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(11) |
EP 1 496 974 B9 |
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KORRIGIERTE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis: Bibliographie entspricht dem neuesten Stand |
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Korrekturinformation: |
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Korrigierte Fassung Nr. 1 (W1 B1) |
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Korrekturen, siehe Beschreibung |
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Corrigendum ausgegeben am: |
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16.09.2009 Patentblatt 2009/38 |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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25.02.2009 Patentblatt 2009/09 |
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Anmeldetag: 22.04.2003 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2003/004164 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2003/089039 (30.10.2003 Gazette 2003/44) |
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| (54) |
MEDIZINISCHER RETRIEVER
MEDICAL RETRIEVER
EXTRACTEUR MEDICAL
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR |
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Priorität: |
20.04.2002 DE 10217757
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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19.01.2005 Patentblatt 2005/03 |
| (73) |
Patentinhaber: Brassel, Friedhelm |
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47055 Duisburg (DE) |
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Erfinder: |
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- Brassel, Friedhelm
47055 Duisburg (DE)
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| (74) |
Vertreter: Schneiders, Josef |
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Schneiders & Behrendt,
Rechtsanwälte - Patentanwälte,
Huestrasse 23 44787 Bochum 44787 Bochum (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A-91/13592 US-A- 5 195 954 US-B1- 6 251 128
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US-A- 4 994 069 US-A- 5 868 754 US-B1- 6 270 495
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Extrahieren einer Spiralwendel aus einem
Blutgefäß. Die Erfindung betrifft weiterhin die Kombination einer solchen Vorrichtung
mit einem Katheter.
[0002] Zur Behandlung von Gefäßdefekten, etwa Aneurysmen oder arteriellen Fisteln, werden
vielfach Embolisierungsspiralen eingesetzt, die mit Mikrokathetern am Einsatzort plaziert
werden. Sogenannte "floating coils" werden dabei dicht am Einsatzort freigesetzt und
treiben im Blutstrom zum Zielpunkt. Andere Spiralformen werden am Zielpunkt vom Katheter
gelöst. Die Plazierungstechniken sind sehr zuverlässig, jedoch besteht immer wieder
die Notwendigkeit, eine fehlplazierte oder abgeschwemmte Spirale wieder zu extrahieren.
Bekannte Extraktionsvorrichtungen versagen aber in Gefäßen, die so eng sind, daß Sie
ein "Greifen" der steckengebliebenen Spirale mit herkömmlichen Greifvorrichtungen
nicht mehr erlauben.
[0003] Eine Vorrichtung zur Extrahierung einer im Herzen eingewachsenen Herzschrittmacherelektrode
mit einem als Spiralwendel ausgebildeten Elektrodenkabels ist aus der internationalen
Patentanmeldung
WO 91/13592 A1 bekannt und verfügt über ein Verankerungsteil in Gestalt eines geschlitzten Rohrsegmentes,
das am distalen Ende des Zugdrahtes befestigt ist und dessen zum Rohr weisende Enden
nach außen leicht vorgespreizt sind. Durch das Ziehen am Zugdraht wird das vorgespreizte,
geschlitzte Rohrsegment aktiviert, wobei die Rohrsegmenthälften auseinandergespreizt
werden und mit ihren freien Enden ein Eingriff in den Innendurchmesser der Spiralwendel
des Elektrodenkabels erfolgen kann.
[0004] Bei der bekannten Vorrichtung ist es erforderlich, je nach dem Innendurchmesser des
Elektrodenkabels unterschiedliche Größen für das Verankerungsteil der Extraktionsvorrichtung
vorzusehen. Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß die Rohrsegmenthälften bei einem
zu großen Innendurchmesser umknicken können und dann eine sichere Verankerung nicht
mehr gewährleistet ist. Außerdem arbeitet diese bekannte Extraktionsvorrichtung nur
bei mehrfach gewendelten Elektrodenkabeln zuverlässig, insbesondere vierfach gewendelten
Elektroden. Eine Anwendung zur Extraktion verlorengegangener Coils, die zumeist noch
in sich gewendelt und verknäult sind, ist nicht denkbar.
[0005] US-A-5 868 754 zeigt eine Vorrichtung, die zur Extraktion einer Spiralwendel aus einem Blutgefäß
geeignet ist und einen Führungsdraht, der in seinem distalen Bereich unter Ausbildung
einer Schlaufenstruktur auf sich selbst zurückgebogen ist, aufweist. Die Vorrichtung
ist mit Fasern versehen, die sich um die zu extrahierende Spiralwendel wickeln und
diese festhalten.
