[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Mischer, der wenigstens einen Mischtrog
mit einem Mischraum und einer im Inneren des Mischraums verlaufenden Mischerachse
umfasst, wobei der Mischraum von einer Troginnenfläche umgrenzt ist, welche eine im
Wesentlichen zylindrische Mantelfläche sowie zwei im Wesentlichen ebene Stirnflächen
aufweist. Der Mischer umfasst weiterhin eine längs der Mischerachse angeordnete Mischerwelle,
an der eine Mehrzahl von Mischorganen angebracht ist, wobei diese Mischorgane der
Troginnenfläche jeweils mit einer Abstreifkante benachbart angeordnet sind, wobei
wenigstens einer der Stirnflächen des Mischtrögs ein als Umkehrorgan dienendes Mischorgan
zugeordnet ist, dessen Abstreifkante sich sowohl längs der Mantelfläche als auch längs
dieser Stirnfläche erstreckt, wobei dieses Umkehrorgan einen an der Mischerwelle angebrachten
Mischerarm sowie ein radial äußeres Mischelement und ein daran angrenzendes radial
inneres Mischelement aufweist, welche an dem Mischerarm befestigt sind und zusammen
die Abstreifkante des Mischorgans bilden, wobei sich der Abstreifkantenabschnitt des
radial äußeren Mischelements sowohl längs der Mantelfläche als auch längs der Stirnfläche
erstreckt, während sich der Abstreifkantenabschnitt des radial inneren Mischelements
nur längs der Stirnfläche erstreckt. Die Erfindung betrifft insbesondere einen Doppelwellenmischer,
umfassend zwei Mischer der angegebenen Art, deren Mischräume ineinander übergehen
und so angeordnet sind, dass die beiden Mischerachsen im Wesentlichen parallel zueinander
sind.
[0002] Derartige Mischer können für das Mischen unterschiedlicher Mischgüter, insbesondere
für das Mischen von Baustoffmischungen, wie beispielsweise plastischen Mörtel- oder
Betongemischen, verwendet werden. Die Mischerachse solcher Mischer verläuft im Wesentlichen
horizontal, so dass das Mischgut im Mischraum während des Mischvorgangs längs der
Mischerwelle in horizontaler Richtung befördert wird. Der Mischraum wird üblicherweise
von einer im Wesentlichen zylindrischen Mischtroginnenfläche umgrenzt, d.h. die Troginnenfläche
verläuft konzentrisch zur Mischerachse, wobei im Normalfall der Umfang der Troginnenfläche
bei jeder axialen Position der Mischerwelle gleich ist. Die beiden Stirnflächen an
der Vorder- und Rückseite der Troginnenfläche sind gewöhnlich eben ausgebildet. Für
eine detaillierte Beschreibung des Aufbaus solcher Mischer sei z.B. auf die EP 0 229
328 A1 des Anmelders verwiesen.
[0003] Die Mischerwelle ist an den beiden Stirnflächen des Mischtrogs drehbar gelagert und
wird durch einen in der Regel außerhalb des Mischtrogs angeordneten Antrieb in Drehung
versetzt. An der Mischerwelle sind in vorbestimmten Abständen Mischorgane befestigt,
die gemeinsam mit der Mischerwelle um die Mischerachse umlaufen und jeweils einen
Mischerarm umfassen, an dem ein oder mehrere Mischelemente zur Förderung von Mischgut
in dem Mischraum befestigt sind. Die Mischorgane sind in der Regel schaufelförmig
ausgebildet und gegenüber einer zur Mischerachse parallelen Mantellinie des Mischtrogs
in einem solchen Winkel angestellt, dass das Mischgut eine Bewegung in axialer Richtung
erfährt. Sie weisen wenigstens eine der Troginnenfläche benachbarte Abstreifkante
auf, die zum Aufsammeln von an der Troginnenwand anliegendem Mischgut dient. Der Abstand
dieser Abstreifkante zur Troginnenfläche soll dabei möglichst klein sein, bevorzugt
wird eine Anordnung gewählt, bei der die Abstreifkante an der Troginnenfläche anliegt.
Um Beschädigungen der Troginnenfläche, beispielsweise durch eingeklemmte Mischgutpartikel,
zu verhindern, ist die Abstreifkante bevorzugt aus weicherem Material als die Troginnenfläche
hergestellt, insbesondere aus Kunststoffmaterialien wie Polyurethan, während die Troginnenfläche
üblicherweise aus einem harten Material, beispielsweise Keramik oder gehärtetem Stahl
(Hardox), hergestellt ist.
[0004] Jedes der Mischelemente eines Mischorgans kann aus einer Mehrzahl von Materialien
aufgebaut sein, z. B. kann ein härterer Kernkörper von einem aus weicherem Material
hergestellten Verschleißkörper umgeben sein, der die Abstreifkante umfasst. Verschiedene
Möglichkeiten der Ausbildung solcher Mischelemente, bzw. Mischorgane sind in der deutschen
Offenlegungsschrift DE 198 56 622 A1 sowie der deutschen Patentanmeldung Nr. 101 15
311.2 der Anmelderin beschrieben, auf die hiermit ausdrücklich verwiesen wird.
[0005] Ein Teil der Mischorgane ist den vorderen und rückseitigen Stirnwänden zugeordnet
und als Umkehrorgan ausgebildet. Durch diese Umkehrorgane wird Mischgut in axialer
Richtung von der jeweiligen zugeordneten Stirnfläche weg transportiert. Sie sind L-förmig
ausgebildet und weisen sowohl eine der zylindrischen Mantelfläche der Troginnenfläche
sowie eine der jeweiligen Stirnfläche der Troginnenfläche zugeordnete Abstreifkante
auf.
