[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft Additive für Wasch- und Reinigungsmittel, die
im wesentlichen aus einer Wirksubstanz und gegebenenfalls einem Granulierhilfsmittel
bestehen und die zur Verbesserung der Farbqualität einen optischen Aufheller enthalten.
[0002] Wasch- und Reinigungsmittel, wie zum Beispiel Waschpulver, Fleckensalze oder Maschinengeschirrspülmittel
enthalten verschiedene Arten von Wirksubstanzen, wie beispielsweise Bleichaktivatoren,
Vergrauungsinhibitoren, Soil Release Polymere, Farbfixiermittel, Farbübertragungsinhibitoren,
Komplexbildner oder Enzyme. Diese Wirksubstanzen müssen ein helles Aussehen aufweisen,
das sich auch in Gegenwart weiterer Bestandteile von Wasch- und Reinigungsmitteln
nicht ändert.
[0003] Es wurde nun gefunden, dass man diesen Wirksubstanzen ein helles Aussehen geben kann,
indem man einen optischen Aufheller zugibt. Diese Mischung aus Wirksubstanz und optischem
Aufheller soll im folgenden als Additiv für Wasch- und Reinigungsmittel bezeichnet
werden.
[0004] Gegenstand der Erfindung sind Additive für Wasch- und Reinigungsmittel, dadurch gekennzeichnet,
dass diese als Granulat vorliegen und im wesentlichen bestehen aus
a) einer Wirksubstanz für Wasch- und Reinigungsmittel und
b) einem optischem Aufheller
[0005] Bevorzugte Wirksubstanzen sind Bleichaktivatoren, Vergrauungsinhibitoren, Soil Release
Polymere, Farbfixiermittel, Farbübertragungsinhibitoren, Komplexbildner oder Enzyme.
[0006] Als Bleichaktivatoren können Verbindungen, die unter Perhydrolysebedingungen aliphatische
Peroxycarbonsäuren und/ oder gegebenenfalls substituierte Perbenzoesäure ergeben,
eingesetzt werden. Das erzielbare Bleichergebnis wird bestimmt durch Art und Reaktivität
der gebildeten Peroxicarbonsäure, die Struktur der zu perhydrolysierenden Bindung,
sowie die Wasserlöslichkeit des Bleichaktivators.
Viele Substanzen sind nach dem Stand der Technik als Bleichaktivatoren bekannt. Gewöhnlich
handelt es sich dabei um reaktive organische Verbindungen mit einer 0-Acyl- oder N-Acyl-Gruppe,
die bereits in der Waschpulvermischung, begünstigt durch die vorhandene Restfeuchte,
mit dem Bleichmittel wie z.B. Natriumperborat reagieren, wenn beide Komponenten ungeschützt
vorliegen.
[0007] Repräsentative Beispiele für Bleichaktivatoren sind etwa N,N,N',N'-Tetraacetylethylendiamin
(TAED), acylierte Triazinderivate, insbesondere 1,5-Diacetyl-2,4-dioxohexahydro-1,3,5-triazin
(DADHT), acylierte Glykolurile, insbesondere Tetraacetylglycoluril (TAGU), N-Acylimide,
insbesondere N-Nonanoylsuccinimid (NOSI), acylierte Phenolsulfonate, insbesondere
n-Nonanoyloder Isononanoyloxybenzolsulfonat (n- bzw. iso-NOBS), Natrium-4-benzoyloxybenzolsulfonat
(SBOBS), Natriumtrimethylhexanoyloxybenzolsulfonat (STHOBS), Carbonsäureanhydride,
insbesondere Phthalsäureanhydrid, acylierte mehrwertige Alkohole, insbesondere Triacetin,
Ethylenglykoldiacetat, 2,5-Diacetoxy-2,5-dihydrofuran und die aus den Schriften DE
196 16 693, DE 196 16 767 bekannten Enolester sowie acyliertes Sorbitol und Mannitol
bzw deren in EP 525 239 beschriebene Mischungen, acylierte Zuckerderivate, insbesondere
Pentaacetylglukose (PAG), Pentaacetylfruktose, Tetraacetylxylose und Octaacetyllactose,
sowie acetyliertes, gegebenenfalls N-alkyliertes Glucamin und Gluconolacton, und/
oder Lactame, beispielsweise N-Benzoylcaprolactam. Auch Tetraacetylcyansäure (TACA),
Di-N-acetyldimethylglyoxin (ADMG), 1-Phenyl-3-acetylhydantoin (PAH), Nonanoylcaprolactamphenylsulfonatester
(APES), Nitrilotriacetat (NTA) werden als Bleichaktivatoren eingesetzt.
[0008] Diesen oben genannten Bleichaktivatoren haben im Temperaturbereich von 40°C bis 60°C
den größten Wirkungsgrad.
[0009] Ammoniumnitrile der Formel 1 bilden eine besondere Klasse kationischer Bleichaktivatoren,
die ihre Wirkung bereits bei Temperaturen unterhalb von 40°C entfalten. Verbindungen
dieser Art und deren Verwendung als Bleichaktivator in Bleichmitteln sind in EP-A-0
303 520, EP-A-0 464 880, EP-A-0 458 396, EP-A-0 897 974 und EP-A-0 790 244 beschrieben.

