[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Brandbekämpfung in einem Kraftfahrzeug,
insbesondere Nutzfahrzeug mit einer in Bereitschaft gehaltenen Löschflüssigkeit, einer
Druckquelle und einer Sprüheinrichtung, über welche durch den Druck der Druckquelle
ein Löschmedium, insbesondere Löschflüssigkeit an die Brandstelle gebracht wird.
[0002] Es ist bekannt, in einem Kraftfahrzeug ein unter Druck stehendes Löschmittel in Bereitschaft
zu halten. Ferner sind in Flugzeugen zur Brandbekämpfung am Triebwerk Sprinkleranlagen
bekannt. Auch ist es bekannt, durch Fluten des Motorraumes des Fahrzeugs mit inerten
Gasen aus Kartuschen einen Brand zum Erlöschen zu bringen.
[0003] Bei der Bereitstellung eines unter Druck stehenden Löschmediums ist es erforderlich,
dieses in einem Spezialbehälter im Fahrzeug an einer geeigneten Stelle in Bereitschaft
zu halten. Zur Bekämpfung des Brandes, insbesondere im Motorraum ist es erforderlich,
den Behälter aus seiner Halterung zu lösen, was bei einem aufgrund brennbarer Einbauten
in der Nähe des Brandherdes sich rasch ausbreitendem Brand nicht mehr möglich ist.
Bei Sprinkleranlagen ist die Bereitstellung der Löschflüssigkeit in einem zusätzlichen
Behälter erforderlich. Hierzu wird im Fahrzeug ein zusätzlicher Platzbedarf benötigt.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen,
mit welcher bei geringem Aufwand eine rasche und sichere Brandbekämpfung im Fahrzeug
erreicht wird.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruches
1 gelöst.
[0006] Bei der Erfindung wird der Förderdruck, mit welchem das Druckmedium, insbesondere
die Löschflüssigkeit an den Brandort gebracht wird, von einer für den Fahrbetrieb
im Fahrzeug ohnehin vorhandenen und in einem oder mehreren Luftbehältern vorgesehen
Betriebsdruckluft geliefert. Bei einem Brand im Fahrzeug, insbesondere im Motorraum
wird die Löschflüssigkeit mit dem von der Betriebsdruckluft generierten Förderdruck
beaufschlagt und zur Sprüheinrichtung, welche eine oder mehrere Sprühdüsen aufweist,
transportiert. Vorzugsweise wird als Löschflüssigkeit die im Motorkühlsystem vorhandene
Kühlflüssigkeit verwendet. Hierdurch wird ein zusätzlicher Behälter für die Löschflüssigkeit
überflüssig. Dadurch kann Raum und Gewicht im Fahrzeug, insbesondere Nutzfahrzeug,
eingespart werden. Die Kühlflüssigkeitsmenge in einem Nutzfahrzeug beträgt ca. 50
bis 60 l. Mit dieser Flüssigkeitsmenge kann ein Brand im Fahrzeug, insbesondere im
Motorraum wirksam bekämpft werden. Bordeigene Druckluft, welche als Betriebsdruckluft
im Fahrzeug ohnehin vorhanden ist, steht in mehreren Druckluftbehältern, insbesondere
bei Nutzfahrzeugen zur Verfügung. Vor allem an brandgefährdeten Motorstellen, wie
z.B. Turbolader, können gezielt angeordnete Sprühdüsen oder ähnliche Sprüheinrichtungen
für die Löschflüssigkeit, insbesondere Kühlflüssigkeit vorgesehen sein. Dadurch wird
bereits beim Entstehen eines Brandes, der durch entsprechende Feuermelder oder ähnliche
Sensoren schon frühzeitig erfasst werden kann, ein sich weiter ausdehnender Brand
wirkungsvoll unterbunden.
