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EP 1 506 458 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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30.04.2014 Patentblatt 2014/18 |
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Anmeldetag: 12.05.2003 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2003/001526 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2003/100533 (04.12.2003 Gazette 2003/49) |
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STRASSENVERKEHRSTECHNISCHES SYSTEM
STREET TRAFFIC TECHNICAL SYSTEM
SYSTÈME TECHNIQUE DE CIRCULATION DANS LA ROUE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR |
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Priorität: |
23.05.2002 DE 10222853
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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16.02.2005 Patentblatt 2005/07 |
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Patentinhaber: Siemens Aktiengesellschaft |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- KREBS, Tilo
97084 Würzburg (DE)
- LISSEWSKI, Gerd
90599 Dietenhofen (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 079 286 US-A- 5 521 887 US-B1- 6 377 517
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DE-U- 29 822 429 US-A- 5 677 895
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein straßenverkehrstechnisches System
[0002] Bei unterschiedlichsten industriellen Prozessen, wie auch bei vielen Anwendungen
des täglichen Lebens, kommen Einrichtungen zum Einsatz, die in irgendeiner Weise zeitlich
aufeinander abgestimmt sind. Um den Zeitpunkt von Ereignissen oder die Zeitdauer von
Vorgängen in den unterschiedlichen Einrichtungen definieren zu können, werden zum
Teil hohe Anforderungen an die Genauigkeit von internen Uhren dieser Einrichtungen
gestellt. Obwohl die Ungenauigkeit der heute üblicherweise verwendeten Quarzuhren
nur wenige Minuten im Jahr beträgt, ist es notwendig, die internen Uhren zeitlich
aufeinander abgestimmter Einrichtungen von Zeit zu Zeit zu synchronisieren. Dies trifft
insbesondere für Einrichtungen aus der Straßenverkehrstechnik zu.
[0003] In einem bestimmten Regelgebiet eines Straßennetzes sind die Steuergeräte von Lichtsignalanlagen
mit einer Verkehrsrechnerzentrale verbunden. In bestimmten Abständen wird der Verkehrszustand
an Knotenpunkten des Regelgebietes von Detektoreinrichtungen erfasst und an die Verkehrsrechnerzentrale
übertragen. Zur Erzielung eines optimalen Verkehrsablaufs werden aus den erfassten
Verkehrsdaten auf der Grundlage verkehrsabhängiger Steuerungsverfahren Signalprogramme
berechnet, nach welchen die Signalzeiten der Lichtsignalanlagen über die Steuergeräte
geschaltet werden. Zur Erzeugung einer grünen Welle auf einer bestimmten Strecke des
Straßennetzes müssen die internen Uhren der Steuergeräte in einer zeitlich genau definierten
Beziehung zueinander stehen und damit von Zeit zu Zeit synchronisiert werden.
[0004] Als weiteres Beispiel sei die Parkraumbewirtschaftung aufgeführt. Zur optimalen Auslastung
eines zur Verfügung stehenden Parkraumes werden Parkleitsysteme eingesetzt, die über
Anzeigevorrichtungen einem Parkplatzsuchenden den Weg zu einem freien Stellplatz in
einem Parkhaus oder auf einem Parkplatz weist. Zum Zwecke der Parkgebührenberechnung
oder als Grundlage für statistische Auswertungen ist eine korrekte Datums- und Zeitangabe
in den einzelnen Parkscheinautomaten unabdingbar. Dazu sind die internen Uhren der
Parkscheinautomaten von Zeit zu Zeit zu synchronisieren.
[0005] Aus der Gebrauchsmusterschrift
DE 298 22 429 U1 ist eine Einrichtung zur Synchronisation von internen Uhren in Parkscheinautomaten
bekannt. Die verschiedenen Parkscheinautomaten sind über eine bidirektionale Datenübertragung
mit einer Zentrale verbunden, die auf einem PC-System basiert. In der Zentrale ist
eine Funkuhr vorgesehen, die durch ein Zeitsignal eines eine Normzeit vorgebenden
Zeitsenders - etwa der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt - synchronisiert ist.