worin R
1, R
2, R
3 gleich oder verschieden sind, und für lineare oder verzweigte C
1-C
24-Alkylgruppen, C
2-C
24-Alkenylgruppen oder für C
1-C
4-Alkoxy-C
1-C
4-Alkylgruppen, substituiert oder unsubstituiertes Benzyl stehen, oder worin R
1 und R
2 zusammen mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, einen Ring mit 4 bis 6
C-Atomen bilden, der mit C
1-C
5-Alkyl, C
1-C
5-Alkoxy, C
1- bis C
5-Alkanoyl, Phenyl, Amino, Ammonium, Cyano, Cyanamino, Chlor oder Brom substituiert
sein kann und zusätzlich zum Stickstoffatom anstelle von Kohlenstoffatomen ein oder
zwei Sauerstoff- oder Stickstoffatome, eine Gruppe N-R
6 oder eine Gruppe R
3-N-R
6 enthalten kann, worin R
6 Wasserstoff, C
1- bis C
5-Alkyl, C
2- bis C
5-Alkenyl, C
2- bis C
5-Alkinyl, Phenyl, C
7- bis C
9-Aralkyl, C
5- bis C
7-Cycloalkyl, C
1- bis C
6-Alkanoyl, Cyanomethyl oder Cyan ist, R
4 und R
5 Wasserstoff, C
1-C
4-Alkyl, C
1-C
4-Alkenyl, C
1-C
4-Alkoxy-C
1-C
4-alkyl, Phenyl oder C
1-C
3-Alkylphenyl, vorzugsweise Wasserstoff, Methyl oder Phenyl sind, wobei insbesondere
R
4 Wasserstoff bedeutet, wenn R
5 keinen Wasserstoff bedeutet, und A für ein Anion, beispielsweise Chlorid, Bromid,
Iodid, Fluorid, Sulfat, Hydrogensulfat, Carbonat, Hydrogencarbonat, Phosphat, Mono-
und Di-Hydrogenphosphat, Pyrophosphat, Metaphosphat, Nitrat, Methylsulfat, Phosphonat,
Methylphosphonat, Methandisulfonat, Methylsulfonat, Ethansulfonat steht.
[0010] Als Vergrauungsinhibitoren kommen in Betracht Carboxymethylcellulose, Methylcellulose,
Hydroxyalkylcellulose, Methylhydroxyethylcellulose, Methylhydroxypropylcellulose,
Methylcarboxymethylcellulose und Polyvinylpyrrolidon
[0011] Soil Release Polymere als Wirksubstanzen im Rahmen der vorliegenden Erfindung sind
vorzugsweise Oligoester, enthaltend Dicarbonsäureeinheien und Dioleinheiten (Glykol-,
Alkylglykol- und/oder Polyoleinheiten, insbesondere Polyalkylenpolyglykoleinheiten.
Diese Oligoester werden vorzugsweise erhalten durch Polykondensation von einer oder
mehreren aromatischen Dicarbonsäuren oder deren Ester mit Diolen, beispielsweise Ethylenglykol
und/oder Polyolen. Gegebenenfalls können diese Ester auch Polyethylenglykol, Polypropylenglykol,
Sulfoisophthalsäure, Sulfobenzoesäure, Isethionsäure, C
1-C
4-Alkohole, oxalkylierte C
1-C
24-Alkohole, oxalkylierte C
6-C
18-Alkylphenole und/oder oxalkylierte C
8-C
24-Alkylamine als Monomere enthalten. Zur Herstellung der Oligoester eignen sich beispielsweise
als Dicarbonsäureeinheit Terephthalsäure, Phthalsäure, Isophthalsäure sowie die Mono-
und Dialkylester mit C
1-C
6-Alkoholen, wie Dimethylterephthalat, Diethylterephthalat und Di-n-propylterephthalat,
aber auch Oxalsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure, Adipinsäure, Fumarsäure, Maleinsäure,
Itakonsäure, sowie die Mono- und Dialkylester der Carbonsäuren mit C
1-C
6-Alkoholen, z.B. Oxalsäurediethylester, Bernsteinsäurediethylester, Glutarsäurediethylester,
Adipinsäuremethylester, Adipinsäurediethylester, Adipinsäure-di-n-butylester, Fumarsäureethylester
und Maleinsäuredimethylester, sowie Dicarbonsäureanhydride, wie Maleinsäureanhydrid,
Phthalsäureanhydrid oder Bernsteinsäureanhydrid. Als Polyoleinheit bevorzugt sind
Polyethylenglykole mit Molmassen von 500 bis 5000, vorzugsweise von 1000 bis 3000.
Desweiteren enthalten SRPs als weitere Komponente wasserlösliche Anlagerungsprodukte
von 5 bis 80 mol mindestens eines Alkylenoxids an 1 mol C
1-C
24-Alkohole, C
6-C
18-Alkylphenole oder C
8-C
24-Alkylamine. Bevorzugt sind Mono-methylether von Polyethylenglykolen.
Geeignete Alkohole, die alkoxyliert werden, sind beispielsweise Octylalkohol, Decylalkohol,
Laurylalkohol, Myristylalkohol oder Stearylalkohol, insbesondere aber Methanol, sowie
die nach dem Ziegler-Verfahren erhältlichen Alkohole mit 8 bis 24 C-Atomen oder die
entsprechenden Oxoalkohole. Von den Alkylphenolen haben insbesondere Octylphenol,
Nonylphenol und Dodecylphenol Bedeutung. Von den in Betracht kommenden Alkylaminen
verwendet man insbesondere die C
12-C
18-Monoalkylamine.
[0012] Als Polyole kommen beispielsweise in Frage Pentaerythrit, Trimethylolethan, Trimethylolpropan,
1,2,3-Hexantriol, Sorbit, Mannit und Glycerin.
[0013] Besonders geeignet sind auch die aus EP 241 985 bekannten Polyester, die neben Oxyethylen-Gruppen
und Terephthalsäureeinheiten 1,2-Propylen-, 1,2-Butylenund/oder 3-Methoxy-1,2-propylengruppen
sowie Glycerineinheiten enthalten und mit C
1-C
4-Alkylgruppen endgruppenverschlossen sind, die in EP 253 567 beschriebenen schmutzablösevermögenden
Polymere mit einer Molmasse von 900 bis 9000 g/mol aus Ethylenterephthalat und Polyethylenoxidterephthalat,
wobei die Polyethylenglykol-Einheiten Molgewichte von 300 bis 3000 g/mol aufweisen
und das Molverhältnis von Ethylenterephthalat zu Polyethylenoxidterephthalat 0,6 bis
0,95 beträgt, und die aus EP 272 033 bekannten, zumindest anteilig durch C
1-C
4-Alkyloder Acylreste endgruppenverschlossenen Polyester mit Polypropylenterephthalatund
Polyoxyethylenterephthalat-Einheiten.