[0007] Diese Brandbekämpfung kann mit relativ geringem Aufwand durch eine Steuereinrichtung,
welche gesteuerte Ventile aufweist, verwirklicht werden. Die in der Steuereinrichtung
vorhandenen Ventile werden im Brandfall auf Durchlass geschaltet, wodurch der von
der Betriebsdruckluft gelieferten Förderdruck auf die Löschflüssigkeit, insbesondere
Kühlflüssigkeit wirkt. Dabei können die Ventile durch einen von der Betriebsdruckluft
bewirkten Steuerdruck in die geöffnete Stellung gebracht werden, so dass die Löschflüssigkeit,
insbesondere Kühlflüssigkeit an die Sprüheinrichtung weitergeleitet wird.
[0008] Die Steuereinrichtung kann in der Weise ausgebildet sein, dass die aus dem Kühlsystem
entnommene Kühlflüssigkeit direkt an die Sprüheinrichtung am Brandort über ein geöffnetes
Ventil oder mehrere geöffnete Ventile geliefert wird. Die Kühlflüssigkeit im Kühlsystem
wird dabei mit einem Druck von ca. 1 bis 3 bar beaufschlagt, wobei dieser Druck gegebenenfalls
über einen Druckminderer aus der Betriebsdruckluft gebildet wird.
[0009] Es ist jedoch auch möglich, durch einen aus einer Betriebsdruckluft gewonnenen Druck
im Kühlsystem einen Behälter mit Kühlflüssigkeit, beispielsweise bei 1 bis 2 bar zu
füllen, und anschließend mit vorzugsweise dem maximalen von der Betriebsdruckluft
gelieferten Förderdruck, welcher etwa 8 bis 10 bar betragen kann, die Kühlflüssigkeit
über ein geöffnetes Ventil der Sprüheinrichtung zur Brandbekämpfung zuzuführen.
[0010] Der Förderdruck kann unter Umständen auch von einer an Bord befindlichen elektrischen
Pumpe, welche von der am Ort des Fahrzeugs vorhandenen gespeicherten Energie gespeist
wird, erzeugt werden. Auch kann die Löschflüssigkeit in einem separat mitgeführten
Behälter in Bereitschaft gehalten werden.
[0011] Weiterhin können die Sprühdüsen mit Staubkappen versehen sein, die abfallen, wenn
die Düsen mit der druckbehafteten Flüssigkeit beaufschlagt werden.
[0012] Durch die Erfindung wird eine vorzeitige Bekämpfung eines im Fahrzeug, insbesondere
im Motorraum entstehenden Brandes ermöglicht. Hierdurch wird vermieden, dass der Brand
auf in der Nähe liegende Teile des Fahrzeugaufbaus übergreift. Insbesondere bei Omnibussen
ist eine derartige vorzeitige Brandbekämpfung von großer Bedeutung.
[0013] Anhand der Figuren wird an Ausführungsbeispielen die Erfindung noch näher erläutert.
[0014] Es zeigt
Fig. 1 schematisch ein erstes Ausführungsbeispiel; und
Fig. 2 schematisch ein zweites Ausführungsbeispiel.
[0015] Die dargestellten Ausführungsbeispiele besitzen eine Sprüheinrichtung 8 in Form von
mehreren Sprühdüsen, die in brandgefährdete Stellen des Kraftfahrzeugs, insbesondere
in einen Motorraum 22 gerichtet sind. Die Sprühdüsen der Sprüheinrichtung 8 sind insbesondere
auf brandgefährdete Motorstellen, z.B. den Turbolader gerichtet.
[0016] Die Sprühdüsen der Sprüheinrichtung 8 können über eine noch zu erläuternde Steuereinrichtung
an ein Motorkühlsystem 3 (Fig. 1 oder Fig. 2) angeschlossen werden. Die Kühlsysteme
3 der Ausführungsbeispiele sind in bekannter Weise über Kühlleitungen 23 mit dem Motor
verbunden.
[0017] Um im Brandfall die Kühlflüssigkeit der Kühlsysteme 3 aus den Kühlern zu den Düsen
der Sprüheinrichtungen 8 zu transportieren, wird bei den dargestellten Ausführungsbeispielen
zur Bildung des Förderdruckes eine Betriebsdruckluft D (Fig. 1) bzw. D1 und D2 (Fig.
