bevorzugt
bis zu 5 Gew.-%, insbesondere von 0,1 bis 1 Gew.-%, jeweils bezogen auf das gesamte
Mittel.
[0105] Weiterhin können die erfindungsgemäßen flüssigen Textilreinigungsmittel oder Feinwaschmittel
oder Flüssigwaschmittel oder nichtwäßrigen Flüssigwaschmittel zusätzlich Geruchsabsorber
und/oder Farbübertragungsinhibitoren enthalten. Insbesondere für die erfindungsgemäßen
Fein- und Flüssigwaschmittel hat sich der Einsatz von Farbübertragungsinhibtoren bewährt.
Zur Desodorierung von übel riechenden Rezepturbestandteilen, wie beispielsweise Aminhaltige
Komponenten, aber auch zur nachhaltigen Desodorierung der gewaschenen Textilien hat
sich der Einsatz von Geruchsabsorbem sehr hilfreich erwiesen.
[0106] In einer bevorzugten Ausführungsform enthalten die erfindungsgemäßen Mittel gegebenenfalls
0,1 Gew.-% bis 2 Gew.-%, vorzugsweise 0,2 Gew.-% bis 1 Gew.-% Farbübertragungsinhibitor,
der in einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ein Polymer aus Vinylpyrrolidon,
Vinylimidazol, Vinylpyridin-N-Oxid oder ein Copolymer aus diesen ist. Brauchbar sind
sowohl die beispielsweise aus der europäischen Patentanmeldung
EP 0 262 897 bekannten Polyvinylpyrrolidone mit Molgewichten von 15 000 bis 50 000 wie auch die
aus der internationalen Patentanmeldung
WO 95/06098 bekannten Polyvinylpyrrolidone mit Molgewichten über 1 000 000, insbesondere von
1 500 000 bis 4 000 000, die aus den deutschen Patentanmeldungen
DE 28 14 287 oder
DE 38 03 630 oder den internationalen Patentanmeldungen
WO 94/10281, WO 94/26796. WO 95/03388 und
WO 95/03382 bekannten N-Vinylimidazol/N-Vinylpyrrolidon-Copolymere, die aus der deutschen Patentanmeldung
DE 28 14 329 bekannten Polyvinyloxazolidone, die aus der europäischen Patentanmeldung
EP 610 846 bekannten Copolymere auf Basis von Vinylmonomeren und Carbonsäureamiden, die aus der
intemationalen Patentanmeldung
WO 95/09194 bekannten pyrrolidongnrppenhaltigen Polyester und Polyamide, die aus der internationalen
Patentanmeldung
WO 94/29422 bekannten gepfropften Polyamidoamine und Polyethylenimine, die aus der deutschen
Patentanmeldung
DE 43 28 254 bekannten Polymere mit Amidgruppen aus sekundären Aminen, die aus der internationalen
Patentanmeldung
WO 94/02679 oder der europäischen Patentanmeldung
EP 0135 217 bekannten Polyamin-N-Oxid-Polymere, die aus der europäischen Patentanmeldung
EP 0 584 738 bekannten Polyvinylalkohole und die aus der europäischen Patentanmeldung
EP 0 584 709 bekannten Copolymere auf Basis von Acrylamidoalkenylsulfonsäuren. Eingesetzt werden
können aber auch enzymatische Systeme, umfassend eine Peroxidase und Wasserstoffperoxid
beziehungsweise eine in Wasser Wasserstoffperoxid-liefemde Substanz, wie sie zum Beispiel
aus den internationalen Patentanmeldungen
WO 92/18687 und
WO 91/05839 bekannt sind. Der Zusatz einer Mediatorverbindung für die Peroxidase, zum Beispiel
eines aus der internationalen Patentanmeldung
WO 96/10079 bekannten Acetosyringons, eines aus der internationalen Patentanmeldung
WO 96/12845 bekannten Phenolderivats oder eines aus der internationalen Patentanmeldung
WO 96/12846 bekannten Phenotiazins oder Phenoxazins, ist in diesem Fall bevorzugt, wobei auch
zusätzlich obengenannte polymere Farbübertragungsinhibitorwirkstoffe eingesetzt werden
können. Polyvinylpyrrolidon weist zum Einsatz in erfindungsgemäßen Mitteln vorzugsweise
eine durchschnittliche Molmasse im Bereich von 10 000 bis 60 000, insbesondere im
Bereich von 25 000 bis 50 000 auf. Unter den Copolymeren sind solche aus Vinylpyrrolidon
und Vinylimidazol im Molverhältnis 5:1 bis 1:1 mit einer durchschnittlichen Molmasse
im Bereich von 5 000 bis 50 000, insbesondere 10 000 bis 20 000 bevorzugt.
[0107] Bevorzugte desodorierende Substanzen im Sinne der Erfindung sind ein oder mehrere
Metallsalze einer unverzweigten oder verzweigten, ungesättigten oder gesättigten,
ein- oder mehrfach hydroxylierten Fettsäure mit mindestens 16 Kohlenstoffatomen und/oder
einer Harzsäure mit Ausnahme der Alkalimetallsalze sowie beliebige Mischungen hiervon.
[0108] Eine besonders bevorzugte unverzweigte oder verzweigte, ungesättigte oder gesättigte,
ein- oder mehrfach hydroxylierte Fettsäure mit mindestens 16 Kohlenstoffatomen ist
die Ricinolsäure. Eine besonders bevorzugte Harzsäure ist die Abietinsäure.
[0109] Bevorzugte Metalle sind die Übergangsmetalle und die Lanthanoide, insbesondere die
Übergangsmetalle der Gruppen VIIIa, Ib und IIb des Periodensystems sowie Lanthan,
Cer und
[0110] Neodym, besonders bevorzugt Cobalt, Nickel, Kupfer und Zink, äußerst bevorzugt Zink.
Die Cobalt-, Nickel- sowie Kupfersalze und die Zinksalze sind zwar ähnlich wirksam,
aus toxikologischen Gründen sind die Zinksalze jedoch zu bevorzugen.
[0111] Als vorteilhaft und daher besonders bevorzugt als desodorierende Substanzen einzusetzen
sind ein oder mehrere Metallsalze der Ricinolsäure und/oder der Abietinsäure, vorzugsweise
Zinkricinoleat und/oder Zinkabietat, insbesondere Zinkricinoleat.
[0112] Als weitere geeignete desodorierende Substanzen erweisen sich im Sinne der Erfindung
ebenfalls Cyclodextrinen, sowie beliebige Mischungen der vorgenannten Metallsalze
mit Cyclodextrien, bevorzugt in einem Gewichtsverhältnis von 1:10 bis 10:1, besonders
bevorzugt von 1:5 bis 5:1 und insbesondere von 1:3 bis 3:1. Der Begriff "Cylcodextrin"
beinhaltet dabei alle bekannten Cyclodextrine, d.h. sowohl unsubstituierte Cyclodextrine
mit 6 bis 12 Glucoseeinheiten, insbesondere alpha-, beta- und gamma-Cyclodextrine
und deren Mischungen und/- oder deren Derivate und/oder deren Mischungen.
[0113] Die erfindungsgemäßen flüssigen Textilreinigungsmittel oder Feinwaschmittel oder
Flüssigwaschmittel oder nichtwäßrigen Flüssigwaschmittel können zusätzlich weitere
Tenside, beispielsweise amphotere Tenside, enthalten.
[0114] Zu den Amphotensiden (zwitterionischen Tensiden), die erfindungsgemäß eingesetzt
werden können, zählen Betaine, Aminoxide, Alkylamidoalkylamine, alkylsubstituierte
Aminosäuren, acylierte Aminosäuren bzw. Biotenside, von denen die Betaine im Rahmen
der erfindungsgemäßen Lehre besonders bevorzugt werden.
[0115] Geeignete Betaine sind die Alkylbetaine, die Alkylamidobetaine, die Imidazoliniumbetaine,
die Sulfobetaine (
INCI Sultaines) sowie die Phosphobetaine und genügen vorzugsweise Formel I,
R
1-[CO-X-(CH
2)
n]
x-N
+(R
2)(R
3)-(CH
2)
m-[CH(OH)-CH
2]
y-Y
- (I)
in der
- R1
- ein gesättigter oder ungesättigter C6-22-Alkylrest, vorzugsweise C8-18-Alkylrest, insbesondere ein gesättigter C10-16-Alkylrest, beispielsweise ein gesättigter C12-14-Alkylrest,
- X
- NH, NR4 mit dem C1-4-Alkylrest R4, O oder S,
- n
- eine Zahl von 1 bis 10, vorzugsweise 2 bis 5, insbesondere 3,
- x
- 0 oder 1, vorzugsweise 1,
- R2, R3
- unabhängig voneinander ein C1-4-Alkylrest, ggf. hydroxysubstituiert wie z.B. ein Hydroxyethylrest, insbesondere aber
ein Methylrest,
- m
- eine Zahl von 1 bis 4, insbesondere 1, 2 oder 3,
- y
- 0 oder 1 und
- Y
- COO, SO3, OPO(OR5)O oder P(O)(OR5)O, wobei R5 ein Wasserstoffatom H oder ein C1-4-Alkylrest ist.
[0116] Die Alkyl- und Alkylamidobetaine, Betaine der Formel I mit einer Carboxylatgruppe
(Y
- = COO
-), heißen auch Carbobetaine.
[0117] Bevorzugte Amphotenside sind die Alkylbetaine der Formel (la), die Alkylamidobetaine
der Formel (Ib), die Sulfobetaine der Formel (Ic) und die Amidosulfobetaine der Formel
(Id),
R
1-N
+(CH
3)
2-CH
2COO
- (Ia)
R
1-CO-NH-(CH
2)
3-N
+(CH
3)
2-CH
2COO
- (Ib)
R
1-N
+(CH
3)
2-CH
2CH(OH)CH
2SO
3- (Ic)
R
1-CO-NH-(CH
2)
3-N
+(CH
3)
2-CH
2CH(OH)CH
2SO
3- (Id)
in denen R
1 die gleiche Bedeutung wie in Formel I hat.
[0118] Besonders bevorzugte Amphotenside sind die Carbobetaine, insbesondere die Carbobetaine
der Formel (Ia) und (Ib), äußerst bevorzugt die Alkylamidobetaine der Formel (Ib).
[0119] Beispiele geeigneter Betaine und Sulfobetaine sind die folgenden gemäß
INCI benannten Verbindungen: Almondamidopropyl Betaine, Apricotamidopropyl Betaine, Avocadamidopropyl
Betaine, Babassuamidopropyl Betaine, Behenamidopropyl Betaine, Behenyl Betaine, Betaine,
Canolamidopropyl Betaine, Capryl/Capramidopropyl Betaine, Carnitine, Cetyl Betaine,
Cocamidoethyl Betaine, Cocamidopropyl Betaine, Cocamidopropyl Hydroxysultaine, Coco-Betaine,
Coco-Hydroxysultaine, Coco/Oleamidopropyl Betaine, Coco-Sultaine, Decyl Betaine, Dihydroxyethyl
Oleyl Glycinate, Dihydroxyethyl Soy Glycinate, Dihydroxyethyl Stearyl Glycinate, Dihydroxyethyl
Tallow Glycinate, Dimethicone Propyl PG-Betaine, Erucamidopropyl Hydroxysultaine,
Hydrogenated Tallow Betaine, Isastearamidapropyl Betaine, Lauramidopropyl Betaine,
Lauryl Betaine, Lauryl Hydroxysultaine, Lauryl Sultaine, Milkamidopropyl Betaine,
Minkamidopropyl Betaine, Myristamidopropyl Betaine, Myristyl Betaine, Oleamidopropyl
Betaine, Oleamidopropyl Hydroxysultaine, Oleyl Betaine, Olivamidopropyl Betaine, Palmamidopropyl
Betaine, Palmitamidopropyl Betaine, Palmitoyl Carnitine, Palm Kemelamidopropyl Betaine,
Polytetrafluoroethylene Acetoxypropyl Betaine, Ricinoleamidopropyl Betaine, Sesamidopropyl
Betaine, Soyamidopropyl Betaine, Stearamidopropyl Betaine, Stearyl Betaine, Tallowamidopropyl
Betaine, Tallowamidopropyl Hydroxysultaine, Tallow Betaine, Tallow Dihydroxyethyl
Betaine, Undecylenamidopropyl Betaine und Wheat Germamidopropyl Betaine.
