[0001] Die Erfindung betrifft ein Leuchtdioden-Modul für einen Fahrzeugscheinwerfer gemäß
des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1 und einen Fahrzeugscheinwerfer gemäß des Oberbegriffs
des Patentanspruchs 9.
I. Stand der Technik
[0002] Die Offenlegungsschrift WO 01/01037 A1 offenbart einen Fahrzeugscheinwerfer mit einer
Vielzahl von als Lichtquelle dienenden Leuchtdioden. Das von den Leuchtdioden emittierte
Lichtbündel besitzt mindestens zwei Segmente mit Licht aus unterschiedlichen spektralen
Bereichen. Ein erstes Segment des Lichtbündels weist einen hohen Anteil an weißem
oder gelb-orangem Licht und ein zweites Segment weist einen hohen Anteil an blau-grünem
Licht auf.
[0003] Die Offenlegungsschrift EP 1 298 382 A1 beschreibt ein Leuchtdioden-Modul für eine
Fahrzeugleuchte mit einem Reflektor und einem Träger für Leuchtdioden, wobei der Träger
eine ebene Oberfläche besitzt, auf dem die Leuchtdioden angeordnet sind.
II. Darstellung der Erfindung
[0004] Es ist die Aufgabe der Erfindung, ein Leuchtdioden-Modul für einen Fahrzeugscheinwerfer
bereitzustellen, das zur Erzeugung diverser, für einen Fahrzeugscheinwerfer typischer
Lichtverteilungen geeignet ist. Außerdem ist es die Aufgabe der Erfindung, einen Fahrzeugscheinwerfer
bereitzustellen, der die Erzeugung der typischen Lichtverteilungen eines Fahrzeugscheinwerfers
allein mittels Leuchtdioden als Lichtquellen ermöglicht.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 bzw.
9 gelöst. Besonders vorteilhafte Ausführungen der Erfindung sind in den abhängigen
Patentansprüchen beschrieben.
[0006] Das erfindungsgemäße Leuchtdioden-Modul für einen Fahrzeugscheinwerfer weist einen
Reflektor und einen Träger für Leuchtdioden auf, wobei der Träger mindestens einen
Oberflächenbereich besitzt, auf dem erfindungsgemäß mehrere Leuchtdioden entlang mindestens
einer gekrümmten Linie angeordnet sind. Durch das erfindungsgemäße Leuchtdioden-Modul
wird eine optimale Anpassung der Form der räumlich ausgedehnten Lichtquelle, die hier
aus einer Vielzahl von Leuchtdioden besteht, an den Reflektor ermöglicht. Es hat sich
gezeigt, dass mittels des erfindungsgemäßen Leuchtdioden-Moduls unterschiedliche Lichtverteilungen
für einen Fahrzeugscheinwerfer realisiert werden können. Beispielsweise können mit
Hilfe der erfindungsgemäßen Leuchtdioden-Module in einem Fahrzeugscheinwerfer die
Lichtverteilungen für Nebellicht, Abblendlicht, Fernlicht, Standlicht oder Tagfahrlicht
erzeugt werden. Zur Erzeugung der vergleichsweise komplexen, asymmetrischen Lichtverteilung
des Abblendlichts werden zum Beispiel nur drei der erfindungsgemäßen Leuchtdioden-Module
in einem Fahrzeugscheinwerfer benötigt.
[0007] Die mindestens eine gekrümmte Linie, entlang der die Leuchtdioden angeordnet sind,
entspricht vorteilhaft einem Abschnitt eines Kegelschnitts, vorzugsweise einer Ellipse,
um eine optimale Anpassung an einen Freiformflächen-Reflektor zu ermöglichen. Der
mindestens eine Oberflächenbereich des Trägers, auf dem die Leuchtdioden montiert
sind, besitzt vorteilhaft eine quer zur optischen Achse des Reflektors orientierte
Längserstreckung, so dass die mindestens eine gekrümmte Linie, entlang der die Leuchtdioden
angeordnet sind, sich im wesentlichen quer zur optischen Achse des Reflektors erstreckt.
Der vorgenannte mindestens eine Oberflächenbereich ist vorzugsweise gegenüber der
optischen Achse des Reflektors geneigt, so dass er einer lichtreflektierenden Fläche
des Reflektors zugewandt ist, damit ein möglichst großer Anteil des von den Leuchtdioden
emittierten Lichts auf den Reflektor trifft. Der mindestens eine Oberflächenbereich
kann plan oder gewölbt ausgebildet sein. Im letzteren Fall ist die Krümmung der mindestens
einen Linie, entlang der die Leuchtdioden angeordnet sind, vorzugsweise durch die
Wölbung des mindestens einen Oberflächenbereiches bestimmt.
