[0001] Die Erfindung betrifft eine Anordnung zum Brechen von aus einem Brennofen austretenden
Gut, insbesondere Zementklinker, mit mehreren parallel angeordneten Brechwalzen, die
eine Welle, welche an ihren beiden Enden Aufnahmen zur beweglichen Lagerung um eine
Drehachse und ein Kopplungselement für einen Drehantrieb aufweist, und mehrere aufschiebbare
Brechringe aufweist, deren Inneres zur drehfesten Aufnahme der Welle ausgebildet ist
und dessen Äußeres mit Brechelementen versehen ist.
[0002] Zum Kühlen von aus einem Brennofen austretenden Gut, insbesondere Zementklinker,
hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn das Klinkermaterial eine möglichst
geringe und gleichmäßige Korngröße aufweist. Man hat daher schon früh erwogen, Brecher
zur Zerkleinerung des Klinkermaterials im Anschluß an einen Rostkühler vorzusehen.
Derartige Anordnungen sind aus offenkundiger Vorbenutzung bekannt.
[0003] Die zum Zerkleinern des Klinkermaterials verwendeten Brecher unterliegen dabei erheblichen
Beanspruchungen. Zum einen sind dies mechanische Beanspruchungen, die durch den Vorgang
des Zerkleinerns entstehen, und zum anderen sind es thermische Beanspruchungen, da
die Brecher im Betrieb Temperaturen bis zu 800°C ausgesetzt sind. Beträchtlicher Verschleiß
der Brecher ist die Folge. Der dadurch entstehende Wartungsaufwand ist hoch. Zur Verminderung
sind verschiedene Lösungswege beschritten worden.
[0004] Man hat zum einen versucht, die Walzen des Brechers fliegend und längsbeweglich zu
lagern, so daß sie leicht aus dem Brechraum zurückgezogen werden können (WO-A-94/21381).
Die Walzen können dann unter wesentlich einfacheren Bedingungen getauscht werden.
Dies bedingt aber eine aufwendige Konstruktion und ist für Nachrüstungen nicht geeignet.
[0005] Zum anderen ist es aus offenkundiger Vorbenutzung bekannt, die Walzen des Brechers
mehrteilig auszuführen, mit einer angetriebenen Welle als Kern und einem oder mehreren
auf sie aufgeschobenen Brechringen, die drehfest mit der Welle verbunden sind und
an ihrer Außenseite Brechelemente aufweisen. Im Betrieb verschleißen nur die Brechringe,
die durch Abziehen von der Welle und Aufsetzen neuer Brechringe leicht ausgetauscht
werden können. Zur drehfesten Verbindung des Brechrings mit der Welle ist eine Paßfeder
an der Welle vorgesehen, die in eine Aussparung an der Innenseite der Brechringe greift
und so als Mitnehmer wirkt. Jedoch fordert diese Bauweise erhöhten Aufwand für die
Konstruktion und die Herstellung des Brechrings. Die hohe mechanische Belastung sowie
die Umgebungsbedingungen stellen erhebliche Anforderungen an das Material der Brechringe,
und zwar sowohl hinsichtlich seiner Güte wie auch der Stärke. Das führt zu erhöhten
Kosten.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ausgehend von dem zuletzt genannten Stand
der Technik eine verbesserte Vorrichtung zu schaffen, die unter Beibehaltung der Vorteile
hinsichtlich guter Wartbarkeit weniger aufwendig ist.
[0007] Die Erfindung löst diese Aufgabe durch eine Anordnung mit den Merkmalen des Anspruchs
1. Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0008] Erfindungsgemäß ist bei einer Anordnung zum Brechen von aus einem Brennofen austretenden
Gut, insbesondere Zementklinker, mit mehreren parallel angeordneten Brechwalzen, die
eine Welle, welche an ihren beiden Enden Aufnahmen zur beweglichen Lagerung um eine
Drehachse und ein Kopplungselement für einen Drehantrieb aufweist, und mehrere aufschiebbare
Brechringe aufweist, deren Inneres zur drehfesten Aufnahme der Welle ausgebildet ist
und dessen Äußeres mit Brechelementen versehen ist, vorgesehen, daß die Welle als
ein Bündel mehrerer langgestreckter Einzelelemente so ausgebildet ist, daß sie eine
unrunde Außenkontur aufweist, und der Brechring in seinem Inneren mehrere über den
Umfang verteilte Aufnahmeöffnungen zur drehfesten Verbindung mit dem Bündel aufweist.
