[0001] Die Erfindung betrifft einen Behälter, insbesondere zur Aufnahme eines Nahrungsmittels
mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie einen entsprechenden Zuschnitt zur Herstellung
eines solchen Behälters.
[0002] Aus der Praxis sind solche Behälter beispielsweise in Form von Bechern oder dergleichen
bekannt, in die ein Nahrungsmittel zur Aufbewahrung und anschließender Entnahme oder
auch zum direkten Verzehr des Nahrungsmittels aus dem Behälter eingefüllt ist.
[0003] Ein Beispiel für einen Quetschbehälter ist aus der EP 0 074 936 B1 bekannt. Dieser
Quetschbehälter weist einen rohrförmigen Körper mit einer Wand aus wenigstens zwei
Schichten auf. Am oberen Ende dient eine Entnahmeöffnung sowohl zum Befüllen mit dem
Nahrungsmittel als auch zum Verzehr des eingefüllten Nahrungsmittels. Am unteren Ende
ist der Quetschbehälter verschlossen. Zur Herstellung des Behälters wird ein zweidimensionaler
Zuschnitt verwendet, der zuerst gerollt und dann mit sich selbst zur Bildung einer
durchgehenden Behälterwand verbunden wird.
[0004] Das Material der Behälterwand ist ein relativ flexibles und relativ steifes Material
wie wasserfestes Papier oder Kunststoff. Allerdings läßt sich bei diesem vorbekannten
Behälter nicht erkennen, ob etwas und gegebenenfalls was in den Behälter eingefüllt
ist.
[0005] Aus der japanischen Gebrauchsmusterveröffentlichung JP 56-156 777 ist ein weiterer
Behälter bekannt, der ebenfalls zur Aufnahme von Nahrungsmitteln dient. Dieser Behälter
ist aus einem Laminat aus steifen Papier und beidseitig diesem aufgebrachten Polyethylenschichten
gebildet. Ein Deckel zum Verschließen des Behälters besteht aus einem Laminat aus
Aluminiumfolie und beidseitig auf dieser aufgetragenen Polyethylenschichten. Der Behälter
ist undurchsichtig, so dass optisch das Innere des Behälters nicht sichtbar ist.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Behälter mit den Merkmalen des Oberbegriffs
des Anspruchs 1 dahingehend zu verbessern, dass in einfacher konstruktiver und kostengünstiger
Weise unter Aufrechterhaltung aller Vorteile der bekannten Behälter eine Inspektion
des Behälterinneren möglich ist.
[0007] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0008] Erfindungsgemäß wird ebenfalls ein entsprechender Zuschnitt zur Herstellung eines
solchen Behälters zur Verfügung gestellt.
[0009] Der erfindungsgemäße Behälter zeichnet sich durch Verwendung eines Materials für
zumindest ein Teil der Behälterwand aus, welches anscheinend gegensätzliche Eigenschaften
in vorteilhafter Weise miteinander kombiniert.
[0010] Um das Nahrungsmittel sicher im Behälter aufbewahren zu können, ist das erfindungsgemäße
Material vorzugsweise flüssigkeits- oder fluiddicht. Dadurch wird das Ein- und Ausdringen
von flüssigen Fluiden und/oder das Ein- und Ausdringen von gasförmigen Fluiden verhindert.
Bei trockenen, insbesondere rieselfähigen Nahrungsmitteln kann Gasdichtigkeit in diesem
Zusammenhang ausreichend sein, wobei auch auf Gasdichtigkeit verzichtet werden kann,
falls das Nahrungsmittel durch Kontakt mit einem Gas wie O
2 oder dergleichen seine für den Verzehr relevanten Eigenschaften nicht negativ ändert.
[0011] Gleichzeitig ist dieses Material transparent. Dadurch ergeben sich eine Reihe von
Vorteilen, wie beispielsweise dass nach Herstellung des Behälters aus dem entsprechenden
Zuschnitt in einfacher Weise optisch feststellbar ist, ob das Behälterinnere Fremdkörper
und insbesondere Verunreinigungen enthält oder beschädigt ist. Diese optische Transparenz
des Quetschbehälters liegt zumindest im sichtbaren Bereich (durchscheinend) des Spektrums
vor, kann sich allerdings auch in die benachbarten Spektralbereiche, d.h. zumindest
in Richtung zum Infraroten und/oder Ultravioletten erstrecken. Die Transparenz ermöglicht
weiterhin, beim Einfüllen des entsprechenden Nahrungsmittels in einfacher Weise dessen
Füllgrad zu überwachen. Insbesondere kann dabei die Überwachung aus einer Richtung
senkrecht zur Befüllrichtung erfolgen.
[0012] Die Transparenz des Materials weist neben Vorteilen bei dem Befüllen des Behälters
auch eine Reihe von Vorteilen für den Verbraucher auf, der das entsprechende Nahrungsmittel
aus dem Behälter entnehmen oder direkt aus diesem verzehren möchte.
[0013] Auch für den Verbraucher ist es wichtig, den Füllgrad des Nahrungsmittels in einfacher
Weise feststellen zu können. Weiterhin ist neben der Menge auch beispielsweise die
Konsistenz des eingefüllten Nahrungsmittels erkennbar. Dies gilt analog für eventuelle
Verfärbungen oder Farbgebungen des Nahrungsmittels. Solche Verfärbungen können beispielsweise
Rückschlüsse auf die Frische des Nahrungsmittels zulassen, wobei beabsichtigte Farbgebungen
des Nahrungsmittels einen zusätzlichen optischen Kaufanreiz geben können.
[0014] Ein weiterer Vorteil der Transparenz des Materials ist, dass beim Verzehr nicht nur
über die Entnahmeöffnung feststellbar ist, wo sich das Nahrungsmittel relativ zur
Entnahmeöffnung befindet, sondem dies auch durch die Wand des Behälters hindurch feststellbar
ist. Dadurch wird beispielsweise verhindert, dass bei einem Kippen des Behälters Nahrungsmittel
ungewollt aus der Entnahmeöffnung austritt.
[0015] Im Prinzip ist es ausreichend, wenn nur ein Teil der Behälterwand aus dem transparenten
oder durchscheinenden und vorzugsweise flüssigkeits- und/oder fluiddichten Material
gebildet ist. Der übrige Teil der Behälterwand kann in üblicher Weise aus versteiftem
Papier oder dergleichen gebildet sein. Allerdings ist es erfindungsgemäß von größerem
Vorteil, wenn die gesamte Behälterwand aus diesem Material gebildet ist, so dass an
jeder Stelle durch die Behälterwand das Behälterinnere erkennbar ist. Dadurch ist
es unnötig, erst den Behälter gegebenenfalls zu drehen, um den transparenten Behälterwandabschnitt
aufzufinden. Ist allerdings die Behälterwand nur in einem Abschnitt transparent/durchscheinend,
erstreckt sich dieser günstiger Weise über die gesamte Höhe des eingefüllten Nahrungsmittels,
um sowohl den maximalen Füllgrad als auch eine Abnahme des Füllgrades beim Verzehr
beobachten zu können. Dafür kann es ausreichend sein, wenn die Behälterwand entlang
der Höhe des eingefüllten Nahrungsmittels eine Reihe von Abschnitten aus dem entsprechenden
Material aufweist, die auch voneinander in Behälterlängsrichtung und gegebenenfalls
zusätzlich in Behälterumfangsrichtung beabstandet sein können.
[0016] Als entsprechendes Material kann Polypropylen (PP), Polyvinylchlorid (PVC), Polystyrol
(-styren) (PS), Polyamid (PA), Polyethylenterephthalat (PET), Polyester oder dergleichen
verwendet werden.
[0017] Um die Dichtigkeit bei dem entsprechenden Schichtmaterial gegebenenfalls zu verbessern,
kann die Schicht ein- oder beidseitig mit einer Lackschicht versehen sein.
[0018] Um etwa Druck auf den Behälter durch den Verbraucher zum Verzehr des Nahrungsmittels
ausüben zu können, kann die Behälterwand flexibel sein. Dies gilt ebenfalls für das
entsprechende transparente oder durchscheinende, vorzugsweise flüssigkeits- oder fluiddichte
Material.
