[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Zuführen von flachen, sich geschuppt überlappenden
Blechtafeln zu mindestens einem Vorderkantenanschlag einer weiterverarbeitenden Maschine,
insbesondere einer Blechdruck- oder Blechlackiermaschine.
[0002] Bei einem bekannten Verfahren wird für eine Verlangsamung der geschuppt angeordneten
Gegenstände zyklisch das gesamte Zuführbandsystem in seiner Geschwindigkeit reduziert.
Die Folge ist, dass alle geschuppt übereinander liegenden Tafeln gleichzeitig verlangsamt
und dabei die vorderste Tafel an den Vorderkantenanschlag angelegt wird. Von dort
aus wird die Tafel mittels eines weiteren Transportsystems lagedefiniert abtransportiert.
Die verbleibenden Tafeln werden wieder zyklisch beschleunigt, bis die vorderste Tafel
eine bestimmte Position erreicht hat, ab der wiederum die Verlangsamung durchgeführt
wird. Dieses System hat den Nachteil, dass sehr große Massen beschleunigt und verzögert
werden müssen, so dass die Genauigkeit der Lage der vordersten Tafel im Bremszielbereich
aufgrund von Riemenelastizität und weiterer Einfluss nehmender Parameter stark streut.
Eine sichere, reproduzierbare Vorderkantenanlage der Blechtafeln ist daher nicht gegeben.
[0003] Ferner sind Verfahrenführungen mit Verzögerurlgselementen bekannt, mit denen über
Friktion eine Tafel-Verzögerung bewirkt wird. Nachteilig ist dabei die geringe Genauigkeit
durch schwerlich reproduzierbare Schlupfvorgänge, die sich im Bremszielbereich bei
der Übergabe an den Vorderkantenanschlag so auswirken können, dass eine zu große Restgeschwindigkeit
beim Anschlag (Beschädigungsproblem) oder eine zu starke Verzögerung (keine hinreichende
Anlage der Vorderkante des Blechs) besteht. Nachteilig ist ferner, dass sich beim
Fördermittel während des Bremsvorgangs die Haltefläche durch das unterfahren der nächsten
Blechtafel verringert. Im ungünstigen Fall reduziert sich die Haltefläche auf Null,
so das in der letzten Bremsphase undefinierter Schlupf auftritt.
[0004] Aus der
US-A-2 257 117 geht eine Tafel-Handhabungsvorrichtung mit einem Traktionsriemen hervor, dem Tafeln
von einer ersten Maschine zugeführt werden, wobei der Traktionsriemen mit einer im
Wesentlichen konstanten Geschwindigkeit betrieben wird, die der Geschwindigkeit der
ersten Maschine entspricht, und mit einem zweiten Traktionsriemen, der die Tafeln
vom ersten Traktionsriemen übernimmt und einer zweiten Maschine zuführt, wobei die
Tafeln flach auf dem Traktionsriemen aufliegen. Ein Antrieb treibt den zweiten Traktionsriemen
mit variabler Geschwindigkeit an, wobei er eine Geschwindigkeit aufweist, die mindestens
so groß wie die Geschwindigkeit des ersten Traktionsriemen ist, wenn die Tafeln vom
ersten zum zweiten Traktionsriemen übernommen werden, wobei zunächst eine Beschleunigung
und dann eine Abbremsung erfolgt, wenn die Tafeln die zweite Maschine erreichen.
[0005] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Zuführen von flachen,
sich geschuppt überlappenden Blechtafeln der eingangs genannten Art zu schaffen, das
eine präzise, reproduzierbare Anlage der jeweiligen Vorderkante der Blechtafeln am
Vorderkantenanschlag gestattet. Überdies soll eine hohe Taktzahl realisierbar sein.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass eine erste, ein erstes Fördermittel
aufweisende Förderzone vorgesehen ist, in der die Blechtafeln mit einer ersten, konstanten
Geschwindigkeit in geschuppter Anordnung mit kontinuierlich per Unterdruck odermagnetischer
Wirkung entwickelter Haltewirkung einer ersten Halteeinrichtung transportiert werden
und mit einer zweiten, der ersten Förderzone folgenden Förderzone, die ein zweites
Fördermittel aufweist, in der die jeweils vorderste Blechtafel im Bereich ihrer Vorderkante
mit einer ersten Geschwindigkeit übernommen und dann auf eine zweite Geschwindigkeit
verlangsamt wird, wobei der Abstand (b) zwischen dem Anfang des zweiten Fördermittels
und der Vorderkante einer der vordersten Blechtafel nachfolgenden Folgetafel zu Beginn
des Verlangsamungsvorgangs der vordersten Blechtafel größer als der Weg ist, den die
Folgetafel während des Verlangsamungsvorgangs der vordersten Blechtafel zurücklegt.
Es liegt eine exakte Tafelausrichtung vor, ohne dass Kantenbeschädigungen auftreten.
