[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Auftragsgerät zum Auftragen eines fließfähigen
Mediums auf eine beliebige Fläche.
[0002] Ein derartiges Auftragsgerät ist beispielsweise zur Beschichtung von Planziegeln
mit Dünnbettmörtel bekannt. Dieses vorbekannte Auftragsgerät besteht aus einer sich
keilförmig verengenden Wanne, in deren unteren Endbereich eine rotierbare Auftragswalze
angeordnet ist. Der den aufzubringenden Mörtel aufnehmende Bereich des Auftragsgerätes
wird durch einen Schließmechanismus von der Auftragswalze getrennt. Soll Mörtel aufgetragen
werden, wird der Schließmechanismus durch einen Handgriff geöffnet und die Auftragswalze
mit Mörtel beaufschlagt.
[0003] Bei dem vorbekannten Auftragsgerät besteht ein Nachteil darin, dass aufgrund der
vorzunehmenden Betätigung des Handgriffes während der Beschichtung eine verhältnismäßig
umständliche Handhabung des Auftragsgerätes erforderlich ist. Ein weiterer Nachteil
besteht darin, dass mit der vorbekannten Vorrichtung ein gleichmäßiger, die Löcher
der Planziegel schließender Mörtelauftrag nicht oder nur schwer realisierbar ist.
[0004] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Auftragsgerät zum Auftragen
eines fließfähigen Mediums auf eine Fläche dahingehend weiterzubilden, dass dieses
einfach bedienbar ist und mittels dessen eine gleichmäßige Beschichtung erhältlich
ist.
[0005] Diese Aufgabe wird durch ein Auftragsgerät mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Danach weist das Auftragsgerät einen Behälter für das aufzutragende Medium auf, der
eine Austragsöffnung für das Medium aufweist. Ferner ist ein Austragsmittel vorgesehen,
das im Bereich der Austragsöffnung angeordnet ist und derart mit einem Antriebsmittel
in Verbindung steht, dass der Betrieb des Antriebsmittels eine Rotationsbewegung des
Austragsmittels bewirkt.
[0006] Das Antriebsmittel kann beliebig ausgestaltet sein. Es ist möglich, das Antriebsmittel
als Motor, als handbetätigtes Antriebselement oder als Antriebsrolle oder -walze auszuführen,
die mit dem Austragsmittel in Verbindung steht. Das Antriebsmittel kann unmittelbar
an dem Austragsmittel angreifen oder mittelbar über Getriebemittel mit dem Austragsmittel
in Verbindung stehen, z. B derart, dass der Betrieb des Motors oder des handbetätigten
Antriebselementes über das Getriebemittel eine Rotationsbewegung des Austragsmittels
bewirkt. Auf diese Weise kann erreicht werden, dass stets eine hinreichende Menge
an dem aufzutragenden, fließfähigen Medium im Bereich des Spachtels vorliegt, so dass
eine gleichmäßige Beschichtung realisierbar ist.
[0007] Mit dem erfindungsgemäßen Auftragsgerät lässt sich eine gleichmäßige Schicht des
aufzutragenden Mediums vorgegebener Stärke mit minimalen Toleranzen auftragen.
[0008] Das Getriebemittel kann beliebig ausgestaltet sein. Es kann z.B. einen Riemenoder
Kettenantrieb aufweisen, der das Austragsmittel antreibt. Ferner ist es möglich, eine
Antriebsrolle oder -walze vorzusehen, die mit dem Austragsmittel beispielsweise über
einen Zahnkranz unmittelbar in Eingriff steht und dieses in Rotationsbewegung versetzt,
wodurch das aufzutragende, fließfähige Medium mittels des Austragsmittels aus dem
Auftragsgerät abgezogen wird.
[0009] Dabei kann vorgesehen sein, dass der Betrieb des Antriebsmittels derart veränderbar
ist, dass die Rotationsgeschwindigkeit des Austragsmittels variierbar ist, wodurch
sich unterschiedliche Auftragsmengen pro Zeiteinheit realisieren lassen. Dabei ist
es beispielsweise denkbar, einen verstellbaren Motor vorzusehen, über dessen Geschwindigkeit
die Austragsmenge pro Zeiteinheit variierbar ist. Selbstverständlich sind auch konstante
Austragsmengen pro Zeiteinheit auftragbar.
[0010] Besonders vorteilhaft ist es, wenn das Antriebsmittel derart ausgeführt ist, dass
es bei der Bewegung des Auftragsgeräts rotiert und derart mit dem Austragsmittel in
Verbindung steht, dass die Rotationsbewegung des Antriebsmittels eine Rotationsbewegung
des Austragsmittels bewirkt.
[0011] Wird bei dieser Ausführungsform das Auftragsgerät über die zu beschichtende oder
beschichtete Fläche bewegt, rotiert das Antriebsmittel und treibt das im Bereich der
Austragsöffnung befindliche Austragsmittel an, mittels dessen das zu beschichtende
Medium, beispielsweise Leim, Mörtel oder beliebige andere Medien ausgetragen werden.
Wird das Auftragsgerät nicht bewegt, rotiert das Antriebsmittel nicht und auch das
Austragsmittel steht still, wodurch verhindert wird, dass Medium ausgetragen wird.
Ein separater Schließmechanismus im Bereich der Austragsöffnung ist nicht zwingend
erforderlich, so dass die Handhabung des Auftragsgerätes verhältnismäßig einfach ist.
Handelt es sich bei der zu beschichtenden Fläche beispielsweise um die Oberfläche
von Mauerziegeln, genügt es, das Auftragsgerät lediglich über die Oberfläche der Ziegel
zu bewegen oder motorisch bewegen zu lassen, um die gewünschte Beschichtung zu erhalten.
Eine zum Zwecke der Beschichtung zu öffnende Absperrvorrichtung, die das Medium von
der Austragsöffnung zurückhält, ist nicht erforderlich, deren Einsatz bei der erfindungsgemäßen
Vorrichtung jedoch auch nicht grundsätzlich ausgeschlossen.
[0012] Bei dem Antriebsmittel kann es sich um eine Antriebswalze handeln, die bei der Bewegung
des Auftragsgerätes auf der zu beschichtenden oder beschichteten Fläche rotiert. Vorzugsweise
wird das Auftragsgerät in einer Richtung bewegt, dass das Antriebsmittel auf der noch
nicht beschichteten, d.h. auf der zu beschichtenden Fläche läuft.
