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(11) |
EP 1 502 271 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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22.11.2006 Patentblatt 2006/47 |
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Anmeldetag: 10.04.2003 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2003/001259 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2003/096365 (20.11.2003 Gazette 2003/47) |
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UNTERBRECHEREINHEIT EINES HOCHSPANNUNGS-LEISTUNGSSCHALTERS
INTERRUPTER UNIT FOR A HIGH-VOLTAGE POWER SWITCH
ENSEMBLE INTERRUPTEUR POUR DISJONCTEUR HAUTE TENSION
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB LI SE |
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Priorität: |
08.05.2002 DE 10221580
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.02.2005 Patentblatt 2005/05 |
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Patentinhaber: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- NOWAKOWSKI, Andrzej
13435 Berlin (DE)
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Entgegenhaltungen: :
WO-A-01/33594 US-A- 4 236 053
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DE-A- 19 832 709
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Unterbrechereinheit eines Hochspannungs-Leistungsschalters
mit zwei in Längsrichtung koaxial gegenüberstehend angeordneten, eine Schaltstrecke
bildenden Kontaktstücken und mit einem in Längsrichtung koaxial zu den Kontaktstücken
verlaufenden hohlen Kanal, in dessen Inneren während eines Schaltvorganges ein Löschgas
in einer ersten, von der Schaltstrecke fortführenden Richtung entlangströmt und am
äußeren Umfang des Kanals das Löschgas in einer, entgegengesetzt zur ersten Richtung
gerichteten zweiten Richtung entlangströmt, wobei koaxial zu dem Kanal, diesen umfassend,
zumindest teilweise ein Kontaktstück tragend sowie das in die zweite Richtung strömende
Löschgas radial einschließend ein Tragelement angeordnet ist.
[0002] Eine derartige Unterbrechereinheit ist beispielsweise aus der Offenlegungsschrift
DE 32 11 272 A1 bekannt. Bei der bekannten Anordnung ist ein Teil der Unterbrechereinheit
von einer als Tragelement wirkenden Umlenkhaube gehalten. Die Umlenkhaube umgibt ein
als hohler Kanal ausgebildetes Nennstromkontaktstück. Ein während eines Schaltvorganges
in der Schaltstrecke entstehendes Löschgas strömt durch den hohlen Kanal von der Schaltstrecke
fort. Das Löschgas wird an der Umlenkhaube umgelenkt und außerhalb des hohlen Kanals,
entgegengesetzt zu der Strömungsrichtung des Löschgases im Innern des Nennstromkontaktstückes,
aus der Unterbrechereinheit hinausleitet. Eine derartige Konstruktion weist nur einen
relativ kurzen Abströmweg für das Löschgas auf. Weiterhin ist das mit Zersetzungsprodukten
angereicherte Löschgas unmittelbar in Nähe der Schaltstrecke ausgeleitet. Die von
der Abströmhaube zu dem Nennstromkontaktstück verlaufenden Stege, welche das Nennstromkontaktstück
tragen, befinden sich unmittelbar im Abströmweg des Löschgases und erhöhen den Strömungswiderstand
dieses Weges. Bei einer derartigen Führung für das Löschgas ist eine Kühlung und rasche
Fortführung des Löschgases von der Schaltstrecke nur in einem begrenzten Umfange möglich.
[0003] Aus der internationalen Veröffentlichung WO 01/33594 A1 ist ein Druckgasleistungsschalter
bekannt, welcher zur Lenkung von abströmenden Löschgas haubenartige Abdeckungen über
Abströmöffnungen aufweist.
[0004] Aus der Offenlegungsschrift DE 198 23 709 ist eine Ausgestaltungsvariante eines Hochspannungs-Leistungsschalters
bekannt, bei welcher abströmendes Löschgas mehrfach umgelenkt wird, wobei im Abströmweg
die Anordnung von Löschgaskühleinrichtungen vorgesehen ist.
