[0001] Die Erfindung betrifft eine Mehrkomponentenkartusche, insbesondere eine Zweikomponentenkartusche,
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Derartige Kartuschen werden z.B. zur Aufbewahrung und Lagerung von Mehrkomponentenklebstoffen,
aushärtenden Dichtmitteln, Harzen o.ä. eingesetzt. Die Mischung der Komponenten erfolgt
erst beim Auspressen der Kartusche in einem gesonderten Statikmischer, der auf die
Kartusche aufgesetzt wird. Die üblicherweise verwendeten Mehrkomponentenkartuschen
weisen voneinander getrennte Materialaufnahmen und einen Materialauslass mit einem
vor dem Gebrauch abnehmbaren Verschluss auf. Dieser wird erst vor dem Ausdrücken der
Kartusche abgenommen und kann z.B. als Schraubverschluss, Abreißverschluss oder dgl.
ausgeführt sein. Die Materialaufnahmen liegen bei solchen Kartuschen entweder nebeneinander
(Side-By-Side-Kartusche) oder sind als koaxiale Rohre (Koaxialkartusche) ausgeführt.
Bei beiden Ausführungsformen kann der Materialauslass als Koaxialauslass ausgeführt
werden. Dabei wird die eine Komponente über ein zentrisches Rohr und die andere Komponente
über einen um das zentrische Rohr angeordneten Ringraum ausgepresst. Solche Koaxialauslässe
werden mit Verschlüssen verschlossen, die spezielle Dichtelemente aufweisen. Durch
die Dichtelemente soll verhindert werden, dass die in der Kartusche gelagerten Komponenten
während der Lagerung auslaufen oder durch frühzeitigen Kontakt miteinander reagieren.
Es muss also eine Dichtung gegen außen und eine Dichtung gegen innen erfolgen.
[0003] Es sind bereits Kartuschen bekannt, bei denen die Dichtung zwischen dem Verschluss
und einem Koaxialauslass durch flächige Anlage eines Innen- und/oder Außenrohres des
Koaxialauslasses innerhalb geeigneter Ringnuten des Verschlusses oder durch eine Keilausführung
erfolgt. Die Dichtung erfolgt dabei stirnseitig oder seitlich als Flächendichtung,
seitlich durch eine Keilausführung oder durch eine Kombination dieser Varianten. In
Figur 6 sind derartige Dichtungen dargestellt. Bei der in der linken Darstellung der
Figur 6 gezeigten Ausführung erfolgt die Abdichtung stirnseitig und/oder seitlich
über eine Flächendichtung. In der rechten Darstellung der Figur 6 ist eine Keilausführung
und in der mittleren Darstellung eine Kombination aus Keil- und stirnseitiger Dichtung
gezeigt. Ein Problem, solcher Dichtungen besteht darin, dass die Keildichtung und
die stimseitige Dichtung nur in einer vorgegeben axialen Stellung wirksam ist. Sobald
der Verschluss leicht geöffnet wird, kann die Dichtwirkung nicht mehr gewährleistet
werden. In der Regel muss daher der Verschluss fest angezogen werden, um auch genügend
Kraft auf die Dichtstelle auszuüben. Bei der Flächendichtung wird die Kraft zudem
auf eine größere Fläche verteilt, so dass eine zusätzliche hohe Kraft zur Abdichtung
des Verschlusses aufgewendet werden muss. Bei der Flächendichtung ist zudem mit Kapillareffekten
und dadurch bedingten Undichtigkeiten zu rechnen. Folglich muß der Verschluß mit den
herkömmlichen Dichtelementen zur Erzielung der gewünschten Dichtwirkung derart stark
angezogen werden, dass zum Öffnen teilweise ein zusätzliches Hilfswerkzeug erforderlich
ist. Es hat sich außerdem gezeigt, dass sich bei den bekannten Kartuschen immer wieder
Undichtigkeiten ergeben, was zum Auslaufen der Komponenten und zum Blockieren der
Auslässe durch Reaktion der Komponenten führen kann.
