[0001] Die Erfindung betrifft eine einem Fenster oder dergleichen zuordenbare, ein Öffnen
des Fensters nicht erforderlich machende Lüftungsvorrichtung, mit einem raumseitigen
Lüftungsinnenelement, das über einen Luftweg mit der Außenluft kommunizieren kann.
[0002] Eine Lüftungsvorrichtung der eingangs genannten Art gestattet es, einen Luftaustausch
in einem das Fenster aufweisenden Raum zu ermöglichen, ohne dass das Fenster geöffnet
werden muss. Über die Lüftungsvorrichtung gelangt Außenluft in den Raum, so dass die
lüftungstechnischen Parameter eines Raumes, in denen sich Personen aufhalten, verbessert
werden können. Das Nichtöffnen des Fensters hat zum Beispiel den Vorteil, dass ein
durch Wind erfolgendes Hin- und Herschlagen eines nicht festgestellten Fensterflügels
vermieden ist. Die bekannte Lüftungsvorrichtung weist ein Luftfilter in ihrem Innern
auf, so dass die Luftqualität im zu belüftenden Raum gegenüber einer Lüftung mit geöffnetem
Fensterflügel erhöht wird.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Einsatzmöglichkeiten einer Lüftungsvorrichtung
zu verbessern, insbesondere vielseitiger zu gestalten.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das Lüftungsinnenelement
ein Hohlprofil aufweist, das eine Vorderwand und mindestens eine Seitenwand besitzt,
wobei mindestens ein Teil der Vorderwand und zumindest ein Teil der Seitenwand als
von einem, mindestens eine Lufteinlassöffnung aufweisenden Grundprofil des Hohlprofils
abnehmbarer, winkelförmiger, mindestens eine Luftauslassöffnung aufweisender Deckel
ausgebildet ist. Die Begriffe "Vorderwand" und "Seitenwand" sind zur Unterscheidung
verschiedener Wände des Lüftungsinnenelements gewählt. In Abhängigkeit von der Einbaulage
des Lüftungsinnenelementes muss sich jedoch eine "Vorderwand" beziehungsweise eine
"Seitenwand" nicht zwingend im vorderen Bereich beziehungsweise im Seitenbereich der
Vorrichtung befinden. Unter der vorstehenden Bezeichnung "Fenster oder dergleichen"
ist ein Fenster, eine Tür oder ein sonstiges Verschlusselement zu verstehen, das einem
Raum zugeordnet ist und die Lüftungsvorrichtung aufweist oder das eine Zuordnung zur
Lüftungsvorrichtung aufweist, um eine Raumbelüftung vornehmen zu können. Unter dem
genannten "Lüftungsinnenelement" ist ein Bauteil zu verstehen, dass sich im zu belüftenden
Raum befindet und über einen Luftweg mit der Außenluft kommunizieren kann. Aufgrund
des abnehmbaren, winkelförmigen, mindestens eine Luftauslassöffnung aufweisenden Deckels,
der einem verbleibenden Grundprofil des Hohlprofils des Lüftungsinnenelements zuordenbar
ist, lassen sich eine Vielzahl unterschiedlicher Lüftungssituationen realisieren.
Wird beispielsweise anstelle eines die Luftauslassöffnung an der Vorderwand aufweisenden
Deckels ein anderer Deckel eingesetzt, der die Luftauslassöffnung an der Seitenwand
aufweist, so tritt die Luft in einem entsprechend anderen Winkel in den Raum ein.
Vorzugsweise ist das Lüftungsinnenelement -im Querschnitt gesehen- rechteckig gestaltet,
wobei die aneinandergrenzenden Rechteckwände einen Winkel von vorzugsweise 90° einschließen.
Demzufolge führt eine Luftauslassöffnung an der Vorderwand zu einer um 90° in der
Strömungsrichtung abweichenden Luftstromrichtung gegenüber einer sich an der Seitenwand
des Deckels befindlichen Luftauslassöffnung des Deckels. Durch einen einfachen Deckeltausch
oder durch die entsprechende Zuordnung des gewünschten Deckels bei der Bestellung
des Lüftungsinnenelements kann auf die jeweilig zu lösende Belüftungssituation in
einfacher Art und Weise eingegangen werden. Ferner kann auch das verbleibende Grundprofil
des Hohlprofils an mindestens einer seiner Wandungen mindestens eine Lufteinlassöffnung
aufweisen. Da die Wandungen ebenfalls winklig, vorzugsweise im Winkel von jeweils
90°, zueinander stehen und unterschiedliche Grundprofile an einer der verschiedenen
Wände mindestens eine Lufteinlassöffnung aufweisen kann, lässt sich -in Kombination
mit den verschiedenen Deckelvarianten- eine große Anzahl von Zusammenstellungen unterschiedlicher
Art zur Bewältigung der jeweiligen Belüftungsaufgabe realisieren. Dabei sind nur wenige
Grundprofiltypen und nur wenige Deckeltypen vorzuhalten und dennoch eine große Anzahl
von Lüftungsvariationen gegeben, wie sie sich beispielsweise aus den Figuren 3 bis
7 ergeben.
[0005] Die Luftführung kann demzufolge Z-förmig, L-förmig, geradlinig oder U-förmig durch
den Querschnitt des Hohlprofils erfolgen, wobei es ferner möglich ist, das Lüftungsinnenelement
in unterschiedlichen Lagen zu montieren, wie sich dies beispielsweise einerseits aus
den Figuren 3 bis 5 und andererseits aus den Figuren 6 und 7 ergibt.
[0006] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Deckel mittels einer
Rasteinrichtung am verbleibenden Grundprofil des Hohlprofils gehalten ist. Die Rasteinrichtung
erlaubt ein sicheres Halten des Deckels am Grundprofil, ohne dass aufwendige Befestigungseinrichtungen/Befestigungsmittel
eingesetzt werden müssen. Auch gestaltet sich ein Öffnen und Schließen des Lüftungsinnenelements
auf sehr einfache Weise. Das Öffnen des Lüftungsinnenelements ist insbesondere dann
von Vorteil, wenn das Innere des Lüftungsinnenelements zugängig gemacht werden soll,
beispielsweise weil sich dort besondere lufttechnische Funktionen ausübende Bauelemente
befinden. Handelt es sich bei einem derartigen Bauelement beispielsweise um einen
Luftfilter, so kann er auf einfache Weise gewechselt und/oder gereinigt werden.
[0007] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Rasteinrichtung einstückig am
Deckel und/oder am Grundprofil ausgebildet ist. Stets befindet sich mindestens ein
Rastelement am Deckel und mindestens ein entsprechendes, mit dem Rastelement zusammenwirkendes
Gegenrastelement am Grundprofil. Rastelement und Gegenrastelement verrasten miteinander
und halten den Deckel am Grundprofil. Wird die Rastung aufgehoben, so kann der Deckel
vom Grundprofil abgenommen werden.
[0008] Insbesondere kann vorgesehen sein, dass an der Innenseite des Deckels ein Luftfilter
austauschbar gehalten ist. Die Anordnung des Luftfilters an der Innenseite des Deckels
führt dazu, dass beim Abnehmen des Deckels der Luftfilter mit abgenommen, also aus
dem Innern des Lüftungsinnenelements herausgenommen wird. Er ist daher auf sehr einfache
Art und Weise zugänglich und kann herausgenommen und gereinigt oder durch einen neuen
Luftfilter ausgetauscht werden. Ist dies erfolgt, so wird der Deckel wieder dem Grundprofil
rastend zugeordnet.
[0009] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass das Grundprofil mindestens eine
Aufnahmekammer für eine Schalldämmung und/oder eine Sturm-Drosselvorrichtung aufweist.
Die in der Aufnahmekammer angeordnete Schalldämmung sorgt dafür, dass Außengeräusche
nicht oder nur gedämpft in den zu belüftenden Raum gelangen. Die erwähnte Sturm-Drosselvorrichtung
ist insbesondere dann von Vorteil, wenn beispielsweise auf der Fassade eines Gebäudes
ein relativ hoher Winddruck lastet, beispielsweise aufgrund des Standortes und/oder
eines Hochhauscharakters, um ein zu intensives Einströmen von Außenluft in den zu
belüftenden Raum zu verhindern. Der Luftvolumenstrom kann durch die Sturm-Drosselvorrichtung
auf einen zulässigen Wert begrenzt werden.
[0010] Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass das Grundprofil
mehrere, winklig zueinander stehende Grundprofilwände aufweist, von denen mindestens
eine die Lufteinlassöffnung aufweist. Werden mehrere Varianten des Grundprofils zur
Verfügung gestellt, die sich in der die Lufteinlassöffnung aufweisenden Wand unterscheiden,
so ist durch die Zuordnung mit einem entsprechenden Deckel ein gewünschter Luftweg
realisierbar. Da verschiedene Deckelvarianten für eine Kombination mit einem entsprechenden
Grundprofil zur Verfügung stehen, lassen sich mit wenigen Bauteilen alle in der Praxis
vorkommenden Lüftungssituationen hinsichtlich des geforderten Strömungsweges auf einfache
Weise bewerkstelligen.