Empfängt die Zentrale beispielsweise eine Statusmeldung von den einzelnen Parkscheinautomaten,
so wird an die Quittierung dieses Signals von der Zentrale die Uhrzeit der Funkuhr
angehängt und zu den einzelnen internen Uhren der Automaten übertragen. Mit diesem
System können interne Uhren synchronisiert werden, deren Funkuhrempfänger innerhalb
eines Radiuses von ca. 1500 km um den Zeitsender liegen.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde ein Synchronisationssystem der eingangs
genannten Art bereitzustellen, welches die internen Uhren von zeitlich aufeinander
abgestimmten Einrichtungen innerhalb eines möglichst großen Gebietes zu synchronisieren
vermag.
[0007] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch ein gattungsgemäßes straßenverkehrstechnisches
System gemäß Anspruch 1, bei dem der Zeitsender als Satellitensystem ausgebildet ist.
Ein System von sich um die Erde bewegenden Satelliten stellt eine Normalzeit zur Verfügung,
die global empfangen werden kann. Zur Synchronisation der internen Uhren können Empfangsmittel
die durch das Satellitensystem vorgegebene Normalzeit empfangen. Die Mittel zum Empfang
des jeweiligen Zeitsignals können z.B. als an sich bekannte GPS-Empfänger ausgebildet
und in jeder Einrichtung angeordnet sein.
[0008] In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Synchronisationssystems
sind die Empfangsmittel in einer Zentrale angeordnet, wobei Mittel zur Übertragung
eines empfangenen Zeitsignals von der Zentrale an die internen Uhren der Einrichtungen
vorgesehen sind. Dadurch genügt es bei vernetzten Einrichtungen, die mit einer Zentrale
verbunden sind, statt in jeder einzelnen Einrichtung die Empfangsmittel nur in der
Zentrale vorzusehen. In kostengünstiger Weise braucht dann lediglich für jede Netzzentrale
ein GPS-Empfänger angeschafft zu werden, wodurch weltweit die internen Uhren aller
Zentralen mit der Normalzeit des Satellitensystems synchronisierbar sind. In durch
den Betreiber der Netze vorgebbaren Zeitabständen kann dann das empfangene Zeitsignal
durch Übertragungsmittel an die internen Uhren der einzelnen Einrichtungen weitergegeben
werden, so dass eine weltweite Synchronisation möglich ist. Es kommen leitungsgebundene
Übertragungsmittel in Betracht, wie etwa das Telefonfestnetz oder auch Lichtwellenleiter.
[0009] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind die Übertragungsmittel zur
Funkübertragung eines Zeitsignals ausgebildet. Dadurch ist der Standort der zeitlich
aufeinander abgestimmten Einrichtungen nicht an die Infrastruktur eines Leitungsnetzes
gebunden. Vielmehr können bekannte bidirektionale Übertragungsmittel, wie Bündelfunk
oder ein GSM-Mobilfunknetz mit 900 bzw. 1800 bzw. 1900 MHz eingesetzt werden. Alternativ
sind natürlich auch andere Standards, etwa GPRS oder UMTS, einsetzbar.
[0010] Vorzugsweise wird ein erfindungsgemäßes Synchronisationssystem für zeitlich aufeinander
abgestimmte Einrichtungen der Straßenverkehrstechnik verwendet, insbesondere für mit
einer Überwachungszentrale verbundene Parkscheinautomaten oder für mit einer Verkehrsrechnerzentrale
verbundene Steuergeräte für Lichtsignalanlagen.
[0011] Die Erfindung wird nun anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert, in deren einziger Figur ein erfindungsgemäßes Synchronisationssystem
für interne Uhren von Parkscheinautomaten schematisch veranschaulicht ist.
[0012] Gemäß der Figur ist eine Vielzahl an als Parkscheinautomaten ausgebildeten Einrichtungen
1 mit einer Zentrale 2 zur Überwachung der Einrichtungen 1 mittels einer bidirektionalen
Datenübertragung verbunden. Die Zentrale 2 basiert, wie schematisch dargestellt, auf
einem PC-System. Der die Normalzeit vorgebende Zeitsender 3 ist als Satellitensystem
ausgebildet, dessen Zeitsignale weltweit empfangen werden können. Als Empfangsmittel
4 für ein solches Zeitsignal weist die Zentrale 2 einen GPS-Empfänger auf. Damit steht
in jeder Zentrale 2 mit als GPS-Empfänger ausgebildeten Empfangsmitteln 4 die Normalzeit
zur Verfügung und zwar auch in Zentralen 2, die wesentlich weiter voneinander entfernt
liegen, als der Empfangsbereich eines Funkuhrsystems vorgibt. Nach Bedarf können nun
die internen Uhren der Parkscheinautomaten 1 entsprechend der in einer Zentrale 2
verfügbaren Normalzeit synchronisiert werden. Hierzu bedient man sich bereits vorhandener
Übertragungsmittel 5, die als Funkmodem für ein GSM- oder auch GPRS- oder UMTS-Funknetz
ausgebildet sind. Die Übertragungsmittel ermöglichen eine bidirektionale Datenübertragung
zwischen den Parkscheinautomaten 1 und der Zentrale 2, wobei von den Parkscheinautomaten
1 Meldungen über ihren Status, den Kassenstand oder die Tageseinnahmen an die Zentrale
2 gesendet werden, was durch ein zurückgesendetes Bestätigungssignal quittiert wird.