[0006] US-A-4 994 069 beschreibt einen Retriever mit einem gewundenen distalen Ende, der zur Extraktion
von Spiralwendeln bestimmt ist. Die gewundene Struktur weist nach distal und ist dazu
bestimmt, in eine verknäuelte Spiralwendel hineingedreht zu werden und diese festzuhalten.
[0007] Spiralwendel, die sich bei Längen von mehreren Zentimetern regelmäßig verknäulen,
können, je nach Art ihres Materials, in den Gefäßen zu lebensgefährlichen Verschlüssen
führen. Bei Abschwemmung, insbesondere auch in Herz, Gehirn oder Lunge, drohen lebensgefährliche
Komplikationen.
[0008] Ausgehend von diesem Stand der Technik besteht die Aufgabe der Erfindung darin, eine
Extraktionsvorrichtung zur Verfügung zu stellen, die Spiralwendeln unterschiedlichster
Ausgestaltung, die einfach oder mehrfach in sich gewendelt sind, extrahieren kann.
Insbesondere soll es die Erfindung ermöglichen, verlorengegangene Spiralen auch aus
englumigen Gefäßen zu extrahieren.
[0009] Diese Aufgabe wird mit einer Vorrichtung zum Extrahieren einer Spiralwendel aus einem
Blutgefäß gelöst gemäß Anspruch 1.
[0010] Die erfindungsgemäße Vorrichtung besteht im Grunde genommen aus einem herkömmlichen
Führungsdraht, dessen distales Ende mechanisch auf sich selbst zurückgebogen ist,
wobei sich eine hakenförmige Struktur ausbildet. Das zurückgebogene distale Ende macht
in der Regel eine Länge von 1 bis 3 cm +aus. Die zum Einsatz kommenden Führungsdrähte
sind solche, wie sie in der Mikrokathetertechnik eingesetzt werden, d. h. mit einem
Durchmesser von 0,1 bis 0,5 mm. Zur Verbesserung der Funktionsfähigkeit sind derartige
Führungsdrähte zweckmäßigerweise mit einer üblichen hydrophilen Beschichtung versehen.
[0011] Es ist essentiell, daß die erfindungsgemäß verwandten Führungsdrähte in ihrem funktionellen
Teil hoch flexibel ausgebildet sind, daß sie sich den Windungen des Gefäßsystems im
Körper ohne weiteres anpassen können und dessen Verlauf folgen können. Die Flexibilität
ist für den Einfang- und Verhakungsprozeß beim Extrahieren einer verlorengegangenen
Spiralwendel förderlich. Führungsdrähte, deren Flexibilität distal zunimmt, sind besonders
zweckmäßig. Eine solche Ausbildung ermöglicht es, daß sich das freie Ende des Führungsdrahtes
mit der eingefangenen Spirale um einen proximal gelegenen Teil des Führundsdrahtes
wickeln kann.
[0012] Erfindungsgemäß weist der Verankerungsteil eine hakenförmige Struktur auf, d. h.
das distale Ende des Führungsdrahts ist auf sich selbst zurückgebogen und bildet am
distalen Ende eine bogenförmige Struktur (Schlaufe) aus, wobei sich das zurückgebogene
(und nach proximal weisende) Ende des Führungsdrahts frei bewegen kann. Das Ende ist
korkenzieherartig gewunden.
[0013] Erfindungsgemäß verläuft die durch das Zurückbiegen des distalen Führungsdrahtendes
entstandene Schlaufe nicht in Richtung des Führungsdrahts sondern ist zumindest im
distalen Bereich in ihrer Ebene gegen den Verlauf des Führungsdrahtes leicht abgewinkelt.
Diese Ausführungsform läßt sich besonders leicht durch Gefäßbiegungen und Verästelungen
steuern. Vorzugsweise ist auch das distale Ende des Führungsdrahtes (das freie Ende
der Schlaufe) gegen den Verlauf des Führungsdrahtes abgewinkelt, was für den Einfangvorgang
förderlich ist.
[0014] Das freie Ende des Führungsdrahts ist in sich korkenzieherartig gewunden, was eine
bessere Verhakung mit zu extrahierenden Spiralwendeln ermöglicht. Gemäß einer weiteren
zweckmäßigen Ausführungsform kann das zurückgebogene Ende des Führungsdrahts an seiner
Spitze eine kugelförmige Verdickung aufweisen, die ebenfalls den Verhakungsvorgang
fördert.
[0015] Zur Sicherung der Hakenstruktur kann es zweckmäßig sein, das zurückgebogene freie
Ende des Führungsdrahts mit einer Manschette am Führungsdraht selbst festzulegen.
