[0001] Die Erfindung betrifft eine quaderförmige Faltschachtel gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 1 sowie einen Stanzzuschnitt hierfür gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
9.
[0002] Derartige quaderförmige Faltschachteln sind z.B. als sogenannte Umzugskartons bekannt.
Sie werden in der Form eines Zuschnitts in einem flachen Zustand an den Benutzer geliefert,
der dann die Faltschachtel manuell aufrichtet, wobei durch das Umfalten der Bodenverschlussklappen
ein Faltkarton mit geschlossenem Boden erhalten wird, der vielfach noch mit zusätzlichen
Hilfsmitteln, wie Klebebändern, Metallklammern usw., verstärkt wird.
[0003] Insbesondere die Bodenkonstruktion von derartigen Faltschachteln ist maßgebend für
deren Tragfähigkeit. So sind z.B. sogenannte Kuvertböden bekannt, die sich zwar bewährt
haben, aber deren Tragfähigkeit doch begrenzt ist, wobei letztere natürlich auch abhängig
ist von dem verwendeten Material für die Faltschachtel, d.h. welche Wellpappsorte
bzw.Wellpappqualität zum Einsatz kommt.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine quaderförmige Faltschachtel und dessen Stanzzuschnitt
vorzuschlagen, deren Bodenkonstruktion in einfacher Weise ohne zusätzliche Hilfsmittel
wiederverschließbar auszubilden ist, wobei die Tragfähigkeit der Bodenkonstruktion
vergleichsweise zum Stand der Technik wesentlich höher oder im Falle des Einsatzes
von schwächeren und damit billigeren z.B. Wellpappsorten unverändert bleiben soll.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs
1 sowie des Anspruchs 9 enthaltenen Merkmale gelöst, wobei zweckmäßige Weiterbildungen
der Erfindung durch die in den Unteransprüchen angegebenen Merkmale gekennzeichnet
sind.
[0006] Nach Maßgabe der Erfindung ist bei einer quaderförmigen Faltschachtel mit vier Bodenverschlussklappen
vorgesehen, dass zwei gegenüberliegende Verschlussklappen an ihren freien Enden abwinkelbare
Einstecklaschen aufweisen, die im Zustand des geschlossenen Bodenverschlusses in entsprechend
der Form und der Lage der Einstecklaschen ausgebildeten Schlitzen eingreifen und diese
im Schachtelinneren umgreifen, wobei diese Schlitze in den beiden anderen sich gegenüberstehenden
Bodenverschlussklappen vorgesehen sind. Ein derartiger Verschlussmechanismus hält
vorteilhaft in sich selbst, sodass zusätzliche Hilfsmittel wie Klebebänder oder Metallklammern
hier nicht erforderlich sind. Ferner ermöglicht die sich aus dieser Konstruktion ergebende
Falttechnik dem Benutzer ein schnelles und einfaches Aufrichten eines Faltkartons.
Ein "falscher" Zusammenbau, der zu einer eingeschränkten Tragfähigkeit führen könnte,
ist damit nahezu ausgeschlossen. Schließlich ist dieser Verschlussboden so konstruiert,
dass die einmal aufgerichtete Faltschachtel problemlos wieder auseinandergefaltet
und wieder flach auf den Boden gelegt werden kann. Somit kann der flache Stanzzuschnitt
mehrfach verwendet werden und in der Zwischenzeit platzsparend im flachen Zustand
gelagert werden.
[0007] Eine besondere Verriegelung des Bodenverschlusses ist dadurch möglich, dass die an
der vorderen Seitenwand und an der rückwärtigen Seitenwand vorgesehenen Bodenverschlussklappen
jeweils mit einer Falzlinie angelenkt sind, die im Bereich zwischen den Schlitzen
schachteleinwärts versetzt verläuft. Dadurch wird der Mittelteil der Längsseiten etwas
nach innen gezogen und die Faltschachtel bekommt, wenn man diese von unten betrachtet,
eine Art Taillierung. Dies hat wiederum vorteilhaft zur Folge, dass die Einstecklaschen,
wenn diese die Schlitze im Schachtelinneren umgreifen, d.h. von innen an den Boden
gedrückt werden, durch die Reibung an den Seitenwänden zusätzlich fixiert werden.
