[0001] Die Erfindung betrifft eine Schneidvorrichtung für das Trennen von Doppelflorgewebe
an einer Doppelflorwebmaschine, bestehend aus einem quer zur Kettrichtung in der Trennebene,
entlang einer Führungsschiene bewegbaren Messerschlitten und aus einem am Messerschlitten
positionierbarem Messer.
[0002] Durch die DE 31 04 970 C2 wird offenbart, an einem Messerschlitten das Messer an
einem Aufnahmeteil mittels Deckplatte und Spannschraube zu fixieren. Die Spannplatte
ist am Messerschlitten senkrecht zur Bewegungsrichtung des Messerschlittens gegen
die Schneidebene bzw. gegen die Arbeitsrichtung der Webmaschine einstellbar. Das Messer
wird bei jedem Hub oder Doppelhub des Messerschlittens mittels gestellfester aber
nachgiebig gelagerter Schleifvorrichtung geschärft. Das wiederholte Schärfen führt
zu häufig notwendigem Nachstellen. Das Nachstellen wird in kurzen Intervallen manuell
bei Maschinenstillstand ausgeführt. Bei der üblichen Nutzungsart der Webmaschine werden
pro Schicht bis zu zwei neue Messer benötigt.
[0003] Durch die DE 34 16 477 A1 wird vorgeschlagen, das Nachstellen des Aufnahmeteiles
mit dem Messer automatisch auszuführen. Zu diesem Zweck ist das Aufnahmeteil im Messerschlitten
quer zur Bewegungsrichtung geführt. Die Stellbewegung erfolgt durch eine Spindel.
Eine Mutter, die als Malteserkreuz ausgebildet ist, wird dann, wenn eine Photozelle,
die das Messer überwacht, eine bestimmte Information gibt, um einen feststehenden
Betrag gedreht. Mit dieser automatischen Verstellung des Messers wird lediglich der
Automatisierungsgrad erhöht. Das regelmäßige Auswechseln der verwendeten Messer nach
kurzer Zeit ist nach wie vor erforderlich.
[0004] Mit der EP 0 993 906 A1 wird ein Schleifelement für das Messer des Messerschlittens
in Form eines Schleifbandes vorgeschlagen. Dieses Band ist flexibel und die Masse
des Bandes ist - bezogen auf den Abschnitt, den die Schneide des Messers während des
Schleifvorganges um kleine Beträge bewegen muss - gering. Durch die Verwendung eines
solchen Bandes ist es möglich, den Schleifvorgang auch bei höheren Arbeitsgeschwindigkeiten
der Webmaschine feinfühliger auszuführen. Es wird weniger Material beim Schleifvorgang
abgetragen. Der Verbrauch der Messer wird geringfügig reduziert. Bei höheren Webgeschwindigkeiten
werden Messertemperaturen erreicht, die sehr nahe am Schmelzpunkt der synthetischen
Polgarne liegen. Es bilden sich Schmelzperlen. Natürliche Polgarne wie Wolle und Baumwolle
beginnen bei diesen Temperaturen zu verkohlen.
[0005] Einen anderen Weg beschreitet die Offenbarung im EP 1 122 348 A1. In diesem Dokument
werden Mittel vorgeschlagen, die den Schleifvorgang nicht bei jedem doppelten Messerhub,
sondern nur im Bedarfsfall ausführen. Der Messerschlitten wird anhand von vorliegenden
Erfahrungen oder durch ein mittels Sensor erzeugtes Signal über einen größeren Hub
bewegt, wenn ein Schleifvorgang ausgeführt werden soll. Auf die gleiche Weise erfolgt
das Nachstellen des Messers. Für diesen Vorgang ist eine Position vorgesehen, die
weiter außerhalb der Schleifposition angeordnet ist. Für das Nachstellen des Messers
wird die Spannklemme des Messers gelöst und das Messer mittels Feder gegen einen gestellfesten
Anschlag geschoben. Dadurch wird erreicht, dass das Messer beim nachfolgenden Schleifvorgang
stets eine vorgegebene, exakte Position zu dem Schleifwerkzeug einnimmt und die Vorspannung
des Schleifwerkzeuges am Messer eine kontrollierbare Größe hat.
[0006] Mit dieser Vorrichtung und Verfahrensweise ist es bereits möglich, die Standzeiten
der Messer deutlich zu erhöhen und die Schneidqualität bei Drehzahlen von 110 U/min
bis 140 U/min stets unter Kontrolle zu halten. Bei höheren Drehzahlen (ab etwa 160
U/min) pendeln sich die Temperaturen bei 160 °C ein. Polypropylen-Fasern beginnen
Schmelzperlen auszubilden.
[0007] Mit den steigenden Drehzahlen der Doppelflorwebmaschinen, insbesondere für das Anwendungsgebiet
der Teppichherstellung, erhöht sich auch die Geschwindigkeit, mit der das Messer bei
einem vorgesehenen Schleifvorgang auf das Schleifwerkzeug trifft. Dieser starke Schlag
des Messers auf das Schleifwerkzeug führt dazu, dass das Schleifwerkzeug nicht elastisch
und schwingungsfrei ausweichen kann. Es führt im Bereich des Aufpralles zu einem unkontrolliert
starken Schleifprozess. Übrige Bereiche der Messerschneide werden dagegen weniger
geschliffen und tragen weiter zur Erhöhung der Messertemperatur bei.
[0008] Da die Sensoren zur Ermittlung der Schneidfähigkeit des Messers meist nicht feinfühlig
genug arbeiten um die Schärfe einer Schneide in allen wirksamen Bereichen zu kontrollieren,
werden nach einem abschnittsweise überdurchschnittlich abrasiv ausgeführten Schleifvorgang
eine große Zahl von Schneidhüben mit relativ stumpfem Messer ausgefüh rt. Das hat
eine fehlerhafte Floroberfläche zur Folge. Die entstehende hohe Temperatur des Messers
kann - wie bereits erwähnt - zu Schmelzperlen an den Faserenden führen. Die Qualität
der Teppiche ist reduziert.
