[0001] Die Erfindung betrifft einen Kraftfahrzeugtürverschluss, mit wenigstens einem Gesperre
aus Drehfalle und Sperrklinke, und mit wenigstens einem Stoßdämpfungsmittel für das
Gesperre, welches zumindest beim Schließen des Gesperres Wirkung entfaltet.
[0002] Ein Kraftfahrzeugtürverschluss der eingangs beschriebenen Gestaltung wird beispielhaft
in der EP 0 336 034 A2, der EP 0 808 978 A2 und der DE 23 20 351 A beschrieben. In
der Regel verfügt die Drehfalle über zumindest eine Rast, vorzugsweise eine Vor- und
eine Hauptrast in welche die Sperrklinke einfällt. Das Stoßdämpfungsmittel sorgt beim
Gesperre dafür, dass beispielsweise die Bewegung der Sperrklinke auf der Drehfalle
geräuscharm vonstatten geht. Gleiches gilt für einen in die Drehfalle eingreifenden
obligatorischen Schließbolzen, für welchen die EP 0 336 034 A2 ebenfalls ein Stoßdämpfungsmittel
zur Verfügung stellt. Ein Stoßdämfpungsmittel, das im Bereich der Hauptrast seine
Wirkung entfaltet wird in dem oben genannten Stand der Technik nicht erwähnt.
[0003] Bei den bekannten Ausführungsformen kommt es also primär darauf an, Geräuschemissionen
vom Gesperre zu minimieren. Solche störenden Geräusche treten besonders beim Schließen
des Gesperres auf, so dass wenigstens dann das Stoßdämpfungsmittel Wirkung entfaltet.
Der Stand der Technik hat sich insoweit bewährt, ist jedoch im Hinblick auf die realisierte
Ausgestaltung des bzw. der Stoßdämpfungsmittel verbesserungsfähig. Insbesondere fällt
auf, dass das Gehäuse für den Kraftfahrzeugtürverschluss bzw. ein Schlosskasten mit
dem oder den Stoßdämpfungsmitteln ausgerüstet wird. Dadurch besteht die Notwendigkeit
einer Abstimmung zwischen einerseits dem Gehäuse und andererseits dem Gesperre in
konstruktiver und topologischer Hinsicht. Das heißt, Gesperre und Gehäuse mit den
Stoßdämpfungsmitteln müssen zwingend aufeinander abgestimmt werden. Hier will die
Erfindung insgesamt Abhilfe schaffen.
[0004] Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, einen gattungsgemäßen Kraftfahrzeugtürverschluss
so weiter zu entwickeln, dass Geräuschemissionen des Gesperres wirksam gedämpft werden,
wobei gleichzeitig Unabhängigkeit von einem bestimmten Gehäuse gegeben sein soll.
[0005] Zur Lösung dieser technischen Problemstellung ist ein gattungsgemäßer Kraftfahrzeugtürverschluss
im Rahmen der Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass das Stoßdämpfungsmittel zwischen
Sperrklinke und Drehfalle angeordnet ist und deren Relativgeschwindigkeit zueinander
wenigstens beim Schließen des Gesperres reduziert.
[0006] Im Rahmen der Erfindung kann das Stoßdämpfungsmittel an der Sperrklinke und/oder
an der Drehfalle angeordnet sein. Es ist aber auch möglich, dass das Stoßdämpfungsmittel
extern, beispielsweise am Gehäuse, einem Ausleger etc. angebracht wird und lediglich
beim Schließen des Gesperres zwischen der Sperrklinke und der Drehfalle eine Anordnung
findet, um deren Relativgeschwindigkeit zueinander zu reduzieren.