Diese Maßnahme gibt dem Verschlussboden zusätzlich einen Halt und verhindert, dass
die Einstecklaschen unabsichtlich herausrutschen und der Verschlussboden funktionsuntüchtig
wird. Ferner wird dadurch ein Befüllen der Faltschachtel mit Kleinteilen erleichtert,
da diese jetzt nicht mehr unter die nach oben möglicher wegstehenden Einstecklaschenenden
gelangen können.
[0008] Bewährt hat sich jedoch, dass die an der rechten und linken Seitenwand angelenkten
Bodenverschlussklappen an ihren freien Enden jeweils zwei abwinkelbare Einstecklaschen
aufweisen, welche die Form eines Dreiecks besitzen, dessen Grundlinie sich mit einer
Falzlinie deckt, über die die Einstecklaschen an den Bodenverschlussklappen angelenkt
sind.
[0009] Hierbei ist es zweckmäßig, dass die Einstecklaschen an ihrem freien Ende eine abgeschrägte
oder stumpfe Spitze aufweisen, da im Falle, dass die an der vorderen und rückwärtigen
Seitenwand angelenkten Bodenverschlussklappen Schlitze aufweisen, die durch eine bewegliche
Zunge verschlossen sind, diese derartige Schlitze leichter durchdringen können. Sollten
jedoch die Einstecklaschen die Form eines Dreiecks mit einer ausgeprägten Spitze haben,
kommt es beim Durchstoßen der Schlitze zu einer punktförmigen Belastung, welche insbesondere
bei relativ schwachen Pappsorten zu einer Deformation der Einstecklaschenspitzen führen
kann, sodass eine derartige Einstecklaschenform nur schwer in die Schlitze geschoben
werden kann. Es ist daher zweckmäßig, dass die Einstecklaschen an ihrem freien Ende
eine stumpfe Spitze aufweisen, da diese dann nicht mehr punktförmig sondern entlang
ihrer gesamten Schräge die Schlitze berühren. Die dadurch vergrößerte Angriffsfläche
verteilt die Druckbelastung über die gesamte Schräge, wodurch ein Abknicken bzw. ein
Deformieren der Spitzen der Einstecklaschen beim Zusammenstecken des Schachtelbodens
verhindert werden kann. Schließlich ist es zweckmäßig, dass die jeweils an die vordere
und rückwärtige Seitenwand angelenkte Bodenverschlussklappe in ihrer Breite größer
als die halbe Breite und kleiner als die gesamte Breite der Faltschachtel ausgebildet
ist. Damit wird ein gewisser Überdeckungsgrad der Bodenkonstruktion erreicht.
[0010] Durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen wird nicht nur ein schnelles und einfaches
Zusammenklappen des Bodenelements einer Faltbox erreicht sondern auch ein Bodenelement
mit erhöhter Stabilität, wobei mit zunehmendem Inhalt der Faltbox der Boden der Faltbox
umso tragfähiger wird. Dies beruht darauf, dass der Inhalt der Faltbox direkt auf
die in dem Karton hineinstehenden und am Boden flach gelegten Dreiecke drückt und
diese festhält. Je höher das Füllgutgewicht ist, desto stärker drückt dieses auf die
am Boden liegenden Laschen und verhindert dadurch, dass diese herausrutschen können.
Damit erhöht sich die Tragfähigkeit des Bodens tendenziell mit zunehmendem Inhaltsgewicht,
was sehr wesentlich ist. Aufgrund des abgesetzten Mittelteils in Folge der im Mittelteil
nach innen auf der Längsseite gezogenen Rillierung, ist der Mittelteil etwas schmäler
als die Breite im Eckbereich des Faltkartons. Durch diesen herabgesetzten Mittelteil
kommt es zu einem Niveauausgleich im Randbereich und es ergibt sich eine nahezu ebene
Auflagefläche im Bereich des Bodens.
[0011] Zur Herstellung einer mehrfach verschließbaren, quaderförmigen Faltschachtel ist
gemäß Anspruch 9 ein Stanzzuschnitt vorgesehen, und zwar hat dieser eine vordere Seitenwand
mit einer Verbindungslasche, eine rückwärtige Seitenwand, eine die vordere Seitenwand
und die rückwärtige Seitenwand verbindende, rechte Seitenwand sowie eine linke Seitenwand,
sowie vier Bodenverschlussklappen und zwei Verschlussklappen für den Deckel, sowie
zwei zwischen letzteren vorgesehenen Verstärkungslappen, wobei dieser Stanzzuschnitt
aus Pappe, Karton oder einem anderen geeigneten Material bestehen kann.
