[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Schleifmaschine, insbesondere spitzenlose
Rundschleifmaschine, mit einem Maschinentisch, mit mindestens einer auf mindestens
einem Scheibenschlitten angeordneten Scheibe, mit einer Einrichtung zur Halterung
eines zu bearbeitenden Werkstücks, wobei der Scheibenschlitten jeweils gegen die Halterung
des zu bearbeitenden Werkstücks und von dieser weg gesteuert verfahrbar ist, und mit
mindestens einer Abrichtvorrichtung zum Abrichten der Scheibe.
[0002] Mit derartigen Schleifmaschinen und spitzenlosen Rundschleifmaschinen im speziellen
werden Teile hergestellt, die bezüglich Genauigkeit der Abmessungen sehr hohe Anforderungen
erfüllen müssen. Dies bedeutet, dass die Abrichtvorgänge für die Schleifscheibe und
gegebenenfalls die Regelscheibe einer derartigen Maschine sehr präzis ausgeführt werden
müssen.
[0003] Es sind spitzenlose Rundschleifmaschinen bekannt, bei welchen die Abrichtvorrichtung
auf einem CNC-gesteuerten Kreuzschlitten angeordnet ist. Die eine Achse dieses Kreuzschlittens
ist rechtwinklig zur Rotationsachse der abzurichtenden Scheibe ausgerichtet, während
die andere Achse dieses Kreuzschlittens parallel zur Rotationsachse der abzurichtenden
Scheibe ausgerichtet ist. Die Abrichtvorrichtung wird mittels dieses Kreuzschlittens
in den Bereich der abzurichtenden Scheibe gebracht und an diese angestellt, während
des Abrichtens wird die Abrichtvorrichtung entlang der anderen Achse, die parallel
zur Rotationsachse der abzurichtenden Scheibe ausgerichtet ist, verfahren. Mit derartigen
Anordnungen können abzurichtende Scheiben mit Konturen versehen bzw. profiliert werden.
[0004] Es hat sich nun gezeigt, dass bei derartigen CNC-Achsensteuerungen die Führungsmechanik
nicht einen Grad von Präzision aufweist, der der geforderten Präzision der herzustellenden
Teile entspricht. Insbesondere beim Verfahren der Abrichtvorrichtung parallel zur
Rotationsachse der abzurichtenden Scheibe wirken sich diese Präzisionsmängel auf die
Formgenauigkeit der herzustellenden Werkstücke aus.
[0005] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht nun darin, die Abrichtvorrichtungen
einer Schleifmaschine so auszugestalten, dass die entsprechenden Scheiben mit hoher
Präzision abgerichtet werden können, so dass die herzustellenden Werkstücke die geforderte
Präzision aufweisen.
[0006] Erfindungsgemäss erfolgt die Lösung dieser Aufgabe dadurch, dass zum Abrichten die
jeweilige Abrichtvorrichtung und die entsprechende Scheibe relativ gegeneinander anstellbar
sind, dass die Abrichtvorrichtung auf einem Schlitten angeordnet ist, der entlang
einer ersten Achse verfahrbar ist, die im wesentlichen parallel zur Rotationsachse
der entsprechenden Scheibe ausgerichtet ist, und dass während des Verfahrens der Abrichtvorrichtung
entlang der ersten Achse eine feststehende Führungsbahn eine Referenzposition der
Abrichtvorrichtung bezüglich der abzurichtenden Scheibe in rechtwinkliger Richtung
zu der ersten Achse festlegt.
[0007] Durch die Verwendung einer derartigen Führungsbahn, entlang welcher die Abrichtvorrichtung
verfahren wird, erhält die Abrichtvorrichtung bezüglich der abzurichtenden Scheibe
eine Referenzposition, die sehr präzis ist, wodurch gegebenenfalls die zu grossen
Ungenauigkeiten der Führungs- und Antriebsmechanik eliminiert werden können.
