[0001] Die Erfindung betrifft eine Steckvorrichtung mit einer Steckseite und einer Anschlussseite
zur Verbindung von Leiterplatten.
[0002] Eine derartige Steckvorrichtung wird benötigt, um eine lötfreie und lösbare Verbindung
zwischen Leitplatten mit einer erhöhten Signalleitungsdichte und für hohe Signaltaktraten
zu ermöglichen.
[0003] Aus der US 4,157,857 ist ein Kartenrandsteckverbinder, fixiert auf einer Basisleiterplatte
bekannt, bei dem kugeiförmige Kontaktelemente in einem Steckgehäuse angeordnet sind,
die auf der einen Seite mit Leiterbahnen auf einer steckbaren Leiterplatte kontaktieren
und auf der anderen Seite über Federkontakte, die mit einer lötbaren Anschlussseite
elektrisch leitend mit Leiterbahnen auf der Basisleiterplatte verbunden sind.
[0004] Nachteilig wirkt sich dabei aus, dass in aller Regel eine fest vorgegebene Geometrie
und Anzahl von Kontaktierungsmöglichkeiten Varianten nur durch aufwendige Neuentwicklungen
ermöglicht.
[0005] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Steckverbindung der eingangs
genannten Art dahingehend auszubilden, die Verbindung einer hohen Anzahl von Signalleitungen
zu ermöglichen, wobei mittels einer Kugelkontaktierung eine impedanzangepasste Signalführung
bei minimaler Störung der Nutzsignale möglich ist und eine skalierbare Variantenbildung
der Kontaktierungen bei geringst möglichem Aufwand zu realisieren.
[0006] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die Anschlussseite mindestens durch einen
ersten Trägerkörper gebildet ist, der auf einer Basis-Leiterplatte befestigt ist,
dass der Trägerkörper mindestens eine Kontaktkugelhalterung aufweist, in der Kontaktkugeln
in mindestens einer Reihe nebeneinander angeordnet sind, dass die Steckseite mindestens
durch einen zweiten Trägerkörper gebildet ist, der eine Kontaktkugelhalterung aufweist,
in der Kontaktkugeln beidseitig einer in den Trägerkörper einzufügenden Kartenrand-Leiterplatte
angeordnet sind, dass zwischen dem ersten und dem zweiten Trägerkörper eine elektrische
Verbindung mittels auf einer flexiblen Leiterfolie aufgebrachten Leiterbahnen erfolgt,
wobei die Kontaktkugeln in den Kontaktkugelhalterungen so angeordnet sind, dass sie
auf der einen Seite der Kontaktkugelhalterung die Leiterbahnen der Leiterplatten und
auf der anderen Seite die Leiterbahnen der Folie kontaktieren, wobei die Kugeln mittels
Federelementen gegen die Leiterbahnen gedrückt werden.
[0007] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Ansprüchen 2 - 8 angegeben.
[0008] Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, dass eine Steckvorrichtung
vorgesehen ist, in der zur Übertragung einer erhöhten Signalleiterdichte mehrere Kontaktkugelhalterungen
mit mehreren Kugelkontaktreihen vorgesehen sind, die in mindestens einem Trägerkörper
angeordnet sind.
[0009] Dabei kommt für den Trägerkörper als tragendes Element zur relaxationsfreien Übertragung
der Andruckkräfte für eine Kugelkontaktierung ein extrudiertes Metallprofil, z. B.
aus Aluminium oder anderen Werkstoffen, bzw. ein gefaltetes Blech zum Einsatz.
[0010] Dabei ist vorteilhaft vorgesehen, ein als Winkelsteckverbinder ausgebildetes Steckgehäuse
lötfrei mit seiner Anschlussseite auf einer Basis-Leiterplatte zu montieren, während
die Steckseite beispielsweise zur Aufnahme mindestens einer Kartenrand-Leiterplatte
ausgebildet ist.
[0011] Die feste Montage der Anschlussseite erfolgt beispielsweise durch ein Verschrauben
des Steckverbindergehäuses auf der Basis-Leiterplatte, so dass in einem Reparaturfall
der Steckverbinder problemlos ausgetauscht werden kann.
[0012] Ebenso kann eine Vernietung, eine Rastnasenhalterung oder sonstige Fixierung auf
der Basisleiterplatte vorgesehen sein.
