| (19) |
 |
|
(11) |
EP 1 507 451 B9 |
| (12) |
KORRIGIERTE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
|
Hinweis: Bibliographie entspricht dem neuesten Stand |
| (15) |
Korrekturinformation: |
|
Korrigierte Fassung Nr. 1 (W1 B1) |
|
Korrekturen, siehe Ansprüche |
| (48) |
Corrigendum ausgegeben am: |
|
08.11.2006 Patentblatt 2006/45 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
13.09.2006 Patentblatt 2006/37 |
| (22) |
Anmeldetag: 27.05.2003 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/EP2003/005588 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 2003/098994 (04.12.2003 Gazette 2003/49) |
|
| (54) |
VORRICHTUNG ZUM MÄHEN VON PFLANZEN
DEVICE FOR MOWING PLANTS
DISPOSITIF POUR MOISSONNER DES PLANTES
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
27.05.2002 DE 10224151
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
23.02.2005 Patentblatt 2005/08 |
| (73) |
Patentinhaber: Maschinenfabrik Bernard Krone GmbH |
|
48480 Spelle (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- EHLERT, Detlef
14476 Satzkorn (DE)
- KRAATZ, Siegwart
14480 Potsdam (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Pott, Ulrich et al |
|
Busse & Busse,
Patentanwälte,
Grosshandelsring 6 49084 Osnabrück 49084 Osnabrück (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 1 657 043 DE-A- 3 623 563 DE-C- 920 458 US-A- 2 079 945 US-A- 2 782 582
|
DE-A- 2 929 184 DE-C- 904 121 FR-A- 2 309 126 US-A- 2 728 181
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Mähen von Pflanzen durch ein
umlaufendes endloses Schneidband mit Zähnen, wobei zur Führung des Schneidbandes ein
Rahmen, Umlenkräder sowie eine untere Führungsschiene angeordnet sind und der im Eingriff
befindliche Bereich des Schneidbandes zur Fixierung an der unteren Führungsschiene
mit Führungsklammern zusammenwirkt. Eine derartige Vorrichtung ist beispielsweise
anwendbar in der Landwirtschaft zum Mähen von Halmfutter und von Getreidekulturen.
[0002] Zum Mähen von Futterpflanzen und Getreidekulturen auf landwirtschaftlich genutzten
Flächen werden Fingerbalkenmähwerke und Doppelmessermähwerke verwendet, deren Messerklingen
eine oszillierende Bewegung ausführen. Fingerbalkenmähwerke besitzen sinusförmig bewegte
Messerbalken, deren Klingen mit einer Gegenschneide drücken und nach dem Prinzip des
Scherenschnittes abtrennen.
[0003] Bei Doppelmessermähwerken bildet ein gegenläufig bewegter zweiter Messerbalken die
erforderliche Gegenschneide. Infolge der sinusförmigen Bewegungen arbeiten diese Mähwerke
nicht mit konstanter Schnittgeschwindigkeit, sondern in einem Geschwindigkeitsspektrum
von Null bis zu einer begrenzten Maximalgeschwindigkeit. Diese ist infolge der auftretenden
hohen Massenkräfte auf wenige Meter je Sekunde beschränkt.
[0004] Grundsätzlich ist einzuschätzen, daß oszillierende Mähwerke nur begrenzte Fahrgeschwindigkeiten
und Flächenleistungen ermöglichen. Insbesondere neigen Fingerbalkenmähwerke zu Verstopfungen
bei üppigen und krautigen Pflanzenbeständen sowie bei auftretendem Messerverschleiß
zu unbefriedigenden Schnitteigenschaf ten.
[0005] Aus der US-A-2,728,181 ist eine Vorrichtung der eingangs genannten Art bekannt, bei
der der im Eingriff befindliche Bereich des Schneidbandes zur Fixierung an der unteren
Schiene mit Führungsklammern zusammenwirkt, die diesen Bereich fest fixieren. Das
kann jedoch dazu führen, daß zwischen Führungsschiene und Schneidband gelangendes
Pflanzenmaterial zu Betriebsbeeinträchtigungen z.B. in Gestalt von Verklemmungen führt.
