[0001] Die Erfindung betrifft einen Schalldämpfer nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 für
eine Abgasanlage eines Kraftfahrzeuges. Des weiteren betrifft die Erfindung eine Abgasanlage
für ein Kraftfahrzeug, mit einem erfindungsgemäßen Schalldämpfer.
[0002] Die im Abgas durch den Verbrennungsprozeß im Verbrennungsmotor entstehenden Druckimpulse
führen in dem durch die Abgasanlage strömenden Abgasstrom zur Entstehung von Schallwellen
in unterschiedlichen Frequenzbereichen. Mit Hilfe von in der Abgasanlage vorgesehenen
Schalldämpfern sollen insbesondere die für das menschliche Gehör hörbaren Frequenzen
gedämpft werden. Des weiteren soll verhindert werden, dass die Schallwellen von der
Abgasanlage an die Karosserie oder das Chassis des Fahrzeuges übertragen werden und
diese zum Schwingen anregt.
[0003] Um höherfrequente Schallwellen zu dämpfen, ist es bekannt, den Abgasstrom durch einen
sogenannten Schallabsorber oder Absorptionsschalldämpfer zu leiten. Hierbei werden
die Schallwellen in einem Dämpfungsmaterial durch Reibung in Wärme umgewandelt und
so gedämpft. Niederfrequente Schallwellen werden unter anderem durch Verwendung eines
Resonators gedämpft, bei dem ein im Resonator befindliches Gasvolumen sowie der Resonator
selbst in Schwingung versetzt werden und die dem Resonator und dem Gasstrom eigene
Masse ein Dämpfen der niederfrequenten Anteile der Schallwellen bewirkt.
[0004] Aus der EP 0 802 308 B1 ist ein Schalldämpfer für eine Abgasanlage eines Kraftfahrzeuges
bekannt, bei dem Schallwellen unterschiedlicher Frequenzbereiche durch die Kombination
eines Resonators mit einem Schallabsorber gedämpft werden, die in einem gemeinsamen
Schalldämpfergehäuse angeordnet sind. Als Resonator dient hierbei ein vom Abgasrohr
abgezweigtes Resonatorrohr, das mit dem Abgasrohr in Strömungsverbindung steht. Der
Schallabsorber, der die hochfrequenten Schallwellen dämpfen soll, ist beabstandet
zum Resonatorrohr im Schalldämpfergehäuse angeordnet und steht gleichfalls mit dem
Abgasrohr in Strömungsverbindung.
[0005] Nachteilig an diesem bekannten Schalldämpfer ist insbesondere, dass der Schalldämpfer
aufgrund der Kombination des Resonatorrohres mit dem Schallabsorber ein verglichen
mit herkömmlichen Schalldämpfern großes Bauvolumen besitzt.
[0006] Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Schalldämpfer für eine Abgasanlage eines Kraftfahrzeuges
bzw. eine Abgasanlage, die mit einem derartigen Schalldämpfer ausgestattet ist, anzugeben,
der bzw. bei der der Schalldämpfer ein verglichen mit den bekannten Schalldämpfern
geringeres Bauvolumen aufweist.
[0007] Die Erfindung löst die Aufgabe durch einen Schalldämpfer mit den Merkmalen nach Anspruch
1. Des weiteren löst die Erfindung die Aufgabe durch eine Abgasanlage gemäß Anspruch
12, die mit einem erfindungsgemäßen Schalldämpfer ausgestattet ist.
[0008] Bei dem erfindungsgemäßen Schalldämpfer, der mit einem Resonator zur Dämpfung niederfrequenter
Schallwellen sowie einem Schallabsorber zur Absorption hochfrequenter Schallwellen
ausgestattet ist, werden gleichzeitig sowohl das Abgasrohr selbst als auch der Schallabsorber
als Funktionselemente des Resonators eingesetzt, bilden als einen Teil des Resonators.