[0120] Zu den erfindungsgemäß geeigneten Aminoxiden gehören Alkylaminoxide, insbesondere
Alkyldimethylaminoxide, Alkylamidoaminoxide und Alkoxyalkylaminoxide. Bevorzugte Aminoxide
genügen Formel II,
R
6R
7R
8N
+-O
- (II)
R
8-[CO-NH-(CH
2)
w]
z-N
+(R
7)(R
8)-O
- (II)
in der
- R6
- ein gesättigter oder ungesättigter C6-22-Alkylrest, vorzugsweise C8-18-Alkylrest, insbesondere ein gesättigter C10-18-Alkylrest, beispielsweise ein gesättigter C12-14-Alkylrest, der in den Alkylamidoaminoxiden über eine Carbonylami- doalkylengruppe
-CO-NH-(CH2)z- und in den Alkoxyalkylaminoxiden über eine Oxaalkylengruppe -O-(CH2)z- an das Stickstoffatom N gebunden ist, wo- bei z jeweils für eine Zahl von 1 bis
10, vorzugsweise 2 bis 5, insbesondere 3,
- R7, R8
- unabhängig voneinander ein C1-4-Alkylrest, ggf. hydroxysubstituiert wie z.B. ein Hydroxyethylrest, insbesondere ein
Methylrest, ist.
[0121] Beispiele geeigneter Aminoxide sind die folgenden gemäß
INCI benannten Verbindungen: Almondamidopropylamine Oxide, Babassuamidopropylamine Oxide,
Behenamine Oxide, Cocamidopropyl Amine Oxide, Cocamidopropylamine Oxide, Cocamine
Oxide, Coco-Morpholine Oxide, Decylamine Oxide, Decyltetradecylamine Oxide, Diaminopyrimidine
Oxide, Dihydroxyethyl C8-10 Alkoxypropylamine Oxide, Dihydroxyethyl C9-11 Alkoxypropylamine
Oxide, Dihydroxyethyl C12-15 Alkoxypropylamine Oxide, Dihydroxyethyl Cocamine Oxide,
Dihydroxyethyl Lauramine Oxide, Dihydroxyethyl Stearamine Oxide, Dihydroxyethyl Tallowamine
Oxide, Hydrogenated Palm Kernel Amine Oxide, Hydrogenated Tallowamine Oxide, Hydroxyethyl
Hydroxypropyl C12-15 Alkoxypropylamine Oxide, Isostearamidopropylamine Oxide, Isostearamidopropyl
Morpholine Oxide, Lauramidopropylamine Oxide, Lauramine Oxide, Methyl Morpholine Oxide,
Milkamidopropyl Amine Oxide, Minkamidopropylamine Oxide, Myristamidopropylamine Oxide,
Myristamine Oxide, Myristyl/Cetyl Amine Oxide, Oleamidopropylamine Oxide, Oleamine
Oxide, Olivamidopropylamine Oxide, Palmitamidopropylamine Oxide, Palmitamine Oxide,
PEG-3 Lauramine Oxide, Potassium Dihydroxyethyl Cocamine Oxide Phosphate, Potassium
Trisphosphonomethylamine Oxide, Sesamidopropylamine Oxide, Soyamidopropylamine Oxide,
Stearamidopropylamine Oxide, Stearamine Oxide, Tallowamidopropylamine Oxide, Tallowamine
Oxide, Undecylenamidopropylamine Oxide und Wheat Germamidopropylamine Oxide.
[0122] Die Alkylamidoalkylamine (
INCI Alkylamido Alkylamines) sind Amphotenside der Formel (III),
R
9-CO-NR
10-(CH
2)
i-N(R
11)-(CH
2CH
2O)
j-(CH
2)
k-(CH(OH)]
i-CH
2-Z-OM (III)
in der
- R9
- ein gesättigter oder ungesättigter C8-22-Alkylrest, vorzugsweise C9-18-Alkylrest, insbesondere ein gesättigter C10-18-Alkylrest, beispielsweise ein gesättigter C12-14-Alkylrest,
- R10
- ein Wasserstoffatom H oder ein C1-4-Alkylrest, vorzugsweise H,
- i
- eine Zahl von 1 bis 10, vorzugsweise 2 bis 5, insbesondere 2 oder 3,
- R11
- ein Wasserstoffatom H oder CH2COOM (zu M s.u.),
- j
- eine Zahl von 1 bis 4, vorzugsweise 1 oder 2, insbesondere 1,
- k
- eine Zahl von 0 bis 4, vorzugsweise 0 oder 1,
- I
- 0 oder 1, wobei k = 1 ist, wenn I = 1 ist,
- Z
- CO, SO2, OPO(OR12) oder P(O)(OR12), wobei R12 ein C1-4-Alkylrest oder M (s.u.) ist, und
- M
- ein Wasserstoff, ein Alkalimetall, ein Erdalkalimetall oder ein protoniertes Alkanolamin,
z.B. protoniertes Mono-, Di- oder Triethanolamin, ist.
[0123] Bevorzugte Vertreter genügen den Formeln IIIa bis IIId,
R
9-CO-NH-(CH
2)
2-N(R
11)-CH
2CH
2O-CH
2-COOM (IIIa)
R
9-CO-NH-(CH
2)
2-N(R
11)-CH
2CH
2O-CH
2CH
2-COOM (IIIb)
R
9-CO-NH-(CH
2)
2-N(R
11)-CH
2CH
2O-CH
2CH(OH)CH
2-SO
3M (IIIc)
R
9-CO-NH-(CH
2)
2-N(R
11)-CH
2CH
2O-CH
2CH(OH)CH
2-OPO
3HM (IIId)
in denen R
11 und M die gleiche Bedeutung wie in Formel (III) haben.
[0124] Beispielhafte Alkylamidoalkylamine sind die folgenden gemäß
INCI benannten Verbindungen: Cocoamphodipropionic Acid, Cocobetainamido Amphopropionate,
DEA-Cocoamphodipropionate, Disodium Caproamphodiacetate, Disodium Caproamphodipropionate,
Disodium Capryloamphodiacetate, Disodium Capryloamphodipropionate, Disodium Cocoamphocarboxyethylhydroxypropylsulfonate,
Disodium Cocoamphodiacetate, Disodium Cocoamphodipropionate, Disodium Isostearoamphodiacetate,
Disodium Isostearoamphodipropionate, Disodium Laureth-5 Carboxyamphodiacetate, Disodium
Lauroamphodiacetate, Disodium Lauroamphodipropionate, Disodium Oleoamphodipropionate,
Disodium PPG-2-Isodeceth-7 Carboxyamphodiacetate, Disodium Stearoamphodiacetate, Disodium
Tallowamphodiacetate, Disodium Wheatgermamphodiacetate, Lauroamphodipropionic Acid,
Quatemium-85, Sodium Caproamphoacetate, Sodium Caproamphohydroxypropylsulfonate, Sodium
Caproamphopropionate, Sodium Capryloamphoacetate, Sodium Capryloamphohydroxypropylsulfonate,
Sodium Capryloamphopropionate, Sodium Cocoamphoacetate, Sodium Cocoamphohydroxypropylsulfonate,
Sodium Cocoamphopropionate, Sodium Comamphopropionate, Sodium Isostearoamphoacetate,
Sodium Isostearoamphopropionate, Sodium Lauroamphoacetate, Sodium Lauroamphohydroxypropylsulfonate,
Sodium Lauroampho PG-Acetate Phosphate, Sodium Lauroamphopropionate, Sodium Myristoamphoacetate,
Sodium Oleoamphoacetate, Sodium Oleoamphohydroxypropylsulfonate, Sodium Oleoamphopropionate,
Sodium Ricinoleoamphoacetate, Sodium Stearoamphoacetate, Sodium Stearoamphohydroxypropylsulfonate,
Sodium Stearoamphopropionate, Sodium Tallamphopropionate, Sodium Tallowamphoacetate,
Sodium Undecylenoamphoacetate, Sodium Undecylenoamphopropionate, Sodium Wheat Germamphoacetate
und Trisodium Lauroampho PG-Acetate Chloride Phosphate.
[0125] Erfindungsgemäß bevorzugte alkylsubstituierte Aminosäuren (
INCI Alkyl-Substituted Amino Acids) sind monoalkylsubstituierte Aminosäuren gemäß Formel
(IV),
R
13-NH-CH(R
14HCH
2)
u-COOM' (IV)
in der
- R13
- ein gesättigter oder ungesättigter C6-22-Alkylrest, vorzugsweise C8-18-Alkylrest, insbesondere ein gesättigter C10-16-Alkylrest, beispielsweise ein gesättigter C12-14-Alkylrest,
- R14
- ein Wasserstoffatom H oder ein C1-4-Alkylrest, vorzugsweise H,
- u
- eine Zahl von 0 bis 4, vorzugsweise 0 oder 1, insbesondere 1, und
- M'
- ein Wasserstoff, ein Alkalimetall, ein Erdalkalimetall oder ein protoniertes Alka-
nolamin, z.B. protoniertes Mono-, Di- oder Triethanolamin, ist,
alkylsubstituierte Iminosäuren gemäß Formel (V),
R
15-N-[(CH
2)
v-COOMM"]
2 (V)
in der
- R15
- ein gesättigter oder ungesättigter C6-22-Alkylrest, vorzugsweise C6-18-Alkylrest, insbesondere ein gesättigter C10-18-Alkylrest, beispielsweise ein gesättigter C12-14-Alkylrest,
- v
- eine Zahl von 1 bis 5, vorzugsweise 2 oder 3, insbesondere 2, und
- M"
- ein Wasserstoff, ein Alkalimetall, ein Erdalkalimetall oder ein protoniertes Alka-
nolamin, z.B. protoniertes Mono-, Di- oder Triethanolamin, wobei M" in den bei- den
Carboxygruppen die gleiche oder zwei verschiedene Bedeutungen haben kann, z.B. Wasserstoff
und Natrium oder zweimal Natrium sein kann, ist,
und mono- oder dialkylsubstituierte natürliche Aminosäuren gemäß Formel (VI),
R
16-N(R
17)-CH(R
18)-COOM"' (VI)
in der
- R16
- ein gesättigter oder ungesättigter C6-22-Alkylrest, vorzugsweise C8-18-Alkylrest, insbesondere ein gesättigter C10-16-Alkylrest, beispielsweise ein gesättigter C12-14-Alkylrest,
- R17
- ein Wasserstoffatom oder ein C1-4-Alkylrest, ggf. hydroxy- oder aminsubstitu- iert, z.B. ein Methyl-, Ethyl-, Hydroxyethyl-
oder Aminpropylrest,
- R18
- den Rest einer der 20 natürlichen α-Aminosäuren H2NCH(R18)COOH, und
- M"'
- ein Wasserstoff, ein Alkalimetall, ein Erdalkalimetall oder ein protoniertes Al- kanolamin,
z.B. protoniertes Mono-, Di- oder Triethanolamin, ist.
[0126] Besonders bevorzugte alkylsubstituierte Aminosäuren sind die Aminopropionate gemäß
Formel (IVa),
R
13-NH-CH
2CH
2COOM' (IVa)
in der R
13 und M' die gleiche Bedeutung wie in Formel (IV) haben.
[0127] Beispielhafte alkylsubstituierte Aminosäuren sind die folgenden gemäß
INCI benannten Verbindungen: Aminopropyl Laurylglutamine, Cocaminobutyric Acid, Cocaminopropionic
Acid, DEA-Lauraminopropionate, Disodium Cocaminopropyl Iminodiacetate, Disodium Dicarboxyethyl
Cocopropylenediamine, Disodium Lauriminodipropionate, Disodium Steariminodipropionate,
Disodium Tallowiminodipropionate, Lauraminopropionic Acid, Lauryl Aminopropylglycine,
Lauryl Diethylenediaminoglycine, Myristaminopropionic Acid, Sodium C12-15 Alkoxypropyl
Iminodipropionate, Sodium Cocamincpropionate, Sodium Lauraminopropionate, Sodium Lauriminodipropionate,
Sodium Lauroyl Methylaminopropionate, TEA-Lauraminopropionate und TEA-Myristaminopropionate.
