[0001] Die Erfindung betrifft ein Spielautomatensystem bestehend aus mindestens einem Terminal
und mindestens einem Spielautomaten, wobei das Terminal mit dem mindestens einen Spielautomaten
über ein Netzwerk kommuniziert.
[0002] Aus der Praxis sind verschiedene gattungsgemäße Spielautomatensysteme und Verfahren
zur Betätigung von Spielautomaten bekannt. Diese Verfahren erfordern in der Regel
eine aufwendige und komplexe Bedienung durch den jeweiligen Kunden und lassen im Hinblick
auf Übersichtlichkeit beziehungsweise Bequemlichkeit zu wünschen übrig. Ferner sind
diese Systeme nicht sicher gegen Fehlbedienungen und Mißbrauch.
[0003] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, ein sicheres Spielautomatensystem,
welches einfach in seiner Handhabbarkeit ist, bereit zu stellen.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einem Spielautomatensystem gemäß den Merkmalen
des Anspruchs 1 gelöst. Weitere vorteilhafte Ausbildungen des Spielautomatensystems
gemäß des Anspruchs 1 ergeben sich durch die Merkmale der Unteransprüche 2 bis 14.
Ebenso wird mit den Verfahrensansprüchen 15 bis 20 ein Verfahren zur Betätigung von
Spielautomaten unter Verwendung eines Spielautomatensystems nach einem der Ansprüche
1 bis 14 beansprucht.
[0005] Das erfindungsgemäße Spielautomatensystem zeichnet sich vorteilhaft dadurch aus,
dass eine das Spielautomatensystem benutzende Person eine Kommunikationseinheit erhält,
mittels der sie sich zumindest am Terminal automatisch identifizieren kann. In einer
weiteren Ausgestaltung des Spielautomatensystems sind entsprechende Vorrichtungen
bei den Spielautomaten vorgesehen, die mit der Kommunikationseinheit kommunizieren,
so dass sich die die Kommunikationseinheit bei sich führende Person nicht nur am Terminal
sondern auch am jeweiligen Spielautomaten legitimieren kann.
[0006] Mittels der Kommunikationseinheit erfolgt eine sichere Identifizierung beziehungsweise
eine Legitimierung der Person am Terminal und/oder an einem Spielautomaten. Durch
die Kommunikationseinheit ist eine doppelte Sicherheit gegeben, die verhindert, dass
Geldbeträge beziehungsweise Geldwertbeträge, unter letzterem können auch erworbene,
gewonnene oder gekaufte Punkte verstanden werden, nicht mißbräuchlich von Dritten
verbraucht werden.
[0007] Die Kommunikationseinheit wird vorteilhaft von autorisierten Personen oder aber über
das Terminal von der Person selbst programmiert, wobei unter Programmierung das Ablegen
u.a. von personenbezogenen Daten im Speicher der Kommunikationseinheit verstanden
wird. Die Erfindung sieht vor, dass eine Legitimierung beziehungsweise Ausweisung
allein mittels der Kommunikationseinheit erfolgen kann. Es ist jedoch genauso gut
möglich, dass zusätzlich die die Kommunikationseinheit bei sich führende Person einen
Identifizierungscode zum Beispiel in Form eines Pincodes oder einer Konto-Nr., am
Terminal oder am Spielautomat eingeben muss und erst nach einer Abfrage einer Datenbank,
der Zugang beziehungsweise die Legitimierung für die Person durch das Terminal oder
den Spielautomaten erfolgt. Die Datenbank wird vorteilhaft zentral geführt und speichert
sämtliche für das Spielautomatensystem relevante Daten. So wird vorteilhaft für jede
Person ein Datensatz erzeugt, in dem die in der Kommunikationseinheit gespeicherten
Daten, sowie ein eventueller Pin-Code und einer oder mehrere Geldwertbeträge abgelegt
sind. Es ist selbstverständlich möglich, dass beliebige personenbezogene Daten in
der Datenbank gespeichert sind. So ist es zudem denkbar, dass Bankinformationen der
Person in der Datenbank gespeichert sind. Diese Bankinformationen können auch auf
der Kommunikationseinheit abgelegt werden, damit die Person nach erfolgter Identifizierung
beziehungsweise Ausweisung diese bankbezogenen Daten nicht manuell zum Überweisen
von Geldbeträgen eingeben muss.