[0004] Es gibt auch bereits Verschlüsse für Kartuschen mit Koaxialauslass, bei denen die
Dichtung durch einen zusätzlichen Elastomereinsatz erreicht wird. Diese Lösung ist
jedoch teuer, da ein zusätzliches Elastomerteil hergestellt und in dem Verschluss
montiert oder in der aufwändigen 2K-Kunststoffspritztechnik hergestellt werden muss.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Mehrkomponentenkartusche der eingangs genannten
Art zu schaffen, die eine vereinfachte und verbesserte Dichtung ermöglicht.
[0006] Diese Aufgabe wird durch eine Mehrkomponentenkartusche mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst. Zweckmäßige Ausgestaltungen und vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung
sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0007] Bei der erfindungsgemäßen Kartusche erfolgt die Abdichtung zwischen dem Verschluss
und dem Koaxialauslass über umlaufende seitliche Dichtkanten. Diese sind an den Auslassrohren
des Koaxialauslasses und/oder an den Dichtstegen oder Dichtelementen des Verschlusses
angeformt. Die Dichtung erfolgt somit über eine genau definierte und begrenzte Anlagefläche,
so dass sich eine hohe Flächenpressung auf einer kleinen Fläche ergibt und dadurch
ein hoher Dichtdruck ermöglicht wird. Da die Dichtung seitlich wirkt, ist ein übermäßiges
Anziehen des Verschlusses im Falle eines Schraubverschlusses nicht erforderlich. Da
die Dichtkanten zur seitlichen Anlage an den entsprechenden Gegenflächen gelangen,
wird auch ohne großer axialer Anzugskraft eine hohe Dichtwirkung ermöglicht. Wenn
der Verschluss z.B. als Schraubverschluss ausgeführt ist, bleibt die Abdichtung selbst
dann gewährleistet, wenn der Verschluss nicht vollständig aufgeschraubt ist. Solange
die Dichtkanten an den entsprechenden Gegenflächen anliegen, bleibt eine Abdichtung
gewährleistet.
[0008] Zweckmäßigerweise sind die Dichtkanten radial vorgespannt. Dadurch kann der Anpressdruck
erhöht werden. In einer bevorzugten Ausführung sind an den beiden Seiten beider Auslassrohre
diese umgreifende Dichtstege vorgesehen. Die Dichtkanten können dabei an den Dichtstegen,
an den Auslassrohren oder an beiden angebracht sein. Es kann aber auch nur eine einseitige
Dichtung genügen. Die Dichtkanten können an den Enden der Dichtstege und/oder Auslassrohre
angebracht oder zurückversetzt sein. Zur Gewährleistung einer Dichtung kann eine Dichtkante
ausreichen. Es können aber auch mehrere Dichtkanten vorgesehen werden. Die Dichtkante
kann z.B. scharfkantig ausgeführt sein oder kann mit einer starken oder schwachen
Rundung versehen werden. Auch andere geeignete Formen sind möglich. Zusätzlich zu
der seitlichen Dichtung mit den Dichtkanten kann auch noch eine stirnseitige Dichtung
erreicht werden, sofern die oberen Stirnflächen der Auslassrohre zur Anlage an geeigneten
Gegenflächen des Verschlusses gelangen.
[0009] Weitere Besonderheiten und Vorzüge der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung
bevorzugter Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnung. Es zeigen:
- Figur 1
- eine Side-by-Side-Kartusche mit einem Koaxialauslass im Längsschnitt;
- Figur 2
- den Kopfteil der in Figur 1 gezeigten Side-by-Side-Kartusche in einer Seitenansicht;
- Figur 3
- den Kopfteil der in Figur 1 gezeigten Side-by-Side-Kartusche mit einem Verschluss
in einem vergrößerten Längsschnitt;
- Figur 4
- den oberen Teil einer Koaxialkartusche mit einem Koaxialauslass im Längsschnitt;
- Figur 5
- den Kopfteil der in Figur 4 gezeigten Koaxialkartusche mit einem Verschluss in einem
vergrößerten Längsschnitt;
- Figur 6
- Beispiele bekannter Dichtungen zwischen dem Koaxialauslass und dem Verschluss einer
Zweikomponentenkartusche;
- Figur 7
- Ausführungsbeispiele erfindungsgemäßer Dichtungen zwischen dem Koaxialauslass und
dem Verschluss einer Zweikomponentenkartusche;
- Figur 8
- Beispiele von Dichtkantenausführungen an den Rohren des Koaxialauslasses;
- Figur 9
- Beispiele von Dichtkantenausführungen an den Dichtstegen des Verschlusses;
- Figur 10
- Beispiele von Dichtkantenausführungen mit mehreren Dichtkanten;
- Figur 11
- Ausführungsbeispiele mit einseitiger Dichtung;
- Figur 12
- Ausführungsbeispiele von Dichtkanten und
- Figur 13
- ein Ausführungsbeispiel einer zweiteiligen Koaxialkartusche mit einem Abreißverschluss.
