[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine optische Positionsmesseinrichtung gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Optische Positionsmesseinrichtungen enthalten eine Abtasteinheit und einen relativ
zur Abtasteinheit in Messrichtung beweglichen Maßstab, auf dem ein Strichgitter oder
mehrere Strichgitter mit einer periodischen Gitterstruktur für eine inkrementale bzw.
absolute Messung der Relativbewegung zwischen dem Maßstab und der Abtasteinheit angeordnet
ist bzw. sind. Die Abtasteinheit umfasst einen sendeseitigen Teil mit einer auf einer
Platine angeordneten Lichtquelle, vorzugsweise einer lichtemittierenden Diode und
einer der Lichtquelle zugeordneten Kollimatoroptik. Im empfangsseitigen Teil der Abtasteinheit
ist auf der Platine ein photoelektrischer Detektor oder Photosensor mit verschiedenen
aktiven, strahlungsempfindlichen Detektorbereichen vorgesehen.
[0003] Die Präzision und Messgüte, die Unempfindlichkeit gegenüber Verschmutzungen und mechanische
Veränderungen des Maßstabes, die Baugröße sowie die Herstellungskosten einer optischen
Positionsmesseinrichtung der vorstehend genannten Art hängen in entscheidendem Maße
von der Art und Güte der in der Abtasteinheit verwendeten Linsenoptik ab, die eine
Abbildung des Maßstabgitters auf den strahlungsempfindlichen periodischen Detektorbereichen
erzeugt. Dabei bestimmt vor allem die Baugröße der Abtasteinheit die Größe der optischen
Positionsmesseinrichtung. Die Herstellungskosten werden zu einem erheblichen Teil
von den Kosten des photoelektrischen Detektors bestimmt, der dann kostengünstig hergestellt
werden kann, wenn er für unterschiedliche Messverfahren eingesetzt werden kann.
[0004] Als Messverfahren zur optischen Positionsmessung wird zum einen das sogenannte "Durchlicht-Messverfahren",
bei dem die Lichtquelle, die Linsenoptik und die Abtastplatte auf der einen Seite
und der photoelektrische Detektor auf der anderen Seite des Maßstabes angeordnet sind,
und zum anderen das sogenannte "Auflicht-Messverfahren" eingesetzt, bei dem die Lichtquelle,
die Linsenoptik, die Abtastplatte und der photoelektrische Detektor auf einer Seite
des Maßstabes angeordnet sind. Die Bereitstellung eines für beide Messverfahren geeigneten
photoelektrischen Detektors würde die Herstellung hoher Stückzahlen und damit niedrige
Herstellungskosten ermöglichen. Dies erfordert jedoch einen speziellen Eingriff in
den Abtaststrahlengang, da anders als beim Durchlicht-Messverfahren, wo der photoelektrische
Detektor unmittelbar neben dem Maßstab zur Erfassung der periodischen Gitterstruktur
angeordnet werden kann, der photoelektrische Detektor beim Auflicht-Messverfahren
weiter vom Maßstab beabstandet ist, so dass zur Erzeugung eines scharfen Abbildes
des Maßstabgitters auf den periodischen, strahlungsempfindlichen Detektorbereichen
eine spezielle Abbildungsoptik erforderlich ist, um das periodische Maßstabgitter
mit einem definierten Abbildungsmaßstab auf den photoelektrischen Detektor abzubilden.
[0005] Die erforderliche Abbildungsoptik kann beispielsweise durch eine einzelne Linse realisiert
werden, die wegen des erforderlichen großen Bildfeldes jedoch entsprechend groß baut
und für eine möglichst kompakte Abtasteinheit nicht in Betracht kommt.
[0006] Aus der
GB 2 056 660 ist eine Abbildungsoptik in der Abtasteinheit einer optischen Positionsmesseinrichtung
bekannt, die nach Art eines Linsenarrays ausgebildet ist. Die optische Abtasteinheit
enthält eine in einer ersten Kammer angeordnete lichtemittierende Diode, von der über
eine Kondensorlinse Lichtstrahlen an den Maßstab abgegeben und von diesem über die
ebenfalls als Kondensorlinse ausgebildete Linsenoptik auf einen in einer zweiten,
neben der ersten Kammer angeordneten Kammer vorgesehenen Lichtsensor reflektiert werden.
Grundsätzlich kann mittels einer als Linsenarray ausgebildeten Abbildungsoptik ein
kleiner bauendes Gesamtsystem ausgebildet werden.
[0007] Die
GB 2056 660 enthält jedoch keine Hinweise, wie ein derartiges Linsenarray als Abbildungsoptik
im Abtaststrahlengang einer optischen Positionsmesseinrichtung konkret auszubilden
ist, insbesondere wenn ein bestimmter Abbildungsmaßstab vorgegeben ist, mit dem z.B.
ein periodisches Maßstabgitter auf eine periodische Detektoranordnung abzubilden ist.
[0008] US 6 172 753 offenbart auch eine Positionsmesseinrichtung die Linsenarrays enthält.
[0009] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabenstellung zugrunde, eine möglichst universell
anwendbare Vorschrift für die Gestaltung eines kompakt aufgebauten Linsenarrays anzugeben,
das im Abtaststrahlengang einer optischen Positionsmesseinrichtung ein periodisches
Gitter mit einem vorgegebenen Abbildungsmaßstab auf eine Abbildungsebene abbildet.
[0010] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0011] Die erfindungsgemäße Lösung stellt eine universell anwendbare Vorschrift für die
Gestaltung eines kompakt bauenden Linsenarrays zur Verfügung, das im Abtaststrahlengang
einer optischen Positionsmesseinrichtung ein periodisches Gitter mit einem vorgegebenen
Abbildungsmaßstab auf eine Abbildungsebene abbildet.
[0012] Die erfindungsgemäße Lösung geht von der Erkenntnis aus, dass Linsenarrays und insbesondere
die lineare, periodische Anordnung identischer Linsen in einem bestimmten Raster den
Vorteil kleiner Brennweiten und kleiner Bauhöhe bei gleichzeitig großen aus-geleuchteten
Flächen bei der optischen Abbildung gegenüber Einzellinsen aufweisen.
[0013] Zwar kann die aus der
GB 2 056 660 A bekannte Linsenoptik bei einer Anordnung mehrerer lichtemittierender Dioden und lichtempfindlicher
Sensoren mit den dazugehörigen Kondensorlinsen als Linsenarray angesehen werden jedoch
ist einem derartigen Linsenarray wegen der fehlenden geometrischen Zuordnung der Linsenoptik
zu der Periodizität der Gitterstruktur des Maßstabes und zum Abbildungsmaßstab nicht
zu entnehmen, wie eine für eine präzise Messung erforderliche hochgenaue Abbildung
des Maßstabgitters auf der Abbildungsebene bzw. auf einem photoelektrischen Detektor
erfolgen soll.
[0014] Bei der Abbildung von Gitterstrukturen mittels Linsenarrays tritt das Problem auf,
dass jede Linse oder Mikrolinse eine lokale Abbildung erzeugt, so dass an den Abbildungsgrenzen
beim Übergang zur benachbarten Linse Phasenverschiebungen zwischen den Abbildungen
der Gitterstrukturen auftreten können. Unter Berücksichtigung, des erforderlichen
Abbildungsmaßstabes muss daher eine auf die Gitterperiode des abzubildenden Gitters
optimierte Periodizität des Linsenarrays ermittelt werden, um zu gewährleisten, dass
die Abbildung des Gitters wieder ein kontinuierliches Gitter ergibt, d.h. eine phasengleiche
Überlappung bzw. Übereinstimmung von Gitterstegen und Lücken des von der einen Linse
abgebildeten Gitters mit den Gitterstegen und Lücken des benachbarten Gitters sichergestellt
ist.
[0015] Ist eine solche phasengleiche Überlappung durch eine entsprechenden Gesetzmäßigkeit
bei der Festlegung des optimierten Abstandes zwischen benachbarten Linsen und damit
eine optimale Periodizität der Linsenanordnung unter Berücksichtigung vorgegebener
geometrischer Randbedingungen sichergestellt, so ist auch gewährleistet, dass der
das in der Abbildungsebene abgebildete - ungestörte - Gitter abtastende photoelektrische
Detektor oder ein weiterführendes optisches System exakte Stellungs- oder Bewegungssignale
generiert.
[0016] Dementsprechend setzt sich die erfindungsgemäße Lösung aus der Kombination einer
aus einem periodischen Linsenarray gebildeten Linsenoptik und der Angabe eines optimalen
gegenseitigen Abstandes benachbarter Linsen bzw. einer optimalen Gitterperiode des
periodischen Linsenarrays zusammen.
[0017] Die Dimensionierungsregel für die Periodizität A
G (r) des Linsenarrays lautet in allgemeiner, sowohl für lineare als auch für radiale
Positionsmesseinrichtungen gültiger Form:

mit
- AG(r)
- der Gitterperiode des Linsenarrays,
- t(r)
- der Periode der periodischen Gitterstruktur,
- |β(r)|
- dem Absolutbetrag des Abbildungsmaßstabes β des Linsenarrays (80),
- ψ
- einem vorgebbaren, definierten Phasensprung,
- r
- dem Radius der Gitteranordnung, wobei für den Fall eines linearen Gitters r = ∞ und
AG, t und |β| Konstanten sind,
- i, k, n
- ∈ N, d.h. natürlichen Zahlen einschließlich Null.
[0018] Diese Dimensionierungsregel für den gegenseitigen Abstand A
G (r) benachbarter Linsen berücksichtigt auch die Möglichkeit, in den erzeugten Abbildungen
benachbarter Linsen definierte Phasensprünge ψ zu erzeugen, so dass die Dimensionierungsregel
den allgemeinsten Fall der Bestimmung der Gitterperiode A
G(r) eines periodischen linearen oder radialen Linsenarrays unter Berücksichtigung
vorgegebener geometrischer Randbedingungen darstellt.
[0019] Durch einen gezielt einstellbaren Phasensprung ψ in den Abbildungsbereichen einander
benachbarter Linsen des Linsenarrays kann die Phasenlage von Signalen bestimmt werden,
die beispielsweise in der Abbildungsebene angeordnete photoelektrische Detektoren
erzeugen. Damit lassen sich u.a. um 90° elektrisch versetzte Signale zur Auswertung
einer Positionsmessung erzeugen.
[0020] Weiterhin kann durch einen
Phasensprung ψ im Überlappungsbereich der Abbildungen benachbarter Linsen des Linsenarrays ein gezieltes
Verhältnis zwischen den Breiten der Hell- und Dunkelbereiche eingestellt werden, wodurch
der Obervuellengehalt der aus den Breiten der Hell- und Dunkelbereiche gewonnen Signale
eines photoelektrischen Detektors gezielt beeinflusst werden kann.
[0021] Da mit Hilfe strukturierter Abtastplatten oftmals die Phasenbeziehungen zwischen
den registrierten Abtastsignalen der jeweils zugeordneten Detektoren eingestellt werden,
kann bei einem derart ausgelegten Linsenarray sogar auf eine strukturierte Abtastplatte
im Abtaststrahlengang einer optischen Positionsmesseinrichtung verzichtet werden.
[0022] Bei einer linearen Positionsmeßeinrichtung wird die oben angegebene Dimensionierungsregel
für die Periodizität A
G des Linsenarrays zu

mit
- AG
- der Gitterperiode des Linsenarrays,
- t
- der Periode der periodischen Gitterstruktur,
- |β|
- dem Absolutbetrag des Abbildungsmaßstabes β des Linsenarrays (80),
- ψ
- einem vorgebbaren, definierten Phasensprung,
- i, k, n
- ∈ N, d.h. natürlichen Zahlen einschließlich Null.
[0023] Vorzugsweise beträgt der Phasensprung ein Bruchteil oder ein Vielfaches der Periode
der in der Abbildungsebene abgebildeten periodischen Gitterstruktur.
[0024] Im Falle der Abbildung einer periodischen Gitterstruktur ohne resultierende Phasensprünge
zwischen den Abbildungen benachbarter Linsen ist die Gitterperiode aus der nachstehenden
Dimensionierungsregel