[0008] Zum Überweisen von Geldbeträgen von einem bei einer Bank geführten Konto auf das
Konto des Spielautomatensystembetreibers, kann das Terminal vorteilhaft ein Chip-Kartenlesegerät
aufweisen, in welches eine Geldkarte einer Bank, wie zum Beispiel eine EC-Cash-Karte,
einführbar ist, wonach dann Geldbeträge über das Bankennetz, mit dem das Terminal
oder eine externe EDV-Einrichtung, welche mit dem Spielautomatensystem verbunden ist,
von der Person überwiesen werden kann.
[0009] Terminal meint im Rahmen der Erfindung eine zentrale Vorrichtung, die eine Person
beziehungsweise Kunde vor Beginn seiner Spieltätigkeit bedient und entsprechende Eingaben
tätigt. Ein erfindungsgemäßes Terminal umfasst zweckmäßigerweise zumindest einen Computer
sowie vorzugsweise einen Bildschirm beziehungsweise ein Display. Es liegt im Rahmen
der Erfindung, dass das Terminal eine geeignete Eingabeeinrichtung beispielsweise
ein Tastenfeld aufweist. Wie beschrieben kann ferner zumindest eine Einleseeinrichtung
für Chip-Karten, insbesondere für Scheckkarten des Kunden vorhanden sein.
[0010] Wie beschrieben, ist das mindestens eine Terminal erfindungsgemäß vorteilhafterweise
mit einer Mehrzahl von Spielautomaten vernetzt. Sofern mehrere Terminals vorhanden
sind, können mehrere Personen gleichzeitig die beschriebenen Aktionen, wie z.B. Geldeinzahlung
und Zuweisung durchführen.
Die Vernetzung kann mittels Netzwerkkabeln und/oder über Funk, wie z.B. Bluetooth
oder WLAN, erfolgen.
[0011] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass ein Kunde bzw. eine Person vor Beginn Ihrer
Spieltätigkeit an einem Spielautomaten an einem Terminal zuerst über die Kommunikationseinheit
Identifizierungsdaten für seine Zugangsberechtigung eingeben muss, wobei das Eingeben
automatisch mittels der Kommunikationseinheit und/oder durch Tastenbetätigung, z.B.
mittels Eingabe eines Pin-Codes bzw. eines Identifizierungscodes erfolgen kann.
[0012] Sofern von Spielautomat die Rede ist, wird hierunter ein Geldspielautomat mit Gewinn-
oder aber auch ein Unterhaltungsautomat ohne Gewinnausschüttung verstanden. Selbstverständlich
sind alle weiteren Arten von Glücksspieloder sonstigen Automaten, welche ebenfalls
dazu geeignet sind neben Geldspielautomaten oder Unterhaltungsautomaten aufgestellt
zu werden, im Sinne der Erfindung als Spielautomaten zu verstehen.
[0013] Es liegt ebenfalls im Rahmen der Erfindung, dass durch entsprechende Betätigung des
Terminals Geldwertdaten bzw. ein gewünschter Geldbetrag in einem dem jeweiligen Kunden
beziehungsweise der Person zugeordnetem Geldwertspeicher des Terminals zugeordnet
wird. Unter Geldwertspeicher wird dabei ein Eintrag in einer Datenbank verstanden,
wobei die Datenbank nicht im Terminal physikalisch vorhanden sein muss, sondern das
Terminal z.B. über eine Netzwerkleitung auf die extern gelagerte Datenbank zugreifen
kann.
[0014] Es liegt ebenfalls im Rahmen der Erfindung, dass durch entsprechende Betätigung des
Terminals von der jeweiligen Person zumindest einem bestimmten Spielautomaten Geldwertdaten,
z.B. in Form von Punkten, oder aber auch Geldbeträge zugewiesen werden. Diese Zuordnungen
werden vorteilhaft in der Datenbank des Spielautomatensystems abgelegt von wo sie
von jedem Spielautomaten abgefragt werden können. Es ist jedoch auch möglich, dass
nach der erfolgten Zuordnung der Geldwertdaten, Punkte oder Geldbeträge zu einem oder
mehreren Spielautomaten dieser bzw. diese Spielautomat(en) für die Person reserviert
ist bzw. sind, so dass der Person keine dritte Person zum Spielen des bzw. der Spielautomaten
zuvor kommen kann. Die Geldwertdaten, Punkt oder Geldbeträge können dem entsprechenden
Spielautomaten übertragen werden, so dass dieser die Geldwertdaten und die personenbezogenen
Daten in seinem Speicher ablegt. Es ist jedoch genauso gut möglich, dass der Spielautomat
fortwährend die Datenbank des Spielautomatensystems abfragt, um festzustellen, welche
Person zur Zeit spielberechtigt ist.