[0012] Der Mittelteil dieses Stanzzuschnitts ist gebildet aus der rückwärtigen Seitenwand
mit einer Verbindungslasche als Ecklasche, der rechten Seitenwand, der vorderen Seitenwand
und der linken Seitenwand, welche insgesamt jeweils über Falzlinien in einer Reihe
geradlinig hintereinander angeordnet miteinander verbunden sind. An der rückwärtigen
Seitenwand bzw. an der vorderen Seitenwand sind wiederum auf der einen Seite über
Falzlinien Bodenverschlussklappen und auf der anderen gegenüberliegenden Seite über
Falzlinien Verschlussklappen angelenkt, wobei an der rechten Seitenwand bzw. an der
linken Seitenwand über Falzlinien ebenfalls Bodenverschlussklappen und auf der gegenüberliegenden
Seite über Falzlinien Vertärkungslappen vorgesehen sind.
[0013] In dem Stanzzuschnitt sind ferner sowohl in der rechten als auch in der linken Seitenwand
sowie auch in den Verstärkungslappen, die sich an die Seitenwände anschließen, jeweils
Langlöcher als Handeingriffe vorgesehen. Beim Errichten der Faltschachtel werden die
Verstärkungslappen lediglich um 90 nach innen geklappt, sodass diese an den beiden
rechten und linken Seitenwänden innen anliegen, wodurch eine Verdoppelung der Wandstärke
erfolgt und damit führt dies auch zu einer Tragegriffverstärkung.
[0014] Zum Eingriff der Einstecklaschen sind in den Bodenverschlussklappen jeweils zwei
spiegelbildlich zueinander angeordnete Schlitze vorgesehen, die in einem spitzen Winkel
zur Falzlinie der Bodenverschlussklappen und von dieser Falzlinie ausgehend verlaufen,
wobei diese Falzlinien im Bereich zwischen den Schlitzen schachteleinwärts versetzt
vorgesehen sind. Die Vorteile dieser versetzten Anordnung dieser Falzlinien wurden
bereits eingangs beschrieben, weswegen auf diese Bezug genommen wird. Ferner sind
die Schlitze verschlossen, und zwar jeweils über eine an einer Falzlinie angelenkten,
beweglichen Zunge.
[0015] Die Verschlussklappen besitzen vorteilhaft jeweils am freien Ende mittig eine V-förmige
Ausnehmung, deren Grund noch jeweils geschlitzt ist, und zwar bis zu einer Tiefe bis
die halbe Breite der rechten bzw. linken Seitenwand erreicht ist. Mit einer derartig
ausgebildeten V-förmigen Ausnehmung wird erreicht, dass die beiden Verschlussklappen
beim Schließen der Faltschachtel im Bereich dieser V-förmigen Ausnehmungen ineinander
verschränkt werden können, wodurch die Verschlussklappen in ihrer Lage gehalten werden.
[0016] Die an der rechten bzw. linken Seitenwand angelenkten Bodenverschlussklappen haben
an ihren freien Enden jeweils zwei über Falzlinien abwinkelbare Einstecklaschen, die
jeweils an ihren freien Enden zum einen angefast sind und zum anderen eine Art stumpfes
Dreieck darstellen, um damit leichter, quasi messerartig in die in den anderen Bodenverschlussklappen
vorgesehenen Schlitze gleiten zu können.
[0017] Sowohl die Bodenverschlussklappen als auch die Verschlussklappen sowie Verstärkungslappen
sind von einander durch einen Stanzschnitt getrennt, wobei die Bodenverschlussklappen
in ihrer Breite größer als die halbe Breite und kleiner als die gesamte der Breite
der Faltschachtel ausgebildet sind. Hierdurch wird ein ausreichender Überdeckungsgrad
erreicht.