[0019] Um den Zuschnitt zur Herstellung der durchgehenden Behälterwand mit sich selbst verbinden
zu können, kann dieser beispielsweise gerollt werden, bis seitliche Kanten aneinander
stoßen. Entlang dieses Kantenstoßes erfolgt dann die Verbindung des Zuschnitts mit
sich selbst, wobei gegebenenfalls auch zusätzliche Verbindungsmittel eingesetzt werden
können. In der Regel erfolgt das Verbinden in diesem Zusammenhang durch Wärme und/oder
Druck.
[0020] Es besteht ebenfalls die Möglichkeit, nach Rollen oder auch Falten des Behälters
nicht nur entlang des entsprechenden Kantenstoßes eine Verbindung herzustellen, sondern
einen Überlappbereich des Zuschnitts durch die einander zugeordneten Kanten zu bilden,
wobei sich dieser Überlappbereich insbesondere in Behälterlängsrichtung erstreckt
und wobei in diesem Überlappbereich die Verbindung des Zuschnitts mit sich selbst
erfolgt.
[0021] Wenn sich das transparente und fluiddichte Material bis zum oberen Ende des entsprechenden
Zuschnitts erstreckt, an dem beim fertiggestellten Behälter die Entnahmeöffnung gebildet
ist, oder auch bei vollständig aus diesem Material hergestellter Behälterwand, kann
der Öffnungsrand der Entnahmeöffnung ohne Eigenschaftsveränderung des entsprechenden
Materials umbugbar oder einrollbar sein. Dadurch wird sichergestellt, dass auch der
Öffnungsrand die Eigenschaften wie Transparenz, Fluiddichtigkeit und Formstabilität
des Materials aufweist.
[0022] Da das entsprechende Material nach der Formgebung formstabil ist, ist bei dem Öffnungsrand
sichergestellt, dass dieser auch nach Umbugen oder Einrollen seine entsprechende Form
beibehält.
[0023] Weiterhin dient die Formbarkeit ohne Eigenschaftsveränderung des Materials dazu,
beispielsweise einen sogenannten Weißbruch zu vermeiden. Dieser tritt beispielsweise
bei Materialien auf, die zwar anfänglich transparent sind, allerdings nach einem Verformen
oder Einknicken eine in der Regel linienhafte, weißliche Eintrübung des ansonsten
transparent bleibenden Materials aufweisen. Ein solcher Weißbruch könnte ansonsten
auch in Bereichen der Wand auftreten, in denen ein Verbraucher den Behälter hält oder
zur Entnahme des Nahrungsmittels einen entsprechenden Druck ausübt, wodurch sich Knick-
oder Faltungslinien ergeben können. Auch wenn solche Eigenschaftsänderungen zum Teil
akzeptabel sind, beispielsweise am Öffnungsrand, werden sie doch besonders vorteilhafterweise
vermieden.
[0024] Insbesondere wenn die gesamte Behälterwand aus dem Material gebildet ist, ist nicht
nur der gesamte Behälter entsprechend transparent/durchscheinend und flüssigkeits/fluiddicht,
sondern auch nach der Formgebung formstabil. Diese Formstabilität ist unter anderem
wichtig bei der Bevorratung oder beim Transport des Behälters zwischen Herstellungsort
und Befüllort. Weiterhin bleibt der Behälter durch entsprechende Formstabilität auch
ohne zusätzliche Maßnahmen beim Befüllen zumindest im Bereich seiner Entnahmeöffnung
offen, so dass das Nahrungsmittel einfach einfüllbar ist. Die Formstabilität ist auch
hilfreich beim Verzehr des Nahrungsmittels, wobei der Behälter selbst nach teilweiser
oder vollständiger Entnahme des Nahrungsmittels noch seine Form beibehält. Wird der
Behälter zum Verzehr des Nahrungsmittels durch Ausüben von Druck gequetscht, ist die
Formstabilität hilfreich, um nach Beendigung des Drückens hier im Wesentlichen wieder
die Ausgangsform des Behälters anzunehmen, wodurch sich das Nahrungsmittel mehr in
das Behälterinnere zurückzieht.
[0025] Die Formstabilität ist ebenfalls eine Eigenschaft, die nicht geändert werden soll,
um be spielsweise auch im Überlappbereich ausreichend Stabilität beizubehalten, wie
auch Transparenz und Dichtigkeit.
[0026] Um gegebenenfalls Schichten unterschiedlicher Eigenschaften hinsichtlich Transparen
und Fluiddichtigkeit miteinander kombinieren zu können, kann die Behälterwand aus
einem entsprechenden zwei- oder mehrschichtigen Material gebildet sein, wobei jede
der Schichten transparent ist. An dieser Stelle sei angemerkt, dass "Transparenz:
auch nur für durchscheinend und "Fluiddichtigkeit" auch nur für Flüssigkeitsdichtigkeit
oder Gasdichtigkeit stehen kann und immer so verstanden werden soll.
[0027] Eine äußere Schicht kann in diesem Zusammenhang aus PP, orientiertem PP (koextru
diert oder lackiert), PE, PET, PET (lackiert), PA, orientiertes PA (lackiert) oder
dergleichen gebildet sein. Für die innere Schicht sind folgende Materialien denkbar:
PP, PVC, PS, PA, PET oder dergleichen.
[0028] Bezüglich der verschiedenen Schichten ist es von Vorteil, wenn diese beispielsweise
laminiert sind. Ein solches Laminat kann großflächig aus den entsprechenden Schichte
hergestellt werden und ein Zuschnitt kann dann aus dem Laminat ausgestanzt oder in
anderer Weise hergestellt werden. Durch die Verwendung eines solchen Laminats ist
sichergestellt, dass die Verbindung der Schichten miteinander unter Aufrechterhaltung
der entsprechenden Eigenschaften sicher möglich ist.
[0029] Eine weitere Möglichkeit die Schichten herzustellen und miteinander zu verbinden
kann darin gesehen werden, dass diese koextrudiert werden.
[0030] Um einen entsprechenden Zuschnitt für den Behälter in einfacher Weise auch für bereits
bisher für ähnliche Behälter eingesetzte Vorrichtungen sowohl zur Herstellung wie
auch zum Befüllen einsetzen zu können, kann der unverformte Zuschnitt strikt zweidimensional
sein. Dadurch lässt sich ein solcher Zuschnitt einerseits zum Transport leicht stapeln
und andererseits in einfacher Weise in eine entsprechende Vorrichtung zum Falten oder
Rollen des Behälters aus dem Zuschnitt einziehen.
[0031] Vorteilhaft ist es in diesem Zusammenhang weiterhin, wenn zumindest die außenliegenden
Seiten des Zuschnitts eine gewisse Rauhigkeit oder Grundreibung aufweisen, die beispielsweise
ein Durchrutschen von entsprechenden Einzieheinrichtungen relativ zum Zuschnitt verhindern.
[0032] Sowohl beim Transport des Behälters im unbefüllten, im bereits befüllten Zustand
als auch bei der Bereithaltung des befüllten Quetschbehälters oder der Benutzung durch
einen Verbraucher besteht die Möglichkeit, dass der Quetschbehälter in Kontakt mit
spitzen oder scharfkantigen Gegenständen kommt. In diesem Zusammenhang ist es von
Vorteil, wenn das entsprechende Material der Behälterwand eine gewisse mechanische
Resistenz gegenüber solchen Gegenständen aufweist, wodurch eine Beschädigung verhindert
wird, die entweder die Transparenz oder Fluiddichtigkeit des Materials negativ beeinflussen
könnte.
[0033] Um zu verhindern, dass bei der Herstellung des Behälters oder bei dessen späterer
Handhabung insbesondere im Bereich der Wand ein negativer optischer Eindruck entsteht,
können bei zwei- oder mehrschichtigem Aufbau des Materials die entsprechenden Schichten
dauerhaft unlösbar miteinander verbunden sein. Ansonsten könnte durch stellenweises
Lösen der Schichten voneinander der Eindruck einer Blasenbildung oder dergleichen
entstehen, wodurch neben dem optischen Eindruck gegebenenfalls auch die Transparenz
des Materials negativ beeinflusst werden könnte.
[0034] Beispiele für solche dauerhaft unlösbare Verbindungen sind die vorangehend beschriebene
Laminierung oder die Koextrusion.
