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EP 1 496 483 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.03.2007 Patentblatt 2007/12 |
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Anmeldetag: 11.07.2003 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Verfahren und Einrichtung zur Detektion von Flammen
Method and apparatus for the detection of flames
Mèthode et dispositif de détection de flammes
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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12.01.2005 Patentblatt 2005/02 |
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Patentinhaber: Siemens Schweiz AG |
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8047 Zürich (CH) |
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Erfinder: |
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- Marbach, Giuseppe, Dr.
5503 Schafisheim (CH)
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Vertreter: Weise, Wolfgang |
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Siemens Schweiz AG
Intellectual Property Department Zug
Gubelstrasse 22 6300 Zug 6300 Zug (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 256 105 WO-A-02/093525
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WO-A-02/054364
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zur Detektion
von Flammen in einem nachfolgend als Überwachungsraum bezeichneten überwachten Gebiet
durch Analyse mindestens eines Parameters einer im Überwachungsraum auftretenden Strahlung.
[0002] Die WO 02/093525 A1 offenbart eine Vorrichtung und ein Verfahren zum gleichzeitigen
Verarbeiten einer ersten und zweiten Bildverarbeitung, speziell zur Detektion von
Flammen auf den Bildern. Die Vorrichtung beinhaltet einen Bildsensor zum Erstellen
von Videobildern, eine Bildfangschaltung zum Empfangen von einem ersten und einem
zweiten Bild (Frame), einen Prozessor zum Verarbeiten der aufgenommenen Bilder und
eine Ausgabeeinheit.
[0003] Bisher bekannte Einrichtungen, wie sie beispielsweise in der US-Patenten Nr. 4 866
420 und Nr. 4 280 058 beschrieben sind, enthalten mindestens einen Sensor, welcher
das Flackerfrequenzspektrum der Strahlung auswertet, wobei ausserhalb eines bestimmten
Frequenzbandes liegende Signale als Störsignale bewertet werden. Man benutzt also
das typische Flackern der Flammen in einem sehr niederfrequenten Schwingungsbereich
als Merkmal zur Unterscheidung zwischen der von einer Flamme ausgesandten Strahlung
und Störstrahlung. Die Festlegung des Frequenzbandes erfolgt im einfachsten Fall durch
dem Sensor vorgeschaltete Filter oder durch diesem nach-geschaltete frequenzselektive
Verstärker, wobei in beiden Fällen ein bestimmter Durchlassbereich von beispielsweise
5 bis 25 Hz erhalten wird.
[0004] Diese bekannten Flammenmelder haben sich durchaus bewährt, sie stellen aber in einer
Brandmeldeanlage einen nicht unbeträchtlichen Kostenfaktor dar. Abgesehen davon, können
auch bei optimaler Abstimmung des Frequenzbandes auf das Flackern von Flammen Störungen
und Fehlanzeigen nicht ausgeschlossen werden, weil es immer wieder vorkommt, dass
zufällige Intensitätsänderungen der Umgebungsstrahlung im Durchlassbereich liegen.
Solche Intensitätsänderungen können beispielsweise durch Abschattungen oder Reflexe
von vibrierenden oder sich langsam bewegenden Gegenständen, durch Reflexe des Sonnenlichts
an Wasseroberflächen oder durch flackernde oder schwankende Lichtquellen verursacht
sein.
[0005] Durch die Erfindung soll nun ein Verfahren zur Detektion von Flammen angegeben werden,
welches sich durch eine hohe Störsicherheit bei geringen Kosten und auszeichnet.
[0006] Diese Aufgabe wird gemäss der Ansprüche 1 und 10 gelöst.
[0007] Nach dem erfindungsgemässen Verfahren erfolgt die Suche nach Gebieten von hoher Lichtintensität
und lokaler Flackerbewegung mit Hilfe einer Akkumulationsmatrix, welche aus den mit
einem Gewichtungsfaktor gewichteten Differenzbildern aufeinanderfolgender Intensitätsbilder
gewonnen wird, wobei der Gewichtungsfaktor angibt, wie stark die Akkumulationsmatrix
an die Differenzbilder akkumuliert wird.
[0008] Eine erste bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens ist dadurch
gekennzeichnet, dass die Videobilder mit einer bestimmten Frequenz erzeugt und daraus
Intensitätsbilder gewonnen werden.
