[0001] Die Erfindung betrifft einen Wärmetauscher mit einer Vielzahl von in einem Gehäuse
angeordneter und vorzugsweise zu wenigstens einem Rohrbündel zusammengefaßter Rohre
sowie mehreren das Gehäuse in separate Bereiche unterteilenden Zwischenwänden.
[0002] Wärmetauscher der vorgenannten Art sind aus dem Stand der Technik bekannt und werden
im allgemeinen als Röhrenwärmetauscher bezeichnet. Sie dienen dem Wärmeaustausch zwischen
zwei unterschiedlich temperierten Medien, wobei das eine Medium in den zumeist als
Rohrbündeln zusammengefaßten U-förmig ausgebildeten Röhren geführt wird, wohingegen
das andere Medium im Quer- oder Längsstrom hierzu an den Röhren des Wärmetauschers
vorbeigeführt wird. Als zweites Medium, aus dem die Wärme abgeführt und an das durch
die Röhren geleitete erste Medium überführt werden soll, dient zumeist ein hocherhitztes
Fluid in Form von Wasserdampf, Wasser oder Inertgas.
[0003] Bevorzugterweise weist das die Rohre des Wärmetauschers aufnehmende Gehäuse eine
Mehrzahl von Zwischenwänden auf, infolge deren Anordnung Gehäusebereiche entstehen.
Die Zwischenwände dienen darüber hinaus der lagesicheren und formstabilen Anordnung
der im Gehäuse des Wärmetauschers für die Wärmeübertragung angeordneten Rohre.
[0004] In nachteiliger Weise hat sich jedoch herausgestellt, daß sich das für einen Wärmeaustausch
durch die einzelnen Gehäusebereiche hindurchzuleitende zweite Medium nicht rückstandsfrei
aus den jeweiligen Gehäusebereichen herausführen läßt. Insbesondere bei der Verwendung
eines gasförmigen Fluides können sich kondensierbare Rückstände in Form von Gasblasen
bilden, die sich an von außen in nicht zugänglichen Stellen im Gehäuse konzentrieren,
d.h. ansammeln. Infolgedessen kann mit zunehmendem Betrieb des Wärmetauschers die
ursprünglich durch die einzelnen Wärmetauscherrohre zum Wärmeaustausch zur Verfügung
gestellte Oberfläche nicht mehr vollends genutzt werden, da die sich angesammelten
Fluidrückstände die einzelnen Wärmetauscherrohre nach Art eines Isolators umgeben.
Auch bilden sich insbesondere Rückstände im Bereich der Zwischenwände, so daß sich
mit zunehmender Betriebsdauer des Wärmetauschers regelrecht Isolationsschichten ausbilden
können, die nachteiligerweise den Wirkungsgrad des Wärmetauschers in zum Teil erheblichem
Maße verschlechtern können. Und so wurden bei im Betrieb befindlichen Wärmetauschern
Leistungsverluste von bis zu 50 % festgestellt.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen verbesserten Wärmetauscher bereitzustellen, der
die vorgenannten Nachteile überwindet und auch bei zunehmender Betriebsdauer einen
vergleichsweise hohen Bewegungsgrad aufweist.
[0006] Gelöst wird diese Aufgabe durch einen Wärmetauscher der eingangs beschriebenen Art, der
gekennzeichnet ist durch wenigstens ein vorzugsweise sämtliche Bereiche des Gehäuses
durchragendes Entlüftungsrohr, das eine Mehrzahl von quer zur Längserstreckung des
Rohres ausgebildete Entlüftungsbohrungen aufweist.
[0007] Anders als herkömmliche Wärmetauscher verfügt der erfindungsgemäße Wärmetauscher
über wenigstens ein Entlüftungsrohr. Dieses durchragt sämtliche Bereiche des Gehäuses,
womit sichergestellt ist, daß eine Entlüftung des gesamten Gehäuses vorgenommen werden
kann. Gebildet ist das Entlüftungsrohr aus einem nach Form und Querschnittsfläche
an den jeweiligen Anwendungsfall angepaßtes Rohr, das über eine Mehrzahl von quer
zur Längserstreckung des Rohres ausgebildete Entlüftungsbohrungen verfügt. Auf einfache
Weise kann so eine strömungstechnische Verbindung zwischen den einzelnen Gehäusebereichen
und der den Wärmetauscher umgebenden Umgebung ausgebildet werden, so daß im Gehäuseinneren
etwaig angesammelte bzw. eingeschlossene Fluidrückstände bei Bedarf vollends abgesaugt
werden können. Der Ansammlung von die Leistungsfähigkeit und damit den Wirkungsgrad
des Wärmetauschers beeinträchtigender Gas- oder Dampfrückstände kann so in vorteilhafter
Weise entgegengewirkt werden. Dabei ist die Verwendung des Entlüftungsrohres denkbar
einfach. Wird verbraucherseitig eine Verschlechterung des Wirkungsgrades des Wärmetauschers
festgestellt, so ist es nämlich lediglich erforderlich, den Betrieb des Wärmetauschers
kurzfristig einzustellen, das ansonsten verschlossene Entlüftungsrohr mittels entsprechender
Armaturen zu öffnen und die sich im Gehäuse angesammelten Fluidrückstände durch das
Entlüftungsrohr abzusaugen. Das Entlüftungsrohr kann alsdann wieder geschlossen und
der funktionsgerechte Betrieb des Wärmetauschers aufgenommen werden.
[0008] Gemäß einer alternativen Ausführungsform weist der Wärmetauscher eine Vielzahl von
Entlüftungsrohren auf, wobei je Gehäusebereich jeweils wenigstens ein Entlüftungsrohr
vorgesehen ist. Erreicht werden kann durch diese Anordnung nicht nur ein beschleunigter
Entlüftungsvorgang, auch kann so bei der Verwendung mehrerer voneinander abgedichteter
Gehäusebereiche sichergestellt werden, daß eine Vermischung der in die einzelnen Gehäusebereiche
eingebrachten Medien nicht stattfindet. Pro zu entlüftender Gehäusebereich ist dabei
wenigstens ein Entlüftungsrohr vorzusehen, das Entlüftungsbohrungen ausschließlich
im jeweils dem Entlüftungsrohr zugeordneten Gehäusebereich aufweist. Ist beispielsweise
ein Wärmetauschergehäuse in insgesamt vier Unterbereiche gegliedert, so sind mindestens
insgesamt vier Entlüftungsrohre vorzusehen, wobei jedes Entlüftungsrohr für die Entlüftung
eines der vier Unterbereiche genutzt wird. Darüber hinaus ist es natürlich auch möglich,
pro zu entlüftendem Bereich nicht nur ein sondern mehrere Entlüftungsrohre vorzusehen,
wobei auch für diese Rohre gilt, daß Entlüftungsbohrungen nur bezüglich des jeweils
zu entlüftenden Bereiches vorzusehen sind.
[0009] Sollten die einzelnen Unterbereiche des Wärmetauschergehäuses mit ein- und demselben
Medium beschickt werden, oder sollte eine mögliche Vermischung der jeweils genutzten
Medien nicht von Bedeutung sein, so ist die Verwendung unter Umständen nur eines Entlüftungsrohres
ausreichend, wobei vorzusehen ist, daß das Entlüftungsrohr wenigstens pro separatem
Bereich eine Entlüftungsbohrung aufweist. Auch bei einer solchen Ausgestaltungsform
ist natürlich der Einsatz mehrerer Entlüftungsrohre mit Bezug auf einen beschleunigten
Lüftungsvorgang von Vorteil.
[0010] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, daß die Anzahl der Entlüftungsbohrungen
pro Entlüftungsrohr sowie deren jeweiliger Durchmesser in Abhängigkeit der Verwendung
des Wärmetauschers ausgelegt sind. Zur Optimierung des Entlüftungsvorganges können
die Anzahl der Entlüftungsbohrungen sowie deren jeweilige Durchmesser variiert werden,
wobei es darauf ankommt, Entlüftungsbohrungen mit jeweils erforderlichem Querschnitt
in denjenigen Bereichen des zu entlüftenden Gehäuses zu positionieren, in denen sich
bevorzugterweise Fluidrückstände in Form von Gasblasen oder dergleichen ausbilden.