[0014] Gleichfalls bevorzugt sind Oligoester aus Ethylenterephthalat und Polyethylenoxidterephthalat,
in denen die Polyethylenglykol-Einheiten Molgewichte von 750 bis 5000 g/mol aufweisen
und das Molverhältnis von Ethylenterephthalat zu Polyethylenoxidterephthalat 50:50
bis 90:10 beträgt und deren Einsatz in Waschmitteln in der deutschen Patentschrift
DE 28 57 292 beschrieben ist, sowie Oligoester mit Molgewichten von 15 000 bis 50
000 g/mol aus Ethylenterephthalat und Polyethylenoxidterephthalat, wobei die Polyethylenglykol-Einheiten
Molgewichte von 1000 bis 10 000 g/mol aufweisen und das Molverhältnis von Ethylenterephthalat
zu Polyethylenoxidterephthalat 2:1 bis 6:1 beträgt, die gemäß DE 33 24 258 in Waschmitteln
eingesetzt werden können.
[0015] Ebenfalls bevorzugt sind die in DE 19 644 034 beschriebenen Oligoester der Formel

worin
- R1 und R7
- lineares oder verzweigtes C1-C18-Alkyl,
- R2 und R6
- Ethylen,
- R3
- 1,4-Phenylen,
- R4
- Ethylen,
- R5
- Ethylen, 1,2-Propylen oder statistische Gemische von beliebiger Zusammensetzung von
beiden,
- x und y
- unabhängig voneinander eine Zahl zwischen 1 und 500,
- z
- eine Zahl zwischen 10 und 140,
- a
- eine Zahl zwischen 1 und 12,
- b
- eine Zahl zwischen 7 und 40,
bedeuten, wobei a+b mindestens gleich 11 ist.
[0016] Bevorzugt bedeuten unabhängig voneinander
- R1 und R7
- lineares oder verzweigtes C1-C4-Alkyl,
- x und y
- eine Zahl zwischen 3 und 45,
- z
- eine Zahl zwischen 18 und 70,
- a
- eine Zahl zwischen 2 und 5,
- b
- eine Zahl zwischen 8 und 12,
[0017] a+b eine Zahl zwischen 12 und 18 oder zwischen 25 und 35. Die in DE 19 644 034 beschriebenen
Oligoester werden aus Dimethylterephthalat, Ethylen- und/oder Propylenglykol, Polyethylenglykol
und C
1- bis C
18-Alkylpolyethylenglykol unter Zusatz eines Katalysators zunächst durch Umesterung
bei Temperaturen von 160 bis ca. 220°C und destillativer Abtrennung des Methanols
bei Normaldruck und anschließender destillativer Abtrennung der überschüssigen Glykole
bei Temperaturen von 160 bis ca. 240°C erhalten.
[0018] Die Erfindung schließt Farbfixiermittel als Wirksubstanzen ein, beispielsweise Farbfixiermittel,
die erhalten werden durch Umsetzung von Diethylentriamin, Dicyandiamid und Amidoschwefelsäure,
Aminen mit Epichlorhydrin, beispielsweise Dimethylaminopropylamin und Epichlorhydrin
oder Dimethylamin und Epichlorhydrin oder Dicyandiamid, Formaldehyd und Ammoniumchlorid,
oder Dicyandiamid, Ethylendiamin und Formaldehyd oder Cyanamid mit Aminen und Formaldehyd
oder Polyaminen mit Cyanamiden und Amidoschwefelsäure oder Cyanamiden mit Aldehyden
und Ammoniumsalzen, aber auch Polyamin-N-oxide wie etwa Poly-(4-vinylpyridin-N-oxid),
z.B. Chromabond S-400, Fa. ISP; Polyvinylpyrrolidon, z.B. Sokalan HP 50/ Fa. BASF
und Copolymere von N-Vinylpyrrolidon mit N-Vinylimidazol und gegebenenfalls anderen
Monomeren.
[0019] Auch Farbübertragungsinhibitoren kommen in Betracht, beispielsweise Polyamin-N-oxide
wie etwa Poly-(4-vinylpyridin-N-oxid), z.B. Chromabond S-400, Fa. ISP; Polyvinylpyrrolidon,
z.B. Sokalan HP 50/ Fa. BASF und Copolymere von N-Vinylpyrrolidon mit N-Vinylimidazol
und gegebenenfalls anderen Monomeren.
[0020] Erfindungsgemäß können ebenso pulverförmige oder granulatförmige Komplexbildner mit
hellem Aussehen hergestellt werden, beispielsweise Aminocarboxylate, wie Ethylendiamintetraacetat,
N-Hydroxyethylethylendiamintriacetat, Nitrilotriacetat, Ethylendiamintetrapropionat,
Triethylentetraaminhexaacetat, Diethylentriaminpentaacetat, Cyclohexandiamintetraacetat,
Phosphonate, beispielsweise Azacycloheptandiphosphonat, Na-Salz, Pyrophosphate, Etidronsäure
(1-Hydroxyethyliden-1,1-diphosphonsäure, 1-Hydroxyethyan-1,1-diphosphonsäure, Acetophosphonsäure)
und ihre Salze, Aminophosphonate, wie Ethylendiamintetrakis (methylenphosphonat),
Diethylentriaminpentakis(methylenphosphonat), Amintrimethylenphosphonsäure, Cyclodextrine,
sowie polyfunktionel substituierte aromatische Komplexbildner, wie Dihydroxydisulfobenzol
und auch Ethylendiamindisuccinate.
[0021] Erfindungsgemäß können auch Enzym-Granulate aufgehellt werden. Als Enzyme kommen
solche aus der Klasse der Proteasen, Lipasen, Amylasen, Pullinasen, Cutinasen, und
Cellulasen, Peroxidasen bzw. deren Gemische in Frage. An Proteasen stehen zur Verfügung
BLAP®, Opticlean®, Maxacal®, Maxapem®, Esperase®, Savinase®, Purafect®, OxP und/oder
Duraxym®, an Amylasen Termamyl®, Amylase-LT®, Maxamyl®, Duramyl® und/oder Pruafect®
OxAm, an Lipasen, Lipolase®, Lipomax®, Lumafast® und/oder Lipozym®.
Die Enzyme können an Trägersubstanzen adsorbiert werden und/oder in Hüllsubstanzen
eingebettet sein.
