[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und ein Navigationssystem zur Bestimmung einer
aus mindestens zwei Teilrouten bestehenden Gesamtroute zwischen einem ersten und einem
zweiten Ort mittels einer Routenberechnungseinrichtung, wobei die Teilrouten aus Knoten
und Kanten bestehen und die Gesamtroute an einem indirekten Zwischenziel vorbeiführt.
[0002] Unter einer Routenberechnungseinrichtung wird eine beliebige Vorrichtung verstanden,
welche zur Ermittlung einer Route zwischen einem Start- und einem Zielort verwendet
werden kann. Dies kann ein Navigationssystem in einem Kraftfahrzeug, ein ortsfester
Computer mit entsprechend installierter Routenberechnungssoftware bzw. Zugang zum
Internet oder auch ein tragbares Gerät, wie ein Handy oder ein PDA sein. Die Route
kann beispielsweise für Autofahrer oder Fußgänger berechnet werden.
[0003] Als indirektes Zwischenziel wird ein vom Bediener der Routenberechnungseinrichtung
vorgegebener Ort bezeichnet, durch den die gewünschte Gesamtroute nicht direkt hindurchführen
sondern in dessen Nähe sie vorbeilaufen soll. Die bisher im Handel erhältliche Software
bzw. Geräte zur Routenberechnung erlauben lediglich die Vorgabe von direkt anzufahrenden
Zwischenzielen, im folgenden direkte Zwischenziele genannt. Möchte beispielsweise
ein Bediener von Frankfurt aus über die Autobahn nach Düsseldorf gelangen und dabei
nicht wie von einer Routenberechnungseinheit vorgeschlagen über die A3 Richtung Köln/Bonn
sondern über die A45 an Siegen vorbei fahren, so kann er momentan Siegen nur als direktes
Zwischenziel auswählen. Dies führt dazu, dass die Streckenführung durch die Innenstadt
von Siegen hindurch erfolgt. Alternativ könnte der Benutzer versuchen, über auf der
Autobahn liegende direkte Zwischenziele, beispielsweise bestimmte Autobahnkreuze die
Streckenführung zu beeinflussen. Doch dazu müssten ihm diese Autobahnkreuze bereits
bekannt sein, was eine Vorkenntnis der ungefähren Route erfordert und damit im Widerspruch
zum eigentlichen Verwendungszweck einer Routenberechnungseinheit steht.
[0004] Abhilfe kann geschaffen werden, wenn die Routenberechnungseinheit die Vorgabe von
indirekten Zwischenzielen erlaubt. Die DE-10036817-A1 schlägt in diesem Zusammenhang
ein Verfahren vor, bei dem ausgehend von einem Startort eine Routenberechnung in Richtung
eines indirekten Zwischenzieles, genannt Durchgangszielort, gestartet wird und so
lange läuft, bis die Route einen sogenannten Fangbereich um den Durchgangszielort
erreicht hat. Die Routenberechnung wird an dieser Stelle abgebrochen und ausgehend
von dem so gefundenen Zwischenpunkt wird eine weitere Routenberechnung in Richtung
eines nächsten Durchgangszielortes bzw. in Richtung des endgültigen Zielortes durchgeführt.
Bei einer Integration eines solchen Verfahrens in ein bestehendes Routenberechnungssystem
muss direkt in den Routenberechnungsalgorithmus eingegriffen werden, um dort die Abfrage
auf ein Erreichen des Fangbereiches des Durchgangszielortes einzufügen. Dies erfordert
einen erhöhten Entwicklungsaufwand, da es zum einen schwieriger ist, in ein bereits
bestehendes Softwaremodul neue Teile einzufügen, als einfach ein neues Modul zu programmieren,
und da zum anderen die gesamte Routenberechnung erneut getestet und verifiziert werden
muss.
In der DE-10036817-A1 wird die Größe des Fangbereiches entweder fest vorgegeben oder
an die Länge der berechneten Route bzw. an einen erforderlichen Wechsel der Straßenklasse,
beispielsweise von der Autobahn zur Landstraße, angepasst. Bei einem derartigen Vorgehen
kann die Routenberechnung dann problematisch werden, wenn ein Benutzer einen Durchgangszielort
in einer ungewöhnlichen Lage zur optimalen Route, also der ohne Durchgangszielort
ermittelten Route, wählt. So kann der Durchgangszielort beispielsweise sehr nahe an
den Start- oder Zielort oder ziemlich dicht neben die optimale Route gelegt werden.
Da in einem solchen Fall der nach den genannten Kriterien festgelegte Fangbereich
um den Durchgangszielort die nähere Umgebung von Start- und Zielort bzw. optimaler
Route mit hoher Wahrscheinlichkeit mit überdeckt, wird sich die berechnete Route nicht
von der optimalen Route unterscheiden. Der Wunsch des Benutzers, von der optimalen
Route abzuweichen, bleibt im Endeffekt unberücksichtigt.
