[0001] Die Erfindung betrifft ein Bedienungsgerät für die Handbetätigung von Hebezeugen,
mit mindestens einem in einem Schaltergehäuse angeordneten federbelasteten Schaltelement
je Bewegungsrichtung des Hebezeugs, wobei jedes Schaltelement eine Druckbetätigungsmechanik,
einen ersten elektrischen Mikrotaster und mindestens ein weiteres Steuer- bzw. Schaltelement,
insbesondere einen weiteren elektrischen Mikrotaster, umfasst, sowie die Druckbetätigungsmechanik
dem Mikrotaster und dem weiteren Steuer- bzw. Schaltelement vorgeschaltet ist und
diese hierüber sukzessiv betätigbar sind.
[0002] Steuersignale für Hebezeuge werden in der Praxis oft mit speziell entwickelten Tastern
erzeugt, deren Herstellung mit einem hohen Teile-, Material- und Montageaufwand verbunden
ist. Da das Kraft/Weg-Verhalten der Taster so beschaffen sein muss, dass das Bedienungspersonal
die beabsichtigte Position des Daumens für die Tasterbetätigung auch mit Arbeitshandschuhen
einfach finden und mühelos beibehalten kann, sind einerseits Schaltwege von mindestens
ca. 5mm notwendig und andererseits deutlich unterscheidbare Raststellungen für den
Schnell- und Langsambetrieb erforderlich.
[0003] Aus der DE 44 12 557 C2 ist ein solches Sonderbauteil zur Umwandlung des Betätigungsweges
in ein elektrisches Signal bekannt. Zwar haben sich diese bekannten Schalter in der
Praxis durchaus bewährt, jedoch ist deren Herstellung und Montage mit hohen Kosten
verbunden.
[0004] Aufgrund der genannten Forderungen nach deutlichen und großen Schaltwegen war es
bislang nicht möglich, die an sich bekannten kostengünstigen Standardtaster zu verwenden,
da diese nur sehr kleine Schaltwege und geringe Schaltkräfte aufweisen.
[0005] Des Weiteren ist aus der deutschen Offenlegungsschrift DE 102 32 399 A1 ein Zweistufenschalter
bekannt, der im Wesentlichen aus einer Druckbetätigungsmechanik besteht, die sukzessiv
auf zwei Mikrotaster wirkt. Die Druckbetätigungsmechanik hat die Aufgabe, die üblicher
Weise von einer Bedienperson mit seinem Daumen aufgebrachte Schaltkraft in eine Axialbewegung
umzusetzen, über die dann die Betätigung der Mikrotaster erfolgt. Hierfür ist die
Druckbetätigungsmechanik als axial bewegbarer Außenstößel ausgebildet, der über eine
Feder entgegen der Schaltkraft vorgespannt ist. In dem Außenstößel sind parallel und
nebeneinander zwei Innenstößel zur Betätigung der Mikrotaster angeordnet. Diese Innenstößel
sind in dem Außenstößel axial verschiebbar und parallel zur Bewegungsrichtung des
Außenstößels gelagert sowie gegenüber dem Außenstößel federnd vorgespannt. Die Länge
der Innenstößel ist so gewählt, dass bei Betätigung des Außenstößels in einem ersten
Schaltschritt der erste der beiden Mikrotaster betätigt wird. Bei weiterer Betätigung
des Außenstößels wird der erste Mikrotaster durch den ersten Innenstößel gedrückt
gehalten, der erste Innenstößel wandert weiter in den Außenstößel hinein und der zweite
Innenstößel betätigt anschließend den weiteren Mikrotaster. Mit diesen Zweistufenschaltern
können somit beispielsweise polumschaltbare Antriebsmotoren mit ihrer langsamen oder
schnellen Geschwindigkeit in Betrieb gesetzt werden. Zusätzlich sind Rastelemente
an dem Außenstößel vorgesehen, um bei Betätigung des Außenstößels definierte Druckpunkte
zu liefern, die mit der Betätigung der Mikrotaster übereinstimmen. Außerdem ist die
Druckbetätigungsmechanik mit einer flexiblen Schutzkappe nach außen vor Witterungseinflüssen
geschützt. Als bevorzugtes Einsatzgebiet für einen derartigen Zweistufenschalter werden
per Funk oder per Kabel betriebene Handsteuergeräte für Krane, Baumaschinen oder ähnliche
industrielle Maschinen angegeben.