[0022] Als optische Aufheller eignen sich alle bekannten optischen Aufheller, wie in "The
Production and Application of Fluorescent Brightening Agents", M. Zahradnik, Verlag
John Wiley&Sons, New York (1982) und in Ullmann's Encyclopedia of Industrial Chemistry,
"Optical Brighteners", A.E. Siegrist, Eckhardt, J. Kaschig, E. Schmidt, Vol. A18,
Verlag VCH Publishers, New. York (1991), pp. 153-176 CC beschrieben.
[0023] Als optische Aufheller können eingesetzt werden cyclische Kohlenwasserstoffe wie
Distyrylbenzole, Distyrylbiphenyle, Diphenylstilbene, Triazinylaminostilbene, Stilbenyl-2H-triazole,
beispielsweise Stilbenyl-2H-naphtho[1,2-d]triazole und Bis(1,2,3-triazol-2-yl)stilbene,
Benzoxazole, beispielsweise Stilbenylbenzoxazol und Bis(benzoxazol), Furane, Benzofurane
und Benzimidazole, beispielsweise Bis(benzo[b]furan-2-yl)biphenly und cationische
Benzimidazole, 1,3-Diphenyl-2-pyrazolin, Cumarin, Naphthalimide, 1,3,5-2-yl-Derivate,
Methincyanin und Dibenzothiophen-5,5-oxid.
Bevorzugt sind anionische optische Aufheller, insbesondere sulfonierte Verbindungen.
[0024] Des weiteren kommen in Betracht Triazinylaminostilbene, Distyrylbiphenyle und Mischungen
daraus, 2-(4-Styrylphenyl)-2H-naphtho[1,2-d]triazol, 4,4'-Bis-(1,2,3-triazol-2-yl)stilben,
Aminocumarin, 4-Methyl-7-Ethylaminocumarin, 1,2-bis(benzimidazol-2-yl)ethylen, 1,3-Diphenylpyrazolin,
2,5-Bis(benzooxazol-2-yl)thiophene, 2-Styryl-naphtho[1 ,2-d]oxazol, 2-(4-styryl-3-sulfophenyl)-2Hnaphtho[1,2-d]triazol
und 2-(Stilben-4-yl)-2H-naphtho[1,2-d]triazol.
[0025] Die erfindungsgemäßen Bleichaktivator-Granulate enthalten optische Aufheller in Mengen
von 0,001 Gew.-% bis 2 Gew.-%, bevorzugt 0,002 Gew.-% bis 0,8 Gew.%, besondes bevorzugt
0,003 Gew.-% bis 0,4 Gew.-%.
[0026] Die erfindungsgemäßen Additive werden hergestellt, indem man eine oder auch mehrere
Wirksubstanzen mit einem oder mehreren optischen Aufhellern mischt, wobei gegebenenfalls
auch übliche Granulierhilfsmittel zugegeben werden können, und diese Mischung anschließend
nach an sich bekannten Verfahren granuliert. Die Wirksubstanzen können dabei in fester
Form, in Form einer Schmelze, in Suspension oder in gelöster Form eingesetzt werden.
Gleiches gilt für die Granulierhilfsmittel. Die optischen Aufheller können als Pulver,
als Suspension, vorzugsweise jedoch in gelöster Form zugegeben werden.
[0027] Bei der Herstellung einer Flüssigkeitsmischung, die den optischen Aufheller enthält,
kann sich ein Abfiltrieren ungelöster Aufheller-Anteile vor der weiteren Verarbeitung
als vorteilhaft erweisen. Im Falle der Zugabe des optischen Aufhellers in Pulverform
kann eine gezielte Vorbehandlung des Aufhellers, z.B. durch Mahlung, eine Verbesserung
bei der Verarbeitung und/oder der erzielbaren Produktqualität bewirken.
[0028] Die Mischung der einzelnen Komponenten kann in üblichen, chargenweise oder kontinuierlich
arbeitenden Mischvorrichtungen, die in der Regel mit rotierenden Mischorganen ausgerüstet
sind, erfolgen, beispielsweise in einem Pflugscharmischer für Feststoffmischungen
oder einem Rührkessel für Flüssigmischungen. Je nach Wirksamkeit der Mischvorrichtung
liegen die Mischzeiten für ein homogenes Gemisch im allgemeinen zwischen 30 Sekunden
und 5 Minuten.
[0029] In Abhängigkeit vom Aggregatzustand der Mischung aus Wirksubstanz, dem optischen
Aufheller und gegebenenfalls Granulierhilfsmittel ergeben sich verschiedene Möglichkeiten
zur Weiterverarbeitung.
[0030] Im Falle einer pulverförmigen Wirksubstanz kann dieser Stoff mit einer wäßrigen Lösung
eines Granulierhilfsmittels oder einer Lösung eines optischen Aufhellers bei Raumtemperatur
oder bei erhöhten Temperaturen befeuchtet und anschließend granuliert und getrocknet
werden. Als gängiger Prozeß ist hierbei die Mischeragglomeration denkbar, wobei z.B.
Pflugschar-, Ringschicht- oder Schugi-Mischer zum Einsatz kommen können. Überwiegend
werden die Mischer kontinuierlich betrieben, es ist aber für einige Mischertypen auch
ein Batch-Betrieb denkbar.
Gemäß einer zweiten Variante kann man auch so vorgehen, dass man Granulierhilfsmittel
und/oder optischen Aufheller und/oder Wasch- und Reinigungsmittel-Wirksubstanz auf
eine Festsubstanz, beispielsweise auf einen festen Bleichaktivator oder geeigneten
festen Träger (Kieselsäure) aufsprüht. Je nach aufgetragener Flüssigkeitsmenge kann
eine anschließende Nachtrocknung, z.B. in einem Fließbett-Trockner, notwendig sein.
Das Aufsprühen kann in einem geeigneten Mischer mit anschließender Trocknung oder
aber auch direkt in einem Trockner erfolgen.
