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EP 1 498 336 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.09.2005 Patentblatt 2005/36 |
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Anmeldetag: 18.07.2003 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: B61L 1/16 |
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Verfahren und Zählpunkt zur Ermittlung des Belegungszustandes eines Gleisabschnittes
Method and counting unit for determining the occupation of a track section
Procédé et point de comptage pour la détection d'une occupation de la voie
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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19.01.2005 Patentblatt 2005/03 |
| (73) |
Patentinhaber: ALCATEL |
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75008 Paris (FR) |
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Erfinder: |
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- Klemm, Rainer
71711 Steinheim (DE)
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| (74) |
Vertreter: Rausch, Gabriele et al |
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Alcatel
Intellectual Property Department, Stuttgart 70430 Stuttgart 70430 Stuttgart (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 101 684 DE-A- 4 327 674
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CH-A- 296 516
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, und einen
Zählpunkt nach dem Oberbegriff des Anspruchs 7 hierfür.
[0002] Gleisfreimeldeeinrichtungen gehören zu den wesentlichen Einrichtungen der Eisenbahnsignaltechnik.
Diese Einrichtungen ermitteln die Belegungszustände einzelner aufeinanderfolgender
Abschnitte einer Gleisstrecke, auf deren Basis eine Signalisierung an ein- oder durchfahrende
Züge dieser Gleisstrecke erfolgt.
[0003] Die Gleisfreimeldung erfolgt zunehmend mittels sogenannter Achszählsysteme, bei denen
die Achsen ein- und ausfahrender Züge an einzelnen Zählpunkten gezählt werden und
diese Ergebnisse in geeigneter Weise miteinander verglichen werden. Zur Ermittlung
der Belegung eines Gleisabschnittes werden die Achsen eines ein- und ausfahrenden
Zuges punktuell am Anfang des Abschnittes mittels eines Einzählpunktes bzw. am Ende
des Abschnittes mittels eines Auszählpunktes gezählt. Durch eine Differenzbildung
der ein- und ausgezählten Achsen kann ermittelt werden, ob der Gleisabschnitt frei
oder belegt ist, d.h. dem Gleisabschnitt kann einer der Zustände "Frei" oder "Besetzt"
zugeordnet werden. Ein derartiges Achszählsystem wird in der DE 43 27 674 A1 offenbart.
[0004] Bei den modernen Mehrabschnittsachszählern beispielsweise der Firma der Alcatel SEL
AG, erfolgt die Zählung der Achsen in mikrocontrollerbasierten Zählpunkten am Gleis,
die Ermittlung der Gleisfreimeldung für alle Gleisabschnitte in den Achszähler-Auswerteeinrichtungen
im Stellwerk.
[0005] Der Nachteil gegenüber Gleiskreisen, bei denen die Gleisfreimeldung durch Ermittlung
des elektrischen Widerstandes zwischen den Schienen eines Gleises entlang des gesamten
Gleisabschnittes ermittelt wird, ist, dass nach einem Neustart eines Achszählers zunächst
nicht ermittelt werden kann, ob sich ein Zug in dem entsprechenden Gleisabschnitt
befindet.
[0006] Deshalb ist nach einem Neustart eines Achszählers eine manuelle Grundstellung der
Gleisabschnitte erforderlich. Die Grundstellung ist sicherheitsrelevant und muss daher
mit größter Sorgfältigkeit durchgeführt werden. Dazu können folgende Verfahren durchgeführt
werden:
[0007] Bei einer ersten Art der Grundstellung übernimmt allein der Fahrdienstleiter die
volle Verantwortung für seine Durchführung, nachdem er sich visuell oder durch Rückfrage
davon überzeugt hat, dass der entsprechende Gleisabschnitt frei ist.
[0008] Bei einer zweiten Art der Grundstellung übernimmt ebenfalls der Fahrdienstleiter
die Verantwortung, jedoch fährt zur seiner Unterstützung ein Zug auf "Befehl" mit
Vorsicht durch den Abschnitt, um sicherzustellen, dass der entsprechende Gleisabschnitt
frei ist.
[0009] Bei beiden vorhin genannten Grundstellungsarten muss nach der Vergewisserung, dass
sich kein Zug in den betrachteten Abschnitten befindet, eine manuelle Eingabe in die
Gleisfreimeldeeinrichtung erfolgen, mit welcher dann letztlich die Grundstellung der
entsprechenden Zähler oder Speicher erfolgt.
[0010] Da die Sicherheit der Gleisfreimeldung gegen Fehlfunktionen unverzichtbar ist, müssen
alle Fehler der Gleisfreimeldung erkannt werden und es muss eine sichere Abschaltung
erfolgen, sobald eine Fehlfunktion erkannt wurde. Dies führt bei Achszähler-Auswerteeinrichtungen
mit einer in der Sicherheitstechnik gängigen 2-Rechner-Architektur zu einer Abschaltung,
sobald einer dieser Rechner ausfällt. Daher werden für hochbelastete Strecken, z.B.
auf Hauptstrecken der Deutschen Bahn, Auswerteeinrichtungen in sogenannter 2 von 3
Rechnertechnik ausgeführt, bei welcher der Ausfall eines Rechners toleriert werden
kann und wodurch die Zuverlässigkeit und die Verfügbarkeit der Auswerteeinrichtung
und damit des Achszahlersystems insgesamt deutlich erhöht wird.