[0018] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden nachfolgend durch ein Ausführungsbeispiel
anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert und beschrieben. Darin zeigt:
- Fig. A
- eine Draufsicht auf den geöffneten Bodenbereich einer Faltschachtel in perspektivischer
Darstellung;
- Fig. B
- eine Faltschachtel gemäß Fig. A beim Verschließen des Bodenbereichs;
- Fig. C
- eine Faltschachtel gemäß Fig. A mit verschlossenem Boden;
- Fig. D
- eine Draufsicht auf den Innenbereich einer Faltschachtel gemäß Fig. A in perspektivischer
Darstellung beim Umklappen der Verstärkungslappen;
- Fig. E
- eine Draufsicht auf den Innenbereich einer Faltschachtel gemäß Fig. A in perspektivischer
Darstellung beim Umklappen der Einstecklaschen; und
- Fig. F
- eine Draufsicht auf einen Stanzzuschnitt für eine quaderförmige Faltschachtel.
[0019] Die in Fig. A gezeigte quaderförmige Faltschachtel hat einen rechteckigen Längsquerschnitt
und ist perspektivisch mit geöffnetem Bodenbereich auf dem Kopf stehend dargestellt.
[0020] Der Bodenverschluss wird durch vier Bodenverschlussklappen 1; 1' und 2; 2' gebildet,
wobei die Bodenverschlussklappe 1 über eine Falzlinie 3 an eine vordere Seitenwand
4 und die Bodenverschlussklappe 1' über eine Falzlinie 3' an eine rückwärtige Seitenwand
4' angelenkt ist. Die vordere Seitenwand 4 ist mit der rückwärtigen Seitenwand 4'
auf der rechten Seite mit einer rechten Seitenwand 5 und auf der linken Seite mit
einer linken Seitenwand 5' verbunden, wobei die Lage der Seitenwände hier so beschrieben
werden, als stünde die Faltschachtel in ihrer Gebrauchsstellung, d. h. mit der Bodenkonstruktion
auf dem Boden stehend (wie Fig. D und E). Die Falzlinien sind im übrigen vorzugsweise
durch Riller gebildet.
[0021] Die Bodenverschlussklappen 2 und 2' sind über Falzlinien 6 bzw. 6' an der rechten
bzw. linken Seitenwand 5 bzw. 5' angelenkt und haben an ihren freien Enden jeweils
zwei abwinkelbare Einstecklaschen 7; 7' bzw. 8; 8'. Das Abwinkeln der Einstecklaschen
7;7' bzw. 8;8' wiederum wird durch Falzlinien 9 bzw. 9' ermöglicht (Fig. B).
[0022] In der an der vorderen und rückwärtigen Seitenwand 4 bzw. 4' angelenkten Bodenverschlussklappen
1 bzw. 1' sind Schlitze 10 und 10' bzw. 11 und 11' zur Aufnahme der Einstecklaschen
7; 7' bzw. 8; 8' vorgesehen, wobei die Schlitze 10 und 10' bzw. 11 und 11' jeweils
spiegelbildlich zueinander angeordnet sind und jeweils einen spitzen Winkel mit der
Falzlinie 3 bzw. 3' einschließen von der sie auch ausgehen.
[0023] Sowohl in der rechten als auch in der linken Seitenwand 5 bzw. 5' sowie in an diese
angrenzende Verstärkungslappen 12 bzw. 12' sind Langlöcher 13; 13' bzw. 14; 14' vorgesehen,
wobei durch ein Umklappen der Verstärkungslappen 12 bzw. 12' um 90° nach innen diese
zur Deckung gebracht werden können und sich dadurch auch verstärkte Handgriffe für
die Faltschachtel bilden. Hierbei kann es auch zweckmäßig sein, die Langlöcher 13;
13' jeweils mit einer ausklappbaren Zunge zu versehen, die um den verstärkten Handgriff
geklappt wird, sodass dieser grifffreundlicher wird.
[0024] Schließlich besitzt die in Fig. A gezeigte Faltschachtel noch an die vordere und
rückwärtige Seitenwand 4 bzw. 4' angelenkte Verschlussklappen 15 bzw. 15', die an
ihren freien Enden mittig eine V-förmige Ausnehmung 16 bzw. 16' mit jeweils einem
Einschnitt 31 (Fig. F) aufweisen.
[0025] Die erfindungsgemäße quaderförmige Faltschachtel wird wie folgt erstellt:
[0026] Ausgehend von einem ebenen Stanzzuschnitt entsprechend Fig. F wird zuerst eine im
Querschnitt rechteckförmige Schachtel gebildet, deren beide Böden noch offen sind.