An dieses Quittierungssignal angehängt kann die Satelliten-synchronisierte Uhrzeit
zur Einstellung der internen Uhren an die Parkscheinautomaten 1 übertragen werden.
Damit ist es möglich, interne Uhren von Parkscheinautomaten 1 zu synchronisieren,
deren Zentralen 2 über große Entfernungen und sogar weltweit verteilt angeordnet sind.
1. Straßenverkehrstechnisches System, welches zeitlich aufeinander abgestimmte Einrichtungen
(1) für den Straßenverkehr und Mittel zum Empfang (4) eines Zeitsignals von einem
eine Normalzeit vorgebenden Zeitsender (3) umfasst, wobei die Einrichtungen (1) interne
Uhren aufweisen, deren Uhrzeiten entsprechend dem empfangenen Zeitsignal einstellbar
sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Zeitsender (3) als Satellitensystem ausgebildet ist.
2. System nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Empfangsmittel (4) in einer Zentrale (2) angeordnet sind, wobei Mittel zur Übertragung
(5) eines empfangenen Zeitsignals von der Zentrale (2) an die internen Uhren der Einrichtungen
(1) vorgegehen sind.
3. System nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Übertragungsmittel (5) zur Funkübertragung eines Zeitsignals ausgebildet sind.
4. System nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die zeitlich aufeinander abgestimmten Einrichtungen (1) für den Straßenverkehr durch
mit einer Überwachungszentrale verbundene Parkscheinautomaten oder durch mit einer
Verkehrsrechnerzentrale verbundene Steuergeräte für Lichtsignalanlagen gebildet werden.
1. Road traffic technical system, which comprises apparatuses (1) for road traffic synchronised
with one another and means for receiving (4) a time signal from a time transmitter
(3) specifying a standard time, wherein the apparatuses (1) have internal clocks,
the time of day thereof being settable according to the received time signal,
characterised in that the time transmitter (3) is configured as a satellite system.
2. System according to claim 1,
characterised in that the receiving means (4) are arranged in a central system (2), wherein means for transmitting
(5) a received time signal from the central system (2) to the internal clocks of the
apparatuses (1) are provided.
3. System according to claim 2,
characterised in that the transmitting means (5) are configured for the radio transmission of a time signal.
4. System according to one of claims 1 to 3,
characterised in that the apparatuses (1) for road traffic synchronised with one another are composed of
automatic parking ticket machines connected to a surveillance centre or of control
devices for light signal systems, said control devices being connected to a traffic
control centre.
1. Système technique de circulation routière, qui comprend des dispositifs ( 1 ) accordés
les uns aux autres temporellement pour le trafic routier et des moyens de réception
( 4 ) d'un signal temporel d'un émetteur ( 3 ) de temps prescrivant un temps normal,
les dispositifs ( 1 ) ayant des horloges internes dont les temps d'horloge peuvent
être réglés en correspondance avec le signal temporel reçu,
caractérisé en ce que l'émetteur ( 3 ) de temps est constitué sous la forme d'un système par satellite.
2. Système suivant la revendication 1, caractérisé en ce que les moyens ( 4 ) de réception sont disposés dans une centrale ( 2 ), des moyens de
transmission (2 ) d'un signal temporel reçu de la centrale (2) aux horloges internes
des dispositifs (1 ) étant prévus.
3. Système suivant la revendication 2, caractérisé en ce que les moyens (5) de transmission sont constitués pour la transmission par radio d'un
signal temporel.
4. Système suivant l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les dispositifs (1 ) accordés les uns aux autres temporellement pour le trafic routier
sont formés par des distributeurs automatiques de tickets de stationnement ou par
des appareils de commande d'installations de signalisation lumineuse reliés à une
centrale informatique de trafic.

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