[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum korrektiven Steuern eines Gasrückführungssystems
an einer Tankstelle.
[0002] Beim Betanken eines Kraftfahrzeugs auf einer Tankstelle wird mit Hilfe eines Zapfventils
von der Zapfsäule aus Kraftstoff in den Tank des Kraftfahrzeugs eingefüllt. Gleichzeitig
wird das Gasgemisch, das sich über dem Flüssigkeitsspiegel des Kraftstoffs im Tank
des Kraftfahrzeuges befindet, über eine separate Leitung abgesaugt und in den Kraftstofflagertank
zurückgeführt. Das hierfür verwendete Gasrückführungssystem muss so gesteuert werden,
dass das pro Zeiteinheit abgesaugte Volumen des Gasgemischs gleich dem pro Zeiteinheit
in den Tank des Kraftfahrzeugs eingefüllten Volumen des Kraftstoffs ist.
[0003] Nach dem Stand der Technik wird dazu eine Kalibrationsprozedur durchgeführt, bei
der Luft als Vergleichsgas durch das Gasrückführungssystem gepumpt wird. Es wird ein
Gasdurchflusszähler an die Gaseintrittsöffnung des Zapfventils angeschlossen und ein
Steuerparameter so bestimmt, dass das zurückgeführte Gasvolumen dem angenommenen Kraftstoffvolumen
entspricht. Dieser Steuerparameter wird für verschiedene angenommene Kraftstoffdurchflüsse
ermittelt, und die sich ergebenden Kalibrationsdaten werden in der Betriebselektronik
des Gasrückführungssystems abgespeichert. Im Tankbetrieb wird mit Hilfe der Kalibrationsdaten
die Förderleistung des Gasrückführungssystems eingestellt.
[0004] Änderungen im Gasrückführungssystem, z.B. durch Alterung, können erhebliche Abweichungen
des Gas-Volumenstroms vom Kraftstoff-Volumenstrom herbeiführen, was zu einer erhöhten
Umweltbelastung führt. Diese Abweichungen wurden in der Vergangenheit in der Regel
erst bei den jährlichen Routinekontrollen entdeckt. Daher sind in verschiedenen Ländern
automatische Überwachungseinrichtungen bereits vorgeschrieben oder werden es in Kürze
sein. Derartige automatische Überwachungseinrichtungen messen bei jedem Tankvorgang
den Gas-Volumenstrom und vergleichen diesen mit dem Kraftstoff-Volumenstrom. Bei einer
Abweichung über die jeweils vorgeschiebenen Grenzen hinaus wird ein Alarmsignal erzeugt.
Derartige Überwachungseinrichtungen sind z.B. beschrieben in
DE 100 31 813 A1,
DE 100 35 645 A1,
EP 1 077 197 A1 sowie
WO 98/31628. In der beschriebenen Konfiguration arbeiten das Gasrückführungssystem und die automatische
Überwachungseinrichtung unabhängig voneinander.
[0005] Da Degradation vorkommt, bei der sich die Gasrückführungsrate nur moderat und langsam
ändert, aber trotzdem die vorher definierten Grenzen überschritten werden, wird in
weiterentwickelten Systemen der Messwert der Gasrückführungsrate zur Korrekur des
Gasrückführungssystems ausgenutzt. Derartige Vorrichtungen sind in
WO 96/06038,
DE 295 21 160 A1 und
DE 199 18 926 A1 beschrieben.
[0006] In
WO 96/06038 und
DE 295 21 160 A1 wird eine Regelung dargestellt, die jedoch den Nachteil hat, dass der Gas-Volumenstrommesser
und das Regelsystem kurze Zeitkonstanten haben müssen, um eine zeitnahe Regelung zu
gewährleisten.