[0035] Unabhängig von der Anzahl der Schichten des entsprechenden Materials ist es in der
Regel ausreichend, wenn nur eine der Schichten oder die einzige der verwendeten Schichten,
bei mehreren Schichten insbesondere die mittlere Schicht, eine elastische, jedoch
dauerhaft verformbare und nach der Verformung formstabile Schicht ist.
[0036] Um eine optimale Fluiddichtigkeit zu erreichen, kann es sich als vorteilhaft erweisen,
wenn die Dichtigkeit gegenüber Flüssigkeit und gegenüber Gas durch separate Schichten
erzielt wird. Dies kann beispielsweise dadurch erreicht werden, dass zumindest eine
innere Schicht flüssigkeitsdicht und/oder eine der weiteren Schichten gasdicht ist.
[0037] Es besteht die Möglichkeit, im Überlappbereich die entsprechenden Schichten durch
zusätzliche Verbindungsmittel, wie ein Klebemittel oder dergleichen, miteinander zu
verbinden. Bei einem vereinfachten Ausführungsbeispiel können äußere und/oder innere
Schicht zumindest im Überlappbereich als Verbindungsschicht ausgebildet sein.
[0038] Bezüglich des Materials der Schichten sei noch darauf hingewiesen, dass beispielsweise
eine der Schichten eine wärmedämmende Funktion für kühle oder warme Nahrungsmittel
aufweisen kann und/oder auch die Möglichkeit besteht, dass alle Schichten mikrowellendurchlässig
sind, um beispielsweise ein Nahrungsmittel innerhalb des Behälters zu erwärmen.
[0039] Es besteht natürlich ebenfalls die Möglichkeit, die Fluiddichtigkeit gegenüber Flüssigkeit
und Gas durch nur eine Schicht zu erzielen.
[0040] Insbesondere im Überlappbereich aber auch im Bereich der Entnahmeöffnung und deren
Öffnungsrandes sowie entlang aller übrigen Kanten des Zuschnitts ergibt sich manchmal
als Problem, dass diese Kanten oder freien Enden des entsprechenden Materials unzureichend
abgedichtet sind. Dadurch können insbesondere flüssige Bestandteile des Nahrungsmittels
oder auch außen auf dem Quetschbehälter befindliche Flüssigkeiten, wie beispielsweise
Kondenswasser, in das Material eindringen. Ein solches Eindringen ändert in der Regel
die Dicke des entsprechenden Materials oder wenigstens einer Schicht des Materials,
so dass sich Aufwerfungen des Materials ergeben können, die das optische Gesamtbild
negativ beeinträchtigen. Das Eindringen einer solchen Flüssigkeit über die freien
Enden oder Kanten der Schichten kann auch dazu führen, dass der Behälter insgesamt
undicht wird oder Eigenschaften, wie beispielsweise seine Formstabilität, verliert.
Ein solches Eindringen von insbesondere Flüssigkeit kann weiterhin dazu führen, dass
der Quetschbehälter oberflächlich aufweicht und sich Material vom Behälter löst. Diese
Nachteile können dad urch verhindert werden, dass die Kanten der Schichten fluiddicht
ausgebildet sind.
[0041] Um den Behälter optisch ansprechender zu gestalten oder zur Darstellung von Information,
kann wenigstens eine der Schichten mit einem Aufdruck versehen sein.
[0042] Sowohl bei der Bearbeitung eines entsprechenden Zuschnitts zur Herstellung des Behälters
als auch beim späteren Befüllen oder der Nutzung des Behälters durch den Verbraucher
ist es von Vorteil, wenn der Aufdruck rubbelfest ist. Das heißt, dass der Aufdruck
weder durch direkten Kontakt noch durch Einwirkung über eine der Schichten abrubbelbar
ist.
[0043] Bei einschichtigem Aufbau des Behälterwandmaterials ist der Aufdruck auf einer Außenseite
des Behälters aufgedruckt. Dies gilt entsprechend für koextrudierte Schichten. Bei
ansonsten mehrschichtigem Aufbau ist es allerdings von Vorteil, wenn der Aufdruck
auf einer Innenseite der äußeren Schicht und/oder einer Außenseite der mittleren und/oder
einer Innenseite der mittleren und/oder einer Außenseite der inneren Schicht vorgesehen
ist. Dadurch lassen sich auch mehrere Aufdrucke miteinander kombinieren, wobei diese
sich in der graphischen oder auch farblichen Gestaltung unterscheiden können.
[0044] Um zur Verbindung des Zuschnitts mit sich selbst ausreichend Wärme in einfacher Wiese
bereitstellen zu können, kann wenigstens eine der Schichten ultraschallabsorbierend
sein. Durch die Absorption des Ultraschalls ergibt sich eine Erwärmung der entsprechenden
Schicht, die zumindest so stark ist, dass die Schicht ausreichend erweicht, um mit
einer mit ihr in Kantenkontakt oder in Flächenkontakt stehenden Schicht nach entsprechender
Abkühlung eine innige und insbesondere fluiddichte Verbindung einzugehen. Dies kann
selbstverständlich auch für beide miteinander im Überlappungsbereich in Kontakt stehende
Schichten gelten, insbesondere wenn diese aus dem selben Material gebildet sind. Es
sei in diesem Zusammenhang allerdings noch darauf hingewiesen, dass die Erwärmung
des entsprechenden Materials durch Ultraschall nicht dazu führt, dass nach Verbinden
und Abkühlen die Transparenz des Materials negativ beeinflußt ist.
[0045] Sind die Schichten durch ein Laminat gebildet, kann es als vorteilhaft betrachtet
werden, wenn der Aufdruck vor Laminieren der Schichten aufgedruckt wird. Dadurch wird
einerseits verhindert, dass er direkt an der Außenseite des Behälters schädlichen
Einflüssen ausgesetzt ist, und andererseits keine schädlichen Einwirkungen auf das
Nahrungsmittel zu befürchten sind.
[0046] Bei dem Schichtaufbau des Materials besteht außerdem noch die Möglichkeit, dass wenigstens
eine der Schichten selbst ein Laminat ist.
[0047] Ebenso besteht die Möglichkeit, dass nur zwei oder auch mehr Schichten des entsprechenden
Materials koextrudiert sind.
[0048] Zum Verschließen des Behälters an seinem unteren Ende gibt es mehrerer Möglichkeiten.
[0049] Bei einem Ausführungsbeispiel kann das verschlossene Ende durch Verbinden von unteren
Endabschnitten der Wand gebildet sein. Dadurch wird im Wesentlichen auch das Verschlossene
Ende durch die Behälterwand und deren Material gebildet und ist transparent und insbesondere
fluiddicht.
[0050] Bevorzugt werden dabei die unteren Endabschnitte der Wand vor dem Verbinden aneinander
gedrückt, so dass ebenfalls durch entsprechende Wärmeeinwirkung eine Verbindung der
Wandabschnitte mit sich selbst erfolgen kann.
[0051] Es besteht ebenfalls die Möglichkeit, ein separates Teil zum Verschließen des Behälters
zu verwenden, so dass beispielsweise das verschlossene Ende einen Bodeneinsatz aufweist.
Dieser kann aus einem separaten Zuschnitt hergestellt sein.
[0052] Für den Bodeneinsatz ist es in der Regel nicht erforderlich, dass dieser ebenfalls
transparent ist. Allerdings besteht die Möglichkeit, den Bodeneinsatz aus dem gleichen
Material wie die Behälterwand herzustellen und auch bei dem Verbinden von Bodeneinsatz
und Behälterwand entsprechend Wärme und Druck aufzuwenden.
[0053] Zum Verschließen des Behälters im Bereich der Entnahmeöffnung kann auf insbesondere
derem Öffnungsrand ein Deckel dicht aufgesiegelt werden.
[0054] Das verwendete Material für Behälterwand und gegebenenfalls auch Bodeneinsatz ist
zwar transparent, kann aber eine Farbe aufweisen. Das heißt, dass das Material nicht
klar transparent ist, sondern rot, gelb, grün oder dergleichen und gegebenenfalls
mehr farbig transparent ist.
[0055] Um gegebenenfalls eine negative Beeinflussung des Nahrungsmittels durch den Aufdruck
zu vermeiden, kann dieser bei einschichtigem Material auf einer Außenseite des Behälters
aufgedruckt sein. Dies kann analog auch bei mehrschichtigem, auf Polyethylen basierenden
Material erfolgen. Solches Material ist gegebenenfalls auch durch Koextrusion hergestellt.