[0009] Die Erfindung hat erkannt, daß durch die erfindungsgemäße Ausführung der Welle als
ein Bündel mehrerer Einzelelemente die Biegesteifigkeit der Welle erhöht werden kann.
Sie hat ferner erkannt, daß mit einer solchen biegesteiferen Welle die auf den Brechring
aufgrund der Kraftübertragung einwirkenden Belastungen verringert werden. Zudem hat
die erfindungsgemäße Anordnung den Vorteil, daß ein großer Teil der Innenseite des
Rings zur Übertragung der Drehkraft genutzt wird. Das ermöglicht eine gleichmäßige
und damit bessere Kraftübertragung zwischen der Welle und dem Brechring. Die sich
durch die Kraftübertragung ergebende Belastung des Materials, insbesondere des Brechrings,
verringert sich dadurch weiter. Die Erfindung nutzt dies dazu, den Brechring weniger
aufwendig herzustellen. Das erlaubt es, die Welle und vor allem den Brechring aus
einem günstigeren Material herzustellen, das weniger hohen Anforderungen genügen muß.
Außerdem kann die Materialstärke reduziert werden. Eine reduzierte Materialstärke
bedeutet aber nicht nur eine Materialersparnis, sondern sie ermöglicht bei identischen
Außenabmessungen auch eine Vergrößerung des Innendurchmessers des Brechrings. Diese
Vergrößerung des Innendurchmessers vergrößert wiederum die zur Kraftübertragung zwischen
Welle und Brechring zur Verfügung stehende Fläche, wodurch sich eine noch weitere
Verringerung der spezifischen Belastung ergibt.
[0010] Bei den für das Bündel verwendeten Einzelelementen kann es sich um beliebige langgestreckte
Elemente handeln. Vorzugsweise sind die Einzelelemente jedoch formgleich. Das ermöglicht
eine besonders rationelle Herstellung und Verarbeitung. Dabei können mit Vorteil Rohre
verwendet werden, wie sie als übliche Handelsware erhältlich sind. Dies ermöglicht
einen besonders kostengünstigen Aufbau der Welle.
[0011] Grundsätzlich können die Einzelelemente einen beliebigen Querschnitt haben, vorzugsweise
weisen sie jedoch einen runden Querschnitt auf. Die Einzelelemente selbst können massiv
oder vorzugsweise hohl ausgeführt sein.
[0012] Zweckmäßigerweise ist die Welle als Hohlkonstruktion ausgeführt. Unter einer Hohlkonstruktion
wird hierbei verstanden, daß die Einzelelemente entlang dem äußeren Umfang der Welle
angeordnet sind und zwischen sich einen inneren Hohlraum einschließen. Bewährt haben
sich Wellen bestehend aus vier bis sechs Einzelelementen.
[0013] Die Einzelelemente des Bündels können nur an bestimmten Punkten, vorzugsweise an
ihren Enden, miteinander verbunden sein. Eine höhere Stabilität des Bündels kann man
aber erreichen, wenn die Einzelelemente im Verbund zusammengesetzt sind. Das bedeutet,
daß die Einzelelemente über den überwiegenden Teil ihrer Länge mit benachbarten Einzelelementen
verbunden sind. Man erhält auf diese Weise eine besonders steife Struktur der Welle.
[0014] Vorzugsweise sind die Aufnahmeöffnungen in ihrer Kontur der Außenform der Einzelelemente
angepaßt. Durch eine solche Anpassung kann eine weitgehend flächige Anlage der Einzelelemente
an den Aufnahmeöffnungen des Brechrings erreicht werden. Die auf den Brechring wirkende
spezifische Kraftbelastung verringert sich dadurch. Dieses Material des Brechrings
ist damit nur geringeren Beanspruchungen ausgesetzt. Angepaßt ist dabei nicht in dem
Sinne zu verstehen, daß die Kontur der Einzelelemente identisch zu der Form der Aufnahmeöffnungen
sein muß. Es genügt, wenn eine Formähnlichkeit in den Bereichen vorliegt, welche hauptsächlich
die Antriebskraft zwischen Welle und Brechring übertragen. Auch sollte ein für alle
Betriebsbedingungen ausreichendes Spiel vorhanden sein.