Die auf dem ersten Fördermittel geschuppt aufliegenden Gegenstände werden somit mit
gleichbleibender Geschwindigkeit kontinuierlich gefördert. Es erfolgt also eine Schuppenförderung
mit konstanter Geschwindigkeit. Alternativ kann auch eine sich zyklisch verändernder
Geschwindigkeit vorgesehen sein. Sich zyklisch verändernder Geschwindigkeit heißt:
große Geschwindigkeit, kleine Geschwindigkeit, große Geschwindigkeit, kleine Geschwindigkeit
usw., wobei das Geschwindigkeitsverhältnis bevorzugt im Bereich 4 : 1 bis 2 : 1, insbesondere
3 : 1 liegt. Die in der Schuppe -in Transportrichtung gesehen- vorderste Blechtafel
wird mittels des zweiten Fördermittels abgebremst, derart, dass sie mit geringer Restgeschwindigkeit
gegen den Vorderkantenanschlag tritt oder dass sie mit der niedrigen Restgeschwindigkeit
der Einrichtung übergeben wird, die sie gegen den Vorderkantenanschlag führt. Alternativ
kann die Verlangsamung durch das zweite Fördermittel auch derart erfolgen, dass die
Blechtafel von dem zweiten Fördermittel bis gegen den Vorderkantenanschlag geführt
wird und dort zum Stillstand kommt. Während des Abbremsens der vordersten Tafel wird
die geschuppte Anordnung der übrigen Tafeln mittels des ersten Fördermittels konstant
weiterbewegt. Es ist alternativ auch denkbar, dass der Schuppenstrom des ersten Fördermittels
zyklisch gefördert wird. Dies bedeutet, einen zyklischen Geschwindigkeitswechsel vorzunehmen:
große Geschwindigkeit - kleine Geschwindigkeit usw.. Durch das erfindungsgemäße Vorgehen
ist verhindert, dass die Folgetafel während des Verlangsamungsvorgangs der Vorgängertafel
auf das zweite Fördermittel aufläuft und dabei undefiniert vorgebremst wird. Ist die
vorderste Tafel exakt ausgerichtet, so wird sie von einen Weiterverarbeitungsmechanismus
in exakt ausgerichteter Lage übernommen. Das zweite Fördermittel beschleunigt während
des erwähnten Ausrichtsvorgangs wieder auf eine Geschwindigkeit, die dem ersten Fördermittel
entspricht, so dass anschließend die nunmehr vorderste Blechtafel der Schuppenanordnung
vom zweiten Fördermittel übernommen und -entsprechend wie zuvor beschrieben- verlangsamt
und an dem Vorderkantenanschlag exakt ausgerichtet wird. Vorzugsweise liegt die jeweils
vorderste Tafel auf dem zweiten Fördermittel auf, wobei beim Verlangsamungsvorgang
keine Relativbewegung zwischen dem zweiten Fördermittel und der Blechtafel erfolgt
und daher eine exakte Reproduzierbarkeit vorliegt. Während der Verlangsamung entsteht
in der Hauptphase keine Gleitbewegung zwischen dem zweiten Fördermittel und Blechtafel.
Die Blechtafel wird exakt mit dem zweiten Fördermittel (Riementrum) entsprechend eines
festgelegten, während jedem Takt gleichen Ort - Maschinenwinkel- Bewegungsgesetzes
verlangsamt. Die nachstehend näher definierte, vorzugsweise vorgesehene Haltewirkung
durch Vakuum ist so dimensioniert, dass der Kurvenverlauf der Verlangsamung unabhängig
ist vom Tafelgewicht und der Oberflächenbeschaffenheit der Blechtafel. Die Bewegung
von zweitem Fördermittel und Blechtafel ist in der Verlangsamungsphase synchron, ohne
Relativbewegung. Erst kurz vor der Ankunft an dem vorderkantenanschlag, insbesondere
an den Vordermarken, wird dieser Kraftschluß (durch Abschalten des Vakuums) aufgehoben,
so dass das zweite Fördermittel dann die Blechtafel noch schiebt, jedoch nur mit einer
sehr geringen Kraft, die sich aus der nun vorliegenden Reibung ohne Vakuum zwischen
Trum und Blechtafel ergibt. Die Schuppung ist derart vorgenommen, dass sich während
des Verlangsamungsvorgangs der vordersten Tafel die Überlappungszone mit der Folgetafel
vergrößert. Durch entsprechende Geschwindigkeitsabstimmung der beiden Fördermittel
unter Berücksichtigung der Formate der jeweils zuzuführenden Gegenstände lässt sich
eine hohe Verarbeitungszahl pro Zeiteinheit realisieren. Die Gegenstände liegen auf
dem ersten und dem zweiten Fördermittel auf, das heißt die Gegenstände befinden sich
oberhalb der Fördermittel; es liegt daher kein Überkopf-Transport vor, bei dem die
Gegenstände an der Unterseite der Fördermittel gehalten werden. Dies ist unter anderem
deshalb von Bedeutung, da die Schuppung der Gegenstände derart ausgestaltet ist, dass
die vorderste Tafel von der nachfolgenden untergriffen wird usw., so dass die Tafeln
von unten her jeweils nur im nicht überlappten Bereich allein zugänglich sind. Wie
erwähnt erfolgt somit eine Verlangsamung bis auf eine relativ kleine Geschwindigkeit.
Hat der Gegenstand diese niedrige Geschwindigkeit angenommen, so gleitet er ein kurzes
Stück über die Unterlage und gelangt auf diese Art und Weise gegen den Vorderkantenanschlag
und wird dort ausgerichtet. Alternativ ist es auch möglich, dass nach der Verlangsamung
der Gegenstand von einer weiteren Einrichtung übernommen wird, die den Gegenstand
erfasst (durch Greifereinrichtung, Saugeinrichtung und/oder Magneteinrichtung) und
definiert bis an den Vorderkantenanschlag führt, so dass dort die Ausrichtung erfolgt.
Alternativ ist es auch möglich, dass das zweite Fördermittel den Gegenstand bis zum
Stillstand abbremst, wobei die Verlangsamung derart realisiert wird, dass im Stillstand
beziehungsweise kurz bevor der Stillstand erreicht wird, der Gegenstand gegen den
Vorderkantenanschlag tritt und hierdurch ausgerichtet wird. Vorzugsweise ist der Abstand
(c) von der Vorderkante der vordersten Blechtafel beim Verlangsamungsbeginn bis zum
Ende der ersten Halteeinrichtung größer als die Schuppenlänge, die das Maß zwischen
der Vorderkante einer Blechtafel und der Vorderkante einer unmittelbar folgenden Blechtafel
ist.