[0008] Die erfindungsgemässe Einrichtung ist insbesondere auch in spitzenlosen Rundschleifmaschinen
einsetzbar, die mit jeweils einer auf einem Schleifscheibenschlitten angeordneten
Schleifscheibe und mit einer auf einem Regelscheibenschlitten angeordneten Regelscheibe
ausgestattet ist, wobei die Schleifscheibe und die Regelscheibe einander gegenüberliegend
angeordnet und die Rotationsachsen der Schleifscheibe und der Regelscheibe gegenseitig
ausgerichtet sind und die Einrichtung zur Halterung eines zu bearbeitenden Werkstücks
als zwischen den beiden Scheiben angeordnete Werkstückauflagevorrichtung ausgebildet
ist.
[0009] In vorteilhafter Weise ist der Schlitten, auf welchem die jeweilige Abrichtvorrichtung
angeordnet ist, auf dem jeweiligen Scheibenschlitten angebracht. Dadurch wird ein
einfacher Aufbau erhalten, insbesondere auch beim Regelscheibenschlitten, wenn dieser
auf einer bezüglich des Maschinentisches um eine vertikale Achse schwenkbaren Schwenkplatte
aufgesetzt ist.
[0010] In vorteilhafter Weise ist die Abrichtvorrichtung auf einen Gleitschlitten aufgesetzt,
welcher entlang rechtwinklig zur ersten Achse ausgerichteten Führungen verschiebbar
ist. Dadurch kann in optimaler Weise eine Unabhängigkeit der Abrichtvorrichtung von
den Führungen parallel zur Rotationsachse der abzurichtenden Scheibe erhalten werden.
[0011] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, dass die jeweilige
Führungsbahn als Führungsleiste ausgebildet ist, und dass der Gleitschlitten mit einem
Tastelement ausgestattet ist, welches entlang der Führungsleiste abläuft und mit dieser
in Kontakt ist. Mit dieser Anordnung ergibt sich ein einfacher Aufbau der Vorrichtung.
[0012] In vorteilhafter Weise ist der Gleitschlitten und die Abrichtvorrichtung und somit
das Tastelement durch elastische Mittel gegen die Führungsleiste drückbar. Dadurch
ist gewährleistet, dass das Tastelement immer in Kontakt ist mit der Führungsleiste.
[0013] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, dass die Abrichtvorrichtung
auf den Schlitten aufgesetzt ist, welcher auf dem Gleitschlitten angeordnet ist, der
auf den Scheibenschlitten aufgesetzt ist, dass die Führungsleiste am auf dem Maschinentisch
angeordneten Unterbau des Scheibenschlittens befestigt ist und dass zum Abrichten
der jeweiligen Scheibe der entsprechende Scheibenschlitten verfahrbar und gegen die
entsprechende Abrichtvorrichtung anstellbar ist, und der Gleitschlitten, gehalten
durch das Tastelement und die Führungsleiste, entlang den Führungen auf dem Scheibenschlitten
gleitet. Dadurch kann eine CNC-gesteuerte Achse eingespart werden, was den Aufbau
der Einrichtung vereinfacht.
[0014] Die Abrichtvorrichtung kann auch auf den Gleitschlitten aufgesetzt sein, der seinerseits
auf dem Schlitten angeordnet ist, wobei dieser Schlitten auf einen zusätzlichen Schlitten
aufgesetzt ist, welcher entlang der auf dem Scheibentisch angeordneten Führungen senkrecht
zur Rotationsachse der jeweiligen Scheibe an diese anstellbar und von dieser abstellbar
ist, und dass die Führungsleiste am zusätzlichen Schlitten befestigt ist. Dadurch
ist zum Abrichten der jeweiligen Scheibe der zusätzliche Schlitten verfahrbar und
die Abrichtvorrichtung gegen die entsprechende Scheibe anstellbar. Der Scheibenschlitten
muss demzufolge beim Abrichten nicht verfahren werden.
[0015] In vorteilhafter Weise sind die jeweiligen Schlitten, die zusätzlichen Schlitten
und die Scheibenschlitten über CNC-Achsensteuerungen verfahrbar.
[0016] Ausführungsformen der Erfindung werden nachfolgend anhand der beiliegenden Zeichnung
beispielhaft näher erläutert.
