[0001] Die Erfindung betrifft ein Wegeventil nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Derartige Wegeventile sind zum Steuern von doppelwirkenden und einfachwirkenden Verbrauchern
einsetzbar. Ein Wegeventil mit zwei Steuerschiebern in einer Schieberbohrung ist in
der
DE 36 29 479 A1 offenbart. In Grundstellung sind die beiden Steuerschieber voneinander beabstandet
und die beiden Arbeitsanschlüsse sind zum Tank hin geöffnet. Bei einer einseitigen
Betätigung der Steuerschieber wird der eine Steuerschieber in Richtung des zweiten
Steuerschiebers ausgelenkt und nimmt diesen nach Zurücklegung eines dem Abstand entsprechenden
Weges mit.
[0003] Nachteilig an dieser Lösung ist, daß bei einseitiger Betätigung der angesteuerte
Steuerschieber einen großen Weg zurücklegen muß, bevor er auf den zweiten Steuerschiebe
aufläuft und diesen mitnimmt.
[0004] Ein anderes Wegeventils ist in der
US 6,408,877 B2 gezeigt. Bei dieser Lösung sind zwei Steuerschieber zum einen durch eine äußere Feder
bis zu einem Anschlag aufeinander zubelastet und werden zum anderen gleichzeitig durch
eine mittlere Feder auseinandergedrückt. Die Vorspannung der mittleren Feder ist wesentlich
höher als die der äußeren Federn gesetzt, so daß bei einer einseitigen Betätigung
die Steuerschieber gemeinsam bewegt werden sollen, ohne das die mittlere Feder zusammengedrückt
wird.
[0005] Die starke mittlere Feder dürfte das Ansprechverhalten des bekannten Wegeventils
jedoch nachteilig beeinflussen.
[0006] Die
US-Patentschrift US 3, 893,484 beschreibt ein Ventil, mit zwei Steuerschieber zwischen denen ein Federelement angeordnet
ist, und das eine Begrenzung zur Festlegung der maximalen Wirklänge des Federelements
aufweist.
[0007] Nachteilig an diesem Ventil ist jedoch, dass das Ventil nicht vorgespannt ist, wodurch
die Ventilarbeitsweise nicht optimal ist.
[0008] Die
US Patentschrift US 4,860,792 beschreibt ein Ventil mit zwei Steuerschiebern zwischen denen ein mittiges Federelement
angeordnet ist, wobei die beiden Steuerschieber mittels je eines weiteren Federelements,
das an den anderen Enden der Steuerschieber angeordnet ist, vorgespannt sind. Eine
Begrenzung der Wirklänge des zwischen den Steuerschiebern angeordneten Federelements
wird durch die Stopper, ein weiteres Federelement und die Anschläge definiert, so
dass die beiden Steuerschieber eine maximale Entfernung voneinander einnehmen können.
Die Stopper wiederum werden über das sehr starke weitere Federelement in Position
gehalten, so dass eine Wechselwirkung hauptsächlich zwischen den mittig angeordneten
Federelementen und den Vorspannfederelementen auftritt. Beide Steuerschieber können
relativ zueinander bewegt werden, sobald der Stopper eines Steuerschiebers in Anschlagsposition
ist.
[0009] Nachteilig an diesem Stand der Technik ist jedoch, dass aufgrund der Stopper, des
weiteren Federelement, das auch als Stab ausgebildet sein kann, und den Weglängen
der Stopper bis zum Anschlag, der nötige Bauraum für ein solches Ventil sehr groß
ist.
[0010] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Wegeventil zu schaffen, daß die vorgenannten
Nachteile beseitigt und sowohl zur Steuerung doppelwirkender als auch einfachwirkender
Verbraucher geeignet ist.
[0011] Die Aufgabe wird gelöst durch ein Wegeventil mit den Merkmalen nach dem Patentanspruch
1.
[0012] Erfindungsgemäß hat das Wegeventil zum Ansteuern eines Verbrauchers zwei Steuerschieber,
die in Grundstellung vorgespannt sind, wobei zwischen den Steuerschiebern eine Federeinrichtung
mit einem Federelement angeordnet ist, dessen Axiallänge begrenzt ist.
[0013] Somit sind die Steuerschieber durch die "Fesselung" des mittig angeordneten Federelements
nur noch bis auf ein bestimmtes Maß voneinander entfernbar, so daß die Steuerschieber
in der Grundstellung im wesentlichen über die Vorspannung ihrer jeweiligen äußeren
Feder kraftbeaufschlagt werden und eine definierte Grundstellung einnehmen.
[0014] Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist die Begrenzung als Zugstange mit zwei verschiebbaren
Federtellern ausgeführt, die über das Federelement, vorzugsweise eine Druckfeder,
gegen jeweils eine Schulterfläche der Zugstange gespannt sind.
[0015] Bei einer anderen bevorzugten Ausführungsform haben die Steuerschieber zwei axial
verschiebbare Zugkörper, die mit hakenförmigen Endabschnitten ineinandergreifen und
die in ihrer Begrenzungsposition die maximale Länge des Federelements und damit die
Vorspannung bestimmen.
[0016] Der Zwischenraum wird vorteilhafterweise zwischen den beiden Steuerschiebern zum
Tank hin druckentlastet sein. Die Tankbohrungen zur Druckentlastung sind vorzugsweise
in den Steuerschiebern ausgebildet.
[0017] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist zwischen den beiden Steuerschiebern
ein Anschlag ausgebildet, gegen den die Steuerschieber bei Beaufschlagung mit einem
maximalen Steuerdruck spannbar sind. Vorteilhaft an dem Anschlag ist, daß ein einfachwirkender
Verbraucher über das Wegeventil angesteuert werden kann; und zwar wird der eine Steuerschieber
gegen den Anschlag gefahren und der zweite Steuerschieber wird im Zusammenspiel der
Federkräfte seiner äußeren Feder und des mittleren Federelements in Abhängigkeit vom
Steuerdruck bewegt.
[0018] Bevorzugterweise ist der Anschlag ein Sprengring, der in einer gehäuseseitigen Innenumfangsnut
aufgenommen ist.
[0019] Vorzugsweise ist zwischen den Steuerschiebern und den Arbeitsanschlüssen je ein entsperrbarer
Sperrblock vorgesehen, der durch Beaufschlagung mit einem Entsperrsteuerdruck in Abströmrichtung
durchschaltet. Die Sperrblöcke haben je einen Aufstoßkolben, der von dem ablaufseitigen
Lastdruck beaufschlagbar ist, so daß über die Sperrblöcke bspw. bei ziehender Last
eine Ablaufregelung möglich ist.
[0020] Zur konstanten Steuerung des Steuerdrucks kann stromabwärts der Steuerschieber je
ein Druckregelventil angeordnet sein.
[0021] Vorteilhafterweise ist das Wegeventil als ein 6-Stellungsventil ausgeführt.
[0022] Sonstige vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand weiterer Unteransprüche.
