[0001] Die Erfindung betrifft einen Falzapparat mit einem ersten und einem zweiten Teilzylinder
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Ein solcher Falzapparat hat im allgemeinen einen Falz- oder Transportzylinder, der
jeweils eine Gruppe von Funktionselementen wie etwa Punkturleisten oder Bogengreifer
zum Festhalten von zu verarbeitendem Papier an dem Zylinder und als eine zweite Gruppe
von Funktionselementen ein Falzmesser aufweist, welches zusammenwirkend mit Falzrollen
oder mit einer Falzklappe eines weiteren Zylinders einen Falz an dem auf dem Falzzylinder
geförderten Papier erzeugt.
[0003] Um Papiere in unterschiedlichen Formaten verarbeiten oder unterschiedliche Falze
erzeugen zu können, sind an einem solchen Falzzylinder die Funktionselemente, die
zum Festhalten des zu verarbeitenden Papiers dienen, einerseits, und die Falzmesser
andererseits an verschiedenen Teilzylindern montiert, die in Bezug aufeinander eine
gewisse Drehbewegungsfreiheit in Bezug auf die Achse des Falzzylinders aufweisen.
[0004] Die DE 197 55 428 A1 und die DE 295 02 222 U1 offenbaren Falzzylinder, die jeweils
zwei gegeneinander verdrehbare Falzmechanismen tragende Zylinderkörper aufweisen.
[0005] Die nachveröffentlichten EP 1 264 689 A2 und EP 1 260 474 A1 beschreiben Falzapparate
mit von verschiedenen Elektromotoren angetriebenen Zylindersegmenten.
[0006] Die GB 1 194 451 zeigt einen Falzapparat mit einem Zylinder, dessen zwei Teilzylinder
mittels eines hydraulischen Antriebes zueinander verstellt werden.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Falzapparat mit einem ersten und
einem zweiten Teilzylinder zu schaffen.
[0008] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0009] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird
im folgenden näher beschrieben.
[0010] Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Schnitt II - II durch einen Zylinder und angrenzende Teile einer materialverarbeitenden
Maschine gemäß der Erfindung;
- Fig. 2
- eine Frontalansicht des Zylinders aus Fig. 1;
- Fig. 3
- eine Form eines Falzapparates die nicht innerhalb des Bereichs der beanspruchten Erfindung
füllt, aber nützlich für deren Verständnis ist;
- Fig. 4
- eine weitere Ausführungsform eines Falzapparates;
- Fig. 5
- eine weitere Ausführungsform eines Falzapparates;
- Fig. 6
- eine weitere Ausführungsform eines Falzapparates;
- Fig. 7
- einen Falzapparat für einen Querfalz;
- Fig. 8
- einen Querschnitt eines Falzapparates gemäß Fig. 7;
- Fig. 9
- einen Falzapparat für einen Querfalz mit einem Bändersystem;
- Fig. 10
- einen Querschnitt eines Falzapparates gemäß Fig. 9;
- Fig. 11
- einen Falzapparat für einen Querfalz mit einem Längsfalz;
- Fig. 12
- einen Querschnitt eines Falzapparates gemäß Fig. 11;
- Fig. 13
- einen Falzapparat für einen zweiten Querfalz und einem Längsfalz;
- Fig. 14
- einen Querschnitt eines Falzapparates gemäß Fig. 13.
[0011] Fig. 1 zeigt einen axialen Schnitt durch den Zylinder sowie Teile der Seitenplatten
eines Gestells einer Maschine, in der der Zylinder eingesetzt ist. Der Schnitt verläuft
entlang der in Fig. 2 mit II - II bezeichneten strichpunktierten Linie.
[0012] Die zwei Teilzylinder 01; 02, aus denen sich der Körper des in Fig. 1 gezeigten Zylinders
zusammensetzt, sind in der Fig. 1 jeweils durch unterschiedliche Schraffuren, aufsteigend
für den Teilzylinder 01 und absteigend für den Teilzylinder 02, gekennzeichnet. Zum
Teilzylinder 01 gehört eine zentrale Welle 13, die an einer Seite, der linken in Fig.