[0011] Nach einer Weiterbildung der Erfindung wird vorgesehen sein, dass sich am Deckel,
insbesondere an seiner Außenseite, ein der Luftauslassöffnung zugeordnetes Thermostat-Luftventil
befindet oder dass dort entsprechende Mittel ausgebildet sind, um dieses Thermostat-Luftventil
anordnen zu können. Das Thermostat-Luftventil zeichnet sich dadurch aus, dass der
Öffnungsquerschnitt temperaturgesteuert wird, d.h., die in den zu belüftenden Raum
einströmende Außenluft wird in Abhängigkeit der am Thermostat-Luftventil sensierten
Temperatur im Volumenstrom gesteuert. So kann beispielsweise vorgesehen sein, dass
der Volumenstrom kleiner wird, wenn die Temperatur der Außenluft sinkt. Ein unbehagliches
Raumklima wird dadurch vermieden.
[0012] Die Erfindung betrifft ferner eine Lüftungsvorrichtung mit einem Lüftungsaußenelement,
das über den Luftweg mit dem zu belüftenden Raum kommunizieren kann und ein Hohlprofil
aufweist, mit mindestens einer unterseitigen Lufteinlassöffnung und mindestens einer
seitlichen Luftwegöffnung, wobei sich innerhalb des Hohlprofils zwischen der Lufteinlassöffnung
und der Luftwegöffnung eine den unteren Rand der Luftwegöffnung nach oben überragende
Hinderniswand befindet. Das Lüftungsaußenelement ist an der Außenseite des Fensters
oder dergleichen, insbesondere an der Außenseite des Blendrahmens des Fensters oder
an der Außenseite des Flügelrahmens des Fensters, angeordnet, d.h., es befindet sich
im Bereich der Außenluft. Alternativ ist es auch möglich, dass das Lüftungsaußenelement
in der Nähe des Fensters im Außenluftbereich angeordnet ist. Die Außenluft tritt in
die unterseitige Lufteinlassöffnung ein und strömt zur seitlich liegenden Luftwegöffnung.
Von dort aus kann die Luft über den Luftweg in den zu belüftenden Raum strömen. Insbesondere
kann vorgesehen sein, dass die Luft über den Luftweg zum raumseitigen Lüftungsinnenelement
gelangt und von dort aus in den Raum eintritt. Innerhalb des Hohlprofils des Lüftungsaußenelements
befindet sich zwischen der Lufteinlassöffnung und der Luftöffnung eine Hinderniswand,
die den unteren Rand der Luftwegöffnung nach oben überragt. In die Lufteinlassöffnung
einströmende Außenluft muss daher auf dem Weg zur Luftwegöffnung die Hinderniswand
überwinden, in dem sie den oberen Rand der Hinderniswand umströmt. Da die Hinderniswand
den unteren Rand der Luftwegöffnung nach oben hin überragt ist eine Barriere für Feuchtigkeit,
Schnee, Hagel und so weiter geschaffen, d.h., diese nicht der Lüftung dienenden "Fremdstoffe"
gelangen nicht oder nicht ohne Weiteres zur Luftwegöffnung und damit in den Luftweg
und schließlich in den zu belüftenden Raum. Vielmehr sorgt die Hinderniswand für eine
Barriere, die die Fremdstoffe zurückführt, so dass sie aus der Lufteinlassöffnung
wieder austreten.
[0013] Vorzugsweise besitzt die Hinderniswand ein freies oberes Wandende. Dies bedeutet,
dass sie in den Verbindungskanal zwischen Lufteinlassöffnung und Luftwegöffnung nach
oben hingerichtet hineinragt, wobei sie jedoch diesen Weg nicht verschließt, sondern
aufgrund ihres freien oberen Wandendes einen Durchlass belässt, damit eine Luftströmung
stattfinden kann.
[0014] Zwischen der Hinderniswand und der Luftwegöffnung ist eine im Hohlprofil liegende
Sammelkammer ausgebildet. Sollten die vorstehend bezeichneten "Fremdstoffe" in bestimmten
Situationen doch die Hinderniswand überwinden können, ein bestimmter Anteil der Fremdstoffe
oder die gesamten Fremdstoffe also nicht aus der Lufteinlassöffnung wieder herausgeführt
werden, so gelangen sie nach Überwindung des freien oberen Wandendes der Hinderniswand
in die Sammelkammer. Dies hat zur Folge, dass sie nicht unmittelbar zur Luftwegöffnung
gelangen, sondern von der Sammelkammer aufgenommen werden.
[0015] Da die Sammelkammer vorzugsweise eine Bodenwand aufweist, die mindestens eine Ablauföffnung
besitzt, werden die Fremdstoffe durch die Ablauföffnung nach außen geführt, d.h.,
sie verlassen das Lüftungsaußenelement und können daher nicht in den zu belüftenden
Raum eindringen.
[0016] Vorzugsweise grenzt die Ablauföffnung an die Hinderniswand an oder liegt in der Nähe
von dieser, stets im Bereich der genannten Sammelkammer. Das Angrenzen der Ablauföffnung
an die "Rückseite" der Hinderniswand hat zur Folge, dass beispielsweise als Regen
eingedrungener Niederschlag an der Rückseite der Hinderniswand herunterläuft und so
auf direktem Wege zur Ablauföffnung gelangt. Ferner kann die Bodenwand im Bereich
der Ablauföffnung einen abfallenden Verlauf aufweisen.
[0017] Ferner ist es vorteilhaft, wenn einseitig an die Hinderniswand eine fluchtend zu
ihr stehende, nach unten weisende Abtropfwand angrenzt. Der die Ablauföffnung passierende
Niederschlag gelangt hierdurch zur Abtropfwand und wird von dieser nach unten geleitet.
Feuchtigkeit kann vorzugsweise vom unteren Rand der Abtropfwand abtropfen und dadurch
das Lüftungsaußenelement verlassen.
[0018] Der Abtropfwand mit Abstand gegenüberliegend kann eine Leitwand angeordnet sein,
die nach unten weist, d.h., sie hat -ebenso wie die Abtropfwand- ein nach unten weisendes
freies Ende. Sollten sich Regentropfen an der Unterseite der Bodenwand sammeln, weil
sie beispielsweise die Ablauföffnung passiert haben oder -bei entsprechend stürmischem
Wetter- von außen her an die Unterseite der Bodenwand geblasen worden sein, so können
sie die Leitwand herunterlaufen und vorzugsweise vom unteren Rand der Leitwand nach
außen hin abtropfen. Derart von unten an die Bodenwand angeblasene Feuchtigkeit kann
ferner von der Abtropfwand geführt nach unten abtropfen.
[0019] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist -wie bereits erwähnt- vorgesehen, dass
die Abtropfwand nach oben hin in die Hinderniswand übergeht. Dies führt zu einer besonders
einfachen Konstruktion.
[0020] Ferner kann vorgesehen sein, dass die Leitwand nach oben hin in eine eine Luftwegöffnung
aufweisende Seitenwand übergeht. Auch hierdurch wird ein sehr einfach und preisgünstig
ausgebildeter Hohlprofil-Querschnitt geschaffen.
[0021] Für eine besonders einfache Herstellung ist vorgesehen, dass das Hohlprofil des Lüftungsinnenelements
und/oder das Hohlprofil des Lüftungsaußenelements jeweils als Strangpressprofil ausgebildet
ist. Das Strangpressprofil kann bevorzugt aus Kunststoff oder Metall, vorzugsweise
aus Aluminium, bestehen.
[0022] Bei den genannten Hohlprofilen handelt es sich um seitlich offene Bauelemente. Um
-nach gewünschter Ablängung der Hohlprofile- die beiden Enden zu verschließen, ist
-nach einer Weiterbildung der Erfindung- vorgesehen, dass dort Stirnwände angeordnet
werden. Diese verschließen das entsprechende Hohlprofil, so dass beispielsweise beim
Lüftungsaußenelement die Außenluft nur durch die unterseitige Lufteinlassöffnung,
nicht jedoch in die Enden des Hohlprofils eindringen kann.
[0023] Schließlich betrifft die Erfindung ein Fenster, eine Tür oder dergleichen, mit einer
Lüftungsvorrichtung gemäß einer entsprechenden Ausbildung, wie sie sich aus den vorstehend
genannten Merkmalen oder Merkmalskombinationen ergibt.