[0006] Ein Doppelwellenmischer der genannten Art ist beispielsweise aus der DE 198 56 622
A1 bekannt. In dieser Druckschrift wird ein Doppelwellenmischer dargelegt, bei dem
das Umkehrorgan zwei in radialer Richtung aneinander angrenzende Mischelemente umfasst,
die so am Mischerarm angebracht sind, dass ihre jeweils einander benachbart liegenden
Begrenzungsflächen im Wesentlichen senkrecht zu ihrem jeweiligen Abstreifkantenabschnitt
an der Stirnfläche des Mischtroges stehen. Sowohl das radial innere als auch das radial
äußere Mischelement werden durch entsprechende Befestigungselemente an dem an der
Mischerwelle angebrachten Mischerarm gehalten. Beim Betrieb des Mischers wird durch
das von den Mischorganen im Mischraum bewegte Mischgut eine Kraft auf die Mischelemente
des Umkehrorgangs übertragen, die in axialer Richtung von der Stirnfläche des Mischtrogs
weg gerichtet ist. Da mit zunehmendem radialen Abstand von der Mischerwelle die Geschwindigkeit,
mit der sich der Mischerarm bewegt, zunimmt und außerdem das Mischgut im Mischraum
bevorzugt zu der Mantelfläche des Mischtrogs hin verteilt ist, ist dabei die im Mittel
auf das radial äußere Mischelement einer Umkehrschaufel ausgeübte Kraft stärker als
die entsprechende im Mittel auf das radial innere Mischelement ausgeübte Kraft. Aus
diesem Grunde ist es bei dem Mischer gemäß dem Stand der Technik erforderlich, das
äußere Mischelement dementsprechend aufwendiger am Mischerarm zu befestigen, um eine
Verlagerung des radial äußeren Mischelements, die zu einem vergrößerten Abstand des
stirnflächenseitigen Abstreifkantenabschnitts von der Stirnfläche führt, zu vermeiden.
[0007] Weiterhin tritt bei dem in der DE 198 56 622 A1 dargelegten Umkehrorgan das Problem
auf, dass Mischgut, das sich im Bereich der Mischerwelle an der Stirnfläche des Mischtrogs
befindet, durch die Bewegung des Umkehrorgans im Wesentlichen zwischen den auf der
Mischerwelle aufliegenden Befestigungsabschnitt des Mischerarms an der Mischerwelle
und die in radialer Richtung innere Begrenzungsfläche des am Mischerarm befestigten
radial inneren Mischelements gedrückt wird. Die allmähliche Akkumulation von Mischgut
in diesem Bereich führt dazu, dass das Mischgut in den Bereich der Lager, mittels
derer die Mischerwelle drehbar an der Stirnfläche des Mischtrogs gelagert wird, eindringt
und dadurch diese Lager allmählich blockiert. Weiterhin kann Mischgut auch zwischen
das radial innere Mischelement und den Mischerarm eindringen und so ein Verschleißen
bis hin zu einem Ablösen des radial inneren Mischerelements begünstigen.
[0008] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, den aus dem Stand der Technik
bekannten Mischer bzw. das bekannte Umkehrorgan weiter zu verbessern und einen Mischer,
insbesondere einen Doppelwellenmischer, bzw. ein Umkehrorgan mit erhöhter Standzeit
und verbesserter Verfügbarkeit anzugeben.
[0009] Diese Aufgabe wird bei einem Mischer der eingangs genannten Art dadurch erreicht,
dass sich an das radial äußere Mischelement bei einer mischbetriebsbedingten Verlagerung,
bei welcher sich der Abstand zwischen seinem sich längs der Stirnfläche des Mischtrogs
erstreckenden Abstreifkantenabschnitt und der Stirnfläche des Mischtrogs zu vergrößern
sucht, formschlüssig an dem radial inneren Mischelement abstützt.
[0010] Durch das Mischgut wird auf die Mischelemente eine Verlagerungskraft ausgeübt, die
- ohne eine Befestigung der Mischelemente am Mischerarm - die Mischelemente entlang
ihrer Auflagefläche am Mischerarm von der Stirnwand des Mischtrogs wegbewegen würde.
Die Verlagerungskraft hat somit hauptsächlich eine Komponente in axialer Richtung.
[0011] Die Erfindung trägt der Beobachtung Rechnung, dass die Verlagerungskraft des Mischguts
auf die Befestigung der Mischelemente am Mischerarm wegen der mit zunehmendem radialen
Abstand von der Mischerwelle zunehmenden Geschwindigkeit des Mischerarms und der Verteilung
des Mischguts im Mischtrog mit radialem Abstand von der Mischerwelle zunimmt. Durch
die erfindungsgemäße Ausbildung des radial inneren und des radial äußeren Mischelements
des Umkehrorgans wird erreicht, dass die durch das Mischgut in erhöhtem Maße auf das
radial äußere Mischelement ausgeübte Verlagerungskraft, die zu einer bevorzugten Verlagerungstendenz
des radial äußeren Mischelements von der Stirnfläche weg führt, nicht nur durch die
Befestigung des radial äußeren Mischelements an dem Mischerarm aufgefangen wird, sondern
auch über die formschlüssige Verbindung mit dem radial inneren Mischelement durch
dessen Befestigung mit dem Mischerarm aufgefangen wird.
[0012] Die Formschlussverbindung zwischen dem radial inneren und dem radial äußeren Mischelement
behindert vorzugsweise nur eine von der Stirnwand weg gerichtete Bewegung. Denkbar
ist aber auch eine Formschlussverbindung, bei der jegliche Verschiebung des radial
äußeren Mischelements gegenüber dem radial inneren Mischelement entlang ihrer gemeinsamen
Auflagefläche am Mischerarm unterbunden wird. Dies kann z.B. durch miteinander in
Eingriff stehende Vorsprünge bzw. Ausnehmungen an den aneinander angrenzenden Begrenzungsflächen
des radial inneren und radial äußeren Mischelements, oder auch durch eine Zahnverbindung
oder eine Keilverbindung zwischen diesen realisiert werden.
[0013] Günstig ist es, wenn das radial innere Mischelement bündig an dem radial äußeren
Mischelement anliegt, so dass sich eine glatte Abstreifkante des Mischerorgans ergibt
und idealerweise zusätzlich auch eine über die Begrenzungskanten der Mischelemente
hinweg ebene Vorderseite des Umkehrorgans. Auf diese Weise kann die Vorderseite des
Mischorgans so ausgebildet sein, dass sie insgesamt eine schaufelartige Form zur Förderung
von Mischgut hat. Die Vorderseite des Umkehrorgans soll in diesem Zusammenhang die
bei betriebsgemäßem Umlauf des Umkehrorgans um die Mischerwelle nach vorne weisende
Seite bezeichnen.