[0128] Acylierte Aminosäuren sind Aminosäuren, insbesondere die 20 natürlichen α-Aminosäuren,
die am Aminostickstoffatom den Acylrest R
19CO einer gesättigten oder ungesättigten Fettsäure R
19COOH tragen, wobei R
19 ein gesättigter oder ungesättigter C
6-22-Alkylrest, vorzugsweise C
8-18-Alkylrest, insbesondere ein gesättigter C
10-16Alkylrest, beispielsweise ein gesättigter C
12-14-Alkylrest ist Die acylierten Aminosäuren können auch als Alkalimetallsalz, Erdalkalimetallsalz
oder Alkanolammoniumsalz, z.B. Mono-, Di- oder Triethanolammoniumsalz, eingesetzt
werden. Beispielhafte acylierte Aminosäuren sind die gemäß
INCI unter Amino Acids zusammengefaßten Acylderivate, z.B. Sodium Cocoyl Glutamate, Lauroyl
Glutamic Acid, Capryloyl Glycine oder Myristoyl Methylalanine.
[0129] In einer bevorzugten Ausführungsform liegt der Gesamttensidgehalt, ohne die Menge
an Fettsäureseife, unterhalb von 55 Gew.-%, vorzugsweise unterhalb von 50 Gew.-%,
besonders bevorzugt zwischen 38 und 48 Gew.-%, jeweils bezogen auf das gesamte Mittel.
[0130] Die erfindungsgemäßen flüssigen Textilreinigungsmittel oder Feinwaschmittel oder
Flüssigwaschmittel oder nichtwäßrigen Flüssigwaschmittel können zusätzlich weitere
Waschmittelzusatzstoffe enthalten. beispielsweise aus der Gruppe der Gerüststoffe,
Bleichmittel, Bleichaktivatoren, Elektrolyte, pH-Stellmittel, Duftstoffe, Parfümträger,
Fluoreszenzmittel, Farbstoffe, Schauminhibitoren, Vergrauungsinhibitoren, Knitterschutzmittel,
antimikrobielle Wirkstoffe, Germizide, Fungizide, Antioxidantien, Antistatika, Bügelhilfsmittel,
UV-Absorber, optischen Aufheller, Antiredepositionsmittel, Viskositätsregulatoren,
Einlaufverhinderer, Korrosionsinhibitoren, Konservierungsmittel, Phobier- und Imprägniermittel.
[0131] Die erfindungsgemäßen Mittel können Gerüststoffe enthalten.
Es können dabei alle üblicherweise in Wasch- und Reinigungsmitteln eingesetzten Gerüststoffe
in die erfindungsgemäßen Mittel eingebracht werden, insbesondere also Zeolithe, Silikate,
Carbonate, organische Cobuilder und -wo keine ökologischen Vorurteile gegen ihren
Einsatz bestehen- auch die Phosphate.
[0132] Geeignete kristalline, schichtförmige Natriumsilikate besitzen die allgemeine Formel
NaMSi
xO
2x+1 •H
2O, wobei M Natrium oder Wasserstoff bedeutet, x eine Zahl von 1,9 bis 4 und y eine
Zahl von 0 bis 20 ist und bevorzugte Werte für x 2, 3 oder 4 sind. Derartige kristalline
Schichtsilikate werden beispielsweise in der europäischen Patentanmeldung
EP-A-0 164 514 beschrieben. Bevorzugte kristalline Schichtsilikate der angegebenen Formel sind solche,
in denen M für Natrium steht und x die Werte 2 oder 3 annimmt. Insbesondere sind sowohl
β- als auch δ-Natriumdisilikate Na
2Si
2O
5 • yH
2O bevorzugt, wobei β-Natnumdisilikat beispielsweise nach dem Verfahren erhalten werden
kann, das in der internationalen Patentanmeldung
WO-A-91/08171 beschrieben ist.
[0133] Einsetzbar sind auch amorphe Natriumsilikate mit einem Modul Na
2O : SiO
2 von 1:2 bis 1:3,3, vorzugsweise von 1:2 bis 1:2,8 und insbesondere von 1:2 bis 1:2,6,
welche löseverzögert sind und Sekundärwascheigenschaften aufweisen. Die Löseverzögerung
gegenüber herkömmlichen amorphen Natriumsilikaten kann dabei auf verschiedene Weise,
beispielsweise durch Oberflächenbehandlung, Compoundierung, Kompaktierung/Verdichtung
oder durch Übertrocknung hervorgerufen worden sein. Im Rahmen dieser Erfindung wird
unter dem Begriff "amorph" auch "röntgenamorph" verstanden. Dies heißt, daß die Silikate
bei Röntgenbeugungsexperimenten keine scharfen Röntgenreflexe liefern, wie sie für
kristalline Substanzen typisch sind, sondern allenfalls ein oder mehrere Maxima der
gestreuten Röntgenstrahlung, die eine Breite von mehreren Gradeinheiten des Beugungswinkels
aufweisen. Es kann jedoch sehr wohl sogar zu besonders guten Buildereigenschaften
führen, wenn die Silikatpartikel bei Elektronenbeugungsexperimenten verwaschene oder
sogar scharfe Beugungsmaxima liefern. Dies ist sc zu interpretieren, daß die Produkte
mikrokristalline Bereiche der Größe 10 bis einige Hundert nm aufweisen, wobei Werte
bis max. 50 nm und insbesondere bis max. 20 nm bevorzugt sind. Derartige sogenannte
röntgenamorphe Silikate, welche ebenfalls eine Löseverzögerung gegenüber den herkömmlichen
Wassergläsern aufweisen, werden beispielsweise in der deutschen Patentanmeldung
DE-A- 44 00 024 beschrieben. Insbesondere bevorzugt sind verdichtete/kompaktierte amorphe Silikate,
compoundierte amorphe Silikate und übertrocknete röntgenamorphe Silikate.
[0134] Der eingesetzte feinkristalline, synthetische und gebundenes Wasser enthaltende Zeolith
ist vorzugsweise Zeolith A und/oder P. Als Zeolith P wird Zeolith MAP
® (Handelsprodukt der Firma Crosfield) besonders bevorzugt. Geeignet sind jedoch auch
Zeolith X sowie Mischungen aus A, X und/oder P. Kommerziell erhältlich und im Rahmen
der vorliegenden Erfindung bevorzugt einsetzbar ist beispielsweise auch ein Co-Kristallisat
aus Zeolith X und Zeolith A (ca. 80 Gew.-% Zeolith X), das von der Firma CONDEA Augusta
S.p.A. unter dem Markennamen VEGOBOND AX
® vertrieben wird und durch die Formel
nNa
2O • (1-n)K
2O • Al
2O
3 • (2 - 2,5)SiO
2 • (3,5 - 5,5) H
2O
beschrieben werden kann. Geeignete Zeolithe weisen eine mittlere Teilchengröße von
weniger als 10 µm (Volumenverteilung; Meßmethode: Coulter Counter) auf und enthalten
vorzugsweise 18 bis 22 Gew.-%, insbesondere 20 bis 22 Gew.-% an gebundenem Wasser.
Die Zeolithe können auch als übertrocknete Zeolithe mit geringeren Wassergehalten
eingesetzt werden und eignen sich dann aufgrund ihrer Hygroskopizität zur Entfernung
unerwünschter Restspuren an freiem Wasser.
Selbstverständlich ist auch ein Einsatz der allgemein bekannten Phosphate als Buildersubstanzen
möglich, sofern ein derartiger Einsatz nicht aus ökologischen Gründen vermieden werden
sollte. Geeignet sind insbesondere die Natriumsalze der Orthophosphate, der Pyrophosphate
und insbesondere der Tripolyphosphate.
[0135] Als Cobuilder brauchbare organische Gerüstsubstanzen, die selbstverständlich auch
der Viskositätsregulation dienen, sind beispielsweise die in Form ihrer Natriumsalze
einsetzbaren Polycarbonsäuren, wobei unter Polycarbonsäuren solche Carbonsäuren verstanden
werden, die mehr als eine Säurefunktion tragen. Beispielsweise sind dies Citronensäure,
Adipinsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure, Äpfelsäure, Weinsäure, Maleinsäure, Fumarsäure,
Zuckersäuren, Aminocarbonsäuren, Nitrilotriessigsäure (NTA) und deren Abkömmlinge
sowie Mischungen aus diesen. Bevorzugte Salze sind die Salze der Polycarbonsäuren
wie Citronensäure, Adipinsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure, Weinsäure, Zuckersäuren
und Mischungen aus diesen.
[0136] Auch die Säuren an sich können eingesetzt werden. Die Säuren besitzen neben ihrer
Builderwirkung typischerweise auch die Eigenschaft einer Säuerungskomponente und dienen
somit auch zur Einstellung eines niedrigeren und milderen pH-Werts von Wasch- oder
Reinigungsmitteln. Insbesondere sind hierbei Citronensäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure,
Adipinsäure, Gluconsäure und beliebige Mischungen aus diesen zu nennen. Weitere einsetzbare
Säuerungsmittel sind bekannte pH-Regulatoren wie Natriumhydrogencarbonat und Natriumhydrogensulfat.
Als Builder sind weiter polymere Polycarboxylate geeignet, dies sind beispielsweise
die Alkalimetallsalze der Polyacrylsäure oder der Polymethacrylsäure, beispielsweise
solche mit einer relativen Molekülmasse von 500 bis 70 000 g / mol.
[0137] Bei den für polymere Polycarboxylate angegebenen Molmassen handelt es sich im Sinne
dieser Schrift um gewichtsmittlere Molmassen
Mw der jeweiligen Säureform, die grundsätzlich mittels Gelpermeationschromatographie
(GPC) bestimmt wurden, wobei ein UV-Detektor eingesetzt wurde. Die Messung erfolgte
dabei gegen einen externen Polyacrylsäure-Standard, der aufgrund seiner strukturellen
Verwandtschaft mit den untersuchten Polymeren realistische Molgewichtswerte liefert.
Diese Angaben weichen deutlich von den Molgewichtsangaben ab, bei denen Polystyrolsulfonsäuren
als Standard eingesetzt werden. Die gegen Polystyrolsulfonsäuren gemessenen Molmassen
sind in der Regel deutlich höher als die in dieser Schrift angegebenen Molmassen.
[0138] Geeignete Polymere sind insbesondere Polyacrilate, die bevorzugt eine Molekülmasse
von 2 000 bis 20 000 g / mol aufweisen. Aufgrund ihrer überlegenen Löslichkeit können
aus dieser Gruppe wiederum die kurzkettigen Polyacrylate, die Molmassen von 2 000
bis 10 000 g / mol, und besonders bevorzugt von 3 000 bis 5 000 g / mol, aufweisen,
bevorzugt sein.
[0139] Geeignete Polymere können auch Substanzen umfassen, die teilweise oder vollständig
aus Einheiten aus Vinylalkohol oder dessen Derivaten bestehen.
[0140] Geeignet sind weiterhin copolymere Polycarboxylate, insbesondere solche der Acrylsäure
mit Methacrylsäure und der Acrylsäure oder Methacrylsäure mit Maleinsäure. Als besonders
geeignet haben sich Copolymere der Acrylsäure mit Maleinsäure erwiesen, die 50 bis
90 Gew.-% Acrylsäure und 50 bis 10 Gew.-% Maleinsäure enthalten. Ihre relative Molekülmasse,
bezogen auf freie Säuren, beträgt im allgemeinen 2 000 bis 70 000 g / mol, vorzugsweise
20 000 bis 50 000 g / mol und insbesondere 30 000 bis 40 000 g / mol. Die (co-)polymeren
Polycarboxylate können entweder als wäßrige Lösung oder vorzugsweise als Pulver eingesetzt
werden.
[0141] Zur Verbessung der Wasserlöslichkeit können die Polymere auch Allylsulfonsäuren,
wie beispielsweise in der
EP-B-0 727 448 Allyloxybenzolsulfonsäure und Methallylsulfonsäure, als Monomer enthalten.