[0006] Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Bedienungsgerät für
die Handbetätigung von Hebezeugen zu schaffen, das bei einfachem und kostengünstigem
Aufbau die sicherheitsrelevanten Anforderungen nach einem deutlichen Schaltweg und
ausreichend hohen Schaltkräften gewährleistet.
[0007] Die Lösung dieser Aufgabenstellung ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, die
Druckbetätigungsmechanik aus einem gegenüber dem elektrischen Mikrotaster und dem
weiteren Steuer- bzw. Schaltelement federbelasteten Außenstößel und einem in dem Außenstößel
federbelastet gelagerten Innenstößel besteht sowie der erste Mikrotaster von dem Innenstößel
betätigbar ist und das weitere Steuer- bzw. Schaltelement von dem Außenstößel betätigbar
ist. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Ansprüchen 2 bis 16 angegeben.
[0008] Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Schaltelemente mit einer Trennung von
elektrischem Schalten und mechanischem Betätigen ist es möglich, für das eigentliche
elektrische Schalten handelsübliche elektrische Schalter, wie beispielsweise auf eine
Platine auflötbare Mikrotaster, zu verwenden. Die an sich unerwünschten kurzen Schaltwege
und geringen Schaltkräfte dieser kostengünstigen Standardbauteile werden durch die
vorgeschaltete Druckbetätigungsmechanik kompensiert. Die Kinematik der Druckbetätigungsmechanik
lässt sich einfach und kostengünstig so ausgestalten, dass alle sicherheitsrelevanten
Schaltkriterien erfüllbar sind. Vorteilhafter Weise ist auch das mindestens eine weitere
Steuer- bzw. Schaltelement ein Mikrotaster. Auch dieses zusätzliche, für das Umschalten
auf Schnellbetrieb notwendige Schaltelement lässt sich somit kostengünstig mit einem
elektrischen Standardschalter verwirklichen.
[0009] Um beispielsweise neben dem Umschalten zwischen den Bewegungsrichtungen Heben und
Senken auch zwischen den Geschwindigkeiten langsam und schnell wechseln zu können,
wird mit der Erfindung vorgeschlagen, dass von der Druckbetätigungsmechanik sukzessiv
als erstes der erste Mikrotaster und anschließend das mindestens eine weitere Steuer-
bzw. Schaltelement betätigbar sind.
[0010] Konstruktiv besonders vorteilhaft und eine kompakte Bauweise begünstigend ist, dass
der Innenstößel konzentrisch in dem Außenstößel gelagert ist sowie der erste Mikrotaster
mit seinem Schaltstößel konzentrisch zu dem Innenstößel angeordnet ist. Dies wird
auch durch Merkmal unterstützt, dass der mindestens eine weitere Mikrotaster mit seinem
Schaltstößel exzentrisch zu dem Innenstößel und seitlich versetzt zu dem ersten Mikrotaster
angeordnet ist.
[0011] Eine konstruktiv besonders vorteilhafte Ausgestaltung des Bedienungsgerätes wird
dadurch erreicht, dass in einem Schaltergehäuse mit mindestens ein Paar Schaltelemente
für unterschiedliche Bewegungsrichtungen des Hebezeugs angeordnet sind, den Druckbetätigungsmechaniken
der Schaltelemente jeweils ein erster Mikrotaster und ein gemeinsames weiteres Steuer-
bzw. Schaltelement, insbesondere ein weiterer Mikrotaster, zugeordnet sind. Hierbei
ist bevorzugt das gemeinsame weitere Steuer- bzw. Schaltelement zwischen den beiden
ersten Mikrotastern angeordnet ist. Durch diese Kombination ist es möglich, die Anzahl
der zu montierenden Einzelbauteile weiter zu verringern und somit die gesamten Herstellungs-
und Montagekosten weiter zu senken.