[0009] Eine Schneidvorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ist aus US-A-4 561
473 bekannt.
[0010] An Kettenwirkmaschinen ist es im Zusammenhang mit der Herstellung von Florgeweben
durch die DD 116 642 und die US 4 263 790 bekannt, die über Polplatinen gespannten
Polschlingen nacheinander mittels rotierendem Messer aufzutrennen. Die Messer bestehen
aus einem Hochpolymer-Füllstoffgemisch, wobei der Füllstoff feinkörnig (Normalkorund)
und abrasiv ist. An den Schneidkanten werden die Füllstoffkörner schnell freigelegt
und sind in der Lage, die Fasern mit ihren Kanten anzuritzen, so dass sie bei zunehmender
Spannung platzen. Die Sicherheit, dass sich die, die Schneide bildenden, noch relativ
groben Körnchen nicht vom Messer lösen, gewährleistete man mit einer Vergrößerung
des Schneidenwinkels auf 30° bis 45°. Zur Vermeidung einer hohen Temperatur an der
Schneide reduzierte man die Relativgeschwindigkeit zwischen Messer und den zu trennenden
Fasern auf etwa 1,5 m/s bis 3 m/s. Die Lebensdauer der Messer an den Wirkmaschinen
war nahezu unbegrenzt.
[0011] Eine Übertragung dieses, dem Trennschleifen ähnlichen Schneidverfahrens auf die Doppelflorwebmaschine
erfolgte deshalb nicht, weil sich die Faserenden bei einem solchen Trennvorgang büschelartig
aufspalteten. Die Floroberfläche des Teppichs wurde matt und anfällig für die Aufnahme
von Staub und Schmutzpartikeln.
[0012] Ein weiterer Nachteil bestand darin, dass sich die Temperatur des am Messerschlitten
befestigten Messers - wegen des Fehlens einer angemessenen Kühlzeit - zunehmend erhöhte.
Die büschelartig aufgespaltenen Faserenden bildeten feine Schmelzperlen aus, die den
negativen Effekt der matten Oberfläche und der erhöhten Schmutzaufnahme noch vergrößerten.
[0013] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es deshalb, eine Schneidvorrichtung vorzugschlagen,
die über große Zeiträume die Schneidfähigkeit des Messers bei thermischer Schonung
der zu trennenden Fasern gewährleistet und auch bei sehr hohen Drehzahlen der Webmaschine
das unkontrollierte Aufeinandertreffen von Schleifvorrichtung und Messer vermeidet.
[0014] Eine solche Schneidvorrichtung wird durch den Anspruch 1 definiert. Das vorgeschlagene
Messer kann durch seine werkstoffliche Zusammensetzung über einen langen Zeitraum
seine Schneidfähigkeit erhalten. Es sichert mit seinen pulverförmigen Füllstoffpartikeln
einen sauberen Schnitt aller Einzelfasern.
[0015] Die gute Wärmeleitfähigkeit dieses Schneidenwerkstoffes - sie ist mindestens doppelt
so hoch, wie die von Stahl - und die bei diesem Werkstoff notwendigerweise vergrößerte
Messerdicke (Die Wärmeableitung erfolgt auf größerer Fläche) führt zu einer nur begrenzten,
oberflächlichen Erwärmung der Schneide (ca. 80 °C bis 90 °C). Der Schmelzpunkt der
kritischsten Fasern, der Polypropylen-Fasern, liegt bei 163 °C bis 175 °C. Das Ausbilden
von Schmelzperlen findet daher nicht statt.
[0016] Die Messer werden erfindungsgemäß mit einer Mehrzahl von Schneiden versehen, die
durch einen Positionswechsel des Messers am Messerschlitten nacheinander zum Einsatz
gebracht werden können.
[0017] Die Lebensdauer jedes Schneidenabschnittes ist durch Erfahrungswerte bestimmbar und
hat große Toleranzen, so dass ein manuelles Fortschalten der Messer völlig ausreichend
ist und inkauf genommen werden kann. Die Standzeiten eines Schneidenabschnittes liegen
bei Verwendung des genannten Schneidenwerkstoffes regelmäßig bei mehreren Schichten
oder gar Wochen. Bei Hartmetallmessern wurde nach Monaten noch kein Verschleiß festgestellt.
Während des Gebrauches konnte durchgängig eine hohe Qualität des Schneidvorganges
gewährleistet werden.
[0018] Die Formen der Schneidenabschnitte nach Anspruch 2 lassen eine Optimierung der Schneidengeometrie
für unterschiedliche Polgarne und Poldichten zu.
[0019] Die Gestaltung der Schneiden nach Anspruch 3 erlauben neben einer vereinfachten Messerherstellung
auch einen permanenten Wechsel der jeweils aktivierten Schneiden in kleinen Schritten
oder in einer kontinuierlichen Bewegung. Letztereres hat auch den Vorteil einer besseren
Kühlung des Messers
[0020] Die Ausführung der Messerpositionierung nach Anspruch 4 hat den Vorteil einer geringeren
Masse des Messerschlittens. Es werden keine Antriebselemente auf dem Schlitten benötigt.
Zudem ist die Lebensdauer eines Schneidenabschnittes ohne Positionswechsel so lang,
dass bei einer gelegentlichen manuellen Kontrolle ein neuer Schneidenabschnitt mit
wenigen Handgriffen in die Schneidposition gebracht werden kann.
