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EP 1 497 613 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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29.12.2010 Patentblatt 2010/52 |
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Anmeldetag: 23.04.2003 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2003/004210 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2003/091660 (06.11.2003 Gazette 2003/45) |
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VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUR BESTIMMUNG DER RÄUMLICHEN KOORDINATEN EINES GEGENSTANDES
METHOD AND DEVICE FOR DETERMINING THE SPATIAL CO-ORDINATES OF AN OBJECT
PROCEDE ET DISPOSITIF POUR DETERMINER LES COORDONNEES SPATIALES D'UN OBJET
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR |
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Priorität: |
24.04.2002 DE 10219054
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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19.01.2005 Patentblatt 2005/03 |
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Patentinhaber: Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der
angewandten Forschung e.V. |
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80686 München (DE) |
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Erfinder: |
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- NOTNI, Gunther
07749 Jena (DE)
- HEINZE, Mathias
07749 Jena (DE)
- KÜHMSTEDT, Peter
07747 Jena (DE)
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| (74) |
Vertreter: Pfenning, Meinig & Partner GbR |
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Patent- und Rechtsanwälte
Joachimstaler Strasse 12 10719 Berlin 10719 Berlin (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bestimmung der räumlichen Koordinaten eines
Gegenstandes nach dem Oberbegriff des Hauptanspruchs sowie eine Vorrichtung zur Durchführung
des Verfahrens.
[0002] Zur berührungslosen flächenhaften Erfassung von Oberflächenformen, Oberflächengeometrien
oder Koordinaten ausgewählter Punkte werden verschiedene optische Prinzipien eingesetzt.
Allen Verfahren ist dabei gemeinsam, daß die Bestimmung der 3-D-Koordinaten eines
Oberflächenmeßpunktes nur dann möglich ist, wenn mindestens drei unabhängige Meßwerte
für diesen Punkt vorliegen. Zusätzlich gehen Annahmen über die Geometrie des Meßsystems
in das Ergebnis ein.
[0003] Ein Verfahren ist die klassische Streifenprojektionstechnik, die mit einer oder mehreren
CCD-Kameras und einem Projektor realisiert wird. (
DE 41 20 115 C2,
DE 41 15 445 A1. In derartigen Vorrichtungen werden die Gitterlinien oder Gray-Code-Sequenzen auf
die zu vermessende Oberfläche projiziert. Eine CCD-Kamera registriert an jedem ihrer
Empfängerelemente die Intensität eines Bildpunktes auf der Oberfläche. Mit bekannten
mathematischen Algorithmen werden aus den Intensitätsmeßwerten Phasenmeßwerte berechnet.
Die gesuchten Objektkoordinaten können nachfolgend aus den Phasenmeßwerten und den
Bildkoordinaten der Meßpunkte in der Bildebene des Aufnahmesystems berechnet werden.
Voraussetzung dafür ist allerdings die Kenntnis der Geometrie des Meßsystems (Orientierungsparameter
von Projektor und Kamera) sowie der Abbildungseigenschaften der Projektions- und Abbildungsoptik.
[0004] Die Anzahl der zu bestimmenden Orientierungsparameter läßt sich erheblich einschränken,
wenn ausschließlich die Phasenmeßwerte zur Koordinatenberechnung verwendet werden.
In solchen Systemen bestimmt die Lage eines einzelnen Empfängerelementes im Aufnahmesystem
ausschließlich den Meßort, wird aber als Meßinformation nicht ausgewertet. Durch Beleuchtung
der Szene aus mehreren, aber mindestens drei Projektionsrichtungen mit Gitterlinien
oder auch Gray-Code-Sequenzen und Beobachtung mit einer oder mehreren in Bezug zum
Objekt fest positionierten Kameras, lassen sich beispielsweise Koordinaten bei bekannter
Geometrie des Beleuchtungssystems berechnen. In allen diesen Systemen müssen die Systemparameter
(Orientierungsparameter) separat erfaßt werden, wobei dies typischerweise durch eine
sogenannte Vorabkalibrierung des Systems geschieht. Dabei werden Kalibrierkörper mit
bekannter Geometrie vermessen, mit Hilfe derer die Geometrieparameter des Meßaufbaus
modelliert werden (
DE 195 36 297 A1). Unbrauchbar ist diese Vorgehensweise immer dann, wenn Geometrieparameter in weiteren
Messungen nicht konstant gehalten werden können, beispielsweise durch Temperatureinflüsse
oder in Folge mechanischer Beanspruchung des Systems oder wenn bedingt durch die Komplexität
der Meßaufgabe eine variable Sensoranordnung gefordert wird und daher eine Vermessung
mit vorab festgelegter Anordnung nicht in Frage kommt.
[0005] Photogrammetrische Meßverfahren überwinden die Schwierigkeit einer separaten Einmeßprozedur.
Als Meßinformationen dienen hier die Bildkoordinaten, also die Lage der Meßpunkte
im Raster des Aufnahmesystems. Aus mindestens zwei unterschiedlichen Kamerapositionen
müssen für einen Objektpunkt die Bildkoordinaten bekannt sein. Vorteilhaft bei diesen
Messverfahren ist dabei, daß pro Meßpunkt ein überzähliger Meßwert gewonnen werden
kann, d.h. bei zwei Kamerapositionen liegt ein Meßwert mehr vor, als für die Berechnung
der drei Koordinaten eines Punktes erforderlich ist. Auf diese Weise ist es bei hinreichend
vielen Meßpunkten möglich, simultan Koordinaten, innere und äußere Orientierungsparameter
der Kameras sowie Korrekturparameter für die Verzeichnung zu berechnen. Schwierigkeiten
ergeben sich jedoch bei dem Auffinden der dazu notwendigen homologen Punkten, vor
allem für sehr viele Meßpunkte. Hierzu müssen in aufwendigen Bildverarbeitungsprozeduren
Texturen oder Oberflächenstrukturierungen aus verschiedenen Aufnahmen in Verhältnisse
gesetzt werden (
DE 195 36 296 A1). Gerade für eine vollständige flächenhafte Erfassung einer Objektoberfläche ist
dies nicht mit vertretbarem Aufwand möglich. Auch sind Markierungen als Verknüpfungspunkte
für das Zusammenfügen der Teilansichten erforderlich.
