[0001] Die Erfindung betrifft eine Beschickungsvorrichtung für Tabak, mit einer pneumatischen
Förderleitung zum Zufördern von Tabak zu einer den Tabak aus dem Förderluftstrom aufnehmenden
Schleusenkammer. Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Befüllen einer Schleusenkammer
mit Tabak, wobei Tabak über eine Förderleitung pneumatisch der Schleusenkammer zugeführt
wird und wobei der Förderstrom aus der Schleusenkammer abgeführt wird.
[0002] Beschickungsvorrichtungen der genannten Art dienen zur pneumatischen Beschickung
von Zigarettenstrangmaschinen oder Zigarrenstrangmaschinen mit Tabak. Sinkt der im
Verteiler einer derartigen Maschine enthaltene Tabakvorrat unter eine bestimmte Menge
ab, so wird von einem Taster ein Signal abgegeben, das zur Zuführung von Tabak eine
Luftquelle in einer pneumatischen Förderleitung aktiviert. Zur Zuförderung von Tabak
zu Strangmaschinen wird meist Saugluft verwendet. In einer Schleusenkammer wird der
Tabak aus dem Luftstrom abgeschieden, in dem er von einer Siebfläche zurückgehalten
wird, während die Förderluft durch die Siebfläche strömt und in einer weiteren pneumatischen
Förderleitung zum Sauglufterzeuger strömt. Ist die Schleusenkammer gefüllt, was ein
Ausgangssignal eines entsprechenden Detektors meldet, so kann im Bedarfsfall die Schleusenkammer
geöffnet werden und der Tabak in den Vorratsraum der Tabakstrangmaschine gelangen.
Hierauf wird die Schleusenkammer wieder geschlossen und steht einem weiteren Beschickungszyklus
zur Verfügung. Es sind Beschickungsvorrichtungen bzw. Befüllungsvorrichtungen für
Strangmaschinen bekannt, bei denen der Tabak kontinuierlich nach Maßgabe des Verbrauches
der Strangmaschine zugeführt wird, wozu im Allgemeinen kontinuierlich arbeitende Schleusen
oder sonstige Dichtungen oder Absperrungen des pneumatischen Systems vorgesehen werden.
[0003] So ist beispielsweise aus der DE 40 27 409 A1 der Körber AG eine gattungsgemäße Beschickungsvorrichtung
für Tabak bekannt, die im Rahmen der Figuren 1 bis 3 im Zusammenhang mit der Figurenbeschreibung
näher erläutert wird.
[0004] Wird eine Schleusenkammer nicht vollständig befüllt, so kann sich die ungleiche Befüllung
in den Strang auch fortsetzen, was insbesondere bei mehrfachen Teilbefüllungen zu
einem schlechten Strangaufbau und zu Stoppern führen kann. Bei immer breiteren Verteilern
mit immer mehr Fassungsvermögen kann es zudem aufgrund einer Kompression des Tabaks
an einer Aufprallwand zu Dichteschwankungen im Tabak kommen, was auch zu Problemen
im Strangaufbau führen kann, da die Durchmischung des Tabaks im Verteiler in horizontaler
Richtung geringer werden kann.
[0005] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine gleichmäßigere Verteilung des Tabaks
im Verteiler zu ermöglichen.
[0006] Gelöst wird diese Aufgabe durch eine erfindungsgemäße Beschickungsvorrichtung für
Tabak, mit einer pneumatischen Förderleitung zum Zufördern von Tabak zu einer den
Tabak aus dem Förderluftstrom aufnehmenden Schleusenkammer, wobei eine die Position
des Tabaks in der Schleusenkammer vorgebende Vorrichtung vorgesehen ist, die bewegbar
ist.
[0007] Die Erfindung geht von dem Grundgedanken aus, dass bei nicht vollständig gefüllten
Schleusen bzw. bei sehr großen Schleusen bzw. bei sehr breiten Schleusen, die ungleichmäßig
befüllt werden können, wodurch auch im Verteiler eine ungleichmäßige Befüllung erzeugt
wird, durch Vorgeben der Position des Tabaks während der Befüllung bzw. im Nachgang
der Befüllung die ungleichförmige Befüllung verringert werden kann.