[0021] Die Ausführung der Messerpositionierung nach den Ansprüchen 5 bis 9 wird man vor
allem dann wählen, wenn man die Temperatur des Messers auf möglichst niedrigem Niveau
halten will oder muss.
[0022] Bei Verwendung der Schneidenwinkel nach Anspruch 10 gewährleistet man einen sauberen
glatten Schnitt der Fasern der Polgarne und gleichzeitig ein Optimum der Verbindung
der die Schneide bildenden Fülistoffpartikel mit dem Messerkörper. Die Wärmeabführung
ist bei größeren Messerdicken zunehmend günstiger.
[0023] Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
In den zugehörigen Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Gesamtansicht des Messerschlittens mit angehobener Spannplatte
und gelöster Spannschraube,
- Fig. 2
- einen Querschnitt durch einen Messerschlitten mit verstellbarem Aufnahmeteil für das
Messer,
- Fig. 3
- eine Darstellung analog zu Fig. 2, bei der das Messer zusammen mit einem Halteteil
direkt an der Messerschlittenplatte befestigt ist,
- Fig. 4 bis Fig. 7
- einige Messervarianten, die auf unterschiedliche Weise nacheinander die Positionierung
mehrerer Schneidenabschnitte des Messers in der aktuellen Schneidposition ermöglichen,
- Fig. 8
- eine leicht vergrößerte Darstellung der Messerpositionierung in der Ausführung nach
Fig. 7,
- Fig. 9 und Fig. 10
- Beispiele für die unterschiedliche Gestaltung von Schneidenabschnitten eines Messers,
- Figuren 11a, b, c
- unterschiedliche Anordnungen einer Hartmetallschneide am Messer,
- Fig. 12
- eine Ansicht eines Messerschlittens mit rotierendem Messer,
- Fig. 13
- eine vergrößerte Schnittdarstellung der Messerlagerung am Messerschlitten gemäß Fig.
12,
- Fig. 14
- eine Ansicht analog Fig. 12 mit einem Klinkenantrieb und
- Fig. 15
- eine Draufsicht zu Fig. 14 im Bereich des Klinkengetriebes:
[0024] Die erfindungsgemäße Schneidvorrichtung wird anhand eines Messerschlittens für eine
Doppelteppichwebmaschine beschrieben.
[0025] Der Messerschlitten 2 wird mittels Zahnriemen 5 quer zur Arbeitsrichtung der Webmaschine
in regelmäßig wechselnden Richtungen hin und her bewegt. Er gleitet mit seinen Führungen
21 auf der in Fig. 2 angedeuteten Führungsschiene 3. Der Zahnriemen 5 erhält seine
Antriebsbewegung von einem gesteuerten Servomotor. Der Messerschlitten 2 ist mit einer
Kupplung 22 lösbar mit dem Zahnriemen 5 verbunden.
[0026] An der Unterseite der Schlittenplatte 20 kann im mittleren Bereich ein Aufnahmeteil
23 angeordnet sein, welches das Messer 4 trägt. Dieses Aufnahmeteil 23 wird an der
Schlittenplatte 20 quer zur Bewegungsrichtung des Messerschlittens 2 formschlüssig
geführt und wird mittels Schraubverbindung 231 an der Schlittenplatte 20 fixiert,
nachdem es exakt auf die richtige Schneidposition des Messers 4 eingestellt wurde.
[0027] An der Oberseite des freien Endes des Aufnahmeteiles 23 befindet sich ein zapfenförmiges
Positionierungselement 232, das im vorliegenden Fall eine etwa sechseckige Grundform
hat, deren Übergänge bogenförmig ausgestaltet sind. Innerhalb dieses Positionierungselementes
232 befindet sich eine Gewindebohrung, in die die Spannschraube 25, welche die Spannplatte
251 auf das Messer presst, eingeschraubt wird. Das in Fig. 1 gezeigte Messer 4 hat
eine kreisrunde Form (401) im Schneidenbereich. Im Zentrum des Messers 4 ist eine
Fixieröffnung 41 vorgesehen, die formschlüssig auf das sechseckige Positionierelement
232 aufsteckbar ist. Zwischen der Fixieröffnung 41 und dem Umfang des Positionierungselementes
232 kann in einem für den Formschluss unbedeutenden Bereich ein Freiraum vorgesehen
sein, in den Mittel zum Abheben des Messers eingeführt werden können.
[0028] An dem Messer 4 können in den einzelnen Winkelbereichen, die je einem Schneidenbereich
401 zugeordnet sind, Ziffern oder andere Zeichen aufgebracht sein, die die jeweilige
Winkelposition kennzeichnen.
[0029] Der regelmäßige Aufbau des Positionierungsetementes 232 lässt es zu, dass das Messer
in sechs verschiedenen Positionen formschlüssig aufgesteckt werden kann, so dass sechs
verschiedene Schneidenabschnitte 401 nacheinander geregelt zum Einsatz kommen können.
[0030] Das Messer besteht mindestens im Schneidenbereich aus einem Hartmetallwerkstoff oder
einem Keramikwerkstoff, der als Füllstoff sehr feine, pulverförmige und harte Partikel
besitzt. Es ist auch möglich, den Schneiden bereich des Messers 4 aus einem sog. Teilchenverbundwerkstoff
herzustellen. Wichtig ist, dass die Füllstoffpartikel eine ausreichende Härte besitzen
und so klein sind, dass die Schneidkante des Messers 4 sehr scharfkantig ausgebildet
werden kann. Die besten Ergebnisse wurden mit Füllstoffpartikeln aus Carbiden, Nitriden,
Carbonitriden oder aus reinem Kohlenstoff erreicht. Das verwendete Bindemittel metallischer
oder synthetischer Art soll bei der sich einstellenden Schneidentemperatur die Partikel
des Füllstoffes auch im schmalen Schneidenbereich noch mit Sicherheit am Verbund halten.
