[0001] Die Erfindung betrifft ein Elektrogerät, insbesondere ein Haarentfernungs- und/oder
-pflegegerät, mit mindestens einem elektrischen Leistungselement, einem mit diesem
verbundenen, einen Ein/Aus-Schalter aufweisenden elektrischen Stromkreis, einem Flüssigkeitskreislauf,
der eine Flüssigkeit aus einem Behälter zu einer zur Atmosphäre offenen Applikationsstelle
fördert, an der Flüssigkeit dem Flüssigkeitskreislauf entnommen wird.
[0002] Ein derartiges Elektrogerät, ist in Form eines elektrischen Rasierapparates aus der
DE 199 07 025 A1 bekannt. Das bekannte Gerät besitzt einen in einem Gehäuse angeordneten
Elektromotor, der sowohl das Schersystem des Rasierapparates als auch eine Pumpeinrichtung
antreibt. Diese Pumpeinrichtung fördert eine Rasier- und/oder Pflegeflüssigkeit zu
einem Applikationselement, von welchem aus es auf die zu rasierende Haut bzw. Haare
abgegeben werden kann. Zwar wird mit dem Ausschalten des Schersystems auch die Fördereinrichtung
angehalten, so daß aus dem Behälter keine weitere Flüssigkeit mehr gefördert wird,
jedoch kann durch das Zuführrohr, welches den Flüssigkeitsbehälter mit der Applikationsstelle
direkt verbindet, zumindest bei längerem Überkopfstand des Rasierapparates Flüssigkeit
auslaufen. Auch über die vom Flüssigkeitsbehälter zur Atmosphäre hin führende Drosselstelle
kann eventuell unerwünscht Flüssigkeit austreten.
[0003] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein gattungsgemäßes Elektrogerät
zu schaffen, welches auf besonders einfache Weise bei besonders geringem baulichen
Aufwand und mittels minimaler Anzahl von Bauelementen auf absolut sichere Weise ein
unbeabsichtigtes Austreten von Flüssigkeit aus dem Flüssigkeitskreislauf verhindert
wird.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Ein-/Aus-Schalter unter
Überwindung eines Schaltweges zwischen zwei Endpositionen, insbesondere zwischen zwei
stabilien Endpositionen, schaltbar und an ein Stellglied eines Sperrventils des Flüssigkeitskreislaufes
gekoppelt ist.
[0005] Diese Erfindung kann bei verschiedensten Elektrogeräten eingesetzt werden, welche
zusätzlich zum Stromkreislauf einen Flüssigkeitskreislauf besitzen. Dies sind unter
anderem Elektrorasierer mit der Möglichkeit einer Flüssigkeitsapplikation, Epiliergeräte
mit einer solchen Applikationsmöglichkeit, Dampfbügeleisen, Kaffee- bzw. Espressomaschinen
oder aber auch flüssigkeitsapplizierende Haartrockner oder Lockenstäbe.
[0006] Als Ein-/Aus-Schalter wird vorzugsweise ein als bistabiler Druckschalter eingesetzt,
der eine Kulissensteuerung zur Steuerung des Schaltweges besitzt. Diese Druckschalter
mit Kulissensteuerungen, wie sie beispielsweise zur Erzeugung der Ausfahrbewegung
von Kugelschreiberminen bekannt sind, bieten den Vorteil, daß sie trotz kompaktem
Aufbau einen merklichen Schaltweg erzeugen, welcher dann wirksam zur Betätigung des
Sperrventiles abgegriffen werden kann.
[0007] Eine besonders einfach aufgebaute und störungsunanfällige Ausführungsform der Erfindung
sieht vor, daß das Sperrventil als Klemmelement ausgeführt ist, daß einen als elastischen
Schlauch ausgebildeten Abschnitt des Flüssigkeitskreislaufes in Abhängigkeit von der
Schalterstellung zusammenklemmen bzw. freigeben kann.
[0008] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, daß das Sperrventil
als Sitzventil oder als Schieberventil, insbesondere als 2/2-Wegeventil, ausgebildet
ist. Der Vorteil dieser Ausführungsform besteht darin, daß sie eine besonders exakte
Steuer- und Schaltcharakteristik aufweist und daß das Öffnungs- und Schließverhalten
solcher Ventile keinerlei Hysterese und/oder Alterungseffekte besitzt.