[0005] Aus der nicht vorveröffentlichten deutschen Anmeldung 10218340.6 sind ein Verfahren
sowie ein Navigationssystem zur Bestimmung einer Route für ein Kraftfahrzeug bekannt,
bei denen auf einer Landkarte ein indirektes Zwischenziel, hier Wegpunkt genannt,
mittels einer verschiebbaren Markierung ausgewählt wird. Dieser Wegpunkt definiert
einen bevorzugten Routenkorridor, der von der Routenberechnungseinheit so zwischen
Start- und Zielort gelegt wird, dass dieser Wegpunkt in den Routenkorridor eingeschlossen
ist. Anschließend wird eine Route zwischen Start- und Zielort berechnet, wobei der
Bereich innerhalb des Routenkorridors bevorzugt wird. Eine solche Bevorzugung wird
beispielsweise dadurch erreicht, dass die in der digitalen Straßenkarte den einzelnen
Streckenabschnitten zugeordneten Widerstandswerte innerhalb des Korridors herabgesetzt
werden. Den von der Routenberechnungseinheit vorgeschlagenen Routenkorridor kann der
Benutzer nach Wunsch ändern, um damit den Verlauf der resultierenden Route weiter
zu beeinflussen. Ein wichtiger Teil des Verfahrens läuft interaktiv ab, d.h. der Benutzer
gibt das indirekte Zwischenziel grafisch vor, woraufhin ihm entweder ein vorgeschlagener
Routenkorridor oder bereits eine vorgeschlagene Route angezeigt werden. Diese kann
der Benutzer anschließend akzeptieren oder durch Veränderungen der Lage des indirekten
Zwischenziels, Hinzufügen weiterer Zwischenziele oder durch Änderung der Größe des
Routenkorridors beeinflussen. Dies bietet dem Benutzer die Möglichkeit, die Route
ganz nach seinen Vorstellungen zu verformen, birgt auf der anderen Seite jedoch auch
die Gefahr der zu aufwändigen Bedienung.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es deshalb, ein Verfahren zur Bestimmung einer
Route über ein indirektes Zwischenziel anzugeben, welches mit geringem Aufwand in
einem bestehenden Routenberechnungssystem implementiert werden kann. Das Verfahren
und ein gattungsgemäßes Navigationssystem sollen desweiteren eine einfache Bedienung
erlauben.
[0007] Die Aufgaben werden gelöst durch ein gattungsgemäßes Verfahren mit den kennzeichnenden
Merkmalen des Hauptanspruchs 1. Um den in einer Routenberechnungseinheit bereits bestehenden
Standardalgorithmus zur Bestimmung einer Route zwischen zwei fest vorgegebenen Orten
unangetastet zu lassen, wird ein Verfahren gewählt, bei dem das indirekte Zwischenziel
durch ein direktes Zwischenziel ersetzt wird. Dies wird dadurch erreicht, dass in
einem ersten Verfahrensschritt eine Zwischenroute zwischen dem ersten Ort, also dem
Startort, und dem indirekten Zwischenziel berechnet wird. Dafür kann der Standardalgorithmus
verwendet werden. Von dieser ersten Zwischenroute wird dann ein Knoten ausgewählt,
wobei der Knoten dadurch bestimmt ist, dass er sich in einer nach verschiedenen Kriterien
berechneten Entfernung von dem indirekten Zwischenziel befindet. Dieser Knoten wird
als direktes Zwischenziel an die Stelle des indirekten Zwischenzieles gesetzt und
der Abschnitt der Zwischenroute zwischen dem Startort und dem neu gefundenen direkten
Zwischenziel wird als eine erste Teilroute definiert. Ausgehend von dem direkten Zwischenziel
kann jetzt, wieder mit dem Standardalgorithmus, eine zweite Teilroute zum Zielort
berechnet werden und diese mit der ersten Teilroute zu einer Gesamtroute zusammengefügt
werden. Die Gesamtroute wird dem Bediener der Routenberechnungseinheit in bekannter
Weise auf einer grafischen Ausgabeeinheit angezeigt, entweder in Form der Streckenführung
auf einer Landkarte oder als Aufeinanderfolge von Navigationshinweisen in visueller
oder Audioform.
[0008] Das erfindungsgemäße Verfahren bietet den Vorteil, dass große Teile des bestehenden
Routenberechnungssystems in ihrer ursprünglichen Form genutzt werden können und lediglich
zusätzliche Softwaremodule erstellt und sozusagen an das System angehängt werden.
Das bereits implementierte Verfahren zur Berechnung einer Route zwischen einem Start-
und einem Zielpunkt unter Einbeziehung eines direkten Zwischenzieles wird nur insoweit
abgewandelt, als dass zusätzliche Funktionen erstellt werden müssen zur Berechnung
der von unterschiedlichen Kriterien abhängigen Entfernung zwischen indirektem und
zu suchendem direkten Zwischenziel, zum Suchen des direkten Zwischenziels auf der
berechneten Zwischenroute und zum Kürzen der Zwischenroute an dem gefundenen Knoten.