Zu diesem Zweck wird bei dem erfindungsgemäßen Schalldämpfer ein rohrförmiger Resonanzkörper
verwendet, der mit dem Abgasohr in Strömungsverbindung steht, das Abgasrohr in Umfangsrichtung
gleichzeitig umschließt, jedoch beabstandet zum Abgasrohr gehalten ist, während gleichzeitig
der Schallabsorber zumindest teilweise in das offene Ende des Resonanzkörpers eingeführt
ist.
[0009] Das Gasvolumen im Resonator, mit dem die niederfrequenten Anteile der Schallwellen
gedämpft werden sollen, ist somit durch die Innenoberfläche des Resonanzkörpers, die
Außenoberfläche des vom Resonanzkörper umschlossenen Abschnittes des Abgasrohres sowie
die Außenoberfläche des in den Resonanzkörper eingeführten Schallabsorbers begrenzt.
Durch die Einbeziehung des Abgasrohres und des Schallabsorbers in die Gestaltung des
Resonators läßt sich ein sehr kompakter Schalldämpfer mit einem verglichen mit dem
Stand der Technik äußerst geringem Bauvolumen realisieren. Gleichzeitig kann durch
entsprechende Gestaltung des Resonanzkörpers, des Abgasrohres und des Schallabsorbers
das Dämpfungsverhalten des Resonators gezielt beeinflussen.
[0010] Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, den
Unteransprüchen und der Zeichnung.
[0011] So wird bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Schalldämpfers
vorgeschlagen, den rohrförmigen Resonanzkörper mit seinem dem offenen Ende entgegengesetzten
anderen Ende an der Innenseite des Schalldämpfergehäuses zu befestigen. Alternativ
kann der Resonanzkörper mit seinem dem offenen Ende entgegengesetzten Ende an der
Außenoberfläche des Abgasrohres befestigt sein. Durch das Befestigen des Resonanzkörpers
am Schalldämpfergehäuse oder am Abgasrohr kann auf zusätzliche Befestigungselemente
im Schalldämpfergehäuse verzichtet werden, mit denen der Resonanzkörper sonst im Schalldämpfergehäuse
zusätzlich zu halten wäre.
[0012] Des weiteren ist es von Vorteil, wenn der Abstand der Innenoberfläche des Resonanzkörpers
zur Außenoberfläche des Abgasrohres in Umfangsrichtung des Abgasrohres betrachtet
zumindest annähernd konstant ist, um unerwünschte Verwirbelungen im Resonanzkörper
zu vermeiden, die gegebenenfalls zur Entstehung hörbarer Strömungsgeräusche führen
könnten. Hierbei ist es insbesondere vorteilhaft, wenn der Abstand der Innenoberfläche
des Resonanzkörpers zur Außenoberfläche des Abgasrohres vorzugsweise auch in Längsrichtung
des Resonanzkörpers betrachtet zumindest abschnittsweise konstant ist.
[0013] Um die Fertigung des erfindungsgemäßen Schalldämpfers zu erleichtern, weist das Abgasrohr
und der Resonanzkörper vorzugsweise einen zumindest annähernd kreisrunden Querschnitt
auf, wobei der rohrförmige Resonanzkörper konzentrisch zum Abgasrohr angeordnet ist.
Es ist jedoch auch denkbar, das Abgasrohr im Querschnitt beispielsweise oval zu gestalten.
Bei einer derartigen Weiterbildung sollte der Querschnitt des Resonanzkörpers an den
Querschnitt des Abgasrohres angeglichen und symmetrisch zum Abgasrohr angeordnet sein.
[0014] Der Schallabsorber ist bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Schalldämpfers so gestaltet, dass auch der Schallabsorber das Abgasrohr in dessen
Umfangsrichtung vollständig umschließt, wobei der Schallabsorber gleichzeitig am Abgasrohr
befestigt ist. Hierdurch läßt sich einerseits die Anbindung des Schallabsorbers an
das Abgasrohr auf sehr einfache Weise realisieren, während der Schallabsorber gleichzeitig
bei äußert geringem Platzbedarf ein für die Schallabsorption ausreichend großes Volumen
aufweisen kann.