[0009] Der Ein-/Aus-Schalter kann besonders einfach und mit ausgesprochen wenigen Bauteilen
ausgeführt werden, wenn er durch eine Schaltfeder beaufschlagt ist, welche selbst
als Teil eines elektrischen Schaltkontaktes des Schalters ausgebildet ist. Vorteilhafterweise
ist dann der Schalterkontakt selbst aus einem elastisch federnden Material, z.B. Federbronze,
hergestellt.
[0010] Vorteilhafterweise ist der Ein-/Aus-Schalter an eine Schaltstange gekoppelt, dessen
eines Ende das Sperrelement des Sperrventils bildet. Um eine besonders sichere Funktionsweise
zu garantieren, ist es von Vorteil, wenn die Schaltstange durch ein Federelement belastet
ist. Dabei wird ein Auslaufen von Flüssigkeit selbst bei defekten Bauteilen der Schaltkette
gewährleistet, wenn das Federelement das Sperrventil in Schließrichtung beaufschlagt.
Dieses zusätzliche Federelement entlastet die Schaltfeder und ermöglicht den Einsatz
einer zweiteiligen Schaltstange, deren Fertigungstoleranzen durch die zusätzliche
Feder aufgenommen werden können.
[0011] Weitere Ziele, Merkmale, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung
ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung der Ausführungsbeispiele. Dabei bilden
alle beschriebenen oder bildlich dargestellten Merkmale für sich oder in beliebiger
Kombination den Gegenstand vorliegender Erfindung; auch unabhängig von ihrer Zusammenfassung
in den Ansprüchen oder deren Rückbeziehung.
[0012] Hierzu zeigt:
- Fig. 1
- eine Ausführungsform der Erfindung als Trockenrasierer mit einer Applikationsstelle
für Flüssigkeit,
- Fig. 2
- zeigt in stark vereinfachter, schematischer Darstellungsweise den Aufbau dieses Ausführungsbeispiels
und
- Fig. 3
- zeigt eine detaillierte Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels der Erfindung.
- Fig. 4
- zeigt eine Schnittzeichnung durch ein Sitzventil.
[0013] Fig. 1 zeigt in perspektivischer Darstellung einen Trockenrasierapparat mit Sicht
auf die Rückseite des Gehäuses 1 und auf eine der beiden Schmalseiten 2 des Gehäuses
1. Am oberen Ende des Gehäuses 1 ist ein Scherkopf 3 vorgesehen, an welchem wiederum
eine Flüssigkeitsabgabevorrichtung 4 vorgesehen ist. An der Schmalseite 2 des Gehäuses
ist ein Flüssigkeitsbehälter 5 angeordnet. Dieser Flüssigkeitsbehälter kann fest oder
lösbar mit dem Gehäuse verbunden sein. Gemäß der Erfindung ist es auch möglich, den
Flüssigkeitsbehälter innerhalb des Gehäuses fest oder auswechselbar anzuordnen. Durch
die Flüssigkeitsabgabevorrichtung 5 läßt sich lageunabhängig und dosiert eine entsprechende
Rasier- und/oder Gleitflüssigkeit während der Rasur applizieren, wodurch sich der
Rasierkomfort deutlich erhöhen läßt.
[0014] Der Scherkopf 3 besteht in an sich bekannter Weise aus einem zentralen Mittelschneider
6 zum Rasieren längerer Haare, welchere zwischen zwei gewölbten Scherfolien 7 angeordnet
ist, die mit zeichnerisch nicht dargestellten Untermessern zum Ausrasieren kurzer
Haare zusammenarbeiten. Die Scherfolien 7 und der Mittelschneider 6 sind in einem
Wechselrahmen 8 montiert. Die Flüssigkeitsabgabevorrichtung 4 ist an diesem Wechselrahmen
8 befestigt, so daß sichergestellt ist, daß die Applikation der Flüssigkeit immer
in unmittelbarer Nähe der Rasierfläche erfolgt. Das Gehäuse 1 nimmt neben dem Flüssigkeitsbehälter
5 auch einen Elektromotor 10 auf, welcher sowohl dem oszillierenden Antrieb der Untermesser
des Scherkopfes als auch dem Antrieb einer Pumpe 11 dient, wobei der Antrieb der Pumpe
sowohl direkt als auch indirekt erfolgen kann. Auch ist es gemäß der Erfindung möglich,
daß die Pumpe 11 über einen separat zugeordneten Elektromotor angesteuert wird. Die
Pumpe 11 ist Teil eines mit der Flüssigkeitsabgabevorrichtung 4 verbundenen Flüssigkeitssystems,
welches in Fig. 2 dargestellt ist und anhand welcher es näher erläutert wird.