[0010] In Figur 1 ist eine sogenannte Side-By-Side-Zweikomponentenkartusche gezeigt. Sie
besteht aus zwei parallel nebeneinander (side-by-side) angeordneten hohlzylindrischen
Gehäusen 1 und 2 sowie einem Koaxialauslass 3 mit einem äußeren Auslassrohr 4 und
einem in diesem konzentrisch angeordneten inneren Auslassrohr 5. Zwischen dem äußeren
Auslassrohr 4 und dem inneren Auslassrohr 5 wird ein ringförmiger Kanal 6 begrenzt,
der mit dem Innenraum 7 des Gehäuses 1 in Verbindung steht. Das innere Auslassrohr
5 mündet in den Innenraum 8 des Gehäuses 2. Damit können die in den Innenräumen 7
und 8 befindlichen Materialien noch voneinander getrennt über das äußere Auslassrohr
4 bzw. das innere Auslassrohr 5 des Koaxialauslasses 3 ausgedrückt werden.
[0011] Wie besonders aus Figur 2 hervorgeht, ist an der Außenseite des Koaxialauslasses
3 ein Außengewinde 9 angeformt, das zur Befestigung eines an sich bekannten und daher
nicht dargestellten Statikmischers dient. Bei dem in den Figuren 1 bis 3 dargestellten
Ausführungsbeispiel dient das Gewinde 9 außerdem zur Befestigung eines in Figur 3
gezeigten Verschlusses 10, der erst vor den eigentlichen Gebrauch abgeschraubt wird
und verhindert, dass die in der Zweikomponentenkartusche gelagerten Komponenten während
der Lagerung auslaufen oder durch einen frühzeitigen Kontakt miteinander reagieren.
[0012] Der in Figur 3 dargestellte Verschluss 10 ist als Verschlusskappe ausgeführt und
enthält an seiner Innenseite ein zum Außengewinde 9 des Koaxialauslasses 3 passendes
Innengewinde 11 und ringförmig umlaufende Dichtstege 12a, 12b, 13a, 13b, die Ringnuten
14 bzw. 15 für das äußere Auslassrohr 4 und das innere Auslassrohr 5 begrenzen. Bei
dem gezeigten Ausführungsbeispiel steht das innere Auslassrohr 5 gegenüber dem äußeren
Auslassrohr 5 nach oben vor. Entsprechend sind auch die Dichtstege 13a und 13b des
Verschlusses 10 oberhalb der Dichtstege 12a und 12b angeordnet. Dadurch kann auch
beim Wiederverschliessen des Verschlusses 10 ein Kontakt zwischen den in der Kartusche
befindlichen Komponenten besser verhindert werden. Die Ausgestaltung der Dichtstege
und/oder des Innen- bzw. Außenrohrs zur Gewährleistung einer guten und zuverlässigen
Dichtung wird im Folgenden noch näher erläutert.