[0007] Vorzugsweise wird die jeweils vorderste Blechtafel mit der zweiten Geschwindigkeit
gegen mindestens einen Vorderkantenanschlag geführt oder nähert sich mit dieser Geschwindigkeit
dem Vorderkantenanschlag, wobei die vorderste Blechtafel während ihrer Verlangsamung
in einer ortsfesten Haltezone einer zweiten Halteeinrichtung der zweiten Förderzone
durch schaltbaren Unterdruck gehalten wird und diese Haltewirkung abgeschaltet wird,
sobald die Vorderkante der vordersten Blechtafel mit nur noch geringem Abstand zum
Vorderkantenanschlag liegt, wobei nach Anlage und dadurch erfolgendem Ausrichten der
vordersten Blechtafel an dem Vorderkantenanschlag ein Abtransport an die weiterverarbeitende
Maschine erfolgt, und wobei der Abstand (d) zwischen dem Vorderkantenanschlag und
der Vorderkante der der vordersten Blechtafel unmittelbar folgenden Folgetafel zum
Zeitpunkt des Einschaltens der Haltewirkung der zweiten Halteeinrichtung kleiner ist
als der Abstand (e) von dem Vorderkantenanschlag bis zum Ende der zweiten Halteeinrichtung.
[0008] Es ist vorgesehen, dass dem ersten Fördermittel eine erste Halteeinrichtung zugeordnet
wird. Bevorzugt kann dem zweiten Fördermittel eine zweite Halteeinrichtung zugeordnet
werden. Die erste und/oder die zweite Halteeinrichtung kann bevorzugt als Saugeinrichtung
und/oder als Magneteinrichtung ausgebildet sein. Die Saugeinrichtung ist derart gestaltet,
dass die Gegenstände, insbesondere die Blechtafeln, auf der Oberfläche des Fördermittels
durch Saugwirkung gehalten werden, so dass eine Relativbewegung zwischen dem entsprechenden
Fördermittel und den Gegenständen sicher vermieden ist. Insbesondere lässt sich aufgrund
dieser Haltewirkung der Abbremsvorgang ohne ein Verrutschen der Blechtafel auf dem
Fördermittel durchführen, so dass eine hohe Präzision bei hoher Taktzahl erzielt ist.
Sofern es sich bei den Gegenständen um ferromagnetische Bauteile, beispielsweise Stahlblechtafeln,
handelt, kann als Halteeinrichtung auch eine Magneteinrichtung verwendet werden, die
sich unterhalb des Fördermittels befindet und auf diese Art und Weise eine Relativverschiebung
zwischen Blechtafel und Fördermittel verhindert. Die Blechtafeln bewegen sich somit
exakt mit der Geschwindigkeit, die von dem entsprechenden Fördermittel vorgegeben
ist.
[0009] Insbesondere kann vorgesehen sein, dass als erstes Fördermittel ein endlos umlaufendes
Fördermittel verwendet wird. Es handelt sich bei den ersten und zweiten Fördermitteln
somit um Trums, die bevorzugt aus mehreren, parallel nebeneinander liegenden Riemen
bestehen, auf denen die Blechtafeln aufliegen,
wobei unterhalb des Obertrums die Halteeinrichtung angeordnet ist, die die Blechtafel
beziehungsweise die Blechtafeln auf den Riemen fixiert/fixieren.
[0010] Ferner ist es vorteilhaft, wenn das Halten mittels der zweiten Halteeinrichtung -in
Transportrichtung gesehen- nur über ein Teilstück des zweiten Fördermittels erfolgt.
Für eine Lagefixierung ist dieses Teilstück ausreichend und hält die Fixierungszone
relativ klein, so dass für die Haltewirkung nur entsprechend kleine Energiemengen
aufzubringen sind.
[0011] Ferner ist es vorteilhaft, wenn sich die zweite Halteeinrichtung im Wesentlichen
auf der stromaufseitigen Hälfte des zweiten Fördermittels befindet.
[0012] Besonders bevorzugt ist es, wenn die Haltewirkung der zweiten Halteeinrichtung ein-
und ausschaltbar ist. Im Falle einer Vakuum-Saugeinrichtung kann die Vakuumquelle
ein- und ausgeschaltet werden oder es befindet sich ein pneumatisch wirkendes Schaltventil
im System, mit dem die Saugwirkung an- und ausschaltbar ist. Die Saugwirkung wird
aktiviert, sobald die vorderste Blechtafel von dem zweiten Fördermittel übernommen
wird; sie wird deaktiviert oder stark reduziert, unmittelbar bevor die Vorderkante
der gebremsten Blechtafel auf die Vorderkantenanschlag trifft. Sofern eine Magnetvorrichtung
zur Entfaltung der Haltewirkung vorhanden ist, wird bevorzugt eine Elektromagneteinrichtung
eingesetzt, so dass durch elektrisches Ein- beziehungsweise Ausschalten die Haltekraft
aktivierbar beziehungsweise deaktivierbar ist.
[0013] Die Haltewirkung der ersten Halteeinrichtung wirkt bevorzugt kontinuierlich, das
heißt, sie wird nicht geschaltet. Ausnahme: bei der letzten Tafel des Schuppenstroms
wird geschaltet.
[0014] Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die erste und/oder die zweite Halteeinrichtung
von mindestens einem sich unterhalb des ersten und/oder zweiten Fördermittels befindlichen
Saugkasten gebildet ist. Der Saugkasten ist bevorzugt über ein Schaltventil an eine
Vakuumquelle angeschlossen. Um die Saugwirkung durch das erste und/oder das zweite
Fördermittel hindurch auf die Tafeln wirken zu lassen, ist das erste und/oder das
zweite Fördermittel luftdurchlässig ausgebildet.
[0015] Die zweite Geschwindigkeit ist wesentlich kleiner als die erste Geschwindigkeit;
sie weist vorzugsweise sehr kleinen Wert auf oder es wird derart vorgegangen, dass
die Tafel bis auf die Geschwindigkeit Null abgebremst wird und dass beim Erreichen
des Stillstandes die Vorderkante der Tafel gegen den Vorderkantenanschlag tritt.
[0016] Bevorzugt kann vorgesehen sein, dass bei einer Nenngeschwindigkeit entsprechend cirka
9.000 bis 10.000 Tafeln pro Stunde die erste Geschwindigkeit etwa 1 m/s beträgt. Die
zweite Geschwindigkeit kann zum Beispiel einen Wert von etwa 0,2 oder 0,1 m/s aufweisen.
Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die zweite Geschwindigkeit auf 0,25 bis 0,1
Mal der ersten Geschwindigkeit ausgelegt ist.
[0017] Die Zeichnung veranschaulicht die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels. Es
zeigen:
- Figur 1
- eine Seitenansicht auf eine Vorrichtung zum Zuführen einer Blechtafel gegen einen
Vorderkantenanschlag,
- Figur 2
- eine schematische Seitenansicht der Vorrichtung gemäß Figur 1,
- Figur 3
- eine schematische Seitenansicht der Vorrichtung der Figur 1,
- Figur 4
- eine schematische Seitenansicht der Vorrichtung der Figur 1 und
- Figur 5
- eine schematische Seitenansicht der Vorrichtung der Figur 1.
[0018] Die Figur 1 zeigt eine Vorrichtung 1 zum Zuführen von flachen Gegenständen 2 gegen
mindestens einen Vorderkantenanschlag 3. Die Gegenstände 2 sind als Blechtafeln 4
ausgebildet.
[0019] Die Vorrichtung 1 weist ein erstes Fördermittel 5 und ein zweites Fördermittel 6
auf. Das erste Fördermittel 5 wird von einem umlaufenden Trum 7 und das zweite Fördermittel
6 von einem umlaufenden Trum 8 gebildet. Das umlaufende Trum 7 besitzt ein Obertrum
9 und ein Untertrum 10 und ist an einem Ende um ein Umlenkrad 11 geführt. Das am anderen
Ende liegende Umlenkrad des Trums 7 ist auf der Figur aus Platzgründen nicht dargestellt.
Das umlaufende Trum 8 besitzt endseitig jeweils ein Umlenkrad 12 beziehungsweise 13.
Sein Obertrum 14 liegt in der Ebene des Obertrums 9 und sein Untertrum 15 ist über
eine Spannrolle 16 geführt. Vorzugsweise bestehen die umlaufenden Trums 7 und 8 jeweils
aus mehreren, mit Abstand zueinander liegenden Riemen, so dass eine über die Breite
der Blechtafeln verteilt angeordnete Auflage gebildet ist. Den Riemen sind entsprechende
Umlenkräder 11 bis 13 sowie Spannrollen 16 zugeordnet.
[0020] Die Riemen der Trums 7 und 8 sind luftdurchlässig ausgestaltet. Unterhalb des Obertrums
9 befindet sich ein in der Figur angedeuteter Saugkasten 17, der an eine Vakuumquelle
angeschlossen ist. Ferner befindet sich unterhalb des Obertrums 14 ein Saugkasten
18, der über ein Schaltventil 19 ebenfalls an die oder an eine andere Vakuumquelle
angeschlossen ist. Die Trums 7 und 8 bilden somit Saugtrums, auf denen die Gegenstände
durch Unterdruck unverrückbar gehalten werden. Das Trum 7 läuft mittels eines nicht
dargestellten vorzugsweise elektrischen Antriebs mit konstanter, erster Geschwindigkeit
v
1 um. Die Transportrichtung ist mittels des Pfeiles 20 bezüglich einer Transportebene
21 gekennzeichnet. Ein in der Geschwindigkeit regel- oder steuerbarer elektrischer
oder mechanischer Antrieb treibt das Trum 8 derart an, dass es -ebenfalls in Transportrichtung
(Pfeil 20)- entsprechend beschleunigt und abgebremst wird. Es weist die momentane
Geschwindigkeit v
2 auf.
[0021] Aus der Figur 1 ist erkennbar, dass die Blechtafeln 4 in geschuppter Anordnung zueinander
liegen, das heißt, die zuvorderst liegende Blechtafel 4' überlappt die Folgeblechtafel
4'', wobei der Vorderkantenbereich der Blechtafel 4" unterhalb des Hinterkantenbereichs
der Blechtafel 4' liegt. Weitere, sich an die Folgetafel 4'' stromaufwärts anschließende
Blechtafeln sind entsprechend geschuppt angeordnet (nicht dargestellt).
[0022] Der Saugkasten 17 bildet eine erste Halteeinrichtung 22, die per Unterdruck die Blechtafeln
4 in geschuppter Anordnung auf dem Obertrum 9 fixiert. Die Haltewirkung der ersten
Halteeinrichtung 22 ist konstant. Der Saugkasten 18 bildet eine zweite Halteeinrichtung
23 für die jeweils zuvorderst liegende Blechtafel 4', wobei die Haltewirkung mittels
des Schaltventils 19 ein- und ausgeschaltet beziehungsweise verstärkt und vermindert
werden kann, das heißt, die Vakuumquelle wird mit dem Saugkasten 18 verbunden oder
es erfolgt eine Trennung der Verbindung.
[0023] Wie aus der Figur ersichtlich, ist der Saugkasten 18 im Bereich der hinsichtlich
der Transportrichtung (Pfeil 20) stromaufseitigen Hälfte des umlaufenden Trums 8 angeordnet.
Insofern erstreckt sich die zweite Halteeinrichtung 23 nur über ein Teilstück 24 der
gesamten Länge des Obertrums 14.
[0024] Im Folgenden werden die Blechtafeln allgemein mit dem Bezugszeichen 4 bezeichnet,
die zuvorderst liegende Blechtafel trägt das Bezugszeichen 4' und die Folgetafel das
Bezugszeichen 4''.