2), welche als bordeigene Druckluft in großer Menge in mehreren Luftbehältern zu Verfügung
steht, verwendet.
[0018] Bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel ist hierzu ein Betätigungsventil
1 vorgesehen, welches im normalen Fahrzeugbetrieb die in Fig. 1 dargestellte Position
einnimmt. In dieser Position wird das Kühlsystem 3 bzw. dessen Kühler über eine Luftleitung
24 und einen Entlüftungskanal eines steuerbaren Ventils 6 mit einer Entlüftungsstelle
E2 verbunden und entlüftet. Eine Flüssigkeitsleitung 5, welche von einer unten liegenden
Anschlussstelle 26 am Kühler des Kühlsystems 3 zu der Sprüheinrichtung 4 gelegt ist,
wird im Normalbetrieb, welcher in der Fig. 1 dargestellt ist, unterbrochen. Diese
Unterbrechung erfolgt durch das Ventil 6, welches sich in seiner geschlossenen Stellung
befindet. Im Brandfall wird das Betätigungsventil 1 so betätigt, dass die Betriebsdruckluft
D über einen Druckminderer 2 in einer oberen, insbesondere höchstgelegenen Einmündungsstelle
25 an das Kühlsystem 3 angeschlossen wird. Der Druckminderer 2 ist hierzu über eine
Luftleitung 4 mit der Mündungsstelle 25 am Kühlsystem 3 verbunden. Durch den Druckminderer
2 wird der relativ hohe Druck der Betriebsdruckluft D auf einen für das Kühlsystem
3 zulässigen Druck von beispielsweise 1 bis 3 bar reduziert. Dieser Druck reicht aus,
um Kühlflüssigkeit durch die Flüssigkeitsleitung 5 der Sprüheinrichtung 8 zuzuleiten.
Beim Schließen des Betätigungsventils 1 im Brandfall wird der von der Betriebsdruckluft
D gelieferte Druck über eine Luftleitung 7 zum Ventil 6 geleitet, so dass dieses aus
der in der Figur 1 dargestellten geschlossenen Stellung in eine Durchlassstellung
gebracht wird. Die Verstellung des Ventils 6 erfolgt gegen die Kraft einer Feder,
durch welche das Ventil in die in Fig. 1 dargestellte Ausgangsstellung vorgespannt
wird. Beim Öffnen des Ventils 6 erfolgt ein direkter Anschluss der Kühlflüssigkeit
des Kühlsystems 3 über die so geöffnete Flüssigkeitsleitung 5 an die Düsen der Sprüheinrichtung
8.
[0019] Beim Schließen des Betätigungsventils 1, d.h. beim Zurückbringen des Betätigungsventils
1 in die in der Fig. 1 dargestellte Position wird das Ventil 6 über die Luftleitung
7 und einen im Betätigungsventil 1 vorgesehenen Entlüftungskanal, welcher mit einer
Entlüftungsstelle E1 verbunden wird, entlüftet. Das Ventil 6 wird wieder in seine
in der Fig. 1 dargestellte Ausgangsposition zurückgebracht wird. Die Flüssigkeitsleitung
5 wird hierdurch geschlossen. Das Kühlsystem wird dann wieder über den im Ventil 6
befindlichen Entlüftungskanal und die Entlüftungsstelle E2 entlüftet, wie es in Fig.
1 dargestellt ist.
[0020] Um das Betätigungsventil 1 zu öffnen, kann dieses von Hand oder elektrisch betätigt
werden. Die Betätigung kann auch in Abhängigkeit von einem Feuermelder (Temperaturmelder)
oder einem entsprechenden temperaturempfindlichen Sensor erfolgen. Für die Handbetätigung
kann beispielsweise an der Armaturentafel eine Warnleuchte vorgesehen sein, um den
Fahrer zur Betätigung des Ventils, beispielsweise mit Hilfe eines in Reichweite vorgesehenen
Druckknopfes oder dergleichen zu veranlassen.