Hierzu wird der Stanzzuschnitt mittels einer Ecklasche 4" in bekannter Weise durch
Heftung oder Verklebung zu einem geschlossenen Viereck verbunden. Sodann werden beim
Zusammenfalten des Schachtelbodens zuerst die beiden Bodenverschlussklappen 1 und
1' um 90° nach innen entsprechend den dickgezeichneten Pfeilen in Fig. A gefaltet.
Die Reihenfolge, ob zuerst die Bodenverschlussklappe 1 oder 1' umgeschlagen wird,
spielt dabei keine Rolle.
[0027] In Fig. B sind die Bodenverschlussklappen 1 und 1' in ihrer Endposition gezeigt.
Damit sich diese im geschlossenen Zustand auch überdecken und somit einen geschlossenen
Boden bilden, ist die Breite der Bodenverschlussklappen 1 und 1' größer als die halbe
Breite der Faltschachtel ausgebildet, wie aus der Draufsicht in Fig. B gut zu sehen
ist.
[0028] Sodann wird die Einstecklasche 7 und dann 7' bzw. 8 und dann 8' oder jeweils gleichzeitig
um die jeweilige Falzlinie 9 bzw. 9' um 90° gefaltet und anschließend durch ein Umlegen
der Bodenverschlussklappen 2 bzw. 2' entsprechend den dickgezeichneten Pfeilen in
Fig. B in die vorgesehenen Schlitze 10 und 11 bzw. 10' und 11' gesteckt, sodass diese
gewissermaßen "mit einem Klick" einrasten, was in Fig. C mit den zwei dickgezeichneten
Pfeilen angedeutet werden soll. Hierbei wird auf der linken Seite die Art dreieckförmige
Einstecklasche 8 in den Schlitz 10 der Bodenverschlussklappe 1' einerseits und die
Einstecklasche 8' in den Schlitz 11 der Bodenverschlussklappe 1 andererseits hineingeschoben.
Entsprechendes gilt für die Einstecklaschen 7 und 7' der Bodenverschlussklappe 2.
Die Ecken der Einstecklaschen 7; 7' und 8; 8' sind dazu vorzugsweise abgeschrägt,
sodass das Hineindücken derselben in die Schlitze 10; 10' und 11; 11' noch leichter
erfolgen kann.
[0029] Im Anschluss daran wird die Faltschachtel um 180° umgedreht - Fig. D - und die Verstärkungslappen
12 und 12' um 90° entsprechend den dickgezeichneten Pfeilen nach innen geklappt, sodass
diese an den beiden Innenflächen der rechten bzw. linken Seitenwand 5 bzw. 5' zur
Anlage kommen, was zu einer Verdoppelung der Wandstärke führt. Die vorgefertigten
und zur Deckung gebrachten Griffausstanzungen 13 und 14 bzw. 13' und 14' erhalten
dadurch gleichzeitig eine Tragegriffverstärkung.
[0030] Sodann werden gemäß Fig. E die dreieckförmigen Einstecklaschen 7 bzw. 7' und 8 bzw.
8' innerhalb der Faltschachtel entsprechend den dickgezeichneten geraden Pfeilen an
den inneren Faltschachtelboden gedrückt. Damit diese auch in der niedergedrückten
Lage bleiben, kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass jeweils die zwischen den Schlitzen
10 und 10' bzw. 11 und 11' verlaufende Falzlinie 3 bzw. 3', (Fig. F) schachteleinwärts
versetzt ausgebildet wird, wodurch eine gewisse Reibung der Einstecklaschen 7 und
7' bzw. 8 und 8' an der jeweiligen Innenseite der vorderen Seitenwand 4 bzw. rückwärtigen
Seitenwand 4' erzeugt wird, wodurch die Einstecklaschen zusätzlich fixiert sind. Dadurch
wird insbesondere ein Befüllen der Faltschachtel mit Kleinteilen verbessert, denn
diese können dann nicht mehr unter die möglicherweise nach oben wegstehenden Dreiecke
gelangen. Auch erhält der Boden dadurch einen zusätzlichen Halt.