[0014] Bevorzugt liegen das radial innere Mischelement und das radial äußere Mischelement
auf der Vorderseite oder/und der Rückseite der Mischelemente mit geradlinigen Begrenzungskanten
aneinander an. Hierbei ist unter der Vorderseite der Mischelemente die bei Drehung
des Mischorgans nach vorne weisende Oberfläche der Mischelemente zu verstehen, und
unter der Rückseite der Mischelemente die bei Drehung des Mischorgans nach hinten
weisende Oberfläche der Mischelemente zu verstehen. Solche geradlinig verlaufenden
Begrenzungskanten sind herstellungstechnisch einfach zu realisieren. Alternativ sind
auch gekrümmte Begrenzungskanten, etwa konkave, d.h. zur Mischerwelle hin gewölbte,
oder konvexe, d.h. von der Mischerwelle weg gewölbte Begrenzungskanten zwischen dem
radial inneren Mischelement und dem radial äußeren Mischelement möglich. Während im
einfachsten Fall von auf der Vorderseite sowie Rückseite der Mischelemente geradlinig
und parallel zueinander verlaufenden Begrenzungskanten und aneinander angrenzenden
Begrenzungsflächen der Mischelemente ohne Ausnehmungen bzw. Vorsprünge die Abstützung
des radial äußeren Mischelements gleichmäßig entlang der Begrenzungskante mit dem
radial inneren Mischelement erfolgt, und damit überall die gleiche Abstützungskraft
ausgeübt wird, erfolgt im Falle von gekrümmten bzw. vorder- und rückseitig nicht parallelen,
geradlinigen Begrenzungskanten zwischen dem radial äußeren Mischelement und dem radial
inneren Mischelement die Abstützung entweder mehr auf der Seite der Abstreifkante
oder mehr auf der der Abstreifkante gegenüberliegenden Seite oder/und entweder mehr
auf der Vorderseite oder mehr auf der Rückseite der Mischelemente. Die Mischelemente
könnten somit in solchen Bereichen, in denen eine stärkere Abstützung erfolgt, besonders
stabil ausgebildet sein.
[0015] Eine weitere Alternative hierzu wäre eine stufenförmige Begrenzungskante zwischen
dem radial äußeren Mischelement und dem radial inneren Mischelement. In diesem Fall
erfolgt die Abstützung hauptsächlich in solchen Bereichen, in denen die Begrenzungskante
im Wesentlichen in radialer Richtung verläuft, in diesen Bereichen könnten beispielsweise
die Mischelemente besonders verstärkt sein. In Bereichen, in denen die Begrenzungskante
im Wesentlichen parallel zur Mischerachse verläuft, findet hingegen fast keine Abstützung
statt, was es gestattet, die Mischelemente in diesen Bereichen aus weicherem Material
herzustellen.
[0016] Weiterhin ist das erfindungsgemäße Umkehrorgan bevorzugt derart ausgebildet, dass
der auf der Vorderseite des radial inneren Mischelements gebildete Winkel zwischen
der Abstreifkante und der am radial äußeren Mischelement anliegenden Begrenzungskante
des radial inneren Mischelements oder/und der auf der Rückseite des radial inneren
Mischelements gebildete Winkel zwischen der der Stirnfläche zugewandten Kante und
der am radial äußeren Mischelement anliegenden Begrenzungskante des radial inneren
Mischelements größer als 90° ist. Für den Fall von geradlinigen Begrenzungskanten
zwischen dem radial äußeren und dem radial inneren Mischelement wird durch diese Bedingung
die formschlüssige Abstützung des radial äußeren Mischelements am radial inneren Mischelement
bei einer von der Stirnseite weg gerichteten Verlagerung des radial äußeren Mischelements
erreicht.
[0017] Die am radial äußeren Mischelement anliegende Begrenzungsfläche des radial inneren
Mischelements und die entsprechende am radial inneren Mischelement anliegende Begrenzungsfläche
des radial äußeren Mischelements können im einfachsten Fall eben sein. Darüber hinaus
sind jedoch auch gestufte, gewölbte oder ausgehöhlte Begrenzungsflächen denkbar. Auch
im Falle von gestuften Begrenzungsflächen können diese so ausgeführt werden, dass
sich das radial äußere Mischelement am radial inneren Mischelement lediglich bei einer
von der Stirnfläche weg gerichteten Verlagerung abstützt, z.B. indem die Stufen parallel
zu den vorderseitigen und rückseitigen Begrenzungskanten verlaufen.
[0018] Eine besonders effektive Abstützung des radial äußeren Mischelements kann erreicht
werden, wenn die am radial äußeren Mischelement anliegende Begrenzungsfläche des radial
inneren Mischelements und die am radial inneren Mischelement anliegende Begrenzungsfläche
des radial äußeren Mischelements einander übergreifen. In diesem Falle kann zum einen
erreicht werden, dass das radial äußere Mischelement durch die formschlüssige Verbindung
mit dem radial inneren Mischelement gegen eine Verlagerung sowohl von der Stirnwand
weg als auch zu der Stirnwand hin gesichert wird. Daneben können die Begrenzungsflächen
auch in einer im Wesentlichen senkrecht zur Vorderseite und Rückseite der Mischelemente
verlaufenden Richtung ineinandergreifen bzw. einander übergreifen. In diesem Fall
bewirkt das Ineinandergreifen bzw. Übergreifen der beiden aneinander anliegenden Begrenzungsflächen,
dass die beiden am Mischerarm angebrachten Mischelemente sich gegenseitig durch die
formschlüssige Verbindung gegen eine Verlagerung in gegenüber dem Mischerarm orthogonaler
Richtung, bei der sich das jeweilige Mischelement vom Mischerarm abzulösen sucht,
gesichert werden. Selbstverständlich ist es auch denkbar, dass nur jeweils eines der
beiden Mischelemente das jeweils andere Mischelement durch ein entsprechendes Übergreifen
seiner Begrenzungsfläche gegen eine solche Verlagerung sichert. Beispielsweise ist
erfindungsgemäß bevorzugt vorgesehen, dass sich die am radial äußeren Mischelement
anliegende Begrenzungsfläche des radial inneren Mischelements von der Vorderseite
der Mischelemente aus betrachtet wenigstens teilweise unter die am radial inneren
Mischelement anliegende Begrenzungsfläche des radial äußeren Mischelements erstreckt.