[0013] Das Austragsmittel kann als Austragswalze ausgeführt sein, die in der Austragsöffnung
derart angeordnet ist, dass wenigstens zwischen einer der die Austragsöffnung begrenzenden
Wandungen und der Walze ein Schlitz verbleibt. Durch diesen Schlitz wird das aufzutragende
fließfähige Medium ausgetragen und gelangt sodann auf die zu beschichtende Fläche.
[0014] In bevorzugter Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung ist die Position der Walze
veränderbar, so dass die Schlitzbreite variabel ist. Denkbar ist beispielsweise, die
Lager der Austragswalze in Langlöchern zu führen, um so die Veränderung der Position
der Walze vornehmen zu können. Auf diese Weise lässt sich die Auftragsmenge verändern.
[0015] In weiterer Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung sind Abstützmittel vorgesehen,
die das Auftragsgerät gegenüber der zu beschichtenden oder beschichteten Fläche abstützen.
Dabei kann es sich beispielsweise um Kufen oder eine rotierbare Stützrolle handeln.
Eine Stützrolle erleichtert die Bewegung des Auftragsgerätes auf der Fläche. Vorzugsweise
ist die Stützrolle derart angeordnet, dass sie auf der noch nicht beschichteten Fläche
läuft.
[0016] Es ist möglich, die Stützrolle derart auszuführen, dass sie als Antriebsmittel dient
und derart mit dem Austragsmittel in Verbindung steht, dass die Rotationsbewegung
der Stützrolle eine Rotationsbewegung des Austragsmittels bewirkt. Der Antrieb des
Austragsmittels gemäß der vorliegenden Erfindung ist beliebig wählbar. Er kann beispielsweise
durch eine eigens vorgesehene Antriebsrolle oder -walze realisiert werden oder auch
mittels der Stützrolle, die in diesem Fall beispielsweise über eine getriebliche Verbindung,
beispielsweise einen Riemen- oder Kettenantrieb, oder unmittelbar mit dem Austragsmittel
derart in Verbindung steht, dass die Rotation der Stützrolle eine Rotation des Austragsmittels
bewirkt.
[0017] Das Abstützmittel kann unterhalb des Behälters angeordnet sein. Grundsätzlich besteht
eine vorteilhafte Ausgestaltung des Auftragsgerätes darin, dass keine Teile des Gerätes
über die in Bewegungsrichtung vordere und hintere Behälterwandung überstehen. Dadurch
lässt sich der Vorteil erzielen, dass das Gerät weitestmöglich an eine Begrenzung,
beispielsweise eine Wand verfahren werden kann.
[0018] In weiterer Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass das Auftragsgerät
Seitenwandungen aufweist, die in ihrem oberen Bereich die seitlichen Wandungen des
Behälters bilden und die einen unteren, sich über den Behälterboden hinaus nach unten
erstreckenden Bereich aufweisen, und dass die Stützrolle und/oder das Antriebsmittel
wenigstens in einem Endbereich rotierbar in diesem unteren Bereich der Seitenwandungen
gelagert sind.
[0019] Es kann vorgesehen sein, dass das Austragsmittel sowie das Antriebsmittel jeweils
mit einer Zahnscheibe oder einem Kettenrad verdrehfest in Verbindung stehen und dass
ein Zahnriemen oder eine Kette vorgesehen ist, der bzw. die mit beiden Zahnscheiben
bzw. Kettenrädern in Eingriff steht. Es sind somit grundsätzlich beliebige Verbindungsmöglichkeiten,
wie z.B. die genannte Kette zwischen dem Austragsmittel und dem Antriebsmittel denkbar,
solange bei einer derartigen Ausgestaltung der Erfindung gewährleistet ist, dass das
Antriebsmittel bei dessen Rotation das Austragsmittel ebenfalls in eine Rotationsbewegung
versetzt.
[0020] In weiterer Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass wenigstens
eine der Seitenwandungen des Auftragsgerätes eine nach außen gerichtete Auswölbung
oder Abdeckung aufweist und dass das aus z.B. Zahnscheiben und Zahnriemen bestehende
Getriebe in dem durch die Auswölbung oder Abdeckung begrenzten Raum angeordnet ist.
[0021] Dabei kann das Antriebsmittel und/oder das Austragsmittel und/oder das Abstützmittel
und/oder mit diesem in Verbindung stehende Zahnscheiben oder Kettenräder in wenigsten
einem Endbereich rotierbar in einer Wandung des Auftragsgerätes und/oder der Auswölbung
und/oder der Abdeckung gelagert sein.
[0022] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Seitenwandungen des Auftragsgerätes die Auflageebene
des Antriebsmittels auf der zur beschichtenden oder beschichteten Fläche nach unten
überragen. Auf diese Weise wird eine seitliche Führung des Auftragsgerätes auf der
Fläche, beispielsweise der Oberfläche eines Mauerwerkes gewährleistet. Dabei ist besonders
vorteilhaft, wenn der Abstand der überragenden Bereiche der Seitenwandungen üblichen
Breiten der zu beschichtenden Flächen, beispielsweise üblichen Ziegelbreiten entspricht
bzw. geringfügig übersteigt, um eine sichere Seitenführung des Auftragsgerätes zu
gewährleisten.
[0023] Um ein Nachfließen des zu beschichtenden fließfähigen Mediums und eine weitgehende
Entleerung des Behälters zu gewährleisten, kann vorgesehen sein, dass der Behälter
einen geneigten, zu der Austragsöffnung abfallenden Boden aufweist. Es kann vorgesehen
sein, dass die Neigung des Behälterbodens veränderbar ist. Hier kommen beispielsweise
motorische oder manuelle Veränderungsmöglichkeiten in Betracht.
[0024] Um die Betätigung des Auftragsgerätes zu erleichtern, kann vorgesehen sein, dass
der Behälter einen oder mehrere, vorzugsweise zwei Handgriffe aufweist, die auf der
Behälterinnenseite oder Behälteraußenseite angeordnet sind oder mit den Behälterwandungen
fluchten. Gegenüber der außenliegenden Anordnung von Handgriffen, ergibt sich bei
innenliegenden Griffen der Vorteil, dass die Griffe nicht überstehen, so dass das
Auftragsgerät unmittelbar in den Bereich eines angrenzenden Hindernisses, beispielsweise
einer Wandung verfahren werden kann.