mit
- AG(r)
- der Gitterperiode des Linsenarrays,
- t(r)
- der Periode der periodischen Gitterstruktur,
- |β(r)|
- dem Absolutbetrag des Abbildungsmaßstabes β des Linsenarrays (80),
- r
- dem Radius der Gitteranordnung, wobei für ein lineares Gitter r = ∞ ist und AG, t und |β| Konstanten sind,
- i, k, n
- ∈ N, d.h. natürlichen Zahlen einschließlich Null.
zu bestimmen.
[0025] Auch diese Dimensionierungsregel für das Design eines Linsenarrays kann sowohl in
linearen als auch in radialen Positionsmeßeinrichtungen eingesetzt werden. Für die
Abbildung der periodischen Gitterstruktur ohne resultierende Phasensprünge zwischen
den Abbildungen benachbarter Linsen beträgt die Gitterperiode für eine lineare Positionsmeßeinrichtung

mit
- AG
- der Gitterperiode des Linsenarrays,
- t
- der Periode des Maßstabgitters (10),
- |β|
- dem Absolutbetrag des Abbildungsmaßstabes β des Linsenarrays (80),
- i, k, n
- ∈ N, d.h. natürlichen Zahlen einschließlich Null
[0026] Um bei der Festlegung eines optimalen Abstandes zwischen-benachbarten Linsen oder
Mikrolinsen physikalische und/oder technische Randbedingungen wie eine numerische
Apertur sowie technologische Beschränkungen zu berücksichtigen, kann die Breite der
Linsen des Linsenarrays aus der Beziehung

bestimmt werden, mit
- BL(r)
- der Linsenbreite,
- t(r)
- der Periode der periodischen Gitterstruktur,
- |β(r)|
- dem absoluten Betrag des Abbildungsmaßstabes β des Linsenarrays (8),
- r
- dem Radius der Gitteranordnung, der für r = ∞ ein lineares Gitter charakterisiert,
für das BL, β und t Konstanten sind.
- m
- ∈ N.
[0027] Diese Dimensionierungsregel ergibt eine Mindest-Linsenbreite bei der Festlegung einer
optimalen Periodizität des Abbildungsgitters eines linearen oder radialen Linsenarrays.
[0028] Zur Festlegung eines optimalen Abstandes zwischen benachbarten Linsen oder Mikrolinsen
einer linearen Positionsmeßeinrichtung unter Berücksichtigung physikalischer und/oder
technischer Randbedingungen sowie technologischer Beschränkungen wird die Breite der
Linsen aus der Beziehung