[0015] Die Pumpe 11 dient dem Betrieb des Flüssigkeitskreislaufes und fördert Flüssigkeit
aus dem Flüssigkeitsbehälter 5 zur Flüssigkeitsabgabevorrichtung 4. Die Pumpe 11 weist
hierzu einen Einlaß 12 und einen Auslaß 13 mit integrierter Drosselstelle auf. Diese
Drossel begrenzt den Betriebsdruck im Flüssigkeitssystem. Der Einlaß 11 ist über eine
erste Flüssigkeitsleitung 14 mit der Applikationstasche 15 der Flüssigkeitsabgabevorrichtung
4 verbunden, welche als längliche Ausnehmung in einem Applikatorgehäuse 16 ausgebildet
ist. Der Anschluß dieser erster Flüssigkeitsleitung 14 an die Applikationstasche 15
erfolgt in deren in der Zeichnung linken Endabschnitt.
[0016] Die Pumpe 11 ist vorteilhafterweise innerhalb des Flüssigkeitsbehälters 5 angeordnet,
welcher als Auswechselkartusche ausgebildet ist und nach Verbrauch der Flüssigkeit
gegen eine neue ausgewechselt wird.
[0017] Je nach bereits erfolgtem Verbrauch an Flüssigkeit ist der Flüssigkeitsbehälter 5
bis zu einem bestimmten Pegel 17 mit Flüssigkeit 18 gefüllt, wobei der Bereich unterhalb
des maximalen Pegels zur besseren Bindung der Flüssigkeit mit einem Speichermaterial
ausgefüllt sein kann. Hierzu eignen sich insbesondere offenporige Sintermaterialien.
Dicht oberhalb des Bodens 19 des Flüssigkeitsbehälters 5 mündet ein Steigrohr 20,
welches einen Teil der zweiten Flüssigkeitsleitung 21 darstellt. Die Füssigkeitsleitung
21 führt zur Applikationstasche 15 und ist an deren in der Zeichnung rechts dargestellten
Endabschnitt angeschlossen.
[0018] Fest eingepreßt in der Applikatortasche 15 ist das Applikationselement 22 derart
angeordnet, daß es das Applikatorgehäuse 16 mit seinem oberen Bereich, an welchem
ein Applikationsfläche 23 ausgebildet ist, überragt. Der Preßsitz zwischen dem Applikationselement
22 und dem Applikatorgehäuse 16 ist lediglich durch mindestens einen Nebenluftkanal
24 mit exakt definiertem Strömungsquerschnitt unterbrochen. Das Applikationselement
22 kann aus einem dochtartigen Material oder aus einem Sinterwerkstoff aus Metall
oder Kunststoff hergestellt sein. Durch seine Offenporigkeit besitzt es eine Kapillarwirkung
für Flüssigkeiten, die zu einem vollständigen Benetzen führt. Für den Betrieb des
Flüssigkeitssystems ist es wichtig, daß der Querschnitt des Nebenluftkanals 24 exakt
auf die Drosselstelle im Pumpenauslaß 13 abgestimmt ist.
[0019] In Fig. 2 ist der Ein-/Aus-Schalter 25 in ausgeschalteter Position dargestellt. So
ist zu erkennen, daß in dieser Position die Kontaktfahne 26 einen Abstand bezüglich
dem Kontaktelement 27 besitzt. Dabei ist das Kontaktelement 27 unter Zwischenschaltung
des Elektromotors 10 mit dem Minuspol einer Stromquelle verbunden, während die Kontaktfahne
26 an deren Pluspol angeschlossen ist. Durch die Schaltfeder 28 wird die Drucktaste
29 des Ein/Aus-Schalters 25 in Ausschaltstellung belastet. Die Kontaktfahne 26 und
die Schaltfeder 29 sind einstückig ausgeformt und bestehen aus einem elastischen Material.
