[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Transportieren und / oder Verteilen von
Speisen und / oder Geschirr, sowie ein Verfahren zum Kühlen einer derartigen Vorrichtung,
wie sie z.B. in Form eines Speisentransportwagens in Großküchen oder Krankenhausküchen
verwendet werden kann.
[0002] Aus der DE-U 297 20 929 ist ein kühlbarer Speisentransportwagen bekannt. Als Kühleinrichtungen
sind in der Praxis Kälteelemente in Form von Kühlakkus oder eutektischen Platten bekannt,
die eine Kühlung unabhängig von einer elektrischen Energieversorgung ermöglichen,
sowie Kühleinrichtungen, welche Verdampfungskälte mittels Kompressoren zu erzeugen
und hierzu elektrisch Energie benötigen.
[0003] Der Vorteil von eutektischen Platten und von Kühlakkus besteht darin, dass die jeweils
zu kühlende Vorrichtung auch ohne Anschluss an ein Stromnetz gekühlt werden kann.
Nachteilig sind derartige Kühleinrichtung insofern, als sich die Kühlelemente auch
dann langsam erwärmen, wenn keine Kühlleistung abgefordert wird.
[0004] Bei Verwendung von Kompressoren kann die Kühlleistung zwar gesteuert werden und insbesondere
zu bestimmten Zeiten erzeugt werden, jedoch weisen diese Kompressoren außer ihrem
Eigengewicht den Nachteil auf, dass sie entweder zusätzlich schwergewichtige mobile
Energiespeicher erfordern oder einen Anschluss der Vorrichtung an das Stromnetz. Beispielsweise
ein als dementsprechende Vorrichtung anzusehender Tablett-Transportwagen, mit auf
Tabletts fertig portionierten Speisen bestückt, kann in dem zweiten vorerwähnten Fall
während des Speisentransports, also während seiner Fahrt, nicht gekühlt werden. Dabei
besteht die Gefahr, kritische Maximaltemperaturen zu überschreiten, welche die Speisen
aus hygienischen und lebensmittelrechtlichen Gründen nicht erreichen bzw. überschreiten
dürfen.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Transportieren und
/ oder Verteilen von Speisen zu schaffen, die unabhängig vom Stromnetz eine zu gewünschten
Zeiten aktivierbare Kühlung ihres Innenraums ermöglicht, und ein Verfahren zum Kühlen
einer derartigen Vorrichtung anzugeben.
[0006] Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und ein
Verfahren mit den Schritten des Anspruchs 9 gelöst.
[0007] Die Erfindung schlägt mit anderen Worten vor, eine Vorrichtung mit einer Steuerung
zu versehen, welche die Kühleinrichtung in Abhängigkeit von vorgegebenen Parametern
automatisch aktiviert. Bei eutektischen Platten und Kühlakkus kann beispielsweise
vorgesehen sein, diese wärmeisoliert einzubauen, so dass die Kühlwirkung durch Freigabe
von Öffnungen bzw. Verschluß derartiger Öffnungen gesteuert werden kann, so dass die
erfindungsgemäß vorgesehene Steuerung den Kälteverlust derartiger Kühlakkus verringern
kann, in dem die Kühlwirkung nur unter bestimmten Bedinungen freigegeben wird und
ansonsten die Kälte möglichst im Kühlakku gehalten wird.
[0008] Als einer der entsprechenden Parameter kann beispielsweise die Uhrzeit gewählt sein,
so dass zu vorbestimmten Zeiten die Kühlwirkung einsetzt und ggf. auf eine vorbestimmte
Zeitdauer begrenzt ist. Weiterhin kann die Umgebungstemperatur von der Steuerung berücksichtigt
werden, so dass beispielsweise bei höheren Außentemperaturen intensiver gekühlt wird,
oder es kann insbesondere die Innenraumtemperatur der Vorrichtung überwacht werden,
so dass bei Erreichen kritischer Temperaturschwellwerte im Innenraum der Vorrichtung
die Kühleinrichtung aktiviert wird.