[0006] In der
DE 196 37 682 A1 wird ein System vorgeschlagen, welches diese Probleme überwindet. Dabei beleuchtet
ein Projektionssystem die Szene mit einer Serie von Streifenbildern, bestehend aus
zwei zueinander um 90° verdrehten Sequenzen. Solche aus zwei unterschiedlichen Positionen
auf das Objekt projizierte Streifenbilder ermöglichen bei gleichzeitiger Beobachtung
mit einer fest positionierten Kamera, eine Auswertung gemäß dem funktionalen Modell
der Photogrammetrie. Nachteile dieses Systemkonzeptes ergeben sich vor allem bei der
vollständigen Vermessung von komplexen Objekten. Mit der Komplexität des Meßobjektes
steigt auch die Anzahl der notwendigen Ansichten. Es ist aber nicht sinnvoll, die
Anzahl der Kameras zu erhöhen, da eine Meßinformation nur an einem Objektpunkt vorliegt,
der sowohl aus zwei unterschiedlichen Richtungen beleuchtet wird, als auch von der
Kamera beobachtet wird. Das Justieren des Meßsystems, d.h. das Einrichten der erforderlichen
Kameras gestaltet sich darüber hinaus um so schwieriger, je mehr Ansichten eingerichtet
werden müssen. Für komplexe Meßaufgaben ist ein solches vorausschauendes Einrichten
des Sensorsystems nicht immer befriedigend möglich. Nachteilig bei bekannten Verfahren
ist außerdem, daß das Ergebnis der Messung für eine Bewertung immer erst am Ende des
kompletten Meßprozesses zur Verfügung steht. Eine Zwischenauswertung und darauf aufbauend
eine angepaßte Positionierung des Projektors und der Kamera(s) ist dabei nicht möglich.
[0007] Aus der
DE 100 25 741 A1 ist ein Verfahren zur Bestimmung der räumlichen Koordinaten von Gegenständen und/oder
deren zeitlicher Änderung bekannt, bei dem der Gegenstand jeweils aus mindestens zwei
Richtungen mit einer Serie von Lichtmustern beleuchtet wird, die mit einer zweidimensional
auflösenden Sensoranordnung aufgezeichnet werden und zwar zur Erfassung unterschiedlicher
Ansichten bei unterschiedlichen Positionen der Sensoranordnung. Dabei wird bei einer
neuen Position der Sensoranordnung mindestens eine Projektionsrichtung so gewählt,
daß sie mit einer Projektionsrichtung der vorhergehenden Position der Sensoranordnung
übereinstimmt. Bei diesen beiden Projektionsrichtungen sind die Phasenmeßwerte identisch
und daraus kann eine Verknüpfungsvorschrift zwischen den Aufzeichnungspunkten der
Sensoranordnung bei der neuen und der vorhergehenden Position bestimmt werden. Dieses
System ist selbsteinmessend, d.h. es müssen vor einer Messung keinerlei geometrische
oder optische Systemgrößen bekannt sein oder vorher kalibriert werden. Die Kalibrierung
geschieht bei diesem bekannten Verfahren während des Messens, d.h. die Kalibrierkamera
ist gleichzeitig die Meßkamera. Dieses Verfahren ist beispielsweise bei komplexen
Objekten nicht zufriedenstellend, da Abschattungen nicht zu vermeiden sind.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Bestimmung der räumlichen
Koordinaten eines Gegenstandes zu schaffen, mit der eine Vermessung von komplexen
Gegenständen ohne Markierungen oder Texturen, ohne das Auffinden von homologen Punkten
und ohne daß geometrische oder optische Systemgrößen bekannt sein oder vorher kalibriert
werden müssen, möglich ist, wobei die Anzahl der möglichen Aufnahmerichtungen nicht
durch die Anzahl der Kameras begrenzt ist und wobei die Meßzeit verringert werden
kann.
[0009] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Hauptanspruchs gelöst.
[0010] Dadurch, daß die aus den mindestens zwei Richtungen auf den Gegenstand projizierten
Lichtmuster nicht nur jeweils von einer zugeordneten ersten Aufzeichnungsvorrichtung
sondern zusätzlich von mindestens einer zweiten Aufzeichnungsvorrichtung punktweise
als Bild erfaßt werden, wobei die mindestens eine zweite Aufzeichnungsvorrichtung
ortsfest in Bezug auf den zu vermessenden Gegenstand verbleibt und nicht wie die Projektionsvorrichtung
und die erste Aufzeichnungsvorrichtung versetzt wird und daß aus den mit der zweiten
Aufzeichnungsvorrichtung aufgezeichneten Punkten der projizierten Lichtmuster mindestens
vier Phasenmeßwerte bestimmt werden, aus denen die Parameter der Projektionsvorrichtung
für alle Richtungen der Projektion bestimmt werden, ist es möglich, eine Kalibrierung
des Systems in getrennter Weise zum Messen vorzunehmen. Der Gegenstand kann aus einer
beliebigen Anzahl von Richtungen aufgrund der frei beweglichen Sensoranordnung, bestehend
aus Projektionsvorrichtung und erster Aufzeichnungsvorrichtung erfaßt werden. Die
für die Kalibrierung notwendigen Daten werden während der Meßwertaufnahme erfaßt,
wobei eine Trennung zwischen stationärer Kalibrierkamera und beweglicher Meßkamera
realisiert wird. Dies erhöht die Flexibilität der Meßanordnung im Sinne eines mobilen
Sensors. Die Anzahl der zu digitalisierenden Objektansichten ist prinzipiell frei
und nicht auf die Anzahl der verwendeten Kameras beschränkt, sondern kann größer gewählt
werden. Durch die Selbstkalibrierung kann die messende Sensoranordnung während des
Meßablaufs mechanischen Änderungen unterliegen, ohne daß diese das Meßergebnis beeinflussen.