[0006] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung zu schaffen, mit welcher
der Schnittvorgang für eine große Arbeitsbreite mit einem hohen energetischen Wirkungsgrad
zu realisieren ist, die nur sehr geringe Herstellungskosten erfordert und bei der
darüber hinaus die Gefahr von Betriebsbeeinträchtigungen aufgrund von Verklemmungen
zu vermeiden ist. An den Schneidbändern auftretende Schäden und Verschleißerscheinungen
sollen minimiert werden. Gleichzeitig ist abzusichern, daß die Maschine mit nur geringen
Umrüstaufwendungen je nach Einsatzbedingung sowohl nach dem Prinzip des freien Schnittes
als auch mit Gegenhaltern arbeiten kann und daß bei Bedarf ein Aufbereitungseffekt
durch entsprechende Zusatzausrüstungen erzielbar ist.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst.
Zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen enthalten.
[0008] Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist durch ein umlaufendes endloses Schneidband kostengünstig
mit hoher Flächenleistung und hoher Schnittqualität herstellbar, wobei zur Führung
des Schneidbandes am Rahmen Umlenkräder sowie eine untere Führungsschiene in gattungsgemäßer
Bauart angeordnet sind und der im Eingriff befindliche Bereich des Schneidbandes zur
Fixierung an der unteren Führungsschiene mit Führungsklammern zusammenwirkt. Diese
Führungsklammern sind derart ausgebildet, daß sie das Schneidband federbelastet auf
der unteren Führungsschiene andrücken und einen festen Anschlag gegenüber Kräften
aus der Richtung der Fahrbewegung bilden. Damit ist auf der einen Seite ein sicheres
Andrücken, auf der anderen Seite jedoch auch gewährleistet, daß zwischen Führungsschiene
und Schneidband gelangendes Pflanzenmaterial nicht zu Verklemmungen führt. Dazu kann
bevorzugtermaßen ein elastisch nach oben ausweichender Niederhalter oder aber auch
ein Niederhalterbereich der Führungsklammern vorgesehen sein, wobei der Niederhalter
z.B. aus Federstahl besteht.
[0009] Als Schneidwerkzeug wird ein umlaufendes endloses gezahntes Band verwendet, dass
vorzugsweise aus dünn ausgewalztem hoch festem Stahl besteht. Dieses Schneidprinzip
zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass das Schneidband in Massenproduktion mit
geringen Kosten hergestellt werden kann. Andererseits übernimmt das Schneidband neben
der Funktion des Arbeitswerkzeugs gleichzeitig die eines Maschinenelements zur Übertragung
der mechanischen Energie. Damit sind die grundlegenden Voraussetzungen für eine universell
einsetzbare, kostengünstige Mähmaschine mit hoher Flächenleistung, geringem spezifischem
Leistungsbedarf, hoher Schnittqualität und geringem Unfallpotenzial gegeben.
Um das Schneidband für den beabsichtigten Zweck nutzen zu können, wird es über mindestens
zwei Umlenkräder ausreichenden Durchmessers mit horizontalen und in Fahrtrichtung
weisenden Achsen während des Mähvorgangs bewegt. Der Achsabstand der Räder entspricht
dabei der ungefähren nutzbaren Arbeitsbreite. Um die Antriebsenergie für das Mähen
auf das Schneidband effektiv übertragen zu können, wird vorzugsweise mindestens eines
der Umlenkräder angetrieben. In dieser Anordnung bewirkt der in der gewünschten Schnitthöhe
geführte untere Schneidtrum das Abmähen der Pflanzen. Der obere in entgegengesetzte
Richtung laufende Trum des Schneidbandes kann bei Bedarf und gegebenen Voraussetzungen
zur Schaffung einer zusätzlichen Schnittebene für die weitere Einkürzung von langem
Mähgut genutzt werden.