[0031] Die Herstellung kann auch in der Weise erfolgen, dass alle Komponenten (Wirksubstanz,
optischer Aufheller und ggf. Granulierhilfsmittel) trocken vermischt und granuliert
werden. Als gängiger Prozeß ist hierbei die Trockenkompaktierung auf Walzenkompaktoren
mit anschließender Zerkleinerung denkbar. In einer Betriebsart besteht die Möglichkeit,
zur Verbesserung der Kompaktiereigenschaften, vor dem Verpressen eine gewisse Flüssigkeitsmenge
auf die trockene Pulvermischung zu sprühen. Hierbei kann es sich als vorteilhaft erweisen,
wenn der optische Aufheller in der Hilfsflüssigkeit gelöst wird.
[0032] Bei einem weiteren Herstellverfahren werden alle Komponenten miteinander vermischt
und durch Zusatz eines Plastifiziermittels, wie z.B. Polyethylenglykol eine plastisch
verformbare Masse erzeugt, die anschließend durch Matrizenbohrungen gepreßt wird.
Die so erzeugten Preßstränge können durch Einsatz von Abstreifern, Schneidmessern
oder in Rondiergeräten auf die gewünschte Granulatlängen gekürzt werden. Gängige Apparate
für diesen Prozeß sind z.B. Ringkollerpressen, Flachmatrizenpressen und Extruder.
Als Plastifiziermittel wird sehr häufig Wasser oder aber auch eine schmelzbare Substanz
eingesetzt. In Abhängigkeit des gewählten Plastifiziermittels kann nach der Granulierung
eine Trocknung bzw. Kühlung der Granulate erforderlich werden.
[0033] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform liegt die Mischung aller Komponenten
in Form einer Lösung oder Suspension vor, die mittels eines Sprühprozesses in eine
trockene Form überführt wird. Wird die Sprühflüssigkeit in einer Sprühtrocknung, z.B.
in einem Düsen- oder Scheibenturm in Gleichstrom- oder Gegenstromfahrweise, verarbeitet,
läßt sich ein feinkörniges Pulver erzeugen. Bei der Wirbelschichtgranulierung wird
die Sprühflüssigkeit in einem Wirbelbett, bestehend aus einem Trägermaterial und/oder
der Produktmischung, zu einem Granulat verarbeitet. Gängige Wirbelschichtapparate
sind in runder oder rechteckiger Form ausgeführt und können absatzweise oder kontinuierlich
betrieben werden.
[0034] Liegt die Mischung der Komponenten als Schmelze vor, ist neben den oben genannten
Sprühprozessen mit Einsatz eines Kühlgases auch eine Erstarrung auf Kühlbändern oder
-tellern denkbar. Die Auftragung der Schmelze kann in Form einer Schicht, von Streifen
oder mittels Pastilliertechnik erfolgen. Nach Erstarren der Schmelze kann eine weitere
Zerkleinerung auf die gewünschte Partikelgröße erforderlich werden. Die Produktschmelzen
können auch in Mischern verarbeitet werden, wobei die Schmelze auf einen geeigneten
Träger bzw. eine Mischung aus verschiedenen Feststoffen aufgetragen oder ausgesprüht
wird und in analoger Weise zur Naßgranulierung granuliert wird. Anstelle der nachgeschalteten
Trocknung ist hierbei eine Kühlung erforderlich.
[0035] Die erfindungsgemäß erhaltenen Granulate sind direkt zum Einsatz in Wasch- und Reinigungsmitteln
geeignet. In einer weiteren bevorzugten Verwendungsform können sie jedoch nach an
sich bekannten Verfahren mit einer Coatinghülle versehen werden. Hierzu wird das Co-Granulat
aus Wirksubstanzen und optischem Aufheller in einem zusätzlichen Schritt mit einer
filmbildenden Substanz umhüllt, wodurch die Produkteigenschaften erheblich beeinflusst
werden können. Es kann sich als vorteilhaft erweisen, wenn der optische Aufheller
auch in der Coatinghülle enthalten ist .Dabei kann sich der Gesamanteil des im Endgranulat
enthaltenen optischen Aufhellers in beliebiger Weise auf Kern und Coatinghülle verteilen.
[0036] Als Coatingmittel geeignet sind alle filmbildenden Substanzen, wie Wachse, Silikone,
Fettsäuren, Fettalkohole, Seifen, anionische Tenside, nichtionische Tenside, kationische
Tenside, anionische und kationische Polymere, Polyethylenglykole sowie Polyalkylenglykole.
[0037] Bevorzugt werden Coatingsubstanzen mit einem Schmelzpunkt von 30 - 100°C verwendet.
Beispiele hierfür sowie ein Verfahren zur Aufbringung werden in EP-A-0 835 926 beschrieben.
Das Aufbringen der Coatingmaterialien erfolgt in der Regel durch Aufsprühen der geschmolzenen
oder in einem Lösemittel gelösten Coatingmaterialien. Das Coatingmaterial kann in
Mengen von 0 bis 30 Gew.-%, vorzugsweise von 5 bis 15 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht,
auf den erfindungsgemäßen Granulatkern aufgebracht werden.
[0038] In einer bevorzugten Ausführungsform können anionische oder nichtionische Tenside
oder Polyalkylenglykole als Granulierhilfsmittel eingesetzt werden. Bevorzugte anionische
Tenside sind Alkalisalze, Ammoniumsalze, Aminsalze und Salze von Aminoalkoholen von
folgenden Verbindungen: Alkylsulfate, Alkylethersulfate, Alkylamid-sulfate und -ethersulfate,
Alkylarylpolyethersulfate, Monoglyceridsulfate, Alkylsulfonate, Alkylamidsulfonate,
Alkylarylsulfonate, α-Olefinsulfonate, Alkylsulfosuccinate, Alkyläthersulfosuccinate,
Alkylamidsulfosuccinate, Alkylsulfoacetate, Alkylpolyglycerin-carboxylate, Alkylphosphate,
Alkyletherphosphaten, Alkylsarcosinate, Alkylpolypeptidate, Alkylamidopolypeptidate,
Alkylisethionate, Alkyltaurate, Alkylpolyglykolethercarbonsäuren oder Fettsäuren,
wie Oleinsäure, Ricinoleinsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure, Kopraölsäuresalz oder
hydrierte Kopraölsäuresalze. Der Alkylrest all dieser Verbindungen enthält normalerweise
8 - 32, vorzugsweise 8 - 22 C-Atome. Besonders bevorzugt sind lineare geradkettige
Alkylbenzolsulfonate, insbesondere mit einer C
8-C
20-, besonders bevorzugt mit einer C
11-C
13-Alkylgruppe.
