[0001] Die Erfindung betrifft einen Dokumentenvernichter mit einer Einführung zum Einbringen
von Dokumenten, beispielsweise Papierbögen, welche durch ein Schneidwerk odgl. vernichtet
werden sollen.
[0002] Aus der DE 197 42 754 A1 ist es bekannt, inwiefern bei einem Dokumentenvernichter
bei schrägem Papiereinzug entweder eine vorgegebene Schnittbreite nicht mehr eingehalten
werden kann oder aber ein Schneidwerk verstopft und blockiert werden kann. In dieser
genannten Druckschrift wird Abhilfe dadurch geschafft, dass an den Seiten des Schneidwerks
die Schneidscheiben einen engeren Abstand aufweisen. Diese Möglichkeit ist jedoch
nicht beliebig zu geringeren Schneidscheibendicken hin erweiterbar. Soll eine insgesamt
extrem feine Vernichtung bzw. Zerschneidung von Papierbögen erfolgen, ohne die eingangs
genannte Störwirkung durch schräg oder zerknittert eingezogene Dokumente, muß andere
Abhilfe geschaffen werden.
Aufgabe und Lösung
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen eingangs genannten Dokumentenvernichter
zu schaffen, mit dem die Probleme des Standes der Technik beseitigt werden können
und insbesondere gute Papierzuführung und/oder eine gewünschte Partikel- bzw. Schnittgutbreite
oder Partikelgröße von zu vernichtenden Dokumenten erreicht werden kann.
[0004] Gelöst wird diese Aufgabe durch einen Dokumentenvernichter mit den Merkmalen des
Anspruchs 1. Vorteilhafte sowie bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand
der weiteren Ansprüche und werden im folgenden näher erläutert. Der Wortlaut der Ansprüche
wird durch ausdrückliche Bezugnahme zum Inhalt der Beschreibung gemacht.
[0005] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Einführung, mit welcher Dokumente zu dem
Schneidwerk oder einer anderen Vernichtungseinrichtung, beispielsweise einer Brennkammer,
geführt werden können, einen Kanal bildet. Dieser Kanal ist an vier Längsseiten durch
Wandungen geschlossen. Des weiteren ist er länglich und flach. Die Länge und Flachheit
des Kanals bezieht sich darauf, dass die Länge mindestens ein Viertel der Breite beträgt
und er relativ hierzu flach ist. Des weiteren weist der flache Kanal zwei schmale
Wandungen auf, die einander gegenüberliegen und zumindest im unteren bzw. hinteren
Bereich des Kanals im wesentlichen gleichen Abstand zueinander haben bzw. parallel
sind. Zwei weitere gegenüberliegende Wandungen sind breit, insbesondere um ein Vielfaches
breiter als die schmalen Wandungen. Sie weisen ebenfalls gleichen Abstand auf bzw.
sind parallel zueinander zumindest im unteren bzw. hinteren Bereich des Kanals.
[0006] Insbesondere sind zwei der Wandungen am Kanalanfang derart ausgebildet, dass sie
nach außen aufgehen bzw. aufgebogen sind oder dass eine größere Zugangsöffnung zu
dem Kanal erreicht ist. So kann vorteilhaft der Kanalquerschnitt am Anfang vergrößert
werden, um eine Einführung von Dokumenten oder Papierbögen zu erleichtern.
[0007] Somit kann ein Kanal geschaffen werden, der am Anfang oder in einem vorderen Bereich
ausreichend groß ist, um Dokumente einführen zu können, welche nicht vollständig parallel
zueinander geordnet sind. Im Längsverlauf sollte der Kanal jedoch den flachen und
breiten Querschnitt einnehmen, durch welchen die einzuführenden Papierbögen oder Dokumente
genau parallel zueinander ausgerichtet werden.
[0008] Auf diese Art und Weise ist es möglich, dass zu vernichtende Dokumente genau gerade
an das Schneidwerk oder die Vernichtung herangeführt werden. So können die Problematik
der sich zur Seite hin verschiebenden Papierbögen und somit Probleme im Randbereich
gar nicht erst auftreten.