[0024] Die Zeichnungen veranschaulichen die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen und
zwar zeigt:
- Figur 1
- eine Querschnittsansicht auf ein Hohlprofil eines Lüftungsinnenelements,
- Figur 2
- das Lüftungsinnenelement der Figur 1 mit vom Grundprofil abgenommenem Deckel,
- Figuren 3 bis 7
- verschiedene Ausbildungen und Anordnungen des erwähnten Lüftungsinnenelements,
- Figuren 8 bis 16
- verschiedene Ausbildungen des Lüftungsinnenelements,
- Figur 17
- eine Querschnittsansicht auf ein Hohlprofil eines Lüftungsaußenelements,
- Figur 18
- das Lüftungsaußenelement der Figur 17 jedoch mit Ablauföffnung und Abdichtung,
- Figur 19
- ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Hohlprofils eines Lüftungsaußenelements,
- Figur 20
- eine perspektivische Ansicht des Lüftungsaußenelements der Figur 17,
- Figuren 21 und 22
- Darstellungen der Lüftungsaußenelemente der Figuren 17 und 19 mit eingezeichnetem
Luftströmungsverlauf,
- Figuren 23 bis 25
- verschiedene Ansichten von einer dem Hohlprofil des Lüftungsaußenelements zuordenbare
Stirnwand zum endseitigen Verschließen des Hohlprofils und bevorzugt zur Befestigung
des Lüftungsaußenelements,
- Figuren 26 bis 29
- verschiedene Einbausituationen eines Lüftungsinnenelements und/oder eines Lüftungsaußenelements
zur Bildung einer Lüftungsvorrichtung im Bereich oder an einem Fenster,
- Figur 30
- ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Hohlprofils eines Lüftungsaußenelements,
- Figur 31
- eine perspektivische Ansicht auf den Endbereich eines Lüftungsaußenelements,
- Figur 32
- eine der Figur 31 entsprechende Ansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels und
- Figur 33 bis 35
- verschiedene Ansichten einer Befestigung eines Lüftungsaußenelements.
[0025] Die Figur 1 zeigt einen Querschnitt durch ein raumseitig anordenbares Lüftungsinnenelement
1, das einem Fenster oder dergleichen zuordenbar ist, damit eine Belüftung eines Raumes
erfolgen kann, ohne dass das Fenster geöffnet werden muss. Hierdurch wird Außenluft
über einen entsprechenden Luftweg dem Lüftungsinnenelement 1 zugeleitet. Der Querschnitt
des Lüftungsinnenelements 1 wird von der Außenluft quer durchsetzt und tritt von dort
aus in den zu belüftenden Raum ein. Auf eine entsprechende Lufteinlassöffnung und
eine entsprechende Luftauslassöffnung des Lüftungsinnenelements 1 wird nachstehend
noch näher eingegangen.
[0026] Grundsätzlich werden wesentliche Elemente des Lüftungsinnenelements 1 von einem einstückigem
Hohlprofil 2 gebildet, das aus einem Grundprofil 3 und einem hohlprofilartigen Deckel
4 besteht. Die beiden jeweils hohlprofilartig ausgebildeten Bauteile, nämlich Grundprofil
3 und Deckel 4 bilden im zusammengebauten Zustand im Wesentlichen ein Rechteckprofil
5 aus, insbesondere ist vorgesehen, dass die Eckwinkel des Rechteckprofils 5 90° betragen.
[0027] Wie den Figuren 1 und 2 zu entnehmen ist, weist das Grundprofil 3 im Wesentlichen
einen U-förmigen Grundriss auf, der von einer kurzen Schenkelwand 6, einer langen
Schenkelwand 7 und einer zwischen den beiden Schenkelwänden 6 und 7 liegenden Basiswand
8 gebildet ist. Die beiden Schenkelwände 6 und 7 laufen parallel beabstandet zueinander;
die Basiswand 8 bildet mit der Schenkelwand 6 und der Schenkelwand 7 jeweils einen
rechten Winkel.
[0028] Der Deckel 4 ist -im Grundriss betrachtet- im Wesentlichen winkelförmig ausgebildet;
er besitzt eine erste Winkelschenkelwand 9 und eine zweite Winkelschenkelwand 10.
Die beiden Winkelschenkelwände 9 und 10 stehen rechtwinklig aufeinander. Die Anordnung
ist derart getroffen, dass bei auf das Grundprofil 3 aufgesetztem Deckel 4 die Längen
von Schenkelwand 6 und Winkelschenkelwand 9 sich zur Länge der langen Schenkelwand
7 ergänzen. Die Länge der zweiten Winkelschenkelwand 10 entspricht etwa der Länge
der Basiswand 8, wobei die Winkelschenkelwand 10 vorzugsweise etwas kürzer als die
Basiswand 8 ausgebildet ist, um die Befestigung zwischen Deckel 4 und Grundprofil
3 realisieren zu können. Hierauf wird nachstehend noch eingegangen. Die Schenkelwand
6 bildet zusammen mit der Winkelschenkelwand 9 eine Vorderwand 150 des Hohlprofils
2. Die Winkelschenkelwand 10 bildet eine Seitenwand 151 des Hohlprofils 2.
[0029] Die Befestigung des Deckels 4 am Grundprofil 3 erfolgt mittels einer Rasteinrichtung
11 bestehend aus einer Rastung 12 und einer Rastung 13. Die Rastung 12 und die Rastung
13 weisen jeweils ein Rastelement 14 am Deckel 4, nämlich im Bereich der freien Enden
der ersten Winkelschenkelwand 9 und der zweiten Winkelschenkelwand 10 auf. Vorzugsweise
erstrecken sich diese Rastelemente 14 über die gesamte Profillänge des Hohlprofils
2. Hierzu ist anzumerken, dass das Hohlprofil, also das Grundprofil 3 und der Deckel
4, jeweils vorzugsweise als "endlos" Strangpressprofile aus Kunststoff oder Metall,
vorzugsweise aus Aluminium, hergestellt werden und dann entsprechend der gewünschten
Länge des Lüftungsinnenelements 1 abgelängt werden. Das Hohlprofil 2 weist dann an
seinen beiden Enden Öffnungen auf, die mittels separater, nachstehend noch näher erläuterter
Stirnwände verschlossen werden.
[0030] Den Rastelementen 14 des Deckels 4 sind Gegenrastelemente 15 des Grundprofils 3 zugeordnet,
um eine Verrastung des Deckels 4 am Grundprofil 3 vornehmen zu können. Der verrastete
Zustand ergibt sich aus der Figur 1; der entrastete Zustand aus der Figur 2. Die beiden
Rastelemente 14 weisen Hintergriffsvorsprünge 16 auf, die beim Rastvorgang hinter
Hintergriffsvorsprünge 17 der Gegenrastelemente 15 treten. Auf diese Art und Weise
ist der Deckel 4 sicher am Grundprofil 3 gehalten. Um ein Fluchten der ersten Winkelschenkelwand
9 mit der kurzen Schenkelwand 6 im verrasteten Zustand herbeizuführen und ferner zu
garantieren, dass das Ende 18 der langen Schenkelwand 7 mit der zweiten Winkelschenkelwand
10 im verrasteten Zustand fluchtet, sind die Hintergriffsvorsprünge 17 an in das Innere
des Hohlprofils 2 rückversetzte Befestigungsstegen 19 ausgebildet.
[0031] Gemäß der Figuren 3 bis 7 kann der Querschnitt des Hohlprofils 2 gemäß der aus diesen
Figuren hervorgehenden Strömungspfeilen 20 entsprechend der Anordnung des Lüftungsinnenelements
1 und auch entsprechend der jeweiligen Ausbildung auf unterschiedliche Art und Weise
von Luft durchströmt werden. So zeigt die Figur 3 eine Lufteinlassöffnung 21, die
in der Schenkelwand 7 nahe der Basiswand 8 liegt. Der Deckel 4 weist eine Luftauslassöffnung
22 etwa in der Mitte der Erstreckung der Winkelschenkelwand 9 auf. Die Lufteinlassöffnung
21 und/oder die Luftauslassöffnung 22 sind jeweils als sich entlang der Längserstreckung
des Hohlprofils 2 angeordnete Lochreihe ausgebildet, d.h., es liegt jeweils -in Längsrichtung
des Hohlprofils 2 betrachtet- eine entsprechende Öffnung vor, die bis an einen Verbindungssteg
angrenzt, dem dann wiederum eine Öffnung folgt und so weiter. Auf diese Art und Weise
ist über die Längserstreckung des Hohlprofils 2 ein entsprechender Lufteintritt in
die insgesamt als Lufteinlassöffnung 21 bezeichnete Lochreihe sichergestellt. Entsprechendes
gilt für die Ausbildung der Luftauslassöffnung 22 im Deckel 4. Diese vorstehend erläuterte
Ausbildung der Lufteinlassöffnung 21 und der Luftauslassöffnung 22 gilt für alle dargestellten
Ausführungsbeispiele des Lüftungsinnenelements 1.
[0032] Gemäß Figur 3 führt die Lage der Lufteinlassöffnung 21 zur Luftauslassöffnung 22
dazu, dass über einen später noch zu definierenden Luftweg 23 Außenluft gemäß Strömungspfeil
20 durch die Lufteintrittsöffnung 21 in das Innere 24 des Hohlprofils 2 eintritt,
dann im Innern 24 um 90° nach unten umgelenkt wird und bis in den Bereich des Deckels
4 gelangt, dort wiederum in die entsprechend andere Richtung um 90° umgelenkt wird
und schließlich parallel versetzt zum Luftweg 23 aus der Luftauslassöffnung 22 austritt.
Es liegt ein Z-förmiger Strömungsverlauf vor.
[0033] Beim Ausführungsbeispiel der Figur 4 ist die Lufteinlassöffnung 21 ebenso wie beim
Ausführungsbeispiel der Figur 3 angeordnet. Die Luftauslassöffnung 22 befindet sich
jedoch -in Abweichung der Figur 3- in der Winkelschenkelwand 10. Dies hat zur Folge,
dass den Luftweg 23 passierende Außenluft in die Lufteinlassöffnung 21 eintritt und
dort rechtwinklig nach unten abgelenkt wird und im weiterführenden geradlinigen Verlauf
aus der Luftauslassöffnung 22 austritt.