Mit der Wahl der Geschwindigkeit des umlaufenden Bandes ist neben dem Schnitt mit
Gegenhaltern ein freier Schnitt ohne Gegenschneide möglich. Die dazu erforderliche
Anpassung der Schnittgeschwindigkeit kann abgesichert werden durch das Ausnutzen der
bei vielen Traktoren wahlweise zur Verfügung stehenden Zapfwellendrehzahlen von 540
und 1000 U/min oder durch die Änderung des Übersetzungsverhältnisses bei Keilriementrieben
bzw. durch Schaltgetriebe. Um das bei geringer Schnittgeschwindigkeit erforderliche
zusätzliche Abstützen der Halme zu erreichen, werden mit geringem Aufwand zu montierende
Führungsschienen eingesetzt, die mit der erforderlichen hohen Anzahl von Gegenhaltern
bestückt sind.
[0010] Zur sicheren Führung des Schneidbandes und zu seinem Schutz außerhalb des Bereichs
der Umlenkräder werden im unteren und ggf. im oberen Trum Führungselemente, vorzugsweise
als Führungsschienen mit Führungsklammern eingesetzt. Zur Abstützung der im Bereich
der Umlenkung entgegengesetzt zur Fahrtrichtung auftretenden Kräfte sind die Umlenkräder
mit einem zusätzlichen Anlaufbund versehen.
Um zu verhindern, dass sich während des Schnittvorgangs das Schneidband abhebt und
sich Erd- und Pflanzenpartikel zwischen Führungsschiene und Schneidband anlagern,
wird der Rahmen der Mähmaschine nach vorn geneigt. Durch diese Anstellung entsteht
von oben auf das Schneidband ein zusätzlicher Anpressdruck sowie eine Abschirmungswirkung
des Schneidbandes gegenüber Ablagerungen.
Das Schneidband besteht ähnlich der Ausführung bei industriell produzierten Bandsägen
aus verschleißfestem hoch elastischen Stahl. Zum Erzielen einer maximalen Nutzungsdauer
ist das Schneidband mit beidseitig wirkenden Zähnen versehen, die so ausgeführt sind,
dass durch Umlegen des Schneidbandes jeweils zwei nutzbare Verschleißkanten an den
Zähnen entstehen.
Um bei der Bandmähmaschine eine erforderliche Schnitthöhenverstellung zu ermöglichen,
besteht die untere Führungsschiene aus zwei gegeneinander beweglichen Teilen. Das
Oberteil ist zur Auflage des Schneidbandes fest mit dem Rahmen verbunden und das gleichzeitig
als Gleitblech zur Bodenauflage ausgeführte Unterteil kann so geschwenkt werden, dass
unterschiedliche Schnitthöhen entstehen.
Zur Vermeidung von Überlastungen infolge größerer Hindernisse in der Schneidebene
ist das Mähwerk um eine horizontale Achse nach hinten schwenkbar gelagert und so am
Basisfahrzeug aufgehängt, dass gleichzeitig mit dem Schwenkvorgang ein zusätzliches
Anheben der Mähmaschine gekoppelt ist.
[0011] Zum Erzielen eines ggf. gewünschten Aufbereitungseffektes im gemähten Gut wird ein
Rotor mit waagerechter Drehachse im Bereich zwischen den Umlenkrädern angeordnet,
dessen Wirkung sowohl über die Drehzahl als auch durch die Form und die Anstellung
zusätzlicher Schikanen auf der unteren Führungsschiene bestimmt wird.
