[0001] Die Erfindung betrifft eine Düse zum Besprühen einer Fläche; mit einem Gehäuse, das
einen Zuführkanal mit einer in der zu besprühenden Fläche liegenden Austrittsöffnung
für die zu versprühende Flüssigkeit aufweist, mit einer zentral im Zuführkanal geführten
Kolbenstange mit einem Prallteller, der die Austrittsöffnung in einer Endlage abschließt
und in einer zweiten Endlage im Abstand so vor der Austrittsöffnung liegt, dass die
austretende Flüssigkeit zu einem gegen die Fläche gerichteten ringförmigen Sprühstrahl
umgelenkt wird.
[0002] Düsen dieser Art sind beispielsweise aus der DE 100 57 429 A1 bekannt. Sie erzeugen
einen rückwärts gerichteten symmetrischen Sprühfächer, der einem Kegelmantel mit kreisförmigem
Querschnitt entspricht. Es hat sich gezeigt, dass durch die Verwendung solcher Sprühdüsen
relativ viel Wasser verloren geht, weil zum Teil auch Bereiche besprüht werden, für
die jedoch - z.B. in den Randbereichen einer Fläche - eine Besprühung nicht notwendig
ist.
[0003] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Sprühdüsen der eingangs genannten
Art so auszubilden, dass ein asymmetrischer Sprühstrahl vorgesehen sein kann, durch
den es möglich ist, die besprühte Fläche kleiner zu halten.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe besteht die Erfindung bei einer Düse der eingangs genannten
Art darin, dass die der Austrittsöffnung zugewandte Unterseite des Pralltellers mit
einer parallel zum Außenrand des Pralltellers verlaufenden Ausnehmung versehen ist,
die sich etwa über die Hälfte des Umfanges des Pralltellers erstreckt. Durch diese
Ausgestaltung kann der durch einen Ringspalt entlang der Kolbenstange austretende
Wasserstrahl über die Hälfte des Umfanges des Pralltellers unter einem steileren Winkel
zurück auf die Fläche abgelenkt werden, so dass ein asymmetrischer nach hinten gerichteter
ringförmiger Sprühfächer entsteht, der eine deutlich kleinere Fläche besprüht.
[0005] In Ausgestaltung der Erfindung wird bei dieser Art der Ausgestaltung des Pralltellers
der Kolbenstange eine Verdrehsicherung zugeordnet, damit sichergestellt ist, dass
der schmalere Bereich des Sprühfächers immer in eine bestimmte Richtung weist.
[0006] Die Ausnehmung kann in Weiterbildung der Erfindung rinnenartig ausgebildet sein und
an eine Ausrundung zwischen der Kolbenstange und der Pralltellerunterseite anschließen.
Der entlang der Ausrundung in diesem Bereich austretende Sprühstrahl wird daher unterschiedlich
nach hinten abgelenkt.
[0007] In Ausgestaltung der Erfindung kann dabei der innere Rand der Ausnehmung in einem
Mittelabschnitt kreisbogenförmig um die Achse der Kolbenstange angeordnet sein, wobei
sich der Mittelabschnitt über einen Winkel von etwa 90° erstreckt. Die an den Mittelabschnitt
angrenzenden Außenbereiche des Randes verlaufen dann annähernd als Geraden, so dass
etwa die Hälfte des ringförmig austretenden Sprühstrahles steiler nach unten gelenkt
wird und auf diese Weise eine kleinere Fläche besprüht wird.
[0008] In Weiterbildung der Erfindung kann die Verdrehsicherung der Kolbenstange aus einem
in einer achsparallelen Nut im Inneren des Gehäuses geführten Nocken bestehen, wobei
dieser Nocken Teil eines Führungstellers für die Kolbenstange sein kann, der seinerseits
verdrehsicher mit der Kolbenstange verbunden ist.
[0009] Die Erfindung ist in der Zeichnung anhand eines Ausführungsbeispiels dargestellt
und wird im folgenden erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine teilweise aufgeschnittene Seitenansicht einer Düse nach der Erfindung,
- Fig. 2
- die perspektivische Darstellung der in der Düse nach Fig. 1 eingesetzten Kolbenstange
mit einem Prallteller,
- Fig. 3
- die Ansicht der Unterseite des Pralltellers in Richtung des Pfeiles III der Fig. 2
gesehen,.,
- Fig. 4
- den Schnitt durch Fig. 3 in Richtung der Schnittebene IV-IV,
- Fig. 5
- den Schnitt durch Fig. 3 in Richtung der Schnittebene V-V und
- Fig. 6
- die Düse der Fig. 1 im eingebauten Zustand und im Betrieb, in dem ein asymmetrischer
rückwärts gerichteter Sprühfächer erzeugt wird.