[0017] Es zeigt:
Fig. 1 in räumlicher Darstellung den Maschinentisch mit dem jeweiligen Aufbau für
die Schleifscheibe und für die Regelscheibe gemäss einer ersten Ausführungsform der
Erfindung;
Fig. 2 in schematischer Darstellung die Anordnung der Abrichtvorrichtung auf dem jeweiligen
Scheibentisch mit der entsprechenden abzurichtenden Scheibe gemäss der Ausführungsform
nach Fig. 1;
Fig. 3 in räumlicher Darstellung den Aufbau der regelscheibenseitigen Einrichtung,
im Vergleich mit Fig. 1 von links gesehen; und
Fig. 4 in schematischer Darstellung die Anordnung der Abrichtvorrichtung auf dem jeweiligen
Scheibentisch mit der entsprechenden abzurichtenden Scheibe gemäss einer weiteren
Ausführungsform der Erfindung.
[0018] Aus Fig. 1 ist der Maschinentisch 1 einer spitzelosen Rundschleifmaschine gemäss
einer ersten Ausführungsform ersichtlich, auf welchem auf der einen Seite die Schleifscheibe
2 und auf der anderen Seite die Regelscheibe 3 angeordnet sind. Die Schleifscheibe
2 ist in einem Spindelstock 4 rotierbar um die Rotationsachse 5 gelagert. Dieser Spindelstock
4 ist auf einem Schleifscheibenschlitten 6 befestigt. Dieser Schleifscheibenschlitten
6 ist auf eine Unterlage 7 aufgesetzt, die am Maschinentisch 1 befestigt ist. Zwischen
Schleifscheibenschlitten 6 und Unterlage 7 sind Linearführungen 14 (Fig. 2) angebracht,
entlang welcher der Schleifscheibenschlitten 6 rechtwinklig zur Rotationsachse 5 bezüglich
dem Maschinentisch 1 verschiebbar gelagert ist. Die Verschiebung erfolgt in bekannter
Weise über eine nicht dargestellte CNC-Steuerung, deren Antrieb 9 auf Fig. 1 sichtbar
ist. Selbstverständlich ist es auch denkbar, dass der Schleifscheibenschlitten 6 ohne
Unterlage 7 direkt auf den Maschinentisch 1 aufgesetzt ist.
[0019] Die Regelscheibe 3 ist ihrerseits in einem weiteren Spindelstock 10 um die Rotationsachse
11 rotierbar gelagert. Dieser Spindelstock 10 der Regelscheibe 3 ist auf einem Regelscheibenschlitten
12 befestigt. Dieser Regelscheibenschlitten 12 ist auf eine Schwenkplatte 13 aufgesetzt,
die bezüglich des Maschinentisches 1 in bekannter Weise um eine nicht dargestellte
vertikale Achse schwenkbar ist, um gegebenenfalls eine winklige Lage der Regelscheibe
3 bezüglich der Schleifscheibe 2 einstellen zu können. Zwischen dieser Schwenkplatte
13 und dem Regelscheibenschlitten 12 sind ebenfalls Linearführungen 14 (Fig. 2) angebracht,
entlang welcher der Regelscheibenschlitten 12 rechtwinklig zur Rotationsachse 11 der
Regelscheibe 2 verschiebbar ist. Auch diese Verschiebung erfolgt in bekannter Weise
über eine CNC-Steuerung, deren Antrieb 15 in Fig. 1 ersichtlich ist.
[0020] Zwischen der Schleifscheibe 2 und der Regelscheibe 3, die einander gegenüberliegend
angeordnet sind, ist eine Werkstückauflagevorrichtung 16 eingesetzt. Auf diese Werkstückauflagevorrichtung
16 werden in bekannter Weise die zu bearbeitenden Werkstücke aufgelegt, zum Schleifen
kann der Schleifscheibenschlitten 6 mit der Schleifscheibe 2 und der Regelscheibenschlitten
12 mit der Regelscheibe 3 gegen die Werkstückauflagevorrichtung 16 verfahren werden.
[0021] Sowohl auf dem Schleifscheibenschlitten 6 wie auch auf dem Regelscheibenschlitten
12 ist jeweils eine Abrichtvorrichtung 17 angeordnet, die im wesentlichen für das
Abrichten der Schleifscheibe 2 bzw. das Abrichten der Regelscheibe 3 grundsätzlich
gleich aufgebaut ist, weshalb für wesensgleiche Bauteile für beide Abrichtvorrichtungen
17 in der nachfolgenden Beschreibung die selben Bezugszeichen verwendet werden.