[0015] Als Schallabsorber dient bei diesem zuvor beschriebenen bevorzugten Ausführungsbeispiel
vorzugsweise ein Schallabsorber, der ein auf das Abgasrohr aufgeschobenes Absorbergehäuse
aufweist, dessen mit dem Abgasrohr in Strömungsverbindung stehender Innenraum gegenüber
dem Schalldämpfergehäuse zumindest annähernd gasdicht ist, und der mit einem Dämpfungsmaterial,
wie Mineralwolle, Stahlwolle und ähnlichem, zur Schallabsorbierung gefüllt ist. Die
Verwendung eines derartig gestalteten Schallabsorbers hat insbesondere in der Fertigung
den Vorteil, dass der Schallabsorber als vorgefertigte montierte Baueinheit auf das
Abgasrohr aufgeschoben und anschließend mit diesem, beispielsweise durch Schweißen,
fest verbunden werden kann. Als Absorbergehäuse wird bei dieser Weiterbildung bevorzugt
ein das Abgasrohr umschließendes Rohrstück verwendet, dass an seinen Enden verschlossen
und an dem Abgasrohr befestigt ist.
[0016] Damit der Resonator über die gesamte Länge des Resonanzkörpers gleichbleibende Strömungs-
und Dämpfungseigenschaft besitzt, ist der Resonanzkörper bei einer besonders bevorzugten
Ausführungsform des erfindungsgemäßen Schalldämpfers an seinem offenen Ende so aufgeweitet,
dass in einer Ebene quer zur Längsrichtung des Resonanzkörpers betrachtet der in der
Ebene von der Innenoberfläche des Resonanzkörpers und der Außenoberfläche des Schallabsorbers
begrenzte Strömungsquerschnitt zumindest annähernd dem Strömungsquerschnitt entspricht,
der von der Innenoberfläche des Resonanzkörpers und der Außenoberfläche des Abgasrohres
in einer parallelen zweiten Ebene betrachtet begrenzt ist.
[0017] Um das Abgasrohr mit dem Resonanzkörper und/oder mit dem Schallabsorber zu verbinden,
werden am Abgasrohr vorzugsweise mehrere Öffnungen ausgebildet, durch die Abgase zwischen
dem Abgasrohr und dem Resonanzkörper bzw. dem Schallabsorber hin und her strömen können,
wobei durch das Vorsehen mehrerer Öffnungen anstelle einer einzigen Öffnung das Abgasrohr
in seiner Steifigkeit kaum beeinträchtigt ist. Die Öffnungen sind besonders bevorzugt
als Schlitze ausgebildet, die sich in Längsrichtung des Abgasrohres erstrecken.
[0018] Die Summe der Flächeninhalte der durchströmten Flächen der mit dem Resonanzkörper
in Strömungsverbindung stehenden Öffnungen am Abgasrohr sollte dabei etwa dem 0,8
bis 1-fachen des in einer Ebene quer zur Längsrichtung des Resonanzkörpers betrachteten
Strömungsquerschnitts entsprechen, der von der Innenoberfläche des Resonanzkörpers
und der Außenoberfläche des Abgasrohres begrenzt ist, damit sichergestellt ist, dass
das gesamte Gasvolumen im Resonanzkörper in Schwingung versetzt wird und eine ausreichend
hohe Dämpfungswirkung gewährleistet ist. Es ist jedoch auch denkbar, dass die Summe
der Strömungsquerschnitte der Öffnungen insgesamt kleiner als das 0,8-fache des Strömungsquerschnittes
des Resonanzkörpers ist, wenn beispielsweise aus fertigungstechnischen Gründen oder
aus Gründen einer nicht ausreichenden Steifigkeit des Abgasrohres die Größe und Anzahi
der Öffnungen beschränkt ist.