[0015] Es liegt ferner im Rahmen der Erfindung, dass spätestens nach Beendigung der Spieltätigkeit
an einem Spielautomaten aktuelle Geldwertdaten, Punkte bzw. Geldbeträge der Person
wieder gutschreibbar sind, so dass diese für das Bespielen anderer Spielautomaten
oder desselben Spielautomaten zu einer anderen Zeit wieder zur Verfügung stehen und
somit nicht verloren sind. All diese Funktionen und Transaktionen werden vorteilhafterweise
in der Datenbank des Spielautomatensystems, insbesondere im Terminal protokolliert.
Sofern die dem Spielautomaten zugewiesenen Geldwertdaten, Punkt bzw. Geldbeträge aufgebraucht
sind, ist die betreffende Person nicht mehr spielberechtigt und der betreffende Spielautomat
steht anderen Personen zum Bespielen zur Verfügung.
[0016] Die Kommunikationseinheit kann vorteilhaft mittels Funk oder Lichtwellen mit dem
Terminal bzw. dem Spielautomaten kommunizieren. Die Kommunikation kann sowohl unidirektional
als auch bi-direktional erfolgen. Bei der uni-direktionalen Kommunikation sendet die
Kommunikationseinheit lediglich ihre Daten nach manueller Auslösung aus, wobei das
Terminal oder die Spielautomaten die ausgesendeten Signale mittels einer geeigneten
Empfangseinheit empfängt. Zusätzlich kann die Kommunikationseinheit über eine Empfangseinheit
zum Empfangen von Daten oder Steuerinformationen, welche vom Terminal oder einem Spielautomaten
ausgesendet worden sind, aufweisen, damit die Kommunikationseinheit z.B. programmierbar
ist.
[0017] Nachfolgend wird anhand der Figur das erfindungsgemäße Spielautomatensystem und das
Verfahren zum Betreiben des Spielautomatensystems näher erläutert. Die Figur zeigt
ein erfindungsgemäßes Spielautomatensystem, bestehend aus einem Terminal 1, welches
über ein Netzwerk 4 mit Spielautomaten 2 kommuniziert. An das Netzwerk 4 kann optional
eine Datenbank 5, welche von einer getrennten EDV-Anlage betrieben wird, angeschlossen
sein. Ebenso ist es möglich, eine Datenbank und zugehörigen Speicher bzw. Speichermedium
im Terminal 1 selbst vorzusehen. Es ist ebenso möglich, die Datenbank-EDV-Anlage 5
über eine getrennte Übertragungsstrecke 4' mit dem Terminal 1 zu verbinden. Selbstverständlich
ist es möglich, mehr als ein Terminal 1 an das Netzwerk 4 anzuschließen, damit mehrere
Personen gleichzeitig mit dem erfindungsgemäßen System arbeiten können. Unter Netzwerk
wird selbstverständlich ein kabelbasiertes und/oder funkbasiertes Netzwerk verstanden.
[0018] Die Kommunikationseinheit 3 weist zumindest eine Sendeeinheit auf, die z.B. über
eine Antenne 3a verfügt, mittels derer Signale zumindest zum Terminal 1 übertragbar
sind, wobei diese dort von einer Empfangseinheit 1d empfangen werden. Optional ist
es möglich, auch eine bidirektionale Übertragungsstrecke zu realisieren, wobei dann
sowohl Terminal 1 als auch Kommunikationseinheit 3 jeweils über eine Sende- und Empfangseinheit
verfügen müssen. Ebenso können in einer besonderen Ausgestaltung des Spielautomatensystems
ein oder mehrere Spielautomaten 2 über eine Empfangs- und/oder Sendeeinrichtung 2b
verfügen, so dass die Kommunikationseinheit 3 ebenso mit dem derart ausgerüsteten
Spielautomaten 2 kommunizieren kann. Das Terminal 1 verfügt über ein Display 1a zur
Darstellung der Benutzerführung, eine Eingabeeinheit 1c, z.B. in Form einer Tastatur
sowie eine Kartenleseeinrichtung 1b, mittels derer z.B. EC-Cash-Karten lesbar sind.