[0009] Bis auf den Anfangsbereich des Kanals können jeweils beide Paare von gegenüberliegenden
Wandungen gleichen Abstand zueinander aufweisen bzw. parallel sein. Dieser Anfangsbereich
des Kanals, der insbesondere die Erweiterung aufweisen kann, kann weniger als die
Hälfte der Kanallänge betragen, vorteilhaft weniger als ein Drittel. Des weiteren
ist vorteilhaft vorgesehen, dass die Länge des Kanals mindestens 40 % bis 50 % der
Breite des Kanals beträgt. Die Länge desjenigen Bereichs des Kanals, welcher gleichbleibende
Breite oder gleichbleibenden Querschnitt aufweist, sollte mindestens ein Drittel seiner
Breite betragen. Dadurch kann die sichere Ausrichtung der in dem Kanal geführten Papierbögen
erreicht werden. Die Wandungen können geschlossen sein oder mit Öffnungen, beispielsweise
kleinen Löchern, versehen sein. So können Gleiteigenschaften von Papier unter Umständen
verbessert werden.
[0010] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Kanalbreite
bzw. der Kanalquerschnitt veränderbar sind. Hierzu kann vor allem eine schmale Kanalwandung
verstellt werden, da durch diese die Breite von einzuführenden Papierbögen bestimmt
wird. Eine Verschiebung einer Kanalwandung bzw. eine Veränderung des Kanalquerschnitts
sollte durch Parallelverschiebung erfolgen derart, dass sich die gesamte Kanalbreite
um denselben Betrag verringert. So kann eine gute Einführwirkung erhalten bleiben.
[0011] Die Öffnung oder Vergrößerung des Kanalquerschnitts am Anfang des Kanals bzw. der
Einführung kann das Mehrfache des sonstigen Kanalquerschnitts betragen, vorzugsweise
das Zweifache bis Zehnfache. Auf diese Art und Weise ist sichergestellt, dass eine
Einführung von zu vernichtenden Dokumenten schnell, zuverlässig und ohne großen Aufwand
möglich ist. Bereits das Einführen von zu vernichtenden Dokumenten in den Kanal ist
nämlich auch für die folgende Ausrichtung der Papierbögen von Bedeutung. Eine vergrößerte
Zugangsöffnung kann auch dadurch erreicht werden, dass die obere, insbesondere auch
eine seitliche, Wandung einige Zentimeter kürzer ausgebildet ist als die anderen.
[0012] Einerseits ist es möglich, dass der Kanal im wesentlichen geradlinig verläuft. Alternativ
dazu ist es möglich, dass der Kanal in einer Richtung gebogen oder gewölbt ist. Dazu
sind vorteilhaft die schmalen Wandungen gebogen oder gewölbt, wobei insbesondere eine
Wölbung des Kanals in Einführrichtung nach unten verläuft. Es kann auch eine mehrfach
entgegengesetzt wechselnde leichte Wölbung vorgesehen sein, ähnlich einer Wellung.
Dadurch ist eine Formstabilisierung von Papierbögen gegen Verschieben oder Zerknittern
in seitlicher Richtung möglich.
[0013] Der Kanal bzw. die Einführung ist vorteilhaft schräg zur Horizontalen ausgebildet.
Ein Winkel kann zwischen 30° und 60° liegen, vorteilhaft bei etwa 50°. So kann das
Papier von selber nachrutschen. Es ist auch möglich, diese Schräge durch einen drehbaren
oder kippbaren Einführkanal zu variieren.
[0014] Die Einführung kann aus Kunststoff gefertigt sein, vorzugsweise PVC. Sie kann auch
aus Metall gefertigt sein, je nach Anwendungsgebiet.
[0015] Des weiteren ist vorteilhaft vorgesehen, dass die Richtung des Kanals senkrecht zu
den Drehachsen eines Schneidwerks und somit senkrecht zu einem im wesentlichen linienförmigen
Ort, an dem das Zerschneiden stattfindet, verläuft. So ist ein möglichst exaktes Zerschneiden
der Dokumente möglich.