Insbesondere können der bereits bestehende Routenberechnungsalgorithmus sowie das
festgelegte Format der Straßenkartendaten unverändert genutzt werden, d.h. eine ständige
Abfrage auf ein Abbrechen der Routenberechnung bzw. eine Änderung der den Straßenabschnitten
zugeordneten Widerstandswerte entfallen.
[0009] Ein vom Bediener auf herkömmliche Weite vorgegebenes Zwischenziel muss desweiteren
lediglich durch Hinzufügen eines weiteren Attributes als indirektes Zwischenziel gekennzeichnet
werden. Zur Vorgabe des Zwischenzieles können bekannte Eingabemöglichkeiten genutzt
werden, wie das Eingeben per Tastatur, das Auswählen aus einer Liste von Orten oder
die grafische Eingabe auf einer Landkarte über Cursor und Mausklick. Damit bietet
das erfindungsgemäße Verfahren die Möglichkeit, die bekannten und bereits optimierten
Bedienmöglichkeiten von Routenberechnungseinrichtungen zu nutzen. Die Kennzeichnung
des Zwischenzieles als indirektes Zwischenziel erfordert nicht mehr als beispielsweise
einen zusätzlichen Mausklick.
[0010] Somit kann zur Lösung der zweiten Aufgabe ein Navigationssystem angegeben werden,
welches eine Recheneinheit enthält, die zur Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
ausgebildet ist. Diese Recheneinheit ist mit einer Eingabeeinheit, wie beispielsweise
einer Tastatur, einer Maus, einem Touchscreen oder einer Bedieneinheit mit Dreh- und
Funktionsschaltern zur Eingabe eines indirekten Zwischenzieles verbunden. Desweiteren
ist die Recheneinheit mit einer optischen Ausgabeeinheit verbunden, auf der eine Landkarte
anzeigbar ist. Auf dieser Landkarte sind mindestens der Start- und Zielort, das indirekte
Zwischenziel und der Verlauf der Gesamtroute grafisch darstellbar. Der Bediener gibt
in bekannter Weise seinen Start- und Zielort ein und wählt ein Zwischenziel aus, welches
er nur noch als indirektes Zwischenziel kennzeichnen muss. Eine Festlegung von weiteren
Merkmalen oder Attributen ist nicht erforderlich und auch ein iteratives Vorgehen
zur Festlegung beispielsweise eines Routenkorridors entfällt.
[0011] In einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird der zu suchende Knoten
der Zwischenroute aus einer Menge von potentiellen direkten Zwischenzielen ausgewählt.
Diese Menge von potentiellen direkten Zwischenzielen entspricht der Menge von Knoten
der Zwischenroute, welche sich innerhalb einer von bestimmten Kriterien abhängigen
Entfernung vom indirekten Zwischenziel befinden. Die Entfernung, welche die Menge
an potentiellen direkten Zwischenzielen bestimmt, ist dabei im allgemeinen größer
als oder höchstens gleich groß wie die Entfernung, innerhalb der der anschließend
zu suchende eine Knoten dieser Menge liegt. Gleich große Entfernungen ergeben sich
dann, wenn zur Berechnung beider Entfernungen dieselben Kriterien herangezogen werden.
[0012] Aufgrund dieses Zwischenschritts der Definition einer Menge von potentiellen direkten
Zwischenzielen wird der Suchalgorithmus zum Finden des einen Knotens, welcher das
indirekte Zwischenziel als direktes Zwischenziel ersetzen soll, vereinfacht. Eine
große Anzahl von Knoten der Zwischenroute kann so bereits von vornherein von der Suche
ausgeschlossen werden, was die Rechenzeit reduziert.
[0013] In einer nächsten Ausgestaltung des Verfahrens ist es möglich, sowohl ein indirektes
als auch ein direktes Zwischenziel bei der Routenberechnung zu berücksichtigen. Nachdem
das indirekte Zwischenziel durch ein erstes direktes Zwischenziel ersetzt und damit
eine erste Teilroute generiert wurde, werden zwei weitere Teilrouten zwischen dem
ersten direkten und dem weiteren direkten Zwischenziel sowie zwischen dem weiteren
direkten Zwischenziel und dem Zielort berechnet. Die Gesamtroute setzt sich wieder
wie gewohnt aus den drei Teilrouten zusammen. Natürlich kann diese Reihenfolge der
Berechnung auch umgedreht werden, je nachdem, ob das vom Benutzer vorgegebene indirekte
oder das direkte Zwischenziel näher am Startort liegt. Die Berechnung kann desweiteren
beliebig fortgeführt werden, je nach Anzahl der vorgegebenen Zwischenziele. Der Benutzer
hat damit die Möglichkeit, eine Route ganz nach seinem Belieben zu gestalten.