[0012] Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
Die zugehörigen Figuren zeigen:
- Fig. 1:
- Bandmähmaschinendarstellung entgegen Fahrtrichtung
- Fig. 2:
- Bandmähmaschinendarstellung in Fahrtrichtung
- Fig. 3:
- Bandmähmaschine in der Seitenansicht
- Fig. 4:
- Führungsschiene in der Draufsicht
- Fig. 5:
- Führungsschiene im Querschnitt
[0013] Gemäß Fig.1 besteht das Bandmähwerk im wesentlichen aus einem endlosen umlaufenden
Schneidband 1 aus hoch festem elastischen Stahl. Erfindungsgemäß wird die Führung
des Schneidbandes 1 durch einen Rahmen 2, die Umlenkräder 3 und 4, die untere Führungsschiene
5 und die obere Führung in Form eines Abstreif- und Führungselementes 6 erreicht.
Der Rahmen 2 stellt entsprechend Fig. 1; 2; 3 die Verbindung zur Basismaschine (Traktor,
Selbstfahrer, Geräteträger) her; er trägt die Lagerstellen für die Umlenkräder 3;
4 und den Aufbereitungsrotor 7 und dient zur Befestigung der unteren Führungsschiene
5 sowie der oberen Führung in Form des oberen Abstreif- und Führungselementes 6 des
Schneidbandes 1. Die Koppelpunkte am Rahmen 2 sind so beschaffen, dass ein direktes
Koppeln der Bandmähmaschine an den unteren Lenkern von genormten Frontanbauvorrichtungen
-vorrangig an Traktoren- möglich wird. Das Betreiben der Mähmaschine im Heckanbau
ist über einen entsprechend ausgeführten Ausleger ebenso möglich.
[0014] Zum Ein- und Ausbau des Schneidbandes 1 sowie zur Gewährleistung eines exakten Bandlaufs
sind die Achsen der Umlenkräder 3; 4 hinsichtlich ihres Abstands zueinander und in
ihrer Neigung zwecks Laufrichtungskorrektur verstellbar angeordnet. Für einen zeitsparenden
Wechsel des Schneidbandes 1 dient eine Schnellspannrichtung 8 nach Fig.2, die nach
erfolgtem Spannen des Bandes die für einen exakten Lauf ausgerichtete Achsenzuordnung
wieder herstellt.
[0015] Der untere Trum des Schneidbandes 1 läuft auf einer Führungsschiene 5 und wird mittels
Führungsklammern 9 entsprechend Fig. 4 u. 5 an einem Ausweichen nach hinten und nach
oben gehindert. Die Führungsklammern 9 besitzen eine feste Anlaufkante 10 zum Abstützen
der aus der Fahrbewegung resultierenden Schnittkraftkomponenten. Um zu verhindern,
dass ein Abheben des Schneidbandes 1 von der Führungsschiene 5 erfolgt und zwischen
Führungsschiene 5 und Schneidband 1 gelangtes Pflanzenmaterial zu Verklemmungen führt,
ist ein elastisch nach oben ausweichender Niederhalter 11 aus Federstahl angebracht.
Zum Erzielen einer zusätzlichen Reinigungswirkung auf der Schneidbandoberfläche sind
die Niederhalter 11 vorzugsweise in einem Winkel von 30 bis 45 Grad angestellt. Wird
das Material nach dem Prinzip des freien Schnitts gemäht, sind nur wenige Führungsklammern
9 auf der Führungsschiene 5 erforderlich. Soll der Schnittvorgang mit reduzierter
Schnittgeschwindigkeit erfolgen, so sind die Führungsklammern 9 mit geringem Abstand
untereinander in entsprechend höherer Anzahl auf der Führungsschiene als Gegenhalter
anzuordnen (Fig. 4) . Werden die Niederhalter 11 in der Weise ausgelegt, dass sie
über die vordere Schneidkante des Schneidbandes 1 hervorragen, so kann in diesem Fall
zusätzlich ein Schutzeffekt für das Schneidband 1 gegenüber auf dem Boden liegenden
Hindernissen erreicht werden.
[0016] Zur besseren Anpassung der Führungsschiene 5 an die jeweils vorhandenen Bodenkonturen
wird diese vozugsweise in senkrechter Richtung biegeelastisch ausgeführt (Fig. 2).