[0034] Die Figur 5 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Hohlprofils 2 eines Lüftungsinnenelements
1, bei dem sich die Lufteinlassöffnung 21 in der Basiswand 8 befindet. Die Lage der
Luftauslassöffnung 22 im Deckel 4 entspricht der Ausgestaltung gemäß dem Ausführungsbeispiel
der Figur 4. Dies hat zur Folge, dass sich nicht ein winkelförmiger Strömungsverlauf
gemäß dem Ausführungsbeispiel der Figur 4 einstellt, sondern ein geradliniger Strömungsverlauf,
da die Lufteinlassöffnung 21 fluchtend zur Luftauslassöffnung 22 liegt und die Außenluft
daher auf geradem Wege das Innere 24 des Hohlprofils 2 durchströmt.
[0035] Die Ausführungsbeispiele der Figuren 6 und 7 entsprechen den Ausführungsbeispielen
der Figuren 4 und 5. Unterschiedlich ist lediglich, dass das Hohlprofil 2 in der Figur
4 gegenüber dem Hohlprofil 2 der Figur 6 verschwenkt angeordnet ist, derart, dass
in der Figur 4 die lange Schenkelwand 7 senkrecht nach unten weist, während sie im
Ausführungsbeispiel der Figur 6 horizontal liegend angeordnet ist.
[0036] Entsprechendes gilt für das Ausführungsbeispiel der Figur 7. Die einzelnen Stellungen
des Lüftungsinnenelements 1 der Figuren 3 bis 7 entsprechen in der Praxis vorkommenden
Einbaulagen. Beim Ausführungsbeispiel der Figur 3 wird das Lüftungselement 1 vorzugsweise
mit der langen Schenkelwand 7 an der Innenseite eines Fensters befestigt. Dies erfolgt
zum Beispiel am feststehenden Blendrahmen des Fensters. Entsprechendes gilt für die
Ausführungsbeispiele der Figuren 4 und 7. Bei den Ausführungsbeispielen der Figuren
5 und 6 erfolgt die Befestigung beispielsweise an einem Fenstersturz, vorzugsweise
im Bereich eines Rollladenkastens. Hierzu wird im Ausführungsbeispiel der Figur 5
die Basiswand 8 zur Befestigung am Rollladenkasten herangezogen. Beim Ausführungsbeispiel
der Figur 6 bildet die Schenkelwand 7 die Befestigungswand am Rollladenkasten. Außenluft,
die sich im Rollladenkasten befindet (ein Rollladenkasten ist nach außen hin nicht
dicht) kann somit durch die entsprechende Rollladenkastenwand nach unten austreten
(hierfür sind Durchbrüche in der Rollladenkastenwand vorgesehen) und in das Innere
24 des jeweiligen Hohlprofils 2 gemäß der Ausführungsbeispiele der Figuren 5 und 6
eintreten.
[0037] Insgesamt ergibt sich beim Ausführungsbeispiel der Figur 3 ein seitlicher Lufteintritt
und ein seitlicher Luftaustritt. Beim Ausführungsbeispiel der Figur 4 ein seitlicher
Lufteintritt und ein nach unten gerichteter Luftaustritt. Beim Ausführungsbeispiel
der Figur 5 tritt die Luft in das Hohlprofil 2 von oben ein und tritt unten wieder
aus. Beim Ausführungsbeispiel der Figur 6 erfolgt ein Lufteintritt von oben und ein
Luftaustritt an der Seite. Schließlich zeigt die Figur 7 ein Ausführungsbeispiel,
bei dem die Luft seitlich eintritt und auch seitlich wieder austritt.
[0038] Insgesamt wird deutlich, dass nur mit wenigen Grundelementen, nämlich dem Grundprofil
3 und dem Deckel 4 mit entsprechender Lage von Lufteintrittsöffnung 21 und Luftaustrittsöffnung
22 eine Vielzahl von Strömungsanordnungen ausgebildet werden kann, die alle Fälle
der Praxis abdeckt.
[0039] Die Figuren 8 bis 16 gehen auf Einbauten 25 ein, die sich im Innern 24 des entsprechenden
Hohlprofils 2 befinden, vorzugsweise austauschbar befinden. Ferner können an das Äußere
des Hohlprofils 2 auch Anbauten 26 angeordnet werden, um dem Lüftungsinnenelement
1 weitere Funktionalität zu geben. Bei den Einbauten 25 handelt es sich um eine Schalldämmung
27 (gekennzeichnet durch karierte Linien), eine Sturm-Drosselvorrichtung 28 (gekennzeichnet
durch ein Quadrat mit zwei Längsstrichen und einem Diagonalstrich), ein Luftfilter
29 (gekennzeichnet durch unregelmäßige Mehrecklinien); als Anbauten kommen eine Abdichtung
30, vorzugsweise Gummidichtung, und ein Thermostat-Luftventil 31 in Betracht.
[0040] Wie aus der Figur 8 ersichtlich (und für alle anderen Ausführungsbeispiele ebenfalls
gültig) geht von der Winkelschenkelwand 9 ein in das Innere 24 des Hohlprofils 2 ragender
Winkelsteg 32 aus, der sich über die Längserstreckung des Hohlprofils 2 erstreckt.
Gegenüberliegend zum Winkelsteg 32 befindet sich an der Schenkelwand 7 ein Haltesteg
33, der auch in das Innere 24 des Hohlprofils 2 ragt und über die gesamte Längserstreckung
des Hohlprofils 2 verläuft. Der Haltesteg 33 verläuft parallel zur Basiswand 8. Dies
gilt auch für einen Schenkel 34 des Winkelstegs 32, dessen anderer Schenkel 35 parallel
zur Schenkelwand 7 verläuft. Winkelsteg 32 und Haltesteg 33 teilen das Innere 24 des
Lüftungsinnenelement 1 in einen ersten Aufnahmeraum 36 und einen zweiten Aufnahmeraum
37. Der erste Aufnahmeraum 36 erstreckt sich teilweise bis in den Bereich des Deckels
4 hinein. An der Winkelschenkelwand 10 des Deckels 4 ist ein weiterer Winkelsteg 38
angeordnet, der in das Innere 24 des Lüftungsinnenelements 1 ragt und sich benachbart,
also relativ nahe, zum Rastelement 14 befindet. Der Winkelsteg 38 besitzt einen Schenkel
39, der parallel zur Schenkelwand 7 verläuft, und einen Schenkel 40, der parallel
zur Winkelschenkelwand 10 liegt. Auch der Winkelsteg 38 verläuft über die gesamte
Längserstreckung des Hohlprofils 2.
[0041] Zwischen Winkelsteg 32 und zugeordnetem Abschnitt der zweiten Winkelschenkelwand
10 wird ein dritter Aufnahmeraum 41 ausgebildet; zwischen Winkelsteg 38 und dem zugeordneten
Abschnitt der ersten Winkelschenkelwand 9 des Deckels 4 wird ein vierter Aufnahmeraum
42 realisiert. Der Aufnahmeraum 41 wird ferner von der Innenseite der ersten Winkelschenkelwand
9 und dem Schenkel 35 des Winkelstegs 32 begrenzt. Entsprechend wird der vierte Aufnahmeraum
42 von der Innenseite der zweiten Winkelschenkelwand 10 und dem Schenkel 40 des Winkelstegs
38 begrenzt. Aus alledem folgt, dass bei einer Abnahme des Deckels 4 gleichzeitig
auch die Aufnahmeräume 41 und 42 "mit entnommen werden".
[0042] Beim Ausführungsbeispiel der Figur 8 befindet sich im Inneren 24 des Lüftungsinnenelements
1 eine Sturm-Drosselvorrichtung 28. Diese liegt unterhalb der Lufteinlassöffnung 21
und reicht bis zum Winkelsteg 32 und Haltesteg 33. Im dritten Aufnahmeraum 41 ist
ein Luftfilter 29 untergebracht. Der Luftfilter 29 grenzt bereichsweise an die Luftaustrittsöffnung
22 an. Auf der Außenseite des Deckels 4 kann an der Winkelschenkelwand 9 zunächst
eine Abdichtung 30 angebracht werden, die die Luftauslassöffnung 22 dichtend umgibt
und einen Sitz für ein Thermostat-Ventil 31 schafft. Demzufolge ist beim Ausführungsbeispiel
der Figur 8 vorgesehen, dass über den Luftweg 23 eintretende Luft (insbesondere Außenluft)
durch die Lufteinlassöffnung 21 in das noch freie Innere 24 des Lüftungsinnenelements
21 eintritt, dann nach unten umgelenkt wird und die Sturm-Drosselvorrichtung 28 durchsetzt,
die eine Luftdurchsatzbegrenzung vornimmt, sofern aufgrund des Drucks der eintretenden
Luft mindestens ein vorgegebener Schwellenwert überschritten wird. Die die Sturm-Drosselvorrichtung
28 durchsetzende Luft sammelt sich dann im unteren, freien Bereich des Inneren 24.
