[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Wärmeregulierung einer Brennkraftmaschine
für Fahrzeuge mit einem Kühlmittelkreislauf und ansteuerbaren Einrichtungen zur Beeinflussung
des Wärmehaushalts der Brennkraftmaschine, wobei eine Kühlmitteltemperatur und weitere
Betriebsparameter der Brennkraftmaschine erfasst werden und die ansteuerbaren Einrichtungen
in Abhängigkeit der Kühlmitteltemperatur und der weiteren Betriebsparameter der Brennkraftmaschine
angesteuert werden.
[0002] Aus der
DE 32 31 766 A ist eine Einrichtung zur Regelung der Leerlaufdrehzahl bei einer Brennkraftmaschine
bekannt, bei der unabhängig von der Laufruhe Steuergrößen variierbar sind, insbesondere
der Gemisch- bzw. Luftdurchsatz im Ansaugrohr. Zusätzlich lässt sich die Zündung und
die Gemischzusammensetzung beeinflussen, wobei letztere vorzugsweise während des Warmlaufs
in Richtung fett verstellt wird. Minimale und maximale Leerlaufdrehzahlwerte dienen
dazu, den Arbeitsbereich der Leerlaufdrehzahlregelung ausgehend von der Laufruhe einzuschränken.
[0003] Aus der
EP A 0 152 604 ist ein Steuer- oder Regelverfahren für Betriebskenngrößen einer Brennkraftmaschine
bekannt. Es werden Kraftstoffeinspritzdüsen angesteuert und es erfolgt eine Regelung
der Lambda-Werte. Das Kennfeld wird laufend korrigiert. Ziel ist eine Kennfeldanpassung,
die auch Bereiche beeinflusst, die nicht oder nur selten angesteuert werden. Dazu
können die Werte der Stützstellen des Kennfelds mit einem Regelverfahren geändert
werden. Die im Kennfeld gespeicherten Werte werden geändert und die in der Umgebung
des geänderten Kennfeldwertes liegenden Kennfeldwerte modifiziert.
[0004] Aus der
DE 199 39 138 A1 ist ein Verfahren, gemäß Anspruch 1, 1. Teil, zur Temperaturregelung des Kühlmittels
eines Verbrennungsmotors mittels einer elektrisch betriebenen Kühlmittelpumpe bekannt.
Dabei wird eine elektrisch betriebene Kühlmittelpumpe verwendet, deren Drehzahl die
Kühlleistung regelt oder steuert.
[0005] Aus der deutschen Offenlegungsschrift
DE 197 28 351 A1 ist ein Verfahren zur Wärmeregulierung einer Brennkraftmaschine für Fahrzeuge bekannt,
bei dem zu einer Kühlmitteltemperatur eine Stegtemperatur zwischen den Auslassventilen
sowie Leistungskennwerte der Brennkraftmaschine berücksichtigt werden. Neben den Temperaturwerten
selbst wird auch deren Veränderung pro Zeiteinheit erfasst. Als Leistungskennwert
wird vorgeschlagen, die in einem Brennraum pro Zeiteinheit oder Arbeitszyklus eingebrachte
Kraftstoffmenge zu berücksichtigen. Mittels des dort vorgeschlagenen Verfahrens wird
die durch den Kühlmittelkreislauf abgeführte Wärmemenge über einen elektrisch ansteuerbaren
Lüfter, elektrisch ansteuerbare Wasserpumpen, einen elektrisch ansteuerbaren Thermostat
sowie eine elektrisch ansteuerbare Kühlerjalousie geregelt. In der Startphase einer
Brennkraftmaschine werden mit steigender Temperatur bzw. zunehmenden Wärmeanfall zunächst
die Wasserpumpen in Betrieb genommen und geregelt, woraufhin dann die Thermostate,
die Kühlerjalousie und schließlich der Lüfter in Betrieb genommen und geregelt werden.
Können mittels des Kühlmittelkreislaufs die Temperaturen der Brennkraftmaschine
[0006] Betrieb genommen und geregelt werden. Können mittels des Kühlmittelkreislaufs die
Temperaturen der Brennkraftmaschine nicht beherrscht werden, ist vorgesehen, zur Sicherheit
die Leistung der Brennkraftmaschine zu reduzieren.
[0007] Mit der Erfindung soll ein Verfahren zur Wärmeregulierung einer Brennkraftmaschine
für Fahrzeuge angegeben werden, das mit geringen Änderungen für verschiedene Verbrennungsmotoren
mit abweichenden Komponenten einsetzbar ist.
[0008] Erfindungsgemäß ist hierzu ein Verfahren zur Wärmeregulierung einer Brennkraftmaschine
für Fahrzeuge mit einem Kühlmittelkreislauf gemäss Anspruch 1 vorgesehen
[0009] Auf diese Weise ist eine Max-Verknüpfung der ermittelten Ausgangswerte bereitgestellt,
indem lediglich der größere Ausgangswert in die Stellgröße umgesetzt wird. Durch eine
solche Max-Verknüpfung wird eine Schnittstelle für eine Erweiterung der Regelungsstruktur
geschaffen. Zusätzliche Funktionalitäten oder Anforderungen können an der Max-Verknüpfung
eingespeist werden, ohne weitere Änderungen an der übrigen Regelungsstruktur zu erfordern.
Beispielsweise können Anforderungen aus einer Klimasteuerung oder aus motorischen
Belangen wegen einer Kühlung der Abgasrückführung oder einer Ladeluftkühlung dadurch
berücksichtigt werden, dass anhand dieser Anforderungen ein Ausgangswert ermittelt,
mit den übrigen Ausgangswerten verglichen und dann berücksichtigt wird, wenn er größer
als die übrigen ermittelten Ausgangswerte ist.
[0010] Indem die Regelung über die Korrektur eines Grundkennfelds erfolgt, ist die Regelungsstruktur
für unterschiedliche Anwendungen geeignet, da zur Anpassung an verschiedene Verbrennungsmotoren
lediglich das Grundkennfeld oder der Korrekturregler verändert werden müssen. Dadurch
können verschiedene Motoren unterschiedlichen Komponenten mit der gleichen Regelungsstruktur
betrieben werden.