[0025] Es ergibt sich folgende Funktion: Die Blechtafeln 4 werden in geschuppter Anordnung
mittels des Trums 7 zugeführt. Sie liegen auf der Oberseite des Obertrums 9 auf und
werden durch die Wirkung des Unterdrucks des Saugkastens 17 fixiert. Die Saugwirkung
im Saugkasten 17 ist konstant; die Geschwindigkeit v
1 ist ebenfalls konstant. Erreicht die zuvorderst liegende Blechtafel 4' mit ihrem
Vorderkantenbereich das Trum 8, so übernimmt letzteres einen entsprechenden, sich
laufend vergrößernden Abschnitt der Blechtafel 4'. Dies erfolgt hinsichtlich des Trums
8 mit der Geschwindigkeit v
1, das heißt, die Trums 7 und 8 weisen in diesem Zeitpunkt die gleiche Geschwindigkeit
v
1 auf (v
1 = v
2) . Der auf die entsprechende Blechtafel 4 wirkende Unterdruck wird im Zuge des Prozesses
durch die Folgetafel 4" durch Überdeckung "abgeschaltet". Durch entsprechende Stellung
des Schaltventils 19 ist sichergestellt, dass ein Unterdruck im Saugkasten 18 aufgebaut
wird, so dass ein Bereich der Blechtafel 4' auf die Oberseite des Obertrums 14 festgesaugt
und die Blechtafel 4' somit in unverrückbarer Position zum Obertrum 14 gehalten wird.
Der Aufbau des Unterdrucks erfolgt erst bei vollständiger Überdeckung des Saugkastens
18 durch die Blechtafel 4'. Es erfolgt dann eine Verringerung der Geschwindigkeit
v
2 des Trums 8 mittels Verlangsamung durch den zugehörigen Antrieb. Beim Verlangsamungsvorgang
ist die Blechtafel 4' durch den Unterdruck fest auf dem Obertrum 14 gehalten, so dass
keine Relativbewegung zwischen dem Trum 8 und der Blechtafel 4' auftreten kann. Die
Verzögerung des Trums 8 erfolgt derart, dass die Blechtafel 4'nur noch eine sehr kleine
Geschwindigkeit aufweist. In diesem Zustand befindet sich ihre Vorderkante 25 noch
ein Stück entfernt vom Vorderkantenanschlag 3. Das Vakuum des Saugkastens 18 wird
nunmehr abgeschaltet, so dass die Blechtafel 4' freigegeben wird und über die Unterlage
27 rutscht, so weit, bis die Vorderkante 25 gegen den Vorderkantenanschlag 3 tritt.
Die Unterlage 27 erstreckt sich zwischen dem stromabseitigen Ende des Trums 8 und
dem Vorderkantenanschlag 3. Auf diese Art und Weise wird die Blechtafel 4'exakt ausgerichtet.
Während des Abbremsungsprozesses des Trums 8 läuft das Trum 7 unverändert mit der
Geschwindigkeit v
1 weiter, so dass die Folgetafel 4'' ein entsprechendes Stück weiter unter die Blechtafel
4' geschoben wird. Ist die vorderste Blechtafel 4' exakt am Vorderkantenanschlag 3
ausgerichtet, so wird sie an ihrer Vorderkante 25 ergriffen und -in Transportrichtung
(Pfeil 20)- einer Weiterverarbeitung zugeführt. Vor dem Erreichen des Vorderkantenanschlags
3 wird der Unterdruck im Saugkasten 18 mittels Betätigung des Schaltventils 19 ausgeschaltet.
Verlässt die Blechtafel 4' den Vorderkantenanschlag 3, so erfolgt eine Beschleunigung
des Trums 6 auf die Ausgangsgeschwindigkeit, also die Geschwindigkeit v
1, so dass die nun vorderste Blechtafel 4 in ihrem Vorderkantenbereich von dem Trum
6 übernommen werden kann, wie dies vorstehend bereits anhand der Blechtafel 4' erläutert
wurde. Es wird dann auch wieder die Halteeinrichtung 23 aktiviert. Die vorstehend
erläuterten Vorgänge wiederholen sich kontinuierlich, so dass mit hoher Taktrate die
Blechtafeln 4 abgearbeitet und dabei ausgerichtet werden.
[0026] Die Figuren 2 bis 5 zeigen die Vorrichtung der Figur 1 in schematisierter Form, wobei
die nachstehenden Begriffe, wie zum Beispiel "Anfang" und "Ende", in Transportrichtung
der Blechtafeln 4 gesehen definiert sind, also in Richtung des Pfeiles 20 der Figur
1. Demzufolge ist gemäß Figur 2 der Abstand a zwischen dem Ende der zweiten Halteeinrichtung
23 und dem Ende der ersten Haltevorrichtung 22 ergänzt um einen Sicherheitszuschlag,
den die Blechtafeln in der Zeit durchlaufen, die für einen vollständigen Unterdruckaufbau
erforderlich ist, kleiner als die Schuppenlänge zwischen den Tafeln. Unter Schuppenlänge
der geschuppt angeordneten Blechtafeln 4 ist das Maß zwischen der Vorderkante einer
Blechtafel 4 und der Vorderkante der unmittelbar folgenden Blechtafel 4 zu verstehen.
Aufgrund des erwähnten Abstandes a ist eine gesicherte Übernahme der Blechtafeln 4
vom Trum 7 auf das Trum 8 möglich.
[0027] Gemäß Figur 3 ist der Abstand b zwischen dem Anfang des zweiten Fördermittels und
der Vorderkante einer Folgetafel 4'' zu Beginn des Verlangsamungsvorgangs der Vorgängertafel
4' größer als der Weg, den die Folgetafel 4" während des Verlangsamungsvorgangs der
Vorgängertafel 4' zurücklegt. Wäre dies nicht der Fall, so läuft die Folgetafel 4"
während des Verlangsamungsvorgangs der Vorgängertafel 4'auf das zweite Fördermittel
6 auf und wird undefiniert vorgebremst.
[0028] Aus der Figur 4 ist zu entnehmen, dass der Abstand c von der Vorderkante der Vorgängertafel
4' beim Verlangsamungsbeginn zum Ende der ersten Halteeinrichtung 22 größer ist als
die Schuppenlänge. Wäre dies nicht der Fall, so wird die zu bremsende Blechtafel 4
gleichzeitig noch vom ersten Fördermittel 5 angetrieben (die Nachfolgetafel 4'' muss
bei Verlangsamungsbeginn der Vorgängertafel 4'am Fördermittel 5 unterschuppen, das
heißt, den Saugkasten 17 abdecken).