[0013] Je nach Ausführungsform können für die Steckseite ein oder auch zwei Trägerkörper
für ein oder zwei Kartenrand-Leiterplatten vorgesehen sein.
[0014] Die Signalübertragung zwischen den Kontaktreihen in den Kontaktträgervorrichtungen
von einer Leiterplatte zur anderen erfolgt mittels auf flexibler Leiterfolie aufgebrachten
Leiterbahnen.
[0015] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die aus
Kugeln gebildeten Kontaktelemente senkrecht zur Auflage der Leiterbahnen verschiebbar
mittels Federelementen toleranzvariabel gegen die Leiterbahnen der jeweiligen Leiterplatte
gedrückt werden.
[0016] Dabei sind die Federlemente vorzugsweise als flache leicht V-förmig oder W-förmig
oder U-förmig gestaltete und als endlos Bauelemente gestanzte Formteile erstellt,
welche in ihrer Länge je nach Applikation entsprechend angepasst werden können:
[0017] Von besonderem Vorteil ist auch eine flexible Anordnung der beiden Trägerkörper für
eine Kartenrand-Leiterplatte, die nicht innerhalb eines starren Steckgehäuses angeordnet
sind, sondern mittels der flexiblen Folie relativ frei beweglich und unabhängig von
einem bestimmten Rastermaß innerhalb der Reichweite der Folie angeordnet sein können.
[0018] Weiterhin erfolgt die Anordnung der Kontaktkugeln bei einer Kartenrand-Leiterplatte
durch eine Zweiteilung der Kontaktkugelhalter vorteilhaft auf beiden Seiten der Leiterplatte.
[0019] Dadurch können die Kontaktkugelhalter eine Relativbewegung zueinander ausführen und
sich der Dicke der Leiterplatte anpassen, ohne dass die einzelnen Kontaktkugeln zu
große freie Wege ausführen müssen, somit werden gleichzeitig Dickenschwankungen der
Leiterplatte ausgeglichen.
[0020] Die Nutzung der erfindungsgemäßen Steckvorrichtung hat weiterhin den Vorteil, dass
die Stecklänge eines Steckverbinders nahezu beliebig an die erforderliche Größe einer
Leiterplatte angepasst werden kann, wobei zusätzlich bei geändertem Abstand der nebeneinander
angeordneten Federelemente auch die Dichte der Signalleitungen variiert werden kann.
[0021] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im
folgenden näher erläutert. Es zeigen:
- Fig.1
- eine Schnittansicht der Steckvorrichtung,
- Fig.2
- eine detaillierte Schnittansicht eines Trägerkörpers für eine Basisleiterplatte,
- Fig. 3
- eine detaillierte Schnittansicht eines Trägerkörpers für eine Kartenrand-Leiterplatte,
- Fig. 4
- eine perspektivische Ansicht freigestellter, miteinander verbundenen Trägerkörper,
- Fig. 5
- eine perspektivische Ansicht der Steckvorrichtung,
- Fig. 6
- eine Variante der Steckvorrichtung, und
- Fig. 7
- eine Prinzipdarstellung der Kontaktkugelkontaktierung.
[0022] In der Fig.1 ist in einer Schnittansicht eine Steckvorrichtung zur Verbindung von
Leiterplatten gezeigt, in der insgesamt vier einzelne Trägerkörper in einem Steckgehäuse
2 angeordnet sind.
[0023] Dabei sind zwei identische, nebeneinander angeordnete Trägerkörper 10, die die Anschlussseite
bilden, auf einer Basis-Leiterplatte 6 fixiert, während zwei weitere, ebenfalls identische
Trägerkörper 20, die die Steckseite der Steckvorrichtung bilden, übereinander angeordnet
sind, die zur steckbaren Aufnahme von je einer Kartenrand-Leiterplatte 8 vorgesehen
sind.
[0024] Die Trägerkörper sind innerhalb des Steckgehäuses jeweils durch flexible Leiterfolien
4 miteinander verbunden.
[0025] Die beiden nebeneinander angeordneten Trägerkörper 10 sind mittels einer Schraubbefestigung
18 mit der Basis-Leiterplatte 6 verbunden, wobei eine unterhalb der Basis-Leiterplatte
erkennbare Querversteifung 7 - speziell für große Leiterplatten - für eine zusätzliche
Stabilisierung des Trägerkörpers, sowie der Basis-Leiterplatte vorgesehen ist, die
zusammen mit dem Trägerkörper 10 verschraubt wird.