[0008] Wenn ein Detektor zum Messen des Füllstandes der Schleusenkammer vorgesehen ist,
kann auf einfache Art und Weise die die Position des Tabaks in der Schleusenkammer
vorgebenden Vorrichtung positioniert werden. Wenn die die Position des Tabak vorgebenden
Vorrichtung eine Transportvorrichtung ist, ist es auf besonders einfache Art und Weise
möglich die Position des Tabaks in der Art vorzugeben bzw. zu verändern, dass eine
gleichmäßige Befüllung des Verteilers möglich ist. Eine besonders einfache Ausgestaltung
einer vorzugsweisen Transportvorrichtung umfasst einen Schieber.
[0009] Wenn in einer erfindungsgemäßen Weiterbildung mittels des Schiebers, der in die Schleusenkammer
geführte Tabak im Wesentlichen in die Mitte der Schleusenkammer transportierbar ist,
ist eine einfache Realisation einer gleichmäßigen Verteilung möglich. Hierbei bedeutet
das Transportieren des Tabaks im Wesentlichen in die Mitte, dass der Schwerpunkt des
Tabaks im Wesentlichen in die Mitte der Schleusenkammer transportiert wird.
[0010] Eine erhöhte Gleichmäßigkeit der Tabakverteilung ist dann gegeben, wenn n Befüllungstakte
vorgesehen sind, wobei die die Position des Tabaks vergebene Vorrichtung bei einem
ersten Befüllungstakt in einer Ausgangslage liegt und zu dem jeweiligen nächsten Befüllungstakt
mit einer Schrittweite bewegbar ist, die gleich der Breite der Schleusenkammer geteilt
durch n ist, wobei n eine ganze Zahl größer eins ist. Nach n Befüllungstakten wird
Tabak über die gesamte Breite der Verteileinheit gleichmäßig der Verteileinheit zugeführt.
Nach den n Befüllungstakten beginnen die Befüllungstakte von vorne, d.h. die die Position
des Tabaks vorgebende Vorrichtung gelangt wieder in die Ausgangslage.
[0011] Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist dann gegeben, wenn die
Transportvorrichtung eine Förderschnecke umfasst. Durch Vorsehen einer Förderschnecke
wird der Tabak relativ weich aufgefangen, da die Schneckengänge der Förderschnecke
schräg zum Förderluftstrom ausgestaltet sind und somit der Tabak nicht frontal aufprallt.
Zum anderen ist durch vorsehen einer Förderschnecke eine besonders elegante Transportmöglichkeit
des in die Schleusenkammer gelangten Tabaks möglich. Vorzugsweise weist die Schleusenkammer
quer zur Rotationsachse der Förderschnecke einen im Wesentlichen runden Querschnitt
auf. Wenn eine beweglich, insbesondere federnd, gelagerte Aufprallfläche für den Tabak
in der Schleusenkammer vorgesehen ist, wird der Tabak an der Aufprallfläche weniger
stark abgebremst und damit auch weniger komprimiert, so dass insgesamt eine gleichmäßigere
Verteilung des Tabaks im Verteiler ermöglicht ist.
[0012] Die Erfindung wird ferner durch ein Verfahren zum Befüllen einer Schleusenkammer
mit Tabak gelöst, wobei Tabak über eine Förderleitung pneumatisch der Schleusenkammer
zugeführt wird und wobei der Förderluftstrom aus der Schleusenkammer abgeführt wird,
wobei der Füllstand der Schleusenkammer während des Befüllens gemessen wird, wobei
nach Verstreichen einer vorgebbaren Zeit, in der die Schleusenkammer nur teilweise
befüllt wurde, das Befüllen beendet wird und die Position des Tabaks während dieses
Befüllungsschritts und/oder unmittelbar im Anschluss an diesen Befüllungsschritt oder
nach dem nächsten Befüllungsschritt verschoben wird oder wobei die Position des Tabaks
bei wenigstens zwei aufeinander folgenden Befüllungsschritten unterschiedlich ist.