Damit biegt sie sich, wenn sie ausgehoben wird, infolge der Eigenlast in der Mitte
nach unten durch. Läuft sie in der Mitte auf Bodenerhöhungen auf, erfolgt andererseits
eine begrenzte Durchbiegung nach oben.
[0017] Bei der Ausführung des Schneidbands 1 gibt es ein breites Optimierungspotenzial zum
Erzielen optimaler Schnitteigenschaften und Standzeiten. So können Werkstoffeigenschaften,
Banddicke, Bandbreite und Zahnformen den charakteristischen Einsatzbedingungen angepasst
werden. Erfindungsgemäß sind die Schneidzähne so ausgeführt, dass das Schneidband
1 in beiden Bewegungsrichtungen eingesetzt werden kann. Dieses ist durch entsprechende
Formgebung der Schneidzähne sowie durch Umlegen des Schneidbandes 1 erreichbar.
[0018] Insbesondere beim Mähen von überständigen und faserigen Pflanzen können sich Pflanzenpartikel
um die Kanten der Schneidzähne des Bandes legen und somit die Schnittwirkung negativ
beeinträchtigen. Um einen dann notwendigen Reinigungseffekt zu erzielen, wird das
Schneidband 1 im Bereich des oberen Trums zwischen Abstreif- und Führungselementen
6 hindurchgeführt. Zum Erreichen des gewünschten Abstreifeffektes werden diese schräg
zur Bewegungsrichtung des Schneidbandes 1 angestellt und so angeordnet, dass nur jeweils
eine einseitige Bandanlage erfolgt. Die notwendige Auflagekraft wird dabei durch eine
geringfügige Auslenkung des Schneidbandes 1 sowie infolge der funktionsbedingt vorhandenen
Bandspannung erzeugt.
[0019] Um zu verhindern, dass im Bereich der Umlenkräder 3;4 stehendes oder bereits abgemähtes
Gut zu Stauerscheinungen vor den Umlenkrädern führt, werden diese mit zusätzlichen
radial angeordneten Räumelementen 12 versehen, die entsprechend ihrer Drehbewegung
das Schnittgut seitlich beräumen.
[0020] Auf landwirtschaftlichen Flächen muss mit dem Auftreten von größeren Hindernissen
gerechnet werden. Ohne einen Überlastschutz würde ein Kontakt zu ernsthaften Schäden
an der Bandmähmaschine führen. Erfindungsgemäß kann die Bandmähmaschine durch eine
spezielle Überlastsicherung wirksam geschützt werden. Dazu wird entsprechend Fig.3
der obere Anlenkpunkt A der Mähmaschine vorzugsweise über ein in der Länge verstellbares
Koppelglied (Lochschiene; Spannschloss) 13 mit dem traktorseitigen Anlenkpunkt A'
verbunden. Zwischen den Anschlagpunkten A' und B werden vorzugsweise eine Gliederkette
14 und eine Zugfeder 15 eingehängt, die bei in Arbeitsstellung abgesenkter Mähmaschine
eine einstellbare Reduzierung der Auflagekraft der Führungsschiene auf dem Boden bewirken.
Befindet sich ein vom Maschinenbediener nicht erkanntes Hindernis im Bereich der unteren
Führungsschiene 5, entsteht durch das Anfahren ein Moment um die unteren Anlenkpunkte
B, das eine zusätzliche Kraftwirkung im Koppelglied 13. Infolge dieser Kraftwirkung
werden durch die Zugwirkung des Koppelgliedes 13 die unteren Lenker des Traktors 16
über den Rahmen der Mähmaschine 2 auf einer Kreisbahn um den Punkt B' nach oben ausgehoben.