[0016] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Einführung
bewegbar ausgebildet ist. Dadurch kann sie von einem Schneidwerk wegbewegt werden,
um es für das übliche Einbringen von zu vernichtenden Dokumenten ohne die Einführung
freizugeben. Eine Bewegbarkeit ist vorteilhaft als Drehbewegung ausgebildet. Entlang
einer Drehachse kann so die Einführung weggeklappt werden. Die Drehachse verläuft
vorteilhaft parallel zu den Schneidwellen bzw. deren Drehachsen.
[0017] Es kann vorgesehen sein, dass unterhalb der Einführung eine weitere Einführeinrichtung
vorgesehen ist. Sie kann vorteilhaft im wesentlichen entsprechend einem üblichen Einführtrichter
eines Dokumentenvernichters ausgebildet sein. Über diese weitere Einführeinrichtung
können Dokumente eingeführt werden, bei denen es nicht auf die exakte Führung ankommt.
Wenn diese weitere Einführeinrichtung einen erheblich größeren Querschnitt aufweist
als die zuvor beschriebene Einführung, kann hier die Vernichtung bzw. Zuführung von
Dokumenten, welche weniger sicherheitsrelevant sind, erheblich vereinfacht werden.
[0018] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung können an einem Dokumentenvernichter mehrere
solcher erfindungsgemäßer Einführungen mit einem sehr flachen Kanal vorgesehen sein.
Vor allem kann hier vorgesehen sein, dass die Kanalhöhen noch abgestuft sind, beispielsweise
von extrem flach mit ca. 1 mm Kanalhöhe bis zu etwas weniger flach mit 4 mm bis 5
mm Kanalhöhe. Es sind allgemein auch Höhen mit 10 mm bis 20 mm realisierbar. Diese
Einführungen können entweder jeweils in eine Betriebsstellung geklappt werden und
entsprechend benutzt werden. Alternativ können sie im wesentlichen ortsfest ausgebildet
sein und in eine bestimmte Stellung gebracht werden, in der sie dem Schneidwerk Papierbögen
zuführen, beispielsweise gedreht werden.
[0019] Diese und weitere Merkmale gehen außer aus den Ansprüchen auch aus der Beschreibung
und den Zeichnungen hervor, wobei die einzelnen Merkmale jeweils für sich allein oder
zu mehreren in Form von Unterkombinationen bei einer Ausführungsform der Erfindung
und auf anderen Gebieten verwirklicht sein und vorteilhafte sowie für sich schutzfähige
Ausführungen darstellen können, für die hier Schutz beansprucht wird.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
[0020] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen schematisch dargestellt
und wird im folgenden näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine Schrägansicht einer erfindungsgemäßen Einführung für einen Dokumentenvernichter
und
- Fig. 2
- eine seitliche Schnittdarstellung durch den Oberteil eines erfindungsgemäßen Dokumentenvernichters
mit klappbarer Einführung.
Detaillierte Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0021] In der Fig. 1 ist eine Einführung 14 gemäß Erfindungsgedanken in Schrägansicht von
oben zu sehen. Von einer im wesentlichen ebenen Grundplatte 15 steht ein Einführschacht
16 schräg nach oben ab, und zwar in etwa in einem Winkel von 50°. Der Einführschacht
16 weist einen innenliegenden Einführkanal 17 auf. Der Einführkanal 17 wird einerseits
durch eine obere und untere breite Kanalwandung 18a bzw. 18b gebildet. Seitlich befinden
sich andererseits schmale Kanalwandungen 19a bzw. 19b. Dies ergibt einen Einführkanal
17 mit rechteckigem Querschnitt.
[0022] Nach oben zu weist der Einführschacht 16 eine trichterförmige Öffnung 21 auf. Diese
wird erreicht durch stark aufgebogene Endabschnitte der breiten Kanalwandungen 18a
und 18b. Ab dem Bereich, bis zu dem die schmalen Kanalwandungen 19 reichen, verlaufen
die breiten Kanalwandungen 18 parallel zueinander nach unten, und der Einführkanal
17 weist dort gleichbleibenden Querschnitt auf.
[0023] Zur Unterseite hin weist der Einführkanal 17 einen schmalen Austrittsschlitz 23 auf.
Durch diesen treten zu vernichtende Dokumente, die in die trichterförmige Öffnung
21 eingeführt worden sind, nach unten aus.