[0007] Dieser Nachteil wird aufgehoben durch die Vorrichtung gemäß
DE 199 18 926 A1. Hierbei wird nach jedem Tankvorgang aus den Gas-volumenstrom-Messwerten ein neuer
Satz an Kalibrationsdaten berechnet, der dann in dem Gasrückführungssystem gespeichert
und benutzt wird. Bei dem jeweils nachfolgenden Tankvorgang steht dann ein neuer Kalibrationsdatensatz
zur Verfügung, der eine eventuell eingetretene Abweichung der Gasrückführungsrate
von der Sollrate von 100% ausgleicht. Der Vergleich mit dem Kraftstoff-Volumenstrom
wird durch dieses Gasrückführungssystem jedoch nach wie vor unabhängig durchgeführt;
der Gas-Volumenstrommesser dient praktisch nur zur Auswahl der geeigneten Kalibrationsdaten.
Der Nachteil dieser in der
DE 199 18 926 A1 beschriebenen Lösung besteht darin, dass nur ein kleiner Teil der installierten Gasrückführungssysteme
dafür eingerichtet ist, ein ständiges Nachladen der geänderten Kalibrationsdaten zuzulassen.
Es gibt verschiedene herstellerspezifische Kalibrationsdatenformate, die nicht offengelegt
sind.
[0008] Es ist Aufgabe der Erfindung, ein zuverlässiges Verfahren zum - Steuern/Regeln eines
Gasrückführungssystems an einer Tankstelle zu schaffen, das sich durch kostengünstige
Nachrüstung bestehender Anlagen durchführen lässt, ohne dass herstellerspezifische
Änderungen an den existierenden Gasrückführungssystemen erforderlich werden.
[0009] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren zum korrektiven Steuern eines Gasrückführungssystems
an einer Tankstelle mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen
der Erfindung ergeben sich aus den übrigen Ansprüchen.
[0010] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird bei einem Betankungsvorgang mittels des
Kraftstoff-Volumenstromsignals und des über den vorhandenen Gas-Volumenstrommesser
erzeugten Gas-Volumenstromsignals sowie gegebenenfalls weiterer Signale in einer Steuereinrichtung
ein für den nächsten Betankungsvorgang zu verwendendes korrektives Steuersignal erzeugt,
mit dem das Gasrückführungssystem zum Steuern des Gas-Volumenstroms angesteuert wird.
Anders als im Stand der Technik (
DE 199 18 926 A1) wird der Gas-Volumenstrommesser also nicht verwendet, um einen geeigneten Satz von
Kalibrationsdaten (Zusammenhang zwischen Gas-Volumenstrom als Funktion des direkt
gemessenen Kraftstoff-Volumenstroms) auszuwählen, über den dann die Gaspumpe angesteuert
wird, sondern das Gas-Volumenstromsignal wird unmittelbar verwendet, quasi wie in
einer Regelung. Regelschwankungen, wie sie beim Stand der Technik gemäß
WO 96/06038 und
DE 295 21 160 A1 auftreten können, werden jedoch vermieden, da das erzeugte korrektive Steuersignal
erst beim nächsten Betankungsvorgang angewendet wird. Das Verfahren ist also eine
Steuerung, aber eine korrektive Steuerung.
[0011] Wenn das für den nächsten Betankungsvorgang zu verwendende korrektive Steuersignal
durch Mittelwertbildung von Abweichungssignalen bei mehreren Tankvorgängen berechnet
wird, ergeben sich besonders stabile Verhältnisse, und kurzfristige Schwankungen können
nicht zu Problemen führen.
[0012] Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich gut zum preisgünstigen Nachrüsten vorhandener
Gasrückführungssysteme. Je nach den vorhandenen Gegebenheiten können in einem Nachrüstsatz
z.B. die Steuereinrichtung oder Austauschteile für eine vorhandene Steuereinrichtung
(Steckkarten, Programmmodule) oder auch ein Gas-Volumenstrommesser enthalten sein.
[0013] Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen weiter erläutert.
Die Zeichnung zeigt in
- Figur 1
- eine schematische Ansicht eines Gasrückführungssystems an einer Tankstelle mit den
zum Ausführen des erfindungsgemäßen Verfahrens verwendeten Komponenten.