An ihrem von der Drucktaste 29 abgewandten Ende ist die Schaltfeder 28 unter Vorspannung
in der gehäusefesten Einspannung 24 gehalten. Wird die Drucktaste 29 in Einschaltrichtung
betätigt (das ist in der Fig. 2 nach rechts), so wird die Schaltfeder entgegen ihrer
Vorspannrichtung bewegt, diese Bewegung wird gleichzeitig auf die Kontaktfahne 26
übertragen, die sich in Richtung auf das Kontaktelement 27 verschiebt und dieses elektrisch
leitend kontaktiert. Auf diese Weise ist der elektrische Stromkreis geschlossen und
der Motor eingeschaltet.
[0020] An die Drucktaste 29 ist eine Schaltstange 30 angeschlossen, deren von der Drucktaste
29 abgewandtes Ende als Klemmkeil 31 ausgeführt ist. Zwischen diesem Klemmkeil 31
und seinem Andrückstück 32 ist die zweite Flüssigkeitsleitung 21 durchgeführt, welche
zumindest im Bereich des Klemmkeils 31 schlauchartig ausgebildet ist. Diese schlauchartige
Ausbildung erfolgt mit einem elastischen unter geringen Kräften komprimierbaren Schlauchmaterial.
Die Schaltstange 33 ist durch eine Feder 33 belastet, welche sich gehäusefest abstützt.
[0021] In der in Fig. 2 dargestellten ausgeschalteten Schaltstellung ist zum einen der Elektromotor
10 ausgeschaltet und die Flüssigkeitsleitung 21 ist durch den Klemmkeil 31 derart
zusammengedrückt an das Andrückstück 32 gepreßt, daß keine Flüssigkeit diese Stelle
passieren kann. Erst beim Drücken der Drucktaste 29 bewegt sich die Drucktaste einschließlich
der Schaltstange 30 nach rechts, so daß nicht nur der elektrische Kontakt zwischen
der Kontaktfahne 26 und dem Kontaktelement 27 geschlossen wird, sondern auch der Klemmkeil
31 entgegen der Kraft der Feder 33 verschoben wird und den Strömungsquerschnitt zwischen
diesem und dem Andruckstück 32 freigegeben wird.
[0022] Dadurch ist sichergestellt, daß auch bei einem Überkopfstand des Elektrorasierers
keine Flüssigkeit aus dem Flüssigkeitsbehälter 5 austreten kann. Da auch die Drosselstelle
des Flüssigkeitssystems im Pumpenauslaß 13, also innerhalb des Flüssigkeitskreislaufes
angeordnet ist, und daher kein Überdruckventil nach außen vorgesehen werden muß, ist
der Flüssigkeitskreislauf in ausgeschaltetem Gerätezustand komplett von der Atmosphäre
abgeschlossen. Dabei verhindert die ausgeschaltete Pumpe 11 ein Auslaufen über die
erste Flüssigkeitsleitung 14.
[0023] Wird der Motor 10 des Elektrorasierers durch den Ein-/Aus-Schalter 25 eingeschaltet,
so treibt dieser sowohl die Untermesser des Scherkopfes 3 als auch die Pumpe 11 an.
Die Pumpe 11 saugt dann über die erste Flüssigkeitsleitung 14 zunächst Luft aus der
Applikatortasche 15. Die Applikatortasche 15 ist zunächst ebenso wie das Applikationselement
22 flüssigkeitsfrei, so daß die angesaugte Luft sowohl über die Poren des Applikationselementes
als auch über den Nebenluftkanal nachströmen kann. Diese Luft wird über den Auslaß
13 der Pumpe 11 und die dort angeordnete Drosselstelle in den Flüssigkeitsbehälter
5 hineingedrückt, wobei der dadurch bewirkte Druckanstieg Flüssigkeit 18 über das
Steigrohr 20 bzw. die zweite Flüssigkeitsleitung 21 in die Applikatortasche 15 fördert.
[0024] Nach dem die Flüssigkeit die Applikationstasche 15 erreicht hat, stellt sich im unteren
Bereich dieser Tasche, also zwischen den Einmündungen der ersten und der zweiten Flüssigkeitsleitung
ein Flüssigkeitsstrom ein. Aufgrund seiner Kapilarwirkung wird die ankommende Flüssigkeit
im gesamten Applikationselement 22 verteilt und an die Applikationsfläche 23 gefördert.