[0011] Da für die Bestimmung der geometrischen Kenngrößen der Projektionsvorrichtung vier
Phasenmeßwerte, für die der ersten Aufzeichnungsvorrichtung nur zwei Phasenmeßwerte
und für die Berechnung der dreidimensionalen Koordinaten nur ein Phasenmeßwert notwendig
sind, kann die Meßzeit erheblich verkürzt werden.
[0012] Durch die in den Unteransprüchen angegebenen Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
und Verbesserungen möglich.
[0013] Insgesamt können mit dem erfindungsgemäße Verfahren komplexe Gegenstände vermessen
werden. Es werden keine objektfesten oder speziell projizierte Paßmarken oder auch
besondere Objekteigenschaften für das Auffinden der homologen Punkte zur Bildmontage
benötigt. Aufwendige Matching-Prozeduren entfallen deswegen vollständig. Demgegenüber
stehen über das Pixelraster der stationären Kalibrierkamera(s) freie virtuelle Marken
zur Verfügung. Eine Objektinteraktion wird somit vermieden. Es können technisch sehr
einfache automatische Meßsysteme aufgebaut werden. Trotzdem sind diese in der Lage
komplexe Objekte vollständig und flächenhaft zu erfassen. Für die Standortänderung
der Sensoranordnung sind keine teuren, genauen Führungsmittel bzw. Handling-Systeme
notwendig. Für die Zuordnung von Teilbereichen zum gesamten dreidimensionalen Bild
ist keine Überlappung der mit der Sensoranordnung jeweils erfaßten Teilbereiche notwendig.
[0014] Die Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird in der nachfolgenden Beschreibung
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung des Meßablaufs entsprechend dem erfindungsgemäßen Verfahren,
- Fig. 2
- ein erstes Ausführungsbeispiel einer bei dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendeten
Meß- vorrichtung,
- Fig. 3
- ein zweites Ausführungsbeispiel einer Vor- richtung zur Durchführung des erfindungsgemä-
ßen Verfahrens,
- Fig. 4
- ein drittes Ausführungsbeispiel einer Meßvor- richtung zur Durchführung des erfindungsgemä-
ßen Verfahrens,
- Fig. 5
- ein viertes Ausführungsbeispiel einer Meßvor- richtung zur Durchführung des erfindungsgemä-
ßen Verfahrens,
- Fig. 6
- ein fünftes Ausführungsbeispiel einer Meßvor- richtung zur Durchführung des erfindungsgemä-
ßen Verfahrens, und
- Fig. 7
- ein sechstes Ausführungsbeispiel einer Meß- vorrichtung zur Durchführung des erfindungs-
gemäßen Verfahrens.
[0015] Das erfindungsgemäße Verfahren wird im Folgenden unter Heranziehung der Fign. 1,
2 und 3 beschrieben. Der zu vermessende Gegenstand 1 bzw. das Objekt ist beispielsweise
auf einem Meßtisch befestigt und wird von einem einen Bestandteil einer Sensoranordnung
2 bildenden Projektor 3 auf einem Stativ beleuchtet. Eine gleichfalls Bestandteil
der Sensoranordnung 2 bildende Kamera 4 nimmt das Bild des beleuchteten Objektes 1
bzw. des Objektbereichs auf. Im Ausführungsbeispiel ist die als Kamera ausgebildete
Aufzeichnungsvorrichtung eine CCD-Kamera auf einem Stativ.
[0016] In der Fig. 2 sind der Projektor 3 und die Kamera 4 voneinander unabhängig, während
in Fig. 3 Projektor 3 und Kamera 4 auf einem Stativ miteinander starr verbunden sind,
was zu einer Vereinfachung der Meßwertaufnahme führt. Die Fign. 2 und 3 zeigen die
Sensoranordnung 2 in zwei verschiedenen Positionen, wobei die Position 1 mit durchgezogenen
Linien dargestellt ist und die Position 2 mit gestrichelten Linien ausgeführt ist.
[0017] Der Projektor 3 projiziert auf das zu vermessende Objekt 1 oder einen Objektbereich
Lichtmuster, die als Liniengitter und/oder Gray-Code-Sequenzen ausgebildet sind. Die
Kamera 4 registriert an jedem ihrer Empfängerelemente die Intensität der auf dem Objekt
1 abgebildeten Streifenbilder als Meßwerte. Anschließend wird das Gitter und/oder
die Gray-Code-Sequenz um 90° gedreht und erneut auf den Gegenstand 1 projiziert, wobei
die Drehachse parallel zur optischen Achse des Projektionssystems liegt.
[0018] Weiterhin ist eine sogenannte Kalibrierkamera 5 vorgesehen, die gleichfalls als CCD-Kamera
ausgebildet ist und Bilder des Objekts 1 bzw. eines Objektbereichs aufnimmt. Anstelle
der Kalibrierkamera können auch Photodetektoren vorgesehen sein und da nur eine begrenzte
Anzahl von Meßpunkten aufgenommen werden muß, müssen als Mindestanzahl nur drei Photodetektoren
verwendet werden.
