[0001] Die Erfindung betrifft einen Stoffauflauf für eine Maschine zur Herstellung einer
Faserstoffbahn, insbesondere Papier- oder Kartonbahn, mit einer quer zur Maschinenlaufrichtung
unterteilten Verdünnungseinrichtung, insbesondere Siebwasserdosierungseinrichtung,
der in Maschinenlaufrichtung ein sich in Querrichtung erstreckenden Zwischenkanal,
ein eine Vielzahl von Turbulenzkanälen aufweisender Turbulenzerzeuger und eine Düse
nachgeschaltet ist, die mit einem einen Faserstoffsuspensionsstrahl liefernden Austrittsspalt
versehen ist. Sie betrifft ferner eine mit einem solchen Stoffauflauf versehene Maschine
zur Herstellung einer Faserstoffbahn, insbesondere Papier- und/oder Kartonbahn.
[0002] Stoffaufläufe der genannten Art sind beispielsweise aus den Druckschriften EP 0 772
711 B1, EP 0 857 816 B1, DE 35 14 544 A1, DE 40 25 675 A1 und US 5 833 808 bekannt.
[0003] Bisher erfolgt eine Beeinflussung des Faserorientierungsprofils durch ein Verstellen
der im Bereich des Austrittsspaltes der Stoffauflaufdüse vorgesehenen Blende, eine
Modifikation des Turbulenzeinsatzes sowie eine Beeinflussung des Durchsatzes in den
Randzonen. Die bisher übliche Beeinflussung des Durchsatzes in den Randzonen bringt
unter anderem die Nachteile mit sich, dass in diesen Randzonen keine Verdünnungswasserzugabe
möglich ist und sich Probleme im Zusammenhang mit der Lamellenanbindung ergeben.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen verbesserten Stoffauflauf der eingangs
genannten Art zu schaffen, bei dem die zuvor erwähnten Probleme beseitigt sind. Dabei
soll der Stoffauflauf im Aufbau möglichst einfach gehalten werden.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Verdünnungseinrichtung
mehrere in Querrichtung nebeneinander angeordnete Mischkammern umfasst, denen jeweils
Teilströme unterschiedlicher Konsistenz zuführbar sind und die jeweils einen Mischstrom
in den Zwischenkanal liefern, dass zur Beeinflussung des sich in Querrichtung ergebenden
Faserorientierungsprofils die Volumenströme zumindest der den seitlichen Randzonen
des Zwischenkanals zugeführten Mischströme jeweils über wenigstens ein Stellglied
entsprechend variabel einstellbar sind und dass zumindest die seitlichen Randzonen
des Zwischenkanals jeweils vom restlichen Zwischenkanalbereich abgetrennt sind.
[0006] Versuche und Felderfahrungen haben gezeigt, dass durch eine einfache Trendregulierung
etwa 80 % der erforderlichen Faserorientierungs-Garantien erfüllt werden können. Mit
der erfindungsgemäßen Ausbildung kann eine solche Trendregulierung bei einfach gehaltenem
Aufbau des Stoffauflaufs und einer kostengünstigen konstruktiven Umsetzung des betreffenden
Konzeptes bewerkstelligt werden. Dies ist insbesondere auch unter Beibehaltung des
bisherigen Stoffauflauf-Konzeptes mit einer entsprechenden Verdünnungseinrichtung
möglich. Es ist daher problemlos insbesondere auch wieder Verdünnungswasser in den
Randzonen zugegeben werden. Zudem ist problemlos ein jeweiliger Einsatz von Lamellen
möglich. Veränderungen am Turbulenzerzeuger sind hierzu nicht mehr erforderlich. Bei
einem entsprechenden Verdünnungswasser-Stoffauflauf sind gleiche Stoffdichten über
die Bahnbreite erzielbar. Es ist insbesondere auch eine gleiche Regelung über die
Bahnbreite möglich. Überdies ergeben sich gute Reinigungsmöglichkeiten. Es kann ein
gleicher Turbulenzgrad über die Bahnbreite beim Eintritt in die Düse erreicht werden.
Grundsätzlich ist auch ein Rückbau möglich. In "CFD"-Rechnungen wurde nachgewiesen,
dass zum Erreichen eines entsprechenden Ergebnisses eine Abtrennung des maschinenbreiten
Zwischenkanals geboten ist.