Dabei handelt es sich größtenteils um den zweiten Aufnahmeraum 37. Der Luftfilter
29 befindet sich im dritten Aufnahmeraum 41. Die Luft wird daher nochmals um 90° im
Inneren 24 umgelenkt, durchsetzt den Luftfilter 29 und gelangt zum abgedichtet angeordneten
Thermostat-Luftventil 31, aus dem die Luft dann in entsprechend gewünschter Richtung
austritt, sofern auch eine Luftrichtungseinstellung möglich ist. Das Thermostat-Luftventil
31 arbeitet temperaturabhängig, d.h., der Volumenstrom wird in Abhängigkeit der Temperatur
der Luft und/oder des Raumes selbsttätig eingestellt.
[0043] Das Ausführungsbeispiel der Figur 9 unterscheidet sich von dem der Figur 8 nur dadurch,
dass der Luftfilter 29 nicht im dritten Aufnahmeraum 41, sondern im vierten Aufnahmeraum
42 angeordnet ist. Dementsprechend liegt die Luftauslassöffnung 22 in der Winkelschenkelwand
10. Der Luftauslassöffnung 22 ist die Abdichtung 30 und das Thermostat-Luftventil
31 zugeordnet, d.h., diese Elemente befinden sich an der Außenseite der zweiten Winkelschenkelwand
10. In die Lufteinlassöffnung 21 eintretende Luft wird im Innern 24 umgelenkt, durchsetzt
die Sturm-Drosselvorrichtung 28 sowie den Luftfilter 29 und gelangt dann nach unten
aus der Luftauslassöffnung 22 heraus zum Thermostat-Luftventil 31, aus dem die Luft
-wie ersichtlich- gelenkt austritt, zum Beispiel nach unten, oder zur Seite.
[0044] Beim Ausführungsbeispiel der Figur 10 befindet sich im Innern 24 eine Schalldämmung
27, die unterhalb der Lufteinlassöffnung 21 beginnt und sich bis in den zweiten Aufnahmeraum
37 hineinerstreckt. Im vierten Aufnahmeraum 42 ist ein Luftfilter 29 angeordnet. In
den Lufteinlass 21 eintretende Luft, insbesondere Außenluft, wird im Innern 24 des
Lüftungsinnenelements 1 um 90° umgelenkt, durchsetzt die Schalldämmung 27 und anschließend
den Luftfilter 29 und tritt aus der Luftauslassöffnung 22 nach unten aus (nicht dargestellt)
oder zur Seite, sofern dort entsprechende Luftleitmittel, wie Lamellen oder dergleichen,
angeordnet sind. Die Luftleitmittel sind der Einfachheit halber nicht dargestellt.
[0045] Beim Ausführungsbeispiel der Figur 11 wird eine Schalldämmung 27 im Innern 24 des
Lüftungsinnenelements 1 eingesetzt, die aus zwei Bereichen besteht. Der erste, im
Querschnitt dreieckförmige Bereich 43 der Schalldämmung 27 befindet sich in der oberen
rechten Ecke im ersten Aufnahmeraum 36 unter Freilassung der Lufteinlassöffnung 21.
Der zweite Bereich 44 der Schalldämmung 27, der -im Querschnitt gesehen- ebenfalls
dreieckförmig ausgebildet ist, befindet sich im unteren linken Eckbereich des zweiten
Aufnahmeraums 37. Im dritten Aufnahmeraum 41 ist ein Luftfilter 29 angeordnet. Durch
die Lufteinlassöffnung 21 eintretende Luft wird durch die beiden Bereiche 41 und 44
der Schalldämmung 27 hinsichtlich der Übertragung etwaiger Geräusche gedämmt und gefiltert
aus der Luftaustrittsöffnung 22 seitlich ausgeblasen.
[0046] Das Ausführungsbeispiel der Figur 12 unterscheidet sich von dem Ausführungsbeispiel
der Figur 11 nur dadurch, dass sich in der mittleren Zone im Innern 24 des Lüftungsinnenelements
1 zusätzlich eine Sturm-Drosselvorrichtung 28 befindet. Sie erstreckt sich bis zu
dem Winkelsteg 32 und dem Haltesteg 33. Der Dreiecksquerschnitt des Bereichs 43 der
Schalldämmung 27 ist kleiner gegenüber dem beim Ausführungsbeispiel der Figur 11 ausgebildet.
Während die Ausführungsbeispiele der Figuren 8 bis 12 Hohlprofile 2 zeigen, bei denen
die Basiswand 8 horizontal verläuft, erstreckt sich die Basiswand 8 bei den nunmehr
folgenden Ausführungsbeispielen der Figuren 13 bis 16 in vertikaler Richtung. Insgesamt
wird bei einem Vergleich der Ausführungsbeispiele der Figuren 8 bis 16 deutlich, dass
- auf einfache Weise und durch einfache Auswahl- dem entsprechenden Lüftungsinnenelement
1 Einbauten 25 und/oder Anbauten 26 zugeordnet werden können, um die jeweilige Lüftungsaufgabe
optimal bewerkstelligen zu können.
[0047] Beim Ausführungsbeispiel der Figur 13 ist im ersten Aufnahmeraum 1 (Mittelzone) eine
Sturm-Drosselvorrichtung 28 angeordnet. Diese erstreckt sich rechtsseitig der Lufteinlassöffnung
21 und reicht bis an den Winkelsteg 32 beziehungsweise den Haltesteg 33 heran. An
der Innenseite der Basiswand 8 und an der Innenseite der kurzen Schenkelwand 6 ist
jeweils eine mattenförmig ausgebildete Schalldämmung 27 angeordnet. Diese erstreckt
sich teilweise überlappend zur Sturm-Drosselvorrichtung 28. Im vierten Aufnahmeraum
42 ist ein Luftfilter 29 angeordnet. Auf der Außenseite der Winkelschenkelwand 10
befindet sich eine Abdichtung 30 sowie ein Thermostat-Luftventil 31. Durch die Lufteinlassöffnung
21 eintretende Zuluft wird hinsichtlich einer Schallübertragung durch die beiden Matten
der Schalldämmung 27 schallgedämmt, durchsetzt die Sturm-Drosselvorrichtung 28 und
gelangt zum Luftfilter 29 und schließlich zum Thermostat-Luftventil 31. Wie ersichtlich
tritt die Luft vertikal nach unten in das Lüftungsinnenelement 1 ein und seitlich
aus diesem aus.
[0048] Die Figur 14 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Lüftungsinnenelements 1, bei dem
sich die Lufteinlassöffnung 21 an der Basiswand 8 befindet. Unmittelbar an die Lufteinlassöffnung
21 schließt sich eine Sturm-Drosselvorrichtung 28 an, die sich im ersten Aufnahmeraum
36 befindet. Eine Schalldämmung 27 folgt, die sich teilweise im ersten Aufnahmeraum
36 und auch im zweiten Aufnahmeraum 37 befindet. Innerhalb des vierten Aufnahmeraums
42 ist ein Luftfilter 29 angeordnet. Die Luft durchströmt das Lüftungsinnenelement
1 auf geradem Wege, d.h., die Lufteinlassöffnung 21 liegt geradlinig fluchtend zur
Luftauslassöffnung 22, wobei zwischen diesen beiden Öffnungen 21, 22 -in Strömungsrichtung
betrachtet- die Sturm-Drosselvorrichtung 28, die Schalldämmung 27 und der Luftfilter
29 befinden.
[0049] Die Figur 15 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Lüftungsinnenelements 1, bei dem
sich die Lufteinlassöffnung 21 an der Schenkelwand 7 und die Luftauslassöffnung 22
an der Winkelschenkelwand 10 befinden. Im Innern 24 des Lüftungsinnenelements 1 ist
im Aufnahmeraum 36 sowohl eine Schalldämmung 27 als auch eine Sturm-Drosselvorrichtung
28 angeordnet. Der zweite Aufnahmeraum 37 ist unbestückt; im vierten Aufnahmeraum
42 befindet sich ein Luftfilter 29. Die Schalldämmung 27 ist im Querschnitt dreieckförmig
gestaltet und füllt die untere linke Ecke des Hohlprofils 2 aus. Die Luft tritt gemäß
der Strömungspfeile 20 von oben her in die Lufteinlassöffnung 21 ein und wird seitlich
aus der Luftauslassöffnung 22 ausgeblasen.
[0050] Die Figur 16 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Lüftungsinnenelements 1 mit sich
im Aufnahmeraum 36 befindlicher Schalldämmung 27 und im vierten Aufnahmeraum 42 angeordnetem
Luftfilter 29. Die Lufteinlassöffnung 21 befindet sich in der Basiswand 8; die Luftauslassöffnung
22 ist in der Winkelschenkelwand 10 angeordnet, so dass diesbezüglich die gleichen
Verhältnisse wie beim Ausführungsbeispiel 14 vorliegen. Eintretende Luft durchsetzt
zunächst die Schalldämmung 27 und anschließend den Luftfilter 29. Die Luftströmungsrichtung
ist geradlinig horizontal.
