[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Injektor mit einem Leckageanschluss zur
Einspritzung von Kraftstoff in einen Brennraum einer Brennkraftmaschine.
[0002] Als Kraftstoffversorgungssystem für Brennkraftmaschinen werden zunehmend Speichereinspritzsysteme
eingesetzt, bei denen mit sehr hohen Einspritzdrücken gearbeitet wird. Bei diesen
Speichereinspritzsystemen wird Kraftstoff mittels einer Hochdruckpumpe in einen Kraftstoffinjektor
gefördert, aus dem in die Brennkammer der Brennkraftmaschine eingespritzt wird. Ein
derartiger Kraftstoffinjektor weist ein Einspritzventil auf, das hydraulisch von einem
Steuerventil mit Hilfe eines angelegten Kraftstoffdrucks geöffnet oder geschlossen
wird. Das Steuerventil wird dabei von einem Aktuator betätigt.
[0003] Auf Grund der hohen Drücke tritt insbesondere beim Steuervorgang durch das Steuerventil
ein starker Kraftstoffrückfluss aus dem Kraftstoffinjektor auf, welcher über eine
Leckageleitung in einen Kraftstoffvorratsbehälter zurückgeführt wird. Wie beispielsweise
aus der DE 199 40 387 C1 bekannt, ist der Leckageanschluss am Injektor durch eine
gestufte Bohrung gebildet, in welche eine Leitung mit einem Anschlussnippel eingeführt
wird. Um zu verhindern, dass der Anschlussnippel vom abfließenden Kraftstoff aus dem
Leckageanschluss herausgedrückt wird, wird der Anschlussnippel am Kraftstoffinjektor
mittels eines biegeelastischen Sicherungselements gesichert. Diese Anordnung ist jedoch
relativ aufwendig und umfasst eine Vielzahl von Einzelbauteilen.
[0004] Eine andere Befestigungsmöglichkeit einer Leckageleitung mit Nippel an einem Leckageanschluss
des Injektors mittels eines Federelements ist beispielsweise aus der EP 0 886 065
A1 bekannt, welche jedoch ebenfalls eine Vielzahl von Bauteilen aufweist und einen
relativ großen Herstellungs- und Montageaufwand bedingt.
[0005] Aus der DE 100 36 137 A1 ist ein Leckageanschluss bekannt, der einen integral gebildeten
Leckagenippel umfasst. Der Leckageanschluss weist eine Haltevorrichtung auf, um den
Leckageanschluss an einem davon getrennten Injektorbauteil zu befestigen. In die Leckagebohrung
der Leckageleitung ist ein Einstecknippel anbringbar. Ferner ist ein Hochdruckstutzen
vorgesehen, an dem eine Hochdruckleitung mittels einer Haltevorrichtung befestigbar
ist. Der Einstecknippel weist ein Bauteil auf, dass, wenn der Einstecknippel an der
Leckagebohrung angeordnet ist, durch Anbringen einer Halteeinrichtung der Hochdruckleitung
vom Hochdruckstutzen lagefixiert wird.
[0006] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Injektor mit einem Leckageanschluss
bereitzustellen, welcher einfach aufgebaut ist und einfach und kostengünstig herstellbar
ist sowie eine sichere Abdichtung zwischen dem Leckageanschluss und einer Leckagerücklaufleitung
ermöglicht.
[0007] Diese Aufgabe wird durch einen Injektor mit einem Leckageanschluss mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 bzw. 14 bzw. eine Leckagerücklaufvorrichtung nach Anspruch 13 gelöst.
Die Unteransprüche zeigen vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung.
[0008] Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung wird die Anbindung der Leckagerücklaufleitung
an einen Leckageanschluss am Kraftstoffinjektor dadurch gelöst, dass der Leckageanschluss
einstückig mit einem bereits vorhandenen Bauteil des Injektors gebildet ist und dabei
ein Leckagenippel zur Anbindung einer Leckagerücklaufleitung einstückig am Leckageanschluss
ausgebildet ist. Erfindungsgemäß wird somit bei einem bereits existierenden Bauteil
des Injektors mit einer entsprechenden Bauteilfunktion noch der Leckageanschluss mit
der Funktion der Anbindung einer Leckagerücklaufleitung integriert. Dadurch kann die
Bauteilezahl gering gehalten werden. Die im Stand der Technik notwendige aufwendige
Sicherung eines Leckagenippels der Leckagerücklaufleitung im Leckageanschluss kann
entfallen. Somit kann weiterhin auf die im Stand der Technik notwendige aufwendige
Stufenbohrung im Leckageanschluss verzichtet werden. Erfindungsgemäß können somit
signifikante Verringerungen der Herstellungskosten erzielt werden, was insbesondere
bei den hohen Stückzahlen von Kraftstoffinjektoren große Kostenvorteile bringt.