In diesem Fall wird die vom Führungsdraht an seinem distalen Ende ausgebildete schlaufenförmige
Struktur von der Manschette gesichert. Die Manschette kann aus einem beliebigen körperverträglichen
Material gebildet sein, ist aber zweckmäßigerweise aus einem röntgendichten Metall.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform kann das freie Ende der schlaufenförmigen
Struktur aus der Manschette freigesetzt werden.
[0016] Zur Kontrolle des Extraktionsvorgangs ist es besonders zweckmäßig, wenn auch das
freie Ende des Führungsdrahts zumindest teilweise röntgendicht ausgebildet ist. Dies
kann dadurch geschehen, daß für den Führungsdraht selbst in diesem Bereich ein röntgendichtes
Metall verwandt wird, beispielsweise Platin oder Gold, oder auch durch die Verwendung
einer röntgendichten Kunststoffbeschichtung, beispielsweise durch Einlagerung von
röntgendichtem Metallstaub in die Kunststoffbeschichtung. Solche Maßnahmen sind dem
zuständigen Durchschnittsfachmann hinlänglich bekannt.
[0017] Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung können im Gefäßsystem verlorengegangene oder
deplazierte Spiralwendeln auch aus engen Gefäßen extrahiert werden. Dazu wird die
Spiralwendel mit dem Verankerungsteil des erfindungsgemäßen Retrievers hinterfahren
und durch Zurückziehen des Führungsdrahts eingefangen. Durch Drehung des Mikroführungsdrahts
wird die Metallspirale dann um das Zentrum (die Achse) des Führungsdrahts gewickelt,
wobei sich das distale hochflexible Ende des umgeknickten Bereichs um die Drehachse
des Führungsdrahts bzw. die eingefangene Spirale wickelt.
[0018] Beim Zurückziehen muß die einmal festgelegte Drehrichtung des Drahtes beibehalten
werden, da sich ansonsten der Verschlußfaden wieder abwickelt - der Haken öffnet sich
- und die Spirale freigibt.
[0019] Die Röntgenmarkierung erlaubt die vollständige Überwachung des Einfang- bzw. Extraktionsprozesses.
[0020] Die Erfindung betrifft überdies die Kombination der erfindungsgemäßen Vorrichtung
mit einem Katheter, insbesondere einem Mikrokatheter. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform
dieser Kombination weist die erfindungsgemäße Vorrichtung eine übliche Betätigungseinrichtung
auf, bei der der Führungsdraht drehfest mit einer Griffhülse verbunden und an einer
Buchse angebracht ist, die im oder auf dem proximalen Katheterende befestigt ist.
[0021] Die Erfindung wird durch die beigefügten Abbildungen näher erläutert. Es zeigen in
vergrößerter Darstellung:
- Figur 1
- ein Beispiel für eine Kombination eines Katheters mit einer Vorrichtung zur Extraktion
von Spiralwendeln;
- Figur 1 a
- eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung mit korkenzieherförmig gewundenem
freien Ende des Führungsdrahts;
- Figur 1b
- das Beispiel von Fig. 1 in seitlicher Ansicht;
- Figur 2
- einen Ausschnitt aus einer herkömmlichen Spiralwendel und
- Figur 3
- eine von dem erfindungsgemäßen Retriever eingefangene Spiralwendel.
[0022] Die in Figur 1 dargestellte Retriever-Kombination 1 besteht aus dem zum Verankerungsteil
2 umgebogenen Führungsdraht 3, dem Katheter 5 sowie der Betätigungsvorrichtung 6.
Die Darstellung dient lediglich der Veranschaulichung und ist nicht maßstabsgerecht.
Hinsichtlich der windungsfreien Ausgestaltung des freien Endes 7 des Führungsdrahts
entspricht sie nicht der Erfindung. Der Führungsdraht 3 ist durch das Katheterrohr
5 geführt und in der Betätigungsvorrichtung 6 an der Griffhülse 17 festgelegt und
kann durch drehen der Griffhülse 17 gegen die Buchse 18 gedreht werden.
[0023] An der der Griffhülse 17 gegenüberliegenden Seite der Buchse 18 ist das proximale
Ende 19 des Katheterrohres 5 gezeigt.
[0024] Der Führungsdraht 3 ist zur Ausbildung des Verankerungsteils an seinem distalen Ende
auf sich selbst zurückgebogen, wobei das freie Ende 7 in Richtung auf das distale
Ende 11 des Katheters 5 weist. Die dadurch gebildete Schlaufenstruktur 4 hat ein distales
Ende 13, mit dem der Retriever durch das jeweilige Blutgefäß vorgeschoben wird. Die
Schlaufe 4 des Verankerungsteils 2 ist an ihrem distalen Ende leicht gegen die Achse
des Führungsdrahtkörpers geneigt und ermöglicht so eine besonders leichte Manövrierung
des Retrievers 1 durch Biegungen und Verzweigungen des Blutgefäßsystems.