[0051] Die Figur 17 zeigt ein Lüftungsaußenelement 51 der Lüftungsvorrichtung. Das Lüftungsaußenelement
51 ist als Hohlprofil 52 ausgebildet; es wird vorzugsweise als Strangpressprofil aus
Kunststoff oder Metall, vorzugsweise Aluminium, hergestellt. Die Figur 17 zeigt ein
Querschnittsbild des Hohlprofils 52, das als "Endlosprofil" hergestellt und entsprechend
der Einbausituation abgelängt wird. Das Hohlprofil 52 besitzt eine konvex nach außen
gewölbte Haubenwand 53, die
- vom Ende 59 ausgehend- zum freien Ende 54 hin zunächst einen geraden Abschnitt 55,
einen bogenförmigen Abschnitt 56, einen wiederum etwa geradlinig verlaufenden Abschnitt
57 und einen geringfügig konvex nach außen gebogenen Abschnitt 58 aufweist. An das
dem freien Ende 54 gegenüberliegende Ende 59 der Haubenwand 53 schließt sich unter
einem Winkel, vorzugsweise einem rechten Winkel, eine geradlinig verlaufende Seitenwand
60 an, die von einer Luftwegöffnung 61 durchsetzt wird. Bei der Luftwegöffnung 61
handelt es sich um eine Vielzahl von reihenförmig angeordneten Öffnungen, die über
die Längserstreckung des Hohlprofils 52 verteilt angeordnet sind, so dass zwischen
den einzelnen Öffnungen jeweils Materialstege liegen, die das Gesamtprofil zusammenhalten.
Der untere Rand 62 der Luftwegöffnung 61 weist zur Oberseite 63 einer Bodenwand 64
einen Abstand a auf. Die Bodenwand 64 geht von der Innenseite 65 der Seitenwand 60
aus und verläuft parallel oder etwa parallel zum geraden Abschnitt 55 der Haubenwand
53. Insbesondere besteht zwischen der Bodenwand 64 und der Seitenwand 60 ein Winkel,
insbesondere ein rechter Winkel. Die Seitenwand 60 setzt sich geradlinig unterhalb
der Bodenwand 64 als Leitwand 66 fort, wobei deren freies Ende 67 gegenüber dem freien
Ende 54 der Haubenwand 53 in der in der Figur 17 erkennbaren Einbaulage des Luftaußenelements
51 eine höhere Position einnimmt.
[0052] An ihrem der Seitenwand 60 abgewandten Ende 68 geht die Bodenwand 64 in einen nach
unten, in Richtung auf das freie Ende 54 weisenden Bogenabschnitt 69 über, an dessen
Ende 70 eine Hinderniswand 71 angeordnet ist, die schräg nach oben ragt, wobei ihre
Neigung etwa der Neigung des geradlinig verlaufenden Abschnitt 57 der Haubenwand 53
entspricht. Die Hinderniswand 71 befindet sich somit im Innern 72 des Lüftungsaußenelements
51 und liegt zwischen der Haubenwand 53 und der Seitenwand 61. Der untere Rand 62
der Luftwegöffnung 61 wird von der Hinderniswand 71 nach oben hin überragt, das heißt,
das obere freie Ende 73 nimmt eine höhere Position ein als der untere Rand 62 der
Luftwegöffnung 61. Innerhalb des etwa als U-förmigen Profilabschnitts, gebildet durch
die Hinderniswand 71, die Bodenwand 64 und einem entsprechenden Abschnitt der Seitenwand
60 wird eine Sammelkammer 74 ausgebildet. Die Hinderniswand 71 setzt sich jenseits
der Bodenwand 64 geradlinig als Abtropfwand 75 fort, die ein nach unten weisendes,
freies Ende 76 aufweist, das eine Abtropfkante 77 bildet. Das freie Ende 76 liegt
tiefer als das freie Ende 67, jedoch höher als das freie Ende 54 in der aus der Figur
17 hervorgehenden Einbauposition des Luftaußenelements 51. Zwischen der Haubenwand
53 und der Abtropfwand 75 ist zwischen den freien Enden 54 und 76 eine nach unten
weisende, also unterseitige Lufteinlassöffnung 78 ausgebildet, die über einen zwischen
der Haubenwand 53 und der Abtropfwand 75 sowie der Hinderniswand 71 ausgebildeten
Vertikalkanal 79 zur Sammelkammer 74 führt. Der Vertikalkanal 79 verläuft im Ausführungsbeispiel
der Figur 17 nicht genau vertikal, sondern leicht schräg geneigt zur Seitenwand 60
und mündet dann im oberen Bereich bogenförmig in die Sammelkammer 74, wobei sich in
Weiterverfolgung dieses Bogens die Luftwegöffnung 61 anschließt.
[0053] In der Bodenwand 64 des Lüftungsaußenelements 51 ist mindestens eine Ablauföffnung
80 vorgesehen. Die Ablauföffnung 80 befindet sich im Bogenabschnitt 69. Sie grenzt
mit ihrem linken Rand an die Hinderniswand 71 an. Insgesamt besteht die Ablauföffnung
80 aus einer Vielzahl reihenförmig angeordneter Öffnungen, die sich über die Längserstreckung
des Hohlprofils 52 verteilt unter Ausbildung entsprechender Zwischenstege erstrecken.
[0054] Für die Montage des Lüftungsaußenelements 51 ist gemäß Figur 18 eine Abdichtung 81
in Form einer Gummidichtung 82 vorgesehen, die an der Außenseite 83 der Seitenwand
60 anliegt und mit einer Luftdurchtrittsöffnung 84 versehen ist, wobei sich die Luftdurchtrittsöffnung
84 ebenfalls aus einer Vielzahl von Öffnungen zusammensetzt, entsprechend der Öffnungen
der Luftwegöffnung 61.
[0055] Das Ausführungsbeispiel der Figur 19 zeigt ein Lüftungsaußenelement 51, das sich
von dem Ausführungsbeispiel der Figur 17 im Wesentlichen dadurch unterscheidet, dass
im Vertikalkanal 79 ein Einbau 85 vorzugsweise in rollenförmiger Gestalt angeordnet
ist. Hierzu sind Aufnahmesitze 86 und 87 in Form von Aufnahmemulden an der Innenseite
88 der Haubenwand 53 und der Innenseite 89 von Hinderniswand 71 beziehungsweise Abtropfwand
75 ausgebildet. Auf diese Art und Weise lässt sich der Einbau 85 von unten her in
die Lufteinlassöffnung 78 einführen und in den Aufnahmesitzen 86 und 87 durch Einklipsen
befestigen. Entsprechend umgekehrt erfolgt die Entnahme. Bei dem Einbau 85 kann es
sich beispielsweise um ein Luftfilter 90 und/oder einen Insektenschutz 91 handeln.
Beispielsweise kann ein gerolltes Fliegendrahtgewebe zum Einsatz kommen (Fliegendrahtgewebering
gemäß Figur 22).
[0056] Die Figur 20 verdeutlicht nochmals den Aufbau des Lüftungsaußenelements 51 gemäß
Ausführungsbeispiel der Figur 17 in perspektivischer Darstellung.
[0057] Die Figuren 21 und 22 zeigen anhand von Strömungspfeilen 92 die Luftströmung durch
das Lüftungsaußenelement 51. Außenluft gelangt von unten her in die Lufteinlassöffnung
78, durchströmt den Vertikalkanal 79 und wird durch die Haubenwand 53 bogenförmig
in Richtung auf die Luftwegöffnung 61 abgelenkt. Anschließend wird die Luftwegöffnung
61 in Form einer horizontalen, seitwärts gerichteten Strömung durchströmt. Hier kann
sich der Luftweg 23 anschließen.
[0058] Aus all dem wird deutlich, dass die Konstruktion des Lüftungsaußenelements 51 einen
Lufteinlass beziehungsweise eine Lüftungsvorrichtung ausbildet, der/die von unten
her angeströmt wird und die Luft dann seitlich abführt, wobei Fremdstoffe, beispielsweise
Niederschlag, wie Regen, Schnee und so weiter, aufgrund der nach unten weisenden Lufteinlassöffnung
78 nicht in das Lüftungsaußenelement 51 eindringen. Sollten dennoch aufgrund ungünstiger
Windverhältnisse zum Beispiel einige Regentropfen mit in die Lufteinlassöffnung 78
eindringen, so sorgt die Hinderniswand 71 dafür, dass sich der Niederschlag an dieser
Wand oder an der Innenseite der Haubenwand 53 niederschlägt und nach unten herunterläuft
und von der Abtropfkante 77 abtropft beziehungsweise auch vom freien Ende 54 der Haubenwand
53 nach unten abtropft. Sollte bei besonders ungünstigen Wetterverhältnissen dennoch
Feuchtigkeit oder dergleichen bis in die Sammelkammer 74 vordringen, so wird sie sich
dort im Wesentlichen niederschlagen und sich auf der Bodenwand 64 sammeln. Ein Eindringen
von Feuchtigkeit in die Luftwegöffnung 61 ist aufgrund des Abstands a (Stufenbildung)
zwischen Bodenwand 64 und dem unteren Rand 62 der Luftwegöffnung 61 erschwert. Ferner
kann Feuchtigkeit auf der Bodenwand 64 durch die Ablauföffnung 80 nach unten abfließen.