[0011] Jedoch kann es trotz eines Einsatzes hochzuverlässiger Rechnersysteme, beispielsweise
basierend auf der vorhin erwähnten von 2 von 3 Rechnertechnik, weiterhin zu Ausfällen
des Systems kommen, wenn beispielsweise die Übertragung zwischen einem der Zählpunkte
und der Achszähler-Auswerteeinrichtung ausfällt.
[0012] Außerdem ist ein Neustart des Achszählersystems immer dann notwendig, wenn eine Änderung
der Projektierungsdaten oder ein Software-Update der Achszähler-Auswerteeinrichtung
erfolgt ist. In allen diesen Fällen ist weiterhin, wie oben beschrieben, eine zeitraubende
und betriebshemmende manuelle Grundstellung notwendig.
[0013] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und geeignete Mittel zu schaffen,
welche eine automatische Grundstellung bei einem Neustart eines Achszählsystems ermöglichen.
[0014] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein Verfahren nach der Lehre des Anspruchs
1 und einem Zählpunkt nach der Lehre des Anspruchs 7 gelöst.
[0015] Grundgedanke der Erfindung ist es, dass auch während des Ausfalls des Achszählsystems
oder einer Übertragungsstrecke im Achszählsystem die Zählpunkte selbstständig weiterarbeiten
und Informationen, insbesondere Zählwerte über den Zustand vor dem Ausfall signaltechnisch
sicher gespeichert wird. Nach einem Neustart des Achszählsystems wird diese gespeicherte
Information zusammen mit den von den Zählpunkten an die Auswerteeinrichtung übertragenen
aktuellen Zählwerten miteinander verknüpft, um die aktuellen Belegungszustände der
Gleisabschnitte zu regenerieren.
[0016] Bei der erneuten Ermittlung des Belegungszustandes dieses Gleisabschnitts je eine
Differenz der gespeicherten Werte und eine Differenz der aktuellen Zählwerten gebildet
werden. Der Gleisabschnitt (A1) ist nur dann frei, wenn beide Differenzen identisch
sind.
[0017] Vorteilhafterweise umfasst das Achszählsystem eine zentrale Achszählauswerteeinrichtung,
welche mit den Zählpunkten verbunden ist. Bei Freiwerden des Gleisabschnitts sendet
die Achszählauswerteeinrichtung ein Kommando zum Speichern des jeweils aktuellen Zählwerts
an den einzählenden Zählpunkt und den auszählenden Zählpunkt. Jeder Zählpunkt sendet
seinen zuletzt gespeicherten Wert zusammen mit dem aktuell ermittelten Zählwert an
die Auswerteeinrichtung.
[0018] Jeder erfindungsgemäße Zählpunkt beinhaltet dazu einen Einzählspeicher und einen
Auszählspeicher, in denen jeweils eine Achszahl gespeichert werden kann, sowie jeweils
zwei weitere Speicher, einen Statusspeicher für den Einzählspeicher, kurz Einzählstatusspeicher
und einen Statusspeicher für den Auszählspeicher, kurz Auszählstatusspeicher zur Speicherung
jeweils eines digitalen Statuswertes des Zählpunktes als Ein- bzw. Auszähler; welche
jeweils die Bedeutung "aktuell" oder nicht aktuell" annehmen.
[0019] Der Statuswerte werden nach einem Start eines Zählpunktes zunächst auf "nicht aktuell"
gesetzt. Ferner setzen die Zählpunkte die Statusspeicher auf "nicht aktuell" wenn:
- im Rahmen ihrer üblichen Selbsttests ein Fehler festgestellt wird,
- ihre Fehleroffenbarungszeit (beispielsweise 72 h) abgelaufen ist oder ihr rundumlaufender
Zähler AKT mehr als halb überläuft (die Fahrtrichtung eines Zuges kann dann nicht
mehr eindeutig erkannt werden; bei bestimmten Achszählers ist dies beispielsweise
bei mehr als 256 Achsen der Fall).
[0020] Die zentrale Auswerteeinrichtung ermittelt, wie auch aus dem Stand der Technik bekannt,
die Gleisfreimeldung für einen Abschnitt durch Verarbeitung der aktuell ermittelten
und übermittelten Achszahlen derjenigen Zählpunkte, die diesen Abschnitt begrenzen.