[0005] Weiterhin ist aus der Figur 9 des US-Patents Nr. 4,236,053 eine Unterbrechereinheit
bekannt, bei welcher das von der Schaltstrecke abströmende Löschgas zunächst von der
Schaltstrecke fortgeführt ist und durch eine Anordnung von verschiedenen Abströmhauben
ein labyrinthartiger Kanal gebildet ist, in welchem das Löschgas zweimal um etwa 180°
in seiner Strömungsrichtung umgelenkt ist. Dadurch wird innerhalb eines kompakten
Raumes ein relativ langer Abströmweg für das Löschgas bereitgestellt. Der dortige
Abströmweg ist dabei im Wesentlichen dadurch gebildet, dass an den die Unterbrechereinheit
zu einem Teil tragenden Kontaktstücken Umlenkhauben befestigt sind. Aufgrund der konstruktiven
Auslegung der Kontaktstücke als mechanisch tragende Elemente, welche von den Abströmhauben
umgeben sind, ergeben sich im Innern der Abströmhauben zwar hinsichtlich der mechanischen
Ausgestaltung optimierte Anordnungen, der Abströmweg ist jedoch mit einem hohen Strömungswiderstand
behaftet.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Unterbrechereinheit der
eingangs genannten Art so auszubilden, dass unter Beibehaltung einer hohen mechanischen
Stabilität der Strömungsweg des Löschgases von der Schaltstrecke bis einer Ausströmöffnung
einen geringen Strömungswiderstand aufweist.
[0007] Die Aufgabe wird bei einer Unterbrechereinheit der eingangs genannten Art erfindungsgemäß
dadurch gelöst, dass das Tragelement einen ersten Abschnitt und einen zweiten, gegenüber
dem ersten Abschnitt radial erweiterten Abschnitt aufweist, wobei der zweite Abschnitt
von dem ersten Abschnitt und ein Kontaktstück von dem zweite Abschnitt getragen ist
und im Bereiche der Verbindung von erstem und zweitem Abschnitt eine in die erste
Richtung gerichtete Ausströmöffnung für das Löschgas zwischen den beiden Abschnitten
ausgebildet ist.
[0008] Zur Erzielung eines strömungstechnisch verbesserten Weges für das Löschgas ist es
notwendig, den Abströmweg von in ihn hineinragenden Bauteilen zu befreien. Durch die
Verwendung eines Tragelementes, welches den hohlen Kanal umgibt und zwei Abschnitte
aufweist, von denen einer radial erweitert ist und im Bereich des Aneinanderstoßens
der beiden Abschnitte eine Ausströmöffnung gebildet ist, ist die Unterbrechereinheit
von einem "äußeren Hüllkörper" getragen. Durch die Ausbildung des Tragelementes als
"äußerer Hüllkörper" ist im Inneren des Tragelementes ein Raum geschaffen, der frei
von Baugruppen ist, welche zur mechanischen Halterung zwangsweise vorzusehen wären.
Der innere Raum des Tragelementes kann frei nach den gegebenen Erfordernissen der
Unterbrechereinheit belegt bzw. genutzt werden. Dadurch ergibt sich auch eine günstigere
Gestaltung des Abströmweges für das Löschgas. Durch die Ausrichtung der Abströmöffnung
in die erste Richtung, also von der Schaltstrecke fort, ist weiterhin sichergestellt,
dass das Löschgas auch nach dem Ausströmen aus der Ausströmöffnung nicht unmittelbar
in den Bereich der Schaltstrecke zurückströmen kann und dort deren dielektrische Festigkeit
schwächt.
[0009] Eine vorteilhafte Ausgestaltung kann weiterhin vorsehen, dass der zweite Abschnitt
im Bereich eines Nennstromkontaktstückes an die Unterbrechereinheit angekoppelt ist.
[0010] Durch die Ankoppelung des zweiten Abschnittes im Bereich eines Nennstromkontaktstückes
ist ausgehend von einem Ende der Unterbrechereinheit in Längsrichtung ein sehr großer
Abschnitt eines Endes der Unterbrechereinheit von dem Tragelement überdeckt. Im Bereich
des Nennstromkontaktstückes kann so ein zentraler Montagepunkt gebildet sein, in welchem
das gesamte Kontaktsystem mit Nennstromkontakt, Lichtbogenkontakt, Getrieben usw.
getragen ist. Die Ankoppelung kann dabei als starre Konstruktion oder als bewegbare
Konstruktion ausgeführt sein. Eine bewegbare Konstruktion ist beispielsweise für ein
bewegbares Nennstromkontaktstück vorzusehen.