Natürlich erfolgt auch keine negative Beeinflussung des Nahrungsmittels durch das
Material des Behälters oder durch ein Eindringen oder Verlust von Fluid aufgrund der
Behälterdichtigkeit.
[0056] Um auch bei einem Herunterfallen des Behälters im ungefüllten oder gefüllten Zustand
zu verhindem, dass dieser leichter zu beschädigen ist, kann das Material schlagzäh
und/oder durchstoßfest sein.
[0057] Für den Behälter sind verschiedene Querschnittsformen denkbar, die sich auch über
die Behälterlängsrichtung ändern können. Diese Änderung erfasst nicht nur Abmessungsveränderungen
eines ansonsten gleichen Querschnitts, sondern auch Änderungen zu anderen Querschnittsformen.
Beispiele für solche Querschnittsformen sind kreisförmig, in etwa vieleckig, in etwa
viereckig und dabei insbesondere quadratisch, oval, bohnenförmig oder dergleichen.
[0058] Der Aufdruck kann sowohl in üblicher Weise durch Aufdrucken eines entsprechenden
Mittels, wie Farbe oder dergleichen, hergestellt sein. Es besteht ebenfalls die Möglichkeit,
dass der Aufdruck nicht nur durch Aufdrucken einer solchen Farbe, sondern auch durch
Eindrücken in die entsprechende Schicht oder auch Einritzen oder dergleichen hergestellt
ist. Der Aufdruck kann dabei auch einen dreidimensionalen Effekt aufweisen oder ein
Hologramm sein oder zumindest ein solches aufweisen, wobei der Aufdruck ebenso eine
Glanzwirkung aufweisen kann.
[0059] Es besteht ebenfalls die Möglichkeit, dass der Aufdruck bis auf ein Sichtfenster
die ganze Behälterwand bedeckt, und dass nur durch dieses Sichtfenster das Behälterinnere
einsehbar ist. In diesem Zusammenhang ist es ebenfalls denkbar, dass mehrere solcher
Sichtfenster in Behälterlängsrichtung und/oder in Umfangsrichtung des Behälters angeordnet
sind. Dadurch sind verschiedene Bereiche im Behälterinneren einsehbar.
[0060] Je nach beispielsweise Farbgebung des Aufdrucks besteht noch die Möglichkeit, dass
erst nach zumindest teilweiser Entnahme des Nahrungsmittels der Aufdruck selbst sichtbar
wird. Dies kann beispielsweise dadurch erfolgen, dass der Aufdruck die gleiche Farbe
wie das eingefüllte Nahrungsmittel hat. Dabei ist es ebenfalls möglich, dass bestimmte
Teile des Aufdrucks erst nach ausreichender Entnahme des Nahrungsmittels und Freilegen
dieser Teile sichtbar sind und dadurch einen sich ändemden Aufdruck ergeben. Ein solcher
erscheinender oder sich ändernder Aufdruck kann beispielsweise dazu dienen, bestimmte
Gewinnspiele oder dergleichen zu ermöglichen, wo erst nach ausreichender Entnahme
des Nahrungsmittels erkennbar ist, ob man gegebenenfalls etwas gewonnen hat.
[0061] Der Öffnungsrand kann eingerollt sein, wie bereits vorangehend erwähnt. Dieses Einrollen
kann ein einfaches oder auch mehrfaches Rollen sein. Bei einem umgebugten Öffnungsrand
ist es weiterhin denkbar, dass dieser um einen Winkel von 90° oder mehr relativ zur
restlichen Wand umgebugt ist. Dadurch steht beispielsweise bei einem Winkel von 90°
der Öffnungsrand im Wesentlichen radial nach außen von der Entnahmeöffnung ab.
[0062] Um an jeder Stelle der Entnahmeöffnung beispielsweise ein flüssiges Nahrungsmittel
aus dem Behälter trinken zu können, erstreckt sich der Öffnungsrand vorteilhafterweise
entlang des gesamten Umfangs der Entnahmeöffnung. Es ist allerdings ebenso möglich,
dass der Öffnungsrand nur teilweise und/oder stellenweise umlaufend ausgebildet ist.
[0063] Damit sich die vorangehend beschriebenen Eigenschaften des Behälters und insbesondere
dessen Materials nicht nur für beispielsweise Raumtemperatur ergeben, sondern auch
in einem größeren Temperaturbereich vorliegen, ist es als günstig zu betrachten, wenn
der Behälter und insbesondere dessen Material zumindest im Temperaturbereich von -50°C
bis +120°C, beispielsweise zur Sterilisiervorrichtung, beständig ist. Diese Beständigkeit
betrifft beispielsweise Formstabilität, Transparenz, Fluiddichtigkeit und dergleichen.
Im Zusammenhang mit dem Aufdruck ist dabei noch zu beachten, dass es auch temperaturempfindliche
Aufdrucke gibt, die erfindungsgemäß auch verwendet werden können. Ein solcher Aufdruck
würde beispielsweise bei einer bestimmten Temperatur seine Farbe ändern und dadurch
gegebenenfalls auch seinen Informationsgehalt. Für einen Verbraucher ist auf solche
Weise beispielsweise feststellbar, ob bei einem gekühlten Nahrungsmittel eine ausreichend
tiefe Temperatur vorliegt, oder ob ein erwärmtes Nahrungsmittel auch warm genug ist.
[0064] Um eine Vielzahl von Behältern in einfacher Weise bevorraten zu können und aus dem
Behältervorrat entnehmen zu können, kann der Behälter stapel- und entstapelbar sein.
[0065] Bezüglich der Formstabilität des Behälters ist noch zu beachten, dass diese insbesondere
auch für die Verbindung im Überlappbereich und den Öffnungsrand wichtig sein kann,
um beispielsweise auch die Behälterform im Überlappbereich fortzusetzen, das heißt,
einen runden oder beispielsweise ovalen Behälter, auch im Überlappbereich die entsprechende
Form zu geben . Außerdem soll durch die Formstabilität verhindert werden, dass Undichtigkeiten
in diesen Bereichen auftreten.
[0066] Bei gekühlten oder erwärmten Nahrungsmitteln sollte die entsprechende Temperatur
zumindest über einen gewissen Zeitraum möglichst unverändert beibehalten werden. Dazu
kann mindestens eine der Schichten als Wärmedämmschicht ausgebildet sein. Eine solche
Wärmedämmschicht kann einerseits aufgrund des spezifischen Materials wärmedämmend
sein. Andererseits besteht ebenfalls die Möglichkeit, dass die Schicht wärmedämmendes
Material, wie beispielsweise Luft oder dergleichen, enthält, oder dass zwischen zwei
benachbarten Schichten ein Luftspalt gebildet ist.
[0067] Es ist ebenso möglich bei dem erfindungsgemäßen Behälter, dass zumindest eine der
Schichten, insbesondere die äußere Schicht, aus einem undurchsichtigen Material und
die übrige oder übrigen Schichten, insbesondere die mittlere und die innere Schicht,
aus einem transparenten oder durchscheinenden Material gebildet sind. Die Schicht
oder Schichten aus undurchsichtigem Material sind dabei nur stellenweise auf der anderen
Schicht oder auf den anderen Schichten aufgetragen, so dass dort, wo die Schicht aus
undurchsichtigem Material nicht angebracht ist, entsprechend das Innere des Behälters
sichtbar ist. Dabei kann die Schicht aus undurchsichtigem Material aus verschiedenen,
auch nicht verbundenen Abschnitten gebildet sein, die ein Muster auf dem Behälter
ergeben. Es ist ebenfalls möglich, dass die Schicht oder Schichten aus undurchsichtigem
Material im Inneren des Behälters auf der oder den übrigen Schichten angebracht sind.
[0068] Bei einer Schicht aus undurchsichtigem Material und wenigstens einer weiteren Schicht
aus dem transparenten oder durchscheinenden Material kann es als vorteilhaft betrachtet
werden, wenn die entsprechenden Schichten so miteinander verbunden sind, dass beispielsweise
die innere Schicht mit der äußeren Schicht auf deren insbesondere gesamter Innenseite
mit dieser verbunden ist. Dies kann sowohl durch ein separates Klebemittel als auch
durch Aufschmelzen einer der Schichten während des Verbindungsvorgangs erfolgen.