[0012] Gemäß einer praktischen Ausführungsform der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die
Druckbetätigungsmechanik eine Anlagefläche zum Betätigen des ersten Mikrotasters aufweist
und das mindestens ein Federelement zwischen der Druckbetätigungsmechanik und dem
ersten Mikrotaster angeordnet ist, wodurch die Druckbetätigungsmechanik in die vom
ersten Mikrotaster, insbesondere dessen Schaltstößel, fortweisende Richtung vorgespannt
ist. Über die Dimensionierung und die Federkraft dieses Federelements lassen sich
auf einfache und kostengünstige Art und Weise sowohl der Schaltweg als auch die Schaltkraft
einstellen.
[0013] Weiterhin wird mit der Erfindung vorgeschlagen, dass am Außenstößel eine Anlagefläche
zum Betätigen des mindestens einen weiteren Steuer- bzw. Schaltelementes ausgebildet
ist.
[0014] Gemäß einer alternativen Ausführungsform wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, dass
das mindestens eine weitere Steuer- bzw. Schaltelement ein mit einem Magneten zusammenwirkender
Hall-Sensor zur stufenlosen Steuerung der Bewegung des Hebezeuges in der zweiten Schaltstufe
ist.
[0015] Schließlich wird mit der Erfindung vorgeschlagen, dass die Druckbetätigungsmechaniken
gegenüber dem Schaltergehäuse mit einer flexiblen Schutzkappe abdichtbar sind, um
das Eindringen von Schmutz und/oder Feuchtigkeit in das Schaltergehäuse zu verhindern.
[0016] Dadurch, dass die Druckbetätigungsmechaniken gegenüber dem Schaltergehäuse in den
einzelnen Schaltstellungen verrastbar sind, wird vorteilhafter Weise erreicht, dass
dem Bediener beim Schalten der Schaltkontakte über die Betätigungskraft eine taktile
Rückmeldung vermittelt wird. Mit Annäherung an den Schaltpunkt steigt die Bedienungskraft
zunächst an und fällt nach Erreichen des Schaltpunktes ab.
[0017] In vorteilhafter Ausgestaltung ist der Außenstößel mit einer umlaufenden und federnden
Rastnase versehen, die in den einzelnen Schaltstellungen des Bedienungsgerätes mit
Rastnuten im Eingriff steht. Hierbei sind die Rastnuten in der Innenwand einer Buchse
als umlaufende Ringnut angeordnet und die Buchse zur Führung des Außenstößels ist
im Schaltergehäuse befestigt.
[0018] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich anhand der zugehörigen Zeichnung,
in der ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Bedienungsgerätes für die Handbetätigung
von Hebezeugen nur beispielhaft schematisch in einem ausschnittsweisen Längsschnitt
dargestellt ist.
[0019] Es zeigen:
- Figur 1
- ein erstes Ausführungsbeispiel eines Bedienungsgerätes für die Handbetätigung von
Hebezeugen und
- Figur 2
- ein zweites Ausführungsbeispiel eines Bedienungsgerätes für die Handbetätigung von
Hebezeugen.
[0020] Das in der Figur 1 ausschnittsweise dargestellte Ausführungsbeispiel eines Bedienungsgerätes
für die Handbetätigung von Hebezeugen besteht im Wesentlichen aus einem Schaltergehäuse
1 und zwei in dem Schaltergehäuse 1 angeordneten Schaltelementen 2. Diese beiden Schaltelemente
2 dienen dazu, die beiden möglichen unterschiedlichen Bewegungsrichtungen des Hebezeugs,
nämlich Heben und Senken, zu aktivieren.