[0011] Vorteilhafterweise kann weiterhin vorgesehen sein, dass der zweite Abschnitt ein
Teil des von der Unterbrechereinheit unterbrechbaren Strompfades ist.
[0012] Zur Gewährleistung einer ausreichenden mechanischen Stabilität muss der zweite Abschnitt
des Tragelementes aus einem geeigneten Material hergestellt sein, welches die Unterbrechereinheit
zumindest teilweise tragen kann. Derartige Materialien sind beispielsweise Metalle,
welche auch elektrisch leitend sind. Insbesondere bei einer Ankoppelung des zweiten
Abschnittes des Tragelementes im Bereich eines Nennstromkontaktstückes ist der elektrische
Strom über den zweiten Teil unmittelbar zu der Schaltstrecke hin transportierbar.
Zusätzliche elektrische Leiter, die der Zuführung des elektrischen Stromes zu den
Kontaktstücken der Unterbrechereinheit dienen müssten, sind so nicht erforderlich.
Als Teil des zu unterbrechenden Strompfades muss der zweite Abschnitt des Tragelementes
natürlich auch das elektrische Potential tragen, welches den Strom treibt. Damit ist
der zweite Abschnitt auch dazu geeignet, die von ihm umgebenen Baugruppen zu schirmen.
[0013] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung sieht vor, dass an dem Tragelement, insbesondere
an dem zweiten Abschnitt, eine Feldsteuerelektrode angeordnet ist.
[0014] Insbesondere in den Endbereichen des Tragelementes besteht die Gefahr des Auftretens
von hohen elektrischen Feldstärken, da in diesen Bereichen der Übergang zu weiteren,
gegebenenfalls ein anderes elektrisches Potential aufweisenden Baugruppen bzw. Stoffen
erfolgt. Zur Steuerung dieser elektrischen Felder sind Feldsteuerelektroden einsetzbar.
Dabei kann das Tragelement selbst derartig geformt sein, dass es eine Feldsteuerelektrode
ausbildet.
[0015] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung sieht vor, dass im Zuge des strömenden Löschgases
vor der Ausströmöffnung eine Kühleinrichtung angeordnet ist.
[0016] Um die Wirksamkeit des langen Abströmweges für die Löschgas weiter zu erhöhen, ist
eine Anordnung einer Kühleinrichtung in dem Löschgasstrom besonders vorteilhaft. Durch
die Kühleinrichtung wird das Löschgas in seinen Temperaturniveau herabgesetzt und
dadurch die Isolationsfestigkeit des Löschgases erhöht.
[0017] Eine besonders vorteilhafte Variante einer Kühleinrichtung kann dabei vorsehen, dass
das Löschgas durch ein Lochblech strömt.
[0018] Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles in einer Zeichnung
gezeigt und nachfolgend näher beschrieben.
[0019] Dabei zeigt die
- Figur
- einen schematischen Aufbau einer Unterbrechereinheit eines Hochspannungs-Leistungsschalters.
[0020] Die Figur zeigt eine Unterbrechereinheit 1 eines Hochspannungs-Leistungsschalters.
Die Unterbrechereinheit 1 ist innerhalb eines in der Figur nur abschnittweise dargestellten
Kapselungsgehäuses 23 angeordnet. Das Kapselungsgehäuse 23 ist mit einem unter erhöhtem
Druck stehenden Isoliergas, beispielsweise Schwefelhexafluorid, gefüllt. Die Unterbrechereinheit
1 weist einen ersten elektrischen Anschluss 2 sowie einen zweiten elektrischen Anschluss
3 auf. Der erste elektrische Anschluss 2 sowie der zweite elektrische Anschluss 3
dienen der Einbindung der Unterbrechereinheit 1 in einen elektrischen Strompfad, welcher
durch die Unterbrechereinheit 1 unterbrechbar bzw. herstellbar ist. Der erste elektrische
Anschluss 2 sowie der zweite elektrische Anschluss 3 sind beispielsweise mittels Freiluftdurchführungen
durch das Kapselungsgehäuse 23 des Hochspannungs-Leistungsschalters hindurchführbar.
Die Unterbrechereinheit 1 ist gegenüber dem Kapselungsgehäuse 23 mittels Isolatoren
4a, 4b abgestützt und getragen.