Hierbei wird ausgenutzt, dass das radial äußere Mischelement wegen der größeren Umlaufgeschwindigkeit
und der im Mittel größeren aufliegenden Mischgutmenge im Mittel stärker gegen den
Mischerarm gedrückt wird als das radial innere Mischelement. Durch die erfindungsgemäß
vorgesehene Ausbildung der Begrenzungsfläche wird somit verhindert, dass sich Mischgutteilchen
in den Bereich der Begrenzungsfläche eindrücken und auf diesem Wege zwischen eines
der Mischelemente und den Mischerarm gelangen können, was zu erhöhtem Verschleiß,
insbesondere zu einer beschleunigten Ablösung des jeweiligen Mischelements führen
würde.
[0019] Eine weitere Verbesserung des erfindungsgemäßen Mischers kann dadurch erreicht werden,
dass am Mischerarm im Bereich der Mischerwelle ein weiteres Dichtungs-Mischelement
angebracht ist, das eine sich längs der Stirnwand erstreckende Abstreifkante aufweist,
die sich - in radiale Richtung projiziert - mindestens zwischen der Mischerachse und
der radial inneren Begrenzungsfläche des radial inneren Mischelements erstreckt, und
die in Umlaufrichtung des Umkehrorgans der durch das radial innere und radial äußere
Mischelement gebildeten Abstreifkante des Umkehrorgans mit der Stirnfläche des Mischtrogs
vorausläuft. Durch den Einsatz des Dichtungs-Mischelements wird bewirkt, dass das
an der Stirnwand anhaftende Mischgut komplett um die Mischerwelle herum auf die Vorderseite
der Mischelemente des umlaufenden Mischorgans geleitet wird. Es kann verhindert werden,
dass Mischgutteilchen, die sich im Bereich der Mischerwelle an der jeweiligen Stirnwand
befinden, durch die Drehung des Mischorgans in den Bereich zwischen der radial inneren
Begrenzungsfläche des radial inneren Mischelements und der Mischerwelle transportiert
werden und sich dort anhäufen. Eine solche Anhäufung hätte zur Folge, dass Mischgutteilchen
in die Lager, mittels derer die Mischerwelle an der Stirnwand des Mischtrogs gelagert
wird, sowie zwischen den Mischerarm und das radial innere Mischelement eindringen
können. Der erstere Fall hätte zur Folge, dass die Drehbarkeit der Mischerwelle im
Lager beeinträchtigt wird und das Lager im Extremfall blockiert wird. Der letztere
Fall könnte dazu führen, dass sich das radial innere Mischelement vom Mischerarm allmählich
löst und somit der Verschleiß des Mischelements erhöht wird. Es wird darauf hingewiesen,
dass ein solches Dichtungsmischelement auch dann eine Verbesserung des Umkehrorgans
bewirkt, wenn die Umkehrschaufel im Übrigen konventionell ausgeführt wird.
[0020] Es ist vorgesehen, dass das erfindungsgemäße Umkehrorgan bevorzugt in einem Doppelwellenmischer
eingesetzt wird, bei welchem zwei Mischer der beschriebenen Art so angeordnet sind,
dass ihre Mischräume ineinander übergehen und so angeordnet sind, dass die beiden
Mischerachsen im Wesentlichen parallel zueinander sind.
[0021] Die Erfindung wird im Folgenden an einem Ausführungsbeispiel anhand der beigefügten
Zeichnungen näher erläutert werden. Es stellt dar:
- Fig. 1
- ein Schema eines Doppelwellenmischers, dessen Grundprinzip in der EP 0 241 723 A2
im Einzelnen beschrieben und gezeichnet ist;
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Umkehrorgans für einen Mischer,
wie beispielsweise den in Fig. 1 gezeigten Doppelwellenmischer;
- Fig. 3
- eine weitere perspektivische Ansicht des erfindungsgemäßen Umkehrorgans aus Fig. 2
aus der durch den Pfeil I in Fig. 2 gezeigten Richtung.
[0022] In Fig. 1 ist der Mischtrog eines Doppelwellenmischers mit 10 bezeichnet. An den
Stirnwänden 12 des Mischtrogs 10 sind zwei Mischerwellen 14 gelagert, wobei für eine
dieser Mischerwellen die Achse A-A eingezeichnet ist. Die Mischerwellen 14 sind im
Drehsinn der Drehpfeile 16 durch nicht dargestellte Elektromotoren angetrieben. An
den Mischerwellen 14 sind Mischorgane oder Schaufeln 18 und 20 angeordnet. Die Schaufeln
18 sind als Axialförderschaufeln ausgebildet, welche dem Mischgut Axialbewegungen
in Richtung der Pfeile 22 erteilen. Die Schaufeln 20 sind als konventionelle Umkehrschaufeln
ausgebildet, welche das Mischgut in Richtung der Pfeile 24 quer zur Achse A-A jeweils
vom Bereich einer Mischerwelle 14 in den Bereich der anderen Mischerwelle 14 transportieren.
[0023] Der Mischtrog 10 ist mit glaskeramischen Auskleidungskacheln belegt, welche eine
Troginnenfläche 26 bilden. Die Schaufeln 18 und 20 liegen mit ihren Außenkanten 28
in engem Abstand zur Mischtroginnenfläche 26. Die Außenkanten 28 der Schaufeln 18
schließen mit einer Mantellinie M den Anstellwinkel α ein.