[0021] Aus Sicherheitsgründen müssen die Schaltelemente 2 eines Bedienungsgerätes für die
Handbetätigung von Hebezeugen so ausgebildet sein, dass ein betätigtes Schaltelement
2 sofort wieder in die ausgeschaltete Grundstellung überführt wird, sobald kein Druck
mehr auf das Schaltelement 2 ausgeübt wird. Zu diesem Zweck ist jedes Schaltelement
2 über ein Federelement 3 in Richtung der ausgeschalteten Grundstellung vorgespannt.
[0022] Wie aus der Abbildung weiterhin ersichtlich, besteht jedes der beiden Schaltelemente
2 aus einem elektrischen ersten Mikrotaster 4 sowie einer vorgeschalteten Druckbetätigungsmechanik
5, über die der erste Mikrotaster 4 betätigbar ist. Der handelsübliche erste Mikrotaster
4 ist direkt auf eine Platine auflötbar. Durch die Verwendung dieser an sich bekannten
Standardbauteile kann die aus der Praxis bekannte Verwendung teurer und aufwendig
zu fertigender Sonderbauteile vermieden werden. Im Zusammenhang mit der vorliegenden
Erfindung wird unter einem Mikrotaster ein miniaturisiertes Schaltelement zum Schalten
von Signalströmen mit gefederten elektrischen Kontakten verstanden, das durch Tastbestätigung
mit kurzem Hubweg geschaltet wird. Mikrotaster sind idealer Weise auf elektrischen
Leiterkarten automatisch bestückbar und beanspruchen geringen Einbauraum.
[0023] Durch diese räumliche Trennung des eigentlichen elektrischen Schaltens über den ersten
Mikrotaster 4 vom mechanischen Schalten über die Druckbetätigungsmechanik 5 wird es
möglich, Mikrotaster 4 zu verwenden, die nur kleine Schaltwege und geringe Schaltkräfte
benötigen. Die für eine betriebssichere Handhabung vorgeschriebenen großen Schaltwege
und gut spürbaren Schaltkräfte lassen sich bei dieser Ausgestaltungsform einfach und
kostengünstig über die Kinematik der dem Mikrotaster 4 vorgeschalteten Druckbetätigungsmechanik
5 erzeugen.
[0024] Das dargestellte Ausführungsbeispiel eines Bedienungsgerätes für die Handbetätigung
von Hebezeugen ist weiterhin so ausgestaltet, dass den beiden Schaltelementen 2 zum
Heben und Senken zusätzlich ein weiterer gemeinsamer Mikrotaster 6 zugeordnet ist,
über den ein Schnelllauf des Hebezeugs für die jeweilige Bewegungsrichtung aktivierbar
ist. Dieser gemeinsame Mikrotaster 6 wird von der jeweiligen Druckbetätigungsmechanik
5 für die gewünschte Bewegungsrichtung betätigt.
[0025] Es ist selbstverständlich auch möglich, jedem Schaltelement 2 einen eigenen weiteren
Mikrotaster 6 zuzuordnen.
[0026] In jedem Fall ist die Druckbetätigungsmechanik 5 so ausgebildet, dass der weitere
Mikrotaster 6 in zeitlicher Folge erst nach der Aktivierung eines der ersten Mikrotaster
4 aktivierbar ist, das heißt, das Hebezeug also erst in den langsamen Hebe- oder Senkbetrieb
schaltbar ist, bevor durch Aktivierung des weiteren Mikrotasters 6 der Schnelllauf
einschaltbar ist.