[0007] Dabei geht die Erfindung insgesamt von der Erkenntnis aus, dass jeweils zumindest
eine Anschlagfläche an der Drehfalle und der Sperrklinke unverändert metallisch ausgebildet
ist, wenngleich Drehfalle und/oder Sperrklinke eine Kunststoffummantelung aufweisen
können. Diese metallische Anschlagfläche stellt sich dadurch gleichsam automatisch
ein, dass die Drehfalle und gegebenenfalls die Sperrklinke aus Metall, insbesondere
Stahl, gefertigt sind und über den im Zuge eines Umspritzens aufgebrachten Kunststoffmantel
verfügen, welcher die vorgenannten Anschlagflächen freilässt. Die vergleichbar harten
Oberflächen gewährleisten, dass die für einen sicheren Betrieb erforderlichen Auflagedrücke
zwischen Gesperre und Sperrklinke problemlos übertragen werden. Verformungen sind
an dieser Stelle also nicht zu erwarten.
[0008] Schließen meint in diesem Zusammenhang die Überführung des Kraftfahrzeugtürschlusses
und damit des Gesperres aus einem offenen Zustand in einen geschlosssenen. Dabei kann
die Überführung entweder manuell durch einfaches Zuschlagen der mit dem Türschloss
verbundenen Kraftfahrzeugtür oder durch elektromotorisch unterstütztes Verfahren der
Kraftfahrzeugtür erfolgen. Insbesondere beim manuellen Zuschlagen der Kraftfahrzeugtür
und der damit verbundenen starken Kompression einer der Kraftfahrzeugkarosserie zugeordneten
elastischen Türdichtung wird die Drehfalle durch das Auftreffen auf den Karosserie-seitigen
Schließbolzen kurzzeitig in einen sogenannten Überhub verlagert. Dieser Überhub wird
durch eine bereits in Hauptrast der Drehfalle eingefallene Sperrklinke beschrieben,
wobei die Anschlagflächen von Drehfalle und Sperrklinke beabstandet sind. Die anschließende
Dekompression der Türdichtung sowie mögliche Rückstellvorrichtungen der Drehfalle
sorgen dafür, dass sich die Drehfalle mit ihrer Anschlagfläche auf die Anschlagfläche
der Sperrklinke zubewegt und folglich beim Auftreffen der beiden Anschlagflächen wie
schon erwähnt störende Geräusche auftreten.
[0009] Um nun insbesondere beim Schließen des Gesperres das "harte" Aufeinanderschlagen
der vorgenannten Anschlagflächen einerseits an der Sperrklinke und andererseits an
der Drehfalle zu mindern bzw. damit verbundene metallische Geräusche zu minimieren,
dient das erfindungsgemäße Stoßdämpfungsmittel zwischen der Sperrklinke und der Drehfalle.
[0010] Dabei reicht es regelmäßig aus, wenn das Stoßdämpfungsmittel randseitig wenigstens
einer Anschlagfläche an der Sperrklinke und/oder der Drehfalle realisiert ist. Denn
sobald beispielsweise die Anschlagfläche der Sperrklinke auf diejenige der Drehfalle
zubewegt wird, sorgt das Stoßdämpfungsmittel randseitig der einen Anschlagfläche dafür,
dass die Relativgeschwindigkeit der Sperrklinke und der Drehfalle zueinander reduziert
wird. Randseitig bezieht sich in diesem Zusammenhang auf den durch die Kunststoffummantelung
gebildete Bereich der Anschlagfläche.
[0011] Beim Einfallen der Sperrklinke in die Vor- bzw. Hauptrast der Drehfalle gleitet die
Anschlagfläche ohne Stoßdämpfungsmittel bzw. deren Randbereich an dem Stoßdämpfungsmittel
entlang und erfährt aufgrund der erhöhten Reibung zwischen dem dort realisierten Metall
oder der optionalen Kunststoffummantelung an dem Stoßdämpfungsmittel die gewünschte
Abbremsung.
[0012] Dabei wird das Stoßdämpfungsmittel üblicherweise aus Kunststoff gefertigt, wobei
sich ein thermoplastischer Elastomer auf Polyesterbasis besonders bewährt hat. Gegenüber
dem Aneinandergleiten zweier Stahlflächen mit einer Reibungszahl von ca. 0,12 bei
Gleitreibung im Stand der Technik lässt sich auf diese Weise die Reibungszahl vervielfachen.
Sie mag an dieser Stelle auf Werte für die Gleitreibung von 0,4 bis 0,5 ansteigen,
so dass sich daraus die gewünschte Reduzierung der Relativgeschwindigkeit von Drehfalle
und Sperrklinke zueinander erklärt.