[0011] In Weiterbildung der Erfindung wird bei der Bestimmung einer Stellgröße eine Hystereskennlinie
angewendet.
[0012] Eine solche Hysteresekennlinie kann sowohl bei den Reglern als auch auf das Grundkennfeld
angewendet werden, um vor allem in Übergangsbereichen, beispielsweise beim Einschalten
der Kühlmittelpumpe, ein unkontrolliertes Schalten zu verhindern.
[0013] In Weiterbildung der Erfindung erfolgt eine Bestimmung von Sollwerten einer Kühlmitteltemperatur
und einer Bauteiltemperatur der Brennkraftmaschine mittels Kennfeldern in Abhängigkeit
einer Drehzahl und einer Einspritzmenge der Brennkraftmaschine.
[0014] Auf diese Weise können die Sollwerte für Kühlmittel- und Bauteiltemperatur betriebspunktabhängig
vorgegeben werden.
[0015] In Weiterbildung der Erfindung sind mehrere Zustände des Systems aus Brennkraftmaschine
und Kühlmittelkreislauf definiert, die jeweils unterschiedlichen Werten der Kühlmitteltemperatur
und/oder der weiteren Betriebsparameter zugeordnet sind und in denen die ansteuerbaren
Einrichtungen zur Regelung wenigstens der Kühlmitteltemperatur wenigstens teilweise
unterschiedlich angesteuert werden.
[0016] Durch diese Maßnahmen kann eine übersichtliche Regelungsstruktur erreicht werden.
Darüber hinaus können in den verschiedenen Zuständen unterschiedliche Regelcharakteristiken
vorgesehen werden oder ansteuerbare Einrichtungen ohne jede Regelung auf Maximal-
oder Nulldurchsatz gestellt werden.
[0017] In Weiterbildung der Erfindung wird ein Wechsel in die verschiedenen Zustände durch
Über- oder Unterschreiten vorgegebener Grenzwerte eine Umgebungstemperatur, einer
Bauteiltemperatur der Brennkraftmaschine, einer Kühlmitteltemperatur, einer Ladelufttemperatur
und/oder eines Drucks eines Klimakompressors ausgelöst und in den einzelnen Zuständen
werden zur Regelung einer Kühlmitteltemperatur und einer Bauteiltemperatur der Brennkraftmaschine
Einstellungen einer Kühlmittelpumpe, einer Heizungspumpe, eines Mischventils zwischen
einem Kühler- und einem Bypasskreis, einer Kühlerjalousie, eines Kühlerlüfters, eines
Klimakompressors und/oder einer Einspritzanlage der Brennkraftmaschine verändert.
[0018] Durch diese Maßnahmen ist der jeweils aktuelle Zustand des Wärmehaushalts einer Brennkraftmaschine
genau bekannt, und es kann schnell auf Veränderungen des Wärmehaushalts reagiert werden.
Dadurch muss lediglich ein geringer Sicherheitsabstand von kritischen Bereichen der
Brennkraftmaschine eingehalten werden, wodurch ein optimales Wärmemanagement erreicht
werden kann. Auf diese Weise kann bei geringem Verbrauch, Verschleiß sowie geringer
Emission ein guter Heiz- bzw. Klimakomfort erreicht werden.
[0019] Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und der folgenden
Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung im Zusammenhang mit den
Zeichnungen. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer Brennkraftma- schine für ein Fahrzeug zur Durchführung
des erfin- dungsgemäßen Verfahrens,
- Fig. 2
- eine Darstellung der Eingangs- und Ausgangsgrößen des erfindungsgemäßen Verfahrens,
- Fig. 3
- eine detailliertere Darstellung der Bildung von Stellgrößen bei dem erfindungsgemäßen
Verfahren und
- Fig. 4
- eine Darstellung der verschiedenen möglichen Zu- stände, die das System aus Brennkraftmaschine
und Kühlmittelkreislauf einnehmen kann.
[0020] In der schematischen Darstellung der Fig. 1 ist ein Verbrennungsmotor 10 dargestellt,
der mit einem Kühlmittelkreislauf versehen und in einem Kraftfahrzeug angeordnet ist.
Mittels des in der Fig. 1 schematisch dargestellten Systems aus Verbrennungsmotor
10 und Kühlmittelkreislauf sowie den weiteren dargestellten Einrichtungen kann das
erfindungsgemäße Verfahren durchgeführt werden. In dem dargestellten Kühlmittelkreislauf
zirkuliert ein Kühlmittel, wobei eine Strömungsrichtung des Kühlmittels in dem Kühlmittelkreislauf
an verschiedenen Stellen jeweils durch einen Pfeil angedeutet ist. Ausgehend von einer
Auslassöffnung 12 des Verbrennungsmotors 10 gelangt Kühlmittel zu einem steuerbaren
Mischventil 14, das als Drehschieber ausgebildet ist. Das Mischventil 14 wird mittels
eines Elektromotors 16 verstellt, der wiederum von einem zentralen Steuergerät 18
angesteuert wird. In der Darstellung der Fig. 1 ist eine Ansteuerung mittels pulsweitenmodulierter
Signale (PWM) angedeutet. Mittels des Mischventils 14 wird der vom Verbrennungsmotor
10 kommende Kühlmittelstrom über eine Bypassleitung 20 bzw. über einen Fahrzeugkühler
22 geleitet.
[0021] Stromabwärts des Fahrzeugkühlers 22 mündet die Bypassleitung 18 wieder in eine Hauptleitung
24, die zu einer Kühlmittelpumpe 26 führt. Die Kühlmittelpumpe 26 wird mechanisch
vom Verbrennungsmotor 10 angetrieben und ist mit einer vom Steuergerät 18 ansteuerbaren
Magnetkupplung 28 versehen. Mittels der Magnetkupplung 28 kann die Kühlmittelpumpe
26 auch bei laufendem Verbrennungsmotor 10 an- bzw. ausgeschaltet werden. Anstelle
einer mechanisch angetriebenen Kühlmittelpumpe könnte auch eine elektrisch angetriebene
Kühlmittelpumpe zum Einsatz kommen. Ausgehend von der Kühlmittelpumpe 26 gelangt das
Kühlmittel wieder in den Verbrennungsmotor 10.