Sobald ein Abschnitt den Zustand "Frei" einnimmt, sendet sie an diese Zählpunkte ein
Kommando, mit welchem der jeweils aktuelle Zählwert in ihrem Einzählspeicher bzw.
ihrem Auszählspeicher gespeichert werden sollen. Der Statuswert wird vom entsprechenden
Zählpunkt dabei auf "aktuell" gesetzt und im entsprechenden Einzählstatusspeicher
bzw. Auszählstatusspeicher abgelegt. Damit sind in den Zählpunkten eines Abschnitts
diejenigen Achszahlen hinterlegt, die zur Freimeldung dieses Abschnittes geführt haben.
[0021] Die Zählpunkte melden jeweils die in den Einzähl- und Auszählspeichern gespeicherten
Zählwerte sowie die Inhalte der Statusspeicher an die Auswerteeinrichtung. Diese Meldungen
können zyklisch erfolgen oder nach einer Aufforderung durch die Auswerteeinrichtung.
Vorzugsweise werden diese Inhalte der Zähl- und Statusspeicher zusammen mit den aktuellen
Zählwerten an die Auswerteeinrichtung übermittelt, so dass sie dort bei Bedarf für
die Regenerierung verwendet werden können, ohne dass die Zählpunkte über einen Ausfall
informiert werden müssen.
[0022] Dadurch kann, wie eingangs beschrieben, unmittelbar nach einem Neustart der Belegungszustand
auf einem Streckenabschnitt ermittelt werden, selbst wenn zwischenzeitlich Zugbewegungen
stattgefunden haben oder neue Zählinformation für eine bestimmte Zeit nicht empfangen
werden konnten. Nach Wiederherstellung einer ausgefallenen Datenübertragung zwischen
einem Zählpunkt und der Auswerteeinrichtung kann die Gleisfreimeldung der davon betroffenen
Abschnitte wieder hergestellt werden. Nach einer Änderung der Projektierungsdaten
der Achszähler-Auswerteeinrichtung kann die Gleisfreimeldung derjenigen Abschnitte
wieder hergestellt werden, deren Konfiguration sich nicht geändert hat.
[0023] Die Auswerteeinrichtung kann eine Regenerierung für einen Streckenabschnitt dann
durchführen, wenn die Statusspeicher aller Zählpunkte dieses Abschnitts als "aktuell"
gemeldet werden. Wenn dies nicht der Fall ist, gilt der entsprechende Abschnitt nach
einem Neustart zunächst als "gestört" Gegebenenfalls ist es auch möglich, mehrere
Gleisabschnitte zunächst so zusammenzufassen, dass nur Zählwerte von Zählern mit aktuell
gemeldeten Zählspeichern benötigt werden.
[0024] Das erfindungsgemäße Verfahren hat gegenüber manuellen und herkömmlichen Verfahren
den Vorteil, dass nach einem Neustart der Auswerteeinrichtung, beispielsweise infolge
einer Wartungsmaßnahme, Reparatur oder einem Software-Update der Auswerteeinrichtung
die Gleisfreimeldung aller Abschnitte automatisch und ohne signifikanten Zeitverlust
regeneriert werden kann. Das erfindungsgemäße Verfahren kann bei beliebigen Rechnerarchitekturen
der Auswerteeinrichtung angewandt werden, beispielsweise bei einer 2 von 3 oder 2
von 2 Rechnertechnik.
[0025] Im folgenden wird das erfindungsgemäße Verfahren anhand eines einfachen Beispiels
unter Zuhilfenahme der Zeichnungen weiter erläutert:
- Fig.1
- zeigt dazu ein einfaches Blockschaltbild eines erfindungsgemäßen Achszählsystems mit
einer erfindungsgemäßen Auswerteeinrichtung und erfindungsgemäßen Achszählpunkten
und
- Fig.2
- zeigt eine Tabelle mit beispielhaften Speicherzuständen von erfindungsgemäßen Achszählpunkten
des Achszählsystems aus Fig.1 a zugeordneten bei einer Ausführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens und
- Fig.3
- zeigt tabellarisch Ermittlungsergebnisse von Belegungszuständen anhand der Speicherzustände
aus Fig.2.
[0026] Fig.1 zeigt ein Blockschaltbild eines erfindungsgemäßen Achszählsystems AZS mit einer
erfindungsgemäßen (Achszähler-) Auswerteeinrichtung AZA und beispielhaft drei erfindungsgemäße
(Achs-) Zählpunkten ZP1, ZP2 und ZP3. Der erste Zählpunkt ZP1 befindet sich am linken
Endpunkt eines ersten Gleisabschnitts A1, der zweite Zählpunkt ZP2 befindet sich am
rechten Endpunkt und gleichzeitig linken Endpunkt eines an den ersten Gleisabschnitt
A1 rechts anschließenden zweiten Gleisabschnitts A2 und der dritte Zählpunkt ZP3 befindet
sich am rechten Endpunkt des zweiten Gleisabschnitts A2. Beispielhaft ist ein Triebfahrzeug
TFZ vor dem Abschnitt A1 dargestellt, welches sich von links nach rechts bewegt. Weiter
sind Pfeile a- f eingezeichnet, welche Streckenorte beispielhaft ausgewählter Streckenpunkte
angeben.