[0015] Zweckmäßigerweise sind die Aufnahmeöffnungen miteinander verbunden. Dadurch entsteht
in dem Inneren des Brechrings ein gemeinsamer größerer Hohlraum, was zu einer weiteren
Materialersparnis und einer Erleichterung des Brechrings führt.
[0016] Das Verhältnis zwischen dem Außendurchmesser und dem Innendurchmesser des Brechrings
beträgt vorzugsweise 0,7 bis 0,9. Es hat sich gezeigt, daß solche Brechringe ein besonders
gutes Verhältnis zwischen geringem Aufwand durch Materialersparnis und Verschleißfestigkeit
aufweisen.
[0017] Die Einzelelemente des Bündels können an sich aus beliebigem Material bestehen, das
eine ausreichende Temperaturfestigkeit aufweist und zur Übertragung der erforderlichen
Kräfte geeignet ist. Vorzugsweise besteht sie aus allgemeinem Baustahl St52-3. Der
Brechring besteht vorzugsweise aus einem Material, das einerseits mit hohen Kräften
belastbar ist und andererseits verschleißfest ist, bspw. aus GS17CrMo55 oder GX25CrNiSi
bei erhöhten Temperaturbelastungen. Zur Erhöhung der Verschleißfestigkeit kann vorgesehen
sein, außen auf dem Brechring eine gesonderte Panzerung aufzubringen.
[0018] Zur Erleichterung der Montage sind zweckmäßigerweise an den Enden der Welle Haltescheiben
zur Aufnahme der Einzelelemente vorgesehen. Die Einzelelemente brauchen dann zur Montage
nur in die Haltescheiben eingesteckt zu werden, um die Welle zu vervollständigen.
Dies ermöglicht einen besonders einfachen und rationellen Aufbau der Welle.
[0019] Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnung erläutert, in der
ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel dargestellt ist. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Ansicht eines ersten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
Anordnung;
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht einer Welle eines Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Anordnung;
- Fig. 3
- eine Ansicht im Querschnitt durch die in Fig. 2 dargestellte Welle;
- Fig. 4
- eine perspektivische Ansicht eines Brechrings; und
- Fig. 5
- eine Schnittansicht durch eine erfindungsgemäß ausgeführte Brechwalze.
[0020] Fig. 1 zeigt einen in seiner Gesamtheit mit dem Bezugszeichen 1 bezeichneten Klinkerkühler
mit einem Kühlrost 2, auf dem sich zu kühlendes Gut in Gestalt eines Betts in Pfeilrichtung
bewegt. Dem Klinkerkühler 1 ist ein Drehrohrofen 4 vorgeschaltet, dessen Abwurfende
in ein Einlaufschacht des Klinkerkühlers mündet und das Brenngut in dem in der Zeichnung
links dargestellten Bereich des Einlaufschachts abwirft. Der in seiner Gesamtheit
mit dem Bezugszeichen 6 bezeichnete Brecher befindet sich im Bereich des Abwurfs vom
Kühlerrost 2 in einem Auslaufschacht 5.
[0021] Der Brecher umfaßt einen Rahmen 60, an dem eine Mehrzahl von Walzen 7 parallel nebeneinander
angeordnet sind. Die Walzen 7 sind über Drehlager (nicht dargestellt) drehbeweglich
an dem Rahmen 60 angeordnet. Ein Drehantrieb 61 ist außerhalb des Klinkerkühlers 1
angeordnet und ist über ein Getriebe 62 mit den Brechwalzen 7 so verbunden, daß die
Brechwalzen 7 gegenläufig angetrieben werden. Unter gegenläufig wird hierbei verstanden,
daß benachbarte Brechwalzen 7 in entgegengesetzte Richtungen rotieren.