[0009] Vorzugsweise ist der erfindungsgemäße Leckageanschluss derart aufgebaut, dass an
dem Bauteil des Injektors mit Leckageanschluss zwei Leckagenippel integral gebildet
sind. Somit weist das Injektorbauteil zwei Leckageanschlüsse auf, sodass eine Leckage
an unterschiedlichen Stellen am Injektor abgeleitet werden kann. Vorzugsweise sind
die beiden Leckagenippel um 180° einander gegenüberliegend angeordnet.
[0010] Um eine einfache Montage und ein möglichst strömungsgünstiges Abfließen der Leckage
zu ermöglichen, sind die Anschlussnippel bevorzugt in einem Winkel von ca. 45° zu
einer Injektorhauptachse angeordnet.
[0011] Um eine einfache Verbindung zwischen dem Injektorbauteil mit Leckageanschluss und
dem Injektor zu ermöglichen, ist an einer Übergangsstelle zwischen einer internen
Injektorleckageleitung und dem Leckageanschluss eine Aussparung gebildet. Besonders
bevorzugt ist die Aussparung als umlaufende Nut ausgebildet, welche durch das Injektorbauteil
mit integriertem Leckageanschluss überdeckt wird. Es sei angemerkt, dass die umlaufende
Nut selbstverständlich auch im Injektorbauteil mit Leckageanschluss ausgebildet sein
kann, oder dass sowohl am Injektorbauteil mit Leckageanschluss als auch am angrenzenden
Injektorbauteil eine Aussparung vorgesehen ist, welche dann im zusammengebauten Zustand
einen umlaufenden Kanal ergibt.
[0012] Um eine sichere Abdichtung der Übergangsstelle zwischen dem Injektorbauteil mit Leckageanschluss
und dem Injektor zu erreichen, ist die Übergangsstelle vorzugsweise mittels wenigstens
eines Dichtrings abgedichtet. Der Dichtring kann dabei entweder im Injektorbauteil
mit Leckageanschluss oder dem anderen Injektorbauteil angeordnet sein.
[0013] Um eine möglichst große Leckagemenge im Kraftstoffinjektor aufzunehmen, weist der
Injektor vorzugsweise eine im Wesentlichen vertikal verlaufende Leckagesammelbohrung
auf, welche über eine Querbohrung mit dem Leckageanschluss verbunden ist.
[0014] Gemäß einem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung
ist das Injektorbauteil mit integriertem Leckageanschluss ein Koppelelement zwischen
Injektor und einem Motorbauteil, z.B. dem Zylinderkopf. Vorzugsweise ist das Koppelelement
dabei eine Zentrierhülse oder ein Dämpfungsbauteil. Die Zentrierhülse dient somit
einerseits zur Zentrierung des Injektors in einem Zylinderkopf der Brennkraftmaschine
und weist als weitere Funktion die Anbindungsfunktion der Leckagerücklaufleitung auf.
Das Dämpfungsbauteil weist neben der Dämpfungsfunktion dann auch zusätzlich die Anbindungsfunktion
der Leckagerücklaufleitung auf.
[0015] Vorzugsweise ist die Innenwandung des Koppelelements als Dichtsitz für eine ringförmige
Dichtung ausgebildet. Dadurch wird eine sichere Abdichtung der Übergangsstelle zwischen
dem Koppelelement und dem Injektor erreicht.
[0016] Vorzugsweise sind Leckageanschlüsse unterschiedlicher Injektoren derart miteinander
verbunden, dass eine in Reihe geschaltete bzw. angeordnete Leckagerückleitung ausgebildet
ist. Hierzu muss wenigstens ein Injektorbauteil mit Leckageanschluss mehrere Leckageanschlüsse
aufweisen und einer dieser Leckageanschlüsse ist schließlich mit der Leckagerücklaufleitung
in den Kraftstoffvorratsbehälter verbunden. Besonders bevorzugt sind die Injektorbauteile
dabei jeweils mit zwei Leckageanschlüssen ausgebildet, sodass sich auf einfache Weise
eine Reihenschaltung mit kurzen Wegen realisieren lässt.