[0022] Die Abrichtvorrichtung 17 ist auf einem Schlitten 18 angeordnet, welcher entlang
der ersten Achse 19, die parallel zu der jeweiligen Rotationsachse 5, 11 ausgerichtet
ist, verschiebbar ist. Zur Verschiebung dient wiederum in bekannter Weise eine CNC-Steuerung,
deren Antrieb 20 in Fig. 1 sichtbar ist.
[0023] Der Schlitten 18 ist auf einen Gleitschlitten 21 aufgesetzt, welcher entlang Führungen
22 (Fig. 2) verschiebbar ist, die rechtwinklig zur ersten Achse 19 ausgerichtet sind.
Dieser Gleitschlitten 21 wird über elastische Mittel 23, die als Zugfedern ausgebildet
sind, gegen einen mit der Unterlage 7, 13 fest verbundenen Aufsatz 24 gezogen. Auf
dem Aufsatz 24 ist eine als Führungsleiste 25 ausgebildete Führungsbahn befestigt.
Am Schlitten 18 ist ein Tastelement 26 angebracht, das durch die Zugfedern 23 über
den Gleitschlitten 21 und den Schlitten 18 gegen die Führungsleiste 25 gedrückt wird.
[0024] Der Abrichtvorgang wird nachfolgend anhand der schematischen Darstellung gemäss Fig.
2 näher beschrieben, wobei dieser Abrichtvorgang sowohl auf das Abrichten der Schleifscheibe
2 wie auch auf das Abrichten der Regelscheibe 3 zutreffend ist. In dieser Fig. 2 ist
die Abrichtvorrichtung 17 ersichtlich, die mit einem Abrichtwerkzeug 27 ausgestattet
ist. Diese Abrichtvorrichtung 17 ist auf dem Schlitten 18 angeordnet, der entlang
der ersten Achse, dargestellt durch den Doppelpfeil 19 entlang der Führungen 28 verfahrbar
ist. Der Schlitten 18 ist seinerseits auf den Gleitschlitten 21 aufgesetzt. Dieser
Gleitschlitten 21 ist entlang der Führungen 22, die auf den Scheibenschlitten 6 bzw.
12 angeordnet sind, frei verfahrbar, dargestellt durch den Doppelpfeil 29. Dieser
Gleitschlitten 21 wird durch die Federn 23 gegen den Aufsatz 24 gezogen, hierbei stützt
sich das Tastelement 26 ständig auf der Führungsleiste 25 ab.
[0025] Zum Abrichten der entsprechenden Scheibe 2 bzw. 3, die auf dem entsprechenden Scheibenschlitten
6 bzw. 12 angeordnet sind, wird der Scheibenschlitten 6 bzw. 12 gegen das Abrichtwerkzeug
27 hin verfahren, in Richtung, die durch den Doppelpfeil 30 dargestellt ist. Während
dieses Verfahrens der Scheibenschlitten 6, 12 verschiebt sich dieser Scheibenschlitten
6, 12 unter dem Gleitschlitten 21, der durch das Tastelement 26, das auf der Führungsleiste
25 abgestützt ist, gehalten wird. Beim Erreichen der richtigen Position der Scheibe
2, 3 bezüglich des Abrichtwerkzeuges 27, die über die CNC-Steuerung angefahren wird,
beginnt der Abrichtvorgang. Hierzu wird der Schlitten 18, angetrieben durch die CNC-Steuerung,
entlang der Führungen 28 verfahren. Während des Verfahrens verschiebt sich das Tastelement
26 entsprechend auf der Führungsleiste 25. Da der Gleitschlitten 21 hinsichtlich der
Richtung, die durch den Doppelpfeil 29 dargestellt ist, völlig frei ist, wird somit
die Position des Abrichtwerkzeuges 27 in dieser Richtung ausschliesslich durch die
Führungsleiste 25 festgelegt, man erhält somit eine sehr präzise Referenzposition.