[0031] Bei einer sich einstellenden Schneidentemperatur um etwa 90 °C sollte man eine zuverlässige
Stabilität des Bindemittels bei mindestens 120 °C, vorzugsweise jedoch ab 150°C gewährleisten.
Günstig ist, wenn die Stabilität auch noch bei höheren Temperaturen gewährleistet
werden kann. Das ist regelmäßig der Fall, wenn als Bindemittel Metalle verwendet werden.
[0032] Die Partikel der Füllstoffe im Schneidenbereich werden sofort nach Einsatzbeginn
durch die vorbei gleitenden Fasern vom Bindemittel befreit und wirken mit ihrer harten
und kantigen Oberfläche unmittelbar auf die zu trennenden Fasern der dargebotenen
Florschicht ein.
[0033] Der Schneidenwinkel γ muss dabei im Gegensatz zu dem der Stahlmesser deutlich größer
gewählt werden. Die am Schneidvorgang beteiligten Partikel des Füllstoffes müssen
in einem größeren Winkelbereich mittels Bindemittel zuverlässig und sicher am Messerkörper
gehalten werden.
[0034] In Fig. 2 ist nochmals der in Fig. 1 gezeigte Messerschlitten als Schnitt in einem
etwas abgewandelten Aufbau dargestellt. Hier ist das Aufnahmeteil 23 in seinem Verbindungsabschnitt
nach oben abgekröpft und wird mit seinem Befestigungsabschnitt auf der Oberseite der
Schlittenplatte 20 geführt und mittels Schrauben 231 verspannt.
[0035] Das Positionierungselement 232 befindet sich am vorderen Ende des Aufnahmeteiles
23 und ragt von unten in die Fixieröffnung 41 des eingesetzten Messers 4. Eine Spannschraube
25 presst die Spannplatte 251 auf das Messer 4.
[0036] Mit dem einstellbaren Aufnahmeteil 23 wird die genaue Schneidposition der Messerspitze
zwischen dem geführten Doppelflorgewebe 1 eingestellt. Diese Position ist deshalb
von großer Bedeutung, weil an der Stelle, wo das Messer 4 mit seiner Spitze die Fasern
berührt, durch die beiden Florgewebe 11, 12 ein bestimmter Zug auf die Fasern ausgeübt
wird, der den Trennvorgang unterstützt.
[0037] Die Position lässt sich am einfachsten in der Maschine selbst ermitteln und dann
für einen langen Zeitraum durch die Befestigungsschrauben 231 fixieren. Es ist natürlich
auch möglich, diese Position durch einstellbare Führungsplatten des Messerschlittens
2 zu definieren. Eine solche Einstellung ist jedoch regelmäßig wesentlich komplizierter
zu handhaben.
[0038] Eine der Fig. 2 ähnliche Gestaltung des Messerschlittens 2' ist in Fig. 3 gezeigt.
Hier wird auf eine nachträgliche Einstellung der Schneidposition des Messers 4 am
Messerschlitten 2 verzichtet. Das Messer 4 wird hier unmittelbar mit der Schlittenplatte
20' verspannt.
[0039] In den Figuren 4 bis 7 sind Messer 4 mit unterschiedlichen Formen der Positionierungselemente
und entsprechenden Formen der Fixieröffnung 41 des Messers 4 dargestellt.
[0040] Fig. 4 zeigt ein rundes Messer 4, das sechs Schneidenabschnitte 401 mit gleichbleibendem
Radius R besitzt. Die Schneidenabschnitte 401 sind zueinender um einem Winkel α von
60° versetzt. Das Positionierungselement 232 und die Fixieröffnung 41 haben - wie
in Fig. 1 bereits beschrieben - jeweils eine sechseckige Grundform, wobei die Übergänge
zwischen den äußeren/inneren Planflächen bogenförmig gestaltet sind. Diese bogenförmigen
Übergänge reduzieren die Kerbwirkungen im relativ spröden Messerkörper.
[0041] In Fig. 5 ist ein Messer gezeigt, das eine überwiegend ringförmige Fixieröffnung
415 mit einer Nase 4151 besitzt. Das Positionierungselement 242 besteht aus sechs
ringförmig angeordneten Zentrierstiften. Die Nase 4151 ist jeweils zwischen zwei einander
benachbarte Zentrierstifte formschlüssig einfügbar, so dass das Messer 4 in sechs
verschiedenen Positionen a, b, c, d, e, f eingesetzt und fixiert werden kann.
[0042] Damit zuverlässig gesichert wird, dass sich die wirksamen Schneidenabschnitte 401
nach einem Umstellvorgang nicht überlappen und bereits benutzte Schneidenbereiche
erneut zum Einsatz kommen, ist es u. U. zweckmäßig, einen Trennwinkel 404 zwischen
zwei Schneidenabschn itten 401 vorzusehen.
[0043] Eine weitere Gestaltungsform zeigt Fig. 6. Dieses Messer 4 hat drei Schneidenabschnitte
401', die sich jeweils über etwa 110° erstrecken. Der Rastwinkel α beträgt hier 120°.
Der Trennwinkel 404 ist mit etwa 10° gewählt. Die Positionierungselemente 232' und
die Fixieröffnung 416 haben die annähernd gleiche dreieckige Form und sind formschlüssig
ineinanderfügbar.
[0044] Eine weitere Variante, die es erlaubt, das Messer 4 in unterschiedlichen Winkelpositionen
zu fixieren, zeigt Fig. 7. Die Schlittenplatte 20 oder das Aufnahmeteil 23 besitzen
im Spannbereich des Messers 4 in entsprechenden Winkelabständen (Winkel α) Rastkerben
243. In diese Rastkerben 243 kann ein einzelner am Messer 4 ausgeformter Keil 4171,
der sich an einer Stirnseite des Messers 4 befindet (Vgl. Fig. 8), eingebracht werden.