[0019] Zum Geldtransfer ist das Terminal 1 bzw. das Netzwerk 4 mit einem Bankennetzwerk
7 und über dieses mit symbolhaft dargestellten Geldinstituten 6 in Verbindung. Das
System ist derart ausgestaltet, dass ein Werte- bzw. Geldtransfer nur von der Bank
einer das Spielautomatensystem benutzenden Person auf das Terminal bzw. ein Konto
des Spielautomatensystembetreibers überweisbar ist.
[0020] Die Kommunikationseinheit 3 kann Eingabemittel 3b, z.B. in Form von Tasten aufweisen,
mittels denen bestimmte Funktionen der Kommunikationseinheit 3 auslösbar oder aber
Eingaben möglich sind. Ebenso können Identifizierungscodes in die Kommunikationseinheit
eingegeben werden, damit die Kommunikationseinheit 3 einer bestimmten Person zugeordnet
ist.
[0021] Das Spielautomatensystem sieht vor, dass für einen Gast bzw. eine Person, die das
Spielautomatensystem benutzen möchte, zuerst eine Kundendatei angelegt wird, die von
der Datenbank verwaltet wird. In diese Kundendatei werden z.B. Adresse und Bankinformationen
sowie Alter der Person eingetragen. Die Datenbank 5 speichert sämtliche personenbezogenen
Daten, worunter z.B. die den einzelnen Automaten 2 zugewiesenen Geldbeträge bzw. Punkt
oder Geldwertdaten zu verstehen sind, in einer Kundendatei. In dieser Kundendatei
kann z.B. u.a. der Identifizierungs-Code oder ein Pin-Code für andere Zwecke abgelegt
werden, so dass eine eindeutige Zuordnung zwischen Code und der Person besteht und
es somit zu keinen Verwechslungen kommen kann.
[0022] Sofern noch keine Kundendatei bestanden hat, wird diese in einem ersten Verfahrensschritt
angelegt. Nach dem Anlegen der Kundendatei wird die Kommunikationseinheit, welche
z.B. ein Transponder sein kann, entsprechend programmiert bzw. der Kundendatei zugewiesen
und dem Kunden übergeben.
[0023] Die Kommunikationseinheit kann dauerhaft für den jeweiligen Kunden programmiert werden.
Es ist jedoch auch möglich, dass bei jedem Eintreten des Kunden dieser eine neuprogrammierte
oder für Kommunikationseinheit erhält. Das Programmieren kann auch derart erfolgen,
dass der Kunde seinen Identifizierungscode eingibt und daraufhin die Kommunikationseinheit
für ihn freigegeben oder programmiert wird. Nachdem die Kommunikationseinheit für
den Kunden bzw. die Person freigeschaltet oder programmiert worden ist, kann der Kunde
mit der Kommunikationseinheit zum Terminal gehen und sich dort mittels der Kommunikationseinheit
verifizieren. Selbstverständlich ist es möglich, dass das Anlegen der Kundendatei
sowie das Aushändigen der Kommunikationseinheit auch direkt am Terminal erfolgen kann.
Hierzu kann z.B. das Terminal entsprechende Ausgabe- und Annahmeeinheiten zur Ausgabe
bzw. Annahme von Kommunikationseinheiten aufweisen.
[0024] Damit eine dritte Person nicht unbefugt eine fremde Kommunikationseinheit verwenden
kann, ist es möglich, dass zusätzlich zu den von der Kommunikationseinheit ausgesendeten
Signale vom Kunden ein Identifizierungscode am Terminal oder in die Kommunikationseinheit
eingegeben werden muss, damit der Kunde entsprechende Geld-, Punkte- bzw. Geldwertdatentransaktionen
am Terminal durchführen bzw. andersartige Funktionen benutzen kann.
[0025] Nachdem der Kunde bzw. die Person Punkte, Geldwertdaten und/oder Geldbeträge einem
oder mehreren Spielautomaten 2 zugewiesen hat, werden diese Automaten dem Kunden zugewiesen
und für dritte Personen zum Bespielen gesperrt. Der Kunde kann nunmehr mit dem Bespielen
der Automaten beginnen. Nachdem der Kunde seine dem jeweiligen Spielautomaten 2 zugewiesenen
Punkte, Geldwertdaten- bzw. Geldbeträge verbraucht hat, wird das Bespielen automatisch
durch das Spielautomatensystem beendet. Sofern noch nicht sämtliche Punkte, Geldwertdaten
bzw. Geldbeträge beim dem jeweiligen Spielautomaten verbraucht sind, können diese
dem Kunden auf dessen Anweisung hin wieder gutgeschrieben werden. Ebenso ist es möglich,
dass der Kunde auswählt, dass von ihm erzielte Gewinne nicht gutgeschrieben werden,
sondern hierfür für ihn ein oder mehrere Lose einer Lotterie gekauft werden. All dies
wird entsprechend von der Datenbank protokolliert.