[0029] Gemäß Figur 5 ist vorgesehen, dass der Abstand zwischen dem Vorderkantenanschlag
3 und der Vorderkante der Folgetafel 4'' (Maß d) zum Zeitpunkt des Einschaltens des
Vakuums (Unterdruck im Saugkasten 18) kleiner ist als der Abstand von dem Vorderkantenanschlag
3 bis zum Ende der zweiten Halteeinrichtung 23 (Maß e). Wäre dies nicht der Fall,
so würde das Vakuum die Blechtafel 4 erfassen, die gerade ausgerichtet werden soll.
Die auszurichtende Vorgängerblechtafel 4'muss beim Einschalten des Vakuums (für die
Folgetafel 4'') von dieser unterschuppt sein.
[0030] In der Figur 5 ist -als alternatives Ausführungsbeispiel- in Bezug auf die Bezugsziffer
28 eine Einrichtung angedeutet, die eine verlangsamte Blechtafel 4' nach Abschalten
des Vakuums des Saugkastens 18 übernimmt. Die Übernahme erfolgt mit der verzögerten,
sehr geringen Geschwindigkeit v
2. Die nur schematisch angedeutete Einrichtung 28 führt die Blechtafel 4' unter weiterer
Verzögerung bis gegen den Vorderkantenanschlag 3, so dass dort ein kontrolliertes,
reproduzierbares Ausrichten erfolgt.
[0031] Die Erfindung betrifft bevorzugt somit eine Verlangsamung der Blechtafeln in der
Phase der Zuführung der jeweiligen Vorderkante an einem Ausrichtanschlag mittels umlaufender
Vakuumsaugriemen, wobei die jeweils verzögerte Blechtafel kraftschlüssig erfasst ist.
Die Verlangsamung erfolgt vorzugsweise auf eine Geschwindigkeit v
2, die cirka 10% der Geschwindigkeit v1 beträgt oder nahe bei Null ist. Es erfolgt
eine Verzögerung und Wiederbeschleunigung der Vakuumriemen, wobei die Beschleunigung
auf die Tafelzuführgeschwindigkeit vom vorgelagerten Trum vorgenommen wird und diese
Geschwindigkeit für die Übernahme der Tafel konstant gehalten ist. Anschließend wird
die Verlangsamung auf eine definierte Geschwindigkeit vorgenommen, um die Blechtafel
vorsichtig gegen den Vorderkantenanschlag zu fahren. Durch Zu- und Abschalten des
Vakuums (Zuschalten vor der Tafelübernahme und während der anschließenden Verzögerung;
Abschalten des Vakuums vor Erreichen des Vorderkantenanschlags beziehungsweise vor
der Wiederbeschleunigung des Saugriemens auf Tafelzuführgeschwindigkeit für die Übernahme
der nächsten Tafel) ist sichergestellt, dass keine unkontrollierte Verlagerung der
Tafeln erfolgt. Die am Vorderkantenanschlag ausgerichtete Tafel wird bevorzugt einem
nicht dargestellten und auch nicht beschriebenen System übergeben, um die Blechtafeln
in definierter Lage weiterverarbeiten zu können. Durch die Erfindung wird eine hohe
Bremszielgenauigkeit beziehungsweise Positioniergenauigkeit durch Abfahren eines Geschwindigkeits-Weg-Profils
in gleicher Weise für jede Tafel im Maschinentakt erreicht. Es liegt eine kratzfreie
Krafteinleitung in die Tafeln aufgrund des Unterdrucks beziehungsweise einer Magnethaltung
vor.
[0032] Die Blechtafeln 4, 4' werden jeweils völlig flachliegend verlangsamt. Die Oberfläche
der Verlangsamungseinrichtung (zweites Fördermittel 6) liegt in der Tafellaufebene.
Beim Abschalten des Vakuums am Ende des Verlangsamungsvorgangs tritt keine Bewegung
quer zur Tafellaufebene, insbesondere senkrecht zur Tafellaufebene, auf, die für die
exakte Anlage der Blechtafeln 4' an den Vorderkantenanschlag 3 schädlich sein könnte.
[0033] Gegenüber bekannten, hin- und hergehenden Schwingeinheiten mit Vakuumkopf eröffnet
das erfindungsgemäße Prinzip des umlaufenden, endlosen Riementriebs den Vorteil, dass
kein Rückwärtshub vorliegt, das heißt wesentlich mehr Zeit steht für sanfte, ruck-
und gleitreibungsfrei Verlangsamung zur Verfügung steht beziehungsweise es kann die
Auslegung der Zuführgeschwindigkeit insgesamt niedriger gewählt werden, was der sicheren
Funktion der Anlage insgesamt zugute kommt. Des weiteren ist ein umlaufendes Riementrum
vorteilhaft hinsichtlich eines möglichen Verkratzens der Unterseite der Blechtafeln.
Während der Verlangsamung, bei der ein großes Haltevakuum erforderlich ist, tritt
keine Relativbewegung zwischen der Blechtafel 4'und den Riemen (zweites Fördermittel
6) auf, so dass Verkratzen ausgeschlossen ist. In der Phase des Anlegens der Blechtafel
4' mit einer Restgeschwindigkeit an den bevorzugt aus mehreren Vorderanschlägen bestehenden
Vorderkantenanschlag 3 rutschen die Riemen (zweites Fördermittel 6) ohne Haltewirkung
(Vakuum oder Magnetkraft ist ausgeschaltet) unter der Blechtafel 4' durch. Da des
Weiteren die Relativgeschwindigkeit sehr gering ist, entstehen durch das genannte
Riemensystem keine Verkratzungen. Verschlissene Riemen-Oberflächen lassen sich durch
einfachen und kostengünstigen Riementausch problemlos beseitigen. Im Hinblick auf
die gesamte Tafelanordnung wird erfindungsgemäß jeweils nur eine Blechtafel, nämlich
die vorderste Blechtafel 4', aus dem gesamten Schuppenstrom verlangsamt. Der übrige
Schuppenstrom bewegt sich dabei weiter. Dies ist insbesondere auch deshalb von Interesse,
weil der Schuppenstrom derart gebildet ist, dass die zuvorderst liegende Tafel auf
der Folgetafel aufliegt. Das heißt, es wird erfindungsgemäß die Verlangsamung von
unten her durchgeführt, weil die Unterseite der Blechtafeln auf dem Fördermittel 5
beziehungsweise 6 aufliegt. Diese Lösung wird gewählt, obwohl zum Halten der entsprechenden
Blechtafel 4' mittels Vakuum oder Magnetkraft nur der Bereich der Tafel von unten
her zugänglich ist, der nicht in Überlappungsposition zur Folgetafel steht.