[0013] In Figur 4 ist eine sogenannte Zweikomponenten-Koaxialkartusche als weiteres Ausführungsbeispiel
dargestellt. Diese z.B. im Spritzgussverfahren aus Kunststoff einteilig hergestellte
Kartusche enthält zwei koaxial zueinander angeordnete Rohre 101 und 102 mit verschiedenem
Durchmesser, wobei sich das Rohr 102 mit dem kleineren Durchmesser innerhalb des Rohres
101 mit dem größeren Durchmesser befindet. Zwischen dem äußeren Rohr 101 und dem inneren
Rohr 102 wird ein radial äußerer Ringraum 107 und vom inneren Gehäuse 102 ein innerer
Aufnahmeraum 108 begrenzt. Diese Kartusche enthält ebenfalls einen Koaxialauslass
103, der ein mit Außengewinde 109 versehenes äußeres Auslassrohr 104 und ein darin
koaxial angeordnetes zentrales inneres Auslassrohr 105 enthält. Auch dort wird zwischen
dem äußeren Auslassrohr 104 und dem inneren Auslassrohr 105 ein ringförmiger Kanal
106 begrenzt, der mit dem äußeren Ringraum 107 in Verbindung steht. Das innere Auslassrohr
105 mündet in den inneren Aufnahmeraum 108.
[0014] Figur 5 zeigt einen Verschluss 110 für die in Figur 4 dargestellte Kartusche, wobei
dieser Verschluss 110 wie der in Figur 3 gezeigte Verschluss 10 aufgebaut ist. Er
enthält ebenfalls ein zum Außengewinde 9 des Koaxialauslasses 3 passendes Innengewinde
111 und ringförmig umlaufende Dichtstege 112a, 112b, 113a, 113b, die Ringnuten 114
bzw. 115 für das äußere Auslassrohr 104 und das innere Auslassrohr 105 begrenzen.
[0015] Die Ausgestaltung der Dichtung zwischen den Verschlüssen und den Koaxialauslässen
der jeweiligen Kartuschen wird im folgenden anhand von mehreren in den Figuren 7 bis
12 dargestellten Ausführungsbeispielen erläutert. In diesen Figuren ist beispielhaft
jeweils nur der in Figur 3 eingekreiste obere Teil des inneren Auslassrohrs 5 der
in Figur 1 gezeigten Kartusche mit den dazugehörigen Dichtstegen 13a und 13b des Verschlusses
10 gezeigt. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass die dort dargestellten und im weiteren
erläuterten Ausgestaltungen in entsprechender Weise auch für das Auslassrohr 4 und/oder
die dazugehörigen Dichtstege 12a, 12b und die anderen Ausführungsbeispiele von Kartuschen
gelten bzw. gelten können.
[0016] Bei den in Figur 7 gezeigten Ausführungsbeispielen sind an der Außenseite des Auslassrohrs
5 und an der Innenseite des radial inneren Dichtstegs 13b seitlich vorstehende und
in Umfangsrichtung umlaufende Dichtkanten 16, 17 zur Anlage an dem jeweiligen Gegenstück
vorgesehen. An der Außenseite des Auslassrohrs 5 ist eine Dichtkante 16 zur Anlage
an der Innenseite des radial äußeren Dichtstegs 13a und an der Innenseite des radial
inneren Dichtstegs 13b eine Dichtkante 17 zur Anlage an der Außenseite des Auslassrohrs
5 angeordnet. Die Dichtkante 16 kann aber auch an der Innenseite des Auslassrohrs
5 und die Dichtkante 17 an der Innenseite des radial äußeren Dichtstegs 13a vorgesehen
sein. Auch an beiden Seiten des Auslassrohrs 5 und an beiden Dichtstegen 13a und 13b
können Dichtkanten vorhanden sein. Bei der in der linken Darstellung gezeigten Ausführung
wird eine seitliche Dichtung erreicht, wohingegen bei der rechts gezeigten Ausführung
auch eine zusätzliche stirnseitige Dichtung ermöglicht wird. Der Dichtsteg 13b ist
bei der gezeigten Ausführung nach innen gebogen, so dass die Dichtkanten 16 und 17
unter Vorspannung zur Anlage gelangen.
[0017] In Figur 8 sind verschiedene Ausführungsbeispiele für die am inneren und/oder äußeren
Auslassrohr vorgesehenen Dichtkanten am Beispiel des inneren Auslassrohrs 5 gezeigt.