[0010] Die Düse 1 nach Fig. 1, die auch als Deflektordüse bezeichnet werden kann, besteht
aus einem Gehäuse 2a mit einem über ein Gewinde 10 an das Gehäuse 2a angeschraubten
Flansch 2b, der mit auf seinem Umfang verteilten Öffnungen 11 versehen ist und über
nicht gezeigte Schrauben mit entsprechenden Aufnahmebohrungen 12 verschraubbar ist,
die beispielsweise an einem Ring 13 vorgesehen sind, der in einer Öffnung einer Wand
3 angeordnet wird, deren Außenseite zum Zwecke der Kühlung besprüht werden soll.
[0011] Das Gehäuse 2a ist mit einem abgesetzten zylindrischen Zuführkanal 14 für die zu
versprühende Flüssigkeit versehen, die in nicht näher gezeigter Weise vom Anschlussteil
des Gehäuses 2a her im Sinn des Pfeiles 15 zugeführt wird. In einem im Durchmesser
größeren Abschnitt 14a des Zuführkanals 14 ist ein Kolben 4 angeordnet, der fest am
unteren Ende einer Kolbenstange 16 angebracht ist. Der Kolben 4 ist mit Durchgangsöffnungen
4a für die Durchströmung mit Flüssigkeit versehen und dient als Anschlag für eine
Wendelfeder 5, die um die Kolbenstange 16 herumgelegt ist und mit ihrem anderen Ende
an einer Führungsscheibe 7 anliegt, die fest im Gehäuse 2a angeordnet und ebenfalls
mit Durchgangsöffnungen 7a für die zu versprühende Flüssigkeit versehen ist. Die Führungsscheibe
7 wird dabei im Gehäuse 2a durch einen Einsatz 17 gehalten, der mit einem Ringspalt
8 die Kolbenstange 16 umgibt, die außerhalb des Einsatzes 17 mit einem Prallteller
6 versehen ist, der auf dem Einsatz 17 in der durchgezogenen gezeichneten Stellung
aufliegt und eine außen mit der Oberfläche 2c des Flansches 2b abschließende Ausgangsöffnung
verschließt. Diese Oberseite 2c des Flansches liegt, wie Fig. 1 zeigt, in einer Ebene
mit der Außenseite 3a der Wand 3, welche wiederum die zum Zweck der Kühlung zu besprühende
Fläche darstellt.
[0012] Die Funktion der Düse ist wie folgt:
[0013] Es ist zu erkennen, dass bei Freigabe der Flüssigkeitszufuhr im Sinn des Pfeiles
15 der Kolben 4 gegen die Wirkung der Feder 5 nach oben gedrückt wird, bis er an der
Kante 18 des zylindrischen Führungsbereiches 14a anschlägt. In dieser Lage nimmt der
Prallteller die Lage 6' ein, in der die Kolbenstange 16, wie strichpunktiert dargestellt,
nach oben verschoben ist. Die Flüssigkeit tritt daher durch den Ringspalt 8 unter
Druck aus, wird an den Außenflächen der Kolbenstange 16 nach oben geführt und über
die Ausrundung 19 zwischen der etwa senkrecht zur Achse 21 der Kolbenstange 16 verlaufenden
Fläche 20 an der Unterseite des Pralltellers 6, 6' nach außen umgelenkt, um, wie Fig.
6 zeigt, in einem flachen Sprühfächer 9, dessen Reflektionswinkel nur leicht von der
Horizontalen abweicht, großflächig nach außen versprüht zu werden. Bei Anordnung von
mehreren Düsen 1 auf der Fläche 3a können sich diese relativ großen Sprühfächer 9
gegenseitig überdecken, so dass eine flächendeckende Besprühung möglich ist.
[0014] Wird der Flüssigkeitsdruck abgeschaltet, wird der Kolben 4 über die Feder 5 wieder
in die in Fig. 1 gezeigte Ausgangslage zurückgestellt, in der der Prallteller mit
der zu besprühenden Fläche 3a fluchtet. Die Federkraft ist so auszulegen, dass der
aufgebrachte Wasserdruck diese Federkraft überwinden kann.
[0015] Die Fig. 6 lässt erkennen, dass der Sprühfächer 9 asymmetrisch ist. Auf der rechten
Seite wird der Flüssigkeitsfächer wesentlich steiler gegen die Fläche 3a abgelenkt,
so dass die gesamte besprühte Fläche kleiner ist als wenn ein symmetrischer kreiskegelförmiger
Sprühstrahl 9, wie beim Stand der Technik, erzeugt worden wäre.