[0027] Die Zählpunkte ZP1, ZP2 und ZP2 bestehen gemäß dem Stand der Technik jeweils aus
einer Achsdetektoreinrichtung, welche in geeignetem Abstand und geeigneter Höhe neben
der Schiene befestigt ist. Jede Achsdetektoreinrichtung weist beispielhaft eine Sendespule
auf, welche ein elektromagnetisches Wechselfeld um die Schiene herum erzeugt. Eine
Empfängerspule ist im Wirkungsbereich dieses Wechselfeldes, beispielsweise gegenüber
der Sendespule auf der anderen Schienenseite angeordnet. Während der Vorbeifahrt einer
Achse ändert sich die Feldgeometrie des Wechselfeldes. Diese Änderung wird von der
Empfangsspule empfangen und in einer elektronischen Auswerteschaltung ausgewertet,
in welchem entschieden wird, ob eine Achse vorbeigefahren ist oder nicht. Das Ergebnis
wird einem Zählpunktrechner übermittelt, welcher einen Zählspeicher entsprechend inkrementiert.
Die Auswerteschaltung, Zählpunktrechner, Speichereinrichtung und Kommunikationseinrichtung
können in einem Gehäuse in der Nähe des jeweiligen Detektors untergebracht sein können.
[0028] Anhand von Fig.2 soll nun die Speicherung von Zählwerten in den in Fig.1 gezeigten
Zählpunkten ZP1- ZP3 zur Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens bei einer Überfahrt
des vierachsigen Triebfahrzeugs TFZ an dem in Fig.1 gezeigten Streckenorten a-f erläutert
werden.
[0029] Erfindungsgemäß weist der erste, zweite und dritte Zählpunkt ZP1, ZP2 und ZP3 jeweils
einen Speicher S1, S2 bzw. S3 auf, mit folgenden Speicherzellen:
- erster Zähler bzw. aktueller Zählspeicher AKT1, zweiter Zähler AKT2 bzw. dritter Zähler
AKT3, welche jeweils bei Überfahrt einer Achse inkrementiert werden,
- erster Einzählspeicher EIN1, zweiter Einzählspeicher EIN2 bzw. dritter Einzählspeicher
EIN3, in welche auf ein von der Auswerteeinrichtung AZA empfangenes Kommando zur Übernahme
des Einzählwertes der Wert des ersten Zähler AKT1, zweiten Zähler AKT2 oder dritten
Zähler AKT3 übernommen wird,
- erster Auszählspeicher AUS1, zweiter Auszählspeicher AUS2 bzw. dritter Auszählspeicher
AUS3, in welche auf ein von der Auswerteeinrichtung AZA empfangenes Kommando zur Übernahme
des Auszählwertes der Wert des ersten Zähler AKT1, zweiten Zähler AKT2 oder dritten
Zähler AKT3 übernommen wird.
[0030] Nicht dargestellt sind jeweils die oben genannten Einzählstatusspeicher Einzählspeicher
ST_EIN1, ST_EIN2 oder ST_EIN3 und Auszählstatusspeicher ST_AUS1, ST_AUS2 oder ST_AUS3,
in welche jeweils eine Bit-Information gespeichert wird, welche angibt ob der entsprechende
Einzählspeicher EIN1, EIN2 oder EIN3 bzw. Auszählspeicher AUS1, AUS2 oder AUS3 einen
gültigen Zählwert gespeichert hat.
[0031] Bei dem hier gezeigten Beispiel dient der zweite Zählpunkt ZP2 sowohl aus Auszählpunkt
aus dem ersten Abschnitt A1 als auch als Einzählpunkt in den zweiten Abschnitt A2.
Vom ersten Zählpunkt ZP1 wird hier nur die Einzählfunktion in den ersten Abschnitt
A1 und vom dritten Zählpunkt ZP3 nur die Auszählfunktion aus dem zweiten Abschnitt
A2 betrachtet. Entsprechend wird der erste Auszählspeicher AUS1 und der dritte Einzählspeicher
EIN3 und die dazugehörigen Statusspeicher im folgenden nicht weiter betrachtet.
[0032] In realen Systemen dient in der Regel jedoch jeder Zählpunkt sowohl als Einzählpunkt
in den davor liegenden Abschnitt als auch als Auszählpunkt aus dem zurückliegenden
Abschnitt.
[0033] Es wird hier von folgendem beispielhaften Ausgangszustand ausgegangen:
- Alle Statusspeicher sind gesetzt, d.h. nehmen den Wert "aktuell" an,
- beide Abschnitte sind frei,
- das Fahrzeug TFZ mit beispielhaft 4 Achsen fährt von links nach rechts über die beiden
Abschnitte A1 und A2; die vordere Achse des Triebfahrzeugs passiert dabei hintereinander
die Streckenorte a-f,
- Alle Einzähl bzw. Auszählspeicher haben den Wert 10 gespeichert.