Die zuverlässige radiale Führung des Messers 4 kann bei dieser Ausführung durch einen
zylindrischen Schaft 250 der Spannschraube 25 gewährleistet werden (vgl. auch hierzu
Fig. 8).
[0045] In den Figuren 1 bis 7 werden Messer gezeigt, die kreisförmig angeordnete Schneidenabschnitte
mit einem Radius r = R besitzen. Der Radius R entspricht dem Radius des Messers 4.
[0046] Die Erfahrung zeigt jedoch, dass es zweckmäßig sein kann, die Geometrie der Schneiden
innerhalb eines Schneidbereiches zu optimieren. Zwei dieser möglichen Schneidenformen
sind in den Figuren 9 und 10 dargestellt.
[0047] Die Schneidenabschnitte 402 sind in Fig. 9 zwischen den Rastwinkeln α konvex bogenförmig
gestaltet. Der wirksame Radius r ist deutlich kleiner als der Radius R der durchschnittlichen
Schneidenkreisbahn R. Die Schneidenabschnitte 402 sind jeweils zu einer radialen Symmetrieachse
S symmetrisch ausgebildet, so dass in beiden Bewegungsrichtungen des Messerschlittens
2 übereinstimmende Schneidbedingungen wirksam sind.
[0048] In Fig. 10 wird eine prismatische Schneidengestaltung der Schneidenabschnitte 403
im Bereich der Schneidenkreisbahn (Radius R) bevorzugt. Die Schneidenabschnitte 403
sind stumpfwinklig ausgebildet, wobei in der Arbeitsposition die Symmetrieachse S
und damit die Spitze des Schneidenabschnittes 403 am weitesten in das Gewebe 1 hineinragt.
[0049] Die Figuren 11a, 11b, 11c zeigen unterschiedliche Formen zur Positionierung des Schneidenteiles
aus Hartmetall, aus Keramik oder aus einem Teilchenverbundwerkstoff im Schneidenbereich
auf.
[0050] In Fig. 11a besteht das Messer 4 ausschließlich aus einem Schneidenteil 43, das z.
B. aus Hartmetall besteht.
[0051] In Fig. 11b ist ein sog. Fixierring 42 im Zentrum des Messers 4 aus einem metallischen
Werkstoff oder dgl. vorgesehen. Dieser metallische Werkstoff bildet das Profil der
Fixieröffnung 41. Im äußeren Schneidenbereich ist durch einen Pressvorgang in Form
eines ringförmigen Schneidenteiles 431 das Hartmetall angefügt, das schließlich die
Spitze der Schneide 40 ausbildet.
[0052] In der Ausführung nach Fig. 11c besteht der komplette Messerkörper 421 aus einem
metallischen Werkstoff. Das die Schneide ausbildende Hartmetall oder dgl. bildet nur
einen Schneidenteil 432 in Form eines Überzuges.
[0053] Eine weitere abgewandelte Ausführungsform eines Messerschlittens 2" ist in Fig. 12
dargestellt. Die Lagerung des Messers 4' ist in Fig. 13 als vergrößerte Schnittdarstellung
zu sehen.
[0054] Der Messerschlitten 2" bewegt sich in üblicher Weise auf der Führungsschiene 3 parallel
zur Trennkante des Doppelflorgewebes 1. Anstelle des Positionierungselementes 232
im Bereich der Schwenkachse 260 ist an der Schlittenplatte 20 ein nach oben gerichteter
Zapfen 26 mittels Schweiß- oder Klebeverbindung befestigt. Das Messer 4' ist - ähnlich
wie in Fig. 11b beschrieben - in wesentlichen Bereichen in einem Fixierring 42' gehalten,
so dass auf den Hartmetall-Werkstoff des Messers, der relativ spröde ist, keine Biege-
oder Druckspannungen ausgeübt werden. Der Fixierring 42' ist auf eine hülsenförmige
Messerführung 7 aufgesteckt, die an ihrem unteren freien Ende einen Bund aufweist.
Am gegenüberliegenden Ende besitzt diese Messerführung 7 ein Gewinde. Auf dieses Gewinde
ist eine Zahnriemenscheibe 71 aufgeschraubt, die das Messer 4' auf der Messerführung
7 axial spannt.
[0055] Ein am oberen Ende ausgebildeter zentraler Nocken wird von einem elastischen Teil
des Messerschlittens 2", einer sog Haltefeder 27 gegen die Einspannstelle des Zapfens
26 gedrückt. Eine vertikale Bewegung des Messers 4' wird dadurch verhindert.
[0056] Auf dem Messerschlitten 2" ist im hinteren Bereich ein Schritt- oder Servomotor 6
angeordnet, der über nicht gezeigte Kontaktschienen im Bereich der Führungsschiene
3 mit Energie versorgt wird und von einer zentralen Steuervorrichtung nach einem vorgegebenen
Programm entsprechende Antriebsbewegungen erhält und ausführt.
[0057] Seine Antriebsbewegungen werden an seiner Achse 60 über seine Zahnriemenscheibe 73,
den Zahnriemen 72 und die Zahnriemenscheibe 71 an der Messerführung 7 auf das Messer
4 oder 4' übertragen.
[0058] Der Schrittmotor 6 kann eine kontinuierliche Drehbewegung mit sehr niedriger Drehzahl
ausführen, so dass die Spitze des Messers 4' bzw. die Schneidenabschnitte 401 am Umfang
des Messers ständig ihre Position zum Gewebe verändern. Erwärmte Schneidkanten des
Messers 4' werden permanent aus dem Gewebe herausbewegt und einem kühlenden Luftstrom
ausgesetzt, während abgekühlte Schneidenabschnitte wieder in die Schneidposition gelangen.
