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(11) |
EP 1 509 469 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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26.07.2006 Patentblatt 2006/30 |
| (22) |
Anmeldetag: 22.04.2003 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2003/001317 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2003/089351 (30.10.2003 Gazette 2003/44) |
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VORRICHTUNG UND VERFAHREN ZUM AUFWICKELN EINER MATERIALBAHN
DEVICE AND METHOD FOR WINDING A MATERIAL WEB
DISPOSITIF ET PROCEDE D'ENROULEMENT D'UNE BANDE DE MATIERE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
22.04.2002 DE 10217938
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.03.2005 Patentblatt 2005/09 |
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Patentinhaber: Bogocli, Ibrahim |
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68766 Hockenheim (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Bogocli, Ibrahim
68766 Hockenheim (DE)
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| (74) |
Vertreter: Naumann, Ulrich |
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Patentanwälte,
Ullrich & Naumann,
Luisenstrasse 14 69115 Heidelberg 69115 Heidelberg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
GB-A- 997 880 US-A- 5 785 453 US-B1- 6 174 104
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GB-A- 2 175 572 US-A- 5 941 475
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung sowie ein Verfahren zum Aufwickeln einer
Materialbahn, insbesondere von Dünn- oder Dickschichtfolien zur Fahrbahnmarkierung,
mit einer Aufnahmeeinrichtung, wobei die Aufnahmeeinrichtung eine Wickelrolle zum
Aufrollen der Materialbahn aufweist. Des Weiteren betrifft die Erfindung eine Aufnahmeeinrichtung
mit einer Wickelrolle zum Aufrollen der Materialbahn.
[0002] Vorrichtungen und Verfahren der hier in Rede stehenden Art finden vor allem in der
Papierindustrie Anwendung, wobei die dort verwendeten Vorrichtungen oftmals ganze
Werkhallen ausfüllen und Förderbändern oder ähnlichen mechanischen Transporteinrichtungen
nachgeordnet sind. Aus der DE 41 09 103 A1 ist beispielsweise eine Vorrichtung zum
Aufwickeln von Bahnen aus Papier, Folie oder dergleichen bekannt, bei der eine Wickelrolle
in zwei Traghebeln gelagert ist, die einem Tragblock zugeordnet sind.
[0003] Hingegen werden Folien zur Fahrbahnmarkierung üblicherweise nach dem Abziehen von
der Fahrbahn, d.h. nach einmaliger Verwendung, abgezogen und als Schüttgut abtransportiert,
eine dazu geeignete Vorrichtung ist in der US 6 174 104 offenbart.
[0004] Bei den bereits bekannten Vorrichtungen ist nachteilig, dass diese aufgrund ihrer
Dimensionen und Gewichte nur unter erheblichem Aufwand an den jeweiligen Arbeitsstätten
positioniert und in Betrieb genommen werden können. Nachteilig ist auch, dass das
Aufwickeln von Materialbahnen auf Wickelrollen umfangreiche Transporteinrichtungen
wie Förderbänder erfordert, die ebenfalls einen erheblichen Raum beanspruchen und
unter erheblichem Montageaufwand den Wickelrollen zugeordnet werden müssen.
[0005] Mit anderen Worten ist es mit den bekannten Vorrichtungen und Verfahren nur unter
erheblichem Montageaufwand und Raumbedarf möglich, eine Materialbahn einer Wickelrolle
zuzuführen und aufzuwickeln.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung und
ein Verfahren der eingangs genannten Art derart auszugestalten und weiterzubilden,
dass eine Materialbahn mit einfachen Mitteln an verschiedenen Orten problemlos aufwickelbar
ist.
[0007] Erfindungsgemäß wird die voranstehende Aufgabe hinsichtlich einer Vorrichtung zum
Aufwickeln einer Materialbahn mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Danach
ist eine Vorrichtung zum Aufwickeln einer Materialbahn durch ein Fahrzeug zur vorzugsweise
reversiblen Kopplung mit der Aufnahmeeinrichtung gekennzeichnet.