[0059] Beim Ausführungsbeispiel der Figur 22 liegen entsprechende Verhältnisse wie beim
Ausführungsbeispiel der Figur 21 vor. Der Einbau 85, der luftdurchlässig ist, bietet
-je nach Ausbildung- jedoch einen zusätzlichen Schutz vor dem Eindringen von Fremdkörpern
und Niederschlag.
[0060] Die Figuren 23 bis 25 zeigen ein Abschlusselement 101 aus verschiedenen Perspektiven.
Das Abschlusselement 101 dient dazu, die offenen Enden eines Hohlprofils 2 eines Lüftungsinnenelements
1 beziehungsweise eines Hohlprofils 52 eines Lüftungsaußenelements 51 zu verschließen
und insbesondere gleichzeitig eine Befestigungsmöglichkeit zu schaffen, um das jeweilige
Hohlprofil 2 beziehungsweise 52 an einer Montagefläche zu befestigen. Das Abschlusselement
101 ist in den Figuren 23 bis 25 aus verschiedenen Richtungen gesehen dargestellt
und für den Verschluss des einen Endes des Hohlprofils 52 des Lüftungsaußenelements
51 geeignet. Zum Verschluss der anderen Seite des Hohlprofils 52 des Lüftungsaußenelements
51 ist ein entsprechend spiegelbildlich gestaltetes Abschlusselement 101 erforderlich.
Aus Figur 25 geht hervor, dass eine Stirnwand 102, die dem Verschluss des Hohlprofils
52 dient, die Kontur des Grundrisses des Hohlprofils 52 aufweist. Soll ein entsprechendes
Abschlusselement 101 verwendet werden, um das Hohlprofil 2 des Lüftungsinnenelements
1 seitlich zu verschließen, so wird die entsprechende Stirnwand 102 eine angepasste
Kontur, insbesondere eine Rechteckkontur, aufweisen, um den seitlichen Verschluss
des Hohlprofils 2 vornehmen zu können. Grundsätzlich liegt jedoch stets die gleiche
Funktion und auch der grundsätzlich konstruktive gleiche Aufbau beim Abschlusselement
101 vor, egal, ob dieses dem Lüftungsaußenelement 51 oder dem Lüftungsinnenelement
1 zugeordnet wird.
[0061] Das Abschlusselement 101 besitzt neben der Stirnwand 102 eine rechtwinklig davon
abgehende Befestigungswand 103 die von einer Befestigungsbohrung 104 durchsetzt ist.
Rechtwinklig zur Stirnwand 102 sowie entgegengesetzt zur Richtung der Befestigungswand
103 verlaufend, ist am Abschlusselement 101 eine Stützwand 105 vorgesehen, wobei die
Rückseite 106 der Befestigungswand 103 mit der Rückseite 107 der Stützwand 105 eine
Stufe 108 ausbildet derart, dass die Rückseite 107 zurückversetzt zur Rückseite 106
liegt. Hierdurch wird ein Freiraum 109 geschaffen, um dort -im Falle des Lüftungsaußenelements
51- die Seitenwand 60 aufnehmen zu können, das heißt, die Stützwand 105 wird in das
Innere des Hohlprofils 52 derart eingeschoben, dass sich die Rückseite107 auf die
Innenseite 65 der Seitenwand 60 auflegt. Hierdurch wird das Hohlprofil 52 gehalten,
wenn beispielsweise mittels einer die Befestigungsbohrung 104 durchgreifenden Befestigungsschraube
das Lüftungsaußenelement 51 an einer Montagefläche befestigt wird. Wie der Figur 23
zu entnehmen ist, ist die grundsätzliche Struktur des Abschlusselements 101 T-förmig.
[0062] Die Figuren 26 bis 29 zeigen verschiedene Einbausituationen eines Lüftungsinnenelements
1 und/oder eines Lüftungsaußenelements 51 am oder im Bereich eines Fensters 120 oder
dergleichen. Bei einigen Beispielen sind sowohl Lüftungsinnenelement 1 und Lüftungsaußenelement
51 dargestellt, bei anderen nur das Lüftungsinnenelement 1. Diese Einbauvarianten
sind jedoch nur Beispiele, d.h., es ist durchaus denkbar bei einer dargestellten Einbausituation
anstelle eines Lüftungsinnenelements 1 an entsprechender Stelle, nämlich an der Außenseite
-und nicht an der Innenseite- ein Lüftungsaußenelement 51 alleinig vorzusehen. Ferner
ist es denkbar, dass einem dargestellten Lüftungsinnenelement 1 auf der Innenseite
ein nicht dargestelltes Lüftungsaußenelement 51 auf der Außenseite an entsprechender
Stelle zugeordnet wird. Es sind also beliebige Kombinationen der verschiedenen Möglichkeiten
bildbar.
[0063] In den Figuren 26 bis 29 ist der obere Blendrahmen 121 sowie der obere Schenkel des
Fensterflügels 122 mit einem Bereich der Glasscheibe 123 schematisch dargestellt.
Das Fenster 120 ist in eine Fensteröffnung 124 eines Gebäudes eingebaut. Auf der jeweils
linken Seite der Figur 26 bis 29 liegt der Außenluftbereich 125; auf der jeweils rechten
Seite der zu belüftende Raum 126. In der Figur 29 befindet sich oberhalb des Fensters
120 ein Rollladenkasten 127 mit teilweise aufgewickeltem Rollladen 128.
[0064] Gemäß Figur 26 ist an der Außenseite des Blendrahmens 121 ein Lüftungsaußenelement
51 befestigt. Der Blendrahmen 121 wird von einem Luftweg 23 durchsetzt, der einendig
mit der Luftwegöffnung 61 des Lüftungsaußenelement 51 kommuniziert und anderendig
mit der Lufteinlassöffnung 21 eines Lüftungsinnenelements 1 in Verbindung steht, das
auf der Innenseite des Blendrahmens 121 montiert ist. Alternativ ist es auch möglich,
dass das Lüftungsaußenelement 51 und das Lüftungsinnenelement 1 am Fensterflügel 122
(Flügelrahmen) befestigt sind und der Luftweg 23 den Flügelrahmen durchsetzt. Natürlich
ist es auch denkbar, dass sich am Blendrahmen 121 oder am Flügelrahmen 122 des Fensters
120 nur auf einer Seite eine Lüftungsvorrichtung in Form eines Lüftungsinnenelements
1 oder eines Lüftungsaußenelements 51 befindet und dass die Luft dann durch einen
entsprechenden Luftweg 23 geleitet wird. Der Luftweg 23 endet dann entweder auf der
Innenseite oder auf der Außenseite des Blendrahmens 121 beziehungsweise des Fensterflügels
122, ohne dort vorgesehene Lüftungsvorrichtung. Auf diese Art und Weise kann Außenluft
aus dem Außenluftbereich 125 in das Innere des Raumes 126 gelangen.
[0065] Beim Ausführungsbeispiel der Figur 27 befindet sich ein Lüftungsinnenelement 1 am
Fensterflügel 122. Die Anordnung ist derart getroffen, dass durch den Falzbereich
130 des Fensters 120 Außenluft bis zu einem Luftweg 23 im Fensterflügel 122 vordringen
kann und dann in das Lüftungsinnenelement 1 eintritt und schließlich von dort aus
in den Raum 126 gelangt. Das Ausführungsbeispiel der Figur 28 unterscheidet sich vom
Ausführungsbeispiel der Figur 27 dadurch, dass das Lüftungsinnenelement 1 in einer
anderen Orientierung an der Innenseite des Fensterflügels 22 befestigt ist. Alternativ
kann das Lüftungsinnenelement 1 in gewünschter Orientierung am Blendrahmen 121 befestigt
sein und die Luft durch den Falzbereich und einen Luftweg erhalten. Die verschiedenen
zur Figur 27 beschriebenen, dargestellten und nicht dargestellten Varianten sind auch
ohne Lüftungsinnenelment 1, jedoch mit Lüftungsaußenelement 51 denkbar (nicht dargestellt).
[0066] Beim Ausführungsbeispiel der Figur 29 kann Außenluft in üblicher Weise in das Innere
des Rollladenkastens 27 gelangen. Innerhalb des Raumes 126 liegt eine Verschlusswand
131 (Bodenwand) des Rollladenkastens 127, an der ein Lüftungsinnenelement 1 befestigt
ist. Dies steht über einen Luftweg 129 mit dem Innern des Rollladenkastens 127 kommunizierend
in Verbindung. Auf diese Art und Weise ist es möglich, in den Raum 126 mittels des
Lüftungsinnenelements 1 Außenluft einströmen zu lassen.
[0067] Alle Ausführungsbeispiele der Figuren 26 bis 29 zeigen, dass aufgrund des Lüftungsinnenelements
und/oder des Lüftungsaußenelements eine Lüftungsvorrichtung geschaffen ist, die eine
Raumlüftung mit Außenluft ermöglicht, ohne dass ein Fenster, eine Tür oder dergleichen
geöffnet werden muss. Natürlich ist der erwähnten Lüftungsvorrichtung eine Verschlusseinrichtung
zuordenbar oder in diese integriert, damit auch ein komplettes Verschließen möglich
ist und keine Außenluft in den Raum 126 gelangt.