[0009] Eine zweite bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens dadurch
gekennzeichnet, dass mit Hilfe der Akkumulationsmatrix die Koordinaten der hellsten
Pixel gesucht werden.
[0010] Eine dritte bevorzugte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass ein das hellste
oder die hellsten Pixel enthaltender und gegenüber dem ursprünglichen Bildbereich
reduzierter, interessierender Bildbereich definiert und auf das Vorhandensein einer
Flamme analysiert wird.
[0011] Weitere bevorzugte Ausführungsformen des erfindungsgemässen Verfahrens ergeben sich
aus den abhängigen Ansprüchen 7 bis 9.
[0012] Bevorzugte Ausführungsformen der erfindungsgemässen Einrichtung sind in den abhängigen
Ansprüchen 11 bis 15 beansprucht.
[0013] Mit der immer stärkeren Verbreitung von CCTV-Systemen und -Anlagen kann man davon
ausgehen, dass in vielen Fällen in einem Überwachungsraum eine Videokamera vorhanden
sein wird, so für die Flammendetektion nicht ein eigener Sensor installiert werden
muss, was zweifellos eine Kostenreduktion bedeutet. Eine weitere Kostenreduktion ergibt
sich durch die Beschränkung der Auswertung auf die eventuell eine Flamme enthaltenden
Bildausschnitte, was eine deutliche Reduktion der Rechnerleistung ermöglicht. Man
kann auch davon ausgehen, dass die Auswertung dieser Bildausschnitte gegenüber Störungen
ausreichend robust ist.
[0014] Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines eine erfindungsgemässe Einrichtung zur
Detektion von Flammen zeigenden Blockschemas beispielsweise näher erläutert. Mit dem
Bezugszeichen 1 ist eine Videokamera bezeichnet, welche über einen Ausgang Videosequenzen
an eine Auswertestufe 2 liefert, wobei die Auswertestufe 2 in die Kamera 1 integriert
oder mit dieser verbunden sein kann. Die Auswertestufe 2 kann am Aufstellungsort der
Kamera 1 oder in unmittelbarer Nähe zu diesem oder sie kann auch räumlich entfernt
von der Kamera 1 vorgesehen sein, wobei im letzteren Fall zwischen Kamera 1 und Auswertestufe
2 eine Kommunikationsverbindung besteht.
[0015] Die Auswertestufe 2 enthält einen Prozessor (nicht dargestellt), welcher einen Algorithmus
für die Lokalisierung von in den Bildern der Kamera 1 gefundenen Flammen und die nachfolgende
Analyse der entsprechenden Bildausschnitte aufweist. Darstellungsgemäss erfolgt in
einem mit Bildgewinnung bezeichneten ersten Prozess des Algorithmus die Gewinnung
von Intensitäts- und/oder Chrominanzbildern X
ij(t) (nachfolgend als Intensitätsbilder bezeichnet) aus den von der Kamera 1 gelieferten
Videosequenzen; i und j sind die Koordinaten der einzelnen Pixel. Die Frequenz dieser
Bilder beträgt mindestens 15 Bilder pro Sekunde, die Bildgrösse beispielsweise 352
mal 288 Pixel. Intensitätsbilder werden deswegen gewonnen, weil man davon ausgehen
kann, dass eine Flamme einen Ort hoher Lichtintensität darstellt und ausserdem eine
charakteristische Farbtönung aufweist.
[0016] In einem mit Vorverarbeitung 4 bezeichneten nächsten Prozess wird nach Flammen in
den Intensitätsbildern X
ij(t) gesucht und es erfolgt eine Lokalisierung der gefundenen Flammen in entsprechenden
Bildausschnitten. Diese Lokalisierung erfolgt mit Hilfe einer so genannten Akkumulationsmatrix,
die auf folgende Weise gebildet wird:
In einem ersten Schritt erfolgt die Bestimmung des Maximalwerts max [Xij(t)] und des Mittelwerts mean [Xij(t)] der Intensität und daraus wird eine Helligkeitschwelle q(t) bestimmt, wobei gilt:

und

in allen anderen Fällen. λ1 und λ2 sind Konstante, die zwischen 0 und 1 liegen, wobei beispielsweise λ1 gleich 0.68 und λ2 gleich 0.05 ist.