[0023] Im Folgenden erfolgt eine ausführliche Erläuterung einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung anhand schematischer Darstellungen. Es zeigen
Figur 1 ein Schaltschema eines erfindungsgemäßen LS-Wegeventils in Grundstellung,
Figur 2 eine vergrößerte Darstellung des Wegesystems aus Figur 1,
Figur 3 eine perspektivische Darstellung einer Federeinrichtung aus Figur 1,
Figur 4 einen vergrößerten Teilschnitt einer Anordnung der erfindungsgemäßen Federeinrichtung
aus Figur 3,
Figur 5 eine perspektivische Darstellung einer zweiten erfindungsgemäßen Federeinrichtung,
Figur 6 ein Schaltschema des LS-Systems aus Figur 1 doppelwirkend bei Betätigung eines
Steuerschiebers,
Figur 7 ein Schaltschema des LS-Systems aus Figur 1 doppelwirkend im Freigang,
Figur 8 ein Schaltschema des LS-Systems aus Figur 1 einfachwirkend in Grundstellung,
und
Figur 9 ein Diagramm mit beispielhaften Schaltstellungen des Wegeventils aus Figur
1.
[0024] Figur 1 zeigt ein Schaltschema eines LS-Systems 2, über das ein nicht dargestellter
Verbraucher mit Druckmittel versorgbar ist. Das LS-System 2 weist eine Individualdruckwaage
4, ein proportional verstelltbares 6-Stellungswegeventil 6 mit zwei Steuerschiebern
8, 10, zwei Druckregelventile 12, 14 und zwei entsperrbare Sperrblöcke 16, 18 auf,
über die dem Verbraucher aus einer nicht dargestellten Pumpe Druckmittel zuführbar
und über die das Druckmittel vom Verbraucher zu einem nicht dargestellten Tank zurückführbar
ist. Über die Druckregelventile 12, 14 kann jeweils ein Steuerdruck zum Bewegen der
Steuerschieber 8, 10 und ein Entsperrsteuerdruck zum Durchschalten der Sperrblöcke
16, 18 eingestellt werden.
[0025] Beispielsweise ist der Verbraucher ein doppeltwirkender Differentialzylinder, der
mit seinem Zylinderraum an einen Arbeitsanschluß A und mit einem Ringraum an einen
Arbeitsanschluß B angeschlossen ist. Die Pumpe ist an einen Druckanschluß P und der
Tank an einen Ablaufanschluß R angeschlossen.
[0026] Gemäß Figur 1 ist die Individualdruckwaage 4 - im Folgenden Druckwaage genannt -
dem Wegeventil 6 vorgeschaltet (LS-System). Sie hat einen Druckwaagenkolben 20, der
in einer Druckwaagenbohrung 22 axial verschiebbar aufgenommen ist. Der Druckwaagekolben
20 ist über eine mittlere Ringnut in einen Steuerbund 24 und einen Federbund 26 unterteilt.
Bei einer derartigen LS-Schaltung wird der Druckverlust über den vom Wegeventil 6
ausgebildeten Zumeßblenden unabhängig vom Lastdruck des Verbrauchers konstant gehalten.
Da diese LS-Systeme aus dem Stand der Technik bekannt sind, kann auf weitere Erläuterungen
des Zusammenwirkens der Zumeßblende und der Druckwaage 4 verzichtet werden.
[0027] Der Steuerbund 24 hat eine Vielzahl von Steuerkerben, die eine Steuerkante 28 ausbilden
und über die eine Druckmittelverbindung von einem an den Druckanschluß P angeschlossenen
Druckraum 30 zu einem benachbarten Druckkanal 32, der in zwei zum Wegeventil 4 führende
Kanäle 48, 50 verzweigt, auf- bzw. zusteuerbar ist. Der Druckwaagenkolben 20 ist mittels
einer an einer Stirnseite der Druckwaagenbohrung 22 abgestützten Regelfeder 34 in
eine Richtung vorgespannt, in der die Verbindung zwischen dem Druckraum 30 und dem
Druckkanal 32 geöffnet ist. Ein die Regelfeder 34 aufnehmender Federraum 36 ist an
einem ersten Steuerkanal 38 angeschlossen, der zu einem Wechselventil 40 führt.
[0028] Die in Figur 1 rechte Stirnfläche der Druckwaagenbohrung 22 begrenzt mit der gegenüberliegenden
Stirnfläche des Steuerbundes 24 einen Steuerraum 42, der über einen zweiten Steuerkanal
44 mit dem Druck im Druckkanal 32 beaufschlagt ist. Zur Dämpfung hochfrequenter Schwingungen
ist in dem zweiten Steuerkanal 44 eine Dämpfungsdrossel 46 vorgesehen.
[0029] Die beiden Steuerschieber 8, 10 sind in einer Schieberbohrung 52 axial verschiebbar
geführt. Die Steuerschieber 8, 10 sind identisch ausgebildet und über eine Zentrierfederanordnung
54, 56 in ihrer dargestellten Grundstellung vorgespannt, wobei sie über eine erfindungsgemäße
Federeinrichtung 58, auf die später anhand der Figuren 3, 4 und 5 ausführlich eingegangen
wird, voneinander beabstandet sind. Die Zentrierfederanordnungen 54, 56 haben jeweils
eine Zentrierfeder 60, 62, die in einem endseitigen Steuerdruckraum 64, 66 aufgenommen
sind. Die Zentrierfedern 60, 62 tauchen jeweils in einen becherartigen Körper 68,
70 ein und stützen sich an dessen innenliegender Bodenfläche 72, 74 ab, wobei sie
an Gehäuseschultern 134, 256 mit ihrem entgegengesetzten Endabschnitt über axial verschiebbare
Federteller 76, 78 angreifen.
[0030] Die Steuerschieber 8, 10 lassen sich prinzipiell aus ihrer Grundposition mechanisch,
elektrisch oder hydraulisch in eine Arbeitsposition verschieben. Bei der hier dargestellten
Ausführungsform erfolgt die Betätigung der Steuerschieber 8, 10 hydraulisch über jeweils
einen individuellen Steuerdruck P
BX und P
AX in den Steuerdruckräumen 64, 66, die über die Druckregeleventile 12, 14 eingestellt
werden.
[0031] Die maximale Verschiebung der Steuerschieber 8, 10 ist über einen erfindungsgemäßen
Anschlag 80 in der Mitte der Schieberbohrung 52 begrenzt. Der Anschlag 80 ist als
Sprengring ausgebildet und in einer Innenumfangsnut der Schieberbohrung 52 gehäusefest
aufgenommen. Bei Beaufschlagung der Steuerschieber 8, 10 mit einem hinreichenden Steuerdruck
P
BX bzw. P
AX laufen diese auf den Sprengring 80 auf und nehmen somit eine definierte Anschlagposition
ein. Eine ausführliche Erläuterung des Anschlags 80 folgt im späteren Verlauf der
Beschreibung.