[0024] In Fig. 2 ist in vergrößerter perspektivischer Darstellung eine erfindungsgemäße
Umkehrschaufel 20, die für den in Fig. 1 gezeigten Doppelwellenmischer 10 als stirnflächenseitige
Mischschaufel eingesetzt werden kann, gezeigt. Die Umkehrschaufel 20 weist eine Abstreifkante
32, 34 auf, die sowohl der der Umkehrschaufel 20 zugeordneten Stirnfläche 12 als auch
der Mantelfläche 26 (beide in Fig. 2 nicht gezeigt) benachbart ist. Die Umkehrschaufel
20 weist eine Vorderseite 38 sowie eine Rückseite 40 auf. Unter Vorderseite soll hier
die Seite der Umkehrschaufel 20 verstanden werden, die in Umlaufrichtung 16 der Umkehrschaufel
20 um die Mischerachse A-A vorwärts gewandt ist. Die Rückseite 40 der Umkehrschaufel
20 bezeichnet dementsprechend die gegenüberliegende rückwärts gewandte Seite.
[0025] Die Umkehrschaufel 20 weist einen Mischerarm 42 auf, der, beispielsweise über Schraubverbindungen
76, drehfest mit der Mischerwelle 14 (in Fig. 2 nicht dargestellt) verbunden ist.
An dem Mischerarm 42 sind weiterhin ein radial äußeres Mischelement 44 und ein radial
inneres Mischelement 46 derartig angebracht, dass auf der Vorderseite der Mischelemente
44, 46, d.h. auf der in Umlaufrichtung 16 der Umkehrschaufel 20 vorwärts gewandten
schaufelförmig geformten Seite, die Abstreifkante 32, 34 der Umkehrschaufel ausgebildet
ist. Aus Fig. 2 wird ersichtlich, dass die Abstreifkantenabschnitte 48a, 48b des radial
äußeren Mischelements 44 sowohl der Stirnfläche 12 als auch der Mantelfläche 26 des
Mischtrogs benachbart liegen, während der Abstreifkantenabschnitt 50 des radial inneren
Mischelements 46 lediglich der Stirnwand 12 des Mischtrogs benachbart liegt.
[0026] Die beiden Mischelemente 44, 46 sind mittels langlochartiger Ausnehmungen 70 und
Schrauben 72 am Mischerarm 42 befestigt, so dass sie gemeinsam mit diesem um die Mischerachse
A-A rotieren. Die Mischelemente 44, 46 sind weiterhin so angeordnet, dass ihre jeweiligen
der Stirnwand 12 benachbart liegenden Abstreifkantenabschnitte 50, 48a eine gemeinsame
lineare, der Stirnwand 12 benachbart liegende Abstreifkante 32 der Umkehrschaufel
20 bilden.
[0027] Im montierten Zustand der Umkehrschaufel 20 sind die Mischelemente 44, 46 mit aneinander
anliegenden Begrenzungsflächen auf dem Mischerarm 42 befestigt. Aus Fig. 2 ist ersichtlich,
dass sowohl das radial äußere Mischelement 44 als auch das radial innere Mischelement
46 auf ihrer Vorderseite mit einer geradlinigen Begrenzungskante 52 aneinander anliegen.
Weiterhin ist zu erkennen, dass der auf der Vorderseite 62 des radial inneren Mischelements
46 gebildete Winkel β zwischen der Abstreifkante 50 des radial inneren Mischelements
und der am radial äußeren Mischelement 44 anliegenden Begrenzungskante 52 größer als
90° ist. Durch diese Geometrie der beiden Mischelemente 44, 46 wird erreicht, dass
sich das radial äußere Mischelement 44 bei einer mischbetriebsbedingten Verlagerung,
bei welcher sich der Abstand zwischen seinem sich längs der Stirnfläche 12 des Mischtrogs
erstreckenden Abstreifkantenabschnitt 48a und der Stirnfläche 12 des Mischtrogs zu
vergrößern sucht, formschlüssig an dem radial inneren Mischelement 46 abstützt.
[0028] Fig. 3 zeigt eine weitere perspektivische Ansicht des in Fig. 2 gezeigten Umkehrorgans
20 aus der durch den Pfeil I in Fig. 2 angedeuteten Richtung. In Fig. 3 gezeigte Komponenten,
die solchen in Fig. 2 gezeigten entsprechen, weisen die gleichen Bezugszeichen auf.
Zur Erläuterung ihrer Funktion wird auf die Beschreibung der Fig. 2 verwiesen.
[0029] Fig. 3 kann entnommen werden, dass die Mischelemente 44, 46 mittels durch die in
Fig. 2 gezeigten Langlöcher 70 geführten Schrauben 72 und Muttern 74 befestigt sind.
Für eine detaillierte Beschreibung weiterer Befestigungsmöglichkeiten von Mischelementen
44, 46 an dem Mischerarm 42 sei auf die deutsche Patentanmeldung Nr. 101 15 311.2
der Anmelderin verwiesen.
[0030] Weiterhin ist in Fig. 3 gezeigt, dass sich die am radial äußeren Mischelement 44
anliegende Begrenzungsfläche des radial inneren Mischelements 46, von der Vorderseite
60, 62 der Mischelemente 46, 44 aus gesehen, unter die am radial inneren Mischelement
46 anliegende Begrenzungsfläche des radial äußeren Mischelements 44 erstreckt. Von
der in Fig. 3 eingenommenen Position aus gesehen, ergibt sich somit ein stufenförmiges
Profil der aneinander anliegenden Begrenzungsflächen der beiden Mischelemente 44,
46. Diese Anordnung bewirkt, dass das radial innere Mischelement 46 durch das radial
äußere Mischelement 44 gegenüber einer von der Auflagefläche des Mischelements 46
auf dem Mischerarm 42 weg gerichteten Verlagerung formschlüssig gesichert wird. Da
bei Betrieb des Mischers auf das radial äußere Mischelement 44 eine im Mittel größere
Kraft wirkt, die das Mischelement 44 auf die Auflagefläche des Mischerarms 42 drückt,
als auf das radial innere Mischelement, wird durch diese Anordnung erreicht, dass
die beiden Mischelemente 44, 46 im Bereich ihrer aneinander anliegenden Begrenzungsflächen
aufeinander gepresst werden. Somit wird insbesondere ausgeschlossen, dass beim Betrieb
des Mischers Mischgutteilchen zwischen die beiden Mischelemente 44, 46 eingedrückt
werden und sich allmählich auch zwischen die Mischelemente 44, 46 und deren Auflagefläche
auf dem Mischerarm 42 schieben können, was zu beschleunigtem Verschleiß und Ablösung
der Mischelemente 44, 46 führen würde.