[0021] Bei dem in der Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel ist zwischen dem Kühlsystem
3 und der Sprüheinrichtung 8 ein Behälter 27 vorgesehen, in welchen im Brandfall die
Kühlflüssigkeit mit einem relativ geringem Förderdruck eingebracht wird und mit einem
hohen Förderdruck an die Sprüheinrichtung 8 weitergegeben wird. In der Fig. 2 befinden
sich die Ventile der Steuereinrichtung in ihrer Ruhestellung, welche bei normalen
Fahrbetrieb vorliegt. Das Betätigungsventil 1 ist über ein Steuerventil 19 und eine
Leitung 9 mit der Oberseite des Behälters 27 zur Entlüftung des Behälters 27 verbunden.
Hierzu ist die Leitung 9 über ein Entlüftungskanal des Betätigungsventils 1 mit einer
Entlüftungsstelle E1 verbunden. Ein Ventil 21 wird durch Federkraft in eine Ruhelage
gedrückt. Hierbei ist eine von einem Druckminderer 2 zur oben liegenden Mündungsstelle
25 am Kühlsystem 3 führende Luftleitung 11 unterbunden. Ein Teil der Luftleitung 11,
welcher mit dem Kühlsystem 3 verbunden ist, ist in der Ruhelage des Ventils 21 über
einen Entlüftungskanal im Ventil 21 mit einer Entlüftungsstelle 21 verbunden. Hierdurch
wird das Kühlsystem 3 entlüftet.
[0022] Durch die Ruhelage des Ventils 21 wird ferner eine Flüssigkeitsverbindung, welche
durch Flüssigkeitsleitungen 10, 12 zwischen dem Kühlsystem 3 und dem Behälter 27 gebildet
wird, unterbrochen. Die Flüssigkeitsleitung 12 ist an der am Kühlsystem 3 unten liegenden
Anschlussstelle 26 beispielsweise an den Kühler angeschlossen.
[0023] Ein zwischen dem Behälter 27 und der Sprüheinrichtung 8 in Flüssigkeitsleitungen
16 und 17 liegendes Ventil 20 ist in der in Fig. 2 dargestellten Ruhelage ebenfalls
geschlossen.
[0024] Im Brandfall wird das in Ruhestellung befindliche Betätigungsventil 1 manuell oder
automatisch, beispielsweise bedingt durch aus dem Motorraum kommende Sensorsignale
so verstellt, dass die Betriebsdruckluft D1 an die Steuereinrichtung zur Lieferung
der Kühlflüssigkeit des Kühlsystems 3 als Löschmittel zu der Sprüheinrichtung 8 angeschlossen
wird. Dabei wird ferner mechanisch oder elektrisch, beispielsweise infolge eines vom
Füllstand messenden Sensor 15 abgegebenen und den leeren Behälter 27 angebenden Signals
das Ventil 19 so betätigt, dass die gekreuzten Ventilkanäle die Betriebsdruckluft
D1 mit einer zum Ventil 21 geführten Luftleitung 13 und die Entlüftungsstelle E1 mit
der in den Behälter 27 geführten Luftleitung 9 verbinden. Dadurch wird der Behälter
27 über die Luftleitung 9 zur Entlüftungsstelle E1 hin entlüftet und das Ventil 21
mit einem Steuerdruck in der Luftleitung 13 beaufschlagt, so dass das Ventil 21 gegen
die Federkraft in eine geöffnete Stellung gebracht wird. In dieser Stellung wird ein
mit Betriebsdruckluft D2 verbundener Druckminderer 4 über die Luftleitung 11 mit dem
Kühlsystem 3 verbunden. Hierdurch wird ein Druckaufbau von etwa 1 bis 3 bar im Kühler
des Kühlsystems 3 hergestellt. Gleichzeitig wird die an den Kühler des Kühlsystems
3 in der Anschlussstelle 26 angeschlossene Flüssigkeitsleitung 12 mit der zum Behälter
27 führenden Flüssigkeitsleitung 10 verbunden. Aufgrund des im Kühler des Kühlsystems
3 aufgebauten Förderdruckes wird Kühlflüssigkeit in den Behälter 27 gefördert. Dabei
sind die vom Behälter 27 zur Sprüheinrichtung 8 führenden Flüssigkeitsleitungen 16
und 17 noch voneinander durch das Ventil 20, welches durch Federkraft in die in der
Fig. 2 dargestellte Ruheposition vorgespannt ist, getrennt.