[0032] Vorzugsweise ist zumindest ein Steuerschieber 8, 10 mit einem nicht dargestellten
Wegmesser zur genauen Bestimmung des jeweiligen Hubs versehen.
[0033] Die Schieberbohrung 52 ist gemäß der vergrößerten Darstellung in Figur 2 mit mehreren
Ringräumen versehen. Beidseitig des Anschlags 80 sind zwei ringförmige Ablaufräume
82, 84 vorgesehen, die über Tankkanäle R mit dem Tank verbunden sind. Zwischen dem
Anschlag 80 und den Ablaufräumen 82, 84 ist jeweils ein Entlastungsraum 86, 88 angeordnet,
der bei entsprechender Stellung des Steuerschiebers 8, 10 ebenfalls mit dem Ablaufraum
82, 84 verbunden ist. Benachbart zu den Ablaufräumen 82, 84 sind zwei weitere Ringräume
vorgesehen, wobei im Folgenden der linke als Vorlaufraum 90 und der rechte als Rücklaufraum
92 bezeichnet wird. Neben dem Vorlauf- bzw. Rücklaufraum 90, 92 befinden sich zwei
Druckräume 94, 96, die an die Kanäle 48, 50 angeschlossen sind. In Richtung der Steuerdruckräume
62, 64 sind jeweils drei weitere Ringräumen 114, 116, 118; 120, 122, 124 vorgesehen,
die zur Weiterleitung des Steuerdrucks P
X an Aufstoßkolben 172, 174 der Sperrblöcke 16, 18 bzw. zur Druckentlastung der Aufstoßkolben
172, 174 vorgesehen sind. Dabei sind die mittleren Ringräume 116, 122 über Verbindungskanäle
184, 186 mit Entsperrungsräumen 180, 182 der Aufstoßkolben 172, 174 verbunden, die
außenliegenden Ringräume 118, 124 sind mit dem Ablaufanschluß R verbunden und die
innenliegenden Ringräume 114, 120 sind mit jeweils einer Steuerdruckleitung 258, 260
zum Zuführen des Steuerdrucks P
X verbunden.
[0034] Die Steuerschieber 8, 10 haben im Bereich der Ablaufräume 82, 84 zwei Steuerbünde
98, 100, in deren Ringstirnflächen jeweils Steuerkerben vorgesehen sind, so daß an
jedem Steuerbund 98, 100 eine Ablaufsteuerkante 102, 104 ausgebildet ist. Im Bereich
der Druckräume 94, 96 haben die Steuerschieber 8, 10 jeweils einen Steuerbund 106,
108, der mit einer Vielzahl von Steuerkerben zur Bildung einer Zulaufsteuerkante 110,
112 ausgebildet ist. Die Geometrie der Steuerbünde 106, 108 ist so ausgelegt, daß
in der dargestellten Grundposition der Vorlaufraum 90 und der Rücklaufraum 92 zum
benachbarten Druckraum 94, 96 und zum benachbarten Ablaufraum 82, 84 verschlossen
sind. Im Bereich der Entlastungssräume 86, 88 ist in den Steuerschiebern 8, 10 jeweils
eine Umfangsnut 130, 132 vorgesehen, so daß bei entsprechender Stellung der Steuerschieber
8, 10 die Entlastungsräume 86, 88 zum Tank druckentlastet werden können. Des Weiteren
ist im Bereich der Anordnung der drei weiteren Ringräume 114, 116, 118; 120, 122,
124 in den Steuerschiebern 8, 10 jeweils eine Umfangsnut 126, 128 vorgesehen, so daß
die Aufstoßkolben 172, 174 in eine Entsperr- bzw eine Ruheposition überführbar sind.
In der dargestellten Grundstellung sind die Entlastungsräume 86, 88 zum Tank entlastet
und die Sperrblöcke 16, 18 in Abströmrichtung in ihrer Sperrstellung.
[0035] Die Sperrblöcke 16, 18 sind identisch ausgebildet und haben einen Sperrkolben 136,
138, der in einer Bohrung 140, 142 geführt und gegen einen Ventilsitz 144, 146 vorgespannt
ist. In der dargestellten Sperrstellung ist die Verbindung zwischen einer Vorlaufkammer
148 und einer Arbeitskammer 150 bzw. einer Arbeitskammer 152 und einer Rücklaufkammer
154 leckagefrei abgesperrt. Die Sperrkolben 136, 138 sind als Hohlkolben ausgeführt,
wobei in einem als Kegel ausgeführten Kolbenboden ein Vorsteuerkegel 156, 158 geführt
ist, der über eine Vorsteuerfeder 160, 162 gegen einen Vorsteuersitz 164, 166 vorgespannt
ist. Ebenfalls sind die Sperrkolben 136, 138 über diese Vorsteuerfedern 160, 162 gegen
ihren Ventilsitz 144, 146 vorgespannt. Die Vorsteuerkegel 156, 158 haben jeweils einen
Vorsprung 168, 170, der in Richtung der vorlauf- bzw. Rücklaufkammer 148, 154 hervorspringt.
[0036] In den von den Sperrkolben 136, 138 entfernten Endabschnitten der Bohrungen 140,
142 sind die als Stufenkolben ausgeführten Aufstoßkolben 172, 174 axial verschiebbar
angeordnet, deren Kolbenstange 176, 178 sich in Richtung der Vorsprünge 168, 170 der
Vorsteuerkegel 156, 158 erstrecken. In den die Aufstoßkolben 172, 174 aufnehmengen
Endabschnitten der Bohrungen 140, 142 mündet jeweils einer der Entsperrungsräume 180,
182, der jeweils über einen der Verbindungskanäle 184, 186 mit einem der Ringräume
116, 122 verbunden ist und in den somit der Steuerdruck P
X geführt werden kann.
[0037] Die Vorlaufkammer 148 des Sperrblocks 16 ist über einen Zwischenkanal 188 mit dem
Vorlaufraum 90 und entsprechend die Rücklaufkammer 154 des Sperrblocks 18 über einen
Zwischenkanal 190 mit dem Rücklaufraum 92 verbunden.
[0038] Bei der in Figur 1 dargestellten Ausführungsform sind der Vorlaufraum 90 und der
Rücklaufraum 92 jeweils über eine Steuerleitung 192, 194 mit den beiden Eingängen
des Wechselventils 40 verbunden. D.h. über das Wechselventil 40 wird der größere der
beiden im Vorlaufraum 90 und im Rücklaufraum 92 abgegriffene Lastdruck Y
A, Y
B in den Steuerkanal 38 gemeldet. Des Weiteren sind die Lastdrücke Y
A, Y
B über Steuerleitungen 196, 198, die sich zwischen den Entlastungsräumen 86, 88 und
den Steuerleitungen 192, 194 erstrecken, zu den Ablaufräumen 82, 84 entlastbar.