[0008] Der mindestens eine Oberflächenbereich besitzt vorzugsweise eine quer zur optischen
Achse des Reflektors orientierte Längserstreckung, ist in Richtung seiner Längserstreckung
gewölbt ausgebildet und gegenüber der optischen Achse geneigt, so dass er einer lichtreflektierenden
Fläche des Reflektors zugewandt ist. Die gewölbte Ausbildung des vorgenannten Oberflächenbereichs
ist so zu verstehen, dass dieser gewölbte Oberflächenbereich auch facettiert ausgebildet
sein kann, das heißt, aus einer Vielzahl von ebenen Facetten bestehen kann, um zu
gewährleisten, dass für die Montage der Leuchtdioden jeweils eine ebene Teilfläche
verfügbar ist. Jede Leuchtdiode kann beispielsweise auf einer Facette fixiert sein,
wobei die Größe der Facette auf die Maße der darauf fixierten Leuchtdiode abgestimmt
ist. Die Wölbung des vorgenannten mindestens einen Oberflächenbereiches entspricht
vorteilhaft einem Kegelschnitt und ist vorzugsweise elliptisch ausgebildet. Die auf
diesem Oberflächenbereich montierten Leuchtdioden sind vorteilhaft entlang einer Linie
angeordnet, die einem Kegelschnitt und vorzugsweise dem Abschnitt einer Ellipse entspricht.
Die dadurch erzielte kegelschnittförmige und vorzugsweise elliptische Kontur der Lichtquelle
lässt sich vorteilhaft mit einem Freiformflächen-Reflektor kombinieren, um die für
Fahrzeugscheinwerfer typischen Lichtverteilungen zu generieren.
[0009] Gemäß des bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung besitzt der Träger des Leuchtdioden-Moduls
zwei Oberflächenbereiche, auf denen jeweils mehrere Leuchtdioden angeordnet sind,
wobei ein erster Oberflächenbereich konkav und der zweite Oberflächenbereich konvex
gewölbt ist, und wobei der konkav gewölbte erste Oberflächenbereich einer ersten lichtreflektierenden
Fläche des Reflektors zugewandt ist und der konvex gewölbte zweite Oberflächenbereich
einer zweiten lichtreflektierenden Fläche des Reflektors zugewandt ist. Die auf den
beiden unterschiedlich gewölbten Oberflächen angeordneten Dioden lassen sich optimal
mit einem aus zwei Hälften bestehenden Freiformflächen-Reflektor kombinieren. Insbesondere
kann durch diese Diodenanordnung eine scharfe Hell-Dunkel-Grenze für die typischen
Lichtverteilung des Fahrzeugscheinwerfers, insbesondere für die des Abblendlichts
erzeugt werden. Außerdem werden durch die zweite, mit Leuchtdioden bestückte Oberfläche
des Trägers und durch die zweite lichtreflektierende Fläche des Reflektors der Lichtstrom
und die Lichtstärke des Leuchtdioden-Moduls erhöht.
[0010] Der erfindungsgemäße Fahrzeugscheinwerfer umfasst mindestens ein Leuchtdioden-Modul,
das einen Reflektor und einen Träger für Leuchtdioden besitzt, wobei der Träger mindestens
einen Oberflächenbereich aufweist, auf dem mehrere Leuchtdioden erfindungsgemäß entlang
mindestens einer gekrümmten Linie angeordnet sind. Das mindestens eine, in dem erfindungsgemäßen
Fahrzeugscheinwerfer angeordnete Leuchtdioden-Modul besitzt die bereits oben erläuterten
vorteilhaften Merkmale.