[0025] Der Behälter 27 wird somit so lange befüllt, bis vom Füllstandssensor 15 ein weiteres
Signal abgegeben wird, welches die Befüllung des Behälters 27 angibt. Durch dieses
Signal wird das Steuerventil 19 in die in der Fig. 2 dargestellte Ruheposition zurückgebracht.
Hierdurch wird der Behälter 27 über die Luftleitung 9 und verzögert durch eine Drossel
18 in der Luftleitung 9 mit dem Druck der Betriebsdruckluft D1 beaufschlagt. Über
eine Leitung 14, welche von der Leitung 9 abgezweigt ist, wird das Ventil 20 gegen
die die Ruhestellung herstellende Federkraft auf Durchlass geschaltet. Ferner wird
gleichzeitig das Ventil 21 über die Luftleitung 13 mit der Entlüftungsstelle E1 verbunden,
so dass das Ventil 21 in die in der Fig. 2 dargestellte Ruheposition zurückkehrt.
Dabei werden die Flüssigkeitsleitungen 10 und 12 voneinander getrennt, so dass vom
Behälter 27 keine Flüssigkeit mehr in den Kühler des Kühlsystems 3 zurückfließen kann.
Außerdem wird der Druckminderer 4 vom Kühler des Kühlsystems 3 getrennt und der Kühler
an die Entlüftungsstelle E2, wie es in Fig. 2 dargestellt ist, über die Luftleitung
11 angeschlossen.
[0026] In dieser durch die Steuereinrichtung hergestellten Betriebsstellung der einzelnen
Ventile ist gewährleistet, dass durch den im Behälter 27 von der Betriebsdruckluft
D1 hergestellten hohen Druck von beispielsweise 8 bis 10 bar die Kühlflüssigkeit im
Behälter 27 über die Flüssigkeitsleitungen 16 und 17, welche nunmehr über das auf
Durchlass geschaltete Ventil 20 miteinander verbunden sind, der Sprüheinrichtung 8
zugeleitet wird. Die Kühlflüssigkeit wird damit als Löschmittel an die Brandstelle,
insbesondere an eine Brandstelle im Motorraum 22 gebracht.
[0027] Wenn der Behälter 27 weitgehend geleert ist, wird vom Sensor 15 ein Signal abgegeben,
durch welches, wie oben schon erläutert, das Steuerventil 19 mit den gekreuzten Ventilkanälen
in die Luftleitungen 9 und 13 eingebracht wird. Es wiederholt sich dann der oben erläuterte
Füllvorgang des Behälters 27 mit anschließender Entleerung über die Sprüheinrichtung
8.
[0028] Zur Steuerung des Steuerventils 19 kann eine mechanische Vorrichtung, z.B. ein Schwimmer
mit mechanischer Verbindung zum Steuerventil 19 vorgesehen sein. Ferner eignet sich
ein Ventil, welches mit Steuerdruck auf das Steuerventil 19 einwirkt. Außerdem kann
das Steuerventil 19 elektrisch oder elektromagnetisch, bedingt durch ein elektrisches
Signal des Füllstandssensors 15 betätigt werden.