[0025] Figur 1a zeigt eine erfindungsgemäße Ausführungsform, bei der das freie Ende des
Führungsdrahts 3 jenseits der Schlaufe 4 zu einer Korkenzieherstruktur 7a umgeformt
ist. Besonders deutlich ist hier die Schlaufenform 4, die - übertrieben dargestellt
- das Verankerungsteil an seinem distalen Ende stumpf macht und damit Verletzungen
im Gefäßsystem vermeidet. Im übrigen ist der Führungsdraht 3 selbst aus einem für
Mikroführungsdrähte üblichen hochelastischen Material mit hydrophiler Beschichtung
ausgebildet, das selbst wenig verletzungsträchtig ist.
[0026] Figur 1b zeigt die Schlaufe 4 aus Fig. 1 in seitlicher Ansicht. Die Neigung der Schlaufe
gegen die Achse/den Verlauf des Führungsdrahtes 3 wird deutlich, ebenso der abgewinkeite
Verlauf des freien Endes 7, das wegendes windungs-freien Ausführung des freien Endes
7 nicht der Erfindung entspricht.
[0027] Figur 2 zeigt einen Abschnitt einer üblichen Embolisierungsspirale 8 im Schnitt mit
einzelnen Wendeln 10. Diese Embolisierungsspiralen 8 haben bei einem effektiven Durchmesser
von beispielsweise 0,1 bis 0,5 mm häufig eine Länge von mehreren cm und neigen daher
zu einer inneren Verknäulung. Knäuel solcher Spiralwendeln erlauben das Einhaken des
erfindungsgemäßen Verankerungsteils, das Abwickeln des Knäuels und das Aufwickeln
der dadurch gefangenen Spirale um den Führungsdraht 3 im Bereich des Verankerungsteils
2 durch einfaches drehen. Das Einfangen geschieht dabei in erster Linie über das freie
Ende 7, das als Haken wirkt; durch das Aufwickeln der Spirale schließt sich dieser
Haken und bleibt die Spiralwendel gefangen.
[0028] Figur 3 zeigt ausschnittsweise eine mit dem erfindungsgemäßen Verankerungsteil 2
eingefangene Spiralwendel 8, die sich im Verankerungsteil verfangen hat und durch
Drehen des Führungsdrahts 3 um das Verankerungsteil 2 gewickelt hat. Das Verankerungsteil
2 weist in diesem Beispiel keine Sicherungsmanschette auf, was einer besonders atraumatischen
Ausbildung entspricht und insbesondere für das Einfangen von Coils aus sehr englumigen
Gefäßästen zweckmäßig ist.
1. Vorrichtung zum Extrahieren einer Spiralwendel aus einem Blutgefäß, mit einem Führungsdraht
(3), der in seinem distalen Bereich unter Ausbildung einer Schlaufenstruktur (13)
auf sich selbst zurückgebogen ist, so dass sich ein Verankerungsteil (2) ausbildet,
wobei das freie Ende (7) des Führungsdrahtes (3) in Richtung auf das proximale Ende
des Führungsdrahtes (3) weist und mit der zur extrahierenden Spiralwendel (8) verhakbar
ist, dadurch gekennzeichnet, daß das freie Ende (7) des Führungsdrahtes (3) korkenzieherartig gewunden ist und das
distale Ende der Schlaufenstruktur (13) gegenüber der Achse des Führungsdrahtkörpers
abgewinkelt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Führungsdraht (3) eine hydrophile Beschichtung aufweist.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Verankerungsteil (2) als Haken ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Führungsdraht (3) an seinem freien Ende (7) einen Durchmesser von 0,1 bis 0,5
mm aufweist.
5. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das freie Ende (7) mit einer Manschette (4) unter Ausbildung einer Schlaufe (13)
am Führungsdraht (3) gesichert ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Manschette (4) röntgendicht ausgebildet ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das freie Ende (7) zumindest teilweise röntgendicht ausgebildet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das freie Ende (7) des Führungsdrahts (3) eine röntgendichte Beschichtung aufweist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die röntgendichte Beschichtung eine Metallstaubeinlagerung aufweist.
10. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das freie Ende (7) des Führungsdrahts (3) hochflexibel ausgebildet ist, so daß sie
sich bei Rotation des Führungsdrahts (3) um den Führungsdraht (3) wickelt.