[0011] Mit Hilfe des erfindungsgemäßen Fahrzeugscheinwerfers, der als Lichtquellen ausschließlich
Leuchtdioden enthält, können die gleichen Lichtverteilungen wie mit den konventionellen
Fahrzeugscheinwerfern, die mit Glühlampen oder Entladungslampen bestückt sind, erzeugt
werden. Insbesondere kann mit einem erfindungsgemäßen Fahrzeugscheinwerfer, der nur
ein Leuchtdioden-Modul enthält, beispielsweise das Standlicht generiert werden. Die
Lichtverteilungen des Nebellichts, Tagfahrlichts oder Fernlichts können beispielsweise
mit einem erfindungsgemäßen Fahrzeugscheinwerfer erzeugt werden, der zwei nebeneinander
angeordnete erfindungsgemäße Leuchtdioden-Module enthält. Falls ein höherer Lichtstrom
oder eine höhere Lichtstärke erforderlich ist, können aber auch mehr als zwei erfindungsgemäße
Leuchtdioden-Module in dem Fahrzeugscheinwerfer montiert werden. Zur Erzeugung der
asymmetrischen Lichtverteilung des Abblendlichts enthält der Fahrzeugscheinwerfer
vorzugsweise mindestens drei erfindungsgemäße Leuchtdioden-Module. Mit Hilfe des ersten
Leuchtdioden-Moduls wird vorzugsweise eine erste, weit aufgefächerte Lichtverteilung
erzeugt, deren Lichtstärkemaximum einen schmalen Streifen entlang der Hell-Dunkel-Grenze
der Lichtverteilung bildet. Mittels des zweiten Leuchtdioden-Moduls wird vorzugsweise
eine zweite, auf einen Punkt ausgerichtete Lichtverteilung erzeugt, deren Lichtstärkemaximum
in dem zentralen Punkt an der Hell-Dunkel-Grenze der Lichtverteilung lokalisiert ist.
Die Ausleuchtung des vom Gegenverkehr abgewandten Fahrbahnrandes wird vorzugsweise
mittels eines dritten Leuchtdioden-Moduls im Fahrzeugscheinwerfer gewährleistet, das
zur Erzeugung einer asymmetrischen Lichtverteilung, des sogenannten 15 Gradasymmetrischen
Fingers der Abblendlichtverteilung dient. Die Lichtverteilungen der drei Module des
Fahrzeugscheinwerfers werden überlagert und ergeben zusammen die Abblendlichtverteilung.
Falls ein höherer Lichtstrom oder eine höhere Lichtstärke gewünscht werden, können
im Fahrzeugscheinwerfer auch mehr als drei erfindungsgemäße Leuchtdioden-Module angeordnet
werden.
III. Beschreibung des bevorzugten Ausführungsbeispiels
[0012] Nachstehend wird die Erfindung anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels näher
erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- Eine Vorderansicht eines Leuchtdioden-Modul gemäß eines bevorzugten Ausführungsbeispiels
der Erfindung in schematischer Darstellung
- Figur 2
- Eine Draufsicht auf das in Figur 1 abgebildete Leuchtdioden-Modul in teilweise geschnittener
Darstellung
- Figur 3
- Eine Seitenansicht des in Figur 1 abgebildeten Leuchtdioden-Moduls
- Figur 4
- Eine Draufsicht auf einen Fahrzeugscheinwerfer gemäß eines bevorzugten Ausführungsbeispiels
der Erfindung in schematischer Darstellung
- Figur 5
- Die Lichtverteilung des ersten Leuchtdioden-Moduls des Fahrzeugscheinwerfers aus Figur
4
- Figur 6
- Die Lichtverteilung des zweiten Leuchtdioden-Moduls des Fahrzeugscheinwerfers aus
Figur 4
- Figur 7
- Die Lichtverteilung des dritten Leuchtdioden-Moduls des Fahrzeugscheinwerfers aus
Figur 4
- Figur 8
- Die gesamte Abblendlichtverteilung des in Figur 4 abgebildeten Fahrzeugscheinwerfers
- Figur 9
- Die gesamte Abblendlichtverteilung des in Figur 4 abgebildeten Fahrzeugscheinwerfers
aus der Vogelperspektive
[0013] In den Figuren 1 bis 3 ist schematisch ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen
Leuchtdioden-Moduls abgebildet. Das Leuchtdioden-Modul 1 besitzt einen Träger 2 für
insgesamt zwanzig lichtemittierende Dioden, vorzugsweise Leuchtdioden 31, 32, die
während des Betriebes weißes Licht erzeugen, und einen Freiformflächen-Reflektor 4,
der zwei lichtreflektierende Flächen 41, 42 aufweist. Anstelle von Leuchtdioden können
aber auch Laserdioden verwendet werden. Der Träger 2 besteht aus einem Material hoher
Wärmeleitfähigkeit, beispielsweise aus einem Metall oder Kunststoff, um die von den
Leuchtdioden 31, 32 generierte Wärme abzuführen. Der Träger 2 weist eine erste, konkav
gewölbte Oberfläche 21 auf, die der ersten lichtreflektierenden Fläche 41 des Reflektors
4 zugewandt ist und auf der zehn Leuchtdioden 31 in einer Reihe nebeneinander angeordnet.