[0031] Vorzugsweise aus Fig. 2 ist zu erkennen, dass am Mischerarm 42 im Bereich der Mischerwelle
14 (in Fig. 2 nicht dargestellt) ein weiteres Dichtungs-Mischelement 80 angebracht
ist. Dieses Dichtungs-Mischelement 80 weist eine sich längs der Stirnwand 12 des Mischtrogs
erstreckende Abstreifkante 82 auf, die sich - in einer Projektion in radialer Richtung
- in etwa zwischen der Mischerachse A-A und der radial inneren Begrenzungsfläche des
radial inneren Mischelements 46 erstreckt. Gleichzeitig ist die Abstreifkante 82 des
Dichtungs-Mischelements 80 so angeordnet, dass sie in Umlaufrichtung 16 der Umkehrschaufel
20 der durch das radial innere 46 und radial äußere 44 Mischelement gebildeten Abstreifkante
32 der Umkehrschaufel 20 mit der Stirnfläche 12 des Mischtrogs vorausläuft. Die Funktion
des Dichtungs-Mischelements 80 ist es hauptsächlich, zu verhindern, dass sich Mischgut,
das sich im Bereich der Mischerwelle 14 an der Stirnwand 12 angesammelt hat, durch
die Bewegung der Umkehrschaufel 20 in den Bereich zwischen der Mischerwelle 14 und
der radial inneren Begrenzung des radial inneren Mischelements 46 gedrückt wird. Eine
Akkumulation von Mischgut in diesem Bereich würde dazu führen, dass Mischgut in die
Drehlager, mittels derer die Mischerwelle 14 an der Stirnwand 12 des Mischtrogs gelagert
wird, eindringt und diese allmählich blockiert, sowie dass das Mischgut zwischen den
Mischerarm 42 und das Mischelement 46 eindringt, was zu Verschleiß und Ablösung des
Mischelements 46 führt.
[0032] Durch die Erfindung wird ein Mischer angegeben, bei dem ein Verschleiß der Mischerwelle
bzw. ihrer Lager und der den Stirnseiten des Mischtrogs zugeordneten Umkehrschaufeln
vermindert werden kann, indem verhindert wird, dass bei Betrieb des Mischers an den
Stirnwänden anhaftendes Mischgut zwischen die Mischelemente und den Mischerarm des
Umkehrorgans eindringen kann bzw. sich zwischen dem Umkehrorgan und der Mischerwelle
akkumuliert.
1. Mischer, umfassend
- wenigstens einen Mischtrog mit einem Mischraum und einer im Inneren des Mischraums
verlaufenden Mischerachse (A-A), wobei der Mischraum von einer Troginnenfläche (12,
26) umgrenzt ist, welche eine im Wesentlichen zylindrische Mantelfläche (26) sowie
zwei im Wesentlichen ebene Stirnflächen (12) aufweist, und
- eine längs der Mischerachse (A-A) angeordnete Mischerwelle (14), an der eine Mehrzahl
von Mischorganen (18, 20) angebracht ist, wobei diese Mischorgane (18, 20) der Troginnenfläche
(12, 26) jeweils mit einer Abstreifkante (32, 34) benachbart angeordnet sind,
wobei wenigstens einer der Stirnflächen (12) des Mischtrogs ein als Umkehrorgan
(20) dienendes Mischorgan zugeordnet ist, dessen Abstreifkante (32, 34) sich sowohl
längs der Mantelfläche (26) als auch längs dieser Stirnfläche (12) erstreckt,
wobei dieses Umkehrorgan (20) einen an der Mischerwelle (14) angebrachten Mischerarm
(42), sowie ein radial äußeres Mischelement (44) und ein daran angrenzendes radial
inneres Mischelement (46) aufweist, welche an dem Mischerarm (42) befestigt sind und
zusammen die Abstreifkante (32, 34) des Umkehrogans (20) bilden, wobei sich der Abstreifkantenabschnitt
(48a, 48b) des radial äußeren Mischelements (44) sowohl längs der Mantelfläche (26)
als auch längs der Stirnfläche (12) erstreckt, während sich der Abstreifkantenabschnitt
(50) des radial inneren Mischelements (46) nur längs der Stirnfläche (12) erstreckt,
dadurch gekennzeichnet, dass sich das radial äußere Mischelement (44) bei einer mischbetriebsbedingten Verlagerung,
bei welcher sich der Abstand zwischen seinem sich längs der Stirnfläche (12) des Mischtrogs
erstreckenden Abstreifkantenabschnitt (48a) und der Stirnfläche (12) des Mischtrogs
zu vergrößern sucht, formschlüssig an dem radial inneren Mischelement (46) abstützt
und dass am Mischerarm (42) im Bereich der Mischerwelle (14) ein weiteres Dichtungs-Mischelement
(80) angebracht ist, das eine sich längs der Stirnwand (12) erstreckende Abstreifkante
(82) aufweist, die sich - in radiale Richtung projiziert - mindestens zwischen der
Mischerachse (A-A) und der radial inneren Begrenzungsfläche des radial inneren Mischelements
(46) erstreckt und die in Umlaufrichtung des Umkehrorgans (20) der durch das radial
innere (46) und radial äußere (44) Mischelement gebildeten Abstreifkante (32) des
Umkehrorgans (20) mit der Stirnfläche (12) des Mischtrogs vorausläuft.
2. Mischer nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das radial innere Mischelement (46) und das radial äußere Mischelement (44) auf ihrer
Vorderseite (60, 62) oder/und Rückseite (64, 66) mit geradlinigen Begrenzungskanten
(52, 54) aneinander anliegen.