Mit Hilfe dieser beiden Bedingungen wird ein die Flammeneigenschaften berücksichtigender
Gewichtungsfaktor wij(t) bestimmt:

und

in allen anderen Fällen.
[0017] Das bedeutet, dass alle Pixel mit einer Intensität unterhalb des Werts max
[Xij(t)] - q(t), also dunkle Objekte, heraus gefiltert und nicht weiter berücksichtigt werden. Wie
sich gleich zeigen wird, sind es dunkle, bewegte Objekte, die heraus gefiltert werden.
[0018] Da man davon ausgehen kann, dass eine Flamme als Bewegung von hoher Lichtintensität
erkennbar ist, bildet man durch Vergleich aufeinander folgender Bilder ein Differenzbild,
um eine solche Bewegung herauszufinden; da dunkle Objekte aufgrund der Definition
des Gewichtungsfaktors w
ij(t) heraus fallen, werden also bei der Bildung des Differenzbildes bewegte, dunkle
Objekte, die keine Flammen sein können, heraus gefiltert. Man sucht also nach Gebieten
hoher Lichtintensität und lokaler Flackerbewegung und das bedeutet, dass beispielsweise
eine stationäre Lichtquelle, die nicht flackert, nicht als Flamme interpretiert würde
und ebenso auch nicht eine quer durch den Überwachungsraum bewegte Lampe.
[0019] Für das Differenzbild
Qij(t) gilt:

[0020] Dann wird aus dem Differenzbild
Qij(t) die Akkumulationsmatrix
Aij(t) bestimmt:

[0021] α ist eine Konstante zwischen 0 und 1, die angibt, wie stark das Differenzbild
Qij(t) in die Akkumulationsmatrix
Aij(t) einfliesst. Für α = 0 wird die Akkumulationsmatrix gleich dem Differenzbild und für
α = 1 hat das Differenzbild keinen Einfluss mehr, weil
Aij(t) gleich
Aij(t-1) ist. Die Akkumulationsmatrix wird in erster Linie deswegen gebildet, um ein geglättetes
Bild ohne Rauschen und kurzfristige Änderungen zu erhalten.
[0022] Als letzter Schritt der Vorverarbeitung 4 wird mit Hilfe der Akkumulationsmatrix
das Pixel oder die Pixel
[im,jm](t) mit dem höchsten Wert gesucht und es wird ein dieses oder diese Pixel enthaltender,
so genannter interessierender Bildbereich ROI definiert, in dem sich eine Flamme befinden
könnte:

[0023] Diese Bestimmung liefert also die Koordinaten der Pixel mit lokaler Flackerbewegung
und maximaler Helligkeit. Es wird sich in der Regel um eine einziges Pixel handeln,
wobei aber selbstverständlich auch mehrere hellste Pixel bestimmt werden können, wozu
man sich einer Mehrkanal-Selektion bedienen kann und vorzugsweise Mindestabstände
zwischen den einzelnen Pixeln festlegt.
[0024] In dem mit Analyse 5 bezeichneten nächsten Prozess erfolgt zunächst eine deutliche
Datenreduktion, indem die Analyse nicht im gesamten ursprünglichen Bild von 352 mal
288 Pixel erfolgt, sondern im interessierenden Bildbereich ROI einer reduzierten Grösse
von beispielsweise 32 mal 32 Pixel. Das ergibt eine Reduktion auf ein Hunderstel.
Diese Reduktion kann selbstverständlich auch geringer sein, beispielsweise auf ein
Fünfzigstel, oder auch wesentlich stärker.
[0025] Dann werden für jeden interessierenden Bildbereich die folgenden Bildinformationen
bestimmt:
[0026] Damit das Ergebnis stabil bleibt, erfolgt anschliessend in einem mit Extraktion 6
bezeichneten Prozess eine Zeitintegration der bei der Analyse 5 bestimmten Bildinformationen.