[0059] Zur Sicherung einer stets einheitlichen Schneidcharakteristik ist es in diesem Falle
zweckmäßig, die Drehrichtung des Messers 4' der Bewegungsrichtung des Messerschlittens
2" anzupassen, so dass die Relativgeschwindigkeit der Messerschneide gegenüber den
zu trennenden Fasern stets eine gleiche, absolute und relative Größe hat.
[0060] Natürlich ist es auch möglich, mit dem Schrittmotor 6 eine andere Art der Messerbewegung
zu realisieren. So kann es zweckmäßig sein, die Schneidenabschnitte 401 in regelmäßigen
Abständen, z. B. nach einem oder nach zehn Messerhüben, im Bereich außerhalb des Gewebes
1 zu wechseln.
[0061] Es ist möglich die Größe der Verstellschritte des Messers 4' mehr oder weniger nach
dem Zufallsprinzip unterschiedlich zu wählen. Das schlagartige Auftreffen von Fasern
unter einem größeren spitzen Winkel auf die Messerschneide, was zu einem größeren
oder schnelleren Herauslösen einzelner Partikel an der Schneide führt, wird dadurch
auf größere Bereiche der Messerschneide am Umfang des Messers verteilt.
[0062] Eine weitere Form der Messerverstellung ist in den Figuren 14 und 15 dargestellt.
Hier dient der Fortschaltung des Messers 4 oder 4' ein Klinkenantrieb. Der auf einer
Achse 60 des Messerschlittens 2"' frei bewegliche Klinkenhebel 65 besitzt an seinem
freien Ende eine vergrößerte Masse 653 und eine durch eine Feder 652 gehaltene Klinke
651. Die Klinke 651 dient der Fortschaltung des Klinkenrades 66. Der Klinkenhebel
65 ist zwischen zwei mit dämpfendem Belag versehenen Anschlägen 28, 28' auf der Schlittenplatte
20 (23) unter der Wirkung der in wechselnden Richtungen wirksamen Beschleunigungskräfte
auf die Masse 653 des Klinkenhebels 65 bei der Schlittenumkehr derart beweglich, dass
er in einer Endlage das Klinkenrad 66 fortschaltet und in der anderen Endlage in seine
Ausgangsposition zurückkehrt. Das Klinkenrad 66 ist drehstarr mit dem Antriebsrad
73 des Zahnriemens 72 verbunden und dreht über die Riemenscheibe 71 das Messer 4 oder
4' um einen Betrag weiter, so dass nach jedem Doppelhub des Messerschlittens 2"' ein
neuer Bereich der Schneide des Messers 4' in die Schneidposition gelangt.
[0063] Durch die Haltefeder 27 wird das Messer 4' mit seiner Messerführung 7 auf die Führungsfläche
der Schlittenplatte 20 oder des Aufnahmeteiles 23 gepresst und somit während des Schlittenhubes
weitgehend sicher fixiert.
[0064] Neben der Massenträgheit des Klinkenhebels 65 kann man zur Weiterschaltung des Klinkenrades
66 auch andere bekannte Mechanismen verwenden. Solche Mechanismen könnten Magnete
sein, die die Bahn des Messerschlittens tangieren. Möglich sind auch gestellfeste
Kulissenführungen für einen Arm des Klinkenhebels im Wendebereich des Messerschlittens
2"'.
[0065] Mit dieser Art der intermittierenden Fortschaltung der Messer 4' erreicht man einerseits,
dass sich die Messerschneide nur kurzzeitig in der erhitzenden Schneidposition befindet,
so dass sich die Temperatur der Messerschneide auf einem niedrigen Niveau einstellt.
Zum Anderen werden immer wieder neue Schneidenbereiche in die Schneidposition verbracht.
Die Gesamtlebensdauer dieses Messers 4' wird sehr hoch oder praktisch unbegrenzt.
[0066] Die Messerschneide von Hartmetallmessern ist bei Bedarf außerhalb der Maschine nachschleifbar,
so dass man nach längerem Gebrauch neue Partikel im Schneidwerkstoff aktivieren kann.
Bewährt hat sich das radiale Bewegen der Schleifwerkzeuge im Bereich der Schneiden.