[0013] Durch das erfindungsgemäße Verfahren ist eine einheitliche Verteilung des Tabaks
im Verteiler realisierbar. Wenn bei nicht vollständiger Befüllung der Tabakdurchsatz
wenigstens einer sich an die Schleusenkammer anschließenden Maschine der tabakverarbeitenden
Industrie, wie beispielsweise einer Strangmaschine, angepasst, insbesondere reduziert,
wird kommt es zu wenig Ausfällen bei der Herstellung von beispielsweise Zigarettensträngen
bzw. Zigarrensträngen.
[0014] Eine besonders bevorzugte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist dann
gegeben, wenn n Befüllungsschritte ermöglicht sind, wobei eine die Position des Tabaks
vorgebende Vorrichtung bei einem ersten Befüllungsschritt in einer Ausgangslage liegt
und vor dem jeweiligen nächsten Befüllungsschritt mit einer Schrittweite bewegbar
ist, die gleich der Breite der Schleusenkammer geteilt durch n ist, wobei n eine ganze
Zahl größer eins ist.
[0015] Die Erfindung wird nachstehend ohne Beschränkung des allgemeinen Erfindungsgedanken
anhand von Ausführungsbeispielen beschrieben. Bezüglich aller im Text nicht näher
erläuterten erfindungsgemäßen Einzelheiten wird ausdrücklich auf die Zeichnungen verwiesen.
Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Beschickungsvorrichtung für eine Zigarettenstrangmaschine mit einer Schleusenkammer
gemäß der DE 40 27 409 A1,
- Fig. 2
- eine Ansicht auf die Schleusenkammer in Richtung des Pfeils II aus Fig. 1 im verkleinerten
Maßstab.
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf die Schleusenkammer in Richtung des Pfeils III aus Fig. 1 im verkleinerten
Maßstab.
- Fig. 4
- eine schematische Ansicht einer erfindungsgemäßen Schleusenkammer in einer Richtung,
die dem Pfeil II der Fig. 1 entspricht,
- Fig. 5
- eine schematische Ansicht entsprechend der Fig. 4, in der schematisch dargestellt
ist, dass weniger Tabak eingeführt wurde,
- Fig. 6
- eine schematische Ansicht einer weiteren erfindungsgemäßen Schleusenkammer,
- Fig. 7
- eine weitere schematische Ansicht der Schleusenkammer gemäß Fig. 6,
- Fig. 8
- eine schematische Ansicht einer weiteren erfindungsgemäßen Schleusenkammer,
- Fig. 9
- eine der Fig. 8 entsprechenden Ansicht mit Tabakfüllung,
- Fig. 10
- eine der Fig. 9 entsprechenden Ansicht, wobei der Tabak in einer anderen Position
angeordnet ist, und
- Fig. 11
- eine schematische Ansicht einer weiteren erfindungsgemäßen Schleusenkammer.
[0016] In Fig. 1 ist ein Ausschnitt des Verteilers 2 einer Zigarettenstrangmaschine vom
Typ PROTOS der Anmelderin mit einer Beschickungsvorrichtung 3 dargestellt. Der in
Fig. 1, 2 und 3 dargestellte Verteiler bzw. die Ausschnitte aus diesem Verteiler sind
in der DE 40 27 409 A1 beschrieben. Der nicht dargestellte Teil des Verteilers kann,
wie in der US-PS 46 51 758 beschrieben ist sein. Aus der Beschickungsvorrichtung 3
wird Tabak portionsweise in einen Behälter 1 überführt, in dem ein Tabakvorrat 4 aus
Tabakfasern gebildet wird. Ein Detektor, zum Beispiel in Form einer Lichtschranke
6, überwacht das Niveau des Tabakvorrates 4 und gibt ein Signal ab, wenn das Niveau
den Detektor 6 unterschreitet. Das Signal löst die Zufuhr einer weiteren Tabakportion
in den Behälter 1 auf nachbeschriebene Weise aus. Eine Rechen- oder Paddelwalze 7
entnimmt aus dem Vorratsbehälter 1 Tabak, aus dem in nicht dargestellter Weise ein
weiterer Vorrat aus aufgelockerten Tabakfasern gebildet wird. Ein mit Mitnehmern 12
versehenes Steilförderband 13 entnimmt eine Schicht Schnitttabak und fördert diesen
in einen Stauschicht 29, in dem eine Tabaksäule 31 gebildet wird, aus der in beispielsweise
in der US-PS 46 51 758 hervorgehender Weise ein Tabakstrang geformt wird.