11. Kombination einer Vorrichtung gemäß einem der vorstehenden Ansprüche 1 bis 10 mit
einem Katheter, insbesondere einem Mikrokatheter.
12. Kombination gemäß Anspruch 11, gekennzeichnet durch eine Betätigungseinrichtung (6), an der der Führungsdraht (3) drehfest mit einer
Griffhülse (17) verbunden ist und an einer Buchse (18) angebracht ist, die im oder
auf dem proximalen Katheterende (19) befestigt ist.
1. Device for the extraction of a spiral helix from a blood vessel with said device having
a guide wire (3) which bends back on itself in its distal region where it forms into
a loop structure (13) so that an anchoring part (2) is created, with the free end
(7) of the guide wire (3) pointing towards the proximal end of the guide wire (3)
so that it can be hooked onto the spiral helix (8) to be extracted, characterized in that the free end (7) of the guide wire (3) has a corkscrew-like configuration and the
distal end of the loop structure (13) is of angled arrangement relative to the axis
of the guide wire body.
2. The device according to claim 1, characterized in that the guide wire (3) has been provided with a hydrophilic coating.
3. The device according to any one of the claims 1 or 2, characterized in that the anchoring part (2) has the form of a hook.
4. The device according to any one of the above claims, characterized in that the diameter of the guide wire (3) ranges between 0.1 and 0.5 mm at its free end
(7).
5. The device according to any one of the above claims, characterized in that the free end (7) is secured by means of a sleeve (4) on the guide wire (3) thus causing
a loop (13) to form.
6. The device according to claim 5, characterized in that the sleeve (4) is of radiopaque design.
7. The device according to any one of the above claims, characterized in that the free end (7), at least partially, is of radiopaque design.
8. The device according to claim 7, characterized in that the free end (7) of guide wire (3) has been provided with a radiopaque coating.
9. The device according to claim 8, characterized in that metal dust is incorporated into the radiopaque coating.
10. The device according to any one of the above claims, characterized in that the free end (7) of guide wire (3) is highly flexible so that it wraps or winds around
the guide wire (3) when the guide wire (3) is turned or rotated.
11. Combination comprising a device as per any one of the above claims 1 to 10 and a catheter,
in particular a micro-catheter.
12. The combination according to claim 11, characterized by an operating system (6) in which the guide wire (3) is connected to a handle sleeve
(17) in a manner so as to withstand torque and attached to a bushing (18) secured
within or onto the proximal end (19) of the catheter.
1. Dispositif pour extraire un filament en spirale depuis un vaisseau sanguin, avec un
fil de guidage (3) qui est recourbé sur lui-même dans sa partie distale en formant une structure en
boucle (13) de sorte qu'il se forme une partie d'ancrage (2), l'extrémité libre (7) du fil de guidage (3) étant tournée en direction de l'extrémité proximale du fil de guidage (3) et pouvant s'accrocher au filament en spirale (8) à extraire, caractérisé en ce que l'extrémité libre (7) du fil de guidage (3) est enroulée en tire-bouchon et l'extrémité distale de la structure en boucle (13) est coudée par rapport à l'axe du corps du fil de guidage.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le fil de guidage (3) présente un revêtement hydrophile.
3. Dispositif selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que la partie d'ancrage (2) est conformée en crochet.
4. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le fil de guidage (3) présente à son extrémité libre (7) un diamètre de 0,1 à 0,5 mm.
5. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'extrémité libre (7) est fixée sur le fil de guidage (3) avec une manchette (4) en formant une boucle (13).
6. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé en ce que la manchette (4) est réalisée opaque aux rayons X.
7. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'extrémité libre (7) est réalisée au moins partiellement opaque aux rayons X.
8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'extrémité libre (7) du fil de guidage (3) présente un revêtement opaque aux rayons X.
9. Dispositif selon la revendication 8, caractérisé en ce que le revêtement opaque aux rayons X présente des inclusions de poussière métallique.
10. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'extrémité libre (7) du fil de guidage (3) est réalisée très souple, de sorte qu'elle s'enroule autour du fil de guidage (3) lors d'une rotation du fil de guidage (3).
11. Combinaison d'un dispositif selon l'une des revendications 1 à 10 ci-dessus avec un
cathéter, en particulier un micro-cathéter.
12. Combinaison selon la revendication 11, caractérisé par un dispositif d'actionnement (6) sur lequel le fil de guidage (3) est relié à une douille de préhension (17) de façon solidaire en rotation et est placé sur une douille (18) qui est fixée dans ou sur l'extrémité proximale (19) du cathéter.


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