[0014] Die zuerst beschriebene Abfolge der für die Route wesentlichen Orte, nämlich Startort,
indirektes Zwischenziel, direktes Zwischenziel und Zielort dient als Grundlage für
eine weitere Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens. Bei dieser Ausgestaltung
wird das indirekte Zwischenziel nicht nur durch ein sondern durch zwei direkte Zwischenziele
ersetzt. Dafür werden zwei Zwischenrouten berechnet, die erste zwischen dem Startort
und dem indirekten Zwischenziel und die zweite zwischen dem indirekten Zwischenziel
und dem Zielort. Auf beiden Zwischenrouten wird der Knoten bestimmt, welcher sich
innerhalb einer nach verschiedenen Kriterien bestimmten Entfernung vom indirekten
Zwischenziel befindet. Diese beiden Knoten ersetzen als direkte Zwischenziele das
indirekte Zwischenziel. Die beiden Zwischenrouten werden an diesen Knoten gekürzt
und zwischen den direkten Zwischenzielen wird die noch fehlende Teilroute berechnet.
[0015] Der Vorteil dieser Vorgehensweise liegt darin, dass sich bei einer Routenberechnung
vom Startort SO über das indirekte Zwischenziel IZ zum Zielort ZO dieselbe Streckenführung
ergibt wie bei einer Berechnung in der Gegenrichtung, von ZO über IZ nach SO. Bei
nur einem direkten Zwischenziel ist dies nicht der Fall, was für einen Benutzer u.U.
verwirrend sein kann, da er im allgemeinen für die Hinfahrt dieselbe Route erwartet
wie für die Rückfahrt.
[0016] Das zweite direkte Zwischenziel als Ersatzknoten für das indirekte Zwischenziel kann
natürlich ebenfalls wieder aus einer Menge von potentiellen direkten Zwischenzielen
ausgewählt werden, welche sich alle innerhalb einer bestimmten Entfernung vom indirekten
Zwischenziel befinden, um dadurch das Suchen des Ersatzknotens auf der zweiten Zwischenroute
zu vereinfachen.
[0017] Als ein Kriterium, welches die Entfernungen vom indirekten Zwischenziel bestimmt,
wird in einer Ausgestaltung der Erfindung die flächenmäßige Ausdehnung des indirekten
Zwischenzieles berücksichtigt. So wird i.a. das indirekte Zwischenziel als Ortsname
vorgegeben werden, und den Dörfern oder Städten kann eine flächenmäßige Ausdehnung
in Form eines den Ort umschließenden Kreises oder Rechteckes zugeordnet werden. Werden
die indirekten Zwischenziele über besondere Punkte, wie beispielsweise Autobahnkreuze
oder landschaftliche Sehenswürdigkeiten definiert, können diesen ebenfalls vordefinierte
Ausdehnungenzugeordnet werden, da ja der Bediener auch diese Punkte bewusst als direkt
anzufahrende Orte ausschließt.
[0018] In einer weiteren Ausgestaltung wird als entfernungsbestimmendes Kriterium die Straßenklasse
der Knoten der Zwischenroute betrachtet. Für kleinere Straßen, wie Durchfahrts- oder
Landstraßen, ergeben sich kleinere Entfernungswerte und für Autobahnen und Bundesstraßen
größere. Bei längeren Gesamtrouten, die hauptsächlich auf den größeren Straßen liegen,
wird damit sichergestellt, dass für die Vorbeifahrt an dem indirekten Zwischenziel
keine unnötigen Klassenwechsel zu kleineren Straßen hin erfolgen. Sollte die Gesamtroute
eher kurz sein oder unter Umständen sowieso nur auf kleineren Straßen entlangführen,
da beispielsweise der Bediener auf einer landschaftlich schönen Strecke fahren will,
wird an das indirekte Zwischenziel auch näher herangefahren.
[0019] Ein weiteres Kriterium zur Bestimmung der Entfernung zum indirekten Zwischenziel
sind die geometrischen Verhältnisse eines Dreieckes, welches durch den Startort, das
indirekte Zwischenziel und den Zielort aufgespannt wird. So sind zum einen die Verhältnisse
der Seitenlängen dieses Dreieckes zueinander von Interesse, da diese angeben, ob und
in welchem Maße das indirekte Zwischenziel näher am Start- oder am Zielort liegt.
Hat der Bediener das indirekte Zwischenziel sehr nahe an einen dieser Orte gelegt,
so würde im Normalfall die Streckenführung dadurch nicht beeinflusst werden. Aus diesem
Grund wird in so einem Fall der Entfernungswert ziemlich klein gewählt, um die Route
tatsächlich in Richtung dieses Zwischenziels umzuleiten. Interessant ist auch eine
Berücksichtigung der Winkel des Dreieckes. Ist beispielsweise der Winkel, dessen Scheitelpunkt
am indirekten Zwischenziel liegt, eher klein, so befindet sich das indirekte Zwischenziel
weit weg von der optimalen Route zwischen Start- und Zielort. Die Entfernung für den
zu suchenden Ersatzknoten kann in diesem Fall relativ groß sein. Es ist nämlich davon
auszugehen, dass bei einer Berechnung von zwei Einzelrouten zwischen dem Startort
und dem Zwischenziel bzw. dem Zwischenziel und dem Zielort die beiden Routen in der
Nähe des indirekten Zwischenzieles aufgrund dessen spitzwinkliger Lage aufeinandertreffen
und identisch bis zum Zwischenziel weiterlaufen. Da der Bediener jedoch extra nicht
auf ein- und derselben Straße hin- und wiederzurückfahren will, ist also ein Ersatzknoten
für das indirekte Zwischenziel in einiger Entfernung zu suchen.