Bezugszeichenliste:
[0029]
- 1
- Betätigungsventil
- 2
- Druckminderer
- 3
- Kühlsystem
- 4
- Luftleitung
- 5
- Flüssigkeitsleitung
- 6
- Ventil
- 7
- Luftleitung
- 8
- Sprüheinrichtung
- 9
- Luftleitung
- 10
- Flüssigkeitsleitung
- 11
- Luftleitung
- 12
- Flüssigkeitsleitung
- 13
- Luftleitung
- 14
- Luftleitung
- 15
- Sensor
- 16
- Flüssigkeitsleitung
- 17
- Flüssigkeitsleitung
- 18
- Drossel
- 19
- Steuerventil
- 20
- Ventil
- 21
- Ventil
- 22
- Motorraum
- 23
- Kühlleitungen
- 24
- Entlüftungsleitung
- 25
- Mündungsstelle
- 26
- Anschlussstelle
- 27
- Behälter
1. Vorrichtung zur Brandbekämpfung in einem Kraftfahrzeug, insbesondere Nutzfahrzeug
mit einer in Bereitschaft gehaltenen Löschflüssigkeit, einer Druckquelle und einer
Sprüheinrichtung, über welche durch den Druck der Druckquelle Löschflüssigkeit an
eine Brandstelle zu bringen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Löschdruckquelle von einer für den Fahrzeugbetrieb im Fahrzeug in einem oder
mehreren Luftbehältern vorhandenen Betriebsdruckluft (D; D1, D2) gebildet ist, wobei
in einem Brand im Fahrzeug die Löschflüssigkeit mit einem von der Betriebsdruckluft
generierten Förderdruck zu beaufschlagen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Löschflüssigkeit von der Motorkühlflüssigkeit gebildet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass mit einer gesteuerte Ventile (1, 6; 1, 19, 20, 21) aufweisenden Steuereinrichtung
der von der Betriebsdruckluft generierte Förderdruck an die Löschflüssigkeit und die
Löschflüssigkeit an die Sprüheinrichtung (8) anzuschließen sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche, 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlflüssigkeit des Kühlsystems (3) über wenigstens eine Leitung (5; 10, 12,
16, 17), in welcher wenigstens ein im Normalbetrieb geschlossenes und im Brandfall
geöffnetes Ventil (6; 20, 21) vorgesehen ist, mit der Sprüheinrichtung verbunden ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventil (6; 21) einen an eine Entlüftungsstelle (E2) anzuschließenden Entlüftungskanal
aufweist, welcher im Normalbetrieb über eine Entlüftungsleitung (24; 11) mit dem Kühlsystem
(3) verbunden ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Sprüheinrichtung (8) führende Leitung (5; 12) an einer am Kühler des Kühlsystems
(3) unten liegenden Anschlussstelle (26) an das Kühlsystem (3) angeschlossen ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Entlüftungsleitung (24; 11) an einer oben liegenden Mündungsstelle (25) an den
Kühler des Kühlsystems (6) angeschlossen ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Betriebsdruckluft (D; D2) über einen Druckminderer (2) an das Kühlsystem (3)
anzuschließen ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Kühlsystem (3) im Brandfall bei auf Durchlass geschaltetem Ventil (6) direkt
an die Sprüheinrichtung (8) anzuschließen ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Kühlsystem (3) über einen Behälter (27), in den Kühlflüssigkeit vom Kühlsystem
(3) durch den vom Betriebsluftdruck (D2) generierten Förderdruck einzufüllen ist,
mit der Sprüheinrichtung (8) verbunden ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlflüssigkeit aus dem Behälter (27) über ein im Brandfall zu öffnendes Ventil
(20) zur Sprüheinrichtung (8) durch einen von der Betriebsdruckluft (D1) gebildeten
Förderdruck, insbesondere von der Betriebsdruckluft maximal generierten Förderdruck
zu transportieren ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Zuführung der Kühlflüssigkeit aus dem Behälter (27) zur Sprüheinrichtung
(8) die vom Behälter (27) zum Kühlsystem (3) führende Leitungsverbindung geschlossen
ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die in den Luftleitungen und/oder Flüssigkeitsleitungen vorgesehenen steuerbaren
Ventile (6, 20, 21) durch einen von der Betriebsdruckluft (D; D1, D2) generierten
Steuerdruck zu betätigen sind.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Betriebsdruckluft (D; D1, D2) mittels Ventilbetätigung der Steuereinrichtung
zuzuführen ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Löschflüssigkeit in einem im Fahrzeug untergebrachten Behälter, welcher im Brandfall
an die Betriebsdruckluft (D; D1, D2) anzuschließen ist, in Bereitschaft gehalten wird.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Sprüheinrichtung (8) in den Motorraum (22), insbesondere auf brandgefährdete
Stellen des Kraftfahrzeugs gerichtet ist.