[0014] In einem Betankungssystem wird, wie aus dem Stand der Technik bekannt, Kraftstoff
aus einem Kraftstofflagertank 1 durch eine Leitung 2 mit Hilfe einer Kraftstoffpumpe
3 durch einen Kraftstoff-Volumenstrommesser 4, einen Zapfschlauch 5 und ein Zapfventil
6 gefördert, bis er durch eine Öffnung 7 austritt und in den Vorratstank des zu betankenden
Kraftfahrzeuges (nicht dargestellt) läuft. Das über dem Kraftstoff in dem zu befüllenden
Tank stehende Gasgemisch wird durch den Kraftstoff aus dem Vorratstank verdrängt und
über eine Ansaugöffnung 8 des Zapfventils 6 angesaugt. Die Stärke des Gas-Volumenstromes
wird bestimmt durch die Förderleistung der verwendeten Gaspumpe 10. Diese Förderleistung
wird z.B. eingestellt über die Drehzahl des elektrischen Antriebsmotors 12 der Gaspumpe
10. Das Gasgemisch fließt durch eine Leitung innerhalb des Zapfschlauches 5 über eine
Rückführungsleitung 11 in den Kraftstofflagertank 1 zurück. Üblich ist es auch, die
Förderleistung durch ein Drosselventil einzustellen, dass in der Gasrückführungsleitung
vor der Gaspumpe 10 eingebaut ist (nicht dargestellt). In diesem Fall arbeitet der
Antriebsmotor 12 der Gaspumpe 10 mit konstanter Drehzahl. Die Ansteuerung des Antriebsmotors
12 erfolgt durch eine Betriebselektronik 20.
[0015] Nach dem Stand der Technik wird ein Kraftstoff-Volumenstromsignal 13 auf diese Betriebselektronik
20 gegeben. Dies ist in der Figur 1 durch die gestrichelt eingezeichnete Verbindung
17 gezeigt. Die Betriebselektronik 20 steuert den Antriebsmotor 12 der Gaspumpe 10
über eine Steuerleitung 22 so, dass im Idealfall die Drehzahl des Antriebsmotors 12
mit der Gaspumpe 10 einen Gas-Volumenstrom erzeugt, der gleich dem Kraftstoff-Volumenstrom
ist.
[0016] Im Stand der Technik wird dies durch eine Kalibrationsprozedur erreicht, bei der
an die Ansaugöffnung 8 ein Gas-Durchflusszähler mit Hilfe eines Adapters angeschlossen
wird (nicht dargestellt). Dieser Gas-Durchflusszähler ist an ein Steuergerät angeschlossen,
das über eine elektrische Verbindung mit einem Kalibrationsanschluss 21 der Betriebselektronik
20 verbunden wird. Das Steuergerät stellt verschiedene Gas-Volumenströme des Gasrückführungssystems
ein, die mit dem angeschlossenen Gasdurchflusszähler gemessen werden. Mit diesen Messwerten
erzeugt das Steuergerät die Kalibrationsdaten, die einen Zusammenhang zwischen dem
Steuersignal 22 und dem von dem Gas-Durchflusszähler bestimmten Gasdurchfluss (Gas-Volumenstrom)
herstellen. Am Ende des Kalibrationsvorganges werden diese Kalibrationsdaten über
den Anschluss 21 an die Betriebselektronik 20 übertragen und dort nichtflüchtig gespeichert.
Das Steuergerät und der Gas-Durchflusszähler werden nach diesem Vorgang aus dem Aufbau
entfernt.
[0017] Damit ist die Betriebselektronik 20 in der Lage, bei einem Tankvorgang den dazu notwendigen
Gas-Volumenstrom einzustellen. Dies erfolgt nach dem Stand der Technik über die gestrichelt
eingezeichnete Verbindung 17. Die weiter unten erläuterte Verbindung 19 ist nach dem
Stand der Technik nicht vorhanden. Der Aufbau gemäß dem Stand der Technik ist nicht
so zuverlässig, wie es erforderlich ist, da bei Veränderungen, z.B. durch Alterung,
nicht mehr der erforderliche Gas-Volumenstrom erzeugt wird.