[0025] Die Handgriffe können derart schwenkbar angeordnet sein, dass sie in wenigstens einer
Position an einer Behälterwandung anliegen. Auch auf diese Weise kann gewährleistet
werden, dass das Gerät unmittelbar in Bereich eines angrenzenden Hindernisses verfahren
werden kann.
[0026] In weiterer Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass vor der
Austragsöffnung ein Sperrschieber angeordnet ist, der zum einen Verunreinigungen auf
der zu beschichtenden Oberfläche von der Austragsöffnung fernhält und zum anderen
das ausgetretene Medium im Bereich der Austragsöffnung hält.
[0027] Weiterhin kann vorgesehen sein, dass im Bereich hinter und/oder neben der Austragsöffnung
ein Spachtel, ein Zahnspachtel ein Glätter oder ein Dickenbegrenzer vorgesehen ist,
mittels dessen das ausgetragene Medium glattgezogen wird. Diese können in ihrem Anstellwinkel
und/oder in ihrer vertikalen Position und/oder in ihrer horizontalen Position veränderbar
sein, wodurch unterschiedliche Schichtdicken und -breiten des aufgetragenen Mediums
realisierbar sind.
[0028] Ebenso ist es möglich, den Spachtel, Zahnspachtel, Glätter oder Dickenbegrenzer fest,
d. h. in der Position unveränderlich auszuführen. Der Spachtel, Zahnspachtel, Glätter
oder Dickenbegrenzer kann einstückig mit einer oder mehreren Wandungen des Gerätes
verbunden sein.
[0029] Der Einsatz eines Zahnspachtels ist insbesondere dann sinnvoll, wenn Gasbetonsteine,
wie sie beispielsweise als Ytong-Steine bekannt sind, zu beschichten sind.
[0030] Es ist möglich, die Spachtel bzw. Zahnspachtel horizontal und/oder auch vertikal
anzuordnen. Die Spachtel können als separate Bauteile vorgesehen sein oder auch durch
überstehende Bereiche der Seitenwandungen gebildet werden. Der horizontal verlaufende
Spachtel, Zahnspachtel, Glätter oder Dickenbegrenzer kann zwischen den Seitenwandungen
der Auftragsvorrichtung angeordnet sein oder auch über diese überstehen.
[0031] Der Spachtel, der Zahnspachtel, der Glätter oder der Dickenbegrenzer können in wenigstens
einem ihrer Endbereiche einen die Auftragsbreite begrenzenden Anschlag aufweisen,
die den Beschichtungsbereich begrenzen.
[0032] Der Spachtel, der Zahnspachtel, der Glätter oder der Dickenbegrenzer können in wenigstens
einem ihrer Endbereiche eine Wölbung aufweisen, so dass eine Wulst auftragbar ist,
die sich beim Auflegen der nächsten Steinreihe nach außen verteilt.
[0033] Weiterhin kann vorgesehen sein, dass der Spachtel, der Zahnspachtel, der Glätter
bzw. der Dickenbegrenzer starr oder elastisch ausgeführt ist. Entsprechendes gilt
für seitlich angeordnete Spachtel, die durch die Endbereiche der Seitenwandungen des
Auftragsgerätes oder durch separate Bauteile gebildet werden können.
[0034] In bevorzugter Ausgestaltung ist vorgesehen, dass das Auftragsgerät einen Deckel
aufweist, mittels dessen die obere Einfüllöffnung des Behälters verschließbar ist.
Handelt es sich bei dem aufzutragenden Medium um Mörtel, ist sicherzustellen, dass
dieser in seiner Konsistenz durch Witterungseinflüsse (Sonneneinstrahlung, Regen)
nicht verändert wird.
[0035] Besonders bevorzugt ist es, wenn das Auftragsgerät teilweise oder vollständig aus
Kunststoff besteht. Vorzugsweise ist ein Kunststoff vorgesehen, der mit Mörtel bzw.
dem sonstigen aufzutragenden Medium keine haftende Verbindung eingeht (Lotuseffekt),
so dass das Gerät leicht gereinigt werden kann. Zum anderen ergibt sich daraus eine
gute Gleitfähigkeit der Oberflächen. Auch beliebige andere geeignete Materialien,
wie beispielsweise Metall sind einsetzbar. Des weiteren sind Materialkombination beispielsweise
aus Metall und Kunststoff denkbar.
[0036] Weiterhin kann ein Antriebsmotor und/oder eine Handkurbel vorgesehen sein, mittels
dessen das Auftragsgerät bewegbar ist. Dabei kann vorgesehen sein, dass der Antriebsmotor
und/oder die Handkurbel das Austragsmittel oder beispielsweise eine Antriebswalze,
eine Stützrolle antreibt, die mit dem Austragsmittel in Verbindung steht.
[0037] Die Handkurbel kann abnehmbar ausgeführt sein. Ferner kann eine Aufnahme, wie beispielsweise
eine Lasche für die Aufnahme der Kurbel am Gerät vorgesehen sein.
[0038] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist auf wenigstens einer Seite des Gerätes
ein bewegbares Anschlagelement vorgesehen. Dieses kann sich in wenigstens einer Position
über die Seitenwandung nach unten erstrecken und somit als Anschlag dienen. In wenigstens
einer weiteren Position steht es nicht über die Seitenwandung nach unten über, so
dass das Gerät über ein Hindernis, beispielsweise eine sich rechtwinklig zu der beschichteten
Mauer erstreckende Mauer bewegt werden kann.
[0039] Das Anschlagelement kann schwenkbar oder linear bewegbar angeordnet sein. Denkbar
ist beispielsweise, dass das Anschlagelement auf der Achse der Antriebswalze schwenkbar
angeordnet ist.
[0040] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Anschlagelement
aus einer Platte besteht oder eine Platte aufweist, deren Dicke zumindest bereichsweise
von oben nach unten abnimmt. Dadurch wird die Möglichkeit eröffnet, das Auftragsgerät
für unterschiedliche Mauerbreiten zu verwenden bzw. Toleranzen in Dickenrichtung der
Ziegel auszugleichen.
[0041] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Anschlagelement
mittels eines Arretierungsmittels in einer Position fixierbar ist. Bei dem Arretierungsmittel
kann es sich beispielsweise um eine Schraube mit Mutter oder eine beliebige Schnellspannvorrichtung
handeln, die das Anschlagelement in der gewünschten Position festlegt.