Auf Grund der kinematischen Verhältnisse weicht damit die untere Führungsschiene 5
nach hinten aus und hebt sich als zusätzlicher Sicherungseffekt gleichzeitig nach
oben aus dem Gefahrenbereich heraus. Mit dieser Lösung wird gleichzeitig eine von
der wirkenden Horizontalkraft abhängige selbsttätige Regelung der Auflagekraft der
Führungsschiene 5 auf dem Erdboden erreicht. Im Falle des Ansteigens der durch die
Fahrbewegung und die Auflagekraft verursachten Horizontalkraft auf die Führungsschiene
5 entsteht im Koppelglied eine Zugkraft, die eine Entlastung der Führungsschiene 5
und somit der resultierenden Horizontalkraft bewirkt.
[0021] Zur einfachen Einstellung der Schnitthöhe besteht die untere Führungsschiene 5 aus
einer Schneidbandauflage 17 und einer Gleitschiene 18 nach Fig. 5. Die Schneidbandauflage
17 ist mit dem Rahmen 2 verbunden und nimmt somit immer die gleiche Lage zum Schneidband
1 ein. Die Gleitkufe 18 ist mit der Schneidbandauflage 17 gelenkig verbunden und wird
gegenüber dem Rahmen 2 mit einer Stütze 19 gelenkig verbunden. Diese Stütze 19 ist
in ihrer Länge verstellbar und somit die Schnitthöhe.
[0022] Zum Erzielen eines ggf. erwünschten Aufbereitungseffekts kann ein mit Zinken besetzter
Förder- und Aufbereitungsrotor 7 zwischen den Umlenkrädern 3;4 angeordnet werden.
Dabei steht die Rotorachse annähernd über der unteren Führungsschiene 5 und die äußeren
Spitzen der Zinken 20 reichen maximal bis dicht an die nach oben durchgebogene Führungsschiene
5 heran. Im Bereich des inneren Teils der Umlenkräder 3, 4 sind die Zinken 21 so abgewinkelt,
dass ihre Spitzen bis in den Ein- bzw. Auslaufbereich des Schneidbandes 1 hineinreichen,
ohne dabei die Umlenkräder 3;4 zu berühren. Durch die Wahl der Drehzahl des Rotors
7 sowie durch die wahlweise Anordnung zusätzlicher in ihrer Wirkung einstellbarer
Schikanen 22 ist es möglich, den Aufbereitungsgrad den agrotechnischen Anforderungen
entsprechend anzupassen. Die untere Drehzahl des Rotors 7 ist so bemessen, dass zur
Vermeidung von Verstopfungen der erforderliche Fördereffekt noch gewährleistet wird.
[0023] Die Erfindung ist nicht beschränkt auf die hier dargestellten Ausführungsbeispiele.
Vielmehr ist es möglich, durch Kombination und Modifikation der genannten Mittel und
Merkmale weitere Ausführungsvarianten zu realisieren, ohne den Rahmen der Erfindung
zu verlassen.
Bezugszeichenliste
[0024]
- 1
- Schneidband
- 2
- Rahmen
- 3
- Umlenkrad
- 4
- Umlenkrad
- 5
- untere Führungsschiene
- 6
- Abstreif- und Führungselement
- 7
- Aufbereitungsrotor
- 8
- Schnellspanneinrichtung
- 9
- Führungsklammer
- 10
- Anlaufkante
- 11
- Niederhalter
- 12
- Räumelement
- 13
- Koppelglied
- 14
- Gliederkette
- 15
- Zugfeder
- 16
- unterer Lenker
- 17
- Schneidbandauflage
- 18
- Gleitkufe
- 19
- Stütze
- 20
- Zinken
- 21
- abgewinkelter Zinken
- 22
- Schikane
- A; A'
- obere Anlenkpunkte
- B; B'
- untere Anlenkpunkte
1. Vorrichtung zum Mähen von Pflanzen durch ein umlaufend endloses Schneidband mit Zähnen,
wobei zur Führung des Schneidbandes (1) ein Rahmen (2), Umlaufräder (3, 4) sowie eine
untere Führungsschiene (5) angeordnet sind und der im Eingriff befindliche Bereich
des Schneidbandes (1) zur Fixierung an der unteren Führungsschiene (5) mit Führungsklammern
(9) zusammenwirkt, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsklammern (9) derart ausgebildet sind, daß sie das Schneidband (1) federbelastet
auf der unteren Führungsschiene (5) andrücken und einen festen Anschlag gegenüber
Kräften aus der Richtung der Fahrbewegung bilden.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsklammern (9) eine Anlaufkante (10) aufweisen und mit Niederhaltern (11)
zusammenwirken.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Niederhalter (11) derart angeordnet sind, daß sie für andere Betriebsweisen als
