(19)
(11) EP 1 502 890 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
03.01.2007  Patentblatt  2007/01

(21) Anmeldenummer: 04018094.5

(22) Anmeldetag:  30.07.2004
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B65H 67/04(2006.01)
B65H 67/048(2006.01)

(54)

Aufspulmaschine

Winding machine

Bobinoir


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT CH DE IT LI

(30) Priorität: 01.08.2003 DE 10335237

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
02.02.2005  Patentblatt  2005/05

(73) Patentinhaber: Saurer GmbH & Co. KG
41069 Mönchengladbach (DE)

(72) Erfinder:
  • Matthies, Claus
    24647 Wasbek (DE)

(74) Vertreter: Kahlhöfer, Hermann 
Patentanwälte Kahlhöfer Neumann Herzog Fiesser Karlstrasse 76
40210 Düsseldorf
40210 Düsseldorf (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 919 505
DE-A- 19 701 315
US-A- 3 964 723
EP-B- 0 757 658
JP-A- 51 011 938
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Aufspulmaschine zum kontinuierlichen Aufwickeln von Fäden gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

    [0002] Bei der Herstellung von schmelzgesponnen Fäden in einem Spinnprozeß werden die Fäden am Ende des Herstellungsprozesses zu Spulen aufgewickelt. Hierzu werden Aufspulmaschinen eingesetzt, die eine Faden kontinuierlich ohne Prozeßunterbrechung zu Spulen wickeln. Derartige Aufspulmaschinen verfügen hierzu über mehrere Spulspindeln, die an einem beweglichen Spindelträger gehalten sind und mittels des Spindelträgers abwechselnd in einen Wickelbereich zum Aufspulen der Fäden und in einen Wechselbereich zum Abnehmen der fertiggestellten Spulen und Aufstecken neuer Hülsen. Der Fadenwechsel von einer ersten Spulspindel zu einer zweiten Spulspindel erfolgt automatisch, so daß keine Unterbrechung des Spinnprozesses erforderlich ist.

    [0003] Um nach einer Abnahme einer fertiggewickelten Spule eine oder mehrere Hülsen auf die in dem Wechselbereich gehaltene Spulspindel aufzustecken, sind für derartige Aufspulmaschinen im Stand der Technik verschiedene Systeme bekannt.

    [0004] In der DE 24 27 016 ist eine Aufspulmaschine mit einem drehbaren Spindelträger, an welchem zwei auskragend gelagerte Spulspindeln gehalten sind, offenbart. Hierbei besitzt die Aufspulmaschine eine Bestückungseinrichtung zum Aufstecken der Hülsen auf eine leere Spulspindel im Wechselbereich. Die Bestückungseinrichtung weist einen Greifarm auf, der schwenkbar an einer Achse gelagert ist. Der Greifarm ist an der Achse axial verschiebbar. Zum Aufstecken einer Hülse auf die im Wechselbereich gehaltenen Spulspindel wird durch den Greifarm eine Hülse aus einem Hülsenmagazin entnommen und durch Schwenken und axiales Verschieben auf die leere Spulspindel aufgesteckt. Hierbei bleibt die Position der Spulspindel in dem Wechselbereich unverändert. Eine derartige Bestückungseinrichtung ist jedoch für Aufspulmaschinen nicht geeignet, bei welcher der Spindelträger eine Ausweichbewegung ausführt, um im Wickelbereich einen Spulenzuwachs an der im Wickelbereich gehaltenen Spulspindel zu ermöglichen. Insbesondere beim Aufwickeln von sogenannten spinntexturierten Fäden, bei welcher Fäden mit größeren Fadentitern hergestellt werden und somit einen schnellen Spulenzuwachs zur Folge haben, ist ein Anhalten des Spindelträgers zum Wechseln der Vollspulen oder zum Aufstecken der Hülsen kaum möglich.

    [0005] Bei derartigen Aufspulmaschinen, bei welchen der Spindelträger eine Ausweichbewegung zum Wickeln der Spulen ausführt, werden die fertig gewickelten Spulen und die Hülsen von den Spulspindeln mittels sogenannter Doffer automatisiert abgenommen bzw. aufgesteckt. Aus der EP 07 57 658 A1 ist beispielsweise eine derartige Aufspulmaschine bekannt, bei welcher ein verfahrbarer Doffer mit einem Dom ausgerüstet ist, auf dem sich die Hülsen befinden. Der Doffer fährt eine bestimmte Spulspindelposition der Aufspulmaschine an und schiebt die Hülsen auf die leere Spulspindel. Hierbei ist es jedoch erforderlich, daß im Moment der Bestückung der Spulspindel mit Hülsen keine Bewegung des Spindelträgers stattfindet. Beim Aufwickeln von Fäden mit dicken Fadentitern stehen jedoch nur sehr kurze Wechselzeiten zur Verfügung. Jegliche Störung bei einem derartigen zeitkritischen Vorgang des Hülsenbestückens, würde somit zum Abbruch des Bestückens führen und ein neuer Vorgang bei veränderter Position der Spulspindel müßte gestartet werden.

    [0006] Es ist nun Aufgabe der Erfindung eine Aufspulmaschine der gattungsgemäßen Art derart weiterzubilden, daß das Bestücken der Hülsen auch bei sehr kurzen Stillstandszeiten der Spulspindel auf einfache Art und Weise ausführbar ist.

    [0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Aufspulmaschine mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

    [0008] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind durch die Merkmale und Merkmalskombinationen der Unteransprüche definiert.

    [0009] Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß eine Bewegung der Spulspindel im Wechselbereich sich unkritisch auf das Bestücken der Spulspindel mit neuen Hülsen auswirkt. Hierzu ist das Führungsmittel zum Aufstecken der Hülsen zumindest für eine kurze Zeitdauer synchron mit der durch den Spindelträger bewegten Spulspindel führbar ausgebildet. Damit vergrößert sich das Zeitfenster, in dem die Bestückung der Hülsen auf die Spulspindel erfolgen kann. Das Führungsmittel folgt der Spulspindel für eine kurze Zeitdauer, so daß die Drehbewegung des Spindelträgers, die für das Aufwickeln der Fäden einer zweiten Spulspindel erforderlich ist, nicht unterbrochen werden muß.

    [0010] Eine einfache Positionierung erfolgt dadurch, daß das Führungsmittel seitlich neben dem Spindelträger angeordnet ist und zwischen einer Wartestellung und einer Betriebsstellung seitlich zu der Spulspindel führbar ist und daß das Führungsmittel in der Betriebsstellung mit der Spulspindel mechanisch koppelbar ist. Dadurch ist eine leichte Ausrichtung des Führungsmittels zur Spulspindel möglich. Selbst während der Drehbewegung des Spindelträgers treten keine wesentlichen Ausrichtungsfehler zwischen dem freien Ende der Spulspindel und dem Führungsmittel auf.

    [0011] Um auch bei mechanischer Kopplung zwischen dem Führungsmittel und der Spulspindel eine axiale Relativbewegung zwischen dem Führungsmittel und der Spulspindel zu ermöglichen, weist das Führungsmittel vorteilhaft einen Gleitschuh auf, welcher in der Betriebsstellung an der Spulspindel anliegt und für die mechanische Kopplung sorgt. Um keine Differenzen in den Bewegungsabläufen zu erhalten, wird in der Phase der mechanischen Kopplung die Bewegung der Spulspindel und die Bewegung des Führungsmittels vorteilhaft durch den Antrieb des Spindelträgers ausgeführt.

    [0012] Es ist jedoch auch möglich, den Antrieb des Spindelträgers und einen Antrieb des Führungsmittels derart aufeinander abzustimmen, daß eine synchrone Bewegung für eine kurze Zeitdauer gegeben ist. So läßt sich die Kopplung auch durch elektronische Mittel ausführen.

    [0013] Zum Aufstecken der Hülsen auf die Spulspindel ist das Führungsmittel vorteilhaft horizontal bewegbar ausgebildet. Damit läßt sich sowohl die Positionierung der Hülsen vor dem freien Ende der Spulspindel als auch das Aufschieben der Hülsen auf die Spulspindel durch das Führungsmittel ausführen.

    [0014] In einer besonders einfachen Ausführungsform ist das Führungsmittel durch ein wannenförmiges Trägerblech gebildet, das mit einem Ende an einer Schwenkachse gehalten ist und welches am gegenüberliegenden Ende eine Öffnung zur Abgabe der in dem Trägerblech hintereinander gehaltenen Hülsen aufweist. Damit können vorteilhaft mehrere Hülsen gleichzeitig positioniert und aufgeschoben werden. Ein Einzelhandling der Hülsen ist nicht erforderlich.

    [0015] Die Schwenkachse mit dem Trägerblech ist hierbei vorzugsweise an einem Schlitten gehalten, welcher im unteren Bereich des Maschinengestells parallel zu den Spulspindeln im Wechselbereich geführt ist. Damit lassen sich die Hülsen auf einfache Art und Weise in dem positionierten Trägerblech auf die Spulspindel aufschieben.

    [0016] Das Trägerblech weist vorzugsweise eine Breite auf, die der Gesamtlänge der auf der Spulspindel gespannten Hülse entspricht. Somit lassen sich alle an einer Spulspindel gehaltenen Hülsen in einem Arbeitsgang aufstecken. So können bis zu acht, zehn, zwölf oder noch mehr Hülsen gleichzeitig auf der Spulspindel aufgesteckt werden.

    [0017] Eine weitere besonders vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung ermöglicht eine Positionierung der Hülsen an der Spulspindel. Insbesondere in den Fällen, in denen die Hülsen mit Abstand zueinander an der Spulspindel gehalten werden, müßten die als eine Hülsensäule aufgesteckten Hülsen anschließend durch separate Mittel an der Spulspindel positioniert werden. Durch die Ausbildung des Trägerblechs, welches in seiner Breite in mehrere separate Fächer aufgeteilt ist, läßt sich jeder Wickelstelle ein Fach in dem Trägerblech zuordnen, so daß die in dem Fach gehaltenen Hülsen der bestimmten Wickelstelle zugeordnet sind. Die Abstände zwischen den Fächern sind dabei entsprechend den Abständen zur Positionierung der Hülsen an der Spulspindel ausgeführt. Bei Aufschieben der Hülsen auf die Spulspindel lassen sich somit die Hülsen den Positionen der Wickelstellen zuordnen.

    [0018] Um bei manuellen Unterbrechungen aufgrund von Prozeßstörungen mehrere Hülsenbestückungen kurz hintereinander ausführen zu können, ist die Weiterbildung der Erfindung vorteilhaft, bei welcher das Trägerblech eine Tiefe zur Aufnahme von mehreren Hülsen pro Wickelstelle aufweist.

    [0019] Hierbei läßt sich die Nachführung der Hülsen in eine Abgabeposition an dem Trägerblech auf einfache Art und Weise dadurch erreichen, daß das Trägerblech in der Wartestellung mit dem Lagerende höher liegt als mit dem gegenüberliegenden Ende, so daß das Trägerblech eine Schräglage aufweist.

    [0020] Bei der Verwendung mehrerer Hülsen pro Wickelstelle kann bei einer Teilfüllung des Trägerblechs eine Fixierung der jeweils an dem Bestückungsende gehaltenen Hülsen dadurch vermieden werden, daß das Trägerblech im Bereich des Bestückungsendes eine Sperreinrichtung aufweist, durch welche die Hülsen an dem Bestückungsende des Trägerbleches fixierbar sind.

    [0021] Zur automatischen Nachführung von Hülsen ist die Weiterbildung der Erfindung besonders geeignet, bei welcher die Bestückungseinrichtung ein Hülsenmagazin aufweist, welches mit dem Führungsmittel verbunden ist.

    [0022] Um die Bewegungsabläufe zur Positionierung und zum Aufstecken der Hülsen möglichst schnell und präzise ausführen zu können, weist die Bestückungseinrichtung einen Vertikalantrieb und einen Horizontalantrieb auf, welcher zum Bewegen des Führungsmittels unabhängig voneinander steuerbar sind.

    [0023] Weitere Vorteile der Erfindung werden an einigen Ausführungsbeispielen unter Hinweis auf die beigefügten Figuren nachfolgend näher erläutert.

    [0024] Es stellen dar:
    Fig. 1
    schematisch ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Aufspulmaschine in einer Vorderansicht
    Fig. 2
    schematisch eine Seitenansicht des Ausführungsbeispiels aus Fig. 1
    Fig. 3
    schematisch eine Vorderansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Aufspulmaschine


    [0025] In Fig. 1 und Fig. 2 ist ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Aufspulmaschine schematisch dargestellt. Fig. 1 zeigt das Ausführungsbeispiel in einer Vorderansicht und Fig. 2 zeigt das Ausführungsbeispiel in einer Seitenansicht. Hierbei stellen Fig. 1.1 und 1.2 sowie Fig. 2.1, 2.2, 2.3 und 2.4 unterschiedliche Betriebssituationen der Aufspulmaschine dar. Die nachfolgende Beschreibung gilt für alle Figuren insoweit kein ausdrücklicher Bezug zu einer der Figuren gemacht ist.

    [0026] Die Aufspulmaschine weist einen beweglichen Spindelträger 2 auf, der in einem Maschinengestell 1 drehbar gelagert ist. Der Spindelträger 2 ist als Drehteller ausgebildet und wird durch einen Drehantrieb 19 gegen Uhrzeigersinn angetrieben. An dem Spindelträger 2 sind zwei um 180° versetzt zueinander auskragende Spulspindeln 3 und 5 angeordnet. Die Spulspindeln 3 und 5 sind an dem Spindelträger 2 drehbar gelagert. An dem Lagerende sind die Spulspindeln 3 und 5 jeweils mit einem Spindelantrieb 21 und 22 gekoppelt. Das gegenüberliegende Ende der Spulspindeln 3 und 5 ist frei auskragend gehalten.

    [0027] Oberhalb des Spindelträgers 2 ist an dem Maschinengestell 1 eine Andrückwalze 7 durch eine Schwinge 9 gehalten. Die Andrückwalze 9 erstreckt sich im wesentlichen über die gesamte Länge der Spulspindeln 2 und 5. Oberhalb der Andrückwalze 7 ist eine Changiereinrichtung 10 an dem Maschinengestell 1 gehalten. Die Changiereinrichtung 10 ist in diesem Ausführungsbeispiel symbolisch als Flügelchangierung dargestellt, bei welchem zwei gegensinnig angetriebene Rotoren mit mehreren Flügeln einen Faden in einer Wickelstelle zum Verlegen auf eine Spule hin- und herführen. Die Changiereinrichtung 10 kann jedoch auch durch andere Systeme wie beispielsweise eine Kehrgewindewellenchangierung gebildet sein.

    [0028] Wie in Fig. 2 dargestellt, ist das Ausführungsbeispiel mit drei Wickelstellen ausgebildet, in welcher jeweils ein Faden 8 zu einer Spule 6 gewickelt wird. Jeder Wickelstellen ist eine Changiereinheit der Changiervorrichtung 10 und eine Hülse 4 an der Spulspindel 3 zugeordnet. Die Hülsen 4 sind mit Abstand zueinander an der Spulspindel 3 gehalten.

    [0029] Zum Aufwickeln wird pro Wickelstelle ein Faden 8 über einen Kopffadenführer (hier nicht dargestellt) zugeführt. Der Faden 8 durchläuft in der Wickelstelle die Changiervorrichtung 10, durch welche der Faden 8 innerhalb eines Changierhubes hin- und hergeführt wird. Der Faden 8 wird sodann mit Teilumschlingung an der Andrückwalze 7 geführt und auf der Spulenoberfläche der Spule 6 abgelegt. Die Spule 6 wird in der Wickelstelle durch die Spulspindel 3 und den Spindelantrieb 21 angetrieben. Hierbei erfolgt der Antrieb der Spulspindel 3 derart, daß die Umfangsgeschwindigkeit an der Spule 6 während des Aufwickelns des Fadens 8 konstant bleibt. Um das Anwachsen der Spule 6 zu ermöglichen, wird der Spindelträger 2 durch den Drehantrieb 19 gegen den Uhrzeigersinn langsam gedreht.

    [0030] An der Spulspindel 3 werden drei Spulen 6 parallel nebeneinander gewickelt. Sobald die Spulen 6 fertiggewickelt sind, wird der Drehantrieb 19 des Spindelträgers 2 derart aktiviert, daß ein Austausch der Spulspindeln 3 und 5 und eine Fadenübergabe stattfindet. So wird die Spulspindel mit den fertiggewickelten Spulen in einen Wechselbereich geführt und die Spulspindel mit neuen Hülsen in den Wickelbereich geschwenkt.

    [0031] Bei der in Fig. 1 und 2 gezeigten Situationen befindet sich die Spulspindel 3 in dem Wickelbereich und die Spulspindel 5 in dem Wechselbereich. An der Spulspindel 5 sind die fertiggewickelten Spulen bereits abgenommen. Hierzu weist die Aufspulmaschine eine Abschiebevorrichtung (hier nicht dargestellt) auf, durch welche die Hülsen mit den fertiggewickelten Spulen axial von der Spulspindel 5 herabgeschoben werden. Nachdem die fertiggewickelten Spulen von der Spulspindel 5 abgezogen und abgeführt sind, erfolgt eine Bestückung der Spulspindel 5 mit neuen Hülsen 4.

    [0032] Zur Bestückung der neuen Hülsen 4 ist im unteren Bereich des Maschinengestells 1 eine Bestückungseinrichtung 11 angeordnet. Die Bestückungseinrichtung 11 besitzt ein Führungsmittel 12 zum Positionieren und Aufschieben der Hülsen 4 auf die Spulspindel 5. Das Führungsmittel 12 ist hierbei als ein wannenförmiges Trägerblech 16 ausgebildet. Das wannenförmige Trägerblech 16 ist mit einem Ende, dem Lagerende 18, an einer Schwenkachse 13 schwenkbar gelagert. An dem gegenüberliegenden Ende, dem sogenannten Bestückungsende 17 weist das Trägerblech 16 eine Öffnung 23 auf. Die Öffnung 23 ist derart ausgebildet, daß sowohl radial als auch axial eine Hülse 4 ein- oder ausführbar ist. An dem Trägerblech 16 greift ein Vertikalantrieb 20 an, durch welches das Trägerblech 16 aus einer Wartestellung unterhalb der Spulspindel 5 in eine Betriebsstellung in Höhe der Spulspindel 5 verschwenkbar ist. Der Vertikalantrieb 20 läßt sich beispielsweise durch einen Pneumatikzylinder ausbilden.

    [0033] Das Trägerblech 16 und die Schwenkachse 13 sind an einem Schlitten 14 angebracht. Der Schlitten 14 ist im unteren Bereich des Maschinengestells 1 in einer Schlittenführung 15 geführt. Der Antrieb des Schlittens 14 zur axialen Verschiebung parallel zur Spulspindel 5 ist durch einen Horizontalantrieb 24 gegeben. Hierbei läßt sich der Schlitten 14 in der Schlittenführung 15 zwischen einer äußeren und einer inneren Position verfahren. In Fig. 2.1 ist der Schlitten 14 in einer inneren Position und in Fig. 2.2 in einer äußeren Position gezeigt.

    [0034] Das Trägerblech 16 weist eine Breite auf, die sich im wesentlichen über die gesamt Länge der Spulspindel 5 erstreckt, wie aus Fig. 2.1 hervorgeht. Innerhalb des wannenförmigen Trägerbleches 16 sind mehrere Fächer 25 hintereinander ausgebildet, die durch Abstandhalter 26 voneinander getrennt sind. In jedem der Fächer 25 ist an dem Bestückungsende 17 jeweils eine Hülse 4 bereitgehalten um die Spulspindel 5 zu bestücken. Die Fächer 25 sind jeweils einer der Wickelstellen zugeordnet, wobei die Abstandshalter 26 in ihrer Größe den Abstand der positionierten Hülsen 4 an der Spulspindel 3 entsprechen. Die Hülsen 4 sind in den Fächern 25 axial fixiert, so daß beim Aufstecken der Hülsen 4 auf die Spulspindel 5 mittels des Trägerbleches 16 gleichzeitig eine Positionierung der Hülsen 4 an der Spulspindel 5 erfolgt.

    [0035] Wir aus Fig. 1 hervorgeht, weist das Trägerblech 16 eine Tiefe auf, um mehrere Hülsen pro Wickelstelle aufnehmen zu können. Dabei ist in der Wartestellung das Trägerblech 16 in einer Schräglage gebracht, wobei das Lagerende 18 des Trägerbleches 16 höher positioniert ist als das Bestückungsende 17. Somit ist eine nach erfolgter Bestückung selbsttätige Nachfüllung der Hülsen an das Bestückungsende 17 gewährleistet. Das Trägerblech 16 weist vorzugsweise eine Teilabdeckung auf, die am Lagerende eine zum Nachfüllen der Hülsen 4 ausgebildete zweite Öffnung (hier nicht dargestellt) aufweist.

    [0036] Nachfolgend wird der Ablauf zum Bestücken der Hülsen 4 an der Spulspindel 5 unter Hinweis auf die einzeln dargestellten Betriebsituationen in den Fig. 1 und 2 näher erläutert. Nachdem der Spindelträger 2 die Spulspindel 5 mit fertiggewickelten Spulen in den Wechselbereich verschwenkt hat, befindet sich das Trägerblech 16 in seiner Wartestellung, wie in Fig. 1.1 dargestellt. In dieser Position weist das Trägerblech 16 an dem Bestückungsende 17 mehrere hintereinander liegende Hülsen 4 auf.

    [0037] Nachdem die fertiggewickelten Spulen von der Spulspindel 5 durch eine Hilfeeinrichtung an der Aufspulmaschine abgezogen wurden, erfolgt eine Aktivierung des Horizontalantriebes 24, so daß der Schlitten 14 aus seiner inneren Position in eine äußere Position geführt wird. Diese Bewegung läßt sich beispielsweise auch mit einer Abschiebeeinrichtung an der Aufwickeleinrichtung kombinieren. In Fig. 2.2 ist die Situation des ausgefahrenen Schlittens 14 dargestellt.

    [0038] Nun wird der Vertikalantrieb 20 wie in Fig. 1.1 gezeigt aktiviert, um das Trägerblech 16 aus der Wartestellung in eine Betriebsstellung zu führen. In der Betriebsstellung liegt das Bestückungsende 17 des Trägerbleches 16 unmittelbar vor dem freien Ende der Spulspindel 5. Zur Positionierung ist an der der Spulspindel 5 zugewandten Seite des Trägerbleches 16 ein Gleitschuh 27 befestigt, der in Kontakt mit dem Umfang der Spulspindel 5 gebracht wird. Bei Anlage des Gleitschuhs 27 am Umfang der Spulspindel 5 ist eine gewünschte Positionierung des Trägerblechs 16 erreicht, so daß die Öffnung 23 des Trägerblechs 16 mit den an den Bestückungsende 17 gehaltenen Hülsen 4 fluchtend zu der Spulspindel 5 gehalten sind. Diese Situation ist in Fig. 1.2 und Fig. 2.3 gezeigt.

    [0039] Der weitere Ablauf zum Aufstecken der Hülsen 4 auf die Spulspindel 5 geht aus der Fig. 1.1 hervor. Zu Beginn des Aufsteckvorgangs sind die Spulspindeln 5 und das Trägerblech 16 in der Position A gehalten. Die Schwenkachse 13 und das Trägerblech 16 sind so ausgebildet, daß sich der Schwenkbahn 33 des Trägerblechs 16 und die Führungsbahn 32 auf dem die Spulspindel 5 durch den Spindelträger 2 geführt wird, um einen bestimmten Betrag überdecken. Dieser Betrag ist so gewählt, daß er etwas kleiner ist, als die zulässige Lageabweichung der Hülse zum Aufstecken auf die Spulspindel. Würde beispielsweise der Hülseninnendurchmesser 73 mm betragen und der Spulenaußendurchmesser 72 mm, so ergibt sich daraus eine zulässige Abweichung von ideal geometrischen Ort von 0,5 mm im Durchmesser, darüberhinaus wäre ein Aufschieben der Hülsen nicht mehr möglich. Als Überdeckungsbetrag könnte in diesem Fall eine Überdeckung von 0,3 mm gewählt werden, um ein Aufstecken der Hülsen zu ermöglichen. Durch den Überdeckungsbetrag ergibt sich somit zwei voneinander getrennte Positionen A und B, in welcher ein Aufschieben der Hülse noch möglich wäre. Die Position A und B zeigen somit den zulässigen gemeinsamen Schwenkweg auf, den das Trägerblech 16 synchron mit der Spulspindel 5 durchläuft. Die Zeitdauer, die das Trägerblech 16 und die Spulspindel 5 synchron bewegt werden, wird durch den Spulenzuwachs der in dem Wickelbereich gewickelten Spulen 6 an der Spulspindel 3 bestimmt. So ergab sich unter Berücksichtigung des zuvor genannten Überdeckungsbetrages beim Aufwickeln eines Fadens mit dickem Titer eine Zeitdauer von ca. 90 Sekunden. Dies entsprach einem Schwenkwinkel des Spindelträgers von ca. 8°. Der Überdeckungsbetrag kann hierbei sowohl positiv als auch negativ vorliegen.

    [0040] Zum Aufschieben der Hülsen 4 wird während dieser Phase das Trägerblech 16 mit der Schwenkachse 13 durch den Schlitten 14 axial verschoben. Dabei gleitet der Gleitschuh 27 am Umfang der Spulspindel 5 entlang und das freie Ende der Spulspindel 5 greift in die Öffnung 23 in dem Trägerblech 16 ein und durchdringt die in den einzelnen Fächern 25 gehaltenen Hülsen 4. Der Schlitten 14 wird durch den Horizontalantrieb 24 in seine innere Position zurückversetzt. Dabei erreichen die Hülsen 4 die an der Spulspindel 5 vorgesehene Position. Nachdem der Schlitten 14 seine innere Position erreicht hat, werden die Hülsen 4 an dem Umfang der Spulspindel 5 gespannt. Diese Situation ist in Fig. 2.4 dargestellt. Nun läßt sich das Trägerblech 16 durch den Vertikalantrieb 20 aus der Betriebsstellung zurück in die Wartestellung verschwenken. Dabei werden die am Umfang der Spulspindel 5 gespannten Hülsen 4 über die Öffnung 23 aus dem Trägerblech 16 freigegeben. Sobald das Trägerblech 16 seine Wartestellung erreicht hat, wird in jedem Fach 25 eine Hülse 4 zu dem Bestückungsende 17 nachgeführt. Die Bestückungseinrichtung 11 ist somit bereit die nächste Spulspindel mit Hülsen zu bestücken.

    [0041] Bei dem in Fig. 1 und 2 gezeigten Ausführungsbeispiel werden die Hülsen manuell in dem Trägerblech 16 nachgefüllt. Grundsätzlich könnten die Hülsen jedoch auch aus einem Hülsenmagazin unmittelbar dem Trägerblech 16 zugeführt werden. Ein derartiges Ausführungsbeispiel ist in Fig. 3 gezeigt. Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 ist im wesentlichen identisch zu den vorhergehenden Ausführungsbeispielen, so daß auf die vorhergehende Beschreibung Bezug genommen werden kann und nur die Unterschiede erläutert werden.

    [0042] Das Führungsmittel 12 ist ebenfalls als wannenförmiges Trägerblech 16 ausgebildet. Hierbei weist das Trägerblech 16 am Lagerende 18 eine Nachfüllöffnung 28 auf. Oberhalb der Nachfüllöffnung 28 des Trägerblechs 16 ist ein Hülsenmagazin 29 seitlich an dem Maschinengestell 1 ausgebildet. Das Hülsenmagazin 29 erstreckt sich über die gesamte Breite des Trägerbleches 16 und enthält jeweils zu jeder Wickelstelle einen Vorrat an Hülsen 4. Am unteren Ende des Hülsenmagazins 29 ist eine Rückhalteeinrichtung 30 vorgesehen, die zwischen einer Haltestellung wie in Fig. 3 gezeigt und einer geöffneten Stellung führbar ist. In der geöffneten Stellung werden die in dem Hülsenmagazin vorrätig gehaltenen Hülsen 4 selbsttätig aus dem Hülsenmagazin 29 herausgeführt und über die Nachfüllöffnung 28 in das wannenförmige Trägerblech 16 geleitet. In dem wannenförmigen Trägerblech 16 rollen die Hülsen selbsttätig an das Bestückungsende 17. Zur Fixierung der Hülsen 4 in dem Bestückungsende 17 weist das Trägerblech 16 eine Sperreinrichtung 31 auf, die ein Rückrollen der am Bestückungsende 17 gehaltenen Hülsen 4 verhindert. Das Trägerblech 16 ist mit dem Lagerende schwenkbar an der Schwenkachse 13 gehalten, die an dem Schlitten 4 angeordnet ist.

    [0043] Zur weiteren Ausführung und zur weiteren Funktion der in Fig. 3 gezeigten Bestückungseinrichtung wird zu der vorhergehenden Beschreibung Bezug genommen.

    [0044] Die Ausgestaltung der Bestückeinrichtung in den Ausführungsbeispielen nach Fig. 1, 2 und 3 ist beispielhaft. So könnte das Führungsmittel der Bestückungseinrichtung auch durch einen Greifer oder einen Dom gebildet sein. Die Erfindung erstreckt sich somit auf ähnliche Ausführungen der Aufspulmaschine und der Bestückungseinrichtung, bei welcher die Bestückungseinrichtung zum Bestücken der Hülsen auf einer Spulspindel ein Führungsmittel aufweist, das sich zumindest über kurze Zeitdauer zum Bestücken der Hülsen gemeinsam mit der durch einen Spindelträger bewegten Spulspindel synchron bewegt. Es besteht auch die Möglichkeit die Bestückungseinrichtung mit einer Spulenabgabevorrichtung zu kombinieren. Somit könnten externe Doffersysteme ersetzt werden. Desweiteren könnten die Hülsen in ihrer Aufnahme schwimmend gelagert werden, d.h. die Aufnahme ist nicht starr mit dem Führungsmittel verbunden, sondern kann sich unabhängig davon geringfügig bewegen. Somit könne evtl. Fluchtungsfehler ausgeglichen werden.

    BEZUGSZEICHENLISTE



    [0045] 
    1
    Maschinengestell
    2
    Spindelträger
    3
    Spulspindel
    4
    Hülsen
    5
    Spulspindel
    6
    Spule
    7
    Andrückwalze
    8
    Faden
    9
    Schwinge
    10
    Changiereinrichtung
    11
    Bestückungseinrichtung
    12
    Führungsmittel
    13
    Schwenkachse
    14
    Schlitten
    15
    Schlittenführung
    16
    Trägerblech
    17
    Bestückungsende
    18
    Lagerende
    19
    Drehantrieb
    20
    Vertikalantrieb
    21
    Spindelantrieb
    22
    Spindelantrieb
    23
    Öffnung
    24
    Horizontalantrieb
    25
    Fächer
    26
    Abstandhalter
    27
    Gleitschuh
    28
    Nachfüllöffnung
    29
    Hülsenmagazin
    30
    Rückhalteeinrichtung
    31
    Sperreinrichtung
    32
    Führungsbahn
    33
    Schwenkbahn



    Ansprüche

    1. Aufspulmaschine zum kontinuierlichen Aufwickeln von Fäden (8) zu Spulen (6), mit mehreren Spulspindeln (3, 5) zur Aufnahme von Hülsen (4), welche Spulspindeln (3, 5) auskragend an einem bewegbaren Spindelträger (2) drehbar gelagert sind und welche durch den Spindelträger (2) abwechselnd in einem Wickelbereich zum Aufwickeln der Fäden (8) und einem Wechselbereich zum Abnehmen der Spulen (6) und Aufstecken der Hülsen (4) geführt werden, und mit einer Bestückungseinrichtung (11) zum Bereitstellen und Aufstecken der Hülsen (4) auf die Spulspindeln (3, 5), welche Bestückungseinrichtung (11) ein bewegliches Mittel (12) zur Führung der Hülsen (4) aufweist,
    dadurch gekennzeichnet, daß
    das Führungsmittel (12) zum Aufstecken der Hülsen (4) zumindest für eine kurze Zeitdauer synchron mit der durch den Spindelträger (2) bewegten Spulspindel (3, 5) führbar ausgebildet ist.
     
    2. Aufspulmaschine nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet, daß
    das Führungsmittel (14) seitlich neben dem Spindelträger angeordnet und zwischen einer Wartestellung und einer Betriebsstellung seitlich zu der Spulspindel (5) führbar ist und daß das Führungsmittel (12) in der Betriebsstellung mit der Spulspindel (5) koppelbar ist.
     
    3. Aufspulmaschine nach Anspruch 2,
    dadurch gekennzeichnet, daß
    das Führungsmittel (12) einen Gleitschuh (27) aufweist, welcher in der Betriebsstellung an der Spulspindel (5) anliegt.
     
    4. Aufspulmaschine nach Anspruch 2 oder 3,
    dadurch gekennzeichnet, daß
    das Führungsmittel (12) aus der Betriebsstellung heraus durch den die Spulspindel (5) führenden Spindelträger (2) bewegbar ist.
     
    5. Aufspulmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
    dadurch gekennzeichnet, daß
    das Führungsmittel (12) zum Aufstecken der Hülsen (4) auf die Spulspindel horizontal bewegbar ausgebildet ist.
     
    6. Aufspulmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
    dadurch gekennzeichnet, daß
    das Führungsmittel (12) durch ein wannenförmiges Trägerblech (16) gebildet ist, welches mit einem Ende (18) an einer Schwenkachse (13) gehalten ist und welches am gegenüberliegenden Ende (17) eine Öffnung (23) zur Abgabe der hintereinander gehaltenen Hülsen (4) aufweist.
     
    7. Aufspulmaschine nach Anspruch 6,
    dadurch gekennzeichnet, daß
    die Schwenkachse (13) mit dem Trägerblech (16) an einem Schlitten (14) gehalten sind, welcher Schlitten (14) im unteren Bereich des Maschinengestells (1) parallel zu den Spulspindeln (5) geführt ist.
     
    8. Aufspulmaschine nach Anspruch 6 oder 7,
    dadurch gekennzeichnet, daß
    das Trägerblech (16) eine Breite aufweist, die der Gesamtlänge der auf die Spulspindel (5) gespannten Hülsen (4) entspricht.
     
    9. Aufspulmaschine nach Anspruch 8,
    dadurch gekennzeichnet, daß
    das Trägerblech (16) in seiner Breite in mehrere separate Fächer (25) aufgeteilt, wobei jedes der Fächer (25) eine einer Wickelstelle an der Spulspindel (5) zugeordnete Hülse (5) enthält.
     
    10. Aufspulmaschine nach Anspruch 9,
    dadurch gekennzeichnet, daß
    die Fächer (25) mit einem Abstand zueinander angeordnet sind, welcher Abstand zur Positionierung der Hülsen (4) an der Spulspindel (5) an den Abstand zwischen den Hülsen (4) an der Spulspindel (5) angepaßt ist.
     
    11. Aufspulmaschine nach Anspruch 6 bis 10,
    dadurch gekennzeichnet, daß
    das Trägerblech (16) eine Tiefe zur Aufnahme von mehreren Hülsen (4) pro Wickelstelle aufweist.
     
    12. Aufspulmaschine nach Anspruch 11,
    dadurch gekennzeichnet, daß
    das Trägerblech (16) in der Wartestellung mit dem Lagerende (18) höher liegt als mit dem gegenüberliegenden Ende, so dass das Trägerblech (16) eine Schräglage zur Nachführung der Hülsen (4) aufweist.
     
    13. Aufspulmaschine nach einem der Ansprüche 6 bis 12,
    dadurch gekennzeichnet, daß
    das Trägerblech (16) im Bereich des Bestückendes (17) eine Sperreinrichtung (31) aufweist, durch welche die Hülsen (4) an dem Bestückende (13) des Trägerbleches (16) fixierbar sind.
     
    14. Aufspulmaschine nach einem der vorgenannten Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet, daß
    die Bestückungseinrichtung (11) ein Hülsenmagazin (29) aufweist, welches mit dem Führungsmittel (12) verbunden ist.
     
    15. Aufspulmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
    dadurch gekennzeichnet, daß
    die Bestückungseinrichtung (11) einen Vertikalantrieb (20) und einen Horizontalantrieb (24) aufweist, welche zum Bewegen des Führungsmittels unabhängig voneinander steuerbar sind.
     


    Claims

    1. Winding machine for continuously winding yarns (8) to packages (6), with a plurality of winding spindles (3, 5) for receiving tubes (4), the winding spindles (3, 5) being mounted in cantilever fashion for rotation on a movable spindle support (2), and being alternately guided by the spindle mount (2) to a winding range for winding the yarns (8) and to a doffing range for removing the packages (6) and putting on tubes (4), and with a tube slip-on device (11) for making available and putting on tubes (4), the tube slip-on device (11) comprising a movable means (12) for guiding the tubes (4),
    characterized in that
    the guide means (12) for slipping on the tubes (4) is designed guideably for moving for at least a short time synchronously with the winding spindle (3, 5) that is moved by the spindle support (2).
     
    2. Winding machine of claim 1,
    characterized in that
    the guide means (14) is laterally arranged next to the spindle mount and adapted for lateral movement between a standby position and an operating position to the winding spindle (5), and that the guide means (12) can be linked in the operating position with the winding spindle (5).
     
    3. Winding machine of claim 2,
    characterized in that
    the guide means (12) includes a slide shoe (27), which lies in the operating position against the winding spindle (5).
     
    4. Winding machine of claim 2 or 3,
    characterized in that
    the guide means (12) is adapted for being moved out of the operating position by the spindle mount (2) that moves the winding spindle (5).
     
    5. Winding machine of one of claims 1-4,
    characterized in that
    the guide means (12) for slipping the tubes (4) onto the winding spindle is constructed for horizontal movement.
     
    6. Winding machine of one of claims 1 to 5,
    characterized in that
    the guide means (12) is formed by a troughlike tube carrier (16), which is supported with its one end (18) on a pivot pin (13), and which has at its opposite end (17) an opening (23) for releasing the successively stored tubes (4).
     
    7. Winding machine of claim 6,
    characterized in that
    the pivot axis (13) is mounted with the tube carrier (16) on a carriage (14), which extends in the lower portion of the machine frame (1) parallel to the winding spindle (5).
     
    8. Winding machine of claim 6 or 7,
    characterized in that
    the tube carrier (16) has a width, which corresponds to the total length of the tubes (4) mounted on the winding spindle (5).
     
    9. Winding machine of claim 8,
    characterized in that
    the tube carrier (16) is divided over its width into a plurality of separate compartments (25), with each of the compartments (25) accommodating a tube (4) that is associated to a winding position on the winding spindle (5).
     
    10. Winding machine of claim 9, characterized in that
    the compartments (25) are arranged in spaced relationship with one another, with the spacing for positioning the tubes (4) on the winding spindle (5) being adapted to the spacing between the tubes (4) on the winding spindle (3).
     
    11. Winding machine of claims 6 to 10,
    characterized in that
    the tube carrier (16) has a depth for receiving a plurality of tubes (4) per winding position.
     
    12. Winding machine of claim 11,
    characterized in that
    the tube carrier (16) extends in the standby position with its support end (18) higher than with its opposite end, so that the tube carrier (16) has an inclined position for moving up the tubes (4).
     
    13. Winding machine of one of claims 6 to 12,
    characterized in that
    the tube carrier (16) comprises in the region of the feed end (17) a blocking device (31), which permits securing the tubes (4) at the feed end (17) of the tube carrier (16).
     
    14. Winding machine of one of the foregoing claims,
    characterized in that
    the tube slip-on device (11) comprises a tube magazine (29), which connects to the guide means (12).
     
    15. Winding machine of one of claims 1 to 13,
    characterized in that
    the tube slip-on device (11) comprises a vertical drive (20) and a horizontal drive (24), which are controllable independently of each other for moving the guide means.
     


    Revendications

    1. Bobinoir pour enrouler continuellement des fils (8) en bobines (6), avec une pluralité de broches de bobinage (3, 5) pour recevoir des tubes (4), lesquelles broches de bobinage (3, 5) sont montées en projection de manière rotative sur un support de broche (2) mobile et lesquelles sont guidées en alternance par le support de broche (2) dans une région d'enroulement pour enrouler les fils (8) et dans une région d'échange pour enlever les bobines (6) et pour monter les tubes (4), et avec un dispositif de garnissage (11) pour mettre à disposition et pour monter les tubes (4) sur les broches de bobinage (3, 5), lequel dispositif de garnissage (11) a un moyen amovible (12) pour guider les tubes (4), caractérisé en ce que pour monter les tubes (4) le moyen de guidage (12) est réalisé de façon guidable au moins pour une courte durée de manière synchrone avec la broche de bobinage (3, 5) déplacée par le support de broche (2).
     
    2. Bobinoir selon la revendication 1, caractérisé en ce que le moyen de guidage (14) est agencé latéralement à coté du support de broche et est guidable latéralement par rapport à la broche de bobinage (5) entre une position d'attente et une position d'opération, et en ce qu'en position d'opération le moyen de guidage (12) peut être couplé avec la broche de bobinage (5).
     
    3. Bobinoir selon la revendication 2, caractérisé en ce que le moyen de guidage (12) a un patin glissant (27), qui en position d'opération s'applique contre la broche de bobinage (5).
     
    4. Bobinoir selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que le moyen de guidage (12) est adapté à être déplacé hors de la position d'opération par le support de broche (2) guidant la broche de bobinage (5).
     
    5. Bobinoir selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que pour monter les tubes (4) sur la broche de bobinage le moyen de guidage (12) est réalisé de manière à pouvoir être amovible horizontalement.
     
    6. Bobinoir selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le moyen de guidage (12) est formé par une tôle de support en forme de baignoire (16) qui avec une extrémité (18) est retenue sur un axe de pivotement (13) et qui sur l'extrémité opposée (17) a une ouverture (23) pour délivrer les tubes (4) retenus l'un derrière l'autre. -
     
    7. Bobinoir selon la revendication 6, caractérisé en ce que l'axe de pivotement (13) est retenu avec la tôle de support (16) sur un coulisseau (14), lequel coulisseau (14) est guidé dans la région inférieure du bâti de machine (1) parallèlement aux broches de bobinage (5).
     
    8. Bobinoir selon la revendication 6 ou 7, caractérisé en ce que la tôle de support (16) a une largeur qui correspond à la longueur totale des tubes (4) montés sur la broche de bobinage (5).
     
    9. Bobinoir selon la revendication 8, caractérisé en ce que la tôle de support (16) est divisée sur sa largeur en une pluralité de compartiments (25) séparés, dans quel cas chaque compartiment (25) contient un tube (4) associé à une position d'enroulement sur la broche de bobinage (5).
     
    10. Bobinoir selon la revendication 9, caractérisé en ce que les compartiments (25) sont agencés à une distance l'un à l'autre, laquelle distance pour le positionnement des tubes (4) sur la broche de bobinage (5) est adaptée à la distance entre les tubes (4) sur la broche de bobinage (5).
     
    11. Bobinoir selon les revendications 6 à 10, caractérisé en ce que la tôle de support (16) a une profondeur pour recevoir plusieurs tubes (4) par position d'enroulement.
     
    12. Bobinoir selon la revendication 11, caractérisé en ce qu'en position d'attente la tôle de support (16) est située de façon plus élevée avec l'extrémité de support (18) qu'avec l'extrémité opposée, de sorte que la tôle de support (16) a une position inclinée pour faire venir les tubes (4).
     
    13. Bobinoir selon l'une des revendications 6 à 12, caractérisé en ce que la tôle de support (16) a un dispositif de blocage (31) dans la région de l'extrémité de garnissage (17), dispositif de blocage par lequel les tubes (4) peuvent être fixés sur l'extrémité de garnissage (13) de la tôle de support (16).
     
    14. Bobinoir selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de garnissage (11) a un magazine de tubes (29) qui est relié au moyen de guidage (12).
     
    15. Bobinoir selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que le dispositif de garnissage (11) a un entraînement perpendiculaire (20) et un entraînement horizontal (24) qui pour déplacer le moyen de guidage peuvent être commandés indépendamment l'un de l'autre.
     




    Zeichnung