[0039] Als nichtionische Tenside werden polyethoxylierte, polypropoxylierte oder polyglycerinierte
Ether von Fettalkoholen, polyethoxilierte, polypropoxylierte und polyglycerinierte
Fettsäureester, polyethyloxylierte Ester von Fettsäuren und von Sorbit, polyethoxilierte
oder polyglycerinierte Fettamide bevorzugt.
[0040] Als Polyalkylenglykole kommen Polyethylenglykole, 1,2-Polypropylenglykole sowie modifizierte
Polyethylenglykole und Polypropylenglykole in Betracht. Zu den modifizierten Polyalkylenglykolen
zählen insbesondere Sulfate und/oder Disulfate von Polyethylenglykolen oder Polypropylenglykolen
mit einer relativen Molekülmasse zwischen 600 und 12000 und insbesondere zwischen
1000 und 4000. Eine weitere Gruppe besteht aus Mono- und/oder Disuccinaten der Polyalkylenglykole,
welche wiederum relative Molekülmassen zwischen 600 und 6000, vorzugsweise zwischen
1000 und 4000 aufweisen. Ferner werden auch ethoxylierte Derivate wie Trimethylolpropan
mit 5 bis 30 EO umfaßt.
Die vorzugsweise eingesetzten Polyethylenglykole können eine lineare oder verzweigte
Struktur aufweisen, wobei insbesondere lineare Polyethylenglykole bevorzugt sind.
Zu den insbesondere bevorzugten Polyethylenglykolen gehören solche mit relativen Molekülmassen
zwischen 2000 und 12000, vorteilhafterweise um 4000, wobei Polyethylenglykole mit
relativen Molekülmassen unterhalb 3500 und oberhalb 5000 insbesondere in Kombination
mit Polyethylenglykolen mit einer relativen Molekülmasse um 4000 eingesetzt werden
können und derartige Kombinationen vorteilhafterweise zu mehr als 50 Gew.-%, bezogen
auf die gesamte Menge der Polyethylenglykole, Polyethylenglykole mit einer relativen
Molekülmasse zwischen 3500 und 5000 aufweisen.
[0041] Zu den modifizierten Polyethylenglykolen gehören auch ein- oder mehrseitig endgruppenverschlossene
Polyethylenglykole, wobei die Endgruppen vorzugsweise C
1-C
12-Alkylketten, bevorzugt C
1-C
6, die linear oder verzweigt sein können, darstellen. Einseitig endgruppenverschlossene
Polyethylenglykolderivate können auch der Formel Cx(EO)
y(PO)
z entsprechen, wobei Cx eine Alkylkette mit einer C-Kettenlänge von 1 bis 20, y 50
bis 500 und z 0 bis 20 sein können.
Ebenso geeignet sind niedermolekulare Polyvinylpyrrolidone und Derivate von diesen
mit relativen Molekülmassen bis maximal 30 000. Bevorzugt sind hierbei relative Molekülmassenbereiche
zwischen 3000 und 30 000. Polyvinylalkohole werden vorzugsweise in Kombination mit
Polyethylenglykolen eingesetzt.
Im erfindungsgemäßen Verfahren besonders bevorzugt eingesetzt wird PEG 4000.
[0042] Zur Verbesserung der Plastifizier- und Gleiteigenschaften, aber auch der Abriebfestigkeit
der Additiv-Granulate können zusätzlich eine oder auch mehrere Komponenten zugesetzt,
die bei Raumtemperatur flüssig sind oder unter den Verarbeitungsbedingungen als Schmelze
vorliegen, beispielsweise lineare oder verzweigte Fettsäuren oder ethoxylierte Fettsäuren
mit 2 bis 100 EO.
[0043] Die oben beschriebene Mischung aller Komponenten kann zusätzlich geringe Mengen eines
Lösungsmittels enthalten, bevorzugt weniger als 15 Gew.-%, bevorzugt weniger als 10
Gew.-%, besonders bevorzugt weniger als 7 Gew.-%.
[0044] Weitere geeignete Zusätze sind Stoffe, die den pH-Wert während Lagerung und Anwendung
beeinflussen. Dazu zählen organische Carbonsäuren oder deren Salze, wie Zitronensäure
in wasserfreier oder hydratisierter Form, Glykolsäure, Bernsteinsäure, Maleinsäure
oder Milchsäure. Daneben sind Zusätze möglich, die das Bleichvermögen beeinflussen,
wie Komplexbildner und Übergangsmetallkomplexe, z.B. Eisen-, Cobalt- bzw. Mangan-haltige
Metallkomplexe wie in EP-A-0 458 397und EP-A-0 458 398 beschrieben.
[0045] Nachfolgende Beispiele sollen die Erfindung näher erläutern ohne sie darauf einzuschränken.
Beispiel 1: Herstellung eines Co-Granulates aus den Bleichaktivatoren Ammoniumnitril
und TAED
1.) Herstellung einer Sprühslurry:
[0046] Im ersten Schritt wurden 347,2 g einer 40 %-igen, wäßrigen Na-cumolsulfonat-Lösung
(NCS) mit 185,2 g einer 45 %-igen, wäßrigen Sokalan CP45-Lösung bei Raumtemperatur
gemischt. Anschließend wurden schrittweise 284,6 g einer 59 %-igen, wäßrigen Trimethylammoniumnitrilmethosulfat
(Peractive NQL) -Lösung zugegeben, wobei der Aktivgehalt der Lösung ca. 49 % betrug.
Um bei der Zugabe der Ammoniumnitril-Lösung partielle, temporäre Ausfällungen eines
Peractive NQL-NCS-Mischsalzes zu vermeiden, wurde die Mischlösung während der Zugabe
intensiv mit einem Ultra-Turrax homogenisiert. In die wäßrige Sprühlösung wurden 0,265
g des optischen Aufhellers Tinopal CBS-X eingetragen und gelöst.