[0069] Zur Bereitstellung eines vorteilhaften optischen Erscheinungsbildes kann es von Vorteil
sein, wenn eine der Schichten eine metallisierte oder zumindest teilweise metallisierte
Seite aufweist. Bei einem Ausführungsbeispiel kann eine Außenseite der äußeren Schicht
metallisiert sein. Dabei liegt dann eine dünne Schicht aus Metall, wie beispielsweise
Aluminium, auf der Außenseite des Behälters vor. Diese kann auf der gesamten Außenseite
der äußeren Schicht aufgetragen sein.
[0070] Um den Behälter aus einem entsprechenden Zuschnitt einfach und sicher und/oder einen
entsprechenden Öffnungsrand des Behälters zum Einrollen oder Umbugen einfach in ansonsten
üblichen Maschinen herstellen zu können, kann die Behälterwand wenigstens ein Sichtfenster
aus insbesondere nur der oder den transparenten oder durchscheinenden Schichten außerhalb
des Überlappbereichs und/oder außerhalb des Öffnungsrandes aufweisen. Durch die Anordnung
solcher Sichtfenster außerhalb dieser Bereiche ist sicher gestellt, dass weder bei
dem Verkleben bzw. Verbinden des Zuschnitts im Überlappbereich, noch bei der Herstellung
eines umgebugten oder eingerollten Randes nachteilige Auswirkungen durch insbesondere
den Rand des entsprechenden Sichtfensters auftreten. Dieser stellt eine, wenn auch
nur mit geringer Höhe ausgebildete Stufe auf der Behälterwand dar.
[0071] Wie bereits eingangs erwähnt, betrifft die Erfindung ebenfalls einen Zuschnitt zur
Herstellung eines vorangehend geschilderten Behälters, wobei der Zuschnitt zumindest
zur Herstellung der Behälterwand und gegebenenfalls des geschlossenen Endes sowie
des Öffnungsrandes dient.
[0072] Im folgenden werden vorteilhafte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der in
der Zeichnung beigefügten Figuren näher erläutert.
[0073] Es zeigen:
- Figur 1
- eine Seitenansicht eines ersten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Behälters;
- Figur 2
- einen Schnitt entlang der Linie II-II aus Figur 1;
- Figur 3
- einen Schnitt entlang der Linie III-III aus Figur 1;
- Figur 4
- eine Seitenansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Behälters,
- Figur 5
- eine Draufsicht auf einen Zuschnitt zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Behälters
nach Figur 1, und
- Fig. 6-14
- Seitenansichten von weiteren acht Ausführungsbeispielen eines erfindungsgemäßen Behälters
mit wenigstens einem Sichtfenster.
[0074] Figur 1 zeigt einen Behälter 1 in Seitenansicht, der becherförmig ausgebildet ist.
Der Behälter 1 weist an seinem in Figur 1 oberen Ende eine Entnahmeöffnung 7 auf,
die von einem gerollten Öffnungsrand 8, siehe auch Figur 2, umrandet ist.
[0075] Auf dem Öffnungsrand 8 ist ein Deckel 21 dicht angebracht. Zumindest an einer Stelle
steht von diesem insbesondere radial nach außen eine Deckelhandhabe 22 ab, die zum
Abziehen des Deckels 21 vom Öffnungsrand 8 dient.
[0076] Im Behälterinneren ist ein Nahrungsmittel 2 eingefüllt, das flüssig, pastös, schütt-
oder rieselfähig sein kann. Das Nahrungsmittel 2 ist in dem Behälter bis zum Füllpegel
23 eingefüllt.
[0077] Der Behälter 1 weist eine Behälterwand 6 auf, die durch einen Zuschnitt nach Figur
5 gebildet ist. Die Behälterwand 6 ist aus einem transparenten und fluiddichten Material
hergestellt.
[0078] Bei dem Ausführungsbeispiel nach Figur 1 weist der Behälter 1 an seinem der Entnahmeöffnung
7 gegenüberliegendem Ende 9 einen Bodeneinsatz 25 auf. Dieser ist zumindest teilweise
von außen auf die Wand 6 aufgeschoben oder in diese eingeschoben und fluiddicht mit
dieser verbunden.
[0079] Der Bodeneinsatz 25 kann aus demselben Material wie die Behälterwand 6 hergestellt
sein.
[0080] Der Behälter 1 weist einen Aufdruck 15 im Bereich der Behälterwand 6 auf. Das entsprechende
Aufdrucken kann insbesondere bei einem einschichtigen Material für die Behälterwand
auf einer Außenseite 26 des Behälters 1 bzw. auf der Außenseite der Behälterwand 6
erfolgen. Bei einem zwei- oder mehrschichtigem Aufbau, siehe insbesondere Figur 3,
ist der Aufdruck auf einer Innenseite 16 einer äußeren Schicht 3 und/oder auf einer
Außenseite 17 einer mittleren Schicht 4 und/oder auf einer Innenseite 18 der mittleren
Schicht 4 und/oder auf einer Außenseite 19 der inneren Schicht 5 aufgedruckt. Je nach
verwendetem Schichtmaterial ergibt sich durch die unterschiedlichen Anordnungen des
Aufdrucks auf einer der Seiten einer der Schichten ein anderes optisches Erscheinungsbild,
wobei auch Aufdrucke aufgrund der Transparenz der Behälterwand 6 auf unterschiedlichen
Schichten bzw. Seiten der Schichten miteinander kombinierbar sind. Durch eine solche
Kombination kann sich ein optischer Effekt, wie beispielsweise eine scheinbare Dreidimensionaligkeit
des Aufdrucks ergeben. Außerdem sind durch die Kombination verschiedener Aufdrucke
gegebenenfalls Farbkombinationen von verschiedenfarbigen Aufdrucken bei der Betrachtung
des kombinierten Aufdrucks von außen für einen Verbraucher möglich.
[0081] In Figur 2 ist ein Schnitt entlang der Linie II-II aus Figur 1 dargestellt. In dieser
Figur ist insbesondere erkennbar, in welcher Weise die Behälterwand 6 am oberen Ende
zur Bildung des Öffnungsrandes 8 nach außen umgebugt oder eingerollt ist. Durch die
Auswahl der entsprechenden Schichtmaterialien der Behälterwand ergibt sich die Verformbarkeit
unter Bildung des Öffnungsrandes sowie die Formstabilität nach der Verformung.
[0082] In Figur 3 ist ein Schnitt entlang der Linie III-III durch die Behälterwand 6 bzw.
den Zuschnitt 10 nach Figur 5 dargestellt. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
ist die Behälterwand aus drei Materialschichten aufgebaut.
[0083] Wird nur eine Materialschicht verwendet, kann diese beispielsweise aus Polypropylen
(PP), Polyvinylchlorid (PVC), Polystyrol (styren) (PS), Polyamid (PA), Polyethylenteraphthalat
(PET) oder dergleichen gebildet sein. Ein solches einschichtiges Material ist gegebenenfalls
zur Erzielung einer besseren Abdichtung gegenüber Fluid mit einer oder zwei Lackschichten
auf den gegenüberliegenden Seiten versehen.
[0084] Bei zwei oder mehr Schichten, siehe Bezugszeichen 3, 4 und 5 in Figur 3, kann beispielsweise
die innere Schicht aus PP, PVC, PS, PA, PET oder dergleichen hergestellt sein, während
die äußere Schicht beispielsweise aus PP, orientiertem PP, Polyethylen (PE), PET,
PA, orientiertem PA oder dergleichen gebildet ist, wobei insbesondere orientiertes
PP, PET und OPA noch lackiert sein können. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass
das orientiertes EP koextrodiert ist.
[0085] Die verschiedenen Schichten 3, 4 und 5 nach Figur 3 können als Einzelschichten zur
Bildung der Behälterwand 6 miteinander verbunden werden. Es besteht ebenfalls die
Möglichkeit, dass die Schichten ein Laminat bilden, das wenigstens eine der Schicht
ein Laminat ist, oder dass die Schichten koextrudiert werden.
[0086] Es wurde bereits darauf hingewiesen, dass bei einem einschichtigem Material für die
Behälterwand 6 der entsprechende Aufdruck 15 auf der Außenseite 26 des Behälters 1
aufgedruckt ist, während bei einem mehrschichtigem Aufbau jeweils entsprechend Innen-
und Außenseiten der verschiedenen Schichten verwendet werden, ohne dass auf eine Außenseite
der äußeren und einer Innenseite der inneren Schicht ein Aufdruck aufgebracht ist.