[0021] Die Unterbrechereinheit 1 weist ein erstes Tragelement 5 sowie ein zweites Tragelement
6 auf. Das zweite Tragelement 6 weist an einem Ende eine Strömungsumlenkeinrichtung
auf. Dem ersten Tragelement 5 ist eine separate Strömungsumlenkeinrichtung 7 zugeordnet.
Die separate Strömungsumlenkeinrichtung 7 besteht aus einem isolierenden Material.
Das erste Tragelement 5 sowie das zweite Tragelement 6 weisen eine rohrförmige Struktur
auf, wobei sie jeweils aus einem ersten Abschnitt und einem zweiten Abschnitt gebildet
sind. Es sind darüber hinaus auch von kreisrunder Rohrform abweichende Körper zur
Ausbildung der Tragelemente nutzbar. Der erste Abschnitt 5a des Tragelementes 5 weist
einen geringeren Durchmesser auf als der zweite Abschnitt 5b des ersten Tragelementes
5. Ebenso weist der erste Abschnitt 6a des zweiten Tragelementes 6 einen geringeren
Durchmesser auf als der zweite Abschnitt 6b des zweiten Tragelementes 6. Der erste
Abschnitt 5a und der zweite Abschnitt 5b des ersten Tragelementes 5 sind in einem
Überlappungsbereich miteinander mechanisch gekoppelt (siehe Bezugszeichen 8). Ebenso
sind der erste Abschnitt 6a sowie der zweite Abschnitt 6b des zweiten Tragelementes
in einem Überlappungsbereich mechanisch miteinander verbunden (siehe Bezugszeichen
9). Die mechanischen Befestigungspunkte 8, 9 sind beispielsweise an jeweils drei am
Umfang der Trageelemente 5, 6 symmetrisch verteilten Stellen angeordnet. Zwischen
dem ersten Abschnitt 5a und zweiten Abschnitt 5b des ersten Tragelementes 5 ist eine
erste Ausströmöffnung 10 für Löschgas vorgesehen. Zwischen dem ersten Abschnitt 6a
und dem zweiten Abschnitt 6b ist eine zweite Ausströmöffnung 11 für das Löschgas vorgesehen.
Sowohl die erste Ausströmöffnung 10 als auch die zweite Ausströmöffnung 11 verlaufen
ringförmig, unterbrochen von den Befestigungspunkten 8, 9, um den jeweiligen ersten
Abschnitt 5a, 6a herum und sind dabei so gerichtet, dass die Ausströmöffnungen 10,
11 von der Schaltstrecke der Unterbrechereinheit 1 weggerichtet sind. Die jeweiligen
ersten Abschnitte 5a, 6a tragen die jeweiligen zweiten Abschnitte 5b, 6b. An dem zur
Schaltstrecke gerichteten Ende des zweiten Abschnittes 5b des ersten Tragelementes
5 sind weitere Befestigungspunkte 12a, 12b angeordnet. An den weiteren Befestigungspunkten
12a, 12b ist ein ringförmiger Festkontakt 13 einer Gleitkontaktanordnung befestigt.
In dem Festkontakt 13 der Gleitkontaktanordnung ist ein Nennstromkontaktstück 14 bewegbar
gelagert. Mit dem bewegbaren Nennstromkontaktstück 14 ist eine Isolierstoffdüse 15
starr verbunden. Die Isolierstoffdüse 15 sowie das bewegbare Nennstromkontaktstück
14 umgeben ein bewegbares Lichtbogenkontaktstück 16 koaxial. Das bewegbare Lichtbogenkontaktstück
16 ist rohrförmig ausgebildet und stellt einen hohlen Kanal dar. Das bewegbare Nennstromkontaktstück
14, das bewegbare Lichtbogenkontaktstück 16 sowie die Isolierstoffdüse 15 sind von
dem zweiten Abschnitt 5b des ersten Tragelementes 5 getragen.
[0022] An dem der Schaltstrecke zugewandten Ende des zweiten Abschnittes 6b des zweiten
Tragelementes 6 sind weitere Befestigungspunkte 12c, 12d angeordnet. Von den weiteren
Befestigungspunkten 12c, 12d ist ein feststehendes Nennstromkontaktstück 17 getragen.