2.) Wirbelschicht-Granulierung:
[0047] Für Labor-Versuche kam eine batchweise arbeitende Labor-Wirbelschicht des Typs GPCG
1.1, der Fa. Glatt mit einem Anströmdurchmesser von D = 150 mm zum Einsatz, wobei
die Sprühdüse von oben auf das Wirbelbett sprühte.
[0048] Die zur Vervollständigung der gewünschten Rezeptur notwendige TAED-Menge von 139
g wurde zusammen mit 495,7 g Wirbelbettmaterial aus Vorversuchen (Granulat und zerkleinertes
Grobgut) in der Labor-Wirbelschicht vorgelegt. Das Material wurde mit einem Gasvolumenstrom
von ca. 22 - 31 m
3/h verwirbelt, wobei die Gaseintrittstemperatur ca. 90 - 95°C betrug. Über einen Zeitraum
von 42 min wurden 820 g der Sprühslurry mit einer Dosierleistung von 19 - 20 g/min
in die Wirbelschicht eingesprüht. Dabei stellte sich eine Temperatur im Wirbelbett
von ca. 65 - 72°C ein.
[0049] Das so hergestellte Granulat wurde auf die Zielkorngröße 630 - 1180 µm abgesiebt
und anschließend hinsichtlich der Farbe vermessen. Als Vergleichsprodukt stand ein
Wirbelschicht-Granulat mit gleicher Zusammensetzung jedoch ohne Zusatz von optischen
Aufhellern zur Verfügung.
[0050] Die Helligkeit L, sowie die Farbverschiebungswerte a und b wurden mit einem LabScan
XE LSXE und einemCalorimeter w/HunterLab DP-9000 Processor, UV Control (HunterLab)
ermittelt. Der Kennwert L ist ein Maß für Weißgrad des Musters, wobei das Muster umso
heller bzw. weißer wirkt je höher der L-Wert ist. Der a-Wert beschreibt Verschiebungen
auf der Rot(+a)-Grün(-a)-Skala, der b-Wert beschreibt Verschiebungen auf der Gelb(+b)-Blau(-b)-Skala.
| Optischer Aufheller |
Tinopal CBS-X |
| Zusatz optischer Aufheller (g) |
0 |
0,265 |
| L |
84,36 |
85,05 |
| a |
-0,78 |
-0,05 |
| b |
8,78 |
2,74 |
[0051] Wie die Farbwerte des unbehandelten Musters zeigen, weist das Granulat einen erkennbaren
Gelbstich (+b-Wert) auf, was in einer hellen bzw. weißen Umgebung deutlich sichtbar
ist und störend wirkt. Mit Zusatz des Aufhellers kann dagegen der Gelbstich signifikant
reduziert und gleichzeitig eine leichte Verbesserung des Weissgrades (L-Wert) erreicht
werden.
Beispiel 2: Wäschepflege-Additiv
1.) Herstellung der Granulierflüssigkeit
[0052] Im ersten Schritt wurden 60 g PEG 6000 und 20 g Genapol UD 050 eingewogen und mit
370 g E-Wasser versetzt. Die Mischung wurde solange gemischt bis eine homogene Flüssigkeit
entstanden war. In der Granulierflüssigkeit wurden 0,2 g des optischen Aufhellers
Tinopal CBS-X gelöst.
2.) Granulierung im Mischer
[0053] Im Mischebehälter wurden 320 g des pulverförmigen Pflegeadditivs Texcare CFR 100
(Methylhydroxyethylcellulose) vorgelegt und bei maximaler Drehzahl intensiv durchmischt.
In das bewegte Pulverbett wurde in einem Zeitraum von 45 sec die Granulierflüssigkeit
eingetragen und mit dem Pulver gemischt. Der Mischvorgang wurde für weitere 105 sec
fortgesetzt), wobei die Granulatbildung einsetzte. Am Ende der Gesamtbatchzeit von
150 sec wurde die feuchte Produktmischung entnommen und direkt in einen Fließbett-Trockner
überführt. Das Granulat wurde über einen Zeitraum von 15 min getrocknet und anschließend
die Zielfraktion 800 - 1600 µm ausgesiebt.
[0054] Zum Vergleich wurde ein Granulat in analoger Weise ohne den Zusatz eines optischen
Aufhellers hergestellt und parallel mit dem ersten Muster hinsichtlich der Farbe vermessen.
[0055] Die Helligkeit L, sowie die Farbverschiebungswerte a und b wurden mit einem LabScan
XE LSXE und einemCalorimeter w/HunterLab DP-9000 Processor, UV Control (HunterLab)
ermittelt. Der Kennwert L ist ein Maß für Weißgrad des Musters, wobei das Muster umso
heller bzw. weißer wirkt je höher der L-Wert ist. Der a-Wert beschreibt Verschiebungen
auf der Rot(+a)-Grün(-a)-Skala, der b-Wert beschreibt Verschiebungen auf der Gelb(+b)-Blau(-b)-Skala.
| Optischer Aufheller |
Tinopal CBS-X |
| Zusatz optischer Aufheller (g) |
0 |
0,2 |
| L |
82,18 |
84,56 |
| a |
-2,05 |
1,68 |
| b |
7,35 |
-2,24 |
[0056] Ein Vergleich der Farbwerte für die beiden Granulatmuster zeigt, dass mit Zusatz
des optischen Aufhellers einerseits eine sichtbare Verbesserung des Weißgrades erreicht
wurde (Zunahme L-Wert um ca. 2,5 Einheiten). Darüber hinaus wird ein störender Gelbstich
des Produktes durch den optischen Aufheller deutlich reduziert (Verschiebung b in
Richtung kleinerer Werte).