bestimmt.
[0029] Die erfindungsgemäße Lösung kann sowohl für die unmittelbare Abbildung eines periodischen
Maßstabgitters als auch im Abtaststrahlengang eines optischen Positionsmeßsystems
eingesetzt werden, bei dem z.B. in einer Zwischenbildebene durch Wechselwirkung mehrerer
vorher durchlaufener Gitterteilungen ein "virtuelles" Streifenmuster erzeugt wird
und eine Abbildung eines derartigen virtuellen Streifenmusters mit einem bestimmten
Abbildungsmaßstab in einer Abbildungsebene erforderlich ist.
[0030] In der Abbildungsebene des mit einer optimalen Periodizität der abgebildeten Gitterstruktur
versehenen Linsenarrays kann wahlweise auch ein photoelektrischer Detektor angeordnet
oder die Abbildungsebene kann einem weiterführenden optischen System zugeordnet werden.
[0031] Die Verwendung eines periodischen Linsenarrays, dessen Gitterperiode nach der erfindungsgemäßen
Dimensionierungsregel bestimmt wird, schafft die Voraussetzung für die Verwendung
gleichartiger bzw. baugleicher Detektor-Systeme oder weiterführender optischer Systeme
für optische Positionsmesseinrichtungen, die nach dem Auflicht-Messverfahren oder
nach dem Durchlicht-Messverfahren arbeiten und damit die kostengünstige Herstellung
entsprechender optischer Messeinrichtungen. Damit ergibt sich auch die Möglichkeit,
dass nach der Erfindung ausgebildete lineare und periodische Linsenarrays in einer
optischen Positionsmesseinrichtung für eine photoelektrische Abtastung nach dem Auflicht-Messverfahren
eingesetzt und die Abbildungsebene und die Lichtquelle auf einer gemeinsamen Leiterplatte
angeordnet werden.
[0032] Um ein derartiges "virtuelles" Streifenmuster - beispielsweise ein sog. Vernier-Streifenmuster
- in einer Zwischenbildebene des Abtaststrahlenganges zu erzeugen, kann im Abtaststrahlengang
auf Seiten der Abtasteinheit eine Abtastplatte mit einer Gitterstruktur angeordnet
werden, die eine Gitterkonstante aufweist, die geringfügig von der Gitterkonstanten
des Maßstabgitters abweicht, so dass in an sich bekannter Weise aus der Wechselwirkung
der beiden Gitterstrukturen das virtuelle Streifenmuster in einer Zwischenbildebene
erzeugt wird, welches wiederum über die Linsenoptik abgebildet wird.
[0033] Eine vorteilhafte Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lösung ist dadurch gekennzeichnet
dass die Leiterplatte winklig zur Ebene des Maßstabs bzw. Maßstabgitters derart angeordnet
ist, dass die von der Lichtquelle ausgehenden Lichtstrahlen an einer senkrecht zum
Maßstab angeordneten Reflexionsfläche reflektiert, über eine Kondensorlinse auf das
Maßstabgitter geworfen, dort reflektiert und über die Abtastplatte und mittels des
im Wesentlichen parallel zu Leiterplatte angeordneten Linsenarrays das Maßstabgitter
mit dem Abbildungsmaßstab der Abbildungsebene abbilden.
[0034] Anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen soll der der Erfindung
zugrundeliegende Gedanke näher erläutert werden. Es zeigen:
- Fig. 1 -
- eine schematische Darstellung eines Maßstabes und einer Abtasteinheit einer nach dem
Auflicht-Messverfahren arbeitenden optischen Positionsmesseinrichtung;
- Fig. 2 -
- eine schematische Darstellung zweier benachbarter Linsen eines linearen, periodischen
Linsenarrays zur Erzeugung eines Abbildes einer periodischen Gitterstruktur,
- Fig. 3 -
- eine schematische Darstellung der Abbildung einer periodischen Gitterstruktur mit
einem linearen Linsenarray mit nach der erfindungsgemäßen Dimensionierungsregel bestimmter
Periodizität,
- Fig. 4 -
- eine schematische Darstellung der Abbildung einer periodischen Gitterstruktur mit
einem linearen Linsenarray mit nicht der erfindungsgemäßen Dimensionierungsregel entsprechender
Periodizität und
- Fig. 5 -
- eine schematische Darstellung der Abbildung einer radialen periodischen Gitterstruktur
mit einem radialen Linsenarray.
[0035] Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung als Teile einer nach dem Auflicht-Messverfahren
arbeitenden optischen Positionsmesseinrichtung einen Maßstab 1 mit einem quer zur
Abtastrichtung verlaufenden Maßstabgitter 10 und eine relativ zum Maßstab 1 bewegliche
Abtasteinheit 2. Das Maßstabgitter 10 besteht aus einem linearen, periodischen Strichgitter,
das in dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 als Inkrementalspur eines linearen Positionsmesssystems
dargestellt ist. Alternativ kann das auf dem Maßstab 1 angeordnete Strichgitter aus
einem inkrementalen Strichgitter und einem Strichgitter zusammengesetzt sein, das
eine vorgegebene Teilungsperiode aufweist und absolute Positionswerte liefert.
[0036] Die Abtasteinheit 2 enthält eine Leiterplatte 3, die in einem vorgegebenen Winkel
zur Ebene des Maßstabes 1 in einem Abtastgehäuse angeordnet ist. Auf der Leiterplatte
3 sind eine Lichtquelle 4 in Form einer lichtemittierenden Diode sowie im Abstand
zur Lichtquelle 4 ein photoelektrischer Detektor 9 angeordnet, der abwechselnd strahlungsempfindliche
Bereiche und strahlungsunempfindliche Lücken aufweist, deren Ausrichtung der Ausrichtung
des Maßstabgitters 10 angepasst ist. Der photoelektrische Detektor 9 kann beispielsweise
entsprechend dem aus der
DE 100 22 619 A1 bekannten strukturierten opto-elektronischen Photodetektor ausgebildet sein.
[0037] Die der Lichtquelle 4 zugewandte Seitenwand des Gehäuses der Abtasteinheit 2 ist
als Reflexionsfläche 5 verspiegelt ausgebildet-und reflektiert die von der Lichtquelle
4 ausgehenden Strahlen über eine Kondensorlinse 6 und eine parallel zum Maßstab 1
angeordnete, die Bodenfläche des Abtastgehäuses bildende Glasplatte 7 auf das Maßstabgitter
10.
[0038] Die Glasplatte 7 kann ein Abtastgitter mit einer der Gitterstruktur aufweisen, die
geringfügig von der Gitterkonstanten des Maßstabgitters abweicht, so dass aus der
Wechselwirkung der beiden Gitterstrukturen ein virtuelles Streifenmuster - beispielsweise
ein sog. Vernier-Streifenmuster - in einer Zwischenbildebene erzeugt wird, welches
wiederum über die Linsenoptik abgebildet wird.
[0039] Vom Maßstabgitter 10 gelangen die Lichtstrahlen auf eine Linsenoptik 8, die gemäß
der Erfindung aus einem linearen, periodischen Linsenarray 80 besteht. Das Linsenarray
bildet mit einem vorgegebenen Abbildungsmaßstab β das Maßstabgitter 10 auf die Abbildungsebene
9 der Leiterplatte 3 ab, auf der in dem Ausführungsbeispiel ein photoelektrischer
Detektor 90 angeordnet ist und die Hell-Dunkel-Modulationen bei der Relativbewegung
zwischen der Abtasteinheit 2 und dem Maßstab 1 in entsprechende elektrische Signale
umsetzt.
[0040] Die in der Linsenoptik 8 bzw. dem Linsenarray 80 verwendeten Einzellinsen können
hierbei als refraktive oder als diffraktive optische Elemente ausgebildet sein.
[0041] Alternativ zu dem in Figur 1 dargestellten photoelektrischen Detektor 90 kann in
der Abbildungsebene 9 auch ein optisches Element oder eine Abbildungsebene eines weiterführenden
optischen Systems vorgesehen sein.
[0042] Damit die periodische Gitterstruktur des Maßstabgitters 10 als periodisches, kontinuierliches
Gitter durch das Linsenarray 80 in der Abbildungsebene 9 mit phasengleicher Überlappung,
d.h. Übereinstimmung von Gitterstegen und Lücken des von der einen Linse des Linsenarrays
80 abgebildeten Teils des Maßstabgitters mit den Gitterstegen und. Lücken des durch
die benachbarte Linse abgebildeten Teils des Maßstabgitters 10 sichergestellt ist,
muss unter Berücksichtigung des Abbildungsmaßstabes β und der effektiven Gitterperiode
des Maßstabgitters 10 das Linsenarray 80 eine bestimmte Periodizität aufweisen. Die
Dimensionierungsregel zur Bestimmung einer optimalen Periodizität des Linsenarrays
80 wird nachfolgend anhand der schematischen Darstellung in Figur 2, in der zwei benachbarte
Linsen 81, 82 eines linearen Linsenarrays 80 zur Abbildung eines Maßstabgitters 10
in einer Abbildungsebene 9 dargestellt sind, rechnerisch ermittelt.
[0043] Fig. 2 zeigt in einem Ausschnitt aus dem linearen Linsenarray 80 zwei benachbarte,
in einem Linsenabstand A
G zueinander angeordnete Linsen 81, 82 des Linsenarrays 80, die das auf einem Maßstab
angebrachte Maßstabgitter 10, das eine Gitterperiode t aufweist, mit dem Abbildungsmaßstab
β in ein Gitter der Periode T= β*t in der Abbildungsebene 9 abbilden, in der beispielsweise
ein photoelektrischer Detektor 90 gemäß Fig. 1 angeordnet ist, oder die einem weiterführenden
optischen System zugeordnet ist.
[0044] Der den Linsen 81, 82 des Linsenarrays 80 zugeordnete Teil des Maßstabgitters 10
besteht aus den Höhen g
1, g
2 und dem Abstand A
G der benachbarten Linsen 81, 82 und setzt sich aus Vielfachen der Gitterperiode t
und "Restbeträgen" φ
1 bis φ
6, die kleiner als die Gitterperiode t sind, zusammen. Dabei überträgt die linke Linse
81 des Linsenarrays 80 die Gittersequenz der Höhe g
1 des Maßstabgitter 10 in eine Abbildungssequenz der Höhe b
1 in der Abbildungsebene 9 und die rechte Linse 82 des Linsenarrays 80 die Gittersequenz
der Höhe g
2 in die Abbildungssequenz der Höhe b
2 in der Abbildungsebene 9, wobei die Abbildung des Maßstabgitters 10 in der Abbildungsebene
9 aus den Höhen b
1 und b
2 besteht und sich aus Vielfachen der Gitterperiode T und "Restbeträgen" Φ
1 bis Φ
4, die kleiner als die Gitterperiode T sind, zusammensetzt.
[0046] Wobei n, i und k natürliche Zahlen einschließlich Null sind.
[0048] Addiert man zur Gleichung (9) die Summe (φ
2 + φ
5), erhält man mit den Gleichungen (5) und (6):

oder

[0049] Addiert man zur Gleichung (4) (φ
2 + φ
5), so erhält man

[0050] Mit den Gleichungen (5) und (6) folgt daraus:

[0051] Mit Gleichung (10) ist:

[0052] Daraus ergibt sich schließlich als Lösung für die Gitterperiode oder den gegenseitigen
Abstand der benachbarten Linsen 81, 82 des linearen, periodischen Linsenarrays 80
zur Abbildung eines durchgehenden, sich aus einander phasengleich überlappenden Abbildungs-Teilgittern
zusammensetzenden Gitters:

bzw.

mit
- AG
- der Gitterperiode des Linsenarrays 80,
- t
- der Periode des Maßstabgitters 10,
- |β|
- dem absoluten Betrag des Abbildungsmaßstabes β des Linsenarrays 80 und
- i, k, n
- natürlichen Zahlen einschließlich der Ziffer Null.
[0053] Um ein Maßstabgitter der Periode t mit dem Abbildungsmaßstab β mittels des Linsenarrays
80 optisch so abzubilden, dass ein Gitter der Periode T = |β|*t entsteht, das keine
Phasensprünge, -lücken etc. aufweist, müssen demzufolge die benachbarten Linsen 81,
82 des Linsenarrays 80 einen Abstand A
G entsprechend der vorstehenden Beziehung (11) aufweisen.
[0054] Durch einen gezielt vorgebbaren Phasensprung Ψ im Bildraum zwischen den Abbildungen
zweier benachbarter Linsen 81, 82 des Linsenarrays 80 lassen sich für die Auswertung
des in der Abbildungsebene 9 abgebildeten Gitters gewünschte Effekte einstellen. So
kann durch den gezielt einstellbaren Phasensprung Ψ in der Abbildungsebene 9 die Phasenlage
von Signalen, die ein in der Abbildungsebene 9 angeordneter photoelektrischer Detektor
90 gemäß Fig. 1, beispielsweise ein Mehrfelddetektor, erzeugt, auf beispielsweise
90° bestimmt werden. Außerdem lässt sich im Überlappungsbereich der Gitterabbildungen
der benachbarten Linsen 81, 82 ein gezieltes Verhältnis zwischen den Breiten der Hell-
und Dunkelbereiche einstellen, womit der Oberwellengehalt der daraus gewonnenen Signale
des Detektors 90 gezielt beeinflusst werden kann.
[0055] Für die Einbeziehung eines gewünschten Sprunges Ψ ändert sich lediglich die oben
aufgeführte Gleichung (1) zu:

mit Ψ=|β|*ψ
[0056] Daraus ergibt sich die allgemeingültige Form für die Gitterperiode oder den gegenseitigen
Abstand der benachbarten Linsen 81, 82 des linearen, periodischen Linsenarrays 80
zur Abbildung eines durchgehenden, sich aus einander phasengleich überlappenden Abbildungs-Teilgittern
zusammensetzenden Gitters zu:

mit
- AG
- der Gitterperiode des Linsenarrays 80,
- t
- der Periode des Maßstabgitters 10,
- |β|
- dem absoluten Betrag des Abbildungsmaßstabes β des Linsenarrays 80,
- ψ
- einem vorgebbaren, definierten Phasensprung und
- i, k, n
- natürlichen Zahlen einschließlich der Ziffer Null.
[0057] Will man also einen gezielten Phasensprung Ψ von beispielsweise einem Viertel der
Periode T des von dem Linsenarray 80 abgebildeten Gitters erzeugen, so ist unter Berücksichtigung
des Abbildungsmaßstabes β des Linsenarrays 80 und der Gitterperiode t des Maßstabgitters
10 der Linsenabstand A
G benachbarter Linsen 81, 82 bzw. die Periodizität des Linsenarrays 80 gemäß der vorstehenden
Berechnungsformel (12) zu bestimmen.
[0058] In Fig. 3 sind schematisch zwei mit den vorstehend angegebenen Berechnungsformeln
berechnete Gitterperioden oder gegenseitige Abstände benachbarter Linsen eines linearen,
periodischen Linsenarrays dargestellt.
[0059] Die der Darstellung gemäß Fig. 3 zugrundeliegende Aufgabenstellung besteht darin,
ein 20µm-Maßstabgitter 10, d.h. ein Maßstabgitter mit der Gitterperiode t = 20µm,
durch eine optische Abbildung mittels eines (Mikro-)Linsenarrays in ein Gitter mit
dem Abbildungsmaßstab β = -2, d.h. einer Gitterperiode von t' = 40µm abzubilden. Es
soll also ein mit der doppelten Gitterperiode t ausgestattetes Abbild des ursprünglichen
Maßstabgitters 10 ohne zusätzliche Phasensprünge entstehen. Der Berechnung der Periodizität
des Linsenarrays soll weiterhin aus Gründen der numerischen Apertur sowie aus Gründen
technologischer Beschränkungen eine Mindestlinsenbreite von 120µm zugrundegelegt werden.
[0060] Zur Bestimmung der Periodizität bzw. des Abstandes A
G benachbarter Linsen des Linsenarrays 80 wird von der vorstehenden Berechnungsformel
(11) ausgegangen, wonach

[0061] Löst man diese Gleichung nach den in der Gleichung enthaltenen natürlichen Zahlen
i, k, n auf, so ergibt sich

[0062] Da i, k und n natürliche Zahlen sind, muss der Ausdruck m ebenfalls eine natürliche
Zahl m sein, d.h.