[0007] Bei einer bevorzugten praktischen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Stoffauflaufs
sind zur Beeinflussung des sich in Querrichtung ergebenden Faserorientierungsprofils
nur die Volumenströme der den seitlichen Randzonen des Zwischenkanals zugeführten
Mischströme jeweils über wenigstens ein Stellglied entsprechend variabel einstellbar.
[0008] Bevorzugt sind nur die seitlichen Radzonen des Zwischenkanals jeweils vom restlichen
Zwischenkanalbereich abgetrennt, so dass sich in Querrichtung zwischen den beiden
seitlichen abgetrennten Randzonen eine nicht unterteilte mittlere Hauptzone des Zwischenkanals
ergibt. Die Randzonen im Zwischenkanal sind also gegenüber einer mittleren Hauptzone
abgedichtet, da für die Beeinflussung des Randvolumenstromes im Strahl eine Druckdifferenz
zwischen der Hauptkammer und der Randkammer eingestellt wird.
[0009] Bei einer bevorzugten praktischen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Stoffauflaufs
sind die Stellglieder zumindest teilweise an den austrittsseitigen Enden der Mischkammern
vorgesehen. Ergänzend kann auch an den eintrittsseitigen Enden der Mischkammern jeweils
wenigstens ein Stellglied vorgesehen sein, um den jeweiligen Volumenstrom des entsprechenden
Teilstroms variabel einstellbar zu machen. Dabei ist das Stellglied am austrittsseitigen
Ende der jeweiligen Mischkammer bevorzugt derart eingestellt, dass es im entsprechenden
Mischstrom einen örtlichen Druckverlust im Bereich von 0 bis 500 mbar erzeugt, und
das am eintrittsseitigen Ende der jeweiligen Mischkammer vorgesehene Stellglied ist
bevorzugt derart eingestellt, dass es im entsprechenden Teilstrom einen örtlichen
Druckverlust im Bereich von 300 bis 2.000 mbar erzeugt. Dies bedeutet, das die Menge
des Volumenstroms in den Randzonen über das Ventil des Verdünnungswassers eingestellt
und geregelt werden kann. Die betreffenden Stellglieder können hierbei jeweils durch
eine verstellbare Drossel gebildet sein.
[0010] Bevorzugt ist in Maschinenlaufrichtung zwischen der Verdünnungseinrichtung und dem
Zwischenkanal ein Verteiler vorgesehen. Dieser kann insbesondere in Form einer Verteilerleiste
vorgesehen sein. Der Verteiler umfasst vorzugsweise mehrere Verteilerkanäle, insbesondere
Verteilerrohre, wobei die Mischströme über die Verteilerkanäle dem Zwischenkanal zugeführt
werden.
[0011] Zweckmäßigerweise erfolgt die Abtrennung benachbarter Zwischenkanalbereiche jeweils
durch eine Trennwand. Die Trennwände können sich jeweils zumindest im Wesentlichen
über die ganze in Maschinenlaufrichtung gemessene Länge des Zwischenkanals erstrecken.
Sie können beispielsweise durch Trennbleche gebildet sein.
[0012] Besondere Bedeutung kommt der Anbindung der Trennwände im Zwischenkanal zu. So können
die Trennwände zumindest teilweise beispielsweise in Nuten eingesetzt sein, die in
der Verteilerleiste, dem Stoffauflauftisch und/oder dem Turbulenzerzeuger vorgesehen
sind. Die Nuten können beispielsweise eingefräst sein. Die zum Beispiel in Nuten in
Maschinenlaufrichtung ausgerichteten Trennwände sind zweckmäßigerweise insbesondere
über Bolzen und/oder dergleichen an einem Stoffauflaufteil wie insbesondere dem Formatschild
und/oder dergleichen befestigt.
[0013] Zur Abdichtung gegen die Stofflauf-Rückwand können die Trennwände jeweils mit einer
Nut mit Dichtung, insbesondere Filzdichtung und/oder dergleichen, versehen sein.
[0014] Die Turbulenzkanäle des Turbulenzerzeugers können zumindest teilweise durch Turbulenzrohre
gebildet sein. Der Turbulenzerzeuger kann insbesondere als Turbulenzeinsatz vorgesehen
sein.
[0015] Um den Druckverlust im Turbulenzerzeuger zu reduzieren und damit die angestrebte
Wirkung zu erhöhen, besitzen die in den Randzonen vorgesehenen Turbulenzkanäle des
Turbulenzerzeugers zweckmäßigerweise einen größeren Durchtrittsquerschnitt als die
restlichen Turbulenzkanäle.
[0016] Die erfindungsgemäße Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn, insbesondere
Papier- und/oder Kartonbahn, zeichnet sich dadurch aus, dass sie mit einem erfindungsgemäßen
Stoffauflauf versehen ist. Dabei kann insbesondere ein Faserorientierungs-Regelsystem
vorgesehen sein, das eine am Maschinenende vorgesehene Einrichtung zur Messung des
Faserorientierungs-Querprofils der Faserstoffbahn, eine die erhaltenen Messsignale
weiterverarbeitende Recheneinheit und die Stellglieder des Stoffauflaufs umfasst.
[0017] Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die Zeichnung näher erläutert.
[0018] Es zeigen
- Figur 1
- eine schematische, teilweise geschnittene Darstellung eines Stoffauflaufs für eine
Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn; und
- Figur 2
- eine vereinfachte schematische Darstellung einer mit einem Stoffauflauf gemäß der
Figur 1 versehene Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn, bei der der Stoffauflauf
in ein Faserorientierungs-Regelsystem eingebunden ist.
[0019] Die Figur 1 zeigt in schematischer, teilweise geschnittener Darstellung einen Stoffauflauf
10 für eine Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn, bei der es sich insbesondere
um eine Papier- oder Kartonbahn handeln kann.
[0020] Der Stoffauflauf 10 umfasst eine quer zur Maschinenlaufrichtung L unterteilte Verdünnungseinrichtung
12, insbesondere Siebwasserdosierungseinrichtung, der in Maschinenlaufrichtung L ein
Verteiler 14, ein sich in Querrichtung erstreckender Zwischenkanal 16, ein eine Vielzahl
von Turbulenzkanälen 18 aufweisender Turbulenzerzeuger 20 und eine Düse 22 nachgeschaltet
ist, die mit einem einen Faserstoffsuspensionsstrahl 24 liefernden Austrittsspalt
26 versehen ist.
[0021] Die Verdünnungseinrichtung 12 umfasst mehrere in Querrichtung nebenei nander angeordnete
Mischkammern 28, denen jeweils Teilströme unterschiedlicher Konsistenz zuführbar sind
und die über den Verteiler 14 jeweils einen Mischstrom in den Zwischenkanal 16 liefern.
Die jeweiligen Teilströme sind der entsprechenden Mischkammer 28 unter einem Winkel
α zuführbar, wobei der Winkel α einen Wert im Bereich von 0 bis 180° annehmen kann.
In anderen Worten: Die beiden Teilströme können gleichgerichtet, gepfeilt oder gegengerichtet
der entsprechenden Mischkammer 28 zugeführt sein. Weiterhin sind die jeweiligen Teilströme
der entsprechenden Mischkammer 28 mit einer jeweiligen Geschwindigkeit zuführbar,
wobei die Zuströmgeschwindigkeit des zweiten Teilstroms im Regelfall größer, vorzugsweise
wesentlich größer als die Geschwindigkeit des ersten Teilstroms ist.
[0022] Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel umfasst die Verdünnungseinrichtung 12 einen
Querverteiler 30, über den den Mischkammern 28 eine Faserstoffsuspension Q
H hoher Konsistenz zugeführt wird, sowie Dosierventile 32, über die den Mischkammern
28 zum Beispiel Faserstoffsuspensionen Q
L geringer Konsistenz C
L zuführbar sind. Bei der Verdünnungseinrichtung 12 kann es sich also beispielsweise
um ein Siebwasserdosierungssystem der Art handeln, wie es im Zusammenhang mit dem
auf dem Markt erhältlichen ModuleJet® -Stoffauflauf vorgesehen ist. Der ModuleJet®-Stoffauflauf
ist beispielsweise in der deutschen Patentschrift DE 40 19 593 C2 beschrieben.
[0023] Der Verteiler 14 kann insbesondere in Form einer Verteilerleiste vorgesehen sein
und mehrere beispielsweise durch Verteilerrohre gebildete Verteilerkanäle 34 umfassen,
über die die von den Mischkammern 28 gelieferten Mischströme dem Zwischenkanal 16
zugeführt werden.
[0024] Der Turbulenzerzeuger 20 kann insbesondere als Turbulenzeinsatz vorgesehen sein.
Die Turbulenzkanäle 18 können insbesondere durch Turbulenzrohre gebildet sein.
[0025] Zur Beeinflussung des sich in Querrichtung ergebenden Faserorientierungsprofils sind
die Volumenströme zumindest der den seitlichen Randzonen 38 des Zwischenkanals 16
zugeführten Mischströme jeweils über wenigstens ein Stellglied 36 entsprechend variabel
einstellbar. Überdies sind zumindest die seitlichen Randzonen 38 des Zwischenkanals
16 jeweils vom restlichen Zwischenkanalbereich abgetrennt.
[0026] Im vorliegenden Fall sind zur Beeinflussung des sich in Querrichtung ergebenden Faserorientierungsprofils
nur die Volumenströme der den seitlichen Randzonen 38 des Zwischenkanals 16 zugeführten
Mischströme jeweils über wenigstens ein Stellglied 36 entsprechend variabel einstellbar.
Zudem sind im vorliegenden Fall auch nur die seitlichen Randzonen 38 des Zwischenkanals
16 jeweils vom restlichen Zwischenkanalbereich abgetrennt, so dass sich in Querrichtung
zwischen den beiden seitlichen abgetrennten Randzonen 38 eine nicht unterteilte mittlere
Hauptzone 40 des Zwischenkanals 16 ergibt.
[0027] Wie anhand der Figur 1 zu erkennen ist, sind die Stellglieder 36 an den austrittseitigen
Enden der Mischkammern 28 vorgesehen. Sie können jeweils durch eine verstellbare Drossel
gebildet sein, über die der Volumenstrom es betreffenden, dem Verteiler 14 zugeführten
Mischstroms variabel einstellbar ist.
[0028] Weiterhin ist auch an den eintrittsseitigen Enden der Mischkammern 28 jeweils wenigstens
ein Stellglied 56 vorgesehen, um den jeweiligen Volumenstrom des entsprechenden Teilstroms
(Faserstoffsuspension Q
H hoher Konsistenz C
H) variabel einstellbar zu machen. Hierbei ist bevorzugt vorgesehen, dass das am austrittsseitigen
Ende der jeweiligen Mischkammer 28 vorgesehene Stellglied 36 derart eingestellt ist,
dass es im entsprechenden Mischstrom einen örtlichen Druckverlust im Bereich von 0
bis 500 mbar erzeugt, und dass das am eintrittsseitigen Ende der jeweiligen Mischkammer
28 vorgesehene Stellglied 56 derart eingestellt ist, dass es im entsprechenden Teilstrom
einen örtlichen Druckverlust im Bereich von 300 bis 2.000 mbar erzeugt. Ein Druckverlust
im Bereich von 0 mbar an dem Stellglied 36 würde selbstverständlich keinen Druckverlust
bedeuten.
[0029] Die Abtrennung der beiden Randzonen 38 des Zwischenkanals 16 von der Hauptzone 40
erfolgt jeweils durch eine Trennwand 42. Die Trennwände 42 können sich jeweils zumindest
im Wesentlichen über die ganze in Maschinenlaufrichtung L gemessene Länge des Zwischenkanals
16 erstrecken. Sie können insbesondere durch Trennbleche oder dergleichen gebildet
sein.
[0030] Die Trennwände 42 können zweckmäßigerweise zumindest teilweise in Nuten eingesetzt
sein, die im Verteiler 14 bzw. in der der Verteilerleiste, dem Stoffauflauftisch 44,
dem Turbulenzerzeuger 20 und/oder dergleichen vorgesehen sind. Die Nuten können insbesondere
eingefräst sein.
[0031] Die zum Beispiel in den Nuten in Maschinenlaufrichtung L ausgerichteten Trennwände
42 können beispielsweise über Bolzen und/oder dergleichen an einem Stoffauflaufteil
wie insbesondere dem Formatschild und/oder dergleichen befestigt sein.
[0032] Zur Abdichtung gegen die Stoffauflauf-Rückwand 46 sind die Trennwände 42 zweckmäßigerweise
jeweils mit einer Nut mit Dichtung, insbesondere Filzdichtung, versehen.
[0033] Um den Druckverlust im Turbulenzerzeuger 20 zu reduzieren und damit die angestrebte
Wirkung zu erhöhen, können die in den Randzonen vorgesehenen Turbulenzkanäle 18 des
Turbulenzerzeugers 20 einen größeren Durchtrittsquerschnitt besitzen als die restlichen
Turbulenzkanäle 18.
[0034] Die Figur 2 zeigt in vereinfachter schematischer Darstellung eine mit einem Stoffauflauf
10 gemäß der Figur 1 versehene Maschine 48 zur Herstellung einer Faserstoffbahn, insbesondere
Papier- oder Kartonbahn, bei der der Stoffauflauf 10 in ein Faserorientierungs-Regelsystem
50 eingebunden ist. Das Faserorientierungs-Regelsystem 50 umfasst eine am Maschinenende
vorgesehene Einrichtung 52 zur Messung des Faserorientierungs-Querprofils der Faserstoffbahn,
eine die erhaltenen Messsignale weiterverarbeitende Recheneinheit 54 und die Stellglieder
36 des Stoffauflaufs 10.
[0035] Zusammenfassend ist festzuhalten, dass durch die Erfindung ein verbesserter Stoffauflauf
der eingangs genannten Art geschaffen wird, bei dem die bekannten Probleme des Stands
der Technik beseitigt sind und der überdies in seinem Aufbau möglichst einfach gehalten
ist.
Bezugszeichenliste
[0036]
- 10
- Stoffauflauf
- 12
- Verdünnungseinrichtung,
Siebwasserdosierungseinrichtung
- 14
- Verteiler
- 16
- Zwischenkanal
- 18
- Turbulenzkanal, Turbulenzrohr
- 20
- Turbulenzerzeuger
- 22
- Düse
- 24
- Faserstoffsuspensionsstrahl
- 26
- Austrittsspalt
- 28
- Mischkammer
- 30
- Querverteiler
- 32
- Dosierventil
- 34
- Verteilerkanal
- 36
- Stellglied, Drossel
- 38
- Randzone des Zwischenkanals
- 40
- Hauptzone des Zwischenkanals
- 42
- Trennwand
- 44
- Stoffauflauftisch
- 46
- Rückwand, untere Wand
- 48
- Maschine
- 50
- Faserorientierungs-Regelsystem
- 52
- Messeinrichtung
- 54
- Recheneinheit
- 56
- Stellglied, Drossel
- L
- Maschinenlaufrichtung
- QH
- Faserstoffsuspension hoher Konsistenz CH
- QL
- Faserstoffsuspension geringerer Konsistenz CL
- α
- Winkel
1. Stoffauflauf (10) für eine Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn, insbesondere
Papier- oder Kartonbahn, mit einer quer zur Maschinenlaufrichtung (L) unterteilten
Verdünnungseinrichtung (12), insbesondere Siebwasserdosierungseinrichtung, der in
Maschinenlaufrichtung (L) ein sich in Querrichtung erstreckenden Zwischenkanal (16),
ein eine Vielzahl von Turbulenzkanälen (18) aufweisender Turbulenzerzeuger (20) und
eine Düse (22) nachgeschaltet ist, die mit einem einen Faserstoffsuspensionsstrahl
(24) liefernden Austrittsspalt (26) versehen ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verdünnungseinrichtung (12) mehrere in Querrichtung nebeneinander angeordnete
Mischkammern (28) umfasst, denen jeweils Teilströme unterschiedlicher Konsistenz zuführbar
sind und die jeweils einen Mischstrom in den Zwischenkanal (16) liefern,
dass zur Beeinflussung des sich in Querrichtung ergebenden Faserorientierungsprofils die
Volumenströme zumindest der den seitlichen Randzonen (38) des Zwischenkanals (16)
zugeführten Mischströme jeweils über wenigstens ein Stellglied (36) entsprechend variabel
einstellbar sind und
dass zumindest die seitlichen Randzonen (38) des Zwischenkanals (16) jeweils vom restlichen
Zwischenkanalbereich abgetrennt sind.
2. Stoffauflauf (10) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur Beeinflussung des sich in Querrichtung ergebenden Faserorientierungsprofils nur
die Volumenströme der den seitlichen Randzonen (38) des Zwischenkanals (16) zugeführten
Mischströme jeweils über wenigstens ein Stellglied (36) entsprechend variabel einstellbar
sind.
3. Stoffauflauf (10) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass nur die seitlichen Randzonen (38) des Zwischenkanals (16) jeweils vom restlichen
Zwischenkanalbereich abgetrennt sind, so dass sich in Querrichtung zwischen den beiden
seitlichen abgetrennten Randzonen (38) eine nicht unterteilte mittlere Hauptzone (40)
des Zwischenkanals (16) ergibt.
4. Stoffauflauf (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Stellglieder (36) zumindest teilweise an den austrittsseitigen Enden der Mischkammern
(28) vorgesehen sind.
5. Stoffauflauf (10) nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass an den eintrittsseitigen Enden der Mischkammern (28) jeweils wenigstens ein Stellglied
(56) vorgesehen ist, um den jeweiligen Volumenstrom des entsprechenden Teilstroms
variabel einstellbar zu machen.
6. Stoffauflauf (10) nach Anspruch 4 und 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass das am austrittsseitigen Ende der jeweiligen Mischkammer (28) vorgesehene Stellglied
(36) derart eingestellt ist, dass es im entsprechenden Mischstrom einen örtlichen
Druckverlust im Bereich von 0 bis 500 mbar erzeugt, und
dass das am eintrittsseitigen Ende der jeweiligen Mischkammer (28) vorgesehene Stellglied
(56) derart eingestellt ist, dass es im entsprechenden Teilstrom einen örtlichen Druckverlust
im Bereich von 300 bis 2.000 mbar erzeugt.
7. Stoffauflauf (10) nach Anspruch 4, 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die betreffenden Stellglieder (36, 56) jeweils durch eine verstellbare Drossel gebildet
sind.
8. Stoffauflauf (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass in Maschinenlaufrichtung (L) zwischen der Verdünnungseinrichtung (12) und dem Zwischenkanal
ein Verteiler (14) vorgesehen ist.
9. Stoffauflauf (10) nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Verteiler (14) in Form einer Verteilerleiste vorgesehen ist.
10. Stoffauflauf (10) nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Verteiler (14) mehrere Verteilerkanäle (34), insbesondere Verteilerrohre, umfasst
und die Mischströme über diese Verteilerkanäle (34) dem Zwischenkanal (16) zugeführt
werden.
11. Stoffauflauf (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Abtrennung benachbarter Zwischenkanalbereiche (38, 40) jeweils durch eine Trennwand
(42) erfolgt.
12. Stoffauflauf (10) nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich die Trennwände (42) jeweils zumindest im Wesentlichen über die ganze in Maschinenlaufrichtung
(L) gemessene Länge des Zwischenkanals (16) erstrecken.
13. Stoffauflauf (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Trennwände (42) durch Trennbleche gebildet sind.
14. Stoffauflauf (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Trennwände (42) zumindest teilweise in Nuten eingesetzt sind, die in der Verteilerleiste
(14), dem Stoffauflauftisch (44) und/oder dem Turbulenzerzeuger (20) vorgesehen sind.
15. Stoffauflauf (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die ausgerichteten Trennwände (42) insbesondere über Bolzen und/oder dergleichen
an einem Stoffauflaufteil wie insbesondere dem Formatschild und/oder dergleichen befestigt
sind.
16. Stoffauflauf (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Trennwände (42) zur Abdichtung gegen die Stoffauflauf-Rückwand (46) jeweils mit
einer Nut mit Dichtung, insbesondere Filzdichtung, versehen sind.
17. Stoffauflauf (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Turbulenzkanäle (18) des Turbulenzerzeugers (20) zumindest teilweise durch Turbulenzrohre
gebildet sind.
18. Stoffauflauf (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Turbulenzerzeuger (20) als Turbulenzeinsatz vorgesehen ist.
19. Stoffauflauf (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die in den Randzonen vorgesehenen Turbulenzkanäle (18) des Turbulenzerzeugers (20)
einen größeren Durchtrittsquerschnitt besitzen als die restlichen Turbulenzkanäle
(18).
20. Maschine (48) zur Herstellung einer Faserstoffbahn, insbesondere Papierund/oder Kartonbahn,
mit einem Stoffauflauf (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
21. Maschine nach Anspruch 20,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Faserorientierungs-Regelsystem (50) vorgesehen ist, das eine am Maschinenende
vorgesehene Einrichtung (52) zur Messung des Faserorientierungs-Querprofils der Faserstoffbahn,
eine die erhaltenen Messsignale weiterverarbeitende Recheneinheit (54) und die Stellglieder
(36) des Stoffauflaufs (10) umfasst.