[0017] Um eine möglichst kostengünstige Herstellbarkeit des Injektorbauteils mit integriertem
Leckageanschluss zu ermöglichen, ist das Bauteil vorzugsweise aus Kunststoff hergestellt.
Somit kann das Injektorbauteil mit integriertem Leckageanschluss einfach, z.B. mittels
Spritzgießen, hergestellt werden. Es ist jedoch angemerkt, dass das Bauteil mit Leckageanschluss
auch aus Metall hergestellt sein kann.
[0018] Um eine schnelle und einfache Befestigungsmöglichkeit der Leckagerücklaufleitung
am Leckagenippel zu ermöglichen, weist dieser vorzugsweise eine Hinterschneidung auf.
Dadurch ist die Leckagerücklaufleitung ausreichend am Leckagenippel gesichert und
es ist eine einfache und schnelle Montage bzw. Demontage der Leckagerücklaufleitung
gegeben.
[0019] Weiterhin betrifft die vorliegende Erfindung eine Leckagerücklaufvorrichtung mit
einem erfindungsgemäßen Leckageanschluss.
[0020] Gemäß einem nicht erfindungsgemäßen Aspekt umfasst ein Leckageanschluss für einen
Injektor zur Einspritzung von Kraftstoff einen integral gebildeten Leckagenippel zur
Anbindung einer Leckagerücklaufleitung sowie eine integral gebildete Haltevorrichtung.
Die Haltevorrichtung ermöglicht eine Fixierung des Leckageanschlusses an einem anderen,
schon vorhandenen Injektorbauteil. Dadurch wird erfindungsgemäß die Anbindung des
Leckageanschlusses an ein bereits existierendes Bauteil des Injektors integriert.
[0021] Dabei weist die integral gebildete Haltevorrichtung des Leckageanschlusses zwei Spannarme
auf, welche eine kraft-und formschlüssige Verbindung mit dem existierenden Injektorbauteil
ermöglichen.
[0022] Um eine besonders einfache Montage zu ermöglichen, weisen die Spannarme einen Fixierbereich
und einen Montagehilfsbereich auf. Dabei dient der Fixierbereich zum Befestigen des
Leckageanschlusses an dem bereits existierenden Injektorbauteil.
[0023] Beispielhaft sind die Spannarme seitlich an einem Leckageablauf des Leckageanschlusses
angeordnet. Dabei dient eine Verbindungsstelle zwischen den Spannarmen und dem Leckageablauf
gleichzeitig auch als Schwenkpunkt für die Spannarme. Somit dient die Verbindungsstelle
weiterhin zur Unterteilung der Spannarme in den Fixierbereich und den Montagehilfsbereich.
[0024] Gegebenenfalls ist der Leckageanschluss T-förmig mit zwei integral gebildeten Leckagenippeln
ausgebildet. Dies ermöglicht eine redundante Abführung der Leckage oder erleichtert
ein in Reihe schalten mehrerer Leckageanschlüsse unterschiedlicher Injektoren.
[0025] Auch ist das Injektorbauteil, an welchem der Leckageanschluss fixierbar ist, ein
Kraftstoffzufuhrstutzen. Dies ermöglicht eine besonders kompakte Ausbildung des erfindungsgemäßen
Leckageanschlusses.beispeils-weise ist der Fixierbereich der Spannarme dabei senkrecht
zur Axialrichtung des Kraftstoffzufuhrstutzens abgeflacht ausgebildet, sodass eine
Befestigung der Spannarme an dem abgeflachten Fixierbereich, beispielsweise mittels
einer Mutter, erfolgen kann.
[0026] Somit ermöglicht der Leckageanschluss eine geringe Anzahl von Bauteilen, wodurch
sich der Montageaufwand deutlich verringert. Weiterhin sind keine komplizierten Befestigungsvorrichtungen
zur Befestigung des Leckageanschlusses notwendig. Bei einer Fixierung des Leckageanschlusses
an einem Kraftstoffzufuhrstutzen kann weiterhin eine besonders kompakte Bauweise mit
deutlichen Bauraumvorteilen realisiert werden.