[0009] Aufgrund der Stromnetzunabhängigkeit kann der Gewichtsvorteil, welcher sich durch
den Verzicht auf eine Kompressoranlage ergibt, weiterhin genutzt werden, da eine vergleichsweise
leichtgewichtige und räumlich kleine Kühleinrichtung verwendet werden kann, welche
aufgrund der vorgeschlagenen Steuerung über einen überraschend langen Zeitraum wirksam
kühlen kann. Insbesondere kann vorzugsweise vorgesehen sein, dass die Vorrichtung
für einen ganzen Tag ausreichend Kühlenergie mit sich führt, wobei die Steuerung es
ermöglicht, zu Zeiten, zu denen die Vorrichtung beispielsweise nicht mit Speisen gefüllt
ist, auf eine Kühlung zu verzichten, so dass die an Board befindliche Kühlleistung
für zwei oder drei Speisenausgabetermine des Tages genutzt werden kann.
[0010] Dementsprechend wir erfindungsgemäß ein Verfahren vorgeschlagen, bei welchem die
Kälte mittels einer automatischen Steuerung bewusst nur dann aktiviert wird, wenn
entsprechende Parameter vorliegen. Dies können beispielsweise die vorgenannten Einflußgrößen
sein, wie Uhrzeit, Umgebungstemperatur oder die Innenraumtemperatur der Vorrichtung.
Dabei kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass die Steuerung frei programmierbar ist,
so dass der Anwender selbst die Kühlfunktion an die in seinem jeweiligen Betrieb vorherrschenden
Abläufe und Bedingungen optimal anpassen kann.
[0011] In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass der Begriff einer "Steuerung"
im Rahmen des vorliegenden Vorschlages durchgängig verwendet wird, unabhängig davon,
ob es sich im technischen Sinne genau genommen um eine Steuerung oder um eine Regelung
handelt. Wenn die Kühleinrichtung in Abhängigkeit von vorgegebenen Parametern automatisch
aktiviert wird, so kann dieses automatische Aktivieren in Abhängigkeit von vorgegebenen
Parametern nämlich insbesondere dahingehend verwirklicht werden, daß die Parameter
ein Toleranzfenster bilden, z.B. einen Zeit- oder Temperaturbereich, und daß bei Abweichung
von derartigen Parametern, also außerhalb dieses Toleranzfensters, die Aktivierung
unterbleibt. So kann z. B. die Kühleinrichtung eingeschaltet oder "aktiviert" werden,
wenn ein vorbestimmter Wert der Temperatur im Innenraum der Vorrichtung überschritten
wird, und bei Unterschreitung eines zweiten vorbestimmten Innenraum-Temperaturwertes
wird die Kühleinrichtung abgeschaltet bzw. ihre Aktivierung beendet. Eine derartige
Regelung ist im Rahmen des vorliegenden Vorschlags ebenfalls gemeint, wenn von einer
"Steuerung zur automatischen Aktivierung der Kühleinrichtung" die Rede ist.
[0012] Vorteilhaft wird Verdampfungskälte zum Kühlen verwendet. Dabei wird vozugsweise an
Stelle der Verwendung eines Fremdenergie erfordernden Kompressors die Verdampfungskälte
durch ein hochgradig hygroskopisches Material erzeugt, nämlich einen Zeolith-Werkstoff,
sodass eine schlagartige intensive Kühlwirkung durch die dabei erzielte Verdampfungskälte
resultiert. Im Vergleich zu den bekannten stromnetz-unabhängigen Vorrichtungen mit
eutektischen Platten bzw. Kälteakkus wird eine intensivere Kühlwirkung ermöglicht
und eine einfache Steuerung zur Aktivierung der Kühleinrichtung, indem nämlich z.
B. lediglich ein Regelventil geöffnet bzw. geschlossen wird, welches die Zufuhr des
Wasserdampfes zu dem Zeolith-Werkstoff - und damit die Kühlwirkung - freigibt bzw.
unterbricht. Dabei kann vorzugsweise das Wasser bzw.der Wasserdampf in einem geschlossenen
Behälter- und Leitungssystem im Kreislauf geführt werden, so daß Wartungsarbeiten
in der Form, Wasser abzuführen und / oder Wasser zu tanken, nicht anfallen.
[0013] Die Kühlung mittels Wasser- bzw. Wasserdampf- Zeolith-Technologie ist geräuscharm,
nahezu geräuschlos. Sie kann daher zu beliebigen Zeiten und auch an lärmsensitiven
Orten erfolgen, und auch der gleichzeitige Kühlbetrieb einer Mehrzahl vom Vorrichtungen
ist hinsichtlich der Geräuschentwicklung und einer etwaigen Lärmbelästigung problemlos.