[0019] In Fig. 1 sind die prinzipiellen Beziehungen beim Meßablauf dargestellt. Von der
Sensorposition 1, die in den Fign. 2 und 3 mit durchgezogenen Linien gekennzeichnet
ist, werden, wie oben ausgeführt, Lichtmuster mittels des Projektors 3 derart auf
das Objekt 1 projiziert, daß zwei um einen Winkel (im Optimum um 90°) zueinander verdrehten
Phasenfelder erhalten werden, wodurch jeder Meßpunkt auf dem Objekt 1 mit zwei Phasenwerten
signalisiert wird. Der Projektor 3 projiziert beispielsweise auf das zu vermessende
Objekt 1 oder einen Objektbereich eine Serie von zwei Struktursequenzen von phasenverschobenen
Gitterlinien und/oder Gray-Code-Sequenzen, wobei die beiden Sequenzen die Verdrehung
gegeneinander um 90° aufweisen. Ebenso wie die Meßkamera 4 nimmt die Kalibrierkamera
5 an jedem ihrer Empfängerelemente die Intensitätsmeßwerte der Einzelbilder der Sequenzen
auf.
[0020] Mit bekannten Algorithmen der Streifenbildauswertung lassen sich aus den mit der
Meßkamera 4 und der Kalibrierkamera 5 aufgezeichneten Bildern Phasenmeßwerte, die
den Koordinaten in der Gitterebene des Projektionssystems entsprechen, an jedem Kamerapixelpunkt
sowohl für die Meßkamera 4 als auch für die Kalibrierkamera 5 berechnet, wobei durch
die gewählte Art der Streifenprojektion, z.B. verdrehte Gittersequenzen an dem beobachteten
Punkt des Gegenstandes 1 bis zu zwei Phasenmeßwerte pro Beleuchtungsrichtung gewonnen
werden.
[0021] Im nachfolgenden Schritt wird die Sensoranordnung 2 von der Sensorposition 1 in eine
beliebige andere Position versetzt, wobei diese Position 2 in Fig. 2 und Fig. 3 durch
die gestrichelten Linien dargestellt ist. Dabei bleibt der Standpunkt der Kalibrierkamera
5 relativ zum Gegenstand 1 unverändert. Von dieser neuen Position der Sensoranordnung
2 werden von dem Projektor 3 weitere Struktursequenzen bzw. Gitterlinien in gleicher
Weise, wie oben aufgeführt, auf das Objekt 1 bzw. den Objektbereich projiziert, wobei
wiederum sowohl die Meßkamera 4 als auch die Kalibrierkamera 5 die Bildsequenzen bzw.
Teile davon simultan aufnehmen.
[0022] Dieser Vorgang des Umsetzens der Sensoranordnung 2 in weitere Positionen kann solange
wiederholt werden, bis jeder zu vermessende Bereich des Gegenstandes mindestens einmal
von der Sensoranordnung 2 erfaßt, d.h. von dem Projektor 3 ausgeleuchtet und gleichzeitig
mit der Meßkamera 4 beobachtet worden ist. Dabei kann die Meßwertaufnahme an den verschiedenen
Positionen aufeinander folgend und anschließen die notwendigen Berechnungen durchgeführt
werden. Es können jedoch auch Berechnungen nach jeder neuen Position vorgenommen werden.
[0023] Die Sensoranordnung 2 und die Kalibrierkamera 5 sind mit einer Auswerteeinrichtung
verbunden, in der die notwendigen mathematischen Berechnungen für die Bestimmung der
dreidimensionalen Koordinaten des Gegenstandes durchgeführt werden. Dazu ist für die
Auswertung der Phaseninformation erforderlich, daß die Geometrieparameter des Projektionssystems
bekannt sind. Die Raumlage der einzelnen Projektorpositionen wird durch sechs äußere
Orientierungsparameter (drei Koordinaten der Projektionszentren, drei Euler'sche Drehwinkel
um die mitgedrehten Koordinatenachsen) festgelegt. Zur Berechnung dieser Geometriegrößen
wird mit funktionalen Modellen der Programmetrie ein Gleichungssystem aufgestellt.
Als Eingangsgrößen dienen die vier gemessenen bzw. aus den Meßwerten berechneten Phasenwerte.
Auch die Raumlage der Meßkamera 4, die gleichfalls durch Orientierungsparameter bestimmt
ist, wird über die Auswerteeinrichtung ermittelt. Dabei werden die Kenntnisse über
die Projektionsvorrichtung sowie zwei Phasenmeßwerte verwendet.
[0024] Der Auswerteprozeß soll unter Heranziehung der Fig. 1 im Folgenden erläutert werden.
Wie schon ausgeführt wurde, ist die Grundbedingung für die Datenauswertung, daß der
Projektor 3 die von der stationären Kalibrierkamera 5 eingesehenen Bereiche des Gegenstandes
1 aus mindestens zwei Positionen signalisiert. Weiterhin muß beachtet werden, daß
die Intensitätsmeßwerte für alle Beleuchtungspositionen von der Kalibrierkamera 5
immer an dem gleichen Objektpunkt O
κ auf der Oberfläche des Gegenstandes 1 registriert werden, d.h. es darf keine Relativbewegung
zwischen Gegenstand 1 und der Kalibrierkamera 5 stattfinden. In Fig. 1 wird dieses
Bedingung anhand der Strahlen 6, 7, 8 dargestellt, die alle auf den Objektpunkt O
κ treffen. Die mitbewegte Meßkamera 4 hingegen erfaßt für jede Position 1 (1 = 1...n)
unterschiedliche Bereiche O
1. Zur Vereinfachung ist in der schematischen Darstellung der Fig. 1 aus diesen Objektbereichen
immer nur ein Punkt O
1 bzw. O
2 gezeichnet.