Der Anteil der Flüssigkeit, welche vom Applikationselement 22 nicht mehr aufgenommen
werden kann, wird über die erste Flüssigkeitsleitung 14 von der Pumpe 11 abgesaugt
und dem Flüssigkeitsbehälter 5 erneut zugeführt.
[0025] Solange das Applikationselement noch relativ trocken und seine Poren hauptsächlich
offen sind, wird eine sehr große Menge Luft durch die Pumpe 11 angesaugt, was einen
sehr schnellen Druckanstieg im Flüssigkeitsbehälter 5 zur Folge hat. Dies wiederum
führt zu einem sehr schnellen Transport der Flüssigkeit 18 in die Applikationstasche
15. Mit steigendem gefördertem Flüssigkeitsvolumen zum Applikationselement 22 füllen
sich allmählich dessen Poren, außerdem wird der Nebenluftkanal 24 allmählich durch
Flüssigkeit verschlossen. Ab diesem Moment tritt ein Betriebszustand ein, in welchem
zunächst keine zusätzliche Luft in das Flüssigkeitssystem eingesaugt werden kann.
Die Applikatortaschen 15 können dann nicht überlaufen, sondern es wird lediglich ein
Flüssigkeitskreislauf in Umlauf gehalten. Erst wenn über die Applikationsfläche 23
eine bestimmte Menge an Flüssigkeit abgegeben wurde, kann durch entsprechend geleerte
Poren bzw. durch einen wieder freigegebenen Nebenluftkanal 24 wieder Luft in das System
nachgesaugt werden. Dieses nachgesaugte Luftvolumen ersetzt dann die abgegebenen Flüssigkeitsmenge.
Das Umlaufsystem stellt so mit sicher, daß während des Betriebes das Applikationselement
22 stets ausreichend benetzt und mit Flüssigkeit 18 versorgt ist.
[0026] In Fig. 3 ist eine weitere Ausführungsform des Ein-/Aus-Schalters 25 und des mit
ihm gekoppelten Absperrelementes für die Flüssigkeitsleitung 21 gezeigt. Der Ein-/Aus-Schalter
besteht aus einer Drucktaste 29, die an eine erste Schaltkulisse 35 gekoppelt ist.
Diese erste Schaltkulisse 35 befindet sich ebenso in einer ortsfesten Kulissenführung
36 wie die zweite Schaltkulisse 37, die zwischen der ersten Schaltkulisse 35 und einem
Endstück 38 des Ein-/Aus-Schalters 25. Das Endstück 38 ist in der Verzahnung der Kulissenführung
36 drehfest geführt und besitzt an seinem von der Drucktaste 29 abweisenden Ende eine
angeformte Schaltstange 30. Die Schaltkulissen 35 und 37 besitzen einander zugewandte
ringförmig umlaufende Stirnverzahnungsabschnitte, die Verzahnungsgipfel und Verzahnungstäter
besitzen. Die zweite Schaltkulisse 37 ist gegenüber der ersten Schaltkulisse 35 und
dem Endstück 38 um die Symmetrieachse drehbar. Je nach dem ob die beiden Verzahnungsgipfel
aufeinander stehen oder ob die Zahnräder ineinander greifen, stellt sich ein den Schaltweg
definierender Abstand zwischen der ersten Schaltkulisse 35 und dem Endstück 38 ein.
Derartige Schaltkulissen sind beispielsweise aus der Betätigung von Kugelschreiberminen
zur Erzeugung der Ausfahrbewegung dieser Minen an sich bekannt.
[0027] Fig. 3 zeigt die Ausschaltstellung des Ein-/Aus-Schalters 25, d.h. der Abstand zwischen
der ersten Schaltkulisse 35 und dem Endstück 38 ist der geringstmögliche, da die Verzahnungen
der ersten bzw. zweiten Schaltkulisse ineinanderliegen. In diesem Zustand ist der
Kontakt zwischen der Kontaktfahne 26 und dem Kontaktelement 27 geöffnet. Die Drucktaste
29 ist von einer Membrane 39 umgeben, die sowohl mit ihr als auch dem Gehäuse 1 dichtend
verbunden ist. Das Endstück 38 ist durch die Schaltfeder 28 in Richtung auf die Drucktaste
29 elastisch vorgespannt.
[0028] Wie bereits anhand Fig. 2 erkärt, sind Schaltfeder 28 und Kontaktfahne 26 einstückig
ausgeführt und am Gehäuse eingespannt. An die Schaltstange 30 schließt sich ein Zwischenteil
40 an, das durch die Feder 33 in Richtung auf die Schaltstange 30 vorgespannt ist.