Wenn die Integration beispielsweise über 1 Sekunde durchgeführt wird, erstreckt sie
sich im PAL-Format über 25 Bilder. Man integriert also die mittlere Helligkeit, die
Chrominanz, die aktiven Pixel und den Sättigungsgrad über die Zeit t von t
0 bis t
n und erhält die folgenden Eigenschaften:
- Mittelwert Helligkeit: FL = L
- Mittelwert Frequenz: FF = F
- Mittelwert Amplitude: FM = M
- Mittelwert Feuer-Chroma-Pixel: FC = C
- Mittelwert aktive Pixel: FR = R
- Mittelwert Sättigung: FS = S
[0027] Den Mittelwert der Frequenz erhält man beispielsweise durch Zählen der Pixel der
mittleren Helligkeit
L(t). Die Frequenz, die durch das charakteristische Flackern einer Flamme verursacht wird,
ist eine für die Detektion einer Flamme wichtige Grösse, weil sie in einem definierten
engen Bereich von in der Regel zwischen 1 Hz und 10 Hz liegt.
[0028] Im anschliessenden mit Mustererkennung 7 bezeichneten Prozess wird aus den bei der
Extraktion 6 gewonnenen Eigenschaften die Wahrscheinlichkeit berechnet, dass eine
Flamme vorliegt. Dabei wird beispielsweise für jede der obigen Eigenschaften untersucht,
ob der Mittelwert oberhalb oder unterhalb eines Schwellwertes liegt und die Wahrscheinlichkeit
entsprechend gleich eins bzw. gleich null gesetzt. Dann wird aus den Wahrscheinlichkeiten
aller n Eigenschaften eine Gesamtwahrscheinlichkeit gebildet.

und so weiter für die anderen Eigenschaften.
[0029] Gesamtwahrscheinlichkeit Π(t):

für
wi gilt 0 ≤
wi ≤ 1, wobei die Werte
wi empirisch bestimmt werden.
NF ist die Summe der
wi über alle
i.
[0030] In dem mit Entscheidung 8 bezeichneten Prozess erfolgt anschliessend die Entscheidung,
ob Alarm ausgelöst wird. Dieser Prozess enthält eine Integration, bei der die Gesamtwahrscheinlichkeit
Π(t) über aufeinanderfolgende Bilder aufintegriert wird. Die Integration beginnt bei null
und zählt für jedes
Π(t) > κ (κ ist eine Schwelle) ein Inkrement dazu und zieht für jedes
Π(t) < κ ein Inkrement ab. Wenn
I(t) den Wert des Integrals bezeichnet, gilt:
- wenn Π(t) > κ
- dann I(t) = I(t-1) + σ+ (gesättigt zu S+, wenn I(t) > S+ in allen anderen Fällen gilt I(t) = I(t-1) - σ- (gesättigt zu S- (üblicherweise 0), wenn I(t) < S.
σ+ und
σ- sind in der Regel gleich +1.
[0031] Mit Hilfe des Integrals
I(t) erfolgt nun die Entscheidung, ob ein Alarm ausgelöst wird:
Wenn I(t) > β (β ist eine Schwelle), wird Alarm ausgelöst, in allen anderen Fällen nicht.
[0032] Die beschriebene Einrichtung hat den Vorteil, dass in vielen Anwendungsfällen auf
bereits installierte Videokameras zurückgegriffen werden kann und eine Installation
spezieller Flammensensoren nicht erforderlich ist, was zweifellos eine Kostenreduktion
bedeutet. Eine weitere Kostenreduktion ergibt sich durch die Beschränkung der Auswertung
auf die eventuell eine Flamme enthaltenden Bildausschnitte, was eine deutliche Reduktion
der Rechnerleistung ermöglicht. Man kann auch davon ausgehen, dass die Auswertung
dieser Bildausschnitte gegenüber Störungen ausreichend robust ist.