[0042] Weiterhin kann vorgesehen sein, dass die in Verfahrrichtung vordere Kante des Anschlagelementes
derart abgerundet ausgeführt ist, dass dieses beim Auftreffen auf ein Hindernis selbsttätig
nach oben bewegt wird, so dass das Gerät über das Hindernis, beispielsweise eine rechtwinklig
zur beschichteten Mauer verlaufende Mauer bewegt werden kann.
[0043] Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Auftragen eines fließfähigen Mediums,
insbesondere Mörtel, auf die Oberfläche von Steinen mittels eines Mörtelauftragsgerätes,
wobei die Steine auf ihrer zu beschichtenden Oberseite Löcher aufweisen, wobei beim
Auftragen des fließfähigen Mediums eine geschlossene Schicht gebildet wird, die auf
ihrer Unterseite in die Löcher der Steine ragende Ansätze aufweist. Aufgrund der geschlossenen
Deckschicht ergibt sich eine gleichmäßige Haftung beispielsweise von aufeinanderliegenden
Steinen, zwischen denen sich die Schicht befindet. Durch das Einragen von Ansätzen
in Löcher der Steine ergibt sich eine Verzahnung, die die Statik und Belastbarkeit
der Konstruktion erhöht.
[0044] Besonders vorteilhaft ist es, wenn es sich bei dem Mörtelauftragsgerät um ein Gerät
gemäß einem der Ansprüche 1 bis 31 handelt.
[0045] Weitere Einzelheiten und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden anhand eines
in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1:
- eine perspektivische Darstellung des erfindungsgemäßen Auftragsgerätes,
- Fig. 2:
- eine Längsschnittdarstellung durch das Auftragsgerät gemäß Fig. 1 gemäß der Schnittlinie
II-II in Fig. 3,
- Fig. 3:
- eine Draufsicht auf das Auftragsgerät gemäß Fig. 1,
- Fig. 4:
- eine Seitenansicht auf das Auftragsgerät gemäß Fig. 1 aus Richtung IV gemäß Fig. 2,
- Fig. 5:
- eine Seitenansicht auf eine weitere Ausführungsform des Auftragsgerätes mit steiler
angestelltem Behälterboden
- Fig. 6:
- eine Schnittansicht gemäß Linie VI-VI in Figur 5,
- Fig. 7:
- eine Seitenansicht des erfindungsgemäßen Auftragsgerätes in einer weiteren Ausführungsform,
- Fig. 8:
- eine teilweise geschnittene Seitenansicht auf das Auftragsgerät gemäß Fig. 7 aus Richtung
VII gemäß Fig. 7 und
- Fig. 9:
- eine perspektivische Darstellung des keilförmigen Anschlages des Auftragsgerätes gemäß
Fig. 7.
[0046] Figur 1 zeigt in einer perspektivischen Darstellung das Auftragsgerät 10 gemäß der
vorliegenden Erfindung. Das Auftragsgerät umfasst einen Behälter 11, der im vorliegenden
Fall zur Aufnahme von Mörtel dient. Selbstverständlich sind auch beliebige andere
fließfähige Medien in dem Behälter aufnehmbar. Der Einsatz des Auftragsgerätes ist
nicht auf die Beschichtung mit Mörtel beschränkt, wenngleich darin eine bevorzugte
Anwendung des Gerätes liegt. Das Auftragsgerät weist ferner Seitenwandungen 12, 14
auf, die den Behälter 11 seitlich begrenzen und über den Behälterboden 16 nach unten
hinausragen, wie dies in Fig. 1 dargestellt ist. Der Behälter 11 weist ferner eine
in Bewegungsrichtung vordere und hintere Wandung auf. Sämtliche Behälterwandungen
sind im vorliegenden Ausführungsbeispiel senkrechtstehend angeordnet. Wie sich auch
aus Fig. 2 entnehmen läßt, ist der Behälterboden 16 geneigt und fällt zu einer Auftragsöffnung
ab. Die spaltförmige Austragsöffnung befindet sich in einem Endbereich des Bodens
16 bzw. des Behälters 11. In der Auftragsöffnung befindet sich die Austragswalze 34.
Zwischen der Oberfläche der Austragswalze 34 und den Begrenzungen der Austragsöffnung
verbleibt eine als Ausgabeschlitz 20 ausgeführte Öffnung, durch die der Mörtel bei
der Bewegung des Gerätes 10 ausgetragen wird.
[0047] Wie aus den Figuren 2 und 3 weiter ersichtlich, weist das erfindungsgemäße Austragsgerät
10 des Weiteren die Antriebswalze 28 sowie die Stützrolle 26 auf, die beide unterhalb
des Behälters 11 angeordnet sind. Das Auftragsgerät 10 steht mit der Stützrolle 26
sowie der Antriebswalze 28 auf der zu beschichtenden Fläche 50 auf, wie dies beispielsweise
aus Fig. 2 hervorgeht.
[0048] Bei der zu beschichtenden Fläche 50 handelt es sich in dem dargestellten Ausführungsbeispiel
um die Oberfläche 50 des Mauerwerks 52.
[0049] Die Seitenwandungen 12, 14 des Auftragsgerätes 10 begrenzen in seitlicher Richtung
den Behälter 11 und ragen über den Boden 16 nach unten hinaus, wie dies beispielsweise
auf Fig. 1, Fig. 2 und Fig. 4 ersichtlich ist. Die Stützrolle 26 ist in ihren beiden
Endbereichen in den über den Boden 16 des Behälters 11 nach unten hinausragenden Bereichen
der Seitenwandungen 12, 14 gelagert.
[0050] Wie aus Fig. 1, Fig. 3 und Fig. 4 hervorgeht, weist die Seitenwandung 12 eine Abdeckung
40 auf, die gegenüber der Seitenwandung 12 nach außen gewölbt ist. Die Antriebswalze
28 ist in dem über den Behälterboden 16 nach unten hinausragenden Bereich der Wandung
14 und des Weiteren in der Seitenwandung 12 des Austragsgeräts 10 drehbar gelagert.
[0051] Die Austragswalze 34 ist in der Seitenwandung 14 sowie ebenfalls in der Seitenwandung
12 des Austragsgeräts 10 drehbar gelagert.