[0024] In Fig. 1 ist der Einführkanal 17 im wesentlichen entlang seiner Umrandungen gestrichelt
dargestellt. Auch daraus ist zu erkennen, wie der Einführkanal 17 sehr flach ausgebildet
ist im Vergleich zu seiner Breite. Die Breite kann, wie in Fig. 1 dargestellt ist,
unveränderbar sein mit allen Kanalwandungen in starrer Ausbildung. Dann weist die
Breite vorteilhaft ein gängiges Papiermaß auf, beispielsweise entsprechend der Breite
eines DIN A4-Blattes. Sie kann aber auch in der Breite verstellbar sein, beispielsweise
durch eine verschiebbare schmale Kanalwandung 19.
[0025] Die Höhe des Kanals 17 kann im Bereich von wenigen Millimetern liegen. Die Höhe sollte
vor allem deswegen nicht zu groß sein, damit das eingeführte Papier (34) möglichst
wenig Raum hat, sich zu wellen oder anderweitig aus der geraden Bahn abzuweichen.
[0026] In Fig. 2 ist zu sehen, wie die Einführung 14 auf einen erfindungsgemäßen Dokumentenvernichter
11 bzw. dessen Gehäuse-Oberseite 12 aufgesetzt ist. Wie zu erkennen ist, kann die
Einführung 14 um die am rechten Ende angebrachte Drehachse 25 nach oben geschwenkt
werden. Dies kann beispielsweise in die gestrichelt dargestellte Position erfolgen.
Hierzu wird nachfolgend noch weiteres ausgeführt.
[0027] Unterhalb der Einführung 14 befindet sich die Einführeinrichtung 30. Diese Einführeinrichtung
30 entspricht im wesentlichen einer üblichen Einführeinrichtung für einen derartigen
Dokumentenvernichter 11. Es ist zu erkennen, wie unterhalb der Einführeinrichtung
30 das Schneidwerk 32 angeordnet ist. Dieses Schneidwerk 32 entspricht ebenfalls einem
üblichen Dokumentenvernichter-Schneidwerk. Insbesondere für Anwendungen mit hohen
Anforderungen an die Sicherheit bzw. Zerkleinerung der zu vernichtenden Dokumente
kann das Schneidwerk dementsprechend ausgebildet sein, beispielsweise mit sehr engen
Schneidnuten oder dergleichen. Es sind aber auch andere Zerkleinerungseinrichtungen
oder Papiervernichtungseinrichtungen denkbar.
Funktion
[0028] Die erfindungsgemäße und in den Fig. 1 und 2 dargestellte Einführung 14 weist den
Vorteil auf, dass sie durch die Ausbildung des Einführkanals 17 mit vor allem in der
Breite gleichbleibendem Querschnitt über eine größere Länge hinweg die zu vernichtenden
Dokumente, welche oben eingeführt werden, im wesentlichen genau parallel zueinander
ordnet. Vor allem durch die gewisse Länge des Einführkanals 17 bzw. der Einführung
14, welche erheblich länger ist als bei bekannten Dokumentenvernichtern, wird diese
parallele Zwangsführung sowie deren Einhaltung erreicht. Dies bewirkt, dass zu vernichtende
Dokumente 34 genau parallel ausgerichtet werden und mit genau vorgegebener Richtung
in das Schneidwerk 32 gelangen. So kann ein während des Schneidens entstehender Schrägeinzug
vermieden werden. Ein solcher Schrägeinzug ist vor allem auch deswegen als sehr negativ
zu sehen, weil, wie eingangs erläutert worden ist, er zu ungleicher Schnittbreite
bzw. zu ungleicher Partikellänge oder Zerkleinerung bzgl. Partiklegröße insgesamt
führen kann. Eine ungleiche Schnittbreite wiederum entspricht nicht vorgegebenen Sicherheitsbestimmungen.
Des weiteren kann ein Blockieren des Schneidwerks durch seitlich angestautes Papiermaterial
oder dergleichen besser vermieden werden.