1. Verfahren zur Detektion von Flammen in einem nachfolgend als Überwachungsraum bezeichneten
überwachten Gebiet durch Analyse mindestens eines Parameters einer im Überwachungsraum
auftretenden Strahlung, wobei ein Videobild des Überwachungsraums erzeugt und in diesem
Videobild nach Gebieten von hoher Lichtintensität und lokaler Flackerbewegung gesucht
wird, wobei in einem ersten Schritt eine Lokalisierung dieser Gebiete und anschließend
eine Analyse der betreffenden Bildausschnitte auf das Vorhandensein einer Flamme erfolgt,
dadurch gekennzeichnet, dass nach Gebieten von hoher Lichtintensität und lokaler Flackerbewegung mit Hilfe einer
Akkumulationsmatrix [Aij(t)] gesucht wird, welche aus den mit einem Gewichtungsfaktor gewichteten Differenzbildern
aufeinander folgender Intensitätsbilder [Xij(t)] gewonnen wird, wobei der Gewichtungsfaktor angibt, wie stark die Differenzbilder
in die Akkumulationsmatrix [Aij(t)] einfließen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Videobilder mit einer bestimmten Frequenz erzeugt und daraus Intensitätsbilder
[Xij(t)] gewonnen werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Bildung der Differenzbilder und damit der Akkumulationsmatrix [Aij(t)] alle Pixel mit einer unterhalb einer vorgebbaren Schwelle liegenden Helligkeit und
somit alle bewegten, dunklen Objekte heraus gefiltert werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass mit Hilfe der Akkumulationsmatrix [Aij(t)] die Koordinaten der hellsten Pixel gesucht werden.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein das hellste oder die hellsten Pixel enthaltender und gegenüber dem ursprünglichen
Bild reduzierter, interessierender Bildbereich [ROI] definiert und auf das Vorhandensein
einer Flamme analysiert wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Grösse des interessierenden Bildbereichs (ROI) höchstens ein Fünfzigstel der
Grösse des ursprünglichen Bildes beträgt.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass im interessierenden Bildbereich [ROI] die Bildinformationen Helligkeit [L(t)] Chrominanz [C(t)], Anzahl der aktiven Pixel [R(t)] oberhalb einer bestimmten Intensitätsschwelle, und die Sättigung [S(t)] bestimmt werden.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die genannten Bildinformationen über eine bestimmte Zeit und damit über mehrere Bilder
integriert werden und ihr Mittelwert bestimmt wird, dass bei der Integration als zusätzliche
Parameter der Mittelwert der Frequenz [F] und der Mittelwert der Amplitude [M] bestimmt
werden, und dass für jeden dieser Mittelwerte die Wahrscheinlichkeit für das Vorhandensein
einer Flamme berechnet wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass aus den Wahrscheinlichkeiten der Mittelwerte eine Gesamtwahrscheinlichkeit für das
Vorhandensein einer Flamme im reduzierten Bildbereich [ROI] berechnet wird, dass diese
Gesamtwahrscheinlichkeit über mehrere Bilder integriert wird, und dass bei Überschreiten
einer Schwelle durch den integrierten Wert Alarm ausgelöst wird.
10. Einrichtung zur Detektion von Flammen in einem nachfolgend als Überwachungsraum bezeichneten
überwachten Gebiet durch Analyse mindestens eines Parameters einer im Überwachungsraum
auftretenden Strahlung, gekennzeichnet durch eine Videokamera [1] mit einer Auswertestufe [2] für die von der Kamera [1] gelieferten
Bilder, wobei die Auswertestufe [2] einen Prozessor mit einem Algorithmus für die
Lokalisierung von Bereichen von hoher Lichtintensität und lokaler Flackerbewegung
in den Bildern der Kamera [1] und die nachfolgende Analyse der entsprechenden Bildausschnitte
auf das Vorhandensein einer Flamme aufweist und wobei der Algorithmus einen im Folgenden
als Vorverarbeitung [4] bezeichneten Prozess enthält, bei dem für die Suche nach Gebieten
von hoher Lichtintensität und lokaler Flackerbewegung eine Akkumulationsmatrix [Aij(t)] bestimmt wird, welche aus den mit einem Gewichtungsfaktor gewichteten Differenzbildern
aufeinanderfolgender Intensitätsbilder [Xij(t)] gewonnen wird, wobei der Gewichtungsfaktor angibt, wie stark die Differenzbilder
in die Akkumulationsmatrix [Aij(t)] einfließen.
11. Einrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Algorithmus einen im Folgenden als Bildgewinnung [3] bezeichneten Prozess enthält,
bei welchem aus den mit einer bestimmten Frequenz erzeugten Videobildern Intensitätsbilder
[Xij(t)] gewonnen werden.
12. Einrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Vorverarbeitung [4] mit Hilfe der Akkumulationsmatrix [Aij(t)] eine Bestimmung der Koordinaten der hellsten Pixel und die Festlegung eines das
hellste oder die hellsten Pixel enthaltenden, gegenüber dem ursprünglichen Bild reduzierten,
interessierenden Bildbereichs (ROI) erfolgt.
13. Einrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Algorithmus einen im Folgenden als Analyse [5] bezeichneten Prozess für die Analyse
des interessierenden Bildbereichs [ROI] enthält, bei welcher eine Bestimmung der Bildinformationen
Helligkeit [L(t)], Chrominanz [C(t)], Anzahl der aktiven Pixel [R(t)] oberhalb einer bestimmten Intensitätsschwelle, und der Sättigung [S(t)] erfolgt.
14. Einrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Algorithmus einen im Folgenden als Extraktion [6] bezeichneten Prozess enthält,
bei welchem eine Integration der genannten Bildinformationen über eine bestimmte Zeit
und damit über mehrere Bilder und eine Bestimmung der Mittelwerte der Bildinformationen
erfolgt, dass bei der Integration als zusätzliche Parameter der Mittelwert der Frequenz
[F] und der Mittelwert der Amplitude [M] bestimmt werden, und dass für jeden dieser
Mittelwerte eine Berechnung der Wahrscheinlichkeit für das Vorhandensein einer Flamme
erfolgt.
15. Einrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Algorithmus einen Prozess Mustererkennung [7] und einen Prozess Entscheidung
[8] enthält, bei denen aus den Wahrscheinlichkeiten der Mittelwerte die Berechnung
einer Gesamtwahrscheinlichkeit für das Vorhandensein einer Flamme im reduzierten Bildbereich
[ROI] und eine Integration dieser Gesamtwahrscheinlichkeit über mehrere Bilder und
bei Überschreiten einer Schwelle durch den integrierten Wert eine Alarmauslösung erfolgt.
1. Method for detecting flames in a monitored zone, referred to hereinafter as monitoring
space, by analysis of at least one parameter of a radiation that occurs in the monitoring
space, in which case a video image of the monitoring space is generated and zones
having high light intensity and local flicker motion are sought in said video image,
in which case, in a first step, said zones are localized and the relevant image excerpts
are subsequently analyzed with regard to the presence of a flame, characterized in that the search for zones having high light intensity and local flicker motion is effected
with the aid of an accumulation matrix [Aij(t)], which is obtained from the difference images of successive intensity images [Xij(t)], said difference images being weighted with a weighting factor, the weighting factor
specifying the extent to which the difference images influence the accumulation matrix
[Aij(t)].
2. Method according to claim 1, characterized in that the video images are generated with a specific frequency and intensity images [Xij(t)] are obtained therefrom.
3. Method according to claim 1, characterized in that all pixels having a brightness that lies below a predetermined threshold and thus
all moving, dark objects are filtered out during the formation of the difference images
and thus of the accumulation matrix [Aij(t)].
4. Method according to claim 3, characterized in that the coordinates of the brightest pixels are sought with the aid of the accumulation
matrix [Aij(t)].
5. Method according to claim 4, characterized in that an image region of interest [ROI] which contains the brightest pixel or pixels and
is reduced with respect to the original image is defined and analyzed with regard
to the presence of a flame.
6. Method according to claim 5, characterized in that the size of the image region of interest (ROI) amounts at most to one fiftieth of
the size of the original image.
7. Method according to claim 6, characterized in that the image information items of brightness [L(t)], chrominance [C(t)], number of active pixels [R(t)] above a specific intensity threshold, and the saturation [S(t)], are determined in the image region of interest [ROI].
8. Method according to claim 7, characterized in that said image information items are integrated over a specific time and thus over a
plurality of images and their mean value is determined in that the mean value of the frequency [F] and the mean value of the amplitude [M] are determined
as additional parameters during the integration, and in that the probability for the presence of a flame is calculated for each of said mean values.
9. Method according to claim 8, characterized in that the probabilities of the mean values are used to calculate an overall probability
for the presence of a flame in the reduced image region [ROI], in that said overall probability is integrated over a plurality of images, and in that an alarm is triggered when a threshold is exceeded by the integrated value.