[0063] Die Auflösung der Gleichung 14 nach dem Abstand A
G benachbarter Linsen ergibt

[0064] In dieser Gleichung sind t und β vorgegeben, so dass bei einer Vorgabe einer bestimmten
Mindestlinsenbreite für den Abstand A
G benachbarter Linsen die natürliche Zahl m so zu wählen ist, dass der Abstand A
G benachbarter Linsen den gewünschten Wert der Mindestlinsenbreite erreicht. Dabei
ergibt sich die Größe der natürlichen Zahl m aus der Beziehung

[0065] Als guter Annäherungswert für die Summe aus n + i dient der Wert k /|β|. Hieraus
folgt:

[0066] Die Auflösung dieser Gleichung nach k ergibt:

mit k einer natürlichen Zahl wie oben angegeben. Mit den oben angegebenen Werten
für A
G = 120 µm, β = -2 und t = 20 µm erhält man:

[0067] Daraus folgt:

woraus sich k = 6 und n + i = 3 ergibt.
[0068] Da die Bedingung, dass i, k und n natürliche Zahlen sind, durch die Gleichung (20)
erfüllt ist, erfüllt demzufolge ein Linsenarray mit einer Periode bzw. einem Abstand
zwischen den benachbarten Linsen des Linsenarrays A
G = 120 µm die Anforderungen an eine phasengleiche Gitterabbildung. Fig. 3 verdeutlicht,
dass ein Linsenarray 80a mit einer Periode von A
G = 120µm, dessen benachbarte Linsen die optischen Achsen X
1 bis X
4 aufweisen, ein Gitterbild G
a mit ungestörter Abbildung des Maßstabgitters 10 ergibt.
[0069] Wählt man für ein Linsenarray 80b stattdessen einen Abstand benachbarter Linsen bzw.
eine Periode von A
G = 140µm, was die Bedingung nach einer Mindestlinsenbreite von 120µm erfüllen würde,
so ergibt sich aus der vorstehenden Gleichung (12)

Wobei i, k und n natürliche Zahlen sein müssen.
[0070] Hieraus ergibt sich für die Phasenverschiebung ψ :

[0071] Mit den gewählten bzw. angenommenen Werten für den Linsenabstand A
G = 140µm, den Abmeldungsmaßstab β = -2, die Gitterperiode des Maßstabgitters t = 20µm
und die natürlichen Zahlen k = 6 und n + i = 3 erhält man für die Phasenverschiebung
ψ aus der vorstehenden Gleichung

[0072] Wie dem in Fig. 4 dargestellten Gitterbild G
b des Linsenarrays 80b mit einem gegenseitigen Abstand der optischen Achsen Y
1 bis Y
4 benachbarter Linsen bzw. einer Periode A
G = 140µm zu entnehmen ist, überlappen sich die Bildbereiche zwischen den benachbarten
Linsen, so dass ein ausgedehnter Bereich ohne abgebildetes Maßstabsgitter entsteht.
[0073] Fig. 5 zeigt schematisch eine radiale Gitterstruktur 10, die mittels eines radialen
Linsenarrays 80c in ein radiales Gitterbild G
br abgebildet wird.
[0074] Das radiale Linsenarray 80c besteht aus einzelnen Mikrolinsen, die im Unterschied
zu einem linearen Linsenarray keinen konstanten Abstand A
G entlang ihrer radialen Längsausdehnung besitzen, sondern einen in radialer Richtung
veränderlichen, vom jeweiligen Radius r abhängigen Abstand A
G(r).
[0075] Um die abzubildende radiale Gitterstruktur der Periode t(r) mit dem Abbildungsmaßstab
β(r) mittels des radialen Linsenarrays 80c optisch so abzubilden, dass ein Gitter
der Periode T(r) = |β(r)| *t(r) entsteht, das keine Phasensprünge, -lücken etc. aufweist,
müssen die benachbarten Linsen des radialen Linsenarrays 80c einen Abstand

aufweisen mit:
- AG(r)
- der Gitterperiode des Linsenarrays,
- t(r)
- der Periode der periodischen Gitterstruktur,
- |β(r)|
- dem Absolutbetrag des Abbildungsmaßstabes β des Linsenarrays (80),
- r
- dem Radius der Gitteranordnung
- i, k, n
- ∈ N, d.h. natürlichen Zahlen einschließlich Null.
[0076] Fig. 5 zeigt zwei verschiedene, nach der vorstehenden Dimensionierungsregel bestimmte
Abstände A
G (r1) und A
G (r2) zwischen auf gleichem Radius befindlichen Mikrolinsen zweier in Umfangsrichtung
benachbarter, strahlenförmig von einem gemeinsam Zentrum ausgehenden Mikrolinsenanordnungen.
Ein derartiges radiales Linsenarray kann für Drehgeber und Winkelmessgeräte radialer
Positionsmesseinrichtungen eingesetzt werden.
1. Optische Positionsmesseinrichtung mit einer Abtasteinheit (2), die eine Lichtquelle
(4), eine Abbildungsebene (9) und eine Linsenoptik (8) zur Erzeugung eines Abbildes
einer periodischen Gitterstruktur (10) in der Abbildungsebene (9) enthält,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Linsenoptik (8) aus einem periodischen Linsenarray (80) mit der Gitterperiode
oder dem gegenseitigen Abstand benachbarter Linsen (81, 82)

besteht, mit
AG(r) der Gitterperiode des Linsenarrays,
t(r) der Periode der periodischen Gitterstruktur (10),
|β(r)| dem Absolutbetrag-des Abbildungsmaßstabes β des Linsenarrays (80),
ψ einem vorgebbaren, definierten Phasensprung,
r dem Radius der Gitteranordnung, wobei für ein lineares Gitter r = ∞ und AG, t und β Konstanten sind,
i, k, n ∈ N, d.h. natürlichen Zahlen einschließlich. Null.
2. Optische Positionsmesseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Phasensprung (ψ) ein Bruchteil oder ein Vielfaches der Periode (T) der in der
Abbildungsebene (9) abgebildeten periodischen Gitterstruktur (10) ist.
3. Optische Positionsmesseinrichtung nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch eine Gitterperiode ohne Phasensprung (ψ = 0)

mit
AG(r) der Gitterperiode des Linsenarrays,
t(r) der Periode der periodischen Gitterstruktur (10),
|β(r)| dem Absolutbetrag des Abbildungsmaßstabes β des Linsenarrays (80),
r dem Radius der Gitteranordnung, wobei für ein lineares Gitter r = ∞ und AG, t und β Konstanten sind,
i, k, n ∈ N, d.h. natürlichen Zahlen einschließlich Null.
4. Optische Positionsmesseinrichtung nach mindestens einem der voranstehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch eine Breite