[0008] In erfindungsgemäßer Weise ist erkannt worden, dass eine Kopplung der Aufnahmeeinrichtung,
die eine Wickelrolle trägt, mit einem Fahrzeug die obige Aufgabe auf überraschend
einfache Weise löst. Hierdurch ist eine mobile Anwendung der Vorrichtung zum Aufwickeln
einer Materialbahn ermöglicht, da die Aufnahmeeinrichtung in einfacher Weise an verschiedene
Orte verfahren werden kann. Darüber hinaus ist in erfindungsgemäßer Weise erkannt
worden, dass auf umfangreiche Transporteinrichtungen wie Förderbänder verzichtet werden
kann, da eine Materialbahn auf einem Untergrund, beispielsweise auf einer Fahrbahn,
abgelegt werden kann und von dort lediglich durch Überfahren der Materialbahn von
der Aufnahmeeinrichtung aufgerollt werden kann.
[0009] Folglich ist eine Vorrichtung zum Aufwickeln einer Materialbahn angegeben, durch
die ein Aufwickeln einer Materialbahn an verschiedenen Orten mit einfachen Mitteln
problemlos realisierbar ist.
[0010] In ganz besonders vorteilhafter Weise könnte die Aufnahmeeinrichtung einem personenbefördernden
Fahrzeug zugeordnet sein. Eine solche Ausgestaltung hat den Vorteil, dass der Bediener
der Vorrichtung während des Aufwickelprozesses nicht durch Laufen oder Gehen ermüdet,
da er durch das Fahrzeug befördert wird. Darüber hinaus kann der Bediener bei einem
Einsatz im Freien vor Witterungseinflüssen geschützt werden.
[0011] Das Fahrzeug könnte einen Antrieb und eines oder mehrere Räder umfassen, die durch
den Antrieb angetrieben werden. Auf diese Weise ist eine besonders komfortabel bedienbare
und auch auf schwierigem Untergund bewegbare Vorrichtung realisiert, da die Kraft
des Antriebs Hindernisse auf der Fahrbahn meist leicht überwinden kann und einen Bediener
bei eventuellem Schieben des Fahrzeugs unterstützt. Das Fahrzeug könnte mit einem
Kettenantrieb, wie er beispielsweise von Raupen im Baubetrieb oder Militärfahrzeugen
bekannt ist, versehen sein. Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, dass das Fahrzeug
auch in besonders schwierigem Gelände mit guter Bodenhaftung bewegt werden kann.
[0012] Der Antrieb könnte als Verbrennungsmotor ausgebildet sein. Bei einer solchen Ausgestaltung
ist gewährleistet, dass die Vorrichtung an fast allen Tankstellen mit gängigen Treibstoffen
wie Benzin oder Dieselöl versorgbar ist. Darüber hinaus ist gewährleistet, dass Antriebe
mit hoher Leistung verwendet werden können, die auch schwere Lasten bewegen können.
[0013] Vor dem Hintergrund eines abgasarmen Einsatzes der Vorrichtung könnte der Antrieb
als Elektromotor ausgebildet sein. Bei dieser Variante wäre denkbar, dass der Elektromotor
auf ein Festnetz zugreift oder mit Akkus versehen wird, was einen mobilen Einsatz
der Vorrichtung ermöglicht.
[0014] Die Aufnahmeeinrichtung könnte einen Antrieb für die Wickelrolle umfassen. Hierdurch
ist gewährleistet, dass die Wickelrolle eine Zugkraft auf die Materialbahn aufbringen
kann, so dass diese, sofern sie an der Fahrbahn befestigt ist, problemlos abgezogen
bzw. abgelöst werden kann.
[0015] Der Antrieb der Aufnahmeeinrichtung könnte als Verbrennungsmotor ausgebildet sein.
So ist eine leichte Verfügbarkeit gängiger Treibstoffe wie Benzin oder Dieselöl an
den meisten Tankstellen an verschiedenen Einsatzorten möglich. Darüberhinaus wird
eine hohe Leistung des Anriebs ermöglicht, wenn große Zugkräfte auf die Materialbahn
ausgeübt werden müssen.
[0016] Der Antrieb der Aufnahmeeinrichtung könnte als Elektromotor ausgebildet sein. Diese
Ausgestaltung realisiert eine abgasarme Version der Vorrichtung, da wiederaufladbare
Batterien, Akkus oder sogar ein bestehendes Stromnetz genutzt werden können.