[0026] In der Fig. 2 ist ein vereinzelter Trägerkörper 10 für die Basis-Leiterplatte 6 vergrößert
dargestellt.
[0027] Der Trägerkörper 10 besteht im Wesentlichen aus einem U-förmigen Kontaktkugelhalter
12, in dem ein blockförmiges Druckelement 11 mit einer Ausnehmung 16 zur Aufnahme
von Federelementen 30 angeordnet ist. Zwischen dem U-förmigen Kugelkontakthalter 12
und dem Druckelement 11 ist eine flexible Leiterfolie 4 passgenau in einer Schleife
eingefügt.
[0028] Im Basisbereich des Kontaktkugelhalters sind in Bohrungen 15 Kontaktkugeln 14 in
zwei Reihen angeordnet, die mittels der Federelemente 30 auf hier nicht weiter gezeigte
Leiterbahnen der flexiblen Leiterfolie 4 drücken.
[0029] Im Querschnitt sind die Federelemente 30 W-förmig ausgebildet, wobei die Enden der
Außenschenkel in der Ausnehmung 16 gegen das Druckelement 11 gedrückt werden, während
mit dem Federkontaktbereich 38, die Folie 4 gegen die Kontaktkugeln 14 gedrückt wird.
Das abgeflachte Federmittelteil 36 wird wiederum gegen eine mittig aus der Ausnehmung
16 herausragende Anformung 17 gedrückt.
[0030] Die Federelemente werden aus einem zusammenhängenden entsprechend geformten Blech
herausgestanzt und können somit in ihrer Länge beliebig an das vorgesehene Steckverbindergehäuse
bzw. an die Trägerkörper angepasst werden.
[0031] In der Fig. 3 ist der für den Einschub einer Kartenrand-Leiterplatte 8 vorgesehene
Trägerkörper 20 in einer vergrößerten Darstellung gezeigt.
[0032] Der Trägerkörper besteht aus einem U-förmigen Trägerelement 21 in dem zwei konträr
geformte Kontaktkugelhalter 22, ein Druckelement 27 und ein isolierendes Formteil
29 sowie zwei in Schleifen gelegte, flexible Folien 4 angeordnet sind.
[0033] Die beiden Kontaktkugelhalter 22 sind, beabstandet durch einen Einführschlitz 23,
mit einer Abschrägung 23' versehen, so dass die Kartenrand-Leiterplatte 8 problemlos
eingeschoben werden kann.
[0034] Im Einschubbereich für die Leiterplatte, ragen beidseitig innerhalb der Wandung der
Kontaktkugelhalter 22 in Bohrungen 25 unverlierbar gehaltene Kontaktkugeln 24 in den
Einführschlitz 23 hinein.
[0035] Somit wird eine eingeschobene Kartenrand-Leiterplatte 8 beidseitig von den Kugelkontakten
24 kontaktiert und zentriert sich dadurch selbständig. Gleichzeitig ragen die Kontaktkugeln
24 zur Kontaktierung der Leiterbahnen auf der flexiblen Folie auch in Richtung der
Folie 4 aus der Wandung der Kontaktkugelhalter 22 heraus.
[0036] Dabei wird die Folie mit dem V-förmigen Federelement 32 gegen die Kontaktkugeln 24
gedrückt.
[0037] Dazu ist im hier oberen Schenkel des Trägerelementes 21 oberhalb der Folie 4 eine
Ausnehmung 26 vorgesehen, in der das Federelement 32 angeordnet ist. Wobei ein Schenkelende
in eine Vertiefung im Schenkel eintaucht, während das andere Schenkelende abgeflacht,
je nach Andruck in der Ausnehmung 26 gleiten kann.
[0038] Eine ebensolche Ausnehmung ist im gegenüberliegenden, hier unteren Schenkel des Trägerelementes
21 im Druckelement 27 vorgesehen, wobei ebenfalls ein Federelement 32 in einer Ausnehmung
28 angeordnet ist.
[0039] Des Weiteren ist zwischen dem unteren Schenkel des Trägerelementes 21 und dem Druckelement
27 ein isolierendes Formteil 29 vorgesehen, das für eine passgenaue Halterung der
flexiblen Folie zwischen den Federelementen und den Kugelkontakthalterungen und dem
Druckelement dient.