der Linsen (81, 82) des Linsenarrays (80), mit
BL(r) der Linsenbreite,
t(r) der Periode der periodischen Gitterstruktur (10),
|β(r)| dem absoluten Betrag des Abbildungsmaßstabes β des Linsenarrays (8),
r dem Radius der Gitteranordnung mit r = ∞ bei einem linearen Gitter,
m ∈ N.
5. Optische Positionsmesseinrichtung nach mindestens einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass ein photoelektrischer Detektor (90) in der Abbildungsebene (9) angeordnet ist.
6. Optische Positionsmesseinrichtung nach mindestens einem der voranstehenden Ansprüche
1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Abbildungsebene (9) einem weiterführenden optischen System zugeordnet ist.
7. Optische Positionsmesseinrichtung nach mindestens einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die in der Linsenoptik (8) bzw. dem Linsenarray (80) verwendeten Einzellinsen als
refraktive optische Elemente ausgebildet sind.
8. Optische Positionsmesseinrichtung nach mindestens einem der voranstehenden Ansprüche
1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die in der Linsenoptik (8) bzw. dem Linsenarray (80) verwendeten Einzellinsen als
diffraktive optische Elemente ausgebildet sind.
9. Optische Positionsmesseinrichtung nach mindestens einem der voranstehenden Ansprüche
gekennzeichnet durch einen Maßstab (1), der mindestens ein Strichgitter (10) mit periodischer Gitterstruktur
aufweist, und mit einer relativ zum Maßstab (1) beweglichen und das Maßstabgitter
(10) abtastenden Abtasteinheit (2), die eine Lichtquelle (4), eine Abbildungsebene
(9) und eine im Strahlengang zwischen dem Maßstab (1) und der Abbildungsebene (9)
angeordnete Linsenoptik (8) zur Erzeugung eines Abbildes der periodischen Gitterstruktur
des Maßstabgitters (10) in der Abbildungsebene (9) enthält,
10. Optische Positionsmesseinrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass im Strahlengang zwischen dem Maßstab (1) und dem Linsenarray (80) und/oder dem Maßstab
(1) und-der-Lichtquelle-(4) eine Abtastplatte (7) mit einer Gitterstruktur angeordnet
ist, die eine Gitterkonstante aufweist, die geringfügig von der Gitterkonstante des
Maßstabes (1) abweicht, so dass in einer Zwischenbildebene ein virtuelles Streifenmuster
resultiert.
11. Optische Positionsmesseinrichtung nach mindestens einem der voranstehenden Ansprüche
für eine photoelektrische Abtastung nach dem Auflicht-Messverfahren, dadurch gekennzeichnet, dass die Abbildungsebene (9) und die Lichtquelle (4) auf einer gemeinsamen Leiterplatte
(3) angeordnet sind.
12. Optische Positionsmesseinrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiterplatte (3) winklig zur Ebene des Maßstabs (1) bzw. Maßstabgitters (10)
derart angeordnet ist, dass die von der Lichtquelle (4) ausgehenden Lichtstrahlen
an einer senkrecht zum Maßstab (1) angeordneten Reflexionsfläche (5) reflektiert,
über eine Kondensorlinse (6) auf das Maßstabgitter (10) geworfen, dort reflektiert
und mittels des im Wesentlichen parallel zu Leiterplatte (3) angeordneten Linsenarrays
(80) das Maßstabgitter (10) mit dem Abbildungsmaßstab (β) in der Abbildungsebene (9)
abbilden.
1. Optical position measuring device having a scanning unit (2) which contains a light
source (4), an imaging plane (9) and a lens system (8) for producing an image of a
periodic grating structure (10) in the imaging plane (9),
characterised in that
the lens system (8) comprises a periodic lens array (80) having the grating period
or the mutual spacing of adjacent lenses (81, 82)

with
AG(r) the grating period of the lens array,
t(r) the period of the periodic grating structure (10),
|β(r)| the absolute value of the imaging scale β of the lens array (80),
ψ a prescribable, defined phase jump,
r the radius of the grating arrangement, for a linear grating r = ∞ and AG, t and β being constants,
i, k, n ∈ N, i.e. natural numbers including zero.
2. Optical position measuring device according to claim 1, characterised in that the phase jump (ψ) is a fraction or a multiple of the period (T) of the periodic
grating structure (10) which is imaged in the imaging plane (9).
3. Optical position measuring device according to claim 1,
characterised by a grating period without a phase jump (ψ = 0)

with
AG(r) the grating period of the lens array,
t(r) the period of the periodic grating structure (10),
|β(r)| the absolute value of the imaging scale β of the lens array (80),
r the radius of the grating arrangement, for a linear grating r = ∞ and AG, t and β being constants,
i, k, n ∈ N, i.e. natural numbers including zero.
4. Optical position measuring device according to at least one of the preceding claims,
characterised by a width