[0022] Stromaufwärts des Mischventils 14 zweigt eine Heizungskreisleitung 30 von der, den
Kühlmittelauslass 12 und das Mischventil 14 verbindenden Leitung ab. Die Heizungskreisleitung
30 führt zunächst zu einer Heizungspumpe 32, die mittels eines Elektromotors 34 angetrieben
wird. Der Elektromotor 34 wird vom Steuergerät 18 mittels pulsweitenmodulierter Signale
angesteuert. Stromabwärts der Heizungspumpe 32 führt die Heizungskreisleitung 30 zu
einem Abgasrückführ-Wärmetauscher 36. Dem Abgasrückführ-Wärmetauscher 36 in Reihe
nachgeschaltet ist ein Heizungs-Wärmetauscher 38. Ausgehend von dem Heizungs-Wärmetauscher
38 führt die Heizungskreisleitung 30 dann zu der Hauptleitung 24, die zur Kühlmittelpumpe
26 führt.
[0023] Der Fahrzeugkühler 22 ist mit einer Kühlerjalousie 40, die mittels eines Elektromotors
42 verstellt werden kann, sowie einem Lüfter 44 versehen, der mittels eines Elektromotors
46 angetrieben wird. Durch Ansteuerung der Elektromotoren 42 bzw. 46 kann mittels
des Steuergeräts 18 eine Einstellung der Kühlerjalousie 40 bzw. eine Drehzahl des
Lüfters 44 verändert werden.
[0024] Das zentrale Steuergerät 18 erhält Eingangssignale von einem Kühlmitteltemperatursensor
48 sowie einem Stegtemperatursensor 50 in dem Verbrennungsmotor 10. Der Kühlmitteltemperatursensor
48 misst eine Temperatur des Kühlmittels am Austritt 12 des Verbrennungsmotors 10
und der Stegtemperatursensor 50 misst eine Temperatur eines Materialbereichs zwischen
den Auslassventilen des Verbrennungsmotors 10. Durch eine strichliert dargestellte
Verbindung 52 ist ein Datenaustausch zwischen dem Verbrennungsmotor 10 und dem zentralen
Steuergerät 18 verdeutlicht. Mittels eines Datenaustauschs über die Verbindung 52
erhält das zentrale Steuergerät 18 Istwerte von Betriebsparametern des Verbrennungsmotors
10 gibt Stellgrößen für den Betrieb des Verbrennungsmotors 10 vor, beispielsweise
Einspritzmenge, Drosselklappenstellung, Zündzeitpunkt und dergleichen. Darüber hinaus
erhält das zentrale Steuergerät 18 von einem Block 54 Eingangssignale, die Heizungs-
und Klimaanforderungen betreffen. Wird beispielsweise vom Block 54 eine erhöhte Klimatisierungsleistung
angefordert, kann das Steuergerät 18 einerseits eine Motorlast erhöhen und andererseits
Maßnahmen treffen, um die dann erhöhte Wärmemenge über den Kühlmittelkreislauf abführen
zu können.
[0025] Um eine bedarfsgerechte Motorkühlung zu ermöglichen, ist in das Steuergerät 18 eine
Regelungsstruktur implementiert, mit der in Abhängigkeit der Kühlmitteltemperatur
sowie weiterer Betriebsparameter des Verbrennungsmotors 10 das Mischventil 14, die
Kühlmittelpumpe 26, die Heizungspumpe 32, die Kühlerjalousie 40, der Lüfter 44 und
gegebenenfalls eine Einspritzanlage des Verbrennungsmotors 10 unterschiedlich angesteuert
werden können. Hierzu sind mehrere Zustände des Systems aus Verbrennungsmotor 10 und
Kühlmittelkreislauf definiert, in denen jeweils unterschiedliche Maßnahmen zur Regelung
der Kühlmitteltemperatur bzw. der Stegtemperatur ergriffen werden.
[0026] Die in das Steuergerät 18 implementierte Regelungsstruktur ist dabei so aufgebaut,
dass sie mit geringem Aufwand an unterschiedliche Verbrennungsmotoren 10 und/oder
zusätzliche Anforderungen für den Betrieb angepasst werden kann. So werden in dem
in der Fig. 1 dargestellten Beispiel die Anforderungen des Blocks 54 betreffend Heizungs-
und Klimaanforderungen zusätzlich verarbeitet.
[0027] In der Darstellung der Fig. 2 ist das zentrale Steuergerät 18 schematisch dargestellt.
Fig. 2 dient zur Verdeutlichung der dem Steuergerät 18 zur Verfügung stehenden Eingangsgrößen
und der im Rahmen der Regelung Kühlmittel- und Bauteiltemperatur des Verbrennungsmotors
10 ausgegebenen Signale. Dem Steuergerät 18 werden eine Kühlmitteltemperatur T
K von dem Kühlmitteltemperatursensor 48 und eine Bauteiltemperatur T
B von dem Stegtemperatursensor 50 zugeführt. Darüber hinaus stehen dem Steuergerät
18 die aktuelle Motordrehzahl n sowie eine aktuelle Einspritzmenge m
e zur Verfügung. Die Regelung der Kühlmittel- und Bauteiltemperatur anhand dieser Eingangsgrößen
T
K, T
B, n und m
e wird detailliert anhand der Fig. 3 erläutert.
[0028] Weiterhin stehen dem Steuergerät 18 als Eingangsgrößen eine Außenlufttemperatur T
AL, eine Ladelufttemperatur T
LL, eine Abgasrückführrate AGR, die bereits erwähnten Klimaanforderungen K, eine Fahrzeuggeschwindigkeit
v sowie eine Fahrpedalstellung p zur Verfügung. Diese Eingangsgrößen werden dazu verwendet,
einen Zustand des Systems aus Verbrennungsmotor 10 und Kühlmittelkreislauf zu bestimmen,
wobei in den einzelnen Zuständen unterschiedliche Maßnahmen getroffen werden, um die
Kühlmittel- und Bauteiltemperatur zu regeln. Nach Bestimmung des Systemszustands wird
zur Regelung eine Kühlmittelvolumenstromanforderung bestimmt, die durch den Block
60 dargestellt ist. Die Volumenstromanforderung 60 wird in eine Stellgröße 62 für
die Einstellung der Heizungspumpe 32 sowie eine Stellgröße 64 für die Einstellung
der Kühlmittelpumpe 26 umgesetzt.