[0019] Um ein Anschlagen des Resonanzkörpers am Schalldämpfergehäuse zu verhindern, wird
ferner vorgeschlagen, am oder nahe dem offenen Ende des Resonanzkörpers radial nach
innen abstehende Erhebungen vorzusehen. Die Höhe jeder Erhebung sollte dabei vorzugsweise
dem halben Abstand des zwischen der Innenoberfläche des Resonanzkörpers und der Außenoberfläche
des Schallabsorbers verbleibenden Spaltes entsprechen, in den die Erhebung ragt.
[0020] Gemäß einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung eine Abgasanlage für ein Kraftfahrzeug,
die mit einem erfindungsgemäßen Schalldämpfer ausgestattet ist.
[0021] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung
eines bevorzugten Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung,
in der:
- Fig. 1
- eine schematische Schnittansicht eines erfindungsgemäßen Schalldämpfers mit einem
Abgasrohr, einem Resonanzkörper und einem Schallabsorber zeigt,
- Fig. 2
- einen Schnitt entlang der Schnittlinie II-II in Fig. 1 zeigt, in dem der von dem Resonanzkörper
und dem Abgasrohr begrenzte Strömungsquerschnitt in einer Ebene quer zur Längsrichtung
des Schalldämpfers dargestellt ist, und
- Fig. 3
- einen Schnitt entlang der Schnittlinie III-III in Fig. 1 zeigt, in dem der von dem
Resonanzkörper und dem Schallabsorber begrenzte Strömungsquerschnitt in einer zweiten
Ebene quer zur Längsrichtung des Schalldämpfers dargestellt ist.
[0022] In Fig. 1 ist in schematischer Schnittansicht ein erfindungsgemäßer Schalldämpfer
10 für eine Abgasanlage in einem Kraftfahrzeug dargestellt. Der Schalldämpfer 10 ist
in herkömmlicherweise entweder über Flansche an die Verrohrung der Abgasanlage angeschlossen
oder bereits in die Abgasanlage unmittelbar integriert.
[0023] Der Schalldämpfer 10 hat ein Schalldämpfergehäuse 12, das im dargestellten Ausführungsbeispiel
eine Hohlzylinderform besitzt. Das Schalldämpfergehäuse 12 ist an seinen beiden offenen
Enden jeweils durch eine Abdeckung 14 bzw. 16 verschlossen.
[0024] Durch das Schalldämpfergehäuse 12 erstreckt sich ein hohlzylinderförmiges Abgasrohr
18, das durch an den beiden Abdeckungen 14 und 16 ausgebildete Öffnungen 20 und 22
in Längsrichtung des Schalldämpfergehäuses 12 hindurchgeführt ist. Das Abgasrohr 18
ist mit den beiden Abdeckungen 14 und 16 des Schalldämpfergehäuses 12 gasdicht verschweißt.
[0025] Im Schalldämpfergehäuses 12 ist konzentrisch um das Abgasrohr 18 ein Resonanzkörper
24 eines Resonators 26 angeordnet. Der gleichfalls als Rohr ausgebildete Resonanzkörper
24 ist mit seinem einen offenen Ende an der Innenseite der in Fig. 1 links dargestellten
Abdeckung 14 befestigt, erstreckt sich in Längsrichtung des Schalldämpfergehäuses
12 und endet mit geringem Abstand vor der Innenseite der zweiten Abdeckung 16, so
dass das andere Ende des rohrförmigen Resonanzkörpers 24 offen bleibt. Ausgehend von
der links dargestellten Abdeckung 14 hat der Resonanzkörper 24 einen zylindrischen
Abschnitt 28, der in einen aufgeweiteten zylindrischen Abschnitt 30 übergeht, welcher
etwa 3/4 der Länge des Resonanzkörpers 24 bildet.
[0026] In dem aufgeweiteten Abschnitt 30 des Resonanzkörpers 24 ist ein Schallabsorber 32
angeordnet. Der Schallabsorber 32 hat ein Absorbergehäuse 34, das als ein das Abgasrohr
18 umschließendes Rohrstück ausgebildet ist, welches an seinen Enden verschlossen
und mit dem Abgasrohr 18 gasdicht verbunden ist. Im Inneren des Absorbergehäuses 34
ist ein Dämpfungsmaterial 36, wie Steinwolle, Stahlwolle und ähnliches, aufgenommen,
mit dem in das Absorbergehäuse 34 geleitete mittel- und hochfrequente Schallwellen
durch Reibung in Wärme umgewandelt und auf diese Weise gedämpft werden können.
[0027] Am offenen Ende des Resonanzkörpers 24 sind über dessen Innenumfang gleichmäßig verteilt
mehrere radial nach innen abstehende Erhebungen 38 vorgesehen. Die radialen Erhebungen
38 sind in ihrer Länge jeweils so bemessen, dass sie etwa der halben Spalthöhe zwischen
der Innenoberfläche des Resonanzkörpers 24 und der Außenoberfläche des Schallabsorbers
32 entsprechen. Sie sollen verhindern, dass der beim Dämpfen in Schwingung geratende
Resonanzkörper 24 mit der Innenseite des Schalldämpfergehäuses 12 kollidiert.
[0028] Zur Übertragung der Schallwellen des durch das Abgasrohr 18 strömenden, pulsierenden
Abgasstromes sind am Abgasrohr 18 mehrere in Längsrichtung des Abgasrohres 18 verlaufende
Schlitze 40 bzw. 42 ausgebildet. Die Schlitze 40 stehen mit dem von der Innenoberfläche
des Resonanzkörpers 24, der Außenoberfläche des Abgasrohres 18 und der Außenoberfläche
des Schallabsorbers 32 begrenzten Gasvolumen in Strömungsverbindung. Die Schlitze
42 verbinden das Abgasrohr 18 mit dem Innenraum des nach außen abgeschlossenen Absorbergehäuses
30. Durch die Schlitze 40 bzw. 42 kann der durch das Abgasrohr 18 strömende Abgasstrom
mit der im Resonator 26 stehenden Gassäule und mit dem im Schallabsorber 32 enthaltenen
Gasvolumen zur Schwingungsübertragung kommunizieren.
[0029] In den Fig. 2 und 3 sind Schnitte entlang der in der Fig. 1 dargestellten Schnittlinien
II-II und III-III gezeigt. Dabei zeigt Fig. 2 den Schnitt II-II durch das Abgasrohr
18 und den nicht aufgeweiteten Abschnitt 28 des Resonanzkörpers 24, während Fig. 3
den Schnitt III-III durch den Resonanzkörper 24, den Schallabsorber 32 und das Abgasrohr
18 zeigt.
[0030] Wie Fig. 2 zu entnehmen ist, ist das Volumen des Resonators 26 im Bereich des nicht
aufgeweiteten Abschnitts 28 des Resonanzkörpers 24 durch die Innenoberfläche des Resonanzkörpers
24 und die Außenoberfläche des Abgasrohres 18 begrenzt und definiert in dieser Schnittebene
einen Strömungsquerschnitt A
1, der über die gesamte Länge des nicht aufgeweiteten Abschnittes 28 in etwa konstant
ist. Das Volumen des Resonators 26 im Bereich des aufgeweiteten Abschnittes 30 des
Resonanzkörpers 24 ist durch die Innenoberfläche des Resonanzkörpers 24 und die Außenoberfläche
des Schallabsorbers 32 begrenzt und definiert in dieser Schnittebene einen Strömungsquerschnitt
A
2. Auch hier bleibt der Strömungsquerschnitt A
2 über die Länge des aufgeweiteten Abschnittes 30 etwa konstant.
