| (19) |
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(11) |
EP 1 504 681 B2 |
| (12) |
NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Nach dem Einspruchsverfahren |
| (45) |
Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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11.05.2011 Patentblatt 2011/19 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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24.05.2006 Patentblatt 2006/21 |
| (22) |
Anmeldetag: 09.07.2004 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (54) |
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines Filterstrangs
Method and apparatus for producing a filter rod
Procédé et dispositif pour la production d'une tige de filtre
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PL PT RO SE SI SK TR
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| (30) |
Priorität: |
08.08.2003 EP 03018112
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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09.02.2005 Patentblatt 2005/06 |
| (73) |
Patentinhaber: Hauni Maschinenbau AG |
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21033 Hamburg (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Buhl, Alexander
23974 Robertsdorf (DE)
- Horn, Sönke
21502 Geesthacht (DE)
- Maurer, Irene
21035 Hamburg (DE)
- Peisker, Jan
21516 Schulendorf (DE)
- Scherbarth, Thorsten
21502 Geesthacht (DE)
- Wolff, Stephan
21509 Glinde (DE)
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| (74) |
Vertreter: Seemann, Ralph |
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Patentanwälte Seemann & Partner
Ballindamm 3 20095 Hamburg 20095 Hamburg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 464 238 WO-A-02/076246 GB-A- 2 265 296 US-A- 2 884 062
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EP-A- 1 464 241 DE-A- 3 130 827 GB-A- 2 265 298 US-A- 3 452 392
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[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung eines Filterstranges
der tabakverarbeitenden Industrie, wobei die gattungsgemäße Vorrichtung eine Filtermaterialzuführvorrichtung
umfasst, mittels der Filtermaterial wenigstens einem Förderer zugeführt wird, und
wobei eine Strangformungsvorrichtung vorgesehen ist.
[0002] Eine entsprechende Vorrichtung und ein entsprechendes Verfahren ist beispielsweise
aus der
DE 31 30 827 A1 bekannt. In diesem Dokument wird ein Füllstoff für Zigarettenfilter dadurch erzeugt,
dass ein Streifen oder Strom aus ununterbrochenen Fasern des Füllstoffes auf eine
Stachelwalze geleitet wird, die mit einer solchen Drehzahl angetrieben wird, dass
die Fasern durch die Stachelwalze in Stücke unregelmäßiger Länge zerrissen werden
und von der Walze in willkürlicher Ausrichtung ausgegeben werden. Die zerrissenen
Fasern werden auf ein Förderband aufgeschauert und einem ununterbrochenen Trägerstreifen
übergeben, der aus gleichen oder verschiedenen Filterstoffen besteht. Der Trägerstreifen
und der Füllstoff werden dann zu einem Filterstrang ausgeformt. Zum Ausformen des
Filterstrangs wird dieser einer Strangformmaschine zugeführt, in welcher die Trägerstreifen
seitlich zusammengedrückt und zu einem ununterbrochenen Strang ausgeformt werden.
Es wird somit ein Filterstrang beim längsaxialen Transport desselben hergestellt.
Anschließend, nach Herstellung des Filterstrangs, wird der Filterstrang in Filterstäbe
abgelängt.
[0003] Demgegenüber ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrichtung
zur Filterstrangherstellung anzugeben, mit der die Produktivität erhöht und die Qualität
verbessert werden kann.
[0004] Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Verfahren zur Herstellung eines Filterstrangs
der tabakverarbeitenden Industrie, wobei die folgenden Verfahrensschritte umfasst
sind:
- Mischen und/oder Vereinzeln von Filtermaterial mittels eines Misch- und/oder Vereinzelungvorrichtung,
- Aufschauern von vereinzeltem und/oder gemischtem Filtermaterial auf wenigstens einen
Förderer,
- Formen des Filtermaterials in wenigstens zwei Strangformungsvorrichtungen, und
- Erwärmen des Filtermaterials im Bereich der wenigstens zwei Strangformungsvorrichtungen
zur Erzeugung eines Verbunds des Filtermaterials.
[0005] Durch Verwendung wenigstens zweier Strangformungsvorrichtungen kann entweder ein
höherer Ausstoß an Filterstranglänge produziert werden oder aber bei geringerer Geschwindigkeit
der Filterstränge eine höhere Ausfallsicherheit beim Verfahren und der Vorrichtung
erzielt werden, wobei eine höhere Produktion bei verbesserter Qualität ermöglicht
ist.
[0006] Die Filterstränge werden bevorzugt in einer längsaxialen Förderrichtung gebildet.
[0007] Vorzugsweise wird beim Erwärmen des Filtermaterials ein Bindemittel aktiviert. Durch
Aktivieren des Bindemittels findet dann ein entsprechender Verbund des Filtermaterials
statt.
[0008] Wenn das Aufschauern in einer Abwärtsrichtung mit Hilfe von Transportluft geschieht,
können sehr homogene Filterstränge hergestellt werden. Wenn das Filtermaterial aus
einem gemeinsamen Vorrat direkt in wenigstens zwei Schächten zum Aufschauern auf den
wenigstens einen Förderer transportiert wird, sind die hergestellten Stränge zueinander
auch sehr homogen, bzw. die Filtermaterialien entsprechen sich, so dass zwischen den
Filtersträngen im wesentlichen keine Unterschiede vorherrschen.
[0009] Vorzugsweise umfasst das Filtermaterial wenigstens eine Sorte Mehrfachkomponentenfasern,
insbesondere Bikomponentenfasern. Es führt zu einer besonders variablen Filterstrangherstellung,
wenn vereinzelte Fasern als Filtermaterial eine große Variationsmöglichkeit gewähren.
Durch Verwendung wenigstens einer Sorte Mehrfachkomponentenfasern, bzw. Bikomponentenfasern
ist eine Verbindung der Fasern im Filterstrang auf einfache Art und Weise möglich.
Bezüglich der Bikomponentenfasern bzw. der Mehrfachkomponentenfasern und deren Eigenschaften
wird vollumfänglich auf die europäische Patentanmeldung mit der Nr.
03 004 594.2 der Anmelderin mit dem Titel "Zigarettenfilter und Verfahren zur Herstellung desselben"
verwiesen.
[0010] Es ist zweckmäßig, wenn die Mehrfachkomponentenfaser einen Kern und eine Hülle unterschiedlichen
Materials umfasst, wobei das Hüllmaterial einen niedrigeren Schmelzpunkt als das Kernmaterial
aufweist. In diesem Fall kann ein sehr sicherer Verbund der Fasern auf einfache Art
und Weise in dem Filterstrang erzeugt werden, wobei hierzu der Filterstrang bzw. das
Gemisch aus Fasern, das als Filtermaterial zur Verfügung steht, bzw. aus dem der Filterstrang
hergestellt wird, auf eine Temperatur gebracht wird, die etwas oberhalb des Schmelzpunktes
des Hüllmaterials liegt. Hierdurch ist ein entsprechendes Verkleben von Filterkomponenten
ermöglicht.
[0011] Vorzugsweise ist die Länge der Mehrfachkomponentenfasern zwischen 0,5 mm und 30 mm.
Vorzugsweise ist die Länge der Mehrfachkomponentenfasern zwischen 2 mm und 8 mm und
insbesondere zwischen 3 mm und 6 mm. Die Mehrfachkomponentenfaser ist vorzugsweise
eine Bikomponentenfaser. Bei einer entsprechenden Bikomponentenfaser kann die Hülle
aus Polyethylen (PE) sein und der Kern beispielsweise aus Polyester bzw. Polyethylenterephthalat
(PET). Der Schmelzpunkt der Hülle liegt dann bei 127° C und der Schmelzpunkt des Kerns
bei 256° C. Hierdurch ist eine sehr formstabile Bikomponentenfaser gegeben, deren
Hüllenmaterial einen niedrigeren Schmelzpunkt aufweist als das Kernmaterial. Eine
entsprechende Bikomponentenfaser wird von der Fa. Trevira (65926 Frankfurt, Deutschland)
angeboten. Eine beispielsweise und vorzugsweise verwendete Bikomponentenfaser der
Fa. Trevira trägt die Bezeichnung 255, hat einen Titer von 3,0 dtex, eine Schnittlänge
zwischen 3 und 6 mm, einen Kern aus PES (Chemiefaser aus Polyester) und einen Mantel
bzw. eine Hülle aus Copolyethylen, wobei der Mantel bzw. die Hülle haftungserhöht
modifiziert ist, d.h. mit Additiven versehen ist, die zu einer geringeren Oberflächenspannung
führen.
[0012] Nach Zuführung von Energie bzw. Wärme zu dem gepressten bzw. geformten Filtermaterial
haften und/oder kleben wenigstens ein Teil der Filterkomponenten an Berührungspunkten
mit den Mehrfachkomponentenfasern. Berührungspunkte können im Rahmen dieser Anmeldung
auch Kreuzungspunkte und Anhaftstellen sein. Ein Anhaften und/oder Kleben wird dann
erreicht, wenn die Filterkomponenten und insbesondere die Mehrfachkomponentenfasern
auf eine Temperatur erhitzt werden, die oberhalb der Schmelztemperatur der Hülle liegt.
In diesem Fall weicht die Hülle entsprechend auf bzw. schmilzt diese an, so dass eine
Haftverbindung bzw. Klebeverbindung zu weiteren Komponenten des Filters an Berührungspunkten
entstehen können.
[0013] Nach Erkalten bzw. Aushärten der entsprechenden Filterkomponenten wird so ein sehr
formstabiler Filter erzeugt.
[0014] Es können auch andere Sorten Fasern wie beispielsweise Cellulosefasern oder Kohlefasern
mit beispielsweise Aktivkohle Verwendung finden. Es ist auch die Verwendung von Hanffasern
oder Baumwollfasern möglich. Hierdurch können sehr gute Filtereigenschaften erzeugt
werden, da entsprechende Fasern Tabakrauch effektiv adsorbieren und/oder absorbieren.
Schließlich können entsprechend Filter hergestellt werden, die umweltschonend sind.
[0015] Wenn das Filtermaterial wenigstens eine Sorte eines Additivs umfasst, kann die Filtereffektivität
im Hinblick auf Tabakrauch weiter erhöht werden. Im Rahmen dieser Erfindung umfaßt
der Begriff Additiv insbesondere den Begriff Granulat, Pulver, Extrudat, Gelkapseln,
Flüssigkeiten oder Geschmacksfäden.
[0016] Wenn das Filtermaterial nach Erwärmung im Bereich der wenigstens zwei Strangformungsvorrichtungen
abgekühlt wird, wird der Abbindeprozess bzw. die Formstabilität des Filterstrangs
beschleunigt. Hierzu wird vorzugsweise ein Kaltluftstrom verwendet. Zum Erwärmen wird
vorzugsweise ein Heißluftstrom verwendet. Das Abkühlen mittels des Kaltluftstromes
geschieht vorzugsweise auch im Bereich der wenigstens zwei Strangformungsvorrichtungen.
[0017] Wenn der Filterstrang anschließend einem Formungsträger übergeben wird, wobei eine
Umhüllung mit einem Hüllmaterialstreifen vorgenommen wird, kann ein stabiler Filterstrang
hergestellt werden.
[0018] Die Aufgabe wird ferner durch ein Verfahren zur Herstellung eines Filterstabs der
tabakverarbeitenden Industrie, umfassend ein vorstehend genanntes erfindungsgemäßes
Verfahren gelöst, wobei anschließend der Filterstrang abgelängt wird.
[0019] Die Aufgabe wird außerdem durch eine Vorrichtung zur Herstellung eines Filterstrangs
der tabakverarbeitenden Industrie mit einer Filtermaterialzuführvorrichtung, mittels
der Filtermaterial wenigstens einem Förderer zugeführt wird, und mit wenigstens einer
Strangformungsvorrichtung gelöst, wobei wenigstens zwei Strangformungsvorrichtungen
vorgesehen sind.
[0020] Durch Vorsehen wenigstens zweier Strangformungsvorrichtungen kann die Produktivität
der Filterstrangherstellung erhöht werden, wobei zum einen der Ausstoß vergrößert
werden kann oder aber die Fehler aufgrund geringerer Einzelgeschwindigkeiten minimiert
werden können, so dass weniger Ausfallzeiten der entsprechenden Vorrichtung vorherrschen.
Vorzugsweise liegen die wenigstens zwei Strangformungsvorrichtungen nebeneinander
und insbesondere vorzugsweise im wesentlichen parallel zueinander.
[0021] Wenn wenigstens zwei Förderer vorgesehen sind, die nebeneinander angeordnet sind
und insbesondere vorzugsweise im wesentlichen parallel zueinander, können einzelne
Filterstränge unabhängig voneinander hergestellt werden. Eine besonders bevorzugte
Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung liegt dann vor, wenn wenigstens
zwei Schächte vorgesehen sind, mittels der das Filtermaterial wenigstens einem Förderer
zuführbar ist. Durch diese Ausführungsform der Erfindung kann effektiv und gezielt
Filtermaterial auf den oder die Förderer aufgeschauert werden.
[0022] Wenn die Filtermaterialzuführvorrichtung eine Misch- und/oder Vereinzelungsvorrichtung
umfasst, die stromaufwärts des wenigstens einen Förderers angeordnet ist, können sehr
gleichmäßige Filterstränge hergestellt werden. Die Misch- und/oder Vereinzelungsvorrichtung
mischt und/oder vereinzelt vorzugsweise mittels Transportluft das Filtermaterial.
[0023] Eine besonders effektive Strangformungsvorrichtung ist dann gegeben, wenn diese geformte
Bänder umfasst. Die geformten Bänder bilden jeweils einen Hohlraum, in den das Filtermaterial
hineingefördert wird und weitertransportiert wird. Der Querschnitt des Hohlraums ist
vorzugsweise oval oder rund, je nachdem, welchen Querschnitt der zu fertigende Filterstrang
haben soll. Vorzugsweise umfassen die Bänder Löcher, um das Filtermaterial mit Energie
bzw. Luftströmen oder mit weiteren Materialien zu versehen oder zu besprühen. Die
Bänder sind vorzugsweise Gewebebänder und/oder Stahlbänder.
[0024] Es ist ferner eine Heizvorrichtung und/oder eine Kühlvorrichtung im Bereich der wenigstens
zwei Strangformungsvorrichtungen vorgesehen, um die Faserstränge in diesem Bereich
zu heizen, um beispielsweise Bikomponentenfasern aufzuschmelzen und mit weiteren Fasern
oder anderen Bestandteilen Filtermaterial miteinander zu verbinden. Die Heizvorrichtung
erzeugt vorzugsweise Heißluft, die durch das Filtermaterial geleitet werden kann.
Die Kühlvorrichtung erzeugt vorzugsweise Kaltluft, die entsprechend auch durch das
Filtermaterial geleitet werden kann. Es ist auch möglich, ausschließlich die Bänder
entsprechend zu erwärmen.
[0025] Die bevorzugten Bestandteile des hergestellten Filterstrangs entsprechen denen, die
in der
europäischen Patentanmeldung Nr. 03 004 594.2 der Anmelderin beschrieben werden. Vorzugsweise umfasst das Filtermaterial 5 bis
15 Gew% Bikomponentenfasern und 85 bis 95 Gew% Aktivkohlegranulat.
[0026] Eine Strangformungsvorrichtung, die geformte Bänder umfasst, ist beispielsweise in
der
europäischen Patentanmeldung Nr. 03 007 675.6 der Anmelderin in Fig. 10 dargestellt. In dem Ausführungsbeispiel der Fig. 10 wird
Filtermaterial von einem Fließbett kommend in eine Richtung nach oben auf einen Saugstrangförderer
aufgeschauert, um anschließend in die Strangformungsvorrichtung, umfassend zwei Formungsbänder,
überführt zu werden. Entsprechend sind in der europäischen Patentanmeldung mit dem
Az.:
03 007 672.3 der Anmelderin entsprechende Misch- und/oder Vereinzelungsvorrichtungen dargestellt,
die dort als Vereinzelungsvorrichtung bezeichnet sind und mit der Bezugsziffer 115
versehen wurden. Diese dort als Vereinzelungsvorrichtung bzw. Dosieröffner oder Fasermühle
bezeichneten Vorrichtungen können Misch- und/oder Vereinzelungsvorrichtungen sein,
die in der vorliegenden Patentanmeldung gemeint sind.
[0027] Vorzugsweise sind wenigstens zwei Formatvorrichtungen stromabwärts der wenigstens
zwei Strangformungsvorrichtungen angeordnet. Durch diese Weiterbildung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung ist es möglich, auf einfache Art und Weise Umhüllungsmaterialstreifen
wie Papierstreifen um die gefertigten Filterstränge zu wickeln.
[0028] Die Erfindung wird nachstehend ohne Beschränkung des allgemeinen Erfindungsgedankens
anhand von Ausführungsbeispielen beschrieben. Bezüglich aller im Text nicht näher
erläuterten erfindungsgemäßen Einzelheiten wird ausdrücklich auf die Zeichnungen verwiesen.
Es zeigen.
- Fig. 1
- eine schematische dreidimensionale Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
zur Herstellung eines Filterstrangs,
- Fig. 2
- eine schematische dreidimensionale Ausschnittsdarstellung eines Teils der Fig. 1 aus
einer anderen Perspektive.
[0029] Fig. 1 zeigt eine dreidimensionale schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung zur Herstellung eines Filterstrangs. Filtermaterial, das in Fig. 1 nicht
dargestellt ist, wird mittels einer Misch- und/oder Vereinzelungsvorrichtung 10, die
zwei Siebtrommeln 11 umfasst, vereinzelt und gemischt.
[0030] An die Misch- und/oder Vereinzelungsvorrichtung 10 schließt sich eine Kanalvorrichtung
12 an, durch die die Filtermaterialien hindurch gelangen, und zwar zu dem Förderband
15. Hierzu sind vier Förderkanäle 13 und jeweils vier Trichter 14 vorgesehen. Durch
die Trichter 14 und die Förderkanäle 13 fallen die Filtermaterialien, gefördert durch
die Gravitation, aber insbesondere durch eine Transportluft in Richtung des Förderbandes
15 bzw., um in dem Ausführungsbeispiel der Fig. 2 zu sprechen, in Richtung der vier
Förderbänder 22. Insofern unterscheidet sich das Ausführungsbeispiel der Fig. 2 von
der der Fig. 1. In Fig. 2 sind vier Förderbänder bzw. Saugstrangförderer 22 offenbart,
wohingegen in Fig. 1 ein Förderband bzw. Saugstrangförderer 15 offenbart ist.
[0031] Auf dem Förderband 15 bzw. den Förderbändern 22 wird das Filtermaterial entsprechend
aufgeschauert, so dass in Förderrichtung, die durch einen Pfeil in Fig. 1 angedeutet
ist, ein aufwachsender Faserkuchen gebildet wird. Das Filtermaterial besteht in diesem
Ausführungsbeispiel aus 10 Gew% Bikomponentenfasern der Fa. Trevira, die vorstehend
beschrieben wurden und 90 Gew% Aktivkohlegranulat. Eine Regelung der Aufschauerdicke
des Filtermaterials auf dem Förderband 15 bzw. den Förderbändern 22 kann durch die
Fördergeschwindigkeit geschehen. Es handelt sich beim Faserkuchen um eine Art Air-Laid-Faservlies
mit homogener Dichte. Die Transportluft, die in dem Prozess benötigt wird, wird beispielsweise
durch einen Unterdruck im Bereich des Saugbandes 15 bzw. Saugbänder 22 abgesaugt.
Das Förderband 15 bzw. die Saugbandförderer 22 sind hierzu vorzugsweise luftdurchlässig
ausgebildet. Es wird unterhalb des Förderbandes 15 bzw. der Saugbandförderer 22 ein
Unterdruck erzeugt, wodurch eine besonders feste Anhaftung an dem Förderband 15 bzw.
den Saugbandförderern 22 vorherrscht.
[0032] Die sich bildenden Faserstränge, die in den Figuren nicht dargestellt sind, gelangen
von dem Ausgangsbereich der Kanalvorrichtung 12 und oberhalb von dem Förderband 15
bzw. den Saugbandförderern 22, die über Umlenkrollen 16 umgelenkt sind, in den Freiraum
bzw. in den Hohlraum, der sich gegenüberliegenden Bänder 17, die gewölbt sind.
[0033] Die Bänder 17, die insbesondere auch Stahlbänder sein können, sind gewölbt und werden
entsprechend um gewölbte Rollen 21 umgelenkt. Durch die Ausgestaltung der Bänder 17
ergibt sich ein entsprechender runder Hohlraum zwischen zwei gegenüber liegenden Bändern
17. Der Hohlraum kann auch im Querschnitt elliptisch ausgestaltet sein. Es wirken
also jeweils zwei Bänder 17 zusammen, um jeweils einen Hohlraum zu bilden. Durch den
Hohlraum mit rundem oder elliptischem Querschnitt gelangt der Faserstrang und wird
auf jeweilige Umhüllungsmaterialstreifen bzw. Papierstreifen 23, die auf Formatbändern
20 transportiert werden, aufgelegt. Es wird somit ein Formen des Filterstrangs und
auch ein Verdichten ermöglicht. Im Bereich der Formatbänder 17 sind Heizvorrichtungen
18 angeordnet, die vorzugsweise Heißluftgebläse sein können. Es sind in den Figuren
1 und 2 mehrere Heizvorrichtungen vorgesehen. In diesen Ausführungsbeispielen sind
8 Heizvorrichtungen 18 vorgesehen. Es kann auch jeweils nur eine Heizvorrichtung vorgesehen
sein. Durch die Heizvorrichtungen wird der Faserstrang entsprechend erwärmt, um ein
Abbinden bzw. einen festen Verbund zwischen den Filtermaterialien zu ermöglichen.
[0034] In Förderrichtung anschließend sind jeweils Kühlvorrichtungen 19 vorgesehen, die
ein Aushärten der Filterstränge beschleunigen. Die Kühlvorrichtungen 19 können auch
jeweils einen Kühlluftstrom erzeugen.
Bezugszeichenliste
[0035]
- 10
- Misch- und/oder Vereinzelungsvorrichtung
- 11
- Siebtrommel
- 12
- Kanalvorrichtung
- 13
- Förderkanal
- 14
- Trichter
- 15
- Förderband
- 16
- Umlenkrolle
- 17
- Formband
- 18
- Heizvorrichtung
- 19
- Kühlvorrichtung
- 20
- Formatband
- 21
- Formrolle
- 22
- Saugbandförderer
- 23
- Papierstreifen
1. Verfahren zur Herstellung eines Filterstrangs der tabakverarbeitenden Industrie mit
den folgenden Verfahrensschritten:
- Mischen und/oder Vereinzeln von Filtermaterial mittels einer Misch- und/oder Vereinzelungsvorrichtung,
- Aufschauern von vereinzeltem und/oder gemischtem Filtermaterial auf wenigstens einen
Förderer (15, 22),
- Formen des Filtermaterials in wenigstens zwei Strangformungsvorrichtungen (17, 21),
und
- Erwärmen des Filtermaterials im Bereich der wenigstens zwei Strangformungsvorrichtungen
(17, 21) zur Erzeugung eines Verbunds des Filtermaterials.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufschauern in einer Abwärtsrichtung mit Hilfe von Transportluft geschieht.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Filtermaterial aus einem gemeinsamen Vorrat (10) direkt in wenigstens zwei Schächte
(13, 14) zum Aufschauern auf den wenigstens einen Förderer (15, 22) transportiert
wird.
4. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Filtermaterial wenigstens eine Sorte Mehrfachkomponentenfasern, insbesondere
Bikomponentenfasern, umfasst.
5. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Filtermaterial wenigstens eine Sorte eines Additivs umfasst.
6. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Filtermaterial nach Erwärmung im Bereich der wenigstens zwei Strangformungsvorrichtungen
(17, 21) abgekühlt wird.
7. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Filterstrang anschließend einem Formungsträger (20) übergeben wird, wobei eine
Umhüllung mit einem Hüllmaterialstreifen (23) vorgenommen wird.
8. Verfahren zur Herstellung eines Filterstabs der tabakverarbeitenden Industrie, umfassend
ein Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass anschließend der Filterstrang abgelängt wird.
9. Vorrichtung zur Herstellung eines Filterstrangs der tabakverarbeitenden Industrie
mit einer Filtermaterialzuführvorrichtung (10), mittels der Filtermaterial wenigstens
einem Förderer (15, 22) zugeführt wird, und mit wenigstens einer Strangformungsvorrichtung
(17, 21), dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei Strangformungsvorrichtungen (17, 21) vorgesehen sind, die jeweils
zwei Formatbänder (17) aufweisen, die jeweils einen Hohlraum bilden.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei Förderer (22) vorgesehen sind, die nebeneinander angeordnet sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei Schächte (13, 14) vorgesehen sind, mittels der das Filtermaterial
wenigstens einem Förderer (15, 22) zuführbar ist.
12. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Filtermaterialzuführvorrichtung (10) eine Misch- und/oder Vereinzelungsvorrichtung
(10, 11) umfasst, die stromaufwärts des wenigstens einen Förderers (15, 22) angeordnet
ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Misch- und/oder Vereinzelungsvorrichtung (10, 11) mittels Transportluft Filtermaterial
mischt und/oder vereinzelt.
14. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Strangformungsvorrichtung (17, 21) geformte Bänder (17) umfasst.
15. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 9 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Heizvorrichtung (18) und/oder wenigstens eine Kühlvorrichtung (19)
im Bereich der wenigstens zwei Strangformungsvorrichtungen (17, 21) vorgesehen ist.
16. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 9 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei Formatvorrichtungen (20) stromabwärts der wenigstens zwei Strangformungsvorrichtungen
(17, 21) angeordnet sind.
1. Method of manufacturing a filter rope of the tobacco-processing industry having the
following method steps:
- mixing and/or opening out filter material by means of a mixing and/or opening-out
device,
- showering opened-out and/or mixed filter material onto at least one conveyor (15,
22),
- forming the filter material in at least two rope-forming devices (17, 21), and
- heating the filter material in the region of the at least two rope-forming devices
(17, 21) in order to produce a composite of the filter material.
2. Method according to claim 1, characterized in that the showering operation occurs in a downward direction with the aid of transport
air.
3. Method according to claim 1 or 2, characterized in that the filter material is fed from a common supply (10) directly into at least two shafts
(13, 14) for showering onto the at least one conveyor (15, 22).
4. Method according to one or more of claims 1 to 3, characterized in that the filter material comprises at least one type of multicomponent fibre, in particular
bicomponent fibre.
5. Method according to one or more of claims 1 to 4, characterized in that the filter material comprises at least one type of additive.
6. Method according to one or more of claims 1 to 5, characterized in that the filter material after heating in the region of the at least two rope-forming
devices (17, 21) is cooled.
7. Method according to one or more of claims 1 to 6, characterized in that the filter rope is then transferred to a shaping support (20), wherein wrapping in
a wrapping material strip (23) is effected.
8. Method of manufacturing a filter rod of the tobacco-processing industry, comprising
a method according to one or more of claims 1 to 7, characterized in that the filter rope is then cut into lengths.
9. Device for manufacturing a filter rope of the tobacco-processing industry having a
filter material feed device (10), by means of which filter material is fed to at least
one conveyor (15, 22), and having at least one rope-forming device (17, 21), characterized in that at least two rope-forming devices (17, 21) are provided, which comprise in each case
two format belts (17) that form in each case a hollow space.
10. Device according to claim 9, characterized in that at least two conveyors (22) are provided, which are disposed alongside one another.
11. Device according to claim 9 or 10, characterized in that at least two shafts (13, 14) are provided, by means of which the filter material
is feedable to at least one conveyor (15, 22).
12. Device according to one or more of claims 9 to 11, characterized in that the filter material feed device (10) comprises a mixing and/or opening-out device
(10, 11), which is disposed upstream of the at least one conveyor (15, 22).
13. Device according to claim 12, characterized in that the mixing and/or opening-out device (10, 11) mixes and/or opens out filter material
by means of transport air.
14. Device according to one or more of claims 9 to 13, characterized in that the rope-forming device (17, 21) comprises shaped belts (17).
15. Device according to one or more of claims 9 to 14, characterized in that at least one heating device (18) and/or at least one cooling device (19) is provided
in the region of the at least two rope-forming devices (17, 21).
16. Device according to one or more of claims 9 to 15, characterized in that at least two format devices (20) are disposed downstream of the at least two rope-forming
devices (17, 21).
1. Procédé de fabrication d'un bâtonnet-filtre de l'industrie de transformation du tabac,
comprenant les étapes suivantes :
- mélanger et/ou dissocier le matériau filtrant au moyen d'un dispositif de mélange
et/ou dissociation,
- déposer en gerbe le matériau filtrant dissocié et/ou mélangé sur au moins un convoyeur
(15, 22),
- façonner le matériau filtrant dans au moins deux dispositifs de façonnage de bâtonnets-filtres
(17, 21), et
- chauffer le matériau filtrant dans la région desdits au moins deux dispositifs de
façonnage de bâtonnets-filtres (17, 21) pour produire un matériau filtrant composite.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dépôt en gerbe s'effectue dans une direction aval à l'aide d'air de transport.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le matériau filtrant est transporté, à partir d'une réserve commune (10), directement
dans au moins deux puits (13, 14) pour être déposé en gerbe sur ledit au moins un
convoyeur (15, 22).
4. Procédé selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le matériau filtrant comprend au moins une variété de fibres à constituants multiples,
en particulier de fibres à deux constituants.
5. Procédé selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le matériau filtrant comprend au moins une variété d'additif.
6. Procédé selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le matériau filtrant est refroidi après avoir été chauffé dans la région desdits
au moins deux dispositifs de façonnage de bâtonnets-filtres (17, 21).
7. Procédé selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le bâtonnet-filtre est ensuite transféré vers un support de façonnage (20), où un
enveloppement est effectué au moyen d'une bande de matériau d'enveloppement (23).
8. Procédé pour produire un bout-filtre de l'industrie de transformation du tabac, comprenant
un procédé selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le bâtonnet-filtre est ensuite débité en tronçons.
9. Procédé de fabrication d'un bâtonnet-filtre de l'industrie de transformation du tabac,
comprenant un dispositif d'amenée de matériau filtrant (10), au moyen duquel le matériau
filtrant est acheminé vers au moins un convoyeur (15, 22), et au moins un dispositif
de façonnage de bâtonnets-filtres (17, 21), caractérisé en ce que sont prévus au moins deux dispositifs de façonnage de bâtonnets-filtres (17, 21)
qui présentent respectivement deux bandes de mise au format (17) formant chacune un
creux.
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que sont prévus au moins deux convoyeurs (22) qui sont disposés l'un à côté de l'autre.
11. Procédé selon la revendication 9 ou 10, caractérisé en ce que sont prévues au moins deux puits (13, 14) permettant d'acheminer le matériau filtrant
vers au moins un convoyeur (15, 22).
12. Procédé selon l'une ou plusieurs des revendications 9 à 11, caractérisé en ce que le dispositif d'amenée de matériau filtrant (10) comprend un dispositif de mélange
et/ou dissociation (10, 11) qui est disposé en amont du au moins un convoyeur (15,
22).
13. Procédé selon la revendication 12, caractérisé en ce que dispositif de mélange et/ou dissociation (10, 11) mélange et/ou dissocie le matériau
filtrant au moyen d'air de transport.
14. Procédé selon l'une ou plusieurs des revendications 9 à 13, caractérisé en ce que le dispositif de façonnage de bâtonnets-filtres (17, 21) comprend des bandes façonnées
(17).
15. Procédé selon l'une ou plusieurs des revendications 9 à 14, caractérisé en ce qu'est prévu au moins un dispositif de chauffage (18) et/ou au moins un dispositif de
refroidissement (19) dans la région desdits au moins deux dispositifs de façonnage
de bâtonnets-filtres (17, 21).
16. Procédé selon l'une ou plusieurs des revendications 9 à 15, caractérisé en ce qu'au moins deux dispositifs de mise au format (20) sont disposés en aval desdits au
moins deux dispositifs de façonnage de bâtonnets-filtres (17, 21).


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