Wie aus dieser Figur hervorgeht, kann die Dichtkante 16 an der inneren und/oder äußeren
Seite des Auslaßrohrs 5 vorgesehen sein. Das Auslaßrohr braucht gemäß der linken Darstellung
auch keine Dichtkante aufweisen, sofern zumindest an einer der zugehörigen Dichtstege
13a, 13b eine Dichtkante 17 vorgesehen ist. Die seitlichen Dichtkanten 16 können am
oberen Ende des Auslassrohrs oder nach unten versetzt angeordnet sein. Auf beiden
Seiten angeorndete Dichtkanten 16 können in Axialrichtung des Auslassrohrs zueinander
versetzt oder - wie in der rechten Darstellung gezeigt - einander gegenüberliegend
angeordnet sein.
[0018] Wie aus der Figur 9 hervorgeht, kann die Dichtkante 17 des Verschlusses an dem radial
äußeren Dichtsteg 13a, an dem radial inneren Dichtsteg 13b oder an beiden Dichtstegen
13a, 13b vorhanden sein. Sofern an dem zugehörigen Auslassrohr mindestens eine Dichtkante
16 vorgesehen ist, braucht an den Dichtstegen auch keine verschlussseitige Dichtkante
vorhanden sein, wie dies in den beiden linken Darstellungen gezeigt ist.
[0019] In Figur 10 sind zwei Ausführungsbeispiele gezeigt, bei denen jeweils zwei hintereinanderliegende
Dichtkanten 16 und 17 an dem Auslassrohr 5 bzw. Dichtsteg 13b angeordnet sind.
[0020] In Figur 11 sind zwei Ausführungsbeispiele mit nur einem Dichtsteg 13a oder 13b gezeigt.
Bei diesen Ausführungen ist gemäß linker Darstellung an dem Auslassrohr 5 eine seitliche
Dichtkante 16 zur Anlage an der Innenseite des Dichtstegs 13a und gemäß rechter Darstellung
an der Innenseite des Dichtstegs 13b eine Dichtkante 17 zur Anlage an der Außenseite
des Auslassrohrs 5 vorgesehen.
[0021] Verschiedene Ausgestaltungen der Dichtkante 16 oder 17 sind in Figur 12 am Beipiel
der Dichtkante 16 am Auslassrohr 5 gezeigt. Diese kann z.B. eine in der linken Darstellung
gezeigte kleine Rundung, eine in der mittleren Darstellung gezeigte große Rundung
oder eine in der rechten Darstellung gezeigte scharfe Kante aufweisen.
[0022] In Figur 13 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Koaxialkartusche gezeigt.
Diese enthält ein äußeres Kartuschengehäuse 201 mit einem oben angeformten schlankeren
äußeren Auslassrohr 204 und ein innerhalb des äußeren Kartuschengehäuses 201 zu diesem
konzentrisch angeordnetes inneres Kartuschengehäuse 202, das ein innerhalb des Auslassrohrs
204 angeordnetes zentrales inneres Auslassrohr 205 enthält. Das äußere Auslassrohr
204 und das innere Auslassrohr 205 bilden einen Koaxialauslass 203, der entsprechend
dem Ausführungsbeispiel von Figur 4 ausgebildet ist. Auch hier wird zwischen dem äußeren
Auslassrohr 204 und dem inneren Auslassrohr 205 ein ringförmiger Kanal 206 zum Ausdrücken
der im äußeren Kartuschengehäuse 201 befindlichen Komponente begrenzt, während die
im inneren Kartuschengehäuse 202 befindliche Komponente über das innere Auslassrohr
205 ausgedrückt wird. Im Endbereich des Kanals 206 befinden sich mehrere entlang des
Umfangs des äußeren Auslassrohrs 204 verteilte Vorsprünge 220, an denen sich eine
innere Schulter 221 des inneren Auslassrohrs 205 abstützt, wodurch die Position der
beiden Kartuschengehäuse 201 und 202 in axialer Richtung festgelegt ist. An der Außenseite
des äußeren Auslassrohrs 204 ist ein Gewinde 209 zum Aufschrauben eines Statikmischers
angeformt.
[0023] Bei diesem Ausführungsbeispiel ist der Verschluss als angespritzter Verschlussdeckel
210 ausgeführt. Hier ist nur eine Abdichtung des inneren Auslassrohrs 205 erforderlich.