Ein weiterer Winkel von Interesse ist der Winkel mit dem Scheitelpunkt am Startpunkt.
Ist dieser Winkel eher klein, so befindet sich das indirekte Zwischenziel nahe der
optimalen Route zwischen Start- und Zielort. Auch in so einem Fall würde normalerweise
die Streckenführung durch das Zwischenziel nicht beeinflusst werden. Um dies aber
nach Wunsch des Bedieners doch zu erreichen, wird der Entfernungswert wieder ziemlich
klein gewählt.
Die Betrachtung des Dreieckes zwischen Startort, Zwischenziel und Zielort bringt den
Vorteil, dass gegenüber dem bekannten Verfahren auch eine ungewöhnlich gewählte Lage
des indirekten Zwischenziels mitberücksichtigt wird und zu einer Veränderung der optimalen
Route führt.
[0020] All die genannten Kriterien können beliebig einzeln oder auch alle miteinander kombiniert
werden, um die Entfernungswerte noch besser an die Wünsche des Bedieners anzupassen.
Eine bevorzugte Kombination besteht darin, dass die durch die räumliche Ausdehnung
des indirekten Zwischenzieles bestimmten Entfernungswerte multipliziert werden mit
einem Faktor, welcher von der Straßenklasse der Knoten der Zwischenrouten abhängt.
Das Ergebnis dieser Multiplikation kann über weitere Multiplikationen verändert werden,
wobei die weiteren Faktoren von den Eigenschaften des oben beschriebenen Dreieckes
bestimmt werden. Im optimalen Fall wird aufgrund der Kombination dieser Kriterien
eine Route berechnet, welche vom Bediener sofort akzeptiert wird. Dies erspart ihm
jegliche Versuche, durch Änderungen in der Vorgabe des indirekten Zwischenziels oder
durch Eingabe zusätzlicher direkter oder indirekter Zwischenziele die Route nach seinen
Vorstellungen zu gestalten.
[0021] Da jedoch die Vorstellungen von Bediener zu Bediener stark unterschiedlich sein können,
ist es in einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens vorgesehen, bedienerabhängige
Kriterien im Routenberechnungssystem abzuspeichern und je nach aktuellem Bediener
die Routenberechnung entsprechend zu konfigurieren. So könnten beispielsweise die
oben beschriebenen Faktoren bedienerabhängig ermittelt und festgehalten werden.
[0022] Desweiteren ist es vorgesehen, die entfernungsbestimmenden Kriterien an die befahrene
geographische Region anzupassen.
[0023] So können kontinental- oder länderspezifische Konfigurationsdateien im Routenberechnungssytem
gespeichert und jederzeit vor Beginn einer neuen Routenberechnung ladbar sein.
[0024] Das erfindungsgemäße Navigationssystem wird in einer Weiterbildung dadurch gekennzeichnet,
dass die Recheneinheit zur Ausführung des Routenberechnungsverfahrens mit der Ersetzung
des indirekten Zwischenzieles über zwei direkte Zwischenziele ausgebildet ist. Die
Ausgabeeinheit zeigt bei diesem Navigationssystem dieselbe Gesamtroute für eine Routenberechnung
vom Startort über das indirekte Zwischenziel zum Zielort wie für eine Berechnung vom
Zielort über das indirekte Zwischenziel zum Startort an.
[0025] Eine weitere spezielle Ausgestaltung des Navigationssystems sieht vor, dass zusätzlich
eine Speichereinheit zur Speicherung von Konfigurationsdateien im Navigationssystem
enthalten ist, wobei die Konfigurationsdateien zur Festlegung der Entfernungen dienen,
die die Mengen der potentiellen direkten Zwischenziele bestimmen bzw. die Knoten definieren,
welche die indirekten Zwischenziele ersetzen.
[0026] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels und der Zeichnung
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Landkarte mit einer Gesamtroute sowie wesentlichen Knoten, insbesondere einem
direkten Zwischenziel;
- Fig. 2
- eine Landkarte wie in Fig. 1, mit insbesondere zwei direkten Zwischenzielen;
- Fig. 3
- eine Darstellung von Kriterien zur Festlegung von Entfernungen vom indirekten Zwischenziel;
- Fig. 4 bis 6
- Sonderformen von entfernungsbestimmenden Dreiecken.