[0022] In den Figuren 2 bis 5 ist die erfindungsgemäße Brechwalze 7 detaillierter sowohl
in ihren Einzelteilen wie auch im zusammensetzten Zustand dargestellt. Die Brechwalze
7 ist zusammengesetzt aus einer Welle 8 und mehreren aufgeschobenen Brechringen 9
(von denen in Fig. 2 aus Übersichtlichkeitsgründen nur einer dargestellt ist).
[0023] Die Welle 8 ist als Bündel 80 mehrerer Einzelelemente ausgeführt, die als Rundrohre
81 ausgebildet sind. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind vier Rundrohre
81 verwendet, es kann aber auch eine andere Anzahl von Rundrohren, bspw. drei, fünf
oder sechs Rundrohre, verwendet werden. Die Rundrohre 81 sind so angeordnet, daß ihre
jeweiligen Mittelachsen auf den Eckpunkten eines Quadrats liegen, dessen Kantenlänge
so bemessen ist, daß sie dem Außendurchmesser der Rohre entspricht. An den Stellen,
an denen sich benachbarte Rohre 81 berühren, sind Schweißnähte vorgesehen, welche
die Rohre 81 zu einem steifen und belastungsfähigen Bündel zusammenfügen. An den Enden
der Rohre 81 sind Endkappen 82 vorgesehen, die an ihrer einen Seite Aufnahmen für
die Enden der Rohre 81 aufweisen, an ihrer anderen Seite mit einem Lagerzapfen 83
zur drehbeweglichen Lagerung der Welle in dem Rahmen versehen sind.
[0024] In Fig. 5 ist der Brechring 9 gemäß der Erfindung dargestellt. Er weist eine Außenseite
auf, die mit mehreren Brechelementen 90 versehen ist. Die Brechelemente 90 können
durch entsprechende Formgebung der Außenseite in Form von Senkungen und vorstehenden
Zähnen, wie in Fig. 4 dargestellt, geschaffen sein, oder sie können durch zusätzliche
Materialauftragungen hergestellt sein, bspw. durch das Aufbringen von Schweißraupen.
Die Brechelemente können aus demselben Material wie der übrige Brechring bestehen
oder sie können aus besonders verschleißfestem Material hergestellt sein. An der Innenseite
des Brechrings 90 sind mehrere, in dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind es vier,
Aufnahmeöffnungen 92 vorgesehen. Die Aufnahmeöffnungen 92 sind von kreisförmiger Grundgestalt
und so angeordnet, daß ihre Mittelpunkte auf den Eckpunkten eines Quadrats liegen,
dessen Geometrie derjenigen des Quadrats der Mittelachsen der Einzelrohre 81 der Welle
8 entsprechen. Die Aufnahmeöffnungen 92 weisen einen Durchmesser auf, der so bemessen
ist, daß die Einzelrohre 82 mit Spiel in sie eingesetzt werden können. Aufgrund dieser
Geometrie ergibt es sich, daß sich die Aufnahmeöffnungen 92 teilweise überlappen,
so daß eine verbundene Öffnung entsteht. Die verbleibende Wandstärke des Brechrings
9 ist daher nicht gleichmäßig, sondern unterscheidet sich je nach der Winkelposition.
Vorzugsweise sind in den Bereichen, welche aufgrund der Anordnung der Aufnahmeöffnungen
92 die größte Wandstärke aufweisen, die Brechelemente 90 an der Außenseite des Brechrings
9 vorgesehen. Denn in diesen Bereichen kann die Kraftbelastung aufgrund der Brechelemente
90 am besten von dem Ring aufgenommen werden.
[0025] Zur Montage der erfindungsgemäßen Brechwalze werden zuerst die Einzelrohre 81 zu
einem Bündel 80 zusammengefügt und auf diese Weise die Welle 8 hergestellt. Darauf
werden dann die Brechringe 9 in gewünschter Anzahl aufgeschoben. In Fig. 5 ist ein
Schnittbild durch die Welle 8 mit aufgeschobenem Brechring 9 dargestellt. Man erkennt,
daß die Abmessungen der Aufnahmeöffnungen 92 so auf die Durchmesser der Einzelrohre
81 der Welle 8 abgestimmt sind, daß die Welle 8 mit ihren Einzelrohren 81 mit Spiel
eingesetzt werden kann. In Fig. 5 ist aus Gründen der Verdeutlichung das Spiel übertrieben
groß dargestellt. In Wirklichkeit ist es bedeutend kleiner und beträgt bei einem Außendurchmesser
der Welle 8 von 350 mm nur wenige Millimeter. Wie man weiter aus Fig. 5 erkennen kann,
ermöglicht die aufeinander abgestimmte Form der Außenseite der Einzelrohre 81 der
Welle in Bezug auf die Innenseite des Brechrings 9 mit den Aufnahmeöffnungen 92 eine
flächig ausgedehnte Anlage der Welle 8 an den Brechring 9. Dadurch ist die Belastung
des Brechrings 9 durch die Einleitung der in Drehrichtung wirkenden Antriebskraft
minimiert. Der Brechring 9 ist daher geringeren Belastungen unterworfen als bei herkömmlichen
Brechringen, die mittels einer Paßfeder von einer ansonsten kreisrunden Welle angetrieben
werden. Das verlängert nicht nur die Standzeit der Brechringe, sondern ermöglicht
es ferner, den Brechring mit geringerer Materialstärke auszuführen. Letzeres wiederum
ermöglicht es, den Innendurchmesser des Brechrings 9 zu erhöhen, also im Durchmesser
größere Wellen 8 zu verbauen. Dadurch wiederum vergrößert sich die zur Verfügung stehende
Fläche zur Kraftübertragung zwischen Welle 8 und Brechring 9 weiter, wodurch sich
die Belastung weiter reduziert.
[0026] Für die Einzelrohre 81 der Welle 8 können handelsübliche Rohre verwendet werden.
Bewährt haben sich solche mit einem Außendurchmesser von ca. 194 mm, abgedreht auf
184 mm, aus denen Wellen mit einer Länge bis zu 6 m hergestellt werden können. Sie
sind für Brechringe mit einem Außendurchmesser bis zu 500 mm hervorragend geeignet.
[0027] Als Material für die Brechringe 9 wird zweckmäßigerweise Chrommolybdänstahl, insbesondere
GS17CrMo55 verwendet. Zur Erhöhung der Verschleißfestigkeit kann dieser mit einer
Aufpanzerung insbesondere im Bereich der Brechelemente 90 versehen sein, die bei dem
bewährten Ausführungsbeispiel aus Fox Ledurit 65 (E10-UM-65 GRZ) besteht.
1. Anordnung zum Brechen von aus einem Brennofen (4) austretenden Gut, insbesondere Zementklinker,
mit mehreren parallel angeordneten Brechwalzen, die eine Welle (8), welche an ihren
beiden Enden Aufnahmen zur beweglichen Lagerung um eine Drehachse und ein Kopplungselement
für einen Drehantrieb aufweist, und mehrere aufschiebbare Brechringe (9) aufweist,
deren Inneres zur drehfesten Aufnahme der Welle (8) ausgebildet ist und dessen Äußeres
mit Brechelementen (90) versehen ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Welle (8) als ein Bündel (80) mehrerer langgestreckter Einzelelemente (81) so
ausgebildet ist, daß sie eine unrunde Außenkontur aufweist, und der Brechring (9)
in seinem Inneren mehrere über den Umfang verteilte Aussparungen (92) zur drehfesten
Verbindung mit dem Bündel (80) aufweist.
2. Brecheranordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Einzelelemente (81) formgleich sind.
3. Brecheranordnung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Einzelelemente (81) Rohre mit vorzugsweise rundem Querschnitt sind.
4. Brecheranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Welle (8) als Hohlkonstruktion ausgeführt ist.
5. Brecheranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Aufnahmeöffnungen (92) in ihrer Kontur der Außenform der Einzelelemente (81) angepaßt
sind.
6. Brecheranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Aufnahmeöffnungen (92) miteinander verbunden sind.
7. Brecheranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Welle (8) eine Haltescheibe (82) an ihren Enden zum Aufnehmen der Einzelelemente
(81) aufweist.
8. Brecheranordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Verhältnis des Außendurchmessers zum Innendurchmesser des Brechrings (9) 0,7 bis
0,9 beträgt.