Eventuelle Ungenauigkeiten der Führungs- und Antriebsmechanik zwischen dem Gleitschlitten
21 und dem Schlitten 18, die ein Bewegen des Abrichtwerkzeuges 27 während des Abrichtens
gegen die abzurichtende Scheibe 2, 3 hin oder von dieser weg bewirken könnten, wird
vollständig ausgeglichen. Man erhält somit ein sehr genaues Abrichten der entsprechenden
Scheibe 2, 3. Während des Abrichtvorgangs ist es selbstverständlich möglich, dass
der Scheibenschlitten 6 bzw. 12, gesteuert durch die CNC-Steuerung, in Richtung des
Doppelpfeils 30 verfahren werden kann, wenn die abzurichtende Scheibe 2 bzw. 3 profiliert
bzw. mit einer Kontur versehen werden soll. Dieses zusätzliche Verfahren erfolgt mit
Bezug auf die Referenzposition, die gewünschte Genauigkeit bleibt erhalten.
[0026] Fig. 3 zeigt den regelscheibenseitigen Aufbau auf dem Maschinentisch 1, gemäss Fig.
1 von links gesehen. Hierbei ist der Spindelstock 10 der Regelscheibe 3 ersichtlich,
welcher auf den Regelscheibenschlitten 12 angeordnet ist. Die Regelscheibe 3 wird
über den Antrieb 31 genau drehzahlgesteuert angetrieben. Ebenfalls ersichtlich ist
die Werkstückauflagevorrichtung 16, auf welche das zu bearbeitende Werkstück aufgelegt
wird.
[0027] Der Regelscheibenschlitten 12 ist auf der Schwenkplatte 13 angeordnet und bezüglich
dieser rechtwinklig zur Rotationsachse 11 der Regelscheibe 3 über den Antrieb 15 verschiebbar.
[0028] Auf dem Regelscheibenschlitten 12 ist die Abrichtvorrichtung 17 angeordnet, die auf
den Schlitten 18 aufgesetzt ist, welcher seinerseits auf dem Gleitschlitten 21 angeordnet
ist. Das Verfahren des Schlittens 18 entlang den Führungen 28 auf dem Gleitschlitten
21 erfolgt über den Antrieb 20. An der Abrichtvorrichtung 17 ist das Abrichtwerkzeug
27 angebracht.
[0029] Der Aufsatz 24, auf welchem die Führungsleiste 25 befestigt ist, ist an der Schwenkplatte
13 gehalten. Über die Federn 23 wird der Gleitschlitten 21 und demzufolge der Schlitten
18 mit dem Tastelement 26 gegen die Führungsleiste 25 gezogen. Das Abrichten der Regelscheibe
3 erfolgt gemäss dem vorgängig beschriebenen Verfahren.
[0030] In Fig. 4 ist eine weitere Ausführungsform einer Abrichtanordnung dargestellt, die
ebenfalls sowohl zum Abrichten von Schleifscheiben als auch von Regelscheiben gleich
aufgebaut ist. Für Bauteile, die wesensgleich sind zu den Bauteilen der ersten Ausführungsform
werden gleiche Bezugszeichen verwendet.
[0031] Die Abrichtvorrichtung 17 mit dem Abrichtwerkzeug 27 ist auf dem Gleitschlitten 21
angeordnet. Dieser Gleitschlitten 21 ist entlang den Führungen 22 in Richtung des
Doppelpfeils 29 frei verschiebbar.
[0032] Der Gleitschlitten 21 ist auf einen Schlitten 18 aufgesetzt, an welchem die Führungen
28 angebracht sind. Dieser Schlitten 18 ist entlang der ersten Achse, dargestellt
durch den Doppelpfeil 19, und demzufolge entlang den Führungen 28 verschiebbar. Zur
Verschiebung dient wiederum in bekannter Weise eine nicht dargestellte CNC-Steuerung.
[0033] Diese Führungen 28 sind auf einem zusätzlichen Schlitten 31 angeordnet, welcher auf
den Scheibenschlitten 6 bzw. 12 aufgesetzt ist. Dieser zusätzliche Schlitten 31 ist
entlang von auf dem Scheibenschlitten 6 bzw. 12 angebrachten Führungen 32 in Richtung
des Doppelpfeils 33 verfahrbar, parallel zur Verfahrrichtung des Scheibenschlittens
6 bzw. 12, dargestellt durch den Doppelpfeil 30. Auch hier dient zur Verschiebung
wiederum in bekannter Weise eine nicht dargestellte CNC-Steuerung.