[0027] In Fig. 1 ist im Hintergrund der Umriss einer Deutschlandkarte zu sehen. In stark
vergrößertem Maßstab sind die von einem Bediener einer Routenberechnungseinrichtung
vorgegebenen Startort SO, indirektes Zwischenziel IZ und Zielort ZO zu sehen. Zwischen
SO und IZ wird eine Zwischenroute berechnet, die in dem dargestellten Fall aus nur
vier wesentlichen Knoten zwischen SO und IZ bestehen soll. Anhand von Kriterien, wie
beispielsweise der flächenmäßigen Ausdehnung von IZ, wird eine Entfernung E1 festgelegt,
welche auch als Kreis um IZ mit dem Radius E1 betrachtet werden kann. Es wird nun
derjenige von den vier Knoten der Zwischenroute zwischen SO und IZ ausgewählt, welcher
am weitesten von IZ entfernt ist, aber noch innerhalb der Entfernung E1 liegt. Dieser
Knoten wird als direktes Zwischenziel DZ1 definiert und die Zwischenroute wird an
diesem Knoten gekürzt, so dass sich die erste Teilroute aus den Knoten SO, K1, K2,
K3 und DZ1 zusammensetzt. Ausgehend von DZ1 wird danach eine zweite Teilroute zu ZO
berechnet, welche die Knoten K4 bis K7 enthält. Die gestrichelt eingezeichnete Gesamtroute
wird aus den beiden Teilrouten zusammengesetzt und führt in einer Entfernung, die
ein wenig kleiner ist als E1, an dem indirekten Zwischenziel IZ vorbei.
[0028] Aus Fig. 2 geht die Vorgehensweise hervor, wenn IZ nicht durch ein sondern durch
zwei direkte Zwischenziele DZ ersetzt wird. Zuerst wird, analog zu Fig. 1, eine erste
Zwischenroute zwischen SO und IZ berechnet, dort der erste Knoten, der innerhalb E1
liegt, ausgewählt und als DZ1 definiert und die Zwischenroute an DZ1 zur ersten Teilroute
abgekürzt. Anschließend wird eine zweite Zwischenroute zwischen IZ und ZO berechnet,
auf der zweiten Zwischenroute wird der äußerste, innerhalb von E1 liegende Knoten
bestimmt und als zweites direktes Zwischenziel DZ2 definiert. Die zweite Zwischenroute
wird an DZ2 gekürzt, so dass sie zwischen DZ2 und ZO verläuft. Abschließend wird zwischen
DZ1 und DZ3 eine dritte Teilroute berechnet und die gestrichelt dargestellte Gesamtroute
aus den drei Teilrouten zusammengesetzt. Die Reihenfolge der einzelnen Schritte kann
bis zu einem gewissen Grad variiert werden, da beispielsweise die Zwischenrouten beide
gleichzeitig berechnet und DZ1 und DZ2 gleichzeitig bestimmt werden können.
[0029] Mit Fig. 3 wird verdeutlicht, wie die Entfernung zur Auswahl eines Knotens einer
Zwischenroute festgelegt wird. Um das indirekte Zwischenziel IZ ist ein Rechteck gelegt,
welches die flächenmäßige Ausdehnung von IZ kennzeichnet. Ausgehend von geometrischen
Abmessungen dieses Rechtecks, beispielsweise einer Seitenlänge oder Diagonale, wird
ein erster Wert als Entfernungwert festgelegt. Dieser wird im hier dargestellten Fall
mit fünf unterschiedlichen Faktoren multipliziert, was zu fünf, unterschiedlich großen,
gestrichelt eingezeichneten Kreisen um IZ führt. Jeder der fünf Faktoren entspricht
einer Straßenklasse, wobei die höchste Straßenklasse, also die Autobahnen, mit dem
größten Faktor verknüpft sind und damit auch zum äußersten Kreis führen.
Nachdem die Zwischenroute zwischen SO und IZ berechnet wurde, wird mit der Suche nach
dem das indirekte Zwischenziel ersetzenden Knoten begonnen. Dafür wird der größte
der fünf Radien als sogenannter zweiter Entfernungswert E2 festgelegt. Dieser Entfernungswert
E2 bestimmt alle innerhalb des äußeren Kreises befindlichen Knoten der Zwischenroute
zwischen SO und IZ als Menge der potentiellen direkten Zwischenziele, die IZ ersetzen
können. An dem ersten außerhalb von E2 liegenden Knoten kann nun mit der Suche begonnen
und in Richtung IZ durchgeführt werden. Dazu wird der jeweils nächste Knoten in Richtung
IZ auf seine zugehörige Straßenklasse abgefragt und ihm entsprechend der Straßenklasse
einer der fünf Radien zugeordnet. Liegt der betrachtete Knoten innerhalb des ihm zugeordneten
Radius, so ist das direkte Zwischenziel gefunden. In Fig. 3 liegt ein Knoten K1 zwischen
dem äußeren Radius E2 und dem nächstkleineren Radius. Dieser Knoten hat die zweithöchste
Straßenklasse, d.h. der Straßenabschnitt, auf dem er liegt, ist eine Bundesstraße.
Ihm wird also der zweitgrößte Radius als zu überprüfender Entfernungswert zugeordnet.
Da K1 außerhalb des zweitgrößten Radius liegt, muss die Suche fortgesetzt werden.
Der nächste, ebenfalls auf einer Bundesstraße befindliche Knoten liegt dann bereits
innerhalb des ihm zugeordneten Radius, womit das direkte Zwischenziel DZ1 gefunden
ist. Der ihm zugeordnete Radius wird als erster Entfernungswert E1 bezeichnet. Zwischen
SO und DZ1 wird nun die erste Teilroute TR1 bestimmt und ausgehend von DZ1 die zweite
Teilroute TR2 berechnet.