[0031] Um ein möglichst einheitliches Dämpfungsverhalten über die gesamte Länge des Resonanzkörpers
24 gewährleisten zu können, ist der radiale Abstand der Außenoberfläche des Abgasrohres
18 zur Innenoberfläche Resonanzkörpers 24 im nicht aufgeweiteten Abschnitt 28 des
Resonanzkörpers 24 und der radiale Abstand der Außenoberfläche des Schallabsorbers
32 zur Innenoberfläche des Resonanzkörpers 24 jeweils so gewählt, dass die beiden
Strömungsquerschnitte A
1 und A
2 einander zumindest annähernd entsprechen.
[0032] Die Anzahl der Schlitze 40, die das Abgasrohr 18 und den Resonator 26 miteinander
verbinden, sowie deren Strömungsquerschnitte sind wiederum so gewählt, dass sie zumindest
dem 0,8 bis 1-fachen, vorzugsweise dem 0,9-fachen, des Strömungsquerschnittes A
1 bzw. A
2 entsprechen, wodurch sichergestellt ist, dass ein ausreichender Volumenstrom des
Abgases mit der im Resonanzkörper 24 ruhenden Gassäule zur Schwingungsdämpfung kommunizieren
kann.
[0033] Bei Betrieb strömt ein Abgasstrom durch das Abgasrohr 18, in welchem sich insbesondere
aufgrund der getakteten Arbeitsweise des Verbrennungsmotors entstehende Druckimpulse
bzw. Schallwellen fortpflanzen. Sobald der Abgasstrom in den erfindungsgemäßen Schalldämpfer
10 einströmt, kommuniziert der Abgasstrom mit der im Resonator 26 ruhenden Gassäule,
wobei die im Abgasstrom wirkenden Schallwellen die Gassäule im Resonator 26 zum Schwingen
anregen. Die in Schwingung geratende Gassäule regt ihrerseits den Resonanzkörper 24
zum Schwingen an, welcher aufgrund seiner Masse und seiner Materialeigenschaften niederfrequente
Anteile der entstehenden Schwingungen dämpft, so dass in folge auch niederfrequente
Schallwellen im Abgasstrom gedämpft werden. Des weiteren dringen die sich im Abgasstrom
vorliegenden Schallwellen über die Schlitze 42 in den Schallabsorber 32 ein. Dabei
wird insbesondere die Energie mittel- und hochfrequenter Schallwellen durch Reibung
im Dämpfungsmaterial in Wärme umgewandelt wird. Anschließend strömt der so schallgedämpfte
Abgasstrom aus dem Schalldämpfer 10.
Bezugszeichenliste:
[0034]
- 10
- Schalldämpfer
- 12
- Schalldämpfergehäuse
- 14
- Abdeckung
- 16
- Abdeckung
- 18
- Abgasrohr
- 20
- Öffnung
- 22
- Öffnung
- 24
- Resonanzkörper
- 26
- Resonator
- 28
- zylindrischer Abschnitt
- 30
- aufgeweiteter zylindrischer Abschnitt
- 32
- Schallabsorber
- 34
- Absorbergehäuse
- 36
- Dämpfungsmaterial
- 38
- Erhebungen
- 40
- Schlitze
- 42
- Schlitze
- A1
- Strömungsquerschnitt im nicht aufgeweiteten Abschnitt 28
- A2
- Strömungsquerschnitt im aufgeweiteten Abschnitt 30
1. Schalldämpfer für eine Abgasanlage eines Kraftfahrzeuges, mit einem Schalldämpfergehäuse
(12), durch das ein Abgasrohr (18) zum Hindurchleiten schallzudämpfender Abgasströme
hindurchführt, wobei das Abgasrohr (18) mit einem im Schalldämpfergehäuse (12) angeordneten
Resonator (26) sowie einem im Schalldämpfergehäuse (12) angeordneten Schallabsorber
(32) in Strömungsverbindung steht,
dadurch gekennzeichnet,
dass als Resonator (26) ein das Abgasrohr (18) in dessen Umfangsrichtung umschließender
und beabstandet zum Abgasrohr (18) angeordneter, rohrförmiger Resonanzkörper (24)
dient, in dessen offenes Ende der Schallabsorber (32) zumindest teilweise eingeführt
ist.
2. Schalldämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Resonanzkörper (24) mit seinem anderen Ende an der Innenseite des Schalldämpfergehäuses
(12) oder an der Außenoberfläche des Abgsrohres (18) befestigt ist.
3. Schalldämpfer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, der Abstand der Innenoberfläche des Resonanzkörpers (24) zur Außenoberfläche des
Abgasrohres (18) in Umfangsrichtung des Abgasrohres (18) betrachtet zumindest annähernd
konstant ist, wobei der Abstand vorzugsweise auch in Längsrichtung des Resonanzkörpers
(24) betrachtet zumindest abschnittsweise konstant ist.
4. Schalldämpfer nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Abgasrohr (18) und der Resonanzkörper (24) einen zumindest annähernd kreisrunden
Querschnitt aufweisen und der rohrförmige Resonanzkörper (24) konzentrisch zum Abgasrohr
(18) angeordnet ist.
5. Schalldämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Schallabsorber (32) das Abgasrohr (18) in dessen Umfangsrichtung vollständig
umschließt und an diesem befestigt ist.
6. Schalldämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Schallabsorber (32) ein auf das Abgasrohr (18) aufgeschobenes Absorbergehäuse
(34) aufweist, dessen mit dem Abgasrohr (18) in Strömungsverbindung stehender Innenraum
gegenüber dem Schalldämpfergehäuse (12) zumindest annähernd gasdicht ist, und der
mit einem Dämpfungsmaterial (36) zur Schallabsorbierung gefüllt ist.
7. Schalldämpfer nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Absorbergehäuse (34) ein das Abgasrohr (18) umschließendes Rohrstück ist, welches
an seinen Enden verschlossen und an dem Abgasrohr (18) befestigt ist.
8. Schalldämpfer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Resonanzkörper (24) an seinem offenen Ende so aufgeweitet ist, dass in einer
Ebene quer zur Längsrichtung des Resonanzkörpers (24) betrachtet der in der Ebene
von der Innenoberfläche des Resonanzkörpers (24) und der Außenoberfläche des Schallabsorbers
(32) begrenzte Strömungsquerschnitt (A2) zumindest annähernd dem Strömungsquerschnitt (A1) entspricht, der von der Innenoberfläche des Resonanzkörpers (24) und der Außenoberfläche
des Abgasrohres (18) in einer parallelen zweiten Ebene betrachtet begrenzt ist.
9. Schalldämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Resonanzkörper (24) und/oder der Schallabsorber (32) durch mehrere Öffnungen,
vorzugsweise Schlitze (40, 42), mit dem Abgasrohr (18) in Strömungsverbindung stehen.
10. Schalldämpfer nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Summe der Strömungsquerschnitte der mit dem Resonanzkörper (24) in Strömungsverbindung
stehenden Öffnungen (40) am Abgasrohr (18) dem 0,8 bis 1-fachen des in einer Ebene
quer zur Längsrichtung des Resonanzkörpers (24) betrachteten Strömungsquerschnittes
(A1, A2) entspricht, der von der Innenoberfläche des Resonanzkörpers (24) und der Außenoberfläche
des Abgasrohres (18) begrenzt ist.
11. Schalldämpfer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am oder nahe dem offenen Ende des Resonanzkörpers (24) radial nach innen abstehende
Erhebungen (38) vorgesehen sein, wobei die Höhe jeder Erhebung (38) vorzugsweise dem
halben Abstand des zwischen der Innenoberfläche des Resonanzkörpers (24) und der Außenoberfläche
des Schallabsorbers (32) verbleibenden Spaltes entspricht, in den die Erhebung (38)
ragt.
12. Abgasanlage für ein Kraftfahrzeug, mit einem Schalldämpfer (10) nach einem der Ansprüche
1 bis 11.