[0014] Die Steuerung kann vorteilhaft ferngesteuert sein oder insbesondere mittels einer
Zeitschaltuhr zu vorgegebenen Zeiten - und gegebenenfalls für vorbestimmte Zeiträume
- aktiviert werden.
[0015] Die Reaktivierung des Zeolith-Werkstoffs, also die Entfernung des Wassers aus dem
Zeolith-Werkstoff, durch dessen Beheizung erfolgen.
[0016] Es kann eine vergleichsweise zentral angeordnete Kühleinrichtung vorgesehen sein,
von der aus die Kälte innerhalb des Gehäuseinnenraums der Vorrichtung mittels eines
Gebläses umgewälzt wird, um die Kälte möglichst gleichmäßig zu verteilen oder - bei
einer entsprechenden Verwendung der Vorrichtung - bewußt unterschiedliche Temperaturzonen
im Innenraum zu bewirken.
[0017] Vorteilhaft kann die Dimensionierung der Zeolithmenge und der Wassermenge für mehrere
Kühlvorgänge ausreichend sein, so daß die Steuerung intervallweise mehrfach die Kühlung
aktiviert.
[0018] Auf diese Weise wird ein minimaler Bedienungsaufwand für die Temperatursteuerung
der Vorrichtung möglich:
[0019] Beispielsweise kann bei Anwendung in einer Großküche in Abstimmung auf die betrieblichen
Gepflogenheiten dieser Großküche vorgesehen sein, zwei- oder dreimal täglich gekühlte
Speisen in der Vorrichtung zu lagern. Dabei ist vorteilhaft vorgesehen, daß diese
Kühlzeiten vom Anwender selbst bestimmt werden können, beispielsweise durch freie
Programmierbarkeit der Steuerung oder einer Schaltuhr, jeweils mit mehreren Ein- und
Ausschaltzeiten.
[0020] Dementsprechend können zwei oder drei über den Tag verteilte Kühlvorgänge bewirkt
und von der Steuerung automatisch ausgelöst werden. Hierzu wird beispielsweise entsprechend
häufig eine Teilmenge des Wassers freigeschaltet, sodass die entsprechende Verdampfungskälte
erzeugt wird. Im Vergleich zu Kühlakkus, welche ihre Kälte ununterbrochen an die Umgebung
abgeben, kann daher eine längere Zeitdauer erreicht werden, während welcher die Vorrichtung
immer wieder in der Lage ist, in ihrem Innenraum befindliche Speisen zu kühlen, da
zwischendurch die Kühlwirkung bewußt unterbrochen werden kann.
[0021] Durch das Bedienungspersonal wird die Vorrichtung nach dem letzten Kühlvorgang des
Tages zur Reaktivierung des Zeolith-Werkstoffes an eine Heizung angeschlossen, oder
an das Stromnetz, damit eine in der Vorrichtung vorgesehene, den Zeolith-Werkstoff
beheizende Heizung eingeschaltet werden kann.
[0022] Dieser Einschaltvorgang der Heizung kann wiederum durch die Steuerung selbst, oder
durch eine separate, in der Vorrichtung vorgesehene Zeitschaltuhr ausgelöst werden,
oder durch eine zentrale Zeitschaltuhr, welche die Stromnetz-Anschlüsse, an welche
die Vorrichtung und ggf. weitere derartige Vorrichtungen angeschlossen worden sind,
zu einer vorgegeben Zeit - und ggf. für eine vorgegebene Zeitdauer - freischaltet.
Auch hier kann vorteilhaft eine Programmierbarkeit durch den Anwender vorgesehen sein:
das Personal kann daher noch zu Zeiten eines teuren Stromtarifs die Vorrichtung an
das elektrische Stromnetz anschließen, und der Stromverbrauch erfolgt automatisch
erst zu einer vorbestimmten, tarifgünstigen Zeit während der Nacht.
[0023] Vorteilhaft kann die Beheizung für jede Vorrichtung individuell gesteuert werden,
so daß Parameter mittels Sensoren erfaßt werden, welche den Trocknungsgrad des Zeolith-Werkstoffs
angeben. Jede Vorrichtung weist hierzu wenigstens einen derartigen Sensor auf. Energiesparend
kann so die Beheizung jeder Vorrichtung auf das Mindestmaß minimiert werden, welches
zur Regenerierung des Zeolith-Werkstoffs erforderlich ist, indem der Heizvorgang beendet
wird, sobald ein vorgegebener Trocknungsgrad des Zeolith-Werkstoffs erricht ist.
[0024] Unterschiedliche Einsatzbedingungen der Vorrichtungen, welche zu einem unterschiedlichen
Kühlbedarf und somit zu unterschiedlichen Wasseraufnahmemengen des Zeolith-Werkstoffs
der einzelnen Vorrichtungen geführt haben, bedingen daher einen unterschiedliche Regenerationsbedarf
der einzelnen Vorrichtungen und daher eine unterschiedlich intensive, z.B. unterschiedlich
lang andauernde, Beheizung des Zeolith-Werkstoffs.
[0025] Die dazu erforderliche Beheizung kann vorzugsweise elektrisch erfolgen. Preisgünstig
kann auf diese Weise jede Vorrichtung mit einer eigenen Heizeinrichtung versehen werden,
so daß sie unabhängig von ihrem jeweiligen Standort - und damit unabhängig von einer
Zentralheizeinrichtung - regeneriert werden kann.
[0026] Die Steuerung kann daher nicht nur das Kühlen der Vorrichtung, sondern auch das Regenerieren
des Zeolith-Werkstoffs steuern und dafür mit den ggf. gewünschten Sensoren zusammenwirken.
[0027] Die zum Regenerieren des Zeolith-Werkstoffs vorgesehene Beheizung kann beispielsweise
durch Nachtstrom erfolgen, zu einer Zeit, wenn in der Küche die Vorrichtung nicht
benötigt wird oder grundsätzlich in der Küche nicht gearbeitet wird und preisgünstige
Stromtarife genutzt werden können. Das durch die Beheizung aus dem Zeolith-Werkstoff
entweichende Wasser wird im Kreislauf geführt und in einen Vorratstank zurückgeleitet,
so daß es erneut zum Betrieb der Kühleinrichtung verwendet werden kann.
[0028] Dabei können vorteilhaft gleichzeitig ein oder mehrere elektrische Energiespeicher
- wie z. B. Akkumulatoren - aufgeladen werden, welche die Steuerung und ggf. ein zur
Verteilung der Kaltluft vorgesehenes Gebläse versorgen, wenn die Vorrichtung tagsüber
vom Stromnetz getrennt ist. Die Steuerung kann hierzu eine Laderegelung für die elektrischen
Energiespeicher aufweisen, so daß lediglich die Vorrichtung durch das Bedienpersonal
an eine Stromversorgung angeschlossen werden muß, um das Regenerieren des Zeolith-Werkstoffs
sowie das Aufladen der elektrischen Energiespeicher zu ermöglichen. Alternativ kann
eine separate Laderegelung vorgesehen sein, ggf. außerhalb der Vorrichtung in Form
eines sogenannten Ladegerätes, so daß in der Vorrichtung selbst das Gewicht und der
Bauraum für eine derartige Laderegelung eingespart werden können. In diesem Fall weist
die Vorrichtung vozugsweise einen Anschluß für den Ladestrom-Ausgang des Ladegeräts
auf, so daß die elektrischen Energiespeicher während des Aufladens in der Vorrichtung
eingebaut verbleiben können.
[0029] Bevor die Vorrichtung am nächsten Morgen zum ersten Mal dieses jeweiligen Tages mit
kalten Speisen befüllt wird, kann der erste Kühlvorgang gestartet werden, sodass die
Vorrichtung bereits vorgekühlt ist, wenn die kalten Speisen in die Vorrichtung eingebracht
werden, sodass kritische Maximaltemperaturen mit Sicherheit nicht erreicht oder gar
überschritten werden.
[0030] Die Steuerung kann vorteilhaft mit Sensoren zusammenwirken, deren Signale sie auswertet:
So kann eine Temperatursteuerung dahingehend vorgesehen sein, dass Ventile automatisch
kurzfristig geöffnet werden und somit eine erneute Kühlung bewirkt wird, wenn kritische
Temperaturwerte im Innenraum der Vorrichtung erreicht werden. Innerhalb der zwei oder
drei vorgenannten Kühlperioden am Tag kann daher ebenfalls jeweils eine intervallweise
Aktivierung der Kühleinrichtung erfolgen. Auf diese Weise kann daher im Gegensatz
zu einer rein zeitgesteuerten Einschaltung der Kühleinrichtung die Kühlleistung bei
kühlen Umgebungstemperaturen automatisch verringert werden, indem die Kühleinrichtung
in größeren Intervallen und jeweils kurzzeitig eingeschaltet wird, so daß die Speisen
nicht unterkühlt werden, und bei höheren Umgebungstemperaturen wird die Kühlleistung
automatisch verstärkt, indem die Kühleinrichtung in kürzeren Intervallen und / oder
längerfristig eingeschaltet wird, so daß kritische Maximaltemperaturen im Innenraum
der Vorrichtung nicht erreicht werden.
[0031] Die Vorrichtung kann, mit kühl zu haltenden Speisen bestückt, über längere Zeit völlig
autark abgestellt werden, wobei unabhängig vom Aufstellungsort und dementsprechend
von Umgebungstemperaturen und Sonneneinstrahlung die Einhaltung ausreichend niedriger
Temperaturen im inneren der Vorrichtung sichergestellt werden kann. Lediglich zum
Betrieb der Steuerung und zur Ventil- bzw. Gebläse-Betätigung ist eine Energieversorgung
erforderlich, die beispielsweise durch in der Vorrichtung mitgeführte Akkumulatoren
bereitgestellt werden kann. Da diese Energieversorgung - verglichen mit der Kühlleistung
- gering dimensioniert sein kann, beansprucht sie dementsprechend wenig Gewicht und
Bauraum im Vergleich zu der Energieversorgung, wie sie im Falle eine auch noch elektrisch
betriebenen Kühleinrichtung erforderlich wäre.
[0032] Eine weitere Anwendung von Sensoren, deren Signale die Steuerung auswertet, kann
vorzugsweise darin bestehen, dass bestimmte Betriebszustände der Vorrichtung erfasst
werden. Wenn die Vorrichtung beispielsweise einen mit Türen verschließbaren Innenraum
aufweist, so kann vorgesehen sein, dass über entsprechende Sensoren - im einfachsten
Fall Türkontaktschalter - die Schließ- bzw. Offenstellung der Tür erfasst wird. Dies
kann dazu dienen, unerwünschte Kälteverluste zu vermeiden. So kann beispielsweise
die Steuerung bei offener Tür trotz ansteigender Temperaturen im Innenraum eine Einschaltung
der Kühleinrichtung unterdrücken bzw. beenden. Alternativ oder ergänzend kann vorgesehen
sein, dass ein Gebläse durch die Steuerung automatisch abgeschaltet wird bzw. die
Steuerung das Einschalten eines derartigen Gebläses verhindert, wenn sich die Tür
in ihrer Offenstellung befindet, wobei ein derartiges Gebläse dazu dient, die Kaltluft
innerhalb des Innenraums zu verteilen.
1. Vorrichtung zum Transportieren und / oder Verteilen von Speisen und / oder Geschirr,
mit
einem von einem Gehäuse umschlossenen Innenraum zur Aufnahme der Speisen,
einer stromnetz-unabhängigen Kühleinrichtung zur Kühlung des Innenraums,
sowie einer Steuerung zur automatischen Aktivierung der Kühleinrichtung in Abhängigkeit
von vorgegebenen Parametern - wie Uhrzeit, Umgebungstemperatur und / oder Innenraumtemperatur.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Kühleinrichtung zur Verdampfung einer Flüssigkeit ausgestaltet ist - wie zur
Verdampfung von Wasser - unter Verwendung eines Zeolith-Werkstoffs.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
gekennzeichnet durch ein wahlweise einschaltbares Gebläse zur Verteilung von Kaltluft im Innenraum.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch wenigstens einen mit der Steuerung wirksam verbundenen Sensor zur Erfassung von Betriebsparametern
der Vorrichtung.