[0016] Diese Form des Sprühfächers 9 wird dadurch erreicht, dass der Prallteller 6 auf seiner
Unterseite 20 mit einer Ausnehmung 26 versehen ist, die parallel zum Außenrand des
Pralltellers 6 verläuft und sich etwa über die Hälfte des Umfangs des Pralltellers
erstreckt. Diese Ausnehmung 26 ist
[0017] in Fig. 2 und 3 deutlich zu erkennen. Sie ist in etwa rinnenförmig ausgebildet, wie
die Fig. 4 und 5 erkennen lassen. Es wird deutlich, dass die Ausnehmung 26 an die
Ausrundung 19 zwischen Kolbenstange 16 und Prallteller 6 anschließt und einen inneren
Rand 27 aufweist, der in einem Mittelabschnitt, der sich zwischen den Punkten 28 erstreckt,
kreisbogenförmig um die Achse 21 der Kolbenstange 16 verläuft, während er von den
Punkten 28 nach außen, d.h. bis zum Außenrand des Pralltellers 6 in etwa geradlinig
oder nur leicht gebogen verläuft. Diese Abschnitte sind mit 29 gekennzeichnet.
[0018] Diese Ausgestaltung führt dazu, wie die Fig. 6 auch zeigt, dass der Sprühfächer 9
auf der Seite, auf der die Unterseite des Pralltellers 6 mit der Ausnehmung 26 versehen
ist, wesentlich steiler gegen die Fläche 3a mit einem Schenkel 9a gerichtet ist, der
dazu führt, dass insgesamt ein asymmetrischer rückwärts gelenkter Sprühfächer 9 entsteht
und dass dadurch auch die gesamte besprühte Fläche kleiner ist, als wenn der Sprühfächer
9 wie beim Stand der Technik die Form eines Kegelmantels mit kreisförmiger Grundfläche
aufweisen würde.
[0019] Die eben erwähnte Art des asymmetrischen Sprühfächers mit seiner Ausrichtung in eine
bestimmte Richtung wird dadurch gewährleistet, dass der Kolbenstange 16 eine Verdrehsicherung
zugeordnet ist. Diese ist beim Ausführungsbeispiel dadurch gegeben, dass der Kolben
4 der Kolbenstange 16 mit einem nach außen gerichteten Nocken 4b in eine axial verlaufende
Nut 14b des Strömungskanalabschnittes 14a eingreift. Der Kolben 4 seinerseits ist
verdrehsicher an der Kolbenstange 16 gehalten, dadurch, dass ein innerer Vorsprung
4c an einer Abflachung 25 der Kolbenstange 16 anliegt.
[0020] Eine Einsatzmöglichkeit für die Düse nach der Erfindung ist beispielsweise die Besprühung
von Seitenwänden von Schiffen mit der Aufgabe, diese zu kühlen und sie dann für eine
Infraroterkennung unsichtbar zu machen. Die neue Düse kann dabei an Randbereichen
von zu besprühenden Flächen eingesetzt werden, in denen eine Flächenkühlung nicht
mehr erwünscht oder notwendig ist. Wie bei Düsen nach dem Stand der Technik kann die
neue Düse aber auch zur Flächenbesprühung eingesetzt werden, wenn außerhalb der Fläche
größere Aufbauten zur Halterung und Versorgung der Düse nicht gewünscht sind.
1. Düse zum Besprühen einer Fläche, mit einem Gehäuse (2a), das einen Zuführkanal (14)
mit einer in der zu besprühenden Fläche liegenden Austrittsöffnung für die zu versprühende
Flüssigkeit aufweist, mit einer zentral im Zuführkanal (14) geführten Kolbenstange
(16) mit einem Prallteller (6), der die Austrittsöffnung in einer Endlage abschließt
und in einer zweiten Endlage im Abstand so vor der Austrittsöffnung liegt, dass die
austretende Flüssigkeit zu einem gegen die Fläche (3a) gerichteten ringförmigen Sprühstrahl
(9) umgelenkt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die der Austrittsöffnung zugewandte Unterseite (20) des Pralltellers (6) mit einer
parallel zum Außenrand des Pralltellers (6) verlaufenden Ausnehmung (26) versehen
ist, die sich etwa über die Hälfte des Umfanges des Pralltellers erstreckt.
2. Düse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolbenstange (16) eine Verdrehsicherung zugeordnet ist.
3. Düse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (26) rinnenartig ausgebildet ist und an eine Ausrundung (19) zwischen
Kolbenstange (16) und Prallteller (6) anschließt.
4. Düse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der innere Rand (27) der Ausnehmung (26) in einem Mittelabschnitt kreisbogenförmig
um die Achse (21) der Kolbenstange verläuft.
5. Düse nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Mittelabschnitt über einen Winkel (α) von etwa 90° erstreckt.
6. Düse nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die an den Mittelabschnitt angrenzenden Außenbereiche (29) des Randes (27) annähernd
als Geraden verlaufen.
7. Düse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdrehsicherung aus einem in einer achsparallelen Nut (14b) eines Abschnittes
(14a) des Strömungskanales (14) geführten Nocken (4b) besteht.
8. Düse nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Nocken (4b) Teil eines Kolbens (4) für die Kolbenstange (16) ist, der seinerseits
verdrehsicher mit der Kolbenstange (16) verbunden ist.
9. Düse nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (4) mit einem Vorsprung (4c) verdrehsicher an einer Abflachung (25) der
Kolbenstange (16) gehalten ist.