[0040] Das isolierende Formteil 29 ist an der Austrittseite der Folie aus dem Trägerelement
21 abgerundet ausgeformt um einen gewissen Knickschutz für die beiden Folie 4 zu erreichen.
[0041] In der Fig. 4 ist eine der Fig. 1 entsprechende perspektivische Ansicht der Trägerkörper
10 und 20 gezeigt, ohne ein festes sie umgebendes Steckgehäuse.
[0042] Dabei ist die Montage der beiden Trägerkörper 10 mittels einer Schraubverbindung
18 auf der Basis-Leiterplatte 6 ersichtlich, während die Trägerkörper 20 freigestellt
sind und lediglich mittels der flexiblen Folie 4 mit den Kontaktträgern 10 verbunden
sind.
[0043] An den Schmalseiten der Trägerkörper 20 sind in unterschiedlicher Formgebung Befestigungszapfen
42 angeformt, die je zur Hälfte aus den beiden im Trägerelement 21 angeordneten Kontaktkugelhaltern
22 gebildet sind.
[0044] Die unterschiedliche Formgebung sichert eine verwechslungsfreie Positionierung innerhalb
des Steckgehäuses 2, in dem entsprechende Ausnehmungen vorgesehen sind.
[0045] In einer derartigen Ausgestaltung ohne ein gemeinsames Steckgehäuse, können die Trägerkörper
20 nahezu beliebig, in Abhängigkeit von der Länge der Folie zu den Trägerkörpern 10,
in einer entsprechend vorzusehenden Halterung auch unabhängig von einem bestimmten
Rastermaß, das sonst den Abstand zwischen zwei Leiterplatten fest vorgibt, angeordnet
sein.
[0046] In der Fig. 5 ist die in Fig. 4 gezeigte Anordnung der Trägerkörper eingesetzt in
einem Steckgehäuse 2 gezeigt, das auf der Basis-Leiterplatte 6 fixiert ist. Das Steckgehäuse
besteht im Wesentlichen aus zwei parallel angeordneten Seitenträgern, die durch eine
mittig quer dazu ausgerichtete Verbindungsstrebe verbunden sind.
[0047] In den Seitenträgern sind oberhalb und unterhalb der Verbindungsstrebe Öffnungen
vorgesehen, in die die Trägerkörper 20 mit den seitlich angeformten Zapfen 42 verrastbar
eingeschoben sind. Während die Trägerkörper 10, hier nicht sichtbar, so in dazu vorgesehene
Ausnehmungen im Steckgehäuse eingesetzt werden, dass das gesamte Steckgehäuse mittels
der in den Trägerkörpern 10 vorgesehenen Schraubverbindungen auf der Basis-Leiterplatte
6 fixierbar ist.
[0048] In einer Variante der oben erwähnten Steckverbindung ist ein Steckgehäuse 3 mit flexiblen
Folien in der Fig. 6 dargestellt.
[0049] Dabei ist hier ein Trägerkörper 10' mit einem Kontaktkugelhalter 12' gezeigt, in
dem vier identische Druckelemente 11' angeordnet sind.
[0050] Unterhalb der Druckelemente ist jeweils ein Ende einer flexiblen Folie 4 eingefügt,
das mit einem hier U-fömig ausgebildeten Federelement 34 beaufschlagt wird.
[0051] Unterhalb der Folie sind in vier Reihen nebeneinander die Kontaktkugeln 14' innerhalb
der Wandung in Bohrungen 15' des Kontaktkugelhalters 12' angeordnet, so dass auch
die auf der Basis-Leiterplatte 6 aufgebrachten Leiterbahnen kontaktiert werden.
[0052] Die beiden Trägerkörper 20' sind ähnlich denen in Fig. 1 dargestellten ausgeführt,
jedoch werden die Folien 4 hier nicht in einer Schleife, sondern direkt von der der
Steckseite entgegengesetzten Seite, also rückseitig in den Kontaktbereich des Einführschlitzes
23' im Trägerkörper zugeführt.
[0053] Für die dargestellten Varianten sind flexible Leiterfolien, mit beidseitig aufgebrachten
Leiterbahnen vorgesehen, die miteinander verbunden sind.
[0054] In dem Bereich, in dem die Leiterfolie im Trägerkörper 10 gemäß der Fig. 1 von dem
Federelement 30 kontaktiert wird, sind die Leiterbahnen zwischen den Federkontaktbereichen
38 des Federelementes 30 jedoch unterbrochen.