Weiterhin ist an den weiteren Befestigungspunkten 12c, 12d ein einen Kanal bildendes
Rohrstück 18 gehaltert, in dessen Inneren ein feststehendes Lichtbogenkontaktstück
19 angeordnet ist. Das feststehende Lichtbogenkontaktstück 19 ragt in die Isolierstoffdüse
15 hinein. Das bewegbare Nennstromkontaktstück 14 und das bewegbare Lichtbogenkontaktstück
16 sind zu dem feststehenden Nennstromkontaktstück 17 und dem feststehendem Lichtbogenkontaktstück
19 koaxial gegenüberliegend angeordnet. Das feststehende Nennstromkontaktstück 17,
das feststehende Lichtbogenkontaktstück 19 sowie das Rohrstück 18 sind von dem zweiten
Abschnitt 6b des zweiten Tragelementes 6 getragen.
[0023] An den der Schaltstrecke zugewandten Enden der zweiten Abschnitte 5b, 6b der Tragelemente
5, 6 sind die zweiten Abschnitte 5b, 6b abgerundet geformt und bilden dort jeweils
eine Feldsteuerelektrode 5c, 6c.
[0024] Bei einer Ausschaltbewegung des bewegbaren Lichtbogenkontaktstückes 16, des bewegbaren
Nennstromkontaktstückes 14 und der Isolierstoffdüse 15 in Richtung des mit dem Bezugszeichen
20 versehenen Pfeils, wird zwischen den beiden Lichtbogenkontaktstücken 16, 19 ein
Lichtbogen 24 gezündet. Aufgrund der thermischen Wirkung des Lichtbogens 24 entsteht
im Bereich der durch die Lichtbogenkontaktstücke 16, 19 gebildeten Schaltstrecke ein
Löschgas, welches aufgrund einer durch den Lichtbogen 24 bewirkten Druckerhöhung einerseits
durch das bewegbare Lichtbogenkontaktstück 16 und andererseits durch das Rohrstück
18 abströmt. Das bewegbare Lichtbogenkontaktstück 16 weist an dem von der Schaltstrecke
abgewandten Ende Öffnungen auf, durch welche das Löschgas ausströmt und gegen die
separate Strömungsumlenkeinrichtung 7 prallt. Von dort wird das Löschgas umgelenkt
und außerhalb des bewegbaren Lichtbogenkontaktstückes 16 in eine entgegengesetzt zur
Richtung der Strömung des Löschgases im Innern des bewegbaren Lichtbogenkontaktstückes
16 gerichteten Richtung umgelenkt. Durch eine von dem ersten Abschnitt 5a und dem
zweiten Abschnitt 5b gebildete radiale Öffnung 21a strömt das Löschgas radial nach
außen und wird anschließend durch die erste Ausströmöffnung 10 ausgeblasen.
[0025] In analoger Weise erfolgt die Lenkung des im Bereich des zweiten Tragelementes 6
strömenden Löschgases. Ein Teil des in der Schaltstrecke generierten Löschgases wird
durch das Rohrstück 18 von der Schaltstrecke fortgeführt und prallt gegen die Umlenkeinrichtung
des zweiten Tragelementes 6. Von dort wird es entlang der Außenseite des Rohrstückes
18 durch eine zwischen dem ersten Abschnitt 6a und dem zweiten Abschnitt 6b des zweiten
Tragelementes 6 gebildete radiale Öffnung 21b nach außen getrieben. Durch den zweiten
Abschnitt 6b des zweiten Tragelementes 6 erfolgt anschließend eine weitere Umkehrung
der Strömungsrichtung und ein Auslass des Löschgases aus der zweiten Ausströmöffnung
11 derart, dass das Löschgas von der Schaltstrecke fortgelenkt ist. Im Bereich der
zwischen dem ersten Abschnitt 6a und dem zweiten Abschnitt 6b des zweiten Tragelementes
6 gebildeten radialen Öffnung 21b ist eine Kühleinrichtung 22 angeordnet. Die Kühleinrichtung
22 weist eine rohrförmige Struktur auf, wobei diese im Wesentlichen aus einem Lochblech
gebildet ist, durch dessen Löcher das Löschgas hindurchtreten kann. Bei der Passage
der Löcher der Kühleinrichtung 22 erfolgt eine zusätzliche Abkühlung des Löschgases.