3. Mischer nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der auf der Vorderseite (62) oder/und Rückseite (66) des radial inneren Mischelements
(46) gebildete Winkel (β, β') zwischen der Abstreifkante (50) und der am radial äußeren
Mischelement (44) anliegenden Begrenzungskante (52, 54) des radial inneren Mischelements
(46) größer als 90° ist.
4. Mischer nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die am radial äußeren Mischelement (44) anliegende Begrenzungsfläche des radial inneren
Mischelements (46) und die am radial inneren Mischelement (46) anliegende Begrenzungsfläche
des radial äußeren Mischelements (44) eben sind.
5. Mischer nach einem der Ansprüche 1 - 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die am radial äußeren Mischelement (44) anliegende Begrenzungsfläche des radial inneren
Mischelements (46) und die am radial inneren Mischelement (46) anliegende Begrenzungsfläche
des radial äußeren Mischelements (44) abgestuft sind.
6. Mischer nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die am radial äußeren Mischelement (44) anliegende Begrenzungsfläche des radial inneren
Mischelements (46) und die am radial inneren Mischelement (46) anliegende Begrenzungsfläche
des radial äußeren Mischelements (44) einander übergreifen.
7. Mischer nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die am radial äußeren Mischelement (44) anliegende Begrenzungsfläche des radial inneren
Mischelements (46) und die am radial inneren Mischelement (46) anliegende Begrenzungsfläche
des radial äußeren Mischelements (44) in einer im Wesentlichen senkrecht zur Vorderseite
(60, 62) und Rückseite (64, 66) der Mischelemente (44, 46) verlaufenden Richtung einander
übergreifen.
8. Mischer nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich die am radial äußeren Mischelement (44) anliegende Begrenzungsfläche des radial
inneren Mischelements (46) von der Vorderseite (60, 62) der Mischelemente (44, 46)
aus betrachtet wenigstens teilweise unter die am radial inneren Mischelement (46)
anliegende Begrenzungsfläche des radial äußeren Mischelements (44) erstreckt
9. Doppelwellenmischer (10), umfassend:
zwei Mischer nach einem der Ansprüche 1 bis 8, deren Mischräume ineinander übergehen
und so angeordnet sind, dass die beiden Mischerachsen im Wesentlichen parallel zueinander
sind.
1. Mixer, comprising
- at least one mixing trough having a mixing space and a mixer axis (A-A) running
in the interior of the mixing space, the mixing space being defined by a trough internal
surface (12, 26) which has an essentially cylindrical lateral surface (26) and two
essentially flat end faces (12), and
- a mixer shaft (14) which is arranged along the mixer axis (A-A) and to which a plurality
of mixing members (18, 20) are attached, these mixing members (18, 20), in each case
with a wiping edge (32, 34), being arranged adjacent to the trough internal surface
(12, 26),
a mixing member which serves as reversing member (20) being assigned to at least
one of the end faces (12) of the mixing trough, the wiping edge (32, 34) of this mixing
member extending along both the lateral surface (26) and this end face (12),
this reversing member (20) having a mixer arm (42), attached to the mixer shaft (14),
and also a radially outer mixing element (44) and an adjoining radially inner mixing
element (46) which are fastened to the mixer arm (42) and together form the wiping
edge (32, 34) of the reversing member (20), the wiping-edge section (48a, 48b) of
the radially outer mixing element (44) extending along both the lateral surface (26)
and the end face (12), whereas the wiping-edge section (50) of the radially inner
mixing element (46) extends only along the end face (12),
characterized in that the radially outer mixing element (44), in the event of a mixing-operation-related
displacement, during which the distance between its wiping-edge section (48a), extending
along the end face (12) of the mixing trough, and the end face (12) of the mixing
trough attempts to become larger, is supported on the radially inner mixing element
(46) in a positive-locking manner, and
in that a further sealing mixing element (80) is attached to the mixer arm (42) in the region
of the mixer shaft (14), this sealing mixing element (80) having a wiping edge (82)
which extends along the end wall (12) and - projected in the radial direction - at
least between the mixer axis (A- A) and the radially inner boundary surface of the
radially inner mixing element (46) and which, in the revolving direction of the reversing
member (20), runs ahead of the wiping edge (32), formed by the radially inner (46)
and radially outer (44) mixing elements, of the reversing member (20) with the end
face (12) of the mixing trough.
2. The mixer as claimed in claim 1, characterized in that the radially inner mixing element (46) and the radially outer mixing element (44)
bear against one another with rectilinear boundary edges (52, 54) on their front side
(60, 62) or/and rear side (64, 66).
3. The mixer as claimed in claim 1 or 2, characterized in that the angle (β, β') formed on the front side (62) or/and rear side (66) of the radially
inner mixing element (46) between the wiping edge (50) and that boundary edge (52,
54) of the radially inner mixing element (46) which bears against the radially outer
mixing element (44) is greater than 90°.
4. The mixer as claimed in any of the preceding claims, characterized in that that boundary surface of the radially inner mixing element (46) which bears against
the radially outer mixing element (44) and that boundary surface of the radially outer
mixing element (44) which bears against the radially inner mixing element (46) are
flat.
5. The mixer as claimed in any of claims 1 to 3, characterized in that that boundary surface of the radially inner mixing element (46) which bears against
the radially outer mixing element (44) and that boundary surface of the radially outer
mixing element (44) which bears against the radially inner mixing element (46) are
stepped.
6. The mixer as claimed in any of the preceding claims, characterized in that that boundary surface of the radially inner mixing element (46) which bears against
the radially outer mixing element (44) and that boundary surface of the radially outer
mixing element (44) which bears against the radially inner mixing element (46) overlap
one another.
7. The mixer as claimed in claim 6, characterized in that that boundary surface of the radially inner mixing element (46) which bears against
the radially outer mixing element (44) and that boundary surface of the radially outer
mixing element (44) which bears against the radially inner mixing element (46) overlap
one another in a direction running essentially perpendicularly to the front side (60,
62) and rear side (64, 66) of the mixing elements (44, 46).
8. The mixer as claimed in claim 7, characterized in that that boundary surface of the radially inner mixing element (46) which bears against
the radially outer mixing element (44), as viewed from the front side (60, 62) of
the mixing elements (44, 46), extends at least partly below that boundary surface
of the radially outer mixing element (44) which bears against the radially inner mixing
element (46).