[0039] Figur 3 zeigt eine vergrößerte und geschnittene Teilansicht einer bevorzugten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Federeinrichtung 58.
[0040] Die Federeinrichtung 58 hat eine Begrenzung zur Begrenzung der Wirklänge und damit
der Vorspannung eines Federelements 200. Sie weist eine Zugstange 202 mit zwei verschiebbaren
Federtellern 204, 206 auf, die in der dargestellten Grundstellung über das Federelement
200, vorzugsweise eine Druckfeder, jeweils gegen eine endseitige Schulterfläche 208,
210 der Zugstange 202 gespannt sind. Somit ist die Druckfeder 200 über die Begrenzung
"gefesselt". Die Federteller 204, 206 umgreifen axial verschiebbar die Zugstange 202,
so daß durch Verschiebung zumindest eines der Federteller 204, 206 die Feder 200 gestaucht
werden kann. Die Vorspannung der Druckfeder 200 ist so gewählt, daß ihre Vorspannkraft
größer als die Federkraft der Zentrierfedern 60, 62 der Steuerschieber 8, 10 bei Maximalhub
ist.
[0041] Die Federeinrichtung 58 ist gemäß Figur 4 abschnittsweise in einem Zwischenraum 212
zwischen den Steuerschiebern 8, 10 aufgenommen. Zur Verdeutlichung der Anordnung ist
der linke Steuerschieber 8 teilweise geschnitten dargestellt. Die Federeinrichtung
58 taucht in Grundstellung der Steuerschieber 8, 10 abschnittsweise jeweils in eine
stufenartige Sacklochbohrung 216 der Steuerschieber 8, 10 ein und stützt sich mit
ihren Federtellern 204 an einer Ringfläche 218 der Stufenbohrung 216 ab. Der axiale
Abstand zwischen den beiden Steuerschiebern 8, 10 wird in der Grundstellung im wesentlichen
über die axiale Länge der vorgespannten Druckfeder 200 bestimmt, wobei sich aufgrund
der Vorspannung der Zentrierfedern 60, 62 die Federteller 204, 206 an den Ringflächen
218 abstützen. Die Zugstange 202 ist mit ihrer Stirnfläche 220 vom Grund 222 der Sacklochbohrung
216 beabstandet, so daß sich bei einer Betätigung zumindest eines der Steuerschieber
8, 10 die Zugstange 202 in Richtung des Grundes 222 bewegen kann und somit der Relativabstand
zwischen den beiden Steuerschiebern 8, 10 verringerbar ist. Der Zwischenraum 212 steht
über jeweils eine axiale Tankbohrung 214, die in den Grund 222 der Stufenbohrung 216
mündet und eine radiale Tankbohrung 224 mit dem Ablaufraum 82 in Verbindung.
[0042] Des Weiteren ist der Sprengring 80 in der Innenumfangsnut 234 der Schieberbohrung
52 in der Mitte des Zwischenraums 212 zu erkennen, gegen den die Steuerschieber 8,
10 in Anschlagposition bringbar sind.
[0043] Eine andere bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Federeinrichtung 58
ist in Figur 5 gezeigt. Die Begrenzung ist durch zwei Zugkörper 226, 228 ausgeführt,
die vorzugsweise an den Steuerschiebern 8, 10 ausgebildet sind und mit hakenförmigen
Endabschnitten 230, 232 ineinandergreifen. Die Zugkörper 226', 228 werden von der
Druckfeder 200 umgriffen, die sich endseitig an Stirnflächen 236, 238 der Steuerschieber
8, 10 abstützt und durch das Ineinanderhaken der beiden Zugkörper 226, 228 in Begrenzungsfunktion
vorgespannt und somit in ihrer axialen Länge begrenzt ist. Durch eine Betätigung zumindest
eines der Steuerschiebers 8, 10 kann entsprechend der vorbeschriebenen Ausführungsform
nach den Figuren 2 und 3 die Druckfeder 220 gestaucht und somit der relative Abstand
zwischen den Steuerschiebern 8, 10 verändert werden.
[0044] Im Folgenden wird die Funktion des LS-Systems mit Bezug zu den Figur 1 bzw. 2, 4,
6, 7 und 8 beschrieben.
[0045] Dabei zeigen die Figuren 1 bzw. 2, 6 und 7 beispielhaft "doppelwirkende Funktionen"
des Wegeventils 6 bspw. bei Ansteuerung eines doppelwirkenden Hubzylinders und die
Figur 8 zeigt eine "einfachwirkende Funktion" bspw. bei Ansteuerung eines einfachwirkenden
Hubzylinders.
[0046] Es ist zu beachten, daß die dargestellten Schaltstellungen nur als Beispiele zu verstehen
sind. So ist es selbstverständlich möglich, das LS-System 2 aufgrund seiner Symmetrie
spiegelverkehrt anzusteuern. Um Wiederholungen zu Vermeiden, werden diese spiegelverkehrten
Schaltstellungen nicht näher erläutert.
[0047] Figuren 1 und 2 zeigen das Wegeventil 4 in vorgespannter Grundstellung bzw. in Neutralstellung,
in der die Sperrblöcke 16, 18 geschlossen sind und Druckmittel zwischen einem Verbraucher
und den Sperrblöcken 16, 18 eingespannt ist, so daß eine Vebraucherlast sicher an
den Arbeitsanschlüssen A, B gehalten werden kann.
[0048] Die Steuerschieber 8, 10 sind nicht mit Steuerdruck P
BX, P
AX beaufschlagt und somit über die Zentrierfederanordnungen 54, 56 zentriert. Die Verbindung
von dem Druckraum 30 zum Druckkanal 32 ist über die Steuerkante 28 verschlossen. Ebenso
ist eine Verbindung von dem Vorlaufraum 90 und dem Rücklaufraum 92 mit den Ablaufräumen
82, 84 über die Ablaufsteuerkanten 102, 104 verschlossen. Die Lastdrücke Y
A und Y
B, die in den Vorlaufräumen 90, 92 abgegriffen werden, werden über die Steuerleitungen
192, 194, 196, 198 und Schieberkanten der Umfangsnuten 130, 132 zum Tank geführt.
Des Weiteren sind die Entsperrungsräume 180, 182 über die Ringnuten 116, 122, Schieberkanten
der Umfangsnuten 126, 128 und die Ringnuten 118, 124 zum Tank entlastet.
[0049] Figur 6 zeigt die LS-Wegeventilanordnung 2 in einer Arbeitsposition, in der der rechte
Arbeitsanschluß B zum Tank entlastet und der Verbraucher über den linken Arbeitsanschluß
A mit Druckmittel versorgt wird.