[0087] In Figur 4 ist ein zweites Ausführungsbeispiel für einen erfindungsgemäßen Behälter
1 dargestellt. Bei diesem wie auch gegebenenfalls bei dem Behälter 1 nach Figur 1
ist die Behälterwand 6 flexibel, so dass von außen auf den Behälter 1 ein Druck ausgeübt
werden kann, um das Nahrungsmittel 2 in Richtung Entnahmeöffnung 8 zur Entnahme oder
zum Verzehr zu bewegen. Gegebenenfalls wird insbesondere bei gefrorenen Produkten
wie beispielsweise Speiseeis, zusätzlich zum Druck noch Wärme von einer Hand eines
Verbrauchers übertragen, so dass sich eine Schicht von verflüssigtem Nahrungsmittel
2 zumindest zwischen diesem und einer Innenseite der Behälterwand 6 bildet. Bei den
vorangehenden Materialien für die verschiedenen Schichten 3, 4, 5 nach Figur 3 ist
Flexibilität der Behälterwand 6 gegeben. Gleichzeitig ist insbesondere durch die Verwendung
von PET (Polyester) ein Schichtmaterial im Einsatz, das Behälter 1 nach Figur 1 oder
Figur 4 in der entsprechenden Form stabilisiert. Ein solches Schichtmaterial ist zwar
flexibel, aber auch relativ steif.
[0088] Der Behälter 1 nach Figur 4 kann an seinem geschlossenen Ende 9 eine Handhabe 24
aufweisen, die ebenfalls durch einen Zuschnitt 10 für die Behälterwand 6 gebildet
ist. Zur Bildung dieser Handhabe 24 werden untere Endabschnitte 20 des Zuschnitts
10, siehe Figur 5, nach Rollen des Zuschnitts in die entsprechende Form des Behälters
aneinandergedrückt und durch Aufbringen von Wärme miteinander innig und fluiddicht
verbunden. Auch ohne Bildung einer solchen Handhabe kann das verschlossene Ende 9
durch die Verbindung dieser unteren Endabschnitte 20 gebildet werden.
[0089] Zur Vereinfachung ist bei dem Behälter 1 nach Figur 1 ein entsprechender Aufdruck
15 nach Figur 1 nicht dargestellt.
[0090] Bei dem Zuschnitt 10 nach Figur 5 ist noch zu beachten, dass dieser eine umlaufende
Kante 14 aufweist. Diese ist gegebenenfalls zur Verhinderung eines Eindringens von
Fluid versiegelt bzw. abgedichtet. Nach Rollen des Zuschnitts 10 kann der gerollte
Zustand beispielsweise dadurch fixiert werden, dass einander zuweisende Längskanten
14 auf Stoß angeordnet sind und so miteinander selbst oder durch ein zusätzliches
Verbindungsmittel verbunden werden. Es besteht ebenfalls die Möglichkeit, dass sich
die Kanten 14 zur Bildung eines im Wesentlichen in Behälterlängsrichtung 11 erstreckenden
Überlappbereich 12 überlappen und die Befestigung des Zuschnitts mit sich selbst direkt
über eine Verbindung von Außenschicht 3 und Innenschicht 5 erfolgt. Gegebenenfalls
kann zusätzlich im Überlappbereich 12 ein Klebemittel angeordnet sein.
[0091] Zur Bildung der entsprechenden Handhabe 24 nach Figur 4 sind die unteren Endabschnitte
20 des Zuschnitts 10 aneinander drückbar und miteinander verbindbar, wobei diese Verbindung
gleichzeitig zur Verbindung im Überlappbereich 12 erfolgen kann. Ein oberer Endabschnitt
des Zuschnitts 10, der mit "8" gekennzeichnet ist, dient nach Umbugen bzw. Einrollen
nach außen, siehe Figuren 1 und 2, als Öffnungsrand 8.
[0092] Die dargestellten Ausführungsbeispiele nach Figuren 1 und 4 sind nur exemplarisch
und es sind andere Behälterformen denkbar, wie beispielsweise im Vergleich zu Figur
4 umgekehrt konisch ausgebildete Behälter, rohrförmig langgestreckte Behälter oder
dergleichen. Es besteht ebenfalls die Möglichkeit, dass das entsprechende transparente
und fluiddichte Material für die Behälterwand 6 nur ein einem Umfangsabschnitt der
Behälterwand in Behälterlängsrichtung 11 angeordnet ist, während die übrigen Abschnitte
der Behälterwand 6 undurchsichtig sind. Dabei kann dieser entsprechend transparente
Abschnitt sich auch aus mehreren in Behälterlängsrichtung 11 beabstandet angeordneten
Unterabschnitten zusammensetzen, die gegebenenfalls auch noch in Umfangsrichtung des
Behälters 1 zueinander versetzt sind. Zur vereinfachten Herstellung eines entsprechenden
Behälters 1 ist es allerdings in der Regel vorteilhaft, wenn die Behälterwand 6 insgesamt
aus dem entsprechenden transparenten und fluiddichten und gegebenenfalls mehrschichtigen
Material aufgebaut ist. Dies erleichtert insbesondere die Anordnung des Aufdrucks
15 im Inneren des Materials der Behälterwand 6.
[0093] Figuren 6 bis 14 zeigen weitere acht Ausführungsbeispiele eines erfindungsgemäßen
Behälters. Zwar ist in den Ausführungsbeispielen ein im Wesentlichen konischer Behälter
dargestellt, wobei allerdings die Anordnung des oder der Sichtfenster ebenso für jeden
anderen erfindungsgemäßen Behälter möglich ist. Die nachfolgenden Behälter unterscheiden
sich insbesondere durch Form, Anordnung und/oder Anzahl der Sichtfenster, so dass
im Folgenden insbesondere diese beschrieben werden. Die übrigen Details der Behälter
1 entsprechen denen der vorangehenden Figuren und Beschreibungen.
[0094] In Figur 6 ist ein im Wesentlichen rechteckförmiges Sichtfenster 27 in der äußeren
Schicht 3 der Behälterwand 6 gebildet. Dieses erstreckt sich in Längsrichtung des
Behälters 1 zwischen unterem Ende 9 und Öffnungsrand 8. Seitlich neben dem Sichtfenster
27 sind gestrichelt einige Füllstandsmarkierungen dargestellt.
[0095] Figur 7 zeigt ein ovales Sichtfenster mit einer längeren Achse in Längsrichtung des
Behälters 1. Das Sichtfenster 27 ist entsprechend durch die äußere Schicht 3 umrandet
und wird durch eine oder mehrere Schichten aus transparentem bzw. durchscheinendem
Material gebildet.
[0096] In Figur 8 ist ein ovales Sichtfenster 27 mit seiner längeren Achse quer zur Längsrichtung
des Behälters 1 angeordnet.
[0097] In Figur 9 sind zwei ovale Sichtfenster 27 nach Figur 8 übereinander angeordnet.
[0098] In Figur 10 erstrecken sich viereckige Sichtfenster 27 unter einem spitzen Winkel
zur Längsrichtung des Behälters 1.
[0099] In Figur 11 sind bei einem weiteren Ausführungsbeispiel drei rechteckige Sichtfenster
27 mit ihrer längeren Achse parallel zur Längsrichtung des Behälters 1 ausgerichtet.
[0100] Bei den vorangehenden Ausführungsbeispielen wie auch bei den folgenden Ausführungsbeispielen
ist es jeweils möglich, dass in Umfangsrichtung des Behälters weitere solcher Sichtfenster
auch mit anderen geometrischen Formen und mit anderer Anzahl angeordnet sind. Als
ein Beispiel können die schräg verlaufenden viereckigen Sichtfenster 27 nach Figur
10 mit den anderen viereckigen Sichtfenstern 27 nach Figur 11 kombiniert sein. Weitere
Kombinationen unterschiedlicher geometrischer Formen und Anzahlen von Sichtfenstern
sind offensichtlich.
[0101] In Figuren 12 und 13 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel in zwei unterschiedlichen
Seitenansichten dargestellt. Dabei ist insbesondere erkennbar, dass sich das entsprechende
Sichtfenster 27 nicht bis in den Überlappbereich 12 bzw. bis zum Öffnungsrand 8 erstreckt.