[0031] Schließlich werden die Verschlussklappen 15 und 15' gemäß Fig. E und dort entsprechend
den dickgezeichneten Pfeilen nach innen zusammengefaltet, sodass damit eine verschlossene
Faltschachtel vorliegt (nicht gezeigt). Hierbei werden gleichzeitig die beiden Verschlussklappen
15 und 15' in bekannter Weise etwas gegeneinander verschränkt, sodass diese im Bereich
der mittig vorgesehenen V-förmigen Ausnehmungen 16 und 16' ineinander einrasten.
[0032] Der in Fig. F in einer Draufsicht dargestellte Stanzzuschnitt, mit dem eine erfindungsgemäße
Faltschachtel gefaltet werden kann, besteht in seinem Mittelteil aus der vorderen
Seitenwand 4 mit einer Ecklasche 4", der rechten Seitenwand 5, der rückwärtigen Seitenwand
4' und der linken Seitenwand 5', welche insgesamt jeweils über Falzlinien 21, 22,
23 miteinander in einer Reihe geradlinig hintereinander angeordnet verbunden sind.
[0033] An der vorderen Seitenwand 4 bzw. an der rückwärtigen Seitenwand 4' sind wiederum
auf der einen Seite über Falzlinien 24, 25 Bodenverschlussklappen 1, 1' und auf der
anderen gegenüberliegenden Seite über Falzlinien 26, 27 Verschlussklappen 15, 15'
angelenkt, wobei an der rechten Seitenwand 5 bzw. an der linken Seitenwand 5' über
Falzlinien 28, 28' die Bodenverschlußklappen 2, 2 ' und auf der gegenüberliegende
Seite über Falzlinien 29, 29' die Verstärkungslappen 12, 12' vorgesehen sind.
[0034] Der Stanzzuschnitt besitzt ferner sowohl in der rechten als auch in der linken Seitenwand
5 bzw. 5' sowie in den jeweils an die Seitenwände angrenzenden Verstärkungslappen
12, 12' Langlöcher 13, 13' bzw. 14, 14', die zur Deckung gebracht als Haltegriffe
dienen.
[0035] Ferner hat jede Bodenverschlussklappe 2, 2' an ihrem freien Ende zwei Einstecklaschen
7, 7'; 8, 8', die als abgeschnittenes Dreieck mit angefasten Ecken ausgebildet und
über Falzlinien 9, 9' abwinkelbar sind. Zum Eingriff der Ecklaschen 7, 7'; 8, 8' sind
in den Bodenverschlußklappen 1, 1' jeweils zwei spiegelbildlich zueinander angeordnete
Schlitze 10, 10' bzw. 11, 11' eingestanzt, die in einem spitzen Winkel jeweils zu
einer Falzlinie 24 bzw. 25 und von dieser Falzlinie ausgehend verlaufen, wobei jede
Falzlinie 24 bzw. 25 im Bereich zwischen den Schlitzen 10, 10' bzw. 11, 11' etwas
schachteleinwärts versetzt - angedeutet bei 30 bzw. 30' - angeordnet sind, was vorteilhaft
zu einer gewissen Taillierung der Faltschachtel in ihrem Bodenbereich führt, sodass
die umgeklappten Einstecklaschen durch eine Art Reibschluss im gefalteten Zustand
der Faltschachtel gehalten sind.
[0036] Die Schlitze 10, 10' bzw. 11, 11' sind dabei derart gestanzt, dass sie durch die
beweglichen Zungen 17, 17' bzw. 18, 18' quasi verschlossen sind, obgleich sie über
Faltlinien 19, 19' bzw. 20, 20' abwinkelbar sind, damit die Einstecklaschen 7, 7'
bzw. 8, 8' die Schlitze 10, 10' bzw. 11, 11' passieren können.
[0037] Die Verschlussklappen 15, 15' besitzen ferner jeweils an ihrem freien Ende mittig
die V-förmigen Ausnehmungen 16, 16', deren Grund jeweils geschlitzt ist - angedeutet
bei 31 -, und zwar bis zu einer Tiefe bis die halbe Breite der rechten bzw. linken
Seitenwand 5 bzw. 5' erreicht ist, wodurch die Verschlussklappen 15, 15' beim Schließen
der Faltschachtel derart ineinander arretiert werden können, dass eine ebene Deckelfläche
erhalten wird.