[0017] Die Aufnahmeeinrichtung könnte mindestens eine und vorzugsweise drei Walzen oder
Rollen zum Transportieren der Materialbahn zur Wickelrolle umfassen. Die Vorkehrung
von Walzen oder Rollen ermöglicht ein besonders präzises Zuführen der Materialbahn
zur Wickelrolle, da die Walzen bzw. Rollen die bewegte Materialbahn stabilisieren
bzw. lenken können. Im Falle dreier Walzen wird eine besonders stabile Führung realisiert,
da die Materialbahn aufgrund ihrer Anlage an mehreren Walzen oder Rollen schwingungsfrei
bewegt werden kann.
[0018] Die Drehachsen der Walzen oder Rollen könnten parallel zueinander orientiert sein.
Diese Anordnung gewährleistet einen besonders materialschonenden und verdrillungsfreien
Transport der Materialbahn, da die Materialbahn bei dieser Anordnung beim Aufwickeln
keinen Verwindungen unterliegt.
[0019] In ganz besonders vorteilhafter Weise könnten die Drehachsen der Walzen oder Rollen
parallel zu den Radachsen des Fahrzeugs orientiert sein. Hierdurch ist gewährleistet,
dass die Materialbahn ohne jegliche Verwindung oder Verdrillung von der Fahrbahn entfernt
werden kann, da auf die Materialbahn Zugkräfte ausübbar sind, die die Materialbahn
nahezu senkrecht nach oben abziehen.
[0020] Mindestens eine und vorzugsweise zwei Walzen oder Rollen könnten eine Gummibeschichtung
aufweisen oder aus Gummi gefertigt sein. Diese Ausgestaltung ermöglicht einen besonders
griffigen Transport der Materialbahn durch die Walzen oder Rollen, da der Haftreibungskoeffizient
zwischen Gummi und den meisten Materialien sehr hoch ist. Darüber hinaus trägt eine
Gummibeschichtung von Walzen einem materialschonenden Transport der Materialbahn bei,
da die Materialbahn auf einem weichen Widerlager geführt wird.
[0021] Die Materialbahn könnte zwischen mindestens zwei Walzen oder Rollen durchführbar
sein, wobei die Mantelflächen der Walzen oder Rollen beidseits der Materialbahn abrollen.
Diese ganz konkrete Ausgestaltung trägt in vorteilhafter Weise dazu bei, dass eventuelle
Unebenheiten oder Knitter aus der Materialbahn ausgebeult werden und diese geglättet
wird. Die Materialbahn könnte während der Führung quasi eingeklemmt sein. Dies verhindert
ein Verrutschen der Materialbahn auf den Walzen oder Rollen und trägt dazu bei, dass
die Materialbahn ohne Überstände übereinanderliegend auf die Wickelrolle aufgewickelt
wird.
[0022] Die Materialbahn könnte über eine dritte oder weitere Walze oder Rolle zur Wickelrolle
führbar sein. Eine dritte oder weitere Walze oder Rolle ermöglicht eine besonders
günstige Führung der Materialbahn, da der Austrittswinkel der Materialbahn aus den
ihr vorgelagerten Walzen oder Rollen durch die dritte oder weitere Walze oder Rolle
so beeinflusst werden kann, dass die Walzen oder Rollen insgesamt von Spannungen befreit
werden. Eine spannungsfreie Führung der Materialbahn trägt nicht nur der Schonung
der Materialbahn, sondern auch einer Schonung der Lagerungen der Walzen bzw. Rollen
bei.
[0023] Den Walzen oder Rollen könnte mindestens eine Schmiereinrichtung zum Schmieren der
Umfangsflächen der Walzen oder Rollen zugeordnet sein. Diese Ausgestaltung hat den
Vorteil, dass die Materialbahn beim Aufwickeln auf die Wickelrolle die Walzen bzw.
Rollen nahezu ohne Haftung infolge von bspw. Klebstoffresten oder ähnlichen Verschmutzungen
auf der Materialbahn passieren kann.