[0052] Die Antriebswalze 28 steht in Ihrem Endbereich verdrehfest mit der Zahnscheibe 30
in Verbindung. Die Austragswalze 34 steht in Ihrem Endbereich mit der Zahnscheibe
36 in Verbindung. Beide Zahnscheiben 30, 36 stehen mittels des Zahnriemens 32 derart
in Verbindung, dass die Rotation der Antriebswalze 28 zu einer Rotation der Austragswalze
34 führt.
[0053] Durch Wahl einer geeigneten Übersetzung kann die Rotationsgeschwindigkeit der Austragswalze
auf das gewünschte Maß eingestellt werden. Denkbar ist es, mehrere Zahnscheiben derart
vorzusehen, dass die Übersetzung oder Untersetzung vorzugsweise mittels eines leicht
zugänglichen Verstellmechanismus veränderbar ist.
[0054] Die Antriebswalze 28 sowie die Austragswalze 34 können derart miteinander verbunden
sein, dass die Rotationsrichtung beider Walzen identisch ist. Ebenso ist es möglich,
dass die Antriebswalze 28 und die Austragswalze 34 in entgegengesetzter Drehrichtung
rotieren, wenn das Austragsgerät 10 bewegt wird.
[0055] Das aus den Zahnscheiben 30, 36 und dem Zahnriemen 32 bestehende außenliegende Getriebe
ist in Fig. 1 mit dem Bezugszeichen 25 versehen.
[0056] In dem in Bewegungsrichtung 44 vor der Austragsöffnung liegenden Bereich befindet
sich der Sperrschieber 21. Auf der nachlaufenden Seite der Austragsöffnung befindet
sich der Spachtel 18, der gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel nicht im 90°-Winkel
zu der angrenzenden Wandung, sondern in einem größeren Winkel von ca. 110° angestellt
ist. Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Spachtel 18 in seinem Anstellwinkel veränderbar
ist, damit auf einfache Weise die gewünschte Schichtdicke der Mörtelschicht 48 auf
der Oberfläche 50 variiert und auf das gewünschte Maß eingestellt werden kann.
[0057] Denkbar ist auch, dass der Spachtel in seiner Position nicht veränderbar ist.
[0058] Der Spachtel 18 ist wie aus Fig. 2 und Fig. 3 ersichtlich in seinen seitlichen Endbereichen
durch die überstehenden Endbereiche der Seitenwandungen 12, 14 eingefasst, die somit
als vertikal stehende seitliche Spachtel dienen. Auch die Anordnung separater seitlicher
Spachtel ist möglich.
[0059] Es ist ebenso möglich, die Seitenwandungen 12, 14 vertikal anzuordnen und den Spachtel
18 über die Seitenwandungen überstehen zu lassen.
[0060] Bei der Bewegung des erfindungsgemäßen Auftragsgerätes in die Bewegungsrichtung 44
gemäß Fig. 1, 2 wird das Auftragsgerät 10 durch die Stützrolle 26 sowie mittels der
Antriebswalze 28 auf der zu beschichtenden Fläche 50 abgestützt und über diese bewegt.
Die seitliche Führung des Auftragsgerätes 10 übernehmen die unteren Endbereiche der
Seitenwandungen 12, 14, die über die zu beschichtende Fläche 50 überstehen. Zur Beschichtung
der Fläche 50 schiebt der Benutzer mittels der Handgriffe 22, 24 das Gerät 10 in Richtung
44, wodurch sich die Stützrolle 26 sowie die Antriebswalze 28 im Uhrzeigersinn bewegen.
Ebenso ist es möglich, das Gerät mittels einer Handkurbel oder motorisch anzutreiben.
[0061] Mittels des aus den Zahnscheiben 30, 36 und Zahnriemen 32 bestehenden Getriebes 25
wird im vorliegenden Ausführungsbeispiel ebenfalls im Uhrzeigersinn die Austragswalze
34 bewegt und der Mörtel 46 durch den Ausgabeschlitz 20 ausgetragen. Mittels des nachlaufenden
Spachtels 18 wird der Mörtel auf die gewünschte Schichtdicke von beispielsweise 1-3
mm gebracht und glattgezogen, wobei die Mörtelschicht 48 erhalten wird.
[0062] Statt der das Auftragsgerät 10 stützenden Rolle 26 kann auch jede beliebige andere
Abstützung, beispielsweise eine Kufe oder dergleichen verwendet werden, wobei sich
allerdings bei Verwendung einer Rolle eine besonders leichte Betätigung des Gerätes
10 ergibt.
[0063] Aufgrund der geneigten Anordnung des Behälterbodens 16 wird gewährleistet, dass im
Bereich der Austragswalze 34 stets Mörtel anliegt, solange der Behälter noch nicht
vollständig entleert ist.
[0064] Die Austragswalze 34 kann glatt oder auch profiliert ausgeführt sein. Statt einer
Walze sind auch beliebige andere geeignete Austragsmittel einsetzbar.
[0065] Wie sich aus Fig. 2 und Fig. 3 ergibt, sind die vorderen und hinteren Begrenzungswände
des Behälters 11 sowie auch die Seitenwände 12, 14 vertikal ausgerichtet.
[0066] Soll die Menge des aufzutragenden Mörtels verändert werden, kann vorgesehen sein,
dass die Austragswalze 34 beispielsweise mittels Langlöcher in Ihrer Position veränderbar
ist, wodurch sich die Breite des Spaltes 20 verändert, so dass sich die ausgetragene
Mörtelmenge verändern lässt. Vorzugsweise ist die Verstelleinrichtung für die Austragswalze
34 verdeckt, um Schutz vor Verschmutzungen zu bieten.
[0067] In besonders bevorzugter Ausgestaltung kann die Spaltbreite des Spaltes 20 sowie
die Position der Austragswalze 34 unabhängig voneinander verändert werden.
[0068] Eine weitere Möglichkeit zur Variation der Mörtelmenge besteht darin, das Übersetzungsverhältnis
zwischen Antriebswalze 28 und Austragswalze 34 zu verändern, so dass sich bei gleicher
Bewegungsgeschwindigkeit des Auftragsgerätes unterschiedliche Rotationsgeschwindigkeiten
der Austragswalze 34 erhalten lassen.