[0027] Zum Ausführen der sukzessiven Schaltfunktion, nämlich dem Betätigen des elektrischen
ersten Mikrotasters 4 des Schaltelementes 2 einerseits und zum nachfolgenden Betätigen
des weiteren Mikrotasters 6 andererseits, bestehen die Druckbetätigungsmechaniken
5 der Schaltelemente 2 jeweils aus einem über das Federelement 3 gegenüber dem zugehörigen
elektrischen Schaltmittel 4 des Schaltelementes 2 vorgespannten Außenstößel 7 sowie
einem in einer Bohrung 8 des Außenstößels 7 führend gelagerten Innenstößel 9, wobei
sich der Innenstößel 9 über ein in der Bohrung 8 gelagertes Federelement 10 am Außenstößel
7 abstützt. Hierbei ist der Innenstößel 9 in dem Außenstößel 7 koaxial verschiebbar
gelagert.
[0028] Um das Eindringen von Feuchtigkeit und/oder Schmutz in das Schaltergehäuse 1 zu verhindern,
sind die Druckbetätigungsmechaniken 5 gegenüber dem Schaltergehäuse 1 mit einer flexiblen
Schutzkappe 11 nach außen abgedichtet.
[0029] Das Betätigen des voranstehend beschriebenen Bedienungsgerätes für die Handbetätigung
von Hebezeugen geschieht wie folgt:
[0030] Beim Ausüben einer Druckkraft auf die ein Schaltelement 2 abdeckende Schutzkappe
11 wird der Druck auf den Außenstößel 7 der Druckbetätigungsmechanik 5 übertragen
und der Außenstößel 7 gegen die Rückstellkraft des Federelements 3 in Richtung auf
den zugehörigen elektrischen Mikrotaster 4, insbesondere dessen Schaltstößels 12,
des Schaltelementes 2 bewegt. Der über das Federelement 10 in dem Außenstößel 7 gelagerte
Innenstößel 9 wird bei dieser Bewegung unbelastet mitgenommen, bis der Innenstößel
9 mit einer Anlagefläche 9a gegen den ersten Mikrotaster 4 beziehungsweise dessen
Schaltstößel 12 anläuft und dieses die elektrische Schaltung auslösend aktiviert.
Der Innenstößel 9 ist hierbei koaxial zu dem Schaltstößel 12 des ersten Mikrotasters
4 gelagert.
[0031] Wird nun weiterer Druck auf den Außenstößel 7 der Druckbetätigungsmechanik 5 ausgeübt,
bewirkt dieser Druck einerseits, dass über den am ersten Mikrotaster 4 anliegenden
Innenstößel 9 das Federelement 10 komprimiert wird, um den ersten Mikrotaster 4 zu
entlasten und andererseits, dass der Außenstößel 7 weiter gegen die Rückstellkraft
des Federelements 3 in das Schaltergehäuse 1 eingedrückt wird, bis eine Anlagefläche
7a des Außenstößels 7 gegen den Schaltstößel 12 des weiteren Mikrotasters 6 anläuft
und so den Schnelllauf aktiviert.
[0032] Zur besseren Verdeutlichung des Aufbaus der Schaltelemente 2 ist das in der Abbildung
linke, sich in der Schaltstellung befindliche Schaltelement 2 nicht exakt in der gedrückten
Schaltstellung dargestellt. Eigentlich müsste in der Schaltstellung der Innenstößel
9 mit der Anlagefläche 9a am ersten Mikrotaster 4, insbesondere dessen Schaltstößel
12, anliegen.
[0033] Über die Federelemente 3 und 10 sind die Schaltelemente 2 so ausgebildet, dass die
Betätigung der Mikrotaster 4, 6 sofort unterbrochen wird, sobald kein Druck mehr auf
die Schaltelemente 2 ausgeübt wird.
[0034] Neben der dargestellten Möglichkeit ist es auch möglich, den weiteren Mikrotaster
6 durch einen mit einem Magneten zusammenwirkenden Hall-Sensor zur stufenlosen Geschwindigkeitsregelung
des Hebezeugs in der zweiten Schaltstufe auszubilden.