Zum einen wird durch eine solche Anordnung sichergestellt, daß die sich in den Gehäusebereichen
auszubildenden Rückstände vollends abgesaugt und mithin eine vollständige Entlüftung
des Gehäuses vorgenommen werden kann, zum anderen wird durch die zielausgerichtete
Ausbildung der Entlüftungsbohrungen ein insgesamt beschleunigter Entlüftungsvorgang
erreicht. Zur weiteren Verbesserung kann dabei zudem vorgesehen sein, daß die Entlüftungsbohrungen
ausgerichtet ausgebildet sind, was im Sinne der Erfindung meint, daß die Entlüftungsbohrungen
derart über die wirksame Länge des Entlüftungsrohres verteilt angeordnet sind, daß
eine mit Bezug auf die Verwendung des Wärmetauschers zu erwartende Rückstandsbildung
vorzugsweise vollends zur Entlüftung des Wärmetauschers abgesogen werden kann.
[0011] Erfindungsgemäße Wärmetauscher sind herstellerseitig mit einem vorbeschriebenen Entlüftungsrohr
ausgestattet. Gemäß einem besonderen Vorschlag der Erfindung kann ein Einbau erfindungsgemäßer
Lüftungsrohre jedoch auch nachträglich im Sinne einer Nachrüstung erfolgen, wobei
eine Demontage des Wärmetauschers oder der Rohrleitung nicht erforderlich ist. Vorgeschlagen
wird in diesem Zusammenhang erfindungsgemäß ein Verfahren zur Anordnung eines Entlüftungsrohres
in einem mehrere Zwischenwände aufweisenden Wärmeübertrager, bei dem ein ursprünglich
für den Wärmeaustausch vorgesehenes Rohr im Bereich oberhalb der Längsrichtung zu
unterst angeordneten Zwischenwand aufgetrennt wird und der abgetrennte Rohrabschnitt
entfernt und durch ein mit Entlüftungsbohrungen versehenes Entlüftungsrohr ersetzt
wird.
[0012] Nach dem Öffnen der Wärmetauscherwasserkammer werden die dafür vorgesehenen Rohre
in der Bündelhalterung fixiert, Teile des alten Rohres kontrolliert abgeschnitten,
ohne Nachbarrohre zu beschädigen, Kontrolle der Nachbarrohre auf Beschädigungen, neue
Rohre mit einer definierten Lochung eingesetzt, zur Rohrscheibe abgedichtet, in inneren
Sammlern zusammengeführt und durch vorhandene oder neue Behälterstutzen nach außen
geführt. Für diese gesamte Maßnahme verbleibt der Wärmetauscher im Kraftwerk und muß
lediglich abgefahren werden. Eine Demontage von Rohrleitungen ist nicht erforderlich.
[0013] Ein erfindungsgemäß nachgerüsteter Wärmetauscher bietet die schon vorbeschriebenen
Vorteile, wobei anders als bei einem bereits herstellerseitig mit einem Entlüftungsrohr
ausgestatteten Wärmetauscher gemäß erfindungsgemäßem Verfahren vorgesehen ist, daß
ein ursprünglich für den Wärmeaustausch vorgesehenes Rohr umgerüstet und im weiteren
als Entlüftungsrohr eingesetzt wird. Zu diesem Zweck wird in Abhängigkeit des Verwendungszweckes
des Wärmetauschers wenigstens eines der vorzugsweise U-förmigen Wärmeaustauschrohre
im Bereich oberhalb der in Längsrichtung zu unterst angeordneten Zwischenwand aufgetrennt.
Der so abgetrennte Schenkel des U-förmigen Rohres wird alsdann entfernt und durch
ein mit Entlüftungsbohrungen versehenes Entlüftungsrohr ersetzt. Dieser dann als Entlüftungsrohr
dienende Teilabschnitt des U-förmigen Rohres kann dann zur Entlüftung des Wärmetauschers
in der schon vorbeschriebenen Weise eingesetzt werden. Zweckmäßigerweise wird auch
der andere Schenkel des U-förmigen Rohres in gleicher Weise abgetrennt und durch ein
Entlüftungsrohr ersetzt oder, falls dies weder erwünscht noch erforderlich sein sollte,
abgedichtet. In jedem Fall ist jedoch das ursprünglich als Wärmeaustauschrohr dienende
U-förmige Rohr des Wärmetauschers vom Wärmetauschkreislauf abzukoppeln.
[0014] Zur lagesicheren Anordnung des Entlüftungsrohres ist gemäß einem weiteren Merkmal
der Erfindung vorgesehen, daß das ursprünglich für den Wärmeaustausch vorgesehene
Rohr vor seiner Abtrennung im Bereich oberhalb der Zwischenwand geweitet wird. Dies
kann vorzugsweise mittels einer Sonde erfolgen, mittels der über eine definierte Länge
eine endseitige Aufweitung des im Wärmetauscher verbleibenden Rohrabschnittes vorgenommen
werden kann. Durch ein Aufweiten des Rohres wird sichergestellt, daß der im Wärmetauscher
verbleibende Rohrabschnitt nach seiner Auftrennung nicht in seiner Position verrutscht,
sondern vielmehr lagesicher gehalten wird. Zudem kann die Rohrweitung der Ausbildung
einer Rohraufnahme für das einzubringende Entlüftungsrohr dienen. In die auf diese
Weise ausgebildete Rohraufnahme kann sodann das Entlüftungsrohr eingeführt und verankert
werden. Zu diesem Zweck kann die Rohraufnahme als Preßsitz ausgestaltet werden. Auch
eignen sich andere Verbindungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel das Verkleben.
[0015] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung anhand
der nachfolgenden Figuren. Dabei zeigen:
- Fig. 1:
- in schematischer Darstellung den erfindungsgemäßen Wärmetauscher gemäß einer ersten
Ausführungsform;
- Fig. 2:
- in schematischer Darstellung den erfindungsgemäßen Wärmetauscher gemäß einer zweiten
Ausführungsform;
- Fig.3:
- in einer schematischen Darstellung einen Teilausschnitt eines ursprünglich für den
Wärmeaustausch vorgesehenen Rohres;
- Fig. 4:
- in einer schematischen Darstellung einen Teilausschnitt eines ursprünglich für den
Wärmeaustausch vorgesehenen Rohres mit einer endseitig ausgebildeten Erweiterung und
- Fig. 5:
- in einer schematischen Darstellung einen Teilausschnitt eines für den Wärmeaustausch
vorgesehenen Rohres, in welches ein der Entlüftung dienendes Rohr eingeführt ist;
- Fig. 6:
- in einer schematischen Darstellung einen Teilausschnitt eines für den Wärmetausch
vorgesehenen Rohres, in welches gemäß einer alternativen Ausführungsform ein der Entlüftung
dienendes Rohr eingeführt ist.
[0016] Dargestellt ist in Fig. 1 in schematischer Ansicht der untere Teilbereich eines Wärmetauschers
1. Gebildet ist der Wärmetauscher 1 durch eine Vielzahl von in einem Gehäuse 2 angeordneter
und zu Rohrbündeln zusammengefaßter U-förmiger Rohre 3. Vorgesehen sind des weiteren
mehrere Zwischenwände 4, die das Gehäuse 2 in separate Bereiche 5 unterteilen.
[0017] Durchströmt werden die Rohre 3 von einem aufzuwärmenden Medium, das in Strömungsrichtung
10 in die Rohre 3 hineinfließt und diese in Strömungsrichtung 11 wieder verläßt. Zugeführt
über die Einführungen 17, die auch als zentral ausgebildete Einzel-Einführung ausgestaltet
sein kann, wird gemäß der Strömungsrichtung 12 in jeden Teilbereich 5 des Gehäuses
2 ein zweites Medium, das quer zur Ausrichtung der Rohre 3 durch die Bereiche 5 des
Gehäuses 2 hindurchströmt und das Gehäuse durch die Auslaßöffnungen 6 in Strömungsrichtung
13 wieder verläßt. Beim Durchströmen des Gehäuses 2 gibt dabei das durch die Teilbereiche
5 geleitete Medium in an sich bekannter Weise die von ihm getragene Wärmeenergie an
das durch die Rohre 3 geführte Medium ab. Es versteht sich dabei von selbst, daß das
zweite Medium auch in anderer als in der Fig. 1 dargestellten Weise in den Wärmetauscher
eingeführt werden kann.
[0018] In nachteiliger Weise kann es zu Mediumsrückständen innerhalb des Gehäuses 2, das
heißt innerhalb der einzelnen Bereiche 5 kommen, die sich beispielsweise dadurch ausbilden,
daß das quer zu den Rohren 3 durch das Gehäuse 2 geleitete Medium nicht vollständig
durch die Auslässe 18 abgeführt wird, infolgedessen sich in Form von Blasen oder dergleichen
nicht kondensierbare Gaspolster an den Rohrleitungen 3 bzw. an den Zwischenwänden
4 ausbilden können. Diese Rückstände können in nachteiliger Weise als Isolator wirken
und einen Leistungsverlust von bis zu 50 % hervorrufen.
[0019] Zur Vermeidung des vorbeschriebenen Nachteils ist erfindungsgemäß ein Entlüftungsrohr
6 vorgesehen, daß vorzugsweise sämtliche Bereiche 5 des Gehäuses 2 durchragt und eine
Mehrzahl von quer zur Längserstreckung 14 des Rohres 6 ausgebildeten Entlüftungsbohrungen
aufweist. Sich etwaige im Gehäuse 2 bildende Fluidrückstände können über dieses Entlüftungsrohr
6 abgesaugt und an die den Wärmetauscher 1 umgebende Umgebung abgegeben werden. Der
Einsatz des Entlüftungsrohres 6 schafft mithin die Möglichkeit, das Gehäuse 2 des
Wärmetauschers 1 von etwaigen Fluidrückständen zu befreien, wobei auch bei zunehmender
Betriebsdauer des Wärmetauschers 1 ein vergleichsweise hoher Wirkungsgrad sichergestellt
ist.
[0020] Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 zeigt einen erfindungsgemäßen Wärmetauscher 1,
in dem bereits herstellerseitig ein Entlüftungsrohr 6 eingebracht ist. Im Unterschied
hierzu zeigt das Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 einen mit einem Entlüftungsrohr im
vorgenannten Sinne nachgerüsteten Wärmetauscher 1. Vorgesehen ist bei dieser Ausgestaltungsform,
daß ein ursprünglich für den Wärmeaustausch vorgesehenes Rohr 3 im Bereich oberhalb
der in Längsrichtung 14 zu unterst angeordneten Zwischenwand 4 an der mit 8 bezeichneten
Stelle aufgetrennt wurde und der abgetrennte Rohrabschnitt entfernt und durch ein
mit Entlüftungsbohrungen 15 versehenes Entlüftungsrohr 6 ersetzt wurde. Der übrige
Teilbereich 7 des ursprünglich für den Wärmeaustausch vorgesehenen Rohres 3 verbleibt
im Wärmetauscher 1 und wird endseitig durch einen Stopfen 9 verschlossen. Zur Ermittlung
der Lage der innerhalb des Wärmetauschers angeordneten Zwischenwände 4 kann in einem
vorgeschalteten Verfahrensschritt eine Wirbelstrommessung durchgeführt werden. Die
Funktionsweise dieses nachträglich im Sinne einer Nachrüstung in den Wärmetauscher
1 eingebrachten Entlüftungsrohres 6 entspricht derjenigen, wie bereits zu Fig. 1 beschrieben.
[0021] Zur Anordnung eines Entlüftungsrohres 6 im Sinne einer Nachrüstung ist erfindungsgemäß
ein Verfahren vorgesehen, das anhand der Fign. 3 bis 6 näher beschrieben werden soll.
Dargestellt ist in den Fign. 1 bis 6 in schematischer Teilansicht ein Teilausschnitt
des ursprünglich für den Wärmeaustausch vorgesehenen Rohres 3 im Bereich der in Fig.
2 mit 8 bezeichneten Auftrennstelle. In einem ersten Verfahrensschritt, der in Fig.
3 dargestellt ist, wird zunächst das ursprünglich für den Wärmeaustausch vorgesehene
Rohr 3 vorzugsweise im Bereich oberhalb der in Längsrichtung 14 zu unterst angeordneten
Zwischenwand aufgetrennt. Schematisch dargestellt ist dies in Fig. 3 durch die mit
der Strichlinie angedeutete Trennstelle 8. Nach einem Auftrennen des Rohres 3 wird
der abgetrennte Rohrabschnitt 18 sodann aus dem Wärmetauscher 1 entfernt und durch
ein mit Entlüftungsbohrungen 15 versehenes Entlüftungsrohr 6 ersetzt. Zur lagesicheren
Anordnung des Entlüftungsrohres 6 wird der im Wärmeübertrager 1 verbleibende Teilabschnitt
7 des ursprünglich für den Wärmeaustausch vorgesehenen Rohres 3 zur Ausbildung einer
Rohraufnahme 16 aufgeweitet. Dargestellt ist diese Rohraufweitung in Fig. 4. Sobald
dies erfolgt ist, kann in einem abschließenden Verfahrensschritt das Entlüftungsrohr
6 in den Wärmeübertrager 1 eingeschoben und in die Rohraufnahme 16 eingepaßt werden.
Das Entlüftungsrohr 6 ist, wie insbesondere Fig. 5 entnommen werden kann, rohraufnahmeseitig
verschlossen ausgebildet, zu welchem Zweck ein Verschlußelement 21 vorgesehen sein
kann. Für eine lagesichere Anordnung des Entlüftungsrohres 6 ist dieses in den im
Wärmetauscher verbleibenden Teilabschnitt 7 des Rohres 3 eingesteckt. Alternativ ist
auch ein Verkleben möglich.
[0022] Eine alternative Ausgestaltungsform zur Verbindung des Entlüftungsrohres 6 mit dem
im Wärmetauscher verbleibenden Teilabschnitt 7 des Rohres 3 zeigt Fig. 6. Dargestellt
ist hier, daß endseitig des Entlüftungsrohres 6 ein in das Entlüftungsrohr 6 eingeführtes
Verbindungselement 20 vorgesehen ist, das beispielsweise in Form eines zylindrischen
und rohraufnahmeseitig spitz zulaufenden Elements ausgebildet sein kann. Für eine
Verbindung des Entlüftungsrohres 6 mit dem im Wärmetauscher verbleibenden Teilabschnitt
7 des Rohres 3 wird das Entlüftungsrohr 6 in den Wärmetauscher eingebracht, wobei
das Verbindungselement 20 über den rohraufnahmeseitigen Rand des Entlüftungsrohres
6 hinausragt und so als Verbindung zwischen Entlüftungsrohr 6 und Teilabschnitt 7
in das Rohr 3 eingeführt wird. Unter Verwendung des Verbindungselements 20 wird somit
zum einen eine lagesichere Anordnung des Entlüftungsrohres 6 relativ zum Teilabschnitt
7 des Rohres 3 bewirkt, sowie zum anderen eine endseitige Abdichtung des Entlüftungsrohres
6 sichergestellt. Für eine lagesichere Anordnung des im Wärmetauscher verbleibenden
Teilabschnitts 7 des Rohres 3 ist dieser im Bereich der Zwischenwand 4 geweitet ausgebildet,
so daß ein unbeabsichtigtes Verrutschen des Teilabschnittes 7 wirkungsvoll verhindert
werden kann.
[0023] Alternativ zur vorbeschriebenen Verfahrensdurchführung kann auch vorgesehen sein,
daß das ursprünglich für den Wärmeaustausch vorgesehene Rohr 3 vor einem Auftrennen
zunächst im Bereich der späteren Trennstelle 8 geweitet wird. Erreicht wird hierdurch,
daß nach einer erfolgten Auftrennung des Rohres der im Wärmetauscher verbleibende
Teilabschnitt 7 des Rohres 3 nicht verrutscht, sondern vielmehr lagesicher gehalten
wird. Nach einer Auftrennung des Rohres dient die Rohrerweiterung dann als Rohraufnahme,
wie vorstehend bereits beschrieben. Eine Verfahrensdurchführung gemäß dieser Alternative
sieht mithin vor, daß für eine Nachrüstung des Entlüftungsrohres 6 zunächst ein für
den Wärmeaustausch ursprünglich vorgesehenes Rohr vorzugsweise oberhalb der zu unterst
angeordneten Zwischenwand geweitet wird. Alsdann erfolgt im Bereich dieser Erweiterung
eine Auftrennung des Rohres 3, wobei infolge der Erweiterung ein ungewolltes Verrutschen
des im Wärmetauschers 1 verbleibenden Teilabschnittes 7 des Rohres 3 unterbunden ist.
Der geweitete Endbereich des Teilabschnittes 7 dient nach einer Auftrennung des Rohres
3 zudem als Rohraufnahme 16, in die hinein das in den Wärmetauscher 1 einzubringende
Entlüftungsrohr eingepaßt wird.
Bezugszeichenliste
[0024]
- 1
- Wärmeübertrager
- 2
- Gehäuse
- 3
- Rohr
- 4
- Zwischenwand
- 5
- Bereich
- 6
- Entlüftungsrohr
- 7
- Teilabschnitt
- 8
- Trennstelle
- 9
- Stopfen
- 10
- Strömungsrichtung
- 11
- Strömungsrichtung
- 12
- Strömungsrichtung
- 13
- Strömungsrichtung
- 14
- Längsrichtung
- 15
- Entlüftungsbohrung
- 16
- Rohraufnahme
- 17
- Einlaß
- 18
- Auslaß
- 19
- Rohrabschnitt
- 20
- Verbindungselement
- 21
- Verschlußelement
1. Wärmetauscher mit einer Vielzahl von in einem Gehäuse (2) angeordneter und vorzugsweise
zu wenigstens einem Rohrbündel zusammengefaßter Rohre (3) sowie mehreren das Gehäuse
(2) in separate Bereiche (5) unterteilenden Zwischenwänden (4),
gekennzeichnet durch
ein vorzugsweise sämtliche Bereiche (5) des Gehäuses (2) durchragendes Entlüftungsrohr
(6), das eine Mehrzahl von quer zur Längserstreckung (14) des Rohres (6) ausgebildete
Entlüftungsbohrungen (15) aufweist.
2. Wärmetauscher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Entlüftungsrohr (6) wenigstens pro separatem Bereich (5) eine Entlüftungsbohrung
(15) aufweist.
3. Wärmetauscher nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzahl der Entlüftungsbohrungen (15) sowie deren jeweiliger Durchmesser in Abhängigkeit
der Verwendung des Wärmetauschers ausgelegt sind.
4. Wärmetauscher nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausrichtung der Entlüftungsbohrungen (15) in Abhängigkeit der Verwendung des
Wärmetauschers ausgelegt ist.
5. Wärmetauscher nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich das Entlüftungsrohr (6) bis zur Zwischenwand (4) des in Längsrichtung (14) zu
unterst angeordneten Bereiches (5) erstreckt.
6. Wärmetauscher nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß dieser eine Vielzahl von Entlüftungsbohrungen (15) aufweist.
7. Verfahren zur Anordnung eines Entlüftungsrohres (6) in einem mehrere Zwischenwände
(4) aufweisenden Wärmeübertrager (1), bei dem ein ursprünglich für den Wärmeaustausch
vorgesehenes Rohr (3) im Bereich oberhalb der in Längsrichtung (14) zu unterst angeordneten
Zwischenwand (4) aufgetrennt wird und der abgetrennte Rohrabschnitt entfernt und durch
ein mit Entlüftungsbohrungen (15) versehenes Entlüftungsrohr (6) ersetzt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das ursprünglich für den Wärmeaustausch vorgesehene Rohr (3) vor einer Auftrennung
geweitet wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Entlüftungsrohr (6) in eine Rohraufnahme (16) eingeführt wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der im Wärmeübertrager (1) verbleibende Rohrabschnitt (7) des ursprünglich für den
Wärmeaustausch vorgesehenen Rohres (3) verschlossen wird.