[0013] Aus Gründen der einfachen Fertigung wird man das Stoßdämpfungsmittel in der Regel
einstückig mit der bereits angesprochenen Ummantelung für die Drehfalle und/oder die
Sperrklinke fertigen. Dadurch ist der konstruktive und finanzielle Aufwand minimal.
Um nun die gewünschte Wirkung zu erzielen, verfügt das Stoßdämpfungsmittel gegenüber
der zugehörigen Anschlagfläche über eine bestimmte Höhe. Diese Höhe mag zwischen 0,1
und 1 mm liegen und beträgt vorzugsweise ca. 0,5 mm. Damit darüber hinaus eine lange
Standzeit gewährleistet wird und das Stoßdämpfungsmittel (aus Kunststoff) nicht beispielsweise
abgelöst wird, hat es sich bewährt, das Stoßdämpfungsmittel im Querschnitt beispielsweise
stegartig, keilartig oder ballig auszuführen. Eine Breite zwischen 1 bis 10 mm, bevorzugt
ca. 5 mm, stellt dabei sicher, dass derartige Ablösungen und Verschleißerscheinungen
über die gesamte Schlosslebensdauer ausgeschlossen werden können.
[0014] Grundsätzlich kann das Stoßdämpfungsmittel auch nicht durchgängig im Sinne eines
Steges oder Keiles gestaltet sein. Ebenso gut lässt sich eine Vielzahl an Stoßdämpfungsmitteln
realisieren, beispielsweise in Gestalt einer Noppenreihe, einer Riffelung etc., die
wiederum randseitig der zugehörigen Anschlagfläche angeordnet sein mag.
[0015] Dadurch stellt die Erfindung insgesamt sicher, dass in geschlossenem Zustand und
beim Betrieb des Kraftfahrzeugtürverschlusses unverändert die jeweils metallischen
Anschlagflächen an der Sperrklinke und der Drehfalle aneinander anliegen. Die eingangs
bereits beschriebenen hohen Auflagedrücke sorgen dabei dafür, dass das Stoßdämpfungsmittel
zumindest bereichsweise in Richtung Kunststoffummantelung verdrängt wird.
[0016] Es versteht sich, dass das Stoßdämpfungsmittel nicht nur randseitig wenigstens eine
Anschlagfläche an der Sperrklinke und/oder der Drehfalle realisiert werden kann, sondern
darüber hinaus Ausgestaltungen umfasst werden, bei denen das Stoßdämfungsmittel die
jeweilige Anschlagfläche ganz oder teilweise umschließt. Immer muß jedoch gewährleistet
sein, dass nach Entfaltung der Auflagedrücke die beiden metallischen Anschlagflächen
aneinander liegen. Im Übrigen mag das Stoßdämpfungsmittel an der Drehfalle und der
Sperrklinke gleichzeitig vorgesehen werden, und zwar an jeweils übereinstimmenden
oder gegenüberliegenden Randseiten der jeweiligen Anschlagfläche.
[0017] Auf diese Weise kann die zuvor angesprochene Reibungszahl von ca. 0,4 bis 0,5 bei
einer Reibung zwischen Stahl und Kunststoff nochmals erhöht werden. Denn nun gleiten
regelmäßig jeweils zwei Kunststoffe aufeinander. Daraus resultieren Reibungszahlen
von deutlich mehr als 0,5 und demzufolge eine nochmals verstärkte Abbremsung bzw.
Reduzierung der Relativgeschwindigkeit von Sperrklinke und Drehfalle zueinander.
[0018] In diesem Zusammenhang können die beiden Stoßdämpfungsmittel auch über jeweils komplementäre
Querschnitte (beispielsweise in Gestalt eines jeweiligen Keiles) verfügen, um bei
dem gegenseitigen Eingriff ergänzend eine Führung und Zentrierung zu erreichen.