Dadurch ist sicher gestellt, dass sowohl einerseits die Verbindung der Behälterwand
nicht sich selbst im Überlappbereich 12 nicht durch beispielsweise einen Öffnungsrand
des Sichtfensters nicht behindert ist und andererseits in den entsprechenden Maschinen
ein umgebugter oder eingerollter Öffnungsrand 8 ohne weiteres herstellbar ist. Daher
erstrecken sich die Sichtfenster auch bei den übrigen Ausführungsbeispielen nicht
bis in diese Bereiche.
[0102] In Figur 14 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Sichtfensters 27 dargestellt,
bei dem dessen Längsseite parallel zu der Neigung der Behälterwand 6 verläuft. Auch
in diesem Zusammenhang besteht die Möglichkeit, sowohl dieses Sichtfenster mit Sichtfenstern
anderer geometrischer Form und mit mehreren solcher Sichtfenster zu kombinieren. Außerdem
besteht die Möglichkeit, ein weiteres Sichtfenster 27 ähnlich zu dem nach Figur 14
unterhalb des bereits dargestellten Sichtfensters anzuordnen. Dies kann sowohl in
Verlängerung des dargestellten Sichtfensters 27 als auch versetzt zu diesem angeordnet
sein.
[0103] Im Folgenden werden die Vorteile gemäß Erfindung noch einmal kurz hinsichtlich verbraucher-
und verarbeitungsrelevanter Vorteile zusammengefasst.
[0104] Zu den verbraucherrelevanten Vorteilen gemäß der Erfindung zählt, dass sich der entsprechende
Behälter durch einige visuelle Besonderheiten auszeichnet. Beispielsweise kann der
Behälter mit verschiedenen Formen hergestellt werden, wie oval, kreisförmig, in etwa
quadratisch oder auch mehreckig sowie bohnenförmig und dergleichen. Durch die Transparenz
insbesondere im sichtbaren Spektralbereich ist zudem der Inhalt des Behälters auch
ohne dessen Öffnen sichtbar. Sowohl Füllstand als auch Zustand des Nahrungsmittels
können in einfacher Weise überprüft werden. Durch die verschiedenen Möglichkeiten
des Aufdruckens ergeben sich weitere visuelle Vorteile. Der Aufdruck kann auch so
ausgeführt werden, dass sich ein Glanzeffekt und eine Glanzwirkung ergibt, die den
Aufdruck optisch besonders hervorhebt. Außerdem kann der Aufdruck einen 3D-Effekt
aufweisen. Es besteht die Möglichkeit, den gesamten Behälter bis auf wenigstens ein
Fenster zu bedrucken. Der Aufdruck kann durch ein Hologramm gebildet sein, welches
weitere optische Vorteile bietet. Außerdem kann der Aufdruck zumindest teilweise erst
bei Entnahme des Nahrungsmittels sichtbar werden, wodurch beispielsweise eine Mitteilung
an den Verbraucher im Hinblick auf einen Gewinn oder dergleichen gegeben werden kann.
[0105] Für den Verbraucher ergeben sich eine Reihe weiterer funktioneller Vorteile bei dem
erfindungsgemäßen Behälter.
[0106] Einer dieser Vorteile ist die Dichtigkeit des Behälters gegenüber gasförmigen und/oder
flüssigen Fluiden. Die Dichtigkeit betrifft sowohl ein Ein- als auch ein Ausdringen
des entsprechenden Fluids. Es kann auch auf eine entsprechende Fluiddichtigkeit verzichtet
werden, falls ein insbesondere trockenes Nahrungsmittel in den Behälter eingefüllt
ist, welches beispielsweise durch Austausch eines gasförmigen Fluids durch die Behälterwand
in seinen für den Verzehr relevanten Eigenschaften nicht negativ beeinflußt wird.
Das heißt, dass dieses Nahrungsmittel beispielsweise durch Sauerstoff, Kohlendioxyd
oder dergleichen nicht angegriffen wird und weiterhin zum Verzehr ohne Einschränkung
geeignet ist.
[0107] Weitere Vorteile des erfindungsgemäßen Behälters sind dessen Flexibilität, durch
die das entsprechende Nahrungsmittel aus dem Behälter herausgedrückt werden kann.
Gleichzeitig ist der Behälter allerdings soweit widerstandsfähig gegenüber äußeren
Einwirkungen, dass er schlagzäh und stoßfest ist. Das heißt, bei einem Herunterfallen
des Behälters wird dieser nicht beschädigt und auch spitzere Gegenstände können ihn
nicht so leicht durchstoßen.
[0108] Gleichzeitig ist der Behälter elastisch, so dass er auch nach Drücken wieder seine
ursprüngliche Form einnimmt. Die Dichtigkeit des Behälters ist weiterhin von Vorteil,
da sowohl Fluid nicht ein- als auch ausdringen kann.
[0109] Die Widerstandsfähigkeit des Behälters erstreckt sich ebenfalls auf die Verbindung
der einzelnen Schichten, so dass ein auch nur teilweises Ablösen einer Schicht verhindert
ist. Insgesamt ist der Behälter ausgezeichnet zur Aufbewahrung eines Nahrungsmittels
geeignet, ohne dass dieses durch äußere Einflüsse oder auch durch Materialien des
Behälters in seinen Eigenschaften nachteilig im Hinblick auf den Verzehr beeinflußt
wird. Die Formstabilität des Behälters ist gerade so gewählt, dass er zwar flexibel
ist, allerdings in seine Ausgangsform selbsttätig zurückkehrt und ebenfalls insbesondere
in den verformten Bereichen des Behälters, wie Rand oder miteinander verklebte Schichten,
die vorgegebene Form sowie seine übrigen Eigenschaften beibehält.
[0110] Auch der Aufdruck ist so gestaltet und angeordnet, dass er die Eigenschaften des
Nahrungsmittels nicht negativ beeinflußt oder sich in irgendeiner Weise einfach vom
Behälter durch Abrubbeln oder dergleichen entfemen läßt. Gleichzeitig ist der Behälter
aus einem Material, das ein angenehmes Haltegefühl auch bei gekühltem oder erhitztem
Nahrungsmittel bietet.
[0111] Neben dieser Vielzahl von verbraucherrelevanten Vorteilen gibt es eine ähnliche Vielzahl
von bearbeitungsrelevanten Vorteilen.
[0112] Die einfache Abdichtbarkeit des erfindungsgemäßen Behälters bei dessen Herstellung
ist ein Vorteil, der insbesondere für die miteinander verklebten Teile des Zuschnitts
wichtig ist. Allerdings ist der Behälter nicht nur in diesen miteinander verklebten
Bereichen dicht, sondern auch aufgrund der Materialien des Behälters. Außerdem ist
der Behälter zum Bedrucken oder Aufbringen eines Aufdrucks in einfacher Weise geeignet,
wobei es eine Reihe von Möglichkeiten zum Anbringen des Aufdrucks auf einer oder mehrerer
Schichten des Materials gibt.
[0113] Durch die Ebenheit des Zuschnitts ist dieser leicht zu verarbeiten und zu transportieren.
[0114] Trotz der Flexibilität des Behältermaterials ist es verformbar und behält in den
erwünscht verformten Bereichen auch seine Form bei, wie beispielsweise im Randbereich
der Entnahmeöffnung. Diese Formstabilität kommt weiterhin zum Tragen für die miteinander
verbundenen oder verklebten Bereiche des Behälters, die ebenfalls entsprechend zum
Behälterquerschnitt in Form bleiben. Dadurch ergibt sich eine Erleichterung bei der
Weiterverarbeitung oder beim Befüllen des Behälters, da dieser durch die Formstabilität
immer seine ursprünglich vorgesehene Form beibehält und nicht beispielsweise eine
ursprünglich beabsichtigte kreisförmige Form sich mit der Zeit in eine ovale oder
noch flachere Form verändert.
[0115] Aufgrund dieser Formstabilität und durch entsprechendes Verformen des Behälters ergibt
sich außerdem eine gute Stapelbarkeit und Entstapelbarkeit, die ebenfalls produktionstechnisch
und transporttechnisch von Vorteil ist.