Die konkave Wölbung der Oberfläche 21 des Trägers 2 erstreckt quer zur optischen Achse
A-A des Reflektors 4. Zusätzlich weist der Träger 2 eine zweite, konvex gewölbte Oberfläche
22 auf, die der zweiten lichtreflektierenden Fläche 42 des Reflektors 4 zugewandt
ist und auf der ebenfalls zehn Leuchtdioden 32 in einer Reihe nebeneinander angeordnet
sind. Die gewölbten Oberflächen 21, 22 sind gegenüber der optischen Achse A-A des
Reflektors 4 in Richtung der lichtreflektierenden Flächen 41 bzw. 42 geneigt, so dass
das von den Leuchtdioden 31 bzw. 32 emittierte Licht auf die erste 41 bzw. zweite
lichtreflektierende Fläche 42 des Reflektors 4 auftrifft. Die Wölbung beider Oberflächen
21, 22 ist elliptisch. Dadurch sind die Leuchtdioden 31 bzw. 32 jeweils entlang eines
Ellipsenabschnitts angeordnet. Die Oberflächen 21, 22 können facettiert ausgebildet
sein, damit jede Leuchtdiode 31, 32 auf einem ebenen Flächenabschnitt angeordnet ist.
In den Figuren 1 und 3 ist die Form des Trägers 2 und der Oberflächen 21, 22 veranschaulicht.
Der Kopf des Trägers 2, auf dem die Leuchtdioden 31, 32 angeordnet sind, besitzt annähernd
die Form einer Sichel oder Banane. Der Träger 2 weist einen Sockel 23 zur Montage
des Leuchtdioden-Moduls 1 in einem Scheinwerfer 5 auf. Der Sockel 23 umfasst auch
die elektrische Kontaktierung der Leuchtdioden 31, 32 und kann zusätzlich beispielsweise
eine als mit Kühlrippen versehene Metallscheibe ausgebildete Wärmesenke aufweisen,
um die von den Leuchtdioden 31, 32 generierte Wärme über das Material des Trägers
2 und den Sockel 23 abzuführen. Das Leuchtdioden-Modul 1 hat eine Breite von 40 mm
und eine Höhe von 80 mm. Der mit den Leuchtdioden 31, 32 bestückte Kopf des Trägers
2 ist im Abstand von 10 mm vor dem Scheitel des Reflektors 4 angeordnet. Jede der
zwanzig Leuchtdioden 31, 32 besitzt einen Lichtstrom von 10 lm, so dass der gesamte
Lichtstrom des Leuchtdioden-Moduls 200 lm beträgt. Bei Verwendung leistungsfähigerer
Leuchtdioden oder durch Montage einer zweiten Reihe von Leuchtdioden auf den Oberflächen
21, 22 kann die Lichtstärke des Leuchtdioden-Moduls 1 noch erheblich verbessert werden.
[0014] In der Figur 4 ist schematisch ein Fahrzeugscheinwerfer 5 gemäß eines Ausführungsbeispiels
der Erfindung abgebildet, der mit drei nebeneinander angeordneten Leuchtdioden-Modulen
1, 11, 111 ausgestattet ist. Alle Leuchtdioden-Module 1, 11, 111 besitzen den oben
beschriebenen und in den Figuren 1 bis 3 schematisch dargestellten Aufbau. Sie unterscheiden
sich im wesentlichen nur durch die Form der licht-reflektierenden Flächen ihrer Reflektoren.
Bei dem Modul 111 beträgt zusätzlich der Abstand des mit den Leuchtdioden bestückten
Kopfes des Trägers zu dem Scheitel des Reflektors 25 mm anstatt der oben beschriebenen
10 mm. In Figur 4 ist dieser Sachverhalt schematisch dargestellt. Der Fahrzeugscheinwerfer
5 weist eine lichtdurchlässige Frontabdeckung 51 auf, die als optische Linse ausgebildet
sein kann. Er dient zur Erzeugung des Abblendlichts eines Kraftfahrzeugs. Der Fahrzeugscheinwerfer
5 erzeugt einen Lichtstrom von 600 lm. Durch Verdoppelung der Anzahl der Leuchtdioden
oder der Anzahl der Leuchtdioden-Module oder aber durch Verwendung leistungsfähigerer
Leuchtdioden kann der Lichtstrom auf Werte von 1200 lm oder mehr verbessert werden.