[0068] Das Ausführungsbeispiel der Figur 30 zeigt ein Lüftungsaußenelement 51, das im Wesentlichen
dem Lüftungsaußenelement der Figur 19 entspricht, so dass hinsichtlich der Beschreibung
auf die Figur 19 in Zusammenhang mit der Figur 17 verwiesen wird. Das Lüftungsaußenelement
51 der Figur 30 unterscheidet sich von den entsprechenden Elementen der Figuren 17
und 19 im Wesentlichen dadurch, dass die Hinderniswand 71 nach oben hin nicht mit
einem freien Ende 73 abschließt, sondern dass dort ein Scheitelpunkt 160 liegt und
eine Bogenwand 161 ausgeht, so dass insgesamt von Hinderniswand 71 und Bogenwand 161
-im Querschnitt gesehen- eine Hakenform gebildet wird, wobei eine nach unten weisende
Endkante 162 zur Bodenwand 64 einen Abstand belässt. Zwischen Bogenwand 161 und Hinderniswand
71 ist ein nach unten offenes Auge 163 (Nut) ausgebildet.
[0069] Aufgrund der Bogenwand 161 wird die Luft optimal abgeleitet. Ferner ermöglicht das
Auge 163 das Eindrehen einer Blechschraube 164, wie dies aus der Figur 31 zu erkennen
ist. Dort wird zur Befestigung eines winkelförmigen Abschlusselements 101 eine Durchgangsöffnung
165 der Stirnwand 102 des Abschlusselements 101 von der Blechschraube 164 durchgriffen
und in das Auge 163 eingeschraubt. Die zur Stirnwand 102 rechtwinklig stehende Befestigungswand
103 weist eine Befestigungsbohrung 104 auf, in die eine Befestigungsschraube 166 einschraubbar
ist, um das Lüftungsaußenelement 51 an einer Befestigungsfläche festzulegen.
[0070] Die Figur 32 unterscheidet sich von dem Ausführungsbeispiel der Figur 31 dadurch,
dass das Abschlusselement 101 nicht winkelförmig ausgebildet ist, sondern nur die
Stirnwand 102 aufweist und demzufolge nur ein seitliches Verschließen des Lüftungsaußenelements
51 erfolgt. Die Befestigung des Lüftungsaußenelements 51 der Figur 32 erfolgt auf
andere, unsichtbare Art und Weise. Hierzu wird auf die Figuren 33 bis 35 verwiesen.
[0071] Die Figur 33 zeigt ein Befestigungsclip 167, der aus einem elastischen Material besteht,
insbesondere aus Metall oder aus Kunststoff hergestellt ist. Bevorzugt kann als Kunststoffmaterial
PVC oder PE eingesetzt werden. Der Befestigungsclip 167 ist rohrförmig ausgebildet,
wobei die Mantelwand des Rohres einen Längsschlitz 168 aufweist, wie dies aus der
Figur 33 hervorgeht. Dem Längsschlitz 168 gegenüberliegend wird die Rohrwandung 169
von einer Befestigungsbohrung 170 durchsetzt.
[0072] Die Figur 34 zeigt die Seitenwand 60 des Lüftungsaußenelements 51, die eine Rückwand
bildet und Luftwegöffnungen 61 besitzt.
[0073] Die Figur 35 zeigt, den mit einer Befestigungsschraube 166 befestigten Befestigungsclip
167 zur Befestigung des Lüftungsaußenelements 51. Sofern eine Abdichtung 81 verwendet
wird, wird diese an eine Befestigungsfläche 171 angelegt und mittels zweier Befestigungsclips
167 (Figur 34) mit deren Befestigungsschrauben 166 gehalten. Es ist auch möglich,
dass keine Abdichtung 81 zum Einsatz gelangt oder dass eine Abdichtung verwendet wird,
die separat für sich und nicht mit den Befestigungsschrauben 166 befestigt wird. Zur
Clipsbefestigung des Lüftungsaußenelements 51 wird dieses so auf die befestigten Befestigungsclips
167 von vorne aufgeschoben, dass sich jeweils eine Luftwegöffnung 61 auf die Federschenkel
des jeweiligen Befestigungsclips 167 aufsetzt. Durch weiteres Aufdrücken des Lüftungsaußenelements
51 federt der jeweilige Befestigungsclip 167 zusammen, so dass die Luftwegöffnung
61 passieren kann und dann in Hintergriff zum sich wieder spreizenden Befestigungsclip
167 gelangt. Die gespreizten Schenkel der Befestigungsclips 167 führen zur Festlegung,
so dass eine Rasthalterung vorliegt, die problemlos auch ein Entklipsen in entsprechend
umgekehrter Art und Weise zulässt. Die gebogenen Mantelflächen der Befestigungsclips
167 bilden Auflaufschrägen für das Auf- und Entklipsen.
1. Einem Fenster oder dergleichen zuordenbare, ein Öffnen des Fensters nicht erforderlich
machende Lüftungsvorrichtung, mit einem raumseitigen Lüftungsinnenelement, das über
einen Luftweg mit der Außenluft kommunizieren kann, dadurch gekennzeichnet, dass das Lüftungsinnenelement (1) ein Hohlprofil (2) aufweist, das eine Vorderwand (150)
und mindestens eine Seitenwand (151) besitzt, wobei mindestens ein Teil der Vorderwand
(150) und zumindest ein Teil der Seitenwand (151) als von einem, mindestens eine Lufteinlassöffnung
(21) aufweisenden Grundprofil (3) des Hohlprofils (2) abnehmbarer, winkelförmiger,
mindestens eine Luftauslassöffnung (22) aufweisender Deckel (4) ausgebildet ist.
2. Lüftungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Grundprofil (2) mehrere, winklig zueinander stehende Grundprofilwände aufweist,
von denen mindestens eine die Lufteinlassöffnung (21) aufweist.
3. Lüftungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (4) mittels einer Rasteinrichtung (11) am verbleibenden Grundprofil (3)
des Hohlprofils (2) gehalten ist.
4. Lüftungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rasteinrichtung (11) einstückig am Deckel (4) und/oder dem Grundprofil (3) ausgebildet
ist.
5. Lüftungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Innenseite des Deckels (4) ein Luftfilter (29) austauschbar gehalten ist.
6. Lüftungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Grundprofil (3) mindestens eine Aufnahmekammer für eine Schalldämmung (27) und/oder
eine Sturm-Drosselvorrichtung (28) aufweist.
7. Lüftungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schalldämmung (27) und/oder die Sturm-Drosselvorrichtung (28) auswechselbar im
Innern (24) des Grundprofils (3) angeordnet ist.
8. Lüftungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am Deckel (4), insbesondere an seiner Außenseite, ein der Luftauslassöffnung (22)
zugeordnetes Thermostat-Luftventil (31) anbringbar/angebracht ist.
9. Lüftungsvorrichtung, bevorzugt nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein Lüftungsaußenelement (51), das über den Luftweg (23) mit dem zu belüftenden Raum
(126) kommunizieren kann und ein Hohlprofil (52) aufweist, mit mindestens einer unterseitigen
Lufteinlassöffnung (78) und mindestens einer seitlichen Luftwegöffnung (61), wobei
sich innerhalb des Hohlprofils (52) zwischen der Lufteinlassöffnung (78) und der Luftwegöffnung
(61) eine den unteren Rand (62) der Luftwegöffnung (61) nach oben überragende Hinderniswand
(71) befindet.
10. Lüftungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Hinderniswand (71) ein freies oberes Wandende (73) aufweist.
11. Lüftungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Hinderniswand (71) und der Luftwegöffnung (61) eine im Hohlprofil (52)
liegende Sammelkammer (74) ausgebildet ist.
12. Lüftungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sammelkammer (74) eine Bodenwand (64) aufweist, die mindestens eine Ablauföffnung
(80) besitzt.
13. Lüftungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ablauföffnung (80) an die Hinderniswand (71) angrenzt oder in der Nähe von dieser
liegt.
14. Lüftungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass einseitig an die Bodenwand (64) eine winklig zu ihr stehende, nach unten weisende
Abtropfwand (75) angrenzt.
15. Lüftungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass anderseitig an die Bodenwand (64) eine winklig zu ihr stehende, nach unten weisende
Leitwand (66) angrenzt.
16. Lüftungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abtropfwand (75) nach oben hin in die Hinderniswand (71) übergeht.
17. Lüftungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitwand (66) nach oben hin in eine die Luftwegöffnung (61) aufweisende Seitenwand
(60) übergeht.
18. Lüftungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Hohlprofil (2) des Lüftungsinnenelements (1) und/oder das Hohlprofil (52) des
Lüftungsaußenelements (51) als Strangpressprofil ausgebildet ist.
19. Lüftungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Strangpressprofil aus Kunststoff oder Metall, vorzugsweise Aluminium, besteht.
20. Lüftungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass den Enden des Hohlprofils (2,52)/der Hohlprofile (2,52) Stirnwände (102) zuordenbar
sind.
21. Fenster, Tür oder dergleichen, mit einer Lüftungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche.