[0001] Die Erfindung betrifft einen Verschluss für eine Repetierwaffe nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1. Die Erfindung betrifft außerdem eine Repetierwaffe mit einem derartigen
Verschluss.
[0002] Aus der EP 0 036 853 A2 ist bereits ein Verschluss für eine Repetierwaffe bekannt,
der eine in einem Kammergehäuse angeordnete Kammer mit einem an einer Hülse angeformten
Verriegelungskopf, einem in der Hülse axial verschiebbaren Schlagstück und einer Spanneinrichtung
zum Spannen und Entspannen einer das Schlagstück beaufschlagenden Feder enthält. Die
Spanneinrichtung besteht dort aus einem an der Rückseite der Feder angreifenden Druckstück,
das über einen Hebelmechanismus mit einem von Hand betätigbaren rückseitigen Winkelhebel
gelenkig verbunden ist. Dadurch kann die Feder unabhängig vom Abzugsmechanismus gespannt
und entspannt werden. Außerdem ist der Verschluss auch bei gespannter Feder betätigbar,
so dass eine schnelle Schussfolge ermöglicht wird. Bei diesem bekannten Verschluss
ist jedoch der Verriegelungskopf einstückig mit der Hülse ausgeführt. Die Kammer ist
somit auf eine bestimmte Kalibergruppe abgestimmt, so dass bei einem Wechsel der Kalibergruppe
eine andere Kammer verwendet werden muss.
[0003] Es sind auch bereits Kammern mit auswechselbaren Verriegelungsköpfen bekannt. Dort
sind jedoch in der Regel gesonderte Verbindungselemente vorhanden, die zum Wechseln
der Verriegelungskopfs zunächst demontiert und anschließend wieder montiert werden
müssen. Dies ist mit einem erhöhten Montage- und Zeitaufwand verbunden.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, einen Verschluss der eingangs genannten Art sowie eine
Repetierwaffe zu schaffen, die eine schnelle und einfache Auswechslung des Verriegelungskopfs
ermöglichen.
[0005] Diese Aufgabe wird durch einen Verschluss mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und durch
eine Repetierwaffe mit den Merkmalen des Anspruchs 14 gelöst. Zweckmäßige Weiterbildungen
und vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0006] Ein wesentlicher Vorteil des erfindungsgemäßen Verschlusses besteht in der Möglichkeit,
einen einfachen und schnellen Kammerwechsel ohne Zerlegung des Verschlusses zur Anpassung
an unterschiedliche Kalibergruppen durchzuführen. Bei Laufwechsel von einer Kalibergruppe
zur anderen, muss nicht die gesamte Kammer, sondern nur der Verriegelungskopf getauscht
werden, was auch ohne zusätzliche Verbindungselemente oder Werkzeuge schnell und einfach
durchgeführt werden kann. Dennoch ist der Verriegelungskopf sicher an der Hülse gehalten
und kann nur in einer vorgegeben Wechselposition demontiert werden. Da bei einem Wechsel
der Kalibergruppe nur der Verriegelungskopf ausgetauscht werden muss, können außerdem
auch die Kosten gesenkt werden.
[0007] In einer besonders zweckmäßigen Ausführungsform ist in dem auswechselbaren Verriegelungskopf
ein mit dem Schlagstück zusammenwirkender Schlagbolzen angeordnet. Dadurch ergibt
sich der Vorteil, dass die Waffe beim Ausbau des Verriegelungskopfs funktionsuntüchtig
ist und somit gefahrlos transportiert werden kann. Damit kann auf relativ einfache
Weise eine höchstmögliche Sicherheit gewährleistet werden.
[0008] Bei einer einfach montier- und demontierbaren Ausführung sind der Verriegelungskopf
und die Hülse der Kammer über eine Steckverbindung miteinander verbindbar. Die Steckverbindung
kann zweckmäßigerweise aus einer z.B. als T-Nut ausgeführten Nut an der Hülse und
einem dazu passenden Ansatz am Verriegelungskopf bestehen. Die Nut kann aber auch
in entsprechender Weise an dem Verriegelungskopf und der Ansatz an der Hülse vorgesehen
sein. Zweckmäßigerweise ist die Verbindung zwischen dem Verriegelungskopf und der
Hülse derart ausgebildet, dass der Verriegelungskopf nur in einer Stellung eingebaut
werden kann. Dadurch ist eine falsche Montage ausgeschlossen.
[0009] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Spanneinrichtung
einen zwischen einer Spannstellung, einer Entspannstellung und einer Wechselstellung
verschwenkbaren Spannhebel zur Verschiebung einer die Schlagstückfeder beaufschlagenden
Spannstange enthält.
[0010] Das Schlagstück und der mit ihm zusammenwirkende Schlagbolzen übernehmen eine Doppelfunktion,
indem sie zum einen zur Auslösung eines Schusses dienen und zum anderen zusammen mit
entsprechenden Öffnungen an der Verbindungsstelle von Verriegelungskopf und Hülse
einen Sperrmechanismus zur Verhinderung eines unerwünschten Auseinanderbaus von Verriegelungskopf
und Hülse bilden. In der Spannstellung des Spannhebels greift das vordere Ende des
Schlagstücks in die Öffnung des Verriegelungskopfs ein, während in der Entspannstellung
das hintere Ende des Schlagbolzens in die entsprechende Öffnung der Hülse ragt. Nur
in einer vorgegebenen Wechselstellung steht weder das Schlagstück noch der Schlagbolzen
vor, so dass in dieser Stellung ein Wechsel möglich ist.
[0011] Weitere Besonderheiten und Vorzüge der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung
eines bevorzugten Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnung. Es zeigen:
- Figur 1
- ein Repetiergewehr mit einem Kammerverschluss zum Teil im Schnitt;
- Figur 2
- eine Kammer des in Figur 1 gezeigten Repetiergewehrs im Längsschnitt;
- Figur 3
- eine Hülse der in Figur 2 gezeigten Kammer in unterschiedlichen Ansichten;
- Figur 4
- einen auswechselbaren Verriegelungskopf der in Figur 2 gezeigten Kammer in unterschiedlichen
Ansichten; und
- Figur 5
- eine Spanneinrichtung zum Spannen bzw. Entspannen einer Schlagstückfeder und zum Lösen
eines Sperrmechanismus zwischen der Hülse und dem Verriegelungskopf der in Figur 2
gezeigten Kammer in unterschiedlichen Stellungen.
[0012] Das in Figur 1 schematisch dargestellte Repetiergewehr enthält eine Gehäuse 1 mit
einer Kammerhülse 2 und einer Abzugseinrichtung 3, einen am Gehäuse 1 befestigten
und an die Kammerhülse 2 anschließenden Lauf 4, einen am hinteren Ende des Gehäuses
1 befestigten Hinterschaft 5 und einen an der Unterseite des Laufs 4 angeordneten
Vorderschaft 6. In der Kammerhülse 2 ist eine in Figur 2 vergrößert dargestellte Kammer
7 in der Waffenlängsrichtung verschiebbar und um ihre Längsachse drehbar geführt.
[0013] Wie aus Figur 2 hervorgeht, weist die Kammer 7 an ihrem vorderen Ende einen auswechselbaren
Verriegelungskopf 8 und an ihrem hinteren Ende ein sogenanntes Schlösschen 9 auf.
Der Verriegelungskopf 8 ist am vorderen Ende einer Hülse 10 über eine Steckverbindung
seitlich einschiebbar angeordnet. In dem Verriegelungskopf 8 ist ein Schlagbolzen
11 axial verschiebbar geführt. Der Schlagbolzen 11 wird durch eine Rückholfeder 12
in eine zurückgeschobene hintere Stellung beaufschlagt. Durch einen in eine seitliche
Abflachung 13 des Schlagbolzens 11 eingreifenden Querstift 14 in dem Verriegelungskopf
8 wird der Schlagbolzen 11 axial nach hinten gesichert und somit unverlierbar, jedoch
bei Bedarf einfach demontierbar im Verriegelungskopf 8 gehalten. An dem Verriegelungskopf
8 sind in an sich bekannter Weise Verriegelungswarzen 15 zur Verriegelung der Kammer
7 vorgesehen.
[0014] In das hintere Ende der Hülse 10 ist ein zylindrischer Ansatz 16 eines Kammerstengels
17 eingesetzt. In eine hintere Öffnung 18 des Kammerstengels 17 greift ein Ansatz
19 des Schlösschens 9 ein. Innerhalb der Hülse 10 ist ein zu dem Schlagsbolzen 11
koaxiales stiftförmiges Schlagstück 20 axial verschiebbar geführt. Das Schlagstück
20 weist an seinem vorderen Ende einen in eine Öffnung 21 am vorderen Ende der Hülse
10 ragenden Zapfen 22 auf, der zur Anlage an dem hinteren Ende des Schlagbolzens 11
gelangt. In das hintere Ende des Schlagstücks 20 ist eine Schlagstückmutter 23 mit
einem nach unten ragenden Rastansatz 24 eingeschraubt. Innerhalb des Schlagstücks
20 ist eine Schlagstückfeder 25 angeordnet, die sich mit ihrem vorderen Ende an einer
inneren Anlagefläche 26 des Schlagstücks 20 und mit ihrem hinteren Ende am Vorderteil
eines innerhalb des Schlagstücks 20 verschiebbar geführten Druckstücks 27 abstützt.
Mit seiner hinteren Stirnseite liegt das Druckstück 27 an dem vorderen Ende einer
Spannstange 28 an, die über einen Querstift 29 und eine entsprechende Nut 30 axial
verschiebbar im Inneren der Schlagstückmutter 23 geführt ist. Die Verschiebung der
Spannstange 28 erfolgt mit Hilfe eines Spannhebels 31, der um eine Achse 32 seitlich
verschwenkbar in dem Schlösschen 9 nach hinten vorstehend angeordnet ist. Unterhalb
des Spannhebels 31 ist außerdem ein Entspannknopf 33 zur Aufhebung einer Arretierung
des Spannhebels 31 in einer Spannstellung vorgesehen.
[0015] Wie in Figur 3 gezeigt, weist die Hülse 10 an ihrer Außenseite eine durchgehende
Längsnut 34 und mehrere Abflachungen 35 auf. An dem vorderen Ende der Hülse 10 ist
eine nur einseitig offene und an ihrem inneren Ende abgerundete T-Nut 36 mit einem
vorderen schlankeren Aufnahmeschlitz 37 und einem hinteren breiteren Führungsschlitz
38 mit jeweils parallelen Seitenflächen und einer abgerundeten inneren Anlagefläche
zur Aufnahme des in Figur 4 gezeigten Verriegelungskopfs 8 vorgesehen. An der Außenseite
der quer zur Längsachse der Hülse 10 verlaufender T-Nut 26 ist ferner eine Einführungsschräge
39 zum Einschieben des Schlagbolzens 11 beim Einsetzen des Verrieglungskopfs 8 in
die T-Nut 36 der Hülse 10 angebracht.
[0016] Der in Figur 4 gesondert dargestellte Verriegelungskopf 8 enthält an seinem hinteren
Ende einen beidseitig abgeflachten und oben abgerundeten stufenförmigen Ansatz 40,
der zum Eingriff in die T-Nut 36 der Hülse 10 ausgebildet ist. Der Ansatz 40 enthält
einen breiteren hinteren Teil 41 zum Eingriff in den Führungsschlitz 38 sowie einen
schlankeren vorderen Teil 42 zum Eingriff in den Aufnahmeschlitz 37. Die Form des
Ansatzes 40 ist so auf die T-Nut 36 abgestimmt, das er mit einem möglichst geringen
axialen Spiel in die T-Nut 36 passt und in der vollständig eingeschobenen Funktionsstellung
koaxial zur Hülse 10 ausgerichtet ist. An dem vorderen Teil des Verriegelungskopfs
8 sind die Verriegelungswarzen 15 angeordnet. In dem Verriegelungskopf 8 ist eine
koaxiale Aufnahmeöffnung 43 zur Aufnahme des Schlagbolzens 11 und eine seitliche Bohrung
44 für den Querstift 14 vorgesehen. Das hintere Ende der Aufnahmeöffnung 43 weist
denselben Durchmesser wie die im vorderen Ende der Hülse 10 angeordnete Öffnung 21
für den vorderen Zapfen 22 des Schlagstücks 20 auf. Auch der innerhalb der Öffnung
21 geführte Zapfen 22 und das hintere Ende des Schlagbolzens 11 haben denselben Durchmesser.
[0017] In Figur 5 ist die Spanneinrichtung gezeigt, durch die einerseits die Schlagstückfeder
25 gespannt bzw. entspannt und andrerseits der durch den Schlagbolzen 11 und das Schlagstück
20 sowie die zugehörigen Öffnungen 21 bzw. gebildete Sperrmechanismus zwischen dem
Verriegelungskopf 8 und der Hülse 10 zum Wechseln des Verriegelungskopfs 8 gelöst
werden kann. In den oberen Darstellungen der Figur 5 befindet sich der Spannhebel
31 in einer Entspannstellung, in der die Schlagstückfeder 25 entspannt ist. In den
mittleren Darstellungen der Figur 5 befindet sich der Spannhebel 31 in einer Wechselstellung,
in der ein Wechsel des Verriegelungskopfs 8 ermöglicht wird. Die unteren Darstellungen
der Figur 5 zeigen die Spannstellung, bei der die Schlagstückfeder 25 gespannt ist.
[0018] Wie aus Figur 5 hervorgeht, ist der an einen innerhalb des Schlösschens 9 um die
Achse 32 drehbar angeordneten scheibenförmigen Teil 45 des Spannhebels 31 ein zur
Achse 32 seitlich versetzter Gelenkhebel 46 mittels eines Zapfens 47 in Art einer
Kurbelschwinge angelenkt. Das vordere freie Ende des nur einseitig angelenkten Gelenkhebels
46 greift in eine nach innen abgerundete Vertiefung 48 an der Rückseite der Spannstange
28 ein. An der Rückseite der Spannstange 28 ist ferner ein nach hinten vorstehender
und zur Längsachse seitlich versetzter Ansatz 49 angeformt, der bei der in der mittleren
Darstellung von Figur 5 gezeigten Entspannstellung des Spannhebels 32 zum Anlage mit
einer vorderen schrägen Steuerfläche 50 des Spannhebels 32 kommt. Die Steuerfläche
50 ist derart ausgebildet, daß die Spannstange 28 beim Verschwenken des Spannhebels
32 aus der Entspannstellung in die Wechselstellung nach vorne verschoben wird. Der
Spannhebel 32 weist an seiner Unterseite eine Ausnehmung 51 auf, in die ein auch in
Figur 2 gezeigter oberer Sperrzapfen 52 des Entspannknopfs 33 eingreift. Die Ausnehmung
51 ist derart geformt, dass der Spannhebel 32 nur dann in die Entspannstellung bewegt
werden kann, wenn der Entspannknopf 33 gedrückt ist. Dies geht besonders aus der unteren
Darstellung der Figur 5 hervor.
[0019] Die Funktionsweise des vorstehend beschriebenen Verschlusses wird im Folgenden anhand
der Figuren 2 und 5 erläutert.
[0020] In Figur 2 ist die Kammer 7 in einer entspannten Stellung gezeigt. In dieser Stellung
ist die Schlagstückfeder 25 entspannt und das Schlagstück 20 wird durch die Kraft
der Rückstellfeder 12 in eine zurückgezogene Position gedrückt. In dieser zurückgezogenen
Position liegt die mit dem Schlagstück 20 fest verbundene Schlagstückmutter 23 mit
ihren hinteren Ende an einer inneren Kante 54 des Schlösschen 9 an und der nach unten
vorstehende Rastansatz 24 ist von einem Abzugsstollen 53 mit einem vorgegebenen Abstand
X beabstandet. In dieser auch in der oberen Darstellung von Figur 5 gezeigten Stellung
weist die hintere Stirnfläche des Druckstücks 27 einen geringen Abstand L
1 von der vorderen Stirnfläche der Schlagstückmutter 23 auf. Der in der Öffnung 21
verschiebbare vordere Zapfen 22 des Schlagstücks 20 ist in dieser Stellung gegenüber
einer vorderen Anlagefläche 55 der Hülse 10 um den Betrag L
2 zurückgezogen. Dadurch ragt auch das hintere Ende des Schlagbolzens 11 in die Öffnung
21 der Hülse 20 hinein und verhindert, dass der Verriegelungskopf 8 in dieser Stellung
gewechselt werden kann.
[0021] Beim Verschwenken des Spannhebels 31 in die in der Mitte von Figur 5 dargestellte
Wechselstellung wird die Spannstange 28 durch die Steuerfläche 50 des Spannhebels
31 nach vorne geschoben, so dass sich ein größerer Abstand L
3 zwischen der hinteren Stirnfläche des Druckstücks 27 und der vorderen Stirnfläche
der Schlagstückmutter 23 ergibt. Dabei wird auch der vordere Zapfen 22 des Schlagstücks
20 so nach vorne geschoben, dass seine vordere Stirnfläche mit der vorderen Anlagefläche
55 der Hülse 10 bündig abschließt. Damit greift auch das hintere Ende des Schlagbolzens
11 nicht mehr in die Öffnung 21 der Hülse 20 ein und der Verriegelungskopf 8 kann
seitlich herausgeschoben werden. In dieser Stellung ist das vordere Ende des Gelenkhebels
46 außer Eingriff mit der Vertiefung 48 an der Rückseite der Spannstange 28.
[0022] Beim Verschwenken des Spannhebels 31 in die in Figur 5 unten dargestellten Spannstellung
wird die Spannstange 28 durch den Gelenkhebel 46 nach vorne gedrückt. Sobald der in
Figur 2 gezeigte Rastansatz 24 der Schlagstückmutter 23 zur Anlage an dem Abzugsstollen
53 kommt, wird die Schlagstückfeder 25 gespannt. Bei der in Figur 5 unten dargestellten
Spannstellung weist die hintere Stirnfläche des Druckstücks 27 einen Abstand L
4 > L
3 von der vorderen Stirnfläche der Schlagstückmutter 23 auf. In der gezeigten Spannstellung
steht der Zapfen 22 des Schlagstücks 20 mit dem Abstand L
5 von der vorderen Anlagefläche 55 der Hülse 10 vor und greift somit in die Aufnahmeöffnung
43 des Verriegelungskopfs 8 ein. Somit kann der Verriegelungskopf 8 auch in dieser
Stellung nicht gewechselt werden.
1. Verschluss einer Repetierwaffe mit einer in einer Kammerhülse (2) um ihre Längsachse
drehbar und in Waffenlängsrichtung axial verschiebbar geführten Kammer (7), die eine
Hülse (10), ein in der Hülse (10) axial verschiebbar angeordnetes Schlagstück (20)
und eine Spanneinrichtung (28, 31, 46) zum Spannen und Entspannen einer das Schlagstück
(20) beaufschlagenden Schlagstückfeder (25) enthält, dadurch gekennzeichnet, dass die Kammer (7) einen auswechselbaren Verriegelungskopf (8) und einen durch die Spanneinrichtung
(28, 31, 46) lösbaren Sperrmechanismus (11, 20) zur Halterung des Verriegelungskopfs
(8) an der Hülse (10) enthält.
2. Verschluss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in dem auswechselbaren Verriegelungskopf (8) ein mit dem Schlagstück (20) zusammenwirkender
Schlagbolzen (11) angeordnet ist.
3. Verschluss nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass, der Schlagbolzen (11) durch eine Rückstellfeder (12) beaufschlagt und nach hinten
axial gesichert innerhalb des Verriegelungskopfs (8) angeordnet ist.
4. Verschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Verriegelungskopf (8) mit der Hülse (10) über eine Steckverbindung (36, 40) verbindbar
ist.
5. Verschluss nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Steckverbindung (36, 40) aus einer in der Hülse (10) angeordneten Nut (36) und
einem dazu passenden Ansatz (40) an dem Verriegelungskopf (8) besteht.
6. Verschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Sperrmechanismus (11, 20) durch das Schlagstück (20) und einen mit diesem zusammenwirkenden
Schlagbolzen (11) in dem Verriegelungskopf (8) gebildet wird.
7. Verschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Spanneinrichtung (28, 31, 46) einen zwischen einer Spannstellung, einer Entspannstellung
und einer Wechselstellung verschwenkbaren Spannhebel (31) und eine durch diesen verschiebbare
Spannstange (28) zur Beaufschlagung der Schlagstückfeder (25) enthält.
8. Verschluss nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Spanneinrichtung (28, 31, 46) ein zwischen der Spannstange (28) und der Schlagstückfeder
(25) angeordnetes Druckstück (27) enthält.
9. Verschluss nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Spanneinrichtung (28, 31, 46) einen an dem Spannhebel (31) angelenkten und zur
Anlage mit der Spannstange (28) gelangenden Gelenkhebel (46) zur Verbindung des Spannhebels
(31) mit der Spannstange (28) beim Verschwenken des Spannhebels (31) zwischen der
Entspannstellung und der Spannstellung enthält.
10. Verschluss nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Spanneinrichtung (28, 31, 46) eine an dem Spannhebel (31) angeordnete und zur
Anlage mit einem Ansatz (49) an der Spannstange (28) gelangende Steuerfläche (50)
zur Verbindung des Spannhebels (31) mit der Spannstange (28) beim Verschwenken des
Spannhebels (31) zwischen der Entspannstellung und der Wechselstellung enthält.
11. Verschluss nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Gelenkhebel (46) an dem Spannhebel (31) einseitig angelenkt ist und mit seinem
freien Ende in eine Vertiefung (48) an der Rückseite der Spannstange (28) eingreift.
12. Verschluss nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass dem Spannhebel (31) eine Arretiereinrichtung (33, 51, 52) zur lösbaren Halterung
des Spannhebels (31) in der Spannstellung zugeordnet ist.
13. Verschluss nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Arretiereinrichtung (33, 51, 52) einen unterhalb des Spannhebels (31) angeordneten
Entspannknopf (33) enthält.
14. Repetierwaffe, insbesondere Repetiergewehr, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Verschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 13 aufweist.