[0017] Die Beschickungsvorrichtung 3 weist eine Schleusenkammer 16 auf, in der eine pneumatische
Förderleitung 17 (Förderrohr) zum Zuführen des Schnitttabaks mündet. Drei Seiten der
Schleusenkammer 16 werden von Siebflächen 18, 19 und 21 gebildet, in denen Siebe 22
bzw. 23 oder 24 befestigt sind. Die Rahmen der beiden zuletzt genannten Siebe sind
in der Zeichnung weggelassen. Um die Siebe erstreckt sich ein gemeinsamer Raum 26,
der mit einer weiteren pneumatischen Förderleitung 27 (Förderrohr) in Verbindung steht.
[0018] Eine Bodenfläche 33 der Schleusenkammer 16 ist mit einem Auslass für den Tabak in
Form einer um eine Schwenkachse 34 schwenkbaren Bodenklappe 26 versehen. Zum Verschwenken
der Bodenplatte 36 dient ein Antrieb in Form eines pneumatisch betriebenen Kraftzylinders
37, der von einem Ausgangssignal des Detektors 6 steuerbar ist. Der Detektor 6 veranlasst
den Kraftzylinder 37 zu einer Öffnungsbewegung der Bodenklappe 36 in Richtung des
Pfeils 39, wenn das Niveau des Tabakvorrates 4 unter den Detektor 6 gesunken ist,
die Strangmaschine somit Bedarf für eine neue Tabakportion aus der Beschickungsvorrichtung
3 meldet. Zum Öffnen der Bodenklappe 36 bewegt ein nicht dargestellter druckluftbeaufschlagter
Kolben des Kraftzylinders 37 das Anlenkgelenk 42 der Kolbenstange in Richtung des
Pfeils 43.
[0019] Die Arbeitsweise der Beschickungsvorrichtung ist wie folgt. Die Bodenklappe 36 ist
zunächst in der dargestellten Stellung. Zu einem Beschickungsvorgang bzw. einem Befüllvorgang
wird die Saugluftquelle in der pneumatischen Förderleitung 27 aktiviert. Der in der
Leitung 27 dann herrschende Unterdruck pflanzt sich durch die Schleusenkammer 16,
die Siebe 22 und 23 und 24 sowie den Raum 26 in die Förderleitung 17 fort, so dass
die pneumatische Förderung des Schnitttabaks von einer nicht dargestellten Aufgabestelle
beginnt. Der in einem Luftstrom durch die Leitung 17 in die Schleusenkammer 16 geförderte
Schnitttabak 41 wird von den Sieben 22, 23 und 24 zurückgehalten, während die Luft
durch die Siebe in unterschiedliche Richtungen, die durch Pfeile 46 bzw. 47 bzw. 48
symbolisiert werden, strömt. Die von Tabak befreiten Luftströme vereinigen sich in
dem gemeinsamen Raum 26 und gelangen von da zu der weiteren pneumatischen Förderleitung
27, in der sie zu der Unterdruckquelle gefördert werden.
[0020] Ist auf diese Weise eine Tabakportion 41 in der Schleusenkammer 16 angesammelt worden,
so gibt der Detektor 38 ein Abschaltsignal an das pneumatische Fördersystem, worauf
die Unterdruckquelle abgetrennt wird, so dass der Luftstrom aufhört. Die fertig gebildete
Tabakportion 41 kann nun zum richtigen Zeitpunkt in den Behälter 1 überführt werden.
Das Signal hierzu erhält der Antrieb 37 von dem Detektor 6, der anspricht und ein
Signal abgibt, wenn das Niveau im Behälter unter den Detektor fällt. Daraufhin wird
die Bodenklappe 36 zum Öffnen in Richtung des Pfeils 39 verschwenkt. Die Tabakportion
41 fällt in den Behälter 1, worauf der Antrieb 37 ein Schließsignal erhält. Nach Schließen
der Bodenklappe 36 wird ein weiterer in der vorbeschriebenen Weise ablaufender Beschickungsvorgang
ausgeführt.
[0021] Es kann nun allerdings vorkommen, dass die Tabakschleuse 16 bzw. Schleusenkammer
16 nicht vollständig gefüllt wird, so dass sich eine ungleiche Befüllung in der Schleuse
in dem Strangaufbau fortsetzt und insbesondere bei mehrfachen Teilbefüllungen zu schlechtem
Strangaufbau und Stoppern führt. Ferner werden die Verteiler heutzutage immer breiter,
so dass aufgrund des erhöhten Fassungsvermögens es bei der Befüllung zu einer immer
stärkeren Kompression des Tabak an der Seite der Aufprallwand und damit immer stärkeren
künstlich erzeugten unerwünschten Dichteschwankungen im Tabak führt. Auch hierdurch
entstehen Probleme beim Strangaufbau.
[0022] Aus diesem Grunde wird die Schleusenkammer 16 erfindungsgemäß, wie beispielsweise
in den Figuren 4 und 5 weitergebildet. Der Tabak wird wie üblich in die Schleuse gefüllt.
Der Befüllvorgang kann beendet werden, wenn die Schleuse komplett befüllt ist. Die
Messung des Füllstandes geschieht beispielsweise über einen Sensor 52 der als Ultraschallsensor
ausgebildet sein kann. In diesem Fall, also bei einer vollständigen Befüllung der
Schleuse 16, wird Tabak wie üblich dem Verteiler zugeführt. Sollte allerdings die
Schleuse in einer vorgebbaren Zeit nicht befüllt sein, wird die Befüllung durch die
Förderleitung 17 beendet und der Tabak 41 durch einen Schieber 50 in die Kammermitte
51 geschoben. In Fig. 4 und Fig. 5 sind hierzu schematisch unterschiedliche Tabakmengen
41 dargestellt, wobei ersichtlich der Schieber 50 bei einer größeren Tabakmenge wie
in Fig. 4 dargestellt ist weniger weit zur Mitte geschoben werden muss als bei einer
kleineren Tabakmenge 41 wie in Fig. 5 dargestellt. Zur Veranschaulichung ist auch
die Breite b der Schleusenkammer 16 dargestellt und die Kammermitte 51. Im Wesentlichen
ist der Schwerpunkt des Tabaks bzw. der Mittelpunkt des Tabaks bzw. der Tabakmenge
zur Kammermitte 51 verschoben. Durch das Messen des Schleusenfüllstandes mittels des
Ultraschallsensors kann direkt gemessen werden, wieviel Tabak der Schleusenkammer
16 zugeführt wurde. Beim Entleeren des mittig verschobenen Tabaks fällt der Tabak
auch mittig in den Verteiler, so dass sich eine im Wesentlichen gleichmäßige Tabakverteilung
über die Breite b der Schleusenkammer 16 ergibt. So ist es möglich, auch bei nicht
vollständiger Schleusenfüllung die Strangmaschine weiter produzieren zu lassen.
[0023] Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung gemäß den Fig. 6 und 7 ist zunächst
vorgesehen, eine Aufprallwand 50 in der Schleusenkammer 16 vorzusehen, die sowohl
bewegbar als auch federnd gelagert ist. Hierzu ist eine Federlagerung 54 vorgesehen.
Durch die federnde Lagerung wird der Tabak weniger stark abgebremst und damit auch
weniger komprimiert.
[0024] Durch einen geeigneten Sensor 53 oder mehrere geeignete Sensoren, wie einen Abstandssensor
oder mehrere Lichttaster oder ein kapozitiver Sensor, wird der jeweilige Befüllungsgrad
der Schleusenkammer 16 erfasst. Solange die Schleusenkammer 16 vollständig befüllt
wird, bleibt die Rückwand bzw. der Schieber 50, der die Rückwand bildet, in der Ausgangsposition,
die in der Fig. 6 rechts angeordnet ist. Sofern die Schleusenkammer 16 nicht vollständig
befüllt wird, wird der in die Schleusenkammer 16 eingefüllte Tabak zum Verteiler abgegeben,
was durch den Pfeil 55 dargestellt ist. Beim nächsten Befüllungsschritt bzw. vor dem
nächsten Befüllungsschritt wird der Schieber 50 in die Position der Fig. 7 verfahren,
so dass der durch den Förderluftstrom 56 transportierte Tabak 41 bei der nächsten
Befüllung nur in den linken Bereich der Schleusenkammer 16 gelangt. Auf diese Art
und Weise ist über zwei Füllungsschritte eine gleichmäßige Tabakverteilung ermöglicht.
Die Fig. 6 und 7 stellen eine Ausführung dar, bei der jeweils die Schleusenkammer
16 zur Hälfte befüllt wurde.
[0025] Dieses Verfahren kann auch in mehreren Schritten beispielsweise drei Schritten erfolgen,
wobei dann die Zahl n, aus der sich die Schrittweite (b geteilt durch n) ergibt drei
sein kann. Im vorigen Beispiel war die Zahl n zwei. Es wäre auch möglich, Befüllungen
vorzusehen, die zunächst eine Position des Schiebers 50 in der Ausgangslage rechts
vorsehen, dann ein Viertel der Breite weiter links, noch einmal ein Viertel der Breite
weiter links, um dann mit einem Befüllungsschritt die restliche Hälfe noch zu befüllen.
Es sind auch andere Varianten möglich. Nach einer vollständigen Befüllung bzw. mehreren
Befüllungsschritten, die dann einer vollständigen Befüllung entsprechen, fährt der
Schieber 50 wieder in die Ausgangsposition zurück. Hierdurch ist bei mehreren Befüllungsschritten
immer eine vollständige Befüllung der Schleusenkammer 16 gegeben, wodurch eine gleichmäßige
Tabakverteilung im Verteiler ermöglicht ist. Ferner kommt es zu relativ geringen Dichteschwankungen
im Tabak, da die Breite des Verteilers auf diese Art und Weise verringert wird.
[0026] Die Fig. 8 bis 10 zeigen eine weitere erfindungsgemäße Ausgestaltung der Schleusenkammer
16 in schematischer Ansicht. Auch in diesem Ausführungsbeispiel wird der Tabak in
einer Förderleitung 17 mittels eines Förderluftstroms 56 von links in die Schleusenkammer
16 gefördert. Die Schleusenkammer 16 ist in diesem Ausführungsbeispiel rund ausgeführt.
Das Sieb und die Klappe sind zur Entleerung entsprechend angepasst. In der Schleusenkammer
16 befindet sich eine Förderschnecke 57, die Förderschnecke 57 ist nur schematisch
dargestellt. Der geförderte Tabak trifft auf die Schnecke unter einem schiefen Winkel,
der von der Steigung der Schnecke abhängt. Es können insbesondere auch flachere Schneckenwindungen,
dass heißt eine geringere Steigung der Schneckenwindungen vorgesehen sein. Je schiefer
bzw. kleiner der Aufprallwinkel ist, umso sanfter wird der Tabak abgebremst. Durch
Drehung der Förderschnecke 57 wird der Tabak weiter in die Schleusenkammer 16 nach
rechts gefördert. Hierdurch wird der nachfolgende Tabak durch die Förderschnecke und
nicht mehr durch den bereits in der Schleuse liegenden Tabak abgebremst, was zu weniger
Tabakzerstörung führt und außerdem dafür sorgt, dass der Tabak in der Schleuse nicht
unerwünscht und nachteilig komprimiert wird. Durch diese Ausgestaltung kann der Verteiler
beliebig breit gemacht werden, ohne dass eine Dichteschwankung des Tabaks erzeugt
wird. Der Motor 58 zur Drehung der Förderschnecke 57 benötigt wenig Platz beispielsweise
auf der rechten Seite der Schleusenkammer 16.
[0027] Eine gleichmäßige Befüllung ist dann möglich, wenn beispielsweise bei einer halben
Füllung der Schleusenkammer 16, wenn die vorgebbare Befüllungszeit abgelaufen ist,
nach dem ersten Befüllen wird Tabak auf die rechte Seite der Schleusenkammer 16 gefördert
des und bei der darauf folgenden Befüllung auf der linken Seite verbleibt. Auf diese
Weise kann eine vollständige Schleusenladung, die bei den oberen Ausführungsbeispielen
gemäß den Fig. 6 und 7 aus mehreren Teilfüllungen besteht, erzeugt werden. Die Teilfüllungen
werden dann gleichmäßig über die Verteilerbreite bzw. die Breite der Schleusenkammer
16 vorgenommen. Es können beliebig viele Teilfüllungen in beliebiger prozentualer
Aufteilung erzeugt werden. Der Tabak wird jeweils so weit gefördert, wie die Schleusenkammer
16 bei der letzten Füllung befüllt war.
[0028] Die Ausgestaltung gemäß den Fig. 8, 9, 10 und auch 11 hat den weiteren Vorteil, dass
sich beim Entleeren der Schleusenkammer 16 kein Tabak an der Klappe 36 festsetzen
kann, so dass nicht der gesamte Tabak der Verteileinheit zugeführt wird. Derartiges
Festsetzen von Tabak kommt im Stand der Technik regelmäßig vor. Durch die Förderung
mittels einer Förderschnecke 57 entfällt dieses Problem, da die Förderschnecke 57
während der Entleerung der Schleusenkammer 16 mitlaufend ausgestaltet sein kann, so
dass die Schleusenkammer 16 vollständig entleert wird. Durch die Schnecke fällt der
Tabak nicht mehr in einem Stück aus der Schleusenkammer 16, sondern innerhalb einer
halben Schneckenumdrehung, was zu einer besseren Übergabe an den Vorverteiler bzw.
die Dosierwalze 7 führt.
[0029] Gemäß der Fig. 11 ist es möglich, eine Schleusenkammer 16 sowohl mit einer Förderschnecke
57 als auch mit einer Aufprallfläche 59 zu versehen. Die Aufprallfläche 59 ist mit
Federn 60 gelagert, so dass die Komprimierung des in die Schleusenkammer hinein geförderten
Tabaks minimiert wird. Der Tabak fällt hierdurch noch etwas schonender von oben auf
die Förderschnecke 57 und wird dann entsprechend wie oben dargestellt auf die Verteilerbreite
bzw. die Breite der Verteilereinheit 2 aufgeteilt.
Bezugszeichenliste
[0030]
- 1
- Behälter
- 2
- Verteiler
- 3
- Beschickungsvorrichtung
- 4
- Tabakvorrat
- 6
- Lichtschranke
- 7
- Walze
- 12
- Mitnehmer
- 13
- Steilförderband
- 16
- Schleusenkammer
- 17
- Förderleitung
- 18
- Siebfläche
- 19
- Siebfläche
- 21
- Siebfläche
- 22
- Sieb
- 23
- Sieb
- 24
- Sieb
- 26
- gemeinsamer Raum
- 27
- Förderleitung
- 29
- Stauschacht
- 31
- Tabaksäule
- 33
- Bodenfläche
- 34
- Schwenkachse
- 36
- Bodenklappe
- 37
- Kraftzylinder
- 38
- Detektor
- 39
- Pfeil
- 41
- Schnitttabak
- 42
- Anlenkgelenk
- 43
- Pfeil
- 46
- Pfeil
- 47
- Pfeil
- 48
- Pfeil
- 49
- Drosselblech
- 50
- Schieber
- 51
- Kammermitte
- 52
- Sensor
- 53
- Sensor
- 54
- Federlagerung
- 55
- Pfeil
- 56
- Förderluftstrom
- 57
- Förderschnecke
- 58
- Motor
- 59
- Aufprallfläche
- 60
- Feder
- b
- Breite
1. Beschickungsvorrichtung für Tabak (41), mit einer pneumatischen Förderleitung (17)
zum Zufördern von Tabak (41) zu einer den Tabak (41) aus dem Förderluftstrom (56)
aufnehmenden Schleusenkammer (16), dadurch gekennzeichnet, dass eine die Position des Tabaks (41) in der Schleusenkammer (16) vorgebende Vorrichtung
(50, 57) vorgesehen ist, die bewegbar ist.
2. Beschickungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Detektor (52, 53) zum Messen des Füllstands der Schleusenkammer (16) vorgesehen
ist.
3. Beschickungsvorrichtung nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die die Position des Tabaks (41) vorgebende Vorrichtung (50, 57) eine Transportvorrichtung
ist.
4. Beschickungsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Transportvorrichtung (50, 57) einen Schieber (50) umfasst.
5. Beschickungsvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 4, dadurch gekennzeichnet, dass mittels des Schiebers (50) der in die Schleusenkammer (16) gefüllte Tabak (41) im
Wesentlichen in die Mitte (51) der Schleusenkammer (16) transportierbar ist.
6. Beschickungsvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass n Befüllungstakte ermöglicht sind, wobei die die Position des Tabaks (61) vorgebende
Vorrichtung (50, 57) bei einem ersten Befüllungstakt in einer Ausgangslage liegt und
vor dem jeweiligen nächsten Befüllungstakt mit einer Schrittweite bewegbar ist, die
gleich der Breite (6) der Schleusenkammer (16) geteilt durch n ist, wobei n eine ganze
Zahl größer eins ist.
7. Beschickungsvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Transportvorrichtung (50, 57) eine Förderschnecke (57) umfasst.
8. Beschickungsvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleusenkammer (16) quer zur Rotationsachse der Förderschnecke (57) einen im
wesentlichen runden Querschnitt aufweist.
9. Beschickungsvorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine beweglich, insbesondere federnd, gelagerte Aufprallfläche (59) für den Tabak
(41) in der Schleusenkammer (16) vorgesehen ist.
10. Verfahren zum Befüllen einer Schleusenkammer (16) mit Tabak (41), wobei Tabak (41)
über eine Förderleitung (17) pneumatisch der Schleusenkammer (16) zugeführt wird und
wobei der Förderluftstrom (56) aus der Schleusenkammer (16) abgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Füllstand der Schleusenkammer (16) während des Befüllens gemessen wird, wobei
nach Verstreichen einer vorgebbaren Zeit, in der die Schleusenkammer (16) nur teilweise
befüllt wurde, das Befüllen beendet wird und die Position des Tabaks (41) während
dieses Befüllungsschrittes und/oder unmittelbar im Anschluss an diesen Befüllungsschritt
oder nach dem nächsten Befüllungsschritt verschoben wird oder die Position des Tabaks
(41) bei wenigstens zwei aufeinander folgenden Befüllungsschritten unterschiedlich
ist.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass bei nicht vollständiger Befüllung der Tabakdurchsatz wenigstens einer sich an die
Schleusenkammer (16) anschließenden Maschine der tabakverarbeitenden Industrie angepasst,
insbesondere reduziert, wird.
12. Verfahren nach Anspruch 10 und/oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass n Befüllungsschritte ermöglicht sind, wobei eine die Position des Tabaks (41) vorgebende
Vorrichtung (50, 57) bei einem ersten Befüllungsschritt in einer Ausgangslage liegt
und vor dem jeweiligen nächsten Befüllungsschritt mit einer Schrittweite bewegbar
ist, die gleich der Breite (6) der Schleusenkammer (16) geteilt durch n ist, wobei
n eine ganze Zahl größer eins ist.