9. A double-shaft mixer (10), comprising:
two mixers as claimed in one of claims 1 to 8, the mixing spaces of which merge into
one another and are arranged in such a way that the two mixer axes are essentially
parallel to one another.
1. Mélangeur comportant
- un bac de mélange avec un compartiment de mélange et un axe de mélangeur (A-A) s'étendant
à l'intérieur du compartiment de mélange, le compartiment de mélange étant entouré
par une surface intérieure de bac (12, 26) qui présente une surface d'enveloppe (26)
sensiblement cylindrique ainsi que deux faces frontales (12) sensiblement planes,
et
- un arbre de mélangeur (14) disposé le long de l'axe de mélangeur (A-A) sur lequel
est placée une pluralité d'organes de mélange (18, 20), ces organes de mélange (18,
20) étant disposés au voisinage de la surface intérieure de bac (12, 26) avec chacun
un bord de raclage (32, 34),
dans lequel à au moins une des faces frontales (12) du bac de mélange est associé
un organe de mélange servant d'organe d'inversion (20) dont le bord de raclage (32,
34) s'étend aussi bien le long de la surface d'enveloppe (26) que le long de cette
face frontale (12),
dans lequel cet organe d'inversion (20) comporte un bras de mélangeur (42) placé sur
l'arbre de mélangeur (14), ainsi qu'un élément de mélange (44) radialement extérieur
et un élément de mélange (46) radialement intérieur, adjacent au premier, lesquels
sont fixés au bras de mélangeur (42) et forment ensemble le bord de raclage (32, 34)
de l'organe d'inversion (20), la portion de bord de raclage (48a, 48b) de l'élément
de mélange (44) radialement extérieur s'étendant aussi bien le long de la surface
d'enveloppe (26) que le long de la face frontale (12), tandis que la portion de bord
de raclage (50) de l'élément de mélange (46) radialement intérieur ne s'étend que
le long de la face frontale (12),
caractérisé en ce que dans le cas d'un déplacement dû au fonctionnement du mélangeur, pour lequel la distance
entre sa portion de bord de raclage (48a) s'étendant le long de la face frontale (12)
du bac de mélange, et la face frontale (12) du bac de mélange, tend à augmenter, l'élément
de mélange (44) radialement extérieur prend appui par complémentarité de formes contre
l'élément de mélange (46) radialement intérieur et
en ce que sur le bras de mélangeur (42) est placé, dans la zone de l'arbre de mélangeur (14),
un autre élément de mélange et d'étanchéité (80) qui présente un bord de raclage (82)
s'étendant le long de la paroi frontale (12) et qui - projeté dans la direction radiale
- s'étend au moins entre l'axe de mélangeur (A-A) et la surface de délimitation radialement
intérieure de l'élément de mélange (46) radialement intérieur, et qui précède, dans
le sens de rotation de l'organe d'inversion (20), le bord de raclage (32), formé par
l'élément de mélange radialement intérieur (46) et l'élément de mélange radialement
extérieur (44), de l'organe d'inversion (20) avec la face frontale (12) du bac de
mélange.
2. Mélangeur selon la revendication 1,
caractérisé
en ce que l'élément de mélange radialement intérieur (46) et l'élément de mélange radialement
extérieur (44) s'appliquent l'un contre l'autre sur leur face avant (60, 62) ou/et
face arrière (64, 66) par des bords de délimitation (52, 54) rectilignes.
3. Mélangeur selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé
en ce que l'angle β, β' formé sur la face avant (62) et/ou face arrière (66) de l'élément de
mélange radialement intérieur (46), entre le bord de raclage (50) et le bord de délimitation
(52, 54) s'appliquant contre l'élément de mélange radialement extérieur (44), de l'élément
de mélange radialement intérieur (46), est supérieur à 90°.
4. Mélangeur selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé
en ce que la surface de délimitation, s'appliquant contre l'élément de mélange radialement
extérieur (44), de l'élément de mélange radialement inférieur (46) et la surface de
délimitation, s'appliquant contre l'élément de mélange radialement intérieur (46),
de l'élément de mélange radialement extérieur (44), sont planes.
5. Mélangeur selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé
en ce que la surface de délimitation, s'appliquant contre l'élément de mélange radialement
extérieur (44), de l'élément de mélange radialement intérieur (46) et la surface de
délimitation s'appliquant contre l'élément de mélange radialement intérieur (46),
de l'élément de mélange radialement extérieur (44), sont étagées.
6. Mélangeur selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé
en ce que la surface de délimitation, s'appliquant contre l'élément de mélange radialement
extérieur (44), de l'élément de mélange radialement intérieur (46) et la surface de
délimitation s'appliquant contre l'élément de mélange radialement intérieur (46),
de l'élément de mélange radialement extérieur (44), passent l'une sur l'autre.
7. Mélangeur selon la revendication 6,
caractérisé
en ce que la surface de délimitation, s'appliquant contre l'élément de mélange radialement
extérieur (44), de l'élément de mélange radialement intérieur (46) et la surface de
délimitation s'appliquant contre l'élément de mélange radialement intérieur (46),
de l'élément de mélange radialement extérieur (44), passent l'une sur l'autre dans
la direction sensiblement perpendiculaire à la face avant (60, 62) et la face arrière
(64, 66) des éléments de mélange (44, 46).
8. Mélangeur selon la revendication 7,
caractérisé
en ce que la surface de délimitation, s'appliquant contre l'élément de mélange radialement
extérieur (44), de l'élément de mélange radialement intérieur (46), vue depuis la
face avant (60, 62) des éléments de mélange (44, 46), s'étend au moins en partie sous
la surface de délimitation, s'appliquant contre l'élément de mélange radialement intérieur
(46), de l'élément de mélange radialement extérieur (44).
9. Mélangeur à deux arbres (10) comprenant :
deux mélangeurs selon l'une des revendications 1 à 8 dont les compartiments de mélange
se prolongent l'un l'autre et sont disposés de manière que les deux axes de mélangeur
soient sensiblement parallèles l'un à l'autre.