Beispiel 3: Herstellung eines Granulates mit dem Bleichaktivator NOBS
[0057] Eine Produktmenge von ca. 5 g Tinopal CBS-X wurde in einer handelsüblichen Labormühle
(Retsch) für 1 min gemahlen, so dass der optische Aufheller als feinkörniges Pulver
mit einer mittleren Partikelgröße von ca. 35 - 40 µm vorlag. 1,98 g (0,28 %) des gemahlenen
Aufhellers wurden mit 594,1 g (85,44 Gew.-%) Nonanoyloxybenzolsulphonat, Na (NOBS)
und 29,6 g (4,26 Gew.-%) lineares C
11-
13-Alkylbenzolsulfonat, Na-Salz in einen Pflugscharmischer der Fa. Lödige homogen vermischt
und auf 63 - 64 °C erwärmt. 50,0 g( 7,19 Gew.-%) Polyethylenglycol 4000 wurden auf
80 °C erhitzt und dabei aufgeschmolzen und danach mit 19,7 g (2,83 Gew.-%) Nonansäure
in einem Rührgefäß gemischt. Anschließend wurde die Flüssigmischung bei einer Temperatur
von 80°C zu dem NOBS/LAS-Gemisch im Pflugscharmischer bei einer Drehzahl von 135 min
-1 in einem Zeitraum von 30 sec zudosiert und weitere 30 sec homogen vermischt.
Das pastöse Gemisch wurde bei einer Temperatur von 65°C bis 71 °C in einen Einwellen-Domextruder-
der Fa. Fuji-Paudal überführt, dessen Matrize einen Bohrungsdurchmesser von 0,7 mm
aufweist und bei einer Drehzahl der Extruderschnecke von 45 pro Minute und einem Durchsatz
von ca. 210 g/min extrudiert. Anschließend wurde das Extrudat bei einer Temperatur
von 65 bis 69°C im Batch-Rondierer der Fa. Hosokawa-Bepex mit einem Durchmesser von
0,3 m bei einer Drehzahl von 994 pro Minute, einer Umfangsgeschwindigkeit von 15,6
m/sec und einer Verweilzeit von 30 Sekunden auf Partikelgrößen von d = 0,7 mm und
I = 1,4 mm. gebracht.
Zum Vergleich wurde ein Granulat in analoger Weise ohne den Zusatz eines optischen
Aufhellers hergestellt und parallel mit dem ersten Muster hinsichtlich der Farbe vermessen.
[0058] Die Helligkeit L, sowie die Farbverschiebungswerte a und b wurden mit einem LabScan
XE LSXE und einemCalorimeter w/HunterLab DP-9000 Processor, UV Control (HunterLab)
ermittelt. Der Kennwert L ist ein Maß für Weißgrad des Musters, wobei das Muster umso
heller bzw. weißer wirkt je höher der L-Wert ist. Der a-Wert beschreibt Verschiebungen
auf der Rot(+a)-Grün(-a)-Skala, der b-Wert beschreibt Verschiebungen auf der Gelb(+b)-Blau(-b)-Skala.
| Optischer Aufheller |
Tinopal CBS-X |
| Zusatz optischer Aufheller (g) |
0 |
1,98 |
| L |
80,3 |
82,10 |
| a |
-0,78 |
1,90 |
| b |
8,78 |
0,4 |
[0059] Ein Vergleich der Farbwerte für die beiden Granulatmuster zeigt, dass mit Zusatz
des optischen Aufhellers einerseits eine sichtbare Verbesserung des Weißgrades erreicht
wurde (Zunahme L-Wert um ca. 2 Einheiten). Darüber hinaus wird ein störender Gelbstich
des Produktes durch den optischen Aufheller deutlich reduziert (Verschiebung b in
Richtung kleinerer Werte).
[0060] Chemische Bezeichnung der eingesetzten Handelsprodukte
- TINOPAL® CBS-X (Ciba Geigy):
- 4,4'-Bis(2-sulfostyryl)biphenyl, Natriumsalz
- Peractive NQL (Clariant GmbH):
- Trimethylammoniumnitrilmethosulfat, wäßrige Lösung
- TAED (Clariant GmbH)
- Tetraacetylethylendiamin
- Genapol® UD 50 (Clariant GmbH)
- C11-Oxo-Alkohol-Polyglycolether
- PEG 4000:
- Polyethylenglycol, MG ?-? g/mol
- PEG 6000:
- Polyethylenglycol, MG 5600-6600 g/mol
- Sokalan® CP 45 (BASF):
- Copolymer auf Basis Maleinsäure, Acrylsäure, Natriumsalz
[0061] Die erfindungsgemäßen erhaltenen Granulate sind direkt zum Einsatz in Wasch- und
Reinigungsmitteln geeignet. Sie können gegebenenfalls mit einer Coatinghülle versehen
werden.
[0062] Weitere mögliche Zusätze sind Stoffe, die in der Waschlauge mit der aus dem Aktivator
freigesetzten Peroxicarbonsäure unter Bildung reaktiver Zwischenstufen, wie Dioxiranen
oder Oxaziridinen, reagieren und auf diese Weise die Reaktivität erhöhen können. Entsprechende
Verbindungen sind Ketone und Sulfonimine entsprechend US-A-3 822 114 und EP-A-0 446
982.
[0063] Die Menge des Zusatzstoffes richtet sich insbesondere nach seiner Art. So werden
acidifizierende Zusätze und organische Katalysatoren zur Leistungssteigerung der Persäure
in Mengen von 0 bis 20 Gew.-%, insbesondere in Mengen von 1 bis 10 Gew.-%, bezogen
auf das Gesamtgewicht, zugesetzt, Metallkomplexe hingegen in Konzentrationen im ppm
Bereich.
Die erhaltenen Granulate zeichnen sich durch eine sehr gute Farbqualität, Abriebfestigkeit
und Lagerstabilität in pulverförmigen Wasch-, Reinigungs- und Desinfektionsmittelformulierungen
aus. Sie sind ideal zum Einsatz in Vollwaschmitteln, Fleckensalzen, Maschinengeschirrspülmitteln,
pulverförmigen Allzweckreinigern und Gebißreinigern.
[0064] In diesen Formulierungen werden die erfindungsgemäßen Granulate meist in Kombination
mit einer Wasserstoffperoxidquelle eingesetzt. Beispiele hierfür sind Perborat-Monohydrat,
Perborat-Tetrahydrat, Percarbonate sowie Wasserstoffperoxid-Addukte an Harnstoff oder
Aminoxiden. Daneben kann die Formulierung dem Stand der Technik entsprechend weitere
Waschmittelbestandteile aufweisen, wie organische und anorganische Builder und Co-Builder,
Tenside, Enzyme, Aufheller und Parfüm.