[0034] Im folgenden werden die Speicherinhalte der Zähler, Einzähl- bzw-Auszählspeicher
der Zählpunkte jeweils zu den Zeitpunkten, an denen die erste Achse des Treibfahrzeugs
TFZ die Orte a-f erreicht:
a) Das Fahrzeug ist noch nicht eingefahren; beide Abschnitte A1 und A2 sind frei.
b) Das Fahrzeug TFZ fährt in den Abschnitt A1 ein. Abschnitt A1 ist mit 4 Achsen belegt;
Abschnitt 2 ist frei. Der erste Zähler AKT1 wurde dabei um den Wert "4" auf den Wert
"14" erhöht.
c) Das Fahrzeug TFZ ist mit der ersten Achse in den Abschnitt A2 eingefahren. Abschnitt
A1 ist noch mit 3 Achsen belegt; Abschnitt A2 ist mit einer Achse belegt. Der zweite
Zähler AKT2 wurde dabei um den Wert "1" auf den Wert "11" erhöht.
d) Das Fahrzeug TFZ ist ganz in den Abschnitt A2 eingefahren. Abschnitt A1 ist wieder
frei und Abschnitt zwei mit 4 Achsen belegt. Der zweite Zähler AKT2 wurde dabei um
den Wert "3" auf den Wert "14" erhöht. Die Auswerteeinrichtung AZA detektiert das
Freiwerden des ersten Abschnitts A1 durch Vergleich des ersten und zweiten Zählers
AKT1 und AKT2, sendet jeweils ein Kommando zur Übernahme des aktuellen ersten Zählers
AKT1 (Einzählwert = "14") in den ersten Einzählspeicher EIN1 an den ersten Zählpunkt
ZP1 und ein Kommando zur Übernahme des aktuellen zweiten Zählers AKT2 (Auszählwert
= "14") in den zweiten Auszählspeicher AUS2 an den zweiten Zählpunkt ZP2.
e) Das Fahrzeug TFZ mit drei Achsen aus dem Abschnitt A2 ausgefahren. Abschnitt 2
ist noch mit einer Achse belegt. Der dritte Zähler AKT3 wurde dabei um den Wert "3"
auf den Wert "13" erhöht.
f) Das Fahrzeug TFZ mit ganz aus dem Abschnitt A2 ausgefahren. Beide Abschnitte sind
wieder frei. Der dritte Zähler AKT3 wurde dabei um den Wert "1" auf den Wert "14"
erhöht. Die Auswerteeinrichtung AZA detektiert das Freiwerden des zweiten Abschnitts
A2 durch Vergleich des zweiten und dritten Zählers AKT2 und AKT3, sendet jeweils ein
Kommando zur Übernahme des aktuellen ersten Zählers AKT2 (Einzählwert = "14") in den
zweiten Einzählspeicher EIN2 an den zweiten Zählpunkt ZP2 und ein Kommando zur Übernahme
des aktuellen dritten Zählers AKT3 (Auszählwert = "14") in den dritten Auszählspeicher
AUS3 an den dritten Zählpunkts ZP3.
[0035] Anhand Fig. 3 soll gezeigt werden, wie der Belegungszustand der Abschnitte A1 und
A2 mit Hilfe allein der an die Auswerteeinrichtung übermittelten Speicherwerte ermittelt
werden kann, ohne dass die Belegungszustände dieser Anschnitte in der Auswertereinrichtung
vorbekannt sein müssen. Diese Ermittlung wird hier beispielhaft jeweils zu den Zeitpunkten,
an denen das Fahrzeug die Orte b-f erreicht vorgenommen:
[0036] Zur Ermittlung der Belegung des ersten Gleisabschnitts A1 wird jeweils eine Differenz
der gespeicherten Werte des ersten Einzählspeichers EIN1 und des zweiten Auszählspeichers
AUS2 und eine Differenz der aktuellen Zählwerten AKT1 und AKT2 gebildet und geprüft,
ob diese Differenzen übereinstimmen:

[0037] Falls ja, ist der erste Abschnitt A1 frei, sonst ist er belegt.
[0038] Entsprechend wird zur Ermittlung der Belegung des zweiten Gleisabschnitts A2 folgende
Prüfung vorgenommen:

[0039] Fig.3 zeigt die entsprechenden Ergebnisse tabellarisch. Diese Ergebnisse stimmen
mit dem unter Fig.2 beschriebenen Szenario überein.
[0040] Selbstverständlich können die oben beschriebenen Gleichungen beliebig mathematisch
umgestellt werden, beispielsweise können sie in die folgende Form gebracht werden.:


[0041] Es ist dann beispielsweise auch möglich, dass der erste Zählpunkt ZP1 die Differenz
(AKT1- EIN1), der zweite Zählpunkt ZP2 die Differenzen (AKT2-AUS2) und (AKT2- EIN2)
und der dritte Zählpunkt ZP3 die Differenz (AKT3-AUS3) bereits vorab bilden und die
Zählpunkte jeweils nur diese Differenzen an die Auswerteeinrichtung AZA übermitteln.