[0034] Auf dem zusätzlichen Schlitten 31 ist die Führungsleiste 25 befestigt. Am Gleitschlitten
21 ist das Tastelement 26 angebracht. Der Gleitschlitten 21 und das Tastelement 26
und damit die Abrichtvorrichtung 17 wird über eine Zugfeder 23 gegen die Führungsleiste
25 gedrückt.
[0035] Eine gemäss diesem weiteren Ausführungsbeispiel aufgebaute Abrichtvorrichtung 17
lässt sich, wie beim ersten Ausführungsbeispiel sowohl auf der Schleifscheibenseite
wie auch auf der Regelscheibenseite in eine Schleifmaschine einsetzen.
[0036] Zum Abrichten der entsprechenden Scheibe 2 bzw. 3, die auf dem entsprechenden Scheibenschlitten
6 bzw. 12 angeordnet sind, wird der zusätzliche Schlitten 31 mit der Abrichtvorrichtung
17 gesteuert gegen die Scheibe 2 bzw. 3 hin verfahren. Beim Erreichen der gewünschten
Position des Abrichtwerkzeugs 17 bezüglich der abzurichtenden Scheibe 2 bzw. 3 wird
der Schlitten 18, angetrieben durch die CNC-Steuerung, in Richtung der ersten Achse
19 verfahren. Während des Verfahrens verschiebt sich das Tastelement 26 entsprechend
auf der Führungsleiste 25. Da auch hier der Gleitschlitten 21 hinsichtlich der Richtung,
die durch den Doppelpfeil 29 dargestellt ist, völlig frei ist, wird eine sehr präzise
Referenzposition erreicht. Auch hier ist es selbstverständlich möglich, dass während
des Abrichtvorgangs der zusätzliche Schlitten 31, gesteuert durch die CNC-Steuerung,
in Richtung des Doppelpfeils 33 verfahren werden kann, wenn die abzurichtende Scheibe
2 bzw. 3 profiliert bzw. mit einer Kontur versehen werden soll. Dieses zusätzliche
Verfahren erfolgt mit Bezug auf die Referenzposition, die gewünschte Genauigkeit bleibt
erhalten.
[0037] Mit dem Aufbau gemäss diesem Ausführungsbeispiel ist es zum Abrichten nicht erforderlich,
dass der entsprechende Scheibenschlitten 6 bzw. 12 verfahren werden muss.
[0038] Mit dieser erfindungsgemässen Vorrichtung lässt sich die Schleifscheibe bzw. die
Regelscheibe sehr genau abrichten, da durch die Referenzposition der Abrichtvorrichtung
eventuelle Fehler der Führungen beim Verschieben der Abrichtvorrichtung parallel zur
Rotationsachse der entsprechenden Scheibe vollständig eliminiert werden können.
1. Schleifmaschine, insbesondere spitzenlose Rundschleifmaschine, mit einem Maschinentisch
(1), mit mindestens einer auf mindestens einem Scheibenschlitten (6,12) angeordneten
Scheibe (2, 3), mit einer Einrichtung zur Halterung eines zu bearbeitenden Werkstücks,
wobei der Scheibenschlitten (6, 12) jeweils gegen die Halterung des zu bearbeitenden
Werkstücks und von dieser weg gesteuert verfahrbar ist, und mit mindestens einer Abrichtvorrichtung
(17) zum Abrichten der Scheibe (2, 3), dadurch gekennzeichnet, dass zum Abrichten die jeweilige Abrichtvorrichtung (17) und die entsprechende Scheibe
(2, 3) relativ gegeneinander anstellbar sind, dass die Abrichtvorrichtung (17) auf
einem Schlitten (18) angeordnet ist, der entlang einer ersten Achse (19) verfahrbar
ist, die im wesentlichen parallel zur Rotationsachse (5, 11) der entsprechenden Scheibe
(2, 3) ausgerichtet ist, und dass während des Verfahrens der Abrichtvorrichtung (17)
entlang der ersten Achse (19) eine feststehende Führungsbahn (25) eine Referenzposition
der Abrichtvorrichtung (17) bezüglich der abzurichtenden Scheibe (2, 3) in rechtwinkliger
Richtung zu der ersten Achse (19) festlegt.
2. Schleifmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie mit einer auf einem Schleifscheibenschlitten (6) angeordneten Schleifscheibe
(2) und mit einer auf einem Regelscheibenschlitten (12) angeordneten Regelscheibe
(3) ausgestattet ist, wobei die Schleifscheibe (2) und die Regelscheibe (3) einander
gegenüberliegend angeordnet und die Rotationsachsen (5, 11) der Schleifscheibe (2)
und der Regelscheibe (3) gegenseitig ausgerichtet sind und die Einrichtung zur Halterung
eines zu bearbeitenden Werkstücks als zwischen den beiden Scheiben angeordnete Werkstückauflagevorrichtung
(16) ausgebildet ist.
3. Schleifmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlitten (18), auf welchem die jeweilige Abrichtvorrichtung (17) angeordnet
ist, auf dem jeweiligen Scheibenschlitten (6, 12) angebracht ist.
4. Schleifmaschine nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Regelscheibenschlitten (12) auf einer bezüglich des Maschinentisches (1) um eine
vertikale Achse schwenkbaren Schwenkplatte (13) aufgesetzt ist.
5. Schleifmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, die Abrichtvorrichtung (17) auf einen Gleitschlitten (21) aufgesetzt ist, welcher
entlang rechtwinklig zur ersten Achse (19) ausgerichteten Führungen (14) verschiebbar
ist.
6. Schleifmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige Führungsbahn (25) als Führungsleiste ausgebildet ist, und dass der
Gleitschlitten (21) mit einem Tastelement (26) ausgestattet ist, welches entlang der
Führungsleiste (25) abläuft und mit dieser in Kontakt ist.
7. Schleifmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Gleitschlitten (21) mit der Abrichtvorrichtung (17) und somit das Tastelement
(26) durch elastische Mittel (23) gegen die Führungsleiste (25) drückbar ist.
8. Schleifmaschine nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Abrichtvorrichtung (17) auf den Schlitten (18) aufgesetzt ist, welcher auf dem
Gleitschlitten (21) angeordnet ist, der auf den Scheibenschlitten (6, 12) aufgesetzt
ist, und dass die Führungsleiste (25) am auf dem Maschinentisch (1) angeordneten Unterbau
(7, 13) des Scheibenschlittens (6, 12) befestigt ist.
9. Schleifmaschine nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zum Abrichten der jeweiligen Scheibe (2, 3) der entsprechende Scheibenschlitten (6,
12) verfahrbar und gegen die entsprechende Abrichtvorrichtung (17) anstellbar ist,
und der Gleitschlitten (21), gehalten durch das Tastelement (26) und die Führungsleiste
(25), entlang den Führungen (28) bezüglich dem Scheibenschlitten (6, 12) verschoben
wird.
10. Schleifmaschine nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Abrichtvorrichtung (17) auf den Gleitschlitten (21) aufgesetzt ist, der seinerseits
auf dem Schlitten (18) angeordnet ist, wobei dieser Schlitten (18) auf einen zusätzlichen
Schlitten (31) aufgesetzt ist, welcher entlang der auf dem Scheibentisch (6, 12) angeordneten
Führungen (32) senkrecht zur Rotationsachse (5, 11) der jeweiligen Scheibe (2, 3)
an diese anstellbar und von dieser abstellbar ist, und dass die Führungsleiste (25)
am zusätzlichen Schlitten (31) befestigt ist.
11. Schleifmaschine nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass zu Abrichten der jeweiligen Scheibe (2, 3) der zusätzliche Schlitten (31) verfahrbar
und die Abrichtvorrichtung (17) gegen die entsprechende Scheibe (2, 3) anstellbar
ist.
12. Schleifmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweiligen Schlitten (18), die zusätzlichen Schlitten (31) und die Scheibenschlitten
(6, 12) über CNC-Achsensteuerungen verfahrbar sind.