5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 und 4,
gekennzeichnet durch wenigstens einen Schalter, an wenigstens einer einen Zugang zum Innenraum ermöglichenden
Tür der Vorrichtung,
wobei der Schalter in Abhängigkeit davon, ob sich die Tür in ihrer Offen- oder Schließstellung
befindet, unterschiedliche Schaltzustände einnimmt und an die Steuerung angeschlossen
ist,
derart, daß bei geöffneter Tür das Gebläse automatisch deaktiviert ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch eine an die Steuerung angeschlossene oder in der Steuerung vorgesehene Zeituhr,
derart, daß zu vorbestimmten Zeiten die Kühleinrichtung automatisch aktiviert oder
deaktiviert ist,
oder daß zu vorbestimmten Zeiten automatisch elektrische, Netzstrom verbrauchende
Verbraucher eingeschaltet sind, sofern die Vorrichtung zu dieser Zeit an ein elektrisches
Stromnetz angeschlossen ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
gekennzeichnet durch eine Heizung zur Beheizung von Zeolith-Werkstoff.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung programmierbar ist, derart, daß wenigstens einer der Parameter veränderbar
ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Flüssigkeit innerhalb eines geschlossenen Kreislaufsystems vorgesehen ist,
und daß ein Regelventil vorgesehen ist, mittels welchem die Verbindung zwischen der
Flüssigkeit und dem Zeolith-Werkstoff wahlweise zu öffnen oder zu unterbrechen ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 2,
gekennzeichnet durch wenigstens einen Sensor zur Erfassung des Trocknungsgrades des Zeolith-Werkstoffs,
sowie durch eine Steuerung zum Abschalten einer den Zeolith-Werkstoff beheizenden und trocknenden
Heizeinrichtung bei Erreichen eines vorbestimmten Trocknungsgrades.
11. Verfahren zum Kühlen des Innenraums einer zum Transport und / oder zum Verteilen von
Speisen und / oder Geschirr dienenden Vorrichtung,
wobei die Kälte mittels einer Kühleinrichtung durch Verdampfungskälte erzeugt wird,
indem einem Zeolith-Werkstoff ein Fluid - wie Wasserdampf - zugeführt wird,
wobei mittels einer automatischen Steuerung die Kühleinrichtung automatisch aktiviert
wird, in Abhängigkeit von vorgegebenen Parametern - wie Uhrzeit, Umgebungstemperatur
und / oder Innenraumtemperatur.
12. Verfahren nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass der Wasserdampf dem Zeolith-Werkstoff intervallweise zugeleitet wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zweimal oder dreimal zu jeweils vorbestimmten Zeiten - wie tagsüber
- gekühlt wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 - 13,
dadurch gekennzeichnet, dass mittels Beheizung des Zeoliths das Wasser aus dem Zeolith-Werkstoff entfernt wird.
15. Verfahren nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, dass die Beheizung elektrisch erfolgt.
16. Verfahren nach Anspruch 14 oder 15,
dadurch gekennzeichnet, dass die Beheizung zu einer vorbestimmten Zeit - wie nachts - durchgeführt wird.
17. Verfahren nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet, dass zu derselben vorbestimmten Zeit auch ein für die Steuerung und / oder für ein Gebläse
vorgesehener elektrischer Energiespeicher - wie ein Akkumulator -aufgeladen wird.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 - 17,
dadurch gekennzeichnet, dass der Trocknungsgrad des Zeolith-Werkstoffes mittels wenigstens eines Sensors erfaßt
wird,
und daß bei Erreichen eines vorgegebenen Trocknungsgrades die Beheizung beendet wird.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 - 18,
dadurch gekennzeichnet, dass die von der Steuerung berücksichtigten Parameter - wie Ein- und Ausschaltzeit elektrische
Verbraucher, Kühlzeiten, für die Kühlung relevante Schwellwerte der Umgebungstemperatur
und / oder der Innenraumtemperatur - vom Anwender der Vorrichtung programmiert werden.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 - 19,
dadurch gekennzeichnet, dass die Kaltluft innerhalb des Innenraumes der Vorrichtung durch ein Gebläse unterstützt
bewegt wird.
21. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 - 20,
dadurch gekennzeichnet, dass die Aktivierung der Kühleinrichtung und / oder eines die Kaltluft bewegenden Gebläses
blockiert wird, wenn sich eine den Innenraum wahlweise freigebende oder verschließende
Tür in ihrer Offenstellung befindet.