[0029] Die Höhe des Einführkanals 17 kann im Bereich einiger weniger Millimeter liegen,
aber auch bis zu 10mm bis 20 mm liegen. Sie wird vor allem auch durch die Schneidleistung
des Dokumentenvernichters insgesamt bzw. des Schneidwerks 32 bestimmt. Für eine beispielhafte
Blattzahl von 25 Blatt Papier mit normaler Papierstärke reicht eine Höhe von vier
oder fünf Millimetern. Durch diese relativ geringe Höhe wird vermieden, dass sich
einzelne Bögen Papier wellen und somit von der exakt vorgegebenen Ausrichtung abweichen.
[0030] Um das Einführen von zu vernichtenden Dokumenten in den relativ schmalen Einführkanal
17 zu erleichtern, ist die trichterförmige Öffnung 21 bzw. allgemein eine Aufweitung
vorgesehen. Zusätzlich oder alternativ zu dem Aufbiegen der breiten Kanalwandungen
18 können auch die schmalen Kanalwandungen 19 ähnlich aufgebogen sein. Ein Aufbiegen
der breiten Kanalwandungen 18 dagegen bietet insgesamt einen flächenmäßig erheblich
größeren Einführquerschnitt und ist insofern bevorzugt.
[0031] Alternativ zu der dargestellten geraden Ausbildung der Einführung 14 bzw. des Einführkanals
17 könnte dieser auch einfach oder mehrfach gebogen oder gewölbt sein um eine Biegeachse
herum, welche parallel zu dem Austrittsschlitz 23 liegen sollte. Eine solche Biegung
oder Wölbung kann zum einen das Verhalten von Papierbögen beim Eingleiten oder Einziehen
durch das Schneidwerk 32 verbessern. Des weiteren kann mit einer solchen gebogenen
Ausführung ein in dem Einführkanal 17 befindlicher Bogen Papier gegen Verknicken oder
Verschieben stabilisiert werden. Dies liegt daran, dass im Rahmen der Erfindung herausgefunden
worden ist, dass ein flachliegender Papierbogen wenig Stabilität in einer Richtung
quer zu seiner Fläche aufweist. Wird ein Bogen Papier dagegen leicht gewölbt, kann
schon eine gewisse Stabilität erreicht werden. Ein solchermaßen stabilisierter Papierbogen
wird beim Einziehen nicht so leicht schräg verschoben oder zerknittert oder in ungewünschter
Richtung verschoben. Insofern ist dies als vorteilhaft anzusehen. Ein ähnlicher Effekt
ist, allerdings in weitaus stärkerer Ausprägung, bei sogenanntem Wellblech zu beobachten.
Dieses ist ebenfalls eben durch die Wellung oder Wölbung oder Biegung erheblich stabilisiert.
[0032] Bei einer gewölbten Einführung 14 wäre diese in einer Darstellung ähnlich derjenigen
aus Fig. 2 in Seitenansicht nach oben oder nach unten gewölbt.
[0033] Aus der Darstellung in Fig. 2 ist zu entnehmen, wie im nach oben bzw. weggeklappten
Zustand der Einführung 14 der Dokumentenvernichter 11 wie ein normaler Dokumentenvernichter
ohne die spezielle Einführung benutzt werden kann. Es kann in weiterer Ausgestaltung
der Erfindung auch vorgesehen sein, mehrere solcher Einführungen 14 mit flachem Querschnitt
bzw. flacher Einführkanalhöhe vorzusehen. Diese könnten fächerartig versetzt zueinander
an der Oberseite des Dokumentenvernichters angebracht sein und auf das Schneidwerk
32 weisen. Eine Abstaffelung der Kanalhöhen der jeweiligen Führung macht es möglich,
abhängig von der Menge zu vernichtender Dokumente und somit der Dicke des einzuführenden
Papierstapels einen solchen Einführkanal auszuwählen, der eine nur leicht größere
Höhe aufweist. Damit kann eine größtmögliche Sicherheit eines geraden und beabsichtigen
Einzuges erreicht werden.
[0034] Alternativ zu der Ausbildung eines Dokumentenvernichters 11 nach Fig. 2 kann eine
vorbeschriebene Einführung mit im wesentlichen jedem Typ von Dokumentenvernichter
verwendet werden. Es können also unterschiedliche Arten von Schneidwerken, beispielsweise
auch Mehrfachschneidwerke oder dergleichen, verwendet werden.