[0069] Die Auftragsstärke läßt sich durch den Verstellwinkel und die vertikale Position
des Spachtels 18 variieren. Denkbar sind beispielsweise Stärken von 1 bis 12 mm. Selbstverständlich
sind auch größere Beschichtungsdicken realisierbar.
[0070] In bevorzugter Ausgestaltung ist das erfindungsgemäße Auftragsgerät zum Zwecke des
Auftrags von Mörtel in unterschiedlichen Breiten erhältlich, die auf die üblichen
Ziegelbreiten abgestimmt sein können. Grundsätzlich ist darauf hinzuweisen, dass das
erfindungsgemäße Auftragsgerät nicht nur für den Auftrag von Mörtel, sondern auch
von beliebigen anderen fließfähigen Medien geeignet ist. Denkbar wäre beispielsweise,
das Gerät zum Leimauftrag, beispielsweise zum Auftrag von Fliesenkleber zu verwenden.
Hinsichtlich der Verwendung im Bereich der Beschichtung von Ziegeln ist darauf hinzuweisen,
dass das Gerät nicht nur für Planziegel, sondern für sämtliche auf dem Markt befindliche
Steine und Mörtelarten geeignet und verwendbar ist.
[0071] Figur 5 zeigt in einer Seitenansicht eine weitere Ausführungsform des Auftragsgerätes
mit steiler angestelltem Boden 16, dessen einer Endbereich einen geringeren Abstand
zur Behälteroberkante aufweist als in dem Ausführungsbeispiel gemäß der Fig. 1 - 4.
Hier ist eine Kurbel 60 vorgesehen, die mit der Antriebswalze 28 derart in Verbindung
steht, dass die Drehbewegung der Kurbel 60 eine Rotationsbewegung der Antriebswalze
28 zur Folge hat. Die Antriebswalze 28 steht verdrehfest mit der Zahnscheibe 30 in
Verbindung. Von dieser erstreckt sich ein zapfenförmiger Aufsatz, auf den die Kurbel
mit einer entsprechenden Ausnehmung aufgesetzt werden kann. Dies ergibt sich beispielsweise
aus der Schnittdarstellung gemäß Figur 6. Aus Figur 6 ergibt sich ferner, dass die
Antriebswalze 28 auf der Oberfläche 50 der zu beschichtenden Ziegel 52 aufliegt. Wird
die Kurbel 60 in eine Drehbewegung versetzt, dient diese gleichermaßen als Antrieb
des gesamten Auftragsgerätes 10 sowie auch als Antrieb für die Austragswalze 34. Die
Zahnscheibe 30 wird bei Betätigung der Kurbel 60 in eine Drehbewegung versetzt, die
auf die Zahnscheibe 36 mittels des Zahnriemens 32 übertragen wird. Die verdrehfest
mit der Austragswalze 34 in Verbindung stehende Zahnscheibe 36 überträgt diese Drehbewegung
auf die Austragswalze 34. Dementsprechend hat die Betätigung der Kurbel 60 nicht nur
den Antrieb des gesamten Auftragsgerätes 10, sondern auch die Betätigung der Austragswalze
34 zur Folge.
[0072] Abschließend ist daraufhin zu weisen, dass der Anrieb der Austragswalze 34 beliebig
erfolgen kann. Es kann sich z. B. um einen motorischen oder manuellen unmittelbaren
oder mittelbaren Antrieb handeln. Im Falle des motorischen oder manuellen Antriebs
kann beispielsweise vorgesehen sein, dass dieser unmittelbar auf die Austragswalze
einwirkt und sodann beispielsweise über eine getriebliche Anbindung die Bewegung des
Auftragsgerätes bewirkt wird. Ebenso ist es möglich, dass die Austragswalze über eine
getriebliche Anbindung in Rotation versetzt wird.
[0073] Fig. 7 zeigt das erfindungsgemäße Auftragsgerät in einer weiteren Ausführungsform.
[0074] Das Auftragsgerät 10 weist die zwei parallelen Seitenwandungen 12, 14 auf, deren
Endbereiche durch eine in Verfahrrichtung vordere und hintere Wand miteinander in
Verbindung stehen. Abweichend von dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel
stehen die Endbereiche der Seitenwandungen 12, 14 nicht über die vordere und hintere
Wand über, sondern schließen mit diesen ab.
[0075] An der in Verfahrrichtung hinteren Wand ist der Spachtel 18 angeordnet, der seitliche
Begrenzungen zur Begrenzung der Auftragsbreite des Mörtelstreifens aufweisen kann.
Der Spachtel 18 kann horizontal angeordnet sein oder ausgehend vom Gerät 10 in Richtung
der zu beschichtenden Oberfläche geneigt sein.
[0076] In der Austragsöffnung des Gerätes befindet sich die Austragswalze 34, die bei Bewegung
des Gerätes in Verfahrrichtung im Uhrzeigersinn gedreht wird.
[0077] Die Austragswalze 34 weist vorzugsweise eine nicht profilierte Oberfläche auf. Sie
erstreckt sich in bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung über die gesamte Länge oder
einen wesentlichen Teil des Austragsspaltes 20.
[0078] Die Austragswalze 34 bewegt den Mörtel in den Austragsspalt 20, der sich zwischen
dem geneigten Boden 16 und einem sich daran anschließenden, in Fig. 7 nicht dargestellten
Schieber bzw. einer Leiste und der Austragswalze 34 befindet. Der Schieber bzw. die
Leiste befinden sich in Verfahrrichtung vor der Austragswalze 34.
[0079] Wie aus Fig. 7 weiter ersichtlich, erstreckt sich der Boden 16 des Gerätes von der
Oberseite der in Bewegungsrichtung vorderen Wandung bis zum Austragsspalt 20. Des
Weiteren ist eine Antriebswalze 28 vorgesehen, die mit der Austragswalze 34 derart
in Verbindung steht, dass die Rotation der Antriebswalze 28 zu einer Rotation der
Austragswalze 34 führt.
[0080] Das Bezugszeichen 26 kennzeichnet eine Stützrolle. Die Stützrolle 26 sowie die Antriebswalze
28 befinden sich zwischen den Seitenwandungen 12, 14 unterhalb des Bodens 16.
[0081] Schwenkbar auf der Achse der Antriebswalze 28 ist die Platte 100 angeordnet, die
als bewegbarer Anschlag dient. Die Platte 100 weist die aus Fig. 9 ersichtliche Bohrung
auf, durch die sich Achse der Antriebswalze 28 erstreckt. Die Platte 100 ist um die
Achse der Antriebswalze 28 drehbar gelagert und dementsprechend in Pfeilrichtung gemäß
Fig. 7 nach oben und unten verschwenkbar.
[0082] Wird die Platte 100 nach oben verschwenkt, steht sie nicht über die Seitenwandung
12 über, wie dies in Fig. 7 in der oberen Plattenposition angedeutet ist, so dass
das Gerät auf dieser Seite keinen Anschlag aufweist und beispielsweise über eine im
rechten Winkel zur beschichteten Steinreihe verlaufende Steinreihe hinweg bewegt werden
kann.
[0083] Abgesehen von diesem Fall ist die Platte 100 im normalen Betriebszustand nach unten
verschwenkt und steht somit über den unteren Endbereich der Seitenwandung 12 über,
wie dies ebenfalls aus Fig. 7 in der unteren Plattenposition sowie aus Fig. 8 hervorgeht.
Sie bildet in dieser Position einen Anschlag des Gerätes 10. Der auf der gegenüberliegenden
Seite befindlichen Anschlag wird durch den unteren, überstehenden Randbereich der
Seitenwandung 14 gebildet. Wie dies beispielsweise aus Fig. 8 hervorgeht, weist die
Seitenwandung 14 eine größere Höhe auf als die Seitenwandung 12, an der die bewegbare
Platte 100 anliegt. Die Seitenwandung 12 endet in ihrem unteren Endbereich in etwa
auf Höhe des Spachtels 18.
[0084] In der gewünschten Position kann die Platte 100 mittels eines Arretierungsmittels
fixiert werden. Dazu dient die Schraube 102, die sich durch die Platte 100 und ein
gekrümmtes Langloch 104 in der Seitenwandung 12 erstreckt und auf die eine von außen
zugängliche Mutter 106 aufgeschraubt ist. Wird die Mutter 106 festgezogen, wird die
Platte 100 gegen die Innenseite der Seitenwandung 12 gepresst und auf diese Weise
fixiert. Anstelle einer Fixierung der Platte 100 durch eine Schraube 102 und Mutter
106 sind auch beliebige andere Fixierungsmöglichkeiten, wie beispielsweise Schnellspannvorrichtungen
denkbar.
[0085] Wie aus Fig. 8 ersichtlich, befindet sich die Platte 100 auf der Innenseite der Wandung
12. Grundsätzlich sind jedoch auch Ausgestaltungen denkbar, bei denen sich die Platte
100 bzw. ein Anschlagsmittel auf der Außenseite der Wandung 12 erstreckt.
[0086] Grundsätzlich ist es ebenfalls denkbar, dass sich bewegbare Anschlagmittel bzw. Platten
auf beiden Seiten des Gerätes befinden. Bevorzugt ist jedoch eine Ausgestaltung, bei
der nur ein Anschlag beweglich ausgeführt ist, wie dies in Fig. 7 und 8 ersichtlich
ist.
[0087] Fig. 9 zeigt eine Detaildarstellung der Platte 100 mit Schraube 102 und einer Bohrung,
mittels derer die Platte 100 auf die Achse der Antriebswalze 28 aufgesteckt werden
kann.
[0088] Wie dies insbesondere aus Fig. 8 hervorgeht, nimmt die Dicke der Platte 100 von oben
nach unten ab. Die Platte 100 weist somit in einer Draufsicht auf die Schmalseite
eine keilförmige Gestalt auf. Dies hat den Vorteil, dass die Platte 100 nach dem Aufsetzen
des Gerätes 10 auf eine Ziegelreihe und bei gelöster Mutter 106 herabgelassen werden
kann, bis sie an der Ziegelaußenseite anliegt. Anschließend wird die Mutter 106 festgezogen,
wodurch die Platte 100 in dieser Position fixiert wird.
[0089] Die in Verfahrrichtung des Gerätes 10 vordere Seite der Platte 100 ist gekrümmt ausgeführt,
was dazu führt, dass die Platte 100 im nicht fixierten Zustand durch ein Hindernis
angehoben wird und das Gerät 10 somit über das Hindernis hinweg bewegt werden kann.
1. Auftragsgerät (10) zum Auftragen eines fließfähigen Mediums auf eine Fläche (50) mit
einem Behälter (11) für das aufzutragende Medium, der eine Austragsöffnung für das
Medium aufweist, mit einem Austragsmittel, das im Bereich der Austragsöffnung angeordnet
ist, und mit einem Antriebsmittel, das mit dem Austragsmittel derart in Verbindung
steht, dass der Betrieb des Antriebsmittels eine Rotationsbewegung des Austragsmittels
bewirkt.
2. Auftragsgerät (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsmittel einen Motor, ein handbetätigtes Antriebselement und/oder eine
Antriebsrolle oder-walze (28) umfasst.
3. Auftragsgerät (10) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsmittel unmittelbar oder über Getriebemittel, beispielsweise einen Riemen
(32) oder eine Kette, mit dem Austragsmittel in Verbindung steht.
4. Auftragsgerät (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Betrieb des Antriebsmittels derart veränderbar ist, dass die Rotationsgeschwindigkeit
des Austragsmittels variierbar ist.
5. Auftragsgerät (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsmittel derart ausgeführt ist, dass es bei der Bewegung des Auftragsgerätes
rotiert und derart mit dem Austragsmittel in Verbindung steht, dass die Rotationsbewegung
des Antriebsmittels eine Rotationsbewegung des Austragsmittels bewirkt.
6. Auftragsgerät (10) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsmittel als Antriebswalze (28) ausgeführt ist, die bei der Bewegung des
Auftragsgerätes (10) auf der zu beschichtenden (50) oder beschichteten Fläche rotiert.
7. Auftragsgerät (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Austragsmittel als Austragswalze (34) ausgeführt ist, die in der Austragsöffnung
derart angeordnet ist, dass zwischen wenigstens einer der die Austragsöffnung begrenzenden
Wandungen und der Walze (34) ein Schlitz (20) verbleibt.
8. Auftragsgerät (10) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Position der Walze (34) veränderbar ist, so dass die Schlitzbreite variabel ist.
9. Auftragsgerät (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Abstützmittel in Form einer oder mehrerer Kufen oder rotierbarer Stützrollen (26)
vorgesehen sind, die das Auftragsgerät (10) gegenüber der zu beschichtenden (50) oder
beschichteten Fläche abstützen.
10. Auftragsgerät (10) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Abstützmittel unterhalb des Behälters (11) angeordnet ist.
11. Auftragsgerät (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Auftragsgerät Seitenwandungen (12, 14) aufweist, die in ihrem oberen Bereich
seitliche Wandungen des Behälters (11) bilden und die einen unteren, sich über den
Behälterboden (16) hinaus nach unten erstreckenden Bereich aufweisen, und dass die
Stützrolle (26) und/oder das Antriebsmittel wenigstens in einem Endbereich rotierbar
in diesem unteren Bereich wenigstens einer der Seitenwandungen (12, 14) gelagert sind.
12. Auftragsgerät (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Austragsmittel sowie das Antriebsmittel jeweils mit einer Zahnscheibe (30, 36)
oder einem Kettenrad verdrehfest in Verbindung stehen und dass ein Zahnriemen (32)
oder eine Kette vorgesehen ist, der bzw. die mit beiden Zahnscheiben (30, 36) oder
Kettenrädern in Eingriff steht.
13. Auftragsgerät (10) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der Seitenwandungen (12) des Auftragsgerätes (10) eine nach außen
gerichtete Auswölbung oder Abdeckung (40) aufweist und dass die Zahnscheiben (30,
36) bzw. die Kettenräder und der Zahnriemen (32) bzw. die Kette in dem durch die Auswölbung
oder Abdeckung (40) begrenzten Raum angeordnet sind.
14. Auftragsgerät (10) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsmittel und/oder das Austragsmittel und/oder das Abstützmittel und/oder
mit diesen in Verbindung stehenden Zahnscheiben (30, 36) oder Kettenräder in wenigstens
einem Endbereich rotierbar in einer Wandung des Auftragsgerätes (10) und/oder der
Auswölbung und/oder der Abdeckung (40) gelagert sind.
15. Auftragsgerät (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Seitenwandung (14) oder die die Seitenwandungen (12, 14) des Auftragsgerätes
(10) die Auflageebene des Antriebsmittels auf der zu beschichtenden (50) oder beschichteten
Fläche nach unten überragen.
16. Auftragsgerät (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (11) einen geneigten, zu der Austragsöffnung abfallenden Boden (16)
aufweist.
17. Auftragsgerät (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (11) einen oder mehrere, vorzugsweise zwei Handgriffe (22, 24) aufweist,
die auf der Behälterinnenseite oder Behälteraußenseite angeordnet sind oder mit den
Behälterwandungen fluchten.
18. Auftragsgerät (10) nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass der oder die Handgriffe (12, 14) derart schwenkbar angeordnet sind, dass sie in wenigstens
einer Position an einer Behälterwandung anliegen.
19. Auftragsgerät (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in Bewegungsrichtung vor der Austragsöffnung ein Sperrschieber (21) angeordnet ist.
20. Auftragsgerät (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich hinter oder neben der Austragsöffnung ein Spachtel (18), ein Zahnspachtel,
ein Glätter oder ein Dickenbegrenzer vorgesehen ist.
21. Auftragsgerät nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass der Spachtel, der Zahnspachtel, der Glätter oder der Dickenbegrenzer in wenigstens
einem seiner Endbereiche einen die Auftragsbreite begrenzenden Anschlag aufweist.
22. Auftragsgerät nach Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, dass der Spachtel, der Zahnspachtel, der Glätter oder der Dickenbegrenzer in wenigstens
einem seiner Endbereiche eine Wölbung aufweist, so dass eine Wulst auftragbar ist.
23. Auftragsgerät (10) nach einem der Ansprüche 20 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass der Anstellwinkel und/oder die vertikale und/oder die horizontale Position des Spachtels
(18), des Zahnspachtels, des Glätters oder des Dickenbegrenzers veränderbar ist.
24. Auftragsgerät (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dieses teilweise oder vollständig aus Kunststoff, vorzugsweise aus Kunststoff besteht,
der mit Mörtel keine haftende Verbindung eingeht.
25. Auftragsgerät (10) nach einem der vorhergegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Antriebsmotor und/oder eine Handkurbel (60) vorgesehen ist, mittels dessen das
Auftragsgerät (10) bewegbar ist, wobei der Antriebsmotor oder die Handkurbel (60)
das Austragsmittel oder eine Stützoder Antriebsrolle oder -walze (28) antreibt, die
mit dem Austragsmittel in Verbindung steht.
26. Auftragsgerät (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf wenigstens einer Seite des Gerätes (10) ein bewegbares Anschlagelement vorgesehen
ist.
27. Auftragsgerät (10) nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlagelement in wenigstens einer Position über die Seitenwandung (12) des
Gerätes (10) nach unten übersteht und in wenigstens einer weiteren Position nicht
über die Seitenwandung (12) des Gerätes (10) nach unten übersteht.
28. Auftragsgerät (10) nach Anspruch 26 oder 27, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlagelement schwenkbar oder linear bewegbar angeordnet ist.
29. Auftragsgerät (10) nach einem der Ansprüche 26 bis 28, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlagelement aus einer Platte (100) besteht oder eine Platte aufweist, deren
Dicke zumindest bereichsweise von oben nach unten abnimmt.
30. Auftragsgerät (10) nach einem der Ansprüche 26 bis 29, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlagelement mittels eines Arretierungsmittels in einer Position fixierbar
ist.
31. Auftragsgerät (10) nach einem der Ansprüche 26 bis 30, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlagelement eine abgerundete Vorderkante aufweist, die derart ausgestaltet
ist, dass das Anschlagelement bei Auftreffen auf ein Hindernis nach oben bewegt wird.
32. Verfahren zum Auftragen eines fließfähigen Mediums, insbesondere Mörtel, auf die Oberfläche
von Steinen mittels eines Mörtelauftragsgerätes, wobei die Steine auf ihrer zu beschichtenden
Oberseite Löcher aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass beim Auftragen des fließfähigen Mediums eine geschlossene Schicht gebildet wird,
die auf ihrer Unterseite in die Löcher der Steine ragende Ansätze aufweist.
33. Verfahren nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Mörtelauftragsgerät um ein Gerät gemäß einem der Ansprüche 1 bis
31 handelt.