[0035] Das voranstehend beschriebene Bedienungsgerät für die Handbetätigung von Hebezeugen
zeichnet sich durch die Trennung des eigentlichen elektrischen Schaltens vom mechanischen
Betätigen aus, wodurch es möglich ist, bei Beibehaltung aller sicherheitsrelevanten
Schaltkriterien, wie beispielsweise Schaltweg und Schaltkraft, handelsübliche Standardbauteile
zur Ausbildung der Schaltkontakte, insbesondere der elektrischen Mikrotaster 4, 6,
zu verwenden.
[0036] In der Figur 2 ist ausschnittsweise ein zweites Ausführungsbeispiel eines Bedienungsgerätes
für die Handbetätigung von Hebezeugen dargestellt. Dieses Bedienungsgerät stimmt im
Wesentlichen dem in Figur 1 gezeigten und vorbeschriebenen Bedienungsgerät überein.
Es wurden daher auch die gleichen Bezugszeichen für gleiche Teile verwendet.
[0037] Für die Bedienung geschalteter Antriebe eines Hebezeuges mittels eines Bedienungsgerätes
ist es vorteilhaft, dem Bediener beim Schalten der Schaltkontakte 2 über die Betätigungskraft
eine taktile Rückmeldung zu vermitteln. Dies ist dadurch erreichbar, dass mit Annäherung
an den Schaltpunkt die Bedienungskraft zunächst ansteigt und nach Erreichen des Schaltpunktes
abfällt. Hierfür ist der Außenstößel 7, der in einer im Schaltergehäuse 1 gehaltenen
Buchse 14 geführt ist, mit einer konzentrisch zur Längsachse des Außenstößels 7 ausgerichteten
Federzunge 7b ausgestattet. Diese Federzunge 7b weist an ihrem freien und nach unten
in Druckrichtung gerichteten Ende eine nach außen weisende Rastnase 7c auf, die bei
der Abwärtsbewegung beziehungsweise Druckbewegung des Außenstößels in eine oder mehrere
hintereinander angeordnete Rastnuten 13 je nach Anzahl der Schaltstufen einschnappt.
Die ringförmigen Rastnuten 13 sind entsprechend im Bereich der Innenwand der Buchse
14 angeordnet. In der eingeschnappten Stellung der Rastnase 7c in eine der drei in
Betätigungsrichtung des Außenstößels 7 gesehen hintereinander und mit Abstand zueinander
angeordneten Rastnuten 13 ist die Druckkraft reduziert, die der Bediener aufbringen
muss, um die Schaltposition zu halten. Um diese Position beispielsweise Langsamlauf
zu verlassen und die nächst tiefere Schaltstellung Schnelllauf zu erreichen, ist zunächst
eine spürbar höhere Kraft aufzuwenden, um die Rastnase 7b aus der Rastnut 13 herauszubewegen.
Bezugszeichenliste
[0038]
- 1
- Schaltergehäuse
- 2
- Schaltelement
- 3
- Federelement
- 4
- erster elektrischer Mikrotaster
- 5
- Druckbetätigungsmechanik
- 6
- zweiter elektrischer Mikrotaster
- 7
- Außenstößel
- 7a
- Anlagefläche
- 7b
- Federzunge
- 7c
- Rastnase
- 8
- Bohrung
- 9
- Innenstößel
- 9a
- Anlagefläche
- 10
- Federelement
- 11
- Schutzkappe
- 12
- Schaltstößel
- 13
- Rastnut
- 14
- Buchse
1. Bedienungsgerät für die Handbetätigung von Hebezeugen, mit mindestens einem in einem
Schaltergehäuse (1) angeordneten federbelasteten Schaltelement (2) je Bewegungsrichtung
des Hebezeugs, wobei jedes Schaltelement (2) eine Druckbetätigungsmechanik (5), einen
ersten elektrischen Mikrotaster (4) und mindestens ein weiteres Steuer- bzw. Schaltelement,
insbesondere einen weiteren elektrischen Mikrotaster (6), umfasst, sowie die Druckbetätigungsmechanik
(5) dem Mikrotaster (4) und dem weiteren Steuer- bzw. Schaltelement vorgeschaltet
ist und diese hierüber sukzessiv betätigbar sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Druckbetätigungsmechanik (5) aus einem gegenüber dem elektrischen Mikrotaster
(4) und dem weiteren Steuer- bzw. Schaltelement federbelasteten Außenstößel (7) und
einem in dem Außenstößel (7) federbelastet gelagerten Innenstößel (9) besteht sowie
der erste Mikrotaster (4) von dem Innenstößel (9) betätigbar ist und das weitere Steuer-
bzw. Schaltelement von dem Außenstößel (7) betätigbar ist.
2. Bedienungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine weitere Steuer- bzw. Schaltelement ein weiterer Mikrotaster (6)
ist.
3. Bedienungsgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass von der Druckbetätigungsmechanik (5) sukzessiv als erstes der erste Mikrotaster (4)
und anschließend das mindestens eine weitere Steuer- bzw. Schaltelement betätigbar
sind.
4. Bedienungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Innenstößel (9) konzentrisch in dem Außenstößel (7) gelagert ist.
5. Bedienungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Mikrotaster (4) mit seinem Schaltstößel (12) konzentrisch zu dem Innenstößel
(9) angeordnet ist.
6. Bedienungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine weitere Mikrotaster (6) mit seinem Schaltstößel (12) exzentrisch
zu dem Innenstößel (9) und seitlich versetzt zu dem ersten Mikrotaster (6) angeordnet
ist.
7. Bedienungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Schaltergehäuse (1) mit mindestens ein Paar Schaltelemente (2) für unterschiedliche
Bewegungsrichtungen des Hebezeugs angeordnet sind, den Druckbetätigungsmechaniken
(5) der Schaltelemente (2) jeweils ein erster Mikrotaster (4) und ein gemeinsames
weiteres Steuer- bzw. Schaltelement, insbesondere ein weiterer Mikrotaster (6), zugeordnet
sind.
8. Bedienungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das gemeinsame weitere Steuer- bzw. Schaltelement zwischen den beiden ersten Mikrotastern
(4) angeordnet ist.
9. Bedienungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckbetätigungsmechanik (5) über mindestens ein Federelement (3) in die vom
ersten Mikrotaster (4), insbesondere dessen Schaltstößel (12), fortweisende Richtung
vorgespannt ist.
10. Bedienungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckbetätigungsmechanik (5) eine Anlagefläche (9a) zum Betätigen des ersten
Mikrotasters (4) aufweist und das mindestens eine Federelement (3) zwischen der Druckbetätigungsmechanik
(5) und dem ersten Mikrotaster (4) angeordnet ist.
11. Bedienungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass am Außenstößel (7) eine Anlagefläche (7a) zum Betätigen des mindestens einen weiteren
Steuer- bzw. Schaltelements (6) ausgebildet ist.
12. Bedienungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckbetätigungsmechanik (5) gegenüber dem Schaltergehäuse (1) mit einer flexiblen
Schutzkappe (11) nach außen abdichtbar ist.
13. Bedienungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckbetätigungsmechanik (5) gegenüber dem Schaltergehäuse (1) in den einzelnen
Schaltstellungen gegeneinander verrastbar ist.
14. Bedienungsgerät nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Außenstößel (7) mit einer umlaufenden und federnden Rastnase (7c) versehen ist,
die in den einzelnen Schaltstellungen des Bedienungsgerätes mit Rastnuten (13) im
Eingriff steht.
15. Bedienungsgerät nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastnuten (13) in der Innenwand einer Buchse (14) als umlaufende Ringnut angeordnet
sind und die Buchse (14) zur Führung des Außenstößels (7) im Schaltergehäuse (1) befestigt
ist.
16. Bedienungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine weitere Steuer- bzw. Schaltelement ein mit einem Magneten zusammenwirkender
Hallsensor zur stufenlosen Steuerung der Bewegung des Hebezeuges ist.