10. Device for detecting flames in a monitored zone, referred to hereinafter as monitoring
space, by analysis of at least one parameter of a radiation that occurs in the monitoring
space, characterized by a video camera [1] with an evaluation stage [2] for the images supplied by the camera
[1], the evaluation stage [2] having a processor with an algorithm for the localization
of regions having high light intensity and local flicker motion in the images of the
camera [1] and the subsequent analysis of the corresponding image excerpts with regard
to the presence of a flame, and the algorithm containing a process, referred to below
as preprocessing [4], during which an accumulation matrix [Aij(t)] is determined for the search for zones having high light intensity and local flicker
motion, said accumulation matrix being obtained from the difference images of successive
intensity images [Xij(t)], said difference images being weighted with a weighting factor, the weighting factor
specifying the extent to which the difference images influence the accumulation matrix
[Aij(t)].
11. Device according to claim 10, characterized in that the algorithm contains a process, referred to below as image obtaining [3], during
which intensity images [Xij(t)] are obtained from the video images generated with a specific frequency.
12. Device according to claim 10, characterized in that during the preprocessing [4], with the aid of the accumulation matrix [Aij(t)], the coordinates of the brightest pixels are determined and an image region of interest
(ROI) which contains the brightest pixel or pixels and is reduced with respect to
the original image is defined.
13. Device according to claim 12, characterized in that, the algorithm contains a process, referred to below as analysis [5], for the analysis
of the image region of interest [ROI] during which analysis the image information
items of brightness [L(t)], chrominance [C(t)], number of active pixels [R(t)] above a specific intensity threshold, and the saturation [S(t)] are determined.
14. Device according to claim 13, characterized in that the algorithm contains a process, referred to below as extraction [6], during which
said image information items are integrated over a specific time and thus over a plurality
of images and the mean values of the image information items are determined, in that the mean value of the frequency [F] and the mean value of the amplitude [M] are determined
as additional parameters during the integration, and in that the probability for the presence of a flame is calculated for each of said mean values.
15. Device according to claim 14, characterized in that the algorithm contains a process of pattern recognition [7] and a process of decision
[8], during which the probabilities of the mean values are used to calculate an overall
probability for the presence of a flame in the reduced image region [ROI] and said
overall probability is integrated over a plurality of images and an alarm is triggered
in the event of a threshold being exceeded by the integrated value.
1. Procédé pour la détection de flammes dans une zone surveillée désignée ci-dessous
par espace de surveillance par l'analyse d'au moins un paramètre d'un rayonnement
apparaissant dans l'espace de surveillance, une image vidéo de l'espace de surveillance
étant générée et dans cette image vidéo des zones présentant une intensité lumineuse
élevée et un mouvement de vacillement local étant cherchés, une localisation de ces
zones s'effectuant dans une première étape et ensuite une analyse des extraits d'image
concernés quant à la présence d'une flamme s'effectuant ensuite, caractérisé en ce qu'on recherche des zones présentant une intensité lumineuse élevée et un mouvement de
vacillement local à l'aide d'une matrice d'accumulation [Aij(t)] qui est obtenue à partir des images de différence, pondérées avec un facteur
de pondération, d'images d'intensité [Xij(t)] consécutives, le facteur de pondération indiquant à quel point les images de
différence sont intégrées dans la matrice d'accumulation [Aij(t)].
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les images vidéos sont générées avec une fréquence définie et des images d'intensité
[Xij(t)] sont obtenues à partir de là.
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que, lors de la formation des images de différence et donc de la matrice d'accumulation
[Aij(t)], tous les pixels présentant une luminosité située au-dessous d'un seuil prédéfinissable
et donc tous les objets sombres et déplacés sont éliminés par filtrage.
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que les coordonnées des pixels les plus clairs sont recherchées à l'aide de la matrice
d'accumulation [Aij(t)].
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce qu'une zone d'image [ROI] intéressante, contenant le pixel le plus clair ou les pixels
les plus clairs et réduite par rapport à l'image d'origine, est définie et analysée
quant à la présence d'une flamme.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que la grandeur de la zone d'image [ROI] intéressante représente au maximum 1/50ème de
la grandeur de l'image d'origine.