[0024] Die Schmiereinrichtung könnte als an mindestens einer Walze oder Rolle abrollender
stabförmiger Schmiermittelspender ausgebildet sein. Besonders vorteilhaft könnte der
stabförmige Schmiermittelspender eine Länge haben, die der Breite einer Umfangsfläche
einer Walze oder Rolle entspricht. Diese konkrete Ausgestaltung ermöglicht eine ständige
Versorgung der Walzen bzw. Rollen mit einem Schmierfilm während des Drehens.
[0025] Das Schmiermittel könnte Seifenwasser sein. Seifenwasser ist ein besonders kostengünstiges
und umweltfeundliches Schmiermittel, das leicht verfüg- und entsorgbar ist.
[0026] Materialbahnen, die von einer Unterlage entfernt werden, sind oftmals infolge von
Verbäckungen mit dieser fest verhaftet. Vor diesem Hintergrund könnte die Aufnahmeeinrichtung
eine Wärmeeinrichtung zum Erwärmen der Materialbahnen umfassen. Dies hat den Vorteil,
dass die Verbäckungen oder Verklebungen der Materialbahnen vor dem Aufwickeln und
Entfernen von der Fahrbahn angelöst werden können.
[0027] Eine besonders gängige und leicht bedienbare Wärmeeinrichtung könnte ein Gasbrenner
sein, dessen Gasflamme mit konstruktiv einfachen Mitteln auf die Fahrbahn bzw. die
Materialbahn gerichtet werden kann.
[0028] Selbstverständlich ist es denkbar, eine Aufnahmeeinrichtung zum Aufwickeln einer
Materialbahn der hier in Rede stehenden Art auch ohne Fahrzeug zu betreiben oder die
Aufnahmeeinrichtung nur in bestimmten Fällen - z. B. als Nachrüstbauteil - einem Fahrzeug
zuzuordnen. Ein isolierter Betrieb der Aufnahmeeinrichtung ohne Fahrzeug kann vor
dem Hintergrund eines statischen Einsatzes von Interesse sein.
[0029] Des Weiteren ist die obige Aufgabe im Hinblick auf ein Verfahren zum Aufwickeln einer
Materialbahn mit den Merkmalen des Patentanspruchs 21 gelöst. Danach ist ein Verfahren
zum Aufwickeln einer Materialbahn der eingangs genannten Art derart ausgestaltet,
dass die Aufnahmeeinrichtung auf einer Fahrbahn verfahren wird und dabei die Materialbahn
von der Fahrbahn entfernt und auf die Wickelrolle aufgewickelt wird.
[0030] Bei Verwendung eines Fahrzeugs könnte die Verfahrgeschwindigkeit des Fahrzeugs auf
die Winkelgeschwindigkeit der Wickelrolle so abgestimmt sein, dass die Materialbahn
von der Fahrbahn nahezu senkrecht nach oben abgezogen wird. Ein solches Vorgehen hat
den Vorteil, dass von der Wickelrolle nahezu keine Scherkräfte auf die Materialbahn
ausgeübt werden.
[0031] Bei Fahrbahnmarkierungen, insbesondere im Baustellenbereich, finden sogenannte Dünnschicht-
oder Dickschichtfolien Anwendung. Von ganz besonderem Interesse im Hinblick auf einen
kostengünstigen Einsatz dieser Folien ist deren Wiederverwertung nach deren Entfernung
von der Fahrbahn oder der Baustelle. Vor diesem Hintergrund könnte die Vorrichtung
beim Ablösen dieser Folien von der Fahrbahn und beim Aufwickeln dieser Folien verwendet
werden. Dabei ist denkbar, dass die abgelösten und aufgewickelten Folien gereinigt,
erneut mit Klebstoff versehen und wiederverwendet werden.
[0032] Je nach Folientyp und Verbundverhältnisse mit der Fahrbahn ist eine Wärmeeinwirkung
vor Ablösen der Materialbahn von der Fahrbahn unbedingt notwendig, um Beschädigungen
beim Ablösen zu vermeiden.
[0033] Die Dünnschichtfolie könnte nach Wärmeeinwirkung durch die Zugkraft der Wickelrolle
von der Fahrbahn abgelöst und über Walzen oder Rollen der Wickelrolle zugeführt werden.
Hierdurch ist ein materialschonender Ablöse- und Aufwickelvorgang ermöglicht.
[0034] Die Dickschichtfolie umfasst im Gegensatz zur Dünnschichtfolie eine relativ stabile
Gewebestruktur, die deren Ablösen von der Fahrbahn ohne vorherige Erwärmung ermöglicht.
Die Dickschichtfolie könnte daher ohne vorherige Erwärmung allein durch die Kraft
der Wickelrolle von der Fahrbahn abgelöst und direkt auf die Wickelrolle aufgewickelt
werden.
[0035] Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten, die Lehre der vorliegenden Erfindung in vorteilhafter
Weise auszugestalten und weiterzubilden. Dazu ist einerseits auf die nachgeordneten
Ansprüche, andererseits auf die nachfolgende Erläuterung zweier bevorzugter Ausführungsbeispiele
der erfindungsgemäßen Vorrichtung anhand der Zeichnung zu verweisen. In Verbindung
mit der Erläuterung der bevorzugten Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnung werden
auch im Allgemeinen bevorzugte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Lehre erläutert.
In der Zeichnung zeigen
- Fig. 1
- in einer schematischen Ansicht ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Vorrichtung zum Aufwickeln einer Materialbahn und
- Fig. 2
- in einer schematischen Ansicht ein zweites Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Vorrichtung zum Aufwickeln einer Materialbahn mit drei Walzen zum Transportieren der
Materialbahn zur Wickelrolle.
[0036] Fig. 1 zeigt das erste Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum
Aufwickeln einer Materialbahn 3 in einer schematischen Ansicht. Die Vorrichtung weist
eine Aufnahmeeinrichtung 1 auf, die eine Wickelrolle 2 zum Aufrollen der Materialbahn
3 umfasst. Die Aufnahmeeinrichtung 1 ist mit einem Fahrzeug 4 gekoppelt.
[0037] Das Fahrzeug 4 weist Räder 10 auf und ist mit einem nicht gezeigten Antrieb zum Verfahren
auf einer Fahrbahn 5 versehen.
[0038] Die Aufnahmeeinrichtung 1 umfasst eine Wärmeeinrichtung 6 zum Erwärmen der Materialbahn
3.
[0039] Fig. 2 zeigt das zweite Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum
Aufwickeln einer Materialbahn in einer schematischen Ansicht. Die Vorrichtung weist
eine Aufnahmeeinrichtung 1 mit einer Wickelrolle 2 zum Aufrollen der Materialbahn
3 auf. Die Aufnahmeeinrichtung 1 ist mit einem Fahrzeug 4 gekoppelt.
[0040] Die Aufnahmeeinrichtung 1 umfasst drei Walzen 7, 8 zum Transportieren der Materialbahn
3 zur Wickelrolle 2. Die Drehachsen der Walzen 7, 8 sind parallel zueinander orientiert.
Die Drehachsen der Walzen 7, 8 sind parallel zu den Radachsen des Fahrzeugs 4 orientiert.
[0041] Die Materialbahn 3 ist zwischen den Walzen 7 durchführbar, wobei die Mantelflächen
der Walzen beidseits der Materialbahn 3 abrollen. Die Materialbahn 3 wird über eine
dritte Walze 8 zur Wickelrolle 2 geführt.
[0042] Der Walze 7 ist eine Schmiereinrichtung 9 zum Schmieren ihrer Umfangsfläche zugeordnet.
Die Schmiereinrichtung 9 ist als an der Walze 7 abrollender stabförmiger Schmiermittelspender
ausgebildet.
[0043] Die Aufnahmeeinrichtung 1 umfasst eine Wärmeeinrichtung 6 zum Erwärmen der Materialbahn
3.
[0044] Schließlich sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die voranstehend beschriebenen
Ausführungsbeispiele lediglich zur Erörterung der beanspruchten Lehre dienen, diese
jedoch nicht auf die Ausführungsbeispiele einschränken.
1. Vorrichtung zum Aufwickeln einer Materialbahn (3), insbesondere von Dünn- oder Dickschichtfolien
zur Fahrbahnmarkierung, mit einer Aufnahmeeinrichtung (1), wobei die Aufnahmeeinrichtung
(1) eine Wickelrolle (2) zum Aufrollen der Materialbahn (3) aufweist, und mit einem
Fahrzeug (4) zur vorzugsweise reversiblen Kopplung mit der Aufnahmeeinrichtung (1),
gekennzeichnet durch, dass die Aufnahmeeinrichtung (1) mindestens eine und vorzugsweise drei drehbare
Walzen oder Rollen (7, 8) zum Transportieren der Materialbahn (3) zur Wickelrolle
(2) umfasst und dass den Walzen oder Rollen (7, 8) mindestens eine Schmiereinrichtung
(9) zum Schmieren der Umfangsfläche der Walzen oder Rollen (7, 8) zugeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmeeinrichtung (1) einem personenbefördernden Fahrzeug (4) zugeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Fahrzeug (4) einen Antrieb und mindestens ein durch den Antrieb angetriebenes
Rad (10) zum Verfahren auf einer Fahrbahn (5) umfasst, wobei vorzugsweise der Antrieb
als Verbrennungsmotor oder Elektromotor ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmeeinrichtung (1) einen Antrieb für die Wickelrolle (2) umfasst, wobei
vorzugsweise der Antrieb der Aufnahmeeinrichtung (1) als Verbrennungsmotor oder Elektromotor
ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachsen der Walzen oder Rollen (7, 8) parallel zueinander und/oder parallel
zu den Radachsen des Fahrzeugs orientiert sind, wobei vorzugsweise mindestens eine
und vorzugsweise zwei Walzen oder Rollen (7) eine Gummibeschichtung aufweisen oder
aus Gummi gefertigt sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Materialbahn (3) zwischen mindestens zwei Walzen oder Rollen (7) durchführbar
ist, wobei die Mantelflächen der Walzen oder Rollen (7) beidseits der Materialbahn
(3) abrollen, wobei vorzugsweise die Materialbahn (3) über eine dritte oder weitere
Walze oder Rolle (8) zur Wickelrolle (2) führbar ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Schmiereinrichtung als an mindestens einer Walze oder Rolle (7) abrollender stabförmiger
Schmiermittelspender ausgebildet ist und/oder dass das Schmiermittel Seifenwasser
ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmeeinrichtung (1) eine Wärmeeinrichtung (6) zum Erwärmen der Materialbahn
(3) umfasst, wobei vorzugsweise die Wärmeeinrichtung (6) eine Gasflamme erzeugt.
9. Verfahren zum Aufwickeln einer Materialbahn (3), insbesondere von Dünn- oder Dickschichtfolien
zur Fahrbahnmarkierung, unter Verwendung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche
1 bis 8, mit einer Aufnahmeeinrichtung (1), wobei die Aufnahmeeinrichtung (1) eine
Wickelrolle (2) zum Aufrollen der Materialbahn (3) aufweist und wobei die Aufnahmeeinrichtung
(1) auf einer Fahrbahn (5) verfahren wird und dabei die Materialbahn (3) von der Fahrbahn
(5) entfernt und auf die Wickelrolle (2) aufgewickelt wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Materialbahn (3) zwischen mindestens zwei Walzen oder Rollen (7) durchgeführt
wird, wobei die Walzen oder Rollen (7) beidseitig der Materialbahn (3) abrollen, wobei
vorzugsweise die Materialbahn (3) über eine dritte oder weitere Walze oder Rolle (8)
zur Wickelrolle (2) geführt wird.
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Verfahrgeschwindigkeit des Fahrzeugs (4) und die Winkelgeschwindigkeit der Wickelrolle
(2) so gewählt werden, dass die Materialbahn (3) von der Fahrbahn (5) nahezu senkrecht
nach oben abgezogen wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Materialbahn (3) auf der Fahrbahn (5) erwärmt und dadurch angelöst wird, wobei vorzugsweise die Materialbahn (3) unmittelbar nach deren Erwärmung
von der Fahrbahn (5) entfernt und aufgewickelt wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Walzen oder Rollen (7, 8) beim Transportieren der Materialbahn (3) mit einem
Schmiermittel geschmiert werden, so dass die Materialbahn (3) haftungsfrei geführt
wird, wobei vorzugsweise als Schmiermittel Seifenwasser verwendet wird.
1. Device for winding up a material web (3), in particular thin or thick layer films
for road markings, having a take-up device (1), the take-up device (1) having a winding
roller (2) for rolling up the material web (3), and having a vehicle (4) for preferably
reversible connection to the take-up device (1),
characterised in that the take-up device (1) comprises at least one and preferably three rotatable cylinders
or rollers (7, 8) for transporting the material web (3) to the winding roller (2)
and in that at least one lubrication device (9) is associated with the cylinders or rollers (7,
8) in order to lubricate the peripheral face of the cylinders or rollers (7, 8).
2. Device according to claim 1, characterised in that the take-up device (1) is associated with a vehicle (4) which conveys persons.
3. Device according to claim 1 or 2, characterised in that the vehicle (4) comprises a drive and at least one wheel (10) which is driven by
the drive in order to move on a roadway (5), the drive preferably being constructed
as an internal combustion engine or electric motor.
4. Device according to any one of claims 1 to 3,
characterised in that the take-up device (1) comprises a drive for the winding roller (2), the drive of
the take-up device (1) preferably being constructed as an internal combustion engine
or electric motor.
5. Device according to any one of claims 1 to 4,
characterised in that the axes of rotation of the cylinders or rollers (7, 8) are orientated parallel with
each other and/or parallel with the wheel axles of the vehicle, at least one and preferably
two cylinder(s) or roller(s) (7) preferably having a rubber coating or being constructed
from rubber.
6. Device according to any one of claims 1 to 5,
characterised in that the material web (3) can be guided between at least two cylinders or rollers (7),
the outer faces of the cylinders or rollers (7) rolling at both sides of the material
web (3), the material web (3) preferably being able to be guided to the winding roller
(2) by way of a third or additional cylinder or roller (8).
7. Device according to any one of claims 1 to 6,
characterised in that the lubrication device is in the form of a rod-like lubricant dispenser which rolls
on at least one cylinder or roller (7) and/or in that the lubricant is soapy water.
8. Device according to any one of claims 1 to 7,
characterised in that the take-up device (1) comprises a heating device (6) for heating the material web
(3), the heating device (6) preferably producing a gas flame.
9. Method for winding up a material web (3), in particular thin or thick layer films
for road markings, using a device according to any one of claims 1 to 8, having a
take-up device (1), the take-up device (1) having a winding roller (2) for rolling
up the material web (3) and the take-up device (1) being moved on a roadway (5) and
the material web (3) being removed from the roadway (5) and wound onto the winding
roller (2).
10. Method according to claim 9, characterised in that the material web (3) is guided between at least two cylinders or rollers (7), the
cylinders or rollers (7) rolling at both sides of the material web (3), the material
web (3) preferably being guided to the winding roller (2) by way of a third or additional
cylinder or roller (8).
11. Method according to claim 9 or 10, characterised in that the movement speed of the vehicle (4) and the angular velocity of the winding roller
(2) are selected in such a manner that the material web (3) is drawn off from the
roadway (5) practically perpendicularly upwards.
12. Method according to any one of claims 9 to 11,
characterised in that the material web (3) is heated on the roadway (5) and is thereby loosened, the material
web (3) preferably being removed from the roadway (5) directly after being heated
and being wound up.
13. Method according to any one of claims 9 to 12,
characterised in that the cylinders or rollers (7, 8) are lubricated with a lubricant when the material
web (3) is transported so that the material web (3) is guided in a low-friction manner,
soapy water preferably being used as the lubricant.
1. Dispositif pour enrouler une nappe de tissus (3), en particulier des feuilles en couche
mince ou épaisse pour le marquage routier, avec un dispositif récepteur (1), le dispositif
récepteur (1) présentant un rouleau d'enroulage (2) pour l'enroulement de la nappe
de tissus (3), et avec un véhicule (4) pour l'accouplement, de préférence réversible,
avec le dispositif récepteur (1),
caractérisé par le fait que le dispositif récepteur (1) comprend au moins un, et de préférence trois, cylindres
ou rouleaux (7,8) rotatifs pour le transport de la nappe de tissus (3) au rouleau
d'enroulement (2) et qu'au moins un dispositif de lubrification (9) est adjoint aux
cylindres ou rouleaux (7,8) pour la lubrification de la surface périphérique des cylindres
ou rouleaux (7,8).
2. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé par le fait qu'un véhicule (4) transportant des personnes est adjoint au dispositif récepteur (1).
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé par le fait que le véhicule (4) comprend un entraînement et au moins une roue (10) entraînée par
l'entraînement pour le déplacement sur une route (5), l'entraînement étant de préférence
réalisé sous la forme d'un moteur à combustion ou d'un moteur électrique.
4. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé par le fait que le dispositif récepteur (1) comprend un entraînement pour le rouleau d'enroulement
(2), l'entraînement du rouleau d'entraînement (2) étant de préférence réalisé sous
la forme d'un moteur à combustion ou d'un moteur électrique.
5. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisé par le fait que les axes de rotation des cylindres ou rouleaux (7,8) sont orientés parallèles les
uns aux autres et/ou aux axes de roue du véhicule, de préférence au moins un et de
préférence deux cylindres ou rouleaux (7,8) présentant un revêtement de caoutchouc
ou étant fabriqués en caoutchouc.
6. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 5 ;
caractérisé par le fait que la nappe de tissus (3) peut être conduite entre au moins deux cylindres ou rouleaux
(7), les surfaces périphériques des cylindres ou rouleaux (7) roulant des deux côtés
de la nappe de tissus (3), la nappe de tissus (3) pouvant de préférence être guidée
vers le rouleau d'enroulement (2) sur un troisième ou d'autres cylindres ou rouleaux
(8).
7. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 6,
caractérisé par le fait que le dispositif de lubrification est réalisé sous la forme d'un dispensateur de lubrifiant
en forme de barre roulant sur au moins un cylindre ou rouleau (7) et/ou que le lubrifiant
est de l'eau savonneuse.
8. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 7,
caractérisé par le fait que le dispositif récepteur (1) comprend un dispositif de chauffage (6) pour le chauffage
de la nappe de tissus (3), le dispositif de chauffage (6) engendrant de préférence
une flamme de gaz.
9. Procédé d'enroulement d'une nappe de tissus (3), en particulier des feuilles en couche
mince ou épaisse pour le marquage routier, en utilisant un dispositif selon l'une
des revendications 1 à 8, avec un dispositif récepteur (1), le dispositif récepteur
(1) présentant un rouleau d'enroulement (2) pour l'enroulement de la nappe de tissus
(3) et le dispositif récepteur (1) étant déplacé sur une route (5) et de ce fait la
nappe de tissus (3) étant éloignée de la route (5) et enroulée sur le rouleau d'enroulement
(2).
10. Procédé selon la revendication 9,
caractérisé par le fait que la nappe de tissus (3) est conduite entre au moins deux cylindres ou rouleaux (7),
les cylindres ou rouleaux (7) roulant des deux côtés de la nappe de tissus (3), la
nappe de tissus (3) étant de préférence guidée vers le rouleau d'entraînement (2)
sur un troisième ou d'autres cylindres ou rouleaux (8).
11. Procédé selon la revendication 9 ou 10,
caractérisé par le fait que la vitesse de déplacement du véhicule (4) et la vitesse d'enroulement du rouleau
d'enroulement (2) sont choisies de telle manière que la nappe de tissus (3) est enlevée
en tirant vers le haut presque verticalement.
12. Procédé selon l'une des revendications 9 à 11,
caractérisé par le fait que la nappe de tissus (3) se chauffe sur la route (5) et de ce fait est séparée, la
nappe de tissus (3) étant de préférence écartée de la route (5) immédiatement après
son chauffage et enroulée.
13. Procédé selon l'une des revendications 9 à 12,
caractérisé par le fait que les cylindres ou rouleaux (7,8) sont lubrifiés avec un lubrifiant lors du transport
de la nappe de tissus (3), de telle manière que la nappe de tissus (3) est guidée
sans adhérence, de l'eau savonneuse étant de préférence utilisée en tant que lubrifiant.