[0030] Das in Verbindung mit Fig. 3 beschriebene Vorgehen zur Suche nach dem das indirekte
Zwischenziel IZ ersetzenden Knoten DZ1 auf einer Zwischenroute bedeutet für den in
Fig. 2 gezeigten Fall von zwei Zwischenrouten und zwei zu suchenden Knoten DZ1 und
DZ2, dass die Entfernungswerte für DZ1 und DZ2 je nach Straßenklasse der Knoten unterschiedlich
groß ausfallen können. Dann müsste in Fig. 2 für DZ1 ein Radius E1 und für DZ2 beispielsweise
ein größerer Radius E3 eingezeichnet werden.
[0031] In bestimmten Fällen kann es vorkommen, dass ausgehend vom größten Radius und der
ihm zugeordneten Straßenklasse sich die Straßenklassen der betrachteten Knoten mehrfach
ändern. Dann kann es sinnvoll sein, die Suche nach einer bestimmten Anzahl von Klassenwechseln
gezielt abzubrechen, um eine sinnvolle Gesamtroute zu generieren. Der Benutzer hat
bei der Wahl seines indirekten Zwischenzieles sicherlich nicht beabsichtigt, über
mehrere Kreuze und Abzweigungen möglichst nah an dieses Zwischenziel herangeführt
zu werden, sondern er möchte in vernünftiger Entfernung daran vorbeigeleitet werden.
[0032] Die in Fig. 3 dargestellten, den einzelnen Straßenklassen zugeordneten Radien können
über die Betrachtung des durch SO, IZ und ZO aufgespannten Dreieckes noch weiter verändert
werden. Einige Sonderfälle dieses Dreieckes sind in den Figs. 4 bis 6 abgebildet.
So befindet sich IZ in Fig. 4 relativ nah an SO. Wird zwischen SO und ZO eine Route
möglichst über Autobahn gewählt, so wird der größte Radius um IZ relativ großzügig
sein. Dies könnte jedoch dazu führen, dass das gefundene direkte Zwischenziel auf
der Direktverbindung zwischen SO und ZO liegt, also auf der optimalen Route zwischen
SO und ZO. Da der Benutzer jedoch eine Änderung der Route beabsichtigt, sollten die
um IZ gelegten Radien eher klein ausfallen. Dies wird erreicht, indem das Verhältnis
der Seiten a zu b betrachtet wird. Fällt dieses deutlich ungleich Eins aus, so befindet
sich IZ nahe an SO oder ZO und die Radien werden klein gewählt.
[0033] Einen anderen Sonderfall zeigt Fig. 5. Hier liegt IZ weit ab von der optimalen Route
zwischen SO und ZO. Eine Betrachtung des Winkels α mit dem Scheitelpunkt in IZ macht
dies deutlich. Da dieser Winkel nur eine geringe Größe aufweist, sind größere Radien
um IZ zu legen, um ein unnötiges Hin- und Zurückfahren auf einer und derselben Strecke
nahe IZ zu vermeiden.
[0034] Der Sonderfall aus Fig. 6 zeigt IZ zwar nahezu mittig zwischen SO und ZO, jedoch
befindet sich IZ sehr nahe an der optimalen Route zwischen SO und ZO, was sich in
einem kleinen Winkel β mit dem Scheitel an SO ausdrückt. Eine normale Berechnung der
Radien nur anhand der flächenmäßigen Ausdehnung von IZ und der Straßenklassen könnte
dazu führen, dass das gefundene direkte Zwischenziel ebenfalls genau auf der optimalen
Route liegt. Um wiederum dem Wunsch des Bedieners zu folgen, werden die Radien um
IZ bei kleinem Winkel β verkleinert.
[0035] Die Fig. 7 zeigt abschließend das tatsächlich auf einer Ausgabeeinheit eines Navigationssystems
dargestellte Ergebnis einer erfindungsgemäßen Routenberechnung im Vergleich zu einer
bisher mit demselben Navigationssystem möglichen möglichen Routenberechnung über Zwischenziele.
Startort SO ist Nürnberg, indirektes Zwischenziel IZ ist Regensburg und Zielort ZO
ist München. Wie in dem auf der rechten Seite herausgezogenen vergrößerten Bildausschnitt
von IZ zu erkennen ist, führt die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren berechnete
Route in einem deutlichen Abstand an Regensburg vorbei. Ein Herunterfahren von der
Autobahn wird vollständig vermieden. In dem linken Bildausschnitt ist zu erkennen,
das nach dem bisherigen Verfahren IZ wie ein direktes Zwischenziel behandelt wurde
und die vorgeschlagene Route bis ins Stadtzentrum von Regensburg hineinführt. Auf
den dargestellten Routen sind einzelne Knoten als dickere Punkte entlang der Strecke
hervorgehoben.