[0025] Die Auswertung des Meßvorganges zur Bestimmung der 3-D-Koordinaten der Oberfläche
des Gegenstandes 1 ist ein dreistufiger Prozeß. Dabei werden prinzipiell erst alle
Projektorpositionen berechnet, d.h. kalibriert, dann werden alle Meßkamerapositionen
und abschließend die 3-D-Koordinaten der von den Positionen der Sensoranordnung 2
erfaßten Koordinaten des Gegenstandes berechnet. Dies geschieht, wie oben ausgeführt,
nach der gesamten Meßwertaufnahme oder zwischen der Meßwertaufnahme an unterschiedlichen
Positionen.
Erster Auswerteschritt:
[0026] In einem ersten Auswerteschritt werden unter Verwendung der mit der stationären Kalibrierkamera
5 an den Bildelementen (i
mk, j
mk) aufgenommenen Projektorbildkoordinaten (ξ
Pl,k, η
Pl,k), d.h. Phasenmeßwerten, die den Objektpunkt O
κ beschreiben, die äußeren und inneren Orientierungsparameter für alle Projektorpositionen
1 mittels bekannter Methoden des Bündelblockausgleichs berechnet. Grundbedingung hierfür
ist, wie oben ausgeführt, daß für die stationäre Kamera mindestens vier Phasenbilder
zur Verfügung stehen, die bei Projektion aus mindestens zwei unterschiedlichen Projektpositionen
1 generiert wurden. Für jede Projektorposition werden somit die sechs äußeren Orientierungsparameter
berechnet, die als Geometrieparameter der Projektoren dienen und die Raumlage der
einzelnen Projektorpositionen beschreiben. Diese Berechnung kann als Kalibrierung
verstanden werden. Die Kalibrierkamera als Übersichtskamera dient somit zum Registrieren
der homologen Punkte bzw. ihre Pixel als "virtuelle homologe Punkte".
[0027] Bisher wurde nur von einer Kalibrierkamera 5 gesprochen. Es können jedoch eine Mehrzahl
von Kalibrierkameras 5 vorgesehen sein, die in fester Beziehung zu dem Objektpunkt
stehen, wobei die Anzahl der Kameras mit m (m ≥ 1) bezeichnet ist. Diese Kalibrierkameras
5 sind in unterschiedlichen Beobachtungspositionen angeordnet und es kann somit ein
größerer Objektbereich erfaßt werden, d.h. kompliziertere Gegenstände ausgemessen
werden.
Zweiter Auswerteschritt:
[0028] In der Position 1 der Sensoranordnung 2 nimmt die Kamera 4 mit ihrem Raster aus Empfängerelementen
den Gegenstand 1 auf, wobei hier ein Punkt O
1 aus dem Bereich herausgegriffen ist, der über die Strahlen 9 und 10 gekennzeichnet
ist. An dem Pixelpunkt (ξ
κ1, η
κ1) der Kamera 4 werden zwei Meßinformationen (ξ
P1,1, η
P1,1) in Form von Phasenmeßwerten gewonnen, die den Projektorbildkoordinaten in der Gitterebene
entsprechen. Aus diesen Informationen und den im ersten Auswerteschritt berechneten
Orientierungsparametern des Projektors 3 an der Position 1 werden die Orientierungsparameter
der Meßkamera 4 an der Position 1 über einen freien Bündelausgleich berechnet, d.h.
die Meßkamera wird bezüglich ihrer Position kalibriert. Dabei wird nicht nur ein Punkt
O
1 aus dem erfaßten Objektbereich verwendet, sondern es können bis zu (i x j) Punkte
verwendet werden, wobei i x j die Pixelzahl der Meßkamera 4 in Zeilen- und Spaltenrichtung
ist.
[0029] Hiernach stehen die notwendigen die Sensoranordnung 2 an der Position 1 beschreibenden
Orientierungsparameter zur Verfügung, wobei mit dem ersten Auswerteschritt der Projektor
3 und mit dem zweiten Auswerteschritt die Kamera 4 an dieser Position kalibriert wurden.
Dritter Auswerteschritt:
[0030] Unter Verwendung der Orientierungsparameter des Projektors 3 und der Kamera 4 an
der Position 1 werden durch klassische Triangulation aus den Phasenbildern die dreidimensionalen
Koordinaten des Punktes O
1 und entsprechend aller von der Kamera 4 sichtbaren Objektpunkte (i x j) in dieser
Position 1 bzw. Ansicht 1 berechnet werden. Da der Objektpunkt durch zwei Gittersequenzen
signalisiert wurde und somit zwei Phasenbilder zur Verfügung stehen, jedoch nur ein
Phasenmeßwert notwendig ist, besteht prinzipiell die Möglichkeit, jeden Punkt zweimal
zu berechnen und über eine Mittelung zu verrechnen, wodurch die Koordinatenmeßgenauigkeit
erhöht wird.
[0031] Die Auswerteschritte zwei und drei werden für die Position 2 der Sensoranordnung
2 und nachfolgend schrittweise für alle folgenden Positionen durchgeführt. Im Ergebnis
wird eine 3-D-Punktewolke des Gegenstandes mit der Meßkamera 4 aus 1 Beobachtungspositionen
und, wenn eine Mehrzahl von Kalibrierkameras 5 vorhanden ist, zusätzlich aus m Beobachtungspositionen
gewonnen.