Bezugszeichenliste
[0067]
- 1
- Doppelflorgewebe
- 11, 12
- Florgewebe
- 2,
- Messerschnitten (allgemein)
- 2', 2", 2"'
- Messerschlitten
- 20, 20'
- Schlittenplatte
- 21
- Führungselemente
- 22
- Kupplung
- 23
- Aufnahmeteil
- 231
- Schraubverbindung (einstellbar)
- 232, 232'
- Positionierungselement (an Aufnahmeteil)
- 24
- Positionierungselement (an Schlittenplatte)
- 241
- Sechskant
- 242
- Zapfengruppe
- 243
- Rastnuten
- 25
- Spannschraube
- 250
- - Schaft
- 251, 251'
- Spannplatte
- 26
- Führungszapfen
- 260
- Achse
- 27
- Haltefeder
- 28, 28'
- Anschlag
- 3
- Führungsschiene
- 4
- Messer (allgemein)
- 4'
- Messer (in Fixierring eingesetzte Hartmetallschneide)
- 4"
- Messer (harmetallbeschichtet)
- 40
- Schneide (allgemein)
- 401
- Schneidenabschnitt, Teil der Kreisform
- 402
- Schneidenabschnitt, bogenförmig (r < R)
- 403
- Schneidenabschnitt, prismatisch
- 404
- Trennbereich
- 41
- Fixieröffnung (allgemein)
- 414
- - Sechskant
- 415
- - Bohrung
- 4151
- - - Nase
- 417
- - Bohrung
- 4171
- - - Nase
- 42, 42'
- Fixierring
- 421
- Fixierring als Messergrundkörper
- 43
- Schneidenteil
- 431
- Schneidenteil, verbunden mit Fixierring
- 432
- Schneidenteil, aufgetragen auf Grundkörper
- 5
- Zahnriemen
- 6
- Schrittmotor / Servomotor
- 60
- Achse
- 65
- Klinkenhebel
- 651
- Klinke
- 652
- Feder
- 653
- Masse
- 66
- Klinkenrad
- 7
- Messerführung
- 71
- Zahnriemenscheibe
- 72
- Zahnriemen
- 73
- Zahnriemenscheibe
- a, b, c, d, e,
- f Winkelpositionen (allgemein)
- a6, b6, c6
- Winkelpositionen (Fig. 6)
- R
- Radius der Schneidenkreisbahn
- S
- Symmetrieachsen
- r
- Radius eines Schneidenabschnittes
- α
- Rastwinkel / Winkel (Abstand zweier Winkelpositionen)
- γ
- Schneidenwinkel
1. Schneidvorrichtung für das Trennen von Doppelflorgewebe an einer Doppelflorwebmaschine,
bestehend
aus einem quer zur Kettrichtung in der Trennebene, entlang einer Führungsschiene (3)
bewegbaren Messerschlitten (2) und
aus einem am Messerschlitten (2) positionierbaren Messer (4),
wobei das Messer (4)
am Messerschlitten (2) um eine vertikale Schwenkachse (260) verstellbar gelagert ist,
an seinem Umfang mit mehreren zu radialen Symmetrieachsen (S) symmetrischen Schneidenabschnitten
(401, 402, 403), die im gleichen Abstand von der Schwenkachse (260) angeordnet sind,
versehen ist und
mit Schneidenwinkeln (γ) zwischen 10° und 60° ausgestattet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß das mindestens im Bereich der Schneiden (40)
aus Hartmetall oder
aus einem keramischen Werkstoff oder
aus einem Teilchenverbundwerkstoff
mit in einen, bei einer Temperatur von über 150 °C stabilen Werkstoff eingebetteten
Füllstoffpartikeln
aus Carbiden, aus Nitriden, aus Carbonitriden oder aus reinem Kohlenstoff besteht.
2. Schneidvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Schneidenabschnitte (402, 403) zur jeweiligen Symmetrieachse (S) konvex bogenförmig
oder stumpfwinkelig ausgebildet sind.
3. Schneidvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die bogenförmigen Schneidenabschnitte (402) des Messers (4) zu einer kreisförmigen
Schneide (401) mit einheitlichem Radius (r = R) vereinigt sind.
4. Schneidvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass dem Messer (4) am Messerschlitten (2) Positionierungselemente (232; 232'; 242; 243)
nach dem Vielkeilprinzip derart zugeordnet sind, dass wahlweise jeder der Schneiden
abschnitte 402, 403) in der Schneidposition positionierbar und mit dem Messerschlitten
(2) oder dem Aufnahmeteil (23) verspannbar ist.
5. Schneidvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass dem Messer (4) am Messerschlitten (2) zur Ausbildung der Schwenkachse (260) ein vertikaler
Zapfen (26) zugeordnet ist und
dass am Messerschlitten (2") zur Aktivierung eines anderen Schneidenabschnittes (401,
402, 403) Mittel zum Verstellen des Messers (4), z. B. einen Servo- oder Schrittmotor
6 oder einen Klinkenantrieb 65, 66, vorgesehen sind.
6. Schneidvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass für den Antrieb des Messers (4) ein Klinkenantrieb (65, 66) vorgesehen ist, dessen
Antriebsenergie von der Bewegung des Messerschlittens (2) abgeleitet ist.
7. Schneidvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass für den gesteuerten Antrieb des Messers (4) ein elektromechanisches Stellglied, z.
B. einen Schrittmotor 6, am Messerschlitten (2) vorgesehen ist und
dass die kontinuierliche oder intermittierende rotierende Antriebsbewegung mittels Zahnriemen
(72) auf das um den Zapfen (26) bewegbare Messer (4) übertragen wird.
8. Schneidvorrichtung nach Anspruch 1 und einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet,
dass dem Antrieb (6) des Messers (4) Mittel zu seiner programmgemäßen Aktivierung zugeordnet
sind.
9. Schneidvorrichtung nach Anspruch 1, 3 und 7, dadurch gekennzeichnet,
dass dem Schrittmotor (6) Mittel zur Steuerung einer nahezu kontinuierlichen Drehbewegung
und Mittel zur Steuerung der Richtungsumkehr in Abhängigkeit vom Richtungswechsel
des Messerschlittens zugeordnet sind.
10. Schneidvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass der Schneidenwinkel (γ) zwischen 20° und 35° gewählt ist.
1. A cutting device for separating double-pile fabric on a double-pile loom, consisting
of
a cutter slider (2) movable transversely to the warp direction in the separating plane
along a guide rail (3), and
a cutter (4) which can be positioned on the cutter slider (2),
the cutter (4) being
adjustably mounted about a vertical pivot axis (260) on the cutter slider (2),
provided on its periphery with a plurality of cutting edge sections (401, 402, 403)
symmetrical to radial axes of symmetry (S), which sections are arranged at the same
distance from the pivot axis (260), and
equipped with cutting angles (γ) of between 10° and 60°,
characterised in that
the [cutter], at least in the region of the cutting edges (40), is made
of hard metal or
of a ceramic material or
of a particle composite material
having filler particles embedded in a material which is stable at a temperature of
above 150°C
made of carbides, nitrides, carbonitrides or pure carbon.
2. A cutting device according to Claim 1, characterised in that the cutting edge sections (402, 403) are formed in a convex arcuate shape or in an
obtuse-angled shape relative to the respective axis of symmetry (S).