den freien Schnitt über die vordere Schnittkante des Schneidbandes (1) hervorragen.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umlenkräder (3,4) einen Anlaufbund aufweisen.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Schneidband (1) einen Schnittvorgang in einer unteren und/oder oberen Schnittebene
realisiert.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die untere Führungsschiene (5) in vertikaler Richtung biegeelastisch ausgebildet
ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (2) der Mähmaschine während des Mähens nach vorn geneigt ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Schneidband (1) Schneidzähne aufweist, die in beide Bewegungsrichtungen wirksam
sind und die durch auftretenden Verschleiß an den jeweils aktiven Schnittkanten die
passiven Schnittkanten wieder in einen schneidfähigen Zustand bringen.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb des Rahmens (2) zwischen den Umlenkrädern (3, 4) ein Aufbereitungsrotor
(7) anordenbar ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Förder- und Aufbereitungsrotor (7) Zinken (20, 21) aufweist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß an der unteren Führungsschiene (5) Schikanen (22) angeordnet sind.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Schikanen (22) in ihrem Winkel verstellbar ausgebildet sind.
13. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidzähne zwei nutzbare Schneidkanten aufweisen.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß ein Koppelglied (13) oberhalb eines Anlenkpunktes (B) von unteren Lenkern eines Dreipunktanbaus
für Traktoren am Rahmen angebracht und mit einem traktorseitigen Anlenkpunkt (A')
verbunden ist, weicher sich seinerseits oberhalb des traktorseitigen Anlenkpunktes
(B') befindet.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Anlenkpunkt (A') und (B) ein Zugmittel als Gliederkette (14) in Kombination
mit einer Zugfeder (15) vorgesehen ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß als traktorseitiger Anschlag des Zugmittels der vorhandene obere Anschlagpunkt (A')
des standardisierten Dreipunkt-Anbaus genutzt wird.
1. Device for mowing plants by means by means of a toothed cutting strip which is endless
in circulation, a frame (2), return pulleys (3, 4) and a bottom guide rail (5) being
arranged to guide the cutting strip (1) and, for location against the bottom guide
rail (5), that region of the cutting strip (1) which is in engagement co-operating
with guiding braces (9), characterised in that the guiding braces (9) are so formed that they press the cutting strip (1) against
the bottom guide rail (5) under spring loading and form a solid abutment against forces
coming from the direction of forward movement.
2. Device according to claim 1, characterised in that the guiding braces (9) have a contacting edge (10) and co-operate with hold-downs
(11).
3. Device according to claim 2, characterised in that the hold-downs (11) are so arranged that they project beyond the front cutting edge
of the cutting strip (1) for modes of operation other than free cutting.
4. Device according to claim 1, characterised in that the return pulleys (3, 4) have a retaining collar,
5. Device according to claim 1, characterised in that the cutting strip performs a cutting operation in a lower and/or an upper plane of
cut.
6. Device according to claim 1, characterised in that the bottom guide rail (5) is formed to be elastic in bending in the vertical direction.
7. Device according to claim 1, characterised in that the frame (2) of the mower is inclined forwards during mowing.
8. Device according to one of claims 1 to 7, characterised in that the cutting strip (1) has cutting teeth which act in both directions of movement
and which, by means of wear which occurs at whichever cutting edges are active at
the time, restore the passive cutting edges to a state in which they are capable of
cutting.
9. Device according to claim 1, characterised in that a conditioning rotor (7) is arranged inside the frame (2), between the return pulleys
(3, 4).