[0026] In einer weiteren nicht dargestellten Ausführungsform, kann der Kunde über seine
Kommunikationseinheit 3 sich im Terminal 1 einloggen, so dass er vom Spielautomaten,
den er gerade bespielt, diesem Spielautomaten neue Punkte, Geldwertdaten bzw. Geldbeträge
zuweisen kann, damit er das Bespielen des jeweiligen Automaten verlängern kann. Hierdurch
wird der sonst notwendige Gang zum Terminal 1 vermieden.
[0027] Selbstverständlich ist es möglich, dass die Kommunikationseinheit 3 sich nicht unbedingt
beim Terminal 1 sondern auch oder nur über den Spielautomaten 2 in die Datenbank des
Spielautomatensystems einloggt. Die Kommunikationseinheit dient hierbei somit nicht
nur ausschließlich der Erkennung des Kunden bzw. der Person, sondern dient als mobiles
Terminal, welches sämtliche Funktionen der stationären Terminals 1 übernehmen kann.
Dies schließt z.B. einen Transponder und ein Chipkarten-Lesegerät ein, welches die
Kommunikationseinheit aufweisen kann.
[0028] Sobald der Kunde bzw. die Person das Spielautomatensystem nicht mehr verwenden möchte,
kann sie sich an der Kommunikationseinheit ausloggen oder aber diese einfach dem Personal
zurückgeben, so dass die Kommunikationseinheit für dritte Personen bzw. Kunden zum
neuen Einloggen zur Verfügung steht. Das Ein- und Ausloggen kann auch durch Personal
erfolgen, welches das Spielautomatensystem betreut. Ebenso ist es möglich, dass sämtliche
Daten in der Kommunikationseinheit gelöscht werden und nur durch Neuprogrammierung
der Kommunikationseinheit mit den Daten eines Kunden für diesen nutzbar ist.
1. Spielautomatensystem, bestehend aus mindestens einem Terminal (1) und mindestens einem
Spielautomaten (2), wobei das Terminal (1) mit dem mindestens einen Spielautomaten
(2) über ein Netzwerk (4) kommuniziert, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich mindestens eine mobile Kommunikationseinheit (3), insbesondere einem Transponder,
mit dem Terminal (1) und/oder einem Spielautomaten (2) zur Ausweisung bzw. Legitimierung
einer jeweils eine Kommunikationseinheit (3) bei sich führenden Person Daten austauscht.
2. Spielautomatensystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , dass die Kommunikationseinheit (3) eine Sendeeinheit (3a) zum Aussenden von Daten mittels
Funk- oder Lichtwellen hat.
3. Spielautomatensystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kommunikationseinheit (3) zusätzlich eine Empfangseinheit zum Empfangen von Daten
und/oder Steuerinformationen, die das Terminal (1) oder ein Spielautomat (2) aussendet,
hat.
4. Spielautomatensystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Terminal (1) eine zusätzliche Eingabeeinheit (1c) zur manuellen Eingabe von Identifizierungsdaten,
insbesondere eines Code-Wortes, hat, wobei das Terminal (1) nur nach Empfang von Daten
der Kommunikationseinheit (3) und dazugehörigen manuell eingegebenen Identifizierungsdaten
einer Person den Zugang zu bzw. die Auswahl von bestimmten Funktionen des Terminals
(1) und/oder Spielautomaten (2) gewährt.
5. Spielautomatensystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Person nach erfolgter Ausweisung bzw. Legitimierung Punkte, Geldbeträge und/oder
Geldwertdaten einzahlen und/oder einem oder verschiedenen Spielautomaten (2) zuweisen
kann, wobei die Geldbeträge bzw. Geldwertdaten entweder in einem Speicher des Terminals
(1), des jeweiligen Spielautomaten (2) oder einer externen Datenbank (5) gespeichert
werden.
6. Spielautomatensystem nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass erst nach erfolgter Zugangsberechtigung die Person am Terminal (1) oder mittels der
Kommunikationseinheit (3) einen oder mehrere Spielautomaten (2) auswählen, und diesem
bzw. diesen bestimmte Punkte, Geldbeträge bzw. Geldwertdaten zuweisen kann, wonach
der bzw. die Spielautomaten (2) zum Bespielen für andere Personen gesperrt ist bzw.
sind.