[0027] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen in Verbindung
mit der Zeichnung beschrieben. In der Zeichnung ist:
- Figur 1
- eine schematische Schnittansicht eines Injektorbauteils mit integriertem Leckageanschluss
gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung,
- Figur 2
- eine schematische Seitenansicht eines Injektors für einen in Figur 1 gezeigten Leckageanschluss,
- Figur 3
- eine Detailansicht des Details X von Figur 2,
- Figur 4
- eine schematische, perspektivische Ansicht eines Injektorbauteils mit integriertem
Leckageanschluss gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung,
- Figur 5
- eine schematische, teilweise geschnittene Ansicht von montierten Injektorbauteilen
mit integriertem Leckageanschluss gemäß Figur 4,
- Figur 6
- eine schematische, perspektivische Teilansicht eines Speichereinspritzsystems mit
einem Leckageanschluss gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel,
- Figur 7
- eine perspektivische Ansicht eines Leckageanschlusses gemäß einem nicht erfindungsgëmaßen
Beispiel, und
- Figur 8
- eine perspektivische Ansicht des in Figur 7 gezeigten Leckageanschlusses im montierten
Zustand.
[0028] Nachfolgend wird unter Bezugnahme auf die Figuren 1 bis 3 ein erstes Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung beschrieben.
[0029] Wie in Figur 1 gezeigt, umfasst das Injektorbauteil 1 mit integriertem Leckageanschluss
eine Zentrierhülse 2 sowie einen integral daran gebildeten Leckageanschluss 3. Die
Zentrierhülse 2 dient zur Zentrierung des Kraftstoffinjektors 6 in einer Bohrung in
einem Zylinderkopf 13 einer Brennkraftmaschine.
[0030] Wie in Figur 1 gezeigt, umfasst der Leckageanschluss 3 einen integral gebildeten
Nippel 4. Der Leckageanschluss 3 ist in einem Winkel α von ca. 45° zu einer Injektorhauptachse
X-X gebildet. Im Zylinderkopf 13 ist eine entsprechende Ausnehmung 19 zur Aufnahme
des Leckageanschlusses 3 ausgebildet. Der Leckageanschluss 3 umfasst den integral
daran gebildeten Nippel 4 sowie eine innere Leckagebohrung 5. Weiterhin ist eine Hinterschneidung
12 vorgesehen, um eine Leckagerücklaufleitung (nicht dargestellt) sicher zu befestigen.
[0031] Wie insbesondere aus den Figuren 2 und 3 ersichtlich ist, ist im Injektor 6 eine
vertikal verlaufende Leckagesammelbohrung 8 ausgebildet, in welchem die Kraftstoffrücklaufmenge
des Injektors sowie Leckagen auf Grund von Spalten zwischen den Injektorbauteilen
zusammenläuft. Von der Leckagesammelbohrung 8 geht eine horizontale Querbohrung 7
zur Außenseite des Injektors 6 ab. Wie aus Figur 1 ersichtlich ist, ist im Bereich
der Querbohrung 7 eine umlaufende Nut 11 im Injektor 6 ausgebildet. An dieser umlaufenden
Nut 11 ist das Injektorbauteil 1 angeordnet, um den Leckagestrom in die Leckagerücklaufleitung
zu führen. Um eine Abdichtung zwischen dem Injektorbauteil 1 und dem Injektor 6 zu
erhalten, ist oberhalb und unterhalb der umlaufenden Nut 11 jeweils ein Dichtring
9, 10 angeordnet. Die in der vertikalen Leckagesammelbohrung 8 angesammelte Leckage
wird somit über die horizontale Querbohrung 7 und die umlaufende Nut 11 zum Leckageanschluss
3 und von dort in die Leckagerücklaufleitung geführt.
[0032] Somit umfasst das Injektorbauteil 1 sowohl die Zentrierhülse 2 als auch den einstückig
damit gebildeten Leckageanschluss 3 mit integriertem Nippel 4. Erfindungsgemäß kann
demnach die Anzahl der Bauteile gering gehalten werden, während eine sichere Verbindung
durch Vorsehen des Nippels 4 zur Befestigung einer Leckagerücklaufleitung erhalten
werden kann. Durch Vorsehen der Hinterschneidung 12 ist eine über den Nippel 4 gestülpte
Leckagerücklaufleitung sicher am Leckageanschluss 3 befestigt. Somit kann eine schnelle
Montage bzw. Demontage erreicht werden. Falls eine besonders sichere Verbindung zwischen
der Leckagerücklaufleitung und dem Leckageanschluss 3 gewünscht wird, kann zusätzlich
noch ein Klemmbauteil, wie z.B. eine Schelle, im Bereich der Hinterschneidung von
außen an der Leckagerücklaufleitung befestigt werden, um die Leckagerücklaufleitung
an der Hinterschneidung 12 zu klemmen.