[0018] In dem erfindungsgemäßen Aufbau befindet sich eine automatische Überwachungseinrichtung
mit einem Steuergerät 15 und einem Gas-Volumenstrommesser 9 in der Gasrückführungsleitung
11. Das Gas-Volumenstromsignal 14 wird zusammen mit dem Kraftstoff-Volumenstromsignal
13 auf das Steuergerät 15 geführt. Dieses erzeugt ein korrektives Steuersignal 19,
das die Betriebselektronik 20 für die Gasrückführung ansteuert. Die gestrichelte gezeichnete
Verbindung 17 ist in diesem Fall nicht vorhanden. Das korrektive Steuersignal 19 kann
eine Pulsfolge sein oder eine Folge von Datenworten und ist angepasst an die Art des
Einganges der Betriebselektronik 20; es hat eine Form wie das Kraftstoff-Volumenstromsignal
13.
[0019] In dem Fall einer Differenz zwischen dem Kraftstoff-Volumenstromsignal 13 und Gas-Volumenstromsignal
14 nach einem Tankvorgang wird für die folgenden Tankvorgänge das korrektive Steuersignal
19 so erzeugt, dass die Betriebselektronik 20 einen veränderten Gas-Volumenstrom 14
erzeugt, der dann wieder genauer dem Kraftstoff-Volumenstrom 13 entspricht. Das korrektive
Steuersignal 19 entspricht also einem Pseudovolumenstrom.
[0020] Es treten in der Folge von Tankvorgängen unterschiedliche Kraftstoff-Volumenströme
auf, da das Zapfventil 6 unterschiedliche Rasten aufweist. Die Korrektur kann bei
den unterschiedlichen Kraftstoff-Volumenströmen unterschiedlich ausfallen. Daher kann
als eine weitere Verbesserung eine vom Kraftstoff-Volumenstrom abhängige Korrekturcharakteristik
bestimmt werden.
[0021] Der Gas-Volumenstrom wird von Tankvorgang zu Tankvorgang dem Kraftstoff-Volumenstrom
nachgeführt, was über einen längeren Zeitraum eine aufwändige Wartung vermeidet. Es
kann der Fall eintreten, dass z.B. bei einem Totalausfall der Gaspumpe 10 keine Übereinstimmung
mehr zu erreichen ist. Für diesen Fall kann das Steuergerät 15 an einen Alarmausgang
16 ein Alarmsignal und nach Ablauf einer konfigurierbaren Toleranzfrist zur Behebung
des Fehler ein Signal ausgeben, dass zur automatischen Abschaltung des betroffenen
Zapfpunktes genutzt werden kann.
[0022] Zur Reduktion von den Differenzen, die bei einem statistischen Fehler bei der Messung
eines einzelnen Tankvorganges auftreten können, wird das Steuergerät 15 vorzugsweise
so gestaltet, dass nicht nur die Differenz zwischen dem Kraftstoff-Volumenstrom 13
und dem Gas-Volumenstrom 14 des unmittelbar vorangegangenen Tankvorganges zur Berechnung
der Korrektur herangezogen wird, sondern dass eine geeignete Mittelwertbildung von
mehreren Tankvorgängen zu Grunde gelegt wird. Insbesondere kann dies eine gleitende
Mittelwertbildung nach dem folgenden Ansatz sein:

[0023] Hierbei ist M die Anzahl der Werte, über die gleitend gemittelt wird (z.B. M = 10),
A
N+1 ist das Abweichungssignal für den zeitlich folgenden Tankvorgang, A
N das für den gegebenen Betankungsvorgang ermittelte Abweichungssignal und A
N-1 das beim letzten Betankungsvorgang verwendete Abweichungssignal.
[0024] Diese Mittelwertbildung kann noch verbessert werden zu einer dynamisch gleitenden
Mittelwertbildung, indem aus der Folge der Einzelabweichungssignale A
N eine gleitende Varianz gebildet wird, die in geeigneter Weise den Mittelungsparameter
M festlegt. Insbesondere wird bei einer größeren Varianz der Mittelungsparameter M
größer gewählt werden müssen.