[0015] In den Figuren 5 bis 8 sind die von den Leuchtdioden-Modulen 1, 11, 111 generierten
Lichtverteilungen schematisch dargestellt. Diese Figuren zeigen die Projektion des
von den Leuchtdioden-Modulen 1, 11 bzw. 111 emittierten Lichts auf einen vertikal
angeordneten Schirm. Das erste Leuchtdioden-Modul 1 erzeugt eine breit entlang der
Hell-Dunkel-Grenze des Abblendlichts aufgefächerte, weitgehend bezüglich der vertikalen
Ebene 0 spiegelsymmetrische Lichtverteilung. Das Helligkeitsmaximum ist in einem schmalen
Streifen entlang der horizontal verlaufenden Hell-Dunkel-Grenze lokalisiert. Das zweite
Leuchtdioden-Modul 11 generiert eine auf einen Punkt gebündelte, ebenfalls weitgehend
bezüglich der vertikalen Ebene 0 spiegelsymmetrische Lichtverteilung. Ihr Helligkeitsmaximum
ist an der Hell-Dunkel-Grenze, im Zentrum lokalisiert. Das dritte Leuchtdioden-Modul
111 dient zur Erzeugung einer asymmetrischen Lichtverteilung, insbesondere zur Erzeugung
des asymmetrischen Fingers der Abblendlichtverteilung. Er wird zur Ausleuchtung des
von dem Gegenverkehr abgewandten Fahrbahnrandes benötigt. Das Helligkeitsmaximum der
asymmetrischen Lichtverteilung erstreckt sich entlang eines schmalen Streifens, der
einen Winkel von ca. 15 Grad mit der Horizontalen bildet. In den Figuren 8 und 9 ist
die gesamte, von dem Fahrzeugscheinwerfer 5 generierte Lichtverteilung abgebildet.
[0016] Die Erfindung beschränkt sich nicht auf das oben näher erläuterte Ausführungsbeispiel.
Durch geeignete Kombination mehrerer der erfindungsgemäßen Leuchtdioden-Module und
entsprechende Anpassung der Reflektorform können auch beliebige andere Lichtverteilungen,
beispielsweise für das Nebellicht, Fernlicht, Standlicht oder Tagfahrlicht erzeugt
werden. Es ist auch möglich, mittels nur eines der erfindungsgemäßen Leuchtdioden-Moduls
in dem Fahrzeugscheinwerfer die vorgenannten Lichtverteilungen zu generieren, wenn
eine ausreichend hohe Anzahl von Leuchtdioden auf dem Träger des Leuchtdioden-Moduls
montiert ist und/oder Leuchtdioden mit einem ausreichend hohen Lichtstrom auf dem
Träger des Leucht-Dioden-Moduls angeordnet sind und die Reflektorform entsprechend
der gewünschten Lichtverteilung angepasst ist.
1. Leuchtdioden-Modul für einen Fahrzeugscheinwerfer, wobei das Leuchtdioden-Modul (1)
einen Reflektor (4) und einen Träger (2) für Leuchtdioden besitzt und der Träger (2)
mindestens einen Oberflächenbereich (21) aufweist, auf dem mehrere Leuchtdioden (31)
angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtdioden (31) entlang mindestens einer gekrümmten Linie auf dem mindestens
einen Oberflächenbereich (21) angeordnet sind.
2. Leuchtdioden-Modul nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine gekrümmte Linie, entlang der die Leuchtdioden (31) angeordnet
sind, einem Abschnitt eines Kegelschnitts entspricht.
3. Leuchtdioden-Modul nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Oberflächenbereich plan ausgebildet ist und sich quer zur optischen
Achse (A-A) des Reflektors (4) erstreckt.
4. Leuchtdioden-Modul nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Oberflächenbereich (21) eine quer zur optischen Achse (A-A) des
Reflektors (4) orientierte Längserstreckung besitzt und in Richtung seiner Längserstreckung
gewölbt ausgebildet ist.
5. Leuchtdioden-Modul nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Krümmung der mindestens einen Linie, entlang der die Leuchtdioden (31) angeordnet
sind, durch die Wölbung des mindestens einen Oberflächenbereiches (21) bestimmt ist.