1. Verfahren zum Zuführen von flachen, sich geschuppt überlappenden Blechtafeln (4) zu
mindestens einem Vorderkantenanschlag (3) einer weiterverarbeitenden Maschine, insbesondere
einer Blechdruck- oder Blechlackiermaschine, mit einer ersten, ein erstes Fördermittel
(5) aufweisenden Förderzone, in der die Blechtafeln (4) mit einer ersten, konstanten
Geschwindigkeit in geschuppter Anordnung mit kontinuierlich per Unterdruck oder magnetischer
Wirkung entwickelter Haltewirkungeiner ersten Halteeinrichtung transportiert werden
und mit einer zweiten, der ersten Förderzone folgenden Förderzone, die ein zweites
Fördermittel (6) aufweist, in der die jeweils vorderste Blechtafel (4') im Bereich
ihrer Vorderkante (25) mit einer ersten Geschwindigkeit übernommen und dann auf eine
zweite Geschwindigkeit verlangsamt wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand (b) zwischen dem Anfang des zweiten Fördermittels (6) und der Vorderkante
einer der vordersten Blechtafel (4') nachfolgenden Folgetafel (4'') zu Beginn des
Verlangsamungsvorgangs der vordersten Blechtafel (4') größer als der Weg ist, den
die Folgetafel (4'') während des Verlangsamungsvorgangs der vordersten Blechtafel
(4') zurücklegt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand (c) von der Vorderkante der vordersten Blechtafel (4') beim Verlangsamungsbeginn
bis zum Ende der ersten Halteeinrichtung (22) größer ist als die Schuppenlänge, die
das Maß zwischen der Vorderkante einer Blechtafel (4) und der Vorderkante einer unmittelbar
folgenden Blechtafel (4) ist.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweils vorderste Blechtafel (4') mit der zweiten Geschwindigkeit gegen mindestens
einen Vorderkantenanschlag (3) geführt wird oder sich mit dieser Geschwindigkeit dem
Vorderkantenanschlag (3) nähert, wobei die vorderste Blechtafel (4') während ihrer
Verlangsamung in einer ortsfesten Haltezone einer zweiten Halteeinrichtung (23) der
zweiten Förderzone durch schaltbaren Unterdruck gehalten wird und diese Haltewirkung
abgeschaltet wird, sobald die Vorderkante (25) der vordersten Blechtafel (4') mit
nur noch geringem Abstand zum Vorderkantenanschlag (3) liegt, wobei nach Anlage und
dadurch erfolgendem Ausrichten der vordersten Blechtafel (4') an dem Vorderkantenanschlag
(3) ein Abtransport an die weiterverarbeitende Maschine erfolgt, und wobei der Abstand
(d) zwischen dem Vorderkantenanschlag (3) und der Vorderkante der der vordersten Blechtafel
(4') unmittelbar folgenden Folgetafel (4") zum Zeitpunkt des Einschaltens der Haltewirkung
der zweiten Halteeinrichtung (23) kleiner ist als der Abstand (e) von dem Vorderkantenanschlag
(3) bis zum Ende der zweiten Halteeinrichtung (23).
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Geschwindigkeit nahezu Null oder Null ist.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Blechtafeln (4) in einem Bereich der zweiten Förderzone gehalten werden.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass Halten im Bereich der zweiten Förderzone per Unterdruck oder magnetischer Wirkung
erfolgt.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als erstes Fördermittel ein endlos umlaufendes Fördermittel verwendet wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Halten in Transportrichtung gesehennur über ein Teilstück (24) der zweiten Förderzone
erfolgt.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Halten in der zweiten Förderzone im Wesentlichen in der stromaufseitigen Hälfte
der zweiten Förderzone erfolgt.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltewirkung im Bereich der zweiten Förderzone ein- und ausschaltbar ist.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als erstes und/oder zweites Fördermittel (5,6) luftdurchlässig ausgebildete Fördermittel
zur Entfaltung einer Unterdruckwirkung auf die Blechtafeln verwendet werden.
1. A method for feeding flat sheet metal boards (4), which overlap one another in a scaled
manner, to at least one leading edge stop (3) of a processing machine, in particular
a metal sheet printing or metal sheet varnishing machine, comprising a first conveying
zone, which encompasses a first conveying means (5), in which zone the sheet metal
boards (4) are transported at a first constant speed in scaled configuration with
a holding effect, which is continuously developed by means of low pressure or magnetic
effect, of a first holding device and comprising a second conveying zone, which follows
the first conveying zone and which encompasses a second conveying means (6), the respectively
foremost sheet metal board (4') being taken over in said second conveying zone in
the area of the leading edge (25) thereof at a first speed and then being slowed down
to a second speed, characterized in that the distance (b) between the beginning of the second conveying means (6) and the
leading edge of a successive sheet metal board (4"), which follows the foremost sheet
metal board (4') at the onset of the slowing-down process of the foremost sheet metal
board (4') is greater than the distance, which the successive sheet metal plate (4")
covers during the slowing-down process of the foremost sheet metal board (4').