3. A cutting device according to Claim 1, characterised in that the arcuate cutting edge sections (402) of the cutter (4) are combined to form a
circular cutting edge (401) with a uniform radius (r = R).
4. A cutting device according to Claim 1, characterised in that positioning elements (232; 232'; 242; 243) are associated with the cutter (4) on
the cutter slider (2) in accordance with the multiple-spline principle such that as
desired each of the cutting edge sections (402, 403) can be positioned in the cutting
position and can be braced against the cutter slider (2) or the holding part (23).
5. A cutting device according to Claim 1, characterised in that
a vertical journal (26) is associated with the cutter (4) on the cutter slider (2)
to form the pivot axis (260), and
means for adjusting the cutter (4), e.g. a servomotor or stepper motor 6 or a pawl
mechanism 65, 66, are provided on the cutter slider (2") for activating another cutting
edge section (401, 402, 403).
6. A cutting device according to Claim 1, characterised in that a pawl mechanism (65, 66), the drive energy of which is derived from the movement
of the cutter slider (2), is provided for driving the cutter (4).
7. A cutting device according to Claim 1, characterised in that
an electromagnetic actuating element, e.g. a stepper motor 6, is provided on the cutter
slider (2) for controlled driving of the cutter (4), and
that the continuous or intermittent rotating drive movement is transmitted by means
of toothed belts (72) to the cutter (4) which is movable around the journal (26).
8. A cutting device according to Claim 1 and one of Claims 5 or 6, characterised in that means for activating the drive (6) of the cutter (4) as programmed are associated
therewith.
9. A cutting device according to Claim 1, 3 and 7, characterised in that means for controlling a virtually continuous rotary movement and means for controlling
the reversal of direction according to the change of direction of the cutter slider
are associated with the stepper motor (6).
10. A cutting device according to Claim 1, characterised in that the cutting angle (γ) is selected to be between 20° and 35°.
1. Dispositif de coupe pour séparer des tissus doubles à poils sur une machine à tisser
double poil, composé de
un coulisseau (2) mobile perpendiculairement à la direction de la chaîne dans le plan
de coupe, le long d'un rail de guidage (3) et
un couteau (4) pouvant être positionné au niveau du coulisseau (2),
dans lequel le couteau (4)
est logé au niveau du coulisseau (2) de façon réglable autour d'un axe de pivotement
vertical (260),
est muni au niveau de sa périphérie de plusieurs segments de coupe (401, 402, 403)
symétriques par rapport à l'axe de symétrie radial (S) et qui sont disposés selon
le même écart à l'axe de pivotement (260), et
est équipé d'angles de coupe (γ) entre 10° et 60°,
caractérisé en ce qu'il se compose
au moins dans la zone de coupe (40)
de métal dur ou
d'un matériau céramique ou
d'un composite de particules
présentant des particules de matière de charge, incorporées dans un matériau stable
à une température supérieure à 150 °C,
de carbures, nitrures, carbonitrures ou de carbone pur.
2. Dispositif de coupe selon la revendication 1, caractérisé
en ce que les segments de coupe (402, 403) sont exécutés par rapport à l'axe de symétrie respectif
(S) en forme d'arc convexe ou présentant un angle obtus.
3. Dispositif de coupe selon la revendication 1, caractérisé
en ce que les segments de coupe (402) en forme d'arc du couteau (4) sont réunis en une lame
(401) de forme circulaire présentant un rayon uniforme (r = R).
4. Dispositif de coupe selon la revendication 1, caractérisé
en ce qu'au couteau (4) sont coordonnés, au niveau du coulisseau (2), des éléments de positionnement
(232 ; 232' ; 242 ; 243) selon le principe de cannelures de façon à ce que chacun
des segments de coupe (402, 403) puisse être facultativement positionné dans la position
de coupe et être bloqué avec le coulisseau (2) ou la pièce de réception (23).
5. Dispositif de coupe selon la revendication 1, caractérisé
en ce qu'au couteau (4) est coordonné au niveau du coulisseau (2), pour former l'axe de pivotement
(260), un tourillon (26) et
en ce qu'au niveau du coulisseau (2"), pour activer un autre segment de coupe (401, 402, 403),
sont prévus des moyens de réglage du couteau (4), par exemple un servomoteur ou un
moteur pas à pas (6), ou un entraînement à cliquet (65, 66).
6. Dispositif de coupe selon la revendication 1, caractérisé
en ce que pour l'entraînement du couteau (4) est prévu un entraînement à cliquet (65, 66) dont
l'énergie d'entraînement est dérivée du déplacement du coulisseau (2).
7. Dispositif de coupe selon la revendication 1, caractérisé
en ce que, pour l'entraînement commandé du couteau (4), est prévu un organe de réglage électromécanique,
par exemple un moteur pas à pas (6), au niveau du coulisseau (2), et
en ce que le déplacement d'entraînement par rotation, continu ou intermittent, est transmis
au moyen de courroies dentées (72) au couteau (4) mobile autour du tourillon (26).
8. Dispositif de coupe selon la revendication 1 et l'une des revendications 5 ou 6, caractérisé
en ce qu'à l'entraînement (6) du couteau (4) sont coordonnés des moyens permettant son activation
selon un programme.
9. Dispositif de coupe selon la revendication 1, 3 et 7, caractérisé
en ce qu'au moteur pas à pas (6) sont coordonnés des moyens permettant de commander un déplacement
de rotation presque continu et des moyens permettant de commander l'inversion du sens
de direction en fonction du changement de direction du coulisseau.
10. Dispositif de coupe selon la revendication 1, caractérisé
en ce que l'angle de coupe (γ) est sélectionné entre 20° et 35°.