6. Leuchtdioden-Modul nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Wölbung des mindestens einen Oberflächenbereiches (21) der Wölbung eines Kegelschnitts
entspricht.
7. Leuchtdioden-Modul nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Oberflächenbereich (21) gegenüber der optischen Achse (A-A) geneigt
ist, so dass er einer lichtreflektierenden Fläche (41) des Reflektors (4) zugewandt
ist.
8. Leuchtdioden-Modul nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (2) zwei Oberflächenbereiche (21, 22) aufweist, auf denen jeweils mehrere
Leuchtdioden (31, 32) angeordnet sind, wobei ein erster Oberflächenbereich (21) konkav
und der zweite Oberflächenbereich (22) konvex gewölbt ist, und wobei der konkav gewölbte
erste Oberflächenbereich (21) einer ersten lichtreflektierenden Fläche (41) des Reflektors
(4) zugewandt ist und der konvex gewölbte zweite Oberflächenbereich (22) einer zweiten
lichtreflektierenden Fläche (42) des Reflektors (4) zugewandt ist.
9. Fahrzeugscheinwerfer (5) mit mindestens einem Leuchtdioden-Modul (1), wobei das mindestens
eine Leuchtdioden-Modul (1) einen Reflektor (4) und einen Träger (2) für Leuchtdioden
besitzt und der Träger (2) mindestens einen Oberflächenbereich (21) aufweist, auf
dem mehrere Leuchtdioden (31) angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtdioden (31) entlang mindestens einer gekrümmten Linie auf dem mindestens
einen Oberflächenbereich (21) angeordnet sind.
10. Fahrzeugscheinwerfer nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine gekrümmte Linie, entlang der die Leuchtdioden (31) angeordnet
sind, einem Abschnitt eines Kegelschnitts entspricht.
11. Fahrzeugscheinwerfer nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Oberflächenbereich plan ausgebildet ist und sich quer zur optischen
Achse (A-A) des Reflektors (4) erstreckt.
12. Fahrzeugscheinwerfer nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Oberflächenbereich (21) eine quer zur optischen Achse (A-A) des
Reflektors (4) orientierte Längserstreckung besitzt und in Richtung seiner Längserstreckung
gewölbt ausgebildet ist.
13. Fahrzeugscheinwerfer nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Krümmung der mindestens einen Linie, entlang der die Leuchtdioden (31) angeordnet
sind, durch die Wölbung des mindestens einen Oberflächenbereiches (21) bestimmt ist.
14. Fahrzeugscheinwerfer nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Wölbung des mindestens einen Oberflächenbereiches (21) der Wölbung eines Kegelschnitts
entspricht.
15. Fahrzeugscheinwerfer nach einem oder mehreren der Ansprüche 9 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Oberflächenbereich (21) gegenüber der optischen Achse (A-A) geneigt
ist, so dass er einer lichtreflektierenden Fläche (41) des Reflektors (4) zugewandt
ist.
16. Fahrzeugscheinwerfer nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (2) zwei Oberflächenbereiche (21, 22) aufweist, auf denen jeweils mehrere
Leuchtdioden (31, 32) angeordnet sind, wobei ein erster Oberflächenbereich (21) konkav
und der zweite Oberflächenbereich (22) konvex gewölbt ist, und wobei der konkav gewölbte
erste Oberflächenbereich (21) einer ersten lichtreflektierenden Fläche (41) des Reflektors
(4) zugewandt ist und der konvex gewölbte zweite Oberflächenbereich (22) einer zweiten
lichtreflektierenden Fläche (42) des Reflektors (4) zugewandt ist.
17. Fahrzeugscheinwerfer nach einem oder mehreren der Ansprüche 9 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Fahrzeugscheinwerfer (5) mindestens drei Leuchtdioden-Module (1, 11, 111) besitzt,
die zur Erzeugung der Lichtverteilung des Abblendlichts zusammenwirken.
18. Fahrzeugscheinwerfer nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Leuchtdioden-Modul (1) zur Erzeugung einer ersten, breit aufgefächerten
Lichtverteilung, das zweite Leuchtdioden-Modul (11) zur Erzeugung einer zweiten, auf
einen Punkt gebündelten Lichtverteilung und das dritte Leuchtdioden-Modul (111) zur
Erzeugung einer dritten, asymmetrischen Lichtverteilung dient.