1. Verfahren zur Ermittlung des Belegungszustandes eines Gleisabschnittes (A1), insbesondere
nach einem Neustart eines Achszählsystems (AZS), bei welchem ein einzählender Achszählpunkt
(ZP1) am Anfang und ein auszählender Achszählpunkt (ZP2) am Ende des Gleisabschnittes
vorgesehen ist, und wobei der Belegungszustand durch einen Vergleich der von diesen
Achszählpunkten aktuell ermittelten Zählwerten (AKT1, AKT2) ermittelt wird, dadurch gekennzeichnet, dass nach Freiwerden des Gleisabschnitts (A1) der aktuelle Zählwert (AKT1) des einzählenden
Achszählpunkts (ZP1) und der aktuelle Zählwert (AKT2) des auszählenden Achszählpunkts
(ZP2) gespeichert werden und dass zu einer erneuten Ermittlung des Belegungszustandes
die so gespeicherten Werte (EIN1, AUS2) zusammen mit den zu diesem Zeitpunkt aktuellen
Zählwerten (AKT1, AKT2) herangezogen werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei der erneuten Ermittlung des Belegungszustandes dieses Gleisabschnitts (A1) eine
Differenz zwischen der Differenz der gespeicherten Werte (EIN1, AUS2) und der Differenz
der aktuellen Zählwerten (AKT1, AKT2) gebildet wird und der Gleisabschnitt (A1) nur
dann als frei ermittelt wird, falls diese gebildete Differenz gleich null ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Achszählauswerteeinrichtung (AZA) bei Freiwerden des Gleisabschnitts (A1) ein
Kommando zum Speichern des aktuellen Zählwerts (AKT1, AKT2) an den einzählenden Achszählpunkt
(ZP1) bzw. den auszählenden Achszählpunkt (ZP2) sendet und dass zur Ermittlung des
folgenden Belegungszustands jeder Achszählpunkt (ZP1, ZP2) seinen gespeicherten Wert
zusammen mit dem erneut ermittelten aktuellen Zählwert (AKT1, AKT2) an die Auswerteeinrichtung
(AZA) übermittelt.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Achszählpunkt (ZP1, ZP2) bei einer Speicherung des aktuellen Zählwerts (AKT1,
AKT2) zusätzlich einen bestimmten Wert als Statusinformation speichert, welcher darüber
informiert, dass ein gültiger aktueller Zählwert (AKT1, AKT2) gespeichert wurde und
dass der Achszählpunkt (ZP1, ZP2) diese Statusinformation zusammen mit dem gespeicherten
Wert (EIN1, AUS2) und dem aktuellen Zählwert (AKT1, AKT2) an die Auswerteeinrichtung
(AZA) übermittelt.
5. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass diese Statusinformation im Achszählpunkt (ZP1, ZP2) gelöscht wird, sobald dieser
Zählpunkt:
• einen internen Fehler feststellt,
• neu gestartet wird,
• eine bestimmte Fehleroffenbarungszeit abgelaufen ist oder
• der rundumlaufende Zähler zur Speicherung des aktuellen Zählwerts (AKT1,AKT2) mehr
als halb überläuft.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteeinrichtung (AZA) nach einem Empfang der gespeicherten Werte (EIN1, AUS2)
und der Statusinformation anhand des in der Statusinformation gespeicherten Wertes
prüft, ob diese gespeicherten Werte (EIN1, AUS2) gültig sind.
7. Achszählsystem (AZS) mit
einer Auswertevorrichtung (AZA)) zu einer Ermittlung des Belegungszustandes mindestens
eines Gleisabschnitts (A1) mit einer Empfangseinrichtung zum Empfang von aktuellen
Zählwerten (AKT1, AKT2) und gespeicherten Werten (EIN1, AUS2; AKT1-EIN1; AKT2-AUS2)
von mindestens zwei entsprechenden Zählpunkten (ZP1, ZP2), und einer Auswertelogik
zum Auswerten dieser aktuellen Zählwerte und gespeicherten Werte und
mindestens zwei Achszählpunkten (ZP2, ZP2, ZP3) mit je einer Zählpunktlogik, welche
einen Zähler zum Zählen der aktuell vorbeifahrenden Achsen eines Triebfahrzeugs (TFZ)
aufweist und mit einer Sendeeinrichtung zum Senden von aktuellen Zählwerten (AKT1,
AKT2, AKT3) und gespeicherten Werten (EIN1, EIN2, EIN3, AUS1, AUS2, AUS3), wobei eine
Empfangseinrichtung zum Empfang eines Speicherkommandos und mindestens ein Speicher
zur Speicherung eines aktuellen Zählerwerts (AKT1, AKT2, AKT3) vorhanden ist, wobei
die Zählpunktlogik so ausgestaltet ist, dass der aktuelle Zählerwert (AKT1, AKT2,
AKT3) bei Empfang dieses Speicherkommandos in diesen mindestens einen Speicher übernommen
wird,
dadurch gekenneichnet, dass
die Auswertevorrichtung (AZA) eine Sendeeinrichtung zum Senden eines Speicherkommandos
an die Zählpunkte (ZP1, ZP2) zur Speicherung des jeweils aktuellen Zählerwerts (AKT1,
AKT2) umfasst, und wobei die Auswertelogik so ausgestaltet ist, dass der Belegungszustand
des Gleisabschnitts (A1) allein aus den von den Zählpunkten aktuell empfangenen aktuellen
Zählwerten (AKT1, AKT2) und gespeicherten Werten (EIN1, AUS2) ermittelt werden kann.