[0026] Die in der Figur mit unterbrochenen Linien dargestellten Pfeile symbolisieren den
Weg des Löschgases von der Schaltstrecke bis zu den Ausströmöffnungen 10, 11. Der
Strompfad von den elektrischen Anschlüssen 2, 3 zu den Lichtbogenkontakten 16, 19
bzw. zu den Nennstromkontakten 14, 17 ist durch die punktierten Linien dargestellt.
[0027] Da es sich bei der Figur um eine schematische Darstellung handelt, ist der Abströmweg
des Löschgases lediglich prinzipiell dargestellt. Insbesondere die Trennung der Löschgasströme
vor und nach dem Passieren der Strömungsumlenkeinrichtungen kann auch durch weitere
Bauteile erfolgen. Weiterhin ist es möglich den Strömungswiderstand durch das Brechen
bzw. Abrunden von Körperkanten zu minimieren.
1. Unterbrechereinheit (1) eines Hochspannungs-Leistungsschalters, mit zwei in Längsrichtung
koaxial gegenüberstehend angeordneten, eine Schaltstrecke bildenden Kontaktstücken
(16, 19, 14, 17) und mit einem in Längsrichtung koaxial zu den Kontaktstücken (16,
19, 14, 17) verlaufenden hohlen Kanal (18, 16), in dessen Inneren während eines Schaltvorganges
ein Löschgas in einer ersten, von der Schaltstrecke fortführenden Richtung entlangströmt
und am äußeren Umfang des Kanals (18, 16) das Löschgas in einer, entgegengesetzt zur
ersten Richtung gerichteten zweiten Richtung entlangströmt, wobei koaxial zu dem Kanal
(18, 16), diesen umfassend ein Kontaktstück (16, 19, 14, 17) tragend sowie das in
die zweite Richtung strömende Löschgas radial einschließend ein Tragelement (5, 6)
angeordnet ist, welches
gekennzeichnet ist durch
einen ersten Abschnitt (5a, 6a) und einen zweiten, gegenüber dem ersten Abschnitt
(5a, 6a) radial erweiterten Abschnitt (5b, 6b) aufweist, wobei der zweite Abschnitt
(5b, 6b) von dem ersten Abschnitt (5a, 6a) und ein Kontaktstück (16, 19, 14, 17) von
dem zweiten Abschnitt (5b, 6b) getragen ist und im Bereich der Verbindung von erstem
und zweitem Abschnitt (8, 9) eine in die erste Richtung gerichtete Ausströmöffnung
(10, 11) für das Löschgas zwischen den beiden Abschnitten (5a, 5b und 6a, 6b) ausgebildet
ist.
2. Unterbrechereinheit (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Abschnitt (5b, 6b) im Bereich eines Nennstromkontaktstückes (14, 17) an
die Unterbrechereinheit (1) angekoppelt ist.
3. Unterbrechereinheit (1) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Abschnitt (5b, 6b) einen Teil des von der Unterbrechereinheit (1) unterbrechbaren
Strompfades ist.
4. Unterbrechereinheit (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass an dem Tragelement (5, 6), insbesondere an dem zweiten Abschnitt (5b, 6b), eine Feldsteuerelektrode
(5c, 6c) angeordnet ist.
5. Unterbrechereinheit (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass im Zuge des strömenden Löschgases vor der Ausströmöffnung (11) eine Kühleinrichtung
(22) angeordnet ist.
6. Unterbrechereinheit (1) nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die Kühleinrichtung (22) ein von dem Löschgas durchströmbares Lochblech aufweist.
1. Interrupter unit (1) for a high-voltage circuit breaker, having two contact pieces
(16, 19, 14, 17) which are arranged coaxially opposite in the longitudinal direction
and form a switching gap, and having a hollow channel (18, 16), which runs coaxially
with respect to the contact pieces (16, 19, 14, 17) in the longitudinal direction
and in whose interior a quenching gas flows along during a switching process in a
first direction which continues from the switching gap, and on the outer circumference
of the channel (18, 16) the quenching gas flows along in a second direction, which
is in the opposite direction to the first direction, with a contact piece (16, 19,
14, 17) being arranged in a supporting manner, coaxially with respect to the channel
(18, 16) and surrounding it, and with the quenching gas flowing in the second direction
being arranged radially, including a mounting element (5, 6), which is
characterized by
a first section (5a, 6a) and a second section (5b, 6b), which extends radially opposite
the first section (5a, 6a), with the second section (5b, 6b) being supported by the
first section (5a, 6a), and a contact piece (16, 19, 14, 17) being supported by the
second section (5b, 6b), and an outlet flow opening (10, 11), which points in the
first direction, for the quenching gas being formed between the two sections (5a,
5b) and (6a, 6b) in the area of the connection of the first and second section (8,
9).
2. Interrupter unit (1) according to Claim 1,
characterized in that
the second section (5b, 6b) is coupled to the interrupter unit (1) in the area of
a rated current contact piece (14, 17).
3. Interrupter unit (1) according to Claim 1 or 2,
characterized in that
the second section (5b, 6b) is a part of the current path which can be interrupted
by the interrupter unit (1).
4. Interrupter unit (1) according to one of Claims 1 to 3,
characterized in that
a field control electrode (5c, 6c) is arranged on the mounting element (5, 6), in
particular on the second section (5b, 6b).
5. Interrupter unit (1) according to one of Claims 1 to 4,
characterized in that
a cooling device (22) is arranged upstream of the outlet flow opening (11) in the
course of the flowing quenching gas.
6. Interrupter unit (1) according to Claim 5,
characterized in that
the cooling device (22) has a perforated metal sheet through with the quenching gas
flows.
1. Ensemble (1) interrupteur d'un disjoncteur de haute tension, comprenant deux pièces
(16, 19, 14, 17) de contact disposées de manière opposée coaxialement dans la direction
longitudinale, formant une longueur de coupure et ayant un canal (18, 16) creux s'étendant
dans la direction longitudinale coaxialement aux pièces (16, 19, 14, 17) de contact,
à l'intérieur duquel un gaz d'extinction passe pendant une opération de coupure dans
un premier sens se continuant par la longueur de coupure et sur le pourtour extérieur
du canal (18, 16), le gaz d'extinction passe dans un deuxième sens opposé au premier,
un élément (5, 6) porteur étant disposé coaxialement au canal (18, 16) en l'entourant,
en portant une pièce (16, 19, 14, 17) de contact ainsi qu'en enfermant radialement
le gaz d'extinction passant dans le deuxième sens, cet élément étant
caractérisé par
un premier tronçon (5a, 6a) et un deuxième tronçon (5b, 6b) s'élargissant radialement
par rapport au premier tronçon (5a, 6a), le deuxième tronçon (5b, 6b) étant porté
par le premier tronçon (5b, 6b) et une pièce (16, 19, 14, 17) de contact étant portée
par le deuxième tronçon (5b, 6b) et dans la partie de la liaison du premier au deuxième
tronçon (8, 9), il est constitué entre les deux tronçons (5a, 5b et 6a, 6b) une ouverture
(10, 11) de sortie du gaz d'extinction dirigée dans le premier sens.
2. Ensemble (1) interrupteur suivant la revendication 1,
caractérisé en ce que le deuxième tronçon (5b, 6b) est couplé à l'ensemble (1) interrupteur dans la zone
d'une pièce (14, 17) de contact de courant nominal.
3. Ensemble (1) interrupteur suivant la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que le deuxième tronçon (5b, 6b) fait partie du trajet de courant pouvant être interrompu
par l'ensemble (1) interrupteur.
4. Ensemble (1) interrupteur suivant l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce qu'une électrode (5c, 6c) de commande de champ est mise sur l'élément (5, 6) porteur,
notamment sur le deuxième tronçon (5b, 6b).
5. Ensemble (1) interrupteur suivant l'une des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce qu'un dispositif (22) de refroidissement est disposé sur le trajet du gaz d'extinction
en écoulement en amont de l'ouverture (11) de sortie.
6. Ensemble (1) interrupteur suivant la revendication 5,
caractérisé en ce que le dispositif (22) de refroidissement a une tôle perforée à travers laquelle le gaz
d'extinction peut passer.