[0033] Nachfolgend wird unter Bezugnahme auf die Figuren 4 bis 6 ein Injektorbauteil 1 mit
integriertem Leckageanschluss 3 gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung beschrieben. Gleiche bzw. funktional gleiche Teile sind dabei wieder mit
den gleichen Bezugszeichen bezeichnet.
[0034] Wie insbesondere in den Figuren 4 und 5 gezeigt, umfasst das Injektorbauteil 1 gemäß
dem zweiten Ausführungsbeispiel ebenfalls eine Zentrierhülse 2. Im Unterschied zum
ersten Ausführungsbeispiel ist beim zweiten Ausführungsbeispiel jedoch ein erster
Leckageanschluss 3 und ein zweiter Leckageanschluss 14 mit einem integral gebildeten
Nippel 15 ausgebildet. Somit umfasst das Injektorbauteil 1 gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel
zwei integral gebildete Leckageanschlüsse 3 und 14. Die beiden Leckageanschlüsse 3
und 14 sind hierbei um 180° einander entgegengesetzt angeordnet. Eine Innenwandung
16 der Zentrierhülse 2 ist als Anlagefläche für zwei Dichtringe ausgebildet, welche
eine am Injektor 6 gebildete, umlaufende Nut 11 abdichten.
[0035] Wie aus den Figuren 5 und 6 ersichtlich ist, sind die einzelnen Injektoren 6 jeweils
mittels Spannpratzen 18 am Zylinderkopf 13 befestigt. Die Spannpratze 18 fixiert dabei
den Injektor 6 im Zylinderkopf 13 gegenüber axialen Verschiebungen. Die Hülsen 2 sind
dabei derart ausgelegt, dass sie Einbautoleranzen bezüglich einer Fixierung in der
axialen Richtung X-X ausgleichen können.
[0036] Durch die Ausbildung des Injektorbauteils 1 mit zwei Leckageanschlüssen 3 und 14
ist es möglich, wie insbesondere aus den Figuren 5 und 6 ersichtlich, einen Leckagerücklauf
in einer Reihenschaltung auszubilden. Die am Injektor 6 anfallende Leckage wird über
die umlaufende Nut 11 sowohl zum ersten Leckageanschluss 3 als auch zum zweiten Leckageanschluss
14 abgeführt. Vom zweiten Leckageanschluss 14 wird die Leckage über eine Leckagerücklaufleitung
17 zu einem ersten Leckageanschluss 3' eines zweiten Injektors 6' geführt. Vom zweiten
Injektor 6' wird über eine umlaufende Nut 11' (Figur 5) die Leckage weiter zu einem
zweiten Leckageanschluss 14' des zweiten Injektors 6' geführt und über die Leckageleitung
17' zu einem dritten Injektor 6" geführt. Vom dritten Injektor 6" wird die Leckage
in gleicher Weise über die Leckagerückleitung 17 " zu einem vierten Injektor 6"' geführt
und von dessen zweiten Leckageanschluss 14"' zurück zu einem Kraftstoffbehälter geführt.
Durch diese Ausbildung der Anordnung mehrerer Leckageanschlüsse unterschiedlicher
Injektoren in Reihe kann eine besonders kompakte Bauform für die Leckagerückführung
ermöglicht werden. Wie aus Figur 6 ersichtlich ist, kann die Leckage dabei über den
ersten Leckageanschluss 3 des ersten Injektors 6 und den zweiten Leckageanschluss
14"' des vierten Injektors 6"' abgeführt werden. Dadurch kann eine redundante Leckagerückführung
ausgebildet werden. Zwischen den einzelnen Injektoren ergeben sich dabei sehr kurze
Leitungswege.
[0037] Durch die erfindungsgemäße Kombination zweiter Funktionen in einem Bauteil, nämlich
einer Anbindungsfunktion für eine Leckageleitung sowie in den Ausführungsbeispielen
einer Zentrierfunktion für den Injektor, werden weniger Bauteile als im Stand der
Technik nötig. Dadurch verringert sich der Montageaufwand, und auch die Herstellungskosten
können verringert werden. Weiterhin kann insbesondere durch Anordnung der Leckagerücklaufleitungen
in Reihe eine besonders kompakte Leckageeinrichtung bereitgestellt werden. Dadurch
ergeben sich Bauraumvorteile gegenüber dem Stand der Technik.
[0038] Somit betrifft die vorliegende Erfindung einen Leckageanschluss 3 für einen Injektor
6 zur Einspritzung von Kraftstoff in einen Brennraum einer Brennkraftmaschine. Der
Leckageanschluss 3 ist einstückig mit einem Injektorbauteil 1 gebildet. Weiterhin
ist am Leckageanschluss 3 integral ein Leckagenippel 4 zur Anbindung einer Leckagerücklaufleitung
17 gebildet.
[0039] Nachfolgend wird unter Bezugnahme auf die Figuren 7 und 8 ein Leckageanschluss 23
beschrieben.
[0040] Im Unterschied zu den vorhergehenden Ausführungsbeispielen ist beim Leckageanschluss
eine Haltevorrichtung, bestehend aus einem ersten Spannarm 28 und einem zweiten Spannarm
29 integral mit dem Leckageanschluss 23 gebildet.
[0041] Wie insbesondere aus Figur 7 ersichtlich ist, ist der Leckageanschluss 23 T-förmig
ausgebildet. Der Leckageanschluss 23 umfasst einen im Injektor befestigten Leckageablauf
26, welcher in eine Verzweigungsleitung 27 mündet, die an jedem ihrer beiden Enden
jeweils einen integral gebildeten Anschlussnippel 24, 25 aufweist. Somit weist der
Leckageanschluss 23 im Wesentlichen eine T-förmige Gestalt auf.
[0042] Wie weiterhin aus Figur 7 ersichtlich ist, sind an dem zum Injektor gerichteten Umfang
der Verzweigungsleitung 27 die beiden Spannarme 28, 29 integral mit dem Leckageanschluss
23 gebildet. Hierbei weist der erste Spannarm 28 einen Fixierbereich 30 und einen
Montagehilfsbereich 31 auf. Der zweite Spannarm 29 weist ebenfalls einen Fixierbereich
32 und einen Montagehilfsbereich 33 auf. An der Verbindungsstelle zwischen den Spannarmen
28, 29 und dem Leckageablauf 26 sind die Spannarme 28, 29 schwenkbar befestigt. Dies
kann beispielsweise derart realisiert werden, dass der Leckageanschluss 23 vollständig
aus einem Kunststoff mittels Spritzgießen hergestellt wird. Die Montagehilfsbereiche
31, 33 sind dabei bei der Montage derart eingesetzt, dass sie durch Zusammendrücken
in Richtung der Pfeile A bzw. B gegeneinander bewegt werden. Dadurch spreizen sich
die Fixierbereiche 30 und 32 der Spannarme 28 und 29 auf, sodass eine einfache Montage
des Leckageanschlusses 23 ermöglicht wird. Die Aufspreizung der Fixierbereiche 30
und 32 erfolgt dabei mittels eines Hebelprinzips, sodass auch nur geringe Montagekräfte
notwendig sind.
[0043] Auf Grund der Elastizität der Spannarme 28 und 29 nehmen diese nach Wegnehmen der
Montagekräfte an den Montagehilfsbereichen 31 und 33 wieder ihre ursprüngliche Gestalt
an.
[0044] In Figur 8 ist der montierte Zustand des Leckageanschlusses 23 dargestellt. Wie in
Figur 8 gezeigt, umgreifen die Spannarme 28, 29 einen Hochdruckzufuhrstutzen 21. Die
Spannarme 28, 29 sind dabei mittels einer Mutter 22 am Zufuhrstutzen 21 fixiert. Für
eine einfachere Fixierung sind die Spannarme 28, 29 dabei senkrecht zur Axialrichtung
des Zufuhrstutzens 21 an ihrem Fixierbereich 30, 32 abgeflacht ausgebildet. Dadurch
kann eine sicherere Befestigung des Leckageanschlusses am Zufuhrstutzen 21 ermöglicht
werden. Durch die Befestigung am Zufuhrstutzen 21 ist weiterhin noch eine in gewissem
Umfang vorhandene Drehausrichtung und Lagefixierung für den Leckageanschluss 23 möglich.
Somit greifen die Spannarme 28, 29 im montierten Zustand in eine am Zufuhrstutzen
21 gebildete Gewindenut ein. Demnach kann eine kraft- und formschlüssige Verbindung
zwischen dem Leckageanschluss 23 und dem Zufuhrstutzen 21 hergestellt werden. Weiterhin
kann der Leckageanschluss 23 auch wieder zerstörungsfrei vom Zufuhrstutzen 21 demontiert
werden, um beispielsweise eine Reparatur o.ä. am Injektor 20 zu ermöglichen.
[0045] Die vorhergehende Beschreibung der Ausführungsbeispiele gemäß der vorliegenden Erfindung
dient nur zu illustrativen Zwecken und nicht zum Zwecke der Beschränkung der Erfindung.
Im Rahmen der Erfindung gemäß den Ansprüchen sind verschiedene Änderungen und Modifikationen
möglich, ohne den Umfang der Erfindung zu verlassen.
1. Injektor mit einem Leckageanschluss zur Einspritzung von Kraftstoff in einen Brennraum
einer Brennkraftmaschine, wobei der Leckageanschluss (3; 14) einstückig mit einem
Injektorbauteil (1) gebildet ist und einen integral gebildeten Leckagenippel (4; 15)
zur Anbindung einer Leckagerücklaufleitung (17) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass im Injektor (6) an einer Übergangsstelle zwischen einer Leckagebohrung (5) im Leckageanschluss
(3) und einer Leckagezuflussbohrung (7) im Injektor eine Aussparung (11) gebildet
ist, und dass die Aussparung (11) als den Injektor vollständig umlaufende Nut ausgebildet
ist.
2. Injektor mit einem Leckageanschluss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Injektorbauteil (1) einen ersten Leckageanschluss (3) und einen zweiten Leckageanschluss
(14) umfasst.
3. Injektor mit einem Leckageanschluss nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Übergangsstelle zwischen der Leckageleitung (5) im Leckageanschluss (3) und der
Leckagezufuhrbohrung (7) im Injektor (6) mittels wenigstens eines Dichtrings (9, 10)
abgedichtet ist.
4. Injektor mit einem Leckageanschluss nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet , dass der Dichtring (9, 10) im Injektor (6) oder im Injektorbauteil (1) mit integriertem
Leckageanschluss angeordnet ist.
5. Injektor mit einem Leckageanschluss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass im Injektor (6) eine vertikal verlaufende Leckagesammelbohrung (8) ausgebildet ist.
6. Injektor mit einem Leckageanschluss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , dass das Injektorbauteil ein Koppelelement (2) zwischen Injektor und einem Motorbauteil
(13) ist.
7. Injektor mit einem Leckageanschluss nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Koppelelement eine Zentrierhülse (2) zur Zentrierung des Injektors (6) in einem
Zylinderkopf (13) der Brennkraftmaschine ist oder ein Dämpfungselement zur Dämpfung
von Schwingungen vom Zylinderkopf (13) auf den Injektor (6) ist.
8. Injektor mit einem Leckageanschluss nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine Innenwandung (16) des Koppelelements als Dichtsitz für eine ringförmige Dichtung
ausgebildet ist.
9. Injektor mit einem Leckageanschluss nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass Leckageanschlüsse (3, 3', 3'', 3''') unterschiedlicher Injektoren (6, 6', 6'', 6''')
zu einer in Reihe angeordneten Leckagerücklaufleitung verbunden sind.
10. Injektor mit einem Leckageanschluss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Injektorbauteil (1) aus Kunststoff hergestellt ist.
11. Injektor mit einem Leckagerücklaufvorrichtung zur Rückführung einer Kraftstoffleckage
von einem Kraftstoffinjektor; umfassend einen Leckageanschluss nach einem der vorhergehenden
Ansprüche.
1. Injector with a leakage connection for injecting fuel into a combustion chamber of
an internal combustion engine, whereby the leakage connection (3; 14) is configured
as one piece with an injector component (1) and incorporates an integrated leakage
nipple (4; 15) for attaching a leakage return line (17), characterised in that a recess (11) is constructed in the injector (6) at a connecting point between a
leakage bore (5) in the leakage connection (3) and a leakage inflow bore (7) in the
injector, and that the recess (11) is constructed as a completely circumferential
groove in the injector.
2. Injector with a leakage connection according to claim 1, characterised in that the injector component (1) incorporates a first leakage connection (3) and a second
leakage connection (14).
3. Injector with a leakage connection according to claim 1 or 2, characterised in that the connecting point between the leakage line (5) in the leakage connection (3) and
the leakage inflow bore (7) in the injector (6) is sealed by means of at least one
sealing ring (9,10).
4. Injector with a leakage connection according to claim 3, characterised in that the sealing ring (9, 10) is arranged in the injector (6) or in the injector component
(1) with integrated leakage connection.
5. Injector with a leakage connection according to one of the above claims, characterised in that a vertically running leakage collection bore (8) is configured in the injector (6)
.
6. Injector with a leakage connection according to one of the above claims, characterised in that the injector component is a coupling element (2) between injector and an engine component
(13).
7. Injector with a leakage connection according to claim 6, characterised in that the coupling element is a centraliser sleeve (2) for centring the injector (6) in
a cylinder head (13) of the internal combustion engine, or an attenuation element
for attenuating vibrations from the cylinder head (13) on the injector (6).
8. Injector with a leakage connection according to claim 6 or 7, characterised in that an internal wall (16) of the coupling element is constructed as a sealing seat for
a ring-shaped sealing.
9. Injector with a leakage connection according to one of claims 2 to 8, characterised in that leakage connections (3, 3', 3", 3"') of different injectors (6, 6', 6", 6"') are
connected to a leakage return line arranged in series.
10. Injector with a leakage connection according to one of the above claims, characterised in that the injector component (1) is manufactured from plastic.
11. Injector with a leakage return device for returning a fuel leakage from a fuel injector,
incorporating a leakage connection according to one of the above claims.
1. Injecteur comprenant un raccord de fuite pour l'injection du carburant dans la chambre
de combustion d'un moteur à combustion interne, le raccord de fuite (3 ; 14) étant
réalisé d'une seule pièce avec un élément d'injecteur (1) et comprenant un manchon
de raccordement de fuite (4 ; 15) formé intégralement pour raccorder une conduite
de retour de fuite (17), caractérisé en ce qu'un évidement (11) est formé dans l'injecteur (6) à un endroit de transition entre
un alésage de fuite (5) dans la raccord de fuite (3) et un alésage d'admission de
fuite (7) dans l'injecteur, et que l'évidement (11) est configuré comme une gorge
entourant complètement l'injecteur.
2. Injecteur avec un raccord de fuite selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément d'injecteur (1) comprend un premier raccord de fuite (3) et un deuxième
raccord de fuite (14).
3. Injecteur avec un raccord de fuite selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'endroit de transition entre l'alésage de fuite (5) dans le raccord de fuite (3)
et l'alésage d'admission de fuite (7) dans l'injecteur (6) est étanchéifié au moyen
d'au moins une bague d'étanchéité (9, 10).
4. Injecteur avec un raccord de fuite selon la revendication 3, caractérisé en ce que la bague d'étanchéité (9, 10) est disposée dans l'injecteur (6) ou dans l'élément
d'injecteur (1) dans lequel le raccord de fuite est intégré.
5. Injecteur avec un raccord de fuite selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un alésage de collecte de fuites à extension verticale est formé dans l'injecteur
(6).
6. Injecteur avec un raccord de fuite selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément d'injecteur est un élément de couplage (2) situé entre l'injecteur et un
élément de moteur (13).
7. Injecteur avec un raccord de fuite selon la revendication 6, caractérisé en ce que l'élément de couplage est une douille de centrage (2) pour centrer l'injecteur (6)
dans une culasse (13) du moteur à combustion interne, ou un élément amortisseur pour
amortir des oscillations transmises de la culasse (13) à l'injecteur (6).
8. Injecteur avec un raccord de fuite selon la revendication 6 ou 7, caractérisé en ce qu'une paroi interne (16) de l'élément de couplage est aménagée comme siège de joint
pour un joint annulaire.
9. Injecteur avec un raccord de fuite selon l'une des revendications 2 à 8, caractérisé en ce que des raccords de fuite (3, 3', 3", 3"') de différents injecteurs (6, 6', 6", 6"')
sont reliés entre eux pour former une conduite de retour de fuites disposée en série.
10. Injecteur avec un raccord de fuite selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément d'injecteur (1) est fabriqué à partir d'une matière synthétique.
11. Injecteur, comprenant un dispositif de retour de fuites pour le retour d'une fuite
de carburant d'un injecteur de carburant, contenant un raccord de fuite selon l'une
des revendications précédentes.