[0116] Die Dichtigkeit des Behälters ist beim Einfüllen des entsprechenden Nahrungsmittels
wichtig, da sowohl beim Einfüllen als auch beim späteren Transport kein Ein- oder
Ausdringen eines entsprechenden Fluids zu befürchten ist.
[0117] Weiterhin ist es von Vorteil, dass der Behälter sowohl im Hinblick auf tiefere als
auch höhere Temperaturen hinsichtlich seiner Eigenschaften und seiner Form resistent
ist. Das heißt, dass beispielsweise ein Nahrungsmittel eingefüllt und anschließend
gekühlt werden kann, ohne dass sich Eigenschaften wie Dichtigkeit, Flexibilität, Formstabilität,
Transparenz oder dergleichen ändern. Dies gilt analog für erhöhte Temperaturen, die
beispielsweise zum Sterilisieren des Behälters von Vorteil sind. Außerdem können entsprechend
hohe Temperaturen auch auftreten, falls der Behälter zum Verzehr eines erwärmten Nahrungsmittels
verwendet wird.
[0118] Schließlich ist noch ein verarbeitungsrelevanter Vorteil, dass der Behälter in einfacher
Weise durch einen Deckel dicht verschließbar ist, wobei dieser Deckel insbesondere
auf die Entnahmeöffnung aufsetzbar und mit dem entsprechendem Öffnungsrad dicht verbindbar
ist.
[0119] Die Sichtfenster erlauben einen Einblick ins Behälterinnere und sind in optisch vorteilhafter
Weise in unterschiedlichen Formen und mit unterschiedlicher Anzahl anordbar.
1. Behälter (1), insbesondere zur Aufnahme eines Nahrungsmittels (2), mit einer wenigstens
eine Schicht (3, 4, 5) aufweisenden Wand (6), welcher Behälter eine Entnahmeöffnung
(7) mit einem umgebugten Öffnungsrand (8) aufweist und an seinem der Entnahmeöffnung
(7) gegenüberliegenden Ende (9) verschlossen ist, wobei zumindest die Behälterwand
(6) aus einem zweidimensionalen Zuschnitt (10) gebildet ist, der zur Bildung einer
durchgehenden Behälterwand mit sich selbst verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Behälter und insbesondere die Behälterwand (6) zumindest teilweise aus einem
transparenten, oder durchscheinenden, insbesondere flüssigkeits- oder fluiddichten
Material (13) gebildet ist, welches zur Bildung des Behälters (1) formbar und nach
der Formgebung formstabil ist.
2. Behälter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schicht aus Polypropylen (PP), Polyvinylchlorid (PVC), Polystyrol (PS), Polyamid
(PA), Polyethylenterephthalat (PET) oder dergleichen gebildet ist.
3. Behälter nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schicht (4) ein- oder beidseitig mit einer Lackschicht (3, 5) versehen ist.
4. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Behälterwand (6) flexibel ist.
5. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verbindung des Zuschnitts (10) mit sich selbst durch Wärme und/oder Druck hergestellt
ist.
6. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verbindung des Zuschnitts (10) mit sich selbst entlang eines sich insbesondere
in Behälterlängsrichtung (11) erstreckenden Überlappbereichs (12) gebildet ist.
7. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Öffnungsrand (8) ohne Eigenschaftsveränderung des Materials (13) umgebugt oder
eingerollt ist.
8. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Behälterwand (6) zwei oder mehr Schichten (3, 4, 5) aufweist, wobei jede der
Schichten transparent ist.
9. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine äußere Schicht aus PP, orientiertem PP (koextrudiert oder lackiert), Polyethylen
(PE), PET, PET (lackiert), PA, orientiertem PA (lackiert) oder dergleichen gebildet
ist.
10. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die innere Schicht aus PP, PVC, PS, PA, PET oder dergleichen gebildet ist.
11. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schichten (3, 4, 5) laminiert sind.
12. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwei oder mehr Schichten (3, 4, 5) koextrudiert sind.
13. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der unverformte Zuschnitt (10) zur erleichterten Verarbeitung strikt zweidimensional
ist.
14. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Material (13) mechanisch resistent ist.
15. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die zwei oder mehr Schichten (3, 4, 5) dauerhaft unlösbar miteinander verbunden sind.
16. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine der Schichten (3, 4, 5), insbesondere eine mittlere Schicht (4), eine elastische,
jedoch dauerhaft verformbare und nach Verformung formstabile Schicht ist.
17. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest eine innere Schicht (5) flüssigkeitsdicht und eine der weiteren Schichten
(3, 4) gasdicht ist.
18. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass äußere und/oder innere Schicht (3, 5) zumindest im Überlappbereich (12) als Verbindungsschichten
ausgebildet sind.
19. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass Kanten (14) der Schichten (3, 4, 5) fluiddicht sind.
20. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens eine der Schichten (3, 4, 5) mit einem Aufdruck (15) versehen ist.
21. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Aufdruck (15) rubbelfest ist.
22. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Aufdruck (15) auf einer Innenseite (16) der äußeren Schicht (3) und/oder eine
Außenseite (17) bzw. einer Innenseite (18) der mittleren (4) und/oder einer Außenseite
(19) der inneren Schicht (5) vorgesehen ist.
23. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur Erzeugung von Wärme zur Verbindung im Überlappbereich (14) wenigstens eine der
Schichten (3, 4, 5) ultraschallabsorbierend ist.
24. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Aufdruck (15) vor Laminieren der Schichten (3, 4, 5) aufgedruckt ist.
25. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens eine der Schichten (3, 4, 5) ein Laminat ist.
26. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das verschlossene Ende (9) durch Verbinden von unteren Endabschnitten (20) der Wand
(6) gebildet ist.
27. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das verschlossene Ende (9) einen Bodeneinsatz (25) aufweist.
28. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Bodeneinsatz (25) aus einem transparenten Material gebildet ist.
29. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Material (13) farblich transparent ist.
30. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Aufdruck (15) bei einschichtigem Material (13) auf einer Außenseite (26) des
Behälters (1) aufgedruckt ist.
31. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Aufdruck (15) bei einem mehrschichtigem, auf PE basierendem Material (13), welches
gegebenenfalls durch Koextrusion hergestellt ist, auf einer Außenseite des Behälters
(1) aufgedruckt ist.
32. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Material (13) schlagzäh und/oder durchstoßfest ist.
33. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Behälter (1) im Querschnitt kreisförmig, etwa viereckig, dabei insbesondere quadratisch,
oval, bohnenförmig oder auch in etwa vieleckig ist.
34. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Aufdruck (15) einen dreidimensionalen Effekt aufweist.
35. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Aufdruck (15) ein Hologramm ist oder aufweist.
36. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Aufdruck (15) ein Sichtfenster auf der Wand (6) freilässt.
37. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Aufdruck (15) erst nach zumindest teilweiser Entnahme des Nahrungsmittels (2)
sichtbar ist.
38. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Öffnungsrand (8) um einen Winkel von 90° oder mehr relativ zur restlichen Behälterwand
(6) nach außen umgebugt ist.
39. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Öffnungsrand (8) teilweise und/oder stellenweise umlaufend ausgebildet ist.
40. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Behälter (1) und insbesondere das Material (13) zumindest im Temperaturbereich
von -50°C bis +120°C beständig ist.
41. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Behälter stapel- und entstapelbar ist.
42. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens eine Schicht (3, 4, 5) als Wärmedämmschicht ausgebildet ist.
43. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest eine der Schichten (3, 4, 5), insbesondere die äußere Schicht (3), undurchsichtig,
und zumindest eine andere Schicht (2, 4, 5) aus einem transparenten oder durchscheinenden
Material gebildet ist.
44. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schicht oder die Schichten aus transparentem oder durchscheinendem Material mit
der oder den undurchsichtigen Schichten auf deren insbesondere gesamter Innenseite
verbunden sind.
45. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Seite der undurchsichtigen Schicht metallisiert ist.
46. Behälter nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Behälterwand (6) wenigstens ein Sichtfenster (27) aus insbesondere nur der oder
den transparenten oder durchscheinenden Schichten außerhalb des Überlappbereichs (12)
und/oder des Öffnungsrandes (8) aufweist, welches von der oder den undurchsichtigen
Schichten umrandet ist.
47. Zuschnitt der Herstellung eines Behälters (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche.