[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zur Detektion
von Flammen in einem nachfolgend als Überwachungsraum bezeichneten überwachten Gebiet
durch Analyse mindestens eines Parameters einer im Überwachungsraum auftretenden Strahlung.
[0002] Bisher bekannte Einrichtungen, wie sie beispielsweise in der US-Patenten Nr. 4 866
420 und Nr. 4 280 058 beschrieben sind, enthalten mindestens einen Sensor, welcher
das Flackerfrequenzspektrum der Strahlung auswertet, wobei ausserhalb eines bestimmten
Frequenzbandes liegende Signale als Störsignale bewertet werden. Man benutzt also
das typische Flackern der Flammen in einem sehr niederfrequenten Schwingungsbereich
als Merkmal zur Unterscheidung zwischen der von einer Flamme ausgesandten Strahlung
und Störstrahlung. Die Festlegung des Frequenzbandes erfolgt im einfachsten Fall durch
dem Sensor vorgeschaltete Filter oder durch diesem nach-geschaltete frequenzselektive
Verstärker, wobei in beiden Fällen ein bestimmter Durchlassbereich von beispielsweise
5 bis 25 Hz erhalten wird.
[0003] Diese bekannten Flammenmelder haben sich durchaus bewährt, sie stellen aber in einer
Brandmeldeanlage einen nicht unbeträchtlichen Kostenfaktor dar. Abgesehen davon, können
auch bei optimaler Abstimmung des Frequenzbandes auf das Flackern von Flammen Störungen
und Fehlanzeigen nicht ausgeschlossen werden, weil es immer wieder vorkommt, dass
zufällige Intensitätsänderungen der Umgebungsstrahlung im Durchlassbereich liegen.
Solche Intensitätsänderungen können beispielsweise durch Abschattungen oder Reflexe
von vibrierenden oder sich langsam bewegenden Gegenständen, durch Reflexe des Sonnenlichts
an Wasseroberflächen oder durch flackernde oder schwankende Lichtquellen verursacht
sein.
[0004] Durch die Erfindung soll nun ein Verfahren zur Detektion von Flammen angegeben werden,
welches sich durch eine hohe Störsicherheit bei geringen Kosten und auszeichnet.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass ein Videobild des Überwachungsraums
erzeugt und in diesem Videobild nach Gebieten von hoher Lichtintensität und lokaler
Flackerbewegung gesucht wird, wobei in einem ersten Schritt eine Lokalisierung dieser
Gebiete und anschliessend eine Analyse der betreffenden Bildausschnitte auf das Vorhandensein
einer Flamme erfolgt.
[0006] Eine erste bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens ist dadurch
gekennzeichnet, dass die Videobilder mit einer bestimmten Frequenz erzeugt und daraus
Intensitätsbilder gewonnen werden.
[0007] Eine zweite bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens ist dadurch
gekennzeichnet, dass die Suche nach Gebieten von hoher Lichtintensität und lokaler
Flackerbewegung mit Hilfe einer Akkumulationsmatrix erfolgt, welche aus den mit einem
Gewichtungsfaktor gewichteten Differenzbildern aufeinanderfolgender Intensitätsbilder
gewonnen wird, wobei der Gewichtungsfaktor angibt, wie stark die Akkumulationsmatrix
an die Differenzbilder akkumuliert wird.
[0008] Eine dritte bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens dadurch
gekennzeichnet, dass mit Hilfe der Akkumulationsmatrix die Koordinaten der hellsten
Pixel gesucht werden.
[0009] Eine vierte bevorzugte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass ein das hellste
oder die hellsten Pixel enthaltender und gegenüber dem ursprünglichen Bildbereich
reduzierter, interessierender Bildbereich definiert und auf das Vorhandensein einer
Flamme analysiert wird.
[0010] Weitere bevorzugte Ausführungsformen des erfindungsgemässen Verfahrens ergeben sich
aus den abhängigen Ansprüchen 7 bis 10.
[0011] Die erfindungsgemässe Einrichtung der eingangs genannten Art ist gekennzeichnet durch
eine Videokamera mit einer Auswertestufe für die von der Kamera gelieferten Bilder,
wobei die Auswertestufe einen Prozessor mit einem Algorithmus für die Lokalisierung
von Bereichen von hoher Lichtintensität und lokaler Flackerbewegung in den Bildern
der Kamera und die nachfolgende Analyse der entsprechenden Bildausschnitte auf das
Vorhandensein einer Flamme aufweist.
[0012] Bevorzugte Ausführungsformen der erfindungsgemässen Einrichtung sind in den abhängigen
Ansprüchen 12 bis 17 beansprucht.
[0013] Mit der immer stärkeren Verbreitung von CCTV-Systemen und -Anlagen kann man davon
ausgehen, dass in vielen Fällen in einem Überwachungsraum eine Videokamera vorhanden
sein wird, so für die Flammendetektion nicht ein eigener Sensor installiert werden
muss, was zweifellos eine Kostenreduktion bedeutet. Eine weitere Kostenreduktion ergibt
sich durch die Beschränkung der Auswertung auf die eventuell eine Flamme enthaltenden
Bildausschnitte, was eine deutliche Reduktion der Rechnerleistung ermöglicht. Man
kann auch davon ausgehen, dass die Auswertung dieser Bildausschnitte gegenüber Störungen
ausreichend robust ist.
[0014] Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines eine erfindungsgemässe Einrichtung zur
Detektion von Flammen zeigenden Blockschemas beispielsweise näher erläutert. Mit dem
Bezugszeichen 1 ist eine Videokamera bezeichnet, welche über einen Ausgang Videosequenzen
an eine Auswertestufe 2 liefert, wobei die Auswertestufe 2 in die Kamera 1 integriert
oder mit dieser verbunden sein kann. Die Auswertestufe 2 kann am Aufstellungsort der
Kamera 1 oder in unmittelbarer Nähe zu diesem oder sie kann auch räumlich entfernt
von der Kamera 1 vorgesehen sein, wobei im letzteren Fall zwischen Kamera 1 und Auswertestufe
2 eine Kommunikationsverbindung besteht.
[0015] Die Auswertestufe 2 enthält einen Prozessor (nicht dargestellt), welcher einen Algorithmus
für die Lokalisierung von in den Bildern der Kamera 1 gefundenen Flammen und die nachfolgende
Analyse der entsprechenden Bildausschnitte aufweist. Darstellungsgemäss erfolgt in
einem mit Bildgewinnung bezeichneten ersten Prozess des Algorithmus die Gewinnung
von Intensitätsund/oder Chrominanzbildern X
ij(t) (nachfolgend als Intensitätsbilder bezeichnet) aus den von der Kamera 1 gelieferten
Videosequenzen; i und j sind die Koordinaten der einzelnen Pixel. Die Frequenz dieser
Bilder beträgt mindestens 15 Bilder pro Sekunde, die Bildgrösse beispielsweise 352
mal 288 Pixel. Intensitätsbilder werden deswegen gewonnen, weil man davon ausgehen
kann, dass eine Flamme einen Ort hoher Lichtintensität darstellt und ausserdem eine
charakteristische Farbtönung aufweist.
[0016] In einem mit Vorverarbeitung 4 bezeichneten nächsten Prozess wird nach Flammen in
den Intensitätsbildern X
ij(t) gesucht und es erfolgt eine Lokalisierung der gefundenen Flammen in entsprechenden
Bildausschnitten. Diese Lokalisierung erfolgt mit Hilfe einer so genannten Akkumulationsmatrix,
die auf folgende Weise gebildet wird:
[0017] In einem ersten Schritt erfolgt die Bestimmung des Maximalwerts max
[Xij(t)] und des Mittelwerts mean
[Xij(t)] der Intensität und daraus wird eine Helligkeitschwelle
q(t) bestimmt, wobei gilt:
q(t+1) =
λ1 max
[Xij(t)], wenn mean
[Xij(t)] <
λ1 max
[Xij(t)], und

in allen anderen Fällen.
λ
1 und λ
2 sind Konstante, die zwischen 0 und 1 liegen, wobei beispielsweise λ
1 gleich 0.68 und λ
2 gleich 0.05 ist.
[0018] Mit Hilfe dieser beiden Bedingungen wird ein die Flammeneigenschaften berücksichtigender
Gewichtungsfaktor
wij(t) bestimmt:
wij(t) =
Xij(t), wenn
Xij(t) > max
[Xij(t)] - q(t), und
wij(t) = 0 in allen anderen Fällen.
[0019] Das bedeutet, dass alle Pixel mit einer Intensität unterhalb des Werts max
[Xij(t)] - q(t), also dunkle Objekte, heraus gefiltert und nicht weiter berücksichtigt werden. Wie
sich gleich zeigen wird, sind es dunkle, bewegte Objekte, die heraus gefiltert werden.
[0020] Da man davon ausgehen kann, dass eine Flamme als Bewegung von hoher Lichtintensität
erkennbar ist, bildet man durch Vergleich aufeinander folgender Bilder ein Differenzbild,
um eine solche Bewegung herauszufinden; da dunkle Objekte aufgrund der Definition
des Gewichtungsfaktors w
ij(t) heraus fallen, werden also bei der Bildung des Differenzbildes bewegte, dunkle
Objekte, die keine Flammen sein können, heraus gefiltert. Man sucht also nach Gebieten
hoher Lichtintensität und lokaler Flackerbewegung und das bedeutet, dass beispielsweise
eine stationäre Lichtquelle, die nicht flackert, nicht als Flamme interpretiert würde
und ebenso auch nicht eine quer durch den Überwachungsraum bewegte Lampe.
[0021] Für das Differenzbild
Qij(t) gilt:

[0022] Dann wird aus dem Differenzbild
Qij(t) die Akkumulationsmatrix
Aij(t) bestimmt:

α ist eine Konstante zwischen 0 und 1, die angibt, wie stark das Differenzbild
Qij(t) in die Akkumulationsmatrix
Aij(t) einfliesst. Für α = 0 wird die Akkumulationsmatrix gleich dem Differenzbild und für
α = 1 hat das Differenzbild keinen Einfluss mehr, weil
Aij(t) gleich
Aij(t-1) ist. Die Akkumulationsmatrix wird in erster Linie deswegen gebildet, um ein geglättetes
Bild ohne Rauschen und kurzfristige Änderungen zu erhalten.
[0023] Als letzter Schritt der Vorverarbeitung 4 wird mit Hilfe der Akkumulationsmatrix
das Pixel oder die Pixel
[im,jm](t) mit dem höchsten Wert gesucht und es wird ein dieses oder diese Pixel enthaltender,
so genannter interessierender Bildbereich ROI definiert, in dem sich eine Flamme befinden
könnte:

[0024] Diese Bestimmung liefert also die Koordinaten der Pixel mit lokaler Flackerbewegung
und maximaler Helligkeit. Es wird sich in der Regel um eine einziges Pixel handeln,
wobei aber selbstverständlich auch mehrere hellste Pixel bestimmt werden können, wozu
man sich einer Mehrkanal-Selektion bedienen kann und vorzugsweise Mindestabstände
zwischen den einzelnen Pixeln festlegt.
[0025] In dem mit Analyse 5 bezeichneten nächsten Prozess erfolgt zunächst eine deutliche
Datenreduktion, indem die Analyse nicht im gesamten ursprünglichen Bild von 352 mal
288 Pixel erfolgt, sondern im interessierenden Bildbereich ROI einer reduzierten Grösse
von beispielsweise 32 mal 32 Pixel. Das ergibt eine Reduktion auf ein Hunderstel.
Diese Reduktion kann selbstverständlich auch geringer sein, beispielsweise auf ein
Fünfzigstel, oder auch wesentlich stärker.
[0026] Dann werden für jeden interessierenden Bildbereich die folgenden Bildinformationen
bestimmt:
- Mittlere Helligkeit L(t) des interessierenden Bildbereichs XROI(t):

- Chrominanz C(t) des interessierenden Bildbereichs XROI(t):
C(t) = [Anzahl der Cij(t)|ROI] ∈ "Feuer-Chroma-Sektor"/R(t), wobei Cij(t) das Chrominanzpaar (Vij, Uij) des Bildes Xij(t) zur Zeit t bezeichnet. YUV ist eine bekannte Darstellung des Farbraums, mit zwei
Farbkomponenten U und V auf der x- bzw. der y-Achse und der Intensität Y auf der z-Achse,
wobei die Länge des Vektors vom Nullpunkt zu einem Pixel in der UV-Ebene die Farbsättigung
dieses Pixels angibt. Der Feuer-Chroma-Sektor R(t) ist ein Sektor des Farbraums in der UV-Ebene, in dem für eine Flamme typischen Farbbereich,
der insbesondere die Farbe rot enthält.
- Anzahl der aktiven Pixel R(t) der Akkumulationsmatrix AROI(t):
R(t) = [Anzahl der Aij(t)|ROI > η1]; 1 ≤ η1 < Z (Z = Gesamtanzahl Pixel des interessierenden Bildbereichs ROI), beispielsweise
ist η1 = 30
- Sättigungsgrad S(t) des interessierenden Bildbereichs XROI(t):
S(t) = [Anzahl der Xij(t)|ROI > η2]. 1 ≤ η2 < Z beispielsweise ist η2 = 5
[0027] Damit das Ergebnis stabil bleibt, erfolgt anschliessend in einem mit Extraktion 6
bezeichneten Prozess eine Zeitintegration der bei der Analyse 5 bestimmten Bildinformationen.
Wenn die Integration beispielsweise über 1 Sekunde durchgeführt wird, erstreckt sie
sich im PAL-Format über 25 Bilder. Man integriert also die mittlere Helligkeit, die
Chrominanz, die aktiven Pixel und den Sättigungsgrad über die Zeit t von t
0 bis t
n und erhält die folgenden Eigenschaften:
- Mittelwert Helligkeit: FL = L
- Mittelwert Frequenz: FF = F
- Mittelwert Amplitude: FM = M
- Mittelwert Feuer-Chroma-Pixel: FC = C
- Mittelwert aktive Pixel: FR = R
- Mittelwert Sättigung: FS = S
[0028] Den Mittelwert der Frequenz erhält man beispielsweise durch Zählen der Pixel der
mittleren Helligkeit
L(t). Die Frequenz, die durch das charakteristische Flackern einer Flamme verursacht wird,
ist eine für die Detektion einer Flamme wichtige Grösse, weil sie in einem definierten
engen Bereich von in der Regel zwischen 1 Hz und 10 Hz liegt.
[0029] Im anschliessenden mit Mustererkennung 7 bezeichneten Prozess wird aus den bei der
Extraktion 6 gewonnenen Eigenschaften die Wahrscheinlichkeit berechnet, dass eine
Flamme vorliegt. Dabei wird beispielsweise für jede der obigen Eigenschaften untersucht,
ob der Mittelwert oberhalb oder unterhalb eines Schwellwertes liegt und die Wahrscheinlichkeit
entsprechend gleich eins bzw. gleich null gesetzt. Dann wird aus den Wahrscheinlichkeiten
aller n Eigenschaften eine Gesamtwahrscheinlichkeit gebildet.

wenn
FL > δ
L
wenn
FL < δ
L
und so weiter für die anderen Eigenschaften.
[0030] Gesamtwahrscheinlichkeit Π(t):


für
wi gilt 0 ≤
wi ≤ 1, wobei die Werte
wi empirisch bestimmt werden.
NF ist die Summe der
wi über alle
i.
[0031] In dem mit Entscheidung 8 bezeichneten Prozess erfolgt anschliessend die Entscheidung,
ob Alarm ausgelöst wird. Dieser Prozess enthält eine Integration, bei der die Gesamtwahrscheinlichkeit
Π(t) über aufeinanderfolgende Bilder aufintegriert wird. Die Integration beginnt bei null
und zählt für jedes
Π(t) > κ (κ ist eine Schwelle) ein Inkrement dazu und zieht für jedes
Π(t) < κ ein Inkrement ab. Wenn
I(t) den Wert des Integrals bezeichnet, gilt:

wenn
Π(t) > κ dann
I(t) =
I(t-1) + σ
+ (gesättigt zu S
+, wenn
I(t) > S
+ in allen anderen Fällen gilt
I(t) =
I(t-1) - σ. (gesättigt zu S. (üblicherweise 0), wenn
I(t) < S.
σ
+ und
σ- sind in der Regel gleich +1.
[0032] Mit Hilfe des Integrals
I(t) erfolgt nun die Entscheidung, ob ein Alarm ausgelöst wird:
Wenn
I(t) > β (β ist eine Schwelle), wird Alarm ausgelöst,
in allen anderen Fällen nicht.
[0033] Die beschriebene Einrichtung hat den Vorteil, dass in vielen Anwendungsfällen auf
bereits installierte Videokameras zurückgegriffen werden kann und eine Installation
spezieller Flammensensoren nicht erforderlich ist, was zweifellos eine Kostenreduktion
bedeutet. Eine weitere Kostenreduktion ergibt sich durch die Beschränkung der Auswertung
auf die eventuell eine Flamme enthaltenden Bildausschnitte, was eine deutliche Reduktion
der Rechnerleistung ermöglicht. Man kann auch davon ausgehen, dass die Auswertung
dieser Bildausschnitte gegenüber Störungen ausreichend robust ist.
1. Verfahren zur Detektion von Flammen in einem nachfolgend als Überwachungsraum bezeichneten
überwachten Gebiet durch Analyse mindestens eines Parameters einer im Überwachungsraum
auftretenden Strahlung, dadurch gekennzeichnet, dass ein Videobild des Überwachungsraums erzeugt und in diesem Videobild nach Gebieten
von hoher Lichtintensität und lokaler Flackerbewegung gesucht wird, wobei in einem
ersten Schritt eine Lokalisierung dieser Gebiete und anschliessend eine Analyse der
betreffenden Bildausschnitte auf das Vorhandensein einer Flamme erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Videobilder mit einer bestimmten Frequenz erzeugt und daraus Intensitätsbilder
[Xij(t)] gewonnen werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Suche nach Gebieten von hoher Lichtintensität und lokaler Flackerbewegung mit
Hilfe einer Akkumulationsmatrix [Aij(t)] erfolgt, welche aus den mit einem Gewichtungsfaktor gewichteten Differenzbildern
aufeinanderfolgender Intensitätsbilder [Xij(t)] gewonnen wird, wobei der Gewichtungsfaktor angibt, wie stark die Differenzbilder
in die Akkumulationsmatrix [Aij(t)] einfliessen.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Bildung der Differenzbilder und damit der Akkumulationsmatrix [Aij(t)] alle Pixel mit einer unterhalb einer vorgebbaren Schwelle liegenden Helligkeit und
somit alle bewegten, dunklen Objekte heraus gefiltert werden.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass mit Hilfe der Akkumulationsmatrix [Aij(t)] die Koordinaten der hellsten Pixel gesucht werden.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein das hellste oder die hellsten Pixel enthaltender und gegenüber dem ursprünglichen
Bild reduzierter, interessierender Bildbereich [ROI] definiert und auf das Vorhandensein
einer Flamme analysiert wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Grösse des interssierenden Bildbereichs (ROI) höchstens ein Fünfzigstel der Grösse
des ursprünglichen Bildes beträgt.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass im interessierenden Bildbereich [ROI] die Bildinformationen Helligkeit [L(t)] Chrominanz [C(t)], Anzahl der aktiven Pixel [R(t)] oberhalb einer bestimmten Intensitätsschwelle, und die Sättigung [S(t)] bestimmt werden.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die genannten Bildinformationen über eine bestimmte Zeit und damit über mehrere Bilder
integriert werden und ihr Mittelwert bestimmt wird, dass bei der Integration als zusätzliche
Parameter der Mittelwert der Frequenz [F] und der Mittelwert der Amplitude [M] bestimmt
werden, und dass für jeden dieser Mittelwerte die Wahrscheinlichkeit für das Vorhandensein
einer Flamme berechnet wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass aus den Wahrscheinlichkeiten der Mittelwerte eine Gesamtwahrscheinlichkeit für das
Vorhandensein einer Flamme im reduzierten Bildbereich [ROI] berechnet wird, dass diese
Gesamtwahrscheinlichkeit über mehrere Bilder integriert wird, und dass bei Überschreiten
einer Schwelle durch den integrierten Wert Alarm ausgelöst wird.
11. Einrichtung zur Detektion von Flammen in einem nachfolgend als Überwachungsraum bezeichneten
überwachten Gebiet durch Analyse mindestens eines Parameters einer im Überwachungsraum
auftretenden Strahlung, gekennzeichnet durch eine Videokamera [1] mit einer Auswertestufe [2] für die von der Kamera [1] gelieferten
Bilder, wobei die Auswertestufe [2] einen Prozessor mit einem Algorithmus für die
Lokalisierung von Bereichen von hoher Lichtintensität und lokaler Flackerbewegung
in den Bildern der Kamera [1] und die nachfolgende Analyse der entsprechenden Bildausschnitte
auf das Vorhandensein einer Flamme aufweist.
12. Einrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Algorithmus einen im Folgenden als Bildgewinnung [3] bezeichneten Prozess enthält,
bei welchem aus den mit einer bestimmten Frequenz erzeugten Videobildern Intensitätsbilder
[Xij(t)] gewonnen werden.
13. Einrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Algorithmus einen im Folgenden als Vorverarbeitung [4] bezeichneten Prozess enthält,
bei dem für die Suche nach Gebieten von hoher Lichtintensität und lokaler Flackerbewegung
eine Akkumulationsmatrix [Aij(t)] bestimmt wird, welche aus den mit einem Gewichtungsfaktor gewichteten Differenzbildern
aufeinanderfolgender Intensitätsbilder [Xij(t)] gewonnen wird, wobei der Gewichtungsfaktor angibt, wie stark die Differenzbilder
in die Akkumulationsmatrix [Aij(t)] einfliessen.
14. Einrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Vorverarbeitung [4] mit Hilfe der Akkumulationsmatrix [Aij(t)] eine Bestimmung der Koordinaten der hellsten Pixel und die Festlegung eines das
hellste oder die hellsten Pixel enthaltenden, gegenüber dem ursprünglichen Bild reduzierten,
interessierenden Bildbereichs (ROI) erfolgt.
15. Einrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Algorithmus einen im Folgenden als Analyse [5] bezeichneten Prozess für die Analyse
des interessierenden Bildbereichs [ROI] enthält, bei welcher eine Bestimmung der Bildinformationen
Helligkeit [L(t)], Chrominanz [C(t)], Anzahl der aktiven Pixel [R(t)] oberhalb einer bestimmten Intensitätsschwelle, und der Sättigung [S(t)] erfolgt.
16. Einrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Algorithmus einen im Folgenden als Extraktion [6] bezeichneten Prozess enthält,
bei welchem eine Integration der genannten Bildinformationen über eine bestimmte Zeit
und damit über mehrere Bilder und eine Bestimmung der Mittelwerte der Bildinformationen
erfolgt, dass bei der Integration als zusätzliche Parameter der Mittelwert der Frequenz
[F] und der Mittelwert der Amplitude [M] bestimmt werden, und dass für jeden dieser
Mittelwerte eine Berechnung der Wahrscheinlichkeit für das Vorhandensein einer Flamme
erfolgt.
17. Einrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Algorithmus einen Prozess Mustererkennung [7] und einen Prozess Entscheidung
[8] enthält, bei denen aus den Wahrscheinlichkeiten der Mittelwerte die Berechnung
einer Gesamtwahrscheinlichkeit für das Vorhandensein einer Flamme im reduzierten Bildbereich
[ROI] und eine Integration dieser Gesamtwahrscheinlichkeit über mehrere Bilder und
bei Überschreiten einer Schwelle durch den integrierten Wert eine Alarmauslösung erfolgt.