[0019] Schließlich mag die Kunststoffummantelung im Bereich der Stoßdämpfungsmittel vorzugsweise
in Wirkrichtung der Auflagedrücke elastisch nachgebend gestaltet sein. Das kann beispielsweise
durch eine unmittelbar unterhalb der Anschlagfläche realisierte Ausnehmung bzw. Puffertasche
innerhalb der Kunststoffummantelung erreicht werden. Diese stellt sicher, dass die
jeweilige Anschlagfläche nur bereichsweise auf dem Vollmaterial für die Drehfalle
bzw. die Sperrklinke aufliegt und ansonsten keine Unterstützung erfährt, also elastisch
nachgeben kann. Mit anderen Worten wird bei aneinander liegenden metallischen Anschlagflächen
von Drehfalle und Sperrklinke mit der Puffertasche in der Kunststoffummantelung eine
Ausweichmöglichkeit für das Stoßdämpfungsmittel geschaffen.
[0020] Auch diese Maßnahme wirkt sich ergänzend positiv auf die zu erwartenden Geräuschemissionen
aus.
[0021] Im Ergebnis wird ein Kraftfahrzeugtürverschluss zur Verfügung gestellt, dessen Gesperre
im Hinblick auf Geräuschemissionen gegenüber dem Stand der Technik mit deutlichen
Vorteilen ausgerüstet ist und keine sonstigen Anpassungen beispielsweise des Schlossgehäuses
erfordert. Hierfür zeichnet sich im Wesentlichen das Stoßdämpfungsmittel zwischen
der Sperrklinke und der Drehfalle verantwortlich, welches deren Relativgeschwindigkeit
zueinander wenigstens beim Schließen des Gesperres reduziert. Das alles wird mit geringstem
Aufwand und demzufolge preisgünstig erreicht, weil das Stoßdämpfungsmittel in der
Regel einstückig mit einer ohnehin zu verwirklichenden Kunststoffummantelung für die
Drehfalle und/oder die Sperrklinke hergestellt wird.
[0022] Obwohl die Drehfalle und die Sperrklinke beim Schließen des Gesperres gegeneinander
durch das Stoßdämpfungsmittel in ihrer Relativgeschwindigkeit gegeneinander abgebremst
werden, wird die Funktionsweise des Gesperres in der Schließstellung und im Betrieb
nicht beeinträchtigt. Denn in diesem Fall liegen nach wie vor die metallisch belassenen
Anschlagflächen von einerseits Sperrklinke und andererseits Drehfalle aneinander.
Hierin sind die wesentlichen Vorteile zu sehen.
[0023] Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- den erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugtürverschluss, reduziert auf sein Gesperre,
- Fig. 2a und 2b
- Detailansichten der Bestandteile des Gesperres und
- Fig. 3
- einen vergrößerten Querschnitt durch Fig. 1 im Bereich der jeweiligen Anschlagflächen
von Drehfalle und Sperrklinke.
[0024] In den Figuren ist ein Kraftfahrzeugtürverschluss dargestellt, der über wenigstens
ein Gesperre 1, 2 aus Drehfalle 1 und Sperrklinke 2 verfügt. Wie üblich arbeitet das
Gesperre 1, 2 mit einem nicht ausdrücklich dargestellten Schließbolzen zusammen, welcher
in ein Einlaufmaul eines ebenfalls nicht dargestellten Gehäuses für den Kraftfahrzeugtürverschluss
zum Schließen des Gesperres 1, 2 eindringt und hierbei die Drehfalle 1 wie angedeutet
im Gegenuhrzeigersinn verschwenkt. Dadurch kann die Sperrklinke 2 ebenfalls eine Gegenuhrzeigersinnbewegung
vollführen und nimmt die in der Fig. 1 dargestellte Hauptrastposition ein.
[0025] In dieser Hauptrast bzw. Hauptrastposition (wie auch in der Nebenrast bzw. Nebenrastposition)
liegen jeweilige Anschlagflächen 5, 6 einerseits an der Drehfalle 1 und andererseits
an der Sperrklinke 2 aneinander. Die Fig. 2a und 2b zeigen im Detail die betreffenden
Anschlagflächen 5, 6.