of the lenses (81, 82) of the lens array (80),
with
BL(r) the lens width,
t(r) the period of the periodic grating structure (10),
|β(r)| the absolute value of the imaging scale β of the lens array (8),
r the radius of the grating arrangement, with r = ∞ in the case of a linear grating,
m ∈ N.
5. Optical position measuring device according to at least one of the preceding claims,
characterised in that a photoelectric detector (90) is disposed in the imaging plane (9).
6. Optical position measuring device according to at least one of the preceding claims
1 to 4, characterised in that the imaging plane (9) is associated with a continuous optical system.
7. Optical position measuring device according to at least one of the preceding claims,
characterised in that the individual lenses which are used in the lens system (8) or in the lens array
(80) are configured as refractive optical elements.
8. Optical position measuring device according to at least one of the preceding claims
1 to 6, characterised in that the individual lenses which are used in the lens system (8) or in the lens array
(80) are configured as diffractive optical elements.
9. Optical position measuring device according to at least one of the preceding claims,
characterised by a scale (1) which has at least one ruled grating (10) with a periodic grating structure
and having a scanning unit (2) which is moveable relative to the scale (1) and scans
the scale grating (10), which scanning unit contains a light source (4), an imaging
plane (9) and a lens system (8) which is disposed in the beam path between the scale
(1) and the imaging plane (9) in order to produce an image of the periodic grating
structure of the scale grating (10) in the imaging plane (9).
10. Optical position measuring device according to claim 9, characterised in that, in the beam path between the scale (1) and the lens array (80) and/or the scale
(1) and the light source (4), there is disposed a scanning plate (7) with a grating
structure which has a grating constant which deviates slightly from the grating constant
of the scale (1), so that a virtual stripe pattern results in an intermediate image
plane.
11. Optical position measuring device according to at least one of the preceding claims
for photoelectric scanning according to the incident light measuring method, characterised in that the imaging plane (9) and the light source (4) are disposed on a common printed circuit
board (3).
12. Optical position measuring device according to claim 11, characterised in that the printed circuit board (3) is disposed at an angle relative to the plane of the
scale (1) or of the scale grating (10) such that the light beams originating from
the light source (4), reflected on a reflection surface (5) which is disposed perpendicular
to the scale (1), projected via a condenser lens (6) onto the scale grating (10),
reflected there and, by means of the lens array (80) which is disposed substantially
parallel to the printed circuit board (3), image the scale grating (10) with the imaging
scale (β) in the imaging plane (9).
1. Dispositif optique de mesure de position, comprenant une unité de balayage (2) qui
comporte une source lumineuse (4), un plan de reproduction (9) et un système optique
à lentilles (8) pour générer une reproduction d'une structure de réseau (10) périodique,
dans le plan de reproduction (9),
caractérisé en ce que
le système optique à lentilles (8) se compose d'un groupe de lentilles (80) périodique
présentant la période de réseau ou l'espacement réciproque suivant(e) de lentilles
(81, 82) voisines

avec
AG(r) période de réseau du groupe de lentilles,
t(r) période de la structure de réseau (10) périodique,
|β(r)| valeur absolue de l'échelle de reproduction β du groupe de lentilles (80),
ψ variation de phase brusque définie, pouvant être prédéterminée,
r rayon de l'agencement de réseau, sachant que pour un réseau linéaire, r = ∞ et AG, t et β sont des constantes,
i, k, n ∈ N, c'est-à-dire des entiers naturels, y compris zéro.
2. Dispositif optique de mesure de position selon la revendication 1, caractérisé en ce que la variation de phase brusque (ψ) correspond à une fraction ou à un multiple de la
période (T) de la structure de réseau (10) périodique représentée dans le plan de
reproduction (9).
3. Dispositif optique de mesure de position selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'il présente une période de réseau sans variation de phase brusque (ψ = 0)

avec
AG(r) période de réseau du groupe de lentilles,
t(r) période de la structure de réseau (10) périodique,
|β(r)| valeur absolue de l'échelle de reproduction β du groupe de lentilles (80),
r rayon de l'agencement de réseau, sachant que pour un réseau linéaire, r = ∞ et AG, t et β sont des constantes,
i, k, n ∈ N, c'est-à-dire des entiers naturels, y compris zéro.
4. Dispositif optique de mesure de position selon au moins une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'il présente une largeur

des lentilles (81, 82) du groupe de lentilles (80), avec
BL(r) largeur de lentille,
t(r) période de la structure de réseau (10) périodique,
|β(r)| valeur absolue de l'échelle de reproduction β du groupe de lentilles (80),
r rayon de l'agencement de réseau, avec r = co pour un réseau linéaire,
m ∈ N.
5. Dispositif optique de mesure de position selon au moins une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'un détecteur photoélectrique (90) est disposé dans le plan de reproduction (9).
6. Dispositif optique de mesure de position selon au moins une des revendications précédentes
1 à 4, caractérisé en ce que le plan de reproduction (9) est associé à un système optique complémentaire.
7. Dispositif optique de mesure de position selon au moins une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que les lentilles individuelles utilisées dans le système optique à lentilles (8) ou
le groupe de lentilles (80) sont réalisées sous forme d'éléments optiques réfractifs.
8. Dispositif optique de mesure de position selon au moins une des revendications précédentes
1 à 6, caractérisé en ce que les lentilles individuelles utilisées dans le système optique à lentilles (8) ou
le groupe de lentilles (80) sont réalisées sous forme d'éléments optiques diffractifs.
9. Dispositif optique de mesure de position selon au moins une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'il comprend une règle de mesure (1), qui présente au moins un réseau de traits (10)
à structure de réseau périodique, et une unité de balayage (2) qui peut être déplacée
par rapport à la règle de mesure (1), en balayant le réseau de règle (10), et comporte
une source lumineuse (4), un plan de reproduction (9) et un système optique à lentilles
(8) disposé dans la trajectoire des rayons entre la règle de mesure (1) et le plan
de reproduction (9) et destiné à générer une reproduction de la structure périodique
du réseau de règle (10), dans le plan de reproduction (9).
10. Dispositif optique de mesure de position selon la revendication 9, caractérisé en ce que dans la trajectoire des rayons entre la règle de mesure (1) et le groupe de lentilles
(80) et/ou entre la règle (1) et la source lumineuse (4), il est prévu un réticule
de balayage (7) avec une structure de réseau présentant une constante de réseau qui
est légèrement différente de la constante de réseau de la règle de mesure (1), de
sorte qu'il en résulte un motif de franges virtuel dans un plan d'image intermédiaire.
11. Dispositif optique de mesure de position selon au moins une des revendication précédentes,
pour effectuer un balayage photoélectrique selon le procédé de mesure par réflexion,
caractérisé en ce que le plan de reproduction (9) et la source lumineuse (4) sont disposés sur une carte
de circuits imprimés (3) commune.
12. Dispositif optique de mesure de position selon la revendication 11, caractérisé en ce que la carte de circuits imprimés (3) est disposée de manière à former un angle avec
le plan de la règle de mesure (1) et du réseau de règle (10), de telle sorte que les
rayons lumineux partant de la source lumineuse (4) soient réfléchis par une surface
de réflexion (5) perpendiculaire à la règle (1), soient renvoyés par l'intermédiaire
d'une lentille condenseur (6) sur le réseau de règle (10) et soient réfléchis sur
cette surface et reproduisent le réseau de règle (10) avec l'échelle de reproduction
(β) dans le plan de reproduction (9), au moyen du groupe de lentilles (80) disposé
sensiblement parallèlement à la carte de circuits imprimés (3).