1, über ein Lager 14, z. B. ein Wälzlager 14, in einer Seitengestellplatte 16 eines
Falzapparates abgestützt ist. Die zentrale Welle 13 ist durch einen ersten Antriebsmotor
17 antreibbar, dessen Gehäuse über einen Flansch 18 fest mit der Seitengestellplatte
16 verbunden ist. Zwei an der zentralen Welle 13 befestigte Arme 19 tragen ein Zylindersegment
21, das einen Teil der Umfangsfläche des Zylinders bildet und ein Funktionselement
einer ersten Gruppe, z. B. ein Halteelement, insbesondere eine nicht dargestellte
Leiste mit Punkturnadeln oder mindestens einen Greifer trägt.
[0013] Wie Fig. 2 zu entnehmen ist, hat der Teilzylinder 01 zwei Armpaare 19 und zwei Zylindersegmente
21, die einander diametral gegenüberliegen. Selbstverständlich könnte auch eine größere
Zahl von Zylindersegmenten 21 in Umfangsrichtung gleichmäßig verteilt angeordnet sein.
[0014] Das gegenüberliegende Ende der zentralen Welle 13 ist mit Hilfe von Lagern 22, z.
B. Wälzlagern 22, drehbar in einem Becher 23 gelagert, der Teil des zweiten Teilzylinders
02 ist seinerseits über ein Lager 24, z. B. Wälzlager 24, an einer zweiten Seitengestellplatte
16 drehbar gehalten. Am Boden des Bechers 23 greift eine Antriebswelle eines zweiten
Antriebsmotors 26 an, dessen Gehäuse wie das des ersten Antriebsmotors 17 über einen
Flansch 18 an der Seitengestellplatte 16 befestigt ist.
[0015] Zylindersegmente 27 des zweiten Teilzylinders 02 sind jeweils von zwei radialen Armen
28; 29 getragen, von den ein Arm 28 vom offenen Rand des Bechers 23 und der andere
Arm 29 über ein Lager 31, z. B. ein Wälzlager 31, drehbar an der zentralen Welle 13
gehalten ist. Jedes Zylindersegment 27 trägt ein nicht dargestelltes Funktionselement
wie etwa ein Falzmesser.
[0016] Die zwei Antriebsmotoren 17; 26 sind mit einer gemeinsamen Steuerschaltung verbunden,
die, z. B. mit Hilfe von jeweils an den Antriebsmotoren 17; 26 angeordneten Drehzahl-
bzw. Winkelsensoren beide Antriebsmotoren 17; 26 auf exakt gleiche Drehgeschwindigkeiten
und damit auf einen gleichbleibenden Abstand der Funktionselemente an den Zylindersegmenten
21 bzw. 27 einregelt.
[0017] Einer einfachen Ausgestaltung zufolge ist die Steuerschaltung mit zwei an den Antriebsmotor
17 bzw. 26 angeordneten Drehwinkelsensoren verbunden, die für jede zurückgelegte Drehwinkeleinheit
des betreffenden Antriebsmotors 17 bzw. 26 einen Impuls an die Steuerschaltung abliefern,
und die Steuerschaltung ist ausgelegt, um die Phasendifferenz der von den zwei Sensoren
gelieferten Impulszüge zu erfassen und auf einem vorgegebenen, an der Steuerschaltung
einstellbaren Wert konstant zu halten, der einem gewünschten Abstand zwischen den
Funktionselementen an den zwei Teilzylindern 01; 02 entspricht.
[0018] Anstelle einfacher Impulse kann auch vorgesehen werden, dass die Sensoren jeweils
binär codierte Datenwörter in einer festgelegten, zyklischen Reihenfolge liefern.
Dies ermöglicht es der Steuerschaltung, eine Phasenverschiebung zwischen jeweils identischen
Datenwörtern von den zwei Sensoren zu erfassen und konstant zu halten, auch wenn diese
Zeitdifferenz größer als die Periode ist, mit der die Datenwörter geliefert werden.
[0019] Es liegt auf der Hand, dass die vorliegende Erfindung auf beliebige Arten von Funktionselementen
an den Teilzylindern 01; 02 anwendbar ist. Die Funktionselemente können an beiden
Teilzylindern 01; 02 von unterschiedlichem Typ oder auch von gleichem Typ sein, es
kann sich um Punkturnadeln bzw. Punkturnadelleisten, Bogengreifer, Falzmesser, Falzklappen,
Auswerfer, Nachgreifer, Schneidklingen, etc. handeln.
[0020] Der Zylinder kann in einem Falzapparat als Falzmesserzylinder, Falzklappenzylinder
oder Sammelzylinder ausbildet sein.
[0021] In einem Beispiel weist der Falzapparat mindestens einen Schneidzylinder 35, einen
Sammelzylinder 36 und einen Falzklappenzylinder 37 auf. Der Sammelzylinder 36 weist
zwei Teilzylinder 39; 40, die in Umfangsrichtung relativ zueinander verstellbar sind.
Der erste Teilzylinder 39 ist mit mindestens einem Falzmesser und der zweite Teilzylinder
40 mit Punkturen oder Greifern versehen. Dieser Sammelzylinder 36 übergibt Signaturen
an einen Falzklappenzylinder 37 (Fig. 3).
[0022] Der Falzklappenzylinder 37 wird von einem eigenen Elektromotor 05 von anderen Zylindern
mechanisch unabhängig angetrieben. Der die Falzmesser tragende Teilzylinder 39 des
Sammelzylinders 36 wird von einem anderen Elektromotor 04 angetrieben. Der andere
die Punkturen oder Greifer tragende Teilzylinder 40 wird von einem weiteren Elektromotor
03 angetrieben, durch den auch der Schneidzylinder 35 angetrieben ist. Dazu ist ein
Zahnräder aufweisendes Getriebe vorgesehen. Ein Zahnrad ist mit dem Punkturen oder
Greifer aufweisenden Teilzylinder 40 verbunden, ein zweites mit dem Schneidzylinder
35 und ein drittes mit dem Rotor des Elektromotors 03. Der Elektromotor 03, Schneidzylinder
35 und ein Teilzylinder 40 des Sammelzylinders 36 sind zum Antrieb mittels Zahnräder
gekoppelt, wobei der Antrieb vom Schneidzylinder 35 auf den Sammelzylinder 36 erfolgt.
Der dem Schneidzylinder 35 zugeordnete Elektromotor 03 ist auf einer Seite des Falzapparates
angeordnet, wogegen die den Falzmesser tragenden Teilzylinder 39 des Sammelzylinders
36 und dem Falzklappenzylinder 37 zugeordneten Elektromotoren 04 auf der gegenüberliegen
Seite des Falzapparates angeordnet sind.
[0023] Anstelle der Zahnradkopplung zwischen dem Schneidzylinder 35 und dem Teilzylinder
40 des Sammelzylinders 36 ist, wie in der Fig. 4 dargestellt, auch für diesen Teilzylinder
40 ein eigener Elektromotor 06 (Fig. 4) vorgesehen. Zwischen Schneidzylinder 35 und
Elektromotor 03 kann ein Übersetzungsgetriebe angeordnet sein, wobei der Elektromotor
03 achsenversetzt zum Schneidzylinder 35 angeordnet sein kann.
[0024] Auch ist es möglich den Elektromotor 03 des Schneidzylinders 35 koaxial zum Schneidzylinder
35 anzuordnen (Fig. 5). Dabei kann der Rotor ohne Getriebe mit der Achse des Schneidzylinders
35 verbunden sein oder es kann ein Vorsatzgetriebe, insbesondere ein Planetenradgetriebe,
angeordnet sein.
[0025] Wie in der Fig. 6 dargestellt, ist zwischen dem Sammelzylinder 36 und Falzklappenzylinder
37 ein weiterer, zwei Teilzylinder 51, 52 aufweisender Falzzylinder 38 angeordnet.
Dessen erster Teilzylinder 51 weist mindestens ein Falzmesser und dessen zweiter Teilzylinder
52 weist mindestens eine Falzklappe auf. Dabei wird jeder der Teilzylinder 51; 52
von einem eigenen Elektromotor 07; 08 angetrieben.
[0026] Bei allen konzentrisch zur Rotationsachse des zugeordneten Zylinders /Teilzylinders
angeordneten Elektromotoren kann der Rotor des Elektromotors direkt mit der Achse
des Zylinders verbunden sein oder der Motor kann ein Vorsatzgetriebe, z.B. ein Planetenradgetriebe,
aufweisen.
[0027] In einer weiteren Ausführung (Fig. 7 und 8) weist der Falzapparat mindestens ein
Schaufelrad 41 auf, wobei das Schaufelrad 41 von einem eigenen Elektromotor 42 angetrieben
ist. Zur Auslage der Produkte aus dem Schaufelrad 41 ist ein Bändersystem 44 vorgesehen,
wie in den Fig. 9 und 10 dargestellt, welches ebenfalls über einen eigenen Elektromotor
46 verfügt. Eine dem Falzapparat optional zugeordnete Längsfalzeinrichtung 47 ist
ebenfalls durch einen eigenen, von anderen Zylindern unabhängigen Elektromotor 53,
angetrieben, wie aus den Figuren 11 und 12 ersichtlich ist. Diese Längsfalzeinrichtung
47 wird für den Längsfalz (dritter Falz oder Deltafalz genannt), der nach dem Querfalz
erfolgt, eingesetzt. Der erste Falz erfolgt durch einen nicht dargestellten Längsfalztrichter.
Der zweite Falz erfolgt durch einen Falzklappenzylinder 37 bzw. 38 bzw. der dritte
Falz erfolgt durch einen weiteren, optionalen Falzklappenzylinder 37 bzw. 38. Der
dritte Falz bzw. der vierte Falz erfolgt durch ein Längsfalzmesser.
[0028] Jeder Zylinder des Falzapparates ist von einem eigenen Elektromotor (03; 04; 05;
06; 07), der getriebetechnisch von anderen Zylindern unabhängig ist, angetrieben.
[0029] In einer Ausführungsform ist mindestens ein Elektromotor des Falzapparates in Abhängigkeit
einer virtuellen Leitachse der Druckmaschine geregelt, wobei mindestens ein anderer
Elektromotor in Abhängigkeit dieses Elektromotors geregelt ist. So ist z. B. der Elektromotor
03 des Schneidzylinders 35 von der virtuellen Leitachse der Druckmaschine geregelt
und ein Elektromotor 04, 06 des Sammelzylinders 36 in Abhängigkeit vom Elektromotor
03 des Schneidzylinders 35 geregelt.
[0030] Die Regelung von einem Punktur- und Greifernadeln aufweisende Haltesystem aufweisenden
Teilzylinder 40 und dem Schneidzylinder 35 sind voneinander abhängig. Das bedeutet,
dass der Elektromotor 06 des das Punktur- und Greifernadeln aufweisende Haltesystem
aufweisenden Teilzylinders 40 in Abhängigkeit zum Elektromotor 03 des Schneidzylinders
35 geregelt ist. Desweiteren sind die beiden Teilzylinder 01, 02; 39, 40; 51, 52 voneinander
abhängig geregelt.
[0031] Auch ist es in einer anderen Ausführung möglich, alle Elektromotoren des Falzapparates
abhängig von einer virtuellen Leitachse zu regeln.
[0032] Für jeden Teilzylinder 01; 02; 39; 40; 51; 52 ist eine Fixiereinrichtung vorgesehen,
ebenso für jeden Zylinder. Um Wartungsarbeiten ausführen zu können, sind die Zylinder
in einer Wartungsposition relativ ortsfest zum Gestell fixierbar. Während des Betriebes,
d. h. während des Falzvorganges, sind die beiden Teilzylinder 01, 02; 39, 40; 51,
52 mechanisch zueinander fixiert.
[0033] Mindestens ein Elektromotor 03; 04; 05; 06; 07; 08; 17; 26; 42; 46; 53 weist einen
Drehwinkelsensor auf.
[0034] Auch ist es möglich, nur während des Verstellvorganges einen oder beide Elektromotoren
04, 06; 07, 08; 17, 26 der Teilzylinder 01, 02; 39, 40; 51, 52 winkellagegeregelt
zu betreiben. Nach dem Verstellvorgang werden die beiden Teilzylinder 01, 02; 39,
40; 51, 52 mechanisch fixiert und zumindest die Lageregelung des Motors 04, 06; 07,
08; 17, 26 eines Teilzylinders 01, 02; 39, 40; 51, 52 deaktiviert. Der zweite Elektromotor
04, 06; 07, 08; 17, 26 kann dann momentgeregelt antreiben oder ausgekoppelt werden.
Bezugszeichenliste
[0035]
- 01
- Teilzylinder
- 02
- Teilzylinder
- 03
- Motor
- 04
- Motor
- 05
- Motor
- 06
- Motor
- 07
- Motor
- 08
- Motor
- 09 bis 12
- -
- 13
- Welle, zentrale
- 14
- Lager, Wälzlager
- 15
- -
- 16
- Seitengestellplatte
- 17
- Antriebsmotor, erster
- 18
- Flansch
- 19
- Arm
- 20
- -
- 21
- Zylindersegment
- 22
- Lager, Wälzlager
- 23
- Becher
- 24
- Lager, Wälzlager
- 25
- -
- 26
- Antriebsmotor, zweiter
- 27
- Zylindersegment
- 28
- Arm
- 29
- Arm
- 30
- -
- 31
- Lager, Wälzlager
- 32
- -
- 33
- -
- 34
- -
- 35
- Schneidzylinder, Messerzylinder
- 36
- Sammelzylinder
- 37
- Falzklappenzylinder
- 38
- Falzzylinder
- 39
- Teilzylinder
- 40
- Teilzylinder
- 41
- Querfalz-Schaufelrad, Schaufelrad
- 42
- Motor
- 43
- Querfalzauslage
- 44
- Bändersystem
- 45
- -
- 46
- Motor
- 47
- Längsfalz, dritter bzw. vierter Falz
- 48
- -
- 49
- Falzauslage
- 50
- -
- 51
- Teilzylinder
- 52
- Teilzylinder
- 53
- Motor
1. Falzapparat mit einem ersten und einem zweiten Teilzylinder (01, 02; 39, 40; 51; 52),
die gemeinsam einen Körper des Zylinders bilden, die relativ zueinander koaxial drehbar
sind und von denen jeder eine erste bzw. zweite Gruppe von über den Umfang des Zylinders
verteilten Funktionselementen trägt, dadurch gekennzeichnet, dass jedem Teilzylinder (01, 02; 39, 40; 51, 52) ein eigener Elektromotor (03, 04; 04,
06; 07, 08; 17, 26) zum Drehantreiben des Teilzylinders (01, 02; 39, 40; 51, 52) zugeordnet
ist, dass mindestens ein erster Elektromotor des Falzapparates in Abhängigkeit einer
virtuellen Leitachse einer Druckmaschine geregelt ist, wobei mindestens ein anderer
Elektromotor in Abhängigkeit des ersten Elektromotors geregelt ist oder alle Elektromotoren
des Falzapparates in Abhängigkeit einer virtuellen Leitachse geregelt sind.
2. Falzapparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Falzapparat mindestens einen Teilzylinder (39, 40) aufweisenden Sammelzylinder
(36) einen Falzklappenzylinder (37) und einen Schneidzylinder (35) aufweist.
3. Falzapparat nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schneidmesserzylinder (35) und der Sammelzylinder (36), von einem gemeinsamen
Elektromotor (03) angetrieben sind.
4. Falzapparat nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass für jeden Teilzylinder (01, 02; 39, 40; 51, 52) eine Fixiereinrichtung vorgesehen
ist, ebenso für jeden Zylinder.
5. Falzapparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zylinder in einer Wartungsposition relativ ortsfest zum Gestell fixierbar sind.
6. Falzapparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Teilzylinder (01, 02; 39, 40; 51, 52) während des Betriebs, d. h. während
des Falzvorganges, zueinander mechanisch fixiert sind.
7. Falzapparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Falzapparat mindestens eine Schaufelrad (41) aufweist und dass das Schaufelrad
von einem eigenen Elektromotor (42) angetrieben ist.
1. A folder with a first and a second partial cylinder (01, 02; 39, 40; 51; 52) which
jointly form a body of the cylinder and which are rotatable coaxially relative to
each other and each of which carries a first or second group of functional elements
distributed over the periphery of the cylinder, characterized in that a separate electric motor (03, 04; 04, 06; 07, 08; 17, 26) is associated with each
partial cylinder (01, 02; 39, 40; 51, 52) in order to drive the partial cylinder (01,
02; 39, 40; 51, 52) in a rotary manner, at least one first electric motor of the folder
is regulated in a manner dependent upon a virtual leading axle of a printing press,
and wherein at least one other electric motor is regulated in a manner dependent upon
the first electric motor or all the electric motors of the folder are regulated in
a manner dependent upon a virtual leading axle.
2. A folder according to Claim 1, characterized in that the folder comprises at least one collecting cylinder (36) comprising partial cylinders
(39, 40), one folding-jaw cylinder (37) and one cutting cylinder (35).
3. A folder according to Claim 2, characterized in that the cutting-blade cylinder (35) and the collecting cylinder (36) are driven by a
common electric motor (03).
4. A folder according to Claim 2 or 3, characterized in that a fixing device is provided for each partial cylinder (01, 02; 39, 40; 51, 52), and
likewise for each cylinder.
5. A folder according to Claim 1, characterized in that the cylinders are capable of being fixed in a maintenance position in a relatively
stationary manner with respect to the stand.
6. A folder according to Claim 1, characterized in that the two partial cylinders (01, 02; 39, 40; 51, 52) are fixed mechanically with respect
to each other during the operation, i.e. during the folding procedure.
7. A folder according to Claim 1, characterized in that the folder has at least one fly (41), and the fly is driven by a separate electric
motor (42).
1. Appareil de pliage avec un premier et un deuxième cylindres partiels (01, 02 ; 39,
40 ; 51 ; 52), formant conjointement un corps du cylindre, susceptible de tourner
coaxialement l'un par rapport à l'autre, et dont chacun porte un premier ou un deuxième
groupe d'éléments fonctionnels répartis sur la périphérie du cylindre, caractérisé en ce qu'à chaque cylindre partiel (01, 02 ; 39, 40 ; 51 ; 52) est associé un moteur électrique
(03, 04 ; 04, 06 ; 07, 08 ; 17, 26) propre, pour assurer l'entraînement en rotation
du cylindre partiel (01, 02 ; 39, 40 ; 51 ; 52), en ce qu'au moins un premier moteur électrique de l'appareil de pliage est réglé en fonction
d'un axe guide virtuel d'une machine à imprimer, où un autre moteur électrique est
réglé en fonction du premier moteur électrique, ou bien tous les moteurs électriques
de l'appareil de pliage sont réglés en fonction d'un axe guide virtuel.
2. Appareil de pliage selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'appareil de pliage présente au moins un cylindre collecteur (36) présentant un
cylindre partiel (39, 40), un cylindre de volet plieur (37) et un cylindre de coupe
(35).
3. Appareil de pliage selon la revendication 2, caractérisé en ce que le cylindre à lame de coupe (35) et le cylindre de collecte (36) sont entraînés par
un moteur électrique (03) commun.
4. Appareil de pliage selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que, pour chaque cylindre partiel (01, 02 ; 39, 40 ; 51 ; 52), est prévu un dispositif
de fixation, également pour chaque cylindre.
5. Appareil de pliage selon la revendication 1, caractérisé en ce que les cylindres sont susceptibles d'être fixés de façon localement fixe, par rapport
au bâti, en une position d'entretien.
6. Appareil de pliage selon la revendication 1, caractérisé en ce que les deux cylindres partiels (01, 02 ; 39, 40 ; 51 ; 52) pendant le fonctionnement,
c'est-à-dire pendant le processus de pliage sont fixés mécaniquement l'un par rapport
à l'autre.
7. Appareil de pliage selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'appareil de pliage présente au moins une roue à aubes (41), et en ce que la roue à aubes est entraînée par un moteur électrique (42) qui lui est propre.