Der Verschlussdeckel enthält ebenfalls Dichtstege 213a und 213b, die eine Ringnut
für das innere Auslassrohr 205 begrenzen. Auch dort kann die Dichtung zwischen dem
Verschlussdeckel und dem inneren Auslassrohr 205 entsprechend der vorstehend beschriebenen
Ausführungsbeispiele ausgeführt sein. Das äußere Auslassrohr 204 ist einteilig mit
dem Verschlussdeckel 210 verbunden, wobei der Verschlussdeckel 201 durch Abreissen
oder je nach Ausführung auch durch Abschneiden geöffnet werden kann.
[0024] Die Erfindung ist nicht auf die vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt.
So können insbesondere beliebige Kombinationen der im einzelnen beschriebenen und
in den Figuren dargestellten Dichtungsausführungen vorgesehen werden.
1. Mehrkomponentenkartusche, insbesondere Zweikomponentenkartusche, die einen Koaxialauslaß
(3; 103; 203) mit einem äußeren Auslassrohr (4; 104; 204) und einem dazu konzentrischen
inneren Auslassrohr (5; 105; 205), einen mit dem Koaxialauslass (3; 103; 203) lösbar
verbindbaren Verschluß (10; 110; 210) und eine Dichtung mit mindestens einem am Verschluß
(10; 110; 210) angeordneten Dichtsteg (12a, 12b, 13a, 13b; 112a, 112b, 113a, 113b;
213a; 213b) zur Anlage am inneren und/oder äußeren Auslassrohr (4; 104; 204; 5; 105;
205) enthält, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung mindestens eine seitlich vorstehende Dichtkante (16, 17) umfaßt, die
an der Innen- und/oder Außenseite des inneren und/oder äußeren Auslassrohrs (4; 104;
204; 5; 105; 205) des Koxialauslasses (3; 103; 203) und/oder an der zur Außen- und/oder
Innenseite des inneren und/oder äußeren Auslassrohrs (4; 104; 204; 5; 105; 205) gewandten
Seite des mindestens einen Dichtstegs (12a, 12b, 13a, 13b; 112a, 112b, 113a, 113b;
213a; 213b) umlaufend angeordnet ist.
2. Mehrkomponentenkartusche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschluss (10; 110; 210) mindestens einen Dichtsteg (12a, 12b, 13a, 13b; 112a,
112b, 113a, 113b; 213a. 213b) mit einer oder mehreren Dichtkanten (17) für das Außen-
und/oder Innenrohr ( ) enthält.
3. Mehrkomponetenkartusche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschluss (10; 110; 210) jeweils zwei eine Ringnut (14, 15; 114, 115) für das
innere und/oder äußere Auslassrohr (4; 104; 204; 5; 105; 205) begrenzende Dichtstege
(12a, 12b, 13a, 13b; 112a, 112b, 113a, 113b; 213a, 213b) enthält.
4. Mehrkomponentenkartusche nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass an den die Ringnut (14, 15; 114, 115) begrenzenden Dichtstegen (12a, 12b, 13a, 13b;
112a, 112b, 113a, 113b; 213a, 213b) eine oder mehrere Dichtkanten (16) angeordnet
sind.
5. Mehrkomponentenkartusche nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung eine oder mehrere umlaufende Dichtkanten (16) am inneren und/oder äußeren
Auslassrohr (4; 104; 204; 5; 105; 205) enthält.
6. Mehrkomponentenkartusche nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Dichtkante (16, 17) scharfkantig ausgebildet ist.
7. Mehrkomponentenkartusche nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Dichtkante (16, 17) abgerundet ist.
8. Mehrkomponentenkartusche nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Dichtkante (16, 17) radial vorgespannt ist.
9. Mehrkomponentenkartusche nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschluss (10, 110) über eine Schraubverbindung (9, 11; 109, 111) mit dem Koaxialauslass
(3; 103) verbunden ist.
10. Mehrkomponentenkartusche nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschluss (210) über eine Abreißverbindung mit dem Koaxialauslass (203) verbunden
ist.