[0038] Sowohl die Bodenverschlussklappen 1, 1'; 2, 2' als auch die Verschlussklappen 15,
15' sowie die Verschlussklappen 12, 12' sind durch einen Stanzschnitt voneinander
getrennt, wobei die Bodenverschlussklappen 1, 1' bzw. 2, 2' in ihrer gleichen Breite
größer als die halbe Breite und kleiner als die gesamte Breite der Faltschachtel ausgebildet
ist.
[0039] Die vorliegende quaderförmige Faltschachtel dient vornehmlich als sogenannter Umzugskarton,
wobei die besonders tragfähige Bodenkonstruktion natürlich auch für andere Kartons
verwendbar ist.
1. Quaderförmige Faltschachtel aus insbesondere Karton, Pappe oder dergleichen, mit einer
vorderen Seitenwand (4), einer rückwärtigen Seitenwand (4'), einer diese verbindenden
rechten Seitenwand (5) und einer linken Seitenwand (5'), einem von insbesondere vier
Bodenverschlussklappen (1, 1'; 2, 2') gebildeten Bodenverschluss und gegebenenfalls
einem oberen aus mindestens zwei Klappen (15, 15') bestehenden Schachtelverschluss,
dadurch gekennzeichnet, dass die an die rechte und linke Seitenwand (5. 5') angelenkten Bodenverschlussklappen
(2. 2') an ihren freien Enden abwinkelbare Einstecklaschen (7. 7'; 8, 8') aufweisen,
die im Zustand eines geschlossenen Bodens in entsprechend der Form und der Lage der
Einstecklaschen (7, 7'; 8, 8') ausgebildeten Schlitzen (10, 10'; 11, 11') eingreifen
und diese im Schachtelinnern hintergreifen, wobei die Schlitze (10, 10'; 11, 11')
in den an die vordere und rückwärtige Seitenwand (4, 4') angelenkten Bodenverschlussklappen
(1, 1') vorgesehen sind.
2. Quaderförmige Faltschachtel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die an der vorderen Seitenwand (4) und an der rückwärtigen Seitenwand (4') vorgesehenen
Bodenverschlussklappen (1, 1') jeweils über eine vorzugsweise durch Riller gebildete
Falzlinie (24, 24') angelenkt sind, die im Bereich zwischen den Schlitzen (10, 10';
11, 11') schachteleinwärts versetzt (30, 30') verläuft.
3. Quaderförmige Faltschachtel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die an der rechten und linken Seitenwand (5, 5') angelenkten Bodenverschlussklappen
(2, 2') an ihren freien Enden jeweils zwei abwinkelbare Einstecklaschen (7, 7'; 8,
8') aufweisen.
4. Quaderförmige Faltschachtel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstecklaschen (7, 7'; 8, 8') die Form eines Dreiecks aufweisen, dessen Grundlinie
sich mit einer Falzlinie (9, 9') deckt, über die die Einstecklaschen (7, 7'; 8, 8')
an den Bodenverschlussklappen (2, 2') angelenkt sind.
5. Quaderförmige Faltschachtel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstecklaschen (7, 7'; 8, 8') an ihrem freien Ende eine stumpfe Spitze aufweisen
oder leicht abgeschrägt sind.
6. Quaderförmige Faltschachtel nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die an der vorderen (4) und rückwärtigen Seitenwand (4') angelenkten Bodenverschlussklappen
(1, 1') die Schlitze (10, 10; 11, 11') aufweisen, die jeweils durch eine bewegliche
Zunge (17, 17'; 18, 18') verschlossen sind.
7. Quaderförmige Faltschachtel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Zungen (17, 17'; 18, 18') an einer Längsseite der Schlitze (10, 10; 11, 11')
über jeweils eine Falzlinie (19, 19'; 20, 20') an der Bodenverschlussklappe (1, 1')
angelenkt sind.
8. Quaderförmige Faltschachtel nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweils an die vordere und rückwärtige Seitenwand (4,4') angelenkten Bodenverschlussklappen
(1, 1') in ihrer Breite größer als die halbe Breite und kleiner als die gesamte Breite
der Faltschachtel ausgebildet sind.