[0026] Man erkennt, dass sowohl die Drehfalle 1 als auch die Sperrklinke 2 über eine Kunststoffummantelung
7, 8 verfügen. Bis auf den Bereich in der Nähe der jeweiligen Drehachse 3, 4 und etwaige
Angriffspunkte 9 für beispielsweise Auslösehebel sowie einen Schließzylinderhebel
decken die jeweiligen Ummantelungen 7, 8, die jeweils aus Stahl gefertigte Drehfalle
und die Sperrklinke 2 nahezu vollständig ab. Lediglich die Anschlagflächen 5, 6 werden
ergänzend aus den einleitend bereits beschriebenen Gründen freigehalten. Per Definition
setzen sich die Anschlagflächen 5, 6 dabei aus einer metallischen und einer durch
die Kunststoffummantelung gebildete Fläche zusammen.
[0027] Um nun bei dem bereits beschriebenen Schließvorgang des Gesperres 1, 2 Geräuschemissionen
wirkungsvoll zu unterdrücken, die sich im Wesentlichen daraus erklären, dass die beiden
metallische Anschlagflächen 5, 6 aufeinander treffen bzw. aneinander entlanggleiten,
schlägt die Erfindung ein Stoßdämpfungsmittel 10, 11 für das Gesperre 1, 2 vor. Das
Stoßdämpfungsmittel 10, 11 entfaltet wenigstens beim Schließen des Gesperres 1, 2
Wirkung, um die dann primär auftretenden metallischen Geräusche zu dämpfen.
[0028] Man erkennt insbesondere anhand der Fig. 2a und 2b, dass das Stoßdämpfungsmittel
10, 11 zwischen der Sperrklinke 2 und der Drehfalle 1 (in deren Schließposition) angeordnet
ist. Dabei sorgt das Stoßdämpfungsmittel 10, 11 dafür, dass wenigstens beim Schließen
des Gesperres 1, 2 die Relativgeschwindigkeit der Sperrklinke 2 im Vergleich zu der
Drehfalle 1 reduziert wird. Es kommt also zu einem sanften Aneinandergleiten der beiden
Anschlagflächen 5, 6 beim Schließen des Gesperres 1, 2, so dass Geräuschemissionen
auf ein Minimum reduziert werden.
[0029] Zu diesem Zweck ist das Stoßdämpfungsmittel 10, 11 im Rahmen des Ausführungsbeispiels
sowohl an der Sperrklinke 2 als auch an der Drehfalle 1 angeordnet. Tatsächlich findet
sich das eine Stoßdämpfungsmittel 10 an der Drehfalle 1, während das andere Stoßdämpfungsmittel
11 Bestandteil der Sperrklinke 2 ist. In beiden Fällen wird das jeweilige Stoßdämpfungsmittel
10, 11 einstückig mit der zugehörigen Kunststoffummantelung 7, 8 hergestellt und findet
sich randseitig der zugehörigen Anschlagfläche 5, 6.
[0030] Man erkennt anhand der Fig. 2a und 2b, dass die beiden Stoßdämpfungsmittel 10, 11
an einerseits der Drehfalle 1 und andererseits der Sperrklinke 2 gegenüberliegend
im Vergleich zu der jeweils dazwischen befindlichen Anschlagfläche 5, 6 angeordnet
sind. Es ist aber auch möglich, jeweils zwei Anschlagmittel 10, 11 an der übereinstimmenden
Randseite zu realisieren und in diesem Zusammenhang beispielsweise im Querschnitt
eine Keilform für das jeweilige Anschlagmittel 10, 11 zu wählen. Das ist in Fig. 3
dargestellt.
[0031] So oder so verfügt das Stoßdämpfungsmittel 10, 11 über eine bestimmte Höhe H gegenüber
der zugehörigen Anschlagfläche 5, 6. Diese Höhe H mag zwischen 0,1 bis 1 mm angesiedelt
sein. Darüber hinaus hat es sich bewährt, das jeweilige Stoßdämpfungsmittel 10, 11
mit einer Breite B zwischen 1 und 10 mm auszurüsten. Grundsätzlich können an dieser
Stelle nicht nur durchgängige Stoßdämpfungsmittel 10, 11 Verwendung finden. Genauso
gut haben sich eine Vielzahl von Stoßdämpfungsmitteln 10, 11 in Gestalt von Noppen,
Riffelungen etc. jeweils randseitig der Anschlagfläche 5, 6 bewährt.