[0032] In den Fign. 4 bis 7 sind weitere Möglichkeiten einer Vorrichtung zur Durchführung
des Verfahrens dargestellt. In Fig. 4 sind eine Mehrzahl von Kalibrierkameras 5 an
einem Gestell 11 befestigt, unter dem das Objekt 1 angeordnet ist und das aus zwei
portalartigen parallel angeordneten Trägerelementen 12 und einem die Trägerelemente
12 verbindenden Querbalken 13 besteht. An dem Querbalken 13 ist die Sensoranordnung
2 an einem in allen Raumrichtungen drehbaren Drehteil 14 befestigt, wobei auch die
Kamera und/oder der Projektor 3 in ihrem Winkel zur Vertikalen verändert werden können.
[0033] In Fig. 5 ist der Gegenstand 1 auf einem Meßtisch 15 angeordnet und eine Kalibrierkamera
5 ist oberhalb des Objektes fest an einem Gestell 16 befestigt. Die Sensoranordnung
2 ist wiederum an einer Dreheinheit 17 befestigt, in deren Drehachse sich der Meßtisch
16 befindet. Die Sensoranordnung dreht sich somit in einem Winkel zur Vertikalen um
den Gegenstand 1 herum.
[0034] In Fig. 6 ist der Meßtisch in Form eines Drehtisches 18 ausgebildet, der zu einer
Basis 19 drehbar ist. An dem Drehtisch ist über einen Arm 20 die Kalibrierkamera 5
derart befestigt, daß sie über dem Gegenstand 1 steht. Meßkamera 4 und Projektor 3
der Sensoranordnung 2 sind an einem Balken 21 befestigt, der starr mit der Basis 19
verbunden ist.
[0035] Schließlich ist in Fig. 7 eine weitere Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
dargestellt. Dabei ist die Sensoranordnung 2 an einer um das Objekt 1 drehbaren kreisförmigen
Führungsbahn 22 derart befestigt, daß sie sich auf der Führungsbahn auf dem Halbkreis
bewegen kann und frei positionierbar ist, wobei die Führungsbahn 22 um das Objekt
1 um einen Winkel von bis zu 360° frei drehbar ist. An einem die Führungsbahn umgebenden
Gestell 23 sind eine Mehrzahl von Kalibrierkameras 5 befestigt. Es kann somit sowohl
die Ober- als auch die Unterseite des Gegenstandes 1 erfaßt werden.
1. Verfahren zur Bestimmung der räumlichen Koordinaten eines Gegenstandes, bei dem der
Gegenstand mit einer Projektionsvorrichtung aus mindestens zwei Richtungen mit Lichtmustern
beleuchtet wird, und die projizierten Lichtmuster auf dem Gegenstand mit einer zweidimensional
auflösenden ersten Aufzeichnungsvorrichtung punktweise aufgezeichnet werden, wobei
für die jeweiligen aufgezeichneten Punkte der Oberfläche des Gegenstandes Phasenwerte
bestimmt und diese zur Berechnung von geometrischen Kenngrößen und räumlichen Koordinaten
der Punkte verwendet werden, dadurch gekennzeichnet, daß die aus den mindestens zwei Richtungen auf den Gegenstand projizierten Lichtmuster
oder Teile davon zusätzlich von mindestens einer zweiten Aufzeichnungsvorrichtung
punktweise aufgezeichnet werden, wobei die mindestens eine zweite Aufzeichnungsanordnung
ortsfest in Bezug auf den zu vermessenden Gegenstand verbleibt und daß aus den mit
der zweiten Aufzeichnungsvorrichtung aufgezeichneten Punkte der projizierten Lichtmuster
mindestens vier Phasenmeßwerte bestimmt werden, aus denen die geometrischen Kenngrößen
der Projektionsvorrichtung für die mindestens zwei Richtungen der Projektion berechnet
werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nach der Bestimmung der geometrischen Kenngrößen der Projektionsvorrichtung die geometrischen
Kenngrößen der ersten Aufzeichnungsvorrichtung unter Verwendung der geometrischen
Kenngrößen der Projektionsvorrichtung bei der jeweiligen Projektionsrichturig und
von mindestens zwei Phasenmeßwerten berechnet worden, die aus den mit der ersten Aufzeichnungsvorrichtung
aufgezeichneten, aus der jeweiligen Richtung projizierten Lichtmustern bestimmt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß unter Verwendung der vorher bestimmten geometrischen Kenngrößen der Projektionsvorrichtung
und der ersten Aufzeichnungsvorrichtung und mindestens einem Phasenmeßwert, der aus
den mit der ersten Aufzeichnungsvorrichtung aufgezeichneten, aus der jeweiligen Richtung
projizierten Lichtmustern bestimmt wird, die dreidimensionalen Koordinaten der jeweiligen
Punkte des Gegenstandes berechnet werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß nach der Projektion der Lichtmuster aus einer ersten Richtung und Aufzeichnung der
Ansicht des Gegenstandes aus einer ersten Richtung die Projektionsvorrichtung und
die erste Aufzeichnungsvorrichtung für die Projektion aus einer zweiten Richtung und
Aufzeichnung einer anderen Ansicht des Gegenstandes aus einer zweiten Richtung von
einer ersten Position in eine zweite Position umgesetzt werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zur Messung von unterschiedlichen Ansichten des Gegenstandes die Projektionsvorrichtung
und die erste Aufzeichnungsvorrichtung gemeinsam in unterschiedliche Positionen umgesetzt
werden.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die geometrischen Kenngrößen der Projektionsvorrichtung und der ersten Aufzeichnungsvorrichtung
Orientierungsparameter sind.
7. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Phasenmeßwerte verwendet werden und jede räumliche Koordinate zweimal berechnet
wird und eine Mittelung durchgeführt wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Gegenstand aus jeder Projektionsrichtung in einem ersten Schritt mit einem Liniengitter
und/oder Gray-Code-Sequenzen und in einem zweiten Schritt mit dem um 90° bezüglich
der Projektionsrichtung verdrehten Liniengitter und/oder den um 90° verdrehten Gray-Code-Sequenzen
beleuchtet wird.
9. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 8 mit mindestens
einer Sensoranordnung, die eine Lichtmuster projizierende Projektionsvorrichtung und
eine erste zweidimensional auflösende Aufzeichnungsvorrichtung zum Aufzeichnen eines
mit den Lichtmustern beleuchteten Gegenstandes aufweist, mit mindestens einer zweiten
Aufzeichnungsvorrichtung zum Aufzeichnen des mit den Lichtmustern beleuchteten Gegenstandes,
mit einem den zu vermessenden Gegenstand aufnehmenden Meßtisch und einer Auswerteeinrichtung
zur Bestimmung von Kenngrößen des Meßsystems und/oder von räumlichen Koordinaten des
Gegenstandes, wobei die mindestens eine zweite Aufzeichnungsvorrichtung in Bezug auf
den auf dem Meßtisch aufgenommenen Gegenstand ortsfest ist und die Sensoranordnung
und der Gegenstand relativ zueinander beweglich sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Projektionsvorrichtung und die erste Aufzeichnungsvorrichtung der Sensoranordnung
fest miteinander verbunden sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Projektionsvorrichtung und die erste Aufzeichnungsvorrichtung der Sensoranordnung
unabhängig voneinander beweglich und/oder umsetzbar sind.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Sensoranordnung auf einer Dreheinheit angeordnet ist, in deren Mittelpunkt sich
der Meßtisch befindet und die Sensoranordnung eine Drehbewegung in Bezug auf den Gegenstand
durchführt.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Meßtisch drehbar ist und die mindestens eine zweite Aufzeichnungsvorrichtung
starr mit dem drehbaren Meßtisch verbunden ist, während die Sensoranordnung ortsfest
angeordnet ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Sensoranordnung an einer um den Meßtisch vorzugsweise um 360° drehbare Führungsbahn
frei positionierbar befestigt ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß eine Mehrzahl von zweiten Aufzeichnungsvorrichtungen ortsfest zu dem Meßtisch vorgesehen
sind.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Aufzeichnungsvorrichtung mindestens drei Photodetektoren aufweist.
1. Method for determining the spatial coordinates of an object, in which the object is
illuminated with light patterns with a projection device from at least two directions,
and the projected light patterns are recorded point by point on the object with a
two-dimensional-resolution first recording device, wherein, for the respective recorded
points of the surface of the object, phase values are determined and these are used
to calculate geometrical parameters and spatial coordinates of the points, characterised in that the light patterns or portions thereof projected onto the object from the at least
two directions are additionally recorded point by point by at least one second recording
device, wherein the at least one second recording arrangement remains stationary in
relation to the object to be measured, and in that from the points of the projected light patterns recorded with the second recording
device are determined at least four phase measurement values from which the geometrical
parameters of the projection device for the at least two directions of projection
are calculated.
2. Method according to claim 1, characterised in that, after determination of the geometrical parameters of the projection device, the
geometrical parameters of the first recording device are calculated using the geometrical
parameters of the projection device with the respective projection direction and at
least two phase measurement values which are determined from the light patterns recorded
with the first recording device and projected from the respective direction.
3. Method according to claim 1 or 2, characterised in that, using the predetermined geometrical parameters of the projection device and of the
first recording device and at least one phase measurement value which is determined
from the light patterns recorded with the first recording device and projected from
the respective direction, the three-dimensional coordinates of the respective points
of the object are calculated.
4. Method according to any of claims 1 to 3, characterised in that, after projection of the light patterns from a first direction and recording of the
view of the object from a first direction, the projection device and the first recording
device are changed from a first position to a second position for projection from
a second direction and recording of another view of the object from a second direction.
5. Method according to any of claims 1 to 4, characterised in that, for measurement of different views of the object, the projection device and the
first recording device are changed together to different positions.
6. Method according to any of claims 1 to 5, characterised in that the geometrical parameters of the projection device and of the first recording device
are orientation parameters.
7. Method according to claim 3, characterised in that two phase measurement values are used and each spatial coordinate is calculated twice
and averaging is carried out.
8. Method according to any of claims 1 to 7, characterised in that the object is illuminated from each direction of projection in a first step with
a line grid and/or Gray code sequences and in a second step with the line grid rotated
through 90° relative to the direction of projection and/or the Gray code sequences
rotated through 90°.
9. Device for carrying out the method according to any of claims 1 to 8, with at least
one sensor arrangement comprising a projection device which projects light patterns
and a first, two-dimensional-resolution recording device for recording an object illuminated
with the light patterns, with at least one second recording device for recording the
object illuminated with the light patterns, with a measuring table which holds the
object to be measured, and with an evaluating device for determining parameters of
the measuring system and/or spatial coordinates of the object, wherein the at least
one second recording device is stationary in relation to the object held on the measuring
table, and the sensor arrangement and the object are movable relative to each other.
10. Device according to claim 9, characterised in that the projection device and the first recording device of the sensor arrangement are
rigidly connected to each other.
11. Device according to claim 9, characterised in that the projection device and the first recording device of the sensor arrangement are
movable and/or changeable independently of each other.
12. Device according to any of claims 9 to 11, characterised in that the sensor arrangement is arranged on a rotating unit at the centre of which is located
the measuring table, and the sensor arrangement performs a rotational movement in
relation to the object.