[0035] Somit kann bei einer bevorzugten Möglichkeit ein Dokumentenvernichter geschaffen
werden, welcher ein Schneidwerk aufweist. Um zu vernichtende Dokumente wie Papierbögen
odgl. möglichst exakt gerade und parallel zuzuführen, kann eine Einführung mit einem
Einführschacht und einem darin verlaufenden Einführkanal derart flach ausgebildet
sein, dass das Papier sich nicht wellen oder seitlich verziehen kann. Des weiteren
sollte die Breite des Einführkanals nur minimal über beispielsweise der Breite einer
DIN A4-Seite liegen. Andere Formate sind, unter Umständen auch länderabhängig, B3
oder B4 odgl.. Auch dadurch wird vorteilhaft ein gerader Einzug gewährleistet.
1. Dokumentenvernichter (12) mit einer Einführung zum Einbringen von zu vernichtenden
Dokumenten, insbesondere Papierbögen (34), und einem Schneidwerk (32) zur Vernichtung
der Dokumente, wobei die Einführung einen Kanal (17) bildet, der:
- an vier Längsseiten durch Wandungen (18, 19) geschlossen ist,
- länglich ist, wobei die Länge mindestens ein Viertel der Breite beträgt,
- flach ist,
- zwei gegenüberliegende schmale Wandungen (19) aufweist, die im wesentlichen parallel
zueinander sind zumindest im unteren Bereich des Kanals (17),
- zwei gegenüberliegende breite Wandungen (18) aufweist, die im wesentlichen gleichen
Abstand zueinander aufweisen oder parallel zueinander sind zumindest im unteren Bereich
des Kanals (17).
2. Dokumentenvernichter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Wandungen (18) am Kanalanfang nach außen aufgebogen sind zur Vergrößerung (21)
des Kanalquerschnitts.
3. Dokumentenvernichter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass bis auf den Anfangsbereich des Kanals (17), der vorzugsweise weniger als ein Drittel
der Länge beträgt, jeweils beide Paare von gegenüberliegenden Wandungen (18, 19) parallel
zueinander sind.
4. Dokumentenvernichter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge des Kanals (17) mindestens 50 % der Kanalbreite beträgt.
5. Dokumentenvernichter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite des Kanals (17) veränderbar ist durch wenigstens eine verstellbare schmale
Kanalwandung (19), wobei vorzugsweise die Kanalwandung (19) ausschließlich durch Parallelverschiebung
verstellbar ist.
6. Dokumentenvernichter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der aufgehende Anfang des Kanals (17) das Mehrfache, vorzugsweise das Zwei- bis Zehnfache,
des sonstigen Kanalquerschnitts beträgt.
7. Dokumentenvernichter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kanal (17) im wesentlichen geradlinig verläuft.
8. Dokumentenvernichter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Kanal (17) gebogen ist und gebogene schmale Wandungen (19) aufweist, die vorzugsweise
nach unten hängend gebogen ausgebildet sind.
9. Dokumentenvernichter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kanal (17) schräg zur Horizontalen verläuft, vorzugsweise mit einem Winkel zwischen
30° und 60°, wobei der Winkel insbesondere 50° beträgt.
10. Dokumentenvernichter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite des Kanals (17) weniger als 30 cm beträgt und/oder die Höhe des Kanals
(17) weniger als 1 cm beträgt.
11. Dokumentenvernichter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einführung (14) bewegbar ausgebildet ist derart, dass sie von dem Schneidwerk
(32) wegbewegbar ist zur Freigabe des Schneidwerks für das Einbringen von zu vernichtenden
Dokumenten ohne die Einführung.
12. Dokumentenvernichter nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Einführung (14) um eine Drehachse wegklappbar ist, welche vorzugsweise parallel
zu den Drehachsen des Schneidwerks (32) läuft.
13. Dokumentenvernichter nach Anspruch 11 oder Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass sich zwischen Einführung (14) und Schneidwerk (32) eine weitere Einführeinrichtung
(30) von zu vernichtenden Dokumenten zu dem Schneidwerk befindet, wobei vorzugsweise
diese weitere Einführeinrichtung (30) einen erheblich größeren Querschnitt aufweist
als die andere Einführung (14).