1. Method for ascertaining the occupancy status of a track section (A1), particularly
following a restart of an axle counting system (AZS), in which a count-in axle counting
point (AP1) is provided at the start and a count-out axle counting point (AP2) is
provided at the end of the track section, and wherein the occupancy status is determined
by a comparison of the count values (AKT1, AKT2) currently ascertained by these axle
counting points, characterized in that, after the track section (A1) has become clear, the current count value (AKT1) of
the count-in axle counting point (ZP1) and the current count value (AKT2) of the count-out
axle counting point (ZP2) are stored in memory and, for the purpose of re-ascertaining
the occupancy status, the thus stored values (EIN1, AUS2) are used together with the
count values (AKT1, AKT2) that are current at that instant.
2. Method according to Claim 1, characterized in that, in the re-ascertainment of the occupancy status of this track section (A1), a difference
is obtained between the difference of the stored values (EIN1, AUS2) and the difference
of the current count values (AKT1, AKT2), and the track section (A1) is then only
ascertained as being clear if this obtained difference is equal to zero.
3. Method according to Claim 1, characterized in that, upon the track section (A1) becoming clear, an axle-counting evaluation device (AZA)
sends a command to the count-in axle counting point (ZP1) and to the count-out axle
counting point (ZP2) to store the current count value (AKT1, AKT2) in memory, and,
for the purpose of ascertaining the subsequent occupancy status, each axle counting
point (ZP1, ZP2) transmits its stored value, together with the re-ascertained current
count value (AKT1, AKT2), to the evaluation device (AZA).
4. Method according to Claim 3, characterized in that the axle counting point (AP1, ZP2), upon a storage of the current count value (AKT1,
AKT2), additionally stores a certain value, as status information, which provides
the information that a valid current count value (AKT1, AKT2) has been stored, and
the axle counting point (ZP1, ZP2) transmits this status information, together with
the stored value (EIN1, AUS2) and the current count value (AKT1, AKT2), to the evaluation
device (AZA).
5. Method according to Claim 4,
characterized in that this status information is erased in the axle counting point (ZP1, ZP2) as soon as:
• this counting point detects an internal fault
• this counting point is restarted
• a certain fault disclosure period has expired, or
• the revolving counter for storing the current count value (AKT1, AKT2) runs over
by more than half.
6. Method according to Claim 5, characterized in that, following receipt of the stored values (EIN1, AUS2) and the status information,
the evaluation device (AZA) checks, on the basis of the value stored in the status
information, whether these stored values (EIN1, AUS2) are valid.
7. Axle counting system (AZS), comprising
an evaluation device (AZA), for ascertaining the occupancy status of at least one
track section (A1), comprising a receiving device for receiving current count values
(AKT1, AKT2) and stored values (EIN1, AUS2; AKT1 - EIN1; AKT2 - AUS2) from at least
two corresponding counting points (ZP1, ZP2), and comprising an evaluation logic circuitry
for evaluating these current count values and stored values, and
at least two axle counting points (ZP1, ZP2, ZP3), each comprising a counting-point
logic circuitry which has a counter for counting the currently passing axles of a
tractive unit (TRZ), and comprising a transmitting device for transmitting current
count values (AKT1, AKT2, AKT3) and stored values (EIN1, EIN2, EIN3, AUS1, AUS2, AUS3),
wherein there is provided a receiving device, for receiving a storage command, and
at least one memory, for the storage of a current counter value (AKT1, AKT2, AKT3),
wherein the counting-point logic circuitry is of such design that, upon receipt of
this storage command, the current counter value (AKT1, AKT2, AKT3) is accepted into
this at least one memory,
characterized in that
the evaluation device (AZA) comprises a transmitting device for transmitting a storage
command to the counting points (ZP1, ZP2) to store in memory the respectively current
counter value (AKT1, AKT2), and wherein the evaluation logic circuitry is of such
design that the occupancy status of the track section (A1) can be ascertained solely
from the current count values (AKT1, AKT2) currently received from the counting points
and the stored values (EIN1, AUS2).