[0055] In der Fig. 7 ist das Prinzip der elektrischen Kontaktierung zwischen den Leiterbahnen
der Leiterplatten und der flexiblen Folien dargestellt.
[0056] Dabei kontaktiert die Kontaktkugel 14 die Leiterbahn 5 der Basis-Leiterplatte 6 und
gleichzeitig die Leiterbahn 5' auf der flexiblen Folie 4.
[0057] Die Signalleitung wird an die Kartenrand-Leiterplatte 8 weitergeführt, in dem die
Leiterbahn 5' mittels der Kontaktkugel 24 die Leiterbahn 5 auf der Kartenrand-Leiterplatte
8 in Kontakt bringt. Hierbei ist jedoch lediglich eine einseitige Kontaktierung der
Kartenrand-Leiteplatte gezeigt.
1. Steckvorrichtung mit einer Steckseite und einer Anschlussseite zur Verbindung und
elektrischen Kontaktierung von Leiterplatten, dadurch gekennzeichnet,
dass die Anschlussseite durch mindestens einen erster Trägerkörper (10, 10') gebildet
ist, der auf einer Basis-Leiterplatte (6) befestigt ist, dass der Trägerkörper (10,
10') mindestens einen Kontaktkugelhalter (12, 12') aufweist, in dem Kontaktkugeln
(14) in mindestens einer Reihe nebeneinander angeordnet sind,
dass die Steckseite durch mindestens einen zweiter Trägerkörper (20, 20') gebildet ist,
wobei in einem Trägerelement (21, 21') zwei Kontaktkugelhalter (22, 22') angeordnet
sind, in denen Kontaktkugeln (24) beidseitig einer in den Trägerkörper einzufügenden
Kartenrand-Leiterplatte (8) angeordnet sind,
dass zwischen dem ersten und dem zweiten Trägerkörper (10, 10; 20, 20') eine elektrische
Verbindung mittels auf einer flexiblen Leiterfolie (4) aufgebrachten Leiterbahnen
(5') erfolgt, wobei die Kontaktkugeln (14, 24) in den Kontaktkugelhaltern (12, 12';
22, 22') so angeordnet sind, dass sie auf der einen Seite des Kontaktkugelhalters
die Leiterbahnen (5) der Leiterplatten (6, 8) und auf der anderen Seite die Leiterbahnen
(5') der Folie (4) kontaktieren, wobei die Kugeln mittels Federelementen (30, 32,
43) gegen die Leiterbahnen gedrückt werden.
2. Steckvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Kontaktkugeln (14, 24) in dem mit Bohrungen (15, 25) versehenen Kontaktkugelhalter
(12, 22) gehalten sind, wobei die Bohrungen derartig gestaltet sind, dass ein Herausfallen
der Kugeln zumindest auf einer Seite verhindert wird, jedoch eine Kontaktierung auf
eine Leiterbahn ermöglicht.
3. Steckvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktkugelhalter (22) im Trägerkörper (20) eine Relativbewegung zueinander
ausführen, wobei sie sich der Dicke der Leiterplatte anpassen und Dickenschwankungen
der Leiterplatte ausgleichen, und wobei die einzelnen Kontaktkugeln minimale Wege
zur Kontaktierung ausführen.
4. Steckvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die einzelnen Federelemente (30, 32, 34) nebeneinander beabstandet, bandförmig zusammenhängend
in Ausnehmungen (16, 26) in Druckelementen (11, 27) angeordnet sind.
5. Steckvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Kontaktkugelhalter (12, 12') und die Trägerelemente (21, 21') aus einem extrudierten
Metallprofil oder einem gefalteten Blechmaterial geformt sind.
6. Steckvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche gekennzeichnet,
dass der Trägerkörper (20, 20') mittels zapfenförmiger Polarisierungsmitteln (42)
in einem Steckgehäuse (2) eingesetzt und gehalten ist.
7. Steckvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche gekennzeichnet,
dass das Steckgehäuse (2) mittels Schraubverbindungen (18) im Trägerkörper (10) auf
der Basis-Leiterplatte (6) fixierbar ist.
8. Steckvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Trägerkörper (10, 10'; 20, 20') in getrennten Steckgehäusen gehalten sind.