[0050] Der rechte Steuerschieber 10 wird über den Steuerdruckraum 66 mit dem Steuerdruck
P
AX beaufschlagt, so daß er nach links gegen den Anschlag 80 bewegt und in Anschlagposition
gebracht wird. Aufgrund der großen Vorspannkraft der Druckfeder 200 wird diese nur
vernachlässigbar gestaucht, so daß sie als Übertragungselement zur Übertragung der
axialen Auslenkung des rechten Steuerschiebers 10 auf den linken Steuerschieber 8
wirkt. Beide Steuerschieber 8, 10 verhalten sich quasi wie ein gemeinsamer Steuerschieber
und der linke Steuerschieber 8 wird entsprechend der Bewegung des rechten Steuerschiebers
10 nach links ausgelenkt. Dabei wird der Kanal 50 über den Steuerbund 108 verschlossen
und der Zwischenkanal 190 der Rücklaufkammer 154 wird über die Ablaufsteuerkante 104
mit dem Ablaufraum 84 verbunden. Gleichzeitig wird die LS-Entlastung für Y
B zum Ablaufraum 84 verschlossen sowie der Steuerdruck P
X in den Entsperrungsraum 182 geleitet. Bei ausreichend großem Steuerdruck P
X läuft der Aufstoßkolben 174 auf den Vorsteuerkegel 158 auf und hebt diesen gegen
die Kraft der Vorsteuerfeder 162 und gegen den auf die Sitzfläche wirkenden Lastdruck
Y
B von dem Vorsteuersitz 166 ab, so daß der Sperrblock 18 in Abströmrichtung aufgesteuert
wird und das abströmende Druckmittel aus der Arbeitskammer 152 in die Rücklaufkammer
154 strömen kann.
[0051] Der linke Steuerschieber 8 öffnet seinen durch die Zulaufsteuerkante 110 bestimmten
Zumeßblendenquerschnitt und Druckmittel strömt aus dem Druckkanal 32 in den Vorlaufraum
90 und von dort über den Sperrblock 16 zum Verbraucher. Die LS-Entlastung für Y
A zum Ablaufraum 82 ist verschlossen, so daß über die Steuerleitung 192 der Lastdruck
Y
A an das Wechselventil 40 und von dort in den Federraum 36 der Druckwaage 4 geführt
wird. Gleichzeitig wird der Druck in dem Kanal 50 in den Steuerraum 42 geführt. Folglich
nimmt die Druckwaage 4 eine entsprechende Regelstellung im Zusammenspiel der Federkraft
der Regelfeder 34 und dem Lastdruck Y
A mit dem Druck in dem Steuerraum 42 ein, in der der Druckabfall des Zulaufstroms über
der Zumeßblende konstant ist. Somit ist der Zulaufstrom zum Verbraucher lastunabhängig.
[0052] Zur lastdruckunabhängigen Steuerung des Ablaufstroms, z.B. bei ziehender Last, sind
die Sperrblöcke 16, 18 derart ausgebildet, daß sie als Druckregler arbeiten können.
Entsprechend dem rechten in Figur 6 dargestellten Sperrblock 18 taucht der Aufstoßkolben
174 in steuerdruckbeaufschlagter Stellung abschnittsweise in die Arbeitskammer 154
ein und wird mit den Druck in der Arbeitskammer 154 beaufschlagt, so daß sich je nach
Größe der Öffnungsquerschnitt über dem Vorsteuersitz 166 und somit über dem Ventilsitz
146 verändert.
[0053] Figur 7 zeigt das Wegeventil 6 im Freigang, in dem der Druckraum 30 verschlossen
und beide Arbeitsanschlüsse A, B, des Verbrauchers mit dem jeweiligen Ablaufraum 82,
84 verbunden sind.
[0054] Beim Beaufschlagen beider Steuerschieber 8, 10 mit identischem Steuerdruck P
BX, P
AX werden sie nach Überwineiner Druckschwelle, die der Vorspannung der mittleren Druckfeder
200 entspricht, in Anschlagposition an dem Anschlag 80 gebracht und die Zugstange
202 taucht in die Sacklochbohrungen 216 (Figur 4) ein. Die Relativposition der Federeinrichtung
58 zum Anschlag 80 ist unverändert.
[0055] Wie bereits unter Figur 6 an dem rechten Steuerschieber 10 erläutert, werden in Anschlagposition
die Vorlauf- und die Rücklaufkammer 148, 152 über die Ablaufsteuerkanten 102, 104
mit den Ablaufräumen 82, 84 verbunden, wobei gleichzeitig der Steuerdruck P
X in die Entsperrungsräume 180, 182 geführt wird und die beide Sperrblöcke 16, 18 in
Ablaufströmrichtung durchschalten.
[0056] Vorteilhaft ist, daß der Freigang erreichbar ist, ohne daß über eine aktive Stellung
gegangen werden muß, bei der zumindest kurzzeitig der Druckraum 30 mit einem der Arbeitsanschlüsse
A,B zu verbinden ist.
[0057] Figur 8 zeigt eine Arbeitsstellung des LS-Systems 2 zur Steuerung eines einfachwirkenden
Verbrauchers. Der rechte Steuerschieber 10 befindet sich in Anschlagposition und der
linke Steuerschieber 8 ist derart mit Steuerdruck P
BX beaufschlagt, daß er gegen die Vorspannung der mittleren Druckfeder 200 in eine lasthaltende
Position überführt ist, in der Arbeitsanschluß A gegenüber dem Druckraum 94 und dem
Ablaufraum 82 verschlossen ist.
[0058] Wie bereits unter den Figuren 6 und 7 erläutert, ist der Arbeitsanschluß B in Anschlagposition
des rechten Steuerschiebers 10 mit dem Ablaufraum 84 verbunden und somit zum Tank
entlastet, wobei der Sperrblock 18 gleichzeitig als Druckregler für den Ablaufstrom
wirkt.
[0059] Der linke Steuerschieber 8 ist unabhängig von dem rechten Steuerschieber 10 mit einem
Steuerdruck P
BX beaufschlagt und in einer lasthaltenden Position, wobei bei entsprechender Wahl des
Steuerdrucks P
BX der Arbeitsanschluß A über die Zulaufsteuerkante 110 mit dem Druckraum 94 und somit
mit dem Druckkanal 32 (vgl. Figur 6) oder über die Ablaufsteuerkante 102 mit dem Ablaufraum
82 (vgl. Figur 7) verbunden wird. Beispielsweise kann eine Erhöhung des Steuerdrucks
P
BX (Steuerkolben 8 wird über seine Mittelstellung gegen die Kraft der Druckfeder 200
nach rechts ausgelenkt) ein Heben einer Last und eine Verringerung des Steuerdrucks
P
BX (Steuerkolben 8 wird aus seiner Mittelstellung mittels der Kraft der Druckfeder 200
nach links verschoben) ein Sinken einer Last bedeuten.
[0060] Vorteilhaft an der dargestellten Ansteuerung der Steuerschieber 8, 10 ist, daß der
rechte Steuerschieber 10 in eine definierte Position gefahren ist und somit die Kraft
der mittleren Druckfeder 200 auf den linken Steuerschieber 8 bestimmt ist, und sich
der linke Steuerschieber 8 in einer Mittelstellung befindet, aus der er durch Erhöhung
bzw. Verringerung in eine enstprechende lasthebende bzw. lastsenkende Position überführbar
ist. Eine derartige Ansteuerung eignet sich daher vor allem zur Ansteuerung einfachwirkender
Verbraucher.
[0061] Anhand von Figur 9 werden Schaltstellungen erläutert, die mit unterschiedlichen Steuerdrücken
P
AX, P
AB erreicht werden können. Selbstverständlich kann bei entsprechender Wahl der Steuerdrücke
P
AX, P
BX jede Zwischenstellung angefahren werden.
[0062] Schaltstellung 240 stellt die Grundstellung des Wegeventils 6 dar. Die Steuerdrücke
P
AX, P
BA sind Null und die Arbeitsanschlüsse A, B, der Druckraum P und der Tankanschluß T
sind gegeneinander verschlossen.
[0063] Bei Erhöhung des Steuerdrucks P
AX geht das Wegeventil 6 in die Schaltstellung 242 über, in der der Druckraum P mit
dem Arbeitsanschluß A und der Arbeitsanschluß B mit dem Rückführraum R verbunden ist.
Entsprechend nimmt das Wegeventil 6 bei einseitiger Erhöhung des Steuerdrucks P
BX Schaltstellung 244 ein, in der der Druckraum P mit dem Arbeitsanschluß B und der
Arbeitsanschluß A mit dem Rückführraum R verbunden ist. Somit erlauben diese Schaltstellungen
240, 242, 244 die Ansteuerung eines doppeltwirkenden Verbrauchers.
[0064] Bei Beaufschlagung der Steuerschieber 8, 10 mit einem mittleren Steuerdruck P
BX und einem maximalen Steuerdruck P
AX nimmt das Wegeventil 6 die in Figur 8 beschriebene Mittelstellung ein (Schaltstellung
246), in der der Arbeitsanschluß A abgesperrt und der Arbeitsanschluß B zum Tank druckentlastet
ist. Durch Erhöhung des Steuerdrucks P
BX kann die Freigangstellung 248 erreicht werden, in der ebenfalls der Arbeitsanschluß
A zum Tank druckentlastet (Figur 7) ist. Durch Verringerung des Steuerdrucks P
BX kann die Schaltstellung 250 erreicht werden, in der der Druckraum P mit dem Arbeitsanschluß
A verbunden ist. Die Schaltstellung 250 entspricht zwar grundsätzlich der Schaltstellung
242, jedoch auf einem höheren Steuerdruckniveau P
AX. Da bei den Schaltstellungen 246, 248, 250 der Arbeitsanschluß B stets mit dem Tank
verbunden ist, können über das Wegeventil 6 einfachwirkende Verbraucher gesteuert
werden.
[0065] Bei entsprechender spiegelverkehrter Ansteuerung des Wegeventils 6, d.h. der Steuerdruck
P
XB ist auf maximalen Druck konstant gehalten und der Steuerdruck P
AX wird erhöht bzw. verringert, nimmt das Wegeventil 6 Schaltstellungen 248, 252, 254
zur Ansteuerung eines einfachenwirkenden Verbrauchers ein, in denen der Arbeitsanschluß
A stets mit dem Tank verbunden und der Arbeitsanschluß B nach der Größe des Steuerdruck
P
AX mit dem Druckraum P oder dem Rückführraum R verbunden ist.
[0066] Das erfindungsgemäße Wegeventil 6 erlaubt sowohl die Steuerung einfachwirkender als
auch doppeltwirkender Verbraucher. Folglich bieten sich eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten.
Beispielhaft sei auf die Verwendung des Wegeventils 6 zur Druckregelung von Arbeitsgeräten
an einem Traktor oder von Hubwerken bei Baumaschinen verwiesen, bei denen beispielsweise
zum Heben eine Zylinderseite mit Druck beaufschlagt wird und die andere Zylinderseite
druckentlastet ist.
[0067] Gleichzeitig eignet sich das Wegeventil 6 bspw. für "einfachwirkende Funktionen"
bei Motoranwendungen zum freien Auslaufen oder zur Lageregelung bei einfachwirkenden
Zylindern.
[0068] Offenbart ist ein Wegeventil mit zwei in einer Schieberbohrung koaxial geführten
Steuerschiebern zur Ansteuerung eines Verbrauchers über zwei Arbeitsanschlüsse, wobei
zwischen den beiden Steuerschiebern eine Federeinrichtung mit einem Federelement vorgesehen
ist, dessen Wirklänge mittels einer Begrenzung begrenzt ist.
Bezugszeichenliste
[0069]
- 2
- LS-System
- 4
- Individualdruckwaage
- 6
- Wegeventil
- 8
- Steuerschieber
- 10
- Steuerschieber
- 12
- Druckregelventil
- 14
- Druckregelventil
- 16
- Sperrblock
- 18
- Sperrblock
- 20
- Druckwaagenkolben
- 22
- Druckwaagenbohrung
- 24
- Steuerbund
- 26
- Federbund
- 28
- Steuerkante
- 30
- Druckraum
- 32
- Druckkanal
- 34
- Regelfeder
- 36
- Federraum
- 38
- erster Steuerkanal
- 40
- Wechselventil
- 42
- Steuerraum
- 44
- zweiter Steuerkanal
- 46
- Dämpfungsdrossel
- 48
- Kanal
- 50
- Kanal
- 52
- Schieberbohrung
- 54
- Zentrierfederanordnung
- 56
- Zentrierfederanordnung
- 58
- Federeinrichtung
- 60
- Zentrierfeder
- 62
- Zentrierfeder
- 64
- Steuerdruckraum
- 66
- Steuerdruckraum
- 68
- Körper
- 70
- Körper
- 72
- Bodenfläche
- 74
- Bodenfläche
- 76
- Federteller
- 78
- Federteller
- 80
- Anschlag
- 82
- Ablaufraum
- 84
- Ablaufraum
- 86
- Entlastungsraum
- 88
- Entlastungsraum
- 90
- Vorlaufraum
- 92
- Rücklaufraum
- 94
- Druckraum
- 96
- Druckraum
- 98
- Steuerbund
- 100
- Steuerbund
- 102
- Ablaufsteuerkante
- 104
- Ablaufsteuerkante
- 106
- Steuerbund
- 108
- Steuerbund
- 110
- Zulaufsteuerkante
- 112
- Zulaufsteuerkante
- 114
- Ringraum
- 116
- Ringraum
- 118
- Ringraum
- 120
- Ringraum
- 122
- Ringraum
- 124
- Ringraum
- 126
- Umfangsnut
- 128
- Umfangsnut
- 130
- Umfangsnut
- 132
- Umfangsnut
- 134
- Gehäuseschulter
- 136
- Sperrkolben
- 138
- Sperrkolben
- 140
- Bohrung
- 142
- Bohrung
- 144
- Ventilsitz
- 146
- Ventilsitz
- 148
- Vorlaufkammer
- 150
- Arbeitskammer
- 152
- Arbeitskammer
- 154
- Rücklaufkammer
- 156
- Vorsteuerkegel
- 158
- Vorsteuerkegel
- 160
- Vorsteuerfeder
- 162
- Vorsteuerfeder
- 164
- Vorsteuersitz
- 166
- Vorsteuersitz
- 168
- Vorsprung
- 170
- Vorsprung
- 172
- Aufstoßkolben
- 174
- Aufstoßkolben
- 176
- Kolbenstange
- 178
- Kolbenstange
- 180
- Entsperrungsraum
- 182
- Entsperrungsraum
- 184
- Verbindungskanal
- 186
- Verbindungskanal
- 188
- Zwischenkanal
- 190
- Zwischenkanal
- 192
- Steuerleitung
- 194
- Steuerleitung
- 196
- Steuerleitung
- 198
- Steuerleitung
- 200
- Federelement
- 202
- Zugstange
- 204
- Federteller
- 206
- Federteller
- 208
- Schulterfläche
- 210
- Schulterfläche
- 212
- Zwischenraum
- 214
- Tankbohrung
- 216
- Stufenbohrung
- 218
- Ringfläche
- 220
- Stirnfläche
- 222
- Grund
- 224
- Tankbohrung
- 226
- Zugkörper
- 228
- Zugkörper
- 230
- Endabschnitt
- 232
- Endabschnitt
- 234
- Innenumfangsnut
- 236
- Stirnfläche
- 238
- Stirnfläche
- 240
- Schaltstellung
- 242
- Schaltstellung
- 244
- Schaltstellung
- 246
- Schaltstellung
- 248
- Freigangstellung
- 250
- Schaltstellung
- 252
- Schaltstellung
- 254
- Schaltstellung
- 256
- Gehäusschulter
- 258
- Steuerleitung
- 260
- Steuerleitung
1. Wegeventil zum Ansteuern eines Verbrauchers mit zwei koaxial zueinander angeordneten
Steuerschiebern (8, 10), über die zwei mit dem Verbraucher verbundene Arbeitsanschlüsse
(A, B) mit einem Druckraum (P) oder einem Rückführraum (R) verbindbar sind, und die
in Grundstellung vorgespannt sind, wobei zwischen den Steuerschiebern (8, 10) eine
Federeinrichtung (58) mit einem Federelement (200) angeordnet ist, wobei die Federeinrichtung
(58) eine Begrenzung zur Festlegung einer maximalen Wirklänge des Federelements (200)
hat, dadurch gekennzeichnet, dass die Begrenzung eine Zugstange (202) hat, auf der zwei Federteller (204, 206) verschiebbar
geführt sind, die jeweils über das Federelement (200) zumindest gegen eine Schulterfläche
(208, 210) der Zugstange (202) gespannt sind.
2. Wegeventil zum Ansteuern eines Verbrauchers mit zwei koaxial zueinander angeordneten
Steuerschiebern (8, 10), über die zwei mit dem Verbraucher verbundene Arbeitsanschlüsse
(A, B) mit einem Druckraum (P) oder einem Rückführraum (R) verbindbar sind, und die
in Grundstellung vorgespannt sind, wobei zwischen den Steuerschiebern (8, 10) eine
Federeinrichtung (58) mit einem Federelement (200) angeordnet ist, wobei die Federeinrichtung
(58) eine Begrenzung zur Festlegung einer maximalen Wirklänge des Federelements (200)
hat, dadurch gekennzeichnet, dass die Begrenzung zwei Zugkörper (226, 228) hat, deren Endabschnitte (230, 232) hakenförmig
ausgebildet sind und ineinandergreifen, und die in ihrer Begrenzungsposition die maximale
Länge der Federeinrichtung (58) und damit die Vorspannung der Federelements (200)
bestimmen.
3. Wegeventil nach Patentanspruch 1 oder 2, wobei das Federelement (200) eine Druckfeder
ist.
4. Wegeventil nach Patentanspruch 1 oder 2, wobei der Zwischenraum zwischen den beiden
Steuerschiebern (8, 10), in dem die Federeinrichtung (58) aufgenommen ist, zum Tank
druckentlastbar ist.
5. Wegeventil nach Patentanspruch 4, wobei Tankbohrungen (214, 224) zur Druckentlastung
eines Zwischenraums (212) in den Steuerschiebern (8, 10) ausgebildet sind.
6. Wegeventil nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, wobei zwischen den beiden
Steuerschiebern (8, 10) ein Anschlag (80) ausgebildet ist, gegen den die Steuerschieber
(8, 10) durch Beaufschlagung mit maximalen Steuerdruck (PAX, PBX) in Anschlagposition bringbar sind.
7. Wegeventil nach Patentanspruch 6, wobei der Anschlag (80) als ein Sprengring in einer
mittigen gehäuseseitigen Innenumfangsnut (234) ausgebildet ist.
8. Wegeventil nach Patentanspruch 6 oder 7, wobei die Arbeitsanschlüsse (A, B) in Anschlagposition
der Steuerschieber (8, 10) mit dem Rückführraum (R) verbunden sind.
9. Wegeventil nach Patentanspruch 6, 7 oder 8, wobei bei einem der Steuerschieber (8,
10) in Anschlagposition eine Steuerung des Verbrauchers über den zweiten Steuerschieber
(8, 10) ermöglicht ist.
10. Wegeventil nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, wobei zwischen den Arbeitsanschlüssen
(A, B) und der Schieberbohrung (52) jeweils ein entsperrbarer Sperrblock (16, 18)
angeordnet ist, die in Abströmrichtung sperren und über Beaufschlagung mit einem Entsperrsteuerdruck
in Abströmrichtung durchschalten.
11. Wegeventil nach Patentanspruch 10, wobei die Sperrblöcke (16, 18) jeweils einen Aufstoßkolben
(172, 174) haben, die von dem ablaufseitigen Lastdruck (YA, YB) beaufschlagbar sind.
12. Wegeventil nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, wobei das Wegeventil (6)
als ein LS-System (2) mit einer Individualdruckwaage (4) ausgeführt ist.
13. Wegeventil nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, wobei das Wegeventil (6)
ein 6-Stellungsventil ist.
1. Multi-directional control valve for controlling a consumer having two control slides
(8, 10) which are arranged in a mutually coaxial manner and by means of which two
operational connections (A, B) which are connected to the consumer can be connected
to a pressure space (P) or a return space (R), and which are pretensioned into the
initial position, a resilient device (58) having a resilient element (200) being arranged
between the control slides (8, 10), the resilient device (58) having a limitation
means for determining a maximum effective length of the resilient element (200), characterised in that the limitation means has a tension rod (202) on which two spring plates (204, 206)
are guided so as to be able to be displaced and are each tensioned at least with respect
to a shoulder face (208, 210) of the tension rod (202) by means of the resilient element
(200).
2. Multi-directional control valve for controlling a consumer having two control slides
(8, 10) which are arranged in a mutually coaxial manner and by means of which two
operational connections (A, B) which are connected to the consumer can be connected
to a pressure space (P) or a return space (R), and which are pretensioned into the
initial position, a resilient device (58) having a resilient element (200) being arranged
between the control slides (8, 10), the resilient device (58) having a limitation
means for determining a maximum effective length of the resilient element (200), characterised in that the limitation means has two tension members (226, 228), the end portions (230, 232)
of which are hook-shaped and mutually engage and which, in the limitation position
thereof, determine the maximum length of the resilient device (58) and therefore the
pretensioning of the resilient element (200).
3. Multi-directional control valve according to patent claim 1 or 2, the resilient element
(200) being a pressure spring.
4. Multi-directional control valve according to patent claim 1 or 2, the intermediate
space between the two control slides (8, 10), in which space the resilient device
(58) is received, being able to be depressurised in the direction towards the tank.
5. Multi-directional control valve according to patent claim 4, tank holes (214, 224)
being formed in the control slides (8, 10) in order to depressurise an intermediate
space (212).
6. Multi-directional control valve according to any one of the preceding patent claims,
there being formed between the two control slides (8, 10) a stop (80) against which
the control slides (8, 10) can be brought into a stop position by being acted on with
maximum control pressure (PAX, PBX).
7. Multi-directional control valve according to patent claim 6, the stop (80) being constructed
as a snap ring in a central housing-side inner peripheral groove (234).
8. Multi-directional control valve according to patent claim 6 or 7, the operational
connections (A, B) being connected to the return space (R) in the stop position of
the control slides (8, 10).
9. Multi-directional control valve according to patent claim 6, 7 or 8, it being possible
to control the consumer by means of the second control slide (8, 10) when one of the
control slides (8, 10) is in a stop position.
10. Multi-directional control valve according to any one of the preceding patent claims,
there being arranged, between each of the operational connections (A, B) and the slide
hole (52), respective unlockable locking blocks (16, 18) which lock in the flow-away
direction and switch through in the flow-away direction by being acted on with an
unlocking control pressure.
11. Multi-directional control valve according to patent claim 10, the locking blocks (16,
18) each having an impact piston (172, 174) which can be acted on with the load pressure
(YA, YB) at the discharge side.
12. Multi-directional control valve according to any one of the preceding patent claims,
the multi-directional control valve (6) being constructed as an LS system (2) with
an individual pressure scale (4).
13. Multi-directional control valve according to any one of the preceding claims, the
multi-directional control valve (6) being a 6-position valve.
1. Distributeur à voies multiples servant à commander un récepteur, présentant deux tiroirs
de commande (8, 10) disposés coaxialement l'un par rapport à l'autre, par le biais
desquels deux raccords de travail (A, B) reliés au récepteur peuvent être reliés à
une chambre de pression (P) ou à un espace de recyclage (R), et qui sont précontraints
en position de base, un dispositif à ressort (58) doté d'un élément formant ressort
(200) étant disposé entre les tiroirs de commande (8, 10), le dispositif à ressort
(58) présentant une limitation de fixation d'une longueur active maximale de l'élément
formant ressort (200), caractérisé en ce que la limitation présente une barre de traction (202), sur laquelle sont guidées de
manière mobile deux coupelles de ressort (204, 206) qui sont tendues respectivement
par le biais de l'élément formant ressort (200) au moins contre une surface d'épaulement
(208, 210) de la barre de traction (202).
2. Distributeur à voies multiples servant à commander un récepteur, présentant deux tiroirs
de commande (8, 10) disposés coaxialement l'un par rapport à l'autre, par le biais
desquels deux raccords de travail (A, B) reliés au récepteur peuvent être reliés à
une chambre de pression (P) ou à un espace de recyclage (R), et qui sont précontraints
en position de base, un dispositif à ressort (58) doté d'un élément formant ressort
(200) étant disposé entre les tiroirs de commande (8, 10), le dispositif à ressort
(58) présentant une limitation de fixation d'une longueur active maximale de l'élément
formant ressort (200), caractérisé en ce que la limitation présente deux corps de traction (226, 228), dont les sections finales
(230, 232) sont réalisées en forme de crochet et s'engrènent l'une dans l'autre, et
qui déterminent dans leur position de limitation la longueur maximale du dispositif
à ressort (58) et ainsi la précontrainte de l'élément formant ressort (200).
3. Distributeur à voies multiples selon la revendication 1 ou 2, dans lequel l'élément
formant ressort (200) est un ressort de compression.
4. Distributeur à voies multiples selon la revendication 1 ou 2, dans lequel l'espace
intermédiaire entre les deux tiroirs de commande (8, 10), dans lequel le dispositif
à ressort (58) est reçu, peut être détendu vers le réservoir.
5. Distributeur à voies multiples selon la revendication 4, dans lequel des percements
du réservoir (214, 224) sont réalisés pour évacuer la pression d'un espace intermédiaire
(212) dans les tiroirs de commande (8, 10).
6. Distributeur à voies multiples selon l'une quelconque des revendications précédentes,
dans lequel une butée (80) est réalisée entre les deux tiroirs de commande (8, 10),
contre laquelle les tiroirs de commande (8, 10) peuvent être amenés en position de
butée par sollicitation en pression de commande maximale (PAX, PBX).
7. Distributeur à voies multiples selon la revendication 6, dans lequel la butée (80)
est réalisée comme une bague élastique dans une rainure périphérique intérieure (234)
médiane côté boîtier.
8. Distributeur à voies multiples selon la revendication 6 ou 7, dans lequel les raccords
de travail (A, B) sont reliés en position de butée des tiroirs de commande (8, 10)
à l'espace de recyclage (R).
9. Distributeur à voies multiples selon la revendication 6, 7 ou 8, dans lequel lorsque
l'un des tiroirs de commande (8, 10) est en position de butée, le récepteur peut être
commandé par le biais du second tiroir de commande (8, 10).
10. Distributeur à voies multiples selon l'une quelconque des revendications précédentes,
dans lequel respectivement un bloc de blocage (16, 18) pouvant être débloqué est disposé
entre les raccords de travail (A, B) et le percement du tiroir (52), lesquels bloquent
dans.le sens de flux sortant et connectent par le biais de la sollicitation en une
pression de commande de déblocage dans le sens de flux sortant.
11. Distributeur à voies multiples selon la revendication 10, dans lequel les blocs de
blocage (16, 18) présentent chacun un piston de refoulement (172, 174) qui peut être
sollicité par la pression de charge (YA, YB) côté évacuation.
12. Distributeur à voies multiples selon l'une quelconque des revendications précédentes,
dans lequel le distributeur à voies multiples (6) est réalisé comme un système LS
(2) doté d'un compensateur de pression individuel (4).
13. Distributeur selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel le
distributeur à voies multiples (6) est un distributeur à 6 positions.