1. Procédé de détermination de l'état d'occupation d'une portion de voie (A1), notamment
après un redémarrage d'un système de comptage d'essieux (AZS), avec lequel il est
prévu un point de comptage d'essieux comptant les entrées (ZP1) au début et un point
de comptage d'essieux comptant les sorties (ZP2) à la fin de la portion de voie, et
l'état d'occupation étant déterminé par une comparaison des valeurs comptées actuelles
(AKT1, AKT2) de ces points de comptage d'essieux, caractérisé en ce que la valeur comptée actuelle (AKT1) du point de comptage d'essieux comptant les entrées
(ZP1) et la valeur comptée actuelle (AKT2) du point de comptage d'essieux comptant
les sorties (ZP2) sont enregistrées après la libération de la portion de voie (A1)
et que les valeurs ainsi enregistrées (EINI, AUS2) sont utilisées en combinaison avec
les valeurs comptées actuelles (AKT1, AKT2) à ce moment pour une nouvelle détermination
de l'état d'occupation.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que lors de la nouvelle détermination de l'état d'occupation de cette portion de voie
(A1), une différence entre la différence des valeurs enregistrées (EIN1, AUS2) et
la différence des valeurs comptées actuelles (AKT1, AKT2) est calculée et la portion
de voie (A1) n'est considérée comme libre que si cette différence calculée est égale
à 0.
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que lors de la libération de la portion de voie (A1), un dispositif d'évaluation du comptage
d'essieux (AZA) envoie au point de comptage d'essieux comptant les entrées (ZP1) ou
au point de comptage d'essieux comptant les sorties (ZP2) une instruction en vue de
l'enregistrement de la valeur comptée actuelle (AKT1, AKT2) et qu'il transmet au dispositif
d'évaluation (AZA), en vue de déterminer l'état d'occupation suivant, la valeur qu'il
a enregistrée en même temps que la valeur comptée actuelle (AKT1, AKT2) nouvellement
déterminée.
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que le point de comptage d'essieux (ZP1, ZP2), lors d'un enregistrement de la valeur
comptée actuelle (AKT1, AKT2), enregistre en plus une valeur donnée en tant qu'information
d'état qui informe du fait qu'une valeur comptée actuelle (AKT1, AKT2) valide a été
enregistrée et que le point de comptage d'essieux (ZP1, ZP2) transmet cette information
d'état au dispositif d'évaluation (AZA) en même temps que la valeur enregistrée (EIN1,
AUS2) et la valeur comptée actuelle (AKT1, AKT2).
5. Procédé selon la revendication 4,
caractérisé en ce que cette information d'état est effacée dans le point de comptage d'essieux (ZP1, ZP2)
dès que ce point de comptage :
* constate un défaut interne,
* est redémarré,
* un délai de publication de défaut donné est coulé ou
* le compteur à rotation complète destiné à enregistrer la valeur comptée actuelle
(AKT1, AKT2) déborde de plus de la moitié.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que le dispositif d'évaluation (AZA), après avoir reçu les valeurs enregistrées (EIN1,
AUS2) et l'information d'état, vérifie à l'aide de la valeur enregistrée dans l'information
d'état si ces valeurs enregistrées (EIN1, AUS2) sont valides.
7. Système de comptage d'essieux (AZS) comprenant :
un dispositif d'évaluation (AZA) destiné à déterminer l'état d'occupation d'au moins
une portion de voie (A1) comprenant un dispositif de réception destiné à recevoir
des valeurs de comptage actuelles (AKT1, AKT2) et des valeurs enregistrées (EIN1,
AUS2 ; AKT1 - EIN1 ; AKT2 - AUS2) de la part d'au moins deux points de comptage (ZP1,
ZP2) correspondants, et un circuit logique d'évaluation destiné à évaluer ces valeurs
comptées actuelles et ces valeurs enregistrées et
au moins deux points de comptage d'essieux (ZP2, ZP2, ZP3) comprenant chacun un circuit
logique de point de comptage qui présente un compteur pour compter les essieux qui
passent actuellement d'une automotrice (TFZ) et comprenant un dispositif d'émission
pour envoyer les valeurs comptées actuelles (AKT1, AKT2, AKT3) et les valeurs enregistrées
(EIN1, EIN2, EIN3, AUS 1, AUS2, AUS3), un dispositif de réception destiné à recevoir
une instruction d'enregistrement et au moins une mémoire destinée à enregistrer une
valeur comptée actuelle (AKT1, AKT2, AKT3) étant présents, le circuit logique de point
de comptage étant configuré de telle sorte que la valeur comptée actuelle (AKT1, AKT2,
AKT3) soit prise en compte dans cette au moins une mémoire lors de la réception de
cette
instruction d'enregistrement,
caractérisé en ce que
le dispositif d'évaluation (AZA) comprend un dispositif d'émission pour envoyer une
instruction d'enregistrement aux points de comptage (ZP1, ZP2) en vue de l'enregistrement
de la valeur comptée à chaque fois actuelle (AKT1, AKT2) et le circuit logique d'évaluation
étant configuré de telle sorte que l'état d'occupation de la portion de voie (A1)
peut être déterminé uniquement à partir des valeurs comptées actuelles (AKT1, AKT2)
et des valeurs enregistrées (EIN1, AUS2) actuellement reçues par les points de comptage.

