Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einem Brennstoffeinspritzventil nach der Gattung des Hauptanspruchs.
[0002] Aus der DE 101 42 301 A1 ist ein Brennstoffeinspritzventil zum direkten Einspritzen
von Brennstoff in den Brennraum von Brennkraftmaschinen bekannt, welches einen Aktor,
eine von dem Aktor betätigbare Ventilnadel zur Betätigung eines Ventilschließkörpers,
der zusammen mit einer an einem Ventilsitzkörper ausgebildeten Ventilsitzfläche einen
Dichtsitz bildet, und wenigstens eine Abspritzöffnung umfaßt, die stromabwärts des
Ventilsitzes ausgebildet ist. An einem abströmseitigen Ende des Brennstoffeinspritzventils
ist ein Flammschutzkegel angeordnet.
[0003] Nachteilig an dem aus der obengenannten Druckschrift bekannten Brennstoffeinspritzventil
ist insbesondere die aufwendige Herstellung der Flammschutzkegel, welche entweder
separat hergestellt und am Ventilsitzkörper angebracht werden müssen oder eine spezielle
Bearbeitung des Ventilsitzkörpers erfordern. Zudem ist die gezeigte Form auf nach
innen öffnende Brennstoffeinspritzventile beschränkt, während viele Anwendungen nach
außen öffnende Brennstoffeinspritzventile erfordern.
[0004] Vorteile der Erfindung
[0005] Das erfindungsgemäße Brennstoffeinspritzventil mit den kennzeichnenden Merkmalen
des Hauptanspruchs hat demgegenüber den Vorteil, daß die Geometrien des Düsenkörpers
und des Ventilschließkörpers ähnlich gestaltet sind, so daß einerseits eine gleichmäßig
geformte Gemischwolke eingespritzt und andererseits der Ringspalt zwischen dem Ventilschließkörper
und der Ventilsitzfläche frei von Brennstoffrückständen gehalten und die Außenflächen
gleichzeitig vor Benetzung durch Brennstoff geschützt sind, so daß Kraftstoffablagerungen
in diesen Bereichen vermieden werden kann.
[0006] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
des im Hauptanspruch angegebenen Brennstoffeinspritzventils möglich.
[0007] Von Vorteil ist insbesondere, daß die dem Brennraum zugewandten Flächen des Ventilschließkörpers
und des Düsenkörpers gekrümmt ausgebildet sind, wobei eine Vielzahl unterschiedlicher
Krümmungsradien möglich ist.
[0008] Die Krümmungsradien des Ventilschließkörpers und des Düsenkörpers sind dabei in idealer
Weise von gleicher Anzahl und symmetrisch. Die dadurch gebildete Doppelschanzen-Abspritzgeometrie
fördert die Bildung von Sekundärwirbeln im Brennraum, welche den Ringspalt am Dichtsitz
effektiv leeren und so vorteilhafterweise ebenfalls Kraftstoffablagerungen vorbeugen.
[0009] Weiterhin ist von Vorteil, daß der Ventilschließkörper und der Düsenkörper miteinander
fluchtende, scharfe Kanten ausweisen, welche die Einspritzung einer sehr gleichmäßigen
Gemischwolke erlauben. Weiterhin fördern die scharfen Kanten gemäß Fig. 3C ein leichteres
Abplatzen evtl. angeklebter Rußpartikel.
[0010] Eine im Bereich der Basis des Ventilschließkörpers angeordnete Vertiefung erlaubt
eine effektive Zuströmung des Brennstoffs zum Dichtsitz.
[0011] Eine Anrundung des Düsenkörpers zuströmseitig der Krümmungsradien des Düsenkörpers
erlaubt vorteilhafterweise eine einfachere Montage des Brennstoffeinspritzventils
im Zylinderkopf.
Zeichnung
[0012] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung vereinfacht dargestellt
und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen schematischen Schnitt durch ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Brennstoffeinspritzventils in einer Gesamtansicht;
- Fig. 2
- eine vergrößerte schematische Ansicht des abspritzseitigen Teils des in Fig. 1 dargestellten
Brennstoffeinspritzventils im Bereich II in Fig. 1 in zwei Ausführungsvarianten;
- Fig. 3A
- eine vergrößerte schematische Ansicht des in Fig. 2 dargestellten erfindungsgemäß
ausgestalteten Brennstoffeinspritzventils in einer ersten Ausführungsvariante im Bereich
III in Fig. 2,
- Fig. 3B
- eine zweite Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen Brennstoffeinspritzventils
in gleicher Ansicht wie Fig. 3A; und
- Fig. 3C
- eine dritte Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen Brennstoffeinspritzventils
ebenfalls in gleicher Ansicht wie in Fig. 3A.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0013] Fig. 1 zeigt eine schematisierte geschnittene Ansicht eines Ausführungsbeispiels
eines erfindungsgemäß ausgestalteten Brennstoffeinspritzventils 1, welches insbesondere
zur Verwendung als Brennstoffeinspritzventil zum direkten Einspritzen von Brennstoff
in den Brennraum einer Brennkraftmaschine geeignet ist. Im Ausführungsbeispiel handelt
es sich dabei um ein nach außen öffnendes Brennstoffeinspritzventil 1.
[0014] Das Brennstoffeinspritzventil 1 umfaßt einen Aktor 2, der im vorliegenden Ausführungsbeispiel
als piezoelektrischer Aktor 2 ausgebildet ist. Der Aktor 2 ist in einem Aktorgehäuse
3 zur Stabilisierung gekapselt und stützt sich endseitig in Zulaufrichtung an einem
Widerlager 4 und abströmseitig an einer Schulter 5 ab. Die Schulter 5 steht mit einer
zweiteiligen Ventilnadel 6 in kraftschlüssiger Verbindung.
[0015] Ein zuströmseitiger erster Teil 7 der Ventilnadel 6 stützt sich an der Schulter 5
ab, während ein zweiter Teil 8 abströmseitig des ersten Teils 7 von diesem getrennt
angeordnet ist. Der erste Teil 7 der Ventilnadel 6 wird durch eine erste Rückstellfeder
9 beaufschlagt, welche zwischen der Schulter 5 und einem Dichtgehäuse 10 angeordnet
ist. Der zweite Teil 8 der Ventilnadel 6 wird durch eine zweite Rückstellfeder 11
beaufschlagt, deren Federkraft geringer ist als diejenige der ersten Rückstellfeder
9, so daß der zweite Teil 8 der Ventilnadel 6 gegenüber dem ersten Teil 7 durchschwingen
kann. Dies ist bei schnellschaltenden Brennstoffeinspritzventilen 1 mit piezoelektrischen
Aktoren 2 zur Dämpfung und Entprellung der Schließbewegung zweckmäßig.
[0016] Das Brennstoffeinspritzventil 1 umfaßt weiterhin eine Wellrohrdichtung 12, welche
den Aktor 2 vor dem das Brennstoffeinspritzventil 1 durchströmenden Brennstoff schützt.
Der Brennstoff wird im Ausführungsbeispiel über eine zentrale Brennstoffzufuhr 13
zugeführt und strömt durch einen Brennstoffkanal 14 in einem Gehäusekörper 15. Er
wird dabei an dem Dichtgehäuse 10 vorbei in eine Ausnehmung 16 eines in den Gehäusekörper
15 eingeschobenen Düsenkörpers 17, in welcher auch der zweite Teil 8 der Ventilnadel
6 angeordnet ist, geleitet.
[0017] Der zweite Teil 8 der Ventilnadel 6 weist einen mit der Ventilnadel 6 einstückig
ausgebildeten oder in kraftschlüssiger Verbindung mit dieser stehenden Ventilschließkörper
18 auf, welcher mit einer an dem Düsenkörper 17 ausgebildeten Ventilsitzfläche 19
einen Dichtsitz bildet.
[0018] Erfindungsgemäß sind der Ventilschließkörper 18 und der die Ventilsitzfläche 19 tragende
Düsenkörper 17 so ausgestaltet, daß einerseits der in den Brennraum der Brennkraftmaschine
eingespritzte Gemischstrahl optimiert wird und andererseits die Ablagerung von Verbrennungsrückständen
im Bereich eines Ringspalts 20 zwischen Düsenkörper 17 und Ventilschließkörper 18
verhindert sowie am Düsenkörper 17 und am Ventilschließkörper 18 selbst die Benetzung
mit Brennstoff vermieden wird. Der Ventilschließkörper 18 ist hierzu an einer dem
Brennraum zugewandten Fläche 21 beispielsweise kegelig ausgebildet und schließt in
stetiger oder nicht stetiger Steigung an den Düsenkörper 17 an, wobei Kanten 22 und
23 des Ventilschließkörpers 18 und des Düsenkörpers 17 im geschlossenen Zustand des
Brennstoffeinspritzventils 1 bündig aneinander liegen und möglichst scharfkantig und
gratfrei herzustellen sind.
[0019] Die erfindungsgemäßen Maßnahmen werden im Folgenden unter Bezugnahme auf die Fig.
2 und 3A bis 3C sowie die zugehörige Beschreibung näher erläutert.
[0020] Zur Betätigung des Brennstoffeinspritzventils 1 wird an den Aktor 2 eine Erregerspannung
beispielsweise über eine nicht weiter dargestellte elektrische Leitung angelegt. Der
Aktor 2, welcher als piezoelektrischer Aktor 2 ausgeführt ist, dehnt sich daraufhin
entgegen der Kraft der ersten Rückstellfeder 9 aus. Dadurch wird der erste Teil 7
der Ventilnadel 6 in einer Hubrichtung bewegt. Der zweite Teil 8 der Ventilnadel 6
mit dem daran ausgebildeten Ventilschließkörper 18 wird ebenfalls entgegen der Kraft
der zweiten Rückstellfeder 11 in Hubrichtung bewegt, so daß der Ventilschließkörper
18 von der Ventilsitzfläche 19 abhebt und Brennstoff abgespritzt wird.
[0021] Wird der Aktor 2 entladen, kehrt der erste Teil 7 der Ventilnadel 6 durch die Kraft
der ersten Rückstellfeder 9 entgegen der Hubrichtung in seine Ausgangsposition zurück.
Dadurch wird auch der zweite Teil 8 der Ventilnadel 6 entlastet, wodurch der Ventilschließkörper
18 wieder auf der Ventilsitzfläche 19 aufsetzt und das Brennstoffeinspritzventil 1
geschlossen wird.
[0022] Fig. 2 zeigt in einer ausschnittsweisen Schnittdarstellung den in Fig. 1 mit II bezeichneten
Ausschnitt aus dem in Fig. 1 dargestellten Brennstoffeinspritzventil 1. Gleiche Bauteile
sind dabei mit übereinstimmenden Bezugszeichen versehen.
[0023] Wie bereits weiter oben erwähnt, ist das dargestellte Brennstoffeinspritzventil 1
so ausgestaltet, daß einerseits die Form der in den Brennraum eingespritzten Gemischwolke
für den Verbrennungsprozeß optimiert wird und andererseits die Ablagerung von Verbrennungsrückständen
im Ringspalt 20 verhindert wird, um den pro Zeiteinheit abgespritzten Brennstofffluß
konstant zu halten und Fehlfunktionen des Brennstoffeinspritzventils 1 durch verminderten
Durchfluß zu vermeiden.
[0024] Dies wird durch eine geeignete Form des Ventilschließkörpers 18 sowie des die Ventilsitzfläche
19 tragenden Düsenkörpers 17 ermöglicht.
[0025] Im linken Teil in Fig. 2 ist dabei eine erste Ausführungsvariante für ein erfindungsgemäßes
Brennstoffeinspritzventil 1 dargestellt, während der rechte Teil eine zweite Ausführungsvariante
zeigt.
[0026] Bei der linken Variante ist eine dem Brennraum der Brennkraftmaschine zugewandte
Fläche 24 des Düsenkörpers 17 kegelförmig ausgeführt. Zwischen der Fläche 24 und dem
Dichtsitz ist ein Winkel α ausgebildet, welcher ca. 90° beträgt. Die zweite Variante
zeigt eine geschwungene Fläche 24 am Düsenkörper, der Winkel α ist deutlich kleiner
als 90°. Die verschiedenen Ausführungsvarianten sowie die zugehörigen Ventilschließkörper
18 sind in den Fig. 3A bis 3C vergrößert dargestellt und näher erläutert.
[0027] Die Kanten 22 und 23 des Ventilschließkörpers 18 und des Düsenkörpers 17 liegen bei
geschlossenem Brennstoffeinspritzventil 1 bündig aneinander an und sind möglichst
scharfkantig und gratfrei herzustellen.
[0028] Am Düsenkörper 17 ist zuströmseitig des Dichtsitzes eine Anrundung 32 vorgesehen,
welche eine einfachere Montage des Brennstoffeinspritzventils 1 im Zylinderkopf der
Brennkraftmaschine erlaubt. Die Anrundung 32 ist in einfacher Weise bei der Herstellung
des Düsenkörpers beispielsweise durch Drehen herstellbar.
[0029] Ein in Fig. 1 nicht dargestellter Dichtring 33 sorgt für die zuverlässige Abdichtung
gegen den Zylinderkopf der Brennkraftmaschine. Der Dichtring 33 kann insbesondere
in eine nutartige Ausnehmung 34 des Düsenkörpers 17 eingelegt sein.
[0030] Fig. 3A bis 3C zeigen in vergrößerter Darstellung drei Ausführungsbeispiele eines
erfindungsgemäß ausgestalteten Brennstoffeinspritzventils 1 im Bereich III in Fig.
2.
[0031] Ein zwischen der Fläche 21 und der Ventilsitzfläche 19 und ein zwischen der Fläche
24 und der Ventilsitzfläche 19 ausgebildeter Winkel α sollte dabei, wie bereits weiter
oben erwähnt, in allen Ausführungsbeispielen gleich groß sein und maximal 90° betragen.
Der Querschnitt eines dem Düsenkörper 17 bzw. der Ventilsitzfläche 19 zugewandten
Abschnitts 31 des Ventilschließkörpers 18 und der Querschnitt eines dem Ventilschließkörper
18 zugewandten Abschnitts 30 des Düsenkörpers 17 sind somit ähnlich gestaltet oder
im Idealfall symmetrisch zueinander. Vorteil dieser Abspritzgeometrie ist eine gleichmäßig
kegelförmige Gemischwolke und eine Abspritzrichtung, welche die Benetzung der Flächen
21 und 24 mit Brennstoff und somit die Bildung von Ablagerungen durch Verbrennungsrückstände
verhindert.
[0032] Zur Verbesserung der Zuströmung des Brennstoffs zum Ringspalt 20 zwischen der Ventilsitzfläche
19 und dem Ventilschließkörper 18 ist im Bereich einer Basis 26 des Ventilschließkörpers
18 jeweils eine rillen- oder nutförmige Vertiefung 27 vorgesehen.
[0033] Während in dem in Fig. 3A dargestellten Ausführungsbeispiel der Winkel α bis 90°
betragen kann, ist er in den in Fig. 3B und 3C dargestellten Ausführungsbeispielen
wesentlich kleiner. Die so gebildete Abspritzgeometrie wird als Doppelschanze bezeichnet.
Auch diese zeichnet sich durch die Symmetrie der Querschnitte des dem Düsenkörper
17 bzw. der Ventilsitzfläche 19 zugewandten Abschnitts 31 des Ventilschließkörpers
18 und des dem Ventilschließkörper 18 zugewandten Abschnitts 30 des Düsenkörpers 17
aus, lediglich die dem Brennraum zugewandten Flächen 21 und 24 sind nun nicht mehr
linear, sondern geschwungen, in Fig. 3B z. B. glockenförmig, ausgeführt.
[0034] Die Flächen 21 und 24 werden somit durch Kurven mit zumindest einem Krümmungsradius
R aufgespannt. Betrachtet man Fig. 3A unter dem Aspekt der Krümmungsradien R, so lassen
sich die Flächen 21 und 24 ebenfalls durch jeweils einen Kreis mit einem unendlichen
inneren oder äußeren Krümmungsradius R
i oder R
a beschreiben, wobei ein Mittelpunkt der an den Flächen 21 und 24 anliegenden Kreise
dabei entweder brennraumseitig oder ventilseitig der dem Brennraum zugewandten Flächenbegrenzungen
der Flächen 21 und 24 zu suchen sind.
[0035] Wie aus Fig. 3B und 3C ersichtlich, sind hier der innere Krümmungsradius R
i, dessen Mittelpunkt innerhalb des Brennstoffeinspritzventils 1 liegt, und der äußere
Krümmungsradius R
a, dessen Mittelpunkt im Brennraum liegt, endlich und führen so zu gekrümmten Flächen
21 und 24. Dabei ist der innere Krümmungsradius R
i des dem Ventilschließkörper 18 zugewandten Abschnitts 30 des Düsenkörpers 17 mit
dem dem Düsenkörper 17 zugewandten Abschnitt 31 des Ventilschließkörpers 18 identisch
und weist einen gemeinsamen Mittelpunkt auf. Die äußeren Krümmungsradien R
a des Düsenkörpers 17 und des Ventilschließkörpers 18 sind ebenfalls identisch. Die
jeweiligen Kreise mit den entsprechenden Krümmungsradien R
i und R
a berühren sich tangential. Der zwischen den Kanten 22 und 23 abgespritzte Brennstoffstrahl
wird in einer Verlängerung des inneren Krümmungsradius R
i in Richtung eines Pfeils 28 abgespritzt.
[0036] Im Fall von Fig. 3C handelt es sich um jeweils einen äußeren Krümmungsradius R
a, deren Mittelpunkte im Brennraum liegen. Die Krümmungsradien R
a des Düsenkörpers 17 und des Ventilschließkörpers 18 sind dabei ebenfalls identisch.
[0037] Die durch die Krümmungsradien R
a aufgespannten Kreise berühren sich ebenfalls tangential. Der zwischen den Kanten
22 und 23 abgespritzte Brennstoffstrahl wird entlang einer beide Kreise berührenden
Tangente in Richtung des Pfeils 28 abgespritzt.
[0038] Zur Verbesserung der Zuströmung des Brennstoffs zum Ringspalt 20 zwischen der Ventilsitzfläche
19 und dem Ventilschließkörper 18 ist wie in dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel
im Bereich der Basis 26 des Ventilschließkörpers 18 eine rillen- oder nutförmige Vertiefung
27 vorgesehen.
[0039] Während bei dem in Fig. 3A dargestellten Ausführungsbeispiel die Form der Flächen
21 und 24 lediglich so gewählt ist, daß eine Benetzung der Flächen 21 und 24 mit Brennstoff
entfällt, ist die in den Fig. 3B und 3C vorgestellte Ausführungsform mit gekrümmten
Flächen 21 und 24 weiterhin dadurch vorteilhaft, daß sich Sekundärwirbel im Brennraum
der Brennkraftmaschine bilden, welche gemäß dem sog. Wasserstrahlpumpeneffekt den
Ringspalt 20 zwischen dem Ventilschließkörper 18 und dem Düsenkörper 17 entleeren,
den dort noch vorhandenen Brennstoff sozusagen in den Brennraum hinaussaugen, so daß
dort kein Totvolumen mit der entsprechenden Kraftstoffablagerung verbleibt. Die Sekundärwirbel
sind in den Fig. 3B und 3C durch die Pfeile 29 gekennzeichnet.
[0040] Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt und
für beliebige Formen von Ventilschließkörpern 18 mit sowie für beliebige Bauweisen
von Brennstoffeinspritzventilen 1 anwendbar.
1. Brennstoffeinspritzventil (1) zum direkten Einspritzen von Brennstoff in einen Brennraum
einer Brennkraftmaschine mit einem Aktor (2) und einer von dem Aktor (2) betätigbaren
Ventilnadel (8) zur Betätigung eines Ventilschließkörpers (18), der zusammen mit einer
an einem Düsenkörper (17) ausgebildeten Ventilsitzfläche (19) einen Dichtsitz bildet,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein dem Ventilschließkörper (18) zugewandter Abschnitt (30) des Düsenkörpers (17)
und ein dem Düsenkörper (17) zugewandter Abschnitt (31) des Ventilschließkörpers (18)
ähnlich geformt sind.
2. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine dem Brennraum der Brennkraftmaschine zugewandte Fläche (21) des Ventilschließkörpers
(18) und eine dem Brennraum der Brennkraftmaschine zugewandte Fläche (24) des Düsenkörpers
(17) symmetrisch zueinander sind.
3. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Flächen (21, 24) zumindest einen Krümmungsradius (R) aufweisen.
4. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Krümmungsradien (R) der Flächen (21, 24) gleich groß sind.
5. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Krümmungsradien (R) der Flächen (21, 24) unendlich sind.
6. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein zwischen der Fläche (21) und der Ventilsitzfläche (19) und ein zwischen der Fläche
(24) und der Ventilsitzfläche (19) ausgebildeter Winkel (α) maximal 90° beträgt.
7. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine aus den Flächen (21, 24) bestehende Gesamtfläche (25) kegelförmig mit stetiger
oder nicht stetiger Steigung ist.
8. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Krümmungsradien (R) endlich sind.
9. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein zwischen der Fläche (21) und der Ventilsitzfläche (19) und ein zwischen der Fläche
(24) und der Ventilsitzfläche (19) ausgebildeter Winkel (α) viel kleiner als 90° ist.
10. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Flächen (21, 24) durch jeweils einen äußeren Krümmungsradius (Ra) aufgespannt sind.
11. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die äußeren Krümmungsradien (Ra) gleich groß sind.
12. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß sich die durch die äußeren Krümmungsradien (Ra) gebildeten Kreise tangential berühren.
13. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß der in den Brennraum eingespritzte Brennstoff entlang der gemeinsamen Tangente der
Kreise eingespritzt wird.
14. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Flächen (21, 24) durch zumindest einen äußeren Krümmungsradius (Ra) und einen inneren Krümmungsradius(Ri) aufgespannt sind.
15. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß die äußeren Krümmungsradien (Ra) gleich groß sind und daß die inneren Krümmungsradien (Ri) gleich groß sind.
16. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 14 oder 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß die inneren Krümmungsradien (Ri) des Düsenkörpers (17) und des Ventilschließkörpers (18) einander zugewandt sind.
17. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet,
daß die durch die inneren Krümmungsradien (Ri) aufgespannten Kreise einen gemeinsamen Mittelpunkt aufweisen.
18. Brennstoffeinspritzventil nach einem der Ansprüche 14 bis 17,
dadurch gekennzeichnet,
daß sich die durch die äußeren Krümmungsradien (Ra) gebildeten Kreise tangential mit dem durch den inneren Krümmungsradius (Ri) berühren.
19. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet,
daß der in den Brennraum eingespritzte Brennstoff entlang einer Verlängerung des gemeinsamen
inneren Krümmungsradius (Ri) eingespritzt wird.
20. Brennstoffeinspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 19,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Düsenkörper (17) und der Ventilschließkörper (18) jeweils eine scharfe Kante
(23, 22) aufweisen.
21. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 20,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kanten (22, 23) bei geschlossenem Brennstoffeinspritzventil (1) bündig aneinander
liegen.
22. Brennstoffeinspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 21,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Ventilschließkörper (18) an einer Basis (26) eine rillen- oder nutförmige Vertiefung
(27) aufweist.
23. Brennstoffeinspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 22,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Düsenkörper (17) zuströmseitig des Dichtsitzes eine radial äußere Anrundung (32)
aufweist.
24. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 23,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Brennstoffeinspritzventil (1) einen Dichtring (33) aufweist, der in einer zuströmseitig
der Anrundung (32) ausgebildeten Ausnehmung (34) des Düsenkörpers (17) angeordnet
ist.