[0142] Insbesondere bevorzugt sind auch biologisch abbaubare Polymere aus mehr als zwei
verschiedenen Monomereinheiten, beispielsweise solche, die gemäß der
DE-A-43 00 772 als Monomere Salze der Acrylsäure und der Maleinsäure sowie Vinylalkohol bzw. Vinylalkohol-Derivate
oder gemäß der
DE-C-42 21 381 als Monomere Salze der Acrylsäure und der 2-Alkylallylsulfonsäure sowie Zuckerderivate
enthalten.
[0143] Weitere bevorzugte Copolymere sind solche, die in den deutschen Patentanmeldungen
DE-A-43 03 320 und
DE-A-44 17 734 beschrieben werden und als Monomere vorzugsweise Acrolein und Acrylsäure/Acrylsäuresalze
bzw. Acrolein und Vinylacetat aufweisen.
[0144] Ebenso sind als weitere bevorzugte Buildersubstanzen polymere Aminodicarbonsäuren,
deren Salze oder deren Vorläufersubstanzen zu nennen. Besonders bevorzugt sind Polyasparaginsäuren
bzw. deren Salze und Derivate, von denen in der deutschen Patentanmeldung
DE-A-195 40 086 offenbart wird, daß sie neben Cobuilder-Eigenschaften auch eine bleichstabilisierende
Wirkung aufweisen. Weiterhin eignen sich Polyvinylpyrrolidone, Polyaminderivate wie
quaternisierte und/oder ethoxylierte Hexamethylendiamine.
[0145] Weitere geeignete Buildersubstanzen sind Polyacetale, welche durch Umsetzung von
Dialdehyden mit Polyolcarbonsäuren, welche 5 bis 7 C-Atome und mindestens 3 Hydroxylgruppen
aufweisen, beispielsweise wie in der europäischen Patentanmeldung
EP-A-0 280 223 beschrieben, erhalten werden können. Bevorzugte Polyacetale werden aus Dialdehyden
wie Glyoxal, Glutaraldehyd, Terephthalaldehyd sowie deren Gemischen und aus Polyolcarbonsäuren
wie Gluconsäure und/oder Glucoheptonsäure erhalten.
[0146] Geeignet als organische Buildersubstanzen sind außerdem Dextrine, beispielsweise
Oligomere bzw. Polymere von Kohlenhydraten, die durch partielle Hydrolyse von Stärken
erhalten werden können. Die Hydrolyse kann nach üblichen, beispielsweise säure- oder
enzymkatalysierten Verfahren durchgeführt werden. Vorzugsweise handelt es sich um
Hydrolyseprodukte mit mittleren Molmassen im Bereich von 400 bis 500 000 g / mol.
Dabei ist ein Polysaccharid mit einem Dextrose-Äquivalent (DE) im Bereich von 0,5
bis 40, insbesondere von 2 bis 30 bevorzugt, wobei DE ein gebräuchliches Maß für die
reduzierende Wirkung eines Polysaccharids im Vergleich zu Dextrose, welche ein DE
von 100 besitzt, ist. Brauchbar sind sowohl Maltodextrine mit einem DE zwischen 3
und 20 und Trockenglucosesirupe mit einem DE zwischen 20 und 37 als auch sogenannte
Gelbdextrine und Weißdextrine mit höheren Molmassen im Bereich von 2 000 bis 30 000
g / mol. Ein bevorzugtes Dextrin ist in der britischen Patentanmeldung 94 19 091 beschrieben.
[0148] Auch Oxydisuccinate und andere Derivate von Disuccinaten, vorzugsweise Ethylendiamindisuccinat,
sind weitere geeignete Cobuilder. Dabei wird Ethylendiamin-N,N'-disuccinat (EDDS),
dessen Synthese beispielsweise in
US 3,158,615 beschrieben wird, bevorzugt in Form seiner Natrium- oder Magnesiumsalze verwendet.
Weiterhin bevorzugt sind in diesem Zusammenhang auch Glycerindisuccinate und Glycerintrisuccinate,
wie sie beispielsweise in den USamerikanischen Patentschriften
US 4,524,009, US 4,639,325, in der europäischen Patentanmeldung
EP-A-0 150 930 und der japanischen Patentanmeldung
JP-A-931339 896 beschrieben werden. Geeignete Einsatzmengen liegen in zeolithhaltigen und/oder silicathaltigen
Formulierungen bei 3 bis 15 Gew.-%.
[0149] Weitere brauchbare organische Cobuilder sind beispielsweise acetylierte Hydroxycarbonsäuren
bzw. deren Salze, welche gegebenenfalls auch in Lactonform vorliegen können und welche
mindestens 4 Kohlenstoffätome und mindestens eine Hydroxygruppe sowie maximal zwei
Säuregruppen enthalten. Derartige Cobuilder werden beispielsweise in der internationalen
Patentanmeldung
WO 95/20029 beschrieben.
[0150] Die erfindungsgemäßen Mittel können gegebenenfalls Gerüststoffen in Mengen von 1
bis 30 Gew.-%, vorzugsweise 10 bis 25 Gew.-%. Die erfindungsgemäßen nichtwäßrigen
Flüssigwaschmittel enthalten vorteilhafterweise als Gerüststoffe wasserlösliche Gerüststoffe,
vorzugsweise aus der Gruppe der Oligo- und Polycarboxylate, der Carbonate und der
kristallinen und/oder amorphen Silikate. Unter diesen Verbindungen haben sich die
Salze der Citronensäure als besonders geeignet erwiesen, wobei die Alkali- und hierunter
insbesondere die Natriumsalze bevorzugt sind.
[0151] Die erfindungsgemäßen Mittel, insbesondere die erfindungsgemäßen nichtwäßrigen Flüssigwaschmittel,
können Bleichmittel enthalten.
[0152] Unter den als Bleichmittel dienenden, in Wasser H
2O
2 liefernden Verbindungen haben das Natriumpercarbonat, das Natriumperborattetrahydrat
und das Natriumperboratmonohydrat besondere Bedeutung. Weitere brauchbare Bleichmittel
sind beispielsweise Peroxopyrophosphate, Citratperhydrate sowie H
2O
2 liefernde persaure Salze oder Persäuren, wie Persulfate beziehungsweise Perschwefelsäure.
Brauchbar ist auch das Hamstoffperoxohydrat Percarbamid, das durch die Formel H
2N-CO-NH
2·H
2O
2 beschrieben werden kann. Insbesondere beim Einsatz der Mittel für das Reinigen harter
Oberflächen, zum Beispiel beim maschinellen Geschirrspülen, können sie gewünschtenfalls
auch Bleichmittel aus der Gruppe der organischen Bleichmittel enthalten, obwohl deren
Einsatz prinzipiell auch bei Mitteln für die Textilwäsche möglich ist. Typische organische
Bleichmittel sind die Diacylperoxide, wie zum Beispiel Dibenzoylperoxid. Weitere typische
organische Bleichmittel sind die Peroxysäuren, wobei als Beispiele besonders die Alkylperoxysäuren
und die Arylperoxysäuren genannt werden. Bevorzugte Vertreter sind die Peroxybenzoesäure
und ihre ringsubstituierten Derivate, wie Alkylperoxybenzoesäuren, aber auch Peroxy-α-Naphtoesäure
und Magnesium-monoperphthalat, die aliphatischen oder substituiert aliphatischen Peroxysäuren,
wie Peroxylaurinsäure, Peroxystearinsäure, ε-Phthalimidoperoxycapronsäure (Phthalimidoperoxyhexansäure,
PAP), o-Carboxybenzamidoperoxycapronsäure, N-Nonenylamidoperadipinsäure und N-Nonenylamidopersuccinate,
und aliphatische und araliphatische Peroxydiearbonsäuren, wie 1,12-Diperoxycarbonsäure,
1,9-Diperoxyazelainsäure, Diperoxysebacinsäure, Diperoxybrassylsäure, die Diperoxyphthalsäuren,
2-Decyldiperoxybutan-1,4-disäure, N,N-Terephthaloyl-di(6-aminopercapronsäure) können
eingesetzt werden. Besonders bevorzugt können die erfindungsgemäßen Mittel Phthalimidoperoxyhexansäure
(PAP) enthalten.
[0153] Die Bleichmittel können gecoated sein, um sie gegen vorzeitige Zersetzung zu schützen.
[0154] Die erfindungsgemäßen Mittel können Bleichaktivatoren enthalten.
Als Bleichaktivatoren können Verbindungen, die unter Perhydrolysebedingungen aliphatische
Peroxocarbonsäuren mit vorzugsweise 1 bis 10 C-Atomen, insbesondere 2 bis 4 C-Atomen,
und/oder gegebenenfalls substituierte Perbenzoesäure ergeben, eingesetzt werden. Geeignet
sind Substanzen, die O- und/oder N-Acylgruppen der genannten C-Atomzahl und/oder gegebenenfalls
substituierte Benzoylgruppen tragen. Bevorzugt sind mehrfach acylierte Alkylendiamine,
insbesondere Tetraacetylethylendiamin (TAED), acylierte Triazinderivate, insbesondere
1,5-Diacetyl-2,4-dioxohexahydro-1,3,5-triazin (DADHT), acylierte Glykolurile, insbesondere
Tetraacetylglykoluril (TAGU), N-Acylimide, insbesondere N-Nonanoylsuccinimid (NOSI),
acylierte Phenolsulfonate, insbesondere n-Nonanoyl- oder lsononanoyloxybenzolsulfonat
(n-bzw. iso-NOBS), Carbonsäureanhydride, insbesondere Phthalsäureanhydrid, acylierte
mehrwertige Alkohole, insbesondere Triacetin, Triethylacetylcitrat (TEAC), Ethylenglykoldiacetat,
2,5-Diacetoxy-2,5-dihydrofuran und die aus den deutschen Patentanmeldungen
DE 196 16 693 und
DE 196 16 767 bekannten Enolester sowie acetyliertes Sorbitol und Mannitol beziehungsweise deren
in der europäischen Patentanmeldung
EP 0 525 239 beschriebene Mischungen (SORMAN), acylierte Zuckerderivate, insbesondere Pentaacetylglukose
(PAG), Pentaacetylfruktose, Tetraacetylxylose und Octaacetyllactose sowie acetyliertes,
gegebenenfalls N-alkyliertes Glucamin und Gluconolacton, und/oder N-acylierte Lactame,
beispielsweise N-Benzoylcaprolactam, die aus den internationalen Patentanmeldungen
WO 94/27970, WO 94/28102, WO 94/28103, WO 95/00626, WO 96/14769 und
WO 95/17498 bekannt sind. Die aus der deutschen Patentanmeldung
DE 196 16 769 bekannten hydrophil substituierten Acylacetale und die in der deutschen Patentanmeldung
DE 196 16 770 sowie der internationalen Patentanmeldung
WO 95/14075 beschriebenen Acyllactame werden ebenfalls bevorzugt eingesetzt. Auch die aus der
deutschen Patentanmeldung
DE 44 43 177 bekannten Kombinationen konventioneller Bleichaktivatoren können eingesetzt werden.
Eine weitere Klasse bevorzugter flüssiger Bleichaktivatoren sind die flüssigen Imid-Bleichaktivatoren
der nachstehenden Formel,
[0155] Die erfindungsgemäßen Mittel können Elektrolyte enthalten.
Als Elektrolyte aus der Gruppe der anorganischen Salze kann eine breite Anzahl der
verschiedensten Salze eingesetzt werden. Bevorzugte Kationen sind die Alkali- und
Erdalkalimetalle, bevorzugte Anionen sind die Halogenide und Sulfate. Aus herstellungstechnischer
Sicht ist der Einsatz von NaCl oder MgCl
2 in den erfindungsgemäßen Mitteln bevorzugt. Der Anteil an Elektrolyten in den erfindungsgemäßen
Mitteln beträgt üblicherweise 0,5 bis 5 Gew.-%.
[0156] Die erfinduilgsgemäßen Mittel können pH-Stellmittel enthalten.
Um den pH-Wert der efindungsgemäßen Mittel in den gewünschten Bereich zu bringen,
kann der Einsatz von pH-Stellmitteln angezeigt sein. Einsetzbar sind hier sämtliche
bekannten Säuren bzw. Laugen, sofern sich ihr Einsatz nicht aus anwendungstechnischen
oder ökologischen Gründen bzw. aus Gründen des Verbraucherschutzes verbietet. Üblicherweise
überschreitet die Menge dieser Stellmittel 2 Gew.-% der Gesamtformulierung nicht.
[0157] Die erfindungsgemäßen Mittel können Farb- und Duftstoffe enthalten.
Farb- und Duftstoffe werden den erfindungsgemäßen Mitteln zugesetzt, um den ästhetischen
Eindruck der Produkte zu verbessern und dem Verbraucher neben der Wasch- oder Reinigungsleistung
ein visuell und sensorisch "typisches und unverwechselbares" Produkt zur Verfügung
zu stellen. Als Parfümöle bzw. Duftstoffe können einzelne Riechstoffverbindungen,
z.B. die synthetischen Produkte vom Typ der Ester, Ether, Aldehyde, Ketone, Alkohole
und Kohlenwasserstoffe verwendet werden. Riechstoffverbindungen vom Typ der Ester
sind z.B. Benzylacetat, Phenoxyethylisobutyrat, p-tert.-Butylcyclohexylacetat, Linalylacetat,
Dimethylbenzyl-carbinylacetat, Phenylethylacetat, Linalylbenzoat, Benzylformiat, Ethylmethylphenylglycinat,
Allylcyclohexylpropionat, Styrallylpropionat und Benzylsalicylat. Zu den Ethern zählen
beispielsweise Benzylethylether, zu den Aldehyden z.B. die linearen Alkanale mit 8-18
C-Atomen, Citral, Citronellal, Citronellyloxyacetaldehyd, Cyclamenaldehyd, Hydroxycitronellal,
Lilial und Bourgeonal, zu den Ketonen z.B. die Jonone, ∝-Isomethylionon und Methyl-cedrylketon,
zu den Alkoholen Anethol, Citronellol, Eugenol, Geraniol, Linalool, Phenylethylalkohol
und Terpineol, zu den Kohlenwasserstoffen gehören hauptsächlich die Terpene wie Limonen
und Pinen. Bevorzugt werden jedoch Mischungen verschiedener Riechstoffe verwendet,
die gemeinsam eine ansprechende Duftnote erzeugen. Solche Parfümöle können auch natürliche
Riechstoffgemische enthalten, wie sie aus pflanzlichen Quellen zugänglich sind, z.B.
Pine-, Citrus-, Jasmin-, Patchouly-, Rosen- oder Ylang-Ylang-Öl. Ebenfalls geeignet
sind Muskateller, Salbeiöl, Kamillenöl, Nelkenöl, Melissenöl, Minzöl, Zimtblätteröl,
Lindenblütenöl, Wacholderbeeröl, Vetiveröl, Olibanumöl, Galbanumöl und Labdanumöl
sowie Orangenblütenöl, Neroliol, Orangenschalenöl und Sandelholzöl.
[0158] Die erfindungsgemäßen Mittel können UV-Absorber enthalten.
Die Mittel können UV-Absorber enthalten, die auf die behandelten Textilien aufziehen
und die Lichtbeständigkeit der Fasern und/oder die Lichtbeständigkeit des sonstiger
Rezepturbestandteile verbessern. Unter UV-Absorber sind organische Substanzen (Lichtschutzfilter)
zu verstehen, die in der Lage sind, ultraviolette Strahlen zu absorbieren und die
aufgenommene Energie in Form längerwelliger Strahlung, z.B. Wärme wieder abzugeben.
Verbindungen, die diese gewünschten Eigenschaften aufweisen, sind beispielsweise die
durch strahlungslose Desaktivierung wirksamen Verbindungen und Derivate des Benzophenons
mit Substituenten in 2- und/oder 4-Stellung. Weiterhin sind auch substituierte Benzotriazole,
wie beispielsweise das wasserlösliche Benzolsulfonsäure-3-(2H-benzotriazol-2-yl)-4-hydroxy-5-(methylpropyl)-mononatriumsalz
(Cibafast
® H), in 3-Stellung Phenylsubstituierte Acrylate (Zimtsäurederivate), gegebenenfalls
mit Cyanogruppen in 2-Stellung, Salicylate, organische Ni-Komplex sowie Naturstoffe
wie Umbelliferon und die körpereigene Urocansäure geeignet. Besondere Bedeutung haben
Biphenyl- und vor allem Stilbenderivate wie sie beispielsweise in der
EP 0728749 A beschrieben werden und kommerziell als Tinosorb
® FD oder Tinosorb
® FR ex Ciba erhältlich sind. Als IJV-B-Absorber sind zu nennen 3-Benzylidencampher
bzw. 3-Benzylidennorcampher und dessen Derivate, z.B. 3-(4-Methylbenzyliden)campher,
wie in der
EP 0693471 B1 beschrieben; 4-Aminobenzoesäurederivate, vorzugsweise 4-(Dimethylamino)benzoesäure-2-ethylhexylester,
4-(Dimethylamino)benzoesäure-2-octylester und 4-(Dimethylamino)benzoesäureamylester;
Ester der Zimtsäure, vorzugsweise 4-Methoxyzimtsäure-2-ethylhexylester, 4-Methoxyzimtsäurepropylester,
4-Methoxyzimtsäureisoamylester, 2-Cyano-3,3-phenylzimtsäure-2-ethylhexylester (Octocrylene);
Ester der Salicylsäure, vorzugsweise Salicylsäure-2-ethylhexylester, Salicylsäure-4-isopropylbenzylester,
Salicylsäurehomomenthylester; Derivate des Benzophenons, vorzugsweise 2-Hydroxy-4-methoxybenzophenon,
2-Hydroxy-4-methoxy-4'-methylbenzophenon, 2,2'-Dihydroxy-4-methoxybenzophenon; Ester
der Benzalmalonsäure, vorzugsweise 4-Methoxybenzmalonsäuredi-2-ethylhexylester, Triazinderivate,
wie z.B. 2,4,6-Trianilino-(p-carbo-2'-ethyl-1'-hexyloxy)-1,3,5-triazin und Octyl Triazon,
wie in der
EP 0818450 A1 beschrieben oder Dioctyl Butamido Triazone (Uvasorb® HEB); Propan-1,3-dione, wie
z.B. 1-(4-tert.Butylphenyl)-3-(4'methoxyphenyl)propan-1,3-dion; Ketotricyclo(5.2.1.0)decan-Derivate,
wie in der
EP 0694521 B1 beschrieben. Weiterhin geeignet sind 2-Phenylbenzimidazol-5-sulfonsäure und deren
Alkali-, Erdalkali-, Ammonium-, Alkylammonium-, Alkanolammonium- und Glucammoniumsalze;
Sulfonsäurederivate von Benzophenonen, vorzugsweise 2-Hydroxy-4-methoxybenzophenon-5-sulfonsäure
und ihre Salze; Sulfonsäurederivate des 3-Benzylidencamphers, wie z.B. 4-(2-Oxo-3-bomylidenmethyl)benzol-sulfonsäure
und 2-Methyl-5-(2-oxo-3-bomyliden)sulfonsäure und deren Salze. Als typische UV-A-Filter
kommen insbesondere Derivate des Benzoylmethans in Frage, wie beispielsweise 1-(4'-tert.Butylphenyl)-3-(4'-methoxyphenyl)propan-1,3-dion,
4-tert.-Butyl-4'-methoxydibenzoylmethan (Parsol 1789), 1-Phenyl-3-(4'-isopropylphenyl)-propan-1,3-dion
sowie Enaminverbindungen, wie beschrieben in der
DE 19712033 A1 (BASF). Die UV-A und UV-B-Filter können selbstverständlich auch in Mischungen eingesetzt
werden. Neben den genannten löslichen Stoffen kommen für diesen Zweck auch unlösliche
Lichtschutzpigmente, nämlich feindisperse, vorzugsweise nanoisierte Metalloxide bzw.
Salze in Frage. Beispiele für geeignete Metalloxide sind insbesondere Zinkoxid und
Titandioxid und daneben Oxide des Eisens, Zirkoniums, Siliciums, Mangans, Aluminiums
und Cers sowie deren Gemische. Als Salze können Silicate (Talk), Bariumsulfat oder
Zinkstearat eingesetzt werden. Die Oxide und Salze werden in Form der Pigmente bereits
für hautpflegende und hautschützende Emulsionen und dekorative Kosmetik verwendet.
Die Partikel sollten dabei einen mittleren Durchmesser von weniger als 100 nm, vorzugsweise
zwischen 5 und 50 nm und insbesondere zwischen 15 und 30 nm aufweisen. Sie können
eine sphärische Form aufweisen, es können jedoch auch solche Partikel zum Einsatz
kommen, die eine ellipsoide oder in sonstiger Weise von der sphärischen Gestalt abweichende
Form besitzen. Die Pigmente können auch oberflächenbehandelt, d.h. hydrophilisiert
oder hydrophobiert vorliegen. Typische Beispiele sind gecoatete Titandioxide, wie
z.B. Titandioxid T 805 (Degussa) oder Eusolex® T2000 (Merck). Als hydrophobe Coatingmittel
kommen dabei vor allem Silicone und dabei speziell Trialkoxyoctylsilane oder Simethicone
in Frage. Vorzugsweise wird mikronisiertes Zinkoxid verwendet. Weitere geeignete UV-Lichtschutzfilter
sind der Übersicht von P. Finkel in SÖFW-Journal 122, 543 (1996) zu entnehmen.
Die UV-Absorber werden üblicherweise in Mengen von 0,01 Gew.-% bis 5 Gew.-%, vorzugsweise
von 0,03 Gew.-% bis 1 Gew.-%, eingesetzt.
[0159] Die erfindungsgemäßen Mittel können Knitterschutzmittel enthalten.
Da textile Flächengebilde, insbesondere aus Reyon, Wolle, Baumwolle und deren Mischungen,
zum Knittern neigen können, weil die Einzelfasern gegen Durchbiegen, Knicken, Pressen
und Quetschen quer zur Faserrichtung empfindlich sind, können die Mittel synthetische
Knitterschutzmittel enthalten. Hierzu zählen beispielsweise synthetische Produkte
auf der Basis von Fettsäuren, Fettsäureestern, Fettsäureamiden, -alkylolestem, -alkylolamiden
oder Fettalkoholen, die meist mit Ethylenoxid umgesetzt sind, oder Produkte auf der
Basis von Lecithin oder modifizierter Phosphorsäureester.
[0160] Die erfindungsgemäßen Mittel können Vergrauungsinhibitoren enthalten.
Vergrauungsinhibitoren haben die Aufgabe, den von der Faser abgelösten Schmutz in
der Flotte suspendiert zu halten und so das Wiederaufziehen des Schmutzes zu verhindern.
Hierzu sind wasserlösliche Kolloide meist organischer Natur geeignet, beispielsweise
Leim, Gelatine, Salze von Ethersulfonsäuren der Stärke oder der Cellulose oder Salze
von sauren Schwefelsäureestem der Cellulose oder der Stärke. Auch wasserlösliche,
saure Gruppen enthaltende Polyamide sind für diesen Zweck geeignet. Weiterhin lassen
sich lösliche Stärkepräparate und andere als die obengenannten Stärkeprodukte verwenden,
z.B. abgebaute Stärke, Aldehydstärken usw. Auch Polyvinylpyrrolidon ist brauchbar.
Bevorzugt werden jedoch Celluloseether wie Carboxymethylcellulose (Na-Salz), Methylcellulose,
Hydroxyalkylcellulose und Mischether wie Methylhydroxyethylcellulose, Methylhydroxypropylcellulose,
Methylcarboxymethylcellulose.
[0161] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform liegen die erfindungsgemäßen nichtwäßrigen
Flüssigwaschmittel als Portion in einer ganz oder teilweise wasserlöslichen Umhüllung
vor. Die nichtwäßrigen Flüssigwaschmittelporbonen erleichtern dem Verbraucher die
Dosierbarkeit.
[0162] Die nichtwäßrigen Flüssigwaschmittel können dabei beispielsweise in Folienbeutel
eingepackt vorliegen. Folienbeutel aus wasserlöslicher Folie machen ein Aufreißen
der Verpackung durch den Verbraucher unnötig. Auf diese Weise ist ein bequemes Dosieren
einer einzelnen, für einen Waschgang bemessenen Portion durch Einlegen des Beutels
direkt in die Waschmaschine oder durch Einwerfen des Beutels in eine bestimmte Menge
Wasser, beispielsweise in einem Eimer, einer Schüssel oder im Handwasch- bzw. -spülbecken,
möglich. Der die Waschportion umgebende Folienbeutel löst sich bei Erreichen einer
bestimmten Temperatur rückstandsfrei auf. Auch in Beuteln aus wasserlöslicher Folie
verpackte Waschmittel sind im Stand der Technik in großer Zahl beschrieben. So offenbart
die ältere Patentanmeldung
DE 198 31 703 eine portionierte Wasch- oder Reinigungsmittel-Zubereitung in einem Beutel aus wasserlöslicher
Folie, insbesondere in einem Beutel aus (gegebenenfalls acetalisiertem) Polyvinylalkohol
(PVAL), worin mindestens 70 Gew.-% der Teilchen der Wasch- oder Reinigungsmittel-Zubereitung
Teilchengrößen > 800 µm aufweisen.
[0163] Im Stand der Technik existieren bereits zahlreiche Verfahren zur Herstellung wasserlöslicher
Waschmittelportionen, die im Rahmen dieser Anmeldung aufgenommen werden. Bekannteste
Verfahren sind dabei die Schlauchfolienverfahren mit horizontalen und vertikalen Siegelnähten.
Weiterhin geeignet zur Herstellung von Folienbeuteln oder auch formstabilen Waschmittelportionen
ist das Thermoformverrfahren, wie es beispielsweise in der
WO-A1 00/55068 beschrieben wird. Die wasserlöslichen Umhüllungen müssen dabei nicht zwangsläufig
aus einem Folienmaterial bestehen, sondern können auch formstabile Behältnisse darstellen,
die beispielsweise mittels eines Spritzgußverfahrens erhalten werden können.
[0164] Ein bekanntes Verfahren zur Herstellung von wasserlöslichen Spritzgußhohlkörpem,
enthaltend Wasch- und/oder Reinigungsmittel, wird beispielsweise in der
WO-A1 01/36290 beschrieben.
[0165] Weiterhin sind im Stand der Technik Verfahren zur Herstellung wasserlöslicher Kapseln
aus Polyvinylalkohol oder Gelatine bekannt, die prinzipiell die Möglichkeit bieten
Kapseln mit einem hohen Befüllgrad bereitzustellen. Die Verfahren beruhen darauf,
dass in eine formgebende Kavität das wasserlösliche Polymer eingeführt wird. Das Befüllen
und Versiegeln der Kapseln erfolgt entweder synchron oder in nacheinanderfolgenden
Schritten, wobei im letzteren Fall die Befüllung durch eine kleine Öffnung erfolgt.
Verfahren bei denen die Befüllung und Versiegelung parallel verläuft sind beispielsweise
in der
WO 97/35537 beschrieben. Die Befüllung der Kapseln erfolgt durch einen Befüllkeif, der oberhalb
von zwei sich gegeneinanderdrehenden Trommeln, die auf ihrer Oberfläche Kugeihaibschalen
aufweisen, angeordnet ist. Die Trommeln führen Polymerbänder, die die Kugelhalbschalenkavitäten
bedecken. An den Positionen an denen das Polymerband der einen Trommel mit dem Polymerband
der gegenüberliegenden Trommel zusammentrifft findet eine Versiegelung statt. Parallel
dazu wird das Befüllgut in die sich ausbildende Kapsel injiziert, wobei der Injektionsdruck
der Befüllflüssigkeit die Polymerbänder in die Kugelhalbschalenkavitäten presst.
[0166] Ein Verfahren zur Herstellung wasserlöslicher Kapseln bei dem zunächst die Befüllung
und anschließend die Versiegelung erfolgt ist in der
WO 01/64421 offenbart. Der Herstellprozeß basiert auf das sogenannte Bottle-Pack
®-Verfahren, wie es beispielsweise in der deutschen Offenlegungsschrift
DE 14 114 69 beschrieben wird. Hierbei wird ein schlauchartiger Vorformling in eine zweiteilige
Kavität geführt. Die Kavität wird geschlossen, wobei der untere Schlauchabschnitt
versiegelt wird, anschließend wird der Schlauch aufgeblasen zur Ausbildung der Kapselform
in der Kavität, befüllt und abschließend versiegelt.
[0167] Das für die Herstellung der wasserlöslichen Portion verwendete Hüllmaterial ist vorzugsweise
ein wasserlöslicher polymerer Thermoplast, besonders bevorzugt ausgewählt aus der
Gruppe (gegebenenfalls teilweise acetalisierter) Polyvinylalkohol, Polyvinylalkohol-Copolymere.
Polyvinylpyrrolidon, Polyethylenoxid, Gelatine, Cellulose und deren Derivate, Stärke
und deren Derivate, Blends und Verbünde, anorganische Salze und Mischungen der genannten
Materialien, vorzugsweise Hydroxypropylmethylcellulose und/oder Polyvinylalkohol-Blends.
[0168] Die vorstehend beschriebenen Polyvinylalkohole sind kommerziell verfügbar, beispielsweise
unter dem Warenzeichen Mowio
® (Clariant). Im Rahmen der vorliegenden Erfindung besonders geeignete Polyvinylalkohole
sind beispielsweise Mowiol
® 3-83, Mowiol
® 4-88, Mowiol
® 5-88, Mowiol
® 8-88 sowie Clariant L648.
[0169] Weitere als Material für die Hohlkörper besonders geeignete Polyvinylalkohole sind
der nachstehenden Tabelle zu entnehmen:
| Bezeichnung |
Hydrolysegrad [%] |
Molmasse [kDa] |
Schmelzpunkt [°C] |
| Airvol® 205 |
88 |
15 - 27 |
230 |
| Vinex® 2019 |
88 |
15 - 27 |
170 |
| Vinex® 2144 |
88 |
44 - 65 |
205 |
| Vinex® 1025 |
99 |
15 - 27 |
170 |
| Vinex® 2025 |
88 |
25 - 45 |
192 |
| Gohsefimer® 5407 |
30 - 28 |
23.600 |
100 |
| Gohsefimer® LL02 |
41 - 51 |
17.700 |
100 |
[0170] Weitere als Material für die Umhüllung geeignete Polyvinylalkohole sind ELVANOL
® 51-05, 52-22, 50-42, 85-82, 75-15, T-25, T-66, 90-50 (Warenzeichen der Du Pont),
ALCOTEX
® 72.5, 78, B72, F80/40, F88/4, F88/26, F88/40, F88/47 (Warenzeichen der Harlow Chemical
Co.), Gohsenol
® NK-05, A-300, AH-22, C-500, GH-20, GL-03, GM-14L, KA-20, KA-500, KH-20, KP-06, N-300,
NH-26, NM11Q, KZ-06 (Warenzeichen der Nippon Gohsei K.K.).
[0171] Das zur Herstellung der erfindungsgemäßen Portion verwendete wasserlösliche Thermoplast
kann zusätzlich Polymere ausgewählt aus der Gruppe, umfassend Acrylsäure-haltige Polymere,
Polyacrylamide, Oxazolin-Polymere, Polystyrolsulfonate, Polyurethane, Polyester, Polyether
und/oder Mischungen der vorstehenden Polymere, aufweisen.
[0172] Bevorzugt ist, wenn das verwendete wasserlösliche Thermoplast einen Polyvinylalkohol
umfaßt, dessen Hydrolysegrad 70 bis 100 Mol-%, vorzugsweise 80 bis 90 Mol-%, besonders
bevorzugt 81 bis 89 Mol-% und insbesondere 82 bis 88 Mol-% ausmacht.
[0173] Weiter bevorzugt ist, dass das verwendete wasserlösliche Thermoplast einen Polyvinylalkohol
umfaßt, dessen Molekulargewicht im Bereich von 10.000 bis 100.000 gmol
-1, vorzugsweise von 11.000 bis 90.000 gmol
-1, besonders bevorzugt von 12.000 bis 80.000 gmol
-1 und insbesondere von 13.000 bis 70.000 gmol
-1 liegt.
[0174] Weiterhin bevorzugt ist, wenn die Thermoplasten in Mengen von mindestens 50 Gew.-%,
vorzugsweise von mindestens 70 Gew.-%, besonders bevorzugt von mindestens 80 Gew.-%
und insbesondere von mindestens 90 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gewicht des wasserlöslichen
polymeren Thermoplasts, vorliegt.
[0175] Die polymeren Thermoplasten können zur Verbesserung ihrer Bearbeitbarkeit Plastifizierhilfsmittel,
d.h. Weichmacher, enthalten. Dies kann insbesondere dann von Vorteil sein, wenn als
Polymermaterial für die Portion Polyvinylalkohol oder partiell hydrolysiertes Polyvinylacetat
gewählt wurde. Als Plastifizierhilfsmittel haben sich insbesondere Glycerin, Triethanolamin,
Ethylenglycol, Propylenglycol, Diethylen- oder Dipropylenglycol, Diethanolamin und
Methyldiethylamin bewährt.
[0176] Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung von einer mikrokristallinen
Cellulose, vorzugsweise einer mikrokristallinen Cellulose, hervorgegangen aus einem
mikrobiologischen Fermentationsprozeß, wobei mindestens 90 % der Partikel der mikrokristallinen
Cellulose eine Teilchengröße kleiner als 100 µm aufweisen in einem flüssigen Textilreinigungsmittel,
enthaltend nichtionische Tenside, zur Reduzierung der Flusenbildung.
[0177] Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung eines erfindungsgemäßen
flüssigen Textilreinigungsmittels oder eines erfindungsgemäßen Feinwaschmittels oder
eines erfindungsgemäßen Flüssigwaschmittels oder eines erfindungsgemäßen nichtwäßrigem
Flüssigwaschmittels zur Verringerung der Flusenbildung und/oder zur Verringerung der
Pillbildung textiler Flächengebilde.
[0178] Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Reduzierung der Flusenbildung
textiler Flächengebilde durch in Kontaktbringen textiler Flächenbilde mit einem erfindungsgemäßen
flüssigen Textilreinigungsmittel oder einem erfindungsgemäßen Feinwaschmittels oder
einem erfindungsgemäßen Flüssigwaschmittels oder einem erfindungsgemäßen nichtwäßrigen
Flüssigwaschmittels in einem Textilreinigungsprozeß.
[0179] Die erfindungsgemäßen Mittel werden durch einfaches, dem Fachmann geläufiges, Zusammenmischen
und Rühren der Einzelkomponenten hergestellt.
Beispiele
[0180] Erfindungsgemäße Flüssigwaschmittel sind beispielsweise
E1 deren ZusammenSetzungen in Tabelle 1 wiedergegeben wird.
Tabelle 1
| Rohstoff |
E1 |
E2 |
E3 |
| APG 600[a] |
1,5 |
--- |
--- |
| Entschäumer[b] |
0,03 |
0,03 |
0,03 |
| Glycerin |
5,0 |
--- |
--- |
| Diethylenglycol |
0,5 |
--- |
--- |
| Propylen-1,2-glycol |
--- |
5 |
5 |
| Ethanol |
--- |
2,5 |
2,3 |
| Texapon N70[c] |
5 |
5 |
5 |
| Dehydol LT7[d] |
12 |
13 |
12 |
| Borsäure |
0,25 |
1 |
1 |
| Natriumformiat |
1,5 |
--- |
--- |
| Natriumcitrat x 2 H2O |
--- |
2 |
4 |
| Natriumhydroxid |
0,85 |
0,85 |
1,5 |
| Laurinsäure |
3 |
3 |
6 |
| Ölsäure |
1,5 |
1,5 |
2,4 |
| Zinkricinoleat |
0,5 |
0,5 |
--- |
| Acusol 820[e] |
0,2 |
--- |
--- |
| Dequest 2066 [f] |
0,5 |
0,5 |
0,03 |
| Polyvinylpyrolidon |
0,1 |
0,1 |
0,4 |
| Protease |
0,4 |
0,4 |
0,4 |
| Amylase |
--- |
0,1 |
0,1 |
| Parfüm |
0,7 |
0,7 |
0,7 |
| Arbocel® BE 600-10[g] |
5,0 |
3,5 |
1,5 |
| Wasser |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
[a] C12-16-Fettalkohol-1,4-Glucosid
[b] Dimethylpolysiloxan-Emulgator-Gemisch ex Dow
[c] C12-14-Ethefsulfat mit 2 EO ex Cognis
[d] C12-18-Fottalkohol + 7 EO ex Cognis
[e] Methacrylsäure(stearylalkohol-20-EO)ester-Acrylsäure-Copolymer ex Cognis
[f] Diethylentriaminpentamethylenphosphonsäure-Na-Salz ex Monsanto
[g] mikrokristalline Cellulose (durchschnittliche Faserlänge: 18 µm) ex Rettenmaier |
[0181] Tabelle 2 zeigt die Formulierung des erfindungsgemäßen Feinwaschmittels E4.
Tabelle 2
| Rohstoff |
E4 |
| APG 600 |
2,5 |
| Ethylenglykoldistearat |
0,3 |
| Ethanol |
0,37 |
| Cetylstearylalkoholsulfat-Na-Salz |
0,47 |
| Dehydol LT7 |
14,0 |
| Stepantex VA90 [h] |
2,5 |
| Zitronensäure |
0,05 |
| Cellulase |
0,04 |
| Parfüm |
0,7 |
| Cellulon®[k] |
0,5 |
| Wasser |
ad 100 |
[h] N-Methyl-N(2-hydroxyethyl)-N,N-(ditalgacyloxyethyl)-ammonium-methosulfat ex Stepan
[k] biotechnologisch hergestellte Mikrocellulose ex Kelco |
[0182] In Tabelle 3 ist ein erfindungsgemäßes nichtwäßriges Flüssigwaschmittel E5 dargestellt.
Tabelle 3
| Rohstoff |
E5 |
| Glycerin |
1 |
| Ethanol |
3,3 |
| C12-14-Fettalkohol+EO+PO |
22,5 |
| Dodecylbenzolsulfonsäure-Isopropylamin-Salz |
24,5 |
| C12-18- Fettsäure |
17,5 |
| Dequest 2066 |
0,6 |
| Monoethanolamin |
4,9 |
| Protease |
1 |
| Amylase |
0,2 |
| Cellulase |
0,06 |
| Wasser |
6 |
| Parfüm |
0,25 |
| Farbstoff |
+ |
| Arbocel® BE 600-10[9] |
5,0 |
| Propylenglycol |
ad 100 |
[0183] Die erfindungsgemäßen Mittel E1 bis E5 zeigten eine reduzierte Flusenbildung und
Pillbildung im Vergleich zu nicht erfindungsgemäßen Mitteln, die keine Flusenreduktionskomponente
enthielten.
1. Flüssiges Textilreinigungsmittel, enthaltend mindestens eine Flusenreduktionskomponente,
die eine mikrokristalline Cellulose, vorzugsweise eine mikrokristalline Cellulose,
hervorgegangen aus einem mikrobiologischen Fermentationsprozeß, ist, wobei mindestens
90 % der Partikel der Flusenreduktionskomponente eine Teilchengröße kleiner als 100
µm aufweisen, und nichtionische Tenside.
2. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens 90% der Partikel eine Teilchengröße kleiner als 50 µm, besonders bevorzugt
kleiner als 20 µm aufweisen.
3. Mittel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Gehalt der Flusenreduktionskomponente 0,005 bis 15 Gew.-%, vorzugsweise 0,01
bis 10 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,1 bis 7 Gew.-% und insbesondere 0,5 bis 5 Gew.-%,
jeweils bezogen auf das gesamte Mittel, beträgt.
4. Mittel nach einem Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß es als nichtionische Tenside alkoxylierte Fettalkohole, bevorzugt ethoxylierte und/oder
propoxylierte Fettalkohole, enthält.
5. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß es anionische Tenside, vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe der Fettalkoholsulfate
und/oder Fettalkoholethersulfate und/oder Alkylbenzolsulfonate und/oder Seifen, enthält.
6. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß es Komplexierungsmittel enthält.
7. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß es Enzyme, vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe der Proteasen und/oder Amylasen
und/oder Cellulasen enthält.
8. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß es eine Viskosität von 50 bis 5000 mPas, besonders bevorzugt von 50 bis 3000 mPas
und insbesondere von 500 bis 1500 mPas (gemessen bei 20 °C mit einem Rotationsviskosimeter
(Brookfield RV, Spindel 2) bei 20 rpm) aufweist.
9. Feinwaschmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß es zusätzlich mindestens eine Weichmacherkomponente enthält.
10. Feinwaschmittel nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß es als Weichmacherkomponente kationische Tenside, bevorzugt alkylierte quaternäre
Ammoniumverbindungen, von denen mindestens eine Alkylkette durch eine Estergruppe
und/oder Amidogruppe unterbrochen ist, insbesondere N-Methyl-N(2-hydroxyethyl)-N,N-(ditalgacyloxyethyl)ammonium-methosulfat
oder N-Methyl-N(2-hydroxyethyl)-N,N-(dipalmitoylethyl)ammonium-methosulfat, enthält.
11. Feinwaschmittel nach einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß es die Weichmacherkomponente in einer Menge bis zu 15 Gew.-%, vorzugsweise von 0,1
bis 10 Gew.-%, besonders bevorzugt von 0,5 bis 7 Gew.-% und insbesondere von 1 bis
3 Gew.-%, jeweils bezogen auf das gesamte Mittel, enthält.
12. Feinwaschmittel nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß es Cellulase, vorzugsweise in einer Menge von 0,005 bis 2 Gew.-%, besonders bevorzugt
von 0,01 bis 1 Gew.-%, insbesondere von 0,02 bis 0,5 Gew.-%, jeweils bezogen auf das
gesamte Mittel, enthält.
13. Feinwaschmittel nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß es nichtionische Tenside, ausgewählt aus der Gruppe der alkoxylierten Fettalkohole
und/oder Alkylglycoside enthält.
14. Feinwaschmittel nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß es die nichtionischen Tenside in Mengen von bis zu 30 Gew.-%, vorzugsweise von 5
bis 25 Gew.-%, besonders bevorzugt von 10 bis 20 Gew.-%, jeweils bezogen auf das gesamte
Mittel, enthält.
15. Feinwaschmittel nach einem der Ansprüche 9 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß es anionische Tenside in Mengen unterhalb von 10 Gew.-%, vorzugsweise unterhalb von
5 Gew.-% und insbesondere unterhalb von 1 Gew.-%, jeweils bezogen auf das gesamte
Mittel, enthält.
16. Feinwaschmittel nach einem der Ansprüche 9 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß es zusätzlich ein Perlglanzmittel enthält.
17. Feinwaschmittel nach einem Ansprüche 9 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß es bis zu 95 Gew.-%, besonders bevorzugt 20 bis 90 Gew.-% und insbesondere 50 bis
80 Gew.-% eines oder mehrerer Lösungsmittel, vorzugsweise wasserlösliche Lösungsmittel
und insbesondere Wasser, enthält.
18. Flüssigwaschmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß es anionische Tenside in Mengen von bis zu 30 Gew.-%, vorzugsweise bis zu 25 Gew.-%,
besonders bevorzugt von 5 bis 20 Gew.-%, insbesondere von 8 bis 15 Gew.-%, jeweils
bezogen auf das gesamte Mittel, enthält.
19. Flüssigwaschmittel nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß es die nichtionischen Tenside in Mengen bis zu 30 Gew.-%, vorzugsweise von 5 bis
20 Gew.-%, insbesondere von 10 bis 15 Gew.-%, jeweils bezogen auf das gesamte Mittel,
enthält.
20. Flüssigwaschmittel nach einem der Ansprüche 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, daß es bis zu 90 Gew.-%, besonders bevorzugt 20 bis 85 Gew.-% und insbesondere 50 bis
80 Gew.-% eines oder mehrerer Lösungsmittel, vorzugsweise wasserlösliche Lösungsmittel
und insbesondere Wasser, enthält.
21. Flüssigwaschmittel nach einem der Ansprüche 18 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß es zusätzlich Verdicker, vorzugsweise in Mengen von bis zu 10 Gew.-%, besonders bevorzugt
bis zu 5 Gew.-%, insbesondere von 0,1 bis 1 Gew.-%, jeweils bezogen auf das gesamte
Mittel, enthält.
22. Flüssigwaschmittel nach einem der Ansprüche 18 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß es Enzym, vorzugsweise Protease und/oder Amylase enthält.
23. Flüssigwaschmittel nach einem der Ansprüche 18 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß es Zusatzstoffe ausgewählt aus der Gruppe der Geruchsabsorber und/oder Farbübertragungsinhibitoren
enthält.
24. Nichtwäßriges Flüssigwaschmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß es die nichtionischen Tenside in einer Menge bis zu 35 Gew.-%, vorzugsweise von 15
bis 25 Gew.-%, jeweils bezogen auf das gesamte Mittel, aufweist.
25. Nichtwäßriges Flüssigwaschmittel nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß es anionische Tenside in Mengen bis zu 60 Gew.-%, vorzugsweise von 20 bis 50 Gew.-%,
insbesondere von 30 bis 45 Gew.-%, jeweils bezogen auf das gesamte Mittel, enthält.
26. Nichtwäßriges Flüssigwaschmittel nach einem der Ansprüche 24 oder 25, dadurch gekennzeichnet, daß der Gesamttensidgehalt, ohne die Menge an Fettsäureseife, unterhalb von 55 Gew.-%,
vorzugsweise unterhalb von 50 Gew.-%, jeweils bezogen auf das gesamte Mittel, liegt.
27. Nichtwäßriges Flüssigwaschmittel nach einem der Ansprüche 24 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß es organische Lösungsmittel in Mengen bis zu 50 Gew.-%, vorzugsweise bis 45 Gew.-%,
insbesondere von 20 bis 40 Gew.-%, jeweils bezogen auf das gesamte Mittel, enthält.
28. Nichtwäßriges Flüssigwaschmittel nach einem der Ansprüche 24 bis 27, dadurch gekennzeichnet, daß es Enzyme, vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe der Proteasen und/oder Amylasen
und/oder Cellulasen, enthält.
29. Nichtwäßriges Flüssigwaschmittel nach einem der Ansprüche 24 bis 28, dadurch gekennzeichnet, daß es als Portion in einer ganz oder teilweise wasserlöslichen Umhüllung vorliegt.
30. Nichtwäßriges Flüssigwaschmittel nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, daß die ganz oder teilweise wasserlösliche Umhüllung ein oder mehrere Materialien ausgewählt
aus der Gruppe (gegebenenfalls teilweise acetalisierter) Polyvinylalkohol, Polyvinylalkohol-Copolymere,
Polyvinylpyrrolidon, Polyethylenoxid, Gelatine, Cellulose und deren Derivate, Stärke
und deren Derivate, Blends und Verbünde, anorganische Salze und Mischungen der genannten
Materialien, vorzugsweise Hydroxypropylmethylcellulose und/oder Polyvinylalkohol-Blends,
enthält.
31. Verwendung von einer mikrokristalline Cellulose, vorzugsweise einer mikrokristallinen
Cellulose, hervorgegangen aus einem mikrobiologischen Fermentationsprozeß, wobei mindestens
90 % der Partikel der mikrokristallinen Cellulose eine Teilchengröße kleiner als 100
µm aufweisen in einem flüssigen Textilreinigungsmittel, enthaltend nichtionische Tenside,
zur Reduzierung der Flusenbildung.
32. Verwendung eines flüssigen Textilreinigungsmittels nach einem der Ansprüche 1 bis
8 oder eines Feinwaschmittels nach einem der Ansprüche 9 bis 17 oder eines Flüssigwaschmittels
nach einem der Ansprüche 18 bis 23 oder eines nichtwäßrigen Flüssigwaschmittels nach
einem der Ansprüche 24 bis 30 zur Verringerung der Flusenbildung textilen Flächengebildes.
33. Verwendung eines flüssigen Textilreinigungsmittels nach einem der Ansprüche 1 bis
8 oder eines Feinwaschmittels nach einem der Ansprüche 9 bis 17 oder eines Flüssigwaschmittels
nach einem der Ansprüche 18 bis 23 oder eines nichtwäßrigen Flüssigwaschmittels nach
einem der Ansprüche 24 bis 30 zur Verringerung der Pillbildung textilen Flächengebildes.
34. Verfahren zur Reduzierung der Flusenbildung textiler Flächengebilde durch in Kontaktbringen
textiler Flächenbilde mit einem flüssigen Textilreinigungsmittel nach einem der Ansprüche
1 bis 8 oder einem Feinwaschmittels nach einem der Ansprüche 9 bis 17 oder einem Flüssigwaschmittels
nach einem der Ansprüche 18 bis 23 oder einem nichtwäßrigen Flüssigwaschmittels nach
einem der Ansprüche 24 bis 30 in einem Textilreinigungsprozeß.
1. Agent de nettoyage liquide pour les textiles contenant au moins un composant de réduction
des peluches, qui représente une cellulose microcristalline, de préférence une cellulose
microcristalline que l'on obtient à partir d'un processus de fermentation microbiologique,
au moins 90 % des particules du composant de réduction des peluches présentant une
granulométrie inférieure à 100 µm, et des agents tensioactifs non ioniques.
2. Agent selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'au moins 90 % des particules présentent une granulométrie inférieure à 50 µm, de manière
particulièrement préférée inférieure à 20 µm.
3. Agent selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la teneur en composant de réduction des peluches s'élève de 0,005 à 15 % en poids,
de préférence de 0,01 à 10 % en poids, de manière particulièrement préférée de 0,1
à 7 % en poids et en particulier de 0,5 à 5 % en poids, chaque fois rapportée à l'agent
dans sa totalité.
4. Agent selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'il contient, à titre d'agents tensioactifs non ioniques, des alcools gras alcoxylés,
de préférence des alcools gras éthoxylés et/ou propoxylés.
5. Agent selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'il contient des agents tensioactifs anioniques, choisis de préférence parmi le groupe
des sulfates d'alcools gras et/ou des éthersulfates d'alcools gras et/ou des alkylbenzènesulfonates
et/ou des savons.
6. Agent selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'il contient des agents de complexation.
7. Agent selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'il contient des enzymes, choisies de préférence parmi le groupe des protéases et/ou
des amylases et/ou des cellulases.
8. Agent selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce qu'il présente une viscosité de 50 à 5000 mPas, de manière particulièrement préférée
de 50 à 3000 mPas et en particulier de 500 à 1500 mPas (mesurée à 20 °C avec un viscosimètre
rotatif (Brookfield RV, broche 2) à 20 tours/minute).
9. Agent de lavage pour le linge délicat selon l'une quelconque des revendications 1
à 8, caractérisé en ce qu'il contient en outre au moins un composant faisant office d'adoucisseur.
10. Agent de lavage pour le linge délicat selon la revendication 9, caractérisé en ce qu'il contient, à titre de composant faisant office d'adoucisseur, des agents tensioactifs
cationiques, de préférence des composés d'ammonium quaternaires alkylés, dont au moins
une chaîne alkyle est interrompue par un groupe ester et/ou par un groupe amido, en
particulier le méthosulfate de N-méthyl-N(2-hydroxyéthyl)-N,N-(disuifacyloxyéthyl)ammonium
ou le méthosulfate de N-méthyl-N(2-hydroxyéthyl)-N,N-(dipalmitoyléthyl)ammonium.
11. Agent de lavage pour le linge délicat selon l'une quelconque des revendications 9
ou 10, caractérisé en ce qu'il contient le composant faisant office d'adoucisseur en une quantité s'élevant jusqu'à
15 % en poids, de préférence en une quantité de 0,1 à 10 % en poids, de manière particulièrement
préférée de 0,5 à 7 % en poids et en particulier de 1 à 3 % en poids, chaque fois
rapportée à l'agent dans sa totalité.
12. Agent de lavage pour le linge délicat selon l'une quelconque des revendications 9
à 11, caractérisé en ce qu'il contient de la cellulase, de préférence en une quantité de 0,005 à 2 % en poids,
de manière particulièrement préférée de 0,01 à 1 % en poids, en particulier de 0,02
à 0,5 % en poids, chaque fois rapportée à l'agent dans sa totalité.
13. Agent de lavage pour le linge délicat selon l'une quelconque des revendications 9
à 12, caractérisé en ce qu'il contient des agents tensioactifs non ioniques, choisis parmi le groupe des alcools
gras alcoxylés et/ou des alkylglycosides.
14. Agent de lavage pour le linge délicat selon la revendication 13, caractérisé en ce qu'il contient les agents tensioactifs non ioniques dans des quantités s'élevant jusqu'à
30 % en poids, de préférence dans des quantités de 5 à 25 % en poids, de manière particulièrement
préférée de 10 à 20 % en poids, chaque fois rapportées à l'agent dans sa totalité.
15. Agent de lavage pour le linge délicat selon l'une quelconque des revendications 9
à 14, caractérisé en ce qu'il contient des agents tensioactifs anioniques dans des quantités inférieures à 10
% en poids, de préférence inférieures à 5 % en poids et en particulier inférieures
à 1 % en poids, chaque fois rapportées à l'agent dans sa totalité.
16. Agent de lavage pour le linge délicat selon l'une quelconque des revendications 9
à 15, caractérisé en ce qu'il contient en outre un agent conférant un aspect nacré.
17. Agent de lavage pour le linge délicat selon l'une quelconque des revendications 9
à 16, caractérisé en ce qu'il contient, jusqu'à 95 % en poids, de manière particulièrement préférée de 20 à 90
% en poids et en particulier de 50 à 80 % en poids, un ou plusieurs solvants, de préférence
des solvants solubles dans l'eau et en particulier de l'eau.
18. Agent de lavage liquide selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce qu'il contient des agents tensioactifs anioniques dans des quantités s'élevant jusqu'à
30 % en poids, de préférence jusqu'à 25 % en poids, de manière particulièrement préférée
dans des quantités de 5 à 20 % en poids, en particulier de 8 à 15 % en poids, chaque
fois rapportées à l'agent dans sa totalité.
19. Agent de lavage liquide selon la revendication 18, caractérisé en ce qu'il contient les agents tensioactifs non ioniques dans des quantités s'élevant jusqu'à
30 % en poids, de préférence dans des quantités de 5 à 20 % en poids, en particulier
de 10 à 15 % en poids, chaque fois rapportées à l'agent dans sa totalité.
20. Agent de lavage liquide selon l'une quelconque des revendications 18 ou 19, caractérisé en ce qu'il contient, jusqu'à 90 % en poids, de manière particulièrement préférée de 20 à 85
% en poids et en particulier de 50 à 80 % en poids, d'un ou plusieurs solvants, de
préférence des solvants solubles dans l'eau et en particulier de l'eau.
21. Agent de lavage liquide selon l'une quelconque des revendications 18 à 20, caractérisé en ce qu'il contient en outre des épaississants, de préférence dans des quantités s'élevant
jusqu'à 10 % en poids, de manière particulièrement préférée jusqu'à 5 % en poids,
en particulier dans des quantités de 0,1 à 1 % en poids, chaque fois rapportées à
l'agent dans sa totalité.
22. Agent de lavage liquide selon l'une quelconque des revendications 18 à 21, caractérisé en ce qu'il contient une ou plusieurs enzymes, de préférence une ou plusieurs protéases et/ou
une ou plusieurs amylases.
23. Agent de lavage liquide selon l'une quelconque des revendications 18 à 22, caractérisé en ce qu'il contient des additifs choisis parmi le groupe des absorbants des odeurs et/ou des
inhibiteurs du transfert de couleurs.
24. Agent de lavage liquide non aqueux selon l'une quelconque des revendications 1 à 8,
caractérisé en ce qu'il présente les agents tensioactifs non ioniques en une quantité s'élevant jusqu'à
35 % en poids, de préférence en une quantité de 15 à 25 % en poids, chaque fois rapportée
à l'agent dans sa totalité.
25. Agent de lavage liquide non aqueux selon la revendication 24, caractérisé en ce qu'il contient des agents tensioactifs anioniques dans des quantités s'élevant jusqu'à
60 % en poids, de préférence dans des quantités de 20 à 50 % en poids, en particulier
de 30 à 45 % en poids, chaque fois rapportées à l'agent dans sa totalité.
26. Agent de lavage liquide non aqueux selon l'une quelconque des revendications 24 ou
25, caractérisé en ce que la teneur totale en agents tensioactifs, sans prendre en compte la quantité de savon
d'acide gras, est inférieure à 55 % en poids, de préférence inférieure à 50 % en poids,
chaque fois rapportée à l'agent dans sa totalité.
27. Agent de lavage liquide non aqueux selon l'une quelconque des revendications 24 à
26, caractérisé en ce qu'il contient des solvants organiques dans des quantités s'élevant jusqu'à 50 % en poids,
de préférence jusqu'à 45 % en poids, en particulier dans des quantités de 20 à 40
% en poids, chaque fois rapportées à l'agent dans sa totalité.
28. Agent de lavage liquide non aqueux selon l'une quelconque des revendications 24 à
27, caractérisé en ce qu'il contient des enzymes, de préférence choisies parmi le groupe des protéases et/ou
des amylases et/ou des cellulases.
29. Agent de lavage liquide non aqueux selon l'une quelconque des revendications 24 à
28, caractérisé en ce qu'il est présent sous la forme d'une portion dans une enveloppe totalement ou partiellement
soluble dans l'eau.
30. Agent de lavage liquide non aqueux selon la revendication 29, caractérisé en ce que l'enveloppe totalement ou partiellement soluble dans l'eau contient une ou plusieurs
matières choisies parmi le groupe comprenant de l'alcool polyvinylique (le cas échéant
partiellement acétalisé), des copolymères d'alcool polyvinylique, de la polyvinylpyrrolidone,
de l'oxyde de polyéthylène, de la gélatine, de la cellulose et ses dérivés, de l'amidon
et ses dérivés, des mélanges et des composites, des sels inorganiques et des mélanges
des matières mentionnées, de préférence de l'hydroxypropylméthylcellulose et/ou des
mélanges d'alcool polyvinylique.
31. Utilisation d'une cellulose microcristalline, de préférence d'une cellulose microcristalline
que l'on obtient à partir d'un processus de fermentation microbiologique, au moins
90 % des particules de la cellulose microcristalline présentant une granulométrie
inférieure à 100 µm, dans un agent liquide de nettoyage pour les textiles, contenant
des agents tensioactifs non ioniques, pour la réduction de la formation de peluches.
32. Utilisation d'un agent liquide de nettoyage pour les textiles selon l'une quelconque
des revendications 1 à 8 ou d'un agent de lavage pour le linge délicat selon l'une
quelconque des revendications 9 à 17 ou d'un agent de lavage liquide selon l'une quelconque
des revendications 18 à 23 ou d'un agent de lavage liquide non aqueux selon l'une
quelconque des revendications 24 à 30 pour la réduction de la formation de peluches
d'un produit plat textile.
33. Utilisation d'un agent liquide de nettoyage pour les textiles selon l'une quelconque
des revendications 1 à 8 ou d'un agent de lavage pour le linge délicat selon l'une
quelconque des revendications 9 à 17 ou d'un agent de lavage liquide selon l'une quelconque
des revendications 18 à 23 ou d'un agent de lavage liquide non aqueux selon l'une
quelconque des revendications 24 à 30 pour la réduction de la formation de bouloches
d'un produit plat textile.
34. Procédé pour la réduction de la formation de peluches de produits plats textiles par
la mise en contact de produits plats textiles avec un agent liquide de nettoyage pour
les textiles selon l'une quelconque des revendications 1 à 8 ou avec un agent de lavage
pour le linge délicat selon l'une quelconque des revendications 9 à 17 ou d'un agent
de lavage liquide selon l'une quelconque des revendications 18 à 23 ou avec un agent
de lavage liquide non aqueux selon l'une quelconque des revendications 24 à 30 dans
un processus de nettoyage des textiles.