2. The method according to claim 1, characterized in that the distance (c) from the leading edge of the foremost sheet metal board (4') at
the onset of the slowing-down to the end of the first holding device (22) is greater
than the scale length, which is the measure between the leading edge of a sheet metal
board (4) and the leading edge of a directly following sheet metal board (4).
3. The method according to any one of the preceding claims, characterized in that the respectively foremost sheet metal board (4') is guided against at least one leading
edge stop (3) at the second speed or approaches the leading edge stop (3) at this
speed, wherein the foremost sheet metal board (4') is held during its slowing-down
in a stationary holding zone of a second holding device (23) of the second conveying
zone by means of a shiftable low pressure and that this holding effect is turned off
as soon as the leading edge (25) of the foremost sheet metal board (4') is located
at only a small distance to the leading edge stop (3), wherein a transport to the
processing machine is carried out after abutment of the foremost sheet metal board
(4') to the leading edge stop (3) and thereby aligning the sheet metal board (4'),
and wherein the distance (d) between the leading edge stop (3) and the leading edge
of the successive sheet metal board (4"), which directly follows the foremost sheet
metal board (4') at the turn-on moment of the holding effect of the second holding
device (23), is smaller than the distance (e) from the leading edge stop (3) to the
end of the second holding device (23).
4. The method according to any one of the preceding claims, characterized in that the second speed is almost zero or equals zero.
5. The method according to any one of the preceding claims, characterized in that the sheet metal boards (4) are held in an area of the second conveying zone.
6. The method according to claim 5, characterized in that the holding is carried out in the area of the second conveying zone by means of low
pressure or magnetic effect.
7. The method according to any one of the preceding claims, characterized in that an endlessly rotating conveying means is used as first conveying means.
8. The method according to any one of the preceding claims 5 to 7, characterized in that the holding - viewed in transport direction - is carried out only via a part (24)
of the second conveying zone.
9. The method according to any one of the preceding claims 5 to 8, characterized in that the holding in the second conveying zone is substantially carried out in the upstream
half of the second conveying zone.
10. The method according to any one of the preceding claims 5 to 9, characterized in that the holding effect in the area of the second conveying zone can be turned on and
off.
11. The method according to any one of the preceding claims, characterized in that conveying means, which are embodied so as to be pervious to air, for developing a
low pressure effect on the sheet metal boards are used as first and/or second conveying
means (5, 6).
1. Procédé pour l'alimentation de feuilles de tôle plates (4) se chevauchant de manière
imbriquée à au moins une butée d'arête avant (3) d'une machine de transformation,
notamment d'une machine d'impression sur tôles ou d'une machine de vernissage sur
tôles, avec une première zone de transport présentant un premier moyen de transport
(5) dans laquelle les feuilles de tôle (4) sont transportées à une première vitesse
constante en agencement imbriqué avec un effet de retenue développé en continu par
dépression ou action magnétique d'un premier dispositif de retenue et avec une seconde
zone de transport suivant la première zone de transport, qui présente un second moyen
de transport (6), dans laquelle la feuille de tôle (4') à chaque fois la plus en avant
est prise en charge dans la région de son arête avant (25) à une première vitesse,
puis ralentie à une seconde vitesse, caractérisé en ce que l'écart (b) entre le début du second moyen de transport (6) et l'arête avant d'une
feuille subséquente (4") suivant la feuille de tôle (4') la plus en avant au début
du processus de ralentissement de la feuille de tôle (4') la plus en avant est supérieur
à la course qu'accomplit la feuille subséquente (4") pendant le processus de ralentissement
de la feuille de tôle (4') la plus en avant.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'écart (c) allant de l'arête avant de la feuille de tôle (4') la plus en avant au
début du ralentissement jusqu'à la fin du premier dispositif de retenue (22) est supérieur
à la longueur d'imbrication qui est la mesure entre l'arête avant d'une feuille de
tôle (4) et l'arête avant d'une feuille de tôle (4) directement subséquente.
3. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la feuille de tôle (4') à chaque fois la plus en avant est guidée à la seconde vitesse
contre au moins une butée d'arête avant (3) ou s'approche de la butée d'arête avant
(3) à cette vitesse, la feuille de tôle (4') la plus en avant étant retenue pendant
son ralentissement dans une zone de retenue fixe d'un second dispositif de retenue
(23) de la seconde zone de transport par dépression commutable et cet effet de retenue
étant désactivé dès que l'arête avant (25) de la feuille de tôle (4') la plus en avant
se trouve avec uniquement un écart encore faible par rapport à la butée d'arête avant
(3), un transport à la machine de transformation ayant lieu après appui et orientation
qui en résulte de la feuille de tôle (4') la plus en avant sur la butée d'arête avant
(3), et l'écart (d) entre la butée d'arête avant (3) et l'arête avant de la feuille
subséquente (4") suivant directement la feuille de tôle (4') la plus en avant au moment
de l'activation de l'effet de retenue du second dispositif de retenue (23) étant inférieur
à l'écart (e) allant de la butée d'arête avant (3) jusqu'à la fin du second dispositif
de retenue (23).
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la seconde vitesse est presque nulle ou nulle.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les feuilles de tôle (4) sont retenues dans une région de la seconde zone de transport.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que la retenue se produit dans la région de la seconde zone de transport par dépression
ou action magnétique.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un moyen de transport périphérique sans fin est utilisé comme premier moyen de transport.
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes 5 à 7, caractérisé en ce que la retenue se produit uniquement sur une section (24) de la seconde zone de transport,
vu dans la direction de transport.
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes 5 à 8, caractérisé en ce que la retenue dans la seconde zone de transport se produit essentiellement dans la moitié
côté amont de la seconde zone de transport.
10. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes 5 à 9, caractérisé en ce que l'effet de retenue peut être activé et désactivé dans la région de la seconde zone
de transport.
11. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que des moyens de transport réalisés de manière perméable à l'air sont utilisés comme
premier et/ou second moyens de transport (5, 6) pour déployer un effet de dépression
sur les feuilles de tôle.