[0029] Darüber hinaus wird eine Drehschieberpositionierung 66 angefordert, die in eine Stellgröße
68 für die Einstellung des Mischventils 14 umgesetzt wird.
[0030] Schließlich wird eine Kühlluftmassenanforderung 70 bestimmt, die in eine Stellgröße
72 zur Ansteuerung der Kühlerjalousie 40 sowie in eine Stellgröße 74 zur Ansteuerung
des Lüfters 44 gesetzt wird.
[0031] In der Darstellung der Fig. 3 ist die Bestimmung der Stellgrößen gemäß dem erfindungsgemäßen
Verfahren detaillierter dargestellt. Die Bestimmung einer Stellgröße wird anhand des
Reglers für die Kühlmittelpumpe 26 beschrieben. Mittels eines Grundkennfelds 80 wird
anhand der Eingangsgrößen Einspritzmenge m
e sowie Motordrehzahl n ein Grundwert für einen benötigten Volumenstrom des Kühlmittels
ermittelt. Dieser Grundwert aus dem Block 80 wird an einen Block 82 übergeben, in
dem auf diesen Grundwert eine Hysteresekennlinie angewendet wird, um in Übergangsbereichen
ein unkontrolliertes Schalten zu verhindern. Am Ausgang des Blocks 82 steht somit
eine Volumenstromanforderung zur Verfügung, die an die Verknüpfungseinheiten 84 und
86 übergeben wird. Mittels der Verknüpfungseinheiten wird der ermittelte Grundwert
des Volumenstroms korrigiert. In der Verknüpfungseinheit 84 wird der Grundwert mittels
eines Reglers korrigiert, der die Kühlmitteltemperatur T
K als Führungsgröße verwendet und mittels der Verknüpfungseinheit 86 wird der Grundwert
mittels eines Reglers korrigiert, der die Bauteiltemperatur T
B als Führungsgröße verwendet.
[0032] Zur Ermittlung des Korrekturwerts wird durch einen Block 88 ein Sollwert T
Ksoll für die Kühlmitteltemperatur in Abhängigkeit der aktuellen Einspritzmenge m
e der aktuellen Motordrehzahl n vorgegeben. Der Sollwert T
Ksoll wird einer Verknüpfungseinheit 90 übergeben, der auch der aktuelle Istwert der Kühlmitteltemperatur
T
KIst vom Kühlmittelsensor 48 zur Verfügung steht und die aus diesen Werten eine Regeldifferenz
ermittelt. Die so ermittelte Regeldifferenz wird an einen Block 92 übergeben, in dem
auf die ermittelte Regeldifferenz eine Hysteresekennlinie angewendet wird. Vom Block
92 wird somit ein Korrekturwert für die Volumenstromanforderung an die Verknüpfungseinheit
84 übergeben und dort auf den zuvor ermittelten Grundwert aufaddiert.
[0033] In ähnlicher Weise wird zur Berücksichtigung der Bauteiltemperatur T
B in einem Block 94 anhand eines Grundkennfelds unter Berücksichtigung der Einspritzmenge
m
e sowie der Motordrehzahl n zunächst ein Sollwert T
BSoll ermittelt und in einer Verknüpfungseinheit 96 aus einem Istwert T
Bisc und dem Sollwert T
BSoll eine Regeldifferenz ermittelt. Auf die ermittelte Regeldifferenz wird im Block 98
eine Hysteresekennlinie angewendet, so dass vom Block 98 ein Korrekturwert für eine
Volumenstromanforderung an die Verknüpfungseinheit 86 übergeben wird. Parallel zur
Anwendung der Hysteresekennlinie in Block 98 wird im Block 100 eine zeitliche Veränderung
der Bauteiltemperatur berücksichtigt, um eine zufriedenstellende Regelung der im Vergleich
zur Kühlmitteltemperatur dynamischeren Bauteiltemperatur zu erreichen. Auch die vom
Block 100 ausgegebene Volumenstromanforderung wird der Verknüpfungseinheit 86 zugeführt.
[0034] Sowohl die Volumenstromanforderung aus dem Block 84 als auch die Volumenstromanforderung
aus dem Block 86 werden in einem Block 102 bzw. 104 daraufhin geprüft, ob sie einen
maximal bzw. minimal applizierbaren Wert überschreiten und gegebenenfalls auf diese
Werte beschränkt.
[0035] Von den Blöcken 102 und 104 werden die Volumenstromanforderungen daraufhin an eine
Max-Verknüpfungseinheit 106 übergeben. In der Max-Verknüpfungseinheit 106 wird geprüft,
welche der Volumenstromanforderungen vom Block 102 oder vom Block 104 größer ist,
und lediglich die größere Volumenstromanforderung wird an einen Block 108 übergeben,
in dem eine Umsetzungskennlinie auf die Volumenstromanforderung angewendet wird. Dadurch
wird die Volumenstromanforderung in ein Ansteuersignal für die Kühlmittelpumpe 26
umgesetzt, das schließlich mittels einer Endstufe 110 verstärkt und an die Kühlmittelpumpe
26 weitergegeben wird.
[0036] Die Regelungsstruktur gemäß Fig. 3 ist in einfacher Weise veränderbar, um die Regelung
auf verschiedene Verbrennungsmotoren und/oder verschiedene Zusatzeinrichtungen und
Anforderungen abzustimmen. So kann zu Abstimmung auf unterschiedliche Verbrennungsmotoren
beispielsweise das Grundkennfeld 80 verändert werden. Dadurch könnten auch ohne Veränderung
der die Kühlmitteltemperatur T
K bzw. die Bauteiltemperatur T
B berücksichtigenden Regler grundlegend andere Volumenstromanforderungen erreicht werden.
Die in der Fig. 3 dargestellte Regelungsstruktur, die in gleicher Weise für die Bestimmung
von Stellgrößen für die Ansteuerung Mischventils 14, die Kühlerjalousie 40, den Lüfter
44, die Heizungskreislaufpumpe 32 sowie gegebenenfalls die Einspritzanlage des Verbrennungsmotors
10 verwendet werden kann, ist dadurch in einfacher Weise an verschiedene Motoren anpassbar.
[0037] Darüber hinaus können auch zusätzliche Anforderungen durch die in der Fig. 3 dargestellte
Regelungsstruktur integriert werden. Hierzu schafft die Max-Verknüpfungseinheit 106
eine Schnittstelle, in die weitere Anforderungen eingespeist werden können. Durch
die Max-Verknüpfung 106 erhält jeweils derjenige Regler den Durchgriff auf die Steller
der Kühlmittelpumpe 26, der Heizungskreislaufpumpe 32, des Mischventils 14, des Lüfters
44 oder der Kühlerjalousie 40, der den größten Anforderungswert an die Max-Verknüpfungseinheit
106 übergibt. Weitere Anforderungen, beispielsweise aus einer Klimasteuerung oder
aus einer in einem speziell Betriebspunkt erforderlichen Kühlung der Abgasrückführung,
können somit in die Max-Verknüpfung 106 eingespeist werden, wodurch sichergestellt
ist, dass diese Anforderungen bei der Bestimmung der Stellgrößen berücksichtigt werden.
[0038] Wie im Zusammenhang mit der Fig. 2 bereits erörtert wurde, bestimmt die zentrale
Steuereinheit 18 anhand der ihr vorliegenden Eingangsgrößen welchen vorbestimmten
Zustand das System aus Verbrennungsmotor 10 und Kühlmittelkreislauf gerade einnimmt.
Bei der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind sieben Zustände vordefiniert,
die das System aus Verbrennungsmotor 10 und Kühlmittelkreislauf einnehmen kann und
in denen jeweils unterschiedliche Maßnahmen vorgesehen sind, um eine Regelung der
Kühlmitteltemperatur und der Stegtemperatur zu erreichen.
[0039] Diese sieben möglichen Zustände oder Stufen bei der erfindungsgemäßen Wärmemanagementregelung
werden anhand der Fig. 4 nachstehend beschrieben. Dabei zeigt die Übersicht der Fig.
4 in jeweils einer Spalte die Bedingungen dafür, dass ein bestimmter Zustand oder
eine bestimmte Stufe eingenommen werden, sowie die in dem jeweiligen Zustand getroffenen
Maßnahmen.
[0040] Ein erster Zustand entspricht einem Kaltstart, bei dem eine Bauteiltemperatur im
Bereich von -20°C bis 120°C und eine Kühlmitteltemperatur am Austritt aus dem Verbrennungsmotor
im Bereich von -20°C bis 80°C liegt. Eine Temperatur der Ladeluft nach einem Ladeluftkühler
ist kleiner als 60°C und ein Druck eines Kältemittels in einem Klimatisierungskreislauf
liegt unterhalb von 12 bar. Beispielsweise liegen niedrige Umgebungstemperaturen im
Bereich von -20°C vor. In diesem ersten Zustand ist die Zielsetzung, den Warmlauf
des Verbrennungsmotors 10 zu beschleunigen und möglich schnell eine akzeptable Innenraumtemperatur
zu erreichen. Hierzu wird der durch die Heizungspumpe 32 fließende Volumenstrom mittels
des Motors 34 über die zentrale Steuereinheit 18 geregelt. Dadurch werden auch der
Abgasrückführ-Wärmetauscher 36 sowie der Heizungs-Wärmetauscher 38 durchströmt, so
dass eine rasche Erwärmung des Innenraums erwartet werden kann. Die Magnetkupplung
28 der Kühlmittelpumpe 26 ist entkoppelt, so dass die Kühlmittelpumpe 26 lediglich
passiv durchströmt wird aber nicht selbst zur Förderung eines Volumenstroms beiträgt.
Das Mischventil 14 ist im ersten Zustand so eingestellt, dass die Bypassleitung 18
vollständig geöffnet ist und die zum Kühler 22 führende Leitung vollständig geschlossen
ist. Die Kühlerjalousie 40 ist vollständig geschlossen, der Lüfter 44 ausgeschaltet
und auch ein Klimakompressor ist ausgeschaltet. Ein sogenannter Kochschutz, bei dessen
Anwendung die Leistung des Verbrennungsmotors reduziert wird, um die anfallende Wärmemenge
zu reduzieren, ist ausgeschaltet.
[0041] In einem zweiten Zustand, der wie der erste Zustand einem Warmlauf des Verbrennungsmotors
zugeordnet ist und in dem eine Heizung des Innenraums erfolgen soll, ist das Kühlwasser
sowie der Steg zwischen den Auslassventilen bereits erwärmt. Im einzelnen wird der
Zustand des Systems vom Steuergerät 18 in den zweiten Zustand eingeordnet, wenn tiefe
Umgebungstemperaturen, beispielsweise -20°C, eine Stegtemperatur im Bereich von 120°C
bis 160°C, eine Temperatur am Kühlwasseraustritt 12 im Bereich von 80°C bis 90°C,
eine Ladelufttemperatur nach dem Ladeluftkühler kleiner als 60°C und ein Kältemitteldruck
von weniger als 12 bar vorliegen. In diesem zweiten Zustand ist, um den Innenraum
möglichst schnell aufzuheizen, die Heizungspumpe 32 eingeschaltet und liefert 100%
des möglichen Volumenstroms. Dadurch werden der Abgasrückführkühler 36 und der Heizungswärmetauscher
38 maximal durchströmt. Die Kühlmittelpumpe 26 wird durch wahlweises Ein- oder Ausschalten
der Magnetkupplung zu- oder abgeschaltet. Dies erfolgt in Abhängigkeit der Kühlmittel-
bzw. Stegtemperatur. Das Mischventil 14 ist im zweiten Zustand so eingestellt, dass
die Bypassleitung 18 voll geöffnet und die zum Kühler 22 führende Leitung vollständig
geschlossen ist. Die Kühlerjalousie 44 sowie gegebenenfalls weitere Jalousien vor
dem Ladeluftkühler und einem Kondensator sind geschlossen. Der E-lektrolüfter 44,
der Klimakompressor und der Kochschutz sind ausgeschaltet.
[0042] Ein Wechsel in einen dritten Zustand erfolgt dann, wenn der Verbrennungsmotor bereits
betriebswarm ist und sich die Stegtemperatur und die Kühlmitteltemperatur im Sollbereich
bewegen. Im dritten Zustand ist weiterhin eine Heizung im Fahrzeuginnenraum erforderlich.
Im einzelnen nimmt das System den dritten Zustand ein, wenn tiefe Umgebungstemperaturen,
beispielsweise -20°C, eine Stegtemperatur im Bereich von 140°C bis 180°C, eine Kühlmitteltemperatur
am Austritt 12 im Bereich von 90°C bis 95°C, eine Ladelufttemperatur von weniger als
60°C und ein Kältemitteldruck von weniger als 12 bar vorliegen. In diesem dritten
Zustand ist die Heizungspumpe 32 eingeschaltet und liefert 100% ihres möglichen Volumenstroms.
Die Kühlmittelpumpe 26 ist zugeschaltet, da die Magnetkupplung 28 unbestromt ist.
Das Mischventil 14 wird im Regelbetrieb gefahren und leitet infolgedessen den Kühlmittelstrom
in Abhängigkeit von der Kühlmitteltemperatur am Kühlmittelsensor 48 und der Stegtemperatur
am Bauteilsensor 50 durch die Bypassleitung 18 und/oder zum Kühler 22. Da das Mischventil
14 als Drehschieber ausgebildet ist, kann jede Verteilung des Kühlmittels auf die
Bypassleitung 18 und den Kühler 22 im Regelbetrieb stufenlos eingestellt werden. Wie
in den Zuständen eins und zwei sind die Kühlerjalousie 40 sowie gegebenenfalls weitere
Jalousien geschlossen, der Lüfter 44, der Klimakompressor sowie ein Kochschutz sind
ausgeschaltet.
[0043] Bei weiterer Erwärmung des Verbrennungsmotors 10 wird in einen vierten Zustand gewechselt,
in dem die Betriebstemperaturen bereits am oberen Rand des Sollbereichs liegen. Auch
in diesem vierten Zustand muss aufgrund tiefer Umgebungstemperaturen eine Heizung
des Fahrzeuginnenraums erfolgen. Im einzelnen ist der vierte Zustand durch eine Stegtemperatur
im Bereich von 160° bis 200°C, eine Kühlmitteltemperatur von 95°C bis 100°C, eine
Ladelufttemperatur nach dem Ladeluftkühler von mehr als 60°C und einen Kältemitteldruck
von weniger als 12 bar gekennzeichnet. In diesem vierten Zustand ist die Heizungspumpe
32 eingeschaltet und liefert 100% ihres möglichen Volumenstroms. Die Kühlmittelpumpe
26 ist, da die Magnetkupplung 28 unbestromt ist, zugeschaltet. Das Mischventil 14
nimmt eine Endstellung ein, verschließt die Bypassleitung 18 vollständig und leitet
den Kühlmittelstrom vollständig zum Fahrzeugkühler 22. Die Kühlerjalousie 40 sowie
gegebenenfalls weitere Jalousien werden in Abhängigkeit der Kühlmitteltemperatur und
der Stegtemperatur geregelt. Der Lüfter 44, der Klimakompressor und der Kochschutz
sind ausgeschaltet.
[0044] Das System wechselt in einen fünften Zustand, wenn höhere Umgebungstemperaturen,
beispielsweise um 20°C, vorliegen, so dass keine Heizung im Fahrzeuginnenraum mehr
erforderlich ist aber auch noch keine Klimatisierung nötig ist. Der fünfte Zustand
ist im einzelnen durch Stegtemperaturen im Bereich von 160°C bis 200°C, Kühlmitteltemperaturen
zwischen 100°C und 115°C, Ladelufttemperaturen von mehr als 60°C und einen Kältemitteldruck
von weniger als 12 bar gekennzeichnet. Im fünften Zustand ist die Heizungspumpe 32
ausgeschaltet, die Kühlmittelpumpe 26 ist zugeschaltet und das Mischventil 14 verschließt
die Bypassleitung 18 und leitet den Kühlmittelstrom vollständig zum Kühler 22. Die
Kühlerjalousie 40 sowie gegebenenfalls weitere Jalousien vor dem Ladeluftkühler und
dem Kondensator sind vollständig geöffnet. Der Lüfter 44 wird in Abhängigkeit der
Kühlmitteltemperatur und der Stegtemperatur geregelt. Der Klimakompressor und der
Kochschutz sind ausgeschaltet.
[0045] Bei einem weiterem Anstieg der Umgebungstemperaturen wird eine Klimatisierung des
Innenraums erforderlich und das System wechselt in einen sechsten Zustand. Im einzelnen
ist der sechste Zustand durch Umgebungstemperaturen im Bereich von 20°C bis 30°C,
Stegtemperaturen im Bereich von 160°C bis 200°C, Kühlmitteltemperaturen im Bereich
von 100°C bis 115°C, Ladelufttemperaturen von mehr als 60°C und einen Kältemitteldruck
im Bereich von 12 bar bis 20 bar gekennzeichnet. In diesem Zustand versucht das System
noch alle Anforderungen bezüglich Motorleistung und Klimaleistung zu erfüllen und
mobilisiert alle Reserven, die zur Wärmeabfuhr von dem Verbrennungsmotor 10 zur Verfügung
stehen. Die Heizungspumpe 32 ist ausgeschaltet, die Kühlmittelpumpe 26 dahingegen
wird zugeschaltet. Das Mischventil 14 hält die Bypassleitung 18 weiterhin verschlossen
und leitet den Kühlmittelstrom vollständig zum Kühler 22. Die Kühlerjalousie 40 sowie
gegebenenfalls weitere Jalousien sind vollständig geöffnet. Der Lüfter 44 läuft mit
maximaler Leistung und ermöglicht dadurch einen maximalen Luftdurchsatz durch den
Kühler 22. Der Klimakompressor wird in Abhängigkeit der gewünschten Innenraumtemperatur
geregelt. Der Kochschutz ist ausgeschaltet.
[0046] Bei einem weiteren Anstieg der Umgebungstemperaturen und/oder ungünstigen Randbedingungen,
wie hohe Motorleistung und geringer Fahrgeschwindigkeit, können die Betriebstemperaturen
des Motors weiter und in den kritischen Bereich steigen. In diesem siebten Zustand
müssen somit Maßnahmen getroffen werden, um den Verbrennungsmotor 10 vor thermischen
Schäden zu bewahren. Im einzelnen ist der siebte Zustand durch eine hohe Umgebungstemperatur,
beispielsweise zwischen 30°C und 35°C, eine Stegtemperatur im Bereich 160°C bis 200°C,
eine Kühlmitteltemperatur im kritischen Bereich von mehr als 115°C, eine Ladelufttemperatur
von mehr als 60°C und einen Kältemitteldruck von mehr als 20 bar gekennzeichnet. Sämtliche
Reserven zur Wärmeabfuhr sind mobilisiert und die Heizungspumpe 32 ist ausgeschaltet,
die Kühlmittelpumpe 26 zugeschaltet, das Mischventil verschließt die Bypassleitung
18 vollständig und leitete den Kühlmittelstrom vollständig zum Kühler 22, die Kühlerjalousie
40 sowie gegebenenfalls weitere Jalousien sind vollständig geöffnet und der Lüfter
44 läuft mit maximaler Leistung. Um einen weiteren Temperaturanstieg zu verhindern,
wird der Klimakompressor mit reduzierter Leistung gefahren und gleichzeitig wird über
den Kochschutz eine reduzierte Motorleistung eingestellt. Dies kann beispielsweise
dadurch erfolgen, dass eine Einspritzmenge reduziert wird. Sinken die Betriebstemperaturen
ab, kann das System wieder in den sechsten Zustand wechseln und die volle Motor- und
Klimaleistung steht wieder zur Verfügung.
[0047] Sind nicht alle Randbedingungen für eine bestimmte Stufe oder einen bestimmten Zustand
erfüllt, kann eine Priorisierung dahingehend erfolgen, dass das System einen bestimmten
Zustand einnimmt, wenn ausgewählte Betriebsparameter innerhalb eines für diesen Zustand
definierten Bereichs liegen.
1. Verfahren zur Wärmeregulierung eines Systems aus Brennkraftmaschine und Kühlmittelkreislauf
eines Fahrzeugs mit ansteuerbaren Einrichtungen des Kühlmittelkreislaufs, wobei eine
Kühlmitteltemperatur und weitere Betriebsparameter der Brennkraftmaschine (10) erfasst
werden und die ansteuerbaren Einrichtungen (14, 26, 32, 40, 44) in Abhängigkeit der
Kühlmitteltemperatur und der weiteren Betriebsparameter der Brennkraftmaschine (10)
angesteuert werden, wobei
eine Regelung der Kühlmitteltemperatur in der Weise erfolgt, dass ein Ausgangswert
zur Bestimmung einer Stellgröße mittels eines Grundkennfelds (80) in Abhängigkeit
der Drehzahl und der Last der Brennkraftmaschine vorgegeben wird und dieser Ausgangswert
mittels eines Reglers in Abhängigkeit der Kühlmitteltemperatur und/oder der weiteren
Betriebsparameter korrigiert wird dadurch gekennzeichnet, dass anhand von wenigstens zwei verschiedenen Führungsgrößen (TK, TB) wenigstens zwei Ausgangswerte zur Bestimmung einer Stellgröße für die ansteuerbaren
Einrichtungen (14, 26, 32, 40, 44) ermittelt werden, die wenigstens zwei Ausgangswerte
verglichen werden und der größere Ausgangswert in die Stellgröße umgesetzt und an
die ansteuerbaren Einrichtungen (14, 26, 32, 40, 44) übergeben wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine Regelung der Kühlmitteltemperatur und der weiteren Betriebsparameter in der Weise
erfolgt, dass ein Ausgangswert zur Bestimmung einer Stellgröße mittels eines Grundkennfelds
(80) in Abhängigkeit der Drehzahl und der Last der Brennkraftmaschine vorgegeben wird
und dieser Ausgangswert mittels eines Reglers in Abhängigkeit der Kühlmitteltemperatur
und/oder der weiteren Betriebsparameter korrigiert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
bei der Bestimmung einer Stellgröße eine Hysteresekennlinie (82, 92, 98) angewendet
wird.
4. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine Bestimmung von Sollwerten einer Kühlmitteltemperatur (TKsoll) und einer Bauteiltemperatur (TBsoll) der Brennkraftmaschine (10) mittels Kennfeldern (88, 94) in Abhängigkeit einer Drehzahl
und einer Einspritzmenge der Brennkraftmaschine (10) erfolgt.
5. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
mehrere Zustände des Systems aus Brennkraftmaschine (10) und Kühlmittelkreislauf definiert
sind, die jeweils unterschiedlichen Werten der Kühlmitteltemperatur und/oder der weiteren
Betriebsparameter zugeordnet sind und in denen die ansteuerbaren Einrichtungen (14,
26, 32, 40, 44) zur Regelung wenigstens der Kühlmitteltemperatur wenigstens teilweise
unterschiedlich angesteuert werden.
6. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass ein Wechsel in die verschiedenen Zustände durch Über- oder Unterschreiten vorgegebener
Grenzwerte einer Umgebungstemperatur, einer Bauteiltemperatur der Brennkraftmaschine,
einer Kühlmitteltemperatur, einer Ladelufttemperatur und/oder eines Drucks eines Klimakompressors
ausgelöst wird und in den einzelnen Zuständen zur Regelung einer Kühlmitteltemperatur
und einer Bauteiltemperatur der Brennkraftmaschine (10) die Einstellungen einer Kühlmittelpumpe
(26), einer Heizungspumpe (32), eines Mischventils (14) zwischen einem Kühler- und
einem Bypasskreis, einer Kühlerjalousie (40), eines Kühlerlüfters (44), eines Klimakompressors
und/oder einer Einspritzanlage der Brennkraftmaschine (10) verändert werden.
1. Method for regulating the heat of a system made up from an internal combustion engine
and a coolant circuit of a vehicle with selectable devices of the coolant circuit,
wherein a coolant temperature and further operating parameters of the internal combustion
engine (10) are detected and the selectable devices (14, 26, 32, 40, 44) are selected
in dependence on the coolant temperature and on the further operating parameters of
the internal combustion engine (10), wherein the coolant temperature is regulated
such that an initial value is preset for the determination of a control variable by
means of a basic characteristic map (80) in dependence on the speed and the load of
the internal combustion engine and this initial value is corrected by means of a controller
in dependence on coolant temperature and/or on the further operating parameters,
characterised in that, using at least two different command variables (TK, TB), at least two initial values are determined for the determination of a control variable
for the selectable devices (14, 26, 32, 40, 44), in that the at least two initial values are compared and in that the higher initial value is converted into the control variable and transmitted to
the selectable devices (14, 26, 32, 40, 44).
2. Method according to claim 1,
characterised in that
the coolant temperature and the further operating parameters are regulated such that
an initial value for the determination of a control variable by means of a basic characteristic
map (80) is preset in dependence on the speed and the load of the internal combustion
engine, and in that this initial value is corrected by means of a controller in dependence on coolant
temperature and/or on the further operating parameters.
3. Method according to claim 1 or 2,
characterised in that
a hysteresis characteristic (82, 92, 98) is used in the determination of a control
variable.
4. Method according to any of the preceding claims,
characterised in that
set values for a coolant temperature (TKsoll) and a component temperature (TBsoll) of the internal combustion engine are determined by means of characteristic maps
(88, 94) in dependence on a speed and an injected fuel amount of the internal combustion
engine (10).
5. Method according to any of the preceding claims,
characterised in that
several states of the system made up from the internal combustion engine (10) and
the coolant circuit are defined, each of which is assigned to different values of
coolant temperature and/or of the further operating parameters, and in which the selectable
devices (14, 26, 32, 40, 44) for controlling at least the coolant temperature are
at least partially selected in different ways.
6. Method according to any of the preceding claims,
characterised in that
a change to the various states is triggered by exceeding or falling short of preset
limit values of an ambient temperature, a component temperature of the internal combustion
engine, a coolant temperature, a charge air temperature and/or a pressure of an air
conditioning compressor, and in that in the individual states the settings of a coolant pump (26), a heater pump (32),
a mixing valve (14) between a radiator circuit and a bypass circuit, a radiator grille
(40), a radiator fan (44), an air conditioning compressor and/or an injection system
of the internal combustion engine (10) are changed to control a coolant temperature
and/or a component temperature of the internal combustion engine (10).
1. Procédé de régulation thermique d'un système composé d'un moteur à combustion interne
et d'un circuit d'agent de refroidissement d'un véhicule avec des dispositifs pilotables
du circuit d'agent de refroidissement, une température d'agent de refroidissement
et d'autres paramètres de fonctionnement du moteur à combustion interne (10) étant
détectés et les dispositifs (14, 26, 32, 40, 44) pilotables étant régulés en fonction
de la température de l'agent de refroidissement et des autres paramètres de fonctionnement
du moteur à combustion interne (10), une régulation de la température de l'agent de
refroidissement s'effectuant de sorte qu'une valeur initiale pour déterminer une valeur
de réglage à l'aide d'un champ caractéristique de base (80) soit prédéfinie en fonction
du régime et de la charge du moteur à combustion interne et que cette valeur initiale
soit corrigée à l'aide d'un régulateur en fonction de la température de l'agent de
refroidissement et / ou des autres paramètres de fonctionnement, caractérisé en ce qu'au moyen d'au moins deux valeurs de guidage différentes (Tk, Tb) au moins deux valeurs initiales pour déterminer une valeur de réglage sont définies
pour les dispositifs (14, 26, 32, 40, 44) pilotables, les au moins deux valeurs initiales
sont comparées et la plus grande valeur initiale est transformée en valeur de réglage
et transmise aux dispositifs (14, 26, 32, 40, 44) pilotables.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une régulation de la température de l'agent de refroidissement et des autres paramètres
de fonctionnement s'effectue de manière à ce qu'une valeur initiale pour déterminer
une valeur de réglage à l'aide d'un champ (80) caractéristique de base soit prédéfinie
en fonction du régime et de la charge du moteur à combustion interne et que cette
valeur initiale soit corrigée à l'aide d'un régulateur en fonction de la température
de l'agent de refroidissement et / ou d'autres paramètres de fonctionnement.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'il est utilisé une caractéristique d'hystérésis (82, 92, 98) lors de la détermination
d'une valeur de réglage.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une détermination de valeurs théoriques d'une température d'agent de refroidissement
(Tksoll) et d'une température du composant (Tbsoll) du moteur à combustion interne (10) s'effectue au moyen de champs caractéristiques
(88, 94) en fonction d'un régime et d'une quantité d'injection du moteur à combustion
interne (10).
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que sont définis plusieurs états du système composé du moteur à combustion interne (10)
et du circuit d'agent de refroidissement qui sont chacun associés à différentes valeurs
de la température d'agent de refroidissement et / ou à d'autres paramètres de fonctionnement
et dans lesquels les dispositifs (14, 26, 32, 40, 44) pilotables sont au moins partiellement
pilotés de manière différenciée pour le réglage d'au moins la température d'agent
de refroidissement.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un changement est déclenché dans les différents états par le dépassement vers le haut
ou le dépassement vers le bas de valeurs limites définies d'une température ambiante,
d'une température de composant du moteur à combustion interne, d'une température d'agent
de refroidissement, d'une température de l'air de suralimentation et / ou d'une pression
d'un compresseur de climatisation et dans chacun des états pour la régulation d'une
température d'agent de refroidissement et d'une température de composant du moteur
à combustion interne (10) sont modifiés les réglages d'une pompe d'agent de refroidissement
(26), d'une pompe de chauffage (32), d'un régulateur à vannes (14) entre un circuit
de refroidissement et un circuit de déviation, d'un volet de radiateur (40), d'un
ventilateur de radiateur (44), d'un compresseur de climatisation et / ou d'un dispositif
d'injection du moteur à combustion interne (10).