[0032] Zur Reduzierung der Geräuschemission trägt ergänzend bei, dass die jeweilige Anschlagfläche
5, 6 elastisch im Bereich der Stößdämpfungsmittel 10, 11 nachgebend gestaltet ist.
Das erreicht die Erfindung dadurch, dass unterhalb der Anschlagfläche 5, 6 eine Ausnehmung,
beispielsweise eine Puffertasche 12, 13 innerhalb der Kunststoffummantelung 7, 8 Verwendung
findet. Aufgrund dieser Ausnehmung 12, 13 wird erreicht, dass die jeweilige Anschlagfläche
5, 6 nicht durchgängig mit dem Vollmaterial der Drehfalle 1 bzw. Sperrklinke 2 verbunden
ist, sondern insofern über Freiflächen verfügt, die für die genannte elastische Nachgiebigkeit
sorgen. Dadurch werden ergänzend Geräuschemissionen reduziert und insbesondere ein
hartes Aufeinanderschlagen der Anschlagflächen 5, 6 beim Schließen des Gesperres 1,
2 verhindert.
1. Kraftfahrzeugtürverschluss, mit wenigstens einem Gesperre (1, 2) aus Drehfalle (1)
und Sperrklinke (2), und mit wenigstens einem zwischen Sperrklinke (2) und Drehfalle
(1) angeordneten Stoßdämpfungsmittel (10, 11) für das Gesperre (1, 2), welches zumindest
beim Schließen des Gesperres (1, 2) Wirkung entfaltet und in diesem Zusammenhang die
Relativgeschwindigkeit zwischen Drehfalle (1) und Sperrklinke (2) reduziert, dadurch gekennzeichnet, dass das Stoßdämpfungsmittel (10, 11) randseitig wenigstens einer Anschlagfläche (5, 6)
an der Drehfalle (1) und/oder der Sperrklinke (2) realisiert ist.
2. Kraftfahrzeugtürverschluss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Stoßdämpfungsmittel (10, 11) an der Sperrklinke (2) und/oder an der Drehfalle
(1) angeordnet ist.
3. Kraftfahrzeugtürverschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Stoßdämpfungsmittel (10, 11) aus Kunststoff und vorzugsweise einstückig mit einer
Ummantelung (7, 8) für die Drehfalle (1) und/oder die Sperrklinke (2) hergestellt
ist.
4. Kraftfahrzeugtürverschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Stoßdämpfungsmittel (10, 11) gegenüber der zugehörigen Anschlagfläche (5, 6)
eine bestimmte Höhe (H) aufweist.
5. Kraftfahrzeugtürverschluss nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhe (H) zwischen 0,1 bis 1 mm, vorzugsweise ca. 0,5 mm, beträgt.
6. Kraftfahrzeugtürverschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Stoßdämpfungsmittel (10, 11) im Querschnitt beispielsweise stegartig oder keilartig
mit einer Breite (B) zwischen 1 und 10 mm, bevorzugt ca. 5 mm, ausgebildet ist.
7. Kraftfahrzeugtürverschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vielzahl an Stoßdämpfungsmitteln (10, 11), beispielsweise eine Noppenreihe,
eine Riffelung etc. realisiert ist.
8. Kraftfahrzeugtürverschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass je ein Stoßdämpfungsmittel (10, 11) an der Drehfalle (1) und der Sperrklinke (2)
an übereinstimmenden oder gegenüberliegenden Randseiten der jeweiligen Anschlagfläche
(5, 6) vorgesehen ist.
9. Kraftfahrzeugtürverschluss nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Stoßdämpfungsmittel (10, 11) komplementäre Querschnitte zum gegenseitigen
Eingriff aufweisen.
10. Kraftfahrzeugtürverschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige Anschlagfläche (5, 6) elastisch nachgebend ausgeführt ist.