Das Zwischenteil 40 weist an seinem von der Schaltstange 30 abgewandten Endbereich
einen Klemmkeil 31 auf, der den schlauchförmigen elastischen Abschnitt der zweiten
Flüssigkeitsleitung 21 hintergreift. Durch die Vorspannung der Feder 33 wird dieser
Klemmkeil 31 so stark auf die Flüssigkeitsleitung 21 nach links gepreßt, daß er diese
zusammenpreßt und den Flüssigkeitsdurchgang verschließt. Die Flüssigkeitsleitung 21
wird dabei durch den Klemmkeil 31 -an das als Schlauchführungskulisse ausgebildete
Andruckstück 32 gepreßt. Sowohl die Schaltstange 30 als auch das Zwischenteil 40 sind
im Gehäuse 1 längsverschiebbar gelagert.
[0029] Wird nun die Drucktaste 29 ein erstes Mal gedrückt, so verdreht sich die zweite Schaltkulisse
37 um einen gewissen Winkel gegenüber der ersten Schaltkulisse 35, so daß die beiden
Verzahnungsgipfel aufeinander zu liegen kommen. Dadurch wird zwischen der Drucktaste
29 und dem Endstück 38 ein zusätzlicher, den Schaltweg definierender Abstand hergestellt.
Aufgrund der Verschiebung des Endstückes 38 in der Kulissenführung 36 gegen die Kraft
der Schaltfeder 28 wird zum einen der elektrische Kontakt zwischen der Kontaktfahne
26 und dem Kontaktelement 27 geschlossen, darüber hinaus wird die Schaltstange 30
nach rechts verschoben. Diese verschiebt dann das Zwischenteil 40 und den Klemmkeil
31 entgegen der Kraft der Feder 33 ebenfalls nach rechts, so daß die Klemmung der
zweiten Flüssigkeitsleitung 21 aufgehoben ist. Wird die Drucktaste erneut gedrückt,
so stellt sich wieder der in Fig. 3 dargestellte ausgeschaltete Zustand ein, bei dem
zum einen der elektrische Kontakt geöffnet und die Klemmung der Flüssigkeitsleitung
21 geschlossen ist.
[0030] Das in Fig. 4 dargestellte Schaltventil 45 wird bei einer alternativen Ausführungsform
der Erfindung in die zweite Flüssigkeitsleitung 21 integriert, wobei das freie Ende
46 des bogenförmigen Anschlußrohres 47 das Schaltventil 45 mit dem Behälter verbindet,
während das freie Ende 48 des im wesentlichen rohrförmig ausgebildeten Ventilschließelementes
49 mittels der zweiten Flüssigkeitsleitung 21 mit der Applikatortasche 15 der Flüssigkeitsabgabevorrichtung
4 verbunden ist. Das Ventilschließelement 49 ist im Ventilgehäuse 50 in einer Durchgangsbohrung
51 geführt, aus der es mit dem Ende 48 herausragt. Das dem Ventilschließelement 49
gegenüberliegende Ende der Durchgangsbohrung 51 ist durch einen elastomeren Dichtsitz
52 verschlossen. Durch Anlegen des Ventilschließelementes 49 an den Dichtsitz 52 kann
die Zentralbohrung 53 des Ventilschließelementes geschlossen werden. In diesem Zustand
ist dann die Verbindung zwischen dem Flüssigkeitsbehälter 5 und der Flüssigkeitsabgabevorrichtung
4 unterbrochen.
[0031] An der Außenkontur des Ventilschließelementes 29 ist im Bereich des Endes 48 eine
umlaufende Nut 54 ausgebildet, in welcher die Koppelgabel 55 eingreift, die als Teil
des Betätigungskopfes 56 ausgebildet ist. Der Betätigungskopf 56 wiederum ist mit
der Schaltstange 30 - siehe Fig. 2 - verbunden.
[0032] Eine Schenkelfeder 57 ist an einem balkenartigen Vorsprung 58 des Ventilgehäuses
50 gehalten, wobei der spulenartige Mittelteil dieser Schenkelfeder 57 den Vorsprung
58 umgibt. Der erste Schenkel 59 der Schenkelfeder 57 belastet dabei elastisch den
Betätigungskopf 56 und zwar in einer Richtung, die das Schließen des angekoppelten
Ventilschließelementes 49 bewirkt. Hierzu stützt sich das Ende des zweiten Schenkels
60 an einem Anschlag 61 des Ventilgehäuses 50 ab. In der Darstellung gemäß Fig. 4
ist das Schaltventil 45 geöffnet, da der Befestigungskopf 56 durch die Schaltstange
30 bei Betätigung der Drucktaste 29 gegen die Kraft der Schenkelfeder 57 verschoben
wurde und somit das Ventilschließelement 49 in eine vom Dichtsitz 52 weggerichtete
Richtung bewegt wurde. Der erste Schenkel 59 bzw. der Befestigungskopf 56 liegt dann
in einer Endposition am Anschlag 63 an. Beim Ausschalten durch die Drucktaste 29 entfällt
die Druckkraft durch die Schaltstange 30, so daß der Betätigungskopf 56 getrieben
durch die Druckkraft der Schenkelfeder 57 zurückbewegt und damit das Ventilschließelement
49 auf den Dichtsitz 52 gepreßt wird. Die Verbindung zwischen dem Flüssigkeitsbehälter
5 und der Flüssigkeitsabgabevorrichtung 4 ist somit wieder verschlossen.
[0033] Im Gegensatz zur Schlauchklemmung gemäß der Fig. 2 und 3 verzichtet das Schaltventil
45 gemäß der Fig. 4 auf die Dichtfunktion durch eine Verformung des elastomeren Schlauchteiles,
wodurch sich ein exakteres Schalten mit aktivem Öffnen des Ventils 45 ergibt. Die
Verwendung der Schenkelfeder 57 ermöglicht einen großen Schaltweg des Ventils, welcher
nötig ist, wenn die Betätigung mit erheblichem Überhub durch eine Kulissensteuerung
mit einer Schaltkulisse gemäß Fig. 3 - siehe dort die erste Schaltkulisse 35, Kulissenführung
36, zweite Schaltkulisse 37 und Endstück 38 - erfolgen soll.
[0034] Der bis zur Nut 54 aus dem Ventilgehäuse 50 herausragende Abschnitt des Ventilschließelementes
49 ist durch einen elastomeren Faltenbalg 62 abgekapselt. Dieser Faltenbalg 62 dient
auch als - wenn auch mit geringer Federkraft - in Öffnungsrichtung wirkende Ventilfeder.
Dadurch arbeitet das Schaltventil 54 besonders spielfrei, wodurch extrem kleine Schaltwege
realisiert werden können.
1. Elektrogerät, insbesondere Haarentfernungs- oder Haarpflegegerät, mit mindestens einem
elektrischen Leistungselement (10), einem mit diesem verbundenen einen Ein/Aus-Schalter
(25) aufweisenden elektrischen Stromkreis, einem Flüssigkeitskreislauf (11, 14, 15,
21), der eine Flüssigkeit (18) aus einem Behälter (5) zu einer zur Atmosphäre hin
offenen Applikationsstelle (23) fördert, an welcher dem Flüssigkeitskreislauf Flüssigkeit
entnommen wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Ein-/Aus-Schalter (25) unter Überwindung eines Schaltweges zwischen zwei Endpositionen
schaltbar und an ein Stellglied (30) eines Sperrventils (31, 32) des Flüssigkeitskreislaufes
gekoppelt ist.
2. Elektrogerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ein-/Aus-Schalter (25) als bistabiler Druckschalter mit einer Kulissensteuerung
(35, 36, 37, 38) zur Steuerung des Schaltweges ausgebildet ist.
3. Elektrogerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Sperrventil als Klemmelement (31, 32) ausgeführt ist, das einen als elastischen
Schlauch ausgebildeten Abschnitt des Flüssigkeitskreislaufes zusammenklemmt oder freigibt.
4. Elektrogerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Sperrventil als Sitzventil (45) ausgebildet ist.
5. Elektrogerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Sperrventil als Schieberventil, insbesondere als 2/2-Wegeventil, ausgebildet
ist.
6. Elektrogerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Ein-/Aus-Schalter (25) durch eine Schaltfeder (28) beaufschlagt ist, die als
Teil eines elektrischen Schaltkontaktes (26) ausgebildet ist.
7. Elektrogerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Ein-/Aus-Schalter (25) an eine Schaltstange (30) gekoppelt ist, desen eines Ende
das Sperrelement (31) des Sperrventils bildet.
8. Elektrogerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltstange (30) durch ein Federelement (33) belastet ist.
9. Elektrogerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Belastung der Schaltstange (30) durch das Federelement (33) in Schließrichtung
des Sperrventils (31, 32) erfolgt.
1. An electrical appliance, in particular an appliance for hair removal or hair care,
with at least one electric power unit (10), an electric circuit connected thereto
and including an On/Off switch (25), and a fluid circuit (11, 14, 15, 21) feeding
a fluid (18) from a reservoir (5) to an application site (23) which is open to atmosphere
and where fluid is withdrawn from the fluid circuit, characterized in that the On/Off switch (25), in overcoming an actuator travel, is switchable between two
end positions and is coupled to an actuator (30) of a shutoff valve (31, 32) of the
fluid circuit.
2. The electrical appliance as claimed in claim 1, characterized in that the On/Off switch (25) is constructed as a bistable pressure switch having a cam
control (35, 36, 37, 38) for controlling the actuator travel.
3. The electrical appliance as claimed in any one of the preceding claims, characterized in that the shutoff valve is realized as a clamping element (31, 32) capable of clamping
together or releasing an elastic hose section of the fluid circuit.
4. The electrical appliance as claimed in claim 1 or 2, characterized in that the shutoff valve is constructed as a seat valve (45).
5. The electrical appliance as claimed in claim 1 or 2, characterized in that the shutoff valve is constructed as a slide valve, in particular as a 2/2 directional
control valve.
6. The electrical appliance as claimed in any one of the preceding claims, characterized in that the On/Off switch (25) is acted upon by an interrupter spring (28) which is part
of an electric switching contact (26).
7. The electrical appliance as claimed in any one of the preceding claims, characterized in that the On/Off switch (25) is coupled to an actuating rod (30) one end of which forms
the shutoff element (31) of the shutoff valve.
8. The electrical appliance as claimed in claim 7, characterized in that the actuating rod (30) is loaded by a spring element (33).
9. The electrical appliance as claimed in claim 8, characterized in that the spring element (33) loads the actuating rod (30) in the closing direction of
the shutoff valve (31, 32).
1. Appareil électrique, notamment épilateur ou appareil pour soins des cheveux, comportant
au moins un élément de puissance (10), un circuit de courant électrique relié à celui-ci
et présentant un interrupteur marche/arrêt (25), un circuit de liquide (11, 14, 15,
21) qui transporte un liquide (18) depuis un récipient (5) vers un point d'application
(23) ouvert sur l'atmosphère, où du liquide est prélevé dans le circuit de liquide,
caractérisé en ce que l'interrupteur marche/arrêt (25) est commutable en franchissant une course de commutation
entre deux positions finales et est couplé à un élément de réglage (30) d'une soupape
d'arrêt (31, 32) du circuit de liquide.
2. Appareil électrique selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'interrupteur marche/arrêt (25) est réalisé sous forme d'un interrupteur bistable
à pression avec une commande à coulisse (35, 36, 37, 38) pour contrôler la course
de commutation.
3. Appareil électrique selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la soupape d'arrêt est réalisée sous forme d'un élément de serrage (31, 32) qui bloque
ou libère une section réalisée sous forme de tuyau élastique du circuit de liquide.
4. Appareil électrique selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la soupape d'arrêt est réalisée sous forme de soupape à siège (45).
5. Appareil électrique selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la soupape d'arrêt est réalisée sous forme de soupape à tiroir, notamment de soupape
à distribution 2/2.
6. Appareil électrique selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'interrupteur marche/arrêt (25) est sollicité par une clavette de commutation (28)
qui est réalisée sous forme de pièce d'un contact électrique de commutation (26).
7. Appareil électrique selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'interrupteur marche/arrêt (25) est couplé à une tige de commutation (30) dont une
extrémité constitue l'élément d'arrêt (31) de la soupape d'arrêt.
8. Appareil électrique selon la revendication 7, caractérisé en ce que la tige de commutation (30) est chargée par un élément à ressort (33).
9. Appareil électrique selon la revendication 8, caractérisé en ce que la charge de la tige de commutation (30) est assurée par l'élément à ressort (33)
dans le sens de fermeture de la soupape d'arrêt (31, 32).