10. Device according to claim 9, characterised in that the feeding and conditioning rotor (7) has tines (20, 21).
11. Device according to one of claims 1 to 10, characterised in that chicanes (22) are arranged on the bottom guide rail (5)
12. Device according to claim 11, characterised in that the chicanes (22) are so designed that their angle can be adjusted.
13. Device according to claim 8, characterised in that the cutting teeth have two usable cutting edges.
14. Device according to one of claims 1 to 13, characterised in that a coupling member (13) is mounted on the frame above a hinge point (B) for bottom
bars of a three-point linkage for tractors and is connected to a hinge point (A')
on the tractor side which in turn is situated above the hinge point (B') on the tractor
side.
15. Device according to claim 14, characterised in that a tractive means is provided between the hinge points (A') and (B) in the form of
an open-link chain (14) in combination with a tension spring (15).
16. Device according to claim 14, characterised in that the existing upper abutment point (A') of the standardised three-point linkage is
used as the abutment on the tractor side for the tractive means.
1. Dispositif pour couper des végétaux à l'aide d'une bande de coupe (1) sans fin, circulant,
portant des dents, et guidée par un châssis (2), des roues de renvoi (3, 4) ainsi
qu'un rail de guidage inférieur (5) et la zone active de la bande de coupe (1), coopère
avec des pinces de guidage (9) du rail de guidage inférieur (5) pour être tenue,
caractérisé en ce que
les pinces de guidage (9) sont réalisées pour pousser élastiquement la bande de coupe
(1), contre le rail de guidage inférieur (5) et former un appui fixe pour les efforts
dans la direction du mouvement de déplacement.
2. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
les pinces de guidage (9) comportent une arête d'attaque (10) et coopèrent avec les
organes de retenue (11).
3. Dispositif selon la revendication 2,
caractérisé en ce que
les organes de retenue (11) viennent en saillie au-delà de l'arête de coupe avant
de la bande de coupe (1) pour d'autres modes de fonctionnement que la coupe libre.
4. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
les roues de renvoi (3, 4) comportent une rampe de guidage.
5. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la bande de coupe (1) réalise une coupe dans un plan de coupe inférieur et/ou supérieur.
6. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le rail de guidage inférieur (5) est flexible dans la direction verticale.
7. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le châssis (2) de la moissonneuse est incliné vers l'avant pendant la coupe.
8. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce que
la bande de coupe (1) comporte des dents qui travaillent dans les deux sens de déplacement
et réafutent les arêtes de coupe passives par l'usure au niveau des arêtes de coupe
actives.
9. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'
un rotor de préparation (7) est installé dans le châssis (2) entre les roues de renvoi
(3, 4).
10. Dispositif selon la revendication 9,
caractérisé en ce que
le rotor de transfert et de préparation (7) comporte des dents (20, 21).
11. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 10,
caractérisé en ce que
des chicanes (22) sont prévues sur le rail de guidage inférieur (5).
12. Dispositif selon la revendication 11,
caractérisé en ce que
l'angle des chicanes (20) est réglable.
13. Dispositif selon la revendication 8,
caractérisé en ce que
les dents de coupe comportent deux arêtes de coupe utilisables.
14. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 13,
caractérisé par
un organe de couplage (13) au-dessus d'un point d'articulation (B) des bras inférieurs
du dispositif d'attelage en trois points pour les tracteurs prévu sur le châssis,
est relié à un point d'articulation (A') du tracteur qui se trouve lui-même au-dessus
du point d'articulation (B') du tracteur.
15. Dispositif selon la revendication 14,
caractérisé par
un moyen de traction en forme de chaîne à maillons (14) combiné à un ressort de traction
(15) entre les points d'articulation (A') et (B).
16. Dispositif selon la revendication 14,
caractérisé en ce que
le point de fixation supérieur (A') existant de l'attelage en trois points normal
est utilisé comme point de fixation pour le moyen de traction sur le tracteur.