7. Spielautomatensystem nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass Identifizierungsdaten zusammen mit den Punkten, Geldbeträgen und/oder Geldwertdaten
im Speicher des Terminals (1) oder eines Spielautomaten gespeichert werden, so dass
die Geldbeträge bzw. Geldwertdaten einer Person bzw. dessen Kommunikationseinheit
(3) zugeordnet sind.
8. Spielautomatensystem nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mittels des Terminals (1) und/oder einer gesonderten EDV-Anlage die Kommunikationseinheiten
(3) programmierbar sind.
9. Spielautomatensystem nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kommunikationseinheit (3) einen Speicher zum Speichern von personenbezogenen
Daten und/oder Geldwertdaten, z.B. in Form von Punktedaten hat.
10. Spielautomatensystem nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Spielautomat (2) automatisch für andere Personen zum Bespielen frei wird, sobald
die dem Spielautomaten (2) durch die bis dahin spielenden Person zugewiesenen Geldbeträge
bzw. Geldwertdaten aufgebraucht sind.
11. Spielautomatensystem nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die einen Spielautomaten (2) bespielende Person den Spielautomaten (2) freigeben
und sich die evtl. noch nicht verbrauchten Punkte, Geldbeträge bzw. Geldwertdaten
gutschreiben lassen kann.
12. Spielautomatensystem nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass während und/oder nach Betätigung eines Spielautomaten (2) aktuelle Wertdaten des
Spielautomaten (2) über das Netzwerk (4) dem Terminal (1) oder einer Datenbank (5)
zugeführt werden.
13. Spielautomatensystem nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass alle personenbezogenen Daten sowie Geldbeträge, Geldwertbeträge z.B. in Form von
Punkten in einer Datenbank (5) gespeichert sind, wobei die Datenbank (5) in dem Terminal
(1) oder einer ausgelagerten EDV-Anlage angeordnet ist.
14. Spielautomatensystem nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Terminal (1) über eine Datenübertragungsstrecke (7) mit dem Bankennetz (6) zur
Überweisung bzw. Einzahlung von Geldbeträgen in Verbindung ist.
15. Verfahren zur Betätigung von Spielautomaten unter Verwendung eines Spielautomatensystems
nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in einem ersten Verfahrensschritt für eine neue Person eine Kommunikationseinheit
programmiert wird, wobei personenbezogene Daten und/oder Identifizierungsdaten auf
der Kommunikationseinheit gespeichert werden oder der Person eine bereits für sie
programmierte Kommunikationseinheit übergeben wird, und dass in einem zweiten Verfahrensschritt
die Person sich mittels der Kommunikationseinheit an einem Terminal Zugang verschafft,
wonach in einem dritten Verfahrensschritt die Person Geldbeträge und/oder Geldwertdaten
einem oder mehreren freien Spielautomaten zuweist und diese für sich reserviert, wonach
in einem vierten Verfahrensschritt die Person den oder die für sie reservierten Spielautomaten
bespielt.
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass im dritten Verfahrensschritt die Person einen Geldbetrag von einem bei einer Bank
geführten Konto abheben und auf das Konto des Betreibers des Spielautomatensystemsüberweisen
kann, wobei der Geldbetrag im Terminal der Person zum Zuweisen an einen oder mehrere
Spielautomaten gutgeschrieben wird.
17. Verfahren nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass ein Spielautomat automatisch nicht mehr bespielbar ist, sobald der ihm zugewiesene
Punkte, Geldbetrag bzw. Geldwertdaten aufgebraucht sind.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Person gutgeschriebene Geldbeträge oder Geldwertdaten, wie z.B. in Form von Punkten,
in einer Datenbank des Systems abgelegt werden, und der Person auch nach einer Unterberechung
des Spielens nach erfolgter Zugangsberechtigung wieder zum Bespielen von Spielautomaten
zur Verfügung stehen.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass noch nicht an einem Spielautomaten verbrauchte Punkte, Geldbeträge und/oder Geldwertbeträge
der Person auf Wunsch wieder gutgeschrieben werden.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass am Spielautomaten erzielte Gewinn nicht gutgeschrieben werden, sondern mit diesen
ein oder mehrere Lose einer Lotterie erkauft werden können.
21. Spielautomat oder Terminal zur Verwendung mit dem Spielautomatensystem nach einem
der Ansprüche 1 bis 14.