7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que, dans la zone d'image [ROI] intéressante, les informations d'image luminosité [L(t)],
chrominance [C(t)], nombre des pixels actifs [R(t)] au-dessus d'un seuil d'intensité
défini, et la saturation [S(t)] sont déterminées.
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que lesdites informations d'image sont intégrées pendant un temps défini et donc sur
plusieurs images et leur valeur moyenne est déterminée, en ce que, lors de l'intégration, la valeur moyenne de la fréquence [F] et la valeur moyenne
de l'amplitude [M] sont déterminées en tant que paramètres supplémentaires et en ce que la probabilité de la présence d'une flamme est calculée pour chacune de ces valeurs
moyennes.
9. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce que, à partir des probabilités des valeurs moyennes, on calcule une probabilité globale
pour la présence d'une flamme dans la zone d'image [ROI] réduite, en ce que cette probabilité globale est intégrée sur plusieurs images et en ce qu'une alarme est déclenchée en cas de dépassement d'un seuil par la valeur intégrée.
10. Dispositif pour la détection de flammes dans une zone surveillée et désignée ci-dessous
par espace de surveillance par l'analyse d'au moins un paramètre d'un rayonnement
apparaissant dans l'espace de surveillance, caractérisé par une caméra vidéo [1] avec un niveau d'analyse [2] pour les images livrées par la
caméra [1], le niveau d'analyse [2] présentant un processeur avec un algorithme pour
la localisation de zones présentant une intensité lumineuse élevée et un mouvement
de vacillement local dans les images de la caméra [1] et l'analyse consécutive des
extraits d'image correspondants quant à la présence d'une flamme et l'algorithme contenant
un processus désigné ci-dessous par pré-traitement [4], dans lequel on détermine pour
la recherche de zones présentant une intensité lumineuse élevée et un mouvement de
vacillement local une matrice d'accumulation [Aij(t)] qui est obtenue à partir des images de différence, pondérées avec un facteur de pondération,
d'images d'intensité [Xij(t)] successives, le facteur de pondération indiquant à quel point les images de différence
sont intégrées dans la matrice d'accumulation [Aij(t)].
11. Dispositif selon la revendication 11, caractérisé en ce que l'algorithme contient un processus désigné ci-dessous par obtention d'image [3],
dans lequel des images d'intensité [Xij(t)] sont obtenues à partir des images vidéo générées avec une fréquence définie.
12. Dispositif selon la revendication 10, caractérisé en ce que, lors du pré-traitement [4], on effectue à l'aide de la matrice d'accumulation [Aij(t)] ne détermination des coordonnées des pixels les plus clairs et la fixation d'une
zone d'image (ROI) intéressante, contenant le pixel le plus clair ou les pixels les
plus clairs, réduite par rapport à l'image d'origine.
13. Dispositif selon la revendication 12, caractérisé en ce que l'algorithme contient un processus désigné ci-dessous par analyse [5] pour l'analyse
de la zone d'image [ROI] intéressante, avec lequel on effectue une détermination des
informations d'image luminosité [L(t)], chrominance [C(t)], nombre des pixels actifs [R(t)] au-dessus d'un seuil d'intensité défini, et de la saturation [S(t)].
14. Dispositif selon la revendication 13, caractérisé en ce que l'algorithme contient un processus désigné ci-dessous par extraction [6], lors duquel
on effectue une intégration desdites information d'image sur un temps défini et donc
sur plusieurs images et une détermination des valeurs moyennes des informations d'image,
en ce que, lors de l'intégration, la valeur moyenne de la fréquence [F] et la valeur moyenne
de l'amplitude [M] sont déterminées en tant que paramètres supplémentaires, et en ce qu'un calcul de la probabilité pour la présence d'une flamme est effectué pour chacune
de ces valeurs moyennes.
15. Dispositif selon la revendication 14, caractérisé en ce que l'algorithme contient un processus de reconnaissance de formes [7] et un processus
de décision [8], avec lesquels, à partir des probabilités des valeurs moyennes, on
effectue le calcul d'une probabilité globale pour la présence d'une flamme dans la
zone d'image [ROI] réduite et une intégration de cette probabilité globale sur plusieurs
images et on procède à un déclenchement d'alarme en cas de dépassement d'un seuil
par la valeur intégrée.