13. Device according to any of claims 9 to 11, characterised in that the measuring table is rotatable and the at least one second recording device is
rigidly connected to the rotatable measuring table, while the sensor arrangement is
arranged stationarily.
14. Device according to any of claims 9 to 11, characterised in that the sensor arrangement is attached so as to be freely positionable to a guide track
rotatable about the measuring table preferably through 360°.
15. Device according to any of claims 9 to 14, characterised in that a plurality of second recording devices are provided stationarily relative to the
measuring table.
16. Device according to any of claims 9 to 15, characterised in that the second recording device comprises at least three photodetectors.
1. Procédé de détermination des coordonnées spatiales d'un objet, dans lequel l'objet
est éclairé par un dispositif de projection à partir d'au moins deux directions pour
former des motifs lumineux et le motif lumineux projeté est enregistré par points
sur l'objet avec un premier dispositif d'enregistrement à résolution bidimensionnelle,
dans lequel des valeurs de phase sont déterminées pour les points enregistrés respectifs
de la surface de l'objet et sont utilisées pour calculer des caractéristiques géométriques
et des coordonnées spatiales des points, caractérisé en ce que les motifs lumineux ou des parties de ceux-ci, projetés à partir d'au moins deux
directions sur l'objet, sont en outre enregistrés par points par au moins un second
dispositif d'enregistrement, dans lequel le au moins un second dispositif d'enregistrement
reste fixe par rapport à l'objet à mesurer, et en ce qu'à partir des points des motifs lumineux projetés, enregistrés par le second dispositif
d'enregistrement, on détermine au moins quatre valeurs de phase, à partir desquelles
les caractéristiques géométriques du dispositif de projection sont calculés pour les
au moins deux directions de la projection.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'après la détermination des caractéristiques géométriques du dispositif de projection,
les caractéristiques géométriques du premier dispositif d'enregistrement sont calculés
en utilisant les caractéristiques géométriques du dispositif de projection dans la
direction de projection respective et au moins deux valeurs de mesure de phase, qui
sont déterminées à partir des motifs lumineux projetés de la première direction respective,
enregistrés avec le premier dispositif d'enregistrement.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'on calcule les coordonnées tridimensionnelles des points respectifs de l'objet
en utilisant les caractéristiques géométriques précédemment déterminées du dispositif
de projection et du premier dispositif d'enregistrement et au moins une valeur de
mesure de phase, qui est déterminée à partir des motifs lumineux projetés de la première
direction respective, enregistrés par le premier dispositif d'enregistrement.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'après la projection des motifs lumineux à partir d'une première direction et l'enregistrement
de la projection de l'objet à partir une première direction, le dispositif de projection
et le premier dispositif d'enregistrement sont déplacés d'une première position à
une seconde position pour la projection à partir d'une seconde direction et l'enregistrement
d'une autre projection de l'objet à partir d'une seconde direction.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que, pour mesurer différentes projections de l'objet, le dispositif de projection et
le premier dispositif d'enregistrement sont déplacés conjointement dans différentes
positions.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les caractéristiques géométriques du dispositif de projection et du premier dispositif
d'enregistrement sont des paramètres d'orientation.
7. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que deux valeurs de mesure de phase sont employées, chaque coordonnée spatiale est calculée
deux fois et une moyenne est établie.
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que l'objet est éclairé à partir de chaque direction de projection, dans une première
étape, avec un réseau de lignes et/ou des séquences de code de Gray et, dans une seconde
étape, avec le réseau de lignes tourné de 90° par rapport à la direction de projection
et/ou les séquences de code de Gray tournées de 90°
9. Dispositif pour mettre en oeuvre le procédé selon l'une quelconque des revendications
1 à 8, comprenant au moins un aménagement de capteur, qui présente un dispositif de
projection projetant un motif lumineux et un premier dispositif d'enregistrement à
résolution bidimensionnelle pour enregistrer un objet éclairé par les motifs lumineux,
au moins un second dispositif d'enregistrement pour enregistrer l'objet éclairé par
les motifs lumineux, une table de mesure recevant l'objet à mesurer et un dispositif
d'exploitation pour déterminer des caractéristiques du système de mesure et/ou des
coordonnées spatiales de l'objet, dans lequel le au moins un second dispositif d'enregistrement
est fixe par rapport à l'objet présent sur la table de mesure et l'aménagement de
capteur et l'objet sont mobiles l'un par rapport à l'autre.
10. Dispositif selon la revendication 9, caractérisé en ce que le dispositif de projection et le premier dispositif d'enregistrement de l'aménagement
de capteur sont raccordés l'un à l'autre de manière fixe.
11. Dispositif selon la revendication 9, caractérisé en ce que le dispositif de projection et le premier dispositif d'enregistrement de l'aménagement
de capteur sont mobiles et/ou déplaçables indépendamment l'un de l'autre.
12. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 9 à 11, caractérisé en ce que l'aménagement de capteur est agencé sur une unité de rotation, au centre de laquelle
se trouve la table de mesure et l'aménagement de capteur effectue un mouvement de
rotation par rapport à l'objet.
13. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 9 à 11, caractérisé en ce que la table de mesure est rotative et le au moins un second dispositif d'enregistrement
est raccordé de manière rigide à la table de mesure rotative, tandis que l'aménagement
de capteur est agencé fixe.
14. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 9 à 11, caractérisé en ce que l'aménagement de capteur est fixé en positionnement libre sur une voie de guidage
pouvant tourner autour de la table de mesure, de préférence de 360°
15. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 9 à 14, caractérisé en ce qu'une pluralité de seconds dispositifs d'enregistrement est prévue de manière fixe par
rapport à la table de mesure.
16. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 9 à 15, caractérisé en ce que le second dispositif d'enregistrement présente au moins trois photodétecteurs.
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