1. Verfahren zur Bestimmung einer aus mindestens zwei Teilrouten bestehenden Gesamtroute
zwischen einem ersten und einem zweiten Ort mittels einer Routenberechnungseinrichtung,
wobei die Teilrouten aus Knoten und Kanten bestehen und die Gesamtroute an einem indirekten
Zwischenziel vorbeiführt,
gekennzeichnet durch die Schritte
- Berechnung einer ersten Zwischenroute zwischen dem ersten Ort und dem indirekten
Zwischenziel,
- Bestimmung eines Knotens auf der ersten Zwischenroute als ein erstes direktes Zwischenziel,
wobei sich der Knoten innerhalb einer von ersten Kriterien abhängigen Entfernung von
dem indirekten Zwischenziel befindet,
- Festlegung der ersten Teilroute zwischen dem ersten Ort und dem ersten direkten
Zwischenziel,
- Berechnung einer zweiten Teilroute zwischen dem ersten direkten Zwischenziel und
dem zweiten Ort,
- Zusammensetzung der ersten und der zweiten Teilroute zu der Gesamtroute.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das erste direkte Zwischenziel aus einer ersten Menge von potentiellen direkten Zwischenzielen
ausgewählt wird, wobei sich die erste Menge von potentiellen direkten Zwischenzielen
aus den Knoten der ersten Zwischenroute zusammensetzt, welche sich innerhalb einer
von zweiten Kriterien abhängigen Entfernung von dem indirekten Zwischenziel befinden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Ort ein zweites direktes Zwischenziel ist, ausgehend von diesem zweiten
direkten Zwischenziel eine dritte Teilroute zu einem dritten Ort berechnet wird und
die dritte Teilroute zu der Gesamtroute hinzugefügt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass das zweite direkte Zwischenziel bestimmt wird über die Schritte
- Berechnung einer zweiten Zwischenroute zwischen dem indirekten Zwischenziel und
dem dritten Ort,
- Bestimmung eines Knotens auf der zweiten Zwischenroute als das zweite direkte Zwischenziel,
wobei sich der Knoten innerhalb einer von ersten Kriterien abhängigen Entfernung von
dem indirekten Zwischenziel befindet.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite direkte Zwischenziel aus einer zweiten Menge von potentiellen direkten
Zwischenzielen ausgewählt wird, wobei sich die zweite Menge von potentiellen direkten
Zwischenzielen aus den Knoten der zweiten Zwischenroute zusammensetzt, welche sich
innerhalb einer von zweiten Kriterien abhängigen Entfernung von dem indirekten Zwischenziel
befinden.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die flächenmäßige Ausdehnung des indirekten Zwischenzieles zu den ersten und/oder
zweiten Kriterien gehört.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klassifizierung der zu den Zwischenrouten gehörenden Straßen zu den ersten und/oder
zweiten Kriterien gehört.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die geometrischen Verhältnisse eines durch den ersten Ort, das indirekte Zwischenziel
und den zweiten Ort aufgespannten Dreieckes zu den ersten und/oder zweiten Kriterien
gehören.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die geometrischen Verhältnisse eines durch den ersten Ort, das indirekte Zwischenziel
und den dritten Ort aufgespannten Dreieckes zu den ersten und/oder zweiten Kriterien
gehören.
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein Verhältnis der Länge von zwei Seiten des Dreieckes zu den ersten und/oder zweiten
Kriterien gehört.
11. Verfahren nach Anspruch 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Größe eines Winkels des Dreieckes zu den ersten und/oder zweiten Kriterien gehört.
12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten und/oder zweiten Kriterien an unterschiedliche Benutzer der Routenberechnungseinheit
anpassbar und in Abhängigkeit von dem momentanen Benutzer konfigurierbar sind.
13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten und/oder zweiten Kriterien an unterschiedliche geographische Regionen
anpassbar und in Abhängigkeit von der momentan zu befahrenden geographischen Region
konfigurierbar sind.
14. Navigationssystem mit
- einer Recheneinheit zur Berechnung einer aus mindestens zwei Teilrouten bestehenden
Gesamtroute nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
- einer mit der Recheneinheit verbundenen Eingabeeinheit zur Eingabe eines indirekten
Zwischenzieles und
- einer mit der Recheneinheit verbundenen optischen Ausgabeeinheit.
15. Navigationssystem nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die optische Ausgabeeinheit zur grafischen Anzeige einer Landkarte ausgebildet ist,
wobei auf der Landkarte mindestens das indirekte Zwischenziel, der erste Ort und der
zweite oder der dritte Ort sowie der Verlauf der Gesamtroute grafisch hervorhebbar
sind
16. Navigationssystem nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Berechnung der Gesamtroute zwischen dem ersten und dem dritten Ort die
Ausgabeeinheit denselben Verlauf der Gesamtroute anzeigt wie bei einer Berechnung
der Gesamtroute zwischen dem dritten und dem ersten Ort.
17. Navigationssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Navigationssystem eine Speichereinheit zur Speicherung von Konfigurationsdateien
enthält, wobei mit den Konfigurationsdateien die ersten und/oder zweiten Kriterien
bestimmt werden.