9. Stanzzuschnitt insbesondere zur Herstellung einer mehrfach verschließbaren, quaderförmigen
Faltschachtel nach mindestens einem der Ansprüche 1 - 8 mit einer vorderen Seitenwand
(4) mit insbesondere einer Ecklasche (4") , einer rückwärtigen Seitenwand (4') , einer
die vordere Seitenwand (4) und die rückwärtige Seitenwand (4') verbindenden, rechten
Seitenwand (5) sowie einer linken Seitenwand (5'), vier Bodenverschlussklappen (1,
1'; 2, 2') für die Bildung eines Schachtelbodens, insbesondere zwei Verschlussklappen
(15, 15') für die Bildung eines Schachteldeckels sowie insbesondere zwei zwischen
letzteren vorgesehenen Verstärkungslappen (12, 12'); wobei der Stanzzuschnitt aus
Pappe, Karton oder einem anderen geeigneten Material besteht, wobei die vordere Seitenwand
(4) mit der Ecklasche (4"), die die vordere Seitenwand (4) und die rückwärtige Seitenwand
(4') verbindende, rechte Seitenwand (5), die rückwärtige Seitenwand (4') und die linke
Seitenwand (5') jeweils über Falzlinien (21; 22; 23) in einer Reihe geradlinig hintereinander
angeordnet miteinander verbunden sind, wobei an der vorderen Seitenwand bzw. an der
rückwärtigen Seitenwand (4 bzw. 4') zum einen über eine Falzlinie (24 bzw. 25) die
Bodenverschlussklappe (1 bzw. 1') und zum anderen auf der gegenüberliegenden Seite
über eine Falzlinie (26 bzw. 27) jeweils die Verschlußlappen (15 bzw. 15') angelenkt
ist, wobei an der rechten Seitenwand (5) bzw. an der linken Seitenwand (5') zum einen
über eine Falzlinie (28 bzw. 28') die Bodenverschlussklappe (2 bzw. 2') und zum anderen
auf der gegenüberliegenden Seite über eine Falzlinie (29 bzw. 29') der Verstärkungslappen
(12 bzw. 12') angelenkt ist.
10. Stanzzuschnitt nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl in der rechten als auch in der linken Seitenwand (5, 5') sowie in den jeweils
an diese angrenzenden Verstärkungslappen (12, 12') Langlöcher (13, 13'; 14, 14') als
Handeingriffe vorgesehen sind.
11. Stanzzuschnitt nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass in den Bodenverschlussklappen (1, 1') jeweils zwei spiegelbildlich zueinander angeordnete
Schlitze (10, 10'; 11, 11') vorgesehen sind, die in einem spitzen Winkel zur Falzlinie
(24 bzw. 25) und von dieser ausgehend verlaufen.
12. Stanzzuschnitt nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Falzlinie (24 bzw. 25) im Bereich zwischen den Schlitzen (10, 10'; 11, 11') schachteleinwärts
versetzt (30, 30') verläuft.
13. Stanzzuschnitt nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlitze (10, 10'; 11, 11') mit jeweils über eine Falzlinie (19, 19'; 20, 20')
angelenkte bewegliche Zungen (17, 17'; 18, 18') verschlossen sind.
14. Stanzzuschnitt nach einem der Ansprüche 9-13, dadurch gekennzeichnet, dass in den Verschlussklappen (15, 15') jeweils am freien Ende mittig eine V-förmige Ausnehmung
(16, 16') mit einem Einschnitt (31) vorgesehen ist.
15. Stanzzuschnitt nach einem der Ansprüche 9 - 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenverschlussklappen (2, 2') an ihren freien Enden jeweils zwei über Falzlinien
(9, 9') abwinkelbare Einstecklaschen (7, 7'; 8, 8') aufweisen.
16. Stanzzuschnitt nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstecklaschen (7, 7'; 8, 8') jeweils an ihrem freien Ende angefast und als
eine Art stumpfes Dreieck ausgebildet sind.
17. Stanzzuschnitt nach einem der Ansprüche 9 - 16, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl die Bodenverschlussklappen (1, 1'; 2, 2') als auch die Verschlussklappen (15,
15') sowie Verstärkungslappen (12, 12') voneinander durch einen Stanzschnitt getrennt
sind.
18. Stanzzuschnitt nach einem der Ansprüche 9 - 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenverschlussklappen (1, 1'; 2, 2') in ihrer Breite größer als die halbe Breite
und kleiner als die gesamte Breite der Faltschachtel ausgebildet sind.