[0025] Eine weitere Möglichkeit, die Differenzen zwischen dem Kraftstoff-Volumenstromsignal
13 und dem Gas-Volumenstromsignal 14 möglichst zu minimieren, ist die Verwendung von
unscharfen Lagiken (Fuzzy Logic). Hierbei werden die Verstellungskriterien für das
Abweichungssignal von den das System näherungsweise repräsentierenden linguistischen
Variablen gegeben. Insbesondere können noch weitere Kriterien angegeben und ausgewertet
werden, z.B. wie weit schon nachgestellt werden musste. Dieser Parameter kann genutzt
werden, um schon im Vorfeld eines möglichen Ausfalls einen Wartungshinweis zu geben.
[0026] Ein weiterer Vorteil, den das Verfahren zur korrektiven Steuerung bietet, besteht
darin, die oben beschriebene Möglichkeit der durchflussabhängigen Korrektur zu nutzen,
um die Kalibration durch einen externen Gas-Durchflusszähler und ein externes Steuergerät
überflüssig zu machen. In diesem Fall wird nur im Herstellerwerk eine Grundkalibration
durchgeführt. Nach der Installation in der Zapfsäule führt die Elektronik nach einem
entsprechenden Befehl eine vollständige Kalibration durch, indem verschiedene Gas-Volumenströme
eingestellt werden und die Werte des gemessenen Gas-Volumenstromes (Gas-Volumenstromsignal
14) gespeichert werden. Das Steuergerät 15 kann dann bei einem nachfolgenden Tankvorgang
den Gas-Volumenstrom 14 entsprechend dem Kraftstoff-Volumenstrom 13 einstellen. Damit
kann also die sonst übliche Kalibrationsprozedur entfallen. Die im weiteren Tankbetrieb
evtl. auftretenden Degradationen des Gasrückführungssystems werden so korrigiert,
wie oben bereits beschrieben.
1. Verfahren zum korrektiven Steuern eines Gasrückführungssystems an einer Tankstelle,
an der bei einem Betankungsvorgang eines Kraftfahrzeugs flüssiger Kraftstoff mittels
einer Kraftstoffpumpe (3) aus einem Vorratstank (1) in den zu befüllenden Tank des
Kraftfahrzeugs gefördert und das über dem Kraftstoff in dem zu befüllenden Tank stehende
Gasgemisch mittels einer Gaspumpe (10) in den Vorratstank (1) rückgeführt wird, wobei
das Gasrückführungssystem entsprechend dem geförderten Kraftstoff über Kalibrierungsdaten
angesteuert wird, mit den Schritten
- Messen des Kraftstoff-Volumenstroms mit einem Kraftstoff-Volumenstrommesser (4)
und Erzeugen eines für den Kraftstoff-Volumenstrom charakteristischen Kraftstoff-Volumenstromsignals
(13), das an eine Steuereinrichtung (15) angelegt wird,
- Messen des Gas-Volumenstroms mit einem Gas-Volumenstrommesser (9) und Erzeugen eines
für den Gas-Volumenstrom charakteristischen Gas-Volumenstromsignals (14), das an die
Steuereinrichtung (15) angelegt wird,
- Erzeugen eines für den nächsten Betankungsvorgang zu verwendenden korrektiven Steuersignals
(19) mittels des Kraftstoff-Volumenstromsignals (13) und des Gas-Volumenstromsignals
(14) sowie optional weiterer Signale in der Steuereinrichtung (15),
dadurch gekennzeichnet,
dass das korrektive Steuersignal (19) eine Form wie das Kraftstoff-Volumenstromsignal
hat und dass das Gasrückführungssystem zum Steuern des Gas-Volumenstroms unter Verwendung
der unveränderten Kalibrierungsdaten mittels des bei dem vorherigen Betankungsvorgang
erzeugten korrektiven Steuersignals (19) angesteuert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das korrektive Steuersignal (19) in Abhängigkeit vom Absolutwert des Kraftstoff-Volumenstroms
erzeugt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das für den nächsten Betankungsvorgang zu verwendende korrektive Steuersignal (19)
in der Steuereinrichtung (15) berechnet wird, wobei als weitere Signale das korrektive
Steuersignal (19) mindestens eines vorhergehenden Betankungsvorgangs berücksichtigt
wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das für den nächsten Betankungsvorgang zu verwendende korrektive Steuersignal (19)
durch Mittelwertbildung von Abweichungssignalen bei mehreren Tankvorgängen berechnet
wird, wobei ein für einen einzelnen Tankvorgang charakteristisches Abweichungssignal
aus der Differenz des jeweiligen Kraftstoff-Volumenstromsignals (13) und Gas-Volumenstromsignals
(14) gebildet wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein für einen einzelnen Tankvorgang charakteristisches Abweichungssignal als zeitlicher
Mittelwert über diesen Tankvorgang gebildet wird.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die Mittelwertbildung eine gleitende Mittelwertbildung nach dem Ansatz

ist, wobei A
N+1 das für den nächsten Betankungsvorgang zu verwendende Abweichungssignal, A
N das für den gegebenen Betankungsvorgang ermittelte Abweichungssignal, A
N-1 das beim letzten Betankungsvorgang verwendete Abweichungssignal und M die Anzahl
der für die gleitende Mittelwertbildung benutzten Werte ist.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass aus einer Folge einzelner Abweichungssignale AN eine gleitende Varianz gebildet wird, mit deren Hilfe ein Wert für M berechnet wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Gas-Volumenstrom über die Drehzahl der Gaspumpe (10, 12) und/oder ein Drosselventil
in einer Gasrückführungsleitung gesteuert wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein Alarmsignal erzeugt wird, wenn das korrektive Steuersignal (19) außerhalb eines
vorgegebenen Toleranzbereichs liegt.
10. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 9.
1. Method for correctively controlling a gas recirculating system at a filling station,
at which, during a refuelling process of a motor vehicle, liquid fuel is fed by means
of a fuel pump (3) from a storage tank (1) into the tank of the motor vehicle to be
filled and the gas mixture which is located above the fuel in the tank to be filled
is returned into the storage tank (1) by means of a gas pump (10), wherein the gas
recirculating system is controlled according to the conveyed fuel by means of calibration
data, having the steps
- the fuel volume flow is measured using a fuel volume flow meter (4) and a fuel volume
flow signal (13) characteristic of the fuel volume flow is generated and applied to
a control device (15),
- the gas volume is measured using a gas volume flow meter (9) and a gas volume flow
signal (14) characteristic of the gas volume flow is generated and applied to a control
device (15),
- a corrective control signal (19) to be used for the next refuelling process is generated
in the control device (15) by means of the fuel volume flow signal (13) and the gas
volume flow signal (14) as well as optionally further signals,
characterised in that
the corrective control signal (19) has the same form as the fuel volume flow signal
and the gas recirculating system is actuated for controlling the gas volume flow by
using the unchanged calibration data by means of the corrective control signal (19)
generated during the previous refuelling process.
2. Method according to claim 1, characterised in that the corrective control signal (19) is generated as a function of the absolute value
of the fuel volume flow.
3. Method according to claim 1 or 2, characterised in that the corrective control signal (19) to be used for the next refuelling process is
calculated in the control device (15), the corrective control signal (19) of at least
one preceding refuelling process being taken into account as further signals.
4. Method according to claim 3, characterised in that the corrective control signal (19) to be used for the next refuelling process is
calculated by forming mean values of deviation signals over a plurality of refuelling
processes, a deviation signal characteristic of an individual refuelling process being
preferably formed from the difference between the respective fuel volume flow signal
(13) and the gas volume flow signal (14).
5. Method according to claim 4, characterised in that a deviation signal characteristic of an individual refuelling process is formed as
a chronological mean value over this refuelling process.
6. Method according to claim 4 or 5,
characterised in that the formation of mean values is a sliding formation of mean values according to the
formulation

where A
N+1 is the deviation signal to be used for the next refuelling process, A
N is the deviation signal determined for the given refuelling process, A
N-1 is the deviation signal used during the last refuelling process and M is the number
of values used for the sliding formation of mean values.
7. Method according to claim 6, characterised in that a sliding variance is formed from a sequence of individual deviation signals AN and is used to calculate a value for M.
8. Method according to one of claims 1 to 7, characterised in that the gas volume flow is controlled by means of the rotational speed of the gas pump
(10, 12) and/or a throttle valve in a gas recirculation line.
9. Method according to one of claims 1 to 8, characterised in an alarm signal is generated when the corrective control signal (19) lies outside
a predefined tolerance range.
10. Device for carrying out the method according to one of claims 1 to 9.
1. Procédé de commande corrective d'un système de recirculation gazeuse d'un poste de
carburant, où du carburant liquide est refoulé au moyen d'une pompe à carburant (3)
d'une citerne à carburant (1) vers le réservoir de véhicule à remplir lors d'un processus
de ravitaillement d'un véhicule automobile, et où le mélange gazeux présent au-dessus
du carburant dans le réservoir à remplir est reconduit vers la citerne à carburant
(1) au moyen d'une pompe à gaz (10), ledit système de recirculation gazeuse étant
commandé par des données de calibrage en fonction du carburant refoulé, ledit procédé
comprenant les étapes suivantes :
- mesure du débit volumique du carburant au moyen d'un débitmètre pour carburant (4)
et génération d'un signal de débit volumique de carburant (13) caractéristique pour
le débit volumique du carburant, lequel est appliqué à un dispositif de commande (15),
- mesure du débit volumique gazeux au moyen d'un débitmètre pour gaz (9) et génération
d'un signal de débit volumique gazeux (14) caractéristique pour le débit volumique
gazeux, lequel est appliqué au dispositif de commande (15),
- génération d'un signal de commande corrective (19) à appliquer lors du processus
de ravitaillement suivant au moyen du signal de débit volumique de carburant (13)
et du signal de débit volumique gazeux (14), ainsi que d'autres signaux optionnels
dans le dispositif de commande (15),
caractérisé en ce que le signal de commande corrective (19) est de même forme que le signal de débit volumique
de carburant, et
en ce que le système de recirculation gazeuse pour la commande du débit volumique gazeux est
commandé en exploitant les données de calibrage inchangées au moyen du signal de commande
corrective (19) généré lors du processus de ravitaillement précédent.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le signal de commande corrective (19) est généré en fonction de la valeur absolue
du débit volumique de carburant.
3. Procédé selon la revendication 1 ou la revendication 2, caractérisé en ce que le signal de commande corrective (19) à appliquer lors du processus de ravitaillement
suivant est calculé dans le dispositif de commande (15), le signal de commande corrective
(19) d'au moins un processus de ravitaillement précédent étant pris en compte comme
autre signal.
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que le signal de commande corrective (19) à appliquer lors du processus de ravitaillement
suivant est calculé en formant la moyenne des signaux d'écart pour plusieurs processus
de ravitaillement, un signal d'écart caractéristique pour un seul processus de ravitaillement
étant formé à partir de la différence entre le signal de débit volumique de carburant
(13) et le signal de débit volumique gazeux (14) correspondants.
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce qu'un signal d'écart caractéristique pour un seul processus de ravitaillement est formé
comme moyenne temporelle pendant ledit processus de ravitaillement.
6. Procédé selon la revendication 4 ou la revendication 5,
caractérisé en ce que la formation de moyenne est une formation de moyenne glissante suivant la formule

où A
N+1 est le signal d'écart à appliquer lors du processus de ravitaillement suivant, A
N le signal d'écart déterminé pour le processus de ravitaillement donné, A
N-1 le signal d'écart appliqué lors du dernier processus de ravitaillement, et M le nombre
des valeurs utilisées pour la formation de moyenne glissante.
7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce qu'une variance glissante est formée à partir d'une suite de différents signaux d'écart
AN, au moyen de laquelle une valeur est calculée pour M.
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 7 caractérisé en ce que le débit volumique gazeux est commandé par la vitesse de rotation de la pompe à gaz
(10, 12) et/ou une vanne d'étranglement est commandée dans une conduite de recirculation
gazeuse.
9. Procédé selon l'une des revendications 1 à 8 caractérisé en ce qu'un signal d'alerte est généré si le signal de commande corrective (19) est extérieur
à une plage de tolérance